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Weihnachtsbäckerei: Maronen-Dinkel-Kekse

Maronenkekse 5


Als im November endlich einmal der Kühlschrank abgetaut wurde – es war schon längst überfällig und draussen war es gerade kalt genug, um den Kühlschrankinhalt auf der Terrasse zwischenzulagern – habe ich im Eisfach Esskastanien gefunden. Einen ganzen Korb davon hatte der Markgräfler im Herbst von einer Kollegin geschenkt bekommen.
Da man frische Esskastanien möglichst schnell verbrauchen sollte, hatte ich damals alle Kastanien mit einem scharfen Messer eingeritzt, kurz in Wasser gekocht, geschält und dann eingefroren.
Das Rezept für die Maronenkekse hatte ich vor einigen Jahren von einer Nachbarin bekommen.
Die beste Gelegenheit, es endlich mal auszuprobieren.  Also wurden die Maronen gleich nach dem Auftauen dafür verwendet.


Maronenkekse 1


Maronen-Dinkel-Kekse


Zutaten
(Für ca. 90 Stück)
• 500 g Maronen, geschält (TK, aufgetaut)
• 250 g Zucker
• 300 g helles Dinkelmehl Type 630
• 250 g kalte Butter
• 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
• 1 Ei
• ca. 300 g Vollmilchkuvertüre

Zubereitung
Die Maronen in der Küchenmaschine fein mahlen.
Gemahlene Maronen, Zucker, Vanillezucker und Mehl mischen. In der Mitte eine Vertiefung machen und das Ei hinein geben. Die kalte Butter in Flöckchen auf dem Rand verteilen und  in der Küchemaschine oder von Hand zu einem geschmeidigen aber mürbem Teig kneten.
Backblech mit Backpapier belegen. Walnussgroße Teigstücke zu Kugeln rollen und jedes  Blech mit 24 Kugeln belegen.
Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Die Kugeln 15 bis 20 Minuten backen.
Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und die abgekühlten Kugeln zur Hälfte in die Kuvertüre tauchen. Auf ein Kuchengitter legen und warten, bis die Kuvertüre fest geworden ist. Dann die Kekse in verschließbaren Dosen an einem kühlen Ort (zum Beispiel im Keller) aufbewahren


Maronenkekse 7


Chestnut and Spelt Biscuits


Ingredients
(For approx. 90 pieces)
500 g chestnuts, peeled (frozen, defrosted)
250 g sugar
300 g spelt flour
250 g cold butter
1 sachet bourbon vanilla sugar
1 egg
approx. 300 g milk chocolate couverture
Preparation
Finely grate the chestnuts in the food processor. Mix the ground chestnuts, sugar, vanilla sugar and flour. Make a hollow in the middle and add the egg. Spread the cold butter in flakes on the edge and knead in the kitchen machine or by hand to form a smooth but crumbly dough.
Line the baking sheet with baking paper. Roll walnut-sized pieces of dough into balls and cover each tray with 24 balls.
Preheat the oven to 180 °C = 356 °F fan oven. Bake the biscuits for 15 to 20 minutes.
Melt the couverture over the water bath and dip the cooled balls halfway into the couverture. Place on a wire rack and wait for the couverture to set. Then keep the biscuits in tins in a cool place (for example in the cellar).


Maronenkekse 6

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Marzipanrolle

Marzipanrolle 1


Es war ruhig hier im Blog, in den vergangenen beiden Wochen – so viele Dinge müssen vor dem Jahresende noch erledigt werden und die Markgräflerin ist mit der üblichen Weihnachtsbäckerei beschäftigt – Linzertorte, Haferflockenplätzchen und das eine oder andere neue Keksrezept werden ausprobiert. Heute wird steht noch Spritzgebäck auf dem Plan. Die Zeit rast, der November ist an mir vorbeigerast und ruckzuck war der erste Advent da. Heute, zum zweiten Advent habe ich eine mit Marzipan gefüllte Hefeteig-Rolle auf dem Kaffeetisch. In die Füllung kommt gutes Markgräfler Kirschwasser!


Marzipanrolle 4


Marzipanrolle


Zutaten
Für den Teig
• 25 g Frischhefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
• 5 Esslöffel Milch
• 65 g Zucker
• 375 g Mehl
• 1 Prise Salz
• 65 g Butter
• 2 Eier

Für die Füllung
• 300 g Marzipanmasse
• 2 Esslöffel Kirschwasser

Zubereitung
Die Hefe mit lauwarmer Milch und 1 Prise Zucker verrühren und aufgehen lassen. Mehl, Salz, den restlichen Zucker, geschmolzene Butter, 1 Ei und 1 Eiweiß in eine Schüssel geben, die Hefemilch zufügen und alles gut verkneten (am besten mit einer Küchenmaschine); aufgehen lassen. Die Marzipanmasse mit Kirschwasser verrühren. Den Hefeteig ausrollen (30 x 40 cm). Die Marzipanmasse 2 cm kleiner ausrollen, auf den Teig legen, die Teigränder darüberschlagen. Von der Schmalseite her aufrollen. Im vorgeheizten Ofen ca., 10 Minuten bei 200 °C backen mit Eigelb bepinseln und weitere 20 Minuten backen.


Marzipanrolle 2


Marzipan Cake Roll


Ingredients

For the dough
25 g fresh yeast or 1 sachet of dry yeast
5 tablespoons milk
65 g sugar
375 grams flour
1 pinch of salt
65 g butter
2 eggs

For the filling
300 g marzipan
2 tablespoons of kirsch

Preparation
Mix yeast, lukewarm milk and a pinch of sugar and let stand to rise for about 15 minutes. Put flour, salt, the remaining sugar, melted butter, 1 egg and 1 egg white in a bowl, add the yeast milk and knead everything well (preferably with a food processor); let rise until its size has doubled.
Mix marzipan with kirsch. Roll out the yeast dough (30 x 40 cm). Roll out the marzipan mixture 2 cm smaller, place it on the dough, fold the edges over it. Roll up from the narrow side.

Bake in the preheated oven for approx. 10 minutes at 200 °C = 392 °F, brush with egg yolk and bake for another 20 minutes.


Marzipanrolle 3

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Weihnachtscocktail: Christmas Negroni

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Auf der Suche nach einem winterlichen Apéritif fürs Weihnachts- oder Silvestermenü sind wir im Blog „Cooking is love“ von Alissia aus Luxemburg fündig geworden: Ihr Christmas Negroni klang vielversprechend und kam im vergangenen Jahr auch schon bei unseren Gästen gut an. Wir haben die Alkoholmenge allerdings von jeweils 25 ml für die drei Spirituosen auf 20 ml (2 cl) reduziert. Das macht den Cocktail nicht ganz so heftig  und lässt sich auch mit unserem Jigger (Barmaß) besser dosieren.
Der Vermouth aus dem klassischen Negroni wird in diesem Rezept durch Triple Sec ersetzt. Dessen Orangenaroma sorgt für die weihnachtliche Note.

Den Cocktail werden wir bestimmt noch unserer Liste mit den besten Campari-Cocktails hinzufügen.

Wer lieber einen etwas leichteren Weihnachtscocktail sucht, sollte den Lillet Vanilla Punch probieren.

Nicht vergessen zum Christmas Negroni etwas zum knabbern zu reichen. Zum Weihnachtscocktail darf es auch ein Gingerbread Man sein.


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Christmas Negroni


Zutaten
• 2 cl Gin
• 2 cl Triple Sec
• 2 cl Campari
• Saft von ½ Orange
• 1 Messerspitze oder gestrichener Barlöffel Lebkuchengewürz
• Orangenzesten
• Zimstange
• einige Granatapfelkerne
• Eiswürfel

Zubereitung
Orangenzesten schneiden und Orange auspressen.

Gin, Triple Sec, Campari und Orangensaft in ein Glas (Tumbler) geben und mit dem Barlöffel umrühreen. Das Lebkuchengewürz unterrühren und das Glas bis zum Rand mit Eiswürfeln auffüllen.

Einige Granatapfelkerne ins Glas geben und zum Schluss mit Zimtstange und Orangenzeste dekorieren.


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Christmas Negroni


Ingredients
2 cl gin
2 cl Triple Sec
2 cl Campari
Juice of ½ orange
1 level bar spoon gingerbread spice
Orange Zest
Cinnamon stick
some pomegranate seeds
ice cubes

Preparation
Cut the orange zests and squeeze the orange. Put gin, Triple Sec, Campari and orange juice into a glass (tumbler) and stir with a bar spoon. Stir in the gingerbread spice and fill the glass with ice cubes. Put some pomegranate seeds in a glass and decorate with cinnamon stick and finally  add orange zest.


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Glühwein-Muffins


Hier ist, wie versprochen, noch das Rezept für die Glühwein-Muffins – irgendwie müssen ja die Glühwein-Überschüsse verarbeitet werden, wenn es dieses Jahr keine Weihnachtsmärkte gibt. Für die Dekoration kamen mir die Spekulatiuskeks-Streusel in der Gestalt von Mini-Lebkuchenmännern gerade recht!


Glühwein? – Ho Ho Hoooo!

Glühwein-Muffins


Zutaten
(Für 12 Stück)
• 250 g Dinkelmehl
• 2 Teelöffel Backpulver
• 1 Prise Salz
• ½ Teelöffel Zimt
• ½ Teelöffel gemahlener Kardamom
•1 Prise gemahlene Muskatnuss
• 1 Ei (Größe M)
• 80 ml Rapsöl
• 80 g Zucker
• 1 Päckchen Bourbon -Vanillezucker
• 50 ml Milch
• 200 ml kalter Glühwein
• 12 Papier-Muffinförmchen

Für den Guss
• 125 g Puderzucker
• 2-3 Esslöffel kalter Glühwein
• 25 g Zartbitter-Schokolade, geraspelt

Zubereitung
Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Papier-Muffinförmchen in die Vertiefungen des Muffinblechs setzen.

Mehl mit Backpulver in eine Schüssel sieben, mit Salz und den Gewürzen mischen.
Das Ei in einer separaten Schüssel mit Öl, Zucker Vanillezucker, Milch und Glühwein verquirlen. Die Mehlmischung unterheben und den Teig in die Förmchen füllen.

Die Muffins 20 bis 25 Minuten backen, bis sie schön aufgegangen und goldbraun sind. Einige Minuten auskühlen lassen und aus der Form nehmen.

Für den Guss Puderzucker mit Glühwein glatt rühren und auf die Muffins streichen. Mit Schokolade bestreuen und mit Spekulatiuskeks-Streuseln dekorieren.



Mulled wine muffins


Ingredients
(For 12 pieces)
250 g flour
2 teaspoons baking powder
1 pinch of salt
½ teaspoon cinnamon
½ teaspoon ground cardamom
1 pinch of ground nutmeg
1 egg (size M)
80 ml rapeseed oil
80 g sugar
1 sachet bourbon vanilla sugar
50 ml milk
200 ml cold mulled wine
12 paper muffin cups

For the topping
125 g icing sugar
2-3 tablespoons cold mulled wine
25 g dark chocolate, grated

Preparation
Preheat the oven to 200 °C = 392 °F. Put paper muffin cups into the muffin tray. 

Sift the flour and baking powder into a bowl, mix with salt and spices.
In a separate bowl, whisk egg with rapeseed oil, sugar, vanilla sugar, milk and mulled wine. Fold in the flour mixture and pour the batter into the muffin cups.

Bake the muffins for 20 to 25 minutes until golden brown. Let cool for a few minutes and remove from the muffin tray.
For the topping, stir the icing sugar with mulled wine until smooth and spread onto the muffins. Sprinkle with chocolate and decorate with speculoos biscuit sprinkles.

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Vaniljdrömmar – Schwedische Vanille-Traumkekse


Es gibt ein neues Weihnachts-Plätzchen Rezept im Blog! Diese Kekse, die zu den Klassikern des schwedischen Fika-Gebäcks zählen, machen ihrem Namen (Drömmar = Träume) alle Ehre. Sie sind einfach nur traumhaft köstlich.
Ihre einzigartige, sehr zerbrechliche Konsistenz verdanken sie dem Backtriebmittel Hirschhornsalz, das in Deutschland überwiegend in der Weihnachtsbäckerei (z. B. für Springerle) verwendet wird.



Hier im Blog gibt es auch ein Drömmar Rezept mit geröstetem Hafermehl (Skrädmjöl) aus dem Värmland und ausserdem noch eines für Lavendel-Drömmar.



Vaniljdrömmar


Zutaten
(Für 20 Kekse)

100 g weiche Butter
90 g Zucker
1 Teelöffel Bourbon-Vanillezucker
160 g Mehl
½ Teelöffel Hirschhornsalz (Ammoniumcarbonat)
1 kleine Prise Salz

Zubereitung
Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig aufschlagen, bis sie eine blasse Farbe haben. Mehl, Hirschhornsalz und Salz darüber sieben und gerade so lange rühren, bis ein glatter Teig entsteht, aber nicht länger.
Den Teig mit den Händen zu 20 kleinen Bällen formen und auf das Backblech setzen. 15 Minuten backen. Die Plätzchen sollten sehr blass sein, also nicht oder nur zart bräunen und während des Backens leicht aufbrechen.
Die Plätzchen auf dem Backblech komplett auskühlen lassen, da sie sehr zerbrechlich sind, solange sie warm sind.



Swedish Vanilla Dream-Biscuits – Vaniljdrömmar

Ingredients
(for 20 biscuits)

100 g soft butter
90 g sugar
1 teaspoon bourbon vanilla sugar
160 g flour
½ teaspoon ammonium carbonate
1 small pinch of salt

Preparation
Preheat the oven to 175 °C = 347 °F. Line a baking tray with baking paper.

Cream butter, sugar and vanilla sugar until it has a pale colour. Sift the flour, salt and ammonium bicarbonate over it and stir until the dough is smooth, but not any longer.
Form the dough into 20 small balls with your hands and place them on the baking tray. Bake for 15 minutes. The biscuits should be very pale, i. e. they should not become brown or only lightly brown and break open slightly while baking. Leave the cookies to cool completely on the baking tray, as they are very fragile as long as they are warm

Zum Luziafest – Sonntag, 13.12.2020
Fotoausschnitt einer Postkarte aus Schweden

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550 Jahre Basler Herbstmesse

Blick von der Wettsteinbrücke zum Basler Münster mit Riesenrad anlässlich der Herbstmesse 2019

Ihr habt euch bestimmt darüber gewundert, dass die Markgräflerin als Titelbild gerade noch das Basler Münster und das Riesenrad, das alljährlich zur „Hèèrbschtmäss” auf dem Münsterplatz aufgebaut wird, zeigt und das, obwohl die Herbstmesse dieses Jahr wegen Covid-19 abgesagt wurde und ausserdem normalerweise schon vor zwei Wochen wieder beendet worden wäre.
Das Foto ist zwar schon in 2019 entstanden, aber weil die Basler Herbstmesse 2020/21 ihr 550-jähriges Bestehen feiert wurde deshalb trotzdem in diesem Jahr das Riesenrad aufgebaut.
Ausserdem sind dort noch bis zum 3. Januar 2021 vier Informationssäulen zur Geschichte der Basler Herbstmesse aufgestellt. Zusätzlich kann man Hörspiele zum Thema anhören.
Die Ausstellung wandert dann ab Januar zu den verschiedenen Plätzen, wo normalerweise ebenfalls ein Teil der Herbstmesse stattfindet.


Riesenrad und Confiserie-Stand auf dem Münsterplatz in Basel, im November 2020

Münsterplatz: 24. Oktober 2020 bis 3. Januar 2021
Barfüsserplatz: 4. Januar bis Mitte April
Petersplatz: Mitte April bis Mitte August
Messeplatz: Mitte August bis zur Herbstmesse 2021



Beim Riesenrad gibt es auch einen Stand mit den typischen Heerbschtmäss-Spezialitäten.
Die Markgräflerin hat sich für euch die Ausstellung auf dem Münsterplatz angesehen und natürlich auch Fotos und ein paar Leckereien von dort mitgebracht.



Die erste Herbstmesse in Basel findet 1471 statt.
Vor 100 Jahren, wurde die Herbstmesse wegen der Spanischen Grippe abgesagt.
Mehr Informationen zur Geschichte gibt es hier: Geschichte der Herbstmesse



In Paris gibt es seit 1775 eine „Rössliritti”, wie sie heute an der Herbschtmäss auf dem Petersplatz steht. Damals wurde sie noch mit menschlicher Muskelkraft angetrieben.



Bild vom Kettenkarussell vor dem Basler Münster 2019


Schweizer Rezept für
Magenbrot


Zutaten
(für ca, 100 Stück)

Teig
· 500 g Ruchmehl
· 2 Teelöffel Backpulver
· 40 g Kakaopulver
· 400 g Rohrzucker
· 2 Prisen Salz
· 1 Teelöffel Birnbrotgewürz
· 300 ml Milchwasser (halb-halb)

Glasur
· 150 g dunkle Schokolade
· 30 g Butter
· 150 ml Wasser
· 370 g Puderzucker
· 3 Teelöffel Birnbrotgewürz

Zubereitung
Backofen auf 170 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mehl, Backpulver, Kakaopulver, Zucker, Salz und Gewürz mischen. Milchwasser dazugeben, alles gut mischen. Teig auf das Blech geben und 1 cm dick ausstreichen. Ca. 25 Minuten backen. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen. In ca. 2 x 5 cm große Stücke schneiden.

Für die Glasur zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Schokolade mit Butter und Waser bei kleiner Hitze schmelzen. Puderzucker und Gewürz dazumischen. Pfanne vom Herd ziehen. Noch warme Magenbrotstücke portionsweise in der Glasur wenden. Mit einer Gabel herausheben, etwas abtropfen lassen und mit etwas Abstand auf die Bleche verteilen. Magenbrot mindestens 4 Stunden, noch besser über Nacht trocknen lassen, dabei einmal wenden. In luftdicht schließende Dosen verpackt hält sich das Magenbrot ca. 2 Wochen.


Rahmtäfeli, gebrannte Mandeln und Beggeschmütz

Die Markgräflerin interessiert sich natürlich ganz besonders für die Leckereien auf der Infosäule „Für Schleckmäuler und Aagfrässeni”.
„Vom Glöpfer bis zum Kääskiechli und Chäsbängel, von den gebrannten Mandeln bis zu den Fruchtspiessen mit Schokoladenüberzug – an der Hèèrbschtmäss gibt’s einfach alles, was das Herz (oder der Magen) begehrt. Darunter auch immer mehr Spezialitäten aus aller Herren Ländern”.

Hier findet ihr die passenden Rezepte.

Gebrannte Mandeln
Beggeschmutz

Der Schokokuss an der Hèèrbschtmäss seit jeher ganz unverfänglich „Beggeschmutz” – Bäckerkuss genannt. Ihm fehlt zwar die Waffel, dafür ist der Überzug mit feinen Kokosraspeln besprenkelt. Eine süsse Bombe aus Eiweißschaum im Schoggimantel.

Rahmtäfeli
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Spritzgebäck

Spritzgebaeck 4


Gestern hat im Hause der Markgräflerin die diesjährige Weihnachtsbäckerei begonnen.
Das Wetter mit Temperaturen um den Nullpunkt passt ja gerade und ausserdem ist am kommenden Wochenende schon der erste Advent! Da sollte man ja schon etwas für den sonntäglichen Kaffeetisch vorbereitet haben.

Zum Geburtstag hatte die Markgräflerin einen Spritzgebäckaufsatz für den Fleischwolf ihrer Kitchenaid-Küchenmaschine bekommen, den sie schon im vergangenen Jahr auf ihrem Wunschzettel stehen hatte. (Den Aufsatz gibt es von verschiedenen Herstellern, er wird zusammen mit dem Fleischwolf-Aufsatz der Kitchenaid verwendet.)

Deshalb gibt es zum diesjährigen Auftakt der Weihnachtsbäckerei nicht, wie sonst üblich, als erste Sorte die bei euch derzeit im meinem Blog so gefragten Haferflocken-Kekse, sondern feines Spritzgebäck mit Schokoladenglasur!


Haferflockenkekse 1


Die Haferflocken-Kekse wurden gestern als zweite Sorte gebacken. Heute folgen noch die traditionellen Markgräfler Linzertorten – hiefür habe ich gestern den Teig vorbereitet, der über Nacht im Kühlschrank ruhen durfte.


Linzertorte 2


Kommen wir also zum Spritzgebäck. Ich habe mich an das Grundrezept gehalten, welches in der Verpackung des Spritzgebäck-Aufsatzes stand. Wer möchte, kann noch ein wenig Zimt hinzufügen und/oder ein Teil des Mehls durch sehr fein gemahlene Mandeln oder Nüsse ersetzen. Ich habe übrigens helles Dinkelmehl Type 630 verwendet, es geht aber genauso Weizenmehl.


Spritzgebaeck 2


Spritzgebäck


Zutaten
• 200 g Zucker
• 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
• 250 g weiche Butter
• 1 Prise Salz
• 1 bis 3 Eier
• 400 g Dinkelmehl
• 100 g Speisestärke (ich verwende Kartoffelmehl)

Für die Glasur
• 150 g Vollmilch-Kuvertüre
• nach Belieben bunte Zuckerstreusel oder Nonpareilles zum Dekorieren

Zubereitung
Zucker, Vanillezucker, Butter, Salz und ein Ei miteinander verkneten. Zuletzt das Mehl und die Speisestärke kurz unterarbeiten. Sollte der Teig zu fest sein, die restlichen Eier nach und nach einarbeiten.

Den Teig eine Stunde ruhen lassen und zu beliebigem Spritzgebäck verarbeiten.  Das Spritzgebäck auf der Dauerbackfolie bei 180 °C Ober-/Unterhitze (oder 160 °C Umluft) circa 10 Minuten goldgelb backen.

Nach Belieben das Spritzgebäck mit Schokolade überziehen (Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen – nicht zu heiss werden lassen, da die Kuvertüre sonst wieder fest wird. Sollte es doch passieren, kann man ein wenig Butter oder kalte Sahne in die Kuvertüre rühren, dann wird sie zwar etwas dünner, bekommt aber dafür einen schönen Glanz.


Spritzgebaeck 3


Spritz biscuits / cookies


Ingredients
200 g sugar
1 sachet bourbon vanilla sugar
250 g soft butter
1 pinch of salt
1 to 3 eggs
400 g spelt flour
100 g potato or corn starch

chocolate coating and coloured sugar sprinkles to taste

Preparation
Knead sugar, vanilla sugar, butter, salt and an egg. Finally, add the flour and the food starch and mix in briefly. If the dough is too firm, gradually add the remaining eggs. Leave the dough to rest for one hour in a cool place then form spritz biscuits. Bake the spritz biscuits on baking trays lined with baking foil at 180°C top/bottom heat (or 160°C convection heat) for about 10 minutes until golden.

Cover the spritz biscuits with chocolate –  (melt the chocolate over the warm water bath – do not let it get too hot, otherwise the chocolate will become firm again. Should that happen, you can stir a little butter or cold cream into the chocolate, then it gets a little thinner, but gets a nice shine).


Spritzgebaeck 1
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Strudel au pavot – Mohnstrudel – das Rezept aus dem Ecomusée d’Alsace


Ich hatte euch neulich von unserem winterlichen Besuch im Ecomusée d’Alsace erzählt und wollte euch nun noch ein Rezept von dort vorstellen, das ich zwar noch nicht nachgebacken habe, aber trotzdem im Blog festhalten möchte, damit ich es wieder finde, wenn ich es ausprobieren möchte.
Es geht um den Mohnstrudel, den man neben Lebkuchen und anderen Leckereien aus der Weihnachtsbäckerei in der Küche sehen und auch kaufen konnte.
Das französische Rezept habe ich mir abfotografiert und übersetzt…



Mohnstrudel


Zutaten
Für den Teig
• 500 g Mehl
• ½ Würfel mit frischer Backhefe
• 200 ml warme Milch
• 75 g weiche Butter
• 70 g Zucker
• 1 Ei
• 1 Messerspitze Salz
Für die Füllung
• 250 g gemahlener Mohn
• 100 ml Rum
• 200 ml Milch
• Schale einer ½ Zitrone
• 100 g helle Rosinen
• 30 g feiner Grieß
• 100 g Zucker
• 50 g gehackte Nüsse

• Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung
Die Hefe in der warmen Milch auflösen, dann die anderen Zutaten unterrühren. Den Teig 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den gemahlenen Mohn und den Grieß mischen. Die Milch zum Kochen bringen und über die Mohn-Grießmilch-Mischung gießen. Die in Rum eingelegten und aufgequollenen Trauben, Zucker, geriebene Zitronenschale und Nüsse untermischen und verrühren. Mindestens 15 Minuten ruhen lassen .

Den Teig nochmals kneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 30 x 35 cm ausrollen. Die Füllung auf dem Teig verteilen, dabei auf jeder Seite einen Rand frei lassen. Den Strudel der Länge nach aufrollen und mit der geschlossenen Seite nach unten auf ein mit Butter gefettetes Blech legen. Weitere 20 Minuten ruhen lassen und dann im vorgeheizten Backofen bei 170 °C ca. 45 Minuten backen. Den abgekühlten Strudel mit Puderzucker bestreuen.



Strudel au pavot


Ingrédients
Pour la pâte
500 g de farine
½ cube de levure fraiche de boulanger
20 cl de lait tiède
75 g de beurre mou
70 g sucre
1 oeuf
1 pincée de sel

Pour la garniture
250 g de pavot moulu
10 cl de rhum
20 cl de lait
zeste d’un ½ citron
100 g de raisins secs blonds
30 g semoule fine
100 g sucre
50 g de noix hachées

sucre glace pour saupoudrer

Préparation

Délayer la levure dans le lait tiède, puis incorporer les autres ingrédients.
Laisser reposer la pâte pendant 1 heure dans un endroit chaud.
Mélanger le pavot moulu et la semoule.
Fair bouillir le lait et le verser sur le mélange pavot/semoule.
Incorporer les raisins gonflés au rhum, le sucre, le zeste de citron râpé et les noix. Réserver minimum 15 minutes.

Pétrir  à nouveau la pâte et l’étaler sur un plan de travail fariné en un rectangle de 30 x 35 cm environ.
Répartir la farce sur la pâte en laissant un bord sur chacun des côtés.
Rouler le strudel dans la longueur et le poser le côté fermé en dessous, sur une plaque beurrée.
Laisser reposer encore 20 minutes puis enfourner pendant environ 45 minutes dans un four préchauffé à 170 °C.
Saupoudrer le strudel refroidi de sucre glace.


Zutaten für die Weihnachtsbäckerei


Strudel au pavot

Poppy seed strudel


Ingredients
For the dough
500 g flour
½ cube of fresh baker’s yeast
200 ml tepid milk
75 g soft butter
70 g sugar
1 egg
1 pinch of salt

For the stuffing
250 g ground poppy seeds
100 ml rum
200 ml milk
zest of ½ lemon
100 g golden raisins
30 g fine semolina
100 g sugar
50 g chopped nuts

icing sugar for sprinkling

Preparation
Dissolve the yeast in tepid milk, then stir in the other ingredients. Let the dough rest in a warm place for 1 hour .

Mix the ground poppy and the semolina. Bring the milk to the boil and pour it over the poppy seed/semolina mixture. Stir in the grapes soaked with rum, sugar, grated lemon zest and nuts. Set aside for at least 15 minutes.

Knead the dough again and roll it out on a floured working surface into a rectangle of about 30 x 35 cm. Spread the filling onto the dough, leaving an edge on each side. Roll the strudel lengthwise and place it with the closed side down on a buttered baking dish. Leave to rest for another 20 minutes and then bake in a preheated oven at 170 °C (338 °F) for about 45 minutes. Sprinkle the cooled strudel with icing sugar.


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Ecomusée d’Alsace – Ein Besuch im Winter


Vergangenes Jahr haben wir zwischen Weihnachten und Neujahr einen Ausflug ins Ecomusée d’Alsace in Ungersheim gemacht, das in der dunklen Jahreszeit einen besonderen Charme hat.
Im ganzen Museum ist alles weihnachtlich geschmückt und man findet zahlreiche Postkarten-Fotomotive zur Weihnachtszeit, so wie es früher einmal war…



Weihnachtliche Türkränze



Das Haus des Barbiers / Coiffeurs



Die Schmiede



Aus der Glaswerkstatt



Alte Traditionen



Hier wird gezeigt, wie auf traditionelle Weise Sauerkraut und „Saure Rüben” hergestellt werden.



Saure Rüben sind weiße Rüben, die ähnlich wie Sauerkraut und saure Bohnen durch Milchsäuregärung konserviert wurden. Sie gehören zu den Sauergemüsen. Verbreitet sind sie heute nur noch im Elsass, in einigen Regionen Süddeutschlands, Österreichs, in der Schweiz und in Slowenien.



Zur Herstellung werden weiße Rüben (Steckrüben) in feine Streifen gehobelt und mit Salz abwechselnd in einen Steinguttopf geschichtet und festgestampft, bis sie mit dem eigenen Saft bedeckt sind. Anschließend werden die Rüben mit einem sauberen Tuch bedeckt und mit einem Brettchen und einem Stein beschwert. Nach einigen Wochen (in denen Brettchen und Stein mehrmals gründlich gereinigt werden sollten) ist der Gärprozess abgeschlossen.

In wenigen Regionen sind saure Rüben, meist in Beuteln verpackt, auch als Handelsware erhältlich.
Traditionell werden saure Rüben mit Zutaten wie Schweinefleisch, Zwiebeln und Speck gekocht.



Ländliche Szenen um 1900




Fensterschmuck


 


Das Restaurant



Köstlichkeiten aus der Weihnachtsbäckerei



Stallhasen (Kaninchen)



Pferde und Ochs



Turm und Kräutergarten



Die Ölmühle




Alles rund um die Schnapsbrennerei



Das war auch im Markgräflerland immer so:
Nach einem guten Essen gab es Kaffee mit einem Gläschen Schnaps – Mirabellen oder Zwetschgenschnaps (im Markgräflerland eher Kirschwasser) von dem man einige Tröpfchen in den Kaffee tat.



Dieses Kuriosum zum Gebrauch von Schnaps ist nicht gerade empfehlenswert:
Zum Nachmittagsimbiss liebten Kinder eine Brotshnitte, die mit Schnaps getränkt war – heute undenkbar!



Bei dieser Ausstellung gibt es in einer Ecke Schnaps zum „Schnuppern” – um herauszufinden, aus welchem Obst dieser gebrannt wurde sind verschiedene Sorten in einer Box aufgestellt.



Laden und Töpferei



Wenn die Dämmerung einsetzt, werden die Häuser und Straßen beleuchtet.



Das Haus eines Winzers



Fassmacher-Werkstatt




Und zum Abschluss gibt es noch eine mystische Bootsfahrt der „Fee du Rhin“


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Zimtkuchen mit Äpfeln, Sauerkirschen und Orangen-Smarties


Es ist schon der dritte Advent – die Zeit rast gerade mal wieder nur so vorbei und in einer guten Woche ist schon Weihnachten.
Zeit für eine gemütliche Tasse Kaffee oder Tee mit einem Kuchen, der perfekt in die Adventszeit passt und auch köstlich zu einem verspäteten Frühstück oder Brunch passt:

Ein saftiger Kuchen mit klein gewürfelten Äpfeln im Teig plus Sauerkirschen, Haselnüssen und Zimt.
Im Supermarkt hatte ich als Überbleibsel von Halloween orangefarbene Smarties mit Orangengeschmack entdeckt und diese habe ich noch als farbiges i-Tüpfelchen oben draufgesetzt.



Zimtkuchen mit Äpfeln, Sauerkirschen und Orangen-Smarties


Zutaten
(Für eine Springform oder Motivform mit 26 cm Ø)
• 4 Eier
• 400 g Zucker
• 1 Päckchen Vanillezucker
• 320 g Dinkelmehl Type 630
• ½ Päckchen Backpulver (7,5 g)
• ¼ Liter Rapsöl (250 ml)
• 4 Teelöffel Zimt
• 2-3 Äpfel
• 100 g frisch gemahlene Haselnüsse
• ½ Glas Sauerkirschen (abgetropft ca. 175 g)
• Butter oder Margarine und etwas Mehl für die Form

• Puderzucker
• Orangen-Smarties oder bunte Schokolinsen

Zubereitung
Die Eier aufschlagen und in eine Schüssel geben. Zucker, Vanillezucker und Zimt hinzufügen und schaumig aufschlagen.
Mehl mit Backpulver mischen und sieben, dann abwechselnd mit dem Rapsöl unter den Teig rühren.

Die Sauerkirschen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Die Äpfel waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.

Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Die die Backform innen gut einfetten und mit Mehl bestäuben.

Die Haselnüsse, Kirschen und Äpfel mit einem Teigspatel vorsichtig unter den Rührteig heben.
Dann den Teig in die vorbereitete Backform geben und ca. 60 bis 70 Minuten bei 175 °C auf der mittleren Schiene backen.

Den Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig auskühlen lassen.
Zum Servieren den Kuchen mit Puderzucker bestreuen und nach Belieben mit Smarties / Schokolinsen bestreuen.



Cinnamon cake with apples, sour cherries and orange Smarties


Ingredients
(For a springform or other baking dish with 26 cm Ø)
4 eggs
400 g sugar
1 sachet vanilla sugar
320 g spelt flour Type 630
½ sachet baking powder (7,5 g)
¼ litre of rapeseed oil (250 ml)
4 teaspoons cinnamon
2-3 apples
100 g freshly ground hazelnuts
½ jar of sour cherries (drained approx. 175 g)
butter or margarine and some flour for the baking dish

Icing sugar
Orange Smarties

Preparation
Open the eggs and put into a bowl. Add sugar, vanilla sugar and cinnamon and whip until fluffy.
Mix the flour with the baking powder and sift, then stir alternately with the rapeseed oil into the dough.
Drain the sour cherries through a sieve. Wash and core the apples and cut them into small cubes.
Preheat the oven to 175 °C = 347 °F. Butter the inside of the baking tin well and dust with flour.
Using a spatula, carefully fold the hazelnuts, cherries and apples into the batter. Then pour the dough into the springform pan and bake on the middle rack of the oven at 175 °C / 347 °F for approx. 60 to 70 minutes .
Allow the cake to cool in the tin for 10 minutes, then turn onto a cake rack and allow to cool completely.
To serve, sprinkle the cake with icing sugar and Smarties.