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Studentenschnitten

29. Dezember 2017

Studentenschnitten 2


Ein Arbeitskollege hatte schon vor längerer Zeit bei einem Bäcker in der Schweiz „Studentenschnitten” wiederentdeckt, die er aus seiner Jugend kennt.

Er hatte mich gefragt, ob ich ein Rezept dafür hätte. Mir war dieses Gebäck aber vollkommen unbekannt, und so habe ich mich auf die Suche gemacht.
Tatsächlich habe ich bei meinen Recherchen im Netz etwas gefunden, wobei ich nicht weiss, ob es sich nun um ein Rezept aus der Schweiz handelt, das mit nach Baden gebracht wurde oder umgekehrt.

Die Zutaten im Originalrezept sind für eine große eckige oder runde Springform mit 30 cm Ø berechnet und es wurde ein süßer Mürbeteig aus dem Kühlregal verwendet.

Ich habe selbstverständlich auf den Convenience Teig verzichtet und selbst einen Tarte-Teig  zubereitet. Außerdem wollte ich zum Test erst mal ein kleineres Blech backen.
Meine emaillierte eckige Springform (24 x 24 cm) kam mir hierfür gerade recht.

Deshalb habe ich nur 2/3 der Zutatenmenge für die Füllung verwendet.

Die Original-Zutatenmenge (für 10 Stück) lautet:

• 300 g Guetzli (Kekse) hart
• 6 Eier
• 175 g Zucker
• 100 g Kochschokolade
• 100 g Mehl
• 175 g Butter
• 150 g Haselnüsse gemahlen, oder Mandeln
• 1 Rollen Mürbeteig süss rund, oder rechteckig ausgewallt

Ich habe noch meine persönliche Note in Form von 2-3 Esslöffeln Kirschwasser hinzugefügt, weil ich mir dachte, dass es ganz gut dazu passt.

Die Studentenschnitten sind eigentlich die ideale Resteverwertung, falls Weihnachtsplätzchen übrig sein sollten, die schon etwas hart geworden sind.

Auch die Hartkekse aus den Bundeswehr EPA Portionen kann man verwenden – falls diese als Notvorrat im Haus sein sollten und kurz vor Verfall stehen – oder man nimmt einfach Butterkekse.

Ich habe für den Geschmack zu einer Hälfte Belgische Spekulatiuskekse (Speculoos) und zur anderen Hälfte Butterkekse verwendet.

Hier ist also das abgewandelte Rezept.


Studentenschnitten 1


Studentenschnitten


Für den Mürbeteig
• 250 g Mehl
• 125 g Butter (wenn möglich gesalzene Butter/demi-sel)
• 1 Eigelb
• 65 g Zucker
• 3 cl kaltes Wasser
• 1 Prise Salz

Für die Füllung

• 100 g Hartkekse oder Butterkekse
• 100 g Lotus Speculoos (Belgische Spekulatiuskekse)
• 4 Eier
• 120 g Zucker
• 70 g Zartbitter-Schokolade (z. B. Cremant aus der Schweiz)
• 70 g Mehl
• 120 g Butter
• 100 g Mandeln oder Haselnüsse, gemahlen
• 2-3 Esslöffel Kirschwasser (nach Belieben)

• Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Mürbeteig
In einer Schüssel Butter (in kleinen Stücken)  und Mehl vermischen.
Eigelb, eine Prise Salz und Zucker hinzufügen, mischen.
Entweder von Hand oder mit der Küchenmaschine zerkrümeln und nach und nach das Wasser hinzufügen. Dann zu einer Kugel formen.
Den Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Füllung
Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Wellholz sehr fein zerbröseln oder im Cutter fein mahlen – sie sollten etwa die Konsistenz von Semmelbröseln/Paniermehl haben.

Mit einem Rührgerät die Eier und den Zucker zu einer hellen, sehr luftigen Creme rühren.

Die Schokolade im Wasserbad bei kleiner Hitze schmelzen lassen, dann die geschmolzene Schokolade zur Eicreme geben und verrühren.
Die zerbröselten Kekse, das Mehl und die Mandeln oder Nüsse mischen, löffelweise zur Eicreme geben und alles zu einem dickflüssigen Teig verrühren.
Nach Belieben Kirschwasser unterrühren.
Die Butter schmelzen, handwarm abkühlen lassen und ebenfalls unter die Masse rühren.

Eine eckige, am besten emaillierte Springform von 24 x 24 cm gut ausbuttern. Den Mürbteig auf dem Boden auslegen und eine etwa 3 cm hohen Rand formen. Den Teigboden mit einer Gabel mehrmals regelmäßig verteilt einstechen. Etwa 3 cm hoch mit Creme bedecken und glatt streichen.

Die Studentenschnitten im vorgeheizten Ofen bei 180 °C auf der mittleren Schiene etwa 45-50 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen, dann den Springformrand entfernen. Das Gebäck in Schnitten oder Rauten schneiden und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben, oder mit einer Zucker- oder Schokoladeglasur überziehen.
Gut verpackt hält sich das Gebäck im Kühlschrank 3-4 Tage frisch.


Studentenschnitten 3Studentenschnitten 4


Students‘ cake


For the pastry
250 g flour
125 g butter (salted butter / demi-sel if available)
1 egg yolk
65 g sugar
3 cl cold water
1 pinch of salt

For the filling

100 g hard biscuits or butter biscuits
100 g Lotus Speculoos (Belgian spicy biscuits)
4 eggs
120 g sugar
70 g plain chocolate (eg Cremant from Switzerland)
70 g flour
120 g butter
100 g almonds or hazelnuts, ground
2-3 tablespoons kirsch (at will)

icing sugar to serve

preparation

Shortcrust pastry
In a bowl, mix butter (in small pieces) and flour. Add the egg yolk, a pinch of salt and sugar.
Either by hand or with the kitchen machine crumble and gradually add the water. Then form into a ball. Let the dough rest in the refrigerator for 1 hour.

Filling
Place the biscuits in a freezer bag and finely crumble it with a rolling pin or finely grind in the cutter. The crumbles should have the consistency of breadcrumbs.

Stir eggs and sugar into a light, very fluffy cream.

Melt chocolate over a water bath/bain marie at low heat, then add  melted chocolate to the cream and stir.
Mix the crumbled biscuits, flour and almonds or nuts and add spoon by spoon to the cream. Mix into a thick, viscous batter.
Stir in kirsch to taste. Melt butter, let it cool down a bit and also stir in the mixture by hand.

Butter a square, enamelled springform of 24 x 24 cm. Line the springform with pastry forming an edge of about 3 cm. Prick the pastry bottom with a fork. Fill in the batter and smooth.

Bake the cake in a preheates oven on the middle rack at 180 ° C for about 45-50 minutes. Let it cool in the springform, then remove the rim of the springform.
Cut the cake into slices or rhombs and dust with icing sugar, or glaze with sugar icing or chocolate glaze.

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Feine Orangentaler mit Schokolade

16. Dezember 2017


Die Markgräflerin hat ausnahmsweise mal ein neues Plätzchenrezept ausprobiert.
Von Keksen mit Orangengeschmack war ich schon immer begeistert und in Kombination mit feiner Schokolade sind diese Orangentaler einfach fantastisch – nicht nur zu Weihnachten.
Für einen Teil der Plätzchen habe ich einen Ausstecher in Form einer Teekanne verwendet. So kann man sie auch zu anderen Gelegenheiten servieren.



Im Originalrezept wurde Margarine verwendet – ich habe die Margarine gegen Butter ausgetauscht. Außerdem war der Teig trotz einer Stunde ruhen lassen noch ziemlich weich, um ihn ausrollen zu können. Vermutlich habe ich den Orangensaft nicht genau abgewogen. Auch kommt es auf die Größe des verwendeten Eies bzw. die Eiweißmenge an.
Deshalb habe ich noch etwas mehr Mehl untergeknetet. Bei Bedarf solltet ihr also einfach etwas mehr Mehl verwenden…



Orangentaler mit Schokolade


Zutaten
(für ca. 25-30 Stück)

• 1 Eiweiß
• 110 g Zucker
• 60 g frisch gepresster Orangensaft
• 60 g gemahlene Mandeln
• 60 g Butter
• 15 g abgeriebene Bio-Orangenschale
• 80 g Weizenmehl
• 10 g Backpulver
• 200 g feine Vollmilchkuvertüre

• Mehl zum Ausrollen

Zubereitung
Den Zucker, das Eiweiß und den Orangensaft in einer Schüssel verrühren.
Dann die gemahlenen Mandeln, Butter, Orangenschale, Mehl und Backpulver zugeben und alles zu einer glatten Masse verrühren.
Die Masse abgedeckt in einer Schüssel beiseite stellen und etwa 1 Stunde ruhen lassen.

Den Teig dünn ausrollen und mit einer runden Ausstechform gleichmäßig runde Plätzchen ausstechen. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Den Backofen auf 210 °C vorheizen und die Plätzchen ca. 2-3 Minuten auf der mittleren Schiene backen bis sie eine goldene Farbe haben. Die Kekse auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Die Vollmilchkuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und das Gebäck zur Hälfte hineintunken. Für kurze Zeit im Kühlschrank fest werden lassen.
In gut schließenden Blechdosen aufbewahren.



Orange biscuits with chocolate


Ingredients
(for about 25-30 pieces)

1 egg white
110 g sugar
60 g freshly squeezed orange juice
60 g ground almonds
60 g butter
15 g grated organic orange peel
80 g wheat flour
10 g baking powder
200 g fine milk chocolate couverture

flour for rolling out the dough

Preparation
In a bowl, mix sugar, egg white and orange juice.
Then add ground almonds, butter, orange peel, flour and baking powder and mix everything to a smooth mass.
Set the bowl with the dough aside and let rest for about  1 hour.

Roll out the dough thinly and cut out evenly round biscuits with a round cookie cutter. Place the biscuits on a baking tray lined with baking paper.
Preheat the oven to 210 ° C = 410 °F and bake the biscuits on the middle rack for about 2-3 minutes until they are golden. Let cool on a wire rack.
Melt the couverture over the water bath and dip the biscuits in it. Leave in the fridge for a short time.
Store in air-tight containers.

Cranberry-Kokos-Cookies (Backmischung)

3. Dezember 2017


Zum ersten Advent habe ich heute schnell gemachte Cookies für euch.
Praktisch:
Die trockenen Zutaten für diese Cookies kann man auch in ein gut verschließbares Glas füllen und als Backmischung verschenken.
Hierfür alle Zutaten (außer Butter und Ei) abwiegen und wie im Rezept beschrieben vorbereiten.
Lagenweise in ein Glas füllen (z. B. mit Schnappverschluss oder ein Weck-Glas mit Gummiring und Klammern), verschließen und das Rezept mit einem Geschenkband anhängen.



Cranberry-Kokos-Cookies


Zutaten
(Für ca. 18 Stücke)
• 60 g getrocknete Kokosschnitze
• 60 g gesalzene Macadamianüsse
• 60 g getrocknete Cranberries
• 80 g Zartbitter-Schokolade
• 100 g weiche Butter
• 150 g Zucker
• 1 Ei
• 150 g Mehl

Zubereitung
Kokosschnitze klein schneiden. Nüsse grob hacken. Große Cranberries halbieren. Schokolade in kleine Würfel schneiden.
Butter und Zucker mit einem Rührgerät ca. 5 Minuten schaumig schlagen. Ei hinzufügen und kurz weiterrühren. Mehl dazurühren.
Vorbereitete Zutaten untermischen. Den Teig 20 Minuten kühl stellen.

Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

Mithilfe von zwei Esslöffeln Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Dazwischen mindestens 4 cm Abstand lassen.
Cookies in der unteren Ofenhälfte 12-14 Minuten backen.
Herausnehmen, etwas abkühlen lassen.
Auf ein Kuchengitter legen, vollständig auskühlen lassen.



Cranberry-coconut cookies

ingredients
(For about 18 cookies)
60 g dried coconut slices
60 g salted macadamia nuts
60 g dried cranberries
80 g plain chocolate
100 g soft butter
150 g sugar
1 egg
150 g flour

preparation
Cut coconut slices into small pieces. Roughly chop nuts. Halve large cranberries. Cut the chocolate into small cubes.
Beat butter and sugar with a mixer for about 5 minutes until frothy. Add egg and stir briefly. Stir in flour. Then add prepared ingredients, mix.
Let stand in a cool place for 20 minutes.

Preheat the oven to 180 ° C = 356 °F (air circulation).

With two  tablespoons, place little heaps on baking sheet which is lined with baking paper. Leave at least 4 cm between them.
Bake cookies in the bottom of the oven for 12-14 minutes. Remove, allow to cool slightly.
Place on a wire rack, allow to cool completely

Cappuccino Muffins mit Fondant-Kranz

27. April 2017


Ich habe euch ja noch gar nicht erzählt, was es bei uns zum Osterkaffee gab!!! Die Markgräflerin hat schokoladige Cappuccinomuffins gebacken und österlich dekoriert.

Der Zuckerguss ist mit Lebensmittelfarbe grün eingefärbt und zusätzlich habe ich noch grüne Zuckerstreusel aufgestreut, damit es aussieht wie Moos und obenauf tront ein Osternest aus Fondant mit bunten Eiern (gibt es so im Supermarkt zu kaufen).

Natürlich kann man auch essbare Dekorblüten als Frühlingsdeko aufsetzen.
Hier ist das Rezept.



Cappuccinomuffins


Zutaten
(für 6 Muffins)

• abgeriebene Schale von ½ Bio Orange
• 75 g Zartbitter-Schokolade
• 125 g Mehl
• 25 g Kakaopulver
• 25 g brauner Zucker
• 50 g Zucker
• 1 Teelöffel Backpulver
• 1 kleiner Espresso
• 1 Prise Salz
• 50 g zerlassene Butter
• 125 g saure Sahne
• 100 g Sahne
• 1 Ei
• 1 Muffinform
• 6 Papierbackförmchen
• Puderzucker
• grüne Lebensmittelfarbe
• grüne Zuckerstreusel
• 6 Fondant Osternester

Zubereitung
Die Schokolade fein hacken.
Mehl, Kakaopulver, Zucker, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Butter, Sahne, Ei, Espresso und Orangenschale cremig schlagen.
Die flüssigen Zutaten unter die Mehlmischung rühren. Dann die gehackte Schokolade unterheben.

Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
Papierförmchen in die Mulden des Muffinblechs setzen. Den Teig zweidrittelhoch in die Mulden füllen.
In der Mitte des heißen Ofens 25 bis 30 Minuten backen.
Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Muffins 5 Minuten darin stehen lassen.
Dann aus den Förmchen lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Puderzucker mit Lebensmittelfarbe mischen und mit wenig Wasser zu einem Guss verrühren.
Den Zuckerguss auf die Muffins streichen mit Zuckerstreuseln bestreuen und je ein Fondant Nest daraufsetzen.


Cappuccino Muffins
Ingredients
(For 6 muffins)

Grated peel of ½ organic orange
75 g dark chocolate
125 g flour
25 g cocoa powder
25 g brown sugar
50 g fine sugar
1 teaspoon baking powder
1 small espresso
1 pinch of salt
50 g melted butter
125 g sour cream
100 g cream
1 egg
1 muffin tin
6 paper baking cases
icing sugar
green food colour
green sugar sprinkles
6 fondant Easter nests


Preparation
Finely chop the chocolate.
In a bowl, mix flour, cocoa powder, sugar, baking powder and salt. In a second bowl, beat butter, cream, egg, orange peel and espresso until creamy.
Stir the liquid ingredients into the flour mixture. Then add the chopped chocolate.

Preheat oven to 200 ° C = 392 °F.
Place the paper cases in the moulds of the muffin tin. Fill in the dough two-thirds deep.
Bake in the middle of the hot oven for 25 to 30 minutes.
Remove the tin from the oven and allow the muffins to stand for 5 minutes.
Then remove from the moulds and leave to cool on a grate.
Mix icing sugar with food colour and add a small amount of water.
Brush the muffins with icing and sprinkle with sugar sprinkles. Top each muffin with a fondant nest.

Heidelberger Kurfürstenkugel – Kurfürsts Delight

22. April 2017


Mir ist gerade eingefallen, dass ich euch noch versprochen hatte, dieses köstliche Gebäck aus Heidelberg vorzustellen.



Entdeckt haben wir die Kurfürstenkugel in der Filiale der Konditorei Gundel am Universitätsplatz, wo wir unseren Stadtrundgang begonnen hatten.

Feines Mohrenkopfbiskuit, innen mit einem Kern aus Nougatcréme und außen von Marzipan und dunkler bzw. weißer Schokolade umhüllt.



Die Geschichte der Heidelberger Kurfürstenkugel


Das Heidelberger Schloss war bis zu seiner Zerstörung in den Pfälzer Erbfolgekriegen die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz. Einer dieser Kurfürsten war Friedrich V., der die englische Königstochter Elisabeth Stuart heiratete. Die Ehe mit ihr war eine Liebesheirat.

Die Zusammenkunft der beiden hatte eine dunkle und eine helle Seite. Die dunkle Seite fand ihren Niederschlag in dem ursprünglichen Widerstand der Königin gegen die Hochzeit der beiden. Der Grund hierfür lag darin, dass Friedrich „nur“ ein Kurfürst war und kein König.

Die helle Seite der beiden Verliebten war ihre unbelastete Zuneigung zueinander, losgelöst von allem Standesdünkel. Zudem nahmen beide aufgrund ihrer äußeren Erscheinung die Menschen für sich ein. So wurde Elisabeth Stuart aufgrund ihres Aussehens, das dem Schönheitsideal der Zeit entsprach, auch die „Perle Britanniens“ genannt.

Die beiden galten als Traumpaar ihrer Zeit. Für seine Frau scheute Friedrich V. keine Kosten und Mühen. Mit großem Aufwand wurden Festlichkeiten veranstaltet. Er ließ für sie sogar das bekannte „Elisabethentor am Stückgarten“ bauen. …

Viele Jahre später, als die Kurfürsten schon längst das Heidelberger Schloss verlassen hatten, das Schloss zu einer Ruine verfallen war und ausgeplündert wurde, begannen einige Interessierte ca. um 1820 herum für das Schloss zu kämpfen, um die blühende Vergangenheit wieder in Erinnerung zu rufen. So gab es insbesondere einen ungewöhnlichen Auftrag, um die Geschichte um Heidelberg und sein Schloss weiterleben zu lassen.

Bäckermeister Gundel, der am Fuße des Heidelberger Schlosses das Café Gundel, ein Mittelpunkt der Heidelberger Gesellschaft mit Bäckerei und Konditorei, führte, erhielt den Auftrag, in Erinnerung an dieses Liebespaar des Heidelberger Schlosses und seine schlechten und guten Zeiten mit seinen köstlichen Zutaten eine Spezialität zu kreieren. Diese sollte dann auf festlichen Anlässen als Symbol der Geschichte Heidelbergs serviert werden.

Auf jeden Fall musste seine über die Heidelberger Stadtgrenzen hinaus bekannte selbstgemachte Nougatcréme dabei sein, die die Heidelberger liebten. Aber wie sollte daraus eine Spezialität in Gedenken an das „Winterkönigspaar“ * werden? Es fehlte ihm noch eine großartige Idee. In drei Tagen war die erste dieser Festlichkeiten. Der Meister grübelte und grübelte, die Zeit wurde immer kürzer.

Nougatplätzchen? … nein, es ist doch nicht Weihnachten, Biskuitrolle? … langweilig, Marzipannougat? … nicht leicht und locker genug, Nougattorte? … nein, es ist ja keine Hochzeit, feine dunkle Schokolade? …
Da wurde er jäh in seinen Gedanken unterbrochen: „Großvater“, rief es von oben „bitte komme zu mir“. Seine Enkelin Barbara bat ihn, ihr noch die Geschichte vom Froschkönig vorzulesen, da sie nicht einschlafen konnte. So erzählte er ihr die Geschichte und langsam schlummerte die Kleine unter den beruhigenden Worten des Großvaters ein.

Die Geschichte des Froschkönigs ging ihm durch den Kopf und inspirierte ihn, seine Spezialität in Form einer Kugel aus seinem erlesenen Material zu schaffen. So war die Idee geboren. Die Idee der Verwandlung – aus etwas Einfachem etwas unerwartet Wunderbares zu schaffen.

Eine Kombination, die alle Sinne anregte: Feines Mohrenkopfbiskuit, innen mit einem Kern aus seiner legendären Nougatcréme und außen köstlich von Marzipan und Schokolade umhüllt. Der Name der Kugel war dann auch schnell gefunden. Sie sollte den Namen dessen tragen, für den sie bestimmt war, „Heidelberger Kurfürstenkugel“.

Urgroßvater Gundel fertigte zu Ehren der Frau des Kurfürsten nicht nur eine dunkle, sondern auch eine helle Kurfürstenkugel mit feiner weißer Schokolade überzogen in Erinnerung an Elisabeth Stewart, die „Perle Britanniens“, an. …

Wie sollte sie verpackt werden? Immer zwei zusammen, je eine dunkle und eine helle Kurfürstenkugel, die an das unzertrennbare und ungleiche Liebespaar erinnern soll.nIn Erinnerung an den Ursprung der Ideenfindung bat er später einen mit ihm befreundeten Maler, den Froschkönig mit der Kugel und einem „standesgemäßen“ Kurfürstenmantel zu malen, der die Verpackung schmücken sollte.

Auf diese Weise bot er fortan in seinem Café die Kurfürstenkugel für alle Heidelberger und Besucher der Stadt an. So gelang es ihm ein Symbol für Heidelberg zu kreieren, das Gundels Spezialitäten mit der Geschichte Heidelbergs und seinem Schloss vereinte. Sitzt man heute im Café Gundel zu Heidelberg, das jetzt von Christian Gundel in vierter Familiengeneration geführt wird, kann man gemütlich beim Verspeisen der Kurfürstenkugel auf das Schloss sehen und an die Geschichte denken, die es einmal schrieb.


The Heidelberg Kurfürstenkugel
Heidelberg Castle was the residence of the princes of the Electoral Palatinate until it was destroyed during the War of the Palatine Succession in the 17th century. One of those electoral princes was Frederick V, who married Elizabeth Stuart, the daughter of the King of England – it was a marriage based on true love.

Their time together as a loving couple had a dark side and a bright side. On the dark side, there was the Queen, who was originally opposed to the couple getting married due to the fact that Frederick was just an electoral prince and not a king.

On the bright side, there was the pure affection the two felt for each other, independent of any class conceit. In addition, they both appealed to their people because of their outward appearance. Elizabeth Stuart, for example, was also called the Pearl of Britannia as the way she looked matched the ideal beauty conception of those days.

They were the fairy-tale couple of their times. Frederick did not refrain from any cost or pain to please his wife. He organized costly festivities and even had the famous Elizabeth Gate built for her at Heidelberg Castle.

Many years later, when the electoral princes had long left Heidelberg Castle and it had become a ruin and was plundered, some people began to show interest in the castle in ca. 1820 and fought to recall its flourishing past. In particular, an exceptional task developed to ensure that the history of Heidelberg and its castle could live on.Master baker Gundel, who ran Café Gundel, a focal point for Heidelberg society with a bakery and cake shop, at the foot of Heidelberg Castle, was given the task to create a speciality using his delicious ingredients to remind us of this loving couple from Heidelberg Castle and its good and bad times. On festive occasions, this was then to be served as a symbol of Heidelberg’s history.

His famous homemade nougat cream, which was known far beyond Heidelberg’s city limits and which all the inhabitants of Heidelberg loved so much, had to be part of it. But how should he use it to create a specialty commemorating the Royal Winter Couple? He still had to think of a great idea. The first of such festivities was to be celebrated in three days. The master baker was thinking and thinking as time was running out.

Nougat biscuits? No, it was not Christmas. A sponge cake? Boring. Marzipan nougat? Not fluffy enough. Nougat gateaux? No, it was not a wedding. Fine dark chocolate? …

Suddenly, he was interrupted in his thoughts: “Grandfather” somebody called from upstairs, “could you come upstairs, please?” His granddaughter Barbara asked him to read to her the story of the Frog Prince because she could not sleep. So, he told her the story, and listening to the calming words of her grandfather, the little girl slowly fell asleep.The story of the Frog Prince was running through the master baker’s head and inspired him to create his specialty from his excellent chocolate and other ingredients in the shape of a ball. Thus, an idea was born. The idea of a metamorphosis, of creating something unexpectedly wonderful from something simple.

A combination touching all spirits: A fine sponge dough ball with a core-filling of his legendary nougat cream covered by delicious marzipan and chocolate. An appropriate name was easily found. It was supposed to carry the name of the one it was meant for, i.e. Heidelberg Kurfürstenkugel.

In honour of the electoral prince’s wife, master baker Gundel not only created a dark Kurfürstenkugel, but also a white one covered with fine white chocolate reminding us of Elizabeth Stuart as the Pearl of Britannia.

How was it supposed to be wrapped? Always two of them together: a dark and a white Kurfürstenkugel to commemorate the dissimilar, but inseparable loving couple.

To keep the memory of the idea’s origin alive, he later asked a befriended painter to paint the Frog Prince in an appropriate electoral prince’s robe to decorate the chocolate box with.

From then on he offered the Kurfürstenkugel to all Heidelberg inhabitants and visitors to the city. He managed to create a symbol for Heidelberg, uniting Gundel’s specialties with the history of Heidelberg and its castle. Sitting in Café Gundel in Heidelberg today, which is run by Christian Gundel in the fourth family generation, one can comfortably enjoy the Kurfürstenkugel while looking at the castle and thinking of the story of the loving couple.


Osterdessert mit Ü-Ei

17. April 2017


Ein klitzekleines schnelles Osterdessert für Schokoladenfans mit einem Überraschungsei – sieht auch ganz witzig aus. Im Rezept, das der Markgräfler zufällig entdeckt hat, werden Physalis verwendet. Da wir noch ein Glas eingemachte Mirabellen (mit Bergamottesirup) von unserem Lothringen-Urlaub hatten, haben wir uns für die sowieso wohlschmeckerenden Mirabellen entschieden. Zum Glück sind es ja zwei Osterfeiertage, die restlichen Mirabellen aus dem Glas gibt es dann am Ostermontag mit einer Kugel Eis 😉
Mit Physalis haben wir dann auch noch welche gemacht.
Das Dessert eignet sich auch als nette Idee für ein Brunch!



Überraschungsei-Hälfte mit Vanillejoghurt und Mirabellen


Zutaten (für 4 Personen)

• 2 Überraschungseier (kinder Überraschung)
• 1 Becher Joghurt (Natur)
• Puderzucker nach Belieben
• 2-3 Tropfen Vanillextrakt
• 4 Mirabellen (Einmachglas) oder 4 Physalis

Zubereitung

Überraschungseier sorgfältig auspacken, wir benötigen pro Portion eine Schokoladenhälfte. Den Joghurt nach Geschmack mit Puderzucker süßen und mit Vanillextrakt aromatisieren.
Die halben Schokoladeneier mit Joghurt randvoll füllen und glatt streichen. Dann eine Mirabelle oder Physalis-Beere – als Eidotter – darauf platzieren.

Dazu passt ein Espresso.


 Today I have a tiny little and quickly prepared Easter dessert for chocolate fans with a surprise…


KINDER Surprise egg filled with vanilla yoghurt and mirabelles or physalis


Ingredients
(for 4 persons)

2 kinder surprise eggs
1 cup of plain yogurt
icing sugar to taste
vanilla extract

4 Mirabelles (preserve from the jar) or Physalis

Preparation

Carefully unpack kinder surprise eggs – you need one half of an egg per serving.
Sweeten joghurt with icing sugar to taste and flavour with 2-3 drops of vanilla extract.
Fill halves of the chocolate eggs with yoghurt and make the surface smooth. Then place a Mirabelle or Pysalis as an egg yolk on top.

Konfetti-Kuchen für die Fasnachtsparty

27. Februar 2017

smarties-kuchen-1


Diesen Konfetti-Kuchen gab es gestern bei uns zum fasnächtlichen Sonntagskaffee.

Bunt, vanillig und mit Schokolade – was will man mehr?


smarties-kuchen-3


Konfetti-Kuchen


Zutaten
für eine Springform 24 cmØ

Butter und Mehl für die Form
• 2 Vanilleschoten
• 200 ml Milch
• 150 g weiche Butter
• 150 g Rohrzucker
• 250 g Mehl
• 3 Teelöffel Backpulver
• 50 g Kartoffelmehl
• 1 Prise Salz
• 3 Eier
• 70 g Smarties
• 50 g Zartbitter Schokolade

Zubereitung

Den Boden der Springform mit Backpapier auskleiden. Rand mit etwas Butter bestreichen und mit Mehl bestäuben.
Vanilleschoten längs aufschneiden. Mark herauskratzen. Vanilleschoten und Mark mit der Milch in einem Pfännchen erwärmen. Schoten entfernen und die Milch etwas abkühlen lassen.

Butter und Zucker mit der Küchemaschine einige Minuten schaumig rühren. Mehl, Backpulver, Kartoffelmehl und Salz mischen.
Eier und Mehlmischung abwechselnd unter die Butter- Zucker-Masse rühren. Vanillemilch dazugießen und alles zu einem zähflüssigen Teig verrühren.
Teig in die vorbereitete Form gießen.
Kuchen in der Ofenmitte auf das Gitter stellen.
Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze einschalten.
Kuchen 45-50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.
Dazu vorsichtig ein Holzstäbchen in den Kuchen stechen und herausziehen. Wenn kein Teig am Stäbchen klebt, ist der Kuchen fertig gebacken.
Kuchenform aus dem Ofen nehmen. Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen, mit einem Messer vom Formenrand lösen, aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Smarties grob hacken.
Schokolade in Stücke brechen und in eine Schüssel geben und über dem heißen Wasserbad schmelzen.
Schokolade im Fadenlauf über den Kuchen gießen und mit Smarties bestreuen.


smarties-kuchen-4smarties-kuchen-2


Smarties Cake

Ingredients
For a springform of 24 cmØ

Butter and flour for the springform
2 vanilla pods
200 ml milk
150 g softened butter
150 g cane sugar
250 g flour
3 teaspoons baking powder
50 g potato flour or cornstarch
1 pinch of salt
3 eggs
70 g Smarties
50 g plain chocolate

Preparation

Line the bottom of the springform with baking paper. Butter the rim with some butter and dust with flour.
Cut vanilla pods lengthwise and scrape out the grains. Give vanilla pods and grains into a saucepan along with the milk. Put on a stove and heat.
Remove the pods and allow the milk to cool slightly.

Stir the butter and the sugar for a few minutes. Mix flour, baking powder, potato flour or cornstarch and salt.
Alternately mix eggs and flour mixture into the butter and sugar mixture. Add the vanilla milk and mix it until you receive a viscous dough.
Fill the batter into the prepared springform. Place the cake onto the middle rack of the oven.
Turn on the oven to 180 °C, top and bottom heat.
Bake the cake for 45-50 minutes. In order to test, if the cake is ready, carefully stick a wooden skewer into the cake and pull out. If no dough sticks to the skewer, the cake is baked.
Remove the cake from the oven. Let the cake cool in the springform a bit, then loosen from the rim using a knife and remove the cake from the springform.
Allow it to cool completele on a cake rack.

Roughly chop the Smarties.
Break chocolate into pieces and place in a bowl and melt over a hot water bath (bain-marie).
Pour the chocolate over the cake and sprinkle with smarties.

Schwedische Gewürzkekse

28. Dezember 2016

schwedische-gewuerzkekse-1


Vorgestern noch gefeiert – am Dienstag schon wieder bei der Arbeit – und ich hatte euch doch noch das Rezept für die „Schwedischen Gewürzkekse” von meinem Weihnachtsgruß versprochen…


frohe_weihnachten_2016_markgraflerin_web


Irgendwo, in einem Buch oder einer Zeitschrift,  hatte ich diese schwedischen Gewürzplätzchen entdeckt, altmodisch von Hand abgeschrieben und neulich beim Durchstöbern meiner Weihnachtsrezepte wieder entdeckt.
Ein supereinfacher Teig, den man nicht gleich verarbeiten muss, sondern sogar über Nacht stehen lassen kann, um am nächsten Tag – mit aufgeräumter Küche und viel Platz für die vielen zu belegenden Bleche und fertigen Plätzchen – mit der Bäckerei loslegen kann…


schwedische-gewuerzkekse-3


Wer mag, kann die Plätzchen noch mit Kuvertüre nach Wahl und Nonpareilles (kleine bunte Zuckerperlen) verzieren
Dazu die Kuvertüre (ich habe eine Mischung aus Zartbitter und Vollmilch Kuvertüre verwendet) über dem heißen Wasserbad schmelzen, die Kekse eintauchen, abtropfen lassen und in eine kleine Schüssel mit Nonpareilles dippen. Dann auf einem Gitter oder mit Backpapier belegtem Blech die Schokolade fest werden lassen.


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Das sieht sehr hübsch aus und ist sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen der Renner – bei meinen Kollegen und Kolleginnen im Büro waren die dann auch zuerst aus der Plätzchendose gefuttert. Ich habe auch noch ein paar große Elche und Tannenbäume ausgestochen, die ich dann mit etwas größeren Zuckerperlen bestreut habe

– und wer es vor Weihnachten nicht geschafft hat zu backen, der kann noch Silvesterkekse in Form von Kleeblättern daraus zaubern – vielleicht mit grünem Zuckerguss verziert?


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Schwedische Gewürzkekse


Zutaten
für ca. 100 Kekse

• 150 ml heller Sirup (z. B. Grafschafter)
• 250 g feinster Zucker
• 200 g Butter
• 150 ml Sahne
• 1 Teelöffel gemahlener Ingwer
• 1 Teelöffel gemahlener Zimt
• 1 Teelöffel Natron
• 700 g Mehl
• Mehl zum Bestäuben

Zubereitung

In einem großen Kochtopf bei mittlerer Temperatur Sirup, Zucker und Butter erhitzen, bis die Butter geschmolzen und der Zucker vollständig aufgelöst ist.
Den Topf vom Herd nehmen und die Sahne sowie die Gewürze einrühren. Natron hinzufügen und anschließend das Mehl nach und nach dazugeben und mischen, bis sich alles vermengt hat.
Zu einem lockeren Teig verarbeiten. Zudecken und über Nacht an einem kühlen Ort stehen lassen.
Am nächsten Tag sollte der Teig schön aufgegangen sein.

Am folgenden Tag den Ofen auf 180 °C (Umluft 160 °C) vorheizen. Zwei Backbleche mit Mehl bestäuben.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 mm dick ausrollen. Mit Ausstechförmchen Plätzchen ausstechen.
Im Ofen 8-10 Minuten backen, bis die Plätzchen an den Rändern eine satte braune Farbe haben und in der Mitte etwas heller sind.
Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen.
In luftdichten Behältern aufbewahren.



Swedish spiced / gingerbread biscuits

Ingredients
For about 100 cookies

150 ml of light syrup (e.g. Lyle’s Golden Syrup)
250 g very fine sugar
200 g butter
150 ml cream
1 teaspoon ground ginger
1 teaspoon ground cinnamon
1 teaspoon of baking soda
700 g flour
Flour for dusting

Preparation

In a large pot, heat syrup, sugar and butter at medium temperature until the butter melts and the sugar is completely dissolved.
Remove the pot from the heat, then stir in cream and spices. Add baking soda and gradually add the flour. Stir until everything is evenly mixed.
Process into a loose dough. Cover and leave in a cool place overnight.

The next day, pre-heat the oven to 180 °C/356 °F (convection 160 °C/320 °F). Dust two baking sheets with flour.
Roll out the dough on a floured working surface, approximately 2 mm thick. Cut out the biscuits with a cookie cutter.
Bake in the oven for 8-10 minutes, until the cookies have a rich brown color at the edges and are slightly lighter in the middle.
Remove from the oven and allow to cool on a rack.
Store in airtight containers.

If you like, you can decorate the biscuits with chocolate and nonpareilles.
To do this, melt the chocolate/couverture (I use a mixture of plain and milk chocolate couverture) over a hot water bath (bain marie), dip the biscuits in the melted couverture, drain.
After that, dip into a small bowl filled with nonpareilles. Let dry on baking paper.

Resteverwertung alla Ticinese: Torta di Pane (Tessiner Brot-Torte) nach Betty Bossi

29. Mai 2016

Torta di Pane Betty Bossi 3


Die Markgräflerin hat mal wieder ihren Vorratskeller aufgeräumt und dabei noch restliche Zutaten von der Weihnachtsbäckerei gefunden.
MHD Ende Mai bis Mitte Juni. Und dann war da noch die neulich in Frankreich erstandene Baguette, die wie fast alle Baguettes am zweiten Tag schon fast komplett ausgetrocknet war.
Man muss das trockene Brot deshalb aber nicht gleich an die Enten verfüttern! In der Küche der Südländer findet man meist leckere Rezepte dafür.
Dort scheint es wohl öfter zu passieren, dass Brot übrigbleibt und dann trocken wird.
Ich sammle das Brot in einer Papiertüte. Oft mache ich einfach Semmelbrösel daraus (in der Küchenmaschine zermahlen), die dann als Panade für Schnitzel oder als knusprige Auflage für Gratins verwendet werden.


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Die Tessiner Brottorte gab es auch schon mehrfach hier im Blog. Das Rezept dafür hatte ich in irgendeinem alten Backbuch gefunden.
Aber heute habe ich ein neues, und garantiert original Schweizer Rezept ausprobiert, für welches ich meine Vorräte gerade noch rechtzeitig aufbrauchen konnte.
Entdeckt habe ich es in einem Büchlein von Betti Bossy.

Die Kunstfigur Betty Bossi wurde von der Werbetexterin Emmi Creola-Maag für die Firma Unilever erfunden. Betty Bossi sollte mit einfachen, gelingsicheren Kochrezepten in der butterverwöhnten Schweiz für die vermehrte Verwendung von Margarine und Öl der Marken Astra und Sais werben. Am 1. April 1956 erschien die erste Betty Bossi Post in deutscher und französischer Sprache, 1966 wurde sie zur abonnierbaren Zeitung. 1973 erschien das erste Betty Bossi Kochbuch, ein Backbuch. 1977 wurde innerhalb der Unilever-Gruppe die Betty Bossi Verlag AG gegründet. Mittlerweile wurden die Zeitschrift und der Kochbuchverlag zur Marke. Unilever verkaufte Betty Bossi 1995 an Ringier AG. Seit November 2001 gehörte die Marke je zur Hälfte dem Medienunternehmen Ringier und dem Grossverteiler Coop.
Quelle: Wikipedia

Und vielleicht kommt ihr ja gerade von einem schönen Urlaub aus dem Tessin zurück und habt dort die Torte probiert und wollt sie jetzt nachbacken.
Ich selbst habe die Torta di Pane vor vielen Jahren dort auf einem Wanderurlaub kennengelernt und fand sie absolut lecker. Die Torte ist überhaupt nicht trocken sondern wunderbar saftig.

In Folie eingepackt und kühl gelagert hält sich die Torte ca. eine Woche.
Sie macht wenig Arbeit, aber ich muss euch trotzdem vorwarnen – man braucht eine Menge Zeit.
Das Rezept für die etwas beschleunigte Variante findet ihr hier: Torta di Pane, Rezept Nr. 1

Zur Torte passt ein Merlot oder Nostrano (Rotweine aus dem Tessin) – das ist besonders stilecht.
Es geht aber auch ein Pinot aus dem Wallis.
Der Markgräfler und ich fanden allerdings das Rezept Nr. 1 für den Sommer besser, da dieses etwas leichter daherkommt (weniger Sultaninen, kein Orangeat und Kakaopulver statt geriebene Schokolade).
Rezept Nr. 2 empfehle ich für die Wintermonate.


Torta di Pane Betty Bossi 4


Torta di Pane – Rezept Nr. 2


Zutaten
(für eine Springform mit 24 cm Ø)

• 250 g altbackenes Halbweiss- oder Weissbrot, möglichst ohne Rinde, in Würfel geschnitten
• 100 g harte Amaretti aus Aprikosenkernen, zerbröselt
• 1 Liter Milch
• 1 Vanillestengel, aufgeschnitten
• 250 g Sultaninen
• 100 g Orangeat, gewürfelt
• 2 Esslöffel Grappa
• 100 g Mandeln, gehackt oder Mandelstiftli
• 75 g dunkle Schokolade
• abgeriebene Schale von 1 Zitrone
• 1 Teelöffel Zimt
• ¼ Teelöffel Macis oder frisch geriebene Muskatnuss
• 3 Eier
• 100 g Zucker
• etwas Butter und Mehl für die Form
• Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

Weißbrot und zerbröselte Amaretti in eine große Schüssel geben.
Milch und aufgeschnittenen Vanillestengel in einen Topf geben, aufkochen und zum Brot gießen.
Über Nacht oder mehrere Stunden einweichen.
Sultaninen, Orangeat und Grappa mischen und mehrere Stunden ziehen lassen.

Vanillestengel aus der Brotmasse entfernen. Brotmasse mit einer Gabel zerdrücken.
Eingeweichte Sultaninen, Orangeat und gehackte Mandeln dazugeben.
Schokolade an der der Bircherraffel dazureiben.
Abgeriebene Zitronenschale, Zimt und Macis oder geriebene Muskatnuss dazugeben.

Eier zusammen mit dem Zucker rühren (am besten mit dem Schneebesen der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät) bis ein dicker Schaum entsteht.
Zur Brotmasse geben und unterheben.

Backofen auf 150 °C vorheizen.
Den Boden der Springform mit Backpapier belegen. Rand einfetten und bemehlen.
Die Teigmasse in die vorbereitete Form geben.

Auf der zweituntersten Rille des vorgeheizten Ofens 2½ bis 3 Stunden backen.
Torte aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten in der Form auf einem Tortengitter abkühlen lassen. Mit einem Messer prüfen, ob sich der Teigrand von der Springform löst, dann den Springformrand wegnehmen.


Torta di Pane Betty Bossi 2


Zum Servieren mit wenig Puderzucker bestreuen.


Torta di Pane Betty Bossi 1


This is a recipe from Ticino – Switzerland.
It is perfect to use up stale bread – and it is so delicious.
I have already baked it many years ago and for serveral times following a recipe which I found in an old German book.
This second recipe is more authentic – an original Swiss recipe…
It’s simple and easy to prepare, but takes some time for soaking.
Recipe no. 1 needs a little less time.Torta di Pane Betty Bossi_5

Torta di Pane – Recipe no. 2

Ingredients
(For a springform pan with 24 cm Ø)

250 g stale white bread, if possible without crust, cut into cubes
100 g hard Amaretti (made from apricot kernels), crumbled
1 litre of milk
1 vanilla pod, cut open
250g sultanas
100g candied orange peel, diced
2 tablespoons Grappa
100 g almonds, chopped
75 g plain/dark chocolate
grated zest of 1 lemon
1 teaspoon cinnamon
¼ teaspoon mace or freshly grated nutmeg
3 eggs
100g sugar
some butter and flour for the springform
Icing sugar for dusting

Preparation

Give white bread and crumbled amaretti into a large bowl.
In a saucepan, bring milk and vanilla pod to a boil. Pour over the bread.
Soak overnight or for several hours.
In a second bowl, mix sultanas, candied orange peel and grappa. Leave to soak for several hours.

Remove vanilla pod from the bread mass. Mash the bread mass with a fork.
Add soaked raisins, orange peel and chopped almonds. Grate chocolate over it.
Add grated lemon peel, cinnamon and mace or ground nutmeg.

Whik eggs and sugar until thick and fluffy. Add to the bread mass and fold in.

Preheat the oven to 150 °C = 302 °F..
Line the bottom of the springform pan with baking paper. Butter the rim and dust with flour.
Pour the batter into the prepared pan.

Bake in the middle of the preheated oven for  2½ to 3 hours.
Remove the cake from the oven, let cool for 10 minutes in the springform on a cake grid. With a knife, check whether the dough crust can be removed from the springform pan, then remove the rim of the springform.

To serve, sprinkle with a little icing sugar.

Serve with a Ticino wine such as Merlot or Nostrano.

 

Mein Mann kann: Kinder-Schoko-Croissants zum Osterbrunch

20. März 2016

Kinderriegel Croissants puff pastry 3


Mal wieder ein Rezept aus der Reihe „Mein Mann kann“. Der Markgräfler steht auf einfache Rezepte, ganz nach dem Motto „Keep it simple and safe“ (KISS).
Neulich hat er ein schnelles und leckeres Rezept entdeckt, passend für den Osterbrunch oder einfach mal schnell zum Sonntagnachmittagskaffee: Kinder-Schoko-Croissants.
Mit nur drei Zutaten sind die auch richtig schnell gemacht. Da stellt sich auch der Markgräfler gerne in die Küche.


Kinder-Schoko-Croissant


In der Anregung im Internet wurde rechteckig ausgerollter Blätterteig verwendet, daraus kann man 5 Croissants rollen.
Mit dem rund ausgerollten Hörnchenteig klappt das nicht ganz- nur 4 davon passen auf den Teig, wenn man schön aufgerollte Hörnchen haben möchte.
Die Markgräflerin hat dann nochmal gebacken und Blätterteig verwendet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Insgesamt fanden wir dann aber die Croissants mit dem Hörnchenteig geschmacklich besser, weil dieser Teig nicht so fettig ist, wie der Blätterteig  und das auch besser mit dem süßen Kinderriegel harmoniert.


Kinderriegel Croissants puff pastry 4


Kinder-Schoko-Croissants


Zutaten

(für 4 Croissants)

• 1 Packung ausgerollter Blätterteig (275 g)
• 4 Kinder-Riegel
• 1 Ei

Zubereitung

Schoko-Riegel so am Rand des Blätterteigs verteilen, dass auf beiden Seiten noch etwas Platz bleibt um die Enden zusammendrücken zu können. Den runden Blätterteig in vier Tortenstücke verteilen (quadratischen Blätterteig in Dreiecke schneiden – wie die Felder auf einem Backgammon-Brett).
Die Dreiecke mit den Schoko-Riegeln zusammenrollen, dass ein Hörnchen entsteht. Anschließende die beiden Enden zusammen drücken, damit die Schokolade nicht rausläuft.
Das Ei in einer Tasse verquirlen und anschließend die Croissants damit bestreichen. Anschließend für 16 Minuten bei 180 °C (Umluft) in den Backofen. Anschließend herausnehmen, kurz abkühlen lassen und servieren.


Zutaten: Blätterteig, Kinder-Riegel, Ei

Nur drei Zutaten: Blätterteig, Kinder-Riegel und ein Ei

Kinderriegel Croissants puff pastry 2

Kinderriegel Croissants aus rechteckig ausgerolltem Blätterteig


My husband prefers simple recipes, according to the motto „Keep it simple and safe“ (KISS).
He recently discovered a quick and delicious recipe, suitable for your Easter brunch or just for the coffee table. With just three ingredients they are pepared quickly.
And… not only children like it 😉


Kinderriegel Croissants puff pastry 5


Kinder chocolate croissants


Ingredients

(for 4 croissants)

1 package of rolled out puff pastry (275 g)
4 Kinder chocolate bar
1 egg

Preparation

Distribute chocolate bars at the edge of the puff pastry leaving a gap on both sides so that it will be possible to squeeze it together at the ends.
Cut pastry which is rolled out in a round shape into quarters / rectangular rolled out pastry into triangles like the fields on a backgammon board).
Roll up from the long side to form a croissant. Press the two ends together so that the chocolate can not leak.

Whisk the egg with a fork, then brush the croissants with it.
Bake at 180 °C (fan oven) for 16 minutes. Take out of the oven, let cool briefly and serve.

 


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