Posts Tagged ‘Gemüse’

Coq au vin – wie von Paul Bocuse, aber aus dem „Römertopf”

29. Januar 2017

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Wo wir gerade beim „Jahr des Hahns” waren – eines unserer Weihnachtsmenüs 2016 war der französische Klassiker „Coq au vin” und zwar nach einem Rezept von Paul Bocuse – nur fast, weil ich keinen Topf habe, der groß genug wäre, eine stattliches Huhn von 1,8 kg darin unterzubringen.

Also habe ich kurzerhand den Römertopf aus dem Küchenregal geholt und das Rezept ein kleines bisschen abgewandelt…
Als Beilage gab es  selbstgemachten Kartoffelbrei.



Coq au vin


Zutaten
(für 4 Personen)

• 1 Bresse-Huhn ca. 1800 g
• Meersalz
• Pfeffer aus der Mühle
• 60 g Butter
• 100 g magerer Speck
• 1 kleine Stange Lauch
• 1 Bund Frühlingszwiebeln
• 2 Karotten
• 2-3 Knoblauchzehen
• einige Zweige Petersilie
• 1 Zweig Thymian
• 1 Zweig Staudensellerie
• 1 kleines Lorbeerblatt
• 1 Flasche Rotwein
• 150 g frische Champignons
• 80-100 g Geflügelleber
• 2 Esslöffel Mehl
• 1 kleines Glas Cognac
• 2-3 Esslöffel gehackte Petersilie

Zubereitung
Den „Römertopf”/Tontopf 10 Minuten wässern.

Das küchenfertige Huhn in Stücke zerteilen.Mit Salz und Pfeffer würzen und mit der Butter in einer Pfanne goldgelb braten.

Den Speck kleinwürfeln, zum Geflügelfleisch geben und mitbraten.
Aus der Pfanne nehmen und in den gewässerten „Römertopf” geben.
Die Pfanne für die Zubereitung der Soße beiseite stellen.

Den Lauch, die Frühlingszwiebeln, Staudensellerie und die Karotten putzen, in dickere längliche Stücke schneiden.Mit dem gehackten Knoblauch und den Gewürzen zum Fleisch geben und mit dem Rotwein auffüllen.
Den Deckel auflegen und in den kalten Backofen stellen.

Bei 200 °C ca. 1 Stunde garen, dann 10 Minuten bei geöffnetem Deckel im Ofen stehenlassen.

Dann das Fleisch und das Gemüse aus dem Römertopf nehmen, in den Deckel legen und im Ofen warm halten.

Den Bratensaft zusammen mit den geputzten Champignons in die Pfanne geben, die zum Anbraten verwendet wurde.Das ganze aufkochen und einige Minuten köcheln lassen.

Die feingehackte Leber mit Mehl und Cognac verrühren und die Sauce damit binden.

Die Pilze aus der Sauce nehmen und zum Fleisch und Gemüse geben.
Dann die Sauce durch ein Sieb in die passieren und nochmals aufkochen lassen.

Das Fleisch und Gemüse mit Sauce übergießen und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.


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Coq au vin
(prepared in a „Römertopf“/clay pot)

Ingredients
(for 4 servings)
1 Bresse chicken approx. 1800 g
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pepper from the grinder
60 g of butter
100 g of lean bacon
1 small leek
1 bunch of spring onions
2 carrots
2-3 cloves of garlic
some twigs of parsley
1 branch of thyme
1 celery
1 small laurel leaf
1 bottle of red wine
150 g fresh mushrooms
80-100 g poultry liver
2 tablespoons flour
1 small glass of cognac
2-3 tablespoons chopped parsley

Preparation
Soak the „Römertopf“/clay pot in water for 10 minutes.
Cut the ready-to-cook chicken into pieces. Season with salt and pepper and fry with the butter in a pan until golden yellow.
Simmer the bacon, add to poultry meat and roast. Remove from the pan and put into the watered clay pot. Set the pan aside for the preparation of the sauce.

Clean leeks, spring onions, celery and carrots, then cut into thick, elongated pieces.

Add vegetables, chopped garlic and spices to the meat and top up with red wine.
Place the lid and place in the cold oven.

Cook for about an hour at 200 ° C, then leave to stand in the oven for 10 minutes with the lid open.

Take the meat and vegetables from the pot, place in the lid and keep warm in the oven.

Give the drippings together with the cleaned mushrooms in the pan, which was used for frying.
Bring to a boil and simmer for a few minutes.

Mix the finely chopped liver with flour and cognac and bind the sauce with it.

Remove the mushrooms from the sauce, add to the meat and vegetables.
Then pass the sauce through a sieve and bring to a boil again.

Pour the sauce over meat and vegetables. To serve sprinkle with chopped parsley and mashed potatoes.

 

Freitagsfisch: Lachs im Backpapier mit Spinat-Champignon-Gemüse und rotem Reis

13. Januar 2017

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Das wollte ich schon schon seit Ewigkeiten mal ausprobieren – Fisch in einem Papierpäckchen im Backofen garen….

Zu Weihnachten habe ich es endlich getan und diese Garmethode hat mich absolut überzeugt. Der Lachs wird schonend im Päckchen bedampft und bleibt dadurch schön saftig.

Außerdem braucht er kaum Fett. Der Fisch wird lediglich mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer gewürzt und mit ganz wenig Olivenöl beträufelt.


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Dann gibt man kleingeschnittenes Gemüse dazu – in meinem Fall Lauchzwiebelchen und Datteltomaten – ein wenig Kräuter, Chilies und Knoblauch, wickelt den Fisch so in Backpapier ein, dass keine Luft entweichen kann – etwa so wie ein Bonbon – und dann kommt das Päckchen für 15 bis 20 Minuten in den Backofen.
Man packt den Fisch aus und kann ihn sofort servieren.

Ja, das kommt fast schon ein wenig frühlingshaft daher….frisch, leicht und lecker! Dazu empfehle ich euch einen spritzigen Weißwein!


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Unglaublich – so schnell hatte ich unser Weihnachtsmenü noch nie fertig. Und das war perfekt, denn ich hatte noch eine Torte zu dekorieren, die es am Nachmittag zum Kaffee geben sollte – aber davon berichte ich euch ein anderes Mal.
Dazu gab es jungen Spinat mit Zwiebeln und Champignons und roten Reis aus der Camargue.


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Lachs im Backpapier mit rotem Reis und Spinat-Champignon-Gemüse


Zutaten für 4 Personen

• 1 Lachsseite mit Haut (ca. 750 g)
• 1 Zitrone
• Salz
• Pfeffer
• 1-2 Lauchzwiebeln
• eine Handvoll Datteltomaten
• 1 Knoblauchzehe
• 1 Chilieschote
• frische Petersilie
• frisches Basilikum
• etwas Olivenöl

Für die Beilagen
• 1-2 Schalotten
• etwas Butter oder Rapsöl
• 250 g junger Blattspinat
• 100 g braune Champignons
• Salz
• Pfeffer
• nach Belieben Sahne und etwas Gemüsebrühe
• Backpapier

• 250 g roter Reis
• 400 ml Wasser
• ½ Teelöffel Meersalz

1. Lachs vorbereiten
Lauchzwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden.
Datteltomaten waschen, abtropfen lassen und halbieren oder ebenfalls in Ringe schneiden. Chilis in Ringe schneiden. Knoblauch schälen.
Basilikum und Petersilie waschen, trockenschütteln und fein wiegen.

2. Reis zubereiten
400 ml Wasser mit Salz und Reis aufkochen und ca. 20 Minuten garen lassen.

3. Lachs zubereiten
Den Backofen auf 200 °C vorheizen Zitrone heiß waschen, halbieren und 1 Hälfte in dünne Scheiben schneiden. Saft der anderen Hälfte auspressen.
Lachs mit kaltem Wasser waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen. Dann mit etwas Zitronensaft beträufeln, salzen und pfeffern.
Den Lachs mit der Haut nach unten mittig auf Backpapier legen. Mit Lauchzwiebeln, Chili und Datteltomaten belegen.
Den Knoblauch durchpressen und darüber verteilen. Mit Zitronenscheiben belegen und Kräuter darüberstreuen. Zuletzt mit wenig Olivenöl beträufeln.

Das Backpapier über dem Lachs bonbonartig einwickeln und an an beiden Seiten mit Küchengarn zubinden.
In der Mitte des vorgeheizten Ofens bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) 15-20 Minuten garen. Vorsichtig öffnen und sofort servieren-

4. Spinat-Champignon Gemüse zubereiten
Champignons mit einer Pilzbürste säubern und in Scheiben schneiden.
Schalotte schälen und fein würfeln.
Spinat waschen und etwas abtropfen lassen.
Wenig Fett in einer Pfanne erhitzen, die Schalotten darin glasig dünsten, dann die Pilze dazugeben und mitdünsten.
Spinat dazugeben und etwas zusammenfallen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Sahne verfeinern. Bei Bedarf ein wenig Wasser oder Gemüsebrühe zufügen.


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This Christmas we had a light menu with salmon, red rice and and spinach with brown mushrooms.
The preparation is very simple and quick!


Salmon in baking paper
with red rice
and spinach and mushroom vegetables

Ingredients
(for 4 persons)

1 salmon side with skin (approx. 750 g)
1 lemon
Salt
Pepper
1-2 spring onions
A handful of date tomatoes
1 clove of garlic
1 chili pepper
Fresh parsley
Fresh basil
Some olive oil
baking paper

For the rice and vegetables
1-2 shallots
some butter or rapeseed oil
250 g young spinach
100 g brown mushrooms
Salt
Pepper
liquid cream and some vegetable broth

250 g red rice
400 ml water
½ teaspoon sea salt

1. Prepare salmon
Clean, wash and cut the spring onions in rings.
Wash, drain and halve date tomatoes, or cut into rings. Cut chilis into rings. Peel the garlic.
Wash basil and parsley, dry by shaking.

2. Prepare rice
Bring 400 ml of water with salt and rice to a boil and allow to cook for about 20 minutes.

3. Prepare salmon
Preheat the oven to 200 °C = 392 °F.
Wash the lemon under hot water, cut in half and cut one half into thin slices. Press the juice of the other half.
Wash the salmon with cold water, dab dry with kitchen paper. Then sprinkle with some lemon juice and season with salt and pepper.
Place the salmon on baking paper, skin down and  in the middle. Put onions, chili and date tomatoes on top.
Press the garlic and spread over it. Add lemon slices and sprinkle with herbs. Finally, sprinkle with little olive oil.

Fold the baking paper over the salmon, wrap like a sweet/candy and tie it on to both sides with kitchen yarn.
Bake in the middle of a preheated oven at 200°C = 392 °F (convection 180°C = 356 °F) for 15 to 20 minutes. Gently open and serve immediately.

4. Prepare spinach mushroom vegetables
Clean mushrooms with a mushroom brush, Then cut into slices.
Peel and finely chop the shallot.
Wash the spinach and let it drip off.
Heat a little butter or rapeseed oil  in a pan, simmer the shallots in it until glassy, add the mushrooms and sauté.
Then add the spinach and leave to fold together. Season with salt and pepper and refine with some cream. Add a little water or vegetable broth if necessary.

Lyon: Sonntag ist Markttag (2) – Am Ufer der Saône: L’art de vivre

4. Dezember 2016

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Der zweite Markt, den wir am Sonntag in Lyon besucht haben, ist der große Markt an der Saône.
Spätestens hier merkt man, dass man sich dem Süden Frankreichs nähert. Ein schier unglaubliches Angebot an frischem Obst und Gemüse, Würsten, Käse, Fleischerzeugnissen und Spezialitäten aus Frankreich und auch von weiter her (121 Marktbeschicker am Sonntag – unter der Woche ist der Markt kleiner).
Und wer möchte, kann hier Austern essen und dazu ein Glas Champagner am Ufer der Saône genießen.
Oder bei schönem Wetter besorgt man sich einfach etwas Baguette, Käse und Salami für ein Picknick.
Wer sonntags keine Lust hat, etwas zu kochen, kann sich an einem der Stände, wo es etwas Warmes zu Essen gibt, versorgen.

Hier spürt man das französische Lebensgefühl – l’art de vivre.
Es heißt nicht umsonst: „Essen, wie Gott in Frankreich”.
Wenn es gegen das Ende des Markttages geht und die Händler versuchen, ihre Ware noch an den Mann zu bringen – meist viel günstiger, damit sie keine Ware mehr mit nach Hause nehmen müssen – kann es schonmal laut werden und man fühlt sich ein wenig wie in Hamburg auf dem Fischmarkt.

Nachdem wir also auf dem Markt am Place Carnot waren, sind wir zuerst ein wenig am Uferweg der Saône entlangeschlendert.
An diesem Wochenende fand außerdem noch ein Marathonlauf statt. Die Terroranschläge in Frankreich haben Spuren hinterlassen – überall trifft man auf bis an die Zähne bewaffnete Soldaten, die nicht nur solche Großveranstaltungen absichern, sondern auch am Abend und während der Nacht bis in die frühen Morgenstunden an den Bahnhöfen Wache schieben.
Ich muss zugeben – ein wenig mulmig ist einem schon dabei zumute…


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Der Markt am Ufer der Saône – Quai des Célestins
Parking : Quai Saint- Antoine 69002 Lyon – Place des Célestins


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Und dann sind wir über die Brücke bei Saint Antoine in Richtung Vieux Lyon und den Fourvière Hügel gegangen.
Was wir an diesem Tag noch alles gesehen und erlebt haben, folgt in einem weiteren Bericht!

Lyon: Sonntag ist Markttag (1) – Place Carnot beim Gare Perrache

3. Dezember 2016
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Sonntagmorgen am Place Carnot in Lyon


Als wir am Sonntagmorgen aufwachten und ich vom Balkon unseres Hotelzimmers zum Fourvière Hügel sah, bot sich ein wunderbarer Anblick auf die Basilika Notre Dame de Fourvière.
Es versprach, ein wunderbarer Tag zu werden.


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Blick vom Balkon unseres Hotelzimmers (Hotel Charlemagne) auf die Basilika Notre Dame de Fourvière


Aber zuerst haben wir ausgiebig gefrühstückt…
Der Frühstücksraum des Hotels befindet sich im Untergeschoss. Es gibt ein riesiges Buffet mit allem, was das Herz begehrt. Baguette, Mini Viennoiserie (kleine Croissants, Pain au Chocolat oder Pain au Raisin, Eier, Wurst, Käse, Obst, Orangensaft, Joghurt, Marmelade, Honig, Müsli….)

Es gab auf dem Buffet auch lokalen Spezialitäten, zum Beispiel die typische Rosette Salami oder Brioche mit Pralines Lyonnaises, die wir am Vortag schon in der Markthalle von Paul Bocuse entdeckt hatten.
Natürlich musste ich mir diese Praline genauer ansehen und probieren. Vorsicht: die sind ziemlich hart, also erst einmal lutschen und dann vorsichtig zerbeißen.
Sie schmecken sehr süß, aber die Mandeln schmeckt man deutlich heraus.

Im Brioche schmecken sie auch sehr gut. Und überhaupt, hier in Lyon gibt es wunderbare Brioches – die zeige ich euch später nochmal genauer.



Dann machten wir uns auf den Weg zu den Märkten, die hier am Sonntagvormittag stattfinden.
Die Märkte hier hatten mich schon bei unserem ersten Besuch in Lyon vor 6 Jahren fasziniert.
Unweit unseres Hotels, direkt vor dem Bahnhof Perrache, auf dem Place Carnot findet am Mittwochs von 16.00 – 19.00 Uhr und am Sonntag von 6.00 – 13.30 Uhr ein Markt mit Erzeugern aus der Region statt. Das Angebot am Sonntag ist riesig und reicht von Backwaren, Obst, Gemüse, Kräutern, Käse, Wurst, Fleisch, Geflügel und Brathähnchen über Haushaltwaren, Kleidung Topfpflanzen und Teppichen bis hin zu Haustieren!


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Markt beim Bahnhof Perrache
Lyon 02  / Place Carnot


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Brot und feine Backwaren



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Obst und Gemüse



Geflügel, Fleisch, Wurst, Käse


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Und hier hat der Experte am Hähnchengrill sogar posiert und sich fotografieren lassen…
Es gab aber auch Stände, an denen man als Fotograf nicht so gerne gesehen war.


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Und wenn euch dieser Beitrag gefallen hat, solltet ihr unbedingt noch den zweiten Teil lesen – der Marché an der Saône ist besonders sehenswert.


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Fortsetzung folgt…

Les Halles de Lyon Paul Bocuse und das Originalrezept für Quenelles mit Sauce Nantua

26. November 2016

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Nach unserem Besuch im Lumière Museum sind wir also geradewegs zur Markthalle marschiert.
Von außen sieht die Markthalle eher nüchtern und modern aus, innen aber, findet man immer noch die traditionellen Spezialitäten aus Lyon und aus ganz Frankreich.
An vielen Ständen sieht man Fotos der Produzenten, die hier ihre Erzeugnisse verkaufen, zusammen mit Paul Bocuse und einer handschriftlichen Widmung desselben.
Das Angebot ist vielfältig und reicht von Obst, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchten über halbfertige Erzeugnisse bis hin zu Käse, Wurst, Pasteten und Backwaren.
Es gibt auch ein paar Restraurants und Cafés, wo man die Köstlichkeiten direkt vor Ort genießen kann.


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…wo das Produkt König ist…


Quenelles – Eine Spezialität aus Lyon



Schon gleich bei den ersten Ständen findet man bei Giraudet die „Quenelles” de Lyon. Das sind längliche Klöße aus Butter, Mehl und Eiern, die es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt.
Die tradionellen Quenelles werden mit Hechtfilet gemacht.
Sie werden in einer Sauce Nantua, einer Sauce mit Langusten/Krebsfleisch serviert.
Ich habe das Gericht natürlich am Abend probiert – aber davon berichte ich später – hier ist das Originalrezept:


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Quenelles de brochet
Ingrédients pour 8 personnes

500 g de filets de brochet crus
20cl de lait
30 g de beurre + 100 g
10 g de sel
2 g de poivre
125 g de farine
6 œufs

Sauce Nantua

12 écrevisses
100 g de beurre + 40 g
40 g de farine
50 cl de lait
10 cl de crème fraîche épaisse + 10cl

Fabrication des quenelles

Hacher ou mixer 500 g de filets crus de brochet, les mettre à égoutter dans une passoire recouverte d’un linge pendant 12 heures au frais.

Porter à ébullition 20 cl de lait, y faire fondre 30 g de beurre, ajouter 10 g de sel, 2 g de poivre et 125 g de farine. Bien mélanger à la spatule jusqu’à l’obtention d’une pâte homogène qui n’adhère plus aux parois. Laisser reposer à couvert.
Mixer cette panade pendant 2 minutes, ajouter la chair de brochet bien égouttée. Mixer à nouveau.

Casser 6 œufs dans un bol ; ajouter 100 g de beurre émietté ; y incorporer la panade et bien mixer. Laisser reposer 4 heures.

Diviser cette pâte en paquets de 120 g chacun ; les rouler à la main sur une table farinée.
Les faire pocher pendant 12 minutes dans de l’eau légèrement salée. Disposer dans un plat à gratin et les « noyer » avec la sauce.

Fabrication de la sauce Nantua

Jeter 12 écrevisses dans de l’eau en ébullition, puis laisser cuire 5 minutes. Mles retirer, les décortiquer et réserver la chair.

Piler les carapaces et les têtes au mortier et les mettre dans une casserole avec 100 g de beurre. Lorsque le beurre se clarifie (devient mousseux), mouiller d’un verre d’eau. Laisser bouillir 2 minutes puis passer dans un linge pour en extraire le liquide. Le laisser refroidir et le mettre réfrigérateur pour qu’il durcisse : le beurre surnage alors sur un liquide.
Faire fondre 40 g de beurre dans une casserole, y verser 40 g de farine en remuant pendant 2 minutes, puis verser 50 cl de lait et le liquide du beurre d’écrevisses. Porter à ébullition en fouettant, assaisonner,  ajouter 10 cl de crème fraîche épaisse et laisser réduire d’un tiers. Ajouter encore 10 cl de crème, laisser bouillonner 2 minutes puis incorporer le beurre d’écrevisses en noisettes, en fouettant au coin du feu.

Recouvrir les quenelles de cette sauce et mettre au four à 200° (th.7) pendant 15 minutes.

Servir aussitôt avec un riz créole légèrement parfumé en décorant le plat avec les queues d’écrevisses.

***

Quenelles de brochet / Hechtklöße

Zutaten für 8 Personen
• 500 g rohe Hechtfilets
20cl Milch
30 g Butter + 100 g
10 g Salz
2 g Pfeffer
125 g Mehl
6 Eier

Nantua-Sauce
12 Langusten
100 g Butter + 40 g
40 g Mehl
500 ml Milch
100 ml Sahne + 100 ml

Zubereitung

Quenelles

500 g rohe Zanderfilets fein hacken oder im Mixer zerkleinern. In ein Sieb geben und in eine Schüssel hängen. Mit einem Tuch bedecken und 12 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen.

200 ml Milch zum Kochen bringen.  30 g Butter dazu geben und darin schmelzen. 10 Gramm Salz, 2 g Pfeffer und 125 g Mehl hinzufügen. Mit einem Spatel gut mischen, bis ein homogener Masse entsteht, die nicht mehr am Topfrand haften bleibt. Vom Herd nehmen und zugedeckt etwas ruhen lassen.
Dann den Topfinhalt 2 Minuten lang durchrühren. Das Hechtfleisch aus dem Kühlschrank nehmen, gut ausdrücken, zu dem Teig geben und damit verrühren.

6 Eier aufschlagen und in eine Schüssel geben. 100 g Butter in Stücke schneiden und hinzufügen und in die vorbereitete Hechtmasse einarbeiten.
4 Stunden ruhen lassen.

Dann den Teig in Portionen von 120 Gramm aufteilen und jede von Hand auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsplatte in Form rollen.
Die Klöße 12 Minuten lang in siedendem, leicht gesalzenem Wasser pochieren.
Mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und in eine Auflaufform legen.

Herstellung von Nantua-Sauce

12 Langusten in kochendem Wasser geben und 5 Minuten lang kochen. Köpfe und Schwänze abtrenne, den Krebspanzer aufbrechen und das Krebsfleisch auslösen.

Die Karkassen (Krebsköpfe und -schalen) im Mörser zerschlagen und zusammen mit 100 g Butter in einen Topf geben. Sobald die Butter anfängt zu schäumen, ein Glas Wasser dazugeben.
2 Minuten köchel lassen, dann durch ein mit Tuch ausgeles Sieb geben, dabei die Flüssigkeit auffagen.
Abkühlen lassen und im Kühlschrank fest werden lassen. Die Butter schwimmt dann auf der Flüssigkeit.

In einer Pfanne 40g Butter schmelzen, 40 g Mehl dazugeben udn 2 Minuten lang rühren. Dann 50 ml Milch und die Flüssigkeit aus der Krebsbutter hinzufügen.
Unter Rühren z
um Kochen bringen, würzen und 100 ml Sahne hinzufügen. Die Sauce um ein Drittel einreduzieren. Nochmals 100  ml Sahne dazugeben, weitere 2 Minuten köcheln lassen, vom Herd nehmen und die Krebsbutter in kleinen Stücken hinzufügen.

Die Klöße in der Auflaufform mit Sauce bedecken und im vorgeheizten Ofen bei 200 °C für 15 Minuten überbacken.

Mit Krebsfleisch garnieren und sofort servieren. Dazu passt Duftreis.

***

Quenelles (pike dumplings)
Ingredients for 8 servings

500 g raw pike fillets
20cl milk
30 g butter + 100 g
10 g salt
2 g pepper
125 g flour
6 eggs

Nantua Sauce

12 crayfish
100 g butter + 40 g
40 g flour
50 cl of milk
10 cl thick cream + 10cl

Preparation of the dumplings

Chop or mix 500 g of raw pike fillets, drain them in a sieve covered with a cloth in the refrigerator for 12 hours.

In a pot, bring 200 ml milk to a boil, melt 30 g butter in, add 10 g salt, 2 g pepper and 125 g flour. Mix well with a spatula until a homogeneous paste is obtained which no longer sticks to the rim of the pot. Cover and let rest.
Mix this panade for 2 minutes. Then add the well drained pike meat and mix again.

Open 6 eggs and give into a bowl. Add 100 g of crumbled butter; then incorporate the panade and mix well. Leave to rest for 4 hours.

Divide this dough into 120 g portions each. Roll them by hand on a floured working surface.
Poach for 12 minutes in slightly salted water. Take them out with a slotted spoon and arrange in a gratin dish and cover with the sauce.

Preparation of the Nantua sauce

Plunge 12 crayfish into boiling water and cook for 5 minutes. Remove heads and backs and take out the flesh.

Mortar the carapaces and the heads. Then put in a saucepan together with 100 g of butter. When the butter is clarified (becomes sparkling), add a glass of water. Let boil for 2 minutes then pass through a cloth to extract the liquid. Let cool and put in teh the refrigerator so that it hardens: the butter then floats on the liquid.
Melt 40 g butter in a saucepan, add 40 g flour while stirring, for 2 minutes. Then pour 500 ml of milk and the liquid from the crayfish butter. Bring to a boil while whisking and season with salt and pepper. Add 100 ml of thick cream and reduce by one third. Add another 100 ml cream, boil bubbly for 2 minutes, take off the heat, then incorporate the crayfish butter in knobs.

Cover the dumplings with this sauce and place in the oven at 200 ° C =  392 °F for 15 minutes.

Serve immediately with slightly scented Creole rice, decorating the dish with the crayfish tails.


Aus dem Meer



Wurst, Geflügel und Pasteten



Und dann natürlich noch die berühmte
Saucisson Brioché – Wurst im Brioche Mantel



Das Rezept dafür habe ich schon vor ein paar Jahren nachgebacken und hier im Block vorgestellt.


Rezept für Saucisson Brioché

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Obst, Gemüse, Sonstiges



Süßes


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kandierte Früchte

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„Pralines”
aus Mandeln und ganz viel Zucker und roter Farbe
eine Spezialität von Lyon



Bei den Pralinés handelt es sich um kleine harte Bonbons aus Zucker und gehackten Mandeln, die rot eingefärbt werden. Man verwendet sie für allerlei Gebäck, wie zum Beispiel für diese Tarte
(Mürbeteigboden mit einem Guss aus Butter, Zucker, crème fraîche und zerstoßenen Parlines).


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Käse



Wir haben uns für Käse und Baguette entschieden. Zum Dessert haben wir uns bei einem Bäcker Bugnes de Lyon und Cannelés geholt und uns damit in eine Kaffeebar gesetzt.
Bei Bugnes lyonnaises handelt es sich um Fettgebackenes, vergleichbar mit den im Markgräflerland und ganz Baden bekannten „Scherben” oder die Fasnachtschüechli in der Schweiz.


Bugnes lyonnaises



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Portrait von Paul Bocuse an einer Hauswand gegenüber des hinteren Eingangs zu Les Halles de Lyon Paul Bocuse


Dann haben wir uns langsam auf den Rückweg ins Hotel gemacht. Unterwegs sind wir noch durch das Kaufhaus Galeries La Fayette geschlendert, was uns aber etwas zu trubelig war.
Hier scheinen am Samstag Nachmittag alle im Shoppingfieber zu sein.
Eigentlich wollten wir noch ein wenig am Saone-Ufer entlangschlendern, hatten die Distanzen aber völlig unterschätzt. Wir sind dann zum Schluss in eine Tram eingestiegen, denn es wurde schon allmählich dunkel draußen.



Fortsetzung folgt…

Lyon: Salat von Lyoner und Roseval-Kartoffeln nach Eckart Witzigmann

16. Juni 2016

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Lyon: Die Welthauptstadt der Gastronomie – Sie hat einige weltberühmte Köche hervorgebracht, z. B. den Meister von Lyon, Paul Bocuse, oder einen seiner bekannten Schüler und Koch des Jahrhunderts, Eckart Witzigmann.

Asterix und Obelix Mitbringsel aus Lugdunum, wie die Stadt zur Zeit der Römer hieß, waren Quenelles und Wurst (Lyoner).


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Eckart Witzigmann: Fleischwurst Lyoner

Der Lyoner, auch Fleischwurst oder Cervelat genannt, hat Eckart Witzigmann sogar ein kleines Büchlein gewidmet – für das ich ein Rezept beisteuern durfte:  Linseneintopf mit Fleischwurst und Knöpfle.

Die Lyoner gehört auch zu einem Klassiker der Küche aus dem Dreiländereck: dem Elsässer Wurstsalat.

Für meinen Blogevent zur Fußball-EM in Frankreich habe ich ein Rezept von Eckart Witzigmann aus dem Büchlein rausgekrammt.


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Salat von Lyoner und Roseval-Kartoffeln


Zutaten
(für vier Personen)

• 300 g Lyoner
• 400 g Roseval-Kartoffeln (2 Stück) oder eine anderere, festkochende Sorte
• 1 Schalotte
• 30 g Butter
• 100 g Beluga-Linsen (oder grüne Linsen)
• 1 Teelöffel Tomatenmark
• 1 Teelöffel Zucker
• 1 Scheibe geräucherten Speck
• 100 ml Cidre-Essig
• 200 ml Brühe
• 30 g feine Karottenwürfel
• 30 g feine Selleriewürfel
• 30 g feine Würfel vom Lauchgrün
• 100 ml Traubenkernöl
• 100 ml Wasser
• 100 ml Weißweinessig
• Salz, Zucker, Pfeffer
• 1 Bund Wildkräutersalat
• 1 milde weiße Zwiebel
• 1 Bund Schnittlauch

Zubereitung:

Die Lyoner in dünne Scheiben schneiden. Die Kartoffeln schälen und in feine Scheiben schneiden und in Salzwasser in etwa 10 Minuten gar kochen. Die Schalotte schälen und in kleine Würfel schneiden, Butter in einen Topf geben und die Schalotte darin glasig dünsten.
Die Linsen waschen und dann zu den Schalotten geben. Das Tomatenmark kurz mit anrösten und mit dem Zucker karamelisieren. Dann die Speckscheibe dazugeben und mit anbraten. Mit dem Essig ablöschen und die Brühe hinzugeben.

Die Linsen köcheln lassen, bis sie weich sind. Das dauert etwa 20-25 Minuten. Anschließend mit Salz und Pfeffer sowie nach Bedarf mit Zucker und etwas Essig abschmecken.
Die Karotten-,  Sellerie- und Lauchgrün-Würfel in Salzwasser blanchieren und zu den Linsen geben.

Eine Vinaigrette aus Traubenkernöl, Wasser und Weißweinessig herstellen und mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten die Kartoffelscheiben in einen Ring (ca. 15 cm) sauber einlegen und die Mitte frei lassen. In einem Abstand von 2 cm die Lyoner ebenfalls zu einem Kreis legen. Mit einem Teil der Vinaigrette marinieren und rund fünf Minuten stehen lassen. Den Wildkräutersalat mit einem weiteren Teil der Vinaigrette marinieren und in der Mitte des Ringes ein kleines Nest bauen.

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Den Schnittlauch ebenfaZlls fein schneiden .Beides über die Kartoffelscheiben und die Lyonerscheiben verteilen. Die Linsen mit dem Rest der Vinaigrette vermengen und außerhalb des Ringes auf dem Teller verteilen. zum Schluss den Ring abziehen und servieren.
Dazu passt ein trockener Weißwein – z. B. ein Riesling, Gutedel oder Grauburgunder.


Lyoner Kartoffeln Linsen 1


Salad of Lyon and Roseval potatoes


Ingredients
(serves four)
300g Lyon sausage
400g Roseval potatoes
1 shallot
30g butter
100g Beluga lentils (or green lentils)
1 tsp tomato paste
1 tsp sugar
1 slice of smoked bacon
100ml of cider vinegar
200ml broth
30g carrots, finely diced
30g celery, finely diced
30g leek greens, finely diced
100ml grapeseed oil
100ml water
100ml white wine vinegar
Salt, sugar, pepper
1 bunch of wild herb salad
1 mild white onion
1 bunch of chives

Cut the Lyon sausages into thin slices. Peel the potatoes, cut into thin slices and cook in salted water for about 10 minutes. Peel the shallots and finely dice. Melt the  butter in a pan until foamy and fry the shallots in it until soft.
Wash lentils in a sieve and add to the shallots. Stir in tomato paste and fry briefly. Add sugar and caramelize. Then add the bacon slice and fry for a few minutes. Deglaze with cider vinegar and add the broth.

Simmer the lentils about 20-25 minutes until they are soft. Season with salt and pepper and add a little sugar and vinegar, if needed. Blanch carrot, celery and leek greens in salted water, drain. Then add to the lentils.

Prepare a vinaigrette of grape seed oil, water and white wine vinegar. Season with salt, sugar and pepper.

To serve, arrange the potato slices in a ring (15 cm) on a plate and leave a gap in the centre. Also arrange the Lyons forming a circle at a distance of 2 cm. Marinate with some of the vinaigrette and let stand about five minutes. Mix the wild herb salad with another part of the vinaigrette to marinate and build a little nest in the middle of the ring.

Peel onion and finely dice. Finely chop the chives. Sprinkle over the potato and sausage slices on the plate. Mix lentils with the remaining vinaigrette and spread outside of the ring on the  plate.
Serve with a dry white wine.


Lyoner Kartoffeln Linsen 5


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Unser Ostermenü 2016: Karfreitags-Kapaun statt Fisch

4. April 2016

Kapaun Menue 26


Heute berichte ich euch von unserem diesjährigen Ostermenü.
Meine Nachbarin Gertrud hatte beim Metzger unseres Vertrauens einen Kapaun bestellt und am Karfreitag wurde gemeinsam in ihrer Küche gewerkelt – frei Schnauze und ganz ohne irgendein Rezept zu befolgen.
Aber zuerst einmal, was ist eigentlich ein Kapaun?

Ein Kapaun, ist ein im Alter von etwa zwölf Wochen kastrierter und gemästeter Hahn. Sein Fleisch ist besonders mild, weiß und fett und wird in der feinen Küche sehr geschätzt.
Dem echten Kapaun werden bei dem operativen Eingriff auch sein Kamm und die Bartlappen abgeschnitten. Die Operation wird von Tierärzten oder geübten Personen vorgenommen, da eine genaue Kenntnis der Anatomie des Geflügels erforderlich ist.

In der modernen deutschen Küche findet man kaum Rezepte für Kapaun. In der französischen oder italienischen Küche und auch in alten badischen Kochbüchern findet man den Kapaun jedoch noch häufiger.
Meist wird er mit allerlei komischen und schweren Zutaten gefüllt – mit Brät und eingeweichtem Brot zum Beispiel.

Da ich noch Pflaumen aus Agen (Frankreich) in meiner Vorratskiste hatte, und wir den um seine Kronjuwelen beraubten, einst stolzen Hahn möglichst leicht genießen wollten, haben wir uns für eine Füllung aus Äpfeln, in Armagnac getränkten Pflaumen und etwas Semmelbrösel entschieden.

Agen ist berühmt für die Pruneaux d’Agen. Im 9. Jh. von Mönchen aus Damaskus mitgebracht, wurden Anbau und Verarbeitung dieser besonderen Pflaumenart durch die Jahrhunderte hindurch immer weiter verfeinert.
Agen und das Umland sind heutzutage in Frankreich das Hauptanbaugebiet für Pflaumen. Daraus werden Trockenpflaumen gemacht. Die kleinen, runzeligen Früchte begegnen einem nahezu auf Schritt und Tritt: in Armagnac (Weinbrand) gebadet, in Schokolade getaucht, kandiert und akkurat in Konfektschalen aufgereiht.
In der feinen, zuweilen ausgesprochen rustikalen Landküche werden Enten mit Pflaumen aus Agen gefüllt oder man reicht sie zu Gänseleber.

Um 11 Uhr machten wir uns an die Arbeit…. Zwischendurch gab es ein Apéro, als Vorspeise frischen „Asiasalat” vom Markt in Müllheim, dazu mit Honig karamellisierten Ziegenkäse, als Hauptgericht den Kapaun mit rotem Reis und Erbsen-Möhren Gemüse und krönender Abschluss sollten dann einen Crème Brulée sein, die ich am Tag zuvor vorbereitet hatte.
Das mit dem Dessert muss ich allerdings nochmal üben – die Crème wurde nämlich nicht richtig fest und glich eher einer Vanillesauce. Dabei sah sie von oben perfekt aus. Dennoch, der Geschmack war genial.
Bilder davon zeige ich euch trotzdem – das Rezept folgt aber ein anderes Mal, wenn ich mich noch einmal daran versucht habe…


Das Apéro: Tomate-Chili Biscuits, Paté di Cinghiale – Wildschweinpaste und ein Pineau des Charentes, Earl Maudet Sebastien aus 16250 Champagne-Vigny.


Kapaun Menue 1


Die Vorspeise:
Asiasalat an Essig-Öl Dressing, Walnusskerne,
Ziegenkäsetaler mit karamellisiertem Honig
(flüssigen Honig über den Käse träufeln und mit dem Bunsenbrenner brûlieren)


Kapaun Menue 2


Kapaun mit Apfel-Armagnacpflaumen gefüllt, dazu roter Reis und Erbsen-Möhren Gemüse


Kapaun Menue 24


Crème Brûlée


Creme Brulee


Der Kapaun – das Rezept


Kapaun Menue 13


Zutaten
(für 4 Personen)
• 1 Kapaun, ca. 2 kg
• Salz
• Orangenpfeffer (z. B. Altes Gewürzamt, Ingo Holland)
• Dörrpflaumen aus Agen
• etwas Armagnac
• 2 Äpfel
• etwas Zitronensaft
• 1 Schalotte
• selbst gemachte Semmelbrösel/Paniermehl
• 1 Zweig Rosmarin
• 1 Karotte
• 1 Stange Lauch
• 1 kleines Stück Knollensellerie
• 1 Petersilienwurzel
• 4 Stengel Staudensellerie
• 1 Zwiebeln
• 1 Lorbeerblatt
• 1 Nelke
• 3-4 Wacholderbeeren
• Petersilie
• wenig Zitronenschale (Bio)
• etwas Hühnerbrühe
• Weißwein – z. B. Chardonnay
• Sahne
• frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung

Den Kapaun kalt abspülen und mit Küchenkrepp gut trockentupfen. Innen und aussen mit Salz und Orangenpfeffer bestreuen.

Für die Füllung eine Handvoll Plaumen in eine kleine Schüssel geben. Mit Armangnac beträufeln und durchziehen lassen.
Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in Würfel schneiden. In eine Schüssel geben, sofort mit etwas Zitronensaft beträufeln.
Schalotte schälen, fein würfeln. Die in Armagnac getränkten Pflaumen in kleine Stücke schneiden. Pflaumen und Schalotten zu den Äpfeln geben und zusammen mit 2-3 Esslöffeln Semmelbrösel/Paniermehl gründlich mischen. Sollte beim Kapaun die Leber mit dabei sein, diese kleinschneiden und ebenfalls unter die Füllung mischen.
Dann den Kapaun damit füllen, den Rosmarinzweig in die Füllung stecken. Die Schlegel und Flügel mit Küchengarn zusammenbinden. So lässt sich der Kapaun später besser wenden.

Was Gemüse putzen, waschen und in Stücke schneiden. In eine Bratenform geben, salzen und pfeffern.
Etwas Zitronenschale, Petersilie, Lorbeerblatt, Nelke und Wacholderbeeren hinzufügen. Etwas Hühnerbrühe und Wein angießen. Den Backofen auf 180 – 200 °C vorheizen.
Den Kapaun auf dem Gemüse platzieren (mit einer Flügelseite nach oben) und in die Mitte des vorgeheizten Backofens schieben.
Nach 30 Minuten den Kapaun wenden, mit Bratenflüssigkeit begießen.
Nach weiteren 30 Minuten den Kapaun auf den Rücken legen, dann nach 30 Minuten auf die Brust legen und weitere 20 Minuten braten.
Zwischendurch immer mit etwas Bratenflüssigkeit begießen und bei Bedarf Wein hinzufügen. Mit Alufolie bedecken und ca. 30 Minuten fertiggaren.

Zum Servieren den Kapaun mit einer Geflügelschere zerlegen.
Das Gemüse mit Bratensaft in einen Topf geben (Lorbeerblatt, Nelke und Wacholderbeeren entfernen), pürieren, erwärmen und nach Belieben mit Sahne verfeinern.
Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Den Kapaun auf Tellern zusammen mit Reis, Gemüse, Soße und Füllung anrichten.


Kapaun Menue 23


Today I will tell you about this year’s Easter menu.
My neighbor Gertrud had ordered a capon at the butcher’s we trust and we cooked it together, in her kitchen on Good Friday – Without following any recipe.
But first of all, what is a capon?

A capon is a cock/rooster which is castrated at the age of about twelve weeks and then fattened. Its meat is very mild, white and fat and is highly appreciated in the fine cuisine.
The real capon has neither comb nor wattles  (cut off with a surgical procedure). The operation is performed by veterinarians or trained persons as a precise knowledge of the anatomy of the poultry is required to do it.

In modern German cuisine you can hardly find recipes for a capon. In the French cuisine and also in old German or Italian cookbooks you will find the capon more frequently.
Mostly it is filled with all sorts of strange and heavy ingredients – with meat and soaked bread, for example.

Since I had prunes from Agen (France) in my stock box, and the fact that we wanted to enjoy the cock/rooster (once proud rooster deprived of its crown jewels…) as light and natural as possible, we have opted for a filling of apples, Armagnac-soaked prunes and some breadcrumbs.

Agen is famous for its Pruneaux d’Agen. Once brought by monks from Damascus in the 9th century, cultivation and processing of these special plum has been refined continually through the past centuries.
Agen and region are nowadays the main growing area for plums in France. You’ll find the small, wrinkled dried fruits in many variations: bathed in Armagnac (brandy), dipped in chocolate, candied and accurately lined up in Sweet jars.
And – also in the fine, sometimes very rustic country kitchen, where ducks are filled with prunes from Agen or go with foie gras.

So here is the menu:

The aperitif: Tomato Chili Biscuits, Paté di Cinghiale – Wild Boar paste and Pineau des Charentes, Earl Maudet Sebastien from 16250 Champagne-Vigny.

The appetizer: Asia lettuce  with oil and vinegar dressing, walnuts, goat’s cheese slices with caramelized honey (Pour liquid honey over the cheese rounds and caramelize with a Bunsen burner)

The main dish: Capon stuffed with apples and prunes soaked with Armagnac – on the side there is red rice, peas and carrots

Dessert: Creme brulee (which was more like a vanilla custard – must have another try preparing it…)


Kapaun Menue_


How to prepare a
CAPON – The Recipe


Ingredients
(for 4 people)
1 capon, 2 kg
Salt
Orange Pepper
Prunes from Agen
Some Armagnac
2 apples
lemon juice
1 shallot
homemade breadcrumbs

1 sprig of rosemary
1 carrot
1 leek
1 small piece of celeriac
1 parsley root
4 stalks celery
1 onion
1 bay leaf
1 clove
3-4 juniper berries
Parsley
Little lemon zest (organic)
Some chicken broth
White wine, e.g. Chardonnay
Cream
Freshly grated nutmeg

Preparation

Rinse the capon with cold water and pat dry with paper towels. Sprinkle inside and outside with salt and orange pepper.

For the filling, give a handful of plums into a small bowl. Drizzle with Armagnac and let soak.
Peel apples, remove the core. Cut apple into cubes. Put in a bowl, immediately sprinkle with lemon juice.
Peel and finely dice the shallot. Cut the soaked in Armagnac prunes into small pieces. Give prunes and shallots to the apples and mix thoroughly, together with 2-3 tablespoons of bread crumbs.
Stuff the capon with the filling, put one sprig of rosemary in the stuffing. Tie legs and wings with kitchen string. This allows to turn the capon easier.

Clean and wash vegetables. Then cut into pieces. Place in a roasting tin, add salt and pepper.
Add some lemon zest, parsley, bay leaf, cloves and juniper berries. Pour a bit of chicken broth and wine. Preheat the oven to 180-200 ° C =356 – 392 °F.
Place the capon onto the vegetables (with one wing-side up) and place in the middle of the preheated oven.
After 30 minutes, turn the capon, basting with braising juices.
After another 30 minutes turn the capon on its back. After further 30 turn, and roast for another 20 minutes, breast down.
In between, always pour some braising juices and add wine if needed. Cover with aluminum foil and finish roasting for about 30 minutes.

To serve, divide the capon with poultry shears.
Give the vegetables with gravy in a saucepan (remove bay leaf, cloves and juniper berries), puree. Heat and add some cream to taste.
Season with salt, pepper and nutmeg.

Serve the capon on plates with rice, vegetables, gravy and stuffing.

Samstagseintopf: Minestra maritata – Italienischer Gemüseeintopf (Apulien) aus dem RÖMERTOPF

20. Februar 2016

Minestra maritata 2


Mit dem heutigen Samstagseintopf machen wir wieder einen Ausflug in die italienische Küche.
Noch etwas südlicher als beim letzten Mal mit der „Trippa alla Fiorentina” aus der Toskana, geht es diesmal nach Apulien mit einer kräftigen Gemüsesuppe, die auch ein wenig Speck und eine Portion Parmesankäse enthält.
Eigentlich sollte man Pecorino dafür verwenden, den hatte ich aber gerade nicht da.
Aber eine Ecke Parmesankäse ist fast immer in meinem Kühlschrank zu finden – falls mal spontane Lust auf Spaghetti aufkommen sollte bin ich für alle Fälle vorbereitet.

Ich habe trotz meines kleinen Haushalts die ganze Menge Suppe für 6 bis 8 Personen im RÖMERTOPF® zubereitet und es hat sich gelohnt.
Wenn man die Suppe später aufwärmt, wird der Geschmack noch intensiviert und die Suppe ist dann besonders aromatisch.
So hatten ich ein Mittagessen für den nächsten Tag im Büro und zu zweit gab es noch einmal ein leckeres Abendessen.

Eine köstliche Suppe mit viel Gemüse für ungemütliche, kalte Tage.
Auch die Kalorienbilanz ist erfreulich und Frühjahrskur-tauglich:
Bei 8 Portionen nur 230 Kalorien pro Portion.

Buon appetito!


Minestra maritata 1


Minestra maritata


Zutaten
(für 6-8 Portionen)

• 100 g durchwachsener Speck
• 1 Fenchelknolle (etwa 300g)
• 3 Chicoréestauden
• 300 g Möhren
• 3 Stangen Staudensellerie
• 1 Stange Lauch
• ½ kleiner Weißkohl (etwa 300 g)
• 50 g frisch geriebener Pecorino oder Parmesan
• 1,5 – 2 Liter heiße Fleischbrühe
• 2 Knoblauchzehen
• 6 Esslöffel Olivenöl
• Salz
• Pfeffer aus der Mühle
• Fenchelgrün oder Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung
Den RÖMERTOPF® 10 Minuten wässern.

Gemüse putzen und waschen:
Fenchelknolle quer in dünne Scheiben schneiden. Fenchelgrün aufbewahren.
Chicorée, Möhren, Staudensellerie und Lauch in Scheiben, die Weißkohlblätter in schmale Streifen schneiden.
In einem großen Topf reichlich Salzwasser erhitzen. Alle Gemüsesorten darin portionsweise 2 Minuten blanchieren. mit einem Schaumlöffel herausholen, kalt abschrecken und gut abtropfen lassen.

Speck in feine Streifen schneiden. 2 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Speckstreifen darin knusprig braten. Knoblauchzehen durch die Presse drücken und untermischen.
Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Das Gemüse lagenweise in den gewässerten Römertopf schichten. Jede Lage mit Knoblauchspeck und etwas geriebenem Käse bestreuen, mit Olivenöl beträufeln und kräftig aus der Mühle pfeffern.
Heiße Fleischbrühe über das eingeschichtete Gemüse gießen und mit dem restlichen Käse bestreuen.

Deckel aufsetzen, den Römertopf in den kalten Ofen stellen. Ofen auf 200 °C einstellen und die Gemüsesuppe etwa 45 Minuten garen.

Zum Servieren mit Fenchelgrün oder gehackter Petersilie bestreuen.


Minestra maritata 3

Minestra maritata – Italian Vegatable Stew

Ingredients
(6-8 servings)

100 g streaky bacon
1 fennel bulb (about 300 g)
3 chicory
300 g carrots
3 stalks celery
1 leek
½ small cabbage (about 300 g)
50 g freshly grated Pecorino or Parmesan
1,5 – 2 litres hot broth
2 cloves of garlic
6 tablespoons olive oil
Salt
Pepper from the mill
Fennel leaves or parsley for sprinkling

Preparation
Water a RÖMERTOPF® (clay pot) for 10 minutes.

Clean vegetables and rinse:
Cut fennel bulb crosswise into thin slices. Keep fennel leaves.
Cut chicory, carrots, celery and leeks into slices, cut cabbage leaves into thin strips.
In a large saucepan, heat plenty of salted water. Blanch all vegetables in it in portions, each for 2 minutes. Lift out with a slotted spoon, dip in cold water and drain well.

Cut the bacon into thin strips. Heat 2 tablespoons olive oil in a pan and fry the bacon in it until crispy. Press garlic cloves through the press and mix with bacon strips.
Remove from pan and set aside.

Place vegetables in layers into the moistened clay pot while sprinkling each layer with garlic bacon, some grated cheese and drizzle with olive oil and generously pepper from the mill.
Pour in the hot broth, then sprinkle with the remaining cheese.

Cover with lid, put the clay pot in a cold oven. Set oven to 200 °C 0 392 °F and cook the vegetable soup for about 45 minutes.

To serve, sprinkle with fennel leaves or chopped parsley.

 

Samstagseintopf: Trippa alla Fiorentina – Sulz oder Kutteln nach Florentiner Art

13. Februar 2016

Trippa alla Fiorentina 6


Fastenzeit ist Kuttel-Zeit!

Im vergangenen Jahr gab es hier im Blog „Geröstete Sulz (Kutteln, Kaldaunen) mit Brägele (Bratkartoffeln)” wie sie hier im Markgräflerland serviert werden.


Sulz 1

Geröstete Sulz mit Brägele


Und vor längerer Zeit standen auch schonmal Saure Sulz/Kutteln auf dem Speiseplan.


Sulz5

Saure Kutteln


Vergangenens Jahr hatte ich mir dann auch vorgenommen, einmal die italienische Variante aus der Toskana, genauer gesagt aus Florenz nachzukochen – denn das Markgräflerland wird ja oft auch als „Toskana Deutschlands” bezeichnet. Da sollte man doch einmal einen Vergleich anstellen, oder nicht?


Florenz8

Blick auf Florenz


In Florenz isst man üblicherweise sehr gerne Kutteln.
Die berühmteste und älteste Spezialität der toskanischen Küche ist tatsächlich die„Trippa alla Fiorentina”, eine kräftige Suppe mit Kutteln (Trippa) und viel Gemüse – und nicht etwa das als „Bistecca alla Fiorentina” bekannte Riesensteak!

Früher haben die armen Leute ihren Hunger mit diesem preisgünstigen und nahrhaften Gericht gestillt und noch heute ist es in der Toskana sehr beliebt.
Und das nicht nur bei den armen Leuten, sondern in allen Gesellschaftsschichten.
Man findet diese Speise sowohl in der Alltagsküche der Florentiner als auch auf den Speisekarten der Restaurants wieder.


Florenz5


Und hier gibt es die Kutteln sogar als Street-Food!
Zwischen zwei Brötchenhälften geklemmt, nature mit Salz und Pfeffer oder mit milder grüner oder pikanter roter Sauce serviert sind dort die Kutteln immer noch populärer als Pizza, Hamburger  oder Döner!
Die Kuttelverkäufer (Trippai) findet man mit ihren Wägen meist auf den Plätzen der Stadt und in der Nähe von Märkten.

Und jetzt gibt es endlich einmal die Trippa alla Fiorentina als Samstagseintopf.

Man sagt, es sei die feinste Art, Kutteln zuzubereiten.
Wichtig ist, dass man dafür eine gute Fleischbrühe verwendet – am besten ist natürlich die selbst gekochte.
Ansonsten braucht man nur wenige Zutaten: Zwiebel, Karotte und Sellerie, die in Olivenöl gedünstet werden – also ein für die italienische Küche typisches Soffritto.

Den letzten Schliff bekommen die Florentiner Kutteln allerdings von zwei Zutaten, die eigentlich gar nicht zur toskanischen Küche gehören:
Butter und Parmesan, beides Produkte aus aus der Milchwirtschaft in der Poebene. Paradox – aber gut.


Trippa alla Fiorentina 8


Trippa alla Fiorentina – Kutteln nach Florentiner Art


Zutaten
für 4 Personen

• 1 rote Zwiebel
• 1 Karotte
• ½ Stange Staudensellerie
• 6 Esslöffel Olivenöl
• 2 geschälte Tomaten
• Salz
• Pfeffer
• 500 g Kutteln (in Streifen geschnitten, ca. ½-1 cm breit und 5 cm lang)
• ½ Liter Fleisch- oder Knochenbrühe
• 1 Gewürznelke
• 50 g Butter
• 70 g geriebener Parmesan

Zubereitung
Zwiebel abziehen und fein hacken. Karotte waschen und schälen, in feine Würfel schneiden. Staudensellerie waschen und ebenfalls in feine Würfel schneiden.
In einem großen Topf Olivenöl erhitzen und das Gemüse darin andünsten, bis es leicht angebräunt ist.

Dann die Tomaten hinzufügen, mit einer Gabel zerdrücken. Das Gemüse mit Salz würzen und bei geringer Hitze ein paar Minuten kochen.
Die Kutteln und die Gewürznelke dazu geben, alles mischen. Die Fleischbrühe angießen, sodass die Kutteln damit bedeckt sind.

Etwa 40 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Die Nelke entfernen.
Vor dem Servieren mit Butter und geriebenem Parmesankäse mischen. Mit Pfeffer aus der Mühle würzen.


Trippa alla Fiorentina 7


Trippa alla Fiorentina – Tripe Florentine

Ingredients
(for 4 people)

1 red onion
1 carrot
½ celery stalk 
6 tablespoons olive oil
2 peeled tomatoes
Salt
Pepper

500 g tripe (cut into strips about ½-1 cm wide and 5 cm long)
½ litre of beef or bone broth
1 clove
50 g butter
70 g grated Parmesan cheese

 

Preparation

Peel onion and chop finely. Wash and peel carrots and finely dice. Wash celery and also finely dice.
In a large saucepan, heat olive oil and saute the vegetables in it until slightly brown.

Then add the tomatoes, mash with a fork. Season the vegetables with salt and cook for a few minutes over low heat.
Add the tripe and the clove, mix. Pour broth so that the tripe is covered.

Let simmer for about 40 minutes over low heat. Remove clove.
Before serving, mix with butter and grated Parmesan cheese. Season with freshly ground pepper.

 

Samstagseintopf: Kohlrabi-Cremesüppchen mit Möhrenjulienne

30. Januar 2016

Kohlrabisuppe Moehrenjulienne 2


Die Fasnacht hat uns hierzulande nun völlig im Griff.
Eine Veranstaltung jagt die andere und die Markgräflerin hat kaum noch Zeit, die ganzen gekochten Köstlichkeiten in ihrem Blog vorzustellen.

Es ist Samstag, und wieder mal Zeit für einen Eintopf. Da es schnell gehen muss, gibt es  heute ein einfaches Süppchen, das nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt.

Und Vitamine müssen her!Kresse 1
Gartenkresse steckt voller wertvoller Vitamine…

Eigentlich kann man das ganze Jahr über auf der Fensterbank Kresse ziehen. Aber erst jetzt, wenn man sich den Frühling herbeisehnt, denkt man wieder daran.
Wie man auf dem Bild rechts sieht, habe ich zuletzt zum Osterfest Kresse gesät.

Hier geht’s zum Beitrag, wie es funktioniert….
Frisches Grün!
Dazu noch farbenfrohe Möhrenjulienne und das Muntermacher-Süppchen für einen regnerisch-stürmischen Tag, an dem man sich am liebsten aufs Sofa verziehen möchte,  ist perfekt.


Kohlrabisuppe Moehrenjulienne 1


Kohlrabi-Cremesuppe mit Möhrenjulienne


Zutaten
(für 6 Personen)

• 3 Möhren
• 5 Esslöffel Butter
• 1.200 g Kohlrabi
• 3/8 Liter = 375 ml Wasser
• 750 ml heiße Gemüsebrühe
• 6 Esslöffel Crème fraîche
• Cayennepfeffer
• 1 Kästchen Kresse
• Crème fraîche zum Garnieren

Zubereitung

Möhren in sehr feine streifen (Julienne) schneiden und in 2 Esslöffel Butter ca. 5 Minuten dünsten. Herausnehmen und warm stellen.

Kohlrabi schälen, klein schneiden und in 3 Esslöffel Butter ca. 5 Minuten dünsten. 375 ml Wasser angießen, zum Kochen bringen und 15 Minuten kochen. Danach das Gemüse pürieren.
Die heiße Gemüsebrühe angießen, aufkochen und 6 Esslöffel Crème fraîche unterrühren.
Mit Cayennepfeffer würzen.
Von der Kresse die Blätter abschneiden. Einige Blättchen für die Garnitur zur Seite stelen, die restlichen Blättchen in die Suppe geben. Mit Möhrenjulienne, Kresseblättchen und etwas Crème fraîche anrichten.


Kohlrabisuppe Moehrenjulienne 3


Creamy kohlrabi soup with julienne carrots


Ingredients
(for 6 persons)
3 carrots
5 tablespoons butter
1,200 g kohlrabi
3/8 liter = 375 ml of water
750 ml hot vegetable broth
6 tablespoons crème fraîche
cayenne pepper
1 box of garden cress
Creme fraiche to garnish

Preparation
Cut carrots into very thin strips (julienne). In a skillet, melt 2 tablespoons of butter and fry the julienne in it for about 5 minutes. Remove and keep warm.
Peel kohlrabi, chop and cook for about 5 minutes in 3 tablespoons butter. Pour 375 ml of water, bring to a boil and cook for 15 minutes. Then puree the vegetables.
Pour 750 ml hot vegetable broth, bring to a boil and stir in 6 tablespoons of crème fraîche. Season with cayenne pepper.
Cut off  the watercress leaves. Set some of the cress aside and add the remaining cress into the soup. Serve garnished with carrot julienne, cress leaves and some crème fraîche.

How to grow your own gardencress on the window sill all over the year? Read here…


Emma Bee

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