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Ein Besuch auf der Landesgartenschau 2018 in Lahr


Dieses Schild mit der Aufschrift „Bitte klingeln, wenn keiner aufmacht: Blumen giessen & Unkraut zupfen – Danke” hätte vergangenen Samstag an der Haustüre der Markgräflerin gut gepasst.
Vielleicht habt ihr es bei Markgäfler schon gelesen, dass wir einen Ausflug zur Landesgartenschau in Lahr gemacht haben.
Vergangenes Jahr waren wir Ende Oktober schonmal in Lahr, um uns die große Blumenschau der Chrysanthemen anzusehen – die Chrysanthema.

Schon damals wurde kräftig für die Landesgartenschau (LGS) 2018 geworben und wir hatten uns fest vorgenommen, mindestens einmal die LGS zu besuchen.
Während die Chrysanthema jährlich in der Innenstadt von Lahr stattfindet, hat man für die Landesgartenschau vor den Toren der Stadt ein Gelände eingerichtet, für welches sogar ein künstlicher See geschaffen und eine gigantische Fußgängerbrücke errichtet wurde.
Als wir vormittags gegen 9 Uhr in Lahr eintrafen, war die Besuchermenge recht überschaubar. Es standen nur wenige Autos auf dem Parkplatz und auch vor den Kassenhäuschen am Haupteingang standen nur eine Handvoll Leute.

Kommt mit, ich zeige euch eine kleine Auswahl meiner Eindrücke.



Schwarzwaldmotive traditionell versus modern – mit passender Bepflanzung  (Lupinen in rot und weiß mit weißen Glockenblumen), Fingerhut vor einer Holzwand im Kleingartenpark an der Römerstraße – Lahrer Schaugärten



 


Vertikale Mauergärten


 


Badeteich



Insektenfreundliche Blumenwiese statt Steinwüste


 


Ideen für den Kräutergarten


 

 


Garten-Idee der Zeitschrift „Mein schöner Garten”


 


SWR „Iss Deinen Garten”


 


Dieses Vogelhäuschen würde den Meisen in meinem Garten bestimmt auch gut als Domizil gefallen…


 


Seitenwechsel – Im Bürgerpark




Themen zur römischen Geschichte der Stadt Lahr – Thema Handwerk


 


Eisenbahn – wie sie einst auch im Markgräflerland in Betrieb war


 

 


Floristik in der Blumenhalle


 

 


Seitenwechsel über die Ortenau-Brücke



Der neu angelegte See



Hier kann man sich ausruhen und auch ein wenig im Wasser planschen



Wir hatten langsam Hunger und haben uns deshalb im Restaurant am See niedergelassen, um etwas zu essen.
Es gibt typisch badische Gerichte, frische Salate, Kaffee und Kuchen…

Salat mit gebratenem Zander, Tomatenpesto und Hausdressing mit Kräutern und Crème fraiche

 


Weil es inzwischen ziemlich heiß geworden war, haben wir uns danach langsam auf den Heimweg gemacht.


 

 


Landwirtschaft – hier werden in den Beeten verschiedene Getreidearten vorgestellt und man erfährt, in wie vielen verschiedenen Produkten Mais enthalten ist….

Wir werden bestimmt nochmal wiederkommen, um uns die LGS im Herbstkleid anzusehen.


Die Blaue Friedensherde von Rainer Bonk, Aktionskünstler und Blauschäfer


 


Der Markgräfler hat für euch mit seinen Bildern einen virtuellen Rundgang gestaltet:


Die Landesgartenschau in Lahr geht noch bis zum 14. Oktober – fahrt doch mal hin.

 

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Superfood aus alten Zeiten: Die Indianerkartoffel – Topinambur-Puffer mit Quark-Schnittlauch-Dip

Tobinambur-Puffer

Am Samstagnachmittag hat die Markgräflerin das schöne Wetter genutzt, um ein wenig im Garten zu werkeln.
Unter dem Apfelbaum wurden etwa 250 Blumenzwiebeln eingegraben und gleichzeitig die Topinambur-Ernte durchgeführt.
Mein Gärtner meinte, der Apfelbaum fände das nicht so toll, wenn er von den Topinambur-Pflanzen so eingeengt wird und deshalb hatte ich schon im Juni ausgegraben, was ging.
Aber Topinambur ist wie Unkraut – bleibt nur ein kleines Stück Knolle im Boden, so vermehrt sich die Pflanze und wuchert alles zu.

Befragt man Wikipedia, so erfährt man, dass sich der Name der Pflanze vom indianischen Volk der Tupinambá ableitet. Im Deutschen kann sie sowohl das männliche (der Topinambur) als auch das weibliche Geschlecht (die Topinambur) annehmen.
Mancherorts in Baden wird Topinambur als Erdapfel bezeichnet. Weitere Namen sind Erdbirne (in Südbaden auch Ross-Erdäpfel, weil sie an Pferde verfüttert wurden) oder Jerusalem-Artischocke, Borbel, Erdartischocke, Erdschocke, Erdsonnenblume, Erdtrüffel, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel, Schnapskartoffel, Süßkartoffel und Zuckerkartoffel. Als Erdbirne oder Erdapfel wird im Rheinland, in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz auch die Kartoffel bezeichnet.



Als Topinambur oder Rossler (Ortenau) wird auch der aus den inulinreichen Sprossknollen dieser Pflanze hergestellte Branntwein bezeichnet.
Wir hatten uns von einem Ausflug einmal ein kleines Fläschchen zum Ausprobieren mitgebracht.
Ich fand den Topinambur Schnaps fürchterlich, zu wurzelig, fast so wie Enzian-Schnaps, den ich übrigens auch nicht mag….


Topinambur Blüte

Aber kommen wir zurück zur Rohware, den Topinamburknollen.
Topinambur kann man grundsätzlich das ganze Jahr über frisch ernten, so lange der Boden nicht zu trocken oder gefroren ist.
Im Sommer, wenn der Boden sehr trocken ist, haben die Knollen weniger Wasser gespeichert und sind eventuell geschrumpft und schmecken sehr bitter und sind zäh.
Im heißen Sommer sollten deshalb keinen Knollen geerntet werden.  Die Haupt-Erntezeit für die Topinambur-Knollen ist aber im Herbst, wenn die Blätter gelb werden.
Kühl und dunkel gelagert sind die geernteten Knollen nur wenige Tage haltbar (an der Luft trocknen sie schnell aus und schrumpfen).
Hiefür sollten die Knollen nur grob von der Erde befreit aufbewahrt und erst vor der Verwendung gewaschen werden.
Deshalb am besten immer nur kleine Mengen ernten und sofort verbrauchen.
Hat man dennoch zuviel geerntet, kann man die Knollen waschen, schälen und in Gefrierbeuteln verpackt einfrieren.

Topinambur stammt aus Nord- und Mittelamerika, ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet wird in Mexiko vermutet. Heute ist die Art im zentralen und östlichen Nordamerika sowie in Mittelamerika verbreitet und gilt als Kulturpflanze der Indianer aus vorkolumbianischer Zeit.



Nach Europa kam die Knolle, als überlebende einer Hungersnot unter französischen Auswanderern in Kanada/Nordamerika 1610 einige der unbekannten Knollen, die ihnen das Leben gerettet hatten, in ihre alte Heimat schickten. So kam sie auch 1612 nach Paris sowie in den Vatikan zur Sammlung für Wunder aller Art.
In Frankreich wurde die „Indianerkartoffel“ nach einem brasilianischen Indianerstamm, der zufällig gerade zu Besuch war, benannt: topinambour.
Päpstliche Gärtner bennannten sie girasole articiocco (Sonnenblumen-Artischocke).
Im  englischen Sprachraum entwickelte sich später aus dem Wort „girasole” die Bezeichnung Jerusalem-Artischocke (Jerusalem artichoke).

Topinambur wurde zunächst als Nahrungsmittel angebaut. Im 19. Jahrhundert waren die Knollen ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel. Vor allem in Frankreich genoss sie nach ihrer Einführung Anfang des 17. Jahrhunderts große Popularität.
Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die süßlich schmeckende Knolle aber weitgehend von der ergiebigeren Kartoffel verdrängt.

Verwunderlich ist das nicht, es ist nämlich zuweilen auch recht mühsam, die kleinen und oft unförmigen Knollen zu schälen.
Aber es lohnt sich auf jeden Fall, denn die/der Tobinambur ist ein wahres Superfood:

Die Indianerkartoffel – ein wahres Superfood
Topinambur-Knollen enthalten viele wichtige Vitamine wie Karotin, B1, B2, B6, C, D, Nicotinsäure und Biotin. Zudem haben sie einen sehr hohen Kaliumgehalt (400 – 800 mg / 100g) und enthalten zahlreiche weitere wichtige Spurenelemente.

Energiewert pro 100g: 30 kcal / 126 KJ
Zum Vergleich Kartoffeln: 85 kcal / 356 KJ

Topinambur Inulin – ideal für Diabetiker

Die Topinambur-Knollen sind bei Diabetikern beliebt, da sie den Mehrfachzucker Inulin (nicht zu verwechseln mit dem Enzym Insulin!) enthalten.
Inulin (Alantstärke) ist ein unverdauliches Polysaccharid (Vielfachzucker) und ist in vielen Pflanzen als Reservestoff eingelagert.
Für Diabetiker ist Inulin besonders gut geeignet. Es enthält Fructose-Einheiten und dient als Glucose-Ersatz.
Übrigens enthalten beispielsweise Zichorien, Artischocken, Spargeln, Lauch oder Löwenzahn ebenfalls den Mehrfachzucker Inulin.

Inulin wird heutzutage oft auch als Zutat in der Lebensmittelherstellung als Fett-Ersatz verwendet, um den Geschmack und das Mundgefühl zu verbessern.

Die rohe Knolle schmeckt nuss-artig und ist von ähnlich knackiger Konsistenz wie eine Karotte. Topinambur kann nach Belieben allen frisch zubereiteten Salaten beigemischt werden.
Gekochte Topinamburknollen schmecken wegen ihres hohen Zuckergehaltes leicht süßlich. Dieser Geschmack lässt sich einfach neutralisieren, wenn man schon während des Kochens etwas Zitronensaft zugibt. Das Topinamburgemüse schmeckt dann ähnlich wie Schwarzwurzeln oder Artischocken.

Ich habe die Tobinambur mit Kartoffeln gemischt und köstliche, knusprige Puffer daraus gebacken.



Topinambur-Puffer mit Quark-Schnittlauch-Dip


Zutaten (4 Portionen)

Für die Puffer

• 200 g Topinambur
• 200 g Kartoffeln
• 1 Ei
• 1 Teelöffel Dinkelmehl
• Salz
• Pfeffer
• 20 ml Rapsöl

Für den Dip

• 250 g Quark
• Spritzer sprudelndes Mineralwasser
• Schnittlauch
• Salz
• Pfeffer

Zubereitung

Topinambur und Kartoffeln schälen und auf einer Küchenreibe grob raspeln. Mit Ei und Mehl verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen.
Aus der Masse Puffer formen und mit Rapsöl in der Pfanne von beiden Seiten etwa 4 bis 6 Minuten goldbraun anbraten. Anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Für den Dip Schnittlauch waschen und in kleine Röllchen schneiden. Den Quark mit einem Spritzer Mineralwasser aufschlagen. Schnittlauch unterheben, mit Salz und Pfeffer würzen.



Topinambour Fritters with Quark and Chives Dip


Ingredients (4 servings)

For the fritters

200 g Jerusalem artichokes / Sunroots / Topinambour (Helianthus tuberosus)
200 g potatoes
1 egg
1 teaspoon flour
Salt
Pepper
20 ml rapeseed oil

For the dip

250 g of quark/fromage blanc or cottage cheese
sparkling mineral water / soda water
Chives
Salt
Pepper

preparation

Peel topinambur and potatoes. Grate coarsely on a kitchen grater. Mix with egg and flour, season with salt and pepper.
Heat rapeseed oil in a pan. Form fritters using a spoon and fry them in the hot oil for about 4 to 6 minutes until golden brown. Then let drain on kitchen paper.

For the dip, wash the chives and cut into small rolls. Whip the quark with a splash of mineral water to make it creamy. Add the chives and season with salt and pepper.

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Ein Ausflug zum Nonnenmattweiher und Einkehr bei der Fischerhütte

Der Nonnenmattweiher im Oktober

Dieser Ausflug mit kurzer Wanderung rund um den Nonnenmattweiher ist zwar schon ein Jahr her, aber die Fotos möchte ich euch trotzdem noch zeigen.
Vielleicht bekommt ihr spontan Lust, heute am Feiertag oder am Wochenende einen Ausflug dorthin zu machen.

Es war an einem späten Samstagvormittag, als wir uns entschlossen, loszufahren und deshalb hatten wir das Auto auf dem Parkplatz zur Fischerhütte abgestellt.
Unsere Wanderung ist dann auch nur kurz ausgefallen, es war eher ein Spaziergang rund um den See. Wir sind wegen der schönen Ausblicke und Motive auch immer wieder stehen geblieben, um Fotos zu machen.



Das Naturschutzgebiet rund um den Nonnenmattweiher ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.



Anschließend kann man noch in der Fischerhütte einkehren und eine Kleinigkeit essen und trinken.


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Frühlingsanfang – die Narzissen blühen

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Zum Frühlingsanfang ein kleiner Schnappschuss aus meinem Garten. Die Narzissen beziehungsweise Osterglocken blühen.

Am astronomischen beziehungsweise kalendarischen Frühlingsanfang sind der lichte Tag und die Nacht gleich lang (Äquinoktikum). Ab heute sind die Tage wieder länger als die Nächte, und ich habe abends wieder mehr Gelegenheit meinen schönen Garten zu genießen.

Ich freue mich jedenfalls über die blühenden Narzissen beziehungsweise Osterglocken in meinem Garten. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Narzissen und Osterglocken? Die Narzissen sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse. Eine Unterart ist die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) oder Osterglocke. Jede Osterglocke ist also eine Narzisse, aber nicht jede Narzisse ist eine Osterglocke.

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Und was hat das mit Narzissmus zu tun?

Narzissen kommen in der von Pausanias überlieferten „Sage von Narziss“ vor, die später vom römischen Dichter Ovid in seinen Dichtungen verarbeitet wurde.

In Thespiai hatte der Flussgott Kephissos die Wassernymphe Leiriope mit seinen  Mäandern umschlungen und dann geschwängert, worauf Narziss (Narcissus) geboren wurde, dem der Seher Teiresias nur dann ein langes Leben voraussagte, sollte er sich nicht selbst erkennen.
Er wurde von Jünglingen und Mädchen gleichermaßen umworben, war aber von trotzigem Stolz auf seine eigene Schönheit erfüllt und wies all seine Verehrer und Verehrerinnen herzlos zurück. Diese Kränkung widerfuhr auch der Bergnymphe Echo und dem Bewerber Ameinios, dem Narziss ein Schwert zukommen ließ. Zwar brachte sich Ameinios noch auf der Türschwelle mit dem erhaltenen Schwert um, nicht aber ohne zuvor die Götter anzurufen, seinen Tod zu rächen. Nemesis (nach anderen Quellen Artemis) hörte die Bitte und strafte Narziss mit unstillbarer Selbstliebe: Als er sich in einer Wasserquelle sah, verliebte er sich in sein eigenes Spiegelbild.
Ovid erzählt weiter: Narziss erkannte die Unerfüllbarkeit seiner Liebe, ohne dass es ihm etwas nützte: Er verzehrte sich und verschmachtete vor seinem Ebenbild bis zum Tod. Seine letzten Worte wiederholte Echo: „Ach, du hoffnungslos geliebter Knabe, lebe wohl!“ Statt seines Leichnams fanden die Dryaden eine Narzisse.
Pausanias überliefert: Eines Tages setzte sich Narziss an den See, um sich seines Spiegelbildes zu erfreuen, woraufhin durch göttliche Fügung ein Blatt ins Wasser fiel und so durch die erzeugten Wellen sein Spiegelbild trübte. Schockiert von der vermeintlichen Erkenntnis, er sei hässlich, starb er. Nach seinem Tode wurde er in eine Narzisse verwandelt. (Quelle: Wikipedia)

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Noch ein hübsches Zitat, das ich zu Narzissen gefunden habe:

Wer zwei Brote hat, verkaufe eines und kaufe sich Narzissenblüten dafür; denn Brot ist nur dem Körper Nahrung, die Narzisse aber nährt die Seele.
(wird Mohammed zugeschrieben)

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Frühjahrsputz bei Familie Meise …

Die Mitbewohner in meinem Garten richten das Kinderzimmer her … Der Markgräfler war heute Mittag mit der Kamera im Garten unterwegs.

Neues aus dem Markgräflerland

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Im Garten herrscht reger Flugbetrieb. Familie Meise macht Frühjahrsputz und richtet im Nistkasten am Apfelbaum das Kinderzimmer ein.

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Die Blaumeise (Cyanistes caeruleus, Syn.: Parus caeruleus) ist eine Vogelart aus der Familie der Meisen (Paridae). Der Kleinvogel ist mit seinem blau-gelben Gefieder einfach zu bestimmen und in Mitteleuropa sehr häufig anzutreffen. Bevorzugte Lebensräume sind Laub- und Mischwälder mit hohem Eichenanteil; die Blaumeise ist auch häufig in Parkanlagen und Gärten zu finden. (Quelle: Wikipedia)

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Samstagseintopf: Feldsalatsuppe mit Sherry und geräucherter Lachsforelle

Feldsalat Suppe 1


Diese Suppe aus Wintersalat mutet mit ihrer grünen Farbe schon frühlingshaft an…
Dazu gibt es geräucherte Lachsforelle auf Brot und dann geht es in den Garten, denn das Wetter verhält sich endlich auch mal entsprechend der Jahreszeit.



Die Sonne scheint, die Vögelchen zwitschern und es ist einfach herrlich draußen.
Gestern hat die Markgräflerin schon Blumenzwiebeln gesetzt, heute werden noch winterliches Gestrüpp und erste sprießende Unkräuter entfernt und im neuen Hochbeet werden Radieschen eingesät.
Dort hatte ich im November noch versucht, unter Folienabdeckung Feldsalat zu ziehen. Kurz darauf wurde es aber eisig kalt und das war’s dann mit eigenen Feldsalat.
Im nächtsten Herbst folgt ein neuer Versuch.


Feldsalatsuppe mit Sherry und geräucherter Lachsforelle


Zutaten
(für 4 Personen)

• 500 ml Gemüsebrühe
• 20 g Sherry
• 1 Esslöffel Butter
• 2 Schalotten, fein gehackt
• 40 g frischer, fein geschnittener Spinat
• 150 ml Sahne
• 1 Eigelb
• 70 g feingeschnittener Feldsalat
• Salz
• frisch geriebene Muskatnuss
• 4 Scheiben geräucherte Lachsforelle

Zubereitung
Gemüsebrühe mit Sherry aufkochen.
In einer Pfanne Schalotten in Butter dünsten, Spinat dazugeben und mit ein wenig von der Gemüsebrühe ablöschen.
Im Mixer pürieren, dann zurück in die Pfanne geben.
Sahne, Eigelb und Feldsalat in den Mixer geben und ebenfalls pürieren. Zusammen mit Schalotten und Spinat zu der restlichen Gemüsebrühe in den Topf geben.
Salzen, stark erhitzen, aber nicht kochen lassen. Mit frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.
Lachsforelle in Streifen schneiden und zum Servieren in die Suppe geben. Mit Brot servieren


Corn salad soup with sherry and smoked sea trout

Ingredients
(for 4 people)

500 ml vegetable broth
20 g sherry
1 tablespoon of butter
2 shallots, finely chopped
40 g fresh spinach, finely cut
150 ml cream
1 egg yolk
70 g corn salad, finely chopped
Salt
freshly grated nutmeg
4 slices of smoked sea trout

Preparation
In a pot, bring vegetable broth and sherry to a boil.
In a saucepan, melt butter and sauté the shallots in it. Add spinach and cover with a little of the vegetable broth.
Mix in the blender, then return to the saucepan.
Give cream, egg yolk and corn salad in the blender and mix. Add to the remaining vegetable broth in the pot togehter with shallots and spinach puree.
Salt, strongly heat, but do not boil. Season with freshly grated nutmeg.
Cut the sea trout into strips and serve in the soup. Serve with bread.

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Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (1) – Ein Picknick und die Abbaye de Fontenay

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Die Markgräflerin war wieder mal in kulinarischer Mission unterwegs….
Ganz kurzfristig hatte ich mich für eine Wanderreise mit AVANTI Reisen aus Freiburg entschieden.
Schon im vergangenen Jahr war ich zusammen mit dem Markgräfler mit AVANTI in der Bretagne zum Wandern (und Genießen). Diesmal musste der Markgräfler arbeiten, und so bin ich alleine mitgefahren.
Am Sonntagmorgen ging die Reise ab Freiburg los – ich konnte etwas später in Neuenburg am alten Zoll zusteigen.
Unser Fahrer und Reisebegleiter war diesmal der Chef von AVANTI, Hans-Peter Christoph selbst. Unterstützt wurde er von Gerhard Dees, den ich schon von der Bretagne-Reise kannte.

Auf der Autobahn ging es über Besançon – wo wir an einer Autobahnraststätte mit Kaffee und bretonischen Madeleines aus der „Bus-Bordküche” von Hans-Peter und Gerhard versorgt wurden – in Richtung BURGUND zu unserem ersten Etappenziel Montbard.

Bevor wir aber zu unserer ersten Wanderung aufbrechen konnten, mussten wir uns selbstverständlich erst noch einmal stärken, denn es war schon Mittagszeit.
Und das haben wir mit einem der berühmten AVANTI-Picknicks getan – die Zutaten dafür hatte Hans-Peter am Vortag im nahegelegenen Elsass besorgt.


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Ihr wisst nicht, was ein AVANTI-Picknick ist?
Dann erkläre ich das kurz:

Auf den Touren und Wanderungen von AVANTI gibt es unterwegs oft ein Picknick, wofür die regionalen Zutaten – darunter auch lokale Spezialitäten –  meist auf die Rucksäcke aufgeteilt und bis zum Picknickplatz transportiert werden.
(Das mussten wir diesmal nicht, denn der Bus stand direkt neben dem Picknickplatz, von wo unsere erste Wanderung starten sollte.)


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Dann wird alles gemeinsam geschnibbelt und angerichtet und anschließend genüsslich verspeist.
Als persönliche Ausrüstung sollte jeder ein Speck- bzw. Vesperbrett oder Tellerchen und ein Messer dabei haben – und ganz wichtig: Einen Becher!
Denn es gibt immer einen Wein – außer für den Fahrer natürlich!


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Èpoisses de Bourgogne (Weichkäse)

Époisses de Bourgogne


Bei diesem Picknick habe ich auch eine für mich unbekannte, unglaublich cremige Käsespezialität aus der Bourgogne kennengelernt, den Époisses.
Der Époisses ist ein traditioneller Weichkäse mit Rotkultur aus dem Burgund mit EU-weit geschützter Ursprungsbezeichnung AOC (Appellation d’Origine Contrôlée).
Er wird handwerklich aus Kuhrohmilch hergestellt.
Während der Reifezeit von 4-8 Wochen wird der Époisses anfangs mit Salzlake, danach regelmäßig mit größer werdendem Anteil Marc de Bourgogne (Tresterbrand) gewaschen.

Der reife Käse wird direkt aus der Spanschachtel gelöffelt. Er hat eine weiche Naturrinde, innen ist er elfenbeinfarben und mit einem Fettgehalt von 50% Fett in Tr. ist er besonders cremig.
Der Époisses hat einen  würzig-aromatischen Geschmack und einen intensiven Geruch, bei dem der Marc herauszuriechen ist.

Dieser Käse wurde im frühen 16. Jahrhundert von Zisterziensermönchen der Abtei von Citeaux erfunden und er zählte zu den Lieblingskäsen Napoleons.
Ab dem Zweiten Weltkrieg geriet er fast in Vergessenheit, bis Robert und Simon Berthaut 1954 ihre Fromagerie Berthaut gründeten und 1956 wieder mit seiner Produktion begannen.
Dieser durchdringend und vielschichtig schmeckende Käse kann in verschiedenen Reifestadien genossen werden.


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Und dann wurde es Zeit, zusammenzupacken und unsere erste Wanderung zu starten.
Eine leichte Wanderung durch den Wald mit einem kurzen und steilen Abstieg war zu bewältigen. Die Wegstrecke betrug etwa 7 Kilometer und führte von Montbard zur Abbaye de Fontenay, wo um 15 Uhr für uns eine geführte Tour gebucht war.
Würde man in entgegengesetzter Richtung wandern, käme man in Vézelay an – bedeutender Wallfahrtsort und Ausgangsort einer der Routen des Jakobswegs nach Santiago de Compostela.
Aber dazu komme ich später – wir haben Vézelay nämlich am darauffolgenden Tag besucht.


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Die Abtei von Fontenay, eine der bedeutendsten in Burgund, liegt im Département Côte-d’Or, etwa 60 km nordwestlich der Stadt Dijon in einem entlegenen, ursprünglichen Bachtal (Ruisseau de Fontenay).
Sie besitzt die älteste erhaltene Zisterzienserkirche. Die Lage entspricht der zisterziensischen Tradition, Klöster in entlegenen Tälern an einem Wasserlauf zu errichten. Da Fisch als Hauptbestandteil der Küche der Zisterzienser galt, gehören zu Teichen aufgestaute Bachläufe häufig zum Erscheinungsbild von Zisterzienserabteien. Durch die umgebende Wildnis konnte eine Ablenkung und Versuchung durch die weltlichen Geschäfte der Städte und Dörfer vermieden werden. Die Landstraße D 32, die von Marmagne nach Touillon führt, verbindet heute das ehemalige Kloster mit der Außenwelt.


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Was es in der Abbaye de Fontenay zu sehen gab, folgt in einem weiteren Beitrag.


Regenmesser
Garten, Natur & Garten

Der Garten freut sich: Endlich Regen …

Regenmesser
Knapp 30 Liter pro Quadratmeter Regen in der vergangenen Nacht

Mein Garten freut sich über den Regenguss der vergangenen Nacht. Knapp 30 Liter hat es pro Quadratmeter geregnet, das ist mehr, als es im vergangenen Monat bei uns insgesamt geregnet hat. Die Pflanzen im Garten können das richtig gut brauchen …

Fotografie, Garten

Sumsemanns kleiner Bruder: Der Gartenlaubkäfer

Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola)
Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola)

Im Garten haben wir neulich einen neuen Bewohner entdeckt. Nein, es ist kein Maikäfer sondern Sumsemanns kleiner Bruder, der Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola).

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Flashback: Schwarzwaldhaus 1902

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Alles andere als romantisch war das Leben auf einem Schwarzwaldhof um 1900. Hier wurde die Fernsehserie mit der Familie Boro gedreht.
Vor einigen Jahren waren wir schonmal dort. Diesmal wurde abends Theater vor dem Haus gespielt – deshalb gibt es hier keine Frontansicht des Hauses.
Jedenfalls war es bei unserem früheren Besuch noch etwas aufgeräumter und gepflegter und es wurde sonntags im Ofen gebacken -zum Beispiel Brot oder es wurden Dampfnudeln darin zubereitet. Leider war auch niemand da, der uns das Haus gezeigt hat. Aber die Küche und den vorderen Wohnraum konnten wir besichtigen.

Schwarzwaldhaus 1902

Schwarzwaldhaus – Münstertal
Von einer Zeitreise mit Familie Boro von „Schwarzwaldhaus1902“. Eine deutsche Familie, ausgewählt aus 700 Bewerbern, die einem Aufruf der ARD folgten und drei Monate auf einem Bauernhof verbrachten, dort lebten und wirtschafteten, als wäre es im Jahre 1902.

Hier findet ihr mehr Infos zum Kaltwasserhof in Münstertal und zum Experiment.

„Wohnzimmer”:

Küche:

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