Archive for the ‘Kleine Kuchen und Torten’ Category

Badische Quarkbällchen / „Fasnachtsküchle”

26. Februar 2017

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Nach der Narrensuppe gab es zum Dessert bzw. zum Kaffee noch Quarkbällchen.
Diesmal habe ich mal ein Rezept aus der SWR Sendung „Kaffee oder Tee” ausprobiert.
Aber eines muss ich vorneweg sagen – nie wieder ohne Temperaturmessung und am besten in einer Fritteuse, die ich immer noch nicht besitze….!

Bei den ersten Quarkbällchen war nämlich das Fett zu heiß. Ich habe in meiner Küche nur Gaskochfelder und habe darauf einen dünnwandigen Frittiertopf verwendet der mir sozusagen „vererbt” wurde. Die Temperatur lässt sich dabei ziemlich schlecht regulieren. Das Ergebnis war, dass die Quarkbällchen zwar schön aufgegangen sind, aber zu schnell gebräunt waren und demzufolge innen noch roh waren!
Die ideale Temperatur für das Frittierfett liegt bei 140 – 160 °C. Ein Bratenthermometer habe ich zwar, war aber zu faul, die Temperatur zu messen – wird schon, dachte ich.
Der zweite Fehler war, dass ich die Teigportionen zuerst viel zu groß abgemessen hatte – also die Bällchen lieber ein wenig kleiner machen.
Aber solche Küchenpannen passieren halt mal wenn man zu ungeduldig ist und hinterher ist man wieder ein wenig schlauer. Nächstes Jahr klappt es bestimmt besser.

Hier habe ich das Rezept – ihr könnt euch in der ARD Mediathek nochmal anschauen, wie die Quarkbällchen gemacht werden.
Übrigens, wenn man die Quarkbällchen auf Cakepop-Stiele steckt, hat man die ideale Nascherei für eine Fasnachtsparty, die sich auf jedem Buffet gut macht.
Wer mag, kann auch noch ein paar Zuckerkonfetti darüberstreuen.


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Quarkbällchen


Rezept nach
Dorothea Steffen
Sendung vom 17.02.2017

Zutaten
für ca. 30 Stück

• 250 g Mehl (Type 405)
• 12,5 g Backpulver
• 65 g Zucker
• ½ Teelöffel Vanillezucker
• 1 Prise Salz
• 1 Bio-Zitrone (abgeriebene Schale davon)
• 300 g Quark
• 5 Eier (Größe M)
• 50 g Butter
• Erdnussöl zum Frittieren (alternativ Frittierfett)
• Zucker
• Zimt

Zubereitung
Zwei Eier trennen.
Für den Teig das Mehl, das Backpulver, den Zucker, den Vanillezucker, das Salz und etwas Schalenabrieb von der Bio-Zitrone in eine Schüssel geben und vermischen.
Den Quark, 3 ganze Eier und 2 Eigelbe zur Mehlmischung geben und mit den Quirlen des Handrührgeräts oder mit der Küchenmaschine verrühren.
Die Butter in einen kleinen Topf geben, flüssig werden lassen, zur Mehl-Quark-Masse geben und ca. 5 Minuten verrühren.

Den Teig 45 Minuten quellen lassen.

Das Öl in einem hohen Topf erhitzen. Mit einem Esslöffel nach Belieben kleine Teigportionen formen, vorsichtig ins heiße Öl gleiten lassen und gleichmäßig goldbraun ausbacken.
Nicht zu viele Bällchen pro Backvorgang nehmen, damit die Quarkbällchen gut aufgehen können und mit einer Schaumkelle öfters drehen, damit die Quarkbällchen
gleichmäßig goldbraun werden.

Die Quarkbällchen mit einer Schaumkelle aus dem Öl schöpfen, auf Küchenpapier abtropfen lassen, in Zimt und Zucker wälzen und mit Puderzucker bestäuben.

 

Eine Stadt voller Narren: Fasnachtsumzug in Müllheim

20. Februar 2017

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Ich hatte es bereits erwähnt… Im Markgräflerland ist die Fasnacht in vollem Gange. Der Narrenbaum steht – es kann gefeiert werden!


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Die Narrenzunft Müllemer Hudeli hatte gestern zum großen Fasnachtsumzug eingeladen – der Markgräfler hatte bereits berichtet.

Nachdem wir am Samstagabend schon beim Zunftabend waren, konnten wir bei „Kaiserwetter” den Umzug genießen. Ich sage euch – der Frühling liegt in der Luft!!!
Der Umzug war sehr bunt und es waren wieder viele bekannte Narrencliquen, Hästräger und Guggen aus der ganzen Umgebung mit dabei und natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt.


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Was mir dabei weniger gefallen hat, waren die offensichtlich unter 18-jährigen Jugendlichen, die mit harten Sachen im Ärmel an der Umzugstrecke standen.
Und damit nicht genug – nebenbei wurde, zwar in der Gruppe ausserdem ein rosafarbenes Sekt-Fruchtgemisch gekippt, um sich in Stimmung zu bringen.
Aber was soll man dazu noch sagen, wenn die Veranstalter schon mit schlechtem Beispiel vorangehen und die Straße laut mit Mallorca Partyhits wie „endlich wieder Alkohol – endlich wieder alle voll” beschallen…
Aber jetzt zum erfreulichen Teil – ich habe ein paar Bilder vom Umzug für euch gemacht. Hier ist eine kleine Auswahl


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…..YOU……!!! – genau Du wirst jetzt mit Konfetti eingeseift – dafür gibt’s auch ein Gutsle –

 


Müllheimer Dorfzottel – Müllheim


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Müllheimer Heidemännle


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Freiburger Westhansele


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Freiburger Münsterstadt Narre


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Große Abordnung aus Müllheim West – oder Chalampé Ost…. wie man’s sieht 😉



Die Zigeuner Clique Neuenburg mit ihren Feuerschluckern


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Neuenburger Altstadt Glunki



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Wuhrlochfrösche Neuenburg


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Brunneputzer Neuenburg



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Burghexen Neuenburg


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konfetti

Zeit für eine Kaffeepause mit Fasnachtsgebäck…

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Hier geht’s zum Rezept für Fasnachtsküchle, Berliner und Quarkbällchen….

Hirsemuffins mit Heidelbeeren

31. Januar 2017

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Nachdem ich in der vergangenen Woche Hirsepudding gemacht hatte und euch ausführlich über das besondere Getreide berichtet habe, hatte ich noch Hirse übrig.
Auf der Packung war ein Rezept für Hirsemuffins mit Heidelbeeren abgedruckt. Am Wochenende habe ich die dann für’s Sonntagsfrühstück gebacken.
Die Hirsekörner bleiben knusprig und so sorgen sie mit der Fruchtigkeit der Heidelbeeren für ein angenehmes, crunchiges Frühstückserlebnis.


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Hirsemuffins mit Heidelbeeren


Zutaten
(für 12 Stück)

• 125 g weiche Butter
• 125 g Zucker
• 1 Prise Salz
• 2 Eier
• 150 g Mehl (Dinkelmehl Type 630)
• 1 Teelöffel Backpulver
• 150 g Hirse
• 50-100 ml Milch
• 100 g tiefgekühlte Heidelbeeren
• 12 Papierbackförmchen, Muffinblech
• Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung
Backofen auf 180 °C vorheizen.
Butter Zucker und Salz zu einer hellen Masse rühren.
Ein Ei nach dem anderen dazugeben.
Weitere 3 Minuten zu einer schaumigen Masse schlagen.
Mehl und Backpulver mischen. Zusammen mit Hirse und Milch beigeben. Zu einem zähflüssigen Teig verrühren.
Heidelbeeren sorgfältig darunterheben.
Papierbackförmchen im Muffinblech verteilen. Teig einfüllen.
In der Mitte des Backofens ca. 30 Minuten backen. Auskühlen lassen.
Mit Puderzucker bestreut servieren.



Muffins with millet and blueberries

Ingredients
(For 12 muffins)

125 g soft butter
125 g sugar
1 pinch of salt
2 eggs
150 g flour (spelled flour type 630)
1 teaspoon baking powder
150 g millet
50-100 ml milk
100 g frozen blueberries
Icing sugar for sprinkling

Preparation
Preheat oven to 180 °C = 356 °F.
Whisk butter with sugar and salt until light and creamy. Add one egg after another.
Beat another 3 minutes until frothy.
Mix flour and baking powder. Add together with millet and milk. Mix to receive a viscous dough.
Carefully fold in the blueberries.
Line muffin tin with paper baking cups. Fill in the dough.
Bake on the middle rack of the preheated oven for about 30 minutes. Take out and let cool.
To serve, sprinkle with icing sugar.

Blogstatistik – Das war das Jahr 2016 von „Lebensart im Markgräflerland”

14. Januar 2017

blogstatistik-lebensart-im-markgraeflerland-2016


In den vergangenen Jahren haben die WordPress-Statistik-Elfen immer einen Jahresrückblick erstellt, den man nur noch teilen musste.

Für das Jahr 2016 war das nicht der Fall, und so habe ich fast vergessen, meine Blogstatistik genauer anzusehen.
Die halbe Million Klicks habe ich dieses Jahr zwar nicht geschafft, aber wie in den vergangenen Jahren gab es wieder eine enorme Steigerung sowohl bei den Aufrufen als auch bei den Besucherzahlen:


484.721 Klicks
293.782 Besucher


Folgende 10 Beiträge wurden 2016 am häufigsten aufgerufen:


Home page / Archives 165.465
Neu im Kühlregal:
Skyr von Lidl
34.220
Für den Grillabend:
Orientalischer Couscous-Salat mit Minze
30.256
Zitronenmelisse Sirup 6.747
Maronenkuchen nach Hildegard von Bingen
(glutenfrei)
5.098
Niedrigtemperatur-Garen:
Zartes, saftiges Schweinefilet
mit Champingnons und Spätzle
3.503
Fliederblüten Sirup 3.333
Bella Italia – Venezia –
Wie man Radicchio (di Treviso) serviert
3.235
Mango Lassi – Schönheitsdrink oder:
Indisch für Anfänger (2)
3.024
Meine Nachbarin kann –
Pasta mit Vulkanspargel
2.460
Kornelkirschen Marmelade 2.388


Die 10 beliebtesten der 195 im  Jahr 2016 veröffentlichten Beiträge waren folgende:

Ein Foto aus einem Beitrag über die Kirschblüte im Eggenertal (April 2016)

8.948 Aufrufe


Kirschbluete 2016 04_22_28


1. Alkoholfreier Aperitif mit Sanbitter und Bitter Lemon (Januar 2016)

340 Aufrufe


Sanbitte_Lemon 037


2. Tessiner Brottorte nach Betty Bossi (Mai 2016)

303 Aufrufe


Torta di Pane Betty Bossi 3


3. New York Eggnog Muffins – Eierlikör Muffins (März 2016)

290 Aufrufe


Eggnogg Muffins 7


4. Mallorquinischer Mandelkuchen (März 2016)

240 Aufrufe


Mallorquinischer Mandelkuchen 3


5. Rhabarberkuchen mit Marzipan Amaretto, Mandeln und Baiserhaube (Mai 2016)

233 Aufrufe


Rhabarberkuchen Marzipan 3


6. Weißwurst Brezn Rollen (September 2016)

225 Aufrufe


weisswurstrollen-8


7. Saftiger Schoko-Nuss-Kuchen, glutenfrei (Januar 2016)

208 Aufrufe


Schoko Haselnusstorte glutenfrei 2


8. Versunkener Rhabarberkuchen mit Lavendel (Mai 2016)

187 Aufrufe


Versunkener Rhabarberkuchen 7


9. Blätterteigschnecken pikant – comme une tarte flambée (Juni 2016)

184 Aufrufe


Tarte flambee Blätterteigschnecken 1


10. Paté Lorrain (August 2016)

183 Aufrufe


 Sommer 2016 Urlaub 115 Pate Lorrain


Vielen Dank an euch alle!

Eure Markgräflerin

Für den kleinen Haushalt: Birne-Helene-Blechkuchen mit Überraschungspunkten (#PolkaDots)

20. September 2016

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Von einer Cake-Pop-Maker Backacktion hatte ich noch fertig gebackene Teigkugeln im Tiefkühler. Und neulich, als es ans Aufräumen des Vorratskellers ging und auch das Abtauen des Gefrierschranks dran war, habe ich sie aufgetaut.
Aber auf Cakepops hatte ich gar keine Lust – oder sagen wir mal, nicht auf die Schokoladen-Tunkerei und das ganze drumherum.
Wie wäre es denn, wenn man die Cakepop-Kugeln einfach in einem Kuchen als Überraschung verstecken würde?


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Sieht unscheinbar aus – die Überraschung kommt, wenn man den Kuchen anschneidet!


Der Kuchen müsste natürlich eine dunklere Farbe haben, damit die Kugeln besser zur Geltung kommen. Ein Schokokuchen muss es sein.
Und dann hatte ich noch Birnen, die auch in dem Kuchen verschwinden sollten. Da dachte ich sofort an „Poire Belle Hélène” Birne mit Schokolade.

Birne Hélène  (französisch: Poire belle Hélène) ist ein Dessert der klassischen französischen Haute cuisine. Im Originalrezept werden frische, geschälte Birnen in Läuterzucker pochiert, nach dem Auskühlen auf Vanilleeis angerichtet und mit kandierten Veilchen bestreut. Dazu wird eine heiße Schokoladensauce gesondert gereicht. Das Dessert wurde um 1870 von Auguste Escoffier kreiert, als Jacques Offenbachs Operette Die schöne Helena in Paris aufgeführt wurde.

Naja, kandierte Veilchen habe ich keine mehr auf Vorrat, dafür aber die netten Punkte…
Was für eine tolle Idee!


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Kleiner Birne-Helene-Blechkuchen


Zutaten für einen kleine Blechkuchen 
(Brownieblech, ca. 18×26 cm)

• 200 ml Milch
• etwas gemahlene Vanille
• 200 g Birnen (frisch oder aus der Dose)
• 250 g helles Dinkelmehl (Type 630)
• 2 Teelöffel Backpulver
• 3 Esslöffel dunkles Kakaopulver
• 1 Prise Salz
• 100 g weiche Butter
• 100 g Zucker
• 12 vorgebackene Cakepop-Kugeln
• Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung
Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Die Brownieform mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen.
Die Milch mit der gemahlenen Vanille einmal aufkochen und wieder abkühlen lassen.
Frische Birne schälen und von den Kerngehäusen befreien, Dosen-Birnen abtropfen lassen. Birnen in kleine Stücke schneiden.
Mehl, Backpulver und Kakaopulver in eine Schüssel sieben, mit Salz und Birnenstückchen mischen.

In einer größeren Schüssel das Ei verquirlen, mit Butter, Zucker und der Vanillemilch mischen.
Das Mehlgemisch vorsichtig unterheben.
Den Teig in die Form füllen und glattstreichen. Die Cakepop-Kugeln gleichmäßig darauf verteilen und in den Teig drücken.
Im vorgeheizten Backofen 20 bis 25 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren.


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Small pear-Helene Cake with Polka Dots

Ingredients for a small cake
(Brownie baking tin,  about 18×26 cm)

200ml milk
some ground vanilla
200g pears (fresh or canned)
250g flour (I use light spelled flour,Type 630)
2 teaspoons baking powder
3 tablespoons dark cocoa powder
1 pinch of salt
100g softened butter
100g sugar
12 pre-baked cake pop balls
Icing sugar for dusting

Preparation
Preheat the oven to 200 ° C = 392 °F.
Butter the Brownie tin and sprinkle with flour or line with baking paper.
Bring milk together with ground vanilla to a boil, take off the heat and let it cool again.
Peel fresh pears and remove the cores or drain canned pears. Then cut pears into small pieces.
Sift flour, baking powder, a pinch of salt and cocoa powder into a bowl and mix with the pears.

In a larger bowl, whisk egg, butter, sugar and vanilla milk. Carefully fold in the flour mixture.
Pour batter into the tin and smooth out. Spread the cake pop balls evenly on it and press it into the dough.
Bake in a preheated oven for 20 to 25 minutes. Let cool and sprinkle with a little icing sugar.

Ein kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine- Teil 15: Der Heimweg – Gérardmer

17. September 2016

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Gérardmer, auch die „Perle der Vogesen” genannt, ist dank seiner herrlichen Lage am See inmitten bewaldeter Berge im Sommer wie im Winter ein beliebter Ferienort.
Deshalb haben auch wir auf unserem Heimweg aus dem Urlaub in der Lorraine dort eine Pause eingelegt.
An diesem Tag war es besonders kühl und an ein Bad im See war nicht zu denken.
Es waren trotzdem viele Touristen rund um den See unterwegs – in Frankreich sind vom 1. Juli bis zum 31. August Sommerferien. Außerdem war am Tag zuvor (Donnerstag) der französische Nationalfeiertag, der 14. Juillet – und so haben sicherlich einige Franzosen, die keinen Urlaub hatten, den Freitag als Brückentag für einen Tagesausflug oder ein verlängertes Wochenende genutzt.
Wir haben uns erst einmal mit Baguette, Käse und Tee auf eine Bank am See gesetzt und Mittagspause gemacht.


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-am Lac de Gérardmer….bibberkalt – und das Mitte Juli!!!


Mit 2,2 km Länge, 750 m Breite und einer Tiefe vo 38 m ist der Lac de Gérardmer der größte See der Vogesen.
Bei schönem Wetter lädt der See zum Baden, Segeln, Ruden, Kanu- und Kajakfahren ein.
Eine Uferstraße führt rund um den See (6,5 km) und bietet auf den waldfreien Strecken reizvolle Ausblicke.


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Wir kannten den Ort schon von einer Fahrt zum Narzissenfest, das in Gérardmer alle 2 Jahre mit einem großen Umzug stattfindet
Hier geht es zum Beitrag… Fête des Jonquilles in Gérardmer


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Wir haben dann einen kleinen Spaziergang durch den Ort gemacht und in einer Patisserie zwei Törtchen mit Heidelbeeren aus den Vogesen als Souvenir für zu Hause mitgenommen, die am Abend dann auch genüßlich verspeist wurden….
Außerdem haben wir in einer landwirtschaftlichen Verkaufsstelle, einer Art Kooperative, die typischen Kräuterbonbons gefunden, die hier in den Vogesen oft angeboten werden.
Die mussten natürlich auch noch als Souvenir mit ins Markgräflerland!



Als wir uns gegen 16 Uhr auf den Heimweg machten, kam plötzlich doch noch die Sonne zum Vorschein.
So – jetzt darfst Du nochmal ein Foto machen, sagte ich zum Markgräfler!


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Das Rezept für eine „Tarte aux Myrtilles” findet ihr hier: Heidelbeertarte nach einem Rezept aus den Vogesen
Die Tartelettes aux Myrtilles aus Gerardmer bestanden einfach nur aus einem Mürbeteigboden, der mit einer dicken Schicht aus Heidelbeeren belegt und etwas Puderzucker bestreut war.



Und das war unser kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine:

Teil 1: Von St. Dié nach Lunéville

Teil 2: La Maison de la Mirabelle in Rozelieures

Teil 3: Edles Kristall und gallo-romanische Funde in Baccarat

Pâté Lorrain – Die älteste Spezialität Lothringens

Teil 4: Wasser-Lichtspiele mit Musik im Schlosspark von Lunéville

Teil 5: Ein Ausflug nach Nancy – von Stanislas, Bergamottes und Macarons

Teil 6: Nancy – Macarons des sœurs Macarons

Teil 7: Nancy – Le Saint-Èpvre, Rosen und Park de la Pépinière

Teil 8: Nancy – Ein Garten und süße Souvenirs

Gâteau Lorrain aux Mirabelles: Französischer Joghurt-Becher-Kuchen mit Mirabellen – ein Rezept aus der Lorraine

Teil 9: Restaurant – LE PETIT COMPTOIR – in Lunéville (1)

Schweinekoteletts mit Mirabellen

Teil 10: Die Fayencen von Lunéville, Gerbéviller und eine Ruine

Teil 11: 54300 Lunéville – France

Teil 12: Im Land des weißen Goldes – Marsal, Le Saulnois

Teil 13: Restaurant – LE PETIT COMPTOIR – in Lunéville (2)

Teil 14: Der Heimweg – Épinal


 


Ein kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine- Teil 7: Nancy – Le Saint-Èpvre, Rosen und Park de la Pépinière

17. August 2016
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Le Saint-Èpvre, ein Törtchen aus Mandelbaiser, gerfüllt mit einer feinen Butter-Vanille-Crème


Wenn man in Nancy vom Place Stanislas dem Zeigefinger  der Stanislas Statue folgt, kommt man durch den Thriumphbogen zum Place de la Carrière.


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Der Arc de Triomphe in Nancy wurde dem Triumphbogen des Septimus Severus in Rom nachgebildet und verherrlicht König Ludwig XV. in seinen Dekorelementen: Flachreliefs, Inschriften usw. Das Akroterion mit der Renommee-Gruppe ist mit einem Medaillon des Herrschers geschmückt.


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Place de la Carrière mit Blick auf den „Palais de Gouvernement”


Dieser im 16. Jahrhundert angelegte Platzs ist der dritte Bestandteil eines architektonischen Ensembles aus dem 18. Jahrhundert.
Ursprünglich handelte es sich um einen Turnierplatz, daher sein Name „Carrière”.
Am Eingang des Platzes stehen sich zwei Stadtpaläste gegenüber: Das Hotel de Craon (heute Berufungsgericht) und Bourse de Commerce (früher Handelsbörse), heute Verwaltungsgericht. Am anderen Ende steht der Palais du Gouvernement, der von einem mit antiken Gottheiten geschmückten Halbrundplatz eingerahmt ist.
Dort lebte unter Stanislaus der Intendant als Repräsentant des französischen Königs.

Geht man beim Palais du Gouvernement links, kommt man zum Place Saint-Èpvre.


Sommer 2016 Urlaub 172 Nancy

Place Saint-Èpvre


Der ehemalige Markt- und Handelsplatz des Mittelalters ist mit einem Brunnen und einem Standbild Renés II., Herzog von Lothringen, geschmückt.
Dieser besiegte den Burgunder Herzog Karl den Kühnen im Jahr 1477 in der Schlacht bei Nancy. Die Basilika Saint Èpvre, die im 19. Jahrhundert von Prosper Morey erbaut wurde, hat große Kirchenfenster und Holzvertäfelungen vorzuweisen, die zum Teil in Bayern hergestellt wurden.
Leider konnte man die Basilika nicht besichtigen.


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Aber, auch rund um die Kirche gibt es lohnende Fotomotive…



Und dann haben wir in einer kleinen Pâtisserie eine weitere Spezialität von Nancy entdeckt:


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Pâtisserie Adam

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Le Saint-Èpvre est un gâteau très moelleux composé de deux disques de meringue aux amandes, garnis d’une crème au beurre à la vanille et à la nougatine pilée, le tout de fabrication maison. Rond et blond, saupoudré de sucre glace, il est présenté avec un ruban rouge ou bleu assorti d’une étiquette. Ses saveurs vanille et nougatine sont subtiles et s’équilibrent parfaitement en bouche. Il est composé entre autres de blancs d’oeufs, de sucre et d’amandes pour le macaron, et de beurre, de sucre et de blancs d’oeufs pour la base de la crème au beurre.

Des disques de meringue aux amandes sont dressés sur plaques, à l’aide d’une poche munie d’une douille ronde unie, en forme de colimaçon, puis cuits à four doux. Parallèlement, le pâtissier prépare une crème au beurre avec du sucre cuit, des blancs d’oeufs et du beurre. Il la parfume et en garnit l’intérieur des deux disques de meringue. Le gâteau est ensuite entreposé deux à trois jours, pour son „affinage“, dans une chambre froide (un réfrigérateur) qui lui est réservée, ce qui rend le macaron moelleux. On ne connait pas la température et le degré d’hydrométrie. Enfin, le pâtissier applique sur les côtés du Saint-Epvre une fine chapelure de macarons et le saupoudre légèrement de sucre glace.

L‘ Astuce du Chef : Il est conseillé de placer le gâteau à température ambiante une heure avant dégustation. Un champagne l’accompagnera parfaitement.


 

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Der Saint-Epvre ist ein lockerer, feuchter, gefüllter Kuchen aus zwei Mandel-Baiser Böden. Die Füllung besteht aus einer Vanille-Buttercreme, die mit fein zerbröseltem Mandelkrokant bestreut wird.
Zum Verkauf werden die runden, goldfarbenen Kuchen mit Puderzucker bestreut, und mit einem roten oder blauen Band und einem Etikett versehen.
Die feinen Krokant- und Vanillearomen sind perfekt abgestimmt, um den Gaumen zu verwöhnen.
Der Saint-Epvre besteht unter anderem aus Eiweiß, Zucker und Mandeln für den Mandelbaiser und Butter, Zucker und Eiweiß als Basis für die Buttercreme.

Die Mandelbaiser-Masse wird zunächst mit einem Spritzsack, ähnlich wie bei den Macarons da Nancy, in kleinen, runden Häufchen auf ein vorbereitetes Backblech gesetzt und
im Ofen bei niedriger Temperatur gebacken.
In der Zwischenzeit bereitet der Konditor eine Buttercreme aus geläutertem Zucker, Eiweiß und Butter zu, womit er die vorbereiteten, abgekühlten Mandelbaiser-Böden füllt.
Der Kuchen wird dann zwei bis drei Tage kühl gelagert. So entfalten die Saint-Epvre ihr Aroma und der Mandelbaiser wird schön weich und feucht.
Schließlich werden die offenen Seiten der Kuchen mit feinen Makronenbröseln bestreut und dann leicht mit Puderzucker bestäubt.

Empfehlung des Konditors: Den Kuchen eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur lagern. Ein Glas Champagner ist der perfekte Begleiter.


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Naja – Champagner hatten wir keinen dazu – aber dafür den Ausblick auf einen schönen Rosengarten, wo wir die kleine Version dieses Kuchens „à la Française“ vernascht haben:
Wir haben es einfach wie die Franzosen gemacht, die auf den Bänken im Park ihre Mittagspause verbracht und gepicknickt haben.
Wir hatten uns in einer Boulangerie noch ein frisches Baguette gekauft, dazu gab es Käse, den Rest der Chaudin Lorrain und eine Paté Lorrain.


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Anschließend haben wir einen ausgedehnten Spaziergang durch den Rosengarten und Park de la Pépinière unternommen.


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Sommer 2016 Urlaub 198 Nancy

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Sommer 2016 Urlaub 199 Nancy

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Fortsetzung folgt…

Ein kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine- Teil 5: Ein Ausflug nach Nancy – von Stanislas, Bergamottes und Macarons

14. August 2016
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Place Stanislas in Nancy


Von Lunéville aus hat man eine ausgezeichnete Zugverbindung nach Nancy.
Nancy ist nur knapp 40 Kilometer von Lunéville entfernt.
Und so hatten wir uns entschieden, das Auto stehen zu lassen und unseren Ausflug dorthin mit der französischen Eisenbahn, der SNCF zu unternehmen.
Eine angenehme Fahrt ohne Staus oder Parkplatzsuche und mit viel Landschaft, die es unterwegs zu sehen gab.

Als Foodie ist die Markgräflerin nicht nur wegen der Hauptsehenswürdigkeit, dem Place Stanislas dorthin gereist, sondern natürlich auch wegen der Spezialitäten, die es dort gibt – und das ist viel Süßes.


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Stanislas – dieses Gemälde von ihm hängt im Schloss von Lunéville


Stanislaus I. Leszczyński (eigentlich Stanisław Bogusław Leszczyński; * 20. Oktober 1677 in Lwów, I. Rzeczpospolita, heute Ukraine; † 23. Februar 1766 in Lunéville, Herzogtum Lothringen, heute Frankreich) war ein polnischer Aristokrat, Magnat, Beamter im Staatsdienst, Reichsgraf im Heiligen Römischen Reich und Staatsmann aus dem Adelsgeschlecht der Leszczyńskis.

Leszczyński wurde im Verlauf des Großen Nordischen Krieges 1704−1709 sowie erneut im Machtvakuum des Polnischen Thronfolgekrieges 1733−1736, als König von Polen und Großfürst von Litauen, gewähltes Staatsoberhaupt von Polen-Litauen und 1736 Titularherrscher von Polen-Litauen.

Seine Schwiegervaterschaft mit dem französischen Königshaus brachte ihm schließlich 1737 die Herzogtümer Lothringen und Bar ein, die nach seinem Tode an das Königreich Frankreich fielen.

Quelle: Wikipedia


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Comics über die Liebe für Süße Genüsse im Schloss von Lunéville


Stanislaus I. Leszczyński, der einst in Nancy residierte und nach dem der Place Stanislas benannt ist, war ein wahrer Genußmensch und Feinschmecker –  und er liebte Süßes.
Ihm zu Ehren wurden allerlei Köstlichkeiten kreiert – Baba au rhum und Madeleines sind wohl die bekanntesten.


Sommer 2016 Urlaub 127 Nancy


Wenn man sich seinen Lebenslauf einmal genauer ansieht, verwundert es einen nicht, dass er kulturell und kulinarisch hohe Ansprüche hatte – er ist als ehemaliger Polnischer König (ab 1709) für damalige Verhältnisse weit rumgekommen und das nicht etwa wegen seiner Freude am Reisen! Er musste nämlich aus politischen Gründen mehrmals ins Exil flüchten.

Nachdem der vom russischen Zaren Peter I. , König August II. von Polen und Friedrich IV. von Dänemark vereinbarte Krieg gegen das Königreich Schweden damit endete, dass die Schweden siegten, hatte König Karl XII. von Schweden ab sofort das Sagen. Stanislaus schloss sich ihm an.

Als Karl XII. und sein Heer in der Schlacht bei Poltawa im Juni 1709 von russischen Truppen besiegt wurde, suchte er mit seinen geschlagenen Truppen Zuflucht bei Sultan Ahmed III. im Osmanischen Reich während Stanislaus I. Leszczyński mit einem kleinen Teil der schwedischen Truppen über Stettin und Stralsund nach Kristianstad und Stockholm floh.

Stanislaus I. bat Karl XII. darum, als König von Polen abzudanken. Die Bitte wurde ihm aber verwehrt. Karl XII. hoffte auf die militärische Hilfe von Ahmed III., um Polen zurück zu bekommen.
Für Stanislaus, der wie viele seiner Unterstützer sein gesamtes Eigentum verloren hatte, war somit eine Rückkehr nach Polen ausgeschlossen.
Stanislaus I. folgte Karl XII. daraufhin nach Moldawien und erhielt 1714 von diesem als Übergangslösung, bis zur Rückgewinnung von Polen, Asyl im schwedisch regierten Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, wo er einen eigenen Hof unterhalten durfte, der jedoch die finanziellen Kräfte des Territoriums bald überspannte.

Nach dem Tod Karls XII., 1718, musste Stanislaus das Herzogtum verlassen und bat Herzog Leopold von Lothringen um Zuflucht.
Um sich vor den von August II. ausgehenden Anschlägen auf seine Person zu schützen, begab er sich mit seiner Familie in die Sicherheit der französischen Garnisonsstädte Landau in der Pfalz und Weißenburg (Wissembourg) im Elsass.

Seine Tochter Maria Leszczyńska wurde 1725 mit König Ludwig XV. verheiratet. Stanislaus zog mit seiner Gemahlin daraufhin nach Chambord in der Loire.

Nach dem Tod Augusts II. kehrte Stanislaus aus dem Exil in Frankreich nach Polen zurück und ließ sich am 11. September 1733 ein zweites Mal zum König und Großfürsten wählen.
Er wurde jedoch durch eine militärische Koalition aus Österreich, Russland und Kursachsen, sowie eines Teils des polnischen Adels, die die Wahl Augusts III. und dessen Krönung am 17. Januar 1734 unterstützten, gestürzt und entmachtet.

Stanislaus floh zuerst nach Danzig und fand Zuflucht in Königsberg beim preußischen König Friedrich Wilhelm I.

Ludwig XV, der Stanislaus militärisch unterstützt hatte, zog sich daraufhin zurück und verhandelte mit den Siegerparteien.
Die Herzogtümer Bar und Lothringen wurden gegen das Großherzogtum Toskana getauscht. Dies sollte nach dem Tod des letzten Großherzogs der Toskana, Gian Gastone de’ Medici, vollzogen werden.


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2 Jahre später  wurde Stanislaus in das Herzogtum Bar eingesetzt. Nach dem Tod von Gian Gastone de‘ Medici wurde auch Lothringen an Frankreich übertragen, worauf Stanislaus seine Residenz in die Schlösser von Commercy und Lunéville verlagerte. Zur Verwaltung der Herzogtümer wurde ein französischer Intendant de Justice, Police et Finances mit Sitz in Nancy eingesetzt, der die vereinbarte Angliederung nach dem Tod von Stanislaus vorbereitete. Als Pension erhielt Stanislaus jährlich 2 Millionen Livres.
In den folgenden Jahren entfaltete sich am Hof von Stanislaus in Lunéville ein bedeutendes kulturelles Leben.

Stanislaus Leszczyński starb unter tragischen Umständen. Am 5. Februar 1766 hatte sich seine Kleidung am Kamin entzündet und er erlitt schwere Verbrennungen. Nach mehrwöchigen Versuchen seine Qualen zu lindern, verstarb er am 23. Februar im Alter von 88 Jahren auf Schloss Lunéville. Stanislaus wurde 1766 in Nancy beigesetzt. Beide Herzogtümer wurden unmittelbar danach Frankreich angeschlossen. Die sterblichen Überreste des Königs überführte man 1814 nach Polen. Erst im Jahre 1938 wurde er schließlich offiziell in Krakau beigesetzt.

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Vom Bahnhof aus haben wir also zuerst den Place Stanislas angesteuert.
Der Place Stanislas ist vor allen Dingen für seine vergoldeten, schmiedeeisernen Gitter bekannt, und so zieren diese auch die Verpackung der bekanntesten Spezialität aus Nancy – die Bergamottes de Nancy.
Gibt man bei Wikipedia „Bergamottes” ein, stößt man zunächst auf die aus Süditalien stammende Zitrusfrucht.

Als Bergamotte (Citrus × limon, Syn.: Citrus bergamia) bezeichnet man eine Gruppe von Sorten aus der Gattung der Zitruspflanzen (Citrus), die als Hybride aus Süßer Limette (Citrus lametta) und Bitterorange (Citrus × aurantium) oder aus Zitronatzitrone (Citrus medica) und Bitterorange entstanden sein könnten. Beschrieben wurde die Pflanze erstmals in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Frucht wird nicht als Obst verwendet, sondern hauptsächlich wegen der enthaltenen ätherischen Öle angebaut, die in der Bergamotteschale enthalten sind. Das auch als „grünes Gold“ bezeichnete Bergamottöl spielt vor allem in der Parfümindustrie eine Rolle, wird aber auch zum Parfümieren von Tees verwendet.

Earl Grey Tee bekommt sein typisches Aroma durch das Bergamotteöl und es ist auch wesentlicher Bestandteil von „Kölnisch Wasser”.

Die bekanntesten Benutzer von „Eau de Cologne” waren damals Ludwig XV., Napoleon Bonaparte und Wolfgang Amadeus Mozart.
Voltaire nannte es ein Duftwasser, dass den Geist inspiriere und Johann Wolfgang von Goethe bewahrte in Schreibtischnähe mit Eau de Cologne-getränkte Taschentücher auf.
In Großbritannien wurde es Ende des 18. und beginnenden 19. Jahrhundert zum dominierenden Herrenduft.
Das im Vergleich zu Parfüms preisgünstige Duftwässerchen aus Köln wurde von wohlhabenden Personen in großen Mengen benutzt, aber auch in kleineren Mengen von Personen der Mittelschicht. Ursprünglich verwendeten es fast nur Männer, erst ab 1830 wurde es in Großbritannien auch vermehrt von Frauen getragen. Eine Historikerin bezeichnet den Duft von Bergamottöl als den dominierenden Geruch des Viktorianischen Zeitalters.


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Wie die Bergamotte einst nach Nancy gelangte, ist ungewiss. In der Lorraine kannte man die Zitrusfrucht durch René II von Lothringen, der auch König von Sizilien war, einer Insel, deren Mittelmeerklima besonders förderlich für das Wachstum der Bergamotte Bäume ist.
Im Mittelalter brachten Pilger die Bergamotte Früchte auf Ihrem Weg von Italien nach Frankreich in die Basilika von Saint-Nicolas-de-Port in der Nähe von Nancy.



Sieur Joseph Gilliers, ehemaliger Koch und Destillateur von Stanislas Leszczynski im Schloss von Lunéville, berichtet 1751 in seinem Buch „Le cannaméliste français“ von einer Pastille, die mit Bergamotteöl gemacht ist « pour donner le goût » –  „um den Geschmack zu geben“, und von denen der Herzog der Lorraine sehr angetan war.

1845 eröffnete der aus Württemberg stammende Konditor Jean-Frédéric Godefroy Lillich in der rue du Pont-Mouja in Nancy eine Konditorei.
Ein befreundeter Parfümeur brachte ihn auf die Idee, das Bergamotteöl mit geläutertem Zucker zu kombinieren und so erfand Lillich 1850 diese süße Spezialität in Form von kleinen, quadratischen Täfelchen. 1873 wurde Jean-Frédéric Godefroy Lillich eingebürgert und änderte seinen Namen in Lillig.


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Bergamottes de Nancy


Zutaten
Zucker, Glukosesirup , natürliches ätherisches Öl der Bergamotte.

Herstellungsprozess
In einem Kupferkessel wird Zucker mit etwas Wasser erhitzt und bei etwa 150 °C gekocht, bis die Flüssigkeit eine sirupartige Konsistenz hat.
Dann fügt man ein paar Tropfen ätherisches Bergamotteöl aus Kalabrien hinzu.
Die Mischung wird auf eine Marmorplatte gegossen, dann lässt man sie etwas abkühlen und lässt die Masse durch eine Walze laufen, die daraus kleine Quadrate mit einem Gewicht von 5 Gramm stanzt. Die Bonbons werden dann einzeln in transparente Folie verpackt.


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Traditionell werden die Bonbons in Dosen verkauft, die mit dem Wahrzeichen von Nancy geschmückt sind – den von Jean Lamour geschaffenen Eisengittern des Place Stanislas.Blason_Nancy_54

Außerdem sind darauf die Disteln und Kreuz aus dem Wappen der Lorraine zu sehen.

Die Bergamottes de Nancy sind eine lokale Spezialität von Nancy und der Lorraine geblieben und sind ein beliebtes Mitbringsel von dort.
Außerdem werden heutzutage allerlei Süßspeisen mit Bergamotte aromatisiert – z. B. Crème Brulée, Cème Anglaise, Eiscreme oder Mirabellen, die in Bergamottesirup eingelegt werden.


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Wer sich ätherisches Bergamotteöl mit nach Hause nehmen möchte, fragt am besten in einer Apotheke nach (5 ml kosten um die 7 Euro).


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Neptun Brunnen

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Thriumphbogen

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Amphitrite Brunnen

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Und was wir hinter dem Thriumpfbogen, abseits des Place Stanislas noch alles entdeckt haben, folgt in einem weiteren Beitrag…


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Ein kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine- Teil 4: Wasser-Lichtspiele mit Musik im Schlosspark von Lunéville

10. August 2016

Sommer 2016 Urlaub 117 Wasserspiele


Ich bin immer noch beim Bericht von unserem ersten Tag unseres Kurzurlaubs in der Lorraine.
Wie ich bereits erwähnt habe, hatten wir unser Hotel direkt gegenüber des Schlossparks von Lunéville.
Im Sommer (2016: 21. Juni bis 21. August) finden jeden Abend (außer Dienstag) um 22.30 Uhr / im August um 22.00 Uhr Wasserspiele statt, bei denen die Fontänen des großen Springbrunnens mit verschiedenfarbigen Lichtern und auch Bildern und dazu passender Musikuntermalung in Szene gesetzt werden.
Der Eintritt ist frei.


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Wir haben uns das zweimal angesehen und wir fanden es sehr stimmungsvoll.
Es es wurden verschiedene Varianten gezeigt und am Mittwochabend, am Vorabend des französischen Nationalfeiertags, dem 14. Juli, gab es auf einem großen Platz hinter dem Schlosspark (Champ de Mars) zusätzlich ein riesiges Feuerwerk.


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Du 21 juin au 21 août
Théâtre d’eau
Véritable voyage au cœur de jardins féériques, le Théâtre d’eau propose, chaque année les soirs d’été, un magnifique spectacle musical et visuel alliant jets d’eau, projections d’images et féérie. À la tombée de la nuit, réunissez-vous autour du grand bassin et assistez aux fastes du Théâtre d’eau !
– A 22h30 jusque fin juillet
– A 22h en août

Tous les soirs sauf le mardi Grand bassin du parc
Entrée libre


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Ihr seid neugierig geworden und möchtet einen Ausschnitt sehen?
Hier, bitte schön – ich hab‘ da mal was mitgeschnitten, aber ohne hohe Ansprüche an die Qualität, nur weil ich es so schön fand.
Ende vom Lied war, dass hinterher der Akku meiner kleinen „Hosentaschen-Kamera” leer war und der Ersatzakku nach kurzer Zeit auch…
Das heißt, die Bilder, die ich an den kommenden Tagen vom Essen im Restaurant gemacht habe, musste ich teilweise mit dem Smartphone machen (Bericht folgt noch).



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Schnelle Bätterteigteilchen Caprese (mit Tomate, Mozzarella, Basilikum und Provence-Kräutern)

4. Juli 2016

Blätterteig pikant Caprese 3


Heute ist bei der Fußball EM Spielpause – und ich mache mit auch einen schlanken Lenz und koche auf Sparflamme – nämlich nur kurz und im Backofen!

Diese Blätterteigteilchen alla Caprese bekommen durch die Provence-Kräuter ein wenig französisches Flair ab, der Rest ist italienisch inspiriert.
Sie eignen sich hervorragend als Fingerfood für den TV-Abend, oder als Apéro-Gebäck zu einem kühlen Glas Wein oder Sekt  auf der heimischen Terrasse.


Schnelle Bätterteigteilchen Caprese


Und es geht ganz einfach:

Rechteckig ausgerollten Blätterteig in der Mitte falten, in Quadrate schneiden, dann mit je einer Scheibe Tomate belegen. Mit Provencekräutern, Salz und Knoblauch nach Belieben würzen.
Dann mit je einer Scheibe Mozzarella belegen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 – 220 °C einige Minuten goldgelb backen.
Zum Servieren etwas abkühlen lassen und mit frischem Basilikum bestreut servieren.



Quick Puff Pastry Fingerfood „alla Caprese“

It’s quick & easy:

Fold rectangular rolled out puff pastry in half, cut into squares, then place a slice of tomato on top of each. Season with Provence herbs or pizza herbs, salt and garlic to taste.
Then, place a slice of mozzarella onto each tomato slice.

Bake in a preheated oven at 200 – 220 °C (392 – 428°F) for several minutes until golden.
To serve, let cool and sprinkle with fresh basil.

 


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