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Schneller Markgräfler Zwetschgen-Streusel-Kuchen mit Quark-Öl-Teig


Es wird herbstlich hier im Blog.
Die Zwetschgensaison ist eröffnet und ich habe wieder mal eine Zwetschgenwaie gebacken.
Mit einem Quark-Ölteig als Grundlage geht das ganz schnell.
Normalerweise verwende ich helles Dinkelmehl für den Teig. Diesmal habe ich noch etwas Dinkelvollkorn-Mehl untergemischt.



Quark-Öl Teig
(für ein Waie-Form mit 28-30 cm Ø)
• 150 g Quark
• 6 Esslöffel Milch
• 6 Esslöffel Rapsöl
• 75 g Zucker
• 1 Päckchen Vanillezucker
• eine Prise Salz
• 400 g Mehl
• 1 Päckchen Backpulver

Aus diesen Zutaten einen geschmeidigen Teig kneten.

Zum Belegen
• 1 kg Zwetschgen
• Zimtzucker zum Bestreuen

Den Teig auf Größe der Backform ausrollen. Die Form damit auslegen und einen Rand hochdrücken. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Dann mit halbierten, entsteinten Zwetschgen belegen und mit etwas Zimtzucker bestreuen.
10 Minuten bei 200 °C backen.

Für die Streusel:
• 200 g helles Dinkelmehl Type 630
• 25 g gehackte Mandeln
• 150 g Zucker
• 125 g Butter

Die Zutaten für die Streusel mit den Händen oder der Küchenmaschine leicht verkneten und die krümelige Masse auf dem Kuchen verteilen.
Dann noch ca. 20 Minuten bei 200 °C fertigbacken.

En Guete!


Zwetschgenkuchen Quark Oelteig 3

Zwetschgenkuchen Quark Oelteig 4


Quick and easy:
Plum Cake with Crumble

Quark-oil dough
(for a tart tin with 28-30 cm Ø)
150 g quark (fromage blanc/cottage chese)
6 tablespoons milk
6 tablespoons rapeseed oil
75 g sugar
1 sachet vanilla sugar
a pinch of salt
400 g flour
1 sachet baking powder

Knead a smooth dough from these ingredients.

For the filling
1 kg plums
Cinnamon sugar to sprinkle

Roll out the dough to the size of the tart tin. Line the tart tin with it and pull up an edge.
Pierce the bottom for several times with a fork. Then cover with halved, stoned plums and sprinkle with a little cinnamon sugar.
Bake at 200 ° C = 392 °F for 10 minutes.

For the crumble
200 g light spelled flour type 630
25 g chopped almonds
150 g sugar
125 g butter

Lightly knead the ingredients for the crumble with your hands or use a food processor and sprinkle the crumbly mixture on the cake.
Then bake for about another 20 minutes at 200 ° C = 392 °F.

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Aus meinem Garten: Ende Juni

Passionsblumen Juni_


Sind sie nicht wunderbar, diese Passionsblumen-Blüten? So üppig, wie in diesem Jahr, hat die Pflanze noch nie geblüht.
Ich könnte ewig davorsitzen und sie bestaunen.


Passionsblumen Juni 1


Ausserdem habe ich nochmal ein paar Fotos von den Taglilien für euch.



Lavendel



Rose Schneewittchen und eine unbekannte, lilafarbene Rose im Vorgarten



Färberkamille und Mutterkraut



 Australisches Eisenkraut



Kürbisblüten


Kuerbisblüte


…und noch ein gern gesehener Gast in meinem Vorgarten – Weinbergschnecken


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Nordic Walking und ein Besuch in Berners Straussi in Mauchen

NW Berners Straussi Mauchen 6


Vor etwa zwei Wochen war unser letzter Nordic Walking Abend vor der Sommerpause.
Wie üblich, sind wir – nach einer etwas kürzer gewählten Strecke als sonst – zum Abschluss zu einer kleinen Stärkung eingekehrt.
Schon in der Herbst-/Winter Saison waren wir in Mauchen – damals im Gasthaus zur Krone.

Anders als im Winter, konnten wir diesmal bei Tageslicht unsere Tour durch die Reben ziehen.
Hier ein paar Fotos vom Laufen, der schönen Landschaft und vom Essen in der Straussi…als kleine Anregung für eine Wanderung oder einen kleinen Spaziergang mit „Verpflegungsstation”.




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Aus meinem Garten – Juni

Passionsblume 1


Dieses Wochenende war Gartenarbeit angesagt. Der Rasen – wenn man das bei der Markgräflerin überhaupt so nennen kann – musste endlich mal wieder gemäht werden, dann wurden lange Gräser und Unkraut gezupft, das Verblühte von den Rosen abgschnitten…. Was man halt so im Garten alles zu tun hat.
Jedenfalls habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich meine Passionsblume näher angeschaut habe. Die ist über und über voll mit Blütenknospen und einige sind schon aufgeblüht.
So üppig wie dieses Jahr war sie noch nie.



Und Mitte Mai hatte ich mal etwas ausprobiert: Gemüse in untypische Behälter gepflanzt. Ich hatte zwei Tomatenpflanzen gekauft, je eine gelbe und grüne Zucchini und eine Pflanzsack. Ausserdem musste ein Plastikkorb von Aldi für meine Versuche herhalten. Der Markgräfler hat am Boden kreisrund mit einem Nagel Abflusslöcher gemacht.
Dann kam die Bepflanzung mit Tomaten, Zucchini und Kapuzinerkresse-Samen.
Auf dem Kompost, den ich im Frühjahr umgeschichtet hatte, waren Kartoffeln und Kürbisse aufgegegangen. Ausserdem meinte eine Rote Bete, die schrumplig geworden war und deshalb auch auf dem Komposthaufen gelandet war, Blätter zu bekommen und wieder zu wachsen. Na sowas!
Jedefalls habe ich eine der Kürbispflanzen, eine gekaufte grüne Zucchini und Rote Bete im Pflanzsack platziert, ausserdem auch ein paar Kapuzinerkresse Samen.



Und der Sack sieht jetzt so aus:


Pflanzsack 1


Bald können die ersten Zucchini geerntet werden. Die Rote Bete hat schon Blütenansätze und sollte bald mal aus der Erde gebuddelt werden und im Kochtopf landen…

Die Tomaten im Plastikkorb gedeihen auch wunderbar, sie sind mit zwei Tomatenstangen ausgestattet und haben seit der Pfanzung schon die dreifache Höhe erreicht. Davon habe ich noch kein Foto gemacht. Sobald die ersten Tomaten rot sind (es hängen nämlich schon kleine, grüne Früchte dran) gibt es davon auch ein Bild.



Ansonsten bestimmen Clematis, Lavendel und Taglilien derzeit das Bild.



Fortsetzung folgt…

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Unterwegs im Markgräflerland: Z’Lörrach uff’em Märt

Loerrach Markt 1


Neulich waren der Markgräfler und die Markgräflerin zum Bummeln in Lörrach. Es war Samstag, und es bot sich die Gelegenheit, einmal über den Marktplatz zu schlendern.
Dass man hier so richtig im Markgräflerland ist, beweist das Angebot an den Bauernständen.
Heimischer Spargel, Obst und Gemüse, Kräuter, Tomaten- und Chilipflanzen und allerlei Selbstgemachtes – von Eierlikör über Eingemachtes bis hin zur Linzertorte mit ihren Varianten Mailänder (heller Teig mit Aprikosenmarmelade gefüllt) und Hüsi(n)ger (mit Nuss- und Marmeladenfüllung).
Von der Stadt Lörrach gibt’s übrigens einen netten Flyer „Wochenmärkte in Lörrach“ mit den Wochenmarkt-Terminen. Auf der Rückseite ist ein Kalender, der zeigt, welches Gemüse gerade Saison hat.


Loerrach Markt 4



An einem Bauernstand habe ich weißen Spargel aus dem Örtchen Fischingen mitgenommen. An einem anderen gab es Brunnenkresse im Topf. Ausserdem haben ein paar Oliven, gefüllte Weinblätter, Grünspargel und neue Kartoffeln und frisches Holzofenbrot von der Bäckerei „Heiners Backparadies” … den Weg in den Ikea-Einkaufstrolley („Hackenporsche”) gefunden.


 Blumen


Loerrach Markt 11



Gemüse


Loerrach Markt 6


Loerrach Markt 5


Kräuter und Gemüsepflanzen


Loerrach Markt 19


Loerrach Markt 25


Loerrach Markt 7


Und dann, auf unserem Rückweg zum Parkhaus waren wir froh, dass wir auf dem Markt noch Spargel bekommen hatten:


Loerrach Markt 26
Alle wollen Spargel….

Spargelrezepte folgen….


Vorschau:

Spargel Brunnenkresse neue Kart 1
Spargel mit Brunnenkresse

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Badisches Spargelgemüse trifft auf Schwäbische Maultäschle

Spargelgemuese Maultaschen 3
Badisches Spargelgemüse mit Schwäbischen Maultaschen

Und jetzt kommt doch noch das eine oder andere Spargelgericht!
Nachdem es in den vergangenen Tagen sommerlich heiß war, wird die Spargelsaison bestimmt auch bald zuende sein.


Spargelgemuese Maultaschen 4
Typischer Spargelstand im Markgräflerland – hier bekommt man auch Erdbeeren, Blumen, Kartoffeln und Wein

Ich habe nämlich schon die ersten, reifen Kirschen im Markgräflerland gesichtet – und eine alte Bauernregel sagt:
„Kirschen rot – Spargel tot”…
Die heutige Spargel-Kombination mag ungewöhnlich klingen – ist aber durchaus delikat.
Ich habe die Kalbfleischtaschen von Bürger verwendet – das soll jetzt keine Schleichwerbung sein, aber die schmecken uns wirklich am besten!


Spargelgemuese Maultaschen 1


Badisches Spargelgemüse mit Schwäbischen Maultaschen


Für das Spargelgemüse

• 1 kg Spargel, Bruchspargel oder Spargelspitzen
• 4 Esslöffel Butter
• 8 Esslöffel Mehl
• etwa ½ Liter Spargelbrühe
• 1 Teelöffel gekörnte Fleisch- oder Gemüsebrühe
• Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
• nach Belieben etwas Sahne
• etwas Muskatnuss
• Schnittlauchröllchen und essbare Blüten für die Deko

Zubereitung

Den Spargel waschen, schälen, in gleich lange Stücke schneiden. In einen Topf geben und mit Wasser bedecken, salzen.
Aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen.

2 Esslöffel Butter schmelzen, 4 Esslöffel Mehl hinzufügen, zu einem Kloß verrühren und mit Spargelbrühe ablöschen. Unter ständigem Rühren (mit einem Schneebesen) köcheln lassen und nach und nach von der Spargelbrühe zufügen. Mit etwas gekörnter Fleisch- oder Gemüsebrühe, Salz und frisch gemahlenem, schwarzen Pfeffer würzen, nach Belieben etwas Sahne einrühren.
Den Spargel mit einem Schaumlöffel abschöpfen und zu der weißen Soße geben.
Noch etwa 5 – 10  Minuten köcheln lassen. Mit frischer Muskatnuss würzen.
Zum Servieren mit Schnittlauchröllchen und essbaren Blüten bestreuen.

Für die Maultaschen

• Pro Person 2-3 Maultaschen nach Wahl
• Fleischbrühe

Die Maultaschen in heißer Brühe etwa 15-20  Minuten erwärmen (die Brühe sollte nicht kochen).


Spargelgemuese Maultaschen 2

Asparagus with Swabian ravioli

For the asparagus

1 kg of asparagus, broken asparagus or asparagus tips
4 tablespoons butter
8 tablespoons flour
½ litre of asparagus broth
1 teaspoon granulated meat or vegetable broth
Salt, freshly ground black pepper
to taste some cream
nutmeg
chives and edible flowers for decoration

Preparation

Wash the asparagus, peel, cut into pieces of equal length. Put in a saucepan and cover with water, add salt.
Bring to the boil and simmer for 15 minutes.

In another saucepan, melt 2 tablespoons of butter, add 4 tablespoons of flour, stir in until it forms a dumpling, then deglaze with asparagus broth.
Let simmer, while stirring continuously with a whisk and gradually adding the asparagus broth. Season with little grained meat or vegetable broth, salt and freshly ground black pepper.
Stir in some cream to taste.

Take the asparagus off the water with a slotted spoon to skim and add to the white sauce.
Still about 5 – simmer for 10 minutes. Season with fresh nutmeg.
To serve with chopped chives and sprinkle edible flowers.

Swabian ravioli

Per Person 2-3 ravioli of your choice
broth

Warm the ravioli in hot broth for about 15-20 minutes (the broth must not boil).

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Eine Orchideen-Wanderung im Liliental

Liliental 3


Es ist zwar schon wieder fast zwei Wochen her, als der Markgräfler und die Markgräflerin einen Ausflug in den Kaiserstuhl bei Ihringen gemacht haben, aber ich möchte euch das schöne Erlebnis nicht vorenthalten. Der Markgräfler hatte schon berichtet.

Eigentlich gehörte Ihringen vor langer Zeit auch mal zum Markgräflerland, nämlich zu Zeiten der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg, und dort wird auch die Markgräfler Tracht noch getragen. Aber dazu später, denn die dazugehörige Burg, die Hochburg bei Emmendingen, haben wir am selben Tag auch noch besucht.


Liliental 2


Vor vielen Jahren haben wir im Mai/Juni schon einmal eine Wanderung im Liliental unternommen. Schon damals war ich von den Orchideenwiesen sehr angetan. Aber Hauptattraktion ist eigentlich der Baumlehrpfad, auf dem auch riesige Mammutbäume zu finden sind.
Man kann den Pfad über verschiedene Rundwege erwandern, der längste Weg ist etwa 5,5 km lang, es gibt aber auch kürzere. Wer also nur einen kleinen Spaziergang unternehmen möchte, der kann den kleinen Rundweg mit 2 km wählen.
Der Lilienhof, das ist die Gaststätte am Ausgangspunk dieser Wanderung – war bei unserem Besuch leider wegen Umbau/Renovierung geschlossen., sollte aber jetzt wieder geöffnet haben.


Liliental 1


Hier sind ein paar Impressionen vom Großen Rundweg  mit ein paar Abstechern auf die kleineren Wege…


Liliental 4



Orchideenwiesen / Knabenkräuter


Liliental 7
Trockenwiese mit Knabenkräutern (pink) und Wiesensalbei (violett)

Liliental 33


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Neulich unterwegs im Markgräflerland („Toskana Deutschlands”)

Klatschmohnfeld 1


Neulich, als die Markgräflerin und der Markgräfler unterwegs waren, haben wir ein wunderschönes Feld mit Klatschmohn entdeckt.
Man könnte fast meinen, man sei in der Provence oder der Toskana. Nicht umsonst heißt das Markgräflerland ja auch „Die Toskana Deutschlands”.
Mit diesen Bildern wünsche ich euch einen wunderschönen Sommertag.
Sie sind der Beweis, dass bei uns das Gute so nah liegt – man muss nur die Augen ein wenig aufmachen.



Looks like being in Tuscany or Provence… No, it’s not!
It’s near the place where I live….

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Der Glocknerhof in Münstertal und eine Besichtigung der Käserei

Glocknerhof 1


Am Samstag vor einer Woche hatte es endlich geklappt – der Markgräfler und die Markgräflerin durften an einer Käserei Besichtigung bei Conny Brenneisen vom Glocknerhof in Münstertal Kaltwasser teilnehmen.

Von zwei früheren Besuchen und Einkäufen hatte ich bereits hier im Blog berichtet, und dadurch kam dann auch der Kontakt zustande. Hier zu den Berichten vom Sommer 2014 und Ende April 2015.

Die Führung sollte etwa eine Stunde dauern, mit anschließender Käseprobe, – ob wir ein wenig Zeit mitgebracht hätten? Ja klar! Und es gab dann so viel Interessantes zu erfahren, dass es am Ende insgesamt mehr als 2 Stunden waren, die wir auf dem Glocknerhof verbracht hatten.

Alles kann und werde ich hier nicht genau wiedergeben – für mehr Information einfach ins Web gehen: http://www.kaeserei-glocknerhof.de/ Hier sind also ein paar Eindrücke – und anschließend hatten wir noch die Möglichkeit, auf dem Hof einzukaufen, um unseren Kühlschrank mit bestem Bioland-Käse und Joghurt aufzufüllen.

These are the pictures of a visit to a cheese maker in the Black Forest. You will find best organic cheeses made from goat’s and cow’s milk.


Glocknerhof 2


Wir hatten unser Auto wieder mal beim Besuchsbergwerk Teufelsgrund abgestellt und sind noch ein paar Minuten durch die schöne Landschaft spaziert.

Was hier so idyllisch aussieht, ist nicht so romantisch, wie manch einer meint…. Steile Hänge machen die Bewirtschaftung mit Traktoren und Geräten nahezu unmöglich – die Geißen fühlen sich aber an den Hängen wohl und betreiben so zusammen mit den Bauern vor allem Landschaftspflege. Manch eine Auflage, die vom Land und der EU erlassen wird, erschwert die Arbeit im „Naturpark Schwarzwald” zusätzlich.

Die Geißen aber kommen fast überall hin – wäre das Gelände nicht mit Zäunen gesichtert, würden sie sogar ständig ausbüchsen. Sie haben nämlich ihren eigenen Willen und sind, was ihre Nahrungsaufnahme angeht, äussert wählerisch:

So fressen sie nicht nur an einem Platz, bis alles abgegrast ist und ziehen dann weiter, so wie das zum Beispiel Schafe tun, sondern sie pendeln von einem Hälmchen zum andern – wer weiß, ob die Gräser drei Meter weiter nicht noch delikater sind, als das eben geknabberte? Aus diesem Grund gibt es auf dem Glocknerhof nur weiße Ziegen – die sieht man nämlich besser und findet sie dadurch schneller wieder, obwohl die weißen Ziegen eher bessere Fleischlieferanten sind. Es gibt im Münstertal insgesamt etwa 1.200 Ziegen – hauptsächlich die braunen Ziegen, welche die besseren Milchlieferanten sind.

Geißen- bzw. Ziegenmilch gibt es nur von April bis Oktober, wenn die Geißen Zicklein haben – also etwa nur ein halbes Jahr. Und dann durften wir die Zicklein im Stall besuchen und ihnen ein paar Streicheleinheiten geben. Von den Zicklein dürfen nicht alle überleben, gebraucht werden überwiegend die weiblichen. Es dauert relativ lange, bis man erkennt, ob es Geißein oder Böcke sind. Und nur die weiblichen geben eben die Milch. Wer Zickleinbraten mag, der kann auf Vorbestellung auch das Fleisch kaufen.



Und Regen – ja, den mögen die Geißen gar nicht. Sie können sich aber jederzeit im Stall aufhalten, wenn sie möchten. Conny  mag den Regen auch nicht so gerne – aber aus einem anderern Grund, wie die Geißen. Rennen die Geißen nämlich ständig hin und her, um vor dem Regen zu flüchten, gibt es weniger Milch.


Glocknerhof 37


Kühe gibt es hier auch…. Weiter geht es zum Kuhstall  – welche Überraschung, der ist ja ganz hell und freundlich und seitlich offen mit viel Licht von oben: Nein, die Kühe frieren nicht im Winter. Im Sommer ist es vielen sogar zu heiß. Und mit mehr Licht fühlt sich nicht nur der Mensch, sondern auch die Kuh viel wohler. Sogar eine SB-Massagebrüste gibt es für die Kühe. Für die Kühe gibt es nur Weide oder getrocknetes Heu – „aus Silofutter-Milch kann man keinen Käse machen” – meint Conny – der Käse würde nicht schmecken. Um gutes Heufutter zu bekommen, braucht es 3-4 Tage schönes heißes Wetter bis das Heu gebrauchsfertig getrocknet ist  – mit der auf dem Hof angewandten Heutrocknung ist man nicht mehr so sehr vom Wetter abhängig.



Anschließend ging’s zum Herz der Käseproduktion  – hinein durften wir aus hygienischen Gründen nicht… aber es gibt große Türen. Glocknerhof 19


Für 9 kg Bergkäse braucht man übrigens 110 Liter Milch. Frische Rohmilch wird im großen Kessel auf 36 °C erwärmt. Dann wird Lab (Enzym aus dem Kälbermagen, das die Milch zum Gerinnen bringt) zugegeben. Nach etwa einer Stunde ist die Milch puddingartig fest. Jetzt zerschneidet man die Käsemasse mit der ”Käseharfe”,  je nach gewünschter Käseart, in verschiedene Bruchgrößen – grober oder feiner. Dann wird gerührt und gewärmt. Sobald sich genug Molke aus dem Käsebruch abgesondert hat, wird die Bruchmasse in Formen gefüllt, und gepresst. (Hartkäse) Da die Glocknerhof-Kühe ausschließlich Heu und kein Silofutter, zu fressen bekommen, wird dem Käse – anders als in großen Käseindustrien – KEIN Lysozym (Enzym aus Hühnereiweiß), Nitrat o.ä zugegeben. Nach einigen Stunden pressen kommt der Käse für einige Zeit in ein Salzbad. Wenn sich eine stabile Kruste gebildet hat, kommt der Käse in den Gewölbe-/Käsekeller. Dort werden die Käse jeden zweiten Tag gewendet, zur Konservierung mit Salzwasser abgerieben und auf ein frisches Holzbrett gelegt. Diese arbeitsintensive Käsepflege ist notwendig um auf den, in BIO-Käse sowieso nicht zugelassenen, antibiotisch wirkenden Konservierungsstoff Natamycin (E235) verzichten zu können! Die Rinde des Glocknerhof Käses kann man also ohne Bedenken mitessen.



Gewölbekeller


Glocknerhof 34



VERKOSTUNG



Glocknerhof 53

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Nordic Walking und ein weiterer Sonnenuntergang im Markgräflerland

Sonnenungergang NW 23_04_15_4


Am Donnerstagabend war die Markgräflerin, wie üblich, beim Nordic Walking. Es gab wieder mal einen wunderschönen Sonnenuntergang zu bewundern.
Diese Bilder sind allerdings schon einen Monat alt – damals hatten die Reben nur ansatzweise Blätter – inzwischen hängen sogar erste Blütenansätze dran.
Aber ich möchte euch die schönen Stimmungsfotos trotzdem nicht vorenthalten.