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Der Belchensteig – eine Herbstwanderung


Juhu, heute scheint die Sonne und wir können hoffentlich einen goldenen Oktobertag erleben. Da hätte ich einen Wandervorschlag für euch…

In unserem Urlaub daheim sind wir den Belchensteig gewandert. Wir sind früh morgens, losgefahren, um noch vor dem großen Besucheransturm auf dem Belchen zu sein.
Unser Auto hatten wir beim Hotel Wiedener Eck abgestellt. Dort ist auch eine Infotafel und man bekommt einen Flyer mit Karte und Wegbeschreibung, in der auch Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten mit den entsprechenden Öffnungszeiten aufgeführt sind.



Die Wanderung auf dem Premiumwanderweg Belchensteig startet am Wiedener Eck dem Uhrzeigersinn nach in Richtung Lückle. Die ersten Meter verlaufen leicht ansteigend über einen breiten Wiesenpfad, der uns einen herrlichen Blick über das Wiedener Tal hinweg ermöglicht. Wir passieren nach etwa 500 Meter das Gut Lilienfein. Noch vor etwa dreißig Jahren befand sich in dem heutigen Hotel die Jugendherberge Wieden. Damals gab es hier im Winter noch richtig viel Schnee und die Markgräflerin war hier für ein paar Tage zum Skifahren und in der Jugendherberge einquartiert – in der Nähe befindet sich der Skilift Wiedener Eck und man hat vom Gut Lilienfein auf den Ski nur einen kurzen Weg dorthin.


Fliegenpilze

Wir kommen an ein Waldstück, das uns vorbei am Skilift Wiedener Eck und der Schneise beim Holzplatz direkt zum Lückle führt. Hier überqueren wir die Straße und nehmen auf der gegenüberliegenden Straßenseite den mittleren von insgesamt drei Wegen, der uns hinunter in das idyllische Hintergrundbachtal führt.



Bei Kilometer 3,7 erreichen wir den kleinen Weiler Untermulten, wo wir uns links halten und dem Streckenverlauf vorbei an zwei alten, traditionsreichen Schwarzwaldhöfen für etwa 150 m auf einem asphaltierten Wegchen folgen.


Etwa 80 Meter nach den beiden Höfen halten wir uns der Beschilderung folgend rechts. Ein kleiner, recht schmaler Trampelpfad führt uns anschließend wieder auf einen breiten Forstweg, den wir für weitere 100 Meter begehen, um anschließend einem Wiesenpfad erneut links in Richtung Gasthaus Belchen-Multen zu folgen.


Am genannten Gasthaus überqueren wir die Landestraße und machen uns auf in Richtung der Talstation der Belchen Seilbahn, welche wir nach insgesamt 5,5 Kilometern erreichen.



Wir sparen uns die nächsten 2 Kilometer mit rund 300 Höhenmetern und steigen die Belchen Seilbahn, die uns nach oben zum Belchenhaus bringt.


Oben angekommen bietet sich uns leider nicht der herrliche Blick ins Schweizer Jura und die schneebedeckten Alpenkette, die zum greifen nahe scheint. Es ist neblig!
Aber Ende Dezember 2019 waren wir schon einmal oben auf dem Belchen – bei strahlendem Sonnenschein – hier sind noch ein paar Fotos vom Dezember mit Schnee!



Wir kehren erst einmal im Belchenhaus für ein zweites Frühstück mit Cappuccino und Kuchen ein. An diesem Tag sind wir die ersten Gäste.



Und bevor wir dann weitewandern, gibt es noch ein Beweisfoto, dass wir auch wirklich oben waren – mit Nebel. Und dann hat der Wind der Markgräflerin auch noch den Hut weggefegt, direkt auf die dahinter liegende Kuhweide – der Markgräfler konnte den Hut gerade noch retten….


Der Belchensteig – ohne Alpensicht, mit Nebel


Wir gehen weiter, vorbei am Belchenhaus und nehmen anschließend den oberen Rundweg, der uns zum Belchengipfel führt.




Der Blick schweift über Münstertal, Staufen und Bad Krozingen hinweg zur Rheinebene und den sich dahinter befindenden Vogesen. Wir erblicken Freibug ebenso wie die umliegenden Schwarzwaldberge, allen voran den 1.493 m hohen Feldberg, den höchsten Berg im Schwarzwald.



Der Belchengipfel war nicht immer so kahl, wie er heute ist. Erst vor etwa 800 bis 1.000 Jahren rodeten Bauern den Wald, um Weideland für ihr Vieh zu gewinnen. Dadurch schufen sie völlig neue Lebensbedingungen für Wildpflanzen und – tiere.
Früher bedeckten niedrige, buschförmige Buchen und Bergahorne den Gipfel. Sie bremsten die Wucht der Stürme und schützten sich so gegenseitig. Heute rasen Schneestürme ungebremst über den Gipfel. Borstgrasrasen und Zwergstäucher sind im Winter vom Schnee geschützt. Der Belchengipfel besteht aus Graniten und Gneisen aus dem Erdaltertum, das heisst die Stelle, an der wir heute stehen, befand sich einst 800 m unter der Erdoberfläche.

Blick auf den Blauen

Bei klarer Sicht kann man jenseits der Rheinebene die Vogesen erkennen. Noch in der frühen Erdneuzeit (vor ca. 50 Mio. Jahren) bildeten Schwarzwald und Vogesen eine Einheit. Seither ist der Oberrheingraben auf 30 km Breite gebrochen.
Ursprünglich zusammenhängende Gesteinsschichten wurden um mehrere tausend Meter gegeneinander versetzt. Heiße Gesteinsschmelze drang in den Untergrund ein und wölbte die Erdruste auf. Wo die Spannung am größten war, brach der Oberrheingraben stellenweise mehr als 3.000 m tief ein. Dabei bahnte sich glühende Lava Wege an die Oberfläche. Der Kaiserstuhlvulkan brach aus.
Während der letzten 2 Mio. Jahre drückten gewaltige Kräfte aus dem Erdinneren die Flanken des Grabens besonders stark in die Höhe. Zwei Gebirge entstanden: Schwarzwald und Vogesen.
Mit der Hebung begannen Frost, Sturzregen, Wildbäche und Flüsse, die 700 m mächtigen Schichten des Erdmittelalters zu Geröll und Kies zu zerkleinern und in den absinkenden Graben zu verfrachten. Im Südschwarzwald liegen nun die Gesteine des Erdaltertums offen zu Tage.
Der Oberrheingraben sinkt auch heute mit ca. einem halben Millimeter jährlich ab. Wir bemerken kaum etwas davon, nur ganz selten spüren wir harmlose leichte Erdbeben.


Hat etwas Mystisches – ein „Steinkreis”


Wie bereits am Belchenhaus wirken auch hier oben, auf 1.414 m Höhe die Schweizer Alpen (wenn man sie sieht) ganz nahe, sodass man Stunden verweilen möchte. Doch nach einer kurzen Pause, mit Tee aus unserer Thermoskanne, müssen wir weiter.
Bei unserem Ausflug im Winter konnten wir nicht auf den Gipfel, die Wege nach oben waren vereist und rutschig – zu gefährlich.




Auf dem Gipfel verlassen wir nach links den oberen Rundweg, um kurz darauf den unteren Rundweg zu erreichen.



Wir halten uns rechts, ehe wir über einen alpinen Pfad zum Krinneabgang gelangen. Serpentinenmäßig schlängelt sich der Weg zwei Kiliometer hinunter zur Krinne, die wir bei Kilometer 10,5 erreichen.


Auf dem Weg hinab zur Krinne halten wir immer wieder kurz an und genießen die fantastischen Ausblicke in Richtung Münstertal / Staufen und die sich dahinter befindende Rheinebene. An der Krinne angekommen zweigt nun der Weg links ab. Nach nicht einmal einem weiteren Kilometer erreichen wir den Heidstein. Am Heidstein folgen wir dem Streckenverlauf rechts in ein dichtes Wäldchen. Über schmale Pfade und hin und wieder etwas breitere Forstwege kreuzen wir schließlich die Skilifte Heidstein und Neuhof, um nach rund 14,3 Kilometer wieder den Ausgangspunkt am Wiedener Eck zu erreichen.




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Wanderung zur Klemmbachquelle

Wanderung Klemmbachquelle 18


Und wieder habe ich einen Rückblick auf eine Wanderung vom Frühjahr für euch. Mitte Mai sind wir zur Klemmbachquelle gewandert.
Der Klemmbach entspringt in der Nähe der Sirnitz am Köhlgarten und fließt dann durch Schweighof, Oberweiler, Niederweiler und Müllheim, bei Neuenburg mündet der Klemmbach dann in den Rhein.
Früher wurden mit dem Wasser des Klemmbachs zahlreiche Müllheimer Mühlen betrieben – daher stammt auch der Ortsname.
Erst kürzlich haben wir auch eine kleine Wanderung entlang des Müllheimer Mühlenwegs unternommen – ein Bericht folgt demnächst – und dazu passt natürlich diese Wanderung zur Klemmbachquelle.  Der Markgräfler hat darüber schon in seinem Blog berichtet.
Wir haben unser Auto auf dem Parkplatz Egerten abgestellt und sind von dort aus zur Quelle gewandert. Leider gibt es keinen passenden Rundweg und so sind wir die gleiche Strecke wieder zurück gegangen:


Karte


Einkehrmöglichkeit Wanderheim Stockmatt
zurück beim Parkplatz Egerten
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Spätsommerliche Wanderung in Staufen: Messerschmiedfelsen – St. Johanneskapelle – Burg


Wanderung Staufen 1


Heute berichte ich euch über eine spätsommerliche Wanderung durch Wald und Reben zur Burg Staufen. Obwohl die gesamte Strecke, die wir gewandert sind nur 6 Kilometer beträgt, haben wir vier Stunden gebraucht – der Weg hat viele Steigungen und ausserdem war es an diesem Tag sehr warm.
Und dann haben wir auch noch auf einer Bank unterhalb der Burg eine gemütliche Vesperpause eingelegt und die schöne Aussicht genossen.

Unser Auto hatten wir am Bahnhof in Staufen abgestellt. Von dort ging es durch die Altstadt und dann durch den Wald zum Messerschmied Felsen, wo wir eine kurze Pause eingelegt haben. Von dort hat man eine tolle Aussicht. Dann ging es weiter zur St. Johanneskapelle, die wir besichtigt haben und dann weiter durch die Reben zur Burg Staufen. Ich habe noch ein paar Bilder von einem kurzen Stop in Staufen von vergangenem Jahr in diesen Beitrag eingeschmuggelt.
Wer möchte, kann im Anschluss an die Wanderung noch im Café Decker einkehren und sich mit Kaffee und Kuchen stärken. Der Klassiker – Schwarzwälder Kirschtorte – aber auch der Bienenstich und die Petit Fours sind sehr zu empfehlen.


Köstliches Gebäck im Café Decker, Staufen


Karte


Blick von der Bacchus Figur auf die Burg Staufen



Staufener Weinbrunnen


Der Schwarzwälder in Breisgau / Johann Peter Hebel
Z‘ Müllen an der Post,
Tausigsappermost!
Trinkt me nit e guete Wii!
Goht er nit wie Baumöl ii,
z’Müllen an der Post!

Z‘ Staufe uffem Märt
hensi, was me gert,
Tanz un Wii un Lustberkait,
was aim numme ’s Herz erfreut,
z’Staufe uf em Märt !

Wo n i gang un stand,
wär’s e lustig Land.
Aber zaig mer, was de witt,
numme näumis find i nit
in dem schöne Land.

Ime chlaine Huus
wandlet ii un uus,
gell, de mainsch, i sag der, wer?
`s isch e Si, es isch kai Er,
ime chlaine Huus.

Z’Bürglen uf der Höh,
nai, was cha me seh!
Oh, wie wechsle Berg un Tal,
Land un Wasser überal,
z’Bürglen uf der Höh !

Z’Fryburg in der Stadt,
suufer isch’s un glatt;
riichi Heere, Geld un Guet,
Jumpfere wie Milch un Bluet,
z’Fryburg in der Stadt.

Mynen Auge gfallt
Heerischried im Wald.
Wo n i gang, se denk i dra;
`s chunnt mer nit uf d’Gegnig a,
z’Heerischried im Wald.


Das Rathaus / Auf dem Marktplatz



Schnapsbrennerei Schladerer



Historisches Bild an einem Bauzaun in Staufen



Durchs Wohngebiet und dann durch einen Eichenwald geht es bergauf in Richtung Messerschmiedfelsen.



… geschafft!

Am Eingang zum Münstertal ragt oberhalb der ehemaligen Messerschmiede von Staufen ein Porphyrfelsen mit einer Aussichtskanzel in die Oberrheinebene hinein. In der Umgebung des Felsens wächst ein lichter Eichenwald, in der im Frühsommer das „Weiße Waldvögelein” blüht.



Ausblick vom Messerschmiedfelsen



Figur der heiligen Barbara – die Figur, die ursprünglich an diesem Platz angebracht war, war weiß. Nach einem Diebstahl wurde diese durch eine schwarze Figur ersetzt.

Nach der Legende lebte die Tochter des reichen griechischen Kaufmanns Dioskoros in Nikomedia, dem heutigen Izmit in der Türkei. Im Jahr 306 starb sie den Märtyrertod. Viele Erzählungen ranken sich um Barbara: So soll sie von ihrem heidnischen Vater in einen Turm eingeschlossen worden sein, weil er auf seine bildschöne junge Tochter eifersüchtig war und eine Heirat verhindern wollte. Während der Vater auf Reisen war, ließ Barbara sich heimlich taufen.

Auf der Flucht vor ihm soll sie durch eine Bergspalte entkommen sein und Unterschlupf bei einem Hirten gefunden haben, der sie schließlich verriet. Ihr Vater soll sie dem Gericht überantwortet und dann selbst enthauptet haben, um anschließend von einem Blitzschlag getroffen zu werden. Deshalb wird Barbara mit dem Blitz in Verbindung gebracht, bei Stürmen werden Gebete an sie gerichtet.
Wegen ihrer Flucht durch eine Felsspalte wird sie von den Bergleuten als Schutzheilige verehrt.



Die St. Johanneskapelle


Wanderung Staufen 30


Kleiner privater Kräutergarten vor der St. Johanneskapelle



Weiter geht es durch ein Wohngebiet und die Reben zur Burg:


Kurt Lehmann: Weiblicher Halbakt

 

Ausblick beim Aufstieg zur Burg


Auf dem Rückweg….


Weitere Bilder gibt es beim Markgräfler

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Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Vogtsbauernhof 1



In unserem Urlaub daheim hatten wir im vergangenen Jahr das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof im Schwarzwald besucht. Ein lohnendes Ziel auf einem weitläufigen Gelände. Es gibt viel zu sehen und man erfährt viel über das Leben auf den Schwarzwaldhöfen in vergangenen Zeiten. Es finden täglich verschiedene Vorführungen statt – so wird zum Beispiel im Brennhäusle Schnaps gebrannt und Brot gebacken.


Der Hippenseppenhof
1599 Furtwangen-Katzensteig


Vogtsbauernhof 2


Das Longinuskreuz


Vogtsbauernhof 4


An der Stallwand zur Talseite des Hippensepppenhofs ist ein sogenanntes Longinuskreuz angebracht. Das figurenreiche Schnitzwerk zeigt um den gekreuzigten Jesus herum einzelne Gegenstände, wie sie aus den Passionsgeschichten der vier Evanglisten bekannt sind. Die Martererwerkzeuge erfuhren eine volkstümliche Verehrung, da sie die Waffen, die Arma Christi waren, mit denen Jesus den Tod besiegt hatte.
Neben den Leidenswerkzeugen, seitlich vor der Christusfigur ist der Reiter dargestellt, der den Gekreuzigten mit seiner Lanze in die Brust stieß, um dessen endgültigen Tod zu beweisen. Nach den sogenannten (nicht biblischen) Pilatusakten soll dieser Reiter, vom Rang her ein einfacher römischer Soldat, Longinus geheißen haben.
Er soll sich unmittelbar nach dem Tod Jesu den Jüngern Christi angeschlossen haben und schließlich als Bischof von Kappadokien den Märtyrertod gestorben sein. Longinuskreuze sind in der Umgebung des Rohrhardsbergs bei Triberg, Furtwangen, Schönwald sowie im Prech- und Elztal verbreitet. Die Landesherren in diesen ehemals vorderösterreichischen Gebieten, die Habsburger, förderten den Longinuskult, da Legenden zufolge die Splitter der Lanzenspitze in Wien als Reliquien aufbewahrt wurden.
Bei diesem Kreuz handelt es sich nicht um ein Original, sondern um eine Nachbildung eines Kreuzes von einem Bauernhof in Hornberg-Niederwasser, da der dortige Bauer sich weigerte, das Kreuz von katholischem Boden in das Museum Vogtsbauernhof im protestantischen Gutachtal zu geben.


Vogtsbauernhof 7
Blick in die Stube des Hippenseppenhofs

 


Die Stube war der einzig beheizbare, rauchfreie Arbeits- und Aufenthaltsraum des Hauses. An der zur Küche grenzenden Wand steht der Kachelofen mit dem gestuften Anbau, der Kunst.


Vogtsbauernhof 8


In der hellsten Ecke der Stube steht der große Tisch, an dem gegessen und gearbeitet wurde.
Im den meisten Gebieten im Schwarzwald wurde fünfmal am Tag gegessen:

  • z’Morge (Frühstück)
  • z’Nini (Pause um neun Uhr)
  • z’Middag (Mittagessen)
  • z’Vieri (Pause um vier Uhr nachmittags)
  • z’Nacht (Abendessen)

Die Familie und das Gesinde nahmen die Mahlzeiten gemeinsam ein.
Der Bauer saß oben am Tisch, die Bäuerin hatte ihren Platz entweder oben beim Bauern oder als erste links vor ihm auf der Bank.
Rechts von ihm saßen der Oberknecht, der Unterknecht und dann die Buben. Auf der langen lehnenlosen Bank vor dem Tisch saßen die Frauen, die Obermagd, Untermagd und die Mädchen. Vor und nach jeder Mahlzeit wurde gebetet.
Das Essen wurde meist in einer großen Schüssel serviert, aus der sich zuerst der Bauer bediente. Danach ging es der Reihe nach vom Oberknecht bis zu den Mägden. Legte der Bauer seinen Löffel nieder, mussten alle das Essen beenden. Die Löffel wurden an der Kittelschürze sauber gerieben und zurück in den dafür vorgesehenen Lederriemen an der Wand gesteckt.



Hochschwarzwälder Speicher


Vogtsbauernhof 6


Der Schwarzwälder Speicher wurde um 1590 auf dem Winterhalderhof in Schollach erbaut. Er wurde bis zur Umsetzung ins Museum im Jahr 1969 genutzt. Im Museum wurde er dem Hippenseppenhof als Nebengebäude zugeordnet.



Zum Schutz vor Feuchtigkeit und Schädlingen steht der Speicher auf Pfählen. Die dicken Bohlenwände aus Nadelholz garantieren ein trockenes, kühles Klima im Innern.



Darin aufbewahrt wurden Getreide in Kästen, Brot, Speck, Würste, Schmalz, Sauerkraut, Most und auch Schnaps. Im linken Getreidekasten an der Rückwand des Gebäudes befindet sich ein Einstieg in ein Geheimfach für Dokumente und Wertgegenstände. Speicher standen im Normalfall immer in 20 bis 30 m Abstand vom Hofgebäude. So waren bei einem Brand die Vorräte gesichert.


Die Hofkapelle



Die Hofkapelle wurde 1736 auf dem Simonshof im Jostal erbaut.
Sie wurde bis zur Umsetzung ins Museum (1967) genutzt. Im Museum ist sie dem Hippenseppenhof zugeordnet.



Hofkapellen dienten zur täglichen Andacht der Hofbewohner. Die Glocke wurde regelmäßig zu den Gebetszeiten – im Sommer um fünf, elf und zwanzig Uhr, im Winter um sechs, elf und siebzehn Uhr – geläutet. Sie ersetzte den Bauern auf den Feldern auch den Zeitschlag der Kirchturmgocken, die in den abgelegenen Tälern nicht zu hören waren.


Der Vogtsbauernhof


Vogtsbauernhof 9


Der Vogtsbauernhof wurde 1612 am Standort im Museum im Gutachtal (260 m ü. M. ) erbaut. Der Vogtsbauernhof ist die Keimzelle des Museums, welches 1964 entstand.
Der Besitzer Martin Schumacher war um das Jahr 1650 Talvogt, d.h. Richter und Verwaltungsbeamter, in Gutach.


Gutacher Speicher


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Der Gutacher Speicher wurde beim Lehmeshof in Oberharmersbach laut Inschrift
um 1606/1626 erbaut.
Er besteht aus einem steinernen Untergeschoss, auf das der hölzerne Speicher aufgesetzt ist. Das Mauerwerk des Kellergeschosses ist 50 cm dick.
Im Untergeschoss wurden neben Schmalzhäfen und Sauerkraut Most, Kartoffeln, Gemüse, Eier und Äpfel aufbewahrt.

Das hölzerne Obergeschoss ist in Ständer-Bohlen-Bauweise errichtet. Die Wände sind mit gut 8 cm dicken Bohlen ausgefacht. Ein Gang umläuft das Obergeschoß auf zwei Seiten. Das Dach ist mit Stroh gedeckt. Der vordere Walm reicht schützend über den Außengang und ist in der oberen Hälfte offen, damit Luft und Licht in das Dachgeschoß gelangen.
Im trockenen Klima des Obergeschosses wurden Getreide, Brot, Speck, Schnaps und gedörrtes Obst gelagert, aber auch die Spinnräder, die nur im Winter gebraucht wurden, sowie die Darrbretter, auf denen das Obst zum Trocknen in den Backofen geschoben wurde.


Vogtsbauernhof 34


Stube des Vogtsbauernhofs


Vogtsbauernhof 13


Spinnen, Weben und Schneidern


Typische Schwarzwälder Schilderuhr


Gerätschaften zum Buttermachen



Die Rauchküche



Schwarz von Ruß sind die Wände der Küche, in denen unzählige Male offene Feuer mit Reisig entfacht und Mahlzeiten zubereitet worden sind. Da der Rauch, der in den Herden entsteht, nicht über einen Kamin das Haus verlässt, sondern ungelenkt die Küche durchzieht, spricht man im Schwarzwald von der Rauchküche oder auch einfach von der schwarzen Küche.

In den frühen Morgenstunden hatten Bäuerin und Magd das Herdfeuer zu entfachen. Auf dem Herd, der vormals gemauert und ab dem 19. Jahrhundert mit gusseisernen Platten umschlossen war, wurden alle warmen Mahlzeiten zubereitet. Daneben befeuerte man den Kachelofen in der Stube durch ein Loch in der Küchenwand. Der entstandene Qualm stieg in das Gewölm. Dieses Geflecht aus Haselruten war mit einem Lehm-Stroh-Gemisch verkleidet und als Rauchfang und Funkenschutz über die Feuerstelle gespannt.
Unter der Decke hingen Speck und Würste, die vom aufsteigenden Rauch konserviert wurden. Auf seinem Weg vom Herd durch das Haus bis hinauf in den Dachraum erfüllte der Rauch gleich noch weitere Funktionen. Er vertrieb das Ungeziefer und glich die aufsteigende Feuchtigkeit aus den Viehställen aus.



Das Dachgeschoss des Vogtsbauernhofs


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Vogtsbauernhof 32Vogtsbauernhof 31


Das Back- und Brennhaus


Vogtsbauernhof 14


Auf abgelegenen Schwarzwaldhöfen brauchte man eigene Backhäuser, um Brot zu backen. Der Ofen wurde von einem Ofensetzer aufgemauert und mit Lehm ausgeschmiert. Im Backraum hatten bis zu 30 Laibe Brot Platz.

Einmal im Monat war Backtag. Es wurde auf Vorrat gebacken, da der Holzverbrauch und der Arbeitsaufwand groß waren. Mit Reisigwellen wurde der Ofen angefeuert.


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War er heiß genug, wurde die abgebrannte Glut mit einem Tannenreisigbesen herausgekehrt. Danach wurden die geformten Brotlaibe mit einem hölzernen Schieber, dem Schießer in den Ofen geschoben.
Nach einer Stunde Backzeit wurden sie herausgeholt, zum Abkühlen auf Bretter gelegt und anschließend in den Speicher gebracht. Am Backtag wurden oft auch einfache Kuchen gebacken. Die Restwärme des Ofens wurde zum Dören von Äpfeln, Birnen und Zwetschgen genutzt, um sie haltbar zu machen.

Wir hatten Glück – am Tag unseres Besuchs wurde gerade gebacken und Schnaps gebrannt – Rita Vitt zeigte uns, wie man herzhaft belegte Fladenbrote (Flammkuchen) in der ersten Hitze des Ofens bäckt und beantwortete geduldig unsere Fragen rund ums Schnapsbrennen und Backen anno dazumal.
Die Fladenbrote haben wir als verspätetes z’Nini verspeist und kurz bevor wir uns wieder auf den Heimweg gemacht haben, konnten wir noch eines der an diesem Tag gebackenen Brote kaufen und mit nach Hause nehmen.


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Fladen / Flammkuchen vegetarisch (mit Quark/Schmand Kräutern) und mit Quark/Schmand und Speck belegt

Die Brennanlage



In der Brennanlage wurden verschiedene Früchte wie Kirschen, Zwetschgen und Zibarten (wilde Pflaumen) zu Schnaps gebrannt. Das Kernobst wurde in Fässern eingemaischt. Die Maische wurde in den eingemauerten Topf mit dem kupfernen Hut eingefüllt und erhitzt. Der hochsteigende Dampf – Alkohol verdampft bei 78 °C, Wasser bei 100 °C – wurde durch ein Rohr geleitet. Dieses Rohr wurde zur Kühlung durch ein Fass geführt, in das laufend kaltes Wasser floss. Der Dampf kondensierte und tropfte in flüssiger Form in ein Gefäß. Ein zweiter Brand war nötig, um eine bessere Alkoholqualität zu erreichen.

Ein Brennrecht besitzten die meisten Schwarzwaldhöfe heute noch. Das Brennrecht legt die maximale Menge fest, die der Besitzer brennen darf. Vor dem Brennen müssen Zeitpunkt, Brennmaterial und Menge beim Zollamt gemeldet werden. Die Einhaltung wird kontrolliert. Schwarzbrennen kam immer schon teuer zu stehen.



Der Bauern- und Kräutergarten



Oberhalb des Vogtsbauernhofs sind im Heilkräutergarten des Freilichtmuseums über 130 Arten von Heilkräutern versammelt. Die Anlage ist unterteilt in sieben Beete, die jeweils einem Anwendungsgebiet entsprechen: Verdauung, Entwässerung, Kreislau , Nerven, Verletzungen, Hautkrankheiten, Erkältungen.

Die bei Bauernhöfen angelegten Gärten lieferten lebensnotwendige Beiträge für das Leben auf dem Hof. Mit dem Haus untrennbar zu einer Einheit verwachsen, lieferte das gut behütete Stück Land vor dem Haus Gemüse, Gewürze und Heilkräuter. Der Gartenboden war zu kostbar für etwas, das nicht von Nutzen war. Selbst ungenießbare Blumen wuchsen weniger ihrer Schönheit wegen, sondern weil sie vom Taufkranz bis zum Grabschmuck und vom Oster-bis zum Palmssrauß ihren festen Platz im Leben sowie im christlichen Jahresverlauf hatten.

Die Bauerngärten im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof sind nach historischen Vorbildern aus den Herkunftsregionen der Häuser angelegt. Neben vielerlei Kräuter- und Salatarten sind eine Reihe alter Gemüsearten wie Pastinaken, Gartenmelde, Mangold und Markstammkohl angepflanzt.



Die Klopf- und Plötzsäge



Bienenfreiständer



Die Hausmahlmühle / Getreidemühle


Das Mahlwerk der Getreidemühle

 


Der Lorenzhof



Milchhäusle



Der Brunnen, die Wasserversorgung der Schwarzwaldhöfe für Mensch und Tier, befindet sich außerhalb der Wohnräume. Das Wasser wird von der Quelle durch Deucheln (Holzstammrohre) zum Brunnestock geleitet. Das Wasser fließt unter dem Milchäusle durch in einen langen Brunnentrog, der auch als Viehtränke genutzt wird.



Das Milchhäusle ist direkt neben dem Brunnenstock über dem Brunnentrog aufgebaut. Durch das beständig fließende kühle Wasser (Quellwasser hat eine nahezu konstante Temperatur von 3 bis 4 °C ) werden die darin aufbewahrten Nahrungsmittel (Milch, Käse, Butter, Most…) auch an heißen Sommertagen frisch gehalten.
Die Behältnisse stehen direkt im Wasser oder auf Regalbrettern.



Kinzigtäler Speicher



Bildstöcke


Bildstock am Kinzigtäler Speicher

 


Dieser Bildstock erinnert an ein tragisches Ereignis im jahr 1835. Die Inschrift lautet:

HIER AN DIESER TRAUERSTÄTTE FAND MICHAEL MATT, KNECHT DES PHILIPP HARTER, AM 25TEN OKTOBER 1835 ABENS ZWISCHEN 6 UND 7 UHR BEIM NACHHAUSGEHEN VON EINER KUGEL UNSCHULDIG GETROFFEN IN EINEM ALTER VON 26 JAHREN SEINEN TOD DIE TRAUERNDEN ELTERN JOSEPH MATT.

Ein bisschen abgesetzt erscheint ein zusätzlicher Name FRAN. KELLER.  Auf der rechten Seite des Steins findet er sich ausgeschrieben eingemeißelt: FRANZISKA KELLER AUS DEM BEHRENBACH. Schriftliche Quellen über das Unglück liegen nicht vor. Nach mündlichen Aussagen handelt es sich um einen Mord aus Eifersucht. Der getötete Knecht soll ein Verhältnis mit einer Magd des Hofes gehabt haben und von einem Nebenbuhler erschossen worden sein.



Der sogenannte Moser-Bildstock stand ursprünglich am alten Weg zur Kreuzbergkapelle oberhalb Hausachs. Er ist aus Sandstein und reich verziert:
Ein Engelskopf mit Flügeln, Zopfstab und Lilien sind zu sehen. Auf der Rückseite befindet sich ein Hinweis auf den Beruf des Schumachers, ein Flößerstiefel mit hohem Schaft.
Der Schuhmacher Conrad Moser (1694-1768), der zeitweise auch Lehrer und einer der beiden Amtsbürgermeister von Hausach war, stiftete ihn zum Gedächtnis an seine verstorbene Frau Magdalena Schmider (gest. 1747).



Mittagspause im Museumsrestaurant Hofengel
Salat mit gebratenen Pfifferlingen und reich garnierter Wurstsalat.



Das Effringer Schlössle



Das Effringer Schlössle stammt aus Effingen, heute ein Stadtteil von Wildberg, Kreis Calw. Nach archäologischem Befund wurden die Grundmauern vermutlich bereits im 11. Jahrhundert erbaut. Nach Verfall des ursprünglichen Gebäudes erfolgte ab 1379 der Ausbau zum herrschaftlichen dreistöckigen Landsitz mit Turm. In der Bevölkerung wie in den archivalischen Akten seitdem als „Schlössle” bezeichnet. Der Turm besteht heute nicht mehr, da dieser bei Umbaumaßnahmen – vermutlich um 1860 – entfernt wurde.



Alte Küche im Effringer Schlössle



In der neuen Küche – im 1960er Jahre Stil



Wäschekammer auf dem Dachboden



Die Hanfreibe



Die Hanfreibe gehörte zur oberen Mühle in Steinach Kinzigtal. Sie wurde bis 1928/29 genutzt. 1966 wurde sie ins Museum umgesetzt.



Hanf war –  wie auch Flachs (Lein), dessen Verarbeitung sehr ähnlich verlief – in den mittleren Regionen des Schwarzwalds verbreitet. Aus den Fasern wurden Stoffe, Säcke und Seile hergestellt, die in großer Zahl für die Wald- und Feldarbeit benötigt wurden.
Hanfreiben wurden von Kundenmahlmühlen betrieben. Für einen Bauernhof allein hätte sich der bauliche Aufwand nicht gelohnt.

Die Hanfpflanzen wurden auf den Höfen verarbeitet. Bei der Ernte riss man die Pflanzen mitsamt der Wurzel aus dem Boden. Die Hanfstängel wurden nach der Ernte zur Verrottung in einen Weiher oder auf eine Feuchtwiese gelegt, die sogenannte Reeze. Nach drei Wochen waren die holzigen Innenteile der Stängel angefault und wurden auf die Hanfdarre gebracht, die aus zwei Bruchsteinmauern und einem darüberliegenden Rost bestand.

Unter dem Rost wurde ein Feuer angzündet. Die Hanfstängel wurden darauf gelegt und gedarrt. Das machte den inneren Holzkern der Stängel spröde und brüchig. Ziel der Hanfbearbeitung war, die äußeren Fasern vom inneren Holzkern der Stängel zu trennen. Anschließend wurden die Stängel auf der groben Hanfbreche mit einer Längsrippe geborchen. Die spröden Holzteile zersplitterten und lösten sich. Hölzerne Restteile blieben in den Fasern hängen. Sollte der Hanf zu Stoffen verarbeitet werden, wurde er zusätzlich auf Brechen mit mehreren Längsrippen gebrochen.

Aus den Faserbündeln drehten die Frauen Zöpfe und gingen damit zur Hanfreibe. Die Zöpfe wurden in zwei Reihen nebeneinander mit dem dickeren Ende nach unten in das runde, aus Sandstein bestehende Reibebett gelegt. Der aus Granit bestehende Umläufer, auch Pudelstein genannt, rollte darüber, zerquetschte die restlichen Holzteilchen und rieb die Hanffasern weich. Der Müller erhielt von jedem gewalzten Bett einen Hanfzopf und ein festgelegtes Entgelt.

Nach dem Reiben wurden die Fasern zuerst durch die Grobhechel und anschließend durch die Feinhechel gezogen. Die hölzernen Teilchen und die kürzeren Fasern, das Werg, kämmte man aus. Die gehechelten Fasern wurden zu Fäden gesponnen und zur Weiteverarbeitung zum Weber oder Seiler gepbracht


Hanfdarre gegenüber der Hanfreibe

Das Leibgedinghaus



Das Gebäude wurde 1652 auf dem Neubauernhof in Gutach (300 m ü. M.) als Altenteil errichtet und wurde im Laufe der Jahre sowohl als solches genutzt als auch an verschiedene Parteien, Tagelöhner und Handwerker verpachtet.  Es wurde bis 1929 von einem Schuhmacher bewohnt. 1964 erfolgte die Umsetzung ins Museum.


Die Gutacher Tracht mit Bollenhut



Alte Postkarten aus dem Schwarzwald



Bei den Postkarten hat die Markgräflerin auch ihre Tracht entdeckt:



Taglöhnerhaus und Innenräume des Falkenhofs



Das Hotzenwaldhaus



Am späten Nachmittag, noch immer bei sommerlicher Hitze und nach einem eindruchsvollen Tag (es gäbe noch viel mehr zu zeigen und zu berichten) machten wir uns wieder auf dem Heimweg.


Ein Schäferwagen auf der Wiese vor dem Vogtsbauernhof

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Wanderung vom Haldenhof zum Belchen



Morgen ist es genau ein Jahr her, dass wir im Urlaub daheim eine Wanderung vom Haldenhof zum Belchen und zurück unternommen haben.
Auch in diesem Jahr waren wir schon mehrmals auf heimatlichen Pfaden unterwegs und es warten noch ganz viele Bilder, die in einem Fotobuch verarbeitet werden sollen.
Endlich habe die Bilder mal gesichtet, um sie euch zu zeigen. Hier, bitteschön:



Blick ins Tal, oberhalb des Haldenhofs, wo wir unser Auto abgestellt hatten. Wenn man am Ende der Wanderung nicht mehr bergauf gehen möchte, sollte man noch ein kurzes Stück weiter bis zum nächsten Wanderparkplatz fahren und das Auto dort abstellen.



Erster Fotostop: Die Willibald Strohmeyer Kapelle



Die Kapelle wurde zum Gedenken an Pfarrer und Dekan Willibald Strohmeyer errichtet.
Er war von 1910 bis 1945 Pfarrer in St. Trudpert in Münstertal. darüber hinaus war er von 1924 – 1931 Superior im gleichnamigen Kloster und ab 1939 Dekan im Dekanat Neuenburg.
Kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs wurde er am 22. April 1945 ohne ersichtlichen Grund von einem SS-Kommando zunächst Richtung Münsterhalden verschleppt und anschließend durch Genickschüsse umgebracht.
Erst zwei Wochen später fand man seine Leiche in der Nähe der heutigen Kapelle.
Die letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof von St. Trudpert. Er wird heute als katholischer Märtyrer verehrt.
Der Grundstein für die Willibald Strohmeyer Kapelle wurde am 22 Oktober 1946 gelegt und am 31. August 1947 wurde die Kapele von Erzbischof Dr. Conrad Gröber geweiht.



Es geht stetig bergauf – Metzg 970



Richtstatt – 1.050 Meter
Wir gönnen uns eine Pause – auf dem Bänkchen hinter der Rasthütte hat man einen schönen Ausblick hinunter ins Tal.



Und weiter gehts in Richtung Belchen-Gipfel…



Und es geht immer noch durch den Wald bergauf, zwischendurch muss man auch an einer Felswand entlang über große Steine klettern.



Alte Grenzmauer



Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Hohkelch.



Roter Fingerhut mit Hummel


Zwischendurch gibt es auch mal einen Aussichtspunkt – in der Ferne sieht man den Blauen.



Hohkelch – 1264 m



Noch 1,2 km bis zum Belchen – und natürlich bergauf!



Heidelbeeren naschen…



Der Weg wird schmaler und unser Ziel ist in Sicht.



Blick nach unten zum Hohkelch.


Wildkräuterwiese kurz vor dem Gipfel


Geschafft – der Gipfel ist erreicht.



1.414 Meter



Auf einer Informationstafel hatte ich dann die Alpine Gebirgsschrecke entdeckt – auf dem Weg zum Gipfel hatte ich nämlich eine gesehen – ich hatte mich über die grellen Farben gewundert – knalliges Gelb und neongrün – und dachte zuerst, dass jemand ein Plastikspielzeug verloren hätte – bis sie sich unter Heidelbeersträuchern verkroch.
Die Alpine Gebirgsschrecke ist übrigens von den Blättern der Heidelbeeren besonders angetan.



Und danach hatten wir uns die Einkehr im Belchenhaus verdient…




Oben auf dem Berg war es windig und kühl – die Windjacke leistete gute Dienste.
Es gab Kartoffelsuppe mit üppiger Wursteinlage für die Markgräflerin, der Markgräfler hielt sich an Wurstsalat und dann haben wir uns noch einen Flammkuchen geteilt….



Und dann ging es wieder bergab zum Haldenhof.




An diesem Tag sind uns ganz viele Schmetterlinge aufgefallen und auf dem Rückweg ist mir dann noch unverhofft dieses schöne Foto von einem Edelfalter – „Kleiner Fuchs“ gelungen.



Einen Schäfer mit seiner Herde haben wir auch noch gesehen:


Wanderung Haldenhof Belchen 71
Zum Dessert wilde Himbeeren naschen…


Nochmal eine kurze Rast und ein Blick ins Tal.


 

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Feierabend-Cocktail: Tanne Spritz


Der Wald wird grün – während eines kleinen Spaziergangs am Osterwochenende haben der Markgräfler und die Markgräflerin im Wald eine Handvoll junge Tannenspitzen gesammelt,  um einen Tannenspitzen-Sirup anzusetzen, der als Basis für Tannenspitzen-Limo dient.
Der Sirup ist inzwischen eingekocht – darüber, und auf was beim Sammeln der Tannenspitzen alles geachtet werden muss, werde ich noch berichten – aber es geht auch einfacher. Die Tannenspitzen-Limo gibt es nämlich schon fertig zu kaufen und ich hatte Sie euch bereits im vergangenen Jahr vorgestellt. Damals gab es nämlich statt Gin-Tonic einen Gin-Tanne.

Und da das wunderbare Wetter heute geradezu nach einem Feierabendcocktail auf der heimischen Terrasse verlangt, gibt es heute einen erfrischenden Tanne Spritz.



Tanne Spritz


Zutaten:
• ½ Flasche (165 ml) Tannenliebe
• Prosecco oder Winzersekt zum Auffüllen
• 3 Eiswürfel
• 1 Zitronenscheibe

Zubereitung

Eiswürfel und Tannenliebe-Limo in ein Weinglas geben und mit Prosecco auffühlen, mit Zitronenscheibe dekorieren.
Im Frühjahr (etwa Mitte April bis Anfang Mai) kann man statt der Zitronenscheibe auch 2 bis 3 frische Tannenspitzen-Triebe mit hinzugeben.

Alkoholfrei?

Tipp: Wer einen alkoholfreien Tanne Spritz möchte, kann statt Prosecco einen „Cuvée alkholofrei Blanc“ vom Winzerkeller Auggener Schäf verwenden. Der alkoholfreie Sekt (korrekt nennt sich das „Schäumendes Getränk aus alkoholfreiem Wein“) sollte vorher aber gut gekühlt werden.



Fir tips Spritz


Ingredients

½ bottle (165 ml) Tannenliebe (fir tips lemonade)
Prosecco / Sparkling wine to fill
 ice cubes
slice of lemon

Preparation

Pour ice cubea and „Tannenliebe“ into a wine glass and fill up with Prosecco. Garnish with a lemon slice.
In spring (middle of April or beginning of May) you can also add 2 to 3 fresh fir tips instead of the lemon slice.

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Überbackene Bier-Käsespätzle zum #Oktoberfest


oktoberfest-0011Zum heute beginnenden Oktoberfest habe ich mir wieder ein Rezept mit Bier ausgesucht:
Überbackene Bier-Käsespätzle. Ein Rezept mit dem die Badener genausogut etwas anfangen können wie die Schwaben und Bayern.

Auch wenn das Markgräflerland als Weinregion wahrgenommen wird – bis in die 1970er Jahre wurde im Rheintal noch viel Braugerste angebaut, die nach und nach vom Mais verdrängt wurde. Eine neue Initiative bringt seit diesem Jahr wieder Landwirte, Mälzer und Brauer zusammen, nach dem Motto „heimische Gerste für heimisches Bier”. Partner sind unter anderem die Raiffeisen Genossenschaft sowie die Privatbrauerein Ganter in Freiburg und Lasser in Lörrach.

Zu den Bier-Käsespätzle passt ein bunter Salat und ein kühles Bierchen darf auch nicht fehlen – in unserem Fall ein Waldhaus Pils -gerne auch alkoholfrei.



Überbackene Bier-Käsespätzle


Zutaten
(für 4 Personen)
Für die Spätzle
• 4 Eier
• 400 g Mehl
• 150 – 250 ml Bier
• Prise Salz
Für die Soße
• 1 Zwiebel
• Butter
• 50 ml Bier
• 100 ml Sahne
• 150 g Allgäuer Emmentaler (gerieben)
• 50 g Semmelbrösel
• Salz und Pfeffer
• Petersilie für die Dekoration

Zubereitung

In einem großen Topf etwa 2,5 Liter Salzwasser zum Kochen bringen. Eier, Mehl, Salz und Bier in einer großen Schüssel verrühren bis der Teig Blasen wirft. Ist der Teig zu fest, noch etwas Bier hinzufügen.
Wenn das Wasser kocht den Spätzleteig portionsweise durch die Spätzlepresse ins Wasser drücken. Wenn die Spätzle oben schwimmen mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und in eine Schüssel mit kalten Wasser geben. Die Spätzle in einem Sieb abtropfen lassen.

Für die Soße eine Zwiebel schälen und würfeln. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und un die Zwiebeln in der Butter andünsten. Mit Bier und Sahne ablösschen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Hälfte des geriebenen Käses unterrühren.

Den Backofen auf 175 °C  vorheizen.

Die Spätzle in eine Auflaufform geben, die Soße hinzugeben und die restlicht Hälfte des geriebenen Käses und die Semmelbrösel darüber streuen. 30 Minuten im Backofen backen.

Petersilie waschen und zupfen. Die Auflaufform aus dem Backofen holen und mit der Petersilie garnieren.

Dazu ein kühles Pils servieren.



Beer and Cheese Spätzles Gratiné


Ingredients
(for 4 servings)

For the spaetzles
4 eggs
400 g flour
150 – 250 ml beer
pinch of salt

For the sauce
1 onion
butter
50 ml beer
100 ml cream
150 g Allgäuer Emmentaler cheese (grated)
50 g breadcrumbs
salt and pepper
parsley

Preparation

In a large pot, bring about 2. 5 litres of salted water to the boil.
Mix eggs, flour, salt and beer in a large bowl. If the dough is to heavy, add some more beer.
When the water is boiling, press the dough in portions through the spaetzle press into the water. When the spaetzles swim up, lift them out of the water with a skimmer and put in a bowl of cold water. Drain the spaetzles in a sieve.

For the sauce, peel and chop an onion. Melt the butter in a pan and sauté the onions in the butter. Deglaze with beer, add cream and season with salt and pepper. Stir in half of the grated cheese.

Preheat the oven to 175 °C (347 °F).

Put the spaetzles in an ovenproof dish, add the sauce and sprinkle with the remaining half of the grated cheese and the breadcrumbs. Bake in the oven for 30 minutes.

Wash and pluck the parsley. Remove the casserole dish from the oven and garnish with the parsley.
Serve with salad and enjoy with a cool beer.


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Feierabendcocktail: Gin Tanne

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Tja, unser Urlaub zu Hause ist schon wieder vorbei. Zeit für einen Feierabend-Cocktail am Freitagabend.

Wir haben neulich „Tannenliebe“ entdeckt, eine leckere Limonade aus Schwarzwälder Tannenspitzen und Honig. Aus Tannenspitzen haben wir schon einen feinen Tee gemacht (hilft bei Erkältungen), und in meiner Rezeptsammlung warten schon lange Rezepte für Tannenspitzensirup und -likör auf’s ausprobieren.
Leider haben wir auch dieses Frühjahr wieder den richtigen Zeitpunkt verpasst, um Tannenspitzen zu sammeln.

Aber mit der „Tannenliebe“-Limo – die übrigens aus Freiburg im Breisgau kommt – kann man ja auch schon einiges anfangen, und so haben wir dann auch gleich einen Cocktail gemixt:
Gin Tanne statt Gin Tonic. Das könnte einer unserer Lieblingscocktails werden und ist ganz bestimmt unser Sommercocktail 2019. Der Geschmack erinnert etwas an den Holunderblüten-Gin-Tonic.


Gin Tanne


Zutaten
• 4 bis 5 cl Gin (Monkey 47 oder Cherry Blossom Gin)
• ¼ Bio-Limette (falls ihr keine Limetten habt, geht auch eine Zitrone)
• ½ Flasche Tannenliebe (0,33 Liter)
• 3-4 Eiswürfel

Zubereitung
Gin und Limettenspalte in ein mit Eis gefülltes Longdrink-Glas geben und mit Tannenliebe auffüllen.

Dazu Mayka Salzbrezeln als Snack reichen.


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Gin Tanne / Gin Fir


Ingredients
4 to 5 cl gin (Monkey 47 or Cherry Blossom Gin)
¼ organic lime
½ bottle (0.33 litres) of „Tannenliebe“ (lemonade with fir tips flavour)
3-4 ice cubes

Preparation
Put the gin and lime slices into a longdrink glass filled with ice. Fill up with „Tannenliebe“.

Serve Mayka pretzels as a snack.


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Freitagsfisch: Forelle im Mandelbett


Vergangene Woche waren der Markgräfler und die Markgräflerin zum ersten Mal zum Angeln und waren erfolgreich – mit insgesamt 5 Schwarzwaldforellen sind wir wieder nach Hause gefahren.
Der Angelsportverein Schönau e.V. veranstaltet an jedem ersten Samstag im Monat am Fischweiher, in dem sich Forellen befinden, ein Schnupperangeln – auch für Nicht-Mitglieder.
Die gefangenen Fische werden gewogen und nach Gewicht bezahlt. Anschließend kann man diese vor Ort selbst nach Anleitung eines erfahrenen Anglers schlachten – falls man sich das nicht zutraut, werden die Fische auch küchenfertig vorbereitet…
Zu Hause muss man sie vor der weiteren Verarbeitung nur nochmal kurz mit frischem Wasser abspülen und mit Küchenkrepp trockentupfen.

Und danach geht es an die Zubereitung. Das geht ganz einfach im Backofen.
Ich habe mal ein Rezept mit in Butter gerösteten Mandeln ausprobiert. Als Vorspeise oder Beilage passt grüner Salat.



Forelle im „Mandelbett¨


Zutaten
(Für 4 Personen)
• 4 Forellen à ca. 250 g, küchenfertig
• 2 Esslöffel Zitronensaft
• Salz
• 2 Bund Petersilie, nach Belieben weitere frische Kräuter aus dem Garten
(z. B. Salbei, Oregano, Thymian)
• 80 g Butter
• 100 g Mandelblättchen

Zubereitung
Die Forellen mit Zitronensaft beträufeln, anschließend salzen.
Petersilie waschen und trockentupfen. Jede Forelle mit einem halben Bund Petersilie füllen.
Ca. 2/3 der Butter in einem großen Bräter erhitzen.
Die Mandeln darin unter rühren goldgelb anrösten.
Die Fische auf die Mandeln legen, die restliche Butter in Fläckchen darauf verteilen.
Im nach Möglichkeit geschlossenen Bräter bei 180 °C Umluft etwa 30 Minuten garen.


Forelle frisch gefangen


Trouts from the oven with roasted almond flakes


Ingredients
(For 4 persons)
4 trouts (approx. 250 g each) ready to cook
2 tablespoons lemon juice
Salt
2 bunches of parsley, and other fresh herbs from the garden to taste
(e. g. sage, oregano, thyme)
80 g butter
100 g almond flakes

Preparation
Sprinkle the trout with lemon juice and salt.
Wash and dry the parsley. Fill each trout with half a bunch of parsley.
Heat approx. 2/3 of the butter in a large ovenproof casserole. 
Fry the almonds in it until golden brown while stirring.
Place the fish on the almonds and spread the rest of the butter on top.
Cook in a closed roaster at 180 °C = 356 °F circulating air for about 30 minutes.

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Endspiel-Cocktail: Angel’s Delight

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Ein sahniger Cocktail zum Frauenfußball-Weltmeisterschafts- Finale in Frankreich: Angel’s Delight
Der Markgräfler meinte, dass ein Drink in Rosa passen würde und da gerade Kirschenzeit ist, hat er einen mit Cherry Blossom Gin aus dem Markgräflerland ausprobiert.


Cherry Blossom Gin


Angel’s Delight


Zutaten
• 4 cl Sahne
• 2 cl Gin  (z.B. Cherry Blossom Gin)
• 2 cl Triple Sec
• 1 Spritzer Grenadine Sirup
• 3-4 Eiswürfel

Zubereitung
Zutaten und Eis in einen Shaker geben und gut schütteln. Anschließende in eine Cocktailschale abseihen. Fertig.


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Angel’s Delight


Ingredients
4 cl cream
2 cl gin
2 cl Triple Sec
1 splash of Grenadine syrup
3-4 ice cubes

Preparation
Put ingredients and ice in a shaker and shake well. Strain into a cocktail glass. Finished.


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