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Nachtrag zum Kartoffel-Zwiebel-Wähe…ein traditioneller Zwiebelkuchen aus Basel?

Auggener Ziiebelewaie Martina 4


Heute komme ich auf einen Beitrag aus dem Jahr 2014 zurück. Ganze sechs Jahre nach der Veröffentlichung habe ich endlich die Lösung des Rätsels.
Es war Ende September, als mich über Whatsapp eine Nachricht von Martina, einer Blogleserin aus unserer Nachbarstadt Neuenburg erreichte.
Sie habe gelesen, dass ich auf der Suche nach dem Rezept für einen Ziiebelewaie (Zwiebelkuchen) mit gekochten Kartoffeln sei. Sie war gerade dabei, einen Ziiebelewaie nach Auggener Art (ebenfalls ein Nachbarort, der für seinen sonnenverwöhnten Wein bekannt ist) zu machen. Die Kartoffelmischung, die auf den Teig kommt nennt sich dort „Herdöpfelschlargi“.
Freundlicherweise hat Martina alles mit Fotos dokumentiert…
Hier ist das Rezept, es wurde – wie so häufig – nur in Stichworten festgehalten und mündlich überliefert.
Grundlage ist ein Hefeteig bzw. Brotteig aus 2 Kilo Mehl, ½ Würfel Hefe (ca. 20 g)  -in etwas lauwarmem Wasser aufgelöst und mit ein wenig Mehl verrührt (Vorteig) und Salz – damit kann man die ganze Familie und gleich noch die Nachbarschaft versorgen).


Auggener Ziiebelewaie Martina 1

Für den Belag werden 5-6 Zwiebeln geschält, in Streifen geschnitten und dann in einer Pfanne (evtl. mit ein wenig Schmalz) gedämpft, bis sie glasig sind.
Dann lässt man sie in einem Sieb abtropfen.

Auggener Ziiebelewaie Martina 2

Herdöfelschlargi
Die gekochten Kartoffeln (etwa 5-6 große) werden geschält, gerieben und in einer Schüssel mit 2 Bechern Rahm (400 g Sahne) und 1 Becher Sauerrahm (200 g) gemischt. Dann würzt man die Masse mit Salz und Pfeffer.


Auggener Ziiebelewaie Martina 3


Den Teig – der am liebsten ganz lange, am besten über Nacht und gerne auch in der Kühle geht – wird ganz dünn ausgerollt und zuerst dünn mit der Kartoffelmasse bestrichen und dann mit gedämpften, abgetropften Zwiebeln und Speckstreifen (Speckmöggeli) belegt.
Und dann wird die Waie im heißen Ofen gebacken, bis er goldbraun ist. Im besten Fall macht man das in einem Holzofen.


Auggener Ziiebelewaie Martina 4


Und für die Vegetarier lässt man einfach den Speck weg (siehe unten rechts)…


Auggener Ziiebelewaie Martina 5


Und jetzt habe ich die Ziebelewaie mit Kartoffeln wieder auf meiner TO DO Liste – und zwar umgerechnet für den kleinen Haushalt! – Fortsetzung folgt.
Vielen Dank Martina!
Und es kommt noch besser – kurz darauf habe ich nämlich die Bäckerin des Ziiebelewaie aus Bamlach kennnengelernt – aber das ist eine weitere spannende Geschichte, die ich euch bald erzählen werde.


Kartoffel Zwiebel Waehe7

Diese Wähe steht schon einige Zeit auf meiner TO DO – Liste. Vor einiger Zeit hatte ich über das Kontaktformular meines Blogs eine E-Mail von einem Leser erhalten, der etwa um diese Jahreszeit im schönen Markgräflerland im Urlaub war.
Er habe in Bamlach (bei Bad Bellingen) einen flachen Kartoffelbrei-Kuchen gegessen und man hatte ihm gesagt, das sei eine hiesige Spezialität und ob ich ein Rezept dafür hätte.

Die Markgräflerin war ratlos… Flacher Kuchen – das muss eine Waie bzw. Wähe sein. Und im Herbst gibt es Ziiebelewaie (Zwiebelkuchen) – aber mit Kartoffeln? Ja, ganz bestimmt, der war so luftig und cremig und da seien Kartoffeln drin gewesen, hätte man ihm gesagt, und obendrauf war eine tolle Kruste…
Also wurden alle Freunde und Bekannten nach dieser vermeintlich regionalen Waie befragt und überall fand ich nur große Fragezeichen in den Augen. Möglich, dass es sich um eine Quiche aus dem nahegelegenen Elsass oder einer Wähe aus der Schweiz handelte?
Im Internet, nach zahlreichen Suchbegriff Eingaben wurde ich fündig – Schweizer Röstichueche oder: Kartoffel-Zwiebel-Wähe, der von Dr. Oetker auf seiner Rezeptseite als „Traditioneller Zwiebelkuchen aus Basel” untertitelt wurde.
Im Belag sind tatsächlich Kartoffeln, die vorher zu einer Art Brei verarbeitet werden. Cremig passt auch – gleich drei Becher Crème Double werden darin verarbeitet. Das Ganze auf einem dünnen Mürbeteig und oben drauf kommen Speckwürfel und Appenzeller Käse. Die Luftigkeit kommt durch die untergerührten Eier zustande. Na bitte.
Und ich habe es ausprobiert – die Wähe schmeckt wirklich fantastisch, aber die Frage, ob es sich nun wirklich um ein ursprüngliches Rezept aus Basel handelt, ist immer noch nicht geklärt. Ich habe es nämlich sonst nirgends gefunden. Das Röstichueche Rezept ist etwas anders in der Zubereitungsart, enthält aber auch Kartoffeln, nur eine Zwiebel, Rahm (Sahne) und Eier im Belag, wobei die Kartoffeln vorgekocht werden. Ausserdem werden Gruyère und Bratspeck verwendet.
Liebe Basler – kennt von euch jemand dieses oder zumindest ein ähnliches Rezept? Oder kennt irgendein Markgräfler ein entsprechendes regionales Rezept?

Kartoffel Zwiebel Waehe5

Kartoffel-Zwiebel-Wähe
Traditioneller Zwiebelkuchen aus Basel-warm und kalt ein Genuss

Zutaten (etwa 12 Stück)
Für das Kuchenblech (Ø 30 cm):
etwas Fett (Butter)
Teig:
200 g Weizenmehl
75 g kalte Butter
1 gestr. TL Salz
75 ml kaltes Wasser
Füllung:
500 g Zwiebeln
2 EL Speiseöl
500 g mehligkochende Kartoffeln
3 Be. Dr. Oetker Crème double (je 125 g)
2 TL Salz
frisch geriebene Muskatnuss
frisch gemahlener Pfeffer
4 Eier (Größe M)
Außerdem:
100 g durchwachsene Speck- oder Schinkenwürfel
100 g geriebener Käse, z. B. Appenzeller

1
Teig:

Mehl in eine Rührschüssel geben. Butter in kleinen Stücken hinzufügen. Alles mit den Händen zerkrümeln. Salz und Wasser hinzufügen und rasch zu einem weichen Teig vermengen. Den Teig flach drücken und in Folie verpackt mind. 30 Min. in den Kühlschrank stellen.

2
Füllung:
Zwiebeln abziehen und würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln unter Rühren etwa 15 Min. dünsten, bis sie goldbraun sind. Kartoffeln schälen, abspülen und grob raspeln. Crème double in einem großen Topf aufkochen, die Kartoffelraspel hinzufügen und etwa 5 Min. zugedeckt bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren angaren. Zwiebeln zufügen, mit Salz, Muskat und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen. Kuchenblech fetten. Backofen vorheizen.

Ober-/Unterhitze: etwa 220°C

Heißluft: etwa 200°C

3
Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem Kreis (Ø etwa 35 cm) ausrollen und die Form so damit auskleiden, dass der Teig etwas überlappt. Mit einer Gabel mehrmals einstechen. Form auf dem Rost in den Backofen schieben und vorbacken.

Einschub: Mitte

Backzeit: etwa 10 Min.

4
Die Eier unter die abgekühlte Zwiebel-Kartoffel-Masse rühren und auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Mit Speck und Käse bestreuen und fertig backen.

Einschub: unteres Drittel

Backzeit: etwa 35 Min.

Den Kartoffel-Zwiebel-Kuchen am besten heiß servieren.

Quelle: Dr. Oetker Rezepte

En Guete! Dazu passt übrigens hervorragend ein Gutedel oder im Herbst ein Viertele Neue Wy / Neuer Wein. Wer mag, serviert als Beilage einen grünen Salat.
Das Weizenmehl habe ich durch helles Dinkelmehl, Type 630 ersetzt!

Potato and onion tart
Traditional onion tart from Basel-warm and cold a treat

Ingredients (makes 12 pieces)

For a cake tin (Ø 30 cm):
some fat (butter)

Dough:
200 g wheat flour
75 g cold butter
1 teaspoon salt
75 ml cold water

Filling:
500 g onions
2 tablespoons vegetable oil
500 g floury potatoes
3 Cups double cream (375 g)
2 teaspoons salt
freshly grated nutmeg
freshly ground pepper
4 eggs (size M)
also:
100 g marbled bacon or ham cubes
100 g grated cheese (e.g. Swiss Appenzeller)

1
Dough:
Place flour in a mixing bowl. Add butter in small pieces. Crumble with your hands. Add salt and water and mix quickly into a soft dough. Press the dough flat and wrap in foil, cool in the refrigerator for at least 30 min.

2
Filling:
Peel onions and finely chop. Heat oil in a pan and fry the onions while stirring for about 15 minutes until golden brown. Peel potatoes, rinse and grate coarsely. in a large saucepan, bring double cream to the boil, add the grated potatoes and boil over medium heat and covered with a lid for about 5 minutes, stirring occasionally. Add fried onions, season with salt, nutmeg and pepper and allow to cool down. Grease the baking tin. Preheat the oven.

Conventional oven: about 220 ° C (428 °F)

Convection/fan oven: about 200 ° C (392 °F)

3
On a floured working surface, roll out the dough into a circle (about 35 cm in diameter) and line the mould so that the dough overlaps slightly. Prick with a fork for several times. Slide form onto the grate in the oven and pre-bake on the middle rack for about 10 minutes.

4
Add the eggs to the onion-potato-filling and fold in. Spread onto the pre-baked dourgh. Sprinkle with bacon and cheese and bake.

Place the tart onto the rack – in the lower third of the oven and bake for about 35 min.

 

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Brunettis Lieblingspasta – Penne rigate – mit Tomaten Zwiebeln Speck und Peperoncino


Da wir dieses Jahr nicht wie geplant im Urlaub verreisen, müssen wir uns das Urlaubsfeeling auf die heimische Terrasse holen.
Die Markgräflerin liest gerade die Krimis um Commissario Brunetti, die in Venedig spielen.
Von Donna Leon gibt es dazu ein Kochbuch mit vielen Gerichten, die in den Büchern vorkommen.
Brunetti isst sehr gerne – ob im zu Mittag im Restaurant oder am Abend zusammen mit seiner Famillie. Da man ja in Venedig kein Auto fährt und der Commissario immer zu Fuß unterwegs ist oder mit dem Boot abgeholt wird und selbst nicht zu den Tatorten fahren muss, ist immer auch ein Gläschen Wein dabei.
Der Wein wächst in unserer Gegend, die Kräuter kommen aus dem heimischen Garten und die wunderbaren, aromatischen und reifen Ochsenherz-Tomaten haben wir am Samstag auf dem Markt geholt.



Penne rigate mit Tomaten, Zwiebeln, Speck und Peperoncino


Zutaten
• 350 g Penne rigate
• 150 g milder, luftgetrockneter Speck (pancetta), gewürfelt
• 600 g reife Tomaten (ich habe Ochsenherz-Tomaten verwendet)
• 100 g Zwiebeln in Scheiben
• 2 Peperoncini, zerkleinert
• 2 Rosmarinzweige
• 1 Lorbeerblatt
• 10 Esslöffel Olivenöl
• 1 Glas (= 200 ml) trockener Weißwein
• 50 g geriebener Parmesan

Zubereitung

Die Tomaten waschen, kreuzweise einritzen, in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser überbrühen. Aus dem Wasser nehmen, die Haut abziehen, grüne Stielansätze entfernen und dann die Tomaten würfeln.

Olivenöl in eine große beschichtete Pfanne geben, Zwiebeln, einen Rosmarinzweig, Peperoncini und eine Prise Salz zugeben und mit ein wenig Wasser so lange anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig werden. Aufpassen, dass die Zwiebeln nicht anbrennen.
Dann die gewürfelten Tomaten zufügen und zu einer cremigen Sauce einkochen, dabei ab und zu ein wenig Wein angießen und vorsichtig mit Salz abschmecken.
Während die Penne kochen, in einer kleinen Pfanne die Speckwürfel mit dem zweiten Zweig Rosmarin und dem Lorbeerblatt auslassen.
Die Pasta abgießen, in die Tomatensauce schütten, den ausgelassenen Speck darüber gießen, mit Parmesan bestreuen, gut umrühren und heiß servieren.



Penne rigate with tomatoes, onions, bacon and peperoncino


Ingredients
350 g penne rigate
150 g mild, air-dried bacon (pancetta), diced
600 g ripe tomatoes
100 g onions in slices
2 peperoncini, chopped
2 sprigs of rosemary
1 bay leaf
10 tablespoons olive oil
1 glass (= 200 ml) of dry white wine
50 g grated Parmesan

Preparation
Wash the tomatoes, cross-cut the peel, put into a bowl and pour with boiling water. Remove from the water, peel the skin, remove the green bits and then dice the tomatoes.
Put olive oil in a large coated pan, add onions, a sprig of rosemary, peperoncini and a pinch of salt and sauté with a little water until the onions become translucent. Make sure the onions don’t burn. Then add the diced tomatoes and reduce to a creamy sauce, adding a little wine from time to time. Carefully season with a little salt.
While cooking the penne, drip the bacon cubes together with the second twig of rosemary and laurel leaf in a small pan. Drain the pasta, pour into the tomato sauce, and add the bacon on top. Sprinkle with parmesan, stir well and serve hot.


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Urlaubserinnerungen: Das Heimatmuseum in Gräsmark, Schweden und der Kymmen See


Beim Durchsehen von alten Urlaubsfotos habe ich entdeckt, dass ich euch im Blog zwar schon vom schwedischen Lunchbuffet an unserem letzten Urlaubstag in Schweden berichtet hatte, aber das Heimatmuseum von Gräsmark noch nicht erwähnt hatte und euch auch noch nicht die Bilder vom letzten abendlichen Spaziergang am Kymmen See gezeigt habe. Nach unserem Lunch haben wir uns also noch das Heimatmuseum von Gräsmark angesehen.



Hier gibt es auch ein Café mit Bewirtung, an diesem Tag hätte es auch Nävgröt med fläsk gegeben, eineSpezialität aus dem Värmland, die aus geröstetem Hafermehl (Skrädmjöl) besteht. Ich hatte mir aus Schweden auch von dem Mehl mitgebracht und nachgekocht.


Värmländische Spezialität „Nävgröt med fläsk“ – zu Hause nachgekocht

Die Hauptsehenswürdigkeit des Heimatmuseums von Gräsmark ist das Haus mit Rauchkate, ein spezieller Wohnhaustyp, den die Waldfinnen aus ihrer Heimat ins Värmland mitgebracht hatten. In der Rauchkate liegt der Rauchofen, ein grosser Ofen ohne Rauchfang. Die Finesse dabei ist, dass der warme Rauch vom Ofen sich in der Kate verbreitet und nach und nach durch eine Lüftungsklappe im Katendach abzieht. Auf diese Weise wird die Wärme der Rauchgase besser ausgenutzt.


Gräsmark Hembygdsgarden 19

In dem Schrank sind zwei Betten untergebracht
Gebrauchsgegenstände und Flechtwerk aus Birkenrinde
Die Schuhe (Größe 54) von Nils Olsson, auch Peckerudsgutten genannt

Kennen Sie die Geschichte von Nils Olsson? Auch Peckerudsgutten genannt – 2 Meter und 10 Zentimeter groß! Er wurde 1826 geboren und war der stärkste Mann in Värmland. Man erzählt sich, dass er schon im Alter von erst 15 Jahren, ganz alleine die Egge ziehen und pflügen konnte, statt ein Pferd einzuspannen. Er konnte sogar seinen Pferdewagen ziehen – ohne Pferd. „Ja, aber es ist nicht so schwer, einen Pferdewagen zu ziehen“ mögen viele von Ihnen natürlich denken! Versuchen Sie doch einmal, einen einen mit 2 ½ Schiffspfunden beladen Holzkarren zu ziehen – das sind 425 Kilo! Aber für jemanden, Schuhgröße 54 hatte, war so ein Wagen vielleicht nicht so schwer!?!
Möchten Sie die echten Schuhe von Peckerudsgutten sehen? Sie werden tatsächlich im Heimatmuseum „hembygdsgård“ von Gräsmark aufbewahrt.

Peckerudsgutten nahm in seiner Jugend an der sogenannten Arbeitsreise nach Stockholm teil, wo er mit seiner riesigen Größe und seinem ländlichen Aussehen Aufmerksamkeit auf sich zog. Als Peckerudsgutten eines Abends in der Hauptstadt war, traf er auf eine aggressive Bande, die mit ihm kämpfte. Trotz der wiederholten Warnungen wurde Nils nicht in Frieden gelassen. So schlug er sie im Gegenzug. Einer der Männer fiel dabei tot um und Peckerudsgutten wurde verhaftet. Damals wurde in Schweden noch die Todesstrafe verhängt und Nils Olsson riskierte nun, sein geliebtes Värmland nie wiederzusehen.
Aber König Karl XIV. hörte von dem gewaltigen Mann und verlangte, ihn zu treffen. Peckerudsgutten wurde seine Freiheit versprochen, wenn er mit bloßen Händen eine Spur auf einem Holztisch hinterlassen konnte. Nils nutzte seine raue Kraft und mit einem einzigen Schlag entfernte ein Stück des Tisches. Der König hielt sein Wort unter der Bedingung, dass Nils die Hauptstadt für immer verließ und sich nur noch in seinem Heimatbezirk unter seinem Volk aufhielt.

Nils kehrte zurück und lebte für den Rest seines Lebens im Wald von Peckerud. Noch heute können Sie die Überreste des Hauses Peckerudsguttens sehen, wenn Sie entlang der Gruvrunden gehen, einer der vielen schönen Wanderwege rund um Sunne. Und wenn Sie dabei sind, den Bach zu passieren, werden Sie einen Stein über dem Bach bemerken, den Nils dort platzierte, als es eine Flut gab. Es ist wirklich schwer zu verstehen, dass dieser große Stein nur von einer Person dorthin getragen wurde, einem Mann, der, wie so vielen andere alte Menschen damals, den letzten Teil seines Lebens in Armut verbringen musste.




Es gibt in der Gegend noch viel zu sehen…



Landschaft auf dem Rückweg zum Ferienhäuschen:



Abendspaziergang am Kymmen See


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Plain in Pigna: Ofenrösti nach einem Rezept aus dem Bündnerland, Schweiz


Heute habe ich mal ein typisches Gericht aus der Schweiz auf dem Teller.
Bei „Plain in Pigna” handelt es sich um eine Spezialität aus dem Engadin und heißt soviel wie „Voll im Ofen”. Früher wurde wurde diese Art von Ofenrösti im Stubenofen (Kachelofen) gebacken.
Dieses unkomplizierte Rezept gelingt ganz einfach auch im normalen Backofen in der heimischen Küche.

Es besteht aus Kartoffeln, Polenta, ein wenig Mehl, Milch, rohem Schinken, Speck und Salsiz, das ist eine Spezialität des Schweizer Kantons Graubünden – eine luftgetrocknete oder geräucherte Rohwurst, welche in vielen verschiedenen Varianten hergestellt wird. Als Grundzutat wird Schweinefleisch verwendet. Es werden auch Salsiz mit Wildfleisch wie Hirsch, Gams oder Wildschwein oder mit Fleisch von anderen Nutztieren wie Rind, Pferd, Schaf/Lamm hergestellt.

Ich hatte Salsitz mit Hirschfleisch – sehr fein.
Salsiz isst man vor allem am Stück oder in Scheiben geschnitten zusammen mit Brot.

Zu Plain in Pigna passt Feldsalat oder auch Apfelmus.



Plain in Pigna


Zutaten
(Für 4 Personen)
• 1 Salsitz à 95 g
• 1 kg festkochende Kartoffeln
• 120 g Rohschinken, fein gewürfelt
• 100 g Speck, fein gewürfelt
• 2 Esslöffel Mehl
• 100 ml Milch
• 60 g grober Maisgrieß (Polenta)
• Salz
• Pfeffer
• 50 g Butter
• 4 Esslöffel Preiselbeeren aus dem Glas
• Schnittlauchröllchen

Zubreitung
Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
Das Backblech mit etwas Butter ausstreichen. Salsitz in Würfelchen schneiden. Kartoffeln schälen und auf der Röstiraffel reiben. In ein sauberes Küchentuch geben und gut ausdrücken.
Kartoffeln, Salsiz, Rohschinken, Speck Mehl, Milch und Maisgrieß in eine Schüssel geben und mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Masse in das Blech geben und gleichmäßig verteilen. Butter in Flöckchen schneiden und auf der Kartoffelmischung verteilen.
In der Ofenmitte ca. 50 Minuten überbacken.
Plain in Pigna mit Schnittlauchröllchen bestreuen und mit den Preiselbeeren servieren.



Plain in Pigna – Swiss Rösti dish from the oven


Ingredients
(For 4 people)
1 Salsitz  (95 g)
1 kg waxy potatoes
120 g ham, finely diced
100 g bacon, finely diced
2 tablespoons flour
100 ml milk
60 g coarse corn semolina (polenta)
Salt
Pepper
50 g butter
4 tablespoons cranberries from the jar
Chive rolls

Preparation
Preheat the oven to 180 °C = 356 °F. Butter the baking tray. Cut the Salsitz into cubes. Peel the potatoes and grate them on the Röstiraffel (potato grater).
Pour into a clean kitchen towel and squeeze out very well. Put potatoes, Salsitz, ham, bacon, flour, milk and corn semolina in a bowl and mix. Season to taste with salt and pepper. Pour the mixture onto the baking tray and distribute evenly. Cut butter into flakes and place on top of the potato mixture. Bake in the middle of the oven for approx. 50 minutes.
To serve, sprinkle the „Plain in Pigna“ with chive rolls. Serve with the cranberries. Lamb’s lettuce or apple sauce go well with it.

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Mittwochspasta: Trivelli mit Champignons, Speck und Mascarpone


Endlich gibt es mal wieder Mittwochspasta!
Die Markgräflerin verspürte herbstliche Lust nach Pilzen. Dabei ist dieses Feierabend-Pasta Gericht entstanden. Ich habe einfach meine Standard-Pilzrahmsauce mit Weißwein gekocht – allerdings habe ich statt der sonst üblichen Sahne Mascarpone verwendet, um die italienische Note stärker hervorzuheben. Und was soll ich sagen? – mit Mascarpone schmeckt die Sauce noch  viel, viel cremiger und schnell gekocht ganz nebenbei auch noch.
Natürlich könnt ihr auch andere Pasta verwenden, zum Beispiel Penne, Spiralnudeln, Farfalle oder Tagliatelle…



Trivelli mit Champignons, Speck und Mascarpone


Zutaten
(Für 2-3 Portionen)

• 400 g Trivelli oder andere Pasta
• 100 g Räucherspeck, gewürfelt
• 1 Esslöffel Butterschmalz
• 1 Zwiebel, fein gewürfelt
• 250 g braune Champignons
• trockener Weißwein (z. B. Gutedel)
• Salz
• Pfeffer
• 1 Lorbeerblatt
• 1 Nelke
• nach Belieben 1 Teelöffel gekörnte Gemüsebrühe
• 1 Knoblauchzehe, gehackt
• 125 g Mascarpone
• gehackte Petersilie
• frisch geriebener Parmesan

Zubereitung
Die Pilze mit der Pilzbürste säubern. Die Speckwürfelchen in einer Pfanne mit Butterschmalz sanft andünsten, dann die Zwiebelwürfel und Knoblauch dazu geben und glasig dünsten.
Die Pilze mit anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, Nelke und Lorbeerblatt dazugeben, nach Belieben gekörnte Gemüsebrühe dazugeben, dann reichlich Weißwein angießen.
Bei sanfter Hitze die Flüssigkeit einreduzieren lassen. In der Zwischenzeit die Pasta in Salzwasser al dente kochen. 1-2 Schöpflöffel vom Pastakochwasser beiseite stellen.
Falls notwendig, ein wenig von dem Pastakochwasser zur Sauce geben.

Lorbeerblatt und Nelke aus der Sauce herausnehmen, den Mascarpone dazugeben, und rühren, bis dieser geschmolzen ist, dann die Pasta abschütten und in die Pfanne zur Sauce geben.
Mischen und evtl. noch etwas von dem Pastawasser hinzufügen.
Zum Servieren mit Petersilie und frisch geriebenem Parmesan bestreuen.



Pasta with mascarpone and mushroom sauce


Ingredients
For 2-3 servings
400 g Pasta

For the sauce:

100 g smoked bacon, diced
1 tablespoon clarified butter

1 onion, finely diced
250 g chestnut mushrooms
dry white wine (Gutedel / Chasselas)
Salt
Pepper
1 bay leaf
1 clove
1 teaspoon granulated vegetable broth

1 clove of garlic, chopped
125 g Mascarpone
chopped parsley
freshly grated Parmesan

For the sauce
Clean the mushrooms with a mushroom brush. Fry the diced bacon in the pan with clarified butter, sauté, then add the onions and garlic and fry until soft. After that, add the mushrooms, fry, season with salt and pepper, add clove and bay leaf and granulated vegetable broth (to taste) then pour plenty of white wine .
Let the liquid boil down over gentle heat.
In the meantime, cook the pasta in salted water until al dente. If necessary add some of the pasta cooking water to the sauce.
Remove bay leaf and clove, from the sauce add the mascarpone and stir until it has melted.
Set aside 1 – 2 ladles of the pasta cooking water, drain the pasta and add to the mushrooms in the pan.  Add some of the pasta cooking water.
To serve, sprinkle with freshly grated Parmesan and chopped parsley.

 

Essen & Trinken

Schnelle Samstagspfanne: Schupfnudeln mit Sauerkraut und Speck


Das Wetter ist gerade schon ganz herbstlich…. Es regnet ist kühl und das gefärbte Laub wirbelt durch die Luft und sammelt sich auf den Wegen.
Zeit für herbstliches Soulfood. Und dabei hat es sich die Markgräflerin heute mal ganz einfach gemacht. Keine Lust, um Gemüse für einen Samstagseintopf zu schnippeln. Aber, ist ja quasi ein Samstagseintopf, nur eben in der Pfanne, statt im Suppentopf zubereitet.

Die Zutaten für 2 üppige Portionen:
1 Zwiebel, 400 Gramm Sauerkraut (am liebsten das frische, welches es im Herbst beim Metzger unseres Vertrauens gibt), 125 g Speckwürfel (nach Belieben auch mehr), und eine Packung Schupfnudeln aus der Supermarkt-Kühltheke und etwas Schweine- oder Butterschmalz.



Die Zubereitung geht schnell:
Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden.
Wenig Schmalz in einer großen Pfanne erhitzen, dann den Speck und die Zwiebeln hinzugeben und glasig dünsten. Als nächstes die Schupfnudel hinzufügen und unter häufigem wenden anbraten, zum Schluss das Sauerkraut dazugeben und mit anbraten, bis es weich ist.

Fertig…..
Nach dem Essen ist die Küche superschnell aufgeräumt und man kann sich wieder auf’s Sofa zurückziehen und etwas amüsantes oder spannendes lesen. Zum Beispiel einen Eberhofer-Krimi von Rita Falk – hierzu würde dann der Titel „Sauerkrautkoma” passen 😉


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Bierpfannkuchen mit Pfifferlingen und Speck


Es ist immer noch Oktoberfest und in Stuttgart hat gerade das Volksfest auf dem Cannstatter Wasen begonnen.
Für mich ein Grund, nochmals in der Bierküche zu werkeln – ein weiteres Rezept, in dem Bier verarbeitet wird:
Ein dicker, herbstlicher Pfannkuchen, der in Begleitung von grünem Salat auch als Hauptgericht für zwei Personen ausreicht.
Dazu gehört aber auf jeden fall ein schönes, kühles Bierchen.



Bierpfannkuchen mit Pfifferlingen und Speck


Zutaten
(Für 1 Person)
• 125 ml untergäriges Klosterbier (z. B. Alpirsbacher)
• 100 g Mehl
• 3 Eier
• 50 g geriebener Emmentaler Käse
• 30 g Zwiebelwürfel
• 30 g Speckwürfel
• 50 g gegarte Pfifferlinge
• 40 g Butterschmalz
• Salz
• gehackte Persilie

Zubereitung
Aus Bier, Mehl, Eiern und einer Prise Salz einen glatten Teig rühren. Den geriebenen Käse untermengen. Fett in der Pfanne zergehen lassen und den fertige Teig hinzugeben.
Speck-, Zwiebelwürfel und die Pfifferlinge gleichmäßig darauf verteilen.
Mehrmals wenden und bei schwacher Hitze 5-6 Minuten goldgelb bis leicht braun ausbacken. Aus der Pfanne auf einen einen Teller setzen und mit gehackter Petersilie bestreuen.
Dazu passt ein knackiger Salat.
Tipp: Zum Wenden verwendet man am besten eine eingefettete, gleich große Pfanne.



Beer pancake with chanterelles and bacon


Ingredients
(For 1 person)
125 ml monastery beer (e. g. Alpirsbacher)
100 g flour
3 eggs
50 g grated Emmental cheese
30 g chopped onion
30 g bacon cubes
50 g cooked chanterelles
40 g ghee or clarified butter
Salt
chopped parsley

Preparation
Mix beer, flour, eggs and a pinch of salt to a smooth dough. Add the grated cheese.
Melt the fat in a pan and add the prepared dough.
Evenly spread the bacon and onion cubes and the chanterelles on top.
Turn  for several times and bake at low heat for 5-6 minutes until golden to slightly browned. Turn onto a plate and sprinkle with chopped parsley
If you serve it with a fresh salad it is enough for two persons.
Tip: For turning the pancake it is best to use a greased pan of the same size.

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Mittwochspasta – auf die Schnelle: Farfalle mit Bundzwiebeln, Speck, Mozzarella und Basilikum


Wenn es so heiß ist, wie heute, hat man aber überhaupt keine Lust, zu Kochen – außer, es geht schnell und ist unkompliziert…
Ausserdem hat der Geschirrspüler der Markgräflerin den Geist aufgegeben, allzuviel Geschirr sollte man für die Essenszubereitung also auch nicht brauchen.
Das Rezept eignet sich übrigens auch bestens zur Resteverwertung, falls ihr am Vortag zuviel Pasta gekocht haben solltet.
Mengen jeweils nach Gusto!

Hier, bitteschön:
Farfalle nach Packungsanweisung in Salzwasser al dente kochen, eine Tasse Kochwasser beiseite stellen, die Pasta abgießen.
Tomaten waschen, kleinschneiden oder halbierte Cocktailtomaten verwenden. Bundzwiebeln (Frühlingszwiebeln) säubern und in Ringe schneiden.
In einer großen, hohen Pfanne wenig Olivenöl erhitzen, Speckstreifen hinzufügen dann Zwiebeln und Tomaten dazugeben und wenige Minuten mitbraten, ein wenig von dem Pastakochwasser (alternativ Gemüsebrühe oder Weißwein) dazugeben, leicht einköcheln lassen. Zum Schluss die Pasta in die Pfanne geben, alles gut mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mozzarella würfeln untermischen – fertig.
Zum Servieren Basilikumblättchen auseinanderzupfen und aufstreuen.


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Sonntagsfrühstück – sunny side up


Wie wäre es mal mit einem späten, herzhaften Sonntagsfrühstück?
Bei dem derzeitigen Wetter lockt aber auch gar nichts zum frühen Aufstehen.
Mit Aufbackbrötchen ausnahmsweise mal im Haus (zum Beispiel Bio-Dinkelrauten) muss man ja auch nicht raus!

Und so geht’s:
Brötchen nach Packungsanleitung aufbacken, abkühlen lassen, aufschneiden und dünn mit Butter bestreichen. In einer Pfanne Frühstücksspeck knusprig ausbraten, auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Dann in der Pfanne Spiegeleier (Englisch: egg sunny side up) braten, Tomate halbieren und auf der Schnittseite ebenfalls anbraten.
Spiegelei und Speck auf dem Brötchen anrichten, mit Peffer übermahlen und mit Kresse und Tomate garnieren – fertig.
Dazu gibt es Milchkaffee, und hinterher noch ein Brötchen mit Marmelade und Orangensaft. Perfekt!
Den Müttern unter euch wird dieses Frühstück heute zum Muttertag natürlich ans Bett serviert…



What a perfect breakfast on Sunday! Bacon and eggs sunny side up on a bread-roll with tomato and garden cress.

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Freitagsfisch: Zanderfilet und Ofenfenchel mit Speck und Pontarlier Anis Sauce


Wie ich euch bereits berichtet habe, hatten der Markgräfler und die Markgräflerin im vergangenen Herbst einen Lehrgang zum Erwerb des „Angelscheins” besucht.
Die Prüfung haben wir zwar beide bestanden, aber bisher hatten wir noch keine Gelegenheit, unsere neu erworbenen Kenntnisse in der Praxis umzusetzen.

Der heutige Freitagsfisch ist also nicht selbst gefangen.



Der Zander ist ein schlanker, bis zu 1 m großer Raubfisch mit spitz zulaufendem Kopf. Er zählt zu den wertvollsten Süßwasserfischen. Er kommt in europäischen Seen und Flüssen vor, kommt aber heute vor allem aus Aquakultur in den Handel. Er hat weißes, zartes saftiges Fleisch.

Ich habe tiefgekühltes Zanderfilet mit Haut verwendet. Das muss man etwa 6 Stunden vorher im Kühlschrank auftauen.
Dann unter fließendem kalten Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen, salzen.
Die Hautseite mit Mehl bestäuben. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zanderfilets zuerst auf der Hautseite 5 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, wenden und etwa 2 Minuten auf der anderen Seite fertiggaren.



Dazu gab es Fenchel aus dem Ofen mit Speck und Pontarlier Anis und Salzkartoffeln.
Das Rezept könnt Ihr euch schonmal für die Osterfeiertage merken.



Der Fenchel schmeckt übrigens auch sehr fein ohne Fisch und Kartoffeln – zum Beispiel mit etwas geriebenem Hartkäse bestreut als Hauptgericht!



Ofenfenchel mit Speck und Pontarlier Anis Sauce


Zutaten
(Für 4 Personen)

• 4 Fenchelknollen mit Fenchelgrün
• Salz
• 4 Tomaten
• 2 Zwiebeln
• 200 g Speck
• 4 Knoblauchzehen
• 2 Esslöffel Olivenöl
• 4 Sardellenfilets, abgetropft
• 1/8 Liter Weißwein
• 1/8 Liter Gemüsebrühe
• 4 cl Pontarlier Anis (oder Pastis)
• Öl für die Form
• frisch gemahlener Pfeffer
• 2 Esslöffel Estragonblätter

Zubereitung
Fenchel putzen, Fenchelgrün abschneiden und für die Garnierung beiseitestellen.
Fenchelknollen vierteln.
In einem Topf mit kochendem Salzwasser 5 Minuten kochen, dann in Eiswasser abschrecken. Abtropfen lassen. Tomaten kreuzweise einschneiden, mit heißem Wasser überbrühen, häuten, achteln und entkernen. Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden.

Speck in Würfel schneiden Knoblauch schälen und durch die Presse drücken.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Speck darin auslassen. Knoblauch und Sardellen zufügen und andünsten. Mit Wein, Gemüsebrühe und Pontarlier Anis ablöschen und aufkochen.

Backofen auf 180 °C vorheizen. Eine ofenfeste Form mit Öl auspinseln. Fenchel, Zwiebeln und Tomaten einschichten. Salzen und pfeffern. Estragon fein hacken, darüberstreuen.
Specksauce darübergießen. Im heißen Ofen ca. 1 Stunde backen.

Das Fenchelgrün fein hacken. Das Gemüse auf Teller verteilen, mit der Sauce beträufeln und mit dem gehackten Fenchelgrün bestreuen.
Dazu Salzkartoffeln mit Petersilie und Zanderfilet servieren.



Fennel with bacon and pontarlier anise sauce


Ingredients
(Serves 4)
4 fennel tubers with fennel green
Salt
4 tomatoes
2 onions
200 g bacon
4 cloves of garlic
2 tablespoons olive oil
4 anchovy fillets, drained
1/8 litre white wine
1/8 litre vegetable stock
4 cl Pontarlier Anise (or Pastis)
oil for the baking dish
freshly ground pepper
2 tablespoons tarragon leaves

Preparation
Clean fennel, cut off fennel green and put aside for garnishing.
Cook in a pot of boiling salted water for 5 minutes, then quench in ice water. Drain.
Cut tomatoes crosswise, blanch with hot water, skin, cut in eighths and remove seeds.
Cut the bacon into cubes, peel the garlic and press through the press. Heat the olive oil in a pan and fry the bacon.
Add the garlic and anchovies and sauté. Deglaze with wine, vegetable stock and Pontarlier anise and bring to the boil.
Preheat oven to 180 °C = 356 °F.
Brush an ovenproof dish with oil. Put the fennel, onions and tomatoes in it. Season with salt and pepper.
Chop the tarragon finely, sprinkle fennel and pour the bacon sauce over it. Bake in the hot oven for approx. 1 hour.
Finely chop the fennel green. To serve, put the vegetables on plates, drizzle with the sauce and sprinkle with the chopped fennel green.
Serve with potatoes and fried pikeperch fillet.