Backen, Brunch, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Markgraeflerland, Rezepte, Schweiz, Vegetarisch, Wein

Nusszopf zum 1. Mai


Zum ersten Mai habe ich nach langer Zeit wieder mal einen Nusszopf gebacken. Ich hatte zum Glück noch ein Päckchen Trockenhefe, denn Hefe ist derzeit in den Geschäften immer noch Mangelware.
Wie auch immer, der Nusszopf nach dem altbewährten Rezept von Hannelore aus dem Tanzkreis ist wieder wunderbar gelungen, der Teig ist zart und saftig und selbst heute, am dritten Tag nach dem Backen, noch nicht trocken.
Den Anschnitt habe ich mit Frischhaltefolie bedeckt und bewahre den Hefezopf an einem nicht zu warmen Ort unter einer Tortenglocke aus Glas auf.
Der Nusszopf eignet sich nicht nur für den Kaffeetisch an Sonn- und Feiertagen, sondern auch zum Brunch oder abends zu einem Gläschen Weißwein, z. B. Gutedel oder Müller Thurgau.
Da das Rezept noch aus den Anfängen meines Blogs stammt, findet ihr hier nochmals das ausführliche Rezept, diesmal auch mit Übersetzung in Englisch und einer Anleitung, wie ein Hefezopf geflochten wird.



Hannelores Nusszopf


Für den Teig
• 500 g Zopfmehl (eine Mischung aus 90 % Weizenmehl Type 550 und 10 % hellem Dinkelmehl Type 630)
• 125 g Butter
• 65 g Zucker
• 1 Würfel Hefe oder 1 Beutel Trockenhefe (7 g)
• 1 Ei
• ca. ¼ Liter = 250 ml Milch

Für die Füllung
• 200 g Nüsse, gemahlen (ich verwende gerne eine Mischung aus Walnüssen, Mandeln und Haselnüssen)
• 1 Becher Sauerrahm (150 g)
• 100 g Zucker

Für den Guss
• Puderzucker
• Rosenwasser

Zubereitung
Bei Verwendung von Trockenhefe – geht am einfachsten – das Mehl mit der Trockenhefe mischen.
Die Butter in Milch auflösen, abkühlen lassen.
(Frische Hefe mit etwas Zucker und warmer Milch und etwas Mehl zu einem Vorteig rühren und etwas gehen lassen.)
Zucker, Butter-Milchgemisch und Ei langsam dazugeben und kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
Ich mache das mit meiner „Küchenhilfe“ – Küchenmaschine mit dem Knethaken auf Stufe 2.
Den Teig zugedeckt an einem zugfreien Ort gehen lassen, bis er die doppelte Größe erreicht hat.

Die Füllungszutaten vermischen und auf den ausgewallten Teig (Blechgröße, ca. 30 x 40 cm) verteilen.
Die Teigplatte längs aufrollen, und längs in der Mitte durchschneiden, aus beiden Teilen einen Zopf flechten.

Auf ein Blech legen und noch etwa 15 bis 20 Minuten ruhen lassen.

Bei 180 °C ca. 45 Minuten backen

Mein Tipp:
Nach dem Backen den Zopf abkühlen lassen. Nach Belieben Puderzucker sieben, mit etwas Rosenwasser verrühren und den Hefezopf damit bestreichen


Zopf, aus zwei Strängen, handgeflochten – aus einem Schweizer Lehrbuch für Bäcker

Zwei gleichmässig ausgerollte Zopfstränge übers Kreuz legen. Den unteren Strang fasst man nun an beiden Enden und ziet sie über den zweiten Strang, indem das Strangende links über das rechte Ende und über den zweiten Strang geführt wird.
Beim zweiten Strang fährt man mit dem rechten Teil über den linken Teil des ersten Strangens und dem linken Teil sowohl über den rechten Teil des ersten wie über den eigenen Strang.
Dann folgt wieder der Zug mit dem ersten, anschliessend mit dem zweiten Strang, bis der Zopf zu Ende geflochten ist.



Dies ist der meistgeflochtene Zopf. Seine Flechtart bleibt sich überall gleich. Die Formen dagegen sind oft sehr unterschiedlich. Im Kanton Bern wird dieser Zopf breit und stumpf bevorzugt, In der Innerschweiz stellt man ihn breit und flach her. Die Ostschweizer dagegen lieben einen langen, dünngeflochtenen Zopf.



Nut plait


For the dough
500 g plait flour (a mixture of 90 % wheat flour and 10 % light spelt flour type 630)
125 g butter
65 g sugar
1 cube of yeast (42 g) or 1 sachet dry yeast (7 g)
1 egg
approx. ¼ litre = 250 ml milk

For the filling
200 g nuts, ground (I like to use a mixture of walnuts, almonds and hazelnuts)

150 g sour cream
100 g sugar

For the icing
icing sugar

rose water

Preparation
When using dry yeast – this is the easiest way – mix the flour with dry yeast. Dissolve the butter in milk, let it cool down.
(Stir fresh yeast with some sugar, warm milk and some flour to a pre-dough and let it rise a little).
Slowly add sugar, butter-milk mixture and egg and knead until a smooth dough is formed.
I do this with my „Kitchen Aid“ – food processor, using the dough hook at level 2.
Cover the dough and leave to rise in a draught-free place until it has doubled in size.
Mix the filling ingredients and spread them onto the rolled out dough (baking sheet size, approx. 30 x 40 cm). Roll up the dough sheet lengthwise, and cut in the middle lengthwise, plait both parts into a plait. Put it on a baking tray and let it rest again for approx. 15-20 minutes. Bake at 180 °C = 356 °Ffor about 45 minutes.
My tip: Let the plait cool down after baking. Sift icing sugar as desired, mix with a little rose water and brush the yeast plait with it.


Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Garten, Gemüse, Markgraeflerland, Natur & Garten, Rezepte, Samstagseintopf, Vegetarisch, Wein

Samstagseintopf – One-Pot-Pasta: Farfalle mit Mangold, Birne und Gorgonzola


Das Wetter macht es uns heute – anders als in den vergangenen Tagen – einfach, zu Hause zu bleiben.
Was macht man nun in Zeiten von Corona? Der Markgräfler und die Markgräflerin waren schon um 7 Uhr beim allwöchentlichen Samstagseinkauf und ganz kurz auf den Markt, um Blumen zu kaufen, dann schnell wieder nach Hause.
Gründlich Hände waschen, Einkäufe versorgen und dann mit Einweghandschuhen bewaffnet alle Türklinken, Lichtschalter und auch die Türklingel putzen.
Dann noch ein wenig in den Garten, bevor das Wetter zu schmuddelig und kalt wurde.

Im Hochbeet wächst immer noch Mangold, den ich im vergangenen Jahr ausgesät hatte. Er hat wieder frische grüne Blätter und deshalb habe ich gleich noch ein wenig davon geerntet.
Zum Mittagessen gab es dann einen Samstagseintopf – Pasta aus einem Topf, mit Mangold, Birne, Gorgonzola, Rotwein und gerösteten Walnüssen!
Und da wir ja heute nicht mehr aus dem Haus müssen, gab es zum Mittagessen auch ein Gläschen Rotwein dazu.
Solltet ihr keinen Mangold haben, könnt ihr auch Spinat verwenden und das Gericht eignet sich auch sehr gut für die schnelle Feierabendküche, es ist nämlich ruck-zuck zubereitet.

Viel Spass beim Nachkochen. Passt auf euch und andere auf, wenn ihr unterwegs sein müsst, um zur Arbeit zu gehen oder das Notwendigste zu besorgen, haltet großzügig Abstand, wascht euch regelmäßig und gründlich die Hände und vor allen Dingen bleibt gesund!



One-Pot-Pasta mit Mangold, Birne und Gorgonzola


Zutaten
(Für 4 Personen)

• 2 Knoblauchzehen
• 2 Birnen
• 300 g Mangold
• 300 g Gorgonzola
• 4 Esslöffel Walnüsse
• 400 g Farfalle
• 300 ml Rotwein
• nach Belieben geriebener Parmesan zum Bestreuen

Zubereitung
Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Birnen waschen, schälen, entkernen und würfeln. Den Mangold waschen, trocken schütteln und klein schneiden. Den Gorgonzola grob würfeln, die Walnüsse fein hacken. Die Walnüsse in einer kleinen Pfanne ohne Fett leicht anrösten.
Knoblauch Birnen , Mangold, Gorgonzola und Farfalle in einen großen Topf geben und mit Rotwein und 600 ml Wasser aufgießen.
Den Deckel schließen, einmal aufkochen lassen und anschließend bei mittlerer Hitze 7-10 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf noch etwas Wasser nachgießen.
Vor dem Servieren gut durchmengen und mit den gehackten, gerösteten Walnüssen und geriebenem Parmesan bestreuen.


One-pot pasta with gorgonzola, pears and Swiss chard


Ingredients
(Serves 4)

2 cloves of garlic
2 pears
300 g Swiss chard
300 g g gorgonzola
4 tablespoons of walnuts
400 g farfalle
300 ml red wine
grated Parmesan cheese to sprinkle as desired

Preparation
Peel and finely chop the garlic. Wash, peel, core and dice the pears.
Wash the chard, shake dry and chop into small pieces. Coarsely dice the gorgonzola and finely chop the walnuts.
In a small pan without fat, lightly toast the walnuts.
Put the garlic pears, chard, gorgonzola and farfalle in a large pot and add red wine and 600 ml of water.
Close the lid, bring to the boil once and then simmer at medium heat for 7-10 minutes. Add some more water if necessary.
Before serving, mix well and sprinkle with the chopped roasted walnuts and grated Parmesan cheese.

Englisch, Essen & Trinken, Fotografie, Kräuter, Rezepte, Vegetarisch, Wein

Pasta mit Pilzen, Salbei und Walnüssen


Die heutige Mittwochspasta kommt etwas herbstlich daher.
Da im Tiefkühlschrank noch gefrorene Pilze waren, und mich die braunen Bio-Champignons im Supermarkt so angelacht hatten, habe ich kurzerhand frische Pilze mit der TK-Ware kombiniert.
Dazu noch Walnüsse, Schalotten, ein Schuss Wein und knusprig gebratene Salbeiblätter aus dem Garten. Mit Parmesan oder Pecorino bestreuen – und basta!
Superschnell köstlich vegetarisch gekocht und absolut feierabendtauglich.
Wer mag, kann natürlich auch ein Gläschen Feierabend-Wein dazu trinken.



Pasta mit Pilzen, Salbei und Walnüssen


Zutaten
(für 4 Personen)
• 500 g Pasta (z. B. Tagliatelle oder Mafaldine)
• 80 g Walnuss-Kerne, grob gehackt
• 3 Esslöffel Olivenöl
• 1 Bund Salbei, Blätter abgezupft
• 250 g Champignons, geputzt und längs in Scheiben geschnitten
• 150 g TK-Mischpilze
• ½ Teelöffel Salz
• 1 Schalotte, fein gehackt
• 50 ml trockener Weißwein
• 80 g Parmesan oder Pecorino romano, grob gerieben

Zubereitung
Pasta in siedendem Salzwasser al dente kochen, abtropfen, dabei 150 ml des Kochwassers auffangen.

Die Walnuss-Kerne in eine Bratpfanne ohne Fett goldbraun rösten, herausnehmen, beiseite stellen.

Öl in derselben Pfanne erhitzen. Salbeiblätter ca. 30 Sekunden darin anbraten, herausnehmen, beiseite stellen.
Pilze ca. 5 Minuten anbraten, salzen, beiseite stellen. Hitze reduzieren, Schalotte in die Pfanne geben und ca. 5 Minuten andünsten.
Wein angießen, vollständig einkochen.
Pasta, Kochwasser und Pilze hinzufügen, nur noch heiß werden lassen.
Käse mit den Nüssen und Salbeiblättern darüber streuen, sofort servieren.



Pasta with mushrooms, sage and walnuts


Ingredients
(serves 4)
500 g pasta (e. g. tagliatelle or mafaldine)
80 g walnut kernels, coarsely chopped
3 tablespoons olive oil
1 bunch of sage, leaves plucked
250 g mushrooms, cleaned and sliced lengthwise
150 g frozen mixed mushrooms
½ teaspoon salt
1 shallot, finely chopped
50 ml dry white wine
80 g Parmesan or Pecorino romano, coarsely grated

Preparation
Cook pasta in boiling salted water until al dente, drain, collecting 150 ml of the cooking water.

Roast the walnut kernels in a frying pan without fat until golden brown, take them out and put them aside.

Heat the olive oil in the same pan. Fry sage leaves for approx. 30 seconds in it, take it out and put it aside.
Fry mushrooms for approx. 5 minutes, season with salt and set aside. Reduce the heat, add the shallot to the pan and steam for about 5 minutes. Pour the wine and boil down completely. Add the pasta, cooking water and mushrooms and  just let it get hot. Sprinkle cheese, nuts and sage leaves over it and serve immediately.


Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Gemüse, Mittwochspasta, Rezepte, Vegetarisch, Wein, Winter

Mittwochspasta: Tagliatelle mit Linsen, Fenchel und Radicchio


Der Alltag hat uns schon wieder voll im Griff – zum Feierabend müssen Gute-Laune-Nudeln her!
Diesmal auch noch gesund – mit roten Linsen, Radicchio, Fenchel, Walnüssen, Kürbiskernen und lockeren Ricotta-Flocken obendrauf.
Ein köstlich-winterliches Farbspiel auf dem Teller!



Pasta mit roten Linsen, Fenchel und Radiccio


Zutaten

• 500 g Pasta, (z. B. Tagliatelle vom Pasta-König)
• 100 g rote Linsen (Bio)
• 250 ml Gemüsebrühe
• 1 Fenchel
• 1 Radicchio
• 2 Esslöffel Olivenöl
• 2 Teelöffel Honig
• 125 ml Weißwein (z. B. Gutedel oder Riesling)
• 50 g Walnusskerne
• 50 g Kürbiskerne
• 100 g Ricotta
• Salz
• Pfeffer

Zubereitung
Die Linsen circa 10 Minuten in Gemüsebrühe kochen, so dass sie noch leichten Biss haben. Falls noch Flüssigkeit vorhanden sein sollte, abgießen.

Den Radicchio in feine Streifen schneiden. Das Grün der Fenchelknolle entfernen und den Strunk herausschneiden. Anschließend in feine Spalten schneiden.

Die Tagliatelle nach Packungsangabe im Salzwasser al dente kochen.

In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und den Fenchel darin anbraten, anschließend salzen und pfeffern. Honig hinzugeben und den Fenchel leicht karamellisieren.
Mit Wein ablöschen und die Linsen hinzugeben. Kurz aufkochen, Tagliatelle und Radicchio hinzugeben und nochmals kurz erwärmen.

Die Tagliatelle auf einem Teller anrichten mit Walnüssen und Kürbiskernen bestreuen, sowie Ricotta in Flocken darauf verteilen. Nach Belieben mit Fenchelgrün garnieren.



Pasta with red lentils, fennel and radiccio


Ingredients
500 g pasta, e. g. tagliatelle 
100 g red lentils (organic)
250 ml vegetable broth
1 fennel
1 radicchio
2 tablespoons olive oil

2 tablespoons honey
125 ml white wine (e. g. Gutedel/Chasselas or Riesling)
50 g walnut kernels
50 g pumpkin seeds
100 g ricotta
Salt
Pepper

Preparation

Cook the lentils in vegetable stock for about 10 minutes until al dente. Then pour off any remaining liquid.

Cut the radicchio into fine strips. Remove the green bits from the fennel bulb and cut out the stalk. Then cut fennel into fine slices.

Cook the tagliatelle according to package instructions in salted water until al dente.

Heat olive oil in a pan and sauté the fennel in it, then add salt and pepper. Add honey and lightly caramelise the fennel. Deglaze with wine and add the lentils. Bring to the boil briefly, add the tagliatelle and radicchio and heat briefly.

Arrange the tagliatelle on a plate, sprinkle with walnuts and pumpkin seeds and spread ricotta in flakes on top. Garnish with fennel greens to taste.


Backen, Brunch, Dessert, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte, Vegetarisch, Weihnachtsbäckerei, Winter

Santa-Claus-Cake

Santa Claus Cake Datteln 1


Mögt ihr Datteln? Ja? – ich auch.
Zum heutigen Nikolaus habe ich einen Cake mit Datteln, Mandeln und Walnüssen gebacken, der sich nicht nur für die Teatime im Advent eignet, sondern auch wunderbar als Frühstückskuchen dient und gekühlt sogar bis zu zwei Wochen aufbewahrt werden kann- wobei ich jetzt schon sagen kann, dass der so köstlich schmeckt, dass er, obwohl wir in unserem Haushalt nur zu zweit sind, nur wenige Tage überleben wird. 😉


Santa Claus Cake Datteln 2


Santa-Claus-Cake


Zutaten
(Für eine Kastenform 28 bis 30 cm Länge)

• 125 g Butter
• 200 g Zucker
• 1 Prise Salz
• 2 Eier
• 350 g Mehl
• 2 ½ Teelöffel Backpulver
• 200 ml Milch
• 200 g Datteln, entsteint und grob gehackt
• 60 g Walnüsse, gehackt
• 60 g Mandelsplitter
• 2 Esslöffel Rum
• 6 halbe Datteln
• 6 ganze Mandeln (geschält)

Zubereitung
Butter, Zucker und eine Prise Salz schaumig rühren. Die Eier eizeln unterrühren, bis die Masse cremig ist.
Datteln, Walnüsse, Mandelsplitter und Rum gleichmäßig unterheben.
Die Backform mit Backpapier auslegen. Den Teig einfüllen.
Halbe Datteln und geschälte Mandeln zur Dekoration auf dem Teig platzieren.
Form in auf des auf 180 °C vorgeheizten Backofens setzten und ca. 50 Minuten backen.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und 5 bis 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann aus der Form nehmen und auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen.
Der Kuchen kann in Alufolie verpackt und gekühlt 2 Wochen aufbewahrt werden.


Santa Claus Cake Datteln 4


Santa Claus Cake


Ingredients
(For a cake tin of 28 to 30 cm in length)

125 g butter
200 g sugar
1 pinch of salt
2 eggs
350 g flour
2 ½ teaspoon baking powder
200 ml milk
200 g dates, pitted and coarsely chopped
60 g walnuts, chopped
60 g almond slivers
2 tablespoons rum
6 date halfs
6 whole almonds (peeled)

Preparation
Cream butter, sugar and a pinch of salt. Stir in the eggs until the mixture is creamy.
Evenly fold in dates, walnuts, almond slivers and rum.
Line the baking tin with baking paper. Fill in the dough.
Place date halfs and peeled almonds onto the cake for decoration.
Put in the preheated oven and bake at 180 °C = 356 °F for approx. 50 minutes.
Take the cake out of the oven and let it cool in the tin for 5 to 10 minutes. Then remove from the tin and allow to cool completely on a cake rack.
The cake can be wrapped in aluminium foil and kept in the refrigerator for 2 weeks.


Santa Claus Cake Datteln 3

Backen, Dessert, Englisch, Essen & Trinken, Fingerfood, Food, Fotografie, Herbst, Kleine Kuchen und Torten, Rezepte, Teatime, Vegetarisch

Walnussstangen

.


Ohne viele Worte – zum herbstlichen Sonntagskaffee: Rollen aus Quarkteig mit Walnuss-Honig-Füllung. Einfach köstlich, auch zum Tee!



Walnussstangen


Zutaten
(Für 6 Stück)

Für den Teig
• 130 g Dinkelmehl Type 630
• 2 Teelöffel Backpulver
• 60 g Magerquark
• 1 Ei
• 1 Esslöffel Rohrzucker
• 2 Prisen Salz
• 1 Esslöffel Milch
• 6 Walnusshälften zum Garnieren

Für die Füllung
• 150 g Walnüsse
• ½ Vanilleschote
• 1 Ei
• 50 g Honig
• 50 g Magerquark
• ½ Zitrone

Zubereitung
Mehl und Backpulver in eine Schüssel geben. Quark, Ei, Zucker und Salz verrühren. Zum Mehl geben und zu einem weichen, glatten Teig kneten.
Für die Füllung Walnüsse eher grob mahlen oder hacken. Vanilleschote aufschneiden, Mark herauskratzen. Vanillemark, Ei, Nüsse, Honig und Quark verrühren. Zitronenschale fein dazureiben.
Zitrone auspressen. Saft unter die Masser rühren.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Teig auf wenig Mehl zu einem 3 mm dicken Rechteck ausrollen. In 6 gleich große Stücke schneiden. Bei jedem etwas Füllung daraufgeben. Teigränder darüberschlagen.
Die Nussrollen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit Milch bestreichen und mit je einer halben Walnuss garnieren.
Die Nussrollen in der Mitte des Ofens ca. 30 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.



Walnut rolls


Ingredients
(For 6 pieces)

For the dough
130 g spelt flour
2 teaspoons baking powder
60 g low-fat quark
1 egg
1 tablespoon cane sugar
2 pinches of salt
1 tablespoon milk
6 walnut halves to garnish

For the filling
150 g walnuts
½ Vanilla pod
1 egg
50 g honey
50 g low-fat quark
½ Lemon

Preparation
Put the flour and baking powder in a bowl. Mix quark, egg, sugar and salt. Add to the flour and knead to a soft, smooth dough.
For the filling, grind or chop walnuts rather coarsely. Cut the vanilla pod open, scrape out the pulp. Mix vanilla pulp, egg, nuts, honey and quark. Finely grate the lemon zest.
Squeeze the lemon. Stir the lemon juice and zest into the mass.

Preheat the oven to 180 °C = 356 °F. Roll out the dough on a little flour into a 3 mm thick rectangle. Cut into 6 equal pieces. Put some filling on each one. Fold the edges of the dough to cover the filling.
Place the nut rolls on a baking tray lined with baking paper. Brush with milk and garnish each with half a walnut.
Bake the nut rolls in the middle of the oven for about 30 minutes. Allow to cool on a cake rack.

Backen, Dessert, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Herbst, Kleine Kuchen und Torten, Resteverwertung, Rezepte, Sonntagskuchen, Vegetarisch, Winter

Bananen-Walnuss-Muffins


Es war wieder mal soweit. Die Markgräflerin hatte Lust auf Bananen und hat gleich vier Stück gekauft, eine gegessen und die restlichen blieben dann liegen und bekamen braune Flecken.
Da ich Bananen am liebsten noch fast grün mag, mussten die übrigen drei nun sinnvoll verwertet werden.
Entweder man macht einen Bananen-Milchshake daraus – das mag ich aber nur im Sommer – oder man zermatscht die Bananen mit Zitronensaft zu Brei und mischt sie dann zusammen mit etwas Honig unter Quark. Letzteres war mangels Quark nicht möglich und so kommen wir zu einer weiteren Verarbeitungsmöglichkeit – man bäckt was daraus.
Ich habe mich für feine, herbstliche Muffins mit Walnüssen entschieden…



Bananen-Walnuss-Muffins


Zutaten
(Für 12 Stück)

• 12 Papierförmchen
• 100 g halbe Walnusskerne
• 200 g Dinkelmehl
• 1 ½ Teelöffel Backpulver
• ½ Teelöffel Natron
• 1 Prise Salz
• 2 Eier
• 125 g geschmolzene Butter
• 125 g Rohrzucker
• 1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker
• 150 g Joghurt natur
• 3 Bananen

Zubereitung
Backofen auf 200 °C vorheizen. Papierförmchen in die Vertiefungen des Muffinblechs setzen.
12 halbe Walnusskerne für die Dekoration beiseite legen, die restlichen grob hacken.

Mehl mit Backpulver in eine Schüssel sieben. Natron, Salz und gehackte Walnusskerne dazugeben.
In einer separaten Schüssel die Eier verquirlen, geschmolzene Butter, Zucker Vanillezucker und Joghurt dazugeben. Die Bananen pürieren und ebenfalls unterrühren.

Zum Schluss das Mehlgemisch auf die Bananenmasse geben und unterheben, bis alle Zutaten gleichmäßig durchfeuchtet sind.
Den Teig in die Muffinförmchen verteilen (jedes etwa zur Hälfte füllen)  und auf jedes eine halbe Walnuss legen.

20 bis 25 Minuten backen. Dann die Muffins etwas abküheln lassen und aus der Form nehmen.



Banana and Walnut Muffins


Ingredients
(For 12 pieces)

12 paper muffin cups
100 g walnut kernels
200 g spelt flour
1 ½ teaspoon baking powder
½ teaspoon baking soda
1 pinch of salt
2 eggs
125 g melted butter
125 g cane sugar
1 sachet Bourbon vanilla sugar
150 g yoghurt
3 bananas

Preparation
Preheat oven to 200 °C = 392 °F. Place paper cups in the cups of the muffin tin.
Put 2 half walnut kernels aside for decoration, chop the rest coarsely.

Sift flour and  baking powder into a bowl. Add baking soda, salt and chopped walnuts.
In a separate bowl, whisk the eggs, add melted butter, sugar, vanilla sugar and yoghurt. Puree the bananas and stir in as well.

Finally add the flour mixture to the banana mixture and fold in until all ingredients are evenly moistened.
Fill the dough into the muffin cups (fill each one about halfway) and place one halved walnut kernel on each one.

Bake for 20 to 25 minutes. Then let the muffins cool down a little and take them out of the muffin tin.

Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Garten, Gemüse, Herbst, Kartoffeln, Kräuter, Markgraeflerland, Natur & Garten, Rezepte, Samstagseintopf, Suppe, Vegetarisch, Winter

Samstagseintopf: Herbstliche Steckrüben-Suppe mit Walnuss-Croutons


Auf dem Markt gibt es schon wieder allerlei köstliches Wurzelgemüse. Die Steckrüben bzw. Kohlrüben oder auch „Bodenkohlrabi” genannt, haben mich heute Vormittag beim Schlendern über den Markt derartig angelacht – die musste ich einfach haben und in einem Samstagseintopf verarbeiten.
Am Nachmittag war es zwar nochmal sommerlich warm, aber gegen Abend sind Wolken aufgezogen und abends kann man durchaus ein sättigendes Süppchen vertragen, oder nicht?
Deshalb gibt es den heutigen Samstagseintopf erst zu abendlicher Stunde – draussen ist es schon dunkel geworden und im Garten kann man jetzt eh nichts mehr ausrichten.

Steckrüben sind verwandt mit der Zuckerrübe und haben von Oktober bis April Saison. Sie sind reich an Ballaststoffen, Calcium, Vitaminen B6, Folsäure und C. Ausserdem enthalten sind Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Kalium, Phosphor, Eisen, Fluor, Vitamine A, B1, B2 und Niacin und dabei sind sie besonders natriumarm.
In die Suppe kommt noch weiteres Wurzelgemüse, nämlich Kartoffeln und Möhren und obendrauf gibt es knusprige Croûtons aus Toastbrot, gerösteten Walnüssen, frischem Majoran aus dem Garten und cremigem Honig.

Obwohl die Suppe vegetarisch ist, hat sich der Markgräfler gleich mal Nachschlag genommen und dazu noch eine Ankeschnitte (Butterstulle) aus frischem Bauernbrot, das wir ebenfalls auf dem Markt besorgt haben, genehmigt.



Steckrüben-Suppe mit Walnuss-Croûtons


Zutaten
(Für 4 Personen)

• 750 g Steckrübe
• 200 g Möhren
• 300 g Kartoffeln
• 1 große Zwiebel
• 40 g Butter (oder Margarine)
• 1 Esslöffel Zucker
• 1 ¼ Liter Gemüsebrühe
• 200 ml Orangensaft
• Salz
• Pfeffer
• 1 Teelöffel getrockneter Majoran
• 2 Scheiben Toastbrot
• 50 g Walnusskerne
• 8 Stiele frischer Majoran
• 4 Esslöffel Rapsöl
• 2 Esslöffel Honig

Zubereitung
Steckrübe, Möhren und Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Zwiebel schälen und würfeln.
Butter in einem großen Topf zerlassen. Gemüse hineingeben und mit dem Zucker bestreuen. Das Ganze unter Rühren 5 Minuten andünsten.
Mit Gemüsebrühe und Orangensaft ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Majoran würzen, aufkochen und bei mittlerer Hitze ca 30 Minuten köcheln lassen.
Von der Suppe sechs Esslöffel Gemüsewürfel herausnehmen und beiseite stellen.
Anschließend dieSuppe pürieren und die Gemüsewürfel wieder hineingeben.

Für die Croûtons das Toastbrot würfeln, Walnusskerne grob hacken.
Majoran waschen, trocken schütteln, Blättchen von vier Stielen abziehen – große Blättchen grob hacken.
Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, Brotwürfel und Nüsse unter Wenden goldbraun rösten.
Majoran und Honig hinzufügen und unterrühren. Suppe in Bowls (Suppenschalen) oder Suppenteller füllen, mit Croûtons bestreuen und mit Majoran garnieren.



Turnip soup with walnut croutons


Ingredients
(For 4 persons)

750 g turnip
200 g carrots
300 g potatoes
1 large onion
40 g butter (or margarine)
1 tablespoon sugar
1 ¼ Litre vegetable broth
200 ml orange juice
Salt
Pepper
1 teaspoon dried marjoram
2 slices of bread
50 g walnut kernels
8 stems of fresh marjoram
4 tablespoons rapeseed oil
2 tablespoons honey

Preparation
Peel, wash and dice turnip, carrots and potatoes. Peel and chop the onion.
Melt the butter in a large pot. Add the vegetables and sprinkle with the sugar. Sauté for 5 minutes while stirring.
Deglaze with vegetable stock and orange juice. Season with salt, pepper and dried marjoram, bring to the boil and simmer at medium heat for about 30 minutes.
Remove six tablespoons of vegetable cubes from the soup and set aside.
Then puree the soup and return the vegetable cubes to the soup.

For the croutons, dice the toast and coarsely chop the walnut kernels.
Wash marjoram, shake dry, pluck leaves from four stems – coarsely chop large leaves.
Heat rapeseed oil in a pan, fry bread cubes and nuts in it until golden brown while turning.
Add marjoram and honey and stir in.
To serve, fill the soup into bowls or soup plates, sprinkle with croutons and garnish with marjoram.

Backen, Dessert, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Garten, Herbst, Markgraeflerland, Natur & Garten, Resteverwertung, Rezepte, Vegetarisch

Fallobstverwertung: Apfelstrudel-Marmelade und Apfelwähe mit Rahmguss


Seit der großen Apfelernte mit einer Ausbeute von über 300 Kilo Äpfeln, aus denen über 200 Liter Apfelsaft gewonnen wurden, ist schon fast wieder ein Jahr vergangen.
Dabei habe ich euch nicht einmal berichtet, was mit dem ganzen Fallobst passiert ist….

Da das Fallobst teilweise schon braune Stellen hatte, oder die Schale verletzt war, musste es möglichst rasch aufgebraucht werden.
Ein Teil davon wurde nach Entfernen der braunen Stellen in Schnitze geteilt und zu einer schnellen Blätterteig-Apfelwähe mit Vanille-Rahmguss verarbeitet.
Das Rezept dafür folgt in einem separaten Beitrag.


Blätterteig-Apfelwähe mit Vanille-Rahmguss

Einen weiteren Teil habe ich meinen Helfern mitgegeben, die daraus Apfelgelee gekocht haben und dann habe ich noch diese Apfelstrudel-Marmelade gekocht.
Die schmeckt nicht nur super auf dem Frühstücks-Marmeladenbrot, sondern auch im Joghurt und man kann sie sogar als Füllung für einen schnellen Apfelstrudel oder Apfeltaschen verwenden – Blätterteig mit ein wenig Semmelbröseln bestreuen, etwas Apfelstrudel-Marmelade darauf verteilen, nach Belieben noch frischen, in kleine Würfel geschnittenen Apfel dazugeben, umklappen und je nach Größe 20 bis 25 Minuten bei 200 °C goldbraun backen.


Apfeltaschen

Ich hatte mehrere Portionen von der Apfelstrudel-Marmelade gekocht, bei einem Teil hatte ich tatsächlich vergessen, den Zimt reinzutun.
Macht aber gar nichts, denn wenn man die Marmelade als Füllung für Apfelstrudel oder Apfeltaschen verwendet, kann auch dann noch ein wenig nach Geschmack mit Zimt verfeinern.

Dieses Jahr hatte ich nur wenig Äpfel am Baum hängen, die fast alle heruntergefallen und so den Schnecken und vermutlich auch dem Igel, der sich nachts in unserem Garten rumtreibt, zum Opfer gefallen sind Aber das macht gar nichts, denn im Keller lagern sowohl einige 5 Liter Kartons Apfelsaft als auch ein paar Gläser der Apfelstrudel-Marmelade vom vergangenen Apfeljahr.
Aber keine Sorge, das kenne ich schon von meinem Apfelbaum, der trägt nämlich nur jedes zweite Jahr eine üppige Apfelpracht.
Genug erzählt – hier kommt das Rezept.



Apfelstrudel-Marmelade


Zutaten
• 1 kg Äpfel
• 500 g Gelierzucker 2:1
• 100 g Rosinen
• 100 g gehackte Walnüsse
• Saft einer Zitrone
• 5 Esslöffel Rum oder Amaretto
• 1 Prise Zimt

Zubereitung
Äpfel dünn schälen, entkernen und rasch in einen großen Topf reiben oder in kleine Würfel schneiden.
Mit Zitronensaft un Gelierzucker mischen, Deckel auflegen und mindestens 3 Stunden oder über Nacht durchziehen lassen.
Die Rosinen mit dem Alkkohol mischen und mit 5 Esslöffeln Wasser einweichen.
Rosinen mit der Einweichflüssigkeit zu den Äpfeln geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Die gehackten Walnüsse kurz in einer trockenen Pfanne anrösten und zur Mischung geben.
Ca. 5 Minuten unter Rühren sprudelnd kochen  lassen. Zimt unterrühren.
Heiß in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.



Apple strudel jam


Ingredients
1 kg apples
500 g jam sugar 2: 1
100 g raisins
100 g chopped walnuts
Juice of a lemon
5 tablespoons of rum or amaretto
1 pinch of cinnamon

Preparation
Peel the apples thinly, remove seeds and rub quickly into a large pot or dice finely.
Mix with lemon juice and gelling sugar, cover and let stand for at least 3 hours or overnight.
Mix the raisins with the alcohol and soak with 5 tablespoons of water.
Add raisins with the soaking liquid to the apples and bring to the boil while stirring. Toast the chopped walnuts briefly in a dry pan and add to the mixture.
Boil for 5 minutes while stirring. Stir in cinnamon.
Fill in sterilized jars still hot and seal immediately.

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Markgraeflerland, Vegetarisch

Pfingstmontag – Mühlentag: Die Ölmühle Eberhardt in Oberweiler


Am Pfingsmontag haben wieder zahlreiche Mühlen anlässlich des deutschen Mühlentags geöffnet.
Im vergangenen Jahr haben wir die Ölmühle der Familie Eberhardt in Oberweiler besichtigt. Sie hat am 10. Juni 2019 auch wieder geöffnet.



Hier ist ein kleiner Bericht von unserem Besuch der Mühle – damals war es sommerlich heiß. Wir hatten das Auto beim Sportplatz in Niederweiler abgestellt und sind dann etwa einen Kilometer zu Fuß nach Oberweiler spaziert.
Kurz vor Oberweiler gibt es eine große Wiese, auf der glückliche Kühe grasen – als Schutz vor der Sonne hatten sich die meisten von ihnen in den Schatten unter die Bäume verzogen.



Die Ölmühle befindet sich von Müllheim kommend am Ortseingang von Oberweiler.


Oelmuehle Eberhardt 2019_19
aktuelles Bild 2019

2018 wurde im Innenhof der Mühle bewirtet – es gab Fleisch und Würstchen vom Grill, dazu verschiedene Salate. Ausserdem Kaffee und Kuchen.



Die 300 Jahre alte historischen Ölmühle der Familie Eberhardt am Klemmbach in Badenweiler-Oberweiler wird nur noch im Nebenerwerb betrieben.
Gerade noch einmal pro Woche presst Jürgen Eberhardt hochwertiges Öl aus Walnüssen aus der Region. Ausserdem werden Haselnüsse und Kürbiskerne verarbeitet.


Oelmuehle Eberhardt 2019_1
aktuelles Bild 2019


Am Klemmbach zwischen Schweighof und Müllheim liefen einst 40 Wasserräder, die Getreide- und Ölmühlen, Sägen und Hammerschmieden antrieben.
Die einzige, die davon heute noch mit ihrem alten Mahlstein in Betrieb ist, ist die der Familie Eberhardt, die schon seit Generationen im Besitz der Familie ist.


Oelmuehle Eberhardt 2019_20
Klemmbach in Oberweiler – 2019


Das Wasser im Mühlkanal bewegt das Mühlrad. Im Inneren der Mühle wird die Kraft über hölzerne Zahnräder auf Transmissionsriemen übertragen und so werden verschiedene Geräte angetrieben.


Oelmuehle Eberhardt 2019_24

Oelmuehle Eberhardt 2019_18
2019

Oelmuehle Eberhardt 2019_4
2019
Oelmuehle Eberhardt 2019_5
2019

Die Walnusskerne werden von Landwirten und Nussbaumbesitzern aus der Regio in Säcken à 50 kg angeliefert.



Der erste Arbeitsschritt beim Ölpressen ist das Mahlen der Nüsse. Der Mahlstein stammt noch aus der Zeit der Gründung der Mühle.



Nach dem Mahlen werden die Nüsse über einem Holzfeuer langsam erwärmt, ein Rührwerk sorgt dafür, dass die Temperatur gleichmäßig verteilt wird.
So werden die gemahlenen Nüsse schonend auf 38 bis 40 Grad erhitzt.


Oelmuehle Eberhardt 2019_3
2019
Oelmuehle Eberhardt 2019_2
2019

 

Oelmuehle Eberhardt 2019_9
2019
Oelmuehle Eberhardt 2019_11
2019


Die erwärmte Nussmasse wird in Tücher aus Kokosfasern gelegt. Mit Hilfe der Schlagpresse, unter welche diese gelegt werden, wird das wertvolle Öl gewonnen.
Etwa alle 30 Sekunden fällt ein langer, schwerer Balken, der sogenannte Stempel, auf die Schlagpresse. Aus einem unscheinbaren dünnen Rohr im Sockel fließt das goldgelbe Öl in einen kleinen Krug.


Oelmuehle Eberhardt 2019_6
2019

Für einen Liter Öl benötigt man zwei Kilogramm Nüsse. Walnussöl gilt wegen seines hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren besonders wertvoll.
Mit seinem nussigen Aroma passt es besonders gut zum Feldsalat (bzw. Nüssli- oder Döchterlisalat) der nicht nur im Markgräflerland im Herbst und Winter sehr beliebt ist.


feldsalat1
Feldsalat mit Speck und Kracherle

Das frische Öl wird zunächst in große Plastikkanister gefüllt. Nach drei Wochen haben sich die Trübstoffe abgesetzt und das Öl ist klar und kann zum Verkauf in Flaschen abgefüllt werden.
Die übriggebliebene Nussmasse bzw. Nussmehl kann zum Backen verwendet werden.

Das Öl ist – kühl und dunkel gelagert – etwa ein Jahr haltbar. Am Mühlentag kann man das Öl probieren.
Wir haben uns natürlich auch ein Versucherle eingekauft, je eine kleine Flasche Walnuss- und Haselnussöl. Beide wurden im Herbst geöffnet und als Salatdressing verwendet – beide Sorten übrwiegend für Nüsslisalat (Feldsalat). Das Haselnussöl passt aber auch wunderbar zu Süßspeisen!
Jedenfalls werden wir und dieses Jahr nicht nur mit kleinen Fläschchen für unseren Vorrat begnügen…



Walnussöl • kaltgepresst

Walnussöl ist, ähnlich dem Distelöl, durch seinen extrem hohen Gehalt an Linolsäure ein sehr wertvolles Öl. Es stärkt das Immunsystem, wirkt positiv auf den Fettstoffwechsel und das Gehirn, fördert die Regeneration der Haut und bringt den Hormonhaushalt in Schwung.
Das kaltgepresste Walnussöl schmeckt hervorragend. Mit dem feinen Walnussaroma werden vor allen Dingen Salate zu einer besonderen Köstlichkeit.



Haselnussöl • kaltgepresst

Haselnussöl ist durch seinen hohen Anteil von einfach ungesättigter Ölsäure leicht verdaulich. Es ist mit seinem zarten Duft ein ideales Hautpflegemittel (ähnlich wie Mandelöl).
Haselnussöl hilft bei vielen Hautproblemen, insbesondere bei empfindlicher, trockener Haut. Haselnussöl ist in der Küche eine delikate Kostbarkeit. Salate, Gemüse aber auch Nusskuchen und Plätzchen kann man mit Haselnussöl verfeinern.



Kürbiskernöl • kaltgepresst

Das Öl ist von dickflüssiger, dunkelgrün/ brauner Konsistenz und hat einen intensiv nussigen Geschmack. Kürbiskerne und –Öl sollen bei Reizblase aber insbesondere bei Prostataproblemen hilfreich sein. Kürbiskernöl scheint tatsächlich die Harnwegsorgane günstig zu beeinflussen. Dafür ist ein kleiner Fettbegleitstoff, ein Phytosterol verantwortlich.
In der Küche lassen sich mit Kürbiskernöl salat-, Fondue– und Kräutersoßen vorzüglich verfeinern. Sein unverwechselbares Nussaroma eignet sich ausgezeichnet zum Abschmecken von Gemüse, Reis, Nudeln und mehr.


Oelmuehle Eberhardt 2019_25

Mit Blumen geschmückter Brunnen in Oberweiler 2018

Und weil es ein paar Meter weiter in Richtung Badenweiler eine kleine Eisdile mit sensationell gutem Eis gibt, haben wir uns nach dem Mittagessen in der Ölmühle noch zum Dessert ein Eis auf die Hand (in der Waffel) für den Rückweg gegönnt.
Die folgenden Bilder stammen von unserem ersten Besuch im Eiscafé zum Kuckuck im April 2018.

Das Eis ist super, kommt aber leider – selbst beim Verzehr vor Ort – im Einweg-Plastikbecher daher. Hierfür gibt es doch bestimmt eine umwelfreundlichere Lösung!!!



Weitere (bewegte) Bilder findet ihr im Bericht des Markgräflers.

Anmerkung: Der Beitrag wurde am 10.06.2019 um Bilder von unserem erneuten Besuch anlässlich des Deutschen Mühlentags 2019 um einige Bilder ergänzt.