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Aus meinem Garten, 16. Februar 2019 – Der Frühling kommt


Es ist der 16. Februar 2019  und endlich wird es Frühling!

Nachts haben wir zwar noch Frost, aber heute scheint die Sonne satt bei 17 °C und in meinem Garten habe ich die ersten Bienen gesichtet.

Die Schneeglöckchen blühten im Vorgarten (Nordseite des Hauses).



Auf der Südseite blühen unter dem Apfelbaum schon Krokusse in gelb und violett – etwa 12 Tage später, als im vergangenen Jahr.

Ausserdem sieht man schon ganz viele Spitzen von austreibenden Blumenzwiebeln, die ich im vergangenen Herbst eingesetzt habe….


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Samstagseintopf mal anders: Outdoor-Küche mit Köstlichkeiten aus dem Dutch Oven

Schichtfleisch aus dem Dutch Oven

Neulich waren der Markgräfler und die Markgräflerin zu einem ganz  besonderen Neujahrsempfang eingeladen.
An einem Samstagmittag hatte sich die Grillsportgruppe Auggen bei einer nahegelegenen Grillhütte eingetroffen, um das Jahr kulinarisch zu begrüßen.
Drei Hobbygriller aus der Winzergemeinde Auggen hatten einst festgestellt, dass sie nicht nur gerne grillen, sondern auch gerne kochen und so haben sie angefangen, sich regelmäßig zu treffen, um gemeinsam neue Ideen auszuprobieren.

Die Treffen der Hobbyköche finden alle 1-2 Monate statt und anschließend werden immer die Partnerinnen zum gemeinsamen Essen eingeladen.



Inzwischen ist die Zahl der „Grillsportler” auf 5 angestiegen und einmal zu Beginn des Jahres veranstalten sie für ihre Familien, Freunde und gute Bekannte einen Neujahrsempfang, zu dem entweder eine Idee für den Grill oder ein Gericht aus dem Dutch Oven dabei ist.



Übrigens gewannen Erwin Lange, Eberhard Grether und Michael Singer von der Grillsportgruppe Auggen beim „Black Forest Smoke & Wine Festival“ in Schliengen im Juli 2016 den Grill-Wettbewerb der „Badischen-Zeitung„.



Ein Dutch Oven ist ein großer, schwerer Topf aus Gusseisen, der direkt in die Glut oder auf ein Dreibein  gestellt wird.
Es gibt ihn in verschiedenen Größen und Ausführungen. Der Deckel hat oft einen hochgezogenen Rand, damit dieser zusätzlich noch mit glühender Grillkohle bedeckt werden kann – also fast wie im Backofen, wenn man mit Ober- und Unterhitze gart.
Der Dutch Oven, auch Feuertopf genannt, wurde unter diesem Namen in den USA und in Australien seit dem 18. Jahrhundert sowohl zum Kochen als auch zum Braten und Backen über offenem Feuer verwendet.



Wir waren überrascht, welche Vielfalt an Gerichten – vom Linsenteintopf mit Rotkraut über Birnen-Bohnen-Speck, Kartoffelgratin, köstliches Gulasch mit viel Zwiebeln, Schichtfleisch bis hin zum Kuchen – in diesen Töpfen zubereitet werden kann, alles weit entfernt von der klassischen Gulaschkanone. Dazu braucht es nämlich jede Menge Erfahrung und Geschick.

Auch Brot backen geht darin und sogar ein Kuchenrezept der Markgräflerin wurde im Dutch Oven ausprobiert. Zum Dessert gab es Rosenkuchen mit Apfel-Quark-Füllung.
Denn hin und wieder stöbern die Mitglieder der Grillsportgruppe bei mir im Blog und lassen sich von den Rezepten inspirieren.



Kartoffelgratin


 



Spinat-Lasagne


 


Birnen, Bohnen und Speck



Grillhähnchen auf der Bierdose gegart


 


Zum Aufwärmen gibt es Glühwein und Kinderpunsch
An diesem Tag war es zwar sonnig, aber sehr kalt…



Die Töpfe für die heißen Getränke, die an Dreibeinen aufgehängt sind,  stammen noch aus Pfadfinderzeiten eines Grillsportlers.


Dutch Oven Grillsportgruppe 16


Heubraten
Schweinebraten,der im Dutch Oven – in Heu gepackt – gegart wurde.




Schichtfleisch
Zuerst wird der Dutch Oven mit Bacon ausgekleidet, dann das gewürzte Fleisch abwechselnd mit Zwiebeln eingeschichtet und langsam gegart.



Die Desserts:
Dampfnudeln mit Sauerkirschgrütze
Apfel-Quark-Schnecken-Kuchen


 


Vielen Dank, dass wir dabei sein durften!


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Der 7-Torpsleden – Eine Wanderung auf den Spuren der Waldfinnen in Schweden und Norwegen


Und jetzt geht es weiter zur Wanderung auf den Spuren der Waldfinnen in Schweden und in Norwegen.
Ihr habt richtig gelesen, während der Wanderung überqueren wir die Grenze, um uns zwei Finnenhöfe anzusehen, die in Norwegen liegen und dann kehren wir wieder zurück nach Schweden.
Vor ein paar Tagen hatte ich euch bereits von KVARNTORP , einem Hof der Waldfinnen in Schweden, erzählt – dies ist die versprochene Fortsetzung.

Unterhalb des Finnenhofs RITAMÄKI befindet sich im Wald ein kleiner Parkplatz am Lomsen See, wo der gut ausgeschilderte Weg auf einer Tafel beschrieben ist.
Auf den Schildern steht zwar überall, dass der Weg 7,9 km lang ist, aber meine Fitnessuhr hatte mehr angezeigt, etwa 9 km, auf dem Schild hat sogar jemand die Strecke auf 10 km geändert.



Die Kolonisation der Finnen – Hintergrund


Die Besiedlung der Waldgebiete im Värmland begann Ende des 16. Jahrhunderts, als die aus Savo stammenden Brandrodungsfinnen, die sogenannten Waldfinnen, in Gebiete im skandinavischen Nadelwaldgürtel umsiedelten.

Vom 13. Jahrhundert bis 1809 war Finnland Teil des schwedischen Königreichs, was bedeutete, dass die Waldfinnen schwedische Staatsbürger waren, deren kultureller Hintergrund sich aber von der traditonellen schwedischen und westfinnischen unterschied. Daher wurden Sie auch als Waldfinnen bezeichnet.

Darüber hinaus war die Verbindung zwischen dem westlichen und dem östlichen Teil Schwedens während der gesamten Zeit als ein Königreich  in Bezug auf Handel, Innovationen, Arbeit und Kultur sehr stark. Im Mittelalter war Finnland nur dünn besiedelt, wobei sich die Besiedelung mit Menschen an den Küsten und großen Flüssen konzentrierte.
Die großen unbewohnten Waldgebiete wurden zum Jagen und Fischen sowie zur Landbewirtschaftung genutzt. Dieses extensiv genutzte Land wurde auf Finnisch erämaa genannt (schwedisch: erämark).

Gustav Vasa (König 1523-60) war derjenige, der ernsthaft eine politische Kolonisationspolitik initiierte, um sowohl schwedische als auch finnische Bauern zu ermutigen, neue Gehöfte in diesen Randgebieten zu errichten. Er und seine Söhne versuchten, sie mit Angeboten, wie 6-15 Jahren Steuerbefreiung und neuen Gebieten zur Kolonisierung, anzulocken. Die Bauern und ihre Kinder, sowohl in Schweden als auch in Westfinnland, zeigten wenig Interesse an der Idee. Die fruchtbaren Küstengebiete und größeren Flüsse waren bereits besiedelt und die tiefen Wälder zogen die etablierte Bauernpopulation nicht an. Die Brandrodungs-Finnen aus Savo sahen diese Angebote jedoch als Chance an.

Mit ihrer sehr effektiven Brandrodungs-Methode (finnisch: huuhta), um neues Land für den Anbau zu gewinnen, konnten sie im 16. Jahrhundert die großen Eramaa-Gebiete in Finnland relativ schnell besiedeln. Die Hauptgebiete, die kolonisiert wurden, waren die im Norden Tavastlands, darunter die neue große Gemeinde Rautalampi, einige Teile der angrenzenden Region Österbotten und das Gebiet Ruovesi. Die Kolonisation selbst reichte jedoch nicht weiter nach Westfinnland, da diese Teile bereits von Bauernsiedlungen besetzt waren.

Die Huuhta-Brandrodung hatte viele Vorteile, vor allem die großen Ernten.
Ein Nebeneffekt war jedoch, dass für jedes Gehöft riesige Mengen an Land benötigt wurden. So kam es in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einer Überbevölkerung oder zumindest zu einer Sättigung des Expansionsfeldes. Diejenigen, die bereit waren, neue eigene Gehöfte zu bauen, mussten noch weiter nach Westen gehen, über den Golf von Bothania (Bottnischer Meerbusen) bis ins Värmland und nach Norwegen.



7-Torpsleden Wanderung


Der Lomsen See


Vom Parkplatz am Lomsen See aus geht man nach Süden, ein kurzes Stück über den Schotterweg bis zum Hof Lomstorp hinauf.

Auf dem Bild oben sieht man deutlich, dass der See am Rand sehr trocken ist. Auch in Schweden gab es im vergangenen Sommer viel zu wenig Regen und überall wo wir hinkamen klagten die Leute über die große Trockenheit und dass die Vorräte in den Trinkwasserspeichen langsam knapp würden.



Kurz bevor man den  Bauernhof erreicht, sieht man links eine kleine graue Hütte. Sie ist offen und kann kostenlos zur Übernachtung genutzt werden.



1. Hof – Lomstorp



Lomstorp hat eine schöne Lage mit Blick über den See.




Der Platz war seit Ende des 18. Jahrhunderts besiedelt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte Hier Harald Andersson und betrieb im Haus ein kleines Geschäft. Seit 1970 ist der Hof ein privates Ferienhaus. Bis etwa 1930 hatten viele Waldfinnen-Höfe eine „rökstuga“, ein Rauchhaus, auf ihrem Grund – heute sind fast alle nicht mehr da. Auf Lomstorp stand das Rauchhaus nördlich vom heutigen Wohnhaus.
Ganz oben auf dem Acker, wo der 7-Höfe-Weg in den Wald Richtung Svartbäcken führt, liegen die Ruinen einer Rauchsauna. Sie war bis zum Spätwinter 2009 intakt, als sie bis auf die Grundmauern abbrannte.



2. Hof – Svartbäcken / Mustaporro



Svartbäcken liegt auf einer kleinen Erhebung, die zum See weist. Seit 1995 wurden die Gebäude umfangreich instand gesetzt und ein Teil des Waldes rings um die Häuser wurde entfernt.



Der finnische Vokskundler Carl Axel Gottlund kam 1821 auf seiner Reise hier vorbei und machte sorgfältige Aufzeichnungen.
Gottland notierte, dass vier Generationen im selben Haus lebten. Im Jahr 1900 waren eine Witwe und ihre vier Töchter als Bewohner des Bauernhofs eingetragen. Sie hatten drei Kühe und ein Pferd auf dem Hof. Heute ist der Hof ein Ferienhaus in Privatbesitz und die Eigentümerfamilie ist im Sommer oft hier, seien Sie also sehr rücksichtsvoll.
Das Rauchhaus, in dem Gottlund war, ist ein Teil des heutigen Hauptgebäudes, jetzt aber völlig umgebaut.



Wasser war in Schweden im Sommer 2018 Mangelware. Entlang des 7-Torpsleden kamen wir mehrmals durch Moorgebiete, durch die man normalerweise nur über Holzstege mit trockenen Füßen durchkommt. Dort, wo sonst im Frühsommer üppig Wollgras und Knabenkräuter wachsen, findet man nur vereinzelt welche.
Und auch hier, wo ein aus Birkenrinde und Holz eine Schöpfkeller bereitsteht, damit man seine Trinkflaschen füllen kann, haben wir nichts gefunden.



Wir gehen weiter nach Nordwesten in Richtung Norwegen.



Wenn Sie die Landesgrenze überqueren, beachten Sie die breite Grenzstraße.

Bevor wir die letzen 300 m ab Landesgrenze bis nach Österby gehen, werfen Sie gleich hinter der Grenze einen Blick nach links. Hier verläuft ein alter, schöner Karrenweg seitwärts hinauf zur Grenze, – auch dieser ist ein wichtiges Kulturdenkmal.


Die Grenze zwischen Schweden und Norwegen



Die Grenze ein breiter Saum, der mit Heidelbeeren bedeckt ist.



3. Hof – Österby



Österby wurde um 1730 von Ole Larsen Passio gerodet und war für die Verhältnisse des Finnskogens ein ziemlich großer Bauernhof. Das heutige Wohnhaus wurde in der Zeit zwischen den Weltkriegen gebaut.
Die Scheune ist ebenfalls jüngeren Datums. Das  hiesige Rauchhaus wurde in das Glomsdalsmuseum in Elverum verlagert. Auf dem Hof wurde bis zum Wegzug in den 1970er Jahren Landwirtschaft betrieben.



Österby ist heute in Privatbesitz. Der finnische Name für Österby ist „Autiomäki”, was „Berg des verlassenen Hofs” oder „Hügel des verlassenen Hofs” bedeutet.


Heidelbeeren

Krähenbeeren
unreife Preiselbeeren

Dann ist es noch knapp ein Kilometer nach Norden bis Lebiko, zuerst über den Grund und Boden von Österby, dann durch offenen Kiefernwald, bevor sich die alten Felder auf Lebiko vor uns öffnen.



4. Hof – Lebiko



Lebiko ist einer der letzten Finnen-Höfe, die im Finnskogen gebaut wurden. Hier gab es, als Gottlund vorbeikam keine Besiedlung, aber 1865 wurde der Hof bei der damals durchgeführten großen Bauernhofzählung aufgeführt.
Vermutlich war Lebiko ab 1840 bewohnt, es ist ein typischer Bauernhof aus jener Zeit. Die Höfe waren klein und zahlreich, weshalb viele Menschen sich neue Plätze suchten.



Eine schwedische Deutung ist, dass Lebiko auf Schwedisch „Alhult” auf Norwegisch „Oderholtet” auf Deutsch „Erlenwäldchen” bedeutet. „Lebi” ist eine Abwandlung von „leppie”, das auf Finnisch die Holzart Erle bezeichnet. Die Nachsilbe „ko” ist eine finnische Endung, die Wäldchen oder Gehölz bedeutet.



Heute befindet sich Lebiko; ebenso wie der Großteil des Waldes Varaldskogen, in Besitz von Statskogä.

Die letzten, die auf dem Hof gelebt haben, waren Ole und Lina Lebiko, die 1969 nach Varaldgrenda gezogen sind.
Lebiko wird heute vom Verein Finnskogen Turistforening bewirtschaftet. Der Verein versucht, den Besitz instand zu halten, indem die Wiesen jedes Jahr Anfang August gemäht werden.
Dann findet das Lebiko-Wochenende statt, mit Tag der offenen Tür und mit einfacher Bewirtschaftung. Manchmal ist auf Lebiko auch am Wochenende geöffnet und es gibt eine Kleinigkeit zu essen, Verkauf und Gelegenheit, Informationen über den Wanderverein und den Finnskogen zu erhalten.

Sie können auf Lebiko übernachten, benötigen aber einen Schlüssel. Wenden Sie sich an das Touristenbüro Torsby oder an Finnskogen Turistforening.



Wir hatten Glück und es war jemand vor Ort, der die vorbeikommenden Wanderer begrüßt und Auskunft gegeben hat.
Wir konnten uns dann im Haus umsehen, bekamen einen Kaffee angeboten und haben uns ins Gästebuch eingetragen.


Im Aufenthaltsraum des Wandererheims

Übernachtungsmöglichkeiten für müde Wanderer unterm Dach


Dann ging es weiter in Richtung Kissalamp.




5. Hof – Kissalamp



Kissalamp war ein relativ großer Bauernhof im Finnskogen



Die Reste von Scheune und Stall sind deutlich zu sehen und der gemauerte Erdkeller ist erhalten. Falls Sie Wasser benötigen, gibt es welches im Brunnen hinter dem Haus.
Hier kann man sich bei Unwetter sowohl im Haus (es ist offen) als auch in der Braustube unterstellen.



Kissalamp war ursprünglich in der zweiten Hälfte der 1780 er Jahre von zwei Brüdern aus Norwegen bewohnt. 1964 sin die letzten Bewohner weggezogen. Haus und Grund sind in Privatbesitz.
Kissalamp war im zweiten Weltkrieg ein wichtiger Hof. Hier kamen viele Flüchtlinge durch.



Ein paarmal am Tag kam ein Norweger mit Pferdewagen und hatte Flüchtlinge dabei. Auf Kissalamp kümmerte man sich um sie, bevor sie in ein Militärquartier gebracht wurden.
Damals wohnte hier Hjalmar Mattson Orainen (1905-1980), der später für seinen Einsatz während des Krieges die Freiheitsmedaille König Haakons erhielt.
Von der Anhöhe auf Kissalamp, so erzählte Hjalmars Sohn Gunnar, sah man nachts auf der norwegischen Seite die die Feuerbälle der Bomben und bei klarem Wetter sah man die Festung Kongsvinger.
Der Name des Hofes bedeutet „Katzen-Wald-See. Die letzte Silbe „lamp” oder „lampi” bedeutet Waldsee und „Kissa” bedeutet Katze. Der See Kissalamp liegt einige hundert Meter weiter nördlich.



Hier wachsen im Sommer wilde Feuerlilien. Das Haus ist inzwischen ziemlich verfallen und leider mussten wir feststellen, dass nicht jeder vorbeikommende seinen Müll mitnimmt…

Wir wenden uns nach Süden und wandern weiter. Beachten Sie das zusammengesunkene kleine Haus auf der rechten Seite, wenn Sie vom Hofplatz aus den Hügel hinuntergehen. Es ist eine Rauchsauna, die Saunaform der Waldfinnen. Es ist ein kleines, gezimmertes Haus mit einem ohne Mörtel gemauerten Steinofen.
Die Rauchsauna hat, ebenso wie das Rauchhaus, keinen Schornstein.



Weiter geht es durch den Wald. Uns wird bewusst, was für ein ärmliches und hartes Leben das früher hier sein musste. Und im Winter dann noch mit Schnee.
Kein Wunder, dass die Höfe verlassen wurden.



6. Hof – Valli


Valli ist die nächste Station. Hier gibt es zwei Sehenswürdigkeiten: einen hervorragenden Erdkeller und Reste des Rauchhauses. Die verbreitete Erklärung für den Namen „Valli” ist, dass es eine ins Finnische übertragene Variante vom schwedischen Wort „vall” ist, – Weide.

Das Haus wurde um 1800 bezogen, aber die Siedlungsgeschichte blieb kurz.
Bereits 1905 wurde es verlassen, es waren harte Zeiten. Von sechs Familien, die in hundert Jahren auf dem Hof gelebt haben, wanderten drei nach Amerika aus. Zwei Familien wurden von schweren Krankheiten getroffen, jede verlor drei Kinder, die eine Geschwisterschar durch Dysenterie, die andere durch Diphterie. Sigfrid und Maria verloren die Kinder Henrik, Johan und Sigfrid innerhalb gut einer Woche im Herbst 1857.

Östlich des Pfads befindet sich ein großer Steinhaufen, der mit einem Pfosten markiert ist. Das sind die sichtbaren Überreste des Rauchhauses mit dem Rauchofen.
Westlich des Pfads befindet sich der Erdkeller. Nehmen Sie sich die Zeit, in das wundervolle, gemauerte Kellergewölbe hineinzugehen.
Schauen Sie, wie schön die Steine den ganzen Keller tragen, obwohl mehrere Bäume im Dach Wurzeln geschlagen haben.



Gehen Sie ein Stück weit an den Resten des Rauchhauses vorbei und Sie haben eine fantastische Aussicht nach Osten zum Kronhalla-Hof. Wenn die Leute auf Valli nach Lekvattnet mussten, z. B. zur Kirchen, kamen Sie an Kronhalla vorbei und hatten dann knapp die halbe Strecke hinter sich.

Unsere Tour geht jetzt weiter nach Ritamäki.



7. Hof – Ritamäki



Nehmen Sie sich Zeit, dort wo der Pfad durch den Holzzaun verläuft, stehen zu bleiben. Die offenen Flächen sind vermutlich dieselben, die Sie vor 150 Jahren gesehen hätten. Vernehmen Sie das Muhen der Kühe und den Klang der Glocken, riechen Sie den Duft von frisch gemähtem Heu…


Der Boden ist von Maiglöckchen bedeckt – wie muss das hier während der Blütezeit duften….


Das gesamte Hofensemble mit Umgebung steht heute unter Schutz. – und ist als Gebäudedenkmal und Naturschutzgebiet eingestuft.
Der Hof ist in Besitz des Heimatvereins Lekvattnets Hembygdsförening, der Gebäude und Grund pflegt. Ritamäki ist im Sommer geöffnet und es gibt eine einfache Bewirtschaftung.



Die schützenswerten Pflanzen auf dem 7-Torpsleden



Feuerlilien – gesehen beim 5. Hof – Kissalamp



Katzenpfötchen – gesehen vor Ritamäki



Geflecktes Knabenkraut – Ritamäki
(auch gesehen im Wald zwischen Svartbäcken (2. Hof) und Österby (3. Hof)



Sumpfherzblatt – Ritamäki



Sumpf-Blutauge  – Ritamäki



Wollgras – Ritamäki



Was bedeutet der Name Ritamäki?
Auf Karten wird manchmal der Name Ritaberg oder Ritamakk verwendet. Die letzte Silbe „mäki” bedeutet „Berg”, was aber bedeutet „Rita”?
Die Antwort liegt vielleicht im finnischen „riita”, das Streit oder Twist bedeutet. Den Quellen zufolge haben wir es mit einem Berg zu tun, um den es Besitzstreitigkeiten gab.



Der westliche Teil des Wohnhauses ist ein intaktes Rauchhaus. Im östlichen Teil befinden sich die Küche, Feuerstelle mit Schornstein sowie Kammer. Hier können Sie sehen, wie der Rauchofen aufgebaut ist. Der Ofen speichert die Wärme und spendet den ganzen Tag über eine angenehme Temperatur im Raum. Meistens brauchte man nur einmal am Tag Feuer zu machen, auch wenn es draußen richtig kalt war.



Olof Jansson Uotinen hat auf Ritamäki ein hartes Leben gelebt. Er verlor seine vier Kinder und seine Ehefrau Annika zwischen dem 17. August und 12. September 1587 durch die schwere Durchfall-Erkrankung Dysenterie. Es war dasselbe Schicksal, das die Familie auf Valli traf.
Olaf Jansson gründete eine neue Familie und wurde Großvater der Geschwister Beda und Henning, die bis 1964 auf Ritamäki lebten.



Das westliche Värmland wurde schon früh von finnischen Siedlern besiedelt. Hier sollen Finnenhöfe und -katen schon ab etwa 1610 gebaut worden sein.
Ritamäki stammt wahrscheinlich vom Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts.

Die erste Bebauung von Ritamäki lag etwa 200 m höher am Abhang als die jetzige. Um 1840 wurde an dem südlicheren Platz ein neues Wohnhaus gebaut und irgendwann gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die nördliche Siedlerstelle ganz aufgegeben. Heute sind nur noch einzelne Mauerreste dieser Gebäude vorhanden. Einige der Wirtschaftsgebäude, die wir heute hier sehen, könnten von der nördlichen Siedlerstelle nach der südlichen verlegt worden sein.



Im Mittelpunkt des Finnenhofes liegt die Rauchkate, ein spezieller Wohnhaustyp, den die Finnen aus ihrer Heimat mitgebracht hatten. In der Rauchkate liegt der Rauchofen, ein grosser Ofen ohne Rauchfang. Die Finesse dabei ist, dass der warme Rauch vom Ofen sich in der Kate verbreitet und nach und nach durch eine Lüftungsklappe im Katendach abzieht. Auf diese Weise wird die Wärme der Rauchgase besser ausgenutzt.



Draussen bei den Äckern und Wiesen gab es auch Wiesenscheunen, wo die Ernte aufbewahrt wurde, bis es möglich war, sie nach dem Hof zu verfrachten. Der Transport erfolgte im Winter, wenn der Boden hartgefroren war und man mit Schlitten über die Wiesen und Sumpfwiesen fahren konnte. Zu jedem Hof gehörte meist auch ein Stall für die Tiere, eine Sauna, ein Vorratshaus sowie manchmal auch eine Mühle, ein Kochhaus und eine Säge.



Die Umgebung des Hofes ist Naturschutzgebiet. Die Vegetation ist hier von regelmässiger Heuernte geprägt, d. h. von Pflanzen, die zu ihrem Überleben eine jährliche Heuernte brauchen. Unter den ausgeprägteren und seltenen Arten findet man Sumpfherzblatt und Ferkelkraut.



Der Hof wurde bis 1964 von den Geschwistern Henning und Beda Jansson bewirtschaftet. Ritamäki war damit der letzte ständig bewohnte Finnenhof in Schweden.
Ritamäki gehört heute dem Heimatverein Lekvattnet und steht seit 1967 unter Denkmalschutz.



Wir haben uns mit der Frau, die im Sommer den Hof mit einfacher Bewirtung betreibt unterhalten – nachdem wir in Englisch angefangen hatte und sie uns gefragt hatte, woher wir kommen, hat sie sich mit uns in Deutsch unterhalten.
Sie erzählte uns, dass sie eine solche Dürre in dieser Gegend noch nie erlebt hätte und dass es langsam kritisch für die Natur werden würde.
Da Ritamäki nur über einen schmalen Weg zu Fuß zu erreichen ist, müsse sie jeden Tag Wasser auf den Berg tragen.
Sie entschuldigte sich vielmals, dass es den angebotenen Kuchen auf Papptellern und den Kaffee aus Pappbechern gab. Nicht sehr umwelfreundlich, aber da in der Zisterne auf dem Hof kein Wasser mehr war, könnte das Geschirr auch nicht vor Ort gespült werden.
Es gab an diesem Tag übrigens Apfel- und Rhabarberkuchen zum Kaffee. Wir haben uns dann draußen auf eine Bank gesetzt.



Von Ritamäki ist es noch gut ein Kilometer auf dem Karrenweg den Berg hinab zum Parkplatz am Lomsen.
Es war schon später Nachmittag und wir fahren über Lekvattnet und Gräsmark zurück zum Ferienhäuschen.
Unterwegs sehen wir am Straßenrand wunderschöne Lupinen.


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Der „7-Torpsleden“ – auf den Spuren der Waldfinnen, im Grenzgebiet zwischen Schweden und Norwegen – KVARNTORP


Ich habe euch schon lange nichts mehr von unserem Schweden Urlaub vom vergangenen Sommer erzählt… Wie doch die Zeit vergeht. Wenn die Tage noch kurz sind und es im Garten noch trist und leer ist, kann man schonmal ein wenig in Urlaubserinnerungen schwelgen, oder nicht?
Hier ist also die Fortsetzung…

An unserem siebten Tag in Schweden beschlossen wir, eine Wanderung auf dem „7-Torpsleden“ zu unternehmen.
An diesem Tag war es morgens mit 14 °C noch recht kühl und deshalb hatten wir erst gemütlich gefrühstückt und in dem Hüttentagebuch gestöbert, in dem die Gäste über ihre Ausflüge und Erlebnisse berichten und so auch über den „7-Torpsleden“.

Bei unserem ersten Besuch in Schweden hatten wir schon einiges über die Waldfinnen erfahren, die sich ab dem 16. Jahrhundert in der Gegend angesiedelt hatten und wir haben damals auch schon zwei der ehemaligen Finnenhöfe besucht, aber für die ca. 10 km lange Wanderung entlang der 7 Finnenhöfe, von denen 2 in norwegischem Gebiet liegen, hatten wir nicht genügend Zeit.
Also haben wir unsere Rucksäcke mit einem Vesper, Wasser und einer dünnen Regenjacke bepackt und sind mit dem Auto über Schotterpisten zum nächstgelegenen Finnenhof gefahren, den wir vor 11 Jahren bereits gesehen hatten.


typische skandinavische Schotterpiste, die auf der Karte als befestigte Landstraße ausgewiesen ist

Zuerst haben wir also einen Abstecher zum  Finnenhof KVARNTORP gemacht, der nicht direkt am 7 Torpsleden liegt, aber auf dem Weg dorthin mit dem Auto gut zu erreichen ist.
Man kann vor dem Hof auf einem kleinen Platz parken und muss nur wenige Schritte zu Fuß gehen.


7 Torpsleden 7 KVANTORP_


KVNARNTORP


7 Torpsleden 5


Das westliche Värmland wurde schon früh von Finnen besiedelt. Hier sollen Finnenhöfe und -katen schon ab etwa 1610 gebaut worden sein.
Kvarntorp (Myllyla) stammt etwa aus dem 17. Jahrhundert.



Hier konnte man ohne Konkurrenz durch andere Wirtschaftszeige die traditionelle Schwendewirtschaft betreiben und mit Hilfe des Feuers wurden durch Brandrodung Ackerflächen, Wiesen und Weideland gewonnen.
Der Schwenderoggen, der in die noch warme Asche gesät wurde, ergab reiche Ernten. Aber bald schuf man auch dauerhaft bebaute Ackerflächen in der Nähe der Höfe.


7 Torpsleden 4


Im Mittelpunkt des Finnenhofes liegt die Rauchkate aus 1774, ein spezieller Wohnhaustyp, den die Finnen aus ihrer Heimat mitgebracht hatten.
In der Rauchkate liegt der Rauchofen, ein großer Ofen ohne Rauchfang. Die Finesse dabei ist, dass der warme Rauch vom Ofen sich in der Kate verbreitet und dann nach und nach durch eine Lüftungsklappe im Katendach abzieht. Auf diese Weise wird die Wärme der Rauchgase besser ausgenutzt.



Die moderne Forstwirtschaft hat eine Veränderung des Landschaftscharakters eingeleitet und dazu geführt, dass die Spuren der Vergangenheit nach und nach ausgelöscht werden.
Das Waldgebiet rund um den Finnenhof weist Beispiele für verschiedene Arten der Waldwirtschaft auf.


7 Torpsleden 8 KVANTORP_


Zuerst haben wir uns das Hauptgebäude des Hofs von innen angesehen.
Hier werden verschiedene typisch Schwedische und Värmländische Spezialitäten angeboten. Neben Köttbullar gibt es auch Waffeln aus geröstetem Hafermehl und die tradtionelle Speise der Waldfinnen aus geröstetem Hafermehl – Motti & Fläsk.
Da noch nicht Mittagszeit war, und wir aber trotzdem eine Kleinigkeit probieren wollten, haben wir uns für Waffeln mit Marmelade und Sahne mit Kaffee – als zweites Frühstück – entschieden.

Ein Vesper hätten wir also nicht gebraucht, denn ein Teil der Finnenhöfe wird im Sommer bewirtschaftet und man bekommt dort traditionelle Speisen oder zumindest Kaffee und Kuchen.


Die Wohnstube


7 Torpsleden 9 KVANTORP_


Die Rauchstube


Waffeln mit Marmelade und Sahne

Die Rauchstube dient heute als Gaststube.

Hier geht es zum

Rezept für Skrädmjölsvaffla (Waffeln mit geröstetem Hafermehl)


 


Die Nebengebäude


 


Das stille Örtchen



Und dann haben wir uns von KVARNTORP verabschiedet und sind zum Ausgangspunkt unserer Wanderung gefahren.



Im folgenden Teil erzähle ich euch mehr über die Geschichte der Waldfinnen und nehme euch mit auf unsere Wanderung.
Fortsetzung folgt…


 

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Unser Start ins Jahr 2019 – und Blog-Rückblick 2018


Wie die Zeit vergeht… Gerade eben war doch noch Silvester 2018, und jetzt ist doch schon der 14. Januar 2019 – zwei Wochen, die fast unbemerkt vorüber gegangen sind.
Den Silvesterabend haben wir recht ruhig zusammen mit der Familie verbracht. Es gab Raclette und natürlich haben wir mit Sekt das neue Jahr begrüßt und ein paar Wunderkerzen angezündet.
Und es gab in diesem Jahr auch wieder eine Neujahrsbrezel – diesmal wieder eine selbst gebackene… (Rezept für Neujahrsbrezel).



Und einen Jahresrückblick gab es auch noch nicht hier im Blog….
Meine Blogbeiträge wurden im vergangenen Jahr von 457.5869 Besuchern 666.825 Mal aufgerufen.
Die größte Frequenz auf dem Blog konnte ich in den Monaten Mai (66.208 Klicks) und Dezember (70.848 Klicks) verzeichnen.

Die beliebtesten 10 Blogbeiträge, die in 2018 neu erschienen sind, waren folgende:


1. Wildscheinfilet Niedrigtemperatur-Garmethode mit Pfifferlingen, Salat und Brägele



2. Feierabend-Cocktail: Campari mit Bitter Lemon



3. Rosenkuchen mit Apfel-Quark Füllung



4. Weihnachtstradition im Markgräflerland: Linzertorte



5. Schnelle Blätterteig-Apfeltaschen zum Oktoberfest



6. Schwarzwälder Kirschtorte im Glas


 


7. Feierabend-Küche: Süßkartoffel-Suppe mit roten Linsen für zwei



8. Holunderblüten-Gin Tonic



9. Beilagen zu Wild: Hirschmedaillons mit Kartoffeltalern und Rotkraut



10. Kerry Cake – Irischer Apfelkuchen zum St. Patrick’s Day



Vielen Dank an alle Leserinnen und Leser! Ich wünsche euch auch in 2019 viel Spaß beim Lesen und ausprobieren meiner Rezepte.

Eure Markgräflerin

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Tag des deutschen Apfels: Apfelpunsch und Zimtzucker-Popcorn


Heute, am 11. Januar, ist Tag des deutschen Apfels. Dieser will auf die Qualität und Vielfalt der einheimischen beziehungsweise regionalen Apfelsorten aufmerksam  machen.

Wie ihr euch vielleicht erinnert, hatte ich im vergangenen September eine besonders üppige Apfelernte erzielt und daraus über 215 Liter Apfelsaft pressen lassen.


Brettacher Äpfel aus dem eigenen Garten
Apfelsaft vom eigenen Baum
Bio-Apfelsaft vom eigenen Baum

Da kommt mir so ein Tag sehr entgegen, um etwas davon zu verwerten.
Passend zum winterlichen Termin habe ich deshalb ein wärmendes, alkoholfreies Apfelpunsch-Rezept für euch herausgesucht – als Feierabendcocktail sozusagen….
Und weil es zum Feierabend-Punsch was zu Knabbern geben muss, haben wir uns für eine winterliche Popcorn-Variante entschieden und es mit Zimtzucker aromatisiert. Köstlich!



Apfelpunsch


Zutaten
(für 2 Portionen)
• 500 ml Apfelsaft (aus eigener Ernte)
• 300 ml Wasser
• 4 Beutel grüner Tee
• 4 Gewürznelken
• 2 Zimtstangen
• Saft einer Zitrone
• Honig

Zubereitung
Apfelsaft mit 300 ml Wasser aufkochen. Teebeutel, Nelken, Zimtstangen und Zitronensaft hinzugeben und 5 Minuten ziehen lassen. Nach Belieben mit Honig süßen und durch ein Sieb in Gläser gießen.



Zimtzucker-Popcorn


Zutaten
• 50 g getrocknete Maiskörner
• 2 Esslöffel Butterschmalz
• 3 Esslöffel Zimtzucker

Zubereitung
Das Butterschmalz in einem Topf erhitzen, Maiskörner dazugeben und mit geschlossenem Deckel warten bis der Mais aufpoppt. Bei geringer Temperatur weiter erhitzen, bis kein Poppen mehr zu hören ist. Popcorn mit Zimtzucker vermengen, kurz abkühlen lassen und dann servieren.



Apple Punch


Ingredients
(for 2 servings)
500 ml organic apple juice
300 ml water
4 green tea bags
4 cloves
2 cinnamon sticks
Juice of an organic lemon
Honey

Instructions

Bring apple juice with 300 ml of water to the boil. Remove from heat, add tea bags, cloves, cinnamon sticks and lemon juice and leave to stand for 5 minutes. Sweeten to taste with honey. To serve, pour through a sieve and fill in glasses.


Popcorn with cinnamon sugar


Ingredients
50 g dried corn kernels
2 tablespoons of clarified butter/ghee
3 tablespoons of cinnamon-spiced sugar

Instructions
Heat the lard in a saucepan, add the corn kernels, close with a lid and wait until the corn pops up. Continue to heat at low temperature until there is no more popping to be heard.
Mix the popcorn with sinnamon sugar or, allow to cool briefly and then serve.

 

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Schweinefilet in Trauben-Thymian-Sauce, Kartoffelgratin, Blumenkohl und Broccoli


Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2018 hatten wir Besuch.

Als Vorspeise gab es Feldsalat mit Crôutons und gerösteten Haselnüssen (ohne Foto).
Hauptgericht war Schweinefilet mit Trauben-Thymian-Sauce, Kartoffelgratin und Blumenkohl-Brokkoli-Gemüse mit Brösmeli (in Butter geröstete Semmelbrösel).
Den Thymian konnte ich sogar noch im heimischen Garten ernten, ein kleiner Busch Gartenthymian ist noch grün.

Zum Dessert hatten wir kleine Zimteis-Gugelhupfe mit weihnachtlich gewürzten Sauerkirschen.
Das Dessert stelle ich euch in einem separaten Blogbeitrag vor….

Ich habe zuerst das Kartoffelgratin zubereitet. Das kann man auch am Vortag tun, dann braucht man es zum Servieren nur kurz im Ofen erhitzen.


kartoffelgratin zu schweinefilet


Kartoffelgratin / Gratin Dauphinois


Zutaten
(für 4 Personen)

• 500 g Kartoffeln
• 3-4 Knoblauchzehen
• 200-300 g Hartkäse (Comté, Gruyère oder Emmentaler)
• 1 Becher = 200 g Crème fraîche
• 500 ml Milch
• Salz
• frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
• Semmelbrösel
• etwas Butter

Zubereitung
Kartoffeln schälen und in feine Scheiben hobeln.
Knoblauchzehen schälen, in kleine Würfel schneiden, oder durch eine Knoblauchpresse drücken und danach mit einem Messer auf einem Schneidebrett zusammen mit etwas Salz zerdrücken, so dass eine feine Paste entsteht.
Crème fraîche mit dem Knoblauch verrühren und in einem Shaker mit ½ Liter Milch mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Käse fein reiben.
Eine Auflaufform mit etwas Butter einfetten und die Kartoffelscheiben in mehreren dünnen Schichten in die Form legen.
Jede Lage mit etwas geriebenem Käse bestreuen, mit grobem Meersalz und Pfeffer aus der Mühle würzen und dann mit etwas Milchmischung übergießen.
Den Auflauf mit etwas Semmelbrösel (Paniermehl) bestreuen und Butterflöckchen darauf setzen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C – 225°C ca. 1 Stunde goldbraun überbacken.

Vor dem Servieren ein wenig abkühlen lassen – das Gratin ist sehr heiß.


Weihnachten 2018_ 4


Schweinefilet mit Trauben-Thymian-Sauce


Zutaten
(Für 4 Personen)
• 2 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
• 1 Teelöffel Zucker
• 1 großes Schweinefilet (ca. 800-900 g)
• Meersalz aus der Mühle
• Rapsöl
• 200 g blaue Trauben
• 1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
• Irische Butter
• 200 ml Portwein (19 Vol%)
• 200 ml kräftiger Rotwein (z. B. Cabernet Sauvignon)
• 2-3 Zweiglein Thymian

Zubereitung
Den Ofen auf 80 °C Umluft vorheizen.
Die Pfefferkörner in einer Pfanne bei mittlerer Hitze kurz rösten, bis sie zu duften beginnen. Anschließend in einem Mörser fein zerstoßen und den Zucker und etwas Salz untermischen.
Das Schweinefilet damit einreiben.
Rapsöl und etwas Butter in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und die gewürzten Schweinefilets rundherum anbraten.
Mit der Pfanne auf der mittleren Schiene des Backofens etwa 45 – 60 Minuten garen.
Bei einer Kerntemperatur von 58-60 °C (Bratenthermometer verwenden) ist das Fleisch fertig. Anschließend das Fleisch aus dem Ofen nehmen, in Alufolie einwickeln und ca. 5 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Trauben mit kaltem Wasser abbrausen, abzupfen und abtropfen lassen.
Die Zwiebelwürfel in wenig Butter anschwitzen. Mit Portwein ablöschen und fast komplett einreduzieren lassen. Rotwein zugeben und wieder fast komplett einkochen.
Den Bratensatz aus der Pfanne zufügen und knapp 10 Minuten köcheln. Trauben zufügen, etwas köcheln lassen und die Sauce unter Schwenken mit der restlichen Butter binden.
Salzen, pfeffern und den Thymian zugeben.
Das Fleisch aus der Alufolie wickeln und in Scheiben schneiden.
Mit der Sauce anrichten.



Pork tenderloin with grapes and thyme sauce


Ingredients
(For 4 persons)
2 teaspoons black peppercorns
1 teaspoon sugar
1 large port tenderloin (approx. 800-900 g)
Sea salt
Rapeseed oil
200 g blue grapes
1 red onion, finely diced
Irish butter
200 ml port wine (19 Vol%)
200 ml strong red wine (e. g. Cabernet Sauvignon)
2-3 sprigs of thyme

Instructions
Preheat the oven to 80 °C = 176 °F circulating air.
Roast the peppercorns briefly in a pan at medium heat until they begin to smell. Then crush finely in a mortar and mix in the sugar and a little salt.
Rub the pork tenderloin with it.
Heat a little rapeseed oil and some butter in an ovenproof pan and fry the pork fillets in it all around.
Place the pan on the middle rack of the oven and roast for about 45 – 60 minutes.
At a core temperature of 58-60 °C = 140 °F (use roast thermometer) the meat is ready. Remove the meat from the oven, wrap in aluminium foil and let it rest for about 5 minutes.

In the meantime, rinse the grapes with cold water, pluck and drain.
Fry the finely diced onion in a little butter. Deglaze with port wine and reduce almost completely. Add red wine and boil down almost completely again.
Add the frying set from the pan and simmer for about 10 minutes. Add the grapes, simmer a little and thicken the sauce with the remaining butter while swirling.
Salt, pepper and add the thyme.
Unwrap the meat from the aluminium foil and cut into slices.
Serve with the sauce and Gratin Dauphinois.



Gratin Dauphinois


Ingredients
(for 4 people)

500 g potatoes
3-4 cloves garlic
200-300 g cheese (Comté, Gruyère or Emmental)
1 cup = 200 g crème fraîche
500 ml milk
Salt
freshly ground black pepper
breadcrumbs
a little butter

Instructions
Peel the potatoes and thinly slice.
Peel garlic cloves, cut into small cubes, or press through a garlic press. After that, crush with a knife on a cutting board together with a little salt to receive a fine paste.
In a shaker, mix crème fraîche, garlic and ½ litre of milk and season with salt and pepper.
Finely grate the cheese.
Butter a baking dish and place the potato slices in thin layers into the dish.
Sprinkle each layer with some grated cheese, coarse sea salt and freshly ground pepper and pour some of the milk mixture over it.
Sprinkle some breadcrumbs over it and distribute a few knobs of butter on it.

Bake in preheated oven at 200 °C – 225 °C for about 1 hour until golden brown.

Allow to cool a little before serving – the gratin is very hot.

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Happy New Year …

Silvestergruss_2018_Karin

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs „Lebensart im Markgräflerland“ alles Gute, Glück und Gesundheit im neuen Jahr.

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Mårbacka – Das Zuhause von Selma Lagerlöf

Mårbacka

An unserem fünften Tag in Schweden haben wir einen Ausflug nach Mårbacka, das 9 km südöstlich von Sunne liegt, gemacht.
Das Geburtshaus der Schriftstellerin Selma Lagerlöf, die 1909 für ihr großes Werk  den Nobelpreis für Literatur erhielt,  ist eines der meistbesuchten Ziele in Värmland.


….aus meinem Urlaubstagebuch

Selma Lagerlöf, eine der berühmtesten Schriftstellerinnen der Welt, wurde am 20. November 1858 auf Mårbacka geboren und ist dort aufgewachsen.
Schon als Kind entschied sich Selma Lagerlöf, Autorin zu werden.

Mehrere Jahre lang schrieb sie als Lehrerin in Landskrona Bücher, aber erst mit mehr als dreißig Jahren veröffentlichte sie 1891 ihr erstes Buch, den Roman „Gösta Berlings Saga“, der als Meisterwerk gefeiert wurde. Einige ihrer berühmtesten Werke sind: Die Geschichte von Gösta Berling, Nils Holgersson und Jerusalem.
Selma Lagerlöf erhielt 1909 als erste Frau den Nobelpreis für Literatur. 1914 wurde sie als erste Frau zum Mitglied der Schwedischen Akademie gewählt. Und das alles geschah noch bevor man in Schweden weibliches Stimmrecht hatte.
Ihr nächster Erfolg war „Jerusalem“ (1902), das ihren Namen international bekannt machte. Im Auftrag des schwedischen Lehrerverbandes schrieb sie 1906-1907 das erste moderne Geographie-Lehrbuch seiner Art, „Nils Holgerssons underbara resa genom Sverige“ (Die wunderbaren Abenteuer von Nils).

Mit dem Tantiemen ihrer Bücher konnte sie 1907 den Hof zurückkaufen, der nach dem Tod ihre Vaters veräußert wurde. 1921 -1923  ließ sie einen Neubau errichten und lebte bis zu ihrem Tod auf dem Hof, der heute noch im ursprünglichen Zustand ist.
Selma Lagerlöfs Name ist nicht nur mit einer brillanten Karriere als Schriftstellerin und der Mitgliedschaft in der Schwedischen Akademie sowie der Literaturakademie De Nio (Die Neun) verbunden, sondern auch mit einem starken Engagement für Frauenrechte, Frieden und lokale Politik. So war sie auch Mitglied des Bezirksausschusses, des Stadtrats und des Ausschusses für öffentliche Hilfe.
Sie war nicht nur Autorin, sondern auch Geschäftsfrau, die auf Mårbacka Landwirtschaft betrieb.
In ihrem Haus, dem Herrenhaus von Mårbacka, hatte sie die Möglichkeit, ihr Gespür für neues Denken als Unternehmerin zu mobilisieren, um das Gut erfolgreich zu leiten.
Bei ihren Angestellten war sie sehr beliebt und Selma Lagerlöf hatte für diese sogar eine Krankenkasse eingerichtet.

Selma Lagerlöf starb 1940 im Alter von 82 Jahren. Begraben liegt sie auf dem Friedhof von Östra-Ämtervik, 10 km südwestlich von Mårbacka .
In ihrem Testament hatte sie verordnet, dass Mårbacka als Erinnerungsstätte erhalten werden und für Besucher geöffnet sein soll.

Touristen sind herzlich eingeladen, verschiedene in der Geschichte von Gösta Berling erwähnte Orte wie den Rottneros Park (Ekeby), Sundsbergs Gard (Björne) Tossebergsklätten (Svartsjö) zu besuchen.



Bereits vor 11 Jahren, als wir das erste Mal nach Schweden gereist sind, haben wir Mårbacka besucht und uns das Wohnhaus bei einer Führung von innen angesehen.
Darauf haben wir diesmal verzichtet, es ist aber sehr sehenswert und auch unterhaltsam.
Im Haus darf man keine Fotos machen, ich hatte mir damals aber schon Postkarten mitgebracht, auf der die Inneneinrichtung zu sehen ist.


Die Schreibmaschine von Selma Lagerlöf, auf der viele ihrer Werke entstanden sind


Besonders die schöne Küche hat es mir angetan…



Natürlich sind wir auch diesmal wieder im Café eingekehrt, von wo ich damals das Rezept für den Mårbackakaka – ein Kuchen mit geröstetem Hafermehl – mitgebracht hatte.


Marbacka-Kuchen
Mårbackakaka – 2007

Und wir haben uns im Buchladen wieder ein Souvenir zum Lesen besorgt – bei unserem ersten Besuch war das „Nils Holgerssons wunderbare Reise mit den Wildgänsen” – diesmal reiste „Gösta Berlings Saga” mit uns zurück nach Deutschland.


Nils Holgersson


Vor unserem diesjährigen Ausflug nach Mårbacka hatte ich auch noch das Buch „Mårbacka“ gelesen, welches im Bücherregal unseres Feriendomizils seinen festen Platz hat.
In ihren späteren Jahren schrieb Selma Lagerlöf eine dreiteilige Autobiografie: Mårbacka, Aus meinen Kindertagen sowie Tagebuch der Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf, ihr letztes vollendetes Werk.
Die Autobiografie ist keine Schilderung des eigenen Lebens im herkömmlichen Sinne, sondern besteht aus Erzählungen aus ihrer Kindheit, die einem bestimmten Zweck dienen: die Hintergründe ihres schriftstellerischen Wirkens darzustellen.
Bei der Besichtigung von Mårbacka trifft man überall auf alte Bekannte und Orte aus Selma Lagerlöfs Büchern….



In einem Gehege neben dem Buchladen trifft man auf zwei Pfauen – Farao und Sara – „Paradiesvögel”.



Selma Lagerlöf hatte ein angeborenes Hüftleiden. Als sie dreieinhalb Jahre alt war, erwachte sie eines morgens und konnte nicht mehr gehen.
Die Ärzte waren ratlos und so beschloss ihr Vater eines Tages, die ganze Familie solle zur Kur nach Strömstad fahren. Dort ruderte man, um Selma eine Freude zu machen, zu dem vor der Küste liegenden Frachtschiff „Jakob“. In dessen Kapitänskajüte befand sich nämlich ein ausgestopfter Paradiesvogel.
Selma wurde von den Matrosen als erste an Bord gehoben. Und ehe die Familie ihr folgen konnte, war Selma verschwunden. Sie war dem Schiffsjungen in die Kajüte zum Paradiesvogel gefolgt – auf eigenen Beinen.
Die Eltern meinten, die Kur habe die Heilung bewirkt. Selma aber erinnerte sich, wie sie mit dem Schiffsjungen den Paradiesvogel betrachtet hatte.

Der Schiffsjunge zeigte ihr die langen glänzenden Federn. Dann bemerkte er: „Siehst du, man könnte meinen, er käme aus dem Paradies. Er hat gar keine Füße.“ Das passte sehr gut in die Vorstellung des Kindes vom Paradies, dass man dort nicht gehen müsse, sondern sich mit zwei Flügeln fortbewege. Das kleine Mädchen fragte sich, ob es der Paradiesvogel sei, der ihr geholfen habe.


Das Mårbacka Café

Ich habe mir auch ein kleines Buch mit Rezepten von Mårbacka mitgebracht, das es leider nur auf Schwedisch gab.
Davon werde ich sicherlich das eine oder andere ausprobieren, aber das dauert noch ein wenig, denn ich muss erst noch versuchen, es  irgendwie zu übersetzen.



Hier sind die Bilder von unserer Besichtigungstour auf Mårbacka:


Der Seerosenteich, gleich beim Eingang


Der Gemüse- und Obstgarten



Die schwarze Katze, die wir bei unserem ersten Besuch hier angetroffen haben, haben wir diesmal vermisst…


 


 


Das Herrenhaus



Der Flügel



Der Flügel wurde 1909-10 erbaut. Hier wurde Selma Lagerlöfs berühmtes „Mårbacka“ Haferkraft“ abgepackt, ein Mehl aus geröstetem Hafer, das im Värmland „Skrädmjöl“ genannt wird.
Dieses Mehl hat wertvolle Eigenschaften, die der Arzt Per Clarholm, Oberarzt in Karlstadts Krankenhaus, auf der Verpackung bestätigte:
„Skrädmjöl ist gesund, stärkend, wohlschmeckend und durch seine Ergiebigkeit auch preisgünstig.”
Die Produktion  begann Anfang 1920 und „Mårbacka“ Haferkraft“ wurde u.a. in einer großen Geschäftskette in Stockholm verkauft und nach Amerika exportiert.
Heute wird der Flügel als Dienstwohnung benutzt.

Das Hafermehl kann man heute noch in den lokalen Supermärkten und auch im Buchladen von Mårbacka kaufen. Es wird von der Stöpafors Mühle produziert – darüber werde ich in einem weiteren Beitrag berichten.
Im Café auf Mårbacka kann man den Mårbackakaka (siehe oben) und Pfannkuchen, die mit Skrädmjöl gebacken sind, probieren.



Wirtschaftsgebäude, Stallungen und Wohngebäude



In der Mårbacka-Scheune finden jeden Sommer Ausstellungen statt, die Selma Lagerlöfs Leben und Dichtungen wiederspiegeln. Auch für Kinder gibt es hier viel zu sehen und zu erleben.



Das ehemaliage Arbeiterwohnhaus


Das Mårbacka Café


 

Die Marbacka Geranie in blassrosa

Die blassrosafarbene Mårbacka Geranie hatte ich bereits im Rottneros-Park entdeckt. Eine besondere Farbe, die ich bisher noch nie gesehen hatte.



Wir hatten uns zum Kaffee für Pfannkuchen aus Skrädmjöl entschieden. Dazu Sylt = Marmelade nach Wahl und Schlagsahne.



Das Rezept für die Pfannkuchen folgt demnächst hier im Blog.


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Feigen-Mandel-Muffins


So, die letzten Feigen dieses Herbsts sind vom Baum und der Garten muss jetzt auf den Winter vorbereitet werden.
Ein Teil der Ernte ist als Zutat in diesen köstlichen Muffins gelandet, ein weiterer Teil wurde nochmals zu Marmelade verarbeitet….



Feigen-Mandel-Muffins


Zutaten
(Für 12 Muffins)

• 12 Papierförmchen
• 6 Feigen
• 250 g helles Dinkelmehl Type 630
• 2 Teelöffel Backpulver
• ½ Teelöffel Natron
• 1 Prise Salz
• 3 Esslöffel frisch gemahlene Mandeln
• 1 Ei
• 100 g Rohrzucker
• 1 Päckchen Vanillezucker
• 125 g weiche Butter
• 200 ml Buttermilch
• etwas geriebene Orangenschale
• 50 g Mandelsplitter

Zubereitung
Backofen auf 200 °C vorheizen. Papierförmchen in die Vertiefungen des Muffinblechs setzen.
Die Feigen vorsichtig waschen und trockentupfen. Den Stielansatz abschneiden, vier Feigen in kleine Würfel schneiden. 2 Feigen in dünne Scheiben schneiden.

Mehl und Backpulver i eine Schüssel sieben, mit Natron, Salz und Mandeln vermischen.
In einer separaten Schüssel das Ei mit Zucker und Vanillezucker verquirlen. Fett, Buttermilch und geriebene Orangenschale dazugeben und zu einem glatten Teig rühren.
Das Mehlgemisch vorsichtig unterheben und zum Schluss die Feigenwürfel dazugeben.
Den Teig in die Förmchen füllen, je eine Feigenscheibe oben aufsetzen und mit Mandelstiften bestreuen.
Im vorgeheizten Ofen etwa 20-25 Minuten backen. Nach einer kurzen Abkühlzeit aus der Form nehmen.


Fig and almond muffins

Ingredients
(For 12 muffins)

12 paper cups
6 figs
250 g flour
2 teaspoons baking powder
½ teaspoon baking soda
1 pinch of salt
3 tablespoons freshly ground almonds
1 egg
100 g cane sugar
1 sachet vanilla sugar
125 g soft butter
200 ml buttermilk
some grated orange peel
50 g almond bits to sprinkle

Instructions
Preheat the oven to 200 ° C = 392 °F. Place paper cups in the the muffin tray.
Carefully wash the figs and pat dry. Cut off the stalks, then cut four figs into small cubes and cut 2 figs into thin slices.

Sift flour and baking powder into a bowl, mix with baking soda, salt and ground almonds.
In a separate bowl, whisk the egg with sugar and vanilla sugar. Add butter, buttermilk and grated orange peel and stir to a smooth dough.
Carefully fold in the flour mixture and finally add the fig cubes.
Pour the dough into the moulds, place a fig slice on top of each and sprinkle with almond bits.
Bake in the preheated oven for about 20-25 minutes. Remove from the mould after a short cooling time.