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„Armer Ritter”, Poor Knights of Windsor, Fotzelschnitte, Pain Perdu, French Toast …. mit Erdbeeren


Das gab es ja schon ewig nicht mehr – Arme Ritter!

Dieses einfache und sehr leckere Gericht ist vielerorts bekannt – ein ideales Rezept, um Brot- oder Brioche-Reste aufzubrauchen.
Die Zutaten sind einfach: Eier, Milch, eine Prise Salz, Zimt und Zucker.

Zuletzt hatten wir Arme Ritter mit Sauerkirschen, nachdem von der Neujahrsbrezel, die ich an Silvester gebacken hatte, noch ein Stück übrig war. Damals gab es – in Ermangelung von frischem Obst – Sauerkirschen dazu.


Arme Ritter 3
Arme Ritter mit Sauerkirschen

Jetzt gibt es ja endlich wieder heimische Erdbeeren und zufällig war vom sonntäglichen Hefezopf noch etwas übrig.

Deshalb gab es bei uns nun seit langer Zeit wieder mal Arme Ritter!



Arme Ritter mit Erdbeeren


Zuerst die Erdbeeren waschen, putzen und in Stücke schneiden. Nach Geschmack mit Ahornsirup oder Birkenzucker süßen und durchziehen lassen.

Von Hefezopf, Einback, Brot oder Brioche (schon leicht trocken) Scheiben abschneiden, in leicht gezuckerter Milch (ca. 200 ml) tränken und dann in drei geschlagenen Eiern wälzen.
In der Pfanne mit heißer Butter goldbraun schmoren lassen. Mit Zimtzucker bestreuen und heiß servieren.


Pain perdu – Frankreich


Couper des tranches de pain ou de brioche, les tremper dans du lait sucré et puis dans trois oeufs battus en omelette, faire dorer à la poêle dans du beurre chaud. Servir chaud.


Fotzelschnitten  – Schweiz


Zutaten
• 4 Eier
• 1,5 dl Milch (=150 ml)
• 1 Prise Salz
• 1 Teelöffel Zimt
• 500 g Zopf oder Brot vom Vortag
• Bratbutter zum Braten

Zubereitung
Die Eier mit Milch und Salz in einer Schüssel verklopfen. Zimt und restlichen Zucker in einem flachen Teller mischen. Zopf in 12 Scheiben schneiden. Nacheinander in der Ei-Milch-Mischung wenden.

Bratbutter in einer beschichteten Bratpfanne erhitzen. Zopfscheiben beidseitig je ca 2. Minuten anbraten. Portionenweise im Zimtzucker wenden und sofort servieren.


French Toast / New York – USA


Zutaten
• 4 Eier
• 125 ml Milch oder Sahne
• 2-3 Esslöffel Zucker
• ¼ Teelöffel Zimtpulver, nach Geschmack etwas geriebene Muskatnuss
• ¼ Teelöffel Salz
• 2-3 Esslöffel Butter
• 8 Scheiben Toastbrot
• brauner Zucker zum Bestreuen

• Marmelade oder Ahornsirup zum Servieren

Zubereitung
Die Eier mit Milch oder Sahne gründlich verquirlen. Je nach Geschmack 2-3 Esslöffel Zucker zugeben, Zimt und Salz hinzufügen und gut durchrühren. Die Mischung in eine lange flache Schale oder Form geben und das Toastbrot darin einweichen. Jede Brotscheibe kurz anpressen, wenden, einweichen und nochmals anpressen, damit so viel Flüssigkeit wie möglich aufgenommen wird, das Brot aber noch seine Form behält. Den Backofen auf 120 °C vorheizen. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und die getränkten Toastbrotscheiben darin portionsweise auf beiden Seiten goldbraun backen. Fertig gebackenen French Toast im vorgeheizten Backofen auf etwas Alufolie warm halten.

Nach Geschmack mit braunem Zucker bestreuen und mit Marmelade oder Ahornsirup servieren.

Ganz köstlich auch mit frischen, gezuckerten Erdbeeren und Frischkäse.



Poor Knights of Windsor – Great Britain


Soak some slices of stale bread or brioche in sweetened milk and then turn it in three beaten eggs. Melt butter in a pan and fry the soaked slices in it until golden brown. Serve hot.


Pain perdu – France


Couper des tranches de pain ou de brioche, les tremper dans du lait sucré et puis dans trois oeufs battus en omelette, faire dorer à la poêle dans du beurre chaud. Servir chaud.


Fotzelschnitten (Switzerland)


Ingredients
4 eggs
1.5 dl milk (= 150 ml)
1 pinch of salt
1 teaspoon cinnamon
500 g plait or stale bread
Butter or ghee for frying

Whisk the eggs with milk and salt in a bowl. Mix cinnamon and remaining sugar in a shallow dish. Cut the plait or bread into 12 slices. Let soak in the egg-milk mixture.

Heat the butter in a nonstick skillet. Fry the bread slices on both sides, each for about 2 minutes. Turn in cinnamon sugar and serve immediately.


French Toast / New York – United States


Ingredients
4 eggs
125 ml of milk or cream
2-3 tablespoons of sugar
1/4 teaspoon ground cinnamon, a little grated nutmeg to taste
1/4 teaspoon salt
2-3 tablespoons of butter
8 slices of toast
brown sugar for sprinkling

Jam or maple syrup for serving

Preparation

Thoroughly whisk thoroughly the eggs along with milk or cream. Add 2-3 tablespoons sugar, to taste, cinnamon and salt and stir well. Pour the mixture into a long flat dish or mould and soak the toast in it. Press down each bread slice, soak, turn and press it again to make it soak up as much liquid as possible – but not too much, so that the bread still retains its shape.
Preheat the oven to 120 °C (248 °F).  Heat some butter in a pan and bake the slices of bread in portions on both sides until golden brown. Keep warm in the oven.

To serve, sprinkle with brown sugar to taste and serve with jam or maple syrup.

Also very delicious with fresh strawberries and cream cheese.

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Zum Neujahrsbrunch: Nutellaknoten aus Neujahrsbrezel-Teig


Habt ihr für dieses Jahr kleinere Neujahrsbrezeln gebacken und noch ein wenig Teig übrig?
Dann bietet es sich an, den Teig zu füllen und einen Nutellaknoten für’s Neujahrsbrunch zu backen….

Einfach den Teig rechteckig ausrollen, dünn mit Nutella bestreichen, von der Längsseite her aufrollen. Dann in der Mitte einmal längs durchschneiden, beide Teigstränge zu einer Kordel verdrehen, dann daraus eine Schnecke formen.
Ein wenig milch mit Wasser verquirlen und den Knoten damit bestreichen, nach Belieben mit gehackten Walnüssen bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen etwa 30 Minuten backen.


Unsere diesjährige Neujahrsbrezel von der Dorfbäckerei Singer in Auggen


Ich wünsche euch einen guten Start ins Neue Jahr 2018 – lasst es langsam angehen!

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Das war unser Start ins Neue Jahr – Feuerwerk im Nebel, Neujahrsbrezel und ein sonniger Neujahrsspaziergang

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Markgräfler Neujahrsbrezel zum Jahreswechsel 2016/2017

Die Markgräflerin wünscht euch alles Gute für das Neue Jahr 2017!

Wir haben den Silvesterabend gemütlich mit Apérohäppchen in Form von selbst gebackenem Pain d’Épices aux Miel (Lebkuchen-Gewürzbrot mit Honig) , belegt mit gebratener Foie Gras aus Frankreich und Apéricubes (Geschmacksrichtung Ziegenkäse und Honig),  Raclette und Spielen im Kreis der Familie verbracht.
Zwischendurch wurde wieder herzhaft über Butler James (Freddie Frinton) und Miss Sophie (May Warden) in „Dinner for One” gelacht.


Raclette klassisch


Es war leider zu neblig, als das es sich gelohnt hätte, kurz vor Mitternacht auf einen der umliegenden Rebberge zu spazieren und von dort das Feuerwerk anzuschauen.
Stattdessen haben wir von meinem Garten aus das Feuerwerk der unmittelbaren Nachbarschaft angeschaut und auf der Terrasse mit Winzersekt angestoßen.


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Anschließend gab es die traditionelle Neujahrsbrezel – dieses Jahr ausnahmsweise aus Zeitmangel nicht selbstgebacken (Rezept für selbstgebackene Neujahrsbrezel), sondern von der Bäckerei Kirschner
Dann wurde noch ein wenig gefeiert…

Der Markgräfler und die Markgräflerin haben – ausgeschlafen und nach einem gemütlichen Frühstück – bei stahlend blauem Himmel einen Neujahrsspaziergang unternommen.
Keine Spur mehr von Eis und Nebel….


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Später gab es noch ein feines

Neujahrs-Essen:

Feldsalat mit Speck und Kartoffel-Walnußbrot Kracherle

Schweinefilet (Niedriggarmethode) mit Champignonsauce und Spätzle

Zimteis-Stern (gekauft – aber hier ist das Rezept für hausgemachtes Zimteis)

 

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Die Bäckertour in Müllheim mit Bäckermeister Martin Magnus

Bäckertour Müllheim 3
Bäckerei Kirschner in Müllheim neben der Martinskirche

Meine Heimatstadt Müllheim hat ihren Namen von den zahlreichen Mühlen, bzw. den Müllern die es hier früher gab.
Wo Korn zu Mehl gemahlen wird, wird auch Brot gebacken. Und so hat auch das Bäckerhandwerk in unserer Stadt eine sehr lange Tradition.


Bäckertour Müllheim 6


Eine urkundliche Eintragung aus dem Jahre 1428 belegt erstmals die Existenz des Bäckerhandwerks in Müllheim.

Um mehr darüber zu erfahren, habe ich mich vor ein paar Wochen einer Stadtführung angeschlossen.
Bäckermeister Martin Magnus hat während der jahrzehntelangen Ausübung seines Berufes so einiges erlebt, wovon er uns an diesem Nachmittag ausführlich berichtete.


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Der Müllheimer Bäckermeister Martin Magnus

Vom Treffpunkt vor der Touristik Info am Markgräfler Platz sind wir zu unserer 1. Station spaziert, dem Markgräfler Museum am Marktplatz.

Auf einem alten Grabstein, der im Durchgang vom Marktplatz zum Museumshof aufgehängt ist, kann man Schießer (Mitte) und Brot (rechts) erkennen.
Nur mit viel Mühe kann man auch noch eine eingravierte Brezel – das Symbol der Bäckerzunft – ausmachen.


Bäckertour Müllheim 4


Und wie groß oder wie schwer war damals ein Brot?
Tja, das war so eine Sache…

Mancherorts wurde die Größe des Brots anhand einer Art Schablone abgemessen.
Noch heute kann man in Freiburg an der Außenseite des Münsterturms die eingehauenen Maße der Brote von 1320, 1270 und 1370 sehen.
In Krisenzeiten waren die Brote kleiner. Daher kommt wohl auch die Redensart, man müsse nun etwas kleinere Brötchen backen, wenn man knapp bei Kasse ist.

Im Spätmittelalter existierten bei oft gleicher Bezeichnung viele voneinander abweichende ortsgebundene Maßeinheiten.

Seit dem 17. Jahrhundert gab es Bestrebungen, das Maß- und Messwesen zu vereinheitlichen. Dies scheiterte zunächst an der Vielzahl von Territorialherren, die auf ihre Unabhängigkeit bedacht waren.
Mit einem Dekret des Markgrafen Karl Friedrich im Jahre 1802 wurde eine Kommission mit der Ausarbeitung eines einheitlichen Maß- und Gewichtssystems für die Markgrafschaft Baden beauftragt.

Hauptperson dieser Kommission war Michael Friedrich Wild, der in Müllheim gelebt hat und nach dem heute eine Grundschule in Müllheim benannt ist.
Zusammen mit einem Mitarbeiter bereiste er das Großherzogtum Baden um von Ort zu Ort die benutzten Maße und Gewichte aufzunehmen.

Die Untersuchungen ergaben, dass es im Großherzogtum Baden über 120 Eichstätten gab, die völlig unterschiedliche Maße verwendeten.
So gab es 112 Ellenmaße, 92 Flächen- oder Feldmaße, 65 Holzmaße, 163 Fruchtmaße (Volumenmaße), 123 Ohm- oder Eimermaße, 63 Wirts- oder Schankmaße und 80 Pfundgewichte.

Als Ergebnis aus seinen Arbeiten schlug Wild in seinem zweibändigen Werk „Ueber allgemeines Maas und Gewicht aus den Forderungen der Natur, des Handels, der Polizey und der gegenwärtig noch üblichen Maase und Gewichte” abgeleitet ein System vor, das die traditionellen Einheiten beibehielt und als Größe jeweils die Mitte der vorgefundenen Maße ansetzte.

Dabei wählte er die neuen Größen so, dass sich zu den metrischen Einheiten einfache Umrechnungsfaktoren ergaben und möglichst viele Einheiten durch Dezimaleinteilung voneinander abhingen.


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1810 erging ein auf dem von Wild vorgeschlagenen System basierendes Dekret, welches aber erst 1829 mit Verkündung der Maas-Ordnung für das Großherzogtum Baden praktisch umgesetzt wurde.


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Im Mittelalter wurden Bäcker, welche Brot mit zu geringem Gewicht oder von minderwertiger Qualität herstellten, öffentlich an den Pranger gestellt und bestraft.
Auf dem Bild oben sieht man einen Tauchkäfig bzw. Schandkorb. Der zu bestrafende Bäcker wurde in den Korb gesperrt und mittels einer Wippe mehrmals in Wasser oder Unrat getaucht.
Zusätzlich wurde er von den Anwesenden mit Steinen beworfen und gedemütigt.

Oft konnte der Bäcker aber gar nichts für die schlechte Qualität oder ein zu geringes Gewicht des Brotes.

Die Brotqualität ist stark von der Qualität des verwendeten Getreides abhängig.
In regenreichen Jahren passiert es oft, dass die Feuchtigkeit das Korn austreiben lässt. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Backeigenschaften und somit auch auf die Qualität des Brots.
Und wer schon einmal Brot gebacken hat weiß, dass sich durch das Backen und das Abkühlen danach sich immer auch ein Gewichtsverlust ergibt.


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Deckelpokal der Müller- und Bäckerzunft Müllheim von 1760

Auf diesen Pokal, der im Markgräfler Museum ausgestellt ist, ist die Bäckerinnung Müllheim/Markgräflerland besonders stolz. Dieser stammt aus dem Jahr 1760.
Das prunkvolle, repräsentative Deckeltrinkgefäß der gemeinsamen Müller- und Bäckerzunft ist eine Arbeit des Basler Silberschmidemeisters Johannes Ulrich III. Fechter.
Symbolisch halten zwei steigende Löwen ein Mühlrad und eine Brezel.
Bei Feierlichen Zeremonien wurde der „Wilkomm” zum Kredenzen eines Trunkes benutzt.


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Dann ging es wieder nach draußen auf den Marktplatz, wo uns Martin Magnus ein historisches Bild einer Bäckerfamilie zeigte.
Dort wo sich heute der Friseursalon Veronika befindet war einst eine Bäckerei.
Rechts daneben war noch bis vor kurzem das Café am Markt. Leider steht es derzeit leer. Man sagte mir, die Betreiber hätten ein Café in Badenweiler übernommen.
Schade…



Und dann stand natürlich noch die Frick-Mühle auf dem Programm:

Die Mühlenanlage gehört ursprünglich als Bannmühle zu dem benachbarten Hofgut der Herren von Baden aus Liel. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Mühle 1392. Bartlin Frick übernimmt sie dann 1690. Bis 1912 bleibt die im Besitz der Familie. Dann wird sie aufgelöst und der Besitz nach und nach verkauft.
In diesem Gebäude wurde von der Stadt Müllheim in Erinnerung an die Geschichte der Stadt ein Mühlenmuseum eingerichtet, das die Technik der Mehlgewinnung in früheren Zeiten zeigt
2008 wurde das Museum feierlich eröffnet.



Auch in diesem Haus befand sich einst eine Bäckerei.
Dieser Bäcker war vor allem für seine feinen, fleischgefüllten Pasteten bekannt. Und zum Jahrmarkt gab es – wie ich bereits berichtet habe – immer die traditionellen Jahrmarkt-Weggen.


Jahrmarkt 6


Die Jahrmarkt-Weggen gibt es auch im Raum Lörrach, Weil und Basel. Das Rezept dafür stammt vermutlich von einem Bäckergesellen, der sein Handwerk in Basel gelernt hat.
In der Schweiz bezeichnet man das Gebäck als „Wurstwecken”, obwohl sie üblicherweise mit Hackfleisch oder Bratenresten gefüllt sind.
Der kleine Weg rechts, welcher zur historischen Martinskirche führt, war allgemein als das „Pastetengässle” bekannt…
Und nach etwa 1 – 2 Stunden waren wir wieder bei unserem Startpunkt an der Touristik-Info angekommen.


Bäckertour Müllheim 2


Natürlich sprachen wir auch über die  typischen Markgräfler Brot- und Gebäckspezialitäten….


Scharwaie Kartoffelmarkt Neuenburg
Markgräfler Scharwaie

Die Scharwaie ist flacher als normales Brot, besteht aber aus Brotteig. Man ritzt die Oberfläche kreuzweise ein, so dass ein Rautenmuster entsteht.
Dann bepinselt man die Oberseite mit etwas Speiseöl und bestreut die Scharwaie mit Salz und nach Belieben mit Kümmel.
Früher hat man dieses flache Brot aus Teigresten zusammengekratzt (gescharrt). Daher kommt auch der Name. Dann wurde der Scharwaie nach dem eigentlichen Brotbacken in der Resthitze des Ofens gebacken.
Die Scharwaie wird das ganze Jahr über gerne gegessen. Besonders gut schmeckt sie aber an einem lauen Sommerabend zu Gegrilltem oder einfach nur mit einem Gläschen Gutedel.
Rezept für Scharwaie


Neujahrsbrezel 2
Markgräfler Neujahrsbrezel

Die Neujahrsbrezel wird üblicherweise zum Jahreswechsel gebacken.
Früher wurden noch Geldstücke eingebacken, denn die Neujahrsbrezel war ein beliebtes Mitbringsel von Paten (Gotte = die Patentante oder Götti= der Patenonkel) für ihre Patenkinder (Gotte- oder Göttikind).
Dieser Brauch ist typisch badisch, aber nicht überall in Baden werden die Neujahrsbrezeln nach dem gleichen Rezept gebacken.
Je nördlicher, umso süßer. Im südlichen Teil, dem Markgräflerland bestehen die Neujahrsbrezeln überwiegend aus Milchbrötchenteig.
Rezept für Neujahrsbrezel

Neujahrsbrezeln, die als Glücksbringer gelten, gibt es in Baden und im Elsass. In Basel wurden sie früher Neujahrsringe genannt, sind aber in den 1920 er Jahren aus der Mode gekommen.
In der Schweiz war es lange Tradition, vor allem an Weihnachten oder Neujahr einen Hefezopf zu verschenken.
Heute gehört der Butterzopf für viele Schweizer zum Sonntagsfrühstück.
Im Elsass gibt es auch an Neujahr oft Kougelhopf.

Übrigens gibt es innerhalb von Deutschland auch ein Nord-Südgefälle, was Brotteig und Brotsorten betrifft.
In Norddeutschland isst man tradtitionell eher dunkles Brot aus Roggenkorn, das mit einem großen Anteil Sauerteig hergestellt wird.
Je weiter südlich man kommt, umso heller werden die Brotsorten.

Bäckermeister Magnus hat dafür eine ganz einfache Erklärung:
Bei uns im Süden gibt es viele Reben und somit auch Wein. Und zu Wein passt die Säure des dunklen Brots nicht.
Im Norden wächst der Wein nicht so gut, dort gibt es eher Bier. Und dazu passt das dunkle Brot geschmacklich einfach besser.
Klingt logisch, oder?


 

Faschtewäije
Faschtewäije

Rezept für Faschtewäije

Die früheste Erwähnung der Fastenwähe findet man in den Ratsbüchern der Stadt Rheinfelden aus dem Jahr 1554.
In Basel taucht sie erst Mitte des 17. Jarhunderts auf, als die Stadt schon reformiert ist.
Die Fastenwähe ist keine Fastenspeise im kirchlich-religiösen Sinn, sondern ein traditionellse Luxusgebäck.
In Notzeiten verbot der Rat von Basel die Herstellung von Fastenwähen und jeglichem Ankenzeug (Buttergebäck). Die Herstellung und der Verkauf wurden aus zunft- und gewerbepolitischen Gründen auf die Fatenzeit eingeschränkt.
Die Verbreitung der Basler Fastenwähe beschränkt sich auf die Stadt, ihre Umgebung und die unmittelbare badische Nachbarschaft.
Zur rationellen Herstellung der Fastenwähen im Kleinbetrieb wurde ein handliches Abstecheisen, das Faschtewaaie -Yseli konstruiert.
Großbäckereien arbeiten mit Stanzschablonen.


graettimanndrei
Grättimänn (Weckmann, Stutenkerl, Dumbedai, Grittibänz, Mannala, Bonhomme…)

Rezept für Grättimänner zum Nikolaustag

Über die Herkunft und Geschichte des von Kindern wie auch von Erwachsenen heißgeliebten St.-Nikolaus-Gebäcks tappen selbst die Historiker im Dunkeln. Die Teigform in Menschengestalt ist erst vom letzten Jahrhundert an in Österreich, Deutschland, der Schweiz und im Elsass nachweisbar. Über das genaue Alter weiß man nichts Bestimmtes; lediglich die Form des solothurnischen Grittibänzen (die Zweispitzhutform erinnert an die damalige Ambassadorenzeit), gibt einen Hinweis, dass er dort schon im 18. Jahrhundert üblich gewesen sein könnte.
Früher wurden sie aus gewöhnlichem Brotteig hergestellt, später mit aufkommendem Wohlstand aus Zopf- oder Süßteig.



Wissenswertes rund ums Brot:

St. Honoré (Honorius von Amiens) ist der Schutzpatron der Bäcker in Frankreich – Gedenktag ist der 16. Mai

Elisabeth von Thüringen ist die Schutzpatronin der Bäcker in Deutschland – Gedenktag ist der 17. November

1924 kostete ein Brötchen 5 Markt – zum Ende der Inflation 25 Millionen Mark.

Vor Einführung der Kartoffel lag der tägliche Brotverbrauch eines Deutschen bei etwa 2 Kilogramm pro Tag.
Um 1430 waren es nur noch 1,6 Kilogramm pro Tag,
1528:  700 – 900 g pro Tag
1770:  330 g pro Tag
und heute wird  – nicht nur aufgrund des gestiegenen Angebots an anderen Lebensmitteln sondern auch wegen veränderten Ernährungsgewohnheiten und Überzeugungen wie der Low Carb Bewegung- immer weniger Brot gegessen….



Amerika, Backen, Brunch, Dessert, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frankreich, Frühling, Grossbritannien, Herbst, Markgraeflerland, Reisen, Resteverwertung, Rezepte, Schweiz, Sommer, Vegetarisch, Winter

Neujahrsbrezel übrig? – Wie wäre es mit „Armer Ritter”, Poor Knights of Windsor, Fotzelschnitte, Pain Perdu….?

Arme Ritter 3

Von der Neujahrsbrezel, die ich an Silvester gebacken hatte, war noch ein Stück übrig –Neujahrsbrezel 2015

…und nach 5 Tagen war die dann doch schon leicht angetrocknet, trotz Aufbewahrung in einem Frischhalte-Beutel…

Deshalb gab es bei uns heute seit langer Zeit wieder mal Arme Ritter!

Dieses einfache und sehr leckere Gericht ist vielerorts bekannt – ein ideales Rezept, um Brot- oder Brioche-Reste aufzubrauchen.
Die Zutaten sind einfach: Eier, Milch, eine Prise Salz, Zimt und Zucker.
Traditionell gibt es als Beilage Apfelmus. Im Keller stand aber noch ein Glas Sauerkirschen, und deshalb habe ich heiße Kirschen dazu gemacht.
Das geht auch ganz einfach: 1-2 Teelöffel Speisestärke mit etwas kaltem Kirschsaft verrühren. Die Kirschen mit dem übrigen Saft in einen Topf geben, nach Belieben noch 1-2 Esslöffel Zucker dazu geben, erhitzen, die angerührte Speisestärke dazugeben und unter Rühren kurz aufkochen und den Saft etwas eindicken lassen.

Arme Ritter 1

Arme Ritter

Einige Scheiben Neujahrsbrezel, Einback, Brot oder Brioche (schon leicht trocken) abschneiden, in gezuckerter Milch tränken und dann in drei geschlagenen Eiern wälzen. In der Pfanne mit heißer Butter goldbraun schmoren lassen. Heiß servieren.

 

Pain perdu – Frankreich

Couper des tranches de pain ou de brioche, les tremper dans du lait sucré et puis dans trois oeufs battus en omelette, faire dorer à la poêle dans du beurre chaud. Servir chaud.

Fotzelschnitten (mit Apfelmus) – Schweiz

Zutaten:

6 säuerliche Äpfel
150 g Zucker
4 Eier
1,5 dl Milch (=150 ml)
1 Prise Salz
1 Teelöffel Zimt
500 g Zopf oder Brot vom Vortag
Bratbutter zum Braten

1. Äpfel schneiden und mit 50 g Zucker und wenig Wasser zu einem Mus kochen.

2. Die Eier mit Milch und Salz in einer Schüssel verklopfen. Zimt und restlichen Zucker in einem flachen Teller mischen. Zopf in 12 Scheiben schneiden. Nacheinander in der Ei-Milch-Mischung wenden.

3. Bratbutter in einer beschichteten Bratpfanne erhitzen. Zopfscheiben beidseitig je ca 2. Minuten anbraten. Portionenweise im Zimtzucker wenden und sofort mit Apfelmus servieren.

French Toast / New York – USA

Zutaten:

4 Eier
125 ml Milch oder Sahne
2-3 Esslöffel Zucker
1/4 Teelöffel Zimtpulver, nach Geschmack etwas geriebene Muskatnuss
1/4 Teelöffel Salz
2-3 Esslöffel Butter
8 Scheiben Toastbrot
brauner Zucker zum Bestreuen

Marmelade oder Ahornsirup zum Servieren

Zubereitung:

Die Eier mit Milch oder Sahne gründlich verquirlen. Je nach Geschmack 2-3 Esslöffel Zucker zugeben, Zimt und Salz hinzufügen und gut durchrühren. Die Mischung in eine lange flache Schale oder Form geben und das Toastbrot darin einweichen. Jede Brotscheibe kurz anpressen, wenden, einweichen und nochmals anpressen, damit so viel Flüssigkeit wie möglich aufgenommen wird, das Brot aber noch seine Form behält. Den Backofen auf 120 °C vorheizen. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und die getränkten Toastbrotscheiben darin portionsweise auf beiden Seiten goldbraun backen. Fertig gebackenen French Toast im vorgeheizten Backofen auf etwas Alufolie warm halten.

Nach Geschmack mit braunem Zucker bestreuen und mit Marmelade oder Ahornsirup servieren.

Ganz köstlich auch mit frischen, gezuckerten Erdbeeren und Frischkäse.

Arme Ritter 2 There were some slices of the New Year’s Pretzel (traditional pretzel made from a kind of brioche dough, not too sweet which is tradtionally baked for New Year – in my area, see image above) left. It was already getting stale – perfect to make this special dish that is known all over the world….
We had hot morello cherries / sour cherries with it. (You’ll need a jar of morello cherries with their juice. Dissolve 1-2 teaspoons cornstarch in a bit of juice and set aside. Heat the cherries with the remaining juice and 1-2 tablespoons of sugar in a pot, stir in the starch and bring to a boil while stirring, until the liquid thickens.)

Poor Knights of Windsor – Great Britain

Some slices of stale New Year pretzel, bread or brioche, soak in sweetened milk and then turn it in three beaten eggs. Melt butter in a pan and fry the soaked slices in it until golden brown. Serve hot.

Pain perdu – France

Couper des tranches de pain ou de brioche, les tremper dans du lait sucré et puis dans trois oeufs battus en omelette, faire dorer à la poêle dans du beurre chaud. Servir chaud.

Fotzelschnitten (with applesauce) – Switzerland

ingredients:

6 tart apples
150 g sugar
4 eggs
1.5 dl milk (= 150 ml)
1 pinch of salt
1 teaspoon cinnamon
500 g plait or stale bread
Butter or ghee for frying

1. Chop the apples and cook with 50 g of sugar and a little water to make a thick soup.

2. Whisk the eggs with milk and salt in a bowl. Mix cinnamon and remaining sugar in a shallow dish. Cut the plait or bread into 12 slices. Let soak in the egg-milk mixture.

3. Heat the butter in a nonstick skillet. Fry the bread slices on both sides, each for about 2 minutes. Turn in cinnamon sugar and serve immediately with the applesauce.

French Toast / New York – United States

ingredients:

4 eggs
125 ml of milk or cream
2-3 tablespoons of sugar
1/4 teaspoon ground cinnamon, a little grated nutmeg to taste
1/4 teaspoon salt
2-3 tablespoons of butter
8 slices of toast
brown sugar for sprinkling

Jam or maple syrup for serving

preparation:

Whisk thoroughly the eggs along with milk or cream. Add 2-3 tablespoons sugar, to taste, cinnamon and salt and stir well. Pour the mixture into a long flat dish or mould and soak the toast in it. Press down each bread slice, soak, turn and press it again to make it soak up as much liquid as possible – but not too much, so that the bread still retains its shape. Preheat the oven to 120 °C (248 °F).  Heat some butter in a pan and bake the slices of bread in portions on both sides until golden brown. Keep warm in the oven.

To serve, sprinkle with brown sugar to taste and serve with jam or maple syrup.

Also very delicious with fresh sugared strawberries and cream cheese.

Backen, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Garten, Markgraeflerland, Natur & Garten, Rezepte, Vegetarisch, Winter

Alles Gute für 2015 – Happy New Year 2015!

Neujahrsgruss Karin

Happy New Year!
****

Na, seid ihr alle wach? War das ein Feuerwerk, heute Nacht…. Mit diesem Foto aus meinem Garten wünsche ich euch alles Gute für das vor uns liegende Jahr – und viel Sonnenschein und Freude!
Heute früh am Morgen gab es Sonnenschein und blauen Himmel hier im Markgräflerland, inzwischen breitet sich der Nebel immer mehr aus.

Neujahrsbrezel 2015
Nr. 1 mit Jahreszahl

 

Ach ja, eine bzw. zwei Neujahrsbrezeln gab es auch wieder  und eine wurde zum Jahreswechsel nach dem Feuerwerk angeschnitten… – so wie es bei uns im Markgräflerland Brauch ist – hier geht es zum Rezept.

Nr. 2 mit Zopf vor dem Backen:

Neujahrsbrezel 1
…und nach dem Backen:

Neujahrsbrezel 2

Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Markgraeflerland, Rezepte, Schweiz, Winter

Neujahrsbrezel 2014

Neujahrsbrezel2


Die Neujahrsbrezel wurde wieder nach dem altbewährten Rezept zubereitet. Diesmal habe ich dafür 550 g Brioche Mehl aus Frankreich und 75 g Halbweissmehl verwendet.
Ausserdem hat die Brezel dieses Jahr einen kleinen Zopf aufgesetzt bekommen.


Hier ist das nochmal das Rezept:

Neujahrsbrezel

Vorbereitungszeit: 30 Minuten plus 2 Stunden Wartezeit
Backen:
30-35 Minuten bei 200 °C

Zutaten
für 2 kleine oder 1 große Brezel

• 550 g Weizenmehl Type 405
• 75 g Dinkelmehl Type 630
• 2 Esslöffel Zucker
• 1 ½ Teelöffel Salz
• 1 Tütchen Trockenhefe (7 g)
• 50 g Butter, geschmolzen
• 225 ml warmes Wasser
• 75 ml warme Milch, fettarm (1,5%)
• 3 Eier Größe M
• 1 Ei getrennt
• etwas Milch zum Bestreichen

Zubereitung
450 g Mehl mit Zucker, Salz und Hefe in die Rührschüssel geben und vermischen. Wasser, Milch und geschmolzene Butter verrühren, nach und nach in die Schüssel geben und mit der Küchenmaschine ca. 1 Minute kneten, die 3 Eier und das Eiweiß einzeln zugeben.
Das restliche Mehl portionsweise (je ein Esslöffel) zugeben, bis der Teig am Knethaken haftet und sich vom Schüsselrand löst,
weitere 2 Minuten auf kleiner Stufe kneten, bis der Teig glatt und geschmeidig ist.

Die Schüssel abdecken und an einem warmen, zugfreien Platz ca.
1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Teig kurz von Hand durchkneten, für 2 Brezeln den Teig in gleich große Stücke teilen und zu langen Rollen formen. Daraus die Brezeln formen.
Die Brezeln auf ein mit Dauerbackfolie belegtes Blech legen und abgedeckt nochmals 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Die Brezeln mit etwas Milch oder dem mit einem Teelöffel kaltem Wasser verrührten Eidotter bepinseln.
30-35 Minuten backen.
Sofort vom Blech nehmen und auf einem Gitterrost abkühlen lassen.

Austellung “ZU TISCH – A TABLE” im Museum in Lörrach 21.09.2012 bis 24.02.2013:Mehr zum alten Brauch der Neujahrsbrezel im Dreiländereck D-CH-F hier: http://www.brauchtumsseiten.de/a-z/n/neujahrringe/

The New Year’s pretzel was prepared after the usual and tested recipe. This time I used 550 g flour for Brioche from France and 75 g of wheat flour .
In addition, the pretzel this year has small braid on it.

Here is the recipe in English:

New Year’s pretzel
Preparation time: 30 minutes plus 2 hours for rising
Bake 25-30 minutes at 200 ° C (392 °F)

Ingredients
for 2 small or 1 large pretzel
550 g of wheat flour type 405
75 g spelt flour type 630
2 tablespoons sugar
1 ½ teaspoons salt
1 sachet dried yeast (7 g)
50 g of butter, melted
225 ml of warm water
75 ml of warm milk , low-fat (1.5%)
3 medium eggs
1 egg separated
a little milk for brushing

In a large bowl, mix 450 g of flour with sugar, salt and yeast.
Add water, milk and melted butter and knead with the food processor for about 1 minute, add 3 eggs and egg white one by one, while kneading.
Add the remaining flour in portions (one tablespoon), until the dough sticks to the dough hook and detaches from the edge of the bowl. Knead for another 2 minutes at low speed until the dough is smooth and supple. Cover the bowl and and leave to rise in a warm, draft-free place
. Let rise for about 1 hour until the volume has doubled.
Knead the dough again briefly by hand, divide the dough into 2 equal pieces (for two pretzels) and shape into long rolls, then shape into pretzels. Place the pretzels onto a baking sheet lined with baking sheet and cover and let rise for again until the volume has doubled. Preheat the oven to 200 ° C (392 °F).
Brush the pretzels with the egg yolk stirred with a teaspoon of milk or cold water. Bake for about 25-30 minutes. Immediately remove from the sheet and allow to cool on a wire rack.

Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frankreich, Markgraeflerland, Rezepte, Schweiz, Winter

Das war unser Silvester Abend 2013

Gluecksschwein 2014-2
Wir haben den Silvesterabend im Kreise der Familie verbracht. Wie vielerorts gab es ein Essen, das sich möglichst lange hinzieht, bis die zwölf Glockenschläge zum Ende des alten und Beginn des neuen Jahres verhallt sind… Wir hatten Raclette.

We’ve spent the New Year’s Eve with the family. As in many places, there was food that stretches the time as long as possible, until the twelve chimes at the end of the old and the beginning of the New Year have faded away… We had raclette.

Raclette1

Aber was macht man, wenn jemand dabei ist, der Raclette nicht besonders mag???
Da ich am Vormittag schon den Teig für die Neujahrsbrezel vorbereitet hatte, habe ich gleich noch einen Pizzateig gemacht – für die Raclette-Verweigerer gab es dann selbst belegte Pizza aus dem Raclette Grill:

But what to do if someone is not particularly fond of raclette?
For this case I had prepared a pizza dough in the morning which can also be made in the raclette pans. Everyone can compose his individual pizza!
Anyway, I also made a dough for the New Years Pretzel in the morning.

RaclettePizza1Dafür braucht man:

Pizzateig

375 g Mehl
20 g Hefe
½ TL Zucker
1/8 l lauwarmes Wasser
3 Essl. Olivenöl
½ TL Salz

Zubereitungsart hier: Anleitung Pizza und Flammkuchen backen
Den Pizzateig teilt man in kleine Portionen, soviel dass es jeweils für ein Raclette-Pfännchen reicht und rollt diese zu Kugeln, auf einem Teller bereitstellen.

Ausserdem für die Gäste bereitstellen: eine Dose Pizzatomaten, gestückelt, Gewürze: Salz, Pfeffer, granulierter Knoblauch, getrocknete Kräuter: Basilikum, Oregano, geriebenen Käse, verschiedene Beläge, wie in Streifen geschnittene Salami, gekochter Schinken, gewürfelte Paprika, Zwiebeln, Oliven usw.
Die Beläge können sowohl für’s Raclette, als auch für die Mini Pizzas verwendet werden.
Zum Raclette reicht man ausserdem Pellkartoffeln und Baguette (auf der Platte des Raclette-Geräts anrösten) und sauer eingelegte Gemüse (Mixed Pickles).
Die Raclette Pfännchen ruhen auf kleinen Holzuntersetzern und zu jedem Gedeck gehört ausserdem ein Holzspatel, mit dem der Käse aus dem Pfännchen gekratzt werden kann.
Weinempfehlung: ein Schweizer Fendant (Weisswein).

For the pizza dough you need :

Pizza dough

375 g of flour
20 g of yeast
½ tsp sugar
1/8 l of warm water
3 tbsp. olive oil
½ tsp salt

Preparation: baking instructions pizza and Tarte Flambée
The pizza dough is divided into small portions, just as much that each portion is enough for one raclette pan, roll the portion into balls, put onto a plate.

In addition, provide for the guests : a can of pizza tomatoes (chopped), spices: salt , pepper , granulated garlic, dried herbs : basil , oregano, grated cheese, different toppings, such as salami , cooked ham , diced peppers, onions, olives , etc. .
The toppings can be used for raclette as well as for the mini pizzas.
For raclette there is also: potatoes and baguette (toast on the the plate of the raclette device) and pickled vegetables ( mixed pickles ) .
The raclette pans rest on small wooden coasters and each place setting also includes a wooden spatula , with which the cheese can be scraped from the pan .
Recommended wine: a Swiss fendant ( white wine ) .

Raclette3

Raclette2Ausserdem hatte meine Mutter noch zwei Lammlachsen mitgebracht, die aufgebraucht werden sollten. Ich musste nicht lange überlegen, habe zwei Esslöffel Dijon Senf (à la Provencale mit Paprika und Kräutern) mit etwas Olivenöl, 1 kleingewürfelten Schalotte, 1 Knoblauchzehe verrührt und reichlich gehackte Petersilie, und zwei Esslöffel frisch geriebene Semmelbrösel untergemischt.
Die beiden Lammlachsen habe ich leicht gesalzen und vorsichtig gepfeffert. Dann habe ich eine passende ofenfeste Form gebuttert, die Lammlachsen hineingelegt und mit der Senfmasse belegt. Bei 200 °C ca. 20-30 Minuten garen, bis eine hellbraune Kruste enstanden ist.
Aus dem Ofen nehmen, einige Minuten ruhen lassen, dann in Stücke schneiden – mmmh.

Furthermore, my mum had brought two pieces of lamb, which had to be eaten.

I did not have to think twice, and stirred two tablespoons of Dijon mustard (à la Provencale with peppers and herbs) with some olive oil, 1 small diced shallot, 1 clove of garlic and plenty of chopped parsley, and mixed in two tablespoons of freshly grated bread crumbs.
The two lamb pieces I lightly salted and peppered. Then I buttered an ovenproof dish, put the lamb into it and topped it with the mustard and herbs mass.
Then I put it in the oven at 200 ° C (392 °C) and baked it for about 20-30 minutes until a light brown crust is received.

Then I removed it from oven, let rest for a few minutes, then cut into pieces – mmmh.
Lammlachse Kraeuter Senf Kruste-2
Lammlachse mit Kräuter-Senf Kruste

Um uns danach noch die Zeit zu vertreiben, haben wir Trivial Pursuit gespielt.
Um Mitternacht dann ein wundervolles Feuerwerk – wir hatten zwar nur extra lange Wunderkerzen, die dann noch in unseren Apfelbaum gehängt wurden, aber auf die Nachbarn war verlass – es wurde kräftig geballert und Feuerwerk gezündet. Wir hatten auch sehr viel Glück mit dem Wetter – eine klare Nacht, ohne Nebel oder Regen!
Nach dem Feuerwerk und dem einen oder anderen Gläschen Champagner wurde zum Abschluss noch die Neujahrsbrezel angeschnitten:

 
After the raclette there was still some time until midnight, so we played games.
Then at midnight, there was a wonderful fireworks – although we only had extra long sparklers, which were then hung in our apple tree – our neighbours ignited various great fireworks. We were also very lucky with the weather – a clear night, with no fog or rain!
After the fireworks, and one or another glass of champagne the New Year’s pretzel was cut and everyone had a piece of it (tradition in our area):

Neujahrsbrezel1

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte

Das war unser Silvesterabend 2012 – Happy New Year 2013

Glücksschwein

Das Neue Jahr ist da. Wir haben Silvester mit der Familie gefeiert. Es wurde zusammen in der Küche gebrutzelt – da wurde es zwischendurch mal richtig eng – aber es war soooo fein.
Es wurde gegessen, ein wenig getrunken, über Freddy Frinton in Miss Sophie’s 90 th Anniversary (Dinner for One) wieder mal Tränen gelacht (…“Same procedure as last year, Miss Sophie? – Same procedure as every year, James!”…), TABU und OUTBURST gespielt und natürlich das Feuerwerk angeschaut – diesmal bei klarem Himmel und von meiner Terrasse aus. Die traditionelle Neujahrsbrezel wurde am frühen 1. Januar 2013 auch angeschnitten.Silvesterabend3

Leider habe ich es diesmal nicht geschafft, alles zu fotografieren, aber ich zähle Euch mal auf, was es alles gab.
Hier ist die Zusammenfassung:

Silvester2012

Am Nachmittag hatte ich schon Mini-Croissants mit Garnelenfüllung Asian Style vorbereitet:

Asia Mini Croissants1

1 Packung Blätterteig, fertig ausgerollt (Kühlregal)
4 Esslöffel Sojasauce
4 Esslöffel Zitronensaft
1/2 Teelöffel Chilipaste
eine Packung kleine Garnelen
1 Eigelb

Mit dem Mini-Croissant Ausstecheisen Dreiecke aus dem Teig rädeln. Sojasauce, Zitronensaft und Chilipaste verrühren, die Garnelen darin einlegen. 15 Minuten durchziehen lassen. Je 2-3 Mini-Garnelen mit ein wenig Marinade auf die untere Hälfte der Teigdreiecke geben, locker zu einem Hörnchen aufrollen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Mini-Croissants mit verquirltem Eigelb bestreichen. In der Mitte des vorgeheizten Backofens bei 180 °C c. 20 Minuten backen.

Asia Mini Croissants2

Die restlichen Garnelen können samt Marinade in einer Pfanne angebraten werden. Dann löscht man mit ein wenig Weisswein (trockener Gutedel) ab. Das gibt eine wunderbare Dipsauce….

Garnelenspiesse2

Dann gab es noch Garnelenspieße, in etwas Öl, Salz, Pfeffer und Chilischoten mariniert. Ich hatte wieder meine berühmte Avocadocreme vorbereitet (diesmal mit Frühlingszwiebeln und lactosefreier Sahne).

Für den Avocado – Dip, der sich übrigens auch hervorragend zum gegrillten Steak oder besonders als Sauce zum Fleischfondue / Fondue Chinoise oder heißen Stein eignet braucht man:

1  Avocado
2 Teelöffel Zitronensaft
1 große Knoblauchzehe
1/2 Teelöffel Salz
1 Schalotte (oder 1 Frühlingszwiebel)
etwas gehackte Petersilie
Salz, Cayennepfeffer oder Chilipulver (1 Messerspitze oder mehr, je nach Geschmack)
1 Prise Zucker
4 Esslöffel lactosefreie Sahne (oder 100 ml Crème fraîche oder Doppelrahmfrischkäse)
Für die Deko:
1 Esslöffel Grünes von der Frühlingszwiebel oder Schnittlauchröllchen
Zitronenscheibe, Chilifäden

Die Avocado sollte gut reif sein. Das ist der Fall, wenn sie beim drücken leicht nachgibt. (Harte Avocados beim Kauf links liegen lassen!)
Die Avocado längs halbieren, entkernen, das Fruchfleisch mit einem Löffel auslösen, sofort den  Zitronensaft hinzufügen, damit das Fruchfleisch nicht braun wird und mit einer Gabel fein zerdrücken.
Den Knoblauch schälen, durch die Knoblauchpresse drücken oder klein hacken und mit Salz und einem Messer zu Brei reiben. Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden (Die Schalotte fein würfeln).


Mit den Gewürzen und der Petersilie unter die Avocadomasse rühren. In eine schöne Dip-Schale füllen und mit Zitronenscheibe/-zesten, Chilifäden und Schnittlauchröllchen garnieren.

Die aufgetauten Scampi Spieße (TK Packung à 5 Spieße reicht für 2 Personen) mit Salz und Zitronensaft würzen (wer mag mit Chili).
In einer (Grill-) Pfanne in wenig Olivenöl, unter Zugabe von 2 zerdrückten Knoblauchzehen die Spieße auf beiden Seiten in 2 – 3 Minuten anbraten, bis sie rosig sind.

Garnelenspiesse1

Mein Bruder hatte noch einen Hummer vorbereitet, der mit einer Champignon-Kräuter-Creme begossen war und im Backofen gratiniert wurde (oberste Schiene, Oberhitze oder Grill). Das Rezept stand auf der Verpackung:

Hummer mit Champingnon-Kräutercreme, gratiniert
Rezept für 4 Personen

400 g TK-Hummer
2 Schalotten
8 Esslöffel Weißwein
50 g Butter
25 g Weizenmehl
125 ml Fischfond
250 g Schlagsahne (auch hier kann man die laktosefreie Schlagsahne verwenden)
3 Esslöffel Schlagsahne
2 Eigelb
150 g Champignons
30 g Parmesan
etwas Salz und Pfeffer
etwas Butter
etwas Estragon
etwas Kerbel

Hummer auftauen. Schalotten abziehen, würfeln, mit Weißwein, etwas Estragon und Kerbel so lange kochen, bis die Schalotten gar sind und der Wein eingekocht ist. Butter (1) zerlassen, Weizenmehl unter Rühren dann erhitzen, bis es hellgelb ist. Fischfond und Schlagsahne (1) hinzugießen (Schlagsahne (2) beiseite stellen). Zum Kochen bringen, mit Schneebesen durchschlagen. Soße mit Salz und Pfeffer würzen, 2-3 Min. kochen.

Eigelb mit Schlagsahne (2) verrühren. Soße damit abziehen. Champignons putzen, in Scheiben schneiden, kurz in Butter (2) andünsten, mit Salz, Pfeffer bestreuen. Ausgelöstes, in Stücke geschnittenes Hummerfleisch und Champignonscheiben mit der Soße vermengen. Hummerschalen damit füllen, mit Parmesan bestreuen, im vorgeheizten Grill goldgelb überbacken.

 

Huehnerspiesse2

Dann gab es noch Hühnerspiesse, die auf die gleiche Art, wie die Garnelenspiesse mariniert wurden.

Huehnerspiesse1

In der Grillpfanne anbraten. Dazu gab es eine Sataysauce (thailändische Erdnuss Sauce fertig aus dem Glas).
Meine Mutter hatte eine riesige Schüssel mit grünem Mischsalat mitgebracht. Ausserdem gab es Baguette.

Und so sahen die Köstlichkeiten dann auf dem Teller aus:

Silvesterabend5

Hier noch die Garnelenspieße mit Sataysauce, die dazu auch hervorragend passt:

Silvesterabend7

Zum Abschluss gab es noch einen Fruchtsalat aus Kiwi, Ananas, Apfel und Orange mit Ahornsirup gesüsst und Schlagsahne dazu.

Zwischendurch haben wir den 90. Geburtstag von Miss Sophie im Fernsehen angeschaut, gespielt und um munter zu bleiben, Espresso getrunken und noch ein paar Weihnachtsplätzchen verdrückt.

Nach Sekt und Feuerwerk wurde die Neujahrsbrezel angeschnitten:

Silvesterabend9

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte

ZU TISCH – A TABLE, im Elsass, in Baden und der Schweiz

Am Sonntag waren wir mal seit langer Zeit im Museum – dem drei länder museum (musée des trois pays) in Lörrach. Bei der Sonderausstellung geht es rund um’s Essen im Dreiländereck – Deuschland, Elsaß, Schweiz. Nicht nur die Sonderaustellung, sondern das gesamte Museum ist äusserst sehenswert und das bei einem Eintritt von nur 2 Euro für Erwachsene. Hier eine Auswahl von Fotos – die ausnahmsweise mal nicht von mir selbst, sondern vom Markgräfler sind. Der hatte seine kleine Kompaktkamera dabei – meine Tasche mit dem Fotoapparat wurde wohl als zu groß und Ausstellungsstück-gefährdend angesehen, die musste ins Schliessfach wandern.
Fotografieren ist aber ausdrücklich erlaubt – ich konnte die Verantwortung für die Fotos auf meinen Mann abwälzen und hatte die Hände frei, um in den vielen Kochbüchern, die voller traditioneller Gerichte aus dem Dreiland sind, zu stöbern. Ahh und ooooh und viele Erinnerungen.

Die Fotos habe ich dann aber selbst bearbeitet, so wie die Maggi-Dose, die aussieht wie ein gemaltes Bild und das von Bild von Andy Warhol („Campbell Soup“) übertreffen würde.
Grießschnitten, die auch Grießpfludde heißen, „Arme Ritter“ = Fotzelschnitte = pain perdu mit Apfelmus, Apfelküchle, Ochsenfleisch mit Meerrettichsauce und Nudelsuppe, Spargel mit Chratzete, Springerle, Basler Läckerli, Rahmtäfeli, Grättimänner=Grittibänz= Mannala, Schäufele und Kartoffelsalat am Heiligabend, Linzertorte, die Neujahrsbrezel, Galette des rois zum Dreikönigstag und das Schweizer pendant, Osterflädli, Faschtewaie, Flammekueche, Ziebelewaie und Basler Mehlsuppe, suuri Läberle, Rösti und Brägele und nicht zu vergessen die Schwarzwälder Kirschtorte

.. So ziemlich alles, wovon ich schon Rezepte und Fotos geblogt habe, war dort liebevoll beschrieben. (Für das Rezept in meinem Blog jeweils anklicken). Aber keine Angst- ich habe auch viele neue Ideen bei der Ausstellung gesammelt.

Tja, was das Essen angeht, so ist man sich in der Ecke Basel-Mulhouse-Schwarzwald einig.

Eingekochtes

Also doch – Spätzle sind nicht rein schwäbisch, bei uns heissen sie nur anders: Knöpfle! Und sind etwas dicker und rundlicher als die dünnen Schobespätzle 😉
Mandelmühle – ebenfalls kein Bild, sondern das Foto entsprechend bearbeitet

Und…derzeit ist überall wieder Wähe-Saison, ob süß oder salzig, immer passend zur Jahreszeit.

Dieser Ausflug eignet sich perfekt für einen nebligen, kühlen Herbsttag – ein wenig Nostalgie.
Für die Kinder ist auch was mit dabei – z. B. die Schnüffellöcher, aus denen es nach Läckerli, Speck, Kakao,  und Wybert Bonbons duftet…

Typisch Lörrach:

Fahrt mal hin!