Archive for the ‘Reisen’ Category

Mailand – Tag 2: Antike Bauwerke, Navigli und Sonntagsflohmarkt mit Kunst, Kitsch und Trödel

21. Mai 2017

Santa Maria delle Grazie – Milano


Am unserem zweiten Tag in Mailand haben wir uns in Richtung der Kirche Santa Maria delle Grazie aufgemacht, wo man nach Voranmeldung das legendäre Wandbild von Leonardo da Vinci „Das letzte Abendmahl” (L’Ultima Cena oder Cenacolo) besichtigen kann.
Leider haben wir nicht rechtzeitig daran gedacht, vorher zu reservieren. Täglich wird nur einer begrenzte Anzahl Personen der Zutritt gewährt und man muss sich lange vorher einen Platz reservieren.
Dennoch haben wir einen kurzen Blick in die äußerst sehenswerte Kirche geworfen, die zu den schönsten Kirchen ganz Italiens gehört.



Anschließend haben wir uns noch die Basilica Sant‘ Ambrogio angesehen.
Der Heilige Ambrosius, nach dem die Kirche benannt ist, ist der Schutzpatron Mailands.
Er wurde als Sohn eines römischen Verwaltungsbeamten um 340 in Trier geboren, kam nach Mailand und wurde 374 zum ersten Bischof der Stadt gewählt.
Ende des 4. Jahrhunderts ließ Ambrosius eine Säulenbasilika zu Ehren der Gebeine der Märtyrer Gervasius und Protasius bauen. Vom Ursprungsbau blieb nichts erhalten – 1157 stürzten Teile des Mittelschiffs ein, deren Wiederherstellung die lange Folge der Baumaßnahmen vorerst beendete.

Später wollte Ludovico il Moro die neuen Prinzipien der Renaissancebaukunst in der Kirche verwirklicht sehen und beauftragte Bramante mit der Errichtung des Konventsgebäudes, der Canonica und der beiden Kreuzgänge.
Ludovico Maria Sforza (1452 – 1508, seiner dunklen Haut- oder Haarfarbe wegen auch il Moro, „der Dunkle“ genannt, war von 1494 bis 1499 Herzog von Mailand und berühmt als Förderer Leonardo da Vincis und anderer Künstler. Er verlor das Herzogtum 1500 an die Franzosen und starb als deren Gefangener.

1630 beauftragte dann Federico Borromeo (1564 – 1631) den Baumeister Francesco Maria Richini mit einer barocken Umgestaltung.
Borromeo war ein Kardinal der römisch-katholischen Kirche und gehörte dem italienischen Adelsgeschlecht der Borromeo an.

Die ursprüngliche Form der Kirche war danach nicht mehr vorhanden.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, den romanischen Originalzustand des bedeutendsten Sakralbaus der lombardischen Romanik so gut wie möglich wiederherzustellen.



Von dort sind wir zur Kirche San Lorenzo an der Porta Ticinese weitergegangen.
Vor der Kirche befinden sich 16 mächtige Marmorsäulen – die Colonna di San Lorenzo. Auch sie gehören zu den ältesten Monumenten in Mailand.
Sie stammen aus der römischen Kaiserzeit, etwa dem 2. oder 3. Jahrhundert.
Wie der Bau, den diese Säulen einst stützten einmal ausgesehen hat, ist leider nicht überliefert.
Man vermutet auch, dass man die Säulen von einem anderen Ort hierher versetzt hat, um einer frühchristlichen Kirche ein Atrium zu verleihen.
Heute sind die Säulen ein beliebter Treffpunkt von Jugendlichen.




Die mittelalterliche Porta Ticinese




Sonntagsflohmarkt mit Kunst und Antiquitäten an den Navigli, den mittelalterlichen Wasserstraßen



Am letzten Sonntag im Monat findet an den Navigli immer ein großer Markt statt, wo man Trödel, Kunst und Antiquitäten kaufen kann.
Da wir etwas später nochmal hierherkommen wollten, um eine Kleinigkeit zu essen und einen Apéro zu genießen, sind wir mit der Metropolitana zurück in Richtung Hotel gefahren.
Unterwegs haben wir als Kontrastpunkt zu den alten Kirchen noch einen Stop im modernsten Viertel Mailands, Porta Nuova, eingelegt.
Aber davon mehr in meinem nächsten Beitrag.

Camparino in Galleria, Milano – und über den Dächern Mailands

7. Mai 2017


Die Markgräflerin und der Markgräfler haben das vergangene verlängerte Wochenende dazu genutzt, nach vielen Jahren wieder einmal ins etwa 5 Busstunden entfernte Mailand zu fahren.

Wir waren wieder mal mit einem roten AVANTI Bus unterwegs, der einen Teil der Reisenden in Mailand im Hotel abgesetzt hat, bevor für den Rest die Reise nach Turin weiterführte.
Am Samstag ging es früh am Morgen los und gegen 13 Uhr waren wir dann in Mailand.



Erstes Ziel war natürlich der Domplatz und die Galleria Vittorio Emanuele II, wo wir bei wunderbarem Wetter die Aussicht von den Dachterrassen auf die Stadt genießen konnten und wo man auch die Milano Card für 48 oder 72 Stunden bekommen kann. Mit dieser Karte kann man Busse, Trams und Metropolitana innerhalb des Stadtgebiets unbegrenzt nutzen und außerdem gibt es damit in vielen Museen und Sehenswürdigkeiten Ermäßigungen.



Galleria Vittorio Emanuele II.


Die Galleria Vittorio Emanuele II. wurde im Jahr 1877 erbaut und verbindet den Domplatz mit der Piazza della Scala. Man nennt sie mit ihren Luxusgeschäften und Restaurants auch den  „Salon Mailands”.
Das gläserne Dach der Galerie bildet ein Kreuz. Bei der Projektierung der Galerie entschied man, das Kreuz der Galleria mit vier großen Fußbodenmosaiken zu dekorieren. Außer dem Wappen der Savoyer sind die Symbole der vier bedeutendsten Städte Italiens zu sehen: das rote Kreuz auf weißem Grund Mailands, der Römische Wolf, der Schwan von Florenz und der Stier von Turin.


Der Stier von Turin


Auf dem Wappen der Stadt Turin ist ein Stier abgebildet. Angeblich bringt es Menschen Glück, wenn sie auf der Position zwischen den Beinen des Stiers eine Drehung im Uhrzeigersinn vollziehen. Das kann man auch ständig beobachten. Meistens ist ein kleiner Schwarm Touristen um das Wappen versammelt.


Bild oben: Europa


In der Mitte der Galerie kann man, wenn man den Blick nach oben schweifen lässt, 4 Bilder bestaunen, die jeweils einen Kontinent aus Sicht der Menschen im 19. Jahrhundert zeigt. Zu sehen sind Europa, Afrika, Amerika und Asien.



Die Dachterrassen der Galleria Vittorio Emanuele, von denen man ein herrliches Panorama über Mailand hat, gibt es erst seit 2015 – für uns also noch neu und sehr sehenswert.

Der Terrassen-Weg ist 250 Meter lang und es gibt Schautafeln, die die Geschichte der Galerie erzählen.

Öffnungszeiten: täglich von 09.00 Uhr bis 23.00 Uhr



Danach haben wir einen ausgedehnten Spaziergang bis zum Castello Sforzesco und Parco Sempione unternommen.



Vor dem Teatro alla Scala war leider eine Baustelle, deshalb habe ich nur Fotos von den Arkaden zur Scala und den Spielplan.


Piazza dei Mercanti




Giuseppe Garbaldi



Castello Sforzesco und Parco Sempione



Wir hatten Glück und konnten mit dem letzten Lift dieses Tages auf die Aussichtsplattform des Torre Branca fahren.



Torre Branca


Der Aussichtsturm Torre Branca befindet sich im Parco Sempione neben dem Designmuseum Triennale.
Der Turm wurde anlässlich der V. Triennale (dreijährige internationale Ausstellung für moderne dekorative und industrielle Kunst und moderne Architektur) in Mailand im Jahr 1933 in nur zweieinhalb Monaten  errichtet und hieß damals Torre Littoria.
Der Architekt Gio Ponti schuf mit dem Turm zu dieser Zeit ein Kunstwerk, bei dem „moderne Architektur und neue Technik zusammen finden“.
Die architektonische Herausforderung bestand darin, eine schlanke und transparente Konstruktion zu entwerfen.

1933 wurde der 108,60 Meter hohe Stahlturm des Architekten Gio Ponti eingeweiht. Im Jahr 1972 wurde der Turm geschlossen.
Nach kompletter Rekonstruktion unter der Leitung der Firma Branca (Hersteller des Bitter Fernet Branca) wurde der Turm im Jahr 2002 wiedereröffnet.

Man kann mit einem Aufzug auf 97 m Höhe herauffahren und hat von der runden Aussichtsplattform einen einmaligen Blick über Mailand, das Castello und die Domspitze mit der Madonnina, sowie über den Schlosspark und die Arena Civica.

Am Fuße der Torre Branca befindet sich das Designer-Cafè Just Cavallieine der Top-Locations für abendliche Treffen….
Wir sind dort nicht eingekehrt, sondern mit einer Tram zurück zum Domplatz gefahren, um den Tag mit einem Apéro in der berühmten Camparino Bar ausklingen zu lassen.
Wer dort seinen Apéro oder Cocktail günstiger genießen möchte, der tut das im Stehen, an der Bar.
Wir haben uns einen der kleinen, runden Tische vor der Bar hingesetzt und zu etwas höheren Preisen unseren Apéro genossen, um unsere müden Füße auszuruhen.


Negroni in der Camparino Bar


Beim Markgräfler gab es einen Negroni – Rezept siehe hier und die Markgräflerin hat sich einen Campari Spritz gegönnt – Rezept folgt.
Dazu gab es feine Pizza-Pane Häppchen, mit Thunfisch gefülltes Blätterteiggebäck und kleine Kalbskroketten, Oliven und die hier obligatorischen Kartoffelchips.
Hier in Mailand stellt die Firma San Carlo, die in ganz Italien bekannt ist, die besten Chips her!
Am letzten Tag haben wir gleich zwei große Tüten davon mit nach Hause genommen.
Zurück im Hotel waren wir wirklich zu müde, um nochmal loszuziehen und da es schon recht spät war, haben wir in der Hotelbar, in der es auch ein paar Kleinigkeiten gab, zu Abend gegessen.


Feierabend-Cocktail: Negroni

5. Mai 2017

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Inspiriert von unserem Kurztrip nach Milano vom vergangenen Wochenende, gibt es für euch heute ein wenig Feierabend-Urlaubsstimmung für die heimische Terrasse  –  mit einem italienischen Cocktail-Klassiker, dem Negroni.

Wunderbar als Apéro vor einem Mahl aus der mediterranen Küche Italiens. Bei uns gab es dazu nur einen Oliventeller – in Mailand fallen die Snacks zum Apéro viel üppiger aus (darüber wird noch ausführlich berichtet)…


negroni-2


Seinen Namen soll der Drink vom Grafen Camillo Negroni erhalten haben, der ihn um das Jahr 1920 in Florenz erstmals orderte.

Eine Variante des Negroni, den Cardinale habe ich im Sommer 2016 schonmal geblogt.


Negroni


Zutaten

• 2 cl Vermouth Rosso
• 2 cl Campari
• 1-2 cl Gin
• Zitronenscheibe
• Eis

Zubereitung

Zutaten in ein Cocktail-Glas geben und rühren, anschließend mit Zitronenscheibe abspritzen und Zitronenscheibe hinzugeben. Cin Cin!


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Here’s a little holiday atmosphere for you – enjoy this classic Negroni cocktail in your garden and you will get the Italian feeling!
Makes a perfekt aperitif for a Mediterranean dinner….

By the way, last year we had a similar cocktail which is related to the Negroni:  Cardinale 


Negroni

• 2 cl Vermouth Rosso
• 2 cl Campari
• 1-2 cl Gin
• lemon slice
• Ice cubes

Pour Vermouth Rosso, Campari and Gin into a cocktail glass. Stir, then sqeeze the lemon slice over it and add lemon slice. Cin Cin!

Heidelberger Kurfürstenkugel – Kurfürsts Delight

22. April 2017


Mir ist gerade eingefallen, dass ich euch noch versprochen hatte, dieses köstliche Gebäck aus Heidelberg vorzustellen.



Entdeckt haben wir die Kurfürstenkugel in der Filiale der Konditorei Gundel am Universitätsplatz, wo wir unseren Stadtrundgang begonnen hatten.

Feines Mohrenkopfbiskuit, innen mit einem Kern aus Nougatcréme und außen von Marzipan und dunkler bzw. weißer Schokolade umhüllt.



Die Geschichte der Heidelberger Kurfürstenkugel


Das Heidelberger Schloss war bis zu seiner Zerstörung in den Pfälzer Erbfolgekriegen die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz. Einer dieser Kurfürsten war Friedrich V., der die englische Königstochter Elisabeth Stuart heiratete. Die Ehe mit ihr war eine Liebesheirat.

Die Zusammenkunft der beiden hatte eine dunkle und eine helle Seite. Die dunkle Seite fand ihren Niederschlag in dem ursprünglichen Widerstand der Königin gegen die Hochzeit der beiden. Der Grund hierfür lag darin, dass Friedrich „nur“ ein Kurfürst war und kein König.

Die helle Seite der beiden Verliebten war ihre unbelastete Zuneigung zueinander, losgelöst von allem Standesdünkel. Zudem nahmen beide aufgrund ihrer äußeren Erscheinung die Menschen für sich ein. So wurde Elisabeth Stuart aufgrund ihres Aussehens, das dem Schönheitsideal der Zeit entsprach, auch die „Perle Britanniens“ genannt.

Die beiden galten als Traumpaar ihrer Zeit. Für seine Frau scheute Friedrich V. keine Kosten und Mühen. Mit großem Aufwand wurden Festlichkeiten veranstaltet. Er ließ für sie sogar das bekannte „Elisabethentor am Stückgarten“ bauen. …

Viele Jahre später, als die Kurfürsten schon längst das Heidelberger Schloss verlassen hatten, das Schloss zu einer Ruine verfallen war und ausgeplündert wurde, begannen einige Interessierte ca. um 1820 herum für das Schloss zu kämpfen, um die blühende Vergangenheit wieder in Erinnerung zu rufen. So gab es insbesondere einen ungewöhnlichen Auftrag, um die Geschichte um Heidelberg und sein Schloss weiterleben zu lassen.

Bäckermeister Gundel, der am Fuße des Heidelberger Schlosses das Café Gundel, ein Mittelpunkt der Heidelberger Gesellschaft mit Bäckerei und Konditorei, führte, erhielt den Auftrag, in Erinnerung an dieses Liebespaar des Heidelberger Schlosses und seine schlechten und guten Zeiten mit seinen köstlichen Zutaten eine Spezialität zu kreieren. Diese sollte dann auf festlichen Anlässen als Symbol der Geschichte Heidelbergs serviert werden.

Auf jeden Fall musste seine über die Heidelberger Stadtgrenzen hinaus bekannte selbstgemachte Nougatcréme dabei sein, die die Heidelberger liebten. Aber wie sollte daraus eine Spezialität in Gedenken an das „Winterkönigspaar“ * werden? Es fehlte ihm noch eine großartige Idee. In drei Tagen war die erste dieser Festlichkeiten. Der Meister grübelte und grübelte, die Zeit wurde immer kürzer.

Nougatplätzchen? … nein, es ist doch nicht Weihnachten, Biskuitrolle? … langweilig, Marzipannougat? … nicht leicht und locker genug, Nougattorte? … nein, es ist ja keine Hochzeit, feine dunkle Schokolade? …
Da wurde er jäh in seinen Gedanken unterbrochen: „Großvater“, rief es von oben „bitte komme zu mir“. Seine Enkelin Barbara bat ihn, ihr noch die Geschichte vom Froschkönig vorzulesen, da sie nicht einschlafen konnte. So erzählte er ihr die Geschichte und langsam schlummerte die Kleine unter den beruhigenden Worten des Großvaters ein.

Die Geschichte des Froschkönigs ging ihm durch den Kopf und inspirierte ihn, seine Spezialität in Form einer Kugel aus seinem erlesenen Material zu schaffen. So war die Idee geboren. Die Idee der Verwandlung – aus etwas Einfachem etwas unerwartet Wunderbares zu schaffen.

Eine Kombination, die alle Sinne anregte: Feines Mohrenkopfbiskuit, innen mit einem Kern aus seiner legendären Nougatcréme und außen köstlich von Marzipan und Schokolade umhüllt. Der Name der Kugel war dann auch schnell gefunden. Sie sollte den Namen dessen tragen, für den sie bestimmt war, „Heidelberger Kurfürstenkugel“.

Urgroßvater Gundel fertigte zu Ehren der Frau des Kurfürsten nicht nur eine dunkle, sondern auch eine helle Kurfürstenkugel mit feiner weißer Schokolade überzogen in Erinnerung an Elisabeth Stewart, die „Perle Britanniens“, an. …

Wie sollte sie verpackt werden? Immer zwei zusammen, je eine dunkle und eine helle Kurfürstenkugel, die an das unzertrennbare und ungleiche Liebespaar erinnern soll.nIn Erinnerung an den Ursprung der Ideenfindung bat er später einen mit ihm befreundeten Maler, den Froschkönig mit der Kugel und einem „standesgemäßen“ Kurfürstenmantel zu malen, der die Verpackung schmücken sollte.

Auf diese Weise bot er fortan in seinem Café die Kurfürstenkugel für alle Heidelberger und Besucher der Stadt an. So gelang es ihm ein Symbol für Heidelberg zu kreieren, das Gundels Spezialitäten mit der Geschichte Heidelbergs und seinem Schloss vereinte. Sitzt man heute im Café Gundel zu Heidelberg, das jetzt von Christian Gundel in vierter Familiengeneration geführt wird, kann man gemütlich beim Verspeisen der Kurfürstenkugel auf das Schloss sehen und an die Geschichte denken, die es einmal schrieb.


The Heidelberg Kurfürstenkugel
Heidelberg Castle was the residence of the princes of the Electoral Palatinate until it was destroyed during the War of the Palatine Succession in the 17th century. One of those electoral princes was Frederick V, who married Elizabeth Stuart, the daughter of the King of England – it was a marriage based on true love.

Their time together as a loving couple had a dark side and a bright side. On the dark side, there was the Queen, who was originally opposed to the couple getting married due to the fact that Frederick was just an electoral prince and not a king.

On the bright side, there was the pure affection the two felt for each other, independent of any class conceit. In addition, they both appealed to their people because of their outward appearance. Elizabeth Stuart, for example, was also called the Pearl of Britannia as the way she looked matched the ideal beauty conception of those days.

They were the fairy-tale couple of their times. Frederick did not refrain from any cost or pain to please his wife. He organized costly festivities and even had the famous Elizabeth Gate built for her at Heidelberg Castle.

Many years later, when the electoral princes had long left Heidelberg Castle and it had become a ruin and was plundered, some people began to show interest in the castle in ca. 1820 and fought to recall its flourishing past. In particular, an exceptional task developed to ensure that the history of Heidelberg and its castle could live on.Master baker Gundel, who ran Café Gundel, a focal point for Heidelberg society with a bakery and cake shop, at the foot of Heidelberg Castle, was given the task to create a speciality using his delicious ingredients to remind us of this loving couple from Heidelberg Castle and its good and bad times. On festive occasions, this was then to be served as a symbol of Heidelberg’s history.

His famous homemade nougat cream, which was known far beyond Heidelberg’s city limits and which all the inhabitants of Heidelberg loved so much, had to be part of it. But how should he use it to create a specialty commemorating the Royal Winter Couple? He still had to think of a great idea. The first of such festivities was to be celebrated in three days. The master baker was thinking and thinking as time was running out.

Nougat biscuits? No, it was not Christmas. A sponge cake? Boring. Marzipan nougat? Not fluffy enough. Nougat gateaux? No, it was not a wedding. Fine dark chocolate? …

Suddenly, he was interrupted in his thoughts: “Grandfather” somebody called from upstairs, “could you come upstairs, please?” His granddaughter Barbara asked him to read to her the story of the Frog Prince because she could not sleep. So, he told her the story, and listening to the calming words of her grandfather, the little girl slowly fell asleep.The story of the Frog Prince was running through the master baker’s head and inspired him to create his specialty from his excellent chocolate and other ingredients in the shape of a ball. Thus, an idea was born. The idea of a metamorphosis, of creating something unexpectedly wonderful from something simple.

A combination touching all spirits: A fine sponge dough ball with a core-filling of his legendary nougat cream covered by delicious marzipan and chocolate. An appropriate name was easily found. It was supposed to carry the name of the one it was meant for, i.e. Heidelberg Kurfürstenkugel.

In honour of the electoral prince’s wife, master baker Gundel not only created a dark Kurfürstenkugel, but also a white one covered with fine white chocolate reminding us of Elizabeth Stuart as the Pearl of Britannia.

How was it supposed to be wrapped? Always two of them together: a dark and a white Kurfürstenkugel to commemorate the dissimilar, but inseparable loving couple.

To keep the memory of the idea’s origin alive, he later asked a befriended painter to paint the Frog Prince in an appropriate electoral prince’s robe to decorate the chocolate box with.

From then on he offered the Kurfürstenkugel to all Heidelberg inhabitants and visitors to the city. He managed to create a symbol for Heidelberg, uniting Gundel’s specialties with the history of Heidelberg and its castle. Sitting in Café Gundel in Heidelberg today, which is run by Christian Gundel in the fourth family generation, one can comfortably enjoy the Kurfürstenkugel while looking at the castle and thinking of the story of the loving couple.


Ein Wochenende in Heidelberg (3): Von Studentenküssen und dem Studentenkarzer

10. April 2017


Am letzten Tag unseres verlängerten Wochenendes in Heidelberg, am Montag, sah das Wetter immer noch nicht besser aus und wir waren schon drauf und dran, uns gleich wieder auf den Nachhauseweg zu machen.
Der Wetterbericht sagte aber für den späten Vormittag eine Besserung voraus – deshalb sind wir nochmal mit dem Bus in die Altstadt gefahren.
Am Universitätsplatz sind wir ausgestiegen.
Am Vortag hatten wir uns noch einen kleinen Reiseführer besorgt, in dem ein Rundgang durch die Altstadt beschrieben wird, der von dort startet.



Die Heidelberger Universität


Nachdem Papst Urban VI. dem Kurfürsten Ruprecht im Oktober 1385 die Erlaubnis zur Einrichtung einer Universitäte erteilte, wurde diese im darauffolgenden Jahr offiziell eröffnet.
Ihre Lehrsäle waren zunächst über das ganze Stadtgebiet verteilt.
Erster Rektor wurde der berühmte Magister Marsilius von Inghen.
Kurfürst Ruprecht gab der Universität eine Verfassung, die alljährlich am 1. November in der Heiliggeistkirche vorgelesen und von den Bürgern beeidet wurde. Sie sicherte den Studenten, Lehrern, Buchhändlern und Schreibern freies Geleit sowei Zoll- und Steuerfreiheit zu.

Schon im ersten Jahr fanden sich rund 500 Studenten in Heidelberg ein. 10 Jahre später standen die ersten Universitätsgebäude auf dem Gelände der Alten Universität.
Während der Religionsstreitigkeiten und Kriegswirren des 17. und 18. Jahrhunderts ging der Hochschulbetrieb stark zurück, so dass die Universität 1805 von Markgraf Karl Friedrich von Baden neu gegründet werden musste, ehe sie ihre alte Bedeutung zurückerlangte.

Heute sind etwa 30.000 Studenten in Heidelberg eingeschrieben, die sich auf 9 Fakultäten verteilen.

Die Augustinergasse an der Rückseite der Alten Universität erinnert an das Augustinerkloster, das den Raum des heutigen  Universitätsplatzes einnahm und 1693 mit der Stadt zerstört wurde.
In der Augustinergasse befindet sich der Eingang zum historischen Studentenkarzer…



Dieser Gebäudeteil diente von 1712 bis 1914 als Gefängnis für Studenten, für welche die Universitätsverwaltung die Rechtshoheit innehatte.
Verstöße gegen die öffentliche Ordnung – meist Trunkenheit, grober Unfug und nächtliche Ruhestörung bzw. eine Kombination aus diesen dreien – wurden mit bis zu 2 Wochen Einsitzen im Karzer geahndet, bei Widerstand gegen die Staaatsgewalt waren es oft sogar 4 Wochen.



Bei vielen Studiosi galt ein solches Vergehen als „Kavaliersdelikt”, das zum Studium gehörte wie das Examen. Lediglich die ersten 2-3 Tage mussten sie bei Wasser und Brot darben, dann waren sowohl Verpflegung von außen als auch Besuch der Mithäftlinge und der Vorlesungen erlaubt.



Viele Generationen von Studenten haben sich mittels Wasserfarben und Kerzenruß an Decken und Wänden ihrer „Zellen” verewigt, denen sie Namen wie „Grand Hotel” und „Sanssouci” gaben.


Das „stille Örtchen”


Das sind sozusagen die Vorläufer der heutigen Graffiti… 😉


Der Hexenturm – im Innenhof der Neuen Universität

Der Hexenturm (ca. 1380) blieb als einziger der mitteralterlichen Türme der alten Stadtbefestigung erhalten.



Typische Studentenlokale der damaligen Zeit



 Rund um die Heiliggeistkirche

Den Grundstein zur Heiliggeistkirche, der größten gotischen Kirche im kurpfälzischen Raum, legte Kurfürst Ruprecht III. 1398.
Nach 12 Jahren war der Chor fertiggestellt, 1441 das Langhaus und man begann mit den heute 82 Meter hohen Turm, der 1544 vollendet war.
Interessant sind die Verkaufslädchen zwischen den mächtigen Strebepfeilern, die bereits 1483 in einer Urkunde genannt sind.



Zum Schloss sind wir nicht raufgegangen – das Wetter war immer noch nich besser, und wir beschlossen, uns in einem Café aufzuwärmen.
Das Schloss mit Apothekenmuseum hatten wir uns vor ein paar Jahren schonmal bei besserem Wetter angesehen.



Außerdem musste ich unbedingt noch einen Studentenkuss probieren. Die gibt es normalerweise in der Chocolaterie Knösel in der Haspelgasse 16 bei der Heiliggeistkirche.
Leider wurde das Café Knösel gerade renoviert, aber um die Ecke wurden wir dann im Café Moro (Hauptstraße 160) fündig.


Heidelberger Studentenküsse bestehen aus einer Praliné-Nougat -Chocoladen-Füllung auf feinem Waffelboden in edler Zartbitter-Couverture. Sie werden mehrmals wöchentlich ausschließlcih aus hochwertigen natürlichen Zutaten ohne Zusatzstoffe hergestellt.


Die Geschichte vom Heidelberger Studentenkuß


Seit Generationen ist Heidelberg für Menschen in aller Welt ein Inbegriff der Romantik und als liebenswürdige, lebensfrohe Stadt bekannt.
Nicht zu Unrecht, wie folgende Begebenheit zeigt.

Im Herzen der Altstadt liegt die älteste Chocolaterie und das traditionsreiche Café Knösel. 1863 gegründet, wurden sie bald zum beliebten Treffpunkt der Heidelberger Gesellschaft. Denn alle schätzten den humorvollen Fridolin Knösel, Chocolatier und Konditormeister mit Leib und Seele, und seine exquisiten Confiserien.

Vor allem die jungen Damen der vornehmen Pensionate liebten seine süßen Versuchungen und gingen dort ein und aus. Dies wiederum beobachteten die Studenten aufmerksam. Angezogen von den hübschen Besucherinnen, kamen auch sie immer zahlreicher. War es da verwunderlich, dass sich die jungen Leute hoffnungsvolle Blicke zuwarfen? Doch die Mädchen waren stets in Begleitung ihrer wachsamen Gouvernanten.

Fridolin Knösel mit seinem großen Herzen entging die heimliche Sehnsucht der jungen Leute nicht. Einfallsreich, wie er war, überraschte er sie eines Tages mit einem besonders feinen Chocoladenkonfekt, das er schmunzelnd Studentenkuß nannte. Als Präsent überreicht, war es eine Geste der Verehrung – so fein und galant, daß selbst die gestrengen Gouvernanten nichts dagegen einwenden konnten.

Fortan ließen sich süße Botschaften diskret übermitteln. Sehr zur Freude der Studenten und Mädchen, die mit dem Studentenkuß von der Erfüllung ihrer Wünsche träumen durften.
Vieles hat sich seither verändert, doch in der kleinen Chocoladenmanufaktur in der Haspelgasse setzten die Nachfahren von Fridolin Knösel die Familientradition fort. Sie stellen den Studentenkuß noch immer nach dem Originalrezept von 1863 her. Von Hand, versteht sich.

Als süßes Wahrzeichen der Stadt und charmantes Souvenir erobert er immer wieder aufs Neue die Herzen. Schließlich ist er die traditionelle Heidelberger Spezialität und mit seiner besonderen Geschichte auch sehr charakteristisch für die sympathische Heidelberger Lebensart.



Der Regen hat dann aufgehört und wir haben noch ein wenig in den Geschäften gebummelt.
Am Universitätsplatz haben wir dann in einer Bäckerei/Konditorei noch eine weitere Köstlichkeit entdeckt, die Kurfürstenkugeln, welche wir für den späten Nachmittagskaffee mitgenommen haben. Die stelle ich euch im nächsten Beitrag vor…



Dann ging es heimwärts.

 

Ein Wochenende in Heidelberg (2): Super Burger bei „Die Kuh die lacht”

8. April 2017


Am unserem zweiten Abend in Heidelberg hatten wir wieder kein besonderes Glück mit dem Wetter.
Regen, windig und kühl, aber immerhin mit Pausen dazwischen.
Es war Sonntag und unser Lehrgang in Leimen war schon etwas ehrer als am Vortag fertig. Also sind wir mit dem Bus in die Altstadt gefahren.
Zuerst haben wir uns noch ein wenig umgesehen, bevor es wieder angefangen hat, zu regnen.


Kornmarkt mit Blick auf das Schloss


Der Heidelberger Brückenaff‘



Dann haben wir uns zum Abendessen ins gut gefüllte Burgerrestaurant „Die Kuh die lacht” geflüchtet und haben glücklicherweise noch zwei der letzten Plätze in der Nähe der Küche bekommen.
Es ist ein Ableger des bekannten Restaurants in Frankfurt. Das Fleisch für die Burger kommt aus der Region, die Brötchen (wahlweise helles oder Vollkorn) werden von einem Bäcker vor Ort gebacken.
Auch die übrigen Zutaten sind frisch, saisonal und nach Möglichkeit von regionalen Erzeugern.
Auf der Karte gibt es zahlreiche Burger-Varianten – mal mit Avocado, Sprossen, Speck oder einen klassischen Cheeseburger und sogar vegetarische Burger.



Wer möchte, kann sich mit den verschiedenen Grundzutaten auch seinen individuellen Burger zusammenstellen.
Das Ketchup und die Pommes sind hausgemacht, ebenso die Hauslimonade.
Uns haben die  Burger super geschmeckt und auch die Burger, die von der Küche an uns vorbeigetragen wurden, sahen alle super aus!
Der Markgräfler hatte einen Gewürzburger, die Markgräflerin einen Avocadoburger (beide mit Rindfleisch) dazu Pommes und hausgemachtes Ketchup.



Und dann machten wir uns wieder auf den Rückweg. In der Jugendherberge gab es im Bistro dann noch ein Glas Wein zum Tatort im TV.
Fortsetzung folgt…


Ein Wochenende in Heidelberg (1): Vetters Brauhaus

3. April 2017


Es ist schon wieder 4 Wochen her, als es den Markgräfler und die Markgräflerin wieder mal in den nördlichsten Teil Badens verschlagen hat.
Anfang März haben wir sind wir wegen einer DLRG Fortbildung nach Leimen gefahren.
Leimen liegt nur wenige Kilometer von Heidelberg entfernt und so haben wir uns für das Wochenende in der dortigen Jugendherberge einquartiert und sind abends gemütlich mit dem Bus in die Altstadt gefahren.

In Heidelberg sollte man unbedingt in ein Brauhaus und das hiesige Bier probieren und außerdem ein Schnitzel mit Bratkartoffeln essen.
Also sind wir am ersten Abend ins Brauhaus Vetter in der Nähe der alten Brücke über den Neckar gegangen. Wir hatten Glück und konnten uns an einen großen Tisch dazusetzen.
Im Brauhaus geht es sehr gesellig zu – in etwa wie in unseren Markgräfler Straußwirtschaften, wo man den Platz nehmen muss, der gerade frei ist.



Das Vetter Bier



Der Markgräfler hatte ein Steak mit Spiegelei und Bratkartoffeln und ein dunkles Bier, die Markgräflerin das klassische Schnitzel mit Bratkartoffeln und ein helles Bier. Dazu gab es jeweils einen Beilagen-Salatteller.
Als Dessert haben wir uns dann noch ein Lebkuchenparfait mit Pflaumensauce gegönnt, das wir uns geteilt haben – die umsichtige Bedienung hat uns das Dessertbesteck in zweifacher Ausführung dazugelegt.



Leider war es an diesem Abend regnerisch und dazu noch windig und kühl, so dass wir auf einen ausgiebiegen abendlichen Alstadtspaziergang verzichtet haben und nur kurz an der alten Brücke über den Neckar stehengeblieben sind.


Blick von der Alten Brücke über den Neckar aufs Heidelberger Schloss


Fortsetzung folgt.

Samstagseintopf: Belgische Chicorée Suppe

1. April 2017


Der Frühling ist zwar schon da, es gibt aber immer noch das wunderbare Winter-Blattgemüse Chicorée.
Als heutigen Samstagseintopf serviere ich euch eine Chicoree-Suppe. Das Rezept dafür stammt aus Belgien, von wo ich mir vor drei Jahren im Urlaub zwei Bücher über die Belgische Küche gekauft hatte.

Bei Chicorée handelt sich um eine Art der Gemeinen Wegwarte (Cichorium intybus), die ein Brüsseler Gärtner vor etwa 200 Jahren in einer dunklen Kellerecke des Botanischen Gartens entdeckt haben soll. Die Zichorienwurzel ist reich an Ballaststoffen, Magnesium, Vitamin A und Folsäure – also sowas wie gesund.
Damit die Suppe nicht allzu bitter wird schneidet man den dicken, keilförmigen Wurzelteil heraus, in ihm stecken nämlich die meisten Bitterstoffe.



Belgische Chicorée Suppe


Zutaten
Für 6 Personen

• 200 g Zwiebeln
• 200 g Karotten
• 1 kg Chicoree
• 300 g Kartoffeln
• 2 Liter Hühnerbrühe
• 150 g geräucherter Speck
• 25 g Butter
• geriebener Käse (vorzugsweise Mimolette)
• Salz
• Pfeffer
• geröstetes Brot

Vorbereitung
Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln schälen. Chicoree waschen, den bitteren Strunk keilförmig herausschneiden.  Karotten und Kartoffeln in kleine Würfel schneiden, Zwiebeln und Chicoree hacken. Geräuchertem Speck in Würfel schneiden, in einer Pfanne ohne Fett anbraten. Davon ein wenig für die Dekoration beiseitestellen.
In einem Topf Butter Zerlassen, Zwiebeln, Karotten, Chicoree, Kartoffel- und Speckwürfel hinzufügen und darin andünsten.
Hühnerbrühe angießen. Zunächst nicht salzen, da Speck und Brühe schon salzig sind. 30 min köcheln lassen.

Die Suppe pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zum servieren mit den übrigen Speckwürfeln und geriebenem Käse bestreuen. Dazu passt geröstetes Brot (oder mit Croutons bestreuen).



Das Originalrezept auf Französisch:

Soupe d’endives

Pour 6 personnes

200 g d’oignons
200 g de carottes
1 kg d’endives
300 g de pommes de terre
2 l de bouillon de volaille
150 g de lard fumé
25 g de beurre
pain grillé
mimolette
sel
poivre

Préparation
Éplucher les oignons, les carottes et les pommes e terre. Laver les endives, ôter le cône amer à leur base puis émincer. Couper les carottes et pommes de terre en petits dés, émincer les oignons et les endives.

Tailler de lard fumé en dés, les faire revenir à sec dans une poêle, en réserver quelques-uns pour la finition.

Dans une casserole, faire revenir dans le beurre les oignons, les carottes, ajouter les endives puis les pommes de terre coupées en dés et les lardons.
Verser le bouillon de volaille. Ne pas saler tout de suite, le lard et le bouillon étant déjà salés. Laisser cuire 30 min environ.

Mixer et vérifier l’assaisonnement en sel. Poivrer.
Servier chaud avec les lardons réservés, des croûtons de pain grillé et un peu de mimolette râpée.


Belgian endive soup

Ingredients
Serves 6

200 g onions
200 g carrots
1 kg endives
300 g potatoes
2 litres chicken stock
150 g smoked bacon
25 g butter
toasted bread to taste
Mimolette cheese (or Cheddar)
S
alt
P
epper

Preparation
Peel onions, carrots and potatoes. Wash endives and remove the bitter cone at the base. Cut carrots and potatoes into small cubes, chop onions and endives.

Cut the smoked bacon into cubes, fry in a dry frying pan. Set aside some of the bacon for serving.

In a saucepan, melt butter and add onions, carrots diced potatoes and bacon, sauté.
Then p
our the chicken stock. Do not salt immediately, bacon and broth are already salty. Leave to cook for about 30 minutes.

Purée, then adjust seasoning with salt and pepper.
Serve hot, sprinkled with bacon and toasted bread or croutons and a little grated mimolette or cheddar.

 

♣♣♣St. Patrick’s Day: Steak-and-Guinness Pie♣♣♣

17. März 2017


♣♣♣17. März – es ist schon wieder der Tag des Irischen Nationalheiligen Patrick – St. Patrick’s Day.♣♣♣

Iren in aller Welt feiern diesen Tag mit der Farbe Grün und dem irischen Wahrzeichen, dem Kleeblatt. Es wird gefeiert, getanzt und natürlich gegessen und jede Menge Bier getrunken.

In den vergangenen Jahren gab es hier im Blog immer mindestens ein entsprechendes Rezept, und so ist es auch dieses Jahr.
Es gibt einen Steak- and Guinnes Pie, das ist geschmortes Rindfleisch mit Gemüse, das nach dem Schmoren im Topf in eine Auflaufform gefüllt und mit einer knusprigen Blätterteighaube überbacken wird.
Das Fleisch ist wunderbar mürbe und durch das reichlich enthaltene dunkle Guinness Bier bekommt der Pie einen wunderbar malzig-würzigen Geschmack.
Dazu passt Colcannon (irisches Kartoffelpüree), Salzkartoffeln oder Soda Bread (irisches Brot mit Buttermilch und Natron gebacken).
Have a nice St. Patrick’s Day!



♣♣♣Steak-and-Guinness Pie♣♣♣


Zutaten
(für 4-6 Portionen)

• 1-2 Esslöffel Rapsöl
• 1 kg Rindfleisch von der Schulter, in 2,5 cm große Würfel geschnitten
• 1 Zwiebel, geschält und grob gehackt
• 2 Stangen Staudensellerie, geputzt und grob gehackt
• 2 Knoblauchzehen, geschält und in feine Scheiben geschnitten
• 150 ml kräftige Rinderbrühe
• 500 ml Guinness
• 1 Lorbeerblatt
• Meersalz
• frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
• 1 kleines Ei, verquirlt
• 1 Platte Blätterteig, ausgerollt

Zubereitung
1 Esslöffel Öl in einem großen Schmortopf erhitzen und das Fleisch in 2 Portionen goldbraun braten.
Dabei darauf achten, dass der Topf nicht zu voll ist, damit alle Fleischstücke gut angebraten werden.
Anschließend das Fleisch auf einem Teller beiseitestellen.

Bei Bedarf 1 weiteren Esslöffel Öl in den Topf geben und Zwiebel, Möhren und Sellerie so lange anbraten, bis die Zwiebel weich ist.
Das Fleisch zusammen mit dem Knoblauch zurück in den Topf geben.
Rinderbrühe und Guinness angießen, das Lorbeerblatt hinzufügen und nach Belieben mit Meersalz und Pfeffer würzen.
Für ca. 1,5 Stunden köcheln lassen, bis die Flüssigkeit eingekocht ist.
Dabei gelegentlich umrühren.

Den Backofen auf 200 °C (180 °C Umluft) vorheizen.
Die Ränder einer 1,2 Liter fassenden ovalen Backform mit verquirltem Ei einpinseln.
Anschließend die Mischung aus Fleisch und Guinness einfüllen.
Die Blätterteigplatte auflegen und andrücken, so dass die Ränder verschlossen werden.
Den Teig mehrmals einschneiden, sodass der Dampf entweichen kann. Dann den Blätterteig mit verquirltem Ei einpinseln.
Den Pie im Ofen 25-30 Minuten backen, bis der Teig aufgegangen ist und goldbraun glänzt.



♣♣♣Steak and Guinness Pie♣♣♣

Ingredients
(For 4-6 servings)

1-2 tablespoons of rapeseed oil
1 kg of beef from the shoulder, cut into 2.5 cm cubes
1 onion, peeled and roughly chopped
2 celery stalks, cleaned and roughly chopped
2 cloves of garlic, peeled and thinly sliced
150 ml beef broth
500 ml Guinness
1 bay leaf
Sea-salt
Freshly ground, black pepper
1 small egg, beaten
1  piece of puff pastry, rolled out

Preparation
In a large casserole, heat 1 tablespoon rapeseed oil and fry the meat in 2 servings until golden brown.
Make sure that the pot is not too full, so that all pieces of beef are well fried.
Then place the meat on a plate.

If necessary, add another tablespoon of oil into the pot and fry onion, carrots and celery until the onion is soft.
Put the beef back into the pot together with the garlic.
Add bay leaf, beef broth and Guinness and season with sea salt and pepper.
Allow to simmer for about 1.5 hours until the liquid has boiled down and  has become thick.
Stir occasionally.

Preheat the oven to 200 °C=392 °F (180 °C=356 °F recirculated air).
Brush the edges of a 1.2 litre oval baking tray with beaten egg.
Then fill the mixture of meat and guinness.
Place the puff pastry on top and slightly flaten it so that the edges are closed.
Cut the dough several times so that the steam can escape. Then brush the puff pastry with beaten egg.
Bake the pie in the oven for 25-30 minutes, until the dough has risen and is golden brown.

Aus Omas Kochbuch: Eingemachtes Kalbfleisch („Kalbsfrikassee”)

7. Februar 2017

eingemachtes-kalbfleisch-1


Als ich neulich ein Kalbsfrikassee kochen wollte, hatte ich vergessen, Champignons zu kaufen, die man für die klassische Zubereitungsart nach dem berühmten Paul Bocuse braucht.

Auf der Suche nach einem Rezept ohne Pilze habe ich in einem alten badischen Kochbuch ein Rezept für „Eingemachtes Kalbfleisch” gefunden.
Stimmt, dachte ich, das kenne ich noch von früher so – eines der Gerichte, das ich als Kind immer gerne hatte.

Und als wir im vergangenen Oktober in Lyon waren, haben wir in einem Bouchon „Blanquette de veau” gegessen – ebenfalls ein Kalbfleischragout mit heller Sauce, was ähnlich aussah – dort war allerdings Speck mit in der Sauce, dazu gab es Reis und Karottenpüree.


lyon-wochenende-vieux-lyon-bouchons-65Blanquette de veau – in einem Bouchon in Lyon


Für das Kalbsfrikassee aus dem alten badischen Kochbuch gibt es zweierlei Zubereitungsarten – bei der ersten gart man 1 Kilo Kalbsbrust am Stück und verwendet dann die Kochbrühe zur Herstellung der Sauce. Bei der zweiten Zubereitungsart schneidet man das Fleisch in Stücke, blanchiert dies zuerst in kochendem Wasser und dünstet die gesalzenen Fleischstücke dann in Butter an und füllt mit Wasser oder Fleischbrühe auf.
Ich habe mich für erstere Variante entschieden und zur Brühe mit Zwiebel zusätzlich Gemüse – Karotten, Lauch und Sellerie – zugefügt und die Karotten später in Stücke geschnitten und zum Ragout gegeben. Dazu gab es Reis.

Die Zubereitung nach Paul Bocuse möchte ich euch aber auch nicht vorenthalten, deshalb findet ihr untenstehend auch sein Rezept…


eingemachtes-kalbfleisch-2


Eingemachtes Kalbfleisch (Kalbsfrikassee)


Zutaten
(für 4 Personen)

• 1 kg Kalbsbrust (oder Bug)
• 3 Liter Wasser
• Salz
• 1 kleine Zwiebel
• 2 Nelken
• 1 Lorbeerblatt
• 1 kleines Stück Bio Zitronenschale
• 2-3 Karotten
• 1 kleine Lauchstange
• 1 kleines Stück Sellerie
• 1 Sträußchen Petersilie

Für die Sauce
• 50 g Butter
• 80 g Mehl
• 1 Liter Kochhbrühe
• 3-4 Esslöffel trockener Weißwein
• ½ Esslöffel Essig
• 1 Eigelb

• gehackte Petersilie

Zubereitung

In einem großen Topf 3 Liter Wasser mit Salz zum Kochen bringen.
Kalbsbrust kalt abwaschen, dann in das kochende Wasser geben.
Zwiebel schälen und das Lorbeerblatt mit den Nelken daran feststecken und zum Fleisch geben.
Karotten waschen, schälen. Lauch waschen, putzen und in drei Stücke schneiden. Sellerie waschen.
Das Gemüse mit einem Zweig Petersile ebenfalls zum Fleisch geben.
Deckel auflegen und 1 Stunde kochen. Das Fleisch und Karotten aus dem Topf nehmen, etwas abkühlen lassen, dann in mundgerechte Stücke schneiden.
Die Brühe abseihen und davon einen Liter abmessen. Restliche Brühe kann im Kühlschrank aufbewahrt und für eine Suppe verwendet werden.

Die Butter in einem Topf zerlassen, Mehl hinzugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Bei geringer Hitze andünsten, dann unter ständigem Rühren nach und nach die Brühe angießen.
Unter ständigem Rühren aufkochen, dann die Fleischstücke dazugeben und etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce sämig ist. Die Karotten hinzugeben.
Mit Wein und Essig würzen und vom Herd nehmen. Eigelb verquirlen und unterziehen.

Mit Reis anrichten und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.


lyon-wochenende-vieux-lyon-bouchons-12


 Kalbsfrikassee nach Paul Bocuse


Zutaten
(für 4 Personen)

• 300 g Kalbsbrust
• 300 g Kalbsschulter
• 300 g Kalbshals oder Brustspitz
• Meersalz
• Pfeffer aus der Mühle
• 60 g Butter
• 2-3 Karotten
• 4 kleine Zwiebeln
• 1 Stück Bleichsellerie
• 1 Zweig Thymian
• einige Zweige Petersilie
• 1 Knoblauchzehe
• 1-2 Nelken
• 1 Esslöffel Mehl
• ¼ Liter Weißwein
• ¼-½ Liter Wasser
• 300 g frische Champignons
• 2 Eigelb
• 1 Tasse Crème fraîche
• 2 – 3 Esslöffel gehackte Petersilie

Zubereitung
Das Fleisch in grobe Stücke schneiden, salzen, pfeffern und in der Butter anbraten.
Die geputzten, in Stücke geschnittenen Karotten, die geschälten Zwiebeln und die Gewürze dazugeben und kurz mitdünsten.
Mit dem Mehl bestäuben, mit dem Weißwein ablöschen und mit dem Wasser auffüllen.
Aufkochen lassen, abschäumen, den Topf nicht abdecken und bei mittlerer Hitze 1 Stunde schmoren lassen.
Das Fleisch und das Gemüse herausnehmen und in einen anderen Topf geben, die Sauce durch ein Sieb dazu passieren und die geputzen Champignons unterrühren, nochmals 5 Minuten kochen lassen.
Das Frikassee nochmals pfeffern und vom Feuer nehmen.
Das Eigelb mit der Crème fraîche verrühren und unter das Ragout ziehen.
Anrichten und mit der Petersilie bestreut servieren.


Veal stew (fricassee)

Ingredients
(for 4 people)

1 kg calf’s breast (or bow)
3 litres of water
salt
1 small onion
2 cloves
1 bay leaf
1 small piece of organic lemon peel
2-3 carrots
1 small leeks
1 small piece of celery
1 bouquet of parsley

For the sauce
50 g of butter
80 g flour
1 litre veal broth
3-4 tablespoons of dry white wine
½ tablespoon vinegar
1 egg yolk

Chopped parsley

Preparation

In a large saucepan, bring 3 litres of water to the boil.
Wash the veal with cold water, then give into a pot with boiling salted water.
Peel onion and stick the bay leaf with the cloves to it, then add to the pot.
Wash carrots, peel. Washand clean leek and cut into three pieces. Wash the celery and cut into pieces.
Add the vegetables and a sprig of parsley to the meat.
Cover and cook for 1 hour. Remove the meat and carrots from the pot, allow to cool slightly, then cut into bite-sized pieces.
Strain the stock and measure one litre. Any remaining broth can be stored in the refrigerator and used for the preparation of soup.

Melt butter in a pan, add flour and mix with a whisk. Stir over low heat, then gradually add the broth while stirring constantly.
Bring to the boil while stirring, then add the pieces of meat and simmer for about 5 minutes until the sauce is smooth. Add the carrots.
Season with wine and vinegar and remove from heat. Mix in the egg yolk.

Serve with rice and sprinkle with chopped parsley.

Diffrent way of preparation:

Veal fricassee
according to Paul Bocuse

Ingredients
(for 4 people)

300 g calf’s breast
300 g of calf’s shoulder
300 g of calf’s neck or breastspun
sea-salt
pepper from the grinder
60 g of butter
2-3 carrots
4 small onions
1 piece of celery
1 branch of thyme
Some twigs of parsley
1 clove of garlic
1-2 cloves
1 tablespoon flour
¼ litre of white wine
¼-½ litre of water
300 g fresh mushrooms
2 egg yolks
1 cup crème fraîche (150 – 200g)
2 – 3 tablespoons chopped parsley

Preparation
Cut the veal into coarse pieces, salt, pepper and fry in melted butter.
Add peeled and chopped carrots, onions and the spices, and sauté briefly.
Sprinkle with flour, mix with white wine and top up with the water.
Bring to the boil, skim. Do not cover the saucepan and cook over medium heat for 1 hour.
Remove the meat and the vegetables and place in another pot, pass the sauce through a sieve and stir in the cleaned mushrooms, cook again for 5 minutes.
Pepper fricassee again and remove from the heat.
Stir in egg yolk and crème fraîche. Serve sprinklerd with chopped parsley.


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