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Basler Chäswaie


Heute Morgen um 4 Uhr früh haben mit dem Morgestraich in Basel wieder die „Drey scheenschte Dääg” begonnen.
Deshalb gibt es heute zum Abendessen auch eine der traditionellen Basler Fasnachtsspeisen, die überall angeboten werden. Vor drei Jahren gab es diese bereits im Mini-Format als Schweizer Chäschüechli.



Heute habe ich eine große Wähe-Form mit 32 cm Ø und einen anderen Teig verwendet. Obwohl es sich um einen Hefeteig handelt, muss man ihn nur 10 Minuten ruhen lassen.
Er ist richtig geschmeidig und lässt sich wunderbar gut ausrollen und in Form ziehen.



Dazu gab es einen Salat mit Balsamico-Dressing und den Basler Fasnachtscocktail „Waggis”



Basler Chäswaie


Zutaten
(für eine Wähe Form mit 32 vm Ø)

Für den Teig
• 200 g helles Dinkelmehl (Type 630)
• 50 g Butter
• 10 g Hefe
• 100 ml lauwarmes Wasser
• Salz

Für den Belag
• 200 g Gruyère Käse, gerieben
• 100 g Emmentaler Käse, gerieben
• 1 Esslöffel Mehl
• 200 ml Milch
• 180 ml Sahne
• 2 Eier
• Salz
• frisch geriebene Muskatnuss
• Pfeffer

Zubereitung

Mehl und eine kräftige Prise Salz mischen, Butter in kleinen Stücken dazugeben. Hefe in das lauwarme Wasser bröckeln und darin auflösen, zum Mehl geben und alles rasch zu einem Teig kneten. Anschließend den zehn Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.

Den Teig ausrollen und mit Rand in eine runde flache Backform / Wähe-Form einpassen. Anschließend den Boden mit einer Gabel mehrmahls einstechen.

Die Zutaten für den Belag in einer Schüssel vermischen. Mit Salz, Muskat und Pfeffer würzen. Anschließend auf dem Teig verteilen.

Die Wähe im Backofen bei 220 °C (Umluft 190 °C) circa 25-30 Minuten backen, bis er an der Oberfläche goldbraun ist.
Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und warm servieren.



Basel cheese tart


Ingredients
(For a tart tin with 32 cm Ø)

For the dough
200 g flour
50 g butter
10 g yeast
100 ml tepid water
Salt

For the filling
200 g Gruyere cheese, grated
100 g Emmentaler cheese, grated
1 tablespoon flour
200 ml milk
180 ml cream
2 eggs
Salt
freshly grated nutmeg
Pepper

Preparation
In a bowl, mix flour with a generous pinch of salt. Add the butter in small pieces. Crumble the yeast into the tepid water and dissolve the yeast in it. Add to the flour and knead quickly to a dough. Then let it rest for ten minutes in a warm place.

Roll out the dough and fit into a round flat baking pan (tart tin) building a rim. Then prick the dough with a fork for several times.

Mix the ingredients for the filling in a bowl. Season with salt, nutmeg and pepper. Then distribute on the dough.

Bake in the oven at 220 °C  = 428 °F (circulating air 190 °C = 374 °F) for about 25 – 30 minutes until the surface is golden.

Remove from the oven, allow to cool briefly and serve warm.



siehe auch:

Basler Mehlsuppe zum Morgestraich
Zwiebelewaie – Zwiebelkuchen zum Zewalafascht in Chalampé
Basler Faschtewäije
Der Basler Fasnachtscocktail: Waggis
Fasnachtsküchli aus der Schweiz
Morgenstraich – Menu zur Basler Fasnacht

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Quarkbällchen- Cakepops aus dem Cakepop-Maker


Neulich fragte mich der Markgräfler was denn eigentlich mit dem Cakepop-Maker sei, der im Keller steht und seit seiner Anschaffung erst ein oder zweimal benutzt wurde. Da kam mir spontan die Idee, diesen statt einer Fritteuse – die es in unserem Haushalt immer noch nicht gibt – zu nutzen und Quarkbällchen-Cakepops damit zu machen.

Ich habe einfach das Fasnachtsküchle bzw. Quarkbällchen – Rezept von Oma Martha zur Hand genommen und den Teig im Cakepop-Maker ausgebacken. Die Mulden des Cakepop-Makers habe ich mit etwas Rapsöl einpinselt.
Damit der Zimtzucker, in dem die Quarkbällchen anschließend gewendet werden gut daran haftet, habe ich noch etwas Butter geschmolzen und die noch heißen Quarkbällchen vorher damit bepinselt.
Die Bällchen holt man am besten mit einem Holzspieß aus dem Cakepop-Maker.



Die Idee hat prima funktioniert. Die Quarkbällchen haben super geschmeckt, hinterher stinkt nicht die ganze Bude nach Frittierfett und ausserdem sind die gebackenen Bällchen auch noch fettärmer, als die frittierte Variante.



Quarkbällchen-Cakepops


Zutaten
(für ca. 48 Stück)
• 100 g Margarine (oder Butter)
• 100 g Zucker
• 4 mittlere Eier (Größe M)
• Vanille-Zucker
• abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone (oder etwas Zitronenaroma)
• 500 g helles Dinkelmehl Type 630)
• 1 Päckchen Backpulver
• 1 Prise Salz
• 250 g Schichtkäse oder Magerquark
• Rapsöl
• ca. 100 g geschmolzene Butter
• Zimtzucker

Zubereitung
Margarine oder Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Zitronenschale hinzufügen, nach und nach die Eier hinzugeben und jeweils gut verrühren. Dann den Schichtkäse unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen, dann Esslöffel für Esslöffel einarbeiten.
Den Cakepopmaker aufheizen, die Mulden mit Rapsöl bepinseln.
Mithilfe von zwei Teelöffeln den Teig in kleinen Portionen in die Mulden füllen und backen, bis die Bällchen goldbraun sind.
Mit einem Holzspieß anstechen und herausnehmen. Zimtzucker in eine Schüssel geben. Die Quarkbällchen mit flüssiger Butter bestreichen und in Zimtzucker wenden. Dann auf Cakepop-Stiele stecken.
Den Vorgang so lange wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist.



Quark Ball Cakepops


Ingredients
– 100 g margarine (or butter)
– 100 g sugar
– 4 medium sized eggs
– vanilla sugar
– grated zest of an organic lemon (or some lemon flavour)
– 500 g flour
– 1 sachet baking powder
– 1 pinch salt
– 250 g low fat quark
– rapeseed oil
– approx. 100 g melted butter
– cinnamon sugar

Instructions
Mix margarine or butter with sugar and vanilla sugar until creamy. Add lemon peel, and the eggs one by one and mix well. Then stir in the quark.
Mix flour, baking powder and salt, then stir in, tablespoon by tablespoon.
Heat up the cake pop maker. Brush the hollows with rapeseed oil. Use two teaspoons to fill the dough in small portions into the hollows and bake until the balls are golden brown.  Pierce the balls with a wooden skewer and remove.
Put the cinnamon sugar in a bowl. Brush the quark balls with liquid butter and turn in cinnamon sugar.
Repeat the process until the dough is used up.


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Omas Käsekuchen zum Geburtstag des Markgräflers


Heute fand in Müllheim der traditionelle Fasnachtsumzug statt und gestern war ich den ganzen Nachmittag im Garten beschäftigt –  deshalb blieb der Ofen der Markgräflerin dieses Wochenende kalt – also heute kein Sonntagskuchen  😦
– dafür gab es nach dem Umzug Berliner und Quarkbällchen auf dem Kaffeetisch.

Aber für meine Blogleser habe ich trotzdem eine Kleinigkeit aus dem Archiv vorbereitet.

Der Markgräfler hatte neulich Geburtstag. Für seine Feier hatte er sich einen klassischen Käsekuchen nach (Schwieger-) Oma Marthas Rezept gewünscht und die Markgräflerin hat ihm den Wunsch selbstverständlich erfüllt. Ich habe dem Rezept noch eine Handvoll Rosinen beigefügt, die ich vorher in Rum getränkt hatte. Wer keine Rosinen mag, lässt diese einfach weg.
Hier, bitteschön:



Käsekuchen


Zutaten
(Für eine Springform mit 26 cm ∅)
Für den Mürbeteigboden
• 200 g Mehl
• 100 g Butter oder Margarine
• 1 Ei
• 30 g Zucker
• 1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung
• 2 Päckchen Vanillepuddingpulver (à 37g)
• 150 g Zucker
• 500 ml Milch
• 3 Eigelb
• 3 Eiweiß
• 1 kg Schichtkäse (Quark mit 10 % Fett)
• 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker oder Vanillepaste
• 1-2 Esslöffel Rosinen, in Rum getränkt
• abgeriebene Bio-Zitronenschale (ersatzweise Zitronenaroma)
• Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung
Aus den Zutaten für den Teig einen Mürbeteig herstellen. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühlen.
Den Teig etwas größer als  die Form ausrollen und eine gebutterte Springform mit 26 cm Durchmesser damit auslegen und einen ca 3 cm hohen Rand hochziehen.

Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und ca. 15 Minuten im vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene des Backofens bei ca. 250 °C Ober- Unterhitze vorbacken.

Aus 2 Päckchen Vanillepuddingpulver, 150 g Zucker und 500 ml Milch eine Pudding zubereiten:
Vanillepudding mit Zucker und wenig Milch glattrühren. Die restliche Milch aufkochen. Dann das angerührte Vanillepuddingpulver unter ständigem Rühren zur heißen Milch geben und kurz aufkochen lassen.
Vom Herd nehmen und in einer Schüssel den heißen Pudding zusammen mit den Eigelb, Zitronenschale, Bourbon Vanillezucker oder Vanillepaste und nach Belieben Rumrosinen unter den Schichtkäse mischen. Eiweiß zu Schnee schlagen und vorsichtig unterheben.

Die Käsemasse auf den vorgebackenen Teigboden geben. Den Backofen auf Oberhitze umschalten, die Temperatur auf 180 °C einstellen. Den Kuchen backen, bis die Käsemasse fest ist. Das dauert etwa 1 Stunde. Falls der Kuchen droht, zu schnell dunkel zu werden, mit etwas Alufolie abdecken.
Den Kuchen aus dem Herd nehmen und vollständig auskühlen lassen. Dann aus der Form lösen und nach Belieben mit Puderzucker bestreut servieren.



Cheesecake


Ingredients
(For a springform with 26 cm ∅)

For the shortcrust pastry 
200 g flour
100 g butter or margarine
1 egg
30 g sugar
1 pinch of salt

For the filling
2 sachets vanilla custard powder (37 g each)
150 g sugar
500 ml milk
3 egg yolks
3 egg whites
1 kg white cheese (quark 10 % fat)
1 sachet bourbon vanilla sugar or vanilla paste
1-2 tablespoons raisins, soaked in rum
grted zest of 1 organic lemon

 icing sugar for sprinkling

Instructions
Prepare a shortcrust pastry from the ingredients for the pastry. Form into a ball, wrap in cling film and cool for 30 minutes.
Roll out the dough slightly larger than the springform and line the buttered springform (26 cm Ø) with it and pull up a rim of about 3 cm.

Prick the pastry several times with a fork and bake for approx. 15 minutes in a pre-heated oven on the lowest rack at approx. 250 °C = 482°F (top and bottom heat).
Prepare a custard from 2 sachets of vanilla custard powder, 150 g sugar and 500 ml milk: mix vanilla custard powder with sugar and a little milk until smooth. Bring the rest of the milk to the boil. Then add the mixed vanilla custard powder to the hot milk while stirring constantly and bring to the boil briefly.
Remove from the heat and mix the hot custard in a bowl with egg yolks, lemon zest, bourbon vanilla sugar or vanilla paste and rum raisins (you can leave the raisins out if you don’t like them) with the white cheese. Beat the egg whites until stiff and carefully fold in. Pour the cheese mixture onto the pre-baked pastry bottom. Switch the oven to top heat, setting the temperature to 180 °C = 356°F. Bake the cake until the cheese mixture is firm. It’ll take about an hour. If the cake becomes brown too quickly, cover it with aluminium foil. Remove the cake from the stove and allow to cool completely. Then remove from the springform and serve sprinkled with icing sugar as desired.

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Himmel- und Erde Gratin und 5 weitere Rezepte mit Blutwurst


Himmel und Erde (rheinisch: Himmel un Ääd) ist ein traditionelles Gericht aus Kartoffelpüree und Apfelmus. Es ist im Rheinland, Westfahlen, Niedersachsen und auch in Schlesien weit verbreitet und etwa seit dem 18. Jahrhundert bekannt.

Seinen Namen erhielt die Speise von der früher verbreiteten und auch heute noch in verschiedenen Regionen gängigen Bezeichnung Erdapfel für Kartoffel, so dass „Himmel“ für die Äpfel an den Bäumen und „Erde“ für die Kartoffeln in der Erde als Hauptbestandteile des Gerichts steht.

Eigentlich ein typisches Rezept für den Herbst, wenn Äpfel und Kartoffeln geerntet werden und die Metzgete Saison angefangen hat.
Aber ab und zu gelüstet es die Markgräflerin nach deftiger Hausmannskost – und deshalb habe ich heute ein Himmel und Erde Gratin für euch.



„Himmel und Erde” Gratin


Zutaten
(Für 4 Portionen)

• 500 g Blutwurst
• 2 säuerliche Äpfel, z. B. Boskop
• 500 g mehligkochende Kartoffeln
• Salz
• Pfeffer
• 3 Eier
• 100 ml Sahne
• 1 Esslöffel Zitronensaft
• Muskat
• Butter für die Form
• Petersilie zum Garnieren

Zubereitung
Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Die Pelle der Blutwurst bei Bedarf abziehen und die Wurst in dünne Rädchen schneiden.
Die Äpfel schälen, das Kernhaus herausstechen und die Äpfel in dünne Scheiben hobeln.
Die Kartoffeln schälen, waschen und ebenfalls in dünne Scheiben hobeln.
Eine Auflaufform mit Butter einfetten.
Kartoffeln, Blutwurst und Äpfel abwechselnd leicht überlappend in die Form schichten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Eier mit der Sahne verquirlen und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Muskat würzen.
Die Masse über Kartoffeln und Äpfel gießen und im Backofen ca 45 Minuten goldbraun backen.

Die Petersilie waschen, trocken schütteln, fein hacken und über das Gratin streuen.



„Heaven and Earth“ Gratin
(with black pudding, apples and potatoes)


Ingredients
(For 4 portions)

500 g blood sausage / black pudding
2 sour apples, e. g. Boskop
500 g floury potatoes
Salt
Pepper
3 eggs
100 ml cream
1 tablespoon lemon juice
Nutmeg
Butter for the mould
Parsley to garnish

Instructions
Preheat the oven to 200 °C = 392 °F. If necessary, remove the casing of the black pudding and cut the sausage into thin slices.
Peel the apples, cut out the core and plane the apples into thin slices. Peel and wash the potatoes and also cut into thin slices.
Butter a casserole dish.
Layer the potatoes, blood sausage and apples alternately in a slightly overlapping way into the casserole dish. Season with salt and pepper.

Whisk the eggs with the cream and season with salt, pepper, lemon juice and nutmeg.
Pour the mixture over the potatoes and apples and bake in the oven for about 45 minutes until golden brown.

Wash the parsley, shake dry, chop finely and sprinkle over the gratin.



Habt ihr Lust auf weitere Blutwurst-Rezepte bekommen?
Dann probiert doch mal diese hier aus:


Himmel und Erde Strudel



Brägele, Blutwurst und Spiegelei



Blutwurst-Apfel-Taschen (ein Rezept aus Frankreich)



Blutwurst-Gratin mit Apfelsauerkraut



Metzgete – Markgräfler Schlachtplatte aus dem Römertopf



Oder man macht es wie der Markgräfler, der mich neulich mit einem Blutwurstbrot auf dem ein Spiegelei-Herz liegt, überrascht hat – wäre doch auch eine schnelle Idee für den Valentinstag….


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Samstagseintopf mal anders: Outdoor-Küche mit Köstlichkeiten aus dem Dutch Oven

Schichtfleisch aus dem Dutch Oven

Neulich waren der Markgräfler und die Markgräflerin zu einem ganz  besonderen Neujahrsempfang eingeladen.
An einem Samstagmittag hatte sich die Grillsportgruppe Auggen bei einer nahegelegenen Grillhütte eingetroffen, um das Jahr kulinarisch zu begrüßen.
Drei Hobbygriller aus der Winzergemeinde Auggen hatten einst festgestellt, dass sie nicht nur gerne grillen, sondern auch gerne kochen und so haben sie angefangen, sich regelmäßig zu treffen, um gemeinsam neue Ideen auszuprobieren.

Die Treffen der Hobbyköche finden alle 1-2 Monate statt und anschließend werden immer die Partnerinnen zum gemeinsamen Essen eingeladen.



Inzwischen ist die Zahl der „Grillsportler” auf 5 angestiegen und einmal zu Beginn des Jahres veranstalten sie für ihre Familien, Freunde und gute Bekannte einen Neujahrsempfang, zu dem entweder eine Idee für den Grill oder ein Gericht aus dem Dutch Oven dabei ist.



Übrigens gewannen Erwin Lange, Eberhard Grether und Michael Singer von der Grillsportgruppe Auggen beim „Black Forest Smoke & Wine Festival“ in Schliengen im Juli 2016 den Grill-Wettbewerb der „Badischen-Zeitung„.



Ein Dutch Oven ist ein großer, schwerer Topf aus Gusseisen, der direkt in die Glut oder auf ein Dreibein  gestellt wird.
Es gibt ihn in verschiedenen Größen und Ausführungen. Der Deckel hat oft einen hochgezogenen Rand, damit dieser zusätzlich noch mit glühender Grillkohle bedeckt werden kann – also fast wie im Backofen, wenn man mit Ober- und Unterhitze gart.
Der Dutch Oven, auch Feuertopf genannt, wurde unter diesem Namen in den USA und in Australien seit dem 18. Jahrhundert sowohl zum Kochen als auch zum Braten und Backen über offenem Feuer verwendet.



Wir waren überrascht, welche Vielfalt an Gerichten – vom Linsenteintopf mit Rotkraut über Birnen-Bohnen-Speck, Kartoffelgratin, köstliches Gulasch mit viel Zwiebeln, Schichtfleisch bis hin zum Kuchen – in diesen Töpfen zubereitet werden kann, alles weit entfernt von der klassischen Gulaschkanone. Dazu braucht es nämlich jede Menge Erfahrung und Geschick.

Auch Brot backen geht darin und sogar ein Kuchenrezept der Markgräflerin wurde im Dutch Oven ausprobiert. Zum Dessert gab es Rosenkuchen mit Apfel-Quark-Füllung.
Denn hin und wieder stöbern die Mitglieder der Grillsportgruppe bei mir im Blog und lassen sich von den Rezepten inspirieren.



Kartoffelgratin


 



Spinat-Lasagne


 


Birnen, Bohnen und Speck



Grillhähnchen auf der Bierdose gegart


 


Zum Aufwärmen gibt es Glühwein und Kinderpunsch
An diesem Tag war es zwar sonnig, aber sehr kalt…



Die Töpfe für die heißen Getränke, die an Dreibeinen aufgehängt sind,  stammen noch aus Pfadfinderzeiten eines Grillsportlers.


Dutch Oven Grillsportgruppe 16


Heubraten
Schweinebraten,der im Dutch Oven – in Heu gepackt – gegart wurde.




Schichtfleisch
Zuerst wird der Dutch Oven mit Bacon ausgekleidet, dann das gewürzte Fleisch abwechselnd mit Zwiebeln eingeschichtet und langsam gegart.



Die Desserts:
Dampfnudeln mit Sauerkirschgrütze
Apfel-Quark-Schnecken-Kuchen


 


Vielen Dank, dass wir dabei sein durften!


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Vom Vogel Gryff, Wild Maa, Leu und Suuri Läberli z’Morge


Am Samstag, 26. Januar 2019 – es ist wieder soweit – ganz Kleinbasel ist auf den Beinen, um den Tanz des Vogel Gryff, den Wilde Maa und den Leu zu erleben.
Die Markgräflerin war im vergangenen Jahr vor Ort, um sich das Schauspiel zu anzusehen.
Manch einer meint, die drei Gestalten hätten etwas mit der Fasnacht zu tun, der Anlass hat aber tatsächlich einen militärischen Hintergrund:



Die um 1225 erbaute erste Rheinbrücke in Basel führte zu einem raschen wirtschaftlichen Aufschwung Kleinbasels im 13. Jahrhundert. Die Bevölkerung nahm zu, und aus dem Dorf wurde eine Stadt. Grossbasler Bürger investierten in Kanalsysteme, so genannte «Teichanlagen», die von der Wiese abgeleitet wurden, um die Wasserkraft für Mühlen zu nutzen. Neues Gewerbe, wie die immer wichtiger werdende Ziegel- und Backsteinproduktion, erhielt seinen Standort ausschliesslich im Kleinbasel und lockte Einwanderer aus dem Schwarzwald und vom Hochrhein an. Im Jahre 1270 wurden die Kleinbasler erstmals als Bürger (cives) bezeichnet, fünfzehn Jahre später erteilte König Rudolf Kleinbasel die Stadtrechte, sie beinhalteten unter anderem das Privileg, einen Wochenmarkt abzuhalten. Um 1300 zählte die Stadt Kleinbasel 1000 bis 1500 Einwohner. Sie war politisch von Grossbasel getrennt und besass eigene Magistraten, eine eigene Gerichtsbarkeit und autonome Verwaltungsstrukturen. Gleichzeitig bestanden von Anfang an enge wirtschaftliche Verflechtungen zwischen den beiden Städten.

In dieser Zeit schlossen sich die Kleinbasler Bürger in den Drei Ehrengesellschaften zusammen. Anders als die Zünfte im Grossbasel orientierten sie sich nicht gewerblich, also nach Berufen, sondern waren ein Verband von Bürgern, die die Interessen Kleinbasels nach aussen vertraten und dort das öffentliche Leben organisierten und kontrollierten.

Jede Gesellschaft hatte zum Beispiel die Aufgabe, einen bestimmten Abschnitt der Stadtmauer zu überwachen. Die Gesellschaft zum Rebhaus wurde erstmals im Jahre 1304 urkundlich erwähnt; über die Existenz der Gesellschaft zur Hären erfahren wir im Zusammenhang eines Kaufvertrages mit dem Kloster Klingental aus dem Jahre 1384, und 1409 erwähnt ein Bericht über die Eroberung Isteins die Gesellschaft zum Greifen erstmals als militärische Einheit.

Die wirtschaftliche Verflechtung Kleinbasels mit Grossbasel nahm im 14. Jahrhundert stetig zu. Parallel dazu sank die Autorität des Bischofs, der wegen seiner permanenten Geldknappheit nach und nach wichtige Herrschaftsrechte in Kleinbasel an den Grossbasler Rat verkaufen musste.

Trotz der politischen Vereinigung von Gross- und Kleinbasel blieben die unter den Bischöfen entstandenen autonomen Institutionen und Ämter im Kleinbasel jedoch zunächst bestehen, erst allmählich wurden die behördlichen Strukturen vereinfacht und vereinheitlicht. Die Bürger Kleinbasels konnten, sofern sie zum Vorgesetzten gewählt wurden, Ratsmitglied werden. Die Meister der Ehrengesellschaften besassen weitgehende richterliche Befugnisse. Die Gesellschaften waren für das Vormundschaftliche, den Weidgang, die kirchliche Aufsicht, Allmendangelegenheiten und die Weinlese zuständig.

Im 15. Jahrhundert begannen die Drei Ehrengesellschaften damit, einmal im Jahr, damals noch getrennt, einen Umzug durchzuführen. Ihm voraus ging ursprünglich eine militärische Musterung: Die Bürger mussten ihre Ausrüstung wie Harnisch, Hellebarde, Schwert und Helm vorzeigen. Im Laufe der Zeit fügten die Gesellschaften den Umzügen Elemente aus anderen Bräuchen, wie das Umkreisen der Brunnen und die Wassertaufe, hinzu. Die Figuren Vogel Gryff, Leu und Wild Maa werden erstmals 1597 als Ehrenzeichen der drei Gesellschaften beschrieben. Bei den Umzügen, die «Läufe» genannt wurden, führten vermutlich Ueli die Ehrenzeichen wie Tiere an Ketten durch die Strassen.

https://www.vogel-gryff.ch/


Vogel Gryff nach der Landung des Wild Maa am Kleinbasler Rheinufer / Landesteg beim Kleinen Klingental

Der «höchste Kleinbasler Feiertag» fällt jedes Jahr auf den 13., 20. oder 27. Januar, welche im liturgischen Kalender die Tage der Heiligen Hilarius, Fabian und Johannes Chrysostomos markieren, die mit den Ehrengesellschaften assoziiert sind.
Abwechselnd im Turnus von drei Jahren am 13., 20. oder 27. Januar (falls dieser auf einen Sonntag fällt: am Samstag davor) erlebt Basel alljährlich das Fest der drei Ehrengesellschaften zum Rebhaus, zur Hären und zum Greifen. An diesem Tag treten die drei personifizierten Schildhalter Vogel Gryff, ein Greif in schwerem Schuppenpanzer, der Wild Maa, ein Tännchen schwingender Wilder Mann und der Leu, ein Löwe, auf. Sie ziehen durchs Kleinbasel und führen dabei immer wieder ihre traditionellen Tänze vor.


Wild Maa

Jeder Ehrengesellschaft gehören rund 150 Männer an, und jede wird von einem Meister und sechs Vorgesetzten geleitet. Voraussetzung für den Beitritt ist ein Wohnsitz im Kleinbasel oder – bei einem Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt – bedeutsames Grundeigentum im Stadtteil; auch muss ein Bewerber das 18. Lebensjahr erreicht haben, das Basler Bürgerrecht vorweisen können, männlich und wohlbeleumundet sein.

Der Vogel Gryff-Tag beginnt mit der Talfahrt des Wild Maa-Flosses auf dem Rhein um 10.30 Uhr. Die genaue Zeit ist abhängig vom Wasserstand des Rheines.
Der Wilde Mann fährt tanzend auf einem Floss talwärts und wird durch Trommelrhythmen und mit Böllerschüssen begleitet.
Wie es sich gehört, ist sein Blick auf das zu ehrende Kleinbasel gerichtet, und so ist es unvermeidlich, dass er Grossbasel den Rücken zeigt.


Leu

Unterhalb der Mittleren Rheinbrücke erscheinen unterdessen der Vogel Gryff und der Leu mit ihren Begleitern, den drei Tambouren und Bannerträgern, sowie den vier Narrengestalten der Ueli, welche mit klappernden Büchsen Geld für Bedürftige sammeln. Mit mächtigem Satz springt gegen 11 Uhr der Wilde Mann an Land, nicht ohne zuvor die Tanne ausgiebig im Wasser genetzt zu haben.


Mittlere Rheinbrücke in Basel

Um 12 Uhr tanzen die Ehrenzeichen auf der Mittleren Rheinbrücke. Auch während dieses Tanzes bleibt ihr Blick auf das Kleinbasel gerichtet. Danach formiert sich der Umzug. Bis in den Abend hinein geht es, mit einigen trinkfreudigen Pausen, kreuz und quer durchs Kleinbasel vor die Wohn- oder Geschäftssitze der Herren Meister und Vorgesetzten sowie in den Hof des Waisenhauses.

Ab 13 Uhr finden sich die 450 Gesellschaftsbrüder der Drei Ehrengesellschaften (150 je Gesellschaft) zu einer ausgedehnten Mahlzeit, dem Gryffemähli, im Festsaal der Basler Messe zusammen. Die Veranstaltung dauert den ganzen Nachmittag an und ist durch Reden zu aktuellen politischen Themen, musikalischen Darbietungen sowie dem Besuch des Umzuges (im Saal) geprägt.und endet spät in der Nacht mit den Schlusstänzen.



Vogel Gryff

Was glepft? E Schuss! Was mag das sy?
Dert tanzt jo aine uff em Rhy.
E Dannebaimli schwingt er
und ains, zwai, drei verdringgt er.

Nai, nai, das gfallt im Wilde Maa.
D’Kanone gracht. Jetzt kunnt er aa.
E-n-Ueli bättlet Batze.
Dr Lai winggt mit de Datze.

Bym Käppelijoch gumpt stolz und styff
näben Wilde Maa und Lai dr Gryff,
und dausig Basler lache
ab däne-n-alte Sache.

Kinderreim von Anna Keller, den die Basler Kinder in den Kindergärten lernen



Die alljährliche Disziplin der Kinder: Dem ‹Wild Maa› einen Apfel von seinem Kostüm zu stibitzen versuchen – dies soll Glück bringen. Gemäss der Legende, wird eine Frau, welche einen solchen Apfel erhält, dem nächsten Vogel Gryff mit einem Kind beiwohnen.



Die typische Speise sind Suuri Läberli mit Rösti – die Läberli sind hier üblicherweise mit Ueli Bier zubereitet (- ich verwende Wein).
Hier auf der Speisekarte gibt es ausserdem noch Chäswaie und Ziebelewaie, alle diese Gerichte sind auch während der Basler Fasnacht sehr beliebt.


Ueli-Biergläser in einem Schaufenster

Leberli z‘ Morge – deftige Speise schon ab dem frühen Vormittag.
Als Darsteller der Vogel Gryff Figur braucht es auch jede Menge Durchhaltevermögen er muss bis zum späten Abend immerhin 53 Tänze in einem Kostüm, das über 40 Kilogramm wiegt absolvieren!


Suuri Leberle mit Rösti – Saure Leber mit Rösti ©markgraeflerin.wordpress.com

Rezept für Suuri Läberli mit Rösti



Rezept für Chäschüechli


Chäschüechli

Rezept für Ziebelewaie


Ziebelewaie


Mehr Bilder gibt es beim Markgräfler im Blog – dort sieht man auch noch die Fahrt auf dem Rhein und die roten Äpfel im Efeukranz, der um den Bauch des Wild Maa gebunden ist.

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Unser Start ins Jahr 2019 – und Blog-Rückblick 2018


Wie die Zeit vergeht… Gerade eben war doch noch Silvester 2018, und jetzt ist doch schon der 14. Januar 2019 – zwei Wochen, die fast unbemerkt vorüber gegangen sind.
Den Silvesterabend haben wir recht ruhig zusammen mit der Familie verbracht. Es gab Raclette und natürlich haben wir mit Sekt das neue Jahr begrüßt und ein paar Wunderkerzen angezündet.
Und es gab in diesem Jahr auch wieder eine Neujahrsbrezel – diesmal wieder eine selbst gebackene… (Rezept für Neujahrsbrezel).



Und einen Jahresrückblick gab es auch noch nicht hier im Blog….
Meine Blogbeiträge wurden im vergangenen Jahr von 457.5869 Besuchern 666.825 Mal aufgerufen.
Die größte Frequenz auf dem Blog konnte ich in den Monaten Mai (66.208 Klicks) und Dezember (70.848 Klicks) verzeichnen.

Die beliebtesten 10 Blogbeiträge, die in 2018 neu erschienen sind, waren folgende:


1. Wildscheinfilet Niedrigtemperatur-Garmethode mit Pfifferlingen, Salat und Brägele



2. Feierabend-Cocktail: Campari mit Bitter Lemon



3. Rosenkuchen mit Apfel-Quark Füllung



4. Weihnachtstradition im Markgräflerland: Linzertorte



5. Schnelle Blätterteig-Apfeltaschen zum Oktoberfest



6. Schwarzwälder Kirschtorte im Glas


 


7. Feierabend-Küche: Süßkartoffel-Suppe mit roten Linsen für zwei



8. Holunderblüten-Gin Tonic



9. Beilagen zu Wild: Hirschmedaillons mit Kartoffeltalern und Rotkraut



10. Kerry Cake – Irischer Apfelkuchen zum St. Patrick’s Day



Vielen Dank an alle Leserinnen und Leser! Ich wünsche euch auch in 2019 viel Spaß beim Lesen und ausprobieren meiner Rezepte.

Eure Markgräflerin

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Der 1. Weihnachtsfeiertag 2018: Stallhasen-Braten aus dem Tontopf


Kommen wir zum Menü am ersten Weihnachtsfeiertag 2018:
Am Heiligabend wurde der Stallhase (ca. 1,9 kg für 4 Personen, vom Metzger bereits in Stücke zerlegt) in Rotwein mit Zwiebel, Knoblauch, Nelken, Lorbeerblatt und Wachholderbeeren eingelegt, damit er über Nacht an einem kühlen Ort (zum Beispiel im Keller) durchziehen konnte.
Als Vorspeise gab es dann die gebratene Kaninichen-Leber mit Brot (ohne Foto – das Rezept für gebratene Kaninchenleber mit Spätzle findet ihr hier).



Stallhasen- Braten


Zutaten
(Für 4 Personen)
• 1 küchenfertiger Stallhase/Kaninchen (ca. 1,9 kg für 4 Personen, vom Metzger bereits in Stücke zerlegt)
• 1 Zwiebel
• 1 Flasche Rotwein (z. B. Spätburgunder oder Côtes du Rhône)
• 1 abgezogene Zwiebel, halbiert und mit 3-4 Nelken gespickt
• 1 Lorbeerblatt
• 2 Knoblauchzehen
• 5 Wachholderbeeren

• 2-3 Esslöffel Butterschmalz
• grobes Meersalz aus der Mühle
• schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
• 2-3 Möhren
• 1 kleines Stück Knollensellerie
• 1 Stange Lauch

• 1-2 Teelöffel Speisestärke (Kartoffelmehl)
• 1 Esslöffel Kakaopulver
• etwas Sahne oder Crème Fraîche
• gehackte Petersilie

Zubereitung
Am Vortag das Kaninchenfleisch in Rotwein mit Zwiebel, Knoblauch, Nelken, Lorbeerblatt und Wachholderbeeren eingelegen und zugedeckt über Nacht an einem kühlen Ort marinieren.

Am nächsten Tag die Fleischstücke aus der Marinade nehmen, mit Küchenkrepp trocken tupfen. In einer großen Pfanne etwas Butterschmalz zerlassen und das Hasenfleisch darin kräftig anbraten. In den gewässerten Tontopf („Römertopf”) geben. Mit etwas Marinade übergießen, mit grobem Meersalz aus der Mühle bestreuen, die Zwiebeln und den Knoblauch dazu legen, zwei bis drei Möhren schälen und in Stücke schneiden, etwas Sellerie und Lauch in Stücken ebenfalls im Topf verteilen, mit  auf den untersten Rost in den kalten Backofen schieben, auf 220 °C aufheizen. Den Hasenbraten ca. 1,5 bis 2 Stunden garen, nach ca. 45 Minuten nochmals mit etwas Marinade übergießen.

Die Pfanne mit dem Bratensatz für die Sauce beiseite stellen.

Die Fleischstücke aus dem Tontopf nehmen, zum Warmhalten in den Deckel legen, den Backofen ausschalten und die Backofentüre schließen.
Den Bratensud durch ein Sieb geben, den Bratensatz in der Pfanne nochmals erhitzen, mit Bratensud ablöschen und mit einem Schneebesen den Bratensatz von der Pfanne loslösen.

1-2 Teelöffel Kartoffelmehl mit etwas kalter Marinade verrühren, mit dem Schneebesen in die Sauce rühren. Nach und nach etwas mehr Bratensud angießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Sanft köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen, einen Esslöffel Kakaopulver darübersieben und einrühren. nach Belieben mit etwas Sahne oder Crème Fraîche verfeinern. Die Fleischstücke in einer Schüssel anrichten, mit reichlich Soße übergießen und servieren.


Die Beilagen: Erbsen-Möhren-Gemüse / Teigwaren


Als Beilage gab es Erbsen-Möhren Gemüse (ein paar Möhren waschen, schälen und in Ringe schneiden, in etwas Butter ca. 5 Minuten andünsten, dann Tiefkühl-Erbsen dazugeben, bei Bedarf etwas Wasser. Mit Salz und etwas Gemüsebrühe würzen, mit Sahne verfeinern und gehackte Petersilie untermischen).

Zweite Beilage: Breite Bandnudeln nach Packungsanweisung garen, abtropfen, ein Stückchen Butter dazugeben, damit sie nicht kleben.



Rabbit Roast


Ingredients
(For 4 persons)
1 ready-to-cook stable rabbit (approx. 1. 9 kg for 4 persons, already cut into pieces by the butcher)
1 onion
1 bottle of red wine (e. g. Pinot Noir or Côtes du Rhône)
1 peeled onion, halved and pricked with 3-4 cloves
1 bay leaf
2 cloves of garlic
5 juniper berries

2-3 tablespoons clarified butter
coarse sea salt from the mill
black pepper, freshly ground
2-3 carrots
1 small piece of celeriac
1 leek stick

1-2 teaspoons potato starch or cornstarch
1 tablespoon cocoa powder
some cream or crème fraîche
chopped parsley

Instructions
The day before, marinate the rabbit meat in red wine with onion, garlic, cloves, bay leaf and juniper berries and marinate covered in a cool place overnight.

The next day, remove the pieces of meat from the marinade and dab dry with kitchen paper. Melt some clarified butter in a large pan and fry the rabbit meat vigorously in it. Soak the clay pot in water for 10 minutes. Put the rabbit meat into the clay pot. Pour some of the marinade over it, sprinkle with coarse sea salt from the mill, add the onions and garlic. Peel two to three carrots and cut into pieces and add to the pot. Clean celery and leek, also cut into pieces and add to the pot. Place the clay pot on the lowest grid in the cold oven, heat up to 220 °C = 428 °F.
Roast the rabbit for approx. 1.5 to 2 hours, after approx. 45 minutes pour some marinade over it again.

Set aside the pan with the drippings for the sauce.

Remove the pieces of meat from the clay pot, place them in the lid to keep them warm, turn off the oven and close the oven door.
Pour the frying stock through a sieve to separate from vegetables and spices. Heat the drippings in the pan again, deglaze with the frying stock and loosen the drippings from the pan with a whisk.

Mix 1-2 teaspoons potato starch with little of the cold marinade and stir into the sauce with a whisk. Gradually pour in a little more broth until the desired consistency is reached. Simmer gently. Season with salt and pepper, sift a tablespoon of cocoa powder over it and stir in. Refine as desired with a little cream or crème fraîche. Arrange the pieces of meat in a bowl, pour over plenty of sauce and serve.


The side dishes: peas, carrots, vegetables, pasta


As a side dish there were peas and carrots, vegetables (wash a few carrots, peel and cut into rings, sauté in some butter for about 5 minutes, then add frozen peas, if necessary add some water. Season with salt and some vegetable stock, refine with cream and mix in chopped parsley).

Second side dish: Cook pasta according to the instructions on the packet, drain and add a piece of butter to prevent them from sticking together.



Stallhase bzw. Kaninchen ist im Markgräflerland ein traditionelles und beliebtes Feiertagsessen.
Diese beiden Fotos sind bei unserem Besuch im Ecomusée d’Alsace in Ungersheim vor wenigen Tagen entstanden.
Ein Besuch lohnt sich besonders in der Weihnachtszeit. Bis am 6. Januar, Dreikönig, finden noch Veranstaltungen zum Thema Weihnachtszeit im Elsass statt.


Das Hasenfell wird nach dem Schlachten vor der Weiterverarbeitung zum Trocknen aufgehängt.
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Happy New Year …

Silvestergruss_2018_Karin

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs „Lebensart im Markgräflerland“ alles Gute, Glück und Gesundheit im neuen Jahr.

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Heiligabend 2018- Alle Jahre wieder: Schäufele mit Kartoffelsalat und Nüsslisalat (Feldsalat)


Ich hatte euch ja noch die diesjährigen Weihnachtsrezepte aufzuschreiben. Da es jedes Jahr am Heiligabend Schäufele mit Kartoffelsalat und Feldsalat gibt, werdet ihr das Rezept auch mehrmals in meinem Blog finden. Aber ich dachte mir, dass der eine oder andere von euch vielleicht gerne am Silvesterabend Schäufele servieren möchte. Das eignet sich nämlich auch hervorragend, um viele Gäste zu bewirten und kann sehr gut vorbereitet werden.
Hier ist also nochmal das Rezept für Schäufele mit Kartoffelsalat und Feldsalat, wie man es im Markgräflerland gerne isst. Dazu gab es natürlich einen Markgräfler Wein!
Zuerst den Kartoffelsalat zubereiten:


Kartoffelsalat


Zutaten
(für 4 Personen)
• 800 g Kartoffeln (festkochende Sorte)
• 1 kleine Zwiebel
• Salz
• Pfeffer
• 1 Teelöffel Senf
• 2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig
• ¼ Liter heiße Schäufelebrühe (oder Gemüsebrühe)
• 4 Esslöffel Rapsöl
• gehackte Petersilie oder Schnittlauchröllchen
• Maggi, nach Belieben

Zubereitung
Kartoffeln knapp mit Wasser bedecken und 20 – 30 Minuten kochen.
Pellen, in Scheiben schneiden (Tipp: mit einem Mozzarella-/Eierschneider bekommt man gleichmäßige Scheiben).
Kartoffelscheiben in eine Salatschüssel geben. Zwiebel würfeln, auf die Kartoffeln geben.
Salz, Pfeffer und 1 Teelöffel Senf hinzufügen.

2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig und ¼ Liter der heißen Schäufele-Brühe darüber gießen und untermischen.

Ca. ½ Stunde durchziehen lassen, bis die Flüssigkeit von den Kartoffeln aufgesogen ist. Dazu den Kartoffelsalat nicht in den Kühlschrank stellen, er sollte lauwarm serviert werden!
Zum Servieren 4 Esslöffel Rapsöl untermischen. Mit gehackter Petersilie (oder Schnittlauchröllchen) bestreuen.

Nach Belieben mit etwas Maggi abschmecken und evtl. noch mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen.


Das Schäufele (ca. 2 kg)


Den RÖMERTOPF® 10 Minuten wässern. Das Schäufele einlegen, mit reichlich Weisswein begießen – z. B. einen Markgräfler Gutedel, den Deckel auflegen, auf den Rost in den kalten Ofen stellen. Die Temperatur auf 200 °C einstellen und eine Stunde garen. Das Schäufele aus dem Topf nehmen, vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen.
Mit Feldsalat oder anderem grünem Salat nach Wahl (im Winter bietet sich Endiviensalat and) und Bauernbrot und Senf oder Meerrettichsauce servieren.


Nüsslisalat


Bei uns und in der Lörracher Gegend heisst der Feldsalat Nüsslisalat, weil er leicht nussig schmeckt. Richtung Schweiz sagt man auch Lämmlisalat. Weiter nördlich heisst er Sunnewirbeli (Kaiserstuhl, Freiburg, Emmendingen) und Ritscherli (Offenburg), es gibt aber auch die Bezeichnung Rapunzel- oder Acker-/Äckerlesalat.

Pro Person rechnet man etwa etwa 100 g Feldsalat. Das Putzen ist etwas mühsam, aber der Aufwand lohnt sich. Und man sollte auf jeden Fall den ganz frischen Nüsslisalat vom Markt verwenden!
Er wird oft mit knusprigen Speckwürfeln, Schalotten oder roten Zwiebeln, gerösteten Walnüssen und Brotwürfelchen (Kracherle) serviert. Das Dressing besteht aus Walnussöl oder Haselnussöl, Essig, Senf, Pfeffer und Salz. Bei Verwendung von Haselnussöl kann man auch statt der gerösteten Walnüsse geröstete Haselnüsse verwenden.
Die Speckwürfel habe ich, da wir ja Schäufele auf dem Teller haben, diesmal weggelassen.

Zutaten für das Dressing mischen:
(Für 4 Personen)
• 4 Esslöffel Walnußöl
• 2 Esslöffel Balsamico Essig
• 1 Teelöffel Senf
• Pfeffer, Salz
(nach Belieben Maggi)

Zubereitung
Eine Schalotte oder eine kleine rote Zwiebel fein hacken, mit (Speckwürfelchen und) Walnüssen in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
Herausnehmen und über dem Salat verteilen. Das Dressing über den Salat träufeln. Dann die Brotwürfelchen (hier kann man auch trockene Brotreste verwenden), in wenig Butter anrösten und über dem Salat verteilen.



This is our traditional Christmas Eve’s Menu. Ham  from the pork shoulder with potato salad and Lamb’s Lettuce.


Potato Salad


Ingredients

800 g waxy potatoes
1 small onion
Salt
Pepper
1 teaspoon mustard
2 tablespoons wine vinegar
¼ litres of hot meat broth (or vegetable broth)
4 tablespoons rapeseed oil
chopped parsley or chive rolls
Maggi, to taste

Instructions
Put potatoes in a pot and cover scarcely with water. Cook for 20-30 minutes.
Peel and cut into slices (hint: do it with a mozzarella/egg slicer, this way you will get even slices).
Put the potato slices in a bowl.

Finely chop 1 small onion, place onto the potatoes. Season with salt and pepper and add 1 teaspoon of mustard.

Fold in 2 tablespoons wine vinegar and ½ litre of broth. Let rest for ½ hour until the liquid is absorbed by the potatoes.
Do not put the potato salad in the refrigerator, it should be served warm.

To  serve, add 4 tablespoons of rapeseed oil and mix.Sprinkle with chopped parsley or chives.

Season with a little Maggi seasoning  and with some more salt and pepper to taste.


Christmas Ham (approximately 2 kg)


Water the RÖMERTOPF® (clay pot) for 10 minutes. Put in the ham and generously pour white wine over it – for example a Gutedel (Fendant or Chasselie), close with the lid  and put into the cold oven. Heat to 200 °C  = 392 °F and cook for 1 hour. Take the ham out of the pot, let rest for 5 minutes before cutting into slices.
Serve with corn salad,  bread and mustard or horseradish sauce.


Lamb’s Lettuce


Per person you will need about 100 g salad. Cleaning the salad is a little tedious, but it’s worth the effort.
It is often served with crispy bacon cubes, shallots or red onions, toasted walnuts and bread cubes (Croutons). The dressing consists of walnut oil or hazelnut oil, vinegar, mustard, pepper and salt.
If using hazelnut oil you should serve it with toasted hazelnuts instead of walnuts. I omitted the bacon cubes this time, since we have ham on the table.

Salad Dressing for 4 persons:

Mix
4 tablespoons walnut oil
2 tablespoons balsamic vinegar
1 teaspoon mustard
pepper, salt
(Maggi seasonning to taste)

Finely chop a shallot or a small red onion, fry with (bacon cubes and) walnuts in a pan without fat.
Remove and spread over the salad. Drizzle the dressing over the salad. Then fry the bread cubes (here you can also use dry bread leftovers) in a little butter and spread over the salad.