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Wanderung von Kandern durch die Wolfsschlucht und nach Holzen

Wolfsschlucht 2


In den vergangenen Wochen waren der Markgräfler und die Markgräflerin an den Wochenenden wieder mal öfters zu Wandern unterwegs.
Letzte Woche waren wir am Samstag von Kandern durch die Wolfsschlucht nach Holzen zum Storchengehege gewandert.
Die Wanderung ist abwechslungsreich, und es ist für jeden etwas dabei – auf verwunschenen Wegen und Felsen, durch die man klettern kann, haben sowohl Kinder als auch Erwachsene ihren Spaß.
Wir hatten am Ende etwa eine Strecke von 14 Kilometern hinter uns gebracht. Auf dem Weg sind mehrere Steigungen zu bewältigen.


Karte


Wolfsschlucht 1

Wolfsschlucht 12Wolfsschlucht 3

Wolfsschlucht 4


Urwaldartig, wild, romantisch und ein wenig unheimlich ist die Wanderung durch die Wolfsschlucht. Man erwartet, dass plötzlich zwischen den Felsen oder aus dem Gebüsch Robin Hood, König Artus, der Zauberer Merlin oder Ronja die Räubertochter auftauchen… Selbst Asterix und Obelix vermutet man hier anzutreffen, wäre doch dieser Wald ideal für die Wildschweinjagd oder eine Rauferei mit den Römern.
Wie auch immer – das viele Grün bietet jede Menge Erholungswert.


Wolfsschlucht 8

Kalkgestein

Wolfsschlucht 7


Auf der Strecke gibt es mehrere Möglichkeiten, sich auszuruhen  – es gibt entlang des Weges diverse Sitzbänke und Rastplätze mit und ohne Grillplatz. Bitte nur Feuer machen, wo dies erlaubt ist. Man sollte sich vorher unbedingt informieren, ob wegen Waldbrandgefahr die Nutzung der Feuerstellen untersagt ist.



Bitte nehmt euren Müll anschließend mit nach Hause, und entsorgt diesen im Mülleimer.
(Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, dennoch haben wir auf anderen Wanderungen oder Spaziergängern immer wieder vermüllte Rastplätze vorgefunden – in der Wolfsschlucht zum Glück nicht!)

Unser Rastplatz, an dem wir das mitgebrachte Vesper (vom Markgräfler umweltfreundlich in eine Edelstahl-Vesperbox gepackt) verspeist haben:



Und weiter geht’s:



Nochmal ein Blick auf unseren Rastplatz:


Giftpflanze des Jahres 2019: Fruchtstand des Aronstab

https://de.wikipedia.org/wiki/Aronstab



Immer der roten Raute folgen – in Richtung Hammerstein:



Am Wegesrand findet man Himbeersträucher und Stechpalmen-



Dann folgen wir dem Wegweiser zum Brudersloch…



…und steigen zur Höhle des Einsiedlers auf. Dieser Weg ist bei nassem Boden nicht zu empfehlen – es gibt zwar ein Geländer zum Festhalten, aber der Weg ist steil und sehr schmal. Es besteht Rutschgefahr!



Um diese Höhle rankt sich eine alte Sage. In der Bannbeschreibung von 1688 wird die Höhle als Wohnort eines Einsiedlermönchs beschrieben. Er soll sich von Fisch aus der Kander, welche vor der Höhle vorbeifließt, ernährt haben. Der heutige Flussverlauf lässt darauf schließen, dass die Legende des Einsiedlermönchs sehr lange zurückliegt, da die Höhle heute weit oberhalb des Flussverlaufs thront. Genauere zeitliche Angaben über den Lebenszeitraum des Einsiedlers sind jedoch nicht bekannt. Ebenfalls berichtet die Sage von einem unterirdischen Gang zur Hammersteiner Mühle. Diese liegt mehrere Kilometer vom Brudersloch entfernt im Hammerstein, einem Nebenort des Kanderner Ortsteils Wollbach. Von diesem Tunnel ist jedoch heute nichts mehr zu sehen, sodass dessen Existenz fraglich ist.

Quelle: Wikipedia



Dann dem Weg nach Holzen zum Storchengehege folgen.



Waldbewohner….


Hirschkäfer

Irgendwo mussten wir eine Abzweigung übersehen haben, denn wir kamen nicht am Schützenhaus vorbei, wo der Weg eigentlich entlang führen sollte, sondern auf einer gemähten Wiese mit Kirschbäumen und Blick auf Reben kurz vor dem Ort Holzen.



Blick auf den Kirchturm von Holzen mit Storchennest



Am Ortseingang von Holzen



Alte Fachwerkhäuser mit gepflegten Gärten



Die Kirche


 


Dann dem Wegweiser zum Storchengehege folgen



Das Storchengehege


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#Storchengehege #Holzen

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Nachdem wir eine weitere Pause auf den Holzbänken im Schatten von Holzbänken beim Storchengehege gemacht und die Störche eine zeitlang von dort beobachtet haben, machten wir uns auf den Rückweg nach Kandern.



Am Anfang unserer Wanderung war es noch bewölkt und die Temperatur angenehm, nun war es aber sonnig und heiß und wir hatten nochmal einen steilen Anstieg vor uns, zum Glück verläuft der größte Teil des Weges durch den schattigen Wald.



Die erste Steigung auf dem Rückweg ist geschafft – nochmal eine kleine Pause….



Auf dem Rückweg kreuzen wir kurz die Eisenbahn-Gleise der Kandertal-Bahn – welche liebevoll das „Chanderli“ genannt wird.



Und dann sind wir auch bald wieder in Kandern, wo wir uns noch kurz am Ufer der Kander niedergelassen und ein wohlverdientes Eis geschleckt haben – nur wenige Meter weiter gibt es eine Eisdiele …

Im Blog „Neues aus dem Markgräflerland“ findet Ihr weitere Bilder unserer Wanderung.
Fortsetzung folgt….

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Für die Hausapotheke: Spitzwegerich Tinktur – selbstgemacht

Spitzwegerich Tinktur 1


Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) gehört. Davon wächst in diesem Jahr massig in meinem Garten.
Bei Insektenstichen, oder wenn ich beim Gärtnern mit Brennnesseln (die lasse ich für die Schmetterlinge stehen) in Berührung komme, verknote ich ein paar frische Spitzwegerichblätter, quetsche sie aus und trage den Saft auf die Stelle auf. Das wirkt kühlend, beruhigt die Haut und das Brennen und Jucken hört bald danach auf.

Nach Spitzwegerich-Hustensaft habe ich jetzt mal eine Spitzwegerich-Tinktur gegen Insektenstiche und leichte Verbrennungen angesetzt.


Spitzwegerich Tinktur 2


Spitzwegerich-Tinktur


Zutaten
• eine Hand voll Spitzwegerichblätter
• 100 ml Alkohol mind. 40% (z.B. Wodka oder Korn)
• Schraubglas
• Fläschchen (kl. braunes Apothekerfläschchen oder leeres Deo-Roll-On)

Zubereitung
Das Schraubglas zum Sterilisieren mit  kochendem Wasser aus dem Heißwasserkocher füllen und ein paar Minuten stehen lassen. Anschließend abgießen. Die Innenseite des Deckels mit etwas Alkohol abreiben.

Eine Hand voll frische Spitzwegerich-Blätter aus dem Garten waschen und trockentupfen, anschließend klein schneiden (1 cm)  und in das Schraubglas geben. Jetzt mit Alkohol aufgießen bis alle Blätter bedeckt sind.
Verschließen und an einem dunklen kühlen Ort (z. B. im Keller) drei bis vier Wochen ziehen lassen.

Alle drei Tage einmal kurz durchschütteln.

Nach vier Wochen abseihen – ich nehme für so etwas immer einen Kaffeefilter – und in ein Fläschchen füllen. An einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren.


Spitzwegerich Tinktur 3


Ribwort (Plantago lanceolata) is used frequently in herbal teas and other herbal remedies. A tea from the leaves is used as a cough medicine. In the traditional Austrian medicine Plantago lanceolata leaves have been used internally (as syrup or tea) or externally (fresh leaves) for treatment of disorders of the respiratory tract, skin, insect bites, and infections.
In my garden there is loads of ribwort, so I made a ribwort tincture to use against insect bites or as a remedy for minor burns or small wounds.


Spitzwegerich Tinktur 4


Ribwort tincture


Ingredients
1 handful of ribwort leaves
100 ml alcohol at least 40% (e.g. Vodka or schnapps)
screw-top jar
small bottle (brown pharmacy bottle or empty Deo-Roll-On)

Preparation
Fill the jar for sterilisation with boiling water and leave to stand for a few minutes. Then pour off the water. Rub the inside of the lid with some alcohol.

Wash and pat dry a handful of fresh ribwort leaves from the garden, then cut them into small pieces (1 cm) and put them into the screw-top jar.

Now pour with alcohol until all leaves are covered. Seal the bottle and let it rest in a dark and cool place (e. g. cellar) for three to four weeks.

Shake once every three days.

After four weeks strain – I always use a coffee filter for that – and pour it into a bottle.

Store in a cool and dark place.

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Tannenspitzen-Sirup


Ich hatte euch ja noch das Rezept für den Tannenspitzen-Sirup versprochen, der als Grundlage für Tannenspitzen-Limo dient oder als Zutat für einen Cocktail (z. B. Gin Tanne oder Tanne Spritz) verwendet werden kann…


Gin Tanne
Tanne Spritz

Für den Sirup nimmt man nur die hellgrünen, ganz jungen Triebe von Tannen, die sogenannten Maiwipfel. Wir konnten in diesm Jahr schon an Ostern bei einem Waldspaziergang die ersten ernten.
Vorsicht!
Auch die Eibe entwickelt im Mai/Juni junge, hellgrüne Triebe. Die Eibe ist in allen Teilen giftig!
Eibennadeln sind im Vergleich zu den Nadeln anderer Nadelbäume platt, und weich. Weitere Merkmale:
– Eiben tragen keine Zapfen.
– Eibenholz ist frei von Harz.
– Eiben sind (meistens) mehrtriebig mit dünnen Stämmen (selten über 70 cm Durchmesser) und wachsen häufig strauchartig
– Eibennadeln sind rund um den Trieb angeordnet, jedoch „gescheitelt“. Es zeigen keine Nadeln nach oben oder unten.

Tannen erkennt man daran, dass die Nadeln auf der Unterseite zwei deutliche, weiße Streifen haben.
Bitte die Bäume bei der Ernte schonen, das heisst von jedem Baum nur wenige Spitzen nehmen.



Tannenspitzen-Sirup


Zutaten
• 2 Handvoll Tannenspitzen
• 500 g Zucker
• 600 ml Wasser
• 2 Bio Zitronen

Zubereitung
Die Tannenspitzen mit kaltem Wasser gut abspülen und abtropfen lassen.
Den Zucker im Wasser ca. 10 Minuten kochen, bis er sich vollständig aufgelöst und eine leicht dickflüssige Konsistenz angenommen hat.
In der Zwischenzeit die Zitronen heiss abwaschen, trocken tupfen, dann vierteln, und mit den Tannenspitzen in den Sud geben.
Vorsichtig durchrühren. Den Topf vom Herd nehmen und abgedeckt 2 Tage ziehen lassen.
Zitrone und Tannenspitzen herausnehmen und den Sirup noch einmal kurz aufkochen. Den Sirup noch heiß in kleine Flaschen füllen und fest verschließen.
Im Kühlschrank aufbewahren.
Tipp: Je 250 g Zucker und 250 g Waldhonig verwenden. Das macht den Sirup noch aromatischer.



Fir-tip syrup


Ingredients
2 handfuls of fir tips
500 g sugar
600 ml water
2 organic lemons

Preparation
Rinse the pine tips well with cold water and drain. Cook sugar and water for approx.10 minutes until it is completely dissolved and has a slightly viscous consistency.
In the meantime, wash the lemons hot, pat dry, then quarter, and add to the syrup together with the fir tips. Stir gently and bring to the boil again.
Remove the pot from the heat and leave covered for 2 days. Remove the lemon and fir tips and briefly boil the syrup, again. Fill the still hot syrup into small bottles and close tightly. Store in a refrigerator.
Tip: Use 250 g of sugar and 250 g of forest honey. This makes the syrup even more aromatic.

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Kaktusfeigen am Kaiserstuhl

Winklerberg 2019_1


Es ist Feiertag, die Sonne scheint und ich habe heute ausnahmsweise mal kein Rezept für euch auf Lager, sondern einen Ausflugstip:

Vergangenes Jahr waren der Markgräfler und die Markgräflerin an einem sonnigen Tag Ende September unterwegs am Winklerberg im Kaiserstuhl.

Wenn man diese Bilder sieht, meint man, sie wären in südlicheren Gefilden entstanden.
Tatsächlich wurden die Opuntien, die hier wachsen, vor vielen, vielen Jahren hier angepflanzt, vielleicht ein Urlaubsmitbringsel, das hier verwildert ist.

Aber müssten die denn nicht im Winter eingehen, weil es zu kalt ist?
Nein, da sie auf Vulkangestein wachsen – der Kaiserstuhl war nämlich vor langer, langer Zeit (ca. 15-23 Mio. Jahre) Vulkangebiet – und diese Steinart Wärme hervorragend speichert, finden die Kakteen hier in einer der sonnenreichsten und wärmsten Gegenden Deutschlands optimale Bedingungen vor.


Winklerberg 2018_2


Nicht umsonst wächst hier auch hervorragender Wein (besonders Burgunder- und Muskatellerweine):

Boden: Löß + vulkanische Tuffe
Fläche: 117 ha
Neigung: hängig-steil
Ausrichtung: W-S-SO

Der Ihringer Winklerberg bildet den südlichen Ausläufer des Kaiserstuhls und gilt als wärmste deutsche Lage mit fast subtropischem Klima.




Winklerberg 2018_3


Opuntia ficus-indica ist eine Pflanzenart in der Gattung der Opuntien (Opuntia) aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton ficus-indica bedeutet indische Feige. Die oft als Kaktusfeigen bezeichneten Früchte und die jungen Triebe sind essbar und gehören zur mexikanischen Standardküche.  (https://de.wikipedia.org/wiki/Opuntia_ficus-indica)

Links: http://www.naturzentrum-kaiserstuhl.de

 


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Die kleine Wanderung, die wir unternommen hatten war zwar von der Strecke her nicht so lang, aber die Steigungen mit den vielen zu bewältigenden Treppenstufen war bei dem sommerlichen Herbstwetter ganz schön anstrengend.


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Hier sind die Bilder:


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Hier spielen die Gehäuseschnecken den „Wetterfrosch”: Klettern die Schnecken in der Nacht zuvor die Stängel der Grashalme hoch, so wird es ein heißer Tag – in luftiger Höhe ist es nämlich kühler als auf dem von der Sonne aufgeheizten Vulkangestein, auf dem die Schnecken dann nicht überleben würden.



Eine Gottesanbeterin haben wir leider nicht gesehen, aber ganz viele Eidechsen waren unterwegs..
Bei diesem Rebhäuschen hoch oben auf dem Berg haben wir im Schatten ein Päuschen eingelegt, gevespert und die schöne Aussicht genossen.


 

Blick auf das Breisacher Münster und die Vogesen im Hintergrund


Dann ging es durch die Reben wieder bergab….



Und hier wächst eine ganz neue Rebsorte – die Pomodoro-Traube – nein, ist natürlich ein Scherz. Hier hat ein Winzer inmitten seiner Weinstöcke auch Tomaten angebaut.
Vielleicht sogar als Schutz vor der Essigflieg, wer weiß?! Ich meine einmal gelesen zu haben, dass der Duft von Tomaten Stechmücken vertreiben kann und dass man deshalb Tomatenpflanzen vor’s Fenster stellen soll…


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Aus meinem Garten – Juli: Besuch aus Afrika – mein Bild des Tages


Die Markgräflerin verbringt gerade ihren Urlaub zu Hause. An ausgedehnte Wanderungen oder Ausflüge ist angesichts der derzeitigen Hitzewelle nicht zu denken.
Das Freibad ist hoffnungslos überfüllt und einigermaßen kühl ist es nur am frühen Morgen.
Es gilt: In der Frühe die Pflanzen gießen, die es notwendig haben, die Wohnung durchlüften und dann alle „Luken” schließen und den Schatten suchen.
Kurz nach halb sieben war ich schon wach und konnte beim Gießen den Heißluftballon von Bernd Klank beobachten, wie er langsam aufstieg und über die Häuser unserer Straße langsam westwärts fuhr.
Als ich dann gegen halb acht beim Kaffee auf der Terrasse saß – ringsum war es noch ruhig, nicht einmal die Vögel waren wach – konnte ich im Garten die ersten Schmetterlinge sichten. Also habe ich meinen Fotoapparat geschnappt und gewartet.
Offensichtlich etwas träger, als noch am Vorabend, haben die Schmetterlinge nun auch mal die Flügel aufgemacht und mit ein wenig Geduld ist mir diese wunderschöne Aufnahme gelungen.
Endlich konnte ich mir das Flügelmuster genauer ansehen und habe festgestellt, dass es sich um einen Distelfalter handeln muss.

Aus dem Kosmos Schmetterlingsführer habe ich dann erfahren, dass der Distelfalter ein typischer Wanderfalter ist und aus Afrika stammt. Also kein Wunder, dass der Falter gerade so häufig auftritt – so viele hatte ich bisher noch nicht in meinem Garten.

„Seine eigentliche Heimat liegt in Afrika nördlich der Sahara, von wo aus eine erste Wanderwelle ab Ende März das Mittelmeergebiet erreicht und sich dort fortpflanzt.
Die Nachkommen dieser ersten Welle erreichen im Mai und Juni Mitteleuropa, um bei uns noch 1-2 Nachfolgegenerationen hervorzubringen, deren Falter teilweise im Sommer wieder nach Süden wandern. Eine Überwinterung ist offenbar weder bei uns noch im nördlichen Teil des Mittelmeergebietes möglich. (…)


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Schweden – Eine kleine Wanderung und Blaubeerpfannkuchen zum Abendessen


Ich habe euch schon lange nichts mehr von unserem Urlaub im vergangen Jahr um Midsommar in Schweden erzählt…
Gerade läuft nämlich im deutschen Fernsehen wieder eine neue Staffel der Serie Mord im Mittsommer und das hat mich daran erinnert, dass es noch einiges zu berichten gibt.
Und außerdem besuche ich am kommenden Wochenende einen Kurs „Schwedisch für die Reise” an der VHS…

Also: An unserem neunten Tag, einem Sonntag, sind wir etwas später als sonst aufgestanden, haben gemütlich gefrühstückt und uns dann dafür entschieden, rund um das Stuga (Mz. stugor) – das ist der schwedische Begriff für ein Ferienhaus, das als vorübergehende Wohnung im Urlaub oder in der Freizeit dient – eine kleine Wanderung zu machen.

An diesem Tag war es sonnig und sehr warm. Insgesamt waren wir dann doch fast fünf Stunden unterwegs, weil wir uns auf der Suche nach dem ehemaligen Brandturm, den wir von unserem ersten Besuch in dieser Gegend vor vielen Jahren noch kannten, auch etwas verlaufen hatten.
Klar hatten wir unsere Mobil Telefone dabei, aber die nützen auch nichts, wenn man mitten im Wald kein GPS-Signal empfängt…
Und wenn auch die Briefkästen der Bewohner von den einzelne Häuschen am Waldrand verlassen einige hundert Meter entfernt am Straßenrand stehen, trifft man hin und wieder auf die Anwohner – von denen man nett mit hej, hej begrüßt wird. Gerne wird auch mal ein Schwätzchen mit Händen, Füßen und etwas Englisch geführt…

Bei einer dieser Begegnungen haben wir erfahren, dass es den Brandturm gar nicht mehr gibt – dieser wurde vor ein paar Jahren vom Eigentümer des Waldes aus Sicherheitsgründen wegen Einsturzgefahr entfernt. Die Wälder würden jetzt alle aus der Luft überwacht – besonders in so trockenen Sommern, wie es im vergangenen Jahr der Fall war. Und tatsächlich gab es tags zuvor etwa 50 km entfernt von unserem Urlaubsort, in der Nähe von Ekshärad wo wir Bekanntschaft mit den Elchen gemacht hatten, einen Waldbrand.



Der Briefträger kommt hier auf dem Land mit dem Auto – das Steuer auf der rechten Seite, wie in England, und die Briefe werden direkt aus dem Auto in die Kästen verteilt.



Unterwegs haben wir viel Natur gesehen und zum Glück hatte ich eine Tupperdose dabei, denn wir haben auch eine Handvoll von Blaubeeren aus dem Wald mitgebracht, die wir an einer Stelle gefunden haben.


Pfannkuchen mit Elchsalami und schwedischem Käse

Zum Abendessen gab es dann Pfannkuchen mit Elchsalami und Käse – zum Dessert Blaubeerpfannkuchen mit Honig. Das Rezept für die Blaubeerpfannkuchen findet ihr am Ende dieses Blogbeitrags.



Und das haben wir sonst noch entdeckt:



Steinmauern am Wegesrand



Jede Menge Schmetterlinge



Johanniskraut



Vereinzelte Moltebeeren



Diese wohlschmeckenden Beeren sind eine ganz besondere Spezialität. Sie wachsen in sumpfigen Gebieten, werden bis 30 cm hoch und haben weiße Blüten. Die Beeren haben die Form von Brombeeren, allerdings mit weniger „Kügelchen”.
Zuerst grünlich-dunkel, werden sie mit zunehmender Reife rot und zum Schluss hellgelb und saftig. Sie sind sehr Vitamin C-haltig. Die Blütezeit ist Juni.
Die Multbeere ist sehr frostempfindlich. Auch Regen und Hagel schaden der Beere. Ist der Frühsommer kalt und windig, kann es passieren, dass keine Befruchtung stattfindet und somit keine Früchte heranwachsen. Aber auch bei optimalen Witterungsverhältnissen kann es vorkommen, dass wenige Früchte an den Pflanzen sind. Die Multbeere ist zweihäusig, d. h. es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Breiten sich die männlichen Pflanzen an einer Stelle zu sehr aus, kommt es nicht mehr zur Beerenbildung. Bei optimaler Voraussetzung leuchten die Sümpfe im Spätsommer goldgelb. Dann ist die Zeit da, sie zu pflücken. Beim Pflücken sorgsam mit den Pflanzen umgehen, damit auch im nächsten Jahr die Ernte erfolgreich verlaufen kann.

VORKOMMEN
Die Multbeere wächst in erster Linie in Lappland aber auch hier im Gebiet ist sie anzutreffen. Die Fjällgebiete und deren Sümpfe ist die Heimat der Beeren. Folgen Sie den Bächen, die zu oder von den Sümpfen fließen und Sie werden die schönsten, größten Multbeeren finden.

AUSRÜSTUNG
Um Multbeeren habhaft zu werden, benötigen Sie Gummistiefel, um keine nassen Füße zu riskieren und ein gutes Mückenmittel, da die Sümpfe das Reich dieser kleinen Plagegeister sind.
Verwenden Sie keine Körbe, um die Beeren zu transportieren, sondern Eimer. Gönnen Sie sich guten Proviant für’s Picknick. Zuguterletzt brauchen Sie noch eine gute Kondition und einen starken Rücken. Viele Sümpfe liegen abseits, wo Sie mit dem Auto nicht direkt heranfahren können.
Multbeeren wachsen ziemlich flach am Boden und das bedeutet häufiges Bücken.

VERWENDUNG
Eigentlich sollten Sie die reifen, saftigen Multbeeren direkt beim Pfücken vernaschen oder sie zu Hause mit Zucker und Sahne essen. Sie können sie aber natürlich auch einfrieren.
Eine besondere Spezialität ist Multbeermarmelade. Wie wäre es denn mit Waffeln, sahnigem Vanilleeis und als i-Tüpfelchen dazu warme Multbeermarmelade?!


Waffeln mit Moltebeeren-Marmelade und Sahne

Multbeermarmelade
1 kg Multbeeren
700 gr. Zucker
Beide Zutaten in einen Topf geben, aufkochen und 15 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.
Die heiße Marmelade in gut gereinigte Gläser füllen.

Aus: Kleiner Pilz- und Beerenführer für Schweden


Margeriten und Sumpf-Schafgarbe



Acker-Witwenblume mit Schmetterling



Knabenkraut


 


Wollgras



Lupinen


 


Die Belohnung zum Abendessen: Blaubeerpfannkuchen



Schwedische Blaubeerpfannkuchen
– Pannkaka med blåbär


Zutaten
(4 Portionen)
• 2 Eier
• 300 ml Milch
• 100 ml Sahne
• 100 g Weizenvollkornmehl
• 1 Prise Salz
• 200 g Blaubeeren
• 3 Esslöffel Rapsöl
• 4 Esslöffel Honig (oder Zucker)

Zubereitung
Die Eier mit der Milch verrühren, die Sahne zufügen. Mehl und Salz zur Sahnemilch geben und alles zu einem cremigen Teig verrühren. Den Teig ca. 15 Minuten ruhen lassen.
Die Blaubeeren verlesen, putzen, waschen und gut abtropfen lassen oder trockentupfen.
In einer gusseisernen Pfanne 1 Esslöffel Öl erhitzen. Etwas Teig hineingeben und 30 Sekunden backen.
Auf den Pfannkuchen einige Blaubeeren geben, im Teig stocken lassen, dann den Pfannkuchen wenden und von der anderen Seite goldbraun backen.
Auf diese Weise nacheinander Blaubeerpfannkuchen backen. Das restliche Öl nach und nach dazugeben.
Die Pfannkuchen nach Belieben mit Honig beträufeln oder mit Zucker bestreuen.
Wer mag, kann zusätzlich Schlagsahne dazu servieren.



Swedish blueberry pancakes


Ingredients
(4 servings)
2 eggs
300 ml milk
100 ml cream
100 g whole wheat flour
1 pinch of salt
200 g blueberries
3 tablespoons rapeseed oil
4 tablespoons honey (or sugar)

Preparation
Mix the eggs with the milk and add the cream. Add flour and salt and mix to a creamy batter. Let rest for about 15 minutes.
Clean the blueberries, wash and drain well or pat dry.
Heat 1 tablespoon of oil in a cast iron pan. Add some of the pancake batter and bake for 30 seconds.
Put some blueberries on the pancake, let it set in the dough, then turn the pancake over and bake on the other side until golden brown.
Bake the blueberry pancakes one after the other in this way. Gradually add the rest of the oil.
Sprinkle the pancakes with honey or sugar as desired.
If you like, you can also serve whipped cream with it.


Fortsetzung folgt…

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Ein Besuch auf der Landesgartenschau 2018 in Lahr


Dieses Schild mit der Aufschrift „Bitte klingeln, wenn keiner aufmacht: Blumen giessen & Unkraut zupfen – Danke” hätte vergangenen Samstag an der Haustüre der Markgräflerin gut gepasst.
Vielleicht habt ihr es bei Markgäfler schon gelesen, dass wir einen Ausflug zur Landesgartenschau in Lahr gemacht haben.
Vergangenes Jahr waren wir Ende Oktober schonmal in Lahr, um uns die große Blumenschau der Chrysanthemen anzusehen – die Chrysanthema.

Schon damals wurde kräftig für die Landesgartenschau (LGS) 2018 geworben und wir hatten uns fest vorgenommen, mindestens einmal die LGS zu besuchen.
Während die Chrysanthema jährlich in der Innenstadt von Lahr stattfindet, hat man für die Landesgartenschau vor den Toren der Stadt ein Gelände eingerichtet, für welches sogar ein künstlicher See geschaffen und eine gigantische Fußgängerbrücke errichtet wurde.
Als wir vormittags gegen 9 Uhr in Lahr eintrafen, war die Besuchermenge recht überschaubar. Es standen nur wenige Autos auf dem Parkplatz und auch vor den Kassenhäuschen am Haupteingang standen nur eine Handvoll Leute.

Kommt mit, ich zeige euch eine kleine Auswahl meiner Eindrücke.



Schwarzwaldmotive traditionell versus modern – mit passender Bepflanzung  (Lupinen in rot und weiß mit weißen Glockenblumen), Fingerhut vor einer Holzwand im Kleingartenpark an der Römerstraße – Lahrer Schaugärten



 


Vertikale Mauergärten


 


Badeteich



Insektenfreundliche Blumenwiese statt Steinwüste


 


Ideen für den Kräutergarten


 

 


Garten-Idee der Zeitschrift „Mein schöner Garten”


 


SWR „Iss Deinen Garten”


 


Dieses Vogelhäuschen würde den Meisen in meinem Garten bestimmt auch gut als Domizil gefallen…


 


Seitenwechsel – Im Bürgerpark




Themen zur römischen Geschichte der Stadt Lahr – Thema Handwerk


 


Eisenbahn – wie sie einst auch im Markgräflerland in Betrieb war


 

 


Floristik in der Blumenhalle


 

 


Seitenwechsel über die Ortenau-Brücke



Der neu angelegte See



Hier kann man sich ausruhen und auch ein wenig im Wasser planschen



Wir hatten langsam Hunger und haben uns deshalb im Restaurant am See niedergelassen, um etwas zu essen.
Es gibt typisch badische Gerichte, frische Salate, Kaffee und Kuchen…

Salat mit gebratenem Zander, Tomatenpesto und Hausdressing mit Kräutern und Crème fraiche

 


Weil es inzwischen ziemlich heiß geworden war, haben wir uns danach langsam auf den Heimweg gemacht.


 

 


Landwirtschaft – hier werden in den Beeten verschiedene Getreidearten vorgestellt und man erfährt, in wie vielen verschiedenen Produkten Mais enthalten ist….

Wir werden bestimmt nochmal wiederkommen, um uns die LGS im Herbstkleid anzusehen.


Die Blaue Friedensherde von Rainer Bonk, Aktionskünstler und Blauschäfer


 


Der Markgräfler hat für euch mit seinen Bildern einen virtuellen Rundgang gestaltet:


Die Landesgartenschau in Lahr geht noch bis zum 14. Oktober – fahrt doch mal hin.

 

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Superfood aus alten Zeiten: Die Indianerkartoffel – Topinambur-Puffer mit Quark-Schnittlauch-Dip

Tobinambur-Puffer

Am Samstagnachmittag hat die Markgräflerin das schöne Wetter genutzt, um ein wenig im Garten zu werkeln.
Unter dem Apfelbaum wurden etwa 250 Blumenzwiebeln eingegraben und gleichzeitig die Topinambur-Ernte durchgeführt.
Mein Gärtner meinte, der Apfelbaum fände das nicht so toll, wenn er von den Topinambur-Pflanzen so eingeengt wird und deshalb hatte ich schon im Juni ausgegraben, was ging.
Aber Topinambur ist wie Unkraut – bleibt nur ein kleines Stück Knolle im Boden, so vermehrt sich die Pflanze und wuchert alles zu.

Befragt man Wikipedia, so erfährt man, dass sich der Name der Pflanze vom indianischen Volk der Tupinambá ableitet. Im Deutschen kann sie sowohl das männliche (der Topinambur) als auch das weibliche Geschlecht (die Topinambur) annehmen.
Mancherorts in Baden wird Topinambur als Erdapfel bezeichnet. Weitere Namen sind Erdbirne (in Südbaden auch Ross-Erdäpfel, weil sie an Pferde verfüttert wurden) oder Jerusalem-Artischocke, Borbel, Erdartischocke, Erdschocke, Erdsonnenblume, Erdtrüffel, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel, Schnapskartoffel, Süßkartoffel und Zuckerkartoffel. Als Erdbirne oder Erdapfel wird im Rheinland, in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz auch die Kartoffel bezeichnet.



Als Topinambur oder Rossler (Ortenau) wird auch der aus den inulinreichen Sprossknollen dieser Pflanze hergestellte Branntwein bezeichnet.
Wir hatten uns von einem Ausflug einmal ein kleines Fläschchen zum Ausprobieren mitgebracht.
Ich fand den Topinambur Schnaps fürchterlich, zu wurzelig, fast so wie Enzian-Schnaps, den ich übrigens auch nicht mag….


Topinambur Blüte

Aber kommen wir zurück zur Rohware, den Topinamburknollen.
Topinambur kann man grundsätzlich das ganze Jahr über frisch ernten, so lange der Boden nicht zu trocken oder gefroren ist.
Im Sommer, wenn der Boden sehr trocken ist, haben die Knollen weniger Wasser gespeichert und sind eventuell geschrumpft und schmecken sehr bitter und sind zäh.
Im heißen Sommer sollten deshalb keinen Knollen geerntet werden.  Die Haupt-Erntezeit für die Topinambur-Knollen ist aber im Herbst, wenn die Blätter gelb werden.
Kühl und dunkel gelagert sind die geernteten Knollen nur wenige Tage haltbar (an der Luft trocknen sie schnell aus und schrumpfen).
Hiefür sollten die Knollen nur grob von der Erde befreit aufbewahrt und erst vor der Verwendung gewaschen werden.
Deshalb am besten immer nur kleine Mengen ernten und sofort verbrauchen.
Hat man dennoch zuviel geerntet, kann man die Knollen waschen, schälen und in Gefrierbeuteln verpackt einfrieren.

Topinambur stammt aus Nord- und Mittelamerika, ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet wird in Mexiko vermutet. Heute ist die Art im zentralen und östlichen Nordamerika sowie in Mittelamerika verbreitet und gilt als Kulturpflanze der Indianer aus vorkolumbianischer Zeit.



Nach Europa kam die Knolle, als überlebende einer Hungersnot unter französischen Auswanderern in Kanada/Nordamerika 1610 einige der unbekannten Knollen, die ihnen das Leben gerettet hatten, in ihre alte Heimat schickten. So kam sie auch 1612 nach Paris sowie in den Vatikan zur Sammlung für Wunder aller Art.
In Frankreich wurde die „Indianerkartoffel“ nach einem brasilianischen Indianerstamm, der zufällig gerade zu Besuch war, benannt: topinambour.
Päpstliche Gärtner bennannten sie girasole articiocco (Sonnenblumen-Artischocke).
Im  englischen Sprachraum entwickelte sich später aus dem Wort „girasole” die Bezeichnung Jerusalem-Artischocke (Jerusalem artichoke).

Topinambur wurde zunächst als Nahrungsmittel angebaut. Im 19. Jahrhundert waren die Knollen ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel. Vor allem in Frankreich genoss sie nach ihrer Einführung Anfang des 17. Jahrhunderts große Popularität.
Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die süßlich schmeckende Knolle aber weitgehend von der ergiebigeren Kartoffel verdrängt.

Verwunderlich ist das nicht, es ist nämlich zuweilen auch recht mühsam, die kleinen und oft unförmigen Knollen zu schälen.
Aber es lohnt sich auf jeden Fall, denn die/der Tobinambur ist ein wahres Superfood:

Die Indianerkartoffel – ein wahres Superfood
Topinambur-Knollen enthalten viele wichtige Vitamine wie Karotin, B1, B2, B6, C, D, Nicotinsäure und Biotin. Zudem haben sie einen sehr hohen Kaliumgehalt (400 – 800 mg / 100g) und enthalten zahlreiche weitere wichtige Spurenelemente.

Energiewert pro 100g: 30 kcal / 126 KJ
Zum Vergleich Kartoffeln: 85 kcal / 356 KJ

Topinambur Inulin – ideal für Diabetiker

Die Topinambur-Knollen sind bei Diabetikern beliebt, da sie den Mehrfachzucker Inulin (nicht zu verwechseln mit dem Enzym Insulin!) enthalten.
Inulin (Alantstärke) ist ein unverdauliches Polysaccharid (Vielfachzucker) und ist in vielen Pflanzen als Reservestoff eingelagert.
Für Diabetiker ist Inulin besonders gut geeignet. Es enthält Fructose-Einheiten und dient als Glucose-Ersatz.
Übrigens enthalten beispielsweise Zichorien, Artischocken, Spargeln, Lauch oder Löwenzahn ebenfalls den Mehrfachzucker Inulin.

Inulin wird heutzutage oft auch als Zutat in der Lebensmittelherstellung als Fett-Ersatz verwendet, um den Geschmack und das Mundgefühl zu verbessern.

Die rohe Knolle schmeckt nuss-artig und ist von ähnlich knackiger Konsistenz wie eine Karotte. Topinambur kann nach Belieben allen frisch zubereiteten Salaten beigemischt werden.
Gekochte Topinamburknollen schmecken wegen ihres hohen Zuckergehaltes leicht süßlich. Dieser Geschmack lässt sich einfach neutralisieren, wenn man schon während des Kochens etwas Zitronensaft zugibt. Das Topinamburgemüse schmeckt dann ähnlich wie Schwarzwurzeln oder Artischocken.

Ich habe die Tobinambur mit Kartoffeln gemischt und köstliche, knusprige Puffer daraus gebacken.



Topinambur-Puffer mit Quark-Schnittlauch-Dip


Zutaten (4 Portionen)

Für die Puffer

• 200 g Topinambur
• 200 g Kartoffeln
• 1 Ei
• 1 Teelöffel Dinkelmehl
• Salz
• Pfeffer
• 20 ml Rapsöl

Für den Dip

• 250 g Quark
• Spritzer sprudelndes Mineralwasser
• Schnittlauch
• Salz
• Pfeffer

Zubereitung

Topinambur und Kartoffeln schälen und auf einer Küchenreibe grob raspeln. Mit Ei und Mehl verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen.
Aus der Masse Puffer formen und mit Rapsöl in der Pfanne von beiden Seiten etwa 4 bis 6 Minuten goldbraun anbraten. Anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Für den Dip Schnittlauch waschen und in kleine Röllchen schneiden. Den Quark mit einem Spritzer Mineralwasser aufschlagen. Schnittlauch unterheben, mit Salz und Pfeffer würzen.



Topinambour Fritters with Quark and Chives Dip


Ingredients (4 servings)

For the fritters

200 g Jerusalem artichokes / Sunroots / Topinambour (Helianthus tuberosus)
200 g potatoes
1 egg
1 teaspoon flour
Salt
Pepper
20 ml rapeseed oil

For the dip

250 g of quark/fromage blanc or cottage cheese
sparkling mineral water / soda water
Chives
Salt
Pepper

preparation

Peel topinambur and potatoes. Grate coarsely on a kitchen grater. Mix with egg and flour, season with salt and pepper.
Heat rapeseed oil in a pan. Form fritters using a spoon and fry them in the hot oil for about 4 to 6 minutes until golden brown. Then let drain on kitchen paper.

For the dip, wash the chives and cut into small rolls. Whip the quark with a splash of mineral water to make it creamy. Add the chives and season with salt and pepper.

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Ein Ausflug zum Nonnenmattweiher und Einkehr bei der Fischerhütte

Der Nonnenmattweiher im Oktober

Dieser Ausflug mit kurzer Wanderung rund um den Nonnenmattweiher ist zwar schon ein Jahr her, aber die Fotos möchte ich euch trotzdem noch zeigen.
Vielleicht bekommt ihr spontan Lust, heute am Feiertag oder am Wochenende einen Ausflug dorthin zu machen.

Es war an einem späten Samstagvormittag, als wir uns entschlossen, loszufahren und deshalb hatten wir das Auto auf dem Parkplatz zur Fischerhütte abgestellt.
Unsere Wanderung ist dann auch nur kurz ausgefallen, es war eher ein Spaziergang rund um den See. Wir sind wegen der schönen Ausblicke und Motive auch immer wieder stehen geblieben, um Fotos zu machen.



Das Naturschutzgebiet rund um den Nonnenmattweiher ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.



Anschließend kann man noch in der Fischerhütte einkehren und eine Kleinigkeit essen und trinken.


Fotografie, Frühling, Garten, Natur & Garten

Frühlingsanfang – die Narzissen blühen

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Zum Frühlingsanfang ein kleiner Schnappschuss aus meinem Garten. Die Narzissen beziehungsweise Osterglocken blühen.

Am astronomischen beziehungsweise kalendarischen Frühlingsanfang sind der lichte Tag und die Nacht gleich lang (Äquinoktikum). Ab heute sind die Tage wieder länger als die Nächte, und ich habe abends wieder mehr Gelegenheit meinen schönen Garten zu genießen.

Ich freue mich jedenfalls über die blühenden Narzissen beziehungsweise Osterglocken in meinem Garten. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Narzissen und Osterglocken? Die Narzissen sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse. Eine Unterart ist die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) oder Osterglocke. Jede Osterglocke ist also eine Narzisse, aber nicht jede Narzisse ist eine Osterglocke.

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Und was hat das mit Narzissmus zu tun?

Narzissen kommen in der von Pausanias überlieferten „Sage von Narziss“ vor, die später vom römischen Dichter Ovid in seinen Dichtungen verarbeitet wurde.

In Thespiai hatte der Flussgott Kephissos die Wassernymphe Leiriope mit seinen  Mäandern umschlungen und dann geschwängert, worauf Narziss (Narcissus) geboren wurde, dem der Seher Teiresias nur dann ein langes Leben voraussagte, sollte er sich nicht selbst erkennen.
Er wurde von Jünglingen und Mädchen gleichermaßen umworben, war aber von trotzigem Stolz auf seine eigene Schönheit erfüllt und wies all seine Verehrer und Verehrerinnen herzlos zurück. Diese Kränkung widerfuhr auch der Bergnymphe Echo und dem Bewerber Ameinios, dem Narziss ein Schwert zukommen ließ. Zwar brachte sich Ameinios noch auf der Türschwelle mit dem erhaltenen Schwert um, nicht aber ohne zuvor die Götter anzurufen, seinen Tod zu rächen. Nemesis (nach anderen Quellen Artemis) hörte die Bitte und strafte Narziss mit unstillbarer Selbstliebe: Als er sich in einer Wasserquelle sah, verliebte er sich in sein eigenes Spiegelbild.
Ovid erzählt weiter: Narziss erkannte die Unerfüllbarkeit seiner Liebe, ohne dass es ihm etwas nützte: Er verzehrte sich und verschmachtete vor seinem Ebenbild bis zum Tod. Seine letzten Worte wiederholte Echo: „Ach, du hoffnungslos geliebter Knabe, lebe wohl!“ Statt seines Leichnams fanden die Dryaden eine Narzisse.
Pausanias überliefert: Eines Tages setzte sich Narziss an den See, um sich seines Spiegelbildes zu erfreuen, woraufhin durch göttliche Fügung ein Blatt ins Wasser fiel und so durch die erzeugten Wellen sein Spiegelbild trübte. Schockiert von der vermeintlichen Erkenntnis, er sei hässlich, starb er. Nach seinem Tode wurde er in eine Narzisse verwandelt. (Quelle: Wikipedia)

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Noch ein hübsches Zitat, das ich zu Narzissen gefunden habe:

Wer zwei Brote hat, verkaufe eines und kaufe sich Narzissenblüten dafür; denn Brot ist nur dem Körper Nahrung, die Narzisse aber nährt die Seele.
(wird Mohammed zugeschrieben)