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Blogstatistik – Das war das Jahr 2016 von „Lebensart im Markgräflerland”

14. Januar 2017

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In den vergangenen Jahren haben die WordPress-Statistik-Elfen immer einen Jahresrückblick erstellt, den man nur noch teilen musste.

Für das Jahr 2016 war das nicht der Fall, und so habe ich fast vergessen, meine Blogstatistik genauer anzusehen.
Die halbe Million Klicks habe ich dieses Jahr zwar nicht geschafft, aber wie in den vergangenen Jahren gab es wieder eine enorme Steigerung sowohl bei den Aufrufen als auch bei den Besucherzahlen:


484.721 Klicks
293.782 Besucher


Folgende 10 Beiträge wurden 2016 am häufigsten aufgerufen:


Home page / Archives 165.465
Neu im Kühlregal:
Skyr von Lidl
34.220
Für den Grillabend:
Orientalischer Couscous-Salat mit Minze
30.256
Zitronenmelisse Sirup 6.747
Maronenkuchen nach Hildegard von Bingen
(glutenfrei)
5.098
Niedrigtemperatur-Garen:
Zartes, saftiges Schweinefilet
mit Champingnons und Spätzle
3.503
Fliederblüten Sirup 3.333
Bella Italia – Venezia –
Wie man Radicchio (di Treviso) serviert
3.235
Mango Lassi – Schönheitsdrink oder:
Indisch für Anfänger (2)
3.024
Meine Nachbarin kann –
Pasta mit Vulkanspargel
2.460
Kornelkirschen Marmelade 2.388


Die 10 beliebtesten der 195 im  Jahr 2016 veröffentlichten Beiträge waren folgende:

Ein Foto aus einem Beitrag über die Kirschblüte im Eggenertal (April 2016)

8.948 Aufrufe


Kirschbluete 2016 04_22_28


1. Alkoholfreier Aperitif mit Sanbitter und Bitter Lemon (Januar 2016)

340 Aufrufe


Sanbitte_Lemon 037


2. Tessiner Brottorte nach Betty Bossi (Mai 2016)

303 Aufrufe


Torta di Pane Betty Bossi 3


3. New York Eggnog Muffins – Eierlikör Muffins (März 2016)

290 Aufrufe


Eggnogg Muffins 7


4. Mallorquinischer Mandelkuchen (März 2016)

240 Aufrufe


Mallorquinischer Mandelkuchen 3


5. Rhabarberkuchen mit Marzipan Amaretto, Mandeln und Baiserhaube (Mai 2016)

233 Aufrufe


Rhabarberkuchen Marzipan 3


6. Weißwurst Brezn Rollen (September 2016)

225 Aufrufe


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7. Saftiger Schoko-Nuss-Kuchen, glutenfrei (Januar 2016)

208 Aufrufe


Schoko Haselnusstorte glutenfrei 2


8. Versunkener Rhabarberkuchen mit Lavendel (Mai 2016)

187 Aufrufe


Versunkener Rhabarberkuchen 7


9. Blätterteigschnecken pikant – comme une tarte flambée (Juni 2016)

184 Aufrufe


Tarte flambee Blätterteigschnecken 1


10. Paté Lorrain (August 2016)

183 Aufrufe


 Sommer 2016 Urlaub 115 Pate Lorrain


Vielen Dank an euch alle!

Eure Markgräflerin

Das war unser Start ins Neue Jahr – Feuerwerk im Nebel, Neujahrsbrezel und ein sonniger Neujahrsspaziergang

2. Januar 2017
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Markgräfler Neujahrsbrezel zum Jahreswechsel 2016/2017


Die Markgräflerin wünscht euch alles Gute für das Neue Jahr 2017!

Wir haben den Silvesterabend gemütlich mit Apérohäppchen in Form von selbst gebackenem Pain d’Épices aux Miel (Lebkuchen-Gewürzbrot mit Honig) , belegt mit gebratener Foie Gras aus Frankreich und Apéricubes (Geschmacksrichtung Ziegenkäse und Honig),  Raclette und Spielen im Kreis der Familie verbracht.
Zwischendurch wurde wieder herzhaft über Butler James (Freddie Frinton) und Miss Sophie (May Warden) in „Dinner for One” gelacht.


Raclette klassisch


Es war leider zu neblig, als das es sich gelohnt hätte, kurz vor Mitternacht auf einen der umliegenden Rebberge zu spazieren und von dort das Feuerwerk anzuschauen.
Stattdessen haben wir von meinem Garten aus das Feuerwerk der unmittelbaren Nachbarschaft angeschaut und auf der Terrasse mit Winzersekt angestoßen.


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Anschließend gab es die traditionelle Neujahrsbrezel – dieses Jahr ausnahmsweise aus Zeitmangel nicht selbstgebacken (Rezept für selbstgebackene Neujahrsbrezel), sondern von der Bäckerei Kirschner
Dann wurde noch ein wenig gefeiert…

Der Markgräfler und die Markgräflerin haben – ausgeschlafen und nach einem gemütlichen Frühstück – bei stahlend blauem Himmel einen Neujahrsspaziergang unternommen.
Keine Spur mehr von Eis und Nebel….


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Später gab es noch ein feines

Neujahrs-Essen:

Feldsalat mit Speck und Kartoffel-Walnußbrot Kracherle

Schweinefilet (Niedriggarmethode) mit Champignonsauce und Spätzle

Zimteis-Stern (gekauft – aber hier ist das Rezept für hausgemachtes Zimteis)

 

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Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (15) – Ferme Auberge „La Grange”: Boeuf Bourguignon zum Abschluss

18. November 2016

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Und jetzt bin ich wirklich bei meinem letzten Bericht meiner Reise in die Bourgogne mit AVANTI angekommen.
Dachte ich  – denn beim Schreiben dieses Berichts ist mir aufgefallen, dass ich noch ein paar Fotos vom letzten Abend in Auxerre unterschlagen habe – deshalb folgt nach diesem Post noch ein kurzer Bericht mit Zusammenfassung.

Ein letztes, superleckeres Mittagessen gab es noch, bevor wir uns endgültig auf den Weg machten.
Dieses Essen war ein wenig rustikaler, als das Menu der Spitzenklasse in der Auberge des Chenets, aber dennoch sehr, sehr gut!

Endlich gab es das lang erwartete Boeuf Bourguignon, und zwar in einer ehemaligen Scheune, die jetzt auf Initiative von 5 Landwirten aus Flavigny als Dorfrestaurant genutzt wird.
Außerdem kann man diverse Produkte, die die Landwirte und Kollegen aus der Region herstellen hier auch kaufen.
Gekocht wurde das köstliche Menu von den Landfrauen nur mit eigenen Produkten, ähnlich wie in einer Straußwirtschaft.


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Die Produkte von 13 Betriebem werden hier verkauft und verarbeitet:
Geflügel, Kaninchen, Lamm- und Rindfleisch, Eier, Käse, Konfitüre, Honig, Wein, Liköre und Sirup aus Früchten, Obst, Gemüse, Wein.


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Die Ferme Auberge „La Grange”  befindet sich in der Ortsmitte, direkt neben der Kirche und neben dem Schokoladenladen aus dem Film „Chocolat” (links davon).
Zum Mittagessen ist hier ganz schön viel los.
Ich kam als letzte in der Scheune an, weil ich so lange mit den „Anis de Flavigny“ beschäftigt war…


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Déjeuner à la Ferme Auberge „La Grange”
21150 Flavigny/Ozerain
Bourgogne, France


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Als Vorspeise gab es ein Stück „Tarte à l’époisses“, eine pikante Tarte mit Époisses Käse, dazu Salat.
In dem Rezeptbüchlein, das ich mir als Souvenir mit nach Hause genommen habe, ist auch ein Rezept für diese Tarte – die werde ich bestimmt mal ausprobieren und hier im Blog vorstellen.


Entrée – Vorspeise: Tarte à l’époisses



Das Hauptgericht:
Boeuf Bourgouignon,
gratin avec gourgette
(Gratin mit Zucchini)
Dazu gab es natürlich einen kräftigen Rotwein…


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Boeuf bourguignon habe ich auch schonmal gekocht, ich habe die Fleischstücke etwas kleiner geschnitten – richtig wären aber schöne große Fleischwürfel.
Außerdem war in dem Rezept, nach dem ich gekocht habe nocht Pilze drin…. Hier geht es zum Rezept – oder ihr versucht das hier mal:


Bœuf bourguignon


Boeuf bourguignon
Pour 6 à 8 personnes

1,5 kg de paleron, macreuse, collier ou gîte à la noix
50 g de beurre
5 cl d’huile
100 g de lardons
2 oignons
2 carottes
30 g de farine
2 gousses d’ail écrasées
1 bouteille et demie de vin rouge (bourgogne)
1 bouquet garni (persil, poireau, thym, laurier)
sel
poivre gris
épices (facultatives)

Préparer et couper la viande en morceaux réguliers.
Dans une cocotte, faire revenir au beurre et à l’huile les lardons, les morceaux de viande puis les oignons et les carottes coupés très finement.

Attendre que le tout soit bien coloré, puis saupoudrer de farine et recouvrir de vin rouge.
Ajouter l’ail écrasé et le bouquet garni, saler, poivrer puis faire cuire à couvert à feu doux pendant 2 ou 3 h (le temps de cuisson dépend de la taille et du choix des morceaux).
À la fin de la cuisson, retirer la viande et la garniture aromatique et faire réduire la sauce si elle manque de consistance. Servir.

Pour la cuisson, il es possible de fermer hermétiquement le couvercle de la cocotte en préparant une pâte avec 200 g de farine et un peu d’eau. Une fois la pât terminée, en faire un boudin que vous collez entre le couvercle et le rebord de la cocotte.

Boeuf Bourguignon
Für 6 bis 8 Personen

• 1,5 kg Rindfleisch (Bug, Schulter, Hals oder Keule  wenn möglich vom Charolais Rind)
• 50 g Butter
• 50 ml Öl
• 100 g Speckwürfel
• 2 Zwiebeln
• 2 Möhren
• 30 g Mehl
• 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
• 1 ½ Flaschen Rotwein (Burgunder)
• 1 Bouquet garni (Petersilie, Lauch, Thymian, Lorbeer)
• Salz
• schwarzer Pfeffer
• Gewürze (optional)

Das Fleisch in gleich große Würfel schneiden. In einer Pfanne Butter und Öl erhitzen, Speckwürfel, Fleischstücke und fein gehackte Zwiebeln und Möhren darin anbraten.
Wenn alles schön gebräunt ist, mit Mehl bestäuben und mit Rotwein bedecken.
Zerdrückten Knoblauch und Bouquet garni hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und bei schwacher Hitze zugedeckt 2 oder 3 Stunden schmoren (die Kochzeit hängt von der Größe und der Auswahl der Fleischstücke ab).
Das Fleisch aus der Soße nehmen und warm halten. Das Bouquet Garni entfernen und die Sauce reduzieren, falls diese zu dünn ist. Das Fleisch wieder zur Sauce geben und servieren.

Um beim Kochen den Deckel des Topfs dicht zu schließen, kann man einen Teig aus 200 g Mehl und wenig Wasser zubereiten, diesen zu einer Wurst formen und zwischen den Deckel und den Rand des Topfes kleben.
Am besten ist aber, wenn man einen schweren, gusseisernen Schmortopf dafür verwendet.

Beef bourguignon
For 6 to 8 people

1.5 kg beef
50 g butter
5 cl cooking oil
100 g bacon, diced
2 onions
2 carrots
30 g flour
2 cloves of garlic, crushed
1 ½ bottles red wine (burgundy)
1 bouquet garni (parsley, leek, thyme, bay leaf)
salt
pepper
spices (optional)

Prepare and cut the meat into regular pieces. In a casserole, sauté the bacon, the pieces of meat then the onions and the carrots (cut very finely) in butter and oil.
Wait until the whole is well browned, then sprinkle with flour and cover with red wine.
Add the crushed garlic and the bouquet garni, salt, pepper. Then cook over low heat for 2 or 3 hours (the cooking time depends on the size and choice of the beef pieces).
At the end of cooking time, remove the meat and the bouquet garni. Reduce the sauce if it is not thick enough. Return the beef to the sauce and serve.

For cooking, it is possible to seal the lid of the casserole by preparing a dough of 200 g of flour and a little water. Once the dough is finished, make a roll that you then stick between the lid and the rim of the casserole. I prefer to use a heavy dutch oven.


Le fromage – Der Käse


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Fromage blanc
Chèvre Fermier
Époisses



Le Dessert & Café
Tartes aux fruits variées



Anschließend habe ich mich noch mit Wein, Cassis Likör und Käse eingedeckt.
Ich wäre gerne nochmal durch den Ort spaziert, aber die Zeit hat nur noch gereicht, um einen kurzen Blick in die Kirche zu werfen – die übrigens sehr sehenswert ist.
Zum Glück hat sich eine meiner Mitreisenden erbarmt und meine vollgepackten Einkaufstaschen mit zum Bus geschleppt. Und so konnte ich noch ein paar letzte Fotos machen.


Église Saint-Genest


Die Kirche wurde im 13. Jahhundert an der Stelle einer älteren Kirche errichtet und im 15. und 16. Jahrhundert umgebaut.
Der steinerne Lettner mti Kanzel (frühes 16. Jahrhundert) hat schöne Maßwerkbrüstungen im FLamboyantstil.
Emporen mit Holzgittern aus dem 15. Jahrhundert verlaufen über den Seitenschiffen und den beiden ersten Hauptschiffjochen, was in der Gotik selten vorkommt.
Das schöne Chorgestühl wurde Anfang des 16. Jahhunderts geschnitzt.
Die Kirche enthält viele beachtliche Bildwerke.



Und dann war es soweit – wir mussten wieder nach Hause! Unterwegs habe ich es dann doch noch geschafft, Charolais Rinder zu fotografieren und ich habe noch ein typisches Bild von den hier üblichen, mit Steinen übersäten, abgeernteten Felder zu machen.



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Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (12) – Avallon

8. November 2016

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Abwohl das französische Avallon auf einem Hügel thront, hat der Ort nur annähernd etwas mit dem Avalon aus der Arthus-Sage zu tun, von dem man glaubt, dass es im englischen Glastonbury liegt.
Dort war die Markgräflerin übrigens auch schon vor vielen Jahren, auf einer Rundreise durch den Süden Großbritanniens.
Aber damals existierte mein Blog noch nicht und fotografiert wurde noch analog –  deshalb gibt es hier auch keine Fotos…

Aber kommen wir zurück zu Avallon im Burgund.
Wikipedia meint, dass die französische Stadt Avallon, oder besser gesagt ein König, der dorthin geflüchtet war, Inspiration für die im frühen Mittelalter enstandene Artus-Sage war:

Avallon wurde bereits vor rund 2 000 Jahren als gallische Festung der Haeduer ausgebaut und erwies sich aufgrund seiner Lage auf einem Granitplateau über dem Tal des Flusses Cousin als strategisch bedeutsam. In dieser Zeit trug es den Namen Aballo. Im 1. Jh. n. Chr. errichteten römische Händler einen Außenposten über dem Cousin. Nach der Niederlage des anglo-romanischen Heerkönigs Riothamus im Jahr 470 n. Chr. gegen die Goten, wurde Avallon zu dessen Fluchtsitz, wo er wahrscheinlich auch verstarb.
Das Leben dieses Königs und Legenden um seine historische Gestalt machten ihn zu einem der Vorbilder für die frühmittelalterliche Artus-Sage. Während des hohen Mittelalters wurde Avallon zu einer bedeutenden Festung ausgebaut und mit einer hohen, von zahlreichen Türmen verstärkten Stadtmauer umgeben.

Während der Zeit des Absolutismus verlor Avallon zunehmend an Bedeutung, zur Zeit der Französischen Revolution war die Landwirtschaft der bedeutendste ökonomische Faktor der Region. Als im 19. Jh. mit der Romantik die Begeisterung für mittelalterliche Stadtbilder erstarkte, entwickelte sich Avallon zu einem wichtigen Zentrum des Fremdenverkehrs, was es bis heute geblieben ist.

Der malerisch auf einem Felsvorsprung hoch über dem Cousin-Tal gelegene Ort hat seinen alten befestigten Stadtkern bewahrt. Von der Promenade de la Petite Porte bietet sich ein schöner Ausblick ins Cousin Tal.
Die dem heiligen Lazarus geweihte Église Saint-Lazare besitzt sehenswerte Portale und es gibt einen schönen Uhrturm aus dem 15. Jahrhundert.
Im Office de Tourisme kann man für 2 Euro eine Broschüre zum Circuit de Grenouille erwerben, einem Rundweg durch die Stadt, der durch in den Boden eingelassene, pfeilspitzenförmige Plaketten mit einem Frosch darauf gekennzeichnet ist.
In der Broschüre sind die Sehenswürdigkeiten des Orts näher beschrieben.

Hier sind ein paar Bilder.



Nach dieser Besichtigung und ein wenig Shopping – ich habe mir zwei Kochbücher gekauft 😉  – ging es mit dem Bus zurück nach Auxerre.
Vom Essen in der Auberge des Chenets und dem Spaziergang in Avallon war ich so geschafft, dass ich im Bus eingenickt und erst kurz bevor wir wieder beim Hotel ankamen aufgewacht bin.
Dennoch habe ich mich mit zwei Mitreisenden zu einem Abendspaziergang in Auxerre verabredet, um unseren letzten Abend in Auxerre mit einem Glas Wein an der Yonne ausklingen zu lassen.

Fortsetzung folgt.

Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (11) – Auberge des Chenets, ein kulinarisches Highlight im Burgund

5. November 2016

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burgund-mit-avanti_4_auberge-des-chenets-2Auberge des Chenets,
10 ROUTE NATIONALE 6 VALLOUX
89200 Vault-de-Lugny


Draußen ist es heute so richtig ungemütlich. Es herrscht typisches Herbstwetter mit stürmischem Wind, Regen und herumwirbelndem Laub, das sich an den Straßenrändern sammelt.
Die beste Zeit, um nocheinmal so richtig in Urlaubserinnerungen zu schwelgen….



Am vierten Tag der Burgund Reise mit AVANTI erlebten wir nach unserer gemütlichen Wanderung ein kulinarisches Highlight – mit dem Bus fuhren wir nach Vault-de-Lugny in die Auberge des Chenets. Das von Michelin empfohlene und ausgezeichnete Restaurant liegt direkt an einer Route Nationale, und so galt es erst einmal, die vielbefahrene Straße sicher zu überqueren.
Von der Straße bekommt man im Restaurant überhaupt nichts mit und so konnten wir ein wunderbares mehrgängiges Menü der Spitzenklasse genießen.
Nachdem es am Vortag in Irancy ein Menü mit Fleisch gab, war heute in der Hauptsache wieder Fisch dran…


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Das Menü


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Apéritif
Kir Bourguignon


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Félix Kir (1876–1968), ehemals Bürgermeister von Dijon, machte das bei den Weinbauern in der Region beliebte Getränk „Blanc-Cassis” zum offiziellen Getränk der Region, das bei Empfängen im Rathaus ausgeschenkt wurde, denn die Côte d’Or ist ein wichtiges Anbaugebiet für die Schwarze Johannisbeere, die Grundlage für den Cassis.

Der klassische Kir besteht aus Bourgogne Aligoté, einem trockenen, milden Weißwein von der Côte-d’Or, dem etwas Crème de Cassis beigefügt wird (1 Glas = 90-100 ml Bourgogne Aligoté und 10 ml Crème de Cassis).
Wenn man den Likör vorsichtig in das Glas gleiten lässt, hat er am Boden eine höhere Konzentration, so dass sich ein ansprechender Farbverlauf ergibt und das Getränk umso süßer wird, je weiter man es austrinkt.

Für „Kir Royal” wird ein Teil Crème de Cassis in ein Sektglas bzw. Champagnerschale gegeben und mit neun Teilen Champagner aufgefüllt.


Zum Apéritif
Mini-Gougère (Käsewindbeutel), Blätterteigstängel, Blätterteigraute mit Käse und Schinken


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Amuse Bouche
1. Walnußbrot mit Butter
2. Parmentier aux truffes de Bourgogne
(Kartoffelpüree mit schwarzen Bourgogne Trüffeln)


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Der Wein zum Essen

Zusammen mit einer Mitreisenden hatte ich mich für einen Weißwein aus Vezelay entschieden…



Éntree – die Vorspeise
Mousseline de Poisson
(Warmes Törtchen aus Fisch-Mousse, mit blanchiertem Lauch umwickelt, an Langoustinensauce  – dazu ein Mini-Fenchelstängel und ein Scheibchen zarter Lachs)



Das Hauptgericht
Sandre en Caille
(Zanderfilet umhüllt von einer knusprigen Schicht aus hauchdünn gehobelten Kartoffelscheiben an Rotweinsauce = Sauce Bourguignonne)
auf  Lauchgemüse



Mini-Baguettes zum Käse



Le Fromage – Der Käse
Der nächste Gang bestand wahlweise aus frischem oder aus gereiftem Käse


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Der Frischkäse/Fromage Blanc auf dem Teller einer Mitreisenden

 burgund-mit-avanti_4_auberge-des-chenets_24Käse-Dreierlei auf meinem Teller
1. Époisses, 2. ein etwas jüngerer Époisses mit kandierten Aprikosenstücken, der sehr cremig ist und eine Karamellnote aufweist und 3. ein Ziegenkäse


Das Dessert
Creme de Cassis Sorbet mit Rote Bete Chips und Cassis Gelee Spiegel
Mousse au Chocolat Mandoline auf Sablé
Kleine Würfel aus kandierter rote Bete



Und dann haben wir uns zum Abschluss noch einen Café bestellt – der von einem üppigen Teller mit Friandises (= „Konfekt, Leckereien, Naschwerk”) begleitet wurde….


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Schokoladentaler mit Pistazien und Nüssen, Mini-Madeleines, Mini Meringues (Baiser), Aprikosenbrot (Geleefrucht-Rauten), Karamellbonbons

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Nach etwa 3 Stunden war das Mittagessen beendet und wir fuhren weiter, um das kleine Städtchen Avallon zu besichtigen.
Fortsetzung folgt…


Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (10) – Wanderung an der Cure und ein römisches Militärlager

1. November 2016
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Blick von der Brücke über die Cure bei Saint-Moré


Ausgangspunkt unserer letzten Wanderung in am vierten Tag der Burgund Reise mit AVANTI war der kleine Ort Arcy-sur-Cure.
In der Rue de la Gare – an einem kleinen Bahnhofshäuschen sind wir aus dem Bus gestiegen und sind erst ein kleines Stück an der Bahnlinie entlang gewandert, bis uns der Wanderweg über die Bahngleise in den Wald führte, von dort durch den kleinen Ort Nailly und dann über die Straße (D606) und Rue du Pont (Brücke) nach Saint-Moré.



Das Wetter war wieder sehr schön und wir entdeckten hinter einem Gitter ein einsames – vielleicht verwunschenes –  Schloss, das von einem kleinen Park umgeben war.


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Von hier ging es nochmal ein kurzes Stück an der Bahnlinie entlang, bis wir wieder bergauf in den Wald kamen.
Von dem Römischen Militärlager sieht man nicht mehr viel, man braucht einiges an Vorstellungskraft, um Umrisse erkennen zu können. Im Sommer und Spätherbst sind die Steine zu stark zugewachsen. Im Winter sieht man wohl mehr davon.
Die Informationstafeln, die am Weg aufgestellt sind, nützen auch nicht viel – die meisten davon sind stark verwittert oder liegen sogar am Boden. Schade.


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burgund-mit-avanti_4_wanderung-roemisches-militaerlager-8Cora-Villaucerre


Der Cora-Vilaucerre Hügel ist eine eindrucksvolle natürliche Festung mit steilen Wänden. Neolithischer Feuerstein und Keramik, Relikte der Bronze und Eisenzeit und aus der gallo-römischen Zeit kann man hier finden. Es wurde unter anderem ein Kopf aus Ton mit einer Phrygischen Kappe entdeckt.
Dieser symbolisiert den persischen Sonnengottes Mithra, dessen Kult unter den Legionären, die im Osten waren, verbreitet war.
Wir gingen dann weiter durch den Wald, in dem des aussah, als würde es dort auch Wildschweine geben – ein Mischwald mit Eichen und viel Laub auf dem Boden.
Obelix hätte hier bestimmt eine wahre Freude gehabt.
Unser Zielort war Voutenay, wo wir nochmal über eine Brücke spazierten. Im Ort wurden wir vom Bus abgeholt – und wir konnten unsere Schuhe wechseln oder gründlich säubern, bevor es zum Mittagessen ging….


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 Und mit welchen Köstlichkeiten wir hier in der Auberge des Chenets überrascht wurden, erzähle ich euch in einem weiteren Beitrag….


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Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (9) – Auxerre an der Yonne

29. Oktober 2016

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Am späten Nachmittag, nach der schönen Wanderung durch die Reben am Vormittag und dem hervorragenden Mittagessen in Irancy, stand eine Stadtführung in Auxerre auf dem Programm.

Auxerre ist die Hauptstadt Niederburgunds. Sie liegt auf einer Anhöhe an den Ufern der Yonne unweit der Einmündung des Canal du Nivernais in diesen Fluß.
Die Brücken, besonders die Pont-Paul-Bert mit Denkmal und das rechte Yonne Ufer bieten gute Aussichtspunkte zum Überschauen des Stadtbilds, das durch die eigentümliche Anordnung der Chorhäupter sämtlicher Kirchen zum Fluß hin geprägt ist.

Ringsum erstrecken sich Weinberge.
Die bekanntesten Rebsorten der Gegend sind Chablis (Weisswein) und Irancy (Rotwein).
Früher wurden hier neben Weißwein auch Rotwein, Rebsorte César  angebaut, die es heute aber nur noch in geringen Mengen gibt.

Das Auxerrois war einst der größte Weinlieferant Frankreichs. Über die Yonne, die in die Seine mündet, wurde der Wein bis nach Paris verschifft.
Im Jahr 1854 befiel der Echte Mehltau die Weinberge um Auxerre und Chablis und dezimierte kurzfristig die Erträge. Insbesondere die heute kaum noch bekannte Rebsorte Tressot war Opfer des Mehltaus. Als der Süden Frankreichs im Jahr 1868 von der Reblauskatastrophe getroffen wurde, kompensierten die Winzer des Département Yonne die ausbleibenden Lieferungen aus dem Languedoc.Vor 1886 wurde das Gebiet Auxerrois noch weitgehend vor der Reblaus, die aus Amerika eingeschleppt wurde, verschont.
Dann aber war das Gebiet aucch betroffen und bis 1904 fiel die Rebfläche von fast 34.000 auf knapp 12.200 Hektar. Als im Jahr 1910 der Falsche Mehltau erste Schäden anrichtete, lag die Ertragsfläche bei nur noch 3.800 Hektar, das Auxerrois als Weinlieferant verlor zunehmend an Bedeutung – die Auswirkungen der Pilzkrankheiten und  die politischen Unruhen der beiden Weltkriege sorgten wiederum für schlechte Ernten sowie einen schlechten Absatz. Zudem erholte sich der Weinbau im Süden Frankreichs schneller als gedacht und sicherte sich zunehmend den wichtigen Markt von Paris.


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Auxerre: Blick von der Pont Paul Bert auf die Cathédrale Saint-Étienne und die Abteikirche Saint-Germain


Das von den Römern beim gallischen Marktflecken Autricum an der wichtigen Straße von Lyon nach Boulogne-sur-Mer gegründete Autessiodurum war schon Ende des 4. Jahrhunderts eine bedeutende Stadt.
Im Mittelalter stand sie unter der Herrschaft von Bischöfen. Einer der bedeutendsten war der Heilige Germanus. Sein Grab wurde das Ziel großer Wallfahrten, sodass Auxerre im 12. Jahrhundert zur Heiligen Stadt erklärt wurde.

Treffpunkt für die Stadtführung war vor dem Hotel und zusammen sind wir dann zum Uhrenturm spaziert, wo unser Guide – übrigens ein Schweizer aus Basel, den es hierher verschlagen hat – auf uns wartete.


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Tour de l’Horloge – Der Uhrenturm


Dieser im 15. Jahrhundert auf den Fundamenten der gallorömischen Befestigung im Flamboyant-Stil erbaute Torturm hieß früher auch Tour Gallarde. Er war ein Teil der Stadtbefestigung.

Die Turmuhr aus dem 17. Jahrhundert symbolisiert das vom Grafen von Auxerre verliehene Stadtrecht. Sie hat zwei Zifferblätter, die auf beiden Seiten die Bahnen der Sonne und des Mondes zeigen.



Durch eine überwölbte Passage neben dem Turm erreicht man den Placce- du Maréchal-Leclerc.
Eine Gedenktafel in der Passage erinnert an Cadet Roussel (1743-1807), einen dummen Gerichtsdiener aus Auxerre, der zur Entstehung eines Spottlieds Anlass gab.


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Im Stadtzentrum sind noch viele interessante alte Fachwerkhäuser, meist aus dem 16. Jahrhundert, erhalten.

Place Charles-Surugue – Häuser Nr. 3, 4, 5, und 18 rings um den Cadet Roussel Brunnen.


Place Charles-Surugue

Place Charles-Surugue


Die Èglise Saint-Eusèbe ist der letzte Überrest eines in der Französischen Revolution aufgelösten Priorats. Sein schöner, mit Zackenbögen geschmückter Turm trägt eine steinerne Spitze aus dem 15. Jahrhundert.



Die Hauptsehenswürdigkeit von Auxerre ist die
Cathédrale Saint-Étienne


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Das dem heiligen Stephanus geweihte schöne gotische Bauwerk entstand zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert. Es befindet sich an der Stelle eines um 400 gegründeten und im Lauf der Zeit vergrößerten Heiligtums, das mehrmals in Brand gesteckt wurde. 1023 ließ Hugues de Châlon eine romanische Kathedrale errichten.
Ab 1215 unternahm Guillaume de Seigneley den Bau eines gotischen Gotteshauses. Um 1400 waren Chor, Mittelschiff, Seitenschiffe, die Kapellen und das südliche Querhaus vollendet. Ihre heutige Gestalt hatte die Kirche schließlich um 1560.
Die Flamboyant-Fassade wird von zwei mit gotischen Motiven verzierten Türmen eingerahmt. Davon ist der südliche unvollendet. Ziergiebel und vorgeblendete gotische Bögen bilden ihren Schmuck. Die Fensterrose über dem tief eingeschnittenen Hauptportal hat einen Durchmesser von 7 Metern. Abgesehen von den Zerstörungen in den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts haben die berühmten Skulpturen aus dem 13. und 14. Jahrhundert und das ganze Bauwerk aus weichem Kalkstein stark unter Witterungseinflüssen gelitten.
Die Fassade ist erst kürzlich aufwändig gesäubert worden.


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Im Bogenfeld des Hauptportals ist der thronende Christus zwischen Maria und Johannes dargestellt. Auf dem Türsturz erkennt man das Jüngste Gericht, bei dem Christus den Ehrenplatz zwischen den Klugen (rechts) und denTörichten Jungfrauen (links) einnimmt, deren 12 kleine Figuren auf den Türpfosten angeordnet sind.



Der Innenraum


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Das im 14. Jahrhundert erbaute Hauptschiff wirkt sehr einheitlich. Es erhielt im 15. Jahrhundert sein heutiges Gewölbe.
An der hinteren Wand des rechten Querhauses sind vier mit realistischen Figuren geschmückte Konsolen bemerkenswert. Darüber eine Fensterrose (1550 mit Gottvater im Kreis der himmlischen Heerscharen. In der Fensterrose (1530) des nördlichen Querhauses ist die Jungfrau Maria zu sehen, umgeben von Engeln und den Symbolen ihrer Anrufungen.

1215 ließ Bischof Guillaume de Seigneley den romanischen Chor abreißen und über der Krypta (11. Jh.) einen gotischen Umgangschor errichten. Dieser war 1234 vollendet.
Die Glasmalereien gehören neben denen von Chartres, Bourges und Troyes zu den schönsten Zyklen Frankreichs.
Die ältesten, in Blau und Rot gehaltenen Fenster befinden sich im Chorumgang. Es sind Medaillons aus dem 13. Jahrhundert mit Szenen aus der Schöpfungsgeschichte, der Geschichte Davids, Josephs, des verlorenen Sohns und vieler Heiliger.
Blendarkaden, die mit den Köpfen von Propheten und Sybillen verziert sind, laufen am Sockel entlang.



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Nach der Besichtigung der Kathedrale ging es weiter durch die Gassen mit ihren schönen Fachwerkhäusern zum Quartier de la Marine und ans Ufer der Yonne.


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Wir hatten Glück und durfen uns sogar einen der Innenhöfe ansehen, die oft sonst nur durch ein Schlüsselloch zu sehen sind.



Quartier de la Marine


In diesem Ortsteil mit engen, gewundenen Straßen lebten früher die Flußschiffer.
Von der Rue Cochois geht man in die Rue de l’Yonne, dann durch die Rue de la Marine, um sich den Rest des Nordostturms der gallorömischen Stadtbefestigung anzusehen.
Umkehren und zum reizvollen Place St-Nicolas gehen, wo die Häuser Nr. 3 und 4 sehenswert sind. (Nikolaus war der Schutzpatron der Flußschiffer).


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Rue de la Marine

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Place St-Nicolas

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Noch ein ein Blick von der Fußgängerbrücke über die Yonne und das war dann das Ende der Stadtführung.


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interessante Wendeltreppe am Ende einer Einkaufspassage


Zusammen mit ein paar Mitreisenden bin ich dann noch in einer Bar in am Place St-Nicolas eingekehrt.
Eigentlich hatten wir am Mittag schon genügend gegessen und gar keinen richtigen Hunger, aber der Rotwein musste dann doch von einer „Kleinigkeit” begleitet werden.
Für mich gab es einen Salatteller mit Kartoffeln, Speckwürfeln und Toast mit Ziegenkäse.


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Und dann war es Zeit, ins Hotel zurück zu gehen.
Fortsetzung folgt…


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Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (8) – Restaurant Soufflot in Irancy

23. Oktober 2016

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Nach unserer Wanderung durch die Weinberge sind wir, wie ich bereits erwähnt habe, zum Mittagessen im Restaurant Le Soufflot in Irancy eingekehrt.
Ein superleckeres Essen mit drei Gängen.
Der Koch des Restaurants hat für seine hervorragende, traditionell regionale Küche eine Auszeichnung erhalten.


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Hier ist das Menü


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Amuse-Gueule
Gougères = Käsewindbeutel



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En Bourgogne, la gougère est un amuse-gueule souvent servi pour les fêtes ou pour le tâtevinage (dégustation des vins).
Mais elle peut être préparée en entrée, elle sera alors farcie de champignons ou d’escargots.

Im Burgund werden die Gougères (Käsewindbeutel) oft auf Partys als Amuse-Gueule/kleine Vorspeise oder zur tâtevinage (Weinprobe) serviert.
Man kann die Gougèrers aber auch als Vorspeise servieren, oft werden sie hierfür auch mit Pilzen oder Weinbergschnecken gefüllt.
Sie bestehen aus einem pikanten Käse-Brandteig. Sie werden frisch aus dem Ofen, warm serviert.



Der Wein
2012 er Domaine Colinot Irancy Palotte


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Domaine : Colinot
Bourgogne – Chablis et Yonne
Appellation : Irancy

Vin rouge – AOC – Cépages : César, Picpoul noir
Ein Irancy Rotwein aus César und Picpoul noir Trauben.


Die Vorspeise (Entrée)
Lachstartar mit Mango und Koriander
dazu rustikales Brot


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Das Hauptgericht
Charolais Rinderbraten mit Auberginenpüree, Pilzen und gebratenen Mini-Auberginen
und Bratensauce mit Traubenmost


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Das Dessert
Schokoküchlein mit Walnuss-Eiscreme



Den Abschluss machte ein Espresso und danach ging es durch die Gassen von Irancy zum Bus, der etwas unterhalb geparkt war.


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Gegen 14 Uhr fuhren wir mit dem Bus zurück nach Auxerre, wo wir uns ein wenig ausruhen konnten, bevor wir uns am späten Nachmittag zu einer Stadführung trafen.


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Relaxen im Hotelgarten…


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Fortsetzung folgt…

Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (7) – Durch die Reben nach Irancy

22. Oktober 2016
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Bourgogne Trauben


Als wir an unserem dritten Tag in der Bourgogne aufwachten, war es draußen neblig und ziemlich kühl.
Aber der Wetterbericht hatte Sonnenschein vorausgesagt und außerdem stand eine Wanderung bergauf durch die Reben in das bekannte Weindorf Irancy auf dem Programm, und ich dachte mir schon, dass der Nebel nur im Yonne-Tal hängt… und tatsächlich war es so!


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Mit dem Bus am Ausgangspunkt unserer Wanderung bei Champs sur Yonne angekommen, zeigte sich schon die Sonne und nach dem ersten Anstieg konnte ich schon die oberste Kleidungschicht ablegen und im Rucksack verstauen.
Wer sich die Wanderung aus irgeneinem Grund nicht zutraute, konnte später mit Gerhard im Bus zum Ziel fahren.



Der erste Anstieg ist geschafft, der Fleece-Pulli ist im Rucksack und wir genießen die warmen Sonnenstrahlen und die schöne Aussicht.
Und da soll mal einer sagen, die Franzosen seien nicht umweltbewußt und fortschrittlich – hier wird schon ganz schön viel Windkraft genutzt und mich stören die Windräder in der Landschaft überhaupt nicht. Im Gegenteil – ich finde das sehr interessant und stellt man sich hier einen endlosen Horizont ohne Windräder vor, wäre das Bild doch eher langweilig, oder nicht?


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Die Reben werden hier bodennah gehalten, die Rebstöcke sind im Vergleich zum Markgräflerand sehr niedrig.


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Unterwegs konnten wir zusehen, wie die Trauben geerntet werden – nämlich maschinell mit dem Vollernter – also keine Spur von Winzerromantik mit Weinlese von Hand.
Nur die Trauben, die der Vollernter nicht erwischt, werden nachträglich noch von Hand geerntet.
Die Rebsorte des berühmten roten Burgunders heißt „Pinot noir”, die Weinregion, durch die wir gewandert sind ist das Auxerrois.


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Burgunder Trauben – Pinot Noir


Dann ging es wieder bergab und wir konnten unser Ziel schon sehen.
Das Winzerdorf Irancy (350 Einwohner) mit seinen schönen alten Höfen liegt 12 km südlich von Auxerre.
Die Rot- und Weissweine aus Irancy gelten als die besten der Weinregion Auxerrois.





Unser Ziel in Irancy war das Restaurant Le Soufflot. Das einzige Restaurant in diesem kleinen Ort sieht von außen recht unscheinbar aus, scheint aber stets gut besucht zu sein.
Jedenfalls kamen um die Mittagszeit immer mehr Leute und nach kurzer Zeit waren alle Tische besetzt.
Für uns war dieser Platz in einer Art Wintergarten reserviert. Es könnte sogar sein, dass dieser Raum vorher eine Scheune oder Teil eines Innenhofs war.


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Jetzt wollt ihr bestimmt wissen, was es zum Mittagessen (déjeuneur) gab?! Das erzähle ich euch in der Fortsetzung, die demnächst folgt.
Eines kann ich euch schon verraten: Es gab zum Essen natürlich einen Rotwein aus Irancy!


Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (5) – Château de Bazoches, das Schloss von Vauban

14. Oktober 2016

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Das Château de Bazoches, das Schloss, in dem einst der Marschall Vauban (1633-1707) gelebt und gearbeitet hat, liegt etwa 10 km südlich von Vézelay, das wir am Vormittag, vor unserer Wanderung im Cure-Tal besichtigt hatten.

Vauban hing sehr an diesem Schloss, welches Ende des 12. Jahrhunderts erbaut wurde. Bei der Besichtigung bekommt man einen guten Einblick in die Persönlichkeit, das Familienleben und die Arbeit des großen Ingenieurs, der auch als aufgeklärter Schriftsteller hervortrat.
Von den Salons aus genießt man einen reizvollen Ausblick auf den Hügel, auf dem Vézelay liegt.

Die Galerie des Schlosses, in der Vauban mit seinen Ingenieuren Entwürfe für Befestigungsanlagen in Frankreich ausarbeitete, wurde zum Teil wiederhergestellt.
Ein berühmtes Beispiel dieser Befestigungsanlagen befindet sich ganz in der Nähe des Markgräflerlandes, im elsässischen Neuf-Brisach.



Zu sehen sind Modelle, Rüstungen und  Ahnentafeln mit Wappen aus Limoger Porzellan.
Das sehr gut erhaltene Schlafzimmer Vaubans ist immer noch mit seinen außergewöhnlichen Möbeln aus dem 17. Jahrhundert ausgestattet.
Über dem Kamin hängt ein Porträt Ludwigs XIV., dem „Sonnenkönig” zu Pferde von van der Meulen.
Das kleine Arbeitszimmer bezaubert durch das reizende Vogeldekor an der Decke und eine Sammlung kleinformatiger Porträts, von denen drei Clouet zugeschrieben werden.
Im Erdgeschoß sind im Zimmer der Gattin Vaubans, die den Besitz verwaltete und dort bis zu ihrem Tod im Juni 1705 lebte, Andenken an sie ausgestellt.
Das Grab Vaubans befindet sich in der Kirche von Bazoches. Sein Herz wird im Invalidendom in Paris aufbewahrt.


Blick auf Bazoches

Blick auf Bazoches vom Parkplatz unterhalb des Schlosses

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Rechts im Bild die Kirche von Bazoches (12. – 16. Jahrhundert), in der sich das Grab von Vauban befindet



Nach der Besichtigung ging es zurück nach Auxerre. Nach kurzer Verschnaufpause im Hotel ging es zum Abendessn in Auxerre, in einem anderen Restaurant als am Vortag.
Fortsetzung folgt…


Aussicht über den Fluß Yonne auf die Silouette von Auxerre


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Auxerre


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