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Wanderung zum Castellberg

Castellberg Sulzburg Bergbau Wanderweg 31


Und noch mal eine Wanderung zu einer Burg!
Nach Burg Neuenfels, Sausenburg und Burg Rötteln geht es nun in Richtung Ballrechten-Dottingen.
Der Castellberg oder Kastellberg (mit Stummen „e“ im ersten Wortteil) bei Ballrechten-Dottingen war in den 1980er Jahren ein beliebtes Ziel für Wandertage kurz vor Ende des Schuljahres. Ideales Ziel für eine kleine Wanderung oder einen kleinen Spaziergang, angesichts der Wetterprognosen und Hitzewarnungen bis in 800 Meter Höhe hatten wir uns im vergangenen Jahr für eine Wanderung von Sulzburg aus entschieden.

Wir folgen zu Beginn der Route des Bergbaugeschichtlichen Wanderwegs. Start ist auf dem Marktplatz, wir gehen in Richtung Stadttor, vorbei am Landesbergbaumuseum, und biegen vor dem Tor in die Ernst-Bark-Gasse ab und laufen zur Synagoge. Es geht wieder nach rechts in die Gustav-Weil-Straße. Bei der Klostergasse halten wir uns links und gehen Richtung Klosterkirche St. Cyriak (Wikipedia). Entlang der Friedhofsmauer gehen wir bis zur Schlossbergstraße und halten uns links bis zum Wegweiser Kosakenwäldele. Hier folgen wir dem Wegweiser in Richtung Castellberg (gelbe Raute).


Wanderung Castellberg 1


Beim kleinen Anstieg drehen wir uns immer wieder um und lassen den Blick über Sulzburg, die Kirche St. Cyriak und den Schlossberg schweifen.

Wir machen einen kurzen Abstecher zum Schlössleberg wo es Mauerreste der einstigen Burg der Üsenberger zu sehen gibt.


Wanderung Castellberg 2


Irgendwann kommen wir an der Abzweigung des Bergaugeschichtlichen Wanderwegs (Schild Arthur-Faißt-Wegle) vorbei und halten uns aber geradeaus.

Wir folgen dem Weg, und in einer Biegung beim Schild Gänsebuck treten wir kurz aus dem Wald raus und werfen einen Blick in Richtung Rheinebene, gehen aber weiter auf dem Weg durch den Wald.


Wanderung Castellberg 3

Wanderung Castellberg 11


Es geht weiter bis zum Wegweiser Bierenstiel Rank, hier folgen wir dem „Bettlerpfad“ bis zum Wegweiser Castellberg bei der Castellberghütte mit Parkplatz, Grill und Waldspielplatz. Eine Erklärungstafel weist noch auf die abgebrannte Gerichtseiche des Freiburger Künstlers und Holzbildhauers Thomas Rees hin.


Wanderung Castellberg 8

Wanderung Castellberg 5

Wanderung Castellberg 9

Wanderung Castellberg 13

Die 2,5 km lange Wanderung durch eine der schönsten historischen Reblandschaften am Castellberg bietet als besondere Höhepunkte nicht nur die restaurierten Steintreppenzüge von der Basis bis zur Kuppe, die restaurierten Trockenmauern und den Aussichtsturm auf der Hügelkuppe. Wussten Sie, das auf dem Castellberg im Flaumeichenwald – eine 10 ha großen Naturschutzgebiet – auch eine vorgeschichtliche Ringwallanlage, eine mittelalterliche Burg  und eine Festungsanlage aus dem Barock zu entdecken sind?


Wir folgen ab hier der Beschilderung Castellberg Pfad bis zum Wegweiser Castellbergruine, und können nach wenigen Metern einen Blick auf die Staufener Burg erhaschen.


Wanderung Castellberg 17

Wanderung Castellberg 18

Wanderung Castellberg 12


Von der Bronzezeit zur barocken Festung

Auch wenn man aufgrund des Namens an ein römisches Kastell denken könnte, so sind bisher keine römischen Funde vom Castellberg bekannt. Trotzdem war der Berg schon lange vor der mittelalterlichen Burg bewohnt. Die hier gefundenen Keramikscherben belegen, dass sich hier auf der Hügelkuppe Menschen bereits zwischen 1600 und 550 vor Christus – also von der Bronzezeit bis zu den frühen Kelten -zeitweise niedergelassen haben. Davon zeugt der im Gelände noch etwa 2 m hohe Abschnittswall mit  vorgelagertem Graben. Wenn man den schmalen Pfad im Wald weiter läuft, trifft man auf einen tiefen Burggraben und die Ruine einer mittelalterlichen Burg, die um 1700 nochmals ausgebaut wurde zu einer barocken Festungsanlage. Eine weitere spannende Geschichte ist die Entstehung und die Geologie des Castellberges sowie die hier wachsenden seltenen Pflanzen.


Wanderung Castellberg 19


Ein Flaumeichenwald mit üppiger Strauchgesellschaft, dazu Magerwiesen und Halbtrockenrasen mit botanischen Kostbarkeiten, eine Insel südländischer Vegetationen.
Die bewaldete 10 Hektar große rebenumgrenzte Bergkuppe ist vollkommen geschützt.
Jede Beschädigung, das Sammeln von Tieren, das Ausgraben oder Abpflücken von Pflanzen der Art ist durch Verordnung vom Februar 1977 untersagt.
Dieser erdgeschichtlich markante Einzelberg, eine hängengebliebene Scholle der Schwarzwaldrandverwerfung bietet herrliche Ausblicke auf 35 Orte in weiter Ebene zwischen Schwarzwald und Vogesen. Neben dem Turm findet man Mauerreste einer mittelalterlichen Befestigung.


Schautafel auf dem Weg zum Aussichtsturm


Wanderung Castellberg 20

Wanderung Castellberg 23


Bronzezeitliches Vollgriffschwert von Heitersheim und Krieger der Bronzezeit mit Vollgriffschwert (Wandbild Julius Naue, 1900)

Das Kriegergrab von Heitersheim
Der Herr vom Castellberg?
Nur 5 Kilometer entfernt vom Castellberg wurde 1845/46 westlich von Heitersheim beim Bau der Eisenbahnstation ein bronzenes Schwert aus der mittleren Bronzezeit gefunden. Es stammt vermutlich aus einer nicht dokumentierten Bestattung in einem Grabhügel. In der mittleren Bronzezeit ab etwa 1600 vor Christus entwickelten sich aus den frühbronzezeitlichen Dolchen erstmals Schwerter mit längeren Klingen, die ausschließlich als Waffen gegen Menschen gedacht waren. Zu dieser Zeit war ein Schwert ein teures Statussymbol, das den Besitzer aus der Masse heraushob. Vielleicht wohnte der Krieger von Heitersheim auf der nächst gelegenen Höhensiedlung, dem Castellberg.


Wanderung Castellberg 25


Der Abschnittswall auf dem Castellberg

In welcher vorgeschichtlichen Besiedlungsphase des Castellberges die an dieser Stelle noch sichtbare Befestigung gebaut wurde, ist nicht bekannt, da es bisher noch keine Ausgrabungen gab. Der Wall – heute noch bis zu 2 Meter hoch – war vermutlich eine ursprünglich etwa vier Meter hohe Holz-Erde-Mauer in Kastenbautechnick, die sobald das Holz verrottet war, zusammengefallen ist. Die Befestigung riegelte die steilere südliche Bergspitze vom leichter zugänglichen nördliche Sattel ab.


Gefäßkeramik der Mittleren Bronzezeit mit ihren typischen Mustern aus dem Breisgau und Urnenfelderzeitliche Gefäßkeramik aus einem Frauengrab con Bad Krozingen „Großer Hofacker).

Neue Gesellschaftsformen in der Mittleren Bronzezeit
(1600 bis 1300 v. Chr.)

Die Höhensiedlung der mittleren Bronzezeit auf dem Castellberg ist eine von den neu entstandenen Höhensiedlungen wie auch auf dem Schönberg und dem Staufener Schloßberg im Breisgau, die bisher aber wenig erforscht sind.
Reiche Grabfunde aber zeigen, dass ab etwa 200 vor Christus sich die Gesellsschaft in ganz Mitteleuropa zu wandeln beginnt, verursacht offensichtlich durch den neuen Werkstoff Bronze – eine Legierung aus Kupfer und Zinn. Dadurch bedingt entwickelten sich ganz neue Wirtschaftszweige im Bergbau, Metallhandel und ein spezialisiertes Handwerk.

Eine Burg der Urnenfelderzeit?
(1200 bis 800 v. Chr.)

Auch in der Folgezeit – der späten Bronzezeit von 1200 bis 800 vor Christus, der sogenannten Urnenfelderzeit – ist der Castellberg wieder besiedelt. Zu dieser Zeit sind besfestigte Höhensiedlungen im Breisgau häufiger und auf dem Burkheimer Burgberg und dem Breisacher Münsterberg auch archäologisch gut erforscht.
Gleichzeitig sind zahlreiche Talsiedlungen bekannt, die auf den fruchtbaren Schwemmlössfächern der Flüsse im Breisgau liegen. Das lässt auch weiterhin auf eine hierarchische Gesellschaft schließen.

Eine Frühkeltische Höhensiedung
(800  bis 550 v. Chr.)

Typische Keramikscherben aus der Zeit der frühen Kelten – der sogenannten Hallsttattzeit zwischen 800 und 550 vor Christus belegen, dass der Castellberg wieder besiedelt war. Gleichzeitig gab es auf sehr vielen Anhöhen im Breisgau weitere Höhensiedlungen. Die Höhensiedlugnen scheinen zu dieser Zeit keine besondere STellung einzunehmen, da  das Fundmaterial sich nicht von dem der Talsiedlungen unterscheidet. Am Ende der frühkeltischen Zeit um 520 vor Christus wurden die meisten Höhensiedlungen – wie auch der Castellberg – wieder verlassen. Nur der Breisacher Münsterberg blieb als zentralörtliche Höhensiedlung übrig.
Die Kelten sind die ersten Völker nördlich der Alpen, deren Name seit etwa 500 vor Christus von griechischen Historikern überliefert ist.


Wanderung Castellberg 26

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Wanderung Castellberg 28


Hier nehmen wir den mittleren Trampelpfad zwischen den Flaumeichen. Auf dem Weg zu den Überresten der mittelalterlichen Burg, passieren wir noch die Reste einer älteren Wallanlage und landen schließlich beim kläglichen Überbleibsel des einstigen Burgturms. Direkt daneben steht ein stählerner Aussichtsturm, der im Jahr 1962 von der Ortsgruppe Sulzburg des Schwarzwaldvereins errichtet wurde. Von oben hat man einen schönen Blick nach Westen in Richtung Rheinebene und die Vogesen. Nach Süden und Norden hin versperren hohe Bäume die Sicht.


Wanderung Castellberg 30

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Reste des WehrturmsWanderung Castellberg 35


Mauerrest des WohngebäudesWanderung Castellberg 36

Wanderung Castellberg 38


Wir folgend dem Wegweiser Castellberg Pfad weiter in Richtung Süden. Am Südzipfel des Castellbergs finden wir dann eine nette Sitzgelegenheit, eine Bank mit Tisch und schöner Aussicht in die Rheinebene sowie auf Sulzburg und Laufen. Hier packen wir unser kleines Vesper aus.


Wanderung Castellberg 44


Im Wald entdecken wir einen schönen Falter – Der Russische Bär, auch Spanische Flagge genannt, (Euplagia quadripunctaria) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Unterfamilie der Bärenspinner (Arctiinae).



Anschließend folgen wir der roten Raute mit den Trauben durch die Weinberge – der Markierung des Markgräfler Wiiwegli – bis zum Wegweiser Vorderer Castellberg. Ab hier folgen wir dem Wiiwegli zurück zum Marktplatz, vorbei am einstigen Sulzburger Bahnof bis wir wieder zur Kirche St. Cyriak kommen, wo wir unser Auto abgestellt haben.


Karte


Souvenir vom Castellberg:
Roter Gutedel

Wanderung Castellberg 53


Weitere Bilder gibt es beim Markgräfler.

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Spätsommerliche Wanderung in Staufen: Messerschmiedfelsen – St. Johanneskapelle – Burg


Wanderung Staufen 1


Heute berichte ich euch über eine spätsommerliche Wanderung durch Wald und Reben zur Burg Staufen. Obwohl die gesamte Strecke, die wir gewandert sind nur 6 Kilometer beträgt, haben wir vier Stunden gebraucht – der Weg hat viele Steigungen und ausserdem war es an diesem Tag sehr warm.
Und dann haben wir auch noch auf einer Bank unterhalb der Burg eine gemütliche Vesperpause eingelegt und die schöne Aussicht genossen.

Unser Auto hatten wir am Bahnhof in Staufen abgestellt. Von dort ging es durch die Altstadt und dann durch den Wald zum Messerschmied Felsen, wo wir eine kurze Pause eingelegt haben. Von dort hat man eine tolle Aussicht. Dann ging es weiter zur St. Johanneskapelle, die wir besichtigt haben und dann weiter durch die Reben zur Burg Staufen. Ich habe noch ein paar Bilder von einem kurzen Stop in Staufen von vergangenem Jahr in diesen Beitrag eingeschmuggelt.
Wer möchte, kann im Anschluss an die Wanderung noch im Café Decker einkehren und sich mit Kaffee und Kuchen stärken. Der Klassiker – Schwarzwälder Kirschtorte – aber auch der Bienenstich und die Petit Fours sind sehr zu empfehlen.


Köstliches Gebäck im Café Decker, Staufen


Karte


Blick von der Bacchus Figur auf die Burg Staufen



Staufener Weinbrunnen


Der Schwarzwälder in Breisgau / Johann Peter Hebel
Z‘ Müllen an der Post,
Tausigsappermost!
Trinkt me nit e guete Wii!
Goht er nit wie Baumöl ii,
z’Müllen an der Post!

Z‘ Staufe uffem Märt
hensi, was me gert,
Tanz un Wii un Lustberkait,
was aim numme ’s Herz erfreut,
z’Staufe uf em Märt !

Wo n i gang un stand,
wär’s e lustig Land.
Aber zaig mer, was de witt,
numme näumis find i nit
in dem schöne Land.

Ime chlaine Huus
wandlet ii un uus,
gell, de mainsch, i sag der, wer?
`s isch e Si, es isch kai Er,
ime chlaine Huus.

Z’Bürglen uf der Höh,
nai, was cha me seh!
Oh, wie wechsle Berg un Tal,
Land un Wasser überal,
z’Bürglen uf der Höh !

Z’Fryburg in der Stadt,
suufer isch’s un glatt;
riichi Heere, Geld un Guet,
Jumpfere wie Milch un Bluet,
z’Fryburg in der Stadt.

Mynen Auge gfallt
Heerischried im Wald.
Wo n i gang, se denk i dra;
`s chunnt mer nit uf d’Gegnig a,
z’Heerischried im Wald.


Das Rathaus / Auf dem Marktplatz



Schnapsbrennerei Schladerer



Historisches Bild an einem Bauzaun in Staufen



Durchs Wohngebiet und dann durch einen Eichenwald geht es bergauf in Richtung Messerschmiedfelsen.



… geschafft!

Am Eingang zum Münstertal ragt oberhalb der ehemaligen Messerschmiede von Staufen ein Porphyrfelsen mit einer Aussichtskanzel in die Oberrheinebene hinein. In der Umgebung des Felsens wächst ein lichter Eichenwald, in der im Frühsommer das „Weiße Waldvögelein” blüht.



Ausblick vom Messerschmiedfelsen



Figur der heiligen Barbara – die Figur, die ursprünglich an diesem Platz angebracht war, war weiß. Nach einem Diebstahl wurde diese durch eine schwarze Figur ersetzt.

Nach der Legende lebte die Tochter des reichen griechischen Kaufmanns Dioskoros in Nikomedia, dem heutigen Izmit in der Türkei. Im Jahr 306 starb sie den Märtyrertod. Viele Erzählungen ranken sich um Barbara: So soll sie von ihrem heidnischen Vater in einen Turm eingeschlossen worden sein, weil er auf seine bildschöne junge Tochter eifersüchtig war und eine Heirat verhindern wollte. Während der Vater auf Reisen war, ließ Barbara sich heimlich taufen.

Auf der Flucht vor ihm soll sie durch eine Bergspalte entkommen sein und Unterschlupf bei einem Hirten gefunden haben, der sie schließlich verriet. Ihr Vater soll sie dem Gericht überantwortet und dann selbst enthauptet haben, um anschließend von einem Blitzschlag getroffen zu werden. Deshalb wird Barbara mit dem Blitz in Verbindung gebracht, bei Stürmen werden Gebete an sie gerichtet.
Wegen ihrer Flucht durch eine Felsspalte wird sie von den Bergleuten als Schutzheilige verehrt.



Die St. Johanneskapelle


Wanderung Staufen 30


Kleiner privater Kräutergarten vor der St. Johanneskapelle



Weiter geht es durch ein Wohngebiet und die Reben zur Burg:


Kurt Lehmann: Weiblicher Halbakt

 

Ausblick beim Aufstieg zur Burg


Auf dem Rückweg….


Weitere Bilder gibt es beim Markgräfler

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Feierabend-Cocktail: Breisgau Cooler

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Freitag, der 21. Dezember 2018 –  Für die meisten von euch war dies der letzte Arbeitstag vor Weihnachten und viele verabschieden sich in die wohlverdienten Weihnachtsferien.
So auch die Markgräflerin. Das ist doch ein Grund, sich den längst überfälligen Feierabendcocktail zu genehmigen!

Im vergangenen Jahr hatte die Markgräflerin von ihrer lieben Nachbarin zu Weihnachten ein ganz besonderes Buch geschenkt bekommen.
Das Buch „Bar Obst“ von der Schwarzwälder Hausbrennerei Schladerer in Staufen im Breisgau mit außergewöhnlichen Cocktail-Creationen mit heimischen Edelbränden.
Wir dachten, dass wir zum Anfang einen relativ leichten und erfrischenden Cocktail aussuchen und haben uns für den Breisgau Cooler mit Mirabellenschnaps entschieden – allerdings haben wir nicht einen aus dem Markgräflerland dafür verwendet, sondern aus dem Land der Mirabellen – der Lorraine, der jetzt leer ist.

Ich wünsche euch schöne und besinnliche Tage im Kreis eurer Lieben! Feiert schön….


Breisgau Cooler


Zutaten

• 2 cl Mirabellenwasser
• 2 Orangenspalten (unbehandelte Orange)
• 120 ml Ginger Ale
• Eiswürfel

Zubereitung

Ein Longdrink-Glas mit Eis füllen, den Obstbrand angießen. Zwei Orangenspalten über dem Glas ausdrücken, Orangenspalten ins Glas geben. Mit Ginger Ale auffüllen.


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Breisgau Cooler


Ingredients

2 cl Mirabelle schnaps
2 orange slices (organic orange)
120 ml ginger ale
ice cubes

Preparation

Fill a longdrink glass with ice cubes, add the mirabelle schnaps. Press two orange slices over the glass, place orange slices in the glass. Fill up with ginger ale.


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Breisgau Cooler


ingrédients

2 cl eau de vie de mirabelle
2 tranches d’orange (bio)
120 ml  soda au gingembre
cubes de glace

préparation

Remplissez un verre à longdrink avec de la glace, ajouter l’eau-de-vie de mirabelle. Pressez deux tranches d’orange sur le verre, placez des tranches d’orange dans le verre. Faites le plein de ginger ale.

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frühling, Markgraeflerland

Maikäfer flieg…

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Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Maifeiertag!

Vom Markgräfler habe ich dieses Jahr wieder einen Maikäfer aus Schokolade geschenkt bekommen. Nicht nur sein Äusseres ist äusserst dekorativ und delikat – innen ist er mit leckeren Pralinen gefüllt. Die Confiserie Krauss in Müllheim stellt die Maikäfer jedes Jahr her, in verschiedenen Größen und auch ohne Füllung.

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Diese kleinen Pralinen-Maikäfer stammen von der Confiserie Decker (Café Decker) in Staufen:

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Essen & Trinken, Food, Rezepte

Slowfood: Wein und Schokolade – die etwas andere Weinprobe

Gestern abend gab es im Weingut Zähringer in Heitersheim eine ganz besondere Weinprobe: Wein & Schokolade – in Zusammenarbeit mit Slowfood Deutschland e. V.

Paulin Köpfer vom Weingut Zähringer führte unterhaltsam und äusserst lehrreich durch den Abend. Wer bisher geglaubt hat, das Wein in Verbindung mit Schokolade ein absolutes „No-Go“ ist, wurde hier vom Gegenteil überzeugt. Bewusst wurden mehrere Pralinensorten mit verschiedenen Weinen gegengekostet. Eine absolut spannende Angelegenheit.
Es stimmt schon, dass nicht jede Schokolade oder Praline zu allen Weinsorten passt. Die Weinprobe war speziell darauf ausgerichtet, die verwandten und passenden Aromen von Wein und Schokolade zu entdecken und die vielen Nuancen herauszuschmecken.

Die Schokoladen bzw. Pralinés sind aus der Confiserie des  Café Decker in Staufen.

Begrüßt wurden wir zum Apéro mit dünnen Vollmilch-Schokolade Täfelchen, die mit frischen Orangen aromatisiert waren. Dazu wurde ein Secco, der 2011 er „MARKGRÄFLER PRIKKLER” kredenzt.

Paulin Köpfer vom Weingut Zähringer

Bei der Degustation wurden dann immer zuerst die Weine beschrieben  und verkostet, dann die Pralinen in Augenschein genommen und zusammen mit dem Wein probiert.
Wichtig dabei ist, dass man den Geschmack der Schokolade erst auf der ganzen Zunge wahrnimmt, d. h. sie langsam auf  der Zuge zergehen lässt…. Slowfood eben.

Gisela Bautz von Slowfood mit einem Teilnehmer, einem Nicht-Markgräfler, der gerade seinen Urlaub im Markgräflerland verbringt.

1.

MIMOSA (Nougat, umhüllt mit Orangenmarzipan und Vollmilch-Schokolade) mit 2008 er CHARDONNAY VIERLIG SEKT TROCKEN aus der Magnumflasche
(der Sekt wurde mit Eiswein dosiert und passt daher gut zur Süße und dem Orangenaroma der Praline)

2.

SCHICHTNOUGAT  und  2011 er  GUTEDEL MILD LITERFLASCHE

Jubiläumspraline CARAMELL-TRÜFFEL MIT FLEUR DE SEL  und  2011 er EDELGRÄFLER WEISSWEIN TROCKEN

3.

MACADAMIA NUSS  und  2009 er REGENT TTROCKEN

EDELBITTER MIT ROTEM PFEFFER  und  2009 er SPÄTBURGUNDER MILD

HASELNUSSMARZIPAN  und  2007 er SPÄTBURGUNDER ROTWEIN TROCKEN (Edition Zähringer Löwe „SR”)

oben Mitte: Macadamia Nuss
links: Haselnussmarzipan                    rechts: Edelbitter mit rotem Pfeffer

4.

Dann musste es zwischendurch etwas Pikantes geben, um den Geschmack zu neutralisieren und um Grundlage für den zweiten Teil zu schaffen.
Ebenfalls vom Café Decker aus der Bäckerei einen Speckgugelhupf und Tessiner Brot mit Feigen und Nüssen

dazu einen 2011 er GUTEDEL TROCKEN, wie es bei uns im Markgräflerland üblich ist.

5. Weißer und Roter im Vergleich:

NOISETTE NOIR

KAKAOBOHNE (mit Kakaosplittern/nibs)

und  2009 er CHARDONNAY SZ TROCKEN MAGNUM
(weiss)

  und  2009 er VILLA URBANA SZ TROCKEN
und  2009 er SPÄTBURGUNDER AUSLESE TROCKEN
(rot)

6.

WEISSE WALNUSS SCHOKOLDADE  und  2011 er WEISSBURGUNDER SZ trocken

MANDELWEICHKROKANT  und  2007 er GRAUBURGUNDER EISWEIN (Edition Zähringer Löwe Nr. 42)

7. Und zum Abschluss:

MOCCA TRÜFFEL und MARC VOM BURGUNDER BARRIQUE

und ESPRESSO

Vielen Dank an Frau Gisela Bautz von Slowfood, Herrn Markusa Pahlke von der Confiserie Decker (der leider nicht anwesend sein konnte) und Herrn Paulin Köpfer vom Weingut Zähringer und auch an die Weinkeller-Crew für den wunderschönen Geschmackserlebnis-Abend!

Essen & Trinken, Food, Rezepte

Teil 1: Seminar im Spielweg Romantik Hotel in Münstertal/Schwarzwald: Hutzelbrot, Linzertorte und Käsevesper, oder: Elchtest bestanden!

Hutzelbrot

Teil 1

Beinahe hätte es auf meinem Heimweg vom Backseminar in Münstertal noch einen Wild-Gang gegeben…aber dazu später.
Gestern habe ich „fremdgebacken“ – bei einem Seminar über Hutzelbrot, Linzertorte und selbstgemachten Käse von Karl-Josef Fuchs, Koch, Bäcker, Jäger, Käser des Spielweg Romantik Hotel in Münstertal. Hier der Link zum Rezept mit Video
Den Gutschein (Original Schwarzwald) habe ich von meinem Mann zum Geburtstag geschenkt bekommen.
Die TeilnehmerInnen (es sind auch Männer dabei!) werden im Kaminzimmer empfangen- weihnachtliche Stimmung kommt auf!

Nochmal gründlich Hände waschen und dann geht’s an der Küche vorbei, über den Hintereingang in die Backstube. Es werden schicke Baumwollschürzen ausgeteilt, für diejenigen, die nicht die eigene mitgebracht haben.
Herr Fuchs erklärt zunächst grundlegende Dinge zu dem Gebäck, das an diesem Abend angefertigt werden soll.

Mit meinem Rezept für Linzertorte liege ich ganz gut – die Rezepte der übrigen Teilnehmerinnen sind größtenteils identisch.
(Es wurde auch über die Mailänder Torte -von einer Mitbäckerin als „Sommer-Linzer“ betitelt, und mit der italienischen „Crostata“ verglichen- diskutiert. Das Hüsinger Torten Rezept kannte kaum jemand.)

Zuerst werden die Dörrfrüchte für das Hutzelbrot vorbereitet. Birnenhälften (Hutzeln= getrocknete Birnen auf Alemannisch), Apfelringle, Aprikosen, Pflaumen. Eigentlich sollen noch Feigen in das Hutzelbrot, die waren aber nicht verfügbar. Ausserdem kommen noch Zitronat, Orangeat und Rosinen rein.

Natürlich hat der Chef schon alles vorbereitet, denn die Dörrfrüchte müssen normalerweise über Nacht eingeweicht werden. Den Roggen-Sauerteig, der für das Hutzelbrot benötigt wird,  bezieht er beim Ebner-Begg. Diesen noch selbst zu machen, wäre zu zeitaufwendig. Gewürzt werden die Früchte mit einem ordentlichen Schuss Kirschwasser (eines bekannten Herstellers aus Staufen)- was so nicht im Rezept steht!-  und Lebkuchengewürz mit Zimt, Nelken, Kardamom, dann noch frisch geriebene Muskatnuss – wie das duftet – der Meister lässt ein Tellerchen zum Schnuppern rumgehen.

Dann wird also der Teig mit der Küchenmaschine (mit dem Flachrührer) untergemengt, erst danach kommen die Nüsse dazu (die Haselnusskerne sind selbst im Ofen geröstet).  Dann häuft man die Masse in Portionen (ca. 1 Teigkratzer voll) auf das mit Backpapier belegte Blech, verziert es mit blanchierten Mandelkernen und schiebt es dann in den Backofen.

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Inzwischen hat auch die Badischen Zeitung die Backkurse von Herrn Fuchs entdeckt. In einem Video vom 09.12.2011 gibt er Tipps zum Backen von Hutzelbrot.

Zur Linzertorte und zum Käsevesper geht’s in Teil 2.

Essen & Trinken, Rezepte

Teil 2: Seminar im Spielweg Romantik Hotel in Münstertal/Schwarzwald: Hutzelbrot, Linzertorte und Käsevesper, oder: Elchtest bestanden!

Linzertorte

&

Käsevesper mit Obermünstertäler, Molkenziger und Bergkäse

Kommen wir nun zum zweiten Gebäck des Abends, der Linzertorte. Hier das Video auf  YouTube

Nachdem die Dörrfrüchte für das Hutzelbrot vorbereitet sind, widmen wir uns jetzt dem Linzertortenteig:

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Das Geheimnis, wie man das Gitter perfekt auf die Torte bringt?:

Man wellt die Teigmenge für das Gitter in Größe der Form aus, misst mit dem Lineal 6 – 8 Streifen ab, rädelt mit dem Teigrad aus (Gitter  3×3 oder 4×4 Streifen, je nach Größe), bestreicht sparsam mit wenig Wasser verquirltem Eigelb und friert die so vorbereiteten Teigstreifen ein!

Die Form wird mit Fettspray ausgesprüht.
Nicht zuviel Marmelade einfüllen, diese kocht beim Backen leicht über, das sieht dann nicht mehr so schön aus.

Während Hutzelbrot und Linzertorte im Backofen sind, wird uns ein Käsevesper mit Wein und Bauernbrot serviert. Wir sind uns einig: so lässt sich’s gut backen, kein Stress mit Aufräumen, auf das Gebäck aufpassen, sondern einfach nur genießen.

Es gibt 3 Sorten hausgemachter Käse: Ein Ziger mit etwas Öl, ein Obermünstertäler Käse (4 Monate gereift)-wahlweise mit Kümmel und ein Münstertäler Bergkäse (6 Monate gereift). Das war der letzte Käse mit Grünfuttermilch in diesem Jahr – man sieht es an der kräftigen Farbe.

Nebenan duftet es schon nach Linzertorte und Hutzelbrot, die auf dem Tisch ausgebreitet werden.

Essen, wie Gott im Münstertal. Am Ende dürfen wir alle unsere selbst gemachte Linzertorte und Hutzelbrot mitnehmen. Dazu gibt es, für jeden Teilnehmer kopiert, die Rezepte – mit Telefon-Hotline Nummer. Manch einer erwirbt noch ein Stück des guten Käses.
Ein rundum gelungener Adventsabend!

Und jetzt kommt’s: Auf meinem Heimweg rennt ein Reh über die Straße, ich bremse heftig. Linzertorte und Hutzelbrot fliegen in hohem Bogen vom Beifahrersitz in den Fußraum. Ich habe noch einmal Glück gehabt: Reh unverletzt über die Straße gekommen, mein Auto ist heil und die Linzertorte ebenfalls! Elchtest 100 % -ig bestanden!

Herr Fuchs bietet übrigens ab November, meist montags Wild-Kochkurse an. In der Gaststube liegen auch seine Kochbücher zum Thema Wild aus.

Zu Hause duftet es nach Weihnachten! Aber ein wenig Geduld muss man noch haben. Die Linzertorte und das Hutzelbrot sollten mindestens eine Woche ruhen, damit sich der Geschmack voll entfalten kann, und die Linzertorte schön weich ist. Aufbewahrt werden beide Gebäcke in Frischhaltefolie eingewickelt und in Blechdosen mit Löchern, oder in Tupperware Tortenbehältern gestapelt, mit Backpapier als Zwischenlage.

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Valentinstag

Walnuss-Orangen-Herz zum Valentinstag am
-14. Februar-

Das Café Decker in Staufen feiert in diesem Jahr sein 50 jähriges Bestehen. http://www.cafe-decker.de

Grund genug, eines der Rezepte von Hermann Decker auszuprobieren:

Walnuss-Orangen Kuchen
(für eine Form mit 0.6 Liter Inhalt)

Valentinstagsherz

Für den Teig:

120 g Marzipan
10 ml Wasser
1 Prise Salz
1 Eiweiß
Abrieb von 1 Zitrone
5 ml Grand Marnier oder Cointreau
3 Eiweiß
60 g Zucker
50 g flüssige Butter
30 g gehackte Walnüsse
30 g Orangeat
60 g Mehl

Für den Überzug:
100 g dunkle Kuvertüre

Backform:
Eine Herzform oder halbrunde Rippenform (0,6 l) mit Butter auspinseln und mit Mehl bestäuben.

Backzeit:
Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C,
Gas Stufe 3, ca. 50-60 Minuten backen.

Zubereitung:

Die Zutaten abwiegen und darauf achten, dass sie Zimmertemperatur haben.

Das Marzipan mit dem Wasser, Salz, Zitrone, Grand Marnier und einem Eiweiß zu einer schaumigen Masse rühren. Das restliche Eiweiß mit dem Zucker zu einem steifen Schnee schlagen. Das Mehl, die gehackten Walnüsse, das Orangeat und die flüssige Butter vorsichtig unter die schaumige Marzipanmasse heben und anschließend den Eischnee unterheben.
Den Teig in die vorbereitete Form füllen und backen.
Den fertigen Kuchen vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die Kuvertüre im Wasserbad auflösen und den ausgekühlten Kuchen gleichmäßig überziehen.