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Blätterteigquiche mit Mangold, Schafsfeta und Tomaten


Zum Glück ist es draußen nicht mehr so heiß und man kann endlich wieder den Backofen einschalten, ohne gleich einen Hitzeschock zu bekommen, wenn man in der Küche werkelt.
Jedenfalls war heute Gartenarbeit angesagt. Es wurde geschnippelt, was das Zeug hält, denn überall wuchern die Kräuter und Verblühtes muss abgeschnitten werden und das eine oder andere davon kann geerntet werten.
Dieses Jahr habe ich ganz viel Schnittlauch, davon habe ich eine große Menge geerntet, kurz mit Wasser abgespült, in feine Röllchen geschnitten und für den Herbst und Winter eingefroren.

In meinem Hochbeet gibt es dieses Jahr das erste Mal Mangold, davon habe ich auch nochmal geerntet. Wenn man dabei nämlich nur die äußeren Blätter wegnimmt und die inneren stehenlässt, wächst er wieder nach und man hat bis im Spätherbst noch was davon. Mangold sollte aber immer nach der Ernte frisch verarbeitet, für die Aufbewahrung im Kühlschrank taugt er nicht.

Pasta mit Mangold hatte ich bereits ausprobiert, das war sehr gut. Jetzt habe ich eine Quiche damit gefüllt, dazu gesellen sich Schafsmilch-Feta, Tomaten und Lauch. Knoblauch darf natürlich auch nicht fehlen!



Blätterteigquiche mit Mangold, Schafsfeta und Tomaten


Zutaten
(Für eine Springform mit 24 cm Ø)

• 350 g Blätterteig
• 500 g Mangold
• ½ Stange Lauch
• 150 g kleine Tomaten
• 2 Knoblauchzehen
• 2 Esslöffel Olivenöl
• 100 ml trockener Weißwein
• 150 g Schafsmilch-Feta
• 3 Eier
• 150 g Crème fraîche
• Salz
• schwarzer Pfeffer aus der Mühle
• Cayennepfeffer
• Muskatnuss, frisch gerieben
• etwas frisch gemahlenen Kreuzkümmel
• Mehl für die Arbeitsfläche
• 1-2 Esslöffel zerlassene Butter
• Butter für das Backpapier

Zubereitung
Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Mangold waschen. Die Stiele in feine Streifen, die Blätter in breite Streifen schneiden. Den Lauch waschen und in Streifen schneiden.
Tomaten waschen und trocken tupfen. Knoblauch abziehen und fein hacken. In einem Topf das Öl erhitzen und den Knoblauch darin glasig schwitzen.
Mangold und Lauch zugeben, 1-2 Minuten mitdünsten, mit dem Wein ablöschen und diesen bei mittlerer Hitze vollständig einreduzieren lassen.
Vom Herd ziehen und abkühlen lassen.
Den Feta zerbröckeln. Die Eier mit der Crème fraîche verrühren, mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer Muskat und Kreuzkümmel würzen und unter den Mangold mischen.
Tomaten und Schafskäse ebenfalls unterheben.

Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche etwas größer als die Form ausrollen und eine mit Backpapier ausgekleidete Springform damit auslegen.
Teigrand überlappen lassen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und die Mangoldmasse darauf verteilen.
Den Teigrand darüber klappen, mit zerlassener Butter betreichen und im vorgeheizten Ofen ca. 40 Minuten backen.

Die Oberfläche reichtzeitig mit gebuttertem Backpapier abdecken, damit der Teig nicht zu stark bräunt. Die fertig gebackenen Quiche aus dem Ofen nehmen, lauwarm abkühlen lassen und in Stücke geschnitten servieren.



Puff pastry quiche with chard, cheese and tomatoes


Ingredients
(For a springform pan, 24 cm Ø)

350 g puff pastry
500 g chard
½ leek 
150 g small tomatoes
2 cloves of garlic
2 tablespoons olive oil
100 ml dry white wine
150 g sheep’s milk feta
3 eggs
150 g crème fraîche
Salt
black pepper from the mill
Cayenne pepper
Nutmeg, freshly grated
some freshly ground cumin seeds
Flour for the work surface
1-2 tablespoons melted butter
Butter for the baking paper

Preparation
Preheat the oven to 200 °C = 392 °F.
Wash chard. Cut the stems into fine strips, the leaves into broad strips. Wash the leek and cut into strips.
Wash the tomatoes and pat dry. Peel garlic and chop finely. Heat the oil in a saucepan and sweat the garlic until glassy.
Add chard and leek, stew for 1-2 minutes, deglaze with the wine and let it reduce completely over medium heat.
Remove from heat and allow to cool.
Crumble the sheep’s milk feta. Mix the eggs with the crème fraîche, season with salt, pepper, cayenne pepper, nutmeg and cumin and mix with the chard.
Fold in tomatoes and sheep’s feta.

Roll out the dough on a floured work surface slightly larger than the mould and line a springform pan lined with baking paper with it.
Let the dough edge overlap. Prick the base several times with a fork and spread the chard mixture on top.
Fold the edge of the dough over it, brush with melted butter and bake in the preheated oven for approx. 40 minutes.

Cover the surface with buttered baking paper so that the dough does not brown too much. Remove the baked quiche from the oven, leave to cool until lukewarm and serve cut into pieces.

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Freitagsfisch: Schwedischer Kartoffelsalat Nr. 2 und gebratenes Lachsfilet


Wir hatten mal wieder Lust auf Lachs. Dazu gab es ein zweites Mal Kartoffelsalat nach einem Rezept aus Schweden, weil uns der so gut geschmeckt hat.

Die Lachsfilets – richtig große Stücke – habe ich mit Limettensaft (Zitronensaft geht auch) beträufelt (nicht salzen!), diesmal leicht von allen Seiten mit Mehl bestäubt und dann in eienr Pfanne mit wenig erhitztem Butterschmalz gegeben, zuerst auf der Hautseite etwa 3-4 Minuten angebraten, dann gewendet und nochmals 3-4 Minuten auf der anderen Seite fertiggebraten.
Erst nachdem ich den Lachs aus der Pfanne genommen hatte, wurde er mit Salz und etwas Pfeffer übermahlen.

Zuerst habe ich aber den Kartoffelsalat zubereitet:



Schwedischer Kartoffelsalat mit Kapern


Zutaten
(Für 4 Personen)

• 600 g neue Kartoffeln
• 200 ml Weißwein
• 2 Esslöffel Apfelessig
• 1 Teelöffel französischer Senf
• 2 Esslöffel Olivelnöl
• 2 Esslöffel Wasser
• ½ Teelöffel Kräutersalz
• 1 rote Zwiebel, fein gehackt
• ½ Stange Lauch, in Ringe geschnitten
• 2 Esslöffel Schnittlauchröllchen
• 3 Esslöffel Kapern

Zubereitung
Die Kartoffeln in Salzwasser kochen. Noch warm halbieren oder vierteln und in eine Schüssel legen.
Den Wein zugeben und 10 Mintuen ziehen lassen. Die übrigen Zutatan zu einer Soße mischen.
Den Wein abgießen und die Soße über die Kartoffeln geben. Mit Schnittlauch und Kapern bestreuen.



Swedish potato salad with capers


Ingredients
(For 4 persons)

600 g new potatoes
200 ml white wine
2 tablespoons cider vinegar
1 teaspoon French mustard
2 tablespoons olive oil
2 tablespoons water
½ teaspoon herbal salt
1 red onion, finely chopped
½ leek stick, cut into rings
2 tablespoons chives rolls
3 tablespoons capers

Preparation
Boil the potatoes in salted water. Halve or quarter while still warm and place in a bowl.
Add the wine and let soak for 10 minutes. Mix the remaining ingredients to a sauce.
Drain the wine, then pour the sauce over the potatoes. Sprinkle with chives and capers.

Serve with fried salmon steak:

Fried salmon steak
Drizzle the salmon with lime juice, do not salt. Then dust with a little flour.
Melt some ghee or olive oil in a pan and fry the salmon steaks on the skin side for about 3-4 minutes, then turn and fry for another 3-4 minutes. Take out of the pan and season the fish with salt and, if you like, add some pepper.

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Klöpfer (Cervelat) mit Käse und Bacon vom Grill und schwedischer Kartoffelsalat mit Kapern


Im Sommer wird samstags gegrillt und dazu braucht man Beilagen-Salate!

Ich hatte bereits einen schwedischen Kartoffelsalat auf zweierlei Arten aus dem Buch „Schärensommmer” von Viveca Sten ausprobiert – beide äußerst delikat.
Einmal gab es einen mit Schwedischen Kartoffelsalat mit Radieschen und Möhren zu Würstchen vom Grill, das zweite Mal waren im Kartoffelsalat noch grüne Spargeln, dazu gab es gegrilltes Thunfischsteak.



Jetzt wurden wieder Würstchen gegrillt – diesmal Klöpfer bzw. Cervelat aus der Schweiz, die ich in der Mitte längs eingeschnitten, mit höhlengereiftem Emmentaler gefüllt und dann mit Bacon umwickelt habe.
Wer keinen Grill hat, kann die Klöpfer auch in einer Grillpfanne (ohne Fettzugabe) zubereiten.
Aber zuerst sollte man den Kartoffelsalat zubereiten.



Schwedischer Kartoffelsalat mit Kapern


Zutaten
(Für 4 Personen)

• 600 g neue Kartoffeln
• 200 ml Weißwein
• 2 Esslöffel Apfelessig
• 1 Teelöffel französischer Senf
• 2 Esslöffel Olivelnöl
• 2 Esslöffel Wasser
• ½ Teelöffel Kräutersalz
• 1 rote Zwiebel, fein gehackt
• ½ Stange Lauch, in Ringe geschnitten
• 2 Esslöffel Schnittlauchröllchen
• 3 Esslöffel Kapern

Zubereitung
Die Kartoffeln in Salzwasser kochen. Noch warm halbieren oder vierteln und in eine Schüssel legen.
Den Wein zugeben und 10 Mintuen ziehen lassen. Die übrigen Zutatan zu einer Soße mischen.
Den Wein abgießen und die Soße über die Kartoffeln geben. Mit Schnittlauch und Kapern bestreuen.


Klöpfer mit Käse und Bacon vom Grill


Zutaten
(Für 4 Personen)

• 4 Klöpfer/Cervelat
• 4 lange Stücke höhlengereifte Emmentaler
• 8 Scheiben Bacon

Zubereitung
Cervelat in der Mitte längs einschneiden. Je ein Stück Emmentaler hineinlegen und mit zwei Scheiben Bacon umwickeln.
Auf dem Grill oder in einer Grillpfanne so lange von allen Seiten grillen, bis der Bacon knusprig und der Käse zerlaufen ist.

 



Swedish potato salad with capers


Ingredients
(For 4 persons)

600 g new potatoes
200 ml white wine
2 tablespoons cider vinegar
1 teaspoon French mustard
2 tablespoons olive oil
2 tablespoons water
½ teaspoon herbal salt
1 red onion, finely chopped
½ leek stick, cut into rings
2 tablespoons chives rolls
3 tablespoons capers

Preparation
Boil the potatoes in salted water. Halve or quarter while still warm and place in a bowl.
Add the wine and let soak for 10 minutes. Mix the remaining ingredients to a sauce.
Drain the wine, then pour the sauce over the potatoes. Sprinkle with chives and capers.



Cervelat sausages with cheese and bacon from the grill


Ingredients
(For 4 persons)

4 Cervelat sausages
4 long pieces of cave-ripened Emmentaler cheese
8 slices of bacon

Preparation
Cut the cervelat sausages lengthwise in the middle. Put a piece of Emmentaler in each sausage and wrap two slices of bacon around it.
Grill on the grill or in a grill pan from all sides until the bacon is crispy and the cheese has melted.

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La Chandeleur – Polenta Pfannkuchen mit Gemüse und Pute


Es ist wieder Maria Lichtmess – in Frankreich La Chandeleur.
Die Tage werden ab jetzt wieder spürbar länger und in Frankreich gibt es zu diesem Tag Pfannkuchen.
Wie jedes Jahr, habe ich mir auch wieder ein Pfannkuchenrezept rausgesucht. Heute gibt es mal eines mit bunter Polenta (Maisgries).

Die Füllung könnt ihr ganz nach Gusto gestalten, ob süß oder salzig, beides passt dazu.
Ich habe diesmal eine bunte Gemüsemischung mit Zwiebeln, Champignons, Lauch, Tomaten, Paprika und etwas Putenfleisch gewählt…



Polenta-Pfannkuchen


Zutaten
(Für 4 Personen)

Für den Pfannkuchenteig
• 60 g bunte Polenta
• 60 g Mehl
• eine Prise Salz
• 250 ml Milch
• 2 Eier
• 1 Esslöffel Rapsöl (für den Teig)
• 4 Esslöffel Rapsöl (zum Braten)

Füllung
• 1 Zwiebel
• 1 Putenschnitzel, in feine Streifen geschnitten
• 1 rote Paprika
v1 Stange Lauch
• 200 g Champignons
• Butterschmalz
• 1 Esslöffel Tomatenmark
• ½ Bund gehackte Petersilie
• 100 g Sahne
• Salz
• Pfeffer

Zubereitung
Für den Pfannkuchenteig Polenta, Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Nach und nach Milch, Eier und einen Esslöffel Rapsöl unterrühren und zu einem glatten Teig verrühren.
20 Minuten zugedeckt quellen lassen.
Je einen Esslöffel Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und darin bei mittlerer Temperatur portionsweise (mit einer Suppenkelle portionieren) vier dünne Pfannkuchen backen und von jeder Seite zwei bis drei Minuten braten, bis sie goldgelb sind.

Für die Füllung die Zwiebel schälen und fein würfeln. Paprika waschen, Stiel, Kerne und weiße Trennwände entfernen, dann in kleine Würfel schneiden.
Lauch säubern, gründlich waschen und in feine Streifen schneiden. Pilze mit einer Pilzbürste säubern, dann in Scheiben schneiden.
In einer Pfanne 1 Esslöffel Butterschmalz erhitzen, dann die Zwiebelwürfel darin andünsten, Tomatenmark dazugeben und kurz mit dünsten. Dann das Fleisch hinzufügen und anbraten.
Danach Paprikawürfel, Lauch und Champignons dazugeben und einige Minuten anbraten.
Sahne angießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie untermischen.



Polenta pancakes


Ingredients
(For 4 persons)

For the pancake dough
60 g polenta
60 g flour
a pinch of salt
250 ml milk
2 eggs
1 tablespoon rapeseed oil (for the dough)
4 tablespoons rapeseed oil (for frying)

Topping
1 onion
1 turkey escalope, cut into fine strips
1 red pepper
1 leek
200 g mushrooms
clarified butter
1 tablespoon tomato paste
½ bunch chopped parsley
100 g cream
Salt
Pepper

Instructions
For the pancake dough, mix the polenta, flour and salt in a bowl. Gradually add milk, eggs and a tablespoon of rapeseed oil and stir until smooth.
Cover and leave to soak for 20 minutes.
Heat one tablespoon of rapeseed oil per pancake in a coated pan and bake four thin pancakes (portion with a ladle) at medium temperature and fry on each side for two to three minutes until golden brown.

For the filling, peel the onion and finely dice. Wash peppers, remove stalk, seeds and white partitions, then cut into small cubes.
Clean leek, wash thoroughly and cut into fine strips. Clean the mushrooms with a mushroom brush, then cut into slices.
Heat 1 tablespoon of clarified butter in a pan, then sauté the onion cubes in it, add the tomato puree and sauté briefly. Then add the meat and sauté.
After that,  add the pepper cubes, leek and mushrooms and fry for a few minutes.
Pour in the cream, season with salt and pepper and mix in the parsley.

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Schwedische Küche: Hausmannskost – Gelbe Erbsensuppe mit Gemüse und Speck


Heute habe ich für euch als Samstagseintopf typisch schwedische Hausmannskost.
Es gibt gelbe Erbsensuppe mit Gemüse und Speck.

Bevor ich zum Rezept komme, möchte ich euch aber noch ein wenig über die typisch schwedische Küche berichten.

Die Schwedische Küche

Dank unzähliger Seen und lang gestreckter Küsten verfügen die Schweden über eine große Speisefischtradition.
Karpfen, Hecht, Lachs, Forelle und Saibling spielen bei den Süßwasserfischen eine große Rolle. Der Wanderfisch Lachs hat hierbei eine besondere Bedeutung – er wird gebeizt, geräuchert, pochiert oder gebraten und zu speziellen Feiertagen, wie am Karfreitag, auf den Tisch gebracht.

Die Eigenheiten der schwedischen Küche haben ihren Ursprung in der Notwendigkeit, die Ausbeute der kurzen Erntezeit und des Fischfangs möglichst lange konservieren zu müssen.
So entstand auch die international bekannt gewordene Spezialität gravad lax,  der gebeizte Lachs, der gern mit hovmästarsås, einer süßsauren Senfsauce, gegessen wird.
Früher wurden die Fische im Frühsommer gefangen und um sie länger konservieren zu können, umhüllte man sie mit einer dünnen Salzschicht und vergrub sie in der Erde.
Später wurde dann der Lachs mit Salz, Zucker, Gewürzen, Kräutern und Dill behandelt, bevor man ihn in der Erde vergrub.

Heutzutage wird der Lachs natürlich nicht mehr in der Erde vergraben. Der rohe Lachs wird mit einer Mischung aus gehacktem Dill, Salz und Zucker eingerieben, mit zerstoßenen Pfeffer-, Senf- und Pimentkörnern gewürzt und dann 2 -3 Tage im Kühlschrank mariniert.

Bei den Meeresfischen steht an erster Stelle der Hering, der in Schweden zwei verschiedene Bezeichnungen hat.
Wurde der Hering in der Ostsee gefangen, so nennt man ihn Strömming, ansonsten nennt man ihn Sill. Der Strömming ist kleiner und nicht so fetthaltig wie der Sill.

Der früher ebenso vergrabene saure Hering surströmming (sur = sauer) ist eine recht umstrittene Fischdelikatesse.
Zur Surströmmingpremiere ist diese alljährlich ab Mitte August im Handel erhältlich.

Ein halbes Jahr benötigt der Fisch, bis er „reif” ist, was man an der fast kugelförmig ausgebeulten Konservendose, in welcher er im Supermarkt-Kühlregal zu finden ist, erkennen kann.
Der im März eingesalzene und vergorene Hering kommt ohne Erhitzen in die zylindrischen Dosen, worin er weiter nachgärt. Diese Prozess führt zu einem enormen Gasdruck, dessen Kräfte nach allen Seiten wirken.
Beim Öffnen der Dose, was vorzugsweise unter freiem Himmel geschieht, entweicht ein übler Geruch. Surströmming wird daher im Volksmund auch Stinkefisch genannt.
Klassisch verzehrt man ihn mit Tunnbröd – ein weiches Fladenbrot, das mit Mandel-Kartoffeln, geschmorten Zwiebeln und Butter oder saurer Sahne belegt ist.
Traditionell wird zum Surströmmings-Fest Aquavit serviert, das ist eine klare bis goldgelbe Spirituose, die unter Verwendung von Kümmel hergestellt wird.
Ein ordentlicher Schluck nach jedem Bissen ist die Regel.

Die wahre Art, Surströmming zu essen, besteht darin, eine dünne Scheibe tünbrodd, des hierfür bestimmten Brotes, zu nehmen und sie dick mit Butter zu bestreichen.
Darauf legen Sie eine Scheibe gekochte Kartoffel und einen rohen Zwiebelring (der in diesem speziellen Fall zur Erfrischung des Atems dient).
Ist die Dose geöffnet und die erste Schockwelle des alle Sinne erschlagenden Verwesungsgestanks ein wenig abgeklungen, so wickeln Sie einen Brocken daraus in Ihre Brotscheibe ein. Der Fisch sieht aus wie ganz normaler Hering, silbrig glänzend auf der Außenseite, ziegelrot im Innern. Aber die Zähnen empfinden ihn als wabbelig und weit jenseits des Verfallsdatums. Und was die Geschmacksknospen anbelangt…. obwohl bei der Herstellung keinerlei Fäkalien zur Anwendung gelangen, drängt sich der Gedanke an sie dennoch auf, zusammen mit den Aromen von schlechtem Fisch, Salz und Essig. Skål!
Christa Weil – Cuisine Fatale, Ein Potpourri aus der internationalen Extremküche


Troll-Postkarte zum Thema Surströmming von Rolf Lidberg/Trollrike

Der Markgräfler hatte, nachdem wir im Supermarkt-Kühlregal ein paar Dosen mit leichter Wölbung entdeckt hatten, schon mit dem Gedanken geliebäugelt, eine davon mitzunehmen.
Aber ohne Kühlmöglichkeit und mit obigem Zitat aus dem Buch von Christa Weil im Hinterkopf, hat die Markgräflerin nur den Kopf geschüttelt. Nee, nee, sowas esse ich bestimmt nicht.
Und vermutlich wäre die Dose sowieso am Flughafen bei der Handgepäckkontrolle wegen Explosionsgefahr einbehalten worden….. 😉
Stattdessen habe ich eine nette Troll-Postkarte zum Thema Surströmming entdeckt, die musste auf jeden Fall mit.

Und was gibt es sonst noch?
Bei der Viehzucht sind traditionell die Rinder- und Ziegenhaltung geläufig, die früher in erster Linie der Milchwirtschaft dienten.
Der ohnehin spärliche Fleischverzehr wurde gedeckt durch Wild (überwiegend Kleinwild wie Hase, Kaninchen, Schneehühner oder Schnepfen) und eher ausnahmsweise durch Elchfleisch).

Im Ackerbau wird heute überwiegend Getreide angebaut, vor allem Gerste, Weizen und Hafer, außerdem Leinsaat und Raps. In Südschweden werden vereinzelt auch Zuckerrüben angebaut.
Und natürlich gibt es Kartoffeln! – Wir haben unterwegs einige Kartoffelfelder gesehen.
Die günstigsten Bedingungen für den Ackerbau findet man in Südschweden, denn dort beträgt die Vegetationsperiode 240 Tage – im hohen Norden beträgt diese nur etwa die Hälfte dieser Zeitspanne.
In den heimischen Gemüsegärten werden vor allem Pflanzen angebaut, die nicht so kälteempfindlich sind, meist Kohl und Hülsenfrüchte, insbesondere die gelbe Erbse.


getrocknete gelbe Erbsen

Aha, und schon sind wir wieder bei der gelben Erbsensuppe – typisch schwedische Hausmannskost.

Traditionelle schwedische Hausmannskost ist meistens einfach, deftig und nahrhaft. Zu den beliebtesten gehören Gerichte wie Jansons frestelse, ein Auflauf aus Kartoffeln, Zwiebeln, Sardellen und Sahne, Pytt y panna, ein traditionelles Resteessen, bei dem Kartoffeln und Fleischreste in Würfel geschnitten und meist gekrönt von einem Ei in der Pfanne gebraten werden.
Dazu isst man Rote Bete, ebenso Biff a la Lindström, Rindergehacktes mit Rote Bete und Kapern und natürlich die berühmten Köttbullar, Fleischbällchen, die gern mit Preiselbeeren (lingon) gegessen werden.
In vielen Familien gibt es nach alter Sitte am Donnerstag gelbe Erbsensuppe und danach knusprige Pfannkuchen mit eingemachten Beeren oder Früchtekompott.
Zu den Desserts und zur berühmten schwedischen Kaffeepause fika komme ich später noch, in einem oder mehreren Blogbeiträgen.



Gelbe Erbsensuppe mit Gemüse
Gul ärtsoppa med grönsaker


Zutaten
(Für 4 Portionen)

• 400 g getrocknete gelbe Erbsen
• 2 Möhren
• 200 g Sellerie
• 1 Stange Lauch (Porree)
• 2 Zwiebeln
• 200 g Räucherspeck
• 800 ml Gemüsebrühe
• Salz
• Pfeffer
• 1 Messerspitze gemahlener Koriander
• ½ Bund frischer gehackter Koriander (ersatzweise Petersilie)

Zubereitung
Die gelben Erbsen in ein Sieb geben, abspülen, dann in einen Topf oder eine große Schüssel geben und in reichlich Wasser über Nacht einweichen.

Die Erbsen in etwa 1,5 Liter Wasser zum Kochen bringen, die oben schwimmenden Schalen und den sich bildenden Schaum mehrmals abschöpfen. Etwa 20 Minuten kochen.
Samt Kochwasser beiseite stellen.

Möhren und Sellerie schälen, Lauch putzen und alles in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und hacken. Speck in kleine Würfel oder Streifen schneiden.
Speck in einem großen Topf auslassen, dann den Speck herausnehmen und im Speckfett Zwiebel und übriges Gemüse anschmoren.
Erbsen mit Kochsud und die Gemüsebrühe zufügen. Alles 1 Stunde und 30 Minuten kochen.
Die Suppe pürieren, mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Koriander abschmecken.
Speckwürfel und Koriander auf die Suppe geben. Nach Belieben mit etwas Knäckebrot servieren.



Swedisch yellow peas soup with vegetables
Gul arsoppa med grönsaker

Ingredients
(For 4 servings)

400 g dried yellow peas
2 carrots
200 g celery
1 leek
2 onions
200 g smoked bacon
800 ml vegetable broth
Salt
Pepper
1 pinch ground coriander
½ bunch of fresh chopped cilantro (alternatively parsley)

Preparation
Put the yellow peas into a colander, rinse, then place in a pot or large bowl and soak in plenty of water overnight.
Drain through a sieve, then put the peas into a large pot together with 1.5 litres of water. Bring to a boil and cook for about 20 minutes, skim off the floating peels and the froth several times.
Set the pot aside.

Peel carrots and celery, clean leeks and cut everything into small pieces. Peel and chop the onions. Cut bacon into small cubes or strips.
Drain the bacon in a large saucepan, then remove the bacon and add onions and vegetables and fry in the fat of the bacon.
Add peas with cooking stock and the vegetable stock. Cook everything for 1 hour and 30 minutes.
Puree the soup, season with salt, pepper and ground coriander.

Add bacon cubes and cilantro to the soup. Serve with a little crispbread to taste.

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Samstagseintopf: Russische Kohlsuppe


Heute habe ich als Samstagseintopf mal ein Rezept aus Russland. Es gibt nämlich eine „Russische Kohlsuppe”.

Wie ist die Markgräflerin gerade auf Russland gekommen, werdet ihr euch jetzt bestimmt fragen? Nun, das Thema Russland ist gerade sehr präsent:

Während der Olympischen Winterspiele in Korea gab es jüngst wieder Fälle von Doping unter russischen Sportlern und im Fernsehen, nämlich auf Arte, sind wir kürzlich zufällig auf eine Serie gestoßen, die von der Besetzung Norwegens durch Russen handelt („Occupied”), nachdem die Norweger beschlossen haben, ihren Erdölbedarf auf Dauer komplett durch alternative Energieerzeugung zu ersetzen.
Ein packender Thriller um Macht und Intrigen in zwei Staffeln zu je 8 Folgen. Wir haben uns aus der Mediathek gleich mehrere Folgen hintereinander angesehen.

Und außerdem findet dieses Jahr vom 14. Juni bis zum 15. Juli in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft statt.

Politisch gesehen leistet sich das Gastland seit einiger Zeit allerhand negative Schlagzeilen. Ich habe mich deshalb auch schon mit der Frage auseinandergesetzt, ob ich dieses Jahr die Fußball WM in meinem Blog boykottieren und keine passenden Rezepte aus Russland vorstellen sollte.

Dennoch möchte ich zumindest in kulinarischer Hinsicht neugierig bleiben und mich mit einer winterlichen Suppe ein wenig an die russische Essenskultur herantasten.
Vielleicht kommt dann mit der Zeit doch noch das eine oder andere Rezept hinzu.
Diese „Russische Kohlsuppe” ist jedenfalls köstlich und unterscheidet sich kaum von westeuropäischen Zubereitungsarten und ist der Deutschen Küche in manchen Teilen gar nicht so unähnlich.

приятного аппетита (priyatnogo appetita) – Guten Appetit!



Russische Kohlsuppe


Zutaten
(Für 6 Portionen)

• 500 g magere Rinderbrust
• 3-4 Suppenknochen
• 3 Teelöffel gekörnte Rindsbouillon
• 250 g Zwiebeln
• 750 g Weißkohl
• 1 Bund Suppengrün (1 Möhre, ein Stück Knollensellerie, ein Stück Lauch, Petersilie)
• 500 g Kartoffeln
• 1-2 Esslöffel Butter
• 1 kleine Dose gehackte Tomaten in Tomatensaft (400 g)
• 1 Knoblauchzehe
• Pfeffer
• Salz
• gehackte Petersilie
• Sauerrahm oder Schmand

Zubereitung
Fleisch und Suppenknochen mit kaltem Wasser abspülen. Das Fleisch mit Küchenpapier trocken tupfen.
In einen Topf zwei Liter Wasser geben. Suppenknochen und Fleisch hineinlegen und bei schwacher Hitze aufkochen.
Den aufsteigenden Schaum abschöpfen, Bouillon hineinrühren und das Fleisch etwa 90 Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen.

In der Zwischenzeit Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Kohl putzen, waschen und in Streifen schneiden.
Suppengrün putzen, waschen und klein schneiden. Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.

Butter in einem großen Topf zerlassen. Zwiebeln darin weich dünsten. Kohl und Suppengemüse dazugeben und zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten garen.

Fleisch aus der Brühe nehmen und in Würfel schneiden.
Etwa eineinhalb Liter Rinderbrühe zum Gemüse gießen. Fleischwürfel und Kartoffeln dazugeben.
Tomatenwürfel unterrühren und alles zugedeckt ca. 20 Minuten garen.

Knoblauchzehe schälen und dazupressen.
Zum Schluss die Suppe mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Mit einem Klecks saurer Sahne und gehackter Petersilie servieren.

Das Rindermark aus den Knochen kann man als Vorspeise auf geröstetem Brot servieren.



Russian cabbage soup

Ingredients
(For 6 servings)

500 g lean beef breast
3-4 soup bones
3 teaspoons granulated beef stock
250 g onions
750 g white cabbage
1 bunch of greens (1 carrot, a piece of celeriac, a piece of leek, parsley)
500 g potatoes
1-2 tablespoons butter
1 small tin of chopped tomatoes in tomato juice (400 g)
1 clove of garlic
pepper
salt
chopped parsley
Sour cream

preparation
Rinse meat and soup bones with cold water. Dab the meat dry with kitchen paper.
Give two litres of water in a pot. Put in the soup bones and meat and bring to a boil over low heat.
Skim off the rising foam, stir in the bouillon and let the meat simmer for about 90 minutes with the lid closed.

In the meantime peel onions and cut into thin slices. Clean cabbage, wash and cut into strips.
Clean greens, wash and cut in small cubes. Peel and dice the potatoes.

Melt butter in a large pot. Fry the onions in it until soft. Add cabbage and soup vegetables. Cover with a lid and cook over low heat for about 15 minutes.

Remove meat from the broth and cut into cubes.
Pour about one and a half litres of beef broth into the vegetables. Add meat cubes and potatoes.
Stir in the diced tomatoes and cook everything covered with a lid for about 20 minutes.

Peel the garlic clove and squeeze into the soup. Finally, season with pepper and salt to taste.

Serve with a dollop of sour cream and chopped parsley.

The core of the soup bones can be served on toasted bread as an appetizer.

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Samstagseintopf: Geröstete Grünkernsuppe


„Etwas Warmes braucht der Mensch” – so warb ein bekannter Tütensuppen-Hersteller in den 80er Jahren für seine 5-Minuten Terrine.
Wie wahr, bei diesem kalten und ungemütlichen Regenwetter!

Ganz ohne Tüte oder Plastikbecher, in nur 10 Minuten Kochzeit kann man viele köstliche Suppen selber machen und dafür auch noch Gemüsereste verwenden.
Statt Petersilienwurzel kann man auch Knollensellerie oder Pastinake verwenden, statt Frühlingszwiebeln ein kleines Stück Lauch.
Ich habe mich beim heutigen Samstagseintopf für eine vegetarische Grünkernsuppe entschieden.
Man kann statt Grünkernschrot auch Haferflocken verwenden…. (Rezept für geröstete Haferkernsuppe)



Geröstete Grünkernsuppe


Zutaten
(für 4 Personen)

• 1 Möhre
• 1 kleines Stück Petersilienwurzel
• 1 Esslöffel Butter
• 60 g Grünkernschrot
• 750 ml Gemüsebrühe
• 2-3 Frühlingszwiebeln/Lauchzwiebeln
• ½ Bund Petersilie
• Salz
• 1-2 Esslöffel Crème fraîche oder Schmand

Zubereitung
Möhre und Petersilienwurzel waschen, schälen und in kleine Würfel (Brunoise) schneiden.
Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen, in feine Ringe schneiden.
In einem Topf die Butter erhitzen. Den Grünkernschrot dazugeben und unter Rühren anrösten, bis er würzig duftet. Dann die weißen Teile der Frühlingszwiebeln und das Gemüse hinzufügen und einige Minuten mitrösten. Die Gemüsebrühe dazugießen und zum Kochen bringen.
Die Suppe bei schwacher Hitze zugedeckt etwa 10 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren.
Die Petersilie waschen, trockenschleudern und feinhacken. Petersilie zur Suppe geben. Nach Belieben mit Crème fraîche verfeinern. Die Suppe mit Salz abschmecken und mit grünen Zwiebelröllchen bestreut sevieren.


Toasted green spelt soup

Ingredients
(for 4 people)

1 carrot
1 small piece of parsley root
1 tablespoon butter
60 g coarasely ground green spelt meal
750 ml vegetable broth
2-3 spring onions
½ bunch of parsley
salt
1-2 tablespoons creme fraiche or sour cream

Preparation
Wash carrot and parsley root, peel and cut into small cubes (brunoise). Clean the spring onions, wash, cut into fine rings.
Heat the butter in a saucepan. Add the green spelt meal and stir-fry until it has a wonderful spicy flavour. Then add the white parts of the spring onions and the vegetables and cook for a few minutes. Add the vegetable stock and bring to a boil.
Cover the soup and simmer on low heat or about 10 minutes, stirring from time to time.
Wash the parsley, spin dry and finely chop. Add parsley to the soup. Refine with crème fraîche as desired.
Season the soup with salt and sprinkle with green onion rolls.

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Samstagseintopf: Bündner Gerstensuppe


Ist das kalt geworden draußen.
Im Markgräflerland hatten wir Mitte der Woche den ersten, leichten Frost – und damit bewahrheitet sich wieder einmal  die alte Regel, nach der unsere Großmütter zum 1. November den warmen Wintermantel aus dem Schrank geholt haben.

Innerlich wärmt uns eine heiße Suppe. Wie wäre es mit einem Eintopfklassiker aus der Schweiz?
Die Zubereitung ist nicht schwierig, aber man braucht ein wenig Zeit, – man sollte sich während des Köchelns in der Nähe des Herds aufhalten, denn man muss die Suppe häufig umrühren.
Am besten nutzt man die Zeit, um nebenher noch einen Kuchen für den Sonntagskaffee zu backen….



Bündner Gerstensuppe


Zutaten
Für 4 Personen

• 1 Zwiebel, fein gehackt
• 1 Knoblauchzehe, gepresst
• ein kleines Stück Butter
• 1 Kalbsfuß, kalt abgespült
• 100 g Speck, Bündnerfleisch- oder Rohschinkenabschnitte, klein gewürfelt
• 100 g Schinkenwürfelchen
• ½ Stange Lauch, ca. 150 g, geputzt und gewaschen, klein gewürfelt
• 1 Stück Sellerie, ca. 100 g, klein gewürfelt
• 1-2 Rüebli, ca. 200 g, geschält, klein gewürfelt
• 2 Kartoffeln, ca. 200 g, geschält, klein gewürfelt
• 1 kleines Stück Wirsing, ca. 50 g, klein gewürfelt
• 2 Lorbeerblätter
• 2 Nelken
• 100 g Rollgerste
• 2 Esslöffel Mehl
• ca. 1,5 Liter Gemüsebrühe
• 200 ml Rahm oder Milch
• Salz
• Pfeffer
• 2 Esslöffel glattblättrige Petersilie, fein gehackt
• glattblättrige Petersilie zum Garnieren

Zubereitung
Zwiebel und Knoblauch in der Butter dünsten. Das Fleisch hinzugeben und kurz mitbraten. Gemüse, Lorbeer und Nelken dazugeben und mitdünsten.
Gerste und Mehl einstreuen, kurz mitdünsten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, unter Rühren aufkochen.
Die Suppe bei kleiner Hitze für 1-1,5 Stunden unter häufigem Rühren köcheln lassen. Nelken und Lorbeerblätter entfernen. en Kalbsfuß herausnehmen, Fleisch auslösen und zur Suppe geben.
Rahm hineingießen, sämig einkochen, würzen. Die Petersilie dazugeben. In vorgewärmte Suppenschalen geben, garnieren und heiss servieren.
Dazu passt frisches Bauernbrot.
Die Suppe schmeckt aufgewärmt noch cremiger. Bei Bedarf mit wenig Wasser ver­dünnen.


 


Graubünden barley soup

Serves 4

1 onion, finely chopped
1 garlic clove, pressed
a little piece of butter
1 calf’s foot, rinsed with cold water
100 g bacon, Bündnerfleisch or raw ham, finely diced
100 g ham finely diced
½ leek, about 150 g, cleaned and washed, finely diced
1 piece of celery, about 100 g, finely diced
1-2 carrots, about 200 g, peeled, finely diced
2 potatoes, about 200 g, peeled, finely diced
1 small piece of savoy cabbage, approx. 50 g, minced
2 bay leaves
2 cloves
100 g barley
2 tablespoons flour
about 1.5 litres vegetable stock
200 ml cream or milk
salt
pepper
2 tablespoons of smooth-leaf parsley, finely chopped
  smooth-leaf parsley for garnish

Preparation
Fry onion and garlic in butter. Add the meat and fry briefly. Add vegetables, bay leaves and cloves, sauté.
Sprinkle in barley and flour, simmer briefly. Deglaze with vegetable stock, bring to a boil while stirring.
Simmer the soup over low heat for 1-1.5 hours with, stirring frequently. Remove cloves and bay leaves. Remove the calf’s foot, loosen the meat and add to the soup.
Pour in the cream, boil until it is creamy, season. Add parsley. Fill in preheated soup bowls, garnish and serve hot.
Serve with fresh farmhouse bread.
The soup tastes even creamier when it is warmed up . If the soup is too thick, add a little water.

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Die zwölf besten Rezepte für die St. Patrick’s Day Party

St-Patricks-Day-die-besten-RezepteDie Iren feiern ihren Schutzpatron und Nationalheiligen St. Patrick am 17. März. Der St. Patrick’s Day wird mittlerweile weit über die grüne Insel hinaus gefeiert. Weltweit erstrahlen berühmte Monumente beim „Global Greening“ am 17. März in grün, wie beispielsweise das London Eye, das Colosseum in Rom, das Empire State Building in New York, die Allianz-Arena in München oder die Niagara Fälle.

Im schweizerischen Schaffhausen – fast bei uns um die Ecke – wird der Rheinfall am St. Patrick’s Day grün erleuchten.

Ihr wollt den St. Patrick’s Day feiern. Hier findet Ihr die besten Rezepte für Eure Party.


Soda Bread2
Irish Soda Bread

1. Soda Bread

Nichts geht über ein frisches selbst gebackenes Brot. Irisches Natronbrot gehört zum St. Patrick’s Day einfach dazu. Die Zubereitung des Brotes ist ganz einfach und gebacken ist es super-schnell, da der Teig nicht gehen muss.

Hier geht’s zum Rezept.


Irish Sodabread Rolls 2
Irish Sodabread Rolls mit Lachs und Kressebutter

2. Irish Sodabread Rolls mit Lachs und Kressebutter

Mit den Sodabread Rolls wird das Lachsbrötchen zum Gedicht. Ideal zum Brunch.

Hier geht’s zum Rezept.


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St. Patrick’s Day – Irish Stew

3. Irish Stew

„Irish Stew“ mit Lamm ist der Klassiker aus der irischen Küche. Dazu ein frisches selbst gebackenes irisches Natronbrot und natürlich ein frisch gezapftes Guinness Bier.

Hier geht’s zum Rezept.


Irish Beef Stew 8
Irish Beef and Guinnes Stew

4. Irish Beef and Guinness Stew

Noch ein Eintopf aus Irland zum St. Patrick’s Day. Diesmal mit Rindfleisch, dieses wird etwa zwei Stunden in Guinness geschmort. Absolut köstlich. Dazu wird selbstverständlich ein Guinness Draught Beer aus der Brauerei in Dublin getrunken.

Hier geht’s zum Rezept.


Dublin Coddle 1
Dublin Coddle

5. Dublin Coddle

Für den Dublin Coddle gibt es eigentlich kein Standardrezept, denn ursprünglich ist der Dublin Coddle der irische MO-DI-MI-DO-Eintopf, den wir in der deutschen Küche auch kennen. Ein Reste-Eintopf. Was auf jeden Fall reingehört sind Zwiebeln, Kartoffeln, Würste und Speck. Gewürzt wird nur mit Salz, Pfeffer und Petersilie.

Hier geht’s zum Rezept.


Colcannon 3
Colcannon

6. Colcannon – Irischer Kartoffelstampf

Colcannon – das ist Kartoffelpüree, mit verschiedenen Kohlsorten gemischt und mit guter Irischer Butter verfeinert. Passt gut zu einem saftigen Braten, Steak oder Bratwurst – schmeckt aber auch hervorragend als Hauptgericht.
Mmmh. Dabei darf natürlich ein Guinness nicht fehlen!

Hier geht’s zum Rezept.


Haferflocken Suppe 1-1
Irische Haferflockensuppe

7. Irische Haferflockensuppe mit Lauch und Brennesseln

Falls der Frühling noch auf sich warten lässt – eine warme irische Haferflockensuppe ist da genau das Richtige.

Hier geht’s zum Rezept.


Apple Pratie6
Apple Pratie

8. Apple Pratie – der etwas andere Apple Pie aus Irland

Der Apple Pratie ist wirklich ein etwas anderer Kuchen: Der Teig besteht nämlich nur aus gekochten Kartoffeln, Mehl und Zucker. Diese Zutaten machen ihn sehr bekömmlich. Er ist ideal als Feiertagskuchen zum St. Patrick’s Day oder als original irisches Dessert.

Hier geht’s zum Rezept.


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Baileys Mousse

9. Baileys Mousse

Ihr sucht noch ein passendes Dessert? Baileys Mousse ist genau das richtige für Eure Party.

Hier geht’s zum Rezept.


Shamrock
Kleeblatt aus Wackelpudding

10. Shamrock aus Götterspeise

Ihr wollt mit dem Dessert farbliche Akzente setzen. Wie wär’s mit einem grünen Kleeblatt aus Wackelpudding.

Hier geht’s zum Rezept.


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Irish Coffee

11. Irish Coffee

In den 1970er Jahren ein Modegetränk, heute – leider zu unrecht – etwas in Vergessenheit geraten: Irish Coffee – starker Kaffee mit irischem Whiskey („Old Bushmills“ oder „Paddys“). Er passt jedenfalls super zum derzeit angesagten Trend zum „Hand Brew Coffee„.

Hier geht’s zum Rezept.


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Baileys selbst gemacht …

12. Baileys, schnell selbst gemacht und schnell vernascht….

Für die Jungs gibt’s Guinness Bier zur St. Patrick’s Day Pary – für die Mädels natürich Baileys. Den feinen Sahnelikör könnt Ihr übrigens ganz einfach selbst machen. Ich hab das Rezept vor Jahren von einer Tupperparty mitgenommen …

Hier geht’s zum Rezept.

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Kochen mit Dosenvorräten: Kirchererbsensuppe als Samstagseintopf

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Wie ist das bei euch-  legt ihr große Vorräte im Keller oder der Speisekammer für Notfälle an, oder habt ihr nur das im Haus, was ihr gerade braucht?

Laut Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sollte man immer pro Person für zwei Wochen folgende Lebensmittel-Notvorräte zu Hause haben:

• 28 Liter Getränke (Wasser)
• 4,9 kg Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis
• 5,6 kg Gemüse, Hülsenfrüchte
(möglichst Konservenware, da diese vorgekocht ist und kein zusätzliches Wasser für die Zubereitung gebraucht wird)
• 3,6 kg Obst, Nüsse  – keine leichtverderblichen Obstsorten oder ebenfalls Konserven
• 3,7 kg Milchprodukte
• 2,1 kg Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver
• 0,5 kg Fette, Öle
Sonstiges (an persönlichen Vorlieben denken):
Zucker, Honig, Schokolade, Jodsalz, Fertiggerichte (z. B. Dosenravioli, Fertigsuppen, Kartoffeltrockenprodukte, Mehl, Instantbrühe, Kakaopulver, Hartkekse, Salzstangen…)

Die empfohlenen Mengen reichen aus, um einen täglichen Kalorienbedarf von 2.200 kcal zu decken.

Im Keller der Markgräflerin und des Markgräflers finden sich so einige Konserven und Dauerwaren, aber auf die komplette Vorratsmenge für zwei Wochen kommen wir sicherlich nicht…
Obwohl – wenn man bei den Getränken auch Wein dazuzählen darf… den gibt es in einem Markgräfler Haushalt selbstverständlich 😉

Jedenfalls bin ich beim Lesen des Romans „Blackout” von Marc Elsberg vor einiger Zeit schon sehr nachdenklich geworden.
Das Szenario mit einem lang andauernden Stromausfall im Februar bei eisigen Wintertemperaturen ist überhaupt nicht so abwegig – wer weiß schon genau, was sich Cyberkriminelle so alles einfallen lassen und was sich auf den dunklen Seiten im Web so alles abspielt…
Erst vor kurzem wurde das Thema wieder in den Medien diskutiert. Aber ich will hier bestimmt keine Panik machen!
Es ist auch einfach praktisch, sich Vorräte anzulegen, etwa wenn man mal ein paar Tage nicht aus dem Haus will, zum Beispiel bei Schnee und Glatteis, oder kann (Grippe, …).

Wenn man Notvorräte hat, sollte man regelmäßig prüfen, wie lange diese noch haltbar sind und kurz vor dem Verfall stehende verbrauchen und durch frische ersetzen.
Und neulich, als ich das getan habe, habe ich zwei Dosen Kichererbsen entdeckt, die im Dezember abgelaufen waren.
Deshalb kommen die jetzt zusammen mit frischem Gemüse in eine Suppe, die schnell gemacht ist.


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Kichererbsensuppe


Zutaten
(für 4 Personen)

• 1 Zwiebel
• 1 Knoblauchzehe
• 400 g Gemüse (Karotten, Lauch, Bleichsellerie)
• 2 Esslöffel Olivenöl
• 1 Dose Kichererbsen (ca. 400 g Abtropfgewicht)
• 1 Dose gehackte geschäte Tomaten (400g)
• 1 Liter Bio-Gemüsebrühe
• 1 Bund Petersilie
• ½ Zitrone
• Salz
• Pfeffer

Zubereitung
Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken.
Karotten schälen. Lauch und Bleichsellerie putzen und waschen.
Gemüse in kleine Würfel schneiden. Die Kichererbsen in ein Sieb geben und abtropfen lassen.
Olivenöl in einem hohen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Gemüse dazugeben, ca. 5 Minuten dünsten.
Kichererbsen, Tomaten und Gemüsebrühe dazugeben.
Zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen.
Petersilie waschen und hacken. Zitrone auspressen.
Zitronensaft und Petersilie dazugeben.
Suppe mit Salz und Pfeffer würzen.


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Chick pea soup

Ingredients
(for 4 people)

1 onion
1 clove of garlic

400 g vegetables (carrots, leeks, celery)
2 tablespoons olive oil
1 can of chickpeas (approx. 400 g drained weight)
1 can of chopped tomatoes (400g)
1 litre organic vegetable broth
1 bunch of parsley
½ lemon
salt
pepper

Preparation
Peel onion and garlic and chop.
Peel carrots. Clean and wash leeks and celery.
Cut the vegetables into small cubes. Place the chick peas in a colander and drain.
Heat olive oil in a tall pot. Add onion, garlic and vegetables, sauté for about 5 minutes.
Add chickpeas, tomatoes and vegetable broth.
Leave to simmer for about 15 minutes.
Wash parsley and chop. Press the lemon.
Add the lemon juice and parsley.
Season the soup with salt and pepper.