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Einfach nur…. ein Apfelkuchen


Es ist wieder Apfel-Saison.
Deshalb gibt es zum Sonntagskaffee einen Markgräfler Apfelkuchen mit Gutedel im Teig – bzw. ein Straßburger Apfelkuchen, wenn ein Elässer Riesling verwendet wird.
Die Äpfel sind aus dem Markgräflerland – nämlich vom heimischen Apfelbaum…



Markgräfler oder Straßburger Apfelkuchen


Zutaten
Für eine Springform mit 26 cm Ø

Für den Teig
• 125 g weiche Butter
• 75 g Zucker
• 1 Prise Salz
• 250 g Mehl
• 1/8 Liter trockener Gutedel (Weißwein) oder Riesling

Für den Belag
• 700 g Äpfel
• Saft von einer Zitrone

Rahmguss
• 2 Eier
• 50 g Zucker
• 1 Teelöffel gemahlene Vanille oder paté de vanille
• abgeriebene Schale von ½ unbehandelten Zitrone
• 1/8 Liter Sahne

Für die Form
• Butter

Zubereitung
Butter mit Zucker und Salz cremig rühren. Mehl abwechselnd mit dem Wein in die Crememasse rühren.
Den Teig zugedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Äpfel schälen, halbieren, Kerngehäuse mit einem Apfelausstecher entfernen. Die Rundungen mit einem Messer der Länge nach mehrmals einkerben. Mit Zitronensaft beträufeln.
Die Backform einfetten, den Backofen auf 220 °C vorheizen.

Den Teig ausrollen, die Form mit der Teigplatte auslegen, einen Rand von 3 cm Höhe formen. Die Äpfel mit der eingekerbten Seite nach oben dicht auf den Teigboden legen, mit 3 Esslöffel Zucker bestreuen.

Den Kuchen 30-35 Minuten auf der mittleren Schiene des Backofens backen.

Für den Guss die Eier mit Zucker und Vanille schaumig schlagen, die geriebene Zitronenschale hinzugeben und die Sahne unterrühren. Den Guss über die Äpfel verteilen und weitere 10 Minuten backen.

Den Apfelkuchen kurz abkühlen lassen,  aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter erkalten lassen.



Apple Tart


Ingredients
For a Springform with 26 cm Ø

For the pastry
125 g soft butter
75 g of sugar
1 pinch of salt
250 g flour
1/8 litre of dry Chasselas (white wine) or Riesling

For the filling
700 g apples
Juice of 1 lemon

For the topping
2 eggs
50g sugar

1 teaspoon ground vanilla or vanilla paste
grated peel of ½ orgnic lemon
1/8 litre cream

For the tin
Butter

Instructions
Stir butter with sugar and salt until creamy. Mix in the flour alternately with the wine.
Cover the dough and let rest in the fridge for 30 minutes.

Peel apples, cut in half, remove core. Score the curves with a knife for several times. Drizzle with lemon juice.
Butter the baking tin, preheat the oven to 220 °C = 428 °F.

Roll out the dough, line the tin with it, form an edge of 3 cm height. Place the apples onto the dough with the notched side up and sprinkle with 3 tablespoons of sugar.

Bake the tart on the middle rack of the oven for 30-35 minutes.

For the custard topping, beat the eggs with sugar and vanilla until frothy, add the grated lemon zest and stir in the cream. Spread over the apples and bake for another 10 minutes.

Let briefly cool, remove the apple tart from the tin and let cool on a wire rack.

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Mein Mann kann: Winzerröllchen

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Der Markgräfler hatte letztens „Nutella French Toast Rolls“ gezaubert und im vergangenen Jahr schon einmal mediterranen Brot-Röllchen mit Parmaschinken gemacht.

Davon inspiriert hat er sich jetzt Winzerröllchen ausgedacht und die bekannten Winzerschnitten mit French Toast Rolls kombiniert.
Auch eine Superidee – nur beim Anbraten war die Pfanne ein wenig zu heiß und die Röllchen sind beinahe angebrannt….
Dazu passt hervorragend „Neuer Süßer” oder ein trockener Weißwein, aber auch Cidre.


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Markgräfler Winzerröllchen


Zutaten
(für 4 Personen)

• 12 Scheiben Toastbrot (Sandwich-Toast)
• 100 ml Milch
• 2 Eier
• 4 Esslöffel Rapsöl (oder Butter)
• 1 Becher Schmand oder Sauerrahm (200 g)
• etwa 100 g Käse (z. B. Emmentaler oder Comté)
• Salz
• Pfeffer
• 1 mittlere Zwiebel
• 1 Knoblauchzehe
• Speck, gewürfelt oder in dünne Streifen geschnitten
• Gutedel

Zubereitung
Die Zwiebel fein hacken, den Käse reiben. In einer Schüssel den Sauerrahm, Zwiebel und Knoblauch (durch die Presse gedrückt) mischen, den geriebenen Käse unterheben und mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Gutedel abschmecken.

Das Toastbrot vom Rand befreien und mit dem Nudellholz dünn ausrollen. Jede Toastbrotscheibe zur Hälfte mit der Sauerrahm-Zwiebel-Käse-Mischung bestreichen und  mit Speckwürfeln bestreuen. Anschließend fest zusammenrollen.

In einer Schüssel die Eier und die Milch miteinander verrühren. Anschließend werden die Rollen darin eingelegt und gewendet, bis sich der Toast mit dem Ei vollgesogen hat.

Jetzt müssen die eingelegten Rollen nur noch ein einer Pfanne mit Öl von allen Seiten bei niedriger Hitze vorsichtig goldbraun gebraten werden.

Dazu reicht man ein Gläschen Gutedel.


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Winegrower’s rolls


Ingredients
(for 4 persons)

12 slices of toasted bread (sandwich bread)
100 ml milk
2 eggs
4 tablespoons rapeseed oil (or butter)
1 cup sour cream (200 g)
about 100 g cheese (eg Emmental or Comté)
Salt
Pepper
1 medium sized onion
1 clove of garlic
Bacon, diced or cut into thin strips
Chasselas

Preparation

Finely chop the onion, grate the cheese. In a bowl, mix the sour cream, onion and garlic (pressed through the press), fold in the grated cheese and season with salt, pepper and a dash of Chasselas.

Remove the crumb from the edge of the bread and roll out thinly with a rolling pin. Spread the half of  each toast with the sour cream-onion-cheese mixture and sprinkle with bacon cubes. Then roll up tightly.

In a bowl, mix eggs and milk and turn the rolls in it until they are soaked.
Gently heat oil in a pan and fry the rolls in it on all sides until golden brown .

Serve with a glass of Chasselas.


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Faszination Heißluftballon


…hab ’nen Luftballon gefunden, denk an Dich und lass ihn – …. steigen!

Von der Ballonfahrt am vergangenen Samstag haben wir ja gelernt, dass man einen Ballon nicht fliegen lassen kann, sondern dass er sich mit dem Wind fortbewegt – nicht mit selbst erzeugtem Auftrieb.
Am Sonntag sollte dann im Rahmen des 1. Müllheimer Ballonfestivals noch einmal eine Ballonfahrt stattfinden. Also sind wir wieder am frühen Sonntagmorgen zum Segelflugplatz gefahren um die Ballons beim Aufbau und Start zu fotografieren. Es war mit etwa 12 °C gegenüber der Vorwoche richtig kalt.

Der Himmel war klar und kündigte einen sagenhaften Sonnenaufgang an. Leider breiteten sich aber gleichzeitig in der Rheinebene und in Windrichtung bzw. Fahrtrichtung am Boden dicke Nebelfelder aus – zu gefährlich, denn vom Ballon aus kann man keine Hindernisse, wie zum Beispiel Stromleitungen mehr erkennen und ebensowenig würde man sehen, wo man landen kann.
Dennoch wurden die Ballons aufgeblasen und mit Seilsicherung wenige Meter steigen gelassen. Erst am späten Nachmittag konnte eine zweite Ballonfahrt stattfinden – wegen des gleichzeitig stattfindenden Flugplatzfestes sind die Ballone dann in Hügelheim gestartet.

Hier habe ich nochmal die schönsten Bilder vom Sonntag für euch….


Sonntag, 26. August 2018, kurz vor 7 Uhr morgens



Sonnenaufgang gegen 07:15 Uhr



OLEG, der Clownballon von Sven Grenzner


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Im Luftraum über uns herrscht Hochbetrieb


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Rund um den Segelflugplatz


Bodennebel zieht auf

Brombeersträucher säumen den Rand des Flugplatzes



Wilder Thymian, der beim jedem Schritt seinen intensiven Duft verströmt



Herbststimmung


Blick auf den Blauen mit Reben im Vordergrund


Der Lieler Schlossbrunnen Ballon von Bernd Klank


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Dieses Foto hat übrigens der Markgräfler gemacht. Seine Fotos und auch zwei GOPRO-Videos findet ihr auf Neues aus dem Markgräflerland

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Der neuste Schrei zur Basler Fasnacht: Fasnachtschüechli TO GO


Nun ist auch die Basler Fasnacht und die Markgräfler Buurefasnacht schon fast zuende und ich habe euch noch gar nicht meine neuste Entdeckung vorgestellt:
Fasnachtschüechli TO GO.
Die Idee ist super – eine kleine handliche Portion für unterwegs – Fasnachtschüechli in kleinen Stücken.
Aber was mich etwas gewundert ha ist, dass da ja nicht die Fasnachtschüechli aus der Schweiz im Becher sind, sondern welche aus Italien mit einer leicht zitronigen Note.

Für daheim bevorzugen wir die großen Schweizer Fasnachtschüechli mit viel Staubzucker drauf! Die passen wunderbar zu Kaffee, Tee und sogar zu einem Gläschen Wein oder Sekt.


Basler Fasnachtschüechli

Hier geht’s zum Rezeptfür: Fasnachtschüechli aus der Schweiz


 

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Concoillotte aus der Cocotte – Käsefondue für zwei à la Franche-Comté


Herbstzeit ist Käse-Zeit
Ihr werdet euch bestimmt erinnern, dass der Markgräfler und die Markgräflerin im Sommer eine Wanderung entlang des Doubs im Schweizer Jura unternommen haben.
Der Doubs fließt auch durch die Franche-Comté, dem französischen Jura wo es einige sehr bekannte Käsesorten gibt.

Vor einigen Jahren hatten wir dort auch einmal Urlaub gemacht und dabei hatten wir auch viele Käsereien und auch das Fromagerie Museum in Trépot besucht.


Kaese Comté 1

Kaese Comté 3
Gabriel und Colette Prost, Käsemacher in Trépot

Den bekanntesten Käse der Region, den Comté, hatte ich bereits ausführlich vorgestellt und auch den Vachérin Mont d’Or.

Bei einer unserer Einkaufstouren im benachbarte Elsass haben wir den Concoillotte Käse wieder entdeckt.



Der Concoillotte ist eine der ältesten und typischen Käsespezialitäten der Region Franche-Comté, ein Kochkäse, der manchmal auch mit Knoblauch und Wein gewürzt wird.

Kochkäse ist ein Sauermilchkäse, der durch die Zugabe von Natron und Erwärmen eine dauerhaft zähflüssige, streichfähige Konsistenz hat.
Zur Herstellung wird Quark mehrere Stunden abgetropft, mit Natron vermischt und nach einer Ruhezeit von einer Stunde bis zu mehreren Tagen – je nach Rezept – unter Rühren sanft erwärmt, bis er sich verflüssigt. Die Temperatur darf dabei die 42 °C-Marke nicht überschreiten.
Die Masse wird dann mit Butter, eventuell auch Sahne und Eigelb vermischt und mit Salz und oft auch Kümmel gewürzt.

Eine Dozentin des Centre Culturel Francais in Freiburg, die aus dieser Gegend stammt, hatte uns während eines Französisch-Kurses von diesem Käse vorgeschwärmt.
Sie meinte, dass man den Käse erwärmt und gerne auch mal ein Gläschen Kirschwasser oder Jurawein hinzufügt …

Wir haben den Käse (nature) mit einer ordentlichen Portion Knoblauch gewürzt und in einem Topf erwärmt und einen kleinen Schluck gutes Markgräfler Kirschwasser hinzugefügt.
Dann haben wir den Käse in zwei Mini Cocottes (kleine Auflaufförmchen mit Deckel) verteilt und wie beim klassischen Käsefondue Baguette in kleine Würfel geschnitten und in den Käse gedippt.
Und weil es derzeit draußen so schön ist, haben wir den Concoillotte abends auf der heimischen Terrasse genossen….


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Ein Besuch bei der Familie Scheidereiter und Winzerfladen


Vergangenen Freitag waren die Markgräflerin und der Markgräfler wieder mal bei der Familie Scheidereiter auf dem Hof, um uns für den Oktober mit Kürbissen einzudecken.
Wir hatten wieder mal strahlendes Fotowetter….



Herbst im Margräflerland
– die Spargelfelder ruhen und die Ernte ist bunt…


Neben Kürbissen kann man hier auch Gemüse, Nüsse, Obst – freitags Blumensträuße, Backwaren und selbst Gebasteltes erwerben.
Man sucht sich etwas aus und wirft das Geld in eine Kasse.
Ich hatte ein Schild entdeckt, auf dem frisch geernteter Endiviensalat angeboten wurde. Dieser wird auf Wunsch direkt aus dem Garten geholt und wer möchte, kann den Salat sogar mit Wurzel mitnehmen. Und das habe ich dann getan…

Für die Winzerfladen habe ich nur etwa die Hälfte des Salats verwendet, und die Blätter dafür von außen her abgeschnitten.
Den Rest habe ich dann mit der Wurzel in mein Hochbeet gesetzt. So bleibt der Salat schön frisch.

Auf den Winzerfladen vereinen sich Trauben, mit Speck, Walnüssen und Zwiebeln – fast alles, was der Herbst an köstlichen Zutaten zu bieten hat.
Dazu passen Neuer Wein, Traubensaft, ein Glas trockener Weißwein oder ein süffiger Rotwein.



Winzerfladen


Zutaten
(für 6 Stück)

Für den Teig
½ Würfel Hefe (ca. 20 g)
1 Prise Zucker
300 g Weizenmehl Tipo 00 (Spezialmehl für Pizza)
Salz
3 Esslöffel Olivenöl
Mehl zum Bearbeiten

Für den Belag
2 rote Zwiebeln
200 g Endiviensalat
150 g Weintrauben
50 g Walnüsse
2 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel Butter
Salz
Pfeffer
150 g Sahne
100 g Magerquark
1 Ei
80 g Schinkenspeckwürfel

Zubereitung
Für den Teig die Hefe in eine Tasse oder eine kleine Schale bröckeln, den Zucker darüberstreuen und 50 ml lauwarmes Wasser dazugießen.
Alles gut verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat, und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 15 Min. gehen lassen.
Dann das Mehl mit 1 Teelöffel Salz mischen. Den Hefeansatz, das Öl und 130 ml lauwarmes Wasser dazugießen und alles zu einem weichen Teig verkneten.
Mit Mehl bestäuben und den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Min. gehen lassen.

Inzwischen für den Belag die Zwiebeln schälen, längs halbieren und in dünne Streifen schneiden.
Endiviensalat putzen, waschen und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.
Trauben waschen, halbieren und evtl. entkernen, Walnüsse grob hacken.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln darin goldgelb andünsten und herausnehmen.
Die Butter in der Pfanne zerlassen, den Salat darin bei großer Hitze unter Rühren kurz zusammenfallen lassen. Salzen, pfeffern und in einem Sieb abtropfen lassen.

Den Backofen auf 225°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
Den Teig nochmals durchkneten und in 6 gleich große Stücke teilen. Jedes Teigstück auf wenig Mehl zu einer Kugel formen, mit dem Handballen flachdrücken und ca. ½ cm dick ausrollen.
Die Fladen auf das Blech legen.
Saure Sahne, Quark und Ei gut verrühren, salzen und pfeffern.
Je die Hälfte von Zwiebeln, Speck und Salat unterrühren und die Masse auf den Fladen verstreichen.
Die übrigen Zwiebeln, Speck und Salat sowie Trauben und Walnüsse darauf verteilen. Im der Mitte des vorgeheizten Backofens ca. 30 Min. backen, bis die Fladen goldgelb sind.



Mini Pizzas with bacon, cheese and grapes

Ingredients
(makes 6 )

For the dough
½ cube of yeast (about 20 g)
1 pinch of sugar
300 g wheat flour Tipo 00 (special flour for pizza)
salt
3 tablespoons olive oil
Flour for processing

For the topping
2 red onions
200 g of endive lettuce
150 g grapes
50 g walnuts
2 tablespoons olive oil
1 teaspoon butter
salt
pepper
150 g cream
100 g low fat quark (fromage blanc) or cottage cheese
1 egg
80 g bacon cubes

Preparation
For the pastry, crumble the yeast into a cup or small bowl, sprinkle with a pinch of sugar and add 50 ml of tepid water.
Stir everything well until the yeast has dissolved, and leaven – covered and in a warm place – for about 15 minutes.
Then mix the flour with 1 teaspoon of salt. Add olive oil and 130 ml of tepid water and knead everything to a soft dough.
Sprinkle little flour, cover and leaven the dough in a warm place for about 45 minutes.

Meanwhile, prepare the topping:
Peel the onions, cut them in half and after that cut into thin strips.
Clean the endivive lettuce, wash and cut into about 1 cm wide strips.
Wash the grapes, cut in half and, if necessary, remove the seeds. Finely chop the walnuts.
Heat olive oil in a frying pan, fry the onions in it until golden, then remove from the pan.
Melt butter in a frying pan, add the lettuce, fry briefly at high heat. Salt, pepper and drain in a sieve.

Preheat oven to 225 ° C = 437 °F.
Knead the dough again and divide into 6 equal pieces. With a little flour, form balls out of each piece of dough, flatten with your handball and roll out about ½ cm thick.
Place on a baking tray lined with baking paper.
Stir well sour cream, quark and egg and season with salt and pepper.
Fold in half of the onions, bacon and lettuce an spread the mixture onto the dough pieces.
Add remaining lettuce, onions, bacon and grapes and sprinkle with walnuts. Bake in the middle of the preheated oven for about 30 minutes, until the mini pizzas are are golden.

Serve with a glass of white or red wine.

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Herbstzeit – Es gibt wieder mal Winzerschnitte


Die Markgräfler Winzer sind noch mitten in der Weinlese. Vor den Winzergenossenschaften bilden sich lange Schlangen von Traktoren, deren Anhänger mit Trauben beladen sind.
Wegen des starken Frostes im Frühjahr wird die Ernte mengenmäßig wohl etwas schlechter ausfallen, als im vergangenen Jahr, aber ich denke, dass das gute Sommerwetter Trauben von besonders guter Qualität hervorbringt, was die fehlende Menge ein klein wenig wett macht.

Zur Herbstzeit braucht man natürlich auch eine zünftige Stärkung…. Deshalb gibt es heute bei uns zum Abendessen wieder mal Winzerschnitten – die gehen schnell und schmecken mindestens genauso gut wie Flammenkuchen, Ziebelewaie oder Chäswaie.

Zur Winzerschnitte gab es ein Gläschen Wein und außerdem haben dazu auch hiesige Trauben probiert – die waren zuckersüß! Absolut köstlich.
Wenn man die Winzerschnitten nach dem Backen in mundgerechte Stücke schneidet, eigenen sie sich auch hervorragend als Fingerfood zum Apéro.



Winzerschnitte


Zutaten
(Für zwei Personen)
• 2-4 Scheiben (je nach Größe) frisches Bauernbrot
• 1 Becher Schmand oder Sauerrahm (200 g)
• etwa 50 g Käse (z. B. Emmentaler oder Comté)
• Salz
• Pfeffer
• 1 mittlere Zwiebel
• 1 Knoblauchzehe
• Speck, gewürfelt oder in dünne Streifen geschnitten
• Gutedel

Zubereitung
Die Zwiebel fein hacken, den Käse reiben. In einer Schüssel den Sauerrahm, Zwiebel und Knoblauch (durch die Presse gedrückt) mischen, den geriebenen Käse unterheben und mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Gutedel abschmecken. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Brotscheiben darauf legen und die Sauerrahm-Masse darauf verteilen. Nach Belieben mit Speckwürfeln (für Vegetarier mit feinen Paprikastreifen) bestreuen und im Ofen bei etwa 200 – 225 °C einige Minuten überbacken, bis der Belag goldbraun ist.


Winzerschnitte / Wingrower’s Bread


Ingredients
(For two people)
2-4 slices (depending on size) of fresh farmer’s bread
200 g sour cream
sone cheese (e.g. Emmental or Comté)/about 50g
Salt
Pepper
1 medium sized onion
1 clove of garlic
diced bacon
Chasselas (white wine)


Preparation
Finely chop the onion, grate the cheese. In a bowl, mix the sour cream, onion and garlic (pressed through a garlic press), fold in the grated cheese and season with salt and pepper and add a dash of Chasselas. Line a baking sheet with baking paper, place the bread slices on it and spread the sour cream mixture on top. Sprinkle to taste with bacon (vegetarians with finely cut red pepper stripes) and bake in the oven at about 200 – 225 °C (392 – 437 °F) for a few minutes until the topping is golden brown.

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Das Hôtel-Dieu in Beaune

Innenhof des Hôtel-Dieu in Beaune

Nach der Stadtführung und einem köstlichen Mittagessen in einer Brasserie , haben wir uns in Beaune das Hôtel-Dieu angesehen.



Das Hôtel-Dieu


Nach dem Hundertjährigen Krieg litten die Menschen in der Region Côte-d’Or unter drückender Armut. Vielen drohte der Hungertod – in der kleinen Stadt Beaune waren fast drei Viertel aller Einwohner davon bedroht, da sie durch die Kriegswirren mittellos geworden waren. Um ihr eigenes Seelenheil bemüht, beschlossen Nicolas Rolin, Kanzler des burgundischen Herzogs Philipp des Guten, und seine Frau Guigone de Salins, hier ein Hospital zu stiften. Es wurde im Jahre 1443 gegründet und bis 1971 als Hospital genutzt.
Heute werden Teile des alten Komplexes als Altersheim genutzt, während der Rest als Museum besichtigt werden kann und einen interessanten Einblick in die Krankenpflege der Frühen Neuzeit gewährt.

Im Eintrittspreis für die Besichtigung (7,50 €) ist ein Audioguide in der gewünschten Sprache enthalten.


Die Fassade zur Straße hin



Ihr eindrucksvollstes Element ist das mit Giebeln, Wetterfahnen und Pinakeln geschmückte mächtige Schieferdach; der gotische Turm in der Mitte hat eine Höhe von 30m.
Sehr originell ist das zierliche Vordach über dem Eingang, dessen drei schiefergedeckte Giebel mit verzierten Pinakeln gekrönt sind. Auf einem der massiven Türflügel befinden sich noch der wunderschöne Klopfer (15. Jhd.) und das kleine vergitterte Fensterchen, durch das der Pförtner schaute, bevor er aufmachte.

Wir mussten aus Sicherheitsgründen – wie überall an touristischen Punkten in Frankreich – erst mal den Inhalt unserer Taschen und Rucksäcke zeigen.
Eine Warntafel am Eingang gibt sogar Anweisungen zum Verhalten im Falle von Terroranschlägen….


Der Innenhof



Die wunderschönen, tief herunterreichenden Dächer mit geometrischen Schmuckmotiven aus bunt glasierten Ziegeln prägen das Bild des malerischen Hofs.
Türmchen, Dachluken und Wetterfahnen beleben ihre farbigen Flächen. Der Fachwerkaufgang im ersten Stock der Gebäude ruht auf einem Säulengang, welcher früher als Kreuzgang diente. Selbst der erst im 17. Jh. errichtete Bau rechts stört die Harmonie der Anlage nicht. Die Gebäude beim Eingang datieren aus dem 19. Jahrhundert. Besonders reizvoll wirkt der steinerne Ziehbrunnen mit schmiedeeisernem Aufbau.



Grand’Salle
(auch Salle des Pôvres genannt)


Dieser weite Raum ist 46 m lang, 14 m breit und 16 m hoch. Seine gewölbte Holzdecke wird von verzierten Querbalken gestützt, die in Drachenmäulern enden. Die Fliesen wurden nach alten Mustern erneuert, die Möbel sind zum Teil antik oder wurden originalgetreu nachgearbeitet.



An hohen Feiertagen waren die 28 Krankenbetten mit kostbaren Wirkteppichen bedeckt – diese sind heute im gleichen Saal wie der Flügelaltar des Rogier van der Weyden ausgestellt. Auch ohne die Teppiche vermitteln die beiden Reihen der mit roten Vorhängen verschließbaren Betten, die alten Truhen und das Zinngeschirr einen bleibenden Eindruck von der für die damalige Zeit außergewöhnlichen karitativen Einrichtung.



Hinten im Saal sieht man einen ergreifenden Christus in Banden (15. Jh.); die überlebensgroße bemalte Figur ist aus einem einzigen Stück Eichenholz geschnitzt. Der unter den Falten hervorlugende Totenkopf gemahnt an die Vergänglichkeit.



An der gegenüberliegenden Stirnseite des Saals befindet sich die Kapelle, in der einst der berühmte Weltgerichtsaltar stand.
Sie war praktisch ein Teil des Saals und die Kranken konnten von ihren Betten aus am Gottesdienst teilnehmen. Das Gitter im spätgotischen Stil und das große Glasgemälde kamen erst bei der Restauration im 19. Jh. hinzu.
In der Kapelle erinnert eine kupferne Grabplatte an die Stifterin Guigone de Salins. Die Vitrinen enthalten eine Sammlung von Kultgegenständen und Gewändern.


Salle Sainte-Anne



Dieser Raum, in den man nur von außen durch die Fenster Einblick hat, war einst mti vier Betten möbliert und adligen Kranken vorbehalten.
Heute stellt er die Wäschekammer dar; lebensgroße Puppen in der bis 1961 üblichen Pflegerinnentracht veranschaulichen die Hausarbeit.


Salle Saint-Hugues



Im 17. Jh. geschaffener Krankensaal, der zum Teil wieder seine ursprüngliche Ausstattung erhalten hat; die Betten sind allerdings aus dem späten 19. Jh.
Die Fresken von Isaac Moillon stellen den hl. Hugo als Bischof und al Kartäusermönch sowie neun Wunder Christi dar.



Salle St. Nicolas



In diesem einst den Sterbenden vorbehaltenen Raum befindet sich heute eine Ausstellung über das Hôtel-Dieu und seine Geschichte sowie die Betreuung der Kranken.
Glasfliesen im Fußboden geben den Blick frei auf die unter diesem Teil des Gebäudes fließende Bouzaise, in die man Abwässer und Abfälle schüttete.



Cuisine
(Küche)



Herzstück der mit Kupfergeschirr und anderen alten Gebrauchsgegenständen ausgestatteten Küche ist der riesige gotische Kamin.



Pharmacie
(Apotheke)



Im ersten Raum steht ein schöner Geschirrschrank, des 18. Jh. mit Zinngeschirr; im getäfelten zweiten Raum sind eine Sammlung alter Apothekengefäße aus mit grünem Dekor geschmückter Fayence (18. Jh.) sowie ein großer Bronzemörser ausgestellt.



Salle Saint-Louis



Hier sind in Tournai hergestellte Bildteppiche mit dem Thema des verlorenen Sohns (frühes 16. Jh.) und eine in Brüssel gewirkte Teppichfolge (Ende 16. Jh) zur Geschichte Jakobs ausgestellt.



Salle du Polyptyque


Postkarten vom Weltgerichtsaltar

In diesem speziell zur Aufnahme dieses Kunstwerks geschaffene Raum ist der berühmte Weltgerichtsaltar/„Jüngstes Gericht”(Polyptyque de Jugement dernier) des Rogier van der Weyden aufgestellt.
Nicolas Rolin gab ihn 1443 für die Kapelle des Großen Krankensaals in Auftrag. Der Altar ist im 19. Jh. gründlich restauriert worden. Damals wurde er auch durchgesägt, um beide Seiten gleichzheitig ausstellen zu können.
Weil man in diesem Raum nicht fotografieren durfte und es ohne Stativ sowieso nichts bringen würde, haben wir uns vor Ort für unser persönliches Fotobuch Postkarten des Altars gekauft (für den Blog abfotografiert)…



Auf dem Mittelfeld ist der richtende Christus dargestellt; er thront in goldenen Wolken auf einem Regenbogen. Ihm zu seiten vier Engel mit den Leidenswerkzeugen.
Zu seinen Füßen erkennt man den hl. Michael mit der Waage, auf der zwei Seelen Platz genommmen haben. Er wird umrahmt von trompetenblasenden Engeln.
Die Jungfrau Maria und Johannes der Täufer erscheinen rechts und links als Fürbitter. Hinter ihnen haben die Apostel und mehrere Würdenträger ihren Platz und bitten um Gnade für die Menschheit.

In der unteren Zone der Gemälde sieht man aus den Gräbern auferstehende Tote: Die Gerechten gehen in Richtung des als goldglänzende Kathedrale versinnbildlichten Paradieses, während sich die Verdammten, weniger aufrercht, dem Höllenfeuer nähern.



An der rechten Wand sind die Seiten aufgehängt, die man früher an Werktagen sah, wenn der Altar zugeklappt blieb. Es sind lebensnahe Portraits von Nicolas Rolin und seiner Frau Guigone, eine Verkündigung und (in Grisaillemalerei) die Heiligen Sebastian und Antonius, die ersten Schutzheilgen des Hospizes.



Der schöne Mille-Fleurs-Teppich aus dem frühen 16. Jh. an der linken Wand hat die Eligius-Legende zum Thema.
Dem Altar gegenüber hängen himbeerrote Teppiche aus dem Besitz der Guigone de Salins mit den Wappen der Gründer, den Initialen G und N, der Devise „Seulle” (einer Huldigung an Guigone als der einzigen Frau im Leben des Kanzlers und dem hl. Antonius.

Und dann mussten wir auch schon wieder weiter, denn wir wollten uns ja noch kulinarischen Souvenirs aus Beaune besorgen……
Wein haben wir aber keinen gekauft – das wäre uns zuviel Schlepperei gewesen. Da vertrauen wir auf die Sonderangebote des nur wenige Kilometer entfernten Supermarkts im benachbarten Elsass.

Apropos – Wein –

Das Hospices de Beaune wird bis heute vor allem durch die Erträge von Weinbergen finanziert, die über die Jahrhunderte durch Erbschaft und Vermächtnisse in den Stiftungsbesitz des Hospizes gelangten. Einmal jährlich während der „Trois Glorieuses“, der Drei glorreichen Tage, findet eine Auktion von Fasswein aus dem Stiftungsbesitz im Hospiz von Beaune statt. Jeder, der als Weinhändler in Frankreich um seine Reputation besorgt ist, wird versuchen, ein Fass zu ersteigern. Die Preise für diese Fässer tragen hierdurch eine Art „Sozialzuschlag“, sie sind jedoch zugleich für den gesamten Weinhandel ein Grobindikator zur Qualität eines Jahrgangs der Burgunder-Weine: Wenn in Beaune hohe Preise bei der Hospiz-Auktion erzielt werden, so wird der gesamte Burgunderwein-Jahrgang teuer. Denn im Vorfeld finden aus den Fässern umfangreiche Verkostungen statt, und aus allen Regionen Frankreichs finden sich die Fachleute ein, den neuen Jahrgang zu bewerten.

Dem Hospiz gehören Lagen in den feinsten Gemarkungen der umliegenden Côte-d’Or. Zum Besitz gehören viele Premier Cru-Lagen und auch einige Grand Cru-Lagen. Die Weine tragen die Namen der jeweiligen Stifter. Besonders bekannt sind die Cuvées „Nicolas Rolin“ und „Guigone de Salins“, jeweils Beaune Premier Cru und Corton „Docteur Peste“. Stiftungen jüngeren Datums sind der Mazis-Chambertin „Cuvée Madeleine Collignon“ und der Clos de la Roche „Cuvée Georges Kriter“. Es wurden zum Teil Auktionspreise bis zu 40.000 Euro für ein Pièce, das ist ein Holzfässchen mit ca. 228 Liter, erzielt, umgerechnet ein Einzelflaschen-Preis von über 250 Euro.

Im Museumsshop werden auch einzelne Flaschen Wein gekauft – für knapp 300 Euro pro Flasche kann man das gute Tröpfchen mit nach Hause nehmen.

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Ein Ausflug ins Burgund: BEAUNE

Hôtel-Dieu in Beaune

Unser Urlaub ist schon wieder zwei Wochen vorbei – es wird Zeit, eimal die Fotos zu sichten und darüber zu berichten.

Unter anderem haben wir einen Ausflug ins Burgund gemacht.
Nach meinem letztjährigen Wanderurlaub mit AVANTI im Burgund, wollten wir uns noch die Stadt Beaune ansehen, die damals ausgelassen wurde – denn es gibt viel zu sehen und für die Besichtigung sollte man schon einen ganzen Tag einplanen.



Beaune ist bekannt für das „Hôtel-Dieu” mit seinen bunt glasierten Terrakottaziegeln, ein ehemaliges Krankenhaus und außerdem für den guten Wein der Côte-d’Or, das gute Essen und den Dijon Senf der Moutarderie Fallot.
Wir waren wieder mit einem Bus von AVANTI-Reisen unterwegs, der restlos ausgebucht war. Da wir Beaune noch nicht kannten, haben wir uns entschieden, die angebotene Stadtführung – zu Fuß – mitzumachen.

Danach haben wir uns in einer Brasserie ein feines dreigängiges Mittagessen mit einem Glas Burgunderwein gegönnt, uns im Anschluss das Hôtel-Dieu genauer angesehen und natürlich haben wir auch Spezialitäten der Region eingekauft.
Für eine Besichtigung der Moutarderie hat es leider nicht gereicht, aber wir waren natürlich im Senf-Shop, der dazugehört und haben uns mit Souvenirs eingedeckt.



Stadtrundgang



Hôtel de Saulx

Im Innenhof des altes Hauses aus dem 16. Jh. (Place Fleury Nr. 13)



Im ruhigen Innenhof des Hôtel de Saulx bekamen wir zunächst einige Informationen über die Geschichte von Beaune.
Am Ort eines keltischen und später römischen Heiligtms hatten die Herzöge von Bugund ihre Residenz, bevor sie nach Dijon übersiedelten.

Im Stadtarchiv wird noch die Originalurkunde bewahrt, in der Herzog Eudes dem Ort 1203 das Stadtrecht verbriefte. Ab dem 15. Jh. errichtete man die noch heute erhaltene Stadtmauer. Nachdem der letze Burgunderherzog Karl der Kühne 1477 gefallen war, wehrte sich Beaune hartnäckig gegen die Annexion durch Ludwig XI. von Frankreich, die erst nach einer 5 Wochen andauernden Belagerung erfolgen konnte.


Hotel Le Cep, 27 Rue Maufoux – 21206 Beaune


Im Hotel Le Cep befindet sich ein Sterne-Restaurant – wer nach Beaune kommt, um zu schlemmen, der kann das hier ausgiebig tun.



Remparts (Stadtmauern)



Die Stadtbefestigung ist gut erhalten. Sie bildet einen 2 km langen Ring um die Altstadt, der allerdings stellenweise durch Privatgrundstücke unterbrochen ist.
Der fast rechteckige Mauergürtel wurde von Ende des 15. bis Mitte des 16. Jh.s errichtet und ist mit mehreren Türmen sowie acht Bastionen (einschl. die doppelte Bastion Saint-Jean), in denen die größten Weingüter heute ihre Keller haben, besetzt.
Gärten, Tennisplätze u. ä. wurden in den Gräben angelegt. Sie beeinträchtigen etwas die Sicht, so dass man die Stadtmauer am besten vom Straßenring aus in Augenschein nimmt.



Maison du Colombier, 2 Rue E. Fraysse
– ein Gebäude aus der Renaissance




Collégiale Notre-Dame



Der Bau der Stiftskirche, einer „Tochter Clunys”, wurde 1120 begonnen. Er ist weitgehend von Saint-Lazare in Autun inspiriert und stellt, trotz der späteren Anbauten, ein schönes Beispiel für die burgundische Romanik dar.
Vor der Fassade liegt eine dreischiffige Vorhalle aus dem 14. Jh.
Als einziger Rest des in der Französischen Revolution zerstörten Skulpturenschmucks sind die Türflügel (15. Jh. ) erhalten.



Wenn man nach links um das Gebäude geht, blickt man auf das schön proportionierte Chorhaupt, an dem die verschiedenen Bauphasen gut zu erkennen sind.
Chorumgang und -kapellen in reiner Romanik, Chor 13. Jh. und Strebewerk 14. Jhd.
Der mit spitzbogigen Fensteröffnungen über Blendarkaden geschmückte Vierungsturm trägt eine glockenförmige, sogenannte welsche Haube mit Laterne (16. Jh. ).



Im Innenraum




Typischer Kellereingang in Beaune
– die Tür muss mindestens so groß sein, dass ein Weinfass reinpasst….



Hôtel de Ville
– Das Rathaus



Das Rathaus ist im ehemaligen Ursulinenkloster (17. Jh. ) untergebracht. Im rechten Flügel befinden sich zwei Museen, das Kunstmuseum und das Musée-Étienne Jules Marey.


Étienne-Jules Marey



Der aus Beaune stammende Arzt und Physiologe Étienne-Jules Marey (1830-1904) begeisterte sich für das Phänomen der Bewegung.
Seit 1869 hatte er einen Lehrstuhl am Collège de France, was ihm seine Forschungsarbeit ermöglichte. Er erfand mehrere medizinische Meßinstrumente, die in dem ihm gewidmeten Museum in Beaune ausgestellt sind, darunter ein Gerät zur Aufzeichung des Pulses und die nach ihm benannte Trommel, die bei Drehung die Illusion des Vogelflugs entstehen lässt.
Durch momentphotographische Serienaufnahmen mit dem Photochronographen wurde er zu einem der Wegbereiter der Kinematographie, die dann bekanntlich von den Brüdern Lumière weiterentwickelt wurde, denen er einen Teil seiner Arbeiten überließ.



Mittagessen in einer Brasserie am Place Carnot



Café Brasserie La Concorde
am Place Carnot


Jambon Persillé

Coq au vin

Boeuf Bourguignon


Nach dem Essen haben wir das Hôtel-Dieu besichtigt und haben uns Souvenirs in der Moutarderie – der Senfmühle besorgt.
Davon berichte ich euch in einem weiteren Blogbeitrag…


Der Innenhof des Hôtel-Dieu in Beaune
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Cicheti wie in Bella Venezia: Kichererbsen-Bällchen mit zweierlei Dips


Ich hatte für den Rote Bete Hummus zu viele Kichererbsen gekocht, nämlich einmal das Grundrezept für 4 Personen, also die doppelte Menge.
Wie gut, dass meine Kochbuchsammlung auch hierfür reichlich Potenzial zur Verwertung der Reste bietet.

Diesmal wurde ich im Buch „Bei den Brunettis zu Gast” – Rezepte von Roberta Pianaro und kulinarische Geschichten von Donna Leon (Diogenes ISBN 978 3 257 06728 6) fündig.
Das Rezept für die Kichererbsenbällchen steht gleich zu Anfang unter der Rubrik Vorspeisen-Antipasti.

Seit Urzeiten gibt es in Venedig die cicheti, kleine Häppchen, bei deren Anblick einem das Wasser im Mund zusammenläuft und die in zahllosen Osterien angeboten wurden, eine Tradition, die schon verlorenzugehen drohte. Doch Gott sei Dank erlebt sie seit einiger Zeit eine Renaissance.
Wenn man heutzutage eine traditionelle Osteria mit Weinausschank betritt, findet man auf dem Tresen eine endlose Reihe von Tellern und Tellerchen mit Köstlichkeiten jeder Art. (…)
Im Angebot ist alles, was der Markt am Rialto und die Phantasie der Köche zu bieten haben: Kraken, sardine in saor, Stachelschenken, Strandkrabben, Heuschreckenkrebse, Fleischbällchen, Milz, nervetti, Petersilienkartoffeln, weiße Bohnen, Omelettes, Artischocken, bovoletti, mit einem Wort: zahllose Zutaten in immer neuen Kombinationen.

Erinnert stark an die spanischen Tapas….

Ich habe als Dip etwas vom restlichen Rote Bete Hummus serviert, einen Curry-Dip (etwas Crème fraîche und Joghurt verrühren, nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Curry würzen) und außerdem Salat. Das hat perfekt gepasst.



Kichererbsenbällchen
Palline di ceci


Zutaten
250 g gekochte Kichererbsen (frisch gekocht oder aus der Dose)
1 Bund glatte Petersilie
1 Teelöffel Backpulver
2 Knoblauchzehen, gepresst
1 Prise Salz
1 Prise schwarzer Pfeffer
1 Prise Cayennpfeffer
4 Esslöffel Paniermehl
1 Ei
1 Esslöffel Olivenöl extravergine
1 Liter hocherhitzbares Rapsöl zum Frittieren

Zubereitung
Kichererbsen aus der Dose in warmem Wasser waschen und gut abtropfen lassen (dieser Schritt entfällt bei frisch gekochten Kichererbsen).
Kichererbsen zusammen mit der glatten Petersilie im Mixer zerkleinern, die Masse in eine Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten, Ei, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Knoblauch, Paniermehl, Backpulver und Olivenöl, zu einem glatten, festen Teig verrühren.
Mit nassen Händen kleine, walnussgroße Bällchen formen.
Frittieröl in einer hochwandigen Pfanne oder Fritteuse erhitzen.
Wenn das Öl heiß ist (es perlt leicht) nach und nach jeweils einige Bällchen hineingeben, ab und zu wenden und knusprig ausbacken.
Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Heiß servieren.



Chickpea Balls
Palline di ceci

Ingredients
250 g cooked chickpeas (freshly cooked or from the can)
1 bunch smooth parsley
1 teaspoon baking powder
2 cloves of garlic, pressed
1 pinch of salt
1 pinch of black pepper
1 pinch of Cayenne pepper
4 tablespoons breadcrumbs
1 egg
1 tablespoon extravergine olive oil
1 litre rapeseed oil suitable for frying

preparation
Wash the chickpeas from the can in warm water and allow to drain well (this step is not necessary for freshly cooked chickpeas).
Purée the chickpeas together with the smooth parsley in a blender then place the mixture in a bowl. Add the remaining ingredients – egg, salt, pepper, cayenne pepper, garlic, breadcrumbs, baking powder and olive oil – and mix to receive a smooth dough.
With wet hands form small, walnut-sized balls of the dough.
Heat frying oil in a high-walled pan or fryer. When the oil is hot add a few balls at a time, turn it occasionally and deep fry until crispy.
Remove and drain on kitchen paper. Serve hot.

I served the chickpea balls with some beetroot hummus, a curry dip (mix some crème fraîche with yogurt and season with salt, pepper and curry at will) and a salad. That was a perfect match.