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Samstagseintopf: Kartoffel-Sellerie-Süppchen mit karamellisierten Maronen und Birne

18. Februar 2017

kartoffelsuppe-sellerie-maronen-birnen


Heute habe ich nur einen klitzekleinen vegetarischen „Samstagseintopf” für euch – ein Kartoffelsüppchen mit Sellerie und einem Topping aus karamellisierten Birnen und Maronen.
Ein Schuss Sherry gibt der profanen Kartoffelsuppe noch den besonderen, aromatischen Kick.

Es ist nämlich Fasnachtszeit im Markgräflerland und da bleibt am Wochenende die Küche der Markgräflerin weitgehend kalt, denn die Abende sind gefüllt mit Fasnachtsveranstaltungen und dort gibt es dann auch etwas zu Essen….


Kartoffel-Sellerie Suppe mit karamellisierten Maronen und Birne


Zutaten
(für 4 Personen)

• 600 g Kartoffeln
• 150 g Sellerieknolle
• 1 Zwiebel
• 80 g Maronen (vakuumverpackt)
• 4 Esslöffel Butter
• 1 Liter Gemüsebrühe
• 150 ml trockener Sherry
• 200 g Sahne
• Salz
• Pfeffer
• 1 Teelöffel Thymianblättchen
• 1 Birne
• 1 Esslöffel Zitronensaft
• 3 Esslöffel Zucker

Zubereitung
Kartoffeln und Sellerie schälen und würfeln. Zwiebeln pellen und würfeln. Maronen grob würfeln.

In einem Topf einen Esslöffel Butter erhitzen. Zwiebelwürfel darin andünsten.
Kartoffeln, Sellerie und die Hälfte der Maronen zugeben, kurz mitdünsten.
Brühe und Sherry dazugeben und 20 Minuten kochen.
Sahne zugießen, kurz aufkochen, dann die Suppe pürieren.
Mit Salz und Pfeffer würzen, Thymianblättchen zugeben.

Für das Topping die Birne in Spalten oder Würfel schneiden, mit dem Zitronensaft beträufeln.
Die restliche Butter mit Zucker in einer Pfanne schmelzen, Maronen darin leicht karamellisieren.
Die Suppe mit karamellisierten Maronen und Birnenwürfeln garnieren und servieren.


Potato and celery soup with caramelised chestnuts and pear topping

Ingredients
(for 4 people)

600 g potatoes
150 g of a celery tuber
1 onion
80 g chestnuts (vacuum packed)
4 tablespoons of butter
1 litre vegetable broth
150 ml dry sherry
200 g cream
salt
pepper
1 teaspoon thyme leaves
1 pear
1 tablespoon of lemon juice
3 tablespoons of sugar

preparation
Peel and dice potatoes and celery. Peel onions and dice. Roughly dice the chestnuts.

Heat a tablespoon of butter in a pan. Fry onions in it.
Add potatoes, celery and half of the chestnuts.
Add vegetable broth and sherry and boil for 20 minutes.
Add cream, briefly boil, then purée the soup.
Season with salt and pepper, add thyme leaves.

For the topping, cut pear in columns or cubes, sprinkle with the lemon juice.
Melt the remaining butter with sugar in a frying pan, lightly caramelize the rest of the chestnuts in it.
To serve, garnish the soup with caramelised chestnuts and pear cubes.

Aus Omas Kochbuch: Eingemachtes Kalbfleisch („Kalbsfrikassee”)

7. Februar 2017

eingemachtes-kalbfleisch-1


Als ich neulich ein Kalbsfrikassee kochen wollte, hatte ich vergessen, Champignons zu kaufen, die man für die klassische Zubereitungsart nach dem berühmten Paul Bocuse braucht.

Auf der Suche nach einem Rezept ohne Pilze habe ich in einem alten badischen Kochbuch ein Rezept für „Eingemachtes Kalbfleisch” gefunden.
Stimmt, dachte ich, das kenne ich noch von früher so – eines der Gerichte, das ich als Kind immer gerne hatte.

Und als wir im vergangenen Oktober in Lyon waren, haben wir in einem Bouchon „Blanquette de veau” gegessen – ebenfalls ein Kalbfleischragout mit heller Sauce, was ähnlich aussah – dort war allerdings Speck mit in der Sauce, dazu gab es Reis und Karottenpüree.


lyon-wochenende-vieux-lyon-bouchons-65Blanquette de veau – in einem Bouchon in Lyon


Für das Kalbsfrikassee aus dem alten badischen Kochbuch gibt es zweierlei Zubereitungsarten – bei der ersten gart man 1 Kilo Kalbsbrust am Stück und verwendet dann die Kochbrühe zur Herstellung der Sauce. Bei der zweiten Zubereitungsart schneidet man das Fleisch in Stücke, blanchiert dies zuerst in kochendem Wasser und dünstet die gesalzenen Fleischstücke dann in Butter an und füllt mit Wasser oder Fleischbrühe auf.
Ich habe mich für erstere Variante entschieden und zur Brühe mit Zwiebel zusätzlich Gemüse – Karotten, Lauch und Sellerie – zugefügt und die Karotten später in Stücke geschnitten und zum Ragout gegeben. Dazu gab es Reis.

Die Zubereitung nach Paul Bocuse möchte ich euch aber auch nicht vorenthalten, deshalb findet ihr untenstehend auch sein Rezept…


eingemachtes-kalbfleisch-2


Eingemachtes Kalbfleisch (Kalbsfrikassee)


Zutaten
(für 4 Personen)

• 1 kg Kalbsbrust (oder Bug)
• 3 Liter Wasser
• Salz
• 1 kleine Zwiebel
• 2 Nelken
• 1 Lorbeerblatt
• 1 kleines Stück Bio Zitronenschale
• 2-3 Karotten
• 1 kleine Lauchstange
• 1 kleines Stück Sellerie
• 1 Sträußchen Petersilie

Für die Sauce
• 50 g Butter
• 80 g Mehl
• 1 Liter Kochhbrühe
• 3-4 Esslöffel trockener Weißwein
• ½ Esslöffel Essig
• 1 Eigelb

• gehackte Petersilie

Zubereitung

In einem großen Topf 3 Liter Wasser mit Salz zum Kochen bringen.
Kalbsbrust kalt abwaschen, dann in das kochende Wasser geben.
Zwiebel schälen und das Lorbeerblatt mit den Nelken daran feststecken und zum Fleisch geben.
Karotten waschen, schälen. Lauch waschen, putzen und in drei Stücke schneiden. Sellerie waschen.
Das Gemüse mit einem Zweig Petersile ebenfalls zum Fleisch geben.
Deckel auflegen und 1 Stunde kochen. Das Fleisch und Karotten aus dem Topf nehmen, etwas abkühlen lassen, dann in mundgerechte Stücke schneiden.
Die Brühe abseihen und davon einen Liter abmessen. Restliche Brühe kann im Kühlschrank aufbewahrt und für eine Suppe verwendet werden.

Die Butter in einem Topf zerlassen, Mehl hinzugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Bei geringer Hitze andünsten, dann unter ständigem Rühren nach und nach die Brühe angießen.
Unter ständigem Rühren aufkochen, dann die Fleischstücke dazugeben und etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce sämig ist. Die Karotten hinzugeben.
Mit Wein und Essig würzen und vom Herd nehmen. Eigelb verquirlen und unterziehen.

Mit Reis anrichten und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.


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 Kalbsfrikassee nach Paul Bocuse


Zutaten
(für 4 Personen)

• 300 g Kalbsbrust
• 300 g Kalbsschulter
• 300 g Kalbshals oder Brustspitz
• Meersalz
• Pfeffer aus der Mühle
• 60 g Butter
• 2-3 Karotten
• 4 kleine Zwiebeln
• 1 Stück Bleichsellerie
• 1 Zweig Thymian
• einige Zweige Petersilie
• 1 Knoblauchzehe
• 1-2 Nelken
• 1 Esslöffel Mehl
• ¼ Liter Weißwein
• ¼-½ Liter Wasser
• 300 g frische Champignons
• 2 Eigelb
• 1 Tasse Crème fraîche
• 2 – 3 Esslöffel gehackte Petersilie

Zubereitung
Das Fleisch in grobe Stücke schneiden, salzen, pfeffern und in der Butter anbraten.
Die geputzten, in Stücke geschnittenen Karotten, die geschälten Zwiebeln und die Gewürze dazugeben und kurz mitdünsten.
Mit dem Mehl bestäuben, mit dem Weißwein ablöschen und mit dem Wasser auffüllen.
Aufkochen lassen, abschäumen, den Topf nicht abdecken und bei mittlerer Hitze 1 Stunde schmoren lassen.
Das Fleisch und das Gemüse herausnehmen und in einen anderen Topf geben, die Sauce durch ein Sieb dazu passieren und die geputzen Champignons unterrühren, nochmals 5 Minuten kochen lassen.
Das Frikassee nochmals pfeffern und vom Feuer nehmen.
Das Eigelb mit der Crème fraîche verrühren und unter das Ragout ziehen.
Anrichten und mit der Petersilie bestreut servieren.


Veal stew (fricassee)

Ingredients
(for 4 people)

1 kg calf’s breast (or bow)
3 litres of water
salt
1 small onion
2 cloves
1 bay leaf
1 small piece of organic lemon peel
2-3 carrots
1 small leeks
1 small piece of celery
1 bouquet of parsley

For the sauce
50 g of butter
80 g flour
1 litre veal broth
3-4 tablespoons of dry white wine
½ tablespoon vinegar
1 egg yolk

Chopped parsley

Preparation

In a large saucepan, bring 3 litres of water to the boil.
Wash the veal with cold water, then give into a pot with boiling salted water.
Peel onion and stick the bay leaf with the cloves to it, then add to the pot.
Wash carrots, peel. Washand clean leek and cut into three pieces. Wash the celery and cut into pieces.
Add the vegetables and a sprig of parsley to the meat.
Cover and cook for 1 hour. Remove the meat and carrots from the pot, allow to cool slightly, then cut into bite-sized pieces.
Strain the stock and measure one litre. Any remaining broth can be stored in the refrigerator and used for the preparation of soup.

Melt butter in a pan, add flour and mix with a whisk. Stir over low heat, then gradually add the broth while stirring constantly.
Bring to the boil while stirring, then add the pieces of meat and simmer for about 5 minutes until the sauce is smooth. Add the carrots.
Season with wine and vinegar and remove from heat. Mix in the egg yolk.

Serve with rice and sprinkle with chopped parsley.

Diffrent way of preparation:

Veal fricassee
according to Paul Bocuse

Ingredients
(for 4 people)

300 g calf’s breast
300 g of calf’s shoulder
300 g of calf’s neck or breastspun
sea-salt
pepper from the grinder
60 g of butter
2-3 carrots
4 small onions
1 piece of celery
1 branch of thyme
Some twigs of parsley
1 clove of garlic
1-2 cloves
1 tablespoon flour
¼ litre of white wine
¼-½ litre of water
300 g fresh mushrooms
2 egg yolks
1 cup crème fraîche (150 – 200g)
2 – 3 tablespoons chopped parsley

Preparation
Cut the veal into coarse pieces, salt, pepper and fry in melted butter.
Add peeled and chopped carrots, onions and the spices, and sauté briefly.
Sprinkle with flour, mix with white wine and top up with the water.
Bring to the boil, skim. Do not cover the saucepan and cook over medium heat for 1 hour.
Remove the meat and the vegetables and place in another pot, pass the sauce through a sieve and stir in the cleaned mushrooms, cook again for 5 minutes.
Pepper fricassee again and remove from the heat.
Stir in egg yolk and crème fraîche. Serve sprinklerd with chopped parsley.

Süßer Brei – Teil 3: Hirsepudding mit Blutorange-Mango Kompott

24. Januar 2017

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Heute habe ich ein feines Superfood-Dessert auf dem Teller das den Beweis liefert, dass gesund auch supergut schmecken kann!

Hirse ist eines der ältesten bekannten Getreidesorten – ein Spelzgetreide, das zur Familie der Süßgräser (Poaceae) gehört.
Der Name Hirse kommt aus dem Altgermanischen (ahd. hirsa neben hirsi und hirso) und ist von einem indogermanischen Wort für „Sättigung, Nährung, Nahrhaftigkeit“ abgeleitet.
Bereits vor 8000 Jahren hat man daraus ein ungesäuertes Fladenbrot hergestellt.
In China wird Rispenhirse seit mindestens 4000 Jahren landwirtschaftlich genutzt. Die Rispenhirse oder Echte Hirse (Panicum miliaceum) wurde früher auch in Europa als Nahrungsmittel angebaut.

Die beiden ältesten Funde von Rispenhirse in Deutschland (Nähe Leipzig und Kreis Hadersleben) stammen aus der Zeit um 5500–4900 v. Chr..

Im Altertum und Mittelalter zählten die unterschiedlichen Hirsearten zum meistangebauten Getreide. Durch Ausgrabungen in Mittel- und Norddeutschland ist ebenso der Hirseanbau in der vorrömischen Eisenzeit (Hallstatt- und Latènezeit) sowie der römischen Zeit (1.–3. Jahrhundert n. Chr.) belegt.
Gästen des Hunnenkönigs Attila (5. Jhd.) wurde ausschließlich Hirse gereicht. Um die Gesundheit und Kraft zu stärken, empfahl der griechische Philosoph Pythagoras (6. Jhd.) die Hirse und er lag dabei goldrichtig:

Die Hirse ist sehr mineralstoffreich. Sie enthält Fluor, Schwefel, Phosphor, Magnesium, Kalium und, im Vergleich zu anderen Getreiden, sind besonders viel Silizium (Kieselsäure), Eisen und Vitamin B6 enthalten. Ist also nicht nur sättigen und gesund, sondern sorgt für starke Nerven, eine schöne Haut, schönes Haar und feste Fingernägel.

Und sogar in einem Märchen kommt die Hirse vor. Im bekannten Märchen der Gebrüder Grimm mit dem Topf der nicht aufhören will,  „Süßen Brei” zu kochen, handelt es sich um Hirsebrei.

In der frühen Neuzeit wurde Hirse in Europa durch die Einfuhr von Kartoffel und Mais fast völlig verdrängt.
Inzwischen hat man ihren Wert wiederentdeckt, man findet sie immer öfter im Handel – üblicherweise findet man dort die von Schalen befreite Hirse („Goldhirse“).
Hirse ist übrigens ein glutenfreies Getreide und kommt auch oft in glutenfreien Produkten vor. So wird zum Beispiel glutenfreies Bier mit Hirsemalz hergestellt.


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Hirsepudding


Zutaten
(4 Portionen)

• 200 g Hirse
• 600 g Milch
• 4 Esslöffel Zucker
• gemahlene Vanille

Zubereitung

Hirse in ein feines Sieb geben und mit heißem Wasser abbrausen, dann kalt abspülen.
In einem Topf Milch mit Zucker und etwas gemahlener Vanille aufkochen. Die Hirse hinzufügen und unter Rühren aufkochen.
Die Hitze etwas reduzieren und auf kleiner Flamme etwa 15 Minuten köcheln lassen.
Zwischendurch umrühren.
In kalt ausgespülte Puddingförmchen füllen, etwas abkühlen lassen. Dann zugedeckt im Kühlschrank vollständig auskühlen und fest werden lassen.
Mit Kompott servieren z. B. Heidelbeer- oder Sauerkirschkompott, Blutorange-Mango-Kompott. Gut passt auch eingekochtes Obst, wie Pfirsiche oder Aprikosen.

Für das Blutorange-Mango Kompott 2-3 Blutorangen mit einem Messer schälen, so dass die weiße Haut entfernt wird, dabei den Saft auffangen.
Das Fruchtfleisch zusammen mit dem Saft in einen Topf geben.
1 Mango schälen, das Fruchtfleisch würfeln und zu den Orangenstücken geben. Wenig Zucker dazugeben und erhitzen.
1 Teelöffel Kartoffelmehl/Speisestärke mit wenig kaltem Wasser verrühren und ebenfalls in den Topf geben.
Kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen und kalt werden lassen.


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Millet pudding

Ingredients
(Serves 4)

200 g millet
600 g milk
4 tablespoons sugar
Ground vanilla

Preparation

Place millet in a fine sieve and first rinse with hot water, then rinse cold.
In a pot, heat milk together with sugar and some ground vanilla. Add the millet and bring to a boil while stirring.
Reduce the heat and simmer over low heat for about 15 minutes. Stir from time to time.

Pour into cold rinsed pudding moulds, allow to cool a bit. Then cover and leave to cool completely in the fridge.
Serve with compote, for example, blueberry or sour cherry compote, blood orange mango compote (see below) – or just serve it with canned fruit, like peaches or apricots.

For the blood-orange and mango compote:
Peel 2-3 blood-oranges with a knife so that the white skin is removed completely. Collect the juice.
Cut the pulp into bite-sized pieces and put in a saucepan, together with the juice.
Peel 1 mango, dice the pulp and add to the orange pieces. Add a little sugar and heat.
Mix 1 teaspoon of potato flour / cornstarch with a little cold water and add to the pot.
Bring to a boil, remove from the heat and let cool.

Samstagseintopf: Scharfes Kartoffelgulasch mit Schinken

21. Januar 2017

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So langsam beginnt wieder die närrische fünfte Jahreszeit.
Der Markgräfler und die Markgräflerin waren gestern schon bei der ersten abendlichen Fasnachtsveranstaltung.

So um Mitternacht hat man meistens noch einmal Gelüste auf einen deftigen Eintopf.
Den kann man sehr gut vorbereiten und braucht ihn dann nur noch aufzuwärmen – und aufgewärmter Eintopf schmeckt – wie ihr wohl alle wisst – doppelt so gut!

Wer mag, kann das Kartoffelgulasch zum Servieren mit Schmand garnieren  – ich habe das weggelassen.
Als Fleischeinlage kann man statt Schinken auch in Scheibchen geschnittene Wienerle, Debrecziner oder Kasselerwürfel verwenden – gebratene Fleischblällchen (erst zum Servieren hinzufügen) könnte ich mir auch gut vorstellen.
Wer es vegetarisch mag, lässt die Fleischeinlage weg und fügt zum Servieren eine Handvoll geröstete und scharf gewürzte Erdnüsse (Snackartikel) hinzu.


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Scharfes Kartoffelgulasch mit Schinken


Zutaten
(für 4 Personen)

• 800 g Kartoffeln
• 4 Zwiebeln
• 4 rote Paprikaschoten
• 5 Esslöffel Butterschmalz
• 2 Teelöffel Rosenpaprikapulver, scharf
• 1 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
• 100 g Tomatenmark
• 500 g Schinkenstreifen oder Würfel
1 ¼ Liter = 1.250 ml Gemüsebrühe
• Salz
• Pfeffer
• Schmand für die Garnitur – nach Belieben

Zubereitung
Die Kartoffeln schälen, waschen und würfeln. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Die Paprikaschoten waschen, das Kerngehäuse entfernen und die Schoten in ca. 1 cm breite Schnitze schneiden.
Das Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen. Beide Paprikapulver sowie Tomatenmark hinzugeben und gut verrühren. Kartoffeln und Zwiebeln hinzufügen und so lange verrühren bis die Paprikapulvermischung gut verteilt ist. Das Ganze etwa 5 Minuten bei mäßiger Hitze und unter Rühren schmoren lassen.
Darauf achten, dass das Paprikapulver auf keinen Fall anbrennt.
Dann die Paprikaschoten, den Schinken und die Gemüsebrühe in den Topf geben. Das Ganze gut vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und im geschlossenen Topf 1 Stunde bei kleiner Hitze garen lassen.
Zum Servieren nach Belieben mit 1 Esslöffel Schmand je Teller garnieren.


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Hot potato goulash with ham

Ingredients
(Serves 4)

800 g potatoes
4 onions
4 red bell peppers
5 tablespoons ghee
2 teaspoons hot paprika powder
1 teaspoon sweet paprika powder
100 g tomato paste
500 g ham, cut into strips or cubes
1 ¼ litres = 1,250 ml vegetable broth
Salt
Pepper
Sour cream for the garnish – at will

Preparation
Peel, wash, and dice the potatoes. Peel onions and cut into rings. Wash peppers, remove core and cut the pods into about 1 cm wide slices.
Heat ghee in a large pot. Add both paprika powders and tomato paste and mix well. Add the potatoes and onions and mix until the paprika powder is well mixed.
Let boil for about 5 minutes at moderate heat while stirring. Be careful not to burn the paprika powder.
Then add peppers, ham and vegetable broth into the pot. Mix well, season with salt and pepper and leave to cook for 1 hour over low heat.
To serve, fill into soup bowls or plates and garnish to taste with 1 tablespoon of sour cream per plate.

For vegetarians
Leave out ham and serve with some hot spiced and roasted peanuts

Blogstatistik – Das war das Jahr 2016 von „Lebensart im Markgräflerland”

14. Januar 2017

blogstatistik-lebensart-im-markgraeflerland-2016


In den vergangenen Jahren haben die WordPress-Statistik-Elfen immer einen Jahresrückblick erstellt, den man nur noch teilen musste.

Für das Jahr 2016 war das nicht der Fall, und so habe ich fast vergessen, meine Blogstatistik genauer anzusehen.
Die halbe Million Klicks habe ich dieses Jahr zwar nicht geschafft, aber wie in den vergangenen Jahren gab es wieder eine enorme Steigerung sowohl bei den Aufrufen als auch bei den Besucherzahlen:


484.721 Klicks
293.782 Besucher


Folgende 10 Beiträge wurden 2016 am häufigsten aufgerufen:


Home page / Archives 165.465
Neu im Kühlregal:
Skyr von Lidl
34.220
Für den Grillabend:
Orientalischer Couscous-Salat mit Minze
30.256
Zitronenmelisse Sirup 6.747
Maronenkuchen nach Hildegard von Bingen
(glutenfrei)
5.098
Niedrigtemperatur-Garen:
Zartes, saftiges Schweinefilet
mit Champingnons und Spätzle
3.503
Fliederblüten Sirup 3.333
Bella Italia – Venezia –
Wie man Radicchio (di Treviso) serviert
3.235
Mango Lassi – Schönheitsdrink oder:
Indisch für Anfänger (2)
3.024
Meine Nachbarin kann –
Pasta mit Vulkanspargel
2.460
Kornelkirschen Marmelade 2.388


Die 10 beliebtesten der 195 im  Jahr 2016 veröffentlichten Beiträge waren folgende:

Ein Foto aus einem Beitrag über die Kirschblüte im Eggenertal (April 2016)

8.948 Aufrufe


Kirschbluete 2016 04_22_28


1. Alkoholfreier Aperitif mit Sanbitter und Bitter Lemon (Januar 2016)

340 Aufrufe


Sanbitte_Lemon 037


2. Tessiner Brottorte nach Betty Bossi (Mai 2016)

303 Aufrufe


Torta di Pane Betty Bossi 3


3. New York Eggnog Muffins – Eierlikör Muffins (März 2016)

290 Aufrufe


Eggnogg Muffins 7


4. Mallorquinischer Mandelkuchen (März 2016)

240 Aufrufe


Mallorquinischer Mandelkuchen 3


5. Rhabarberkuchen mit Marzipan Amaretto, Mandeln und Baiserhaube (Mai 2016)

233 Aufrufe


Rhabarberkuchen Marzipan 3


6. Weißwurst Brezn Rollen (September 2016)

225 Aufrufe


weisswurstrollen-8


7. Saftiger Schoko-Nuss-Kuchen, glutenfrei (Januar 2016)

208 Aufrufe


Schoko Haselnusstorte glutenfrei 2


8. Versunkener Rhabarberkuchen mit Lavendel (Mai 2016)

187 Aufrufe


Versunkener Rhabarberkuchen 7


9. Blätterteigschnecken pikant – comme une tarte flambée (Juni 2016)

184 Aufrufe


Tarte flambee Blätterteigschnecken 1


10. Paté Lorrain (August 2016)

183 Aufrufe


 Sommer 2016 Urlaub 115 Pate Lorrain


Vielen Dank an euch alle!

Eure Markgräflerin

Samstagseintopf: Kürbissuppe nach Paul Bocuse

7. Januar 2017

kuerbissuppe-paul-bocuse-3


Heute gibt es endlich mal wieder einen Samstagseintopf!

Vom vergangenen Herbst hatte ich noch einen kleinen Muskatkürbis eingelagert, der jetzt unbedingt verarbeitet werden musste, bevor er noch matschig und unbrauchbar wird.
Den Kürbis hatte ich an einem sonnigen Oktobertag auf dem Hof der Familie Scheidereiter geholt.


kuerbisse-scheidereiter-2016_1


Ein „kleiner” Muskatkürbis bringt doch so ein paar Kilos auf die Waage – ich habe das übrige Fruchtfleisch (geschält, und von Kernen und Fasern befreit) in Würfel geschnitten und in Portionen von 500 Gramm in Gefrierbeutel gepackt und eingefroren. So hält sich der Kürbis etwa 10-12 Monate….
Das Rezept habe ich aus einem Kochbüchlein von Paul Bocuse Die reichhaltige Suppe ist wunderbar cremig und wärmt an kalten Wintertagen, wie wir sie derzeit haben.


kuerbissuppe-paul-bocuse-1


Muskatkürbis Suppe nach Paul Bocuse


Zutaten
(für 4 Personen)

• 2 kleine Stangen Lauch
• 60 g Butter
• 500 g Kürbisfleisch (Muskatkürbis)
• 300 g mehligkochende Kartoffeln
• ¼ Liter = 250 ml Milch
• ¼ Liter = 250 ml Wasser
• Meersalz
• Pfeffer aus der Mühle
• 1 Tasse Crème fraîche (150-200g)

Zubereitung
Den Lauch putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden.  Die Kartoffeln schälen.
In einem großen, hohen Topf die Butter erhitzen und den Lauch darin glasig dünsten.
Das Kürbisfleisch und die geschälten Kartoffeln in kleine Würfel schneiden und zum Lauch geben.
Mit Milch und Wasser auffüllen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Bei mittlerer Hitze 30 Minuten kochen lassen.
Die Suppe mit einem Schneebesen oder Handmixer grob pürieren. Die Crème fraîche unterziehen und heiß servieren.


 kuerbissuppe-paul-bocuse-2


Pumpkin soup
(according to Paul Bocuse)

ingredients
(for 4 people)

2 small leeks
60 g butter
500 g pumpkin (Muscat)
300 g floury potatoes
¼ litre = 250 ml milk
¼ litre = 250 ml water
sea-salt
pepper from the grinder
1 cup of crème fraîche (150-200g)

Preparation
Clean the leeks, wash and cut into thin rings. Peel the potatoes.
Heat the butter in a large, high pot and fry the leeks until glassy.
Cut the pumpkin flesh and the peeled potatoes into small cubes and add to the leeks.
Fill with milk and water, season with salt and pepper.
Cook over medium heat for 30 minutes.
Puree the soup with a whisk or a hand blender. Stir in crème fraîche and serve hot.


kuerbisse-scheidereiter-2016_2

Zierkürbisse auf dem Hof der Familie Scheidereiter, Siedlung im Stein, Neuenburg am Rhein


Hier sind noch ein paar Kürbisbilder, die ich auf dem Hof der Familie Scheidereiter gemacht habe (genauere Beschreibung und Verwendung der verschiedenen Kürbissorten)- here are some photos of the place where I got the pumpkin from last autumn.


kuerbisse-scheidereiter-2016_3

Grünkohl Salat mit Erbsen und Möhren

6. Januar 2017

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Ich hatte euch doch noch das Rezept für den Grünkohlsalat versprochen, den es als Vorspeise zum Bœuf Stroganoff gab.
Grün und Orange – das sieht auf dem Teller nach Frühling aus und genauso frisch kommt dieser Salat daher – nur die Erbsen werden kurz gekocht, der Rest bleibt roh und somit bleiben auch die gesunden Inhaltstoffe enthalten:


Gruenkohl 1


Grünkohl ist äußerst mineralstoff- und vitaminreich. Er bekommt sein herb-süßes Aroma erst durch Frosteinwirkung, durch die sich die im Kohl enthaltene Särke in Zucker uumwandelt
– ein klassisches Winter-Blattgemüse, das von November bis März auf dem Markt ist.

Nährstoffe: Reich an Eiweiß, Ballaststoffen, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Jod, Vitaminen A, E, B2, B6, Folsäure und C.
Außerdem enthält Grünkohl noch Fett, Kohlenhydrate, Natrium, Fluor und Vitamin B1

Geballte Vitalstoffpower und obendrein auch noch lecker. Der Markgräfler sah anfangs ein wenig skeptisch aus. Aber nach der ersten Teller Salat hat er sich noch einen Nachschlag von der leckeren Vorspeise genommen – die Markgräflerin sowieso 😉


cale-salad-2


Grünkohl-Salat mit Erbsen und Möhren


Zutaten
(für 4 Personen)
• 250 g grüne TK-Erbsen
• 200 g Grün-, Feder- oder Palmkohl
• 250 g geputzte Möhren
• 2 ½ Esslöffel kalt gepresstes Olivenöl
• fein abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone
• 4 Teelöffel frisch gepressster Zitronensaft
• 4 Teelöffel Apfelcidre-Essig oder Apfelbalsam Essig (z. B. vom Duttenhoferschen Apfelgut)
• 2 Teelöffel dunkler Rohrzucker
• eine Prise Cayennepfeffer
• frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
• Meersalz

Zubereitung
Die TK-Erbsen in wenig Wasser kurz aufkochen, vom Herd nehmen und beiseite stellen. 2 Esslöffel Erbsenkochwasser abnehmen, die Erbsen in ein Sieb abschütten.
Den Grünkohl in sehr feine Streifen schneiden und in eine große Schüssel geben.
Die Möhren mit einem Gemüsehobel in hauchdünne Scheiben schneiden und mit dem Grünkohl, 2 Esslöffeln Erbsenkochwasser und den übrigen Zutaten – außer den Erbsen –  und vermischen.
Mit Meersalz und schwarzem Pfeffer würzen.
Die noch warmen Erbsen dazugeben und den Salat vor dem Servieren mindestens 30 Minuten duchziehen lassen.


Weitere Rezepte mit Grünkohl/
More recipes with cale:


Palmkohlchips 4Palmkohlchips / Cale Chips

Gruenkohl 3Grünkohl Pesto mit Walnüssen / Cale Pesto with Walnuts (vegan)


Cale salad with peas and carrots

Ingredients
(for 4 people)
250 g frozen green peas
200 g cale
250 g carrots, washed and peeled
2 ½ tablespoons virgin olive oil
 Zest of 1 organic lemon, finely grated
4 teaspoons freshly squeezed lemon juice
4 teaspoons apple cider vinegar
2 teaspoons dark cane sugar
A pinch of cayenne pepper
freshly ground black pepper
Sea-salt


Preparation
In a pot with little water, bring the frozen peas to a boil, remove from the heat and set aside. Take off 2 tablespoons from the pea water and drain the peas through a sieve.
Cut the green cabbage into very fine strips and place in a large bowl.

Cut the carrots into very thin slices using a vegetable slicer. Then mix with cale, 2 tablespoons of pea water and the other ingredients – except the peas.
Season with sea salt and black pepper.
Add the warm peas and leave the salad to rest for at least 30 minutes before serving.

Weihnachtlicher Samstagseintopf: Meerrettich-Cremesuppe

24. Dezember 2016

meerrettich-cremesuppe-1


Heute ist ja Heiligabend – aber trotzdem gibt es einen Samstagseintopf, den man auch als Vorspeise eines festlichen Menüs verwenden kann – ein cremiges Meerrettichsüppchen.
Frischer Meerrettich ist sehr gesund, fördert die Verdauung und ist ein wirksames Mittel bei Erkältungen.


Meerrettich (Jahrmarkt Müllheim)

Meerrettich (ein altes Bild vom Jahrmarkt Müllheim)


Meerrettich (Englisch: horseradish – Französisch: cranson de Bretagne, raifort –  Italienisch: rafano – Spanisch: rábano picante)
gilt schon seit dem Mittelalter (Hildegard von Bingen) wegen seiner zahlreich wirkenden Inhaltsstoffe als Heilpflanze. Er ist reich an Kohlenhydraten, Proteinen, Mineralien und Vitaminen, wirkt kreislauffördernd und regt die Magensäfte an. So enthält er auch das natürliche Antibiotikum Allyl-Isothiocyanat, welches gegen Viren, Bakterien und Pilze wirkt. Er kann daher vorbeugend gegen grippale Infekte angewendet werden. Sein Vitamin-C-Gehalt ist höher als der von Zitronen und Orangen!

Schon beim Reiben steigt das scharfe Aroma in die Nase und bringt so die Augen zum tränen.
Man sagt, dass der Türkenlouis (Markgraf Wilhelm von Baden) den Meerrettich, der ein Kreuzblütler ist, von einem seiner Kreuzzüge aus Ungarn nach Baden brachte und Bauern diesen aus dem markgräfliche Garten entwendet und in Verbreitung gebracht haben sollen.

Heutiges Hauptanbaugebiet ist das badische Urloffen. Meerrettich wird von Ende September bis April frisch auf den Märkten angeboten.
Man sollte immer nur so viel Meerrettich reiben, wie man gerade braucht. Den Rest der (ungeschälten) Wurzel kann man in Papier eingewickelt im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.


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Meerrettich-Cremesuppe


Zutaten
(für 4 Personen)

• ½ – 1 Stange frischer Meerrettich
• 1 Teelöffel Zitronensaft
• 40 g Butter
• 30-35 g Mehl
• ½ Liter =  500 ml Fleischbrühe
• ½ Liter =  500 ml Milch
• Salz
• Pfeffer, frisch gemahlen
• 1 Prise Zucker
• 75 g geräucherter, durchwachsener Speck
• 1 Scheibe Toastbrot
• 125 ml Sahne
• Petersilie für die Garnitur

Zubereitung

Den Meerrettich schaben oder mit einem Sparschäler dünn schälen, waschen, abtrocknen und auf der Rohkostreibe fein raspeln. Dabei die Meerrettichstange immer senkrecht halten.
Die Meerrettichraspel mit dem Zitronensaft mischen, damit sie nicht dunkel werden.

Die Butter in einem großen Topf zerlassen, das Mehl dazugeben und unter ständigem Umrühren hellgelb anbraten.
Nach und nach die Fleischbrühe und die Milch dazugießen und unter Rühren zum Kochen bringen.
Die Flüssigkeit bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren 10 Minuten leicht kochen lassen.
Von den Meerrettichraspeln nach und nach so viel in die heiße Flüssigkeit rühren, dass sie angenehm scharf schmeckt.

Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und eventuell noch weiteren Meerrettich hineingeben. Die Suppe dann vom Herd nehmen und zugedeckt warm halten.

Den Speck in sehr kleine Würfel schneiden. Das Toastbrot ebenfalls kleinwürfeln.
Den Speck in einer Pfanne knusprig braun ausbraten und die Brotwürfel im Speckfett ebenfalls knusprig braun braten.

Die Sahne unter die Suppe rühren und diese noch einmal erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen.
Die Suppe anrichten und mit Speck- und Brotwürfeln bestreut servieren, mit Petersilie garnieren.


Horseradish (German: Meerrettich – French: cranson de Bretagne, raifort – Italian: rafano – Spanish: rábano picante)
has been regarded as a healing plant since the middle Ages (Hildegard von Bingen) because of its numerous active ingredients: It is rich in carbohydrates, proteins, minerals and vitamins, has a circulatory effect and stimulates the gastric juices. It also contains the natural antibiotic allyl isothiocyanate, which acts against viruses, bacteria and fungi. It can therefore be used preventively against influenza infections. Its vitamin C content is higher than that of lemons and oranges!

Creamy Horseradish Soup

ingredients
(for 4 people)

½ – 1 rod fresh horseradish
1 teaspoon lemon juice
40 g butter
30-35 g flour
½ litre = 500 ml beef broth
½ litre = 500 ml milk
Salt
freshly ground pepper
1 pinch of sugar
75 g smoked, roasted bacon
1 slice of bread
125 ml cream
Parsley for the garnish

Preparation

Scratch the horseradish with a knife or thinly peel it with a vegetable peeler. Wash, dry and grate finely while constantly holding the horseradish rod vertical.
Mix the grated horseradish with lemon juice to prevent it from getting dark.

Dissolve the butter in a large saucepan, add the flour and fry until light yellow while stirring constantly.
Gradually add beef broth and milk and bring to a boil while stirring. Allow the liquid to boil for 10 minutes over low heat while stirring gently.
Gradually add some of the grated horseradish and stir into the hot liquid so that it tastes pleasantly sharp.

Season the soup with salt, pepper and sugar and add some more horseradish if needed. Then take the soup from the heat and keep warm.

Cut the bacon into very small cubes. Then cut the bread into small cubes as well.
Fry the bacon in a pan until crispy brown. Then fry the breadcrumbs in the fat of the bacon, until crisp and slighly browned.

Stir cream into  the soup and heat again, but do not boil.
Serve the soup garnished with bacon, bread cubes and parsley.

Vieux Lyon und die Bouchons

21. Dezember 2016

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Und nun kommen wir zum letzten Teil meines Lyon Reiseberichts.
Wir wollten zum Abschluss noch in einem typischen Bouchon zum Mittagessen gehen.
Die höchste Bouchon-Dichte findet man in Vieux Lyon, unterhalb des Fourvière Hügels.
Das Label „Bouchons Lyonnais” wurde von der Industrie- und Handelskammer Lyon in Zusammenarbeit mit den Restaurants „Bouchons Lyonnais“ kreiert – die Kasperpuppe „Gnafron”ziert das Logo des Zusammenschlusses der „Bouchons authentiques”.

Unter dem Label haben sich 23 Bouchons organisiert,  die für ein ursprüngliches, authentisches Erlebnis und Qualität garantieren.


Was ist ein Bouchon?


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Wörtlich übersetzt heißt Bouchon Korken –  und früher hing dort, wo es Wein und Essen gab, ein Korken draußen vor der Tür und daher kommt wohl der Name dieser Restaurants.
Viele Wirte erzählen aber auch, dass der Name Bouchon eher von „bouchonner” (mit Stroh abreiben) kommt, weil die Pferde hier trockengerieben wurden, während die Kutscher speisten und tranken. Es gibt auch die Variante, dass Korken und Stroh über der Tür hingen oder auf einem Schild abgebildet waren, wenn man in einer Kneipe oder Herberge Wein trinken konnte.

Auf jeden Fall geht es in den Bouchons immer noch laut und lustig zu, ein wenig wie in einem Brauhaus. Und es wird natürlich nicht nur der in Lyon berühmte Beaujolais (Rotwein) ausgeschenkt, sondern auch Bier – welches aber meist aus Belgien stammt.


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Die Bouchons sind meist rustikal eingerichtet und an ihren rot-weiß karierten Tischdecken zu erkennen. Die Küche geht auf alte Rezepte aus dem 19. Jahrhundert zurück, denn sie führen die Tradition der deftigen, aber dennoch feinen Küche der Mères Lyonnaises fort.


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Lyons Küche hat den Mères Lyonnaises – den Mamans (Mütter) der Lyoner Küche viel zu verdanken.
Die Mamans der hiesigen Küche bilden sozusagen die Wurzel des Stammbaums, der sich später in Bouchon-Küche und Haute Cuisine verzweigt.
Sie waren einst die Köchinnen reicher bürgerlicher und adeliger Familien, die im Zuge des wirtschaftlchen Abschwungs nach dem Krieg von 1870/1871 ihre Anstellungen verloren.
Um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern, begannen Sie nach und nach kleine Gaststuben zu eröffnen und bekochten dort Handwerkergesellen, Seidenweber und Fabrikarbeiter – sie taten das, was sie gelernt hatten und am besten konnten – Kochen nach den feinen Rezepten für ihre einstige Herrschaft – mit dem Unterschied, dass es in solchen Zeiten der Not wesentlich rustikaler zuging.
Lyons Mères wussten aus den wenigen Zutaten, die zur Verfügung standen, das beste zu machen. Und so wurden auch Innereien und zähe Fleischstücke verwendet und in köstliche Gerichte verwandelt. Als die Zeiten wieder besser wurden, gab es auch wieder hochwertigere Zutaten.
Mère Filloux wurde zum Beispiel durch ihre Poularde mit Trüffelscheiben unter der Haut („vollaile demi-deuil“ = Geflügel in Halbtrauer) berühmt. Dieses Gericht findet man noch heute bei Paul Bocuse auf der Speisekarte. Bocuse lernte übrigens sein „Handwerk” bei Mére Eugénie Brazier, einer ehemaligen Gehilfin von Mère Filloux, die später als erste Frau Frankreichs drei Michelin Sterne für ihr Restaurant bekam.
Heute werden nur noch wenige der Restaurants von Frauen geführt – das Kochen ist mittlerweile zur Männerdomäne geworden.

Wer tiefer in das Thema eintauchen möchte, dem dem empfehle ich den Krimi „Ein Soufflé zum Sterben” von Noël Balen und Vanessa Barrot, in dem nebenbei auch die klassischen Gerichte der Küche Lyons beschrieben werden. Köstlich und spannend zugleich!


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Vor dem Essen sind wir noch ein wenig durch die Gassen von Vieux Lyon geschlendert…
In der Rue Juiverie, einer mittelalterlichen Gasse, findet man einige der ältesten Häuser Lyons aus dem 13. und 14. Jahrhundert im Renaissance Stil.


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Wir waren noch etwas früh dran – einige der Bouchons öffnen erst später, aber ich hatte Glück und durfte in ein paar Bouchons hineinspähen….
Zwei der Wirte machten mir sogar noch die Tür auf, damit ich schnell ein Foto machen kann.


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In einigen der Bouchons trifft man auf die Puppen Guignol und Gnafron.
Guignol ist eine typische Figur Lyons, die die Kleidung eines Seidenwebers (Canut) trägt.
Die Seidenraupen-Zucht wurde in Lyon früher im großen Stil betrieben. Aus der Seide wurden edle Stoffe hergestellt. Es gibt auch ein Museum und mehrere Ateliers, wo man alte Webstühle sehen und alles über die Seidenproduktion erfahren kann.



Wir haben bei unserem ersten Besuch in Lyon vor 6 Jahren schon einmal ein Atelier besichtigt….


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Guignol und Gnafron


Guignol ist der komische Held des französischen Puppenspiels. Er entspricht dem deutschen Kasper. Sein Name ging auf die Vorführungsorte der entsprechenden Schauspiele über (Le Guignol), die irreführenderweise gelegentlich auch als Marionettentheater bezeichnet werden.

Die Handpuppe Guignol wurde zwischen 1810 und 1812 vom beschäftigungslosen Arbeiter Laurent Mourguet in Lyon geschaffen und soll seine eigenen Gesichtszüge tragen. Guignols treuer Freund ist Gnafron (nach Laurents Freund benannt), sein Widersacher der Gendarm Flageolet.

Lyon wurde durch ihn zur französischen Hauptstadt des Puppentheaters.

Schnell fand das „Phänomen“ Guignol Aufnahme in Paris. Ab 1836 feierte er in dem ältesten noch bestehenden Pariser Guignol-Theater in den Gärten der Champs-Elysées seine ersten großen Erfolge. Weitere Puppentheater entstanden unter anderem im Parc des Buttes-Chaumont (Guignol Anatole seit 1892) und Parc Montsouris, im Jardin du Luxembourg, auf dem Champ-de-Mars beim Eiffelturm sowie im „Jardin d’Acclimatation“ (Bois de Boulogne) und im „Parc Floral“ (Bois de Vincennes). Mit jährlich bis zu 150.000 Besuchern (Guignol du Jardin d’Acclimatation) zählen sie zu den beliebtesten Ausflugszielen der Pariser Kinder und ihrer Familien.

Quelle: Wikipedia



Mittagessen im Bouchon Le Un, Deux, Trois


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In Lyon ist es am Mittag meist günstiger, Essen zu gehen, als am Abend. Oft wird ein Tagesmenü angeboten, das auf einer Tafel angeschrieben ist.
Daneben gibt es traditionelle Gerichte als Menü, das aus drei Gängen (Vorspeise, Hauptgericht, Dessert) besteht  – das nennt sich Formule.


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Man kann sich aber auch in einer der Boulangerien mit allerlei Köstlichkeiten auf die Hand versorgen.


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Wir haben uns in dieses nette, kleine Bouchon „Le Un, Deux, Trois” gesetzt. Tagesmenü war Blanquette de Veau (Kalbsragout an einer hellen Sauce) mit Karottenpüree, Reis und ein Dessert nach Wahl.


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Als Dessert haben eine Tarte aux Pralines Lyonnaises ausgewählt.



Alles hat super geschmeckt und das Dessert war absolut köstlich.



Dann haben wir uns in der Boulangerie du Palais um die Ecke noch mit Brioche mit Pralines Lyonnaises für die Heimfahrt versorgt. In dieser Boulangerie gibt es auch sehr gute Baguette und Brot und zu Mittagszeit kann man sich hier mit Snacks versorgen – zuweilen bilden sich hier längere Schlangen.
Danach sind wir mit dem Boot (Vaporetto) auf der Saône bis zur Station Confluence gefahren. Von dort ging es mit der Tram zurück zum Hotel, wo wir gegenüber in einer Kaffeebar noch einen Petit Café getrunken haben.



Au Revoir Lyon!


Das moderne Lyon und Essen in einem Restaurant von Paul Bocuse

19. Dezember 2016
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Das moderne Gebäude des Museée des Confluences in Lyon, am Zusammenfluss von Rhône und Saône


Nachdem wir uns im ältesten Teil von Lyon mit der Entstehungsgeschichte der Stadt und den Römern beschäftigt hatten, fuhren wir zum modernsten Teil – Lyon Confluence.
Eigentlich wollten wir auch noch dieses Museum mit seinem großen völkerkundlichen Bereich ansehen, aber wegen des Marathons in Lyon war so viel los, dass die Schlange der Wartenden fast bis zur Tram-Haltestelle reichte.

Wir entschieden uns gegen die lange Wartezeit und weil die anfangs dichten Wolken auflockerten, haben wir bei wunderschönem Herbstwetter einen Spaziergang am Saône Ufer entlang des modernen und noch im Aufbau befindlichen Stadtteils Confluence gemacht.
Eine Stadtteil vom Reißbrett, wie es scheint – mit einem ganz besonderen Flair…


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Hier sind ein paar Eindrücke …



Bevor wir aber unsere kleine Wanderung am Ufer der Saône starteten, haben wir noch ein paar Erinnerungsfotos mit von uns vor dem „Only Lyon” -Schriftzug gemacht – das ist hier ein äußerst beliebtes Fotomotiv.


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An der Saône im modernen Stadtteil Confluence….


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Wer am gläsernen Bürohaus des Eventunternehmens GL Events Fenster putzen muss, hat einiges zu tun….


Wir haben über die Architektur ganz schön gestaunt – dieses grell-grüne Gebäude lässt einen unwillkürlich an einen Frosch denken – die Anordnung der Fenster hat von weitem gesehen etwas von Froschaugen. Es ist ein Werk der Architekten Jakob und Mac Farlane. In dem Gebäude hat der Fernsehsender Euronews sein Domizil.


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Hier ankern auch zahlreiche Boote, vom Restaurant, Bar und Disco über Hausboot und Flußkreuzfahrt-Schiff…



Die Uferpromenade wird am Wochenende gerne von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Es gibt zahlreiche Cafés, Restaurants und Eventlocations, wie zum Beispiel eine alte Zuckerfabrik (La Sucrière), die auch als Kunstgalerie genutzt wird.
Es gibt auch ein großes Einkaufszentrum (Centre Commercial) , in der sich unter anderem ein Fitnessstudio und Kinos befinden.
Der öffentliche Nahverkehr ist sehr gut ausgebau – sowohl mit Tram als auch mit einem Boot (Vaporetto), das zwischen Vieux Lyon und Confluence verkehrt, kann man direkt vor dem Einkaufszentrum ein- und aussteigen.


La Sucrière - Eine alte Zuckerfabrik

La Sucrière – Eine alte Zuckerfabrik


Dieses futuristische Gebäude nennt man in Lyon „Le Cube”

Der filigran perforierte orangefarbene Würfel ist wiederum ein Bürogebäude der Architekten Jakob und Mac Farlane, das manche Lyoner auch gern als ein Stück Käse bezeichnen.
En Hohlraum der vom Fluss aus wie eine Sonne aussieht, lässt genügend Licht in die hinteren Büros


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Einkaufszentrum Confluence


Nach dieser ausgiebigen Stadtour und den vielen Eindrücken waren wir ganz schön geschafft.
Eigentlich war der Plan, zurück ins Hotel zu gehen, uns etwas frisch zu machen und dann Essen zu gehen – aber dann haben wir uns entschieden, gleich hier etwas zu essen und sind zufällig in einer Restaurantkette von Paul Bocuse gelandet….
Ouest Express heißt diese Fast-Food Version von Bocuse, wo man im Gegensatz zu seinem etwas außerhalb liegenden Restaurant L’Auberge du Pont (Menu des Chefkochs Christophe Muller gibt es ab 165 € pro Person – ohne Getränke!), noch zu erschwinglichen Preisen etwas essen kann.
Hier bekommt man Burger, Pommes, Salat und Dessert und Kuchen und danach eien guten Kaffee – damit macht Bocuse in Lyon sogar Mc Donald’s Konkurrenz


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Und dann machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel.
Fortsetzung folgt…


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