Archive for the ‘Reisen’ Category

♣♣♣St. Patrick’s Day: Steak-and-Guinness Pie♣♣♣

17. März 2017


♣♣♣17. März – es ist schon wieder der Tag des Irischen Nationalheiligen Patrick – St. Patrick’s Day.♣♣♣

Iren in aller Welt feiern diesen Tag mit der Farbe Grün und dem irischen Wahrzeichen, dem Kleeblatt. Es wird gefeiert, getanzt und natürlich gegessen und jede Menge Bier getrunken.

In den vergangenen Jahren gab es hier im Blog immer mindestens ein entsprechendes Rezept, und so ist es auch dieses Jahr.
Es gibt einen Steak- and Guinnes Pie, das ist geschmortes Rindfleisch mit Gemüse, das nach dem Schmoren im Topf in eine Auflaufform gefüllt und mit einer knusprigen Blätterteighaube überbacken wird.
Das Fleisch ist wunderbar mürbe und durch das reichlich enthaltene dunkle Guinness Bier bekommt der Pie einen wunderbar malzig-würzigen Geschmack.
Dazu passt Colcannon (irisches Kartoffelpüree), Salzkartoffeln oder Soda Bread (irisches Brot mit Buttermilch und Natron gebacken).
Have a nice St. Patrick’s Day!



♣♣♣Steak-and-Guinness Pie♣♣♣


Zutaten
(für 4-6 Portionen)

• 1-2 Esslöffel Rapsöl
• 1 kg Rindfleisch von der Schulter, in 2,5 cm große Würfel geschnitten
• 1 Zwiebel, geschält und grob gehackt
• 2 Stangen Staudensellerie, geputzt und grob gehackt
• 2 Knoblauchzehen, geschält und in feine Scheiben geschnitten
• 150 ml kräftige Rinderbrühe
• 500 ml Guinness
• 1 Lorbeerblatt
• Meersalz
• frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
• 1 kleines Ei, verquirlt
• 1 Platte Blätterteig, ausgerollt

Zubereitung
1 Esslöffel Öl in einem großen Schmortopf erhitzen und das Fleisch in 2 Portionen goldbraun braten.
Dabei darauf achten, dass der Topf nicht zu voll ist, damit alle Fleischstücke gut angebraten werden.
Anschließend das Fleisch auf einem Teller beiseitestellen.

Bei Bedarf 1 weiteren Esslöffel Öl in den Topf geben und Zwiebel, Möhren und Sellerie so lange anbraten, bis die Zwiebel weich ist.
Das Fleisch zusammen mit dem Knoblauch zurück in den Topf geben.
Rinderbrühe und Guinness angießen, das Lorbeerblatt hinzufügen und nach Belieben mit Meersalz und Pfeffer würzen.
Für ca. 1,5 Stunden köcheln lassen, bis die Flüssigkeit eingekocht ist.
Dabei gelegentlich umrühren.

Den Backofen auf 200 °C (180 °C Umluft) vorheizen.
Die Ränder einer 1,2 Liter fassenden ovalen Backform mit verquirltem Ei einpinseln.
Anschließend die Mischung aus Fleisch und Guinness einfüllen.
Die Blätterteigplatte auflegen und andrücken, so dass die Ränder verschlossen werden.
Den Teig mehrmals einschneiden, sodass der Dampf entweichen kann. Dann den Blätterteig mit verquirltem Ei einpinseln.
Den Pie im Ofen 25-30 Minuten backen, bis der Teig aufgegangen ist und goldbraun glänzt.



♣♣♣Steak and Guinness Pie♣♣♣

Ingredients
(For 4-6 servings)

1-2 tablespoons of rapeseed oil
1 kg of beef from the shoulder, cut into 2.5 cm cubes
1 onion, peeled and roughly chopped
2 celery stalks, cleaned and roughly chopped
2 cloves of garlic, peeled and thinly sliced
150 ml beef broth
500 ml Guinness
1 bay leaf
Sea-salt
Freshly ground, black pepper
1 small egg, beaten
1  piece of puff pastry, rolled out

Preparation
In a large casserole, heat 1 tablespoon rapeseed oil and fry the meat in 2 servings until golden brown.
Make sure that the pot is not too full, so that all pieces of beef are well fried.
Then place the meat on a plate.

If necessary, add another tablespoon of oil into the pot and fry onion, carrots and celery until the onion is soft.
Put the beef back into the pot together with the garlic.
Add bay leaf, beef broth and Guinness and season with sea salt and pepper.
Allow to simmer for about 1.5 hours until the liquid has boiled down and  has become thick.
Stir occasionally.

Preheat the oven to 200 °C=392 °F (180 °C=356 °F recirculated air).
Brush the edges of a 1.2 litre oval baking tray with beaten egg.
Then fill the mixture of meat and guinness.
Place the puff pastry on top and slightly flaten it so that the edges are closed.
Cut the dough several times so that the steam can escape. Then brush the puff pastry with beaten egg.
Bake the pie in the oven for 25-30 minutes, until the dough has risen and is golden brown.

Aus Omas Kochbuch: Eingemachtes Kalbfleisch („Kalbsfrikassee”)

7. Februar 2017

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Als ich neulich ein Kalbsfrikassee kochen wollte, hatte ich vergessen, Champignons zu kaufen, die man für die klassische Zubereitungsart nach dem berühmten Paul Bocuse braucht.

Auf der Suche nach einem Rezept ohne Pilze habe ich in einem alten badischen Kochbuch ein Rezept für „Eingemachtes Kalbfleisch” gefunden.
Stimmt, dachte ich, das kenne ich noch von früher so – eines der Gerichte, das ich als Kind immer gerne hatte.

Und als wir im vergangenen Oktober in Lyon waren, haben wir in einem Bouchon „Blanquette de veau” gegessen – ebenfalls ein Kalbfleischragout mit heller Sauce, was ähnlich aussah – dort war allerdings Speck mit in der Sauce, dazu gab es Reis und Karottenpüree.


lyon-wochenende-vieux-lyon-bouchons-65Blanquette de veau – in einem Bouchon in Lyon


Für das Kalbsfrikassee aus dem alten badischen Kochbuch gibt es zweierlei Zubereitungsarten – bei der ersten gart man 1 Kilo Kalbsbrust am Stück und verwendet dann die Kochbrühe zur Herstellung der Sauce. Bei der zweiten Zubereitungsart schneidet man das Fleisch in Stücke, blanchiert dies zuerst in kochendem Wasser und dünstet die gesalzenen Fleischstücke dann in Butter an und füllt mit Wasser oder Fleischbrühe auf.
Ich habe mich für erstere Variante entschieden und zur Brühe mit Zwiebel zusätzlich Gemüse – Karotten, Lauch und Sellerie – zugefügt und die Karotten später in Stücke geschnitten und zum Ragout gegeben. Dazu gab es Reis.

Die Zubereitung nach Paul Bocuse möchte ich euch aber auch nicht vorenthalten, deshalb findet ihr untenstehend auch sein Rezept…


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Eingemachtes Kalbfleisch (Kalbsfrikassee)


Zutaten
(für 4 Personen)

• 1 kg Kalbsbrust (oder Bug)
• 3 Liter Wasser
• Salz
• 1 kleine Zwiebel
• 2 Nelken
• 1 Lorbeerblatt
• 1 kleines Stück Bio Zitronenschale
• 2-3 Karotten
• 1 kleine Lauchstange
• 1 kleines Stück Sellerie
• 1 Sträußchen Petersilie

Für die Sauce
• 50 g Butter
• 80 g Mehl
• 1 Liter Kochhbrühe
• 3-4 Esslöffel trockener Weißwein
• ½ Esslöffel Essig
• 1 Eigelb

• gehackte Petersilie

Zubereitung

In einem großen Topf 3 Liter Wasser mit Salz zum Kochen bringen.
Kalbsbrust kalt abwaschen, dann in das kochende Wasser geben.
Zwiebel schälen und das Lorbeerblatt mit den Nelken daran feststecken und zum Fleisch geben.
Karotten waschen, schälen. Lauch waschen, putzen und in drei Stücke schneiden. Sellerie waschen.
Das Gemüse mit einem Zweig Petersile ebenfalls zum Fleisch geben.
Deckel auflegen und 1 Stunde kochen. Das Fleisch und Karotten aus dem Topf nehmen, etwas abkühlen lassen, dann in mundgerechte Stücke schneiden.
Die Brühe abseihen und davon einen Liter abmessen. Restliche Brühe kann im Kühlschrank aufbewahrt und für eine Suppe verwendet werden.

Die Butter in einem Topf zerlassen, Mehl hinzugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Bei geringer Hitze andünsten, dann unter ständigem Rühren nach und nach die Brühe angießen.
Unter ständigem Rühren aufkochen, dann die Fleischstücke dazugeben und etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce sämig ist. Die Karotten hinzugeben.
Mit Wein und Essig würzen und vom Herd nehmen. Eigelb verquirlen und unterziehen.

Mit Reis anrichten und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.


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 Kalbsfrikassee nach Paul Bocuse


Zutaten
(für 4 Personen)

• 300 g Kalbsbrust
• 300 g Kalbsschulter
• 300 g Kalbshals oder Brustspitz
• Meersalz
• Pfeffer aus der Mühle
• 60 g Butter
• 2-3 Karotten
• 4 kleine Zwiebeln
• 1 Stück Bleichsellerie
• 1 Zweig Thymian
• einige Zweige Petersilie
• 1 Knoblauchzehe
• 1-2 Nelken
• 1 Esslöffel Mehl
• ¼ Liter Weißwein
• ¼-½ Liter Wasser
• 300 g frische Champignons
• 2 Eigelb
• 1 Tasse Crème fraîche
• 2 – 3 Esslöffel gehackte Petersilie

Zubereitung
Das Fleisch in grobe Stücke schneiden, salzen, pfeffern und in der Butter anbraten.
Die geputzten, in Stücke geschnittenen Karotten, die geschälten Zwiebeln und die Gewürze dazugeben und kurz mitdünsten.
Mit dem Mehl bestäuben, mit dem Weißwein ablöschen und mit dem Wasser auffüllen.
Aufkochen lassen, abschäumen, den Topf nicht abdecken und bei mittlerer Hitze 1 Stunde schmoren lassen.
Das Fleisch und das Gemüse herausnehmen und in einen anderen Topf geben, die Sauce durch ein Sieb dazu passieren und die geputzen Champignons unterrühren, nochmals 5 Minuten kochen lassen.
Das Frikassee nochmals pfeffern und vom Feuer nehmen.
Das Eigelb mit der Crème fraîche verrühren und unter das Ragout ziehen.
Anrichten und mit der Petersilie bestreut servieren.


Veal stew (fricassee)

Ingredients
(for 4 people)

1 kg calf’s breast (or bow)
3 litres of water
salt
1 small onion
2 cloves
1 bay leaf
1 small piece of organic lemon peel
2-3 carrots
1 small leeks
1 small piece of celery
1 bouquet of parsley

For the sauce
50 g of butter
80 g flour
1 litre veal broth
3-4 tablespoons of dry white wine
½ tablespoon vinegar
1 egg yolk

Chopped parsley

Preparation

In a large saucepan, bring 3 litres of water to the boil.
Wash the veal with cold water, then give into a pot with boiling salted water.
Peel onion and stick the bay leaf with the cloves to it, then add to the pot.
Wash carrots, peel. Washand clean leek and cut into three pieces. Wash the celery and cut into pieces.
Add the vegetables and a sprig of parsley to the meat.
Cover and cook for 1 hour. Remove the meat and carrots from the pot, allow to cool slightly, then cut into bite-sized pieces.
Strain the stock and measure one litre. Any remaining broth can be stored in the refrigerator and used for the preparation of soup.

Melt butter in a pan, add flour and mix with a whisk. Stir over low heat, then gradually add the broth while stirring constantly.
Bring to the boil while stirring, then add the pieces of meat and simmer for about 5 minutes until the sauce is smooth. Add the carrots.
Season with wine and vinegar and remove from heat. Mix in the egg yolk.

Serve with rice and sprinkle with chopped parsley.

Diffrent way of preparation:

Veal fricassee
according to Paul Bocuse

Ingredients
(for 4 people)

300 g calf’s breast
300 g of calf’s shoulder
300 g of calf’s neck or breastspun
sea-salt
pepper from the grinder
60 g of butter
2-3 carrots
4 small onions
1 piece of celery
1 branch of thyme
Some twigs of parsley
1 clove of garlic
1-2 cloves
1 tablespoon flour
¼ litre of white wine
¼-½ litre of water
300 g fresh mushrooms
2 egg yolks
1 cup crème fraîche (150 – 200g)
2 – 3 tablespoons chopped parsley

Preparation
Cut the veal into coarse pieces, salt, pepper and fry in melted butter.
Add peeled and chopped carrots, onions and the spices, and sauté briefly.
Sprinkle with flour, mix with white wine and top up with the water.
Bring to the boil, skim. Do not cover the saucepan and cook over medium heat for 1 hour.
Remove the meat and the vegetables and place in another pot, pass the sauce through a sieve and stir in the cleaned mushrooms, cook again for 5 minutes.
Pepper fricassee again and remove from the heat.
Stir in egg yolk and crème fraîche. Serve sprinklerd with chopped parsley.

Superbowl 2017 in Houston: Halbzeitpause mit Lady Gaga und Texas Chili Dogs

5. Februar 2017
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Superbowl-Finale 2017 in Houston


Nach einem feurigen Chili zum Aufwärmen kommt hier der Snack für die Halbzeitpause. Dieses Jahr wird Lady Gaga – die im vergangenen Jahr bereits beim 50. Superbowl die amerikanische Nationalhymne gesungen hat – die Halbzeit-Show bestreiten.



Wir bleiben beim klassischen „Stadionfutter” für die Halbzeitpause: Hot Dogs – dieses mal jedoch in einer feurigen Variante, als Texas Chili Dogs!

Falls ihr noch vom feurigen Texas Chili übrig habt, könnt ihr natürlich auch dieses für die Füllung verwenden, und euch etwas Arbeit in der Küche sparen.


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Texas Chili Dogs


Zutaten
(für 4 Personen)

• 2 Tomaten
• 2 kleine Zwiebeln
• 1 Knoblauchzehe
• 1 rote Chilischote
• 200 g Kidneybohnen (Dose)
• 3 Esslöffel Olivenöl
• 300 g Rinderhack
• 1 Messerspitze Kreuzkümmelpulver
• ½ Esslöffel Tomatenmark
• Salz
• Pfeffer
• 4 Hot-Dog-Würstchen (oder Wiener-Würstchen)
• 4 Hot-Dog Brötchen
• 80 g geriebener Cheddar

Zubereitung:

Die Tomaten schälen und fein würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Chilischote halbieren, entkernen, waschen, trocknen und fein hacken.
Die Kidneybohnen abgießen, mit klarem Wasser abspülen und abtropfen lassen.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Rinderhack mit Zwiebeln und Knoblach darin kräftig anbraten. Chilischote und Kidneybohnen hinzufügen, mit Kreuzkümmelpulver, Salz und Pfeffer würzen. Die Tomaten hinzufügen, gut durchrühren und auf kleiner Flamme circa 30 Minuten köcheln lassen, eventuell etwas Wasser hinzugeben. Anschließend mit Tomatenmark, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Würstchen in heißem Wasser erwärmen (nicht kochen!).
Die Brötchen im vorgeheizten Backofen kurz aufbacken, anschließend der Länage nach halb aufschneiden. Die Brötchen auf beiden Hälften dick mit dem Chili bestreichen, das Würstchen in die Mitte geben, mit dem Cheddar bestreuen, zusammenklappen und sofort servieren.


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Texas Chili Dogs


Ingredients
(for 4 persons)
2 tomatoes
2 small onions
1 clove of garlic
1 red chilli pepper
200 g kidney beans (can)
3 tablespoons olive oil
300 g minced beef
1 pinch of cumin powder
½ tablespoon tomato paste
Salt
Pepper
4 hot dog sausages (or Wiener sausages)
4 hot dog rolls
80 g grated cheddar cheese

Preparation:

Peel the tomatoes and finely chop. Peel onions and garlic and finely dice. Cut chilli pepper lenghwise, remove seeds, wash, dry and finely chop. Drain the kidney beans through a sieve, rinse with water and drain.

Heat olive oil in a pan and fry beef, onions and garlic in it. Add chilli peppers and kidney beans, season with cumin powder, salt and pepper. Add tomatoes, mix well and simmer over small heat for about 30 minutes, add some water if needed.  Adjust seasonning with tomato paste, cumin powder, salt and pepper.

Heat hot dogs in hot water (don’t boil!). Briefly warm rolls in a preheated oven, then cut the rolls halfway. Spread chilli thickly on both halves, place the sausage in the center, sprinkle with cheddar, fold together and serve immediately.


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Wer die klassischen Hot Dogs bevorzugt findet die Beschreibung hier, und wer die Hot-Dog-Buns selbst backen möchte wird bei Werner von Cucina e piu fündig, mit einem weiteren Rezept von Chili-Dogs.


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1987er Chevrolet Corvette Indy


Zum Abschluss noch ein weiterer Schnappschuss aus dem Fotoalbum des Markgräflers vom Besuch der Houston Auto Show, das amerikanische Pendant zur IAA in Frankfurt – auch wenn in Zeiten von selbstfahrenden Autos die CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas eine immer wichtigere Rolle spielt. Die Auto Show findet heute im NRG-Center statt, früher in der 2002 abgerissenen Astro Hall. Die Corvette aus dem Jahr 1987 ist jedenfalls ein Hingucker, über den Spritverbrauch des V8-Motors mit 5,7 Litern Hubraum sag ich besser mal nix.

Noch ein Netzfundstück: Das Werbevideo zur Houston Auto Show 1987


Die FUCHS TEUFELS WILD e Küchenparty im Münstertäler Spielweg

18. Januar 2017

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Der Markgräfler hatte der Markgräflerin zu Weihnachten einen Gutschein für ein ganz besonderes Erlebnis geschenkt…. und heute erzähle ich euch davon!

Am vergangenen Sonntag war es endlich soweit. Mit meiner Nachbarin Gertrud machte ich mich auf den Weg ins verschneite Münstertal im Schwarzwald!


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Vor einigen Jahren war ich schonmal im Romantikhotel Spielweg zu einem Linzertorten- und Hutzelbrot Seminar bei Karl-Josef Fuchs und zwischendurch natürlich auch mal im Restaurant Spielweg zum Essen.
Diesmal hatten aber mal die jungen Füchse, seine Töchter Kristin und Viktoria zu einer Küchenparty eingeladen. Und weil dise Party „fuchsteufelswild” werden sollte, haben wir auch gleich eine Übernachtung dazu gebucht.
Da im Spielweg selbst schon alle Hotelzimmer belegt waren, wurden wir in die Klostermühle, etwas weiter unten im Tal einquartiert, von dort mit einem Shuttlebus abgeholt und später wieder zurückgebracht.



Es gab an diesem Abend aber nicht nur Köstlichkeiten aus der Spielwegküche, sondern es waren einige Jungköche und Winzer mit dabei.
Zum Apéritif wurden wir mit Belsazar Vermouth von Maximilian Wagner begrüßt – eine Kooperation zwischen Berlin und Baden.
Grundlage ist eine Kräutermischung, die mit Weinen aus dem Markgräflerland und dem Kaiserstuhl angesetzt wird, dazu kommen noch Obstbrände aus dem Hause Schladerer – von dort ist Philipp Schladerer mit an Bord.


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Es gab zweierlei Belsazar Vermouth  – eine weißen und einen rosé, davon kommen jeweils 5 cl in ein Glas, dazu Eiswürfel und ein Stückchen Zitronenschale, dann wird mit Tonicwater (von Schweppes) aufgefüllt.
Dieser Apéritif ist, verglichen mit anderen Apféritifs leicht – der Vermouth hat 18 Vol.% Alkohol – und steigt deshalb nicht gleich zu Kopf.
Außerdem gab es ja jede Menge Fingerfood dazu…


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Die Speisekarte der Küchenparty


Fingerfood von Viktoria Fuchs, Spielweg

Ein Bild vom Rindertartar und Gipf Brot fehlt – die Markgräflerin hatte gerade keine Hand zum Fotografieren frei – probiert hat sie es selbstvertändlich!
Hinterschinkenbuchteln aus der Kasserolle
Frühlingsrolle mit Asia-Mayonnaise
Grissini mit luftgetrocknetem Schinken
Geräucherte Tomaten Suppen-Shot



Jochen Helfesrieder, Storchen Schmidhofen
Schwarzwaldforelle „Matjes”, gepickelte Bete


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Viktoria Fuchs, Spielweg

Wildschwein Dim-Sum


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Wie auf jeder Party, ist in der Küche immer am meisten los
Das Duo „Charme und Melone” aus Freiburg (Kontakt: charmeundmelone@gmail.com) verbreitet mit „bab, bab … Rhythm and Blues“ tolle Stimmung – nicht nur in der Küche


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New-Orleans Köche aus den USA „John & Gareth”, Spielweg

Jambalaya



Spielweg Köche und Auszubildende

Wildscheinbratwürstle im Weckle oder als Curry-Wurst
(die hat die Markgräflerin ausgelassen, weil sie schon pappsatt war)

…hierfür wurde im Innenhof eine Grillstation aufgebaut…

Badischer Flammenkuchen


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Confierte Eismeerlachsforelle, Couscous, Hummus, Minz-Joghurt
Graupensuppe mit Kürbis, gebackene Ochsenschwanzpraline



Bei den anwesenden Jungwinzern und- Winzerinnen konnte man sich zum Essen seinen Lieblingswein aussuchen und probieren, soviel man wollte…
Friedrich Keller, Weingut Franz Keller, Oberbergen
Sabrina Wassmer, Weingut Martin Wassmer, Schlatt
Eva-Maria Köpfer, Weingut Abril, Bischoffingen
Max Geitlinger Wein, Egerten



Marco Böhler, Restaurant Stucki Tanja Grandits, Basel
Marco Böhler hat seine Ausbildung zum Koch im Spielweg absolviert
Kalbshaxe  – auf der Speisekarte stand zwar „lila” – aber tatsächlich waren alles in „Orange” gehalten


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Zum Abschluss darf eine Auswahl an feinen Desserts und der Käse aus der hauseigenen Käserei von
Karl Josef Fuchs nicht fehlen….
Karl-Josef Fuchs hat übrigens einst im Schwarzen Adler in Oberbergen seine Ausbildung zum Koch gemacht


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Johannes Schneider, Spielweg

Apfel-Schokoladen-Schnitte
Gebrannte weiße Schokolade, Aprikose
Nougat -Himbeer-Cornetto (ohne Bild)



Mit dabei war noch die Rösterei Schwarzwild mit ihren Kaffeespezialitäten.
Die Longdrinks habe ich ausgelassen und mir dafür zum Kaffee noch ein Williams-Schnäpschen von Schladerer in Staufen genehmigt.
Im Kaminzimmer gab es dann noch eine Disco und wie wir am nächsten Morgen erfahren haben, haben es noch einige von den jüngeren Partybesuchern bis früh morgens ausgehalten….
Wir haben den ersten Shuttle-Verkehr zum Hotel um Mitternacht genommen….



Nachdem wir uns ausgschlafen hatten, ging es morgens zum Frühstück wieder in den Spielweg, wo es ein ein reichhaltiges Frühstücksbuffet gab.



Vielen Dank an das Team vom Spielweg  – wir waren begeistert und kommen bestimmt wieder!

Blogstatistik – Das war das Jahr 2016 von „Lebensart im Markgräflerland”

14. Januar 2017

blogstatistik-lebensart-im-markgraeflerland-2016


In den vergangenen Jahren haben die WordPress-Statistik-Elfen immer einen Jahresrückblick erstellt, den man nur noch teilen musste.

Für das Jahr 2016 war das nicht der Fall, und so habe ich fast vergessen, meine Blogstatistik genauer anzusehen.
Die halbe Million Klicks habe ich dieses Jahr zwar nicht geschafft, aber wie in den vergangenen Jahren gab es wieder eine enorme Steigerung sowohl bei den Aufrufen als auch bei den Besucherzahlen:


484.721 Klicks
293.782 Besucher


Folgende 10 Beiträge wurden 2016 am häufigsten aufgerufen:


Home page / Archives 165.465
Neu im Kühlregal:
Skyr von Lidl
34.220
Für den Grillabend:
Orientalischer Couscous-Salat mit Minze
30.256
Zitronenmelisse Sirup 6.747
Maronenkuchen nach Hildegard von Bingen
(glutenfrei)
5.098
Niedrigtemperatur-Garen:
Zartes, saftiges Schweinefilet
mit Champingnons und Spätzle
3.503
Fliederblüten Sirup 3.333
Bella Italia – Venezia –
Wie man Radicchio (di Treviso) serviert
3.235
Mango Lassi – Schönheitsdrink oder:
Indisch für Anfänger (2)
3.024
Meine Nachbarin kann –
Pasta mit Vulkanspargel
2.460
Kornelkirschen Marmelade 2.388


Die 10 beliebtesten der 195 im  Jahr 2016 veröffentlichten Beiträge waren folgende:

Ein Foto aus einem Beitrag über die Kirschblüte im Eggenertal (April 2016)

8.948 Aufrufe


Kirschbluete 2016 04_22_28


1. Alkoholfreier Aperitif mit Sanbitter und Bitter Lemon (Januar 2016)

340 Aufrufe


Sanbitte_Lemon 037


2. Tessiner Brottorte nach Betty Bossi (Mai 2016)

303 Aufrufe


Torta di Pane Betty Bossi 3


3. New York Eggnog Muffins – Eierlikör Muffins (März 2016)

290 Aufrufe


Eggnogg Muffins 7


4. Mallorquinischer Mandelkuchen (März 2016)

240 Aufrufe


Mallorquinischer Mandelkuchen 3


5. Rhabarberkuchen mit Marzipan Amaretto, Mandeln und Baiserhaube (Mai 2016)

233 Aufrufe


Rhabarberkuchen Marzipan 3


6. Weißwurst Brezn Rollen (September 2016)

225 Aufrufe


weisswurstrollen-8


7. Saftiger Schoko-Nuss-Kuchen, glutenfrei (Januar 2016)

208 Aufrufe


Schoko Haselnusstorte glutenfrei 2


8. Versunkener Rhabarberkuchen mit Lavendel (Mai 2016)

187 Aufrufe


Versunkener Rhabarberkuchen 7


9. Blätterteigschnecken pikant – comme une tarte flambée (Juni 2016)

184 Aufrufe


Tarte flambee Blätterteigschnecken 1


10. Paté Lorrain (August 2016)

183 Aufrufe


 Sommer 2016 Urlaub 115 Pate Lorrain


Vielen Dank an euch alle!

Eure Markgräflerin

Samstagseintopf: Soupe aux Choux

14. Januar 2017

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Aus dem Urlaub in der Lorraine im Sommer vergangenen Jahres habe ich ein Rezept für lothringische Kohlsuppe mitgebracht.
Es ist ja immer noch Saison für allerlei Kohlarten, und deshalb habe ich die Suppe als heutigen Samstagseintopf nachgekocht.


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Speisekarte eines Restaurants in Gerardmer


Bei Frankreich und Kohlsuppe denkt man unwillkürlich auch an die französische Filmkomödie „Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“ – im Originaltitel „La Soupe aux Choux“ zu deutsch Kohlsuppe – mit Louis de Funès aus dem Jahr 1981. Der Film spielt zwar in der Auvergne im Dorf Jaligny-sur-Besbre (Département Allier), aber Kohlsuppe ist eigentlich ein typisches Gericht aus der lothringischen Küche.
Auf unserem Heimweg von unserem Urlaub in der Lorraine haben wir dann auch noch die Kohlsuppe auf einer Speisekarte entdeckt…


Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe

Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe


Soupe aux trois choux


Pour 4 Personnes
1 chou milan
75 g de chou vert
75 g de chou rouge
400 g de pommes de terre
150 g de blanc de poireau
150 g de beurre
60 g de lard fumé
8 tranches de pain de campagne
10 cl de crème fraîche
2 l de fond de volaille

Éplucher et laver tous les légumes.
Préparer la garniture, choux vert et rouge en fines lanières.
Couper le lard en fins bâtonnets, les blanchir, les rafraîchir.
Faire dorer les tranches de pain de campagne dans un peu de beurre.
Faire suer le blanc de poireau, ajouter le chou milan en fines lamelles après l’avoir blanchi.
Mouiller les pommes de terre en quartiers avec le fond de volaille. Cuire 40 min.

Mixer le potage, ajouter la crème, dresser en soupière, saupoudrer avec les choux vert et rouge crus et les bâtonnets de lard.
Servir les croûtons bien chauds et salés à point.

C’est une soupe d’hiver au parfum d’hier ; Les choux vert et rouge crus lui confèrent un croquant très agréable.


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Kohlsuppe aus der Lorraine – mit dreierlei Kohl

Für 4 Personen
• 1 Wirsingkohl
• 75 g Grünkohl (oder Weißkohl)
• 75 g Rotkohl
• 400 g Kartoffeln
• 150 g weiße Teile vom Lauch
• 150 g Butter
• 60 g geräucherter Speck
• 8 Scheiben Bauernbrot
• 100 ml Crème fraîche oder Sahne
• 2 Liter Geflügelbrühe

Zubereitung
Den Wirsing putzen, waschen und in dünne Streifen schneiden. Kurz in kochendes Wasser geben, dann mit einem Schaumlöffel herausheben und in Eiswasser blanchieren.
Grünkohl und Rotkohl für die Garnitur in dünnen Streifen schneiden.
Die Kartoffeln schälen, waschen und vierteln. Lauch putzen, waschen und kleinschneiden.
Den Speck in dünne Steifen schneiden, in einer Pfanne das Fett auslassen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Die Brotscheiben in etwas Butter rösten.

In einem großen Topf die restliche Butter zerlassen, den Lauch darin glasig dünsten. Dann den gut abgetropften Wirsingkohl dazugeben und mit andünsten.

Die Kartoffeln dazugeben und Geflügelbrühe angießen. 40 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe pürieren, Crème fraîche oder Sahne untermischen. In vorgewärmte Suppenschüsseln oder Teller geben, mit grünen und roten Kohl und Speck-Streifen bestreuen.
Dazu die mit etwas Salz bestreuten gerösteten Brotscheiben servieren.

Es ist eine Winter-Suppe mit dem Geschmack der an früher erinnert; Die rohen grünen und roten Kohlstreifen geben der Suppe einen wunderbaren Biss.


Three Cabbage Soup
(Lorraine, France)

For 4 people
1 milan cabbage
75 g green cabbage
75 g red cabbage
400 g potatoes
150 g leek whites
150 g butter
60 g smoked bacon
8 slices of country bread
10 cl of crème fraîche or cream
2 l of poultry stock


Cut milan cabbage into thin strips, blanch (put in boiling water for a few minutes, lift out with a slotted spoon and plunge into iced water).
Prepare the garnish – cut green and red cabbage into thin strips.
Peel and wash potatoes then cut into quarters. Clean and wash leek whites, then cut into rounds.

Cut the bacon into thin sticks, fry in a pan, then let cool.
Brown country bread slices in a little butter.
Heat the remaining butter in a large pot and fry the leek whites in it until glassy. Then add the drained milan cabbage.

Add potatoes and fill with chicken stock. Cook for 40 minutes.

Puree the soup, add the cream. To serve fill in warmed soup bowls or soup plates. Sprinkle with the green and red cabbage and the bacon sticks.
Serve with toasted bread slices, which are sprikled with salt to taste.

It is a winter soup with the perfume of yesterday; The raw green and red cabbage gives it a very pleasant crunch.

Samstagseintopf: Kürbissuppe nach Paul Bocuse

7. Januar 2017

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Heute gibt es endlich mal wieder einen Samstagseintopf!

Vom vergangenen Herbst hatte ich noch einen kleinen Muskatkürbis eingelagert, der jetzt unbedingt verarbeitet werden musste, bevor er noch matschig und unbrauchbar wird.
Den Kürbis hatte ich an einem sonnigen Oktobertag auf dem Hof der Familie Scheidereiter geholt.


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Ein „kleiner” Muskatkürbis bringt doch so ein paar Kilos auf die Waage – ich habe das übrige Fruchtfleisch (geschält, und von Kernen und Fasern befreit) in Würfel geschnitten und in Portionen von 500 Gramm in Gefrierbeutel gepackt und eingefroren. So hält sich der Kürbis etwa 10-12 Monate….
Das Rezept habe ich aus einem Kochbüchlein von Paul Bocuse Die reichhaltige Suppe ist wunderbar cremig und wärmt an kalten Wintertagen, wie wir sie derzeit haben.


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Muskatkürbis Suppe nach Paul Bocuse


Zutaten
(für 4 Personen)

• 2 kleine Stangen Lauch
• 60 g Butter
• 500 g Kürbisfleisch (Muskatkürbis)
• 300 g mehligkochende Kartoffeln
• ¼ Liter = 250 ml Milch
• ¼ Liter = 250 ml Wasser
• Meersalz
• Pfeffer aus der Mühle
• 1 Tasse Crème fraîche (150-200g)

Zubereitung
Den Lauch putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden.  Die Kartoffeln schälen.
In einem großen, hohen Topf die Butter erhitzen und den Lauch darin glasig dünsten.
Das Kürbisfleisch und die geschälten Kartoffeln in kleine Würfel schneiden und zum Lauch geben.
Mit Milch und Wasser auffüllen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Bei mittlerer Hitze 30 Minuten kochen lassen.
Die Suppe mit einem Schneebesen oder Handmixer grob pürieren. Die Crème fraîche unterziehen und heiß servieren.


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Pumpkin soup
(according to Paul Bocuse)

ingredients
(for 4 people)

2 small leeks
60 g butter
500 g pumpkin (Muscat)
300 g floury potatoes
¼ litre = 250 ml milk
¼ litre = 250 ml water
sea-salt
pepper from the grinder
1 cup of crème fraîche (150-200g)

Preparation
Clean the leeks, wash and cut into thin rings. Peel the potatoes.
Heat the butter in a large, high pot and fry the leeks until glassy.
Cut the pumpkin flesh and the peeled potatoes into small cubes and add to the leeks.
Fill with milk and water, season with salt and pepper.
Cook over medium heat for 30 minutes.
Puree the soup with a whisk or a hand blender. Stir in crème fraîche and serve hot.


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Zierkürbisse auf dem Hof der Familie Scheidereiter, Siedlung im Stein, Neuenburg am Rhein


Hier sind noch ein paar Kürbisbilder, die ich auf dem Hof der Familie Scheidereiter gemacht habe (genauere Beschreibung und Verwendung der verschiedenen Kürbissorten)- here are some photos of the place where I got the pumpkin from last autumn.


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Vieux Lyon und die Bouchons

21. Dezember 2016

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Und nun kommen wir zum letzten Teil meines Lyon Reiseberichts.
Wir wollten zum Abschluss noch in einem typischen Bouchon zum Mittagessen gehen.
Die höchste Bouchon-Dichte findet man in Vieux Lyon, unterhalb des Fourvière Hügels.
Das Label „Bouchons Lyonnais” wurde von der Industrie- und Handelskammer Lyon in Zusammenarbeit mit den Restaurants „Bouchons Lyonnais“ kreiert – die Kasperpuppe „Gnafron”ziert das Logo des Zusammenschlusses der „Bouchons authentiques”.

Unter dem Label haben sich 23 Bouchons organisiert,  die für ein ursprüngliches, authentisches Erlebnis und Qualität garantieren.


Was ist ein Bouchon?


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Wörtlich übersetzt heißt Bouchon Korken –  und früher hing dort, wo es Wein und Essen gab, ein Korken draußen vor der Tür und daher kommt wohl der Name dieser Restaurants.
Viele Wirte erzählen aber auch, dass der Name Bouchon eher von „bouchonner” (mit Stroh abreiben) kommt, weil die Pferde hier trockengerieben wurden, während die Kutscher speisten und tranken. Es gibt auch die Variante, dass Korken und Stroh über der Tür hingen oder auf einem Schild abgebildet waren, wenn man in einer Kneipe oder Herberge Wein trinken konnte.

Auf jeden Fall geht es in den Bouchons immer noch laut und lustig zu, ein wenig wie in einem Brauhaus. Und es wird natürlich nicht nur der in Lyon berühmte Beaujolais (Rotwein) ausgeschenkt, sondern auch Bier – welches aber meist aus Belgien stammt.


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Die Bouchons sind meist rustikal eingerichtet und an ihren rot-weiß karierten Tischdecken zu erkennen. Die Küche geht auf alte Rezepte aus dem 19. Jahrhundert zurück, denn sie führen die Tradition der deftigen, aber dennoch feinen Küche der Mères Lyonnaises fort.


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Lyons Küche hat den Mères Lyonnaises – den Mamans (Mütter) der Lyoner Küche viel zu verdanken.
Die Mamans der hiesigen Küche bilden sozusagen die Wurzel des Stammbaums, der sich später in Bouchon-Küche und Haute Cuisine verzweigt.
Sie waren einst die Köchinnen reicher bürgerlicher und adeliger Familien, die im Zuge des wirtschaftlchen Abschwungs nach dem Krieg von 1870/1871 ihre Anstellungen verloren.
Um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern, begannen Sie nach und nach kleine Gaststuben zu eröffnen und bekochten dort Handwerkergesellen, Seidenweber und Fabrikarbeiter – sie taten das, was sie gelernt hatten und am besten konnten – Kochen nach den feinen Rezepten für ihre einstige Herrschaft – mit dem Unterschied, dass es in solchen Zeiten der Not wesentlich rustikaler zuging.
Lyons Mères wussten aus den wenigen Zutaten, die zur Verfügung standen, das beste zu machen. Und so wurden auch Innereien und zähe Fleischstücke verwendet und in köstliche Gerichte verwandelt. Als die Zeiten wieder besser wurden, gab es auch wieder hochwertigere Zutaten.
Mère Filloux wurde zum Beispiel durch ihre Poularde mit Trüffelscheiben unter der Haut („vollaile demi-deuil“ = Geflügel in Halbtrauer) berühmt. Dieses Gericht findet man noch heute bei Paul Bocuse auf der Speisekarte. Bocuse lernte übrigens sein „Handwerk” bei Mére Eugénie Brazier, einer ehemaligen Gehilfin von Mère Filloux, die später als erste Frau Frankreichs drei Michelin Sterne für ihr Restaurant bekam.
Heute werden nur noch wenige der Restaurants von Frauen geführt – das Kochen ist mittlerweile zur Männerdomäne geworden.

Wer tiefer in das Thema eintauchen möchte, dem dem empfehle ich den Krimi „Ein Soufflé zum Sterben” von Noël Balen und Vanessa Barrot, in dem nebenbei auch die klassischen Gerichte der Küche Lyons beschrieben werden. Köstlich und spannend zugleich!


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Vor dem Essen sind wir noch ein wenig durch die Gassen von Vieux Lyon geschlendert…
In der Rue Juiverie, einer mittelalterlichen Gasse, findet man einige der ältesten Häuser Lyons aus dem 13. und 14. Jahrhundert im Renaissance Stil.


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Wir waren noch etwas früh dran – einige der Bouchons öffnen erst später, aber ich hatte Glück und durfte in ein paar Bouchons hineinspähen….
Zwei der Wirte machten mir sogar noch die Tür auf, damit ich schnell ein Foto machen kann.


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In einigen der Bouchons trifft man auf die Puppen Guignol und Gnafron.
Guignol ist eine typische Figur Lyons, die die Kleidung eines Seidenwebers (Canut) trägt.
Die Seidenraupen-Zucht wurde in Lyon früher im großen Stil betrieben. Aus der Seide wurden edle Stoffe hergestellt. Es gibt auch ein Museum und mehrere Ateliers, wo man alte Webstühle sehen und alles über die Seidenproduktion erfahren kann.



Wir haben bei unserem ersten Besuch in Lyon vor 6 Jahren schon einmal ein Atelier besichtigt….


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Guignol und Gnafron


Guignol ist der komische Held des französischen Puppenspiels. Er entspricht dem deutschen Kasper. Sein Name ging auf die Vorführungsorte der entsprechenden Schauspiele über (Le Guignol), die irreführenderweise gelegentlich auch als Marionettentheater bezeichnet werden.

Die Handpuppe Guignol wurde zwischen 1810 und 1812 vom beschäftigungslosen Arbeiter Laurent Mourguet in Lyon geschaffen und soll seine eigenen Gesichtszüge tragen. Guignols treuer Freund ist Gnafron (nach Laurents Freund benannt), sein Widersacher der Gendarm Flageolet.

Lyon wurde durch ihn zur französischen Hauptstadt des Puppentheaters.

Schnell fand das „Phänomen“ Guignol Aufnahme in Paris. Ab 1836 feierte er in dem ältesten noch bestehenden Pariser Guignol-Theater in den Gärten der Champs-Elysées seine ersten großen Erfolge. Weitere Puppentheater entstanden unter anderem im Parc des Buttes-Chaumont (Guignol Anatole seit 1892) und Parc Montsouris, im Jardin du Luxembourg, auf dem Champ-de-Mars beim Eiffelturm sowie im „Jardin d’Acclimatation“ (Bois de Boulogne) und im „Parc Floral“ (Bois de Vincennes). Mit jährlich bis zu 150.000 Besuchern (Guignol du Jardin d’Acclimatation) zählen sie zu den beliebtesten Ausflugszielen der Pariser Kinder und ihrer Familien.

Quelle: Wikipedia



Mittagessen im Bouchon Le Un, Deux, Trois


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In Lyon ist es am Mittag meist günstiger, Essen zu gehen, als am Abend. Oft wird ein Tagesmenü angeboten, das auf einer Tafel angeschrieben ist.
Daneben gibt es traditionelle Gerichte als Menü, das aus drei Gängen (Vorspeise, Hauptgericht, Dessert) besteht  – das nennt sich Formule.


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Man kann sich aber auch in einer der Boulangerien mit allerlei Köstlichkeiten auf die Hand versorgen.


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Wir haben uns in dieses nette, kleine Bouchon „Le Un, Deux, Trois” gesetzt. Tagesmenü war Blanquette de Veau (Kalbsragout an einer hellen Sauce) mit Karottenpüree, Reis und ein Dessert nach Wahl.


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Als Dessert haben eine Tarte aux Pralines Lyonnaises ausgewählt.



Alles hat super geschmeckt und das Dessert war absolut köstlich.



Dann haben wir uns in der Boulangerie du Palais um die Ecke noch mit Brioche mit Pralines Lyonnaises für die Heimfahrt versorgt. In dieser Boulangerie gibt es auch sehr gute Baguette und Brot und zu Mittagszeit kann man sich hier mit Snacks versorgen – zuweilen bilden sich hier längere Schlangen.
Danach sind wir mit dem Boot (Vaporetto) auf der Saône bis zur Station Confluence gefahren. Von dort ging es mit der Tram zurück zum Hotel, wo wir gegenüber in einer Kaffeebar noch einen Petit Café getrunken haben.



Au Revoir Lyon!


Sightseeing in Lyon

21. Dezember 2016
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Hotel de Ville, Lyon


Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, sind wir am Montagvormittag auf Sightseeing Tour gegangen.
Eigentlich wollten wir mit einem kleinen Touristen-Express eine Stadttour machen und warteten vergebens vor der Oper bzw. hinter dem Rathaus von Lyon.
Wir waren nicht die einzigen…. Dann haben wir uns halt doch zu Fuß, mit Metro und Tram fortbewegt, um noch ein paar Sehenswürdigkeiten zu besuchen.



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Dieser Brunnen (Fontaine Bartholdi) auf dem Rathausplatz  (Place des Terreaux) wird derzeit leider renoviert….
Gegenüber liegt das Musée des Beaux Arts – Das Museum der schönsten Künste, das in Frankreich unmittelbar hinter dem Louvre in Paris rangiert.
Es ist in einem ehemaligen Benediktinerkloster aus dem 17. Jahrhundert, dem Palais St-Pierre untergebracht.


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Street-Food Speisekarten Kunst



Typisch täuschende Wandmalereien in Lyon
– trompe d’oeil


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Wir sind nochmal über die Saône ins Vieux Lyon gegangen, um dort Mittag zu essen.
Fortsetzung folgt…

Das moderne Lyon und Essen in einem Restaurant von Paul Bocuse

19. Dezember 2016
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Das moderne Gebäude des Museée des Confluences in Lyon, am Zusammenfluss von Rhône und Saône


Nachdem wir uns im ältesten Teil von Lyon mit der Entstehungsgeschichte der Stadt und den Römern beschäftigt hatten, fuhren wir zum modernsten Teil – Lyon Confluence.
Eigentlich wollten wir auch noch dieses Museum mit seinem großen völkerkundlichen Bereich ansehen, aber wegen des Marathons in Lyon war so viel los, dass die Schlange der Wartenden fast bis zur Tram-Haltestelle reichte.

Wir entschieden uns gegen die lange Wartezeit und weil die anfangs dichten Wolken auflockerten, haben wir bei wunderschönem Herbstwetter einen Spaziergang am Saône Ufer entlang des modernen und noch im Aufbau befindlichen Stadtteils Confluence gemacht.
Eine Stadtteil vom Reißbrett, wie es scheint – mit einem ganz besonderen Flair…


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Hier sind ein paar Eindrücke …



Bevor wir aber unsere kleine Wanderung am Ufer der Saône starteten, haben wir noch ein paar Erinnerungsfotos mit von uns vor dem „Only Lyon” -Schriftzug gemacht – das ist hier ein äußerst beliebtes Fotomotiv.


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An der Saône im modernen Stadtteil Confluence….


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Wer am gläsernen Bürohaus des Eventunternehmens GL Events Fenster putzen muss, hat einiges zu tun….


Wir haben über die Architektur ganz schön gestaunt – dieses grell-grüne Gebäude lässt einen unwillkürlich an einen Frosch denken – die Anordnung der Fenster hat von weitem gesehen etwas von Froschaugen. Es ist ein Werk der Architekten Jakob und Mac Farlane. In dem Gebäude hat der Fernsehsender Euronews sein Domizil.


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Hier ankern auch zahlreiche Boote, vom Restaurant, Bar und Disco über Hausboot und Flußkreuzfahrt-Schiff…



Die Uferpromenade wird am Wochenende gerne von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Es gibt zahlreiche Cafés, Restaurants und Eventlocations, wie zum Beispiel eine alte Zuckerfabrik (La Sucrière), die auch als Kunstgalerie genutzt wird.
Es gibt auch ein großes Einkaufszentrum (Centre Commercial) , in der sich unter anderem ein Fitnessstudio und Kinos befinden.
Der öffentliche Nahverkehr ist sehr gut ausgebau – sowohl mit Tram als auch mit einem Boot (Vaporetto), das zwischen Vieux Lyon und Confluence verkehrt, kann man direkt vor dem Einkaufszentrum ein- und aussteigen.


La Sucrière - Eine alte Zuckerfabrik

La Sucrière – Eine alte Zuckerfabrik


Dieses futuristische Gebäude nennt man in Lyon „Le Cube”

Der filigran perforierte orangefarbene Würfel ist wiederum ein Bürogebäude der Architekten Jakob und Mac Farlane, das manche Lyoner auch gern als ein Stück Käse bezeichnen.
En Hohlraum der vom Fluss aus wie eine Sonne aussieht, lässt genügend Licht in die hinteren Büros


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Einkaufszentrum Confluence


Nach dieser ausgiebigen Stadtour und den vielen Eindrücken waren wir ganz schön geschafft.
Eigentlich war der Plan, zurück ins Hotel zu gehen, uns etwas frisch zu machen und dann Essen zu gehen – aber dann haben wir uns entschieden, gleich hier etwas zu essen und sind zufällig in einer Restaurantkette von Paul Bocuse gelandet….
Ouest Express heißt diese Fast-Food Version von Bocuse, wo man im Gegensatz zu seinem etwas außerhalb liegenden Restaurant L’Auberge du Pont (Menu des Chefkochs Christophe Muller gibt es ab 165 € pro Person – ohne Getränke!), noch zu erschwinglichen Preisen etwas essen kann.
Hier bekommt man Burger, Pommes, Salat und Dessert und Kuchen und danach eien guten Kaffee – damit macht Bocuse in Lyon sogar Mc Donald’s Konkurrenz


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Und dann machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel.
Fortsetzung folgt…


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