Fotografie, Herbst, Markgraeflerland, Natur & Garten, Wandern

Herbstwanderung: Rund um Liel

Wanderung Liel Mauchen 1


Wie die Zeit vergeht – es ist schon wieder zwei Jahre her – als wir Ende Oktober eine Wanderung rund um Liel unternommen hatten. Und ein Jahr zuvor, im September 2019, hatte der Lieler Schlossbrunnen anlässlich des „Tag des offenen Denkmals“ zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen, bei dem man einiges über die Firmengeschichte und das Lieler Mineralwasser erfahren konnte. Damals hatten wir auch bei einem Dorfspaziergang an einer Führung durch die Kirche teilgenommen und dabei die Dorfkapelle besichtigt. (Siehe Blogbeitrag des Markgräflers).
Ausgangspunkt unserer Wanderung im Oktober 2020 war der Parkplatz vor der Festhalle in Liel, dann sind wir links von der Festhalle zur Kirche spaziert und haben einmal den Ort umwandert, wo früher einmal ein Wasserschloss stand. Es war der ursprüngliche Sitz des Adelsgeschlechtes der Herren von Baden zu Liel.


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Links vor der Kirche trifft man an der Mauer zum Friedhof auf eine Mariengrotte, die sich früher im Wald hinter der Kirche befand.


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Das Lieler Wappen über dem Eingang zur Kirche.


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Der Innenraum


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Deckenfresko von Josef Mariano Kitschker (1922)


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Begräbniskapelle und Turm-Untergeschoss
(Textquelle: Wikipedia)



Das Tum-Untergeschoss


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Die Turmhalle ist mit einem spätromanischen Kreuzrippengewölbe gedeckt, mit einer Kreuzblume als Schlussstein. Es ist mit farbenfrohen Fresken geschmückt, die Ranken und Blüten zeigen. Medaillon-Darstellungen in den Gewölbekappen sind nicht mehr zu erkennen. Zusammen mit der anschließenden Begräbniskapelle wird die Turmhalle als eigenständige Kapelle genutzt.


Wanderung Liel Mauchen 85


Die Begräbniskapelle


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Die Begräbniskapelle wird von einer flachen Holzdecke abgeschlossen, die reich bemalt ist, im Zentrum mit einer von vielen Engeln umgebenen Taube des Heiligen Geistes. Diese „original bemalte spätgotische Holzdecke ist in der Gegend die einzige erhaltene.“ An den Wänden, links und rechts des Altars, befinden sich vier Grabplatten, wohl ursprüngliche Bodenplatten. An der Nordwand ein Epitaph für Hieronymus von Baden († 18. Tag vor Hornung 1603) und zwei Tafeln für Junker Hans Heinrich von Baden († 23. Juni 1606) und Hans Balthasar von Baden († 30. August 1613). An der Südwand erinnert ein Epitaph an Maria Johanna Agnes von Baden, geb. Kageneck († 31. März 1737). Der neogotische Altar mit einer Pietà und Maria Magdalena und Johannes als Seitenfiguren wurde 1914 von der Kunstwerkstätte Marmon geschnitzt.


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Ein Sakramentshäuschen aus rotem Sandstein, das von einem wappentragenden Engel gestützt wird, stammt aus der Erbauungszeit der Kapelle.


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Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1419, stammt also aus der Zeit vor dem Bau der Kapelle. Dahinter befindet sich das Ausgussbecken für das Wasser des Lavabos.


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Ein Renaissancerelief zeigt – möglicherweise als Hinweis auf die Gerichtshoheit der Herren von Baden – deren Wappen und eine Justitia mit Waage und Schwert, darüber das Jüngste Gericht mit Christus als Weltenrichter.



Die rückseitigen Bilder am Triumphbogen lassen noch die Umrisse einer Dreiergruppe von Personen (ein Laie, ein Bischof und eine gekrönte Figur) sowie ein Tier erkennen, das 1908 als Pferd zu identifizieren war. Damals war auch noch eine Mandorla sichtbar, die vielleicht ein Jüngstes Gericht zeigte.


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In der Heilig-Grab-Nische liegt nicht mehr die ursprüngliche Darstellung des Leichnams Jesu, sondern eine neue Figur. Typisch für die Heiligen Gräber im Markgräflerland sind die damit verbundenen Malereien, „ein Bildtyp […], den es nur im Markgräflerland gibt“.


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In Liel ist von dieser ursprünglichen Ummalung noch „die größte Kostbarkeit“ erhalten, ein Fresko der Drei Marien mit ihren Salbgefäßen am Grab Jesu. „Es gilt in seiner strengen Manier als eine der besten Leistungen oberrheinischer Malkunst aus dem letzten Viertel des 15. Jhs.“Zwischen ihnen befinden sich zwei weitere Figuren, Maria und Johannes, wodurch Tod und Auferstehung in Verbindung gebracht werden. Es ist aber nicht sicher, ob diese nicht später hinzugefügt worden sind. Die gesamte Szene „zählt zu den schönsten Wandbildern im südlichen Teil des oberrheinischen Raums.“


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In der Sakristei konnte man sich die prächtige Monstranz und weitere Kostbarkeiten ansehen.



Auf unserer Wanderung ging es weiter am Schlossbrunnen und Schloss vorbei in Richtung Hauptstrasse, dann durch die Hofmatten und über den Hohlebach in die Reben.


Wanderung Liel Mauchen 2Brunnen neben dem Kriegerdenkmal


Wanderung Liel Mauchen 4Alter Brunnen an der Hauptstrasse / Mauer zum Lieler Schloss und SchlossbrunnenWanderung Liel Mauchen 5


Wir gehen rund ums Lieler Schloss – es ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.
Lediglich der Giebel des Schlosses mit dem Allianzwappen derer von Baden und von Rotberg kann man sehen, wenn man im Hof des Lieler Schlossbrunnens steht.


Wanderung Liel Mauchen 9


Zurück in Richtung Hauptstrasse und von dort weiter über „In den Hofmatten“, danach überqueren wir die Straße und wandern in Richtung Niedereggenen und kreuzen nochmals die Straße dorthin.


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In diesem Rebhäuschen bezog Erzherzog Karl von Österreich  – im ersten Koalitionskrieg in der Nacht vor der Schlacht im gegenüberliegenden „Säckingerwald” gegen General Moreau –  am 23. Oktober 1796 sein Nachtquartier. (aus der Chronik Schliengen und Mauchen)


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Wir wandern weiter nach Mauchen, von dort geht es über Felder und durch den Wald zurück nach Liel. Eine wunderschöne, abwechslungsreiche Herbstwanderung!


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Nordic Walking Sonntagsrunde – Felder und Reben

Nordic Walking 17 Juli 11


Die Markgräflerin war heute Vormittag wieder mal auf der sonntäglichen Nordic Walking Strecke unterwegs und hat dabei zahlreiche Fotomotive entdeckt – sozusagen fast direkt vor der eigenen Haustüre. Über Felder ging es durch die Reben und bergauf in den etwas kühleren Wald, danach wieder bergab – insgesamt eine Strecke von etwa 7 Kilometern.
Beim Betrachten der Reben fällt auf, wie weit die Trauben schon sind. Wie die Zeit vergeht!
Zum Vergleich sind mir die Fotos von unseren Nordic Walking Runden von Ende Mai mit der Traubenblüte eingefallen, die ich euch noch gar nicht gezeigt habe. Deshalb findet in diesem Beitrag auch noch die alten Bilder.


17. Juli 2022



Sonnenblumen


Nordic Walking 17 Juli 3


Bei Zizingen:
Blumenwiese für Bienen und Schmetterlinge


Nordic Walking 17 Juli 6


Vögisheim – Artischocken (Gärtnerei Weber)
Auf dem Müllheimer Markt oder am Stand in Vögisheim kann man die in wunderschönen Sträußen verarbeiteten Artischocken kaufen und mit nach Hause nehmen oder einfach nur am Zaun stehend bewundern.


Nordic Walking 17 Juli 9

Nordic Walking 17 Juli 10


Abgeerntetes Feld in Müllheim/Vögisheim


Nordic Walking 17 Juli 12

Nordic Walking 17 Juli 13


Von den Reben habe ich heute keine Fotos gemacht, aber vor 2 Wochen, am 3. Juli – damals waren die Trauben bereits richtig groß, auf dem heute abgeernteten Feld stand noch Getreide und von den Sonnenblumen im Hintergrund war noch nicht viel zu sehen.


Nordic Walking 3 Juli 1


3. Juli 2022


Nordic Walking 3 Juli 2

Nordic Walking 3 Juli 8


Und hier sind zum Vergleich noch die Fotos aus den Reben vom 16. und vom 6. Juni:


16. Juni 2022


Nordic Walking 16 Juni 1


6. Juni 2022


Nordic Walking 06 Juni 7

Nordic Walking 06 Juni 3


Schmetterlinge


Nordic Walking 06 Juni 5

Nordic Walking 3 Juli 5


Spitzwegerich


Nordic Walking 06 Juni 4


Brombeersträucher
6. Juni 2022



Die Brombeeren sind inzwischen vereinzelt reif.
Und zum Schluss meines Berichts gibt es noch ein Bild mit Abendstimmung vom 16. Juni.


Nordic Walking 16 Juni 2

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Herbstwanderung im Eggenertal

Herbstlaub eines Kirschbaums im Eggenertal

Gestern hatten wir im Markgräflerland einen herrlichen Herbsttag – es war zwar nicht nur sonnig, aber es war nach einem trüben und nass-kaltem Samstag ungewöhnlich warm.
Der Markgräfler und die Markgräflerin haben eine Wanderung im Eggenertal unternommen – denn dort ist es nicht nur zur Kirschblüte wunderschön, sondern auch mit gefärbtem Herbstlaub der Kirschbäume und Weinberge!


Herbstwanderung Eggenertal 3


Nach einem kurzen Fotostop mit Blick ins Eggenertal haben wir unser Auto in Niedereggenen bei der Schule abgestellt und sind über den Trockenmauernweg zum Aussichtspunkt Steinenkreuzle gewandert.


Herbstwanderung Eggenertal 2

Herbstwanderung Eggenertal 4


Niedereggenen


Herbstwanderung Eggenertal 5


Wir gehen an der Kirche vorbei, über den Friedhof und folgen dann dem Trockenmauernweg.


Herbstwanderung Eggenertal 7

Herbstwanderung Eggenertal 9

Herbstwanderung Eggenertal 12

Herbstwanderung Eggenertal 13

Herbstwanderung Eggenertal 14

Herbstwanderung Eggenertal 15

Herbstwanderung Eggenertal 16

Herbstwanderung Eggenertal 21

Herbstwanderung Eggenertal 22

Herbstwanderung Eggenertal 23


Blick auf Schloss Bürgeln


Herbstwanderung Eggenertal 24


Sunnhohle Platz
im ehemaligen Steinbruch


Herbstwanderung Eggenertal 25


Kirschbäume am Heidel


Herbstwanderung Eggenertal 27


Blick auf Obereggenen


Herbstwanderung Eggenertal 29

Herbstwanderung Eggenertal 30


Bei Jungs Heidel-Hüsli




Herbstwanderung Eggenertal 38

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Herbstwanderung Eggenertal 39

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Steinenkreuzle


Herbstwanderung Eggenertal 50

 

Herbstwanderung Eggenertal 51


Beim Steinenkreuzle machen wir Pause und genießen die Aussicht. Dann geht es durch die Reben zurück nach Niedereggenen.


Herbstwanderung Eggenertal 54

Herbstwanderung Eggenertal 55

Herbstwanderung Eggenertal 60

Herbstwanderung Eggenertal 58

Herbstwanderung Eggenertal 61

Herbstwanderung Eggenertal 63


Vogelschwärme sammeln sich – vermutlich Stare.


Herbstwanderung Eggenertal 65

Herbstwanderung Eggenertal 64

Herbstwanderung Eggenertal 66

Herbstwanderung Eggenertal 69

Herbstwanderung Eggenertal 70

Herbstwanderung Eggenertal 74

 

Herbstwanderung Eggenertal 75

Herbstwanderung Eggenertal 82


Zurück in Niedereggenen


Herbstwanderung Eggenertal 83

Herbstwanderung Eggenertal 84

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Wanderung: Römerberg – Schwärze – Burg Neuenfels

Wanderung Niederweiler_Burg Neuenfels 43


Es ist schon wieder ein ganzes Jahr her, als wir die Burgen in unserer näheren Umgebung erwandert haben – unter anderem die Burgruine Neuenfels bei Badenweiler – die Markgräflerin ist aber noch gar nicht dazu gekommen, von all den schönen Wanderungen zu berichten.


Wanderung Niederweiler_Burg Neuenfels 2


Ende Juni 2020 war das Wetter ähnlich, wie in diesem Jahr – schwül warm und gewittrig – und deshalb wollten wir nur eine kürzere Wanderung unternehmen. Unser Auto hatten wir beim Friedhof in Niederweiler abgestellt. Dann ging es erst mal steil bergauf.


Karte


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Blick auf den Blauen


Die Wanderung führt durch die Reben der Lage Römerberg Badenweiler, vorbei am Rebhäuschen des Weinguts Schneider-Krafft. Hier hat man einen schönen Ausblick auf Badenweiler, die Burgruine Baden und das Rheintal.


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An diesem Tag waren wir nicht die einzigen Wanderer.


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Unterwegs sieht man viele Schmetterlinge, die sich hier auf den Pflanzen der Himmelswiese tummeln: Überwiegend Karthäuser Nelke und Ziest, als wir Ende Juni dort vorbeikamen.


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Es geht weiter durch ein Waldstück, bis man zur Schwärze-Hütte kommt. Unterwegs treffen wir auf die Philipps-Linde.


Die Philipps-Linde


Wurde anlässlich des Wegebaus gepflanzt. Sie soll an dne späteren Landesforstmeister von Baden, Kar Philipp, erinnern. Philipp war von 1897 – 1910 Forstamtsleiter des damaligen Forstamtes Sulzburg. Im Sulzburger Bergwald wurde ihm zu Ehren eine Douglasie gepflanzt.



Im Wald blüht Fingerhut, auf den Wiesen am Waldrand Feinstrahl.


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Die Schwärze Hütte – beliebter Ort für Grillfeste und Feiern aller Art.
Von hier kann kann man verschiedene Wanderungen und Rundgänge starten, es sind genügend Parkplätze vorhanden – zum Beispiel den Geologischen Wanderweg – eine Beschreibung findet man an der rechten Außenwand der Hütte.


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Die Hütte kann man bei der Ortsverwaltung Britzingen mieten.


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Gleich in der Nähe der Schwärze-Hütte ist eine Station des Geologischen Wanderweges:
Hier kann man Hauptrogenstein (Mittlerer Dogger) sehen. Leider Sind die Infotafeln etwas vermost, der Text dieser Tafel lautet:

Das warme, flache Jura-Meer des Mittleren Doggers vor 172 Millionen Jahren begünstigte die Kalkbildung. Das Gestein besteht fast ganz aus kleinen Kalkkügelchen, den Ooiden. Sie sehen wie Fischrogen aus (Name) und sind aus konzentrischen feinen Kalkschichten um ein winziges Partikelchen herum gebildet. Meeresströmungen haben sie zusammen mit viel Schalenschutt von Muscheln, Seeigeln, Seelilien etc. zu mächtigen Bänken aufgeschüttet.
Gegenüber der Verwitterung erweist sich der 50 – 60 m mächtige Hauptrogenstein als realtiv wiederstandsfähig und baut daher den Kern der Vorberge auf, hier den Steinberg-Gipfel.


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Außerdem lohnt sich in Britzingen auch ein Besuch des Dorfladen-Cafés.
Dort kann man draußen im Schatten der Bäume auf Kaffee und Kuchen/Torte, einen Eisbecher, ein kühles Getränk oder auch ein Glas Wein einkehren. Die folgenden Bilder sind vor zwei Jahren anlässlich des Gutedel-Wandertages entstanden.


Dorfladen Cafe Britzingen 3


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Wir folgen aber nicht dem Wegweiser nach Britzingen, sondern überqueren hier die Straße und treffen nach wenigen Metern auf das Hinweisschild zur Burgruine Neuenfels. Es geht wieder bergauf – zum Glück im Schatten der Bäume.


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Ziel erreicht –

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Burgruine Neuenfels

Gemarkung Britzingen (596 m ü. M.)


Die kleine, einst bügeleisenförmige Burg (erbaut vor 1250) war bis in das 16. Jh. Sitz des Rittergeschlechts „von Neuenfels”. Die Herren v. Neuenfels, 1307 erstmals erwähnt, waren im Laufe der Zeit Burgvögte in Badenweiler, Gerichtsherren in Auggen und Neuenburg, Stadthalter in Staufen, Landvogt in Rötteln oder Abt von St. Trudpert. Sie hatten Besitz in Britzingen, Auggen, Schliengen, Steinenstadt und Müllheim, welchen sie durch Kauf oder Heirat erworben hatten.

1538 musste der letzte verarmte Ritter Christoph v. Neuenfels seinen Besitz um die Burg mit Wald, Gehurst und Matten für 420 Goldgulden an Britzingen verkaufen.

Das noch heute erhaltenen „Lagerbuch” (1620 – 1635) des Britzinger Vogtes Peter Kaltenbach dokumentiert das tragische Ende der letzten Neuenfelser auf der einsamen Burg.

„Ungefähr da man zählet 1540 ist Christoph von Neuenfels mit seiner Hausfrau, einer Tochter, zwo Mägden und übrigem Gesinde zusammen acht Personen bei Nacht im Schloss Neuenfels jämmerlich ermordet und erst am dritten Tag gefunden worden. Sie sind zu Britzingen begraben.

Man hat niemalen erfahren, durch wen der Mord geschehen. Seither ist das Haus nicht mehr bewohnt worden, sondern ein Stück nach dem anderen eingefallen und abgegangen, wie es noch vor Augen ist. Es ist sich wohl noch zu verwundern, wie ein solches starkes Gebäu in einer so kurzen Zeit also verfallen und in solchen Ruin gerathen, da doch nichts davon abgebrochen wird.”

Heute wir die Bugr vom staatlichen Hochbauamt und er Stadt Müllheim unterhalten.


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Aussicht vom Turm


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Nachdem der Turm bestiegen ist, haben wir uns ein Vesper verdient. Die wenigen Sitzgelegenheiten (Mauerreste) im Schatten sind rar.


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Und dann machen wir uns auf den Rückweg. Auf einer Wiese in der Nähe der Schwärze Hütte ruht sich eine Schafherde im Schatten der Bäume aus.


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Rückweg durch den Wald


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Blick von der Himmelswiese auf den Blauen und die Burg Baden / Badenweiler.
Es ziehen immer mehr Wolken auf und wir beeilen uns, wieder zum Auto zu kommen. Auf dem letzten Bild ist der Himmel schon dunkelgrau, wir haben es geschafft trocken zum Auto zu kommen.


Wanderung Niederweiler_Burg Neuenfels 39


Trockenmauernwege Niederweiler – auf dem Wii-Wegli



Fortsetzung (die Sausenburg) folgt.

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Zwischen Rhein und Reben – Rund um den Isteiner Klotz


Bei Regenwetter schaut man sich am besten Fotos von sonnigeren Tagen an – es hebt die Stimmung. Ein weiterer Rückblick auf eine unserer Wanderungen – am Pfingstsonntag, den 31. Mai 2020.
Wir sind vom Isteiner Klotz durch die Reben und auf dem Markgräfler Wiiwegli bis nach Efringen und dann vorbei an den Isteiner Schwellen am Rhein zurück nach Istein gewandert. Es herrschte wunderbares Wanderwetter und dann haben wir noch im Naturschutzgebiet Totengrien wunderschöne Orchideen bestaunen können.
Zuerst haben wir aber die St. Vitus Kapelle besucht, die in den Stein des Isteiner Klotz gehauen bzw. gebaut ist.


Karte


Aufstieg zur St. Vitus Kapelle Istein



Danach geht es weiter durch Istein und dann bergauf durch Reben und Wald…
Im Wald entdecke ich Türkenbundlilien und auf einer Wiese die ersten Knabenkräuter.



Die ersten Kirschen beginnen gerade reif zu werden (siehe Kirschenbaum im Hintergrund).
Über Feldwege gehen wir weiter nach Efringen, mit tollen Aus- und Rundumblicken, vorbei an zahlreichen Wegkreuzen.

Pause mit Blick auf die Rheinebene

Weiter geht es über das Markgräfler Wiiwegli, den Himmelreich-Jakobsweg und den Panoramaweg Schafberg. Dann haben wir auch schon Efringen erreicht.



Am Rhein – Die Isteiner Schwellen



Spargelfelder



Orchideenwiese im Naturschutzgebiet Totengrien bei Istein


Pyramiden Hundswurz und Ragwurzen
Hummel-Ragwurz
Keine Orchidee sondern eine Parasitenpflanze: Acker-Wachtelweizen

Weitere Bilder gibt es beim Markgräfler zu sehen.

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Spätsommerliche Wanderung in Staufen: Messerschmiedfelsen – St. Johanneskapelle – Burg


Wanderung Staufen 1


Heute berichte ich euch über eine spätsommerliche Wanderung durch Wald und Reben zur Burg Staufen. Obwohl die gesamte Strecke, die wir gewandert sind nur 6 Kilometer beträgt, haben wir vier Stunden gebraucht – der Weg hat viele Steigungen und ausserdem war es an diesem Tag sehr warm.
Und dann haben wir auch noch auf einer Bank unterhalb der Burg eine gemütliche Vesperpause eingelegt und die schöne Aussicht genossen.

Unser Auto hatten wir am Bahnhof in Staufen abgestellt. Von dort ging es durch die Altstadt und dann durch den Wald zum Messerschmied Felsen, wo wir eine kurze Pause eingelegt haben. Von dort hat man eine tolle Aussicht. Dann ging es weiter zur St. Johanneskapelle, die wir besichtigt haben und dann weiter durch die Reben zur Burg Staufen. Ich habe noch ein paar Bilder von einem kurzen Stop in Staufen von vergangenem Jahr in diesen Beitrag eingeschmuggelt.
Wer möchte, kann im Anschluss an die Wanderung noch im Café Decker einkehren und sich mit Kaffee und Kuchen stärken. Der Klassiker – Schwarzwälder Kirschtorte – aber auch der Bienenstich und die Petit Fours sind sehr zu empfehlen.


Köstliches Gebäck im Café Decker, Staufen


Karte


Blick von der Bacchus Figur auf die Burg Staufen



Staufener Weinbrunnen


Der Schwarzwälder in Breisgau / Johann Peter Hebel
Z‘ Müllen an der Post,
Tausigsappermost!
Trinkt me nit e guete Wii!
Goht er nit wie Baumöl ii,
z’Müllen an der Post!

Z‘ Staufe uffem Märt
hensi, was me gert,
Tanz un Wii un Lustberkait,
was aim numme ’s Herz erfreut,
z’Staufe uf em Märt !

Wo n i gang un stand,
wär’s e lustig Land.
Aber zaig mer, was de witt,
numme näumis find i nit
in dem schöne Land.

Ime chlaine Huus
wandlet ii un uus,
gell, de mainsch, i sag der, wer?
`s isch e Si, es isch kai Er,
ime chlaine Huus.

Z’Bürglen uf der Höh,
nai, was cha me seh!
Oh, wie wechsle Berg un Tal,
Land un Wasser überal,
z’Bürglen uf der Höh !

Z’Fryburg in der Stadt,
suufer isch’s un glatt;
riichi Heere, Geld un Guet,
Jumpfere wie Milch un Bluet,
z’Fryburg in der Stadt.

Mynen Auge gfallt
Heerischried im Wald.
Wo n i gang, se denk i dra;
`s chunnt mer nit uf d’Gegnig a,
z’Heerischried im Wald.


Das Rathaus / Auf dem Marktplatz



Schnapsbrennerei Schladerer



Historisches Bild an einem Bauzaun in Staufen



Durchs Wohngebiet und dann durch einen Eichenwald geht es bergauf in Richtung Messerschmiedfelsen.



… geschafft!

Am Eingang zum Münstertal ragt oberhalb der ehemaligen Messerschmiede von Staufen ein Porphyrfelsen mit einer Aussichtskanzel in die Oberrheinebene hinein. In der Umgebung des Felsens wächst ein lichter Eichenwald, in der im Frühsommer das „Weiße Waldvögelein” blüht.



Ausblick vom Messerschmiedfelsen



Figur der heiligen Barbara – die Figur, die ursprünglich an diesem Platz angebracht war, war weiß. Nach einem Diebstahl wurde diese durch eine schwarze Figur ersetzt.

Nach der Legende lebte die Tochter des reichen griechischen Kaufmanns Dioskoros in Nikomedia, dem heutigen Izmit in der Türkei. Im Jahr 306 starb sie den Märtyrertod. Viele Erzählungen ranken sich um Barbara: So soll sie von ihrem heidnischen Vater in einen Turm eingeschlossen worden sein, weil er auf seine bildschöne junge Tochter eifersüchtig war und eine Heirat verhindern wollte. Während der Vater auf Reisen war, ließ Barbara sich heimlich taufen.

Auf der Flucht vor ihm soll sie durch eine Bergspalte entkommen sein und Unterschlupf bei einem Hirten gefunden haben, der sie schließlich verriet. Ihr Vater soll sie dem Gericht überantwortet und dann selbst enthauptet haben, um anschließend von einem Blitzschlag getroffen zu werden. Deshalb wird Barbara mit dem Blitz in Verbindung gebracht, bei Stürmen werden Gebete an sie gerichtet.
Wegen ihrer Flucht durch eine Felsspalte wird sie von den Bergleuten als Schutzheilige verehrt.



Die St. Johanneskapelle


Wanderung Staufen 30


Kleiner privater Kräutergarten vor der St. Johanneskapelle



Weiter geht es durch ein Wohngebiet und die Reben zur Burg:


Kurt Lehmann: Weiblicher Halbakt

 

Ausblick beim Aufstieg zur Burg


Auf dem Rückweg….


Weitere Bilder gibt es beim Markgräfler

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Faszination Heißluftballon


…hab ’nen Luftballon gefunden, denk an Dich und lass ihn – …. steigen!

Von der Ballonfahrt am vergangenen Samstag haben wir ja gelernt, dass man einen Ballon nicht fliegen lassen kann, sondern dass er sich mit dem Wind fortbewegt – nicht mit selbst erzeugtem Auftrieb.
Am Sonntag sollte dann im Rahmen des 1. Müllheimer Ballonfestivals noch einmal eine Ballonfahrt stattfinden. Also sind wir wieder am frühen Sonntagmorgen zum Segelflugplatz gefahren um die Ballons beim Aufbau und Start zu fotografieren. Es war mit etwa 12 °C gegenüber der Vorwoche richtig kalt.

Der Himmel war klar und kündigte einen sagenhaften Sonnenaufgang an. Leider breiteten sich aber gleichzeitig in der Rheinebene und in Windrichtung bzw. Fahrtrichtung am Boden dicke Nebelfelder aus – zu gefährlich, denn vom Ballon aus kann man keine Hindernisse, wie zum Beispiel Stromleitungen mehr erkennen und ebensowenig würde man sehen, wo man landen kann.
Dennoch wurden die Ballons aufgeblasen und mit Seilsicherung wenige Meter steigen gelassen. Erst am späten Nachmittag konnte eine zweite Ballonfahrt stattfinden – wegen des gleichzeitig stattfindenden Flugplatzfestes sind die Ballone dann in Hügelheim gestartet.

Hier habe ich nochmal die schönsten Bilder vom Sonntag für euch….


Sonntag, 26. August 2018, kurz vor 7 Uhr morgens



Sonnenaufgang gegen 07:15 Uhr



OLEG, der Clownballon von Sven Grenzner


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Im Luftraum über uns herrscht Hochbetrieb


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Rund um den Segelflugplatz


Bodennebel zieht auf


Brombeersträucher säumen den Rand des Flugplatzes



Wilder Thymian, der beim jedem Schritt seinen intensiven Duft verströmt



Herbststimmung


Blick auf den Blauen mit Reben im Vordergrund