Fotografie, Herbst, Markgraeflerland, Wein

Winzerfest in Auggen – Impressionen 2018


Heute ist es wieder soweit – die Winzergemeinde feiert seit Donnerstag ihr traditionelles Winzerfest und am Sonntagnachmittag findet immer ein großer Umzug statt.
Im vergangenen Jahr haben der Markgräfler und die Markgräflerin bereits fotografische Impressionen aus dem Ort und vom Umzug festgehalten.
Hier sind nachträglich noch ein paar Bilder vom vergangenen Jahr! Natürlich sind wir auch heute wieder dabei, denn Petrus meint es mit dem Wetter wieder besonders gut.
Ein Spaziergang durch die Gassen von Auggen vor oder nach dem Umzug ist übrigens sehr zu empfehlen, denn es gibt sehr viele schöne Ecken und Fotomotive.

Viel Spaß beim heutigen Umzug!


Rundgang durch den Ort



Durch die Gässle



Schnappschüsse vom Umzug


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Es ist wieder soweit: Winzerfescht, Ziebelewaie, Flammkuchen, Neue Wii…

ziebelewaie-neue-1


Es ist wieder soweit. Im Markgräflerland sind die Weintrauben reif, die ersten Winzerfeste finden statt und es gibt wieder Neue Wii (neuer Wein, neuer Süßer, Sauser..) – Es ist Herbst!!!

Heute fühlt sich das Wetter auch danach an. Und im Hause der Markgräflerin und des Markgräflers gab es schon vergangene Woche den ersten Zwiebelkuchen der Saison….
Oder wie wäre es mit Flammkuchen???



Ihr habt auch Lust darauf bekommen? Kein Problem – den „Neue Wii” bekommt ihr ab sofort bei den Winzergenossenschaften – zum Beispiel in Auggen, wo heute der große Winzerfestumzug stattfindet oder bei verschiedenen Weingütern und Straußwirtschaften im Markgräflerland.
In Auggen kann man seit diesem Herbst den Neuen Wein allerdings aus hygienischen Gründen nicht mehr vor Ort probieren und selbst in den mitgebrachten Behälter zapfen…


flammkuchen-4


Neue Wii bei der WG in Auggen nur noch in Flaschen!

Hier sind die Rezepte:

Rezept für Zwiebelkuchen / recipe for Onion Tart

Rezept für Flammkuchen / recipe for Tarte Flambée


Rezept für Winzerschnitte

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Klatschmohn-Blüten-Sirup

Klatschmohnfeld 1


Er blüht wieder auf den Feldern, dort wo nicht gespritzt wird und er sich ungestört ausbreiten darf – der Klatschmohn oder Ackermohn.


Klatschmohnfeld 5


Das hat mich wieder an ein Bild vom vergangenen Jahr erinnert – und an das Unterstadtfest in Müllheim, wo die „Kräuterzauber-in” Susanne Kindler aus Müllheim auch einen Stand hatte.
Bei ihr habe ich diesen Klatschmohn-Blüten-Sirup entdeckt und nach der Herkunft der Blüten gefragt.
Und jetzt kommt’s: Genau von diesem Feld bei Auggen, welches ich ein paar Tage zuvor fotografiert hatte.
Fast wie in der Provence in Frankreich….
Für den Sirup sollte man nur die Blütenblätter verwenden, nicht die Köpfe.
Den fertigen Sirup kann man entweder in Wasser verdünnt trinken oder man nimmt einen Teelöffel davon in den Mund und lässt ihn auf der Zunge zergehen.


Klatschmohn Bluetensirup 1


Klatschmohn-Blüten-Sirup
  – hilft  gegen Kopfschmerzen oder Husten und Heiserkeit

• 50 g frische Klatschmohnblütenblätter
• 1 g Zitronensäure
• 500 ml Wasser
• 1 kg Zucker

Zubereitung
Klatschmohnblüten klein schneiden.
Wasser in einen ofenfesten Topf geben. Klatschmohnblüten mit Zitronensäure in das Wasser geben. 4 Stunden unter gelegentlichem  Umrühren bei ca. 35 °C in Ofen ziehen lassen.

Den Topf aus dem Ofen nehmen, die Blüten mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in den Sud im Topf auspressen. Auf den Herd stellen und zum sieden bringen.
Vom Herd nehmen, abkühlen lassen.
Mit Wasser auffüllen, sodass 500 ml Flüssigkeit im Topf sind.
Zucker zugeben. Sud im Wasserbad auf etwa 70 – 80 °C erwärmen.
1,5 Stunden die Temperatur halten (Zucker wird dabei sirupartig und dickflüssig)
Fertigen Mohnblüten-Sirup in ein dunkles Gefäß füllen, gut verschließen und kühl lagern.


Unterstadtfest Innenhof 4


Und außerdem habe ich noch ein paar schöne Fotos aus einem lauschigen Innenhof in Müllheims Unterstadt für euch…


Unterstadtfest Innenhof 2


Poppy Flower Syrup
– Helps against headache or cough and hoarseness
(dosage: 1 teaspoon)

50 g fresh poppy flower petals
1 g of citric acid
500 ml of water
1 kg of sugar


Preparation
Chop the poppy flower petals.
Give water in a ovenproof pot. Add poppy flower petals and citric acid. Put in the oven at 35 °C =95 °F for about four hours while stirring from time to time.
Remove the pan from the oven. With a slotted spoon, lift out the petals and squeeze out into the liquid in the pot. Place on the stove and bring to a boil. Remove from heat, allow to cool.
Fill with water, so that there are 500 ml liquid in the pot.
Add sugar. In a bain-marie, heat to about 70 – 80 °C = 158-176°F.
Keep the temperature for 1.5 hours until the liquid is syrupy and thick.
Fill the syrup in a dark container, close tightly. Keep in a cool place.

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Jahrmarkt-Weggen aus dem Markgräflerland

Jahrmarkt 2


Jedes Jahr, am ersten Donnerstag und Freitag des Monats November findet in meiner Heimatstadt Müllheim im Markgräflerland der traditionelle Jahrmarkt statt.
Die Leute kommen von nah und fern. Der Müllheimer Jahrmarkt bietet aber nicht nur die Gelegenheit, sich mit Gewürzen für die Weihnachtsbäckerei und anderen nützlichen Dingen einzudecken, sondern er ist vor allem ein Treffpunkt für Jung und Alt.


Jahrmarkt 1


Neben einem kleinen Vergnügungspark mit Autoscootern („Boxautos”), Karussell und Schießbude gibt es natürlich allerlei Leckereien.

So bleiben während der Jahrmark-Tage die Küchen der Müllheimer und anderer Markgräfler aus dem Umland meist kalt.
Es gibt feine Bratwürste, Pommes, einen Raclette-Stand, Striebele, Glühwein, heiße Schokolade (auf Wunsch mit „Schuss”) von Konditormeister Krauss in der Hebelstraße, gebrannte Mandeln, Magenbrot, Liebesäpfel, heiße Maroni….

Die Gasthäuser rund um den Marktplatz bieten natürlich auch typische Herbstgerichte an, wie zum Beispiel „Metzgete” / Schlachtplatte…


Jahrmarkt 3


Rezepte rund um die Metzgete:

Metzgete/Schlachtplatte

Weiße Rüben mit Speck


Weitere herbstliche Rezepte aus dem Markgräflerland:

Schäufele mit Kartoffelsalat

Feldsalat mit Speck und Kracherle

Ochsenbrust oder Suppenfleisch mit Meerrettichsauce


Als ich vor zwei Wochen an einer Stadtführung „Bäckertour” teilgenommen habe, in der es um die Bäckerzunft in Müllheim ging, erzählte uns Zunft- und Bäckermeister Martin Magnus von den Jahrmarkt-Weggen, die es schon seit langer Zeit immer zum Jahrmarkt gibt.
Über die Bäckertour in Müllheim werde ich demnächst in einem separaten Beitrag ausführlich berichten.

Jedenfalls wusste ich bis dahin nichts von den Jahrmarkt-Weggen und ich hatte sie bisher auch noch nicht auf dem Müllheimer Jahrmarkt gesichtet.
Heute, beim Metzger unseres Vertrauens in Müllheim-Hügelheim habe ich dieses traditionsreiche Gebäck entdeckt.
Er erzählte mir, dass die Jahrmarktweggen in unserer Gegend wirklich eine lange Tradition haben. So bäckt man sie auch zum jährlichen Augge Märt (im benachbarten Weinort Auggen).
Und so gab es zum Mittagessen eben diese Jahrmarkt-Weggen.
Das Wort Weggen kommt vom Brot oder Brötchen, die im Alemannischen Weggli, Weckli oder Wegg/Weck genannt werden.

Sie bestehen aus Blätterteig und sind mit aromatisch gewürzter Bratwurst-Masse/Brät gefüllt.


Jahrmarkt 5


Bäckermeister Magnus sprach von einer gewürzten Hackfleischmasse und meinte, die Jahrmarkt-Weggen seien vermutlich  die aus der Schweiz bekannten Wurstweggen, die aber keinesfalls mit Wurst, sondern ebenfalls mit einer Fleischmasse gefüllt sind.
Um die Füllung wurde immer ein großes Geheimnis gemacht, denn jeder Bäcker oder Metzger hatte sein eigenes Hausrezept.

Ich habe daraufhin in mehreren alten Kochbüchern recherchiert und habe tatsächlich ein Rezept gefunden, das diesen Angaben entsprechen könnte.
Eigentlich ein typisches Rezept zur Resteverwertung, denn es können Braten- Wurst oder Fleischreste dafür verwendet werden.
Oder man nimmt Hackfleisch.


Jahrmarkt 4


Jahrmarkt-Weggen oder Wurstwecken


Zutaten
Für 6 Personen
(10-12 Stück)

• 400 g ausgerollter Blätterteig

Für die Füllung:

• 250 g Hackfleisch, Bratenreste, Wurst, Schinken oder Speck
• ½ Bund Petersilie
• Salz
• Pfeffer
• 1 Prise Nelkenpulver
• ½ Handvoll getrockente Rosinen oder Weinbeeren
• 1-2 Esslöffel Rahm
• 1-2 Esslöffel Bratensaft- oder sauce
• 1 Esslöffel Essig
• 1 Prise Zucker

• verquirltes Ei zum Bestreichen

Zubereitung

Den ausgerollten Blätterteig in 12-15 cm lange und breite Vierecke schneiden. Die Teigränder leicht mit Wasser befeuchten.

Für die Füllung Fleischreste und Petersilie fein hacken.
Mit Salz, Pfeffer, Nelkenpulver, Rosinen, Rahm, Bratensaft- oder Sauce und Essig verrühren. Mit einer Prise Zucker abschmecken.
Die Fleischmasse soll saftig, aber nicht flüssig sein.
Aus der Fleischmasse längliche, fingerdicke Würstchen formen und auf die Vierecke legen. Den Teig darüberklappen und die Teigränder festdrücken.
Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit etwas verquirltem Ei bepinseln.
Den Backofen auf 200 – 220 °C vorheizen und 15-20 Minuten backen, bis der Teig aufgegangen und goldgelb ist.
Warm oder kalt servieren.
Dazu passt Salat.


Jahrmarkt 6


These puff-pastry rolls can be filled with leftover roast meat, ham or sausage mass.
The recipe comes from Switzerland. In my area they are sold on fairs and markets.

Swiss Sausage Rolls

Ingredients
For 6 people
(10-12 pieces)

400 g rolled out puff pastry

For the filling:

250 g ground beef, roast leftovers, sausage, ham or bacon
½ bunch parsley
Salt
Pepper
1 pinch ground cloves
½ handful sundried raisins or grapes
1-2 tablespoons cream
1-2 tablespoons gravy or sauce
1 tablespoon vinegar
1 pinch of sugar

beaten egg for brushing

Preparation

Cut the rolled out pastry into 12-15 cm long and wide squares. Brush the edges with a bit of water.

For the stuffing, finely chop parsley and meat leftovers.
Season with salt, pepper, cloves and add raisins, cream, gravy or sauce and vinegar and add a pinch of sugar to taste.
Mix well.  The meat mixture should be juicy but not too liquid / runny.
Form the meat mixture into oblong, finger-thick sausages and place them on the pastry squares. Fold the pastry over it and firmly press the edges together.
Put on a baking sheet lined with baking paper. Slighly brush with beaten egg.
Preheat the oven to 200-220 ° C (392 – 428 °F) and bake for 15-20 minutes until the pastry is golden brown.
Serve warm or cold.

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Ausgehtipp: Der neue Bären in Auggen

Bären Auggen 10
Während der Feiertage wurde nicht nur gekocht bei der Markgräflerin – zum Jahresbeginn waren wir mit der Familie auch mal zum Essen auswärts.
Vor etwa zwei Jahren waren wir zum ersten mal im Gasthof Bären in Auggen, seither gab es zweimal einen Wechsel bei den Wirtsleuten – zuletzt im Oktober vergangenen Jahres.
Das Essen war wieder mal superlecker, ohne Schickimicki, bodenständig und gut – die Bedienung war sehr freundlich, kurz gesagt: Wir haben es uns einfach mal gut gehen lassen.
Im Innenhof hinter dem Haus stand ein geschmückter Weihnachtsbaum.

Bären Auggen 1Und das gab es zu Essen:

Als Gruß aus der Küche gab es einen kleinen Apéritif, das war Campari Orange mit Aperol Schaum. Dazu frisches Brot, Olivenöl und Salz.
Und hinterher haben wir natürlich auch noch einen Espresso getrunken.
Mmmmmh! Ein schöner Abend war das.
Man kann im Bären übrigens auch ausgiebig frühstücken oder den täglich wechselnden Mittagstisch genießen. Abends empfiehlt es sich, zu reservieren.

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Ziibelewaie und Neue Wy

Ziibelewaie1Es ist Wochenende – Anfang Oktober. Zeit für eine Markgräfler Ziibelewaie und neue Wy – Zwiebelkuchen und neuer Wein/Sauser oder mancherorts auch Federweiser genannt.
Den neuen Wein bekommt man überall in den Winzergenossenschaften und Weingütern im Markgräflerland.
Wir haben unseren aus der benachbarten Winzergemeinde Auggen – dort kann man sich aus dem großen Behälter über einen Zapfhahn selbst etwas davon in seine mitgebrachten Kanister oder Flaschen füllen – es gibt sowohl weißen als auch roten neuen Wein. Und probieren darf man vor Ort natürlich auch 😉
Am Wochenende herrscht dort immer großer Andrang. Da der Traubenmost gärt, sollte man die Behälter zum Transport nicht zu fest verschließen, da sonst ein zu hoher Druck darin entsteht.

Ziibelewaie Neue Wii 4

Und zum Neuen Wein gehört unabdingbar Ziibelewaie oder auch Flammkuchen. Winzerweck passt auch.
Hier ist also nochmal das Zwiebelkuchen-Rezept:

Ziibelewaie Neue Wii 6

Ziebelewaie – Zwiebelkuchen
(2 Stück / rundes Blech mit 32 cm Ø
)

1 Päckchen Trockenhefe
80 g zerlassene Butter
1/8 Liter lauwarme Milch
300 g Mehl
1 Teelöffel Salz
1 1/2 kg Zwiebeln
100 g durchwachsener Speck
2 Becher saure Sahne
4 Eier
1 Prise Salz
1 Esslöffel Kümmel

Das Mehl in eine Schüssel sieben, die Trockenhefe untermischen. Salz hinzufügen, mit dem Knethaken die zerlassene (nicht zu heisse) Butter und die Milch nach und nach unterkneten. So lange kneten, bis der Teig sich vom Schüsselrand löst. Den Teig ca. 1 Stunde gehen lassen.
Den Teig in zwei Hälften teilen und jeweils auf Größe der Form auswellen. Die Form mit Butter einfetten, mit Teig auslegen und einen Rand hochziehen.
Zugedeckt auf dem Blech gehen lassen.

Für den Belag die Zwiebeln in Scheiben schneiden (bei 1,5 kg Zwiebeln nehme ich meine Küchenmaschine).
Ein Tipp:
Gegen die Tränen beim Zwiebelschneiden hilft, wenn man einen Schluck Wasser um Mund hat.

Den Speck in dünne Streifen schneiden und in einer Pfanne ausbraten. Die Zwiebelringe zugeben und glasig werden lassen.

Ziibelewaie Neue Wii 1

Die saure Sahne mit den Eiern, dem Salz und dem Kümmel verquirlen, Zwiebelscheiben und Speckwürfel darunter mischen und die Masse auf den Teigplatten verteilen.

Ziibelewaie Neue Wii 2

Etwa 15 Minuten gehen lassen, den Backofen auf 200 °C vorheizen und dann in der Mitte des Backofens für ca. 45 Minuten backen.
Leicht abkühlen lassen, aus der Form lösen und warm servieren.

Ziibelewaie Neue Wii 3

Schmeckt auch noch am nächsten Tag / still delicious – the next day:

Ziiebelewaie 1It’s a weekend at the beginning of October. Time for a Markgraefler Ziibelewaie and Wy Onion Tart  and „New Wine“ or „Sauser“ or in some places also calledFederweiser“.
The new wine you can get anywhere at the cooperative of the winegrowers and wineries in Markgraeflerland.
We got some at the nearby cooperative in Auggen there you can fill it yourself from the tap of a large container into cans or smaller containers  there are both white and red new wine. And – of course you can taste it before you buy some ;-)

On weekends there is always a large crowd over there. Since the grape juice is fermented, the container for transport should not be closed too tightly, otherwise it might burst because of the high pressure that develops in it….

With the new wine we usually have onion tart or tarte flambée. And here is my recipe for wonderful and homemade onion tart!

Ziibelewaie Neue Wii 5Ziebelewaie Onion Tart
(2 pieces / round pan with a diameter of 32 cm)

1 packet of dried yeast
80 g melted butter
1.8 liter lukewarm milk
300 g flour
1 teaspoon of salt
1 1/2 kg onions
100 g streaky bacon
2 cups of sour cream
4 eggs
1 pinch of salt
1 tablespoon of cumin

Sieve the flour into a bowl, mix in the dry yeast. Add saltgradually knead in the melted (not hot) butter and the milk with the dough hook of the food processor. Knead until the dough separates from the edge of the bowl. Leaven the dough for about 1 hour until it has doubled.
Divide the dough into two pieces and roll out each one at the size of the pan/mould. Grease the mould with butter, line it with the dough and pull up an edge.
Cover and leaven again.

For the topping cut the onions into slices (for 1.5 kg of onions I use my food processor!).
A tip:
A sip of water in your mouth will help you not to burst out into tears while cutting the onions.

Cut the bacon into thin stripes and fry in a pan. Add the onion rings and fry while turning frequentluy until they are glassy.

Whisk the sour cream together with the eggs, salt and cumin then fold in the onion slices and bacon. Spread onto the dough.
Leaven for another 15 minutes, preheat the oven to 200 °C (392 °F). Bake each onion tart for about 45 minutes.
Take out of the oven, let cool a bit then take out of the mould and serve.
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(Neuer) Wein und… Flammkuchen mit Kürbis oder klassisch mit Comté Käse???

Flammkuchen Kuerbis 5 Im Markgräflerland beginnen die ersten Wein- bzw. Winzerfeste. Die fangen immer mit einer Weinprobe an. Gestern zum Beispiel in der Winzergemeinde Auggen.
Wer Wein trinkt, braucht natürlich auch eine Grundlage, um unbeschadet durch die Weinprobe zu kommen. Manch einer schwört darauf, vorher eine Dose Ölsardinen zu verputzen, andere essen während der Weinprobe reichlich Käsewürfelchen, oder man bestellt sich eben einen deftigen Flammkuchen, meist ist das ein klassischer mit Crème fraîche, Speck, Zwiebeln und Käse.

Flammkuchen Kuerbis 10
Ich hatte neulich wieder meine Kürbissuppe mit Möhren, Ingwer und Chili gekocht, und da waren noch ein paar Spalten Hokkaido Kürbis übrig, die ich mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben geschnitten habe und einfach mit auf den Flammkuchen gelegt habe. Mmmmh – unglaublich fein hat das geschmeckt!
Aus dem restlichen Teig habe ich dann klassische Flammkuchen gemacht, diesmal mit Comté Käse aus dem französichen Jura. Sehr würzig.

Flammkuchen Kuerbis 9

Flammkuchen-Teig

Für 4-6 Portionen (3 Flammkuchen)

Teig:
280 g Weizenmehl (Type 550)
120 g Roggenmehl (Type 1150 – Ruchmehl)
1 Teelöffel Salz
1 Päckchen Trockenhefe
1 Esslöffel Olivenöl
Mehl zum Arbeiten

Für den Belag:
Zwiebel
Crème Fraîche, Schmand, Salz, Pfeffer, Knoblauch
Speckwürfel
Comté Käse (ersatzweise Bergkäse oder Emmentaler), gerieben

8 -10 sehr dünne Kürbisspalten (Hokkaido – mit Schale verwendbar)

Für den Teig beide Mehlsorten mit 1 Teelöffel Salz und Trockenhefe mischen. Circa 250 ml lauwarmes Wasser und 1 Esslöffel Olivenöl nach und nach dazugeben und mit dem Knethaken das Handrührgeräts oder der Küchenmaschine unterkneten.
Dann von Hand weitere 5 Minuten zu einem elastischen Teig verkneten. Die Schüssel abdecken und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Backofen auf 230 °C (Umluft 210 °C) vorheizen.

2 Becher Sauerrahm, Schmand oder Crème Fraîche, mit etwas fein gehacktem, oder durch die Presse gedrückten Knoblauch, Salz und Pfeffer würzen, auf dem sehr dünn ausgewallten Teig verteilen. Zwiebel in feine Ringe schneiden, Speckwürfel oder – Speckstreifen und Zwiebelringe aufstreuen, für den Kürbisflammkuchen zusätzlich mit Kürbisspalten . Zum Schluss geriebenen Käse, gerieben darauf verteilen.

Flammkuchen Kuerbis 1Im unteren Teil des Backofens pro Blech in 12-15 Minuten knusprig backen.

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Mit einem Glas Wein nach Wahl genießen!

Tarte dough flambée (with pumpkin, bacon and onions)

For 4-6 servings (3 Tartes)

Dough:
280 g of wheat flour
120 g rye flour
1 teaspoon of salt
1 packet of dry yeast
1 tablespoon olive oil
flour for working

For the topping:
onion

Crème fraîche or sour cream, salt, pepper, garlic
bacon
Comté cheese (alternatively mountain cheese or Emmental cheese), grated

8 -10 very thin pumpkin slices (Hokkaido)

For the dough, mix both flours with 1 teaspoon salt and dry yeast. Gradually add approximately 250 ml of lukewarm water and 1 tablespoon of olive oil and knead with the dough hook of the hand mixer or food processor.
Then knead by hand for another 5 minutes to form an elastic dough. Cover the bowl and let rise for about 1 hour in a warm place.

Preheat the oven to 230 °C = 446 °F (convection 210 ° C=410 °F)

Season 2 cups of sour cream or crème fraîche with some finely minced garlic (or pressed through garlic press), salt and pepper, spread on the very thinly rolled out dough. Cut onion into thin rings, sprinkle the tarte with onion rings and finely diced bacon (or bacon stripes) – for the pumpkin tarte additionally place the pumpkin slices on the tarte. Finally, sprinkle with grated cheese.
Bake for about 12-15 minutes until crispy.
Enjoy with a glass of wine of your choice!

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Vor der Weinprobe: Grundlage schaffen!

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Es war ein wenig still hier im Blog in den vergangenen Tagen…. Ich habe also ein paar Dinge nachzuholen.
Donnerstag: Große Weinprobe in Auggen anlässlich des jährlichen Winzerfestes. Da will man nicht unvorbereitet kommen…
Geheimtipp eines ehemaligen Arbeitskollegen: „…iss eine Dose Ölsardinen, dann kann nicht mehr viel passieren.” Während der Weinprobe dann noch viel Wasser trinken und ein paar Käsewürfelchen dazu, und am nächsten Tag ist die Welt in Ordnung.

It’s been a bit quiet on the blog during the past days… So I’ve got to catch up with a few things now.
Thursday: Big Wine Tasting in Auggen at the annual Winzerfest (Wine Feast). We didn’t want to go there unprepared…
There was the insider’s tip of one of my former colleagues to eat canned sardines before and if you drink a lot of water during the wine tasting and eat some cubed cheese with the wine the next day you will be fine.

Also gab es am Donnerstag Abend beim Markgräfler und mir Butterbrot mit Sardinen aus der Dose, mit Zitronen in Olivenöl eingelegt (die bekommt man in Frankreich).

So on Thursday we had canned sardines (with olive oil and lemons – you can get them in France) on buttered bread for dinner.

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Dann ging es also zur Weinprobe – aber Auto gefahren sind wir selbstverständlich nicht – wir wurden von einer lieben Bekannten gefahren.
Of course we did not drive with the car but we were brought there by a friend.

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Blumendeko auf den Tischen im Festzelt

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Wir sind dann doch schon nach dem 8. Wein (von 12 insgesamt) gegangen, weil es schon ziemlich spät war (wir mussten am Freitag arbeiten). Ausserdem war der Geräuschpegel die ganze Zeit über ziemlich hoch und man hat trotz Mikrofon kaum mehr mitbekommen, was die Deutsche Weinprinzessin Natalie Henninger über die Weine erzählt hat.

In spite of being well prepared, we left after the 8th wine out of 12 because it already was late in the evening and we had to work on friday.
Despite of that it was very loud during the wine tasting and you could hardly hear what the German Wine Princess Natalie Henninger was saying about the wine although she had a microphone…

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Ein perfekter Urlaubstag – daheim im Markgräflerland!

Gestern war der perfekte Urlaubstag zu Hause – nämlich im Markgräflerland, eines der schönsten Fleckchen in Deutschland.

Am Vormittag hatte ich Blumen und Kräuter für meinen Garten eingekauft und gleich eingepflanzt. Dann hatten wir ein feines Mittagessen mit Rinderfilet Spiessen und Penne-Salat, und am Nachmittag, weil die Sonne dann so richtig schön war, sind wir ein wenig raus in die Natur.  Am Weinort Auggen vorbei, über die Rapsfelder und das Rheinsträsschen nach Steinenstadt. Dort gibt es ein kleines Naturschutzgebiet in der Nähe des Rheins – mit wunderschönen Wiesen, auf denen im Frühjahr wilde Orchideen blühen. Und zum krönenden Abschluss sind wir noch ins neu eröffnete Eiscafé Dolce & Amaro nach Neunburg am Rathausplatz. Das ist nämlich der Besitzer unserer bisherigen Lieblingseisdile Azzurro in Müllheim, der früher schon in Neuenburg sein Eiscafé hatte. Für den Markgräfler gab es einen Pistazienbecher und für mich einen Ananasbecher mit Mango- und Vanilleeis. Mmmmh! Das beste Eis weit und breit – und alles mit den besten natürlichen Zutaten, wie es auf der Eiskarte versprochen wird. Künstliche Farbstoffe oder Aromen sind hier ein Tabu.

Zu Hause konnte ich dann meine Maiglöckchen und Akeleien im Vorgarten bestaunen….

Fotos von den neuen Kräutern im Garten folgen.

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Frühling im Markgräflerland – Rebberge, Kirschblüten und Tulpenfeld

Kirschblüte

Gestern Abend – Sonnenstrahlen, Wärme und der süße Duft von Kirschblüten weht um die Nase. Ich war nicht mehr zu halten, habe schnell meine Laufklamotten und die Nordic-Walking Stöcke geschnappt und bin losgelaufen. Auf dem Rücken ein leichter Rucksack – mit dem Auftrag des Markgräflers, im Hofladen der Familie Rüdlin in Auggen Spargeln einzukaufen und für’s Abendessen mitzubringen. Dort gibt es übrigens auch hervorragendes Bauernbrot, Wein und andere selbstgemachte Köstlichkeiten.

Natürlich hatte ich auch den Fotoapparat eingepackt. Über Felder und Wiesen, Reben und das Örtchen Hach (dort führt teilweise auch das Markgräfler Wiiwegli entlang):

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Blick auf unseren „Hausberg”, den Hochblauen (bei uns einfach: Blauen), mit einer Höhe von 1165 m ü. NHN[1]  bei strahlend blauem Himmel.

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Dort kommt man auch an den Spargelfeldern des Hoflandens vorbei – hier kann das edle weiße Stangengemüse ungestört etwas abseits der Straße wachsen – das ist ganz bestimmt ein ganz guter Spargel, für den sich ein Fußmarsch auch lohnt! Die aufgeschütteten Erdwälle nennt man übrigens „Bifang”.Nordic Walking3

In Reben / Weinstöcke eingebettet – der Löwenzahn blüht schon wieder besonders üppig.

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Und hier noch ein besonders schönes Exemplar eines Spargelgewächses, das aus Zwiebeln heranwächst – ein Milchstern. Ganz häufig findet man hier in den Weinbergen im Frühling den  Dolden Milchstern, bei diesen Exemplaren handelt es sich vermutlich um einen Nickenden Milchstern.

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Endlich bei Rüdlins angekommen (neben dem Hofladen wird noch eine Straußwirtschaft = Strauße betrieben, die derzeit geöffnet ist) – sagte man mir, dass hier wegen der schlechten Witterung noch gar kein Spargel gestochen werden konnte – das ist voraussichtlich erst am kommenden Wochenende soweit. Ein bißchen müssen wir uns also noch gedulden.

Also kein Spargel zum Abendessen, aber im Kühlschrank waren sowieso noch Reste, die aufgebraucht werden mussten.

Weiter ging es durch die Weinberge in Richtung Müllheim.

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An der B3 gibt es ein Blumenfeld zum Selbstpflücken (0,45 € pro Stück – bitte ehrlich sein und in die Kasse werfen):

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Langsam wechselt das Licht in warme Abendsonne, hier eine Gegenlicht-Fotografie:

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Bammert-Häuschen, und letzte Kirschblüten, bevor ich zu Hause bin…

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Richtig schön! Und hier bin ich daheim!