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Concoillotte aus der Cocotte – Käsefondue für zwei à la Franche-Comté

15. Oktober 2017


Herbstzeit ist Käse-Zeit
Ihr werdet euch bestimmt erinnern, dass der Markgräfler und die Markgräflerin im Sommer eine Wanderung entlang des Doubs im Schweizer Jura unternommen haben.
Der Doubs fließt auch durch die Franche-Comté, dem französischen Jura wo es einige sehr bekannte Käsesorten gibt.

Vor einigen Jahren hatten wir dort auch einmal Urlaub gemacht und dabei hatten wir auch viele Käsereien und auch das Fromagerie Museum in Trépot besucht.


Kaese Comté 1

Kaese Comté 3

Gabriel und Colette Prost, Käsemacher in Trépot


Den bekanntesten Käse der Region, den Comté, hatte ich bereits ausführlich vorgestellt und auch den Vachérin Mont d’Or.

Bei einer unserer Einkaufstouren im benachbarte Elsass haben wir den Concoillotte Käse wieder entdeckt.



Der Concoillotte ist eine der ältesten und typischen Käsespezialitäten der Region Franche-Comté, ein Kochkäse, der manchmal auch mit Knoblauch und Wein gewürzt wird.

Kochkäse ist ein Sauermilchkäse, der durch die Zugabe von Natron und Erwärmen eine dauerhaft zähflüssige, streichfähige Konsistenz hat.
Zur Herstellung wird Quark mehrere Stunden abgetropft, mit Natron vermischt und nach einer Ruhezeit von einer Stunde bis zu mehreren Tagen – je nach Rezept – unter Rühren sanft erwärmt, bis er sich verflüssigt. Die Temperatur darf dabei die 42 °C-Marke nicht überschreiten.
Die Masse wird dann mit Butter, eventuell auch Sahne und Eigelb vermischt und mit Salz und oft auch Kümmel gewürzt.

Eine Dozentin des Centre Culturel Francais in Freiburg, die aus dieser Gegend stammt, hatte uns während eines Französisch-Kurses von diesem Käse vorgeschwärmt.
Sie meinte, dass man den Käse erwärmt und gerne auch mal ein Gläschen Kirschwasser oder Jurawein hinzufügt …

Wir haben den Käse (nature) mit einer ordentlichen Portion Knoblauch gewürzt und in einem Topf erwärmt und einen kleinen Schluck gutes Markgräfler Kirschwasser hinzugefügt.
Dann haben wir den Käse in zwei Mini Cocottes (kleine Auflaufförmchen mit Deckel) verteilt und wie beim klassischen Käsefondue Baguette in kleine Würfel geschnitten und in den Käse gedippt.
Und weil es derzeit draußen so schön ist, haben wir den Concoillotte abends auf der heimischen Terrasse genossen….


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Burgund Souvenirs und die Moutarderie Fallot in Beaune

3. September 2017


Moutarde de Dijon


Kurz bevor es wieder nach Hause ging, haben wir noch kurz die Moutarderie Fallot besucht und im Shop „Moutarde de Dijon” eingekauft.
Moment mal, wir sind doch in Beaune und nicht in Dijon?
Das ist richtig, aber bei Moutarde de Dijon handelt es sich nicht um eine geschützte Herkunftsbezeichnung, sondern um die Herstellungsmethode, die in der Gegend um Dijon erfunden wurde.

Zudem ist die Senfmühle Fallot in Beaune noch die einzige in der Gegend von Dijon, die noch unabhängig ist und nicht von einem großen Konzern aufgekauft wurde.
Der bekannte Maille Senf, der früher noch direkt in Dijon hergestellt wurde, gehört zum Beispiel seit dem Jahr 2000 zum Unilever Konzern, der weltweit agiert.
2010 wurde die Fabrik in Dijon geschlossen und die Produktion verlagert.



Aber was ist so besonders an diesem Senf?



Dijon-Senf besteht heute ausschließlich aus den Samenkörnern des Braunen Senfs oder des Schwarzen Senfs, die nicht entölt werden, was den Senf zum Kochen besonders geeignet macht.
Statt mit Essig wird der originale Dijon-Senf mit Verjus (Saft aus unreifen Trauben) hergestellt. Der klassische helle Dijon-Senf besteht aus geschälten Körnern und ist scharf.
In der französischen Küche wird er vor allem für Saucen und Dressings verwendet. Dort ist er das Gegenstück zum dunkleren und milderen Bordeaux-Senf.
Es gibt mittlerweile viele, auch grobkörnige Varianten des Dijon-Senfs. Häufig ist die Kombination mit Estragon.



Die besondere Qualität des Dijon-Senfs, der angeblich auf das 13. Jahrhundert zurückgeht, wurde einst auf den Burgunderwein der Region zurückgeführt. Nach Darstellung von Symphorien Champier (1471–1539) wurde der Dijon-Senf einst in Pastillenform gehandelt und vor der Verwendung mit frischem Weinessig aufgeweicht und angerührt.

Ein Rechtsstreit zwischen Senfherstellern aus Paris und Dijon im Jahr 1937 hatte den richterlichen Beschluss zur Folge, dass die Bezeichnung Moutarde de Dijon keine geschützte Herkunftsbezeichnung ist.



Die traditionelle Herstellungsmethode
Die in der Senfmühle Fallot praktizierte traditionelle Senfherstellung erfolgt durch kalte Nassvermahlung der hitzeempfindlichen Saat der Senfpflanze mit Mühlsteinen.
Verarbeitet werden hauptsächlich braune Senfsamen und – ausschließlich für die sogenannten aromatischen Sorten – weitere auserlesene Gewürze und aromatische Naturprodukte wie beispielsweise Aceto balsamico aus Modena, grüner Pfeffer aus Madagaskar, die in Dijon erzeugte Crème de Cassis oder Honig.

Die Produktion gliedert sich in verschiedene Arbeitsschritte:

Die Senfsaat wird zunächst durch Sieben und Rütteln von Gräsern, Parasiten oder sonstigen Fremdkörpern befreit und gewaschen. Dann zerkleinert man sie in einem ersten Schrotdurchgang zu grobem Senfmehl.
Das Einmaischen erfolgt durch die Dosierung, Vermischung und Verrührung von Senfsamen, Essig (beziehungsweise Traubenmost und Weißwein), Kochsalz und Wasser nach einem geheim gehaltenen Familienrezept. Für die aromatischen Sorten werden weitere Zutaten beigegeben. Die so gewonnene feuchte Masse, auch Maische genannt, ruht anschließend zur Fermentation in einem Bottich. Das Maischen fördert die Ablösung der Schale von der Frucht und die Entwicklung des typischen Buketts.
Durch den traditionellen Mahlvorgang, bei dem die Maische in kaltem und feuchtem Zustand zwischen zwei schweren Mühlsteinen zu einer mehr oder weniger glatten kompakten Paste verarbeitet wird, bleiben die Eigenschaften der hitzeempfindlichen ätherischen Öle und damit die aromatischen Qualitäten und die Schärfe des Senfs erhalten.
Würde die Temperatur von 50 °C überstiegen, gingen die ätherischen Öle verloren.
Für herkömmliche Senfsorten wird die goldgelbe Paste erneut gesiebt, um die Fruchthülsen zu entfernen. Für grobkörnige Produkte wie der typisch französische „moutarde à l’ancienne“ entfällt dieser Arbeitsschritt.
Die darauffolgende Einlagerung in Fässern lässt den Senf reifen. Dabei verliert er durch eine chemische Reaktion seine natürliche Bitterkeit und setzt sein scharfes Aroma frei.
Zum Abschluss wird die Einfüllung, bevorzugt in Steintöpfe oder in Gläser, vorgenommen. Die Tube ist bei Traditions-Herstellern verpönt.



Leider hatten wir keine Zeit mehr, um uns das Museum der Moutarderie mit Einblick in die Produktion anzusehen, aber wenn wir wieder mal nach Beaune fahren, steht das auf unser To See Liste ganz oben.



Weitere Mitbringsel aus dem Burgund



Außer verschiedenen Senfsorten haben wir noch mit Cassis (schwarze Johannisbeeren) Konfitüre gefüllte Nonnettes (Lebkuchen) und Pain d’Épices mit Ingwer (Lebkuchen-Laib).
Creme de Cassis haben wir diesmal nicht eingekauft, davon ist noch eine Flasche da – die hatte ich aus meinem Genuß-Wanderurlaub im vergangenen September mitgebracht.


 

Herbstlich: Teigtaschen mit Boudin Noir, Apfel und Zwiebel

2. September 2017

Blutwurst Apfel Taschen 1


Es wird herbstlich im Markgräflerland – pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang – und es beginnt wieder die Zeit, in der es wieder die vielen köstlichen, pikanten Rezepte mit geschmackvollen Zutaten gibt. Von Ziebelewaie (Zwiebelkuchen) und neue Wii, herzhaften Quiches, suuri Leberli mit Brägele, Kürbis, Kartoffelgerichten und Eintöpfen bis hin zur Metzgete (Schlachtfest) mit grünem Speck, Sauerkraut, Blut- und Leberwürsten.
So schön der Sommer ist – ich mag den Herbst – und nicht nur in der Küche…

Ich habe neulich in einer Küchenschublade meine Teigtaschen-Former wieder entdeckt, die ich zu lange nicht mehr benutzt hatte und da kam mir spontan dieses Rezept, welches ich früher schon einmal gemacht habe, in den Sinn.

Die Kombination von Blutwurst und Apfel finde ich nämlich besonders delikat, und ich habe vor einigen Jahren, in der Anfangszeit meines Bloggerdaseins schon mal einen Strudel mit Kartoffeln, Blutwurst und Apfel gebacken – damals mit einer hiesigen Schwarzwurst der Firma Adler, Bonndorf im Schwarzwald.


Kartoffelstrudel2Kartoffelstrudel „Himmel & Erde”
mit Kartoffeln, Apfel und Blutwurst


Für das Rezept der heutigen Teigtaschen habe ich von einem unserer gelegentlichen Einkäufe im benachbarten Elsass eine französische Blutwurst, eine Boudin noir mit Zwiebeln (boudin noir aux oignons) mitgebracht.

Diese Teigtaschen eignen sich als Party-Fingerfood oder zum rustikalen Apéro. Ihr solltet euch dieses Rezept unbedingt auch schonmal für eure Halloween-Party vormerken!
Dazu passt am besten ein gekühltes Bier aber sicher auch ein Gläschen neuer Wein, den es in wenigen Tagen wieder gibt…..


Blutwurst Apfel Taschen 8


Blutwurst-Apfel-Taschen


Zutaten

• 2 x 275 g rechteckig ausgerollter Blätterteig
• 1 Zwiebel
• 1 Esslöffel Schmalz
• 1 säuerlicher Apfel
• 2 Boudin Noir aux oignons (=250g)
• 1 Esslöffel Majoran
• 2-3 Esslöffel Semmelbrösel
• Mehl zum Bearbeiten
• 1 Ei mit etwas Wasser, Milch oder Sahne verrührt

Zubereitung
Die Zwiebel fein würfeln und im heißen Schmalz weich, aber nicht braun braten.
Den Apfel schälen, fein würfeln, zu den Zwiebeln geben und alles einmal kräftig durchbraten.
Die Wurst pellen, würfeln, zur Zwiebel-Apfel-Mischung geben und gut vermengen.
Das Ganze mit Majoran würzen und so viel Semmelbrösel zur Füllung geben, wie sie aufnimmt.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen.
Den Teig ausrollen und Kreise von etwa 10-12 cm Durchmesser ausstechen. Jeden Teigkreis einzeln auf den bemehlten Teigtaschenformer legen.
Die Teigkreise mit je 2-3 Teelöffeln der Blutwurstmasse füllen und zuklappen. (Teigreste zusammenfügen – nicht kneten –  und ausrollen. )

Die Teigtaschen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit verrührtem Ei bestreichen. Im  heißen Ofen etwa 15-20 Minuten backen, bis sie goldgelb sind.
Warm oder kalt servieren.


Blutwurst Apfel Taschen 2


Puff pastries filled with black pudding, apples and onions


Ingredients

2 x 275 g rolled out puff pastry
1 onion
1 tablespoon of lard
1 sour apple
2 Boudin Noir aux oignons (= 250g)
1 tablespoon marjoram
2-3 tablespoons of breadcrumbs
Flour
1 egg, stirred with a little water, milk or cream

Preparation
Dice the onion finely and fry softly –  but do not brown – in the hot lard.
Peel the apple, finely dice, add to the onions and fry thoroughly.
Peel the sausage, dice filling and add to the onion and apple mixture. Mix well.
Season with a marjoram and add as much breadcrumbs as the mixture soaks up.

Preheat the oven to 220 °C = 428 °F.
Roll out the dough and cut circles of about 10-12 cm in diametre. Place each dough circle individually on a floured ravioli-maker.
Fill each dough circle with 2-3 teaspoons of the blood sausage mixture and fold. (Fold the remaining dough pieces together- do not knead – and roll out.)
Place the pastries on a baking tray and brush with egg.
Bake the pastries for about 15-20 minutes until golden.
Serve warm or cold with a glass of beer.

Das Hôtel-Dieu in Beaune

31. August 2017

Innenhof des Hôtel-Dieu in Beaune


Nach der Stadtführung und einem köstlichen Mittagessen in einer Brasserie , haben wir uns in Beaune das Hôtel-Dieu angesehen.



Das Hôtel-Dieu


Nach dem Hundertjährigen Krieg litten die Menschen in der Region Côte-d’Or unter drückender Armut. Vielen drohte der Hungertod – in der kleinen Stadt Beaune waren fast drei Viertel aller Einwohner davon bedroht, da sie durch die Kriegswirren mittellos geworden waren. Um ihr eigenes Seelenheil bemüht, beschlossen Nicolas Rolin, Kanzler des burgundischen Herzogs Philipp des Guten, und seine Frau Guigone de Salins, hier ein Hospital zu stiften. Es wurde im Jahre 1443 gegründet und bis 1971 als Hospital genutzt.
Heute werden Teile des alten Komplexes als Altersheim genutzt, während der Rest als Museum besichtigt werden kann und einen interessanten Einblick in die Krankenpflege der Frühen Neuzeit gewährt.

Im Eintrittspreis für die Besichtigung (7,50 €) ist ein Audioguide in der gewünschten Sprache enthalten.


Die Fassade zur Straße hin



Ihr eindrucksvollstes Element ist das mit Giebeln, Wetterfahnen und Pinakeln geschmückte mächtige Schieferdach; der gotische Turm in der Mitte hat eine Höhe von 30m.
Sehr originell ist das zierliche Vordach über dem Eingang, dessen drei schiefergedeckte Giebel mit verzierten Pinakeln gekrönt sind. Auf einem der massiven Türflügel befinden sich noch der wunderschöne Klopfer (15. Jhd.) und das kleine vergitterte Fensterchen, durch das der Pförtner schaute, bevor er aufmachte.

Wir mussten aus Sicherheitsgründen – wie überall an touristischen Punkten in Frankreich – erst mal den Inhalt unserer Taschen und Rucksäcke zeigen.
Eine Warntafel am Eingang gibt sogar Anweisungen zum Verhalten im Falle von Terroranschlägen….


Der Innenhof



Die wunderschönen, tief herunterreichenden Dächer mit geometrischen Schmuckmotiven aus bunt glasierten Ziegeln prägen das Bild des malerischen Hofs.
Türmchen, Dachluken und Wetterfahnen beleben ihre farbigen Flächen. Der Fachwerkaufgang im ersten Stock der Gebäude ruht auf einem Säulengang, welcher früher als Kreuzgang diente. Selbst der erst im 17. Jh. errichtete Bau rechts stört die Harmonie der Anlage nicht. Die Gebäude beim Eingang datieren aus dem 19. Jahrhundert. Besonders reizvoll wirkt der steinerne Ziehbrunnen mit schmiedeeisernem Aufbau.



Grand’Salle
(auch Salle des Pôvres genannt)


Dieser weite Raum ist 46 m lang, 14 m breit und 16 m hoch. Seine gewölbte Holzdecke wird von verzierten Querbalken gestützt, die in Drachenmäulern enden. Die Fliesen wurden nach alten Mustern erneuert, die Möbel sind zum Teil antik oder wurden originalgetreu nachgearbeitet.



An hohen Feiertagen waren die 28 Krankenbetten mit kostbaren Wirkteppichen bedeckt – diese sind heute im gleichen Saal wie der Flügelaltar des Rogier van der Weyden ausgestellt. Auch ohne die Teppiche vermitteln die beiden Reihen der mit roten Vorhängen verschließbaren Betten, die alten Truhen und das Zinngeschirr einen bleibenden Eindruck von der für die damalige Zeit außergewöhnlichen karitativen Einrichtung.



Hinten im Saal sieht man einen ergreifenden Christus in Banden (15. Jh.); die überlebensgroße bemalte Figur ist aus einem einzigen Stück Eichenholz geschnitzt. Der unter den Falten hervorlugende Totenkopf gemahnt an die Vergänglichkeit.



An der gegenüberliegenden Stirnseite des Saals befindet sich die Kapelle, in der einst der berühmte Weltgerichtsaltar stand.
Sie war praktisch ein Teil des Saals und die Kranken konnten von ihren Betten aus am Gottesdienst teilnehmen. Das Gitter im spätgotischen Stil und das große Glasgemälde kamen erst bei der Restauration im 19. Jh. hinzu.
In der Kapelle erinnert eine kupferne Grabplatte an die Stifterin Guigone de Salins. Die Vitrinen enthalten eine Sammlung von Kultgegenständen und Gewändern.


Salle Sainte-Anne



Dieser Raum, in den man nur von außen durch die Fenster Einblick hat, war einst mti vier Betten möbliert und adligen Kranken vorbehalten.
Heute stellt er die Wäschekammer dar; lebensgroße Puppen in der bis 1961 üblichen Pflegerinnentracht veranschaulichen die Hausarbeit.


Salle Saint-Hugues



Im 17. Jh. geschaffener Krankensaal, der zum Teil wieder seine ursprüngliche Ausstattung erhalten hat; die Betten sind allerdings aus dem späten 19. Jh.
Die Fresken von Isaac Moillon stellen den hl. Hugo als Bischof und al Kartäusermönch sowie neun Wunder Christi dar.



Salle St. Nicolas



In diesem einst den Sterbenden vorbehaltenen Raum befindet sich heute eine Ausstellung über das Hôtel-Dieu und seine Geschichte sowie die Betreuung der Kranken.
Glasfliesen im Fußboden geben den Blick frei auf die unter diesem Teil des Gebäudes fließende Bouzaise, in die man Abwässer und Abfälle schüttete.



Cuisine
(Küche)



Herzstück der mit Kupfergeschirr und anderen alten Gebrauchsgegenständen ausgestatteten Küche ist der riesige gotische Kamin.



Pharmacie
(Apotheke)



Im ersten Raum steht ein schöner Geschirrschrank, des 18. Jh. mit Zinngeschirr; im getäfelten zweiten Raum sind eine Sammlung alter Apothekengefäße aus mit grünem Dekor geschmückter Fayence (18. Jh.) sowie ein großer Bronzemörser ausgestellt.



Salle Saint-Louis



Hier sind in Tournai hergestellte Bildteppiche mit dem Thema des verlorenen Sohns (frühes 16. Jh.) und eine in Brüssel gewirkte Teppichfolge (Ende 16. Jh) zur Geschichte Jakobs ausgestellt.



Salle du Polyptyque


Postkarten vom Weltgerichtsaltar


In diesem speziell zur Aufnahme dieses Kunstwerks geschaffene Raum ist der berühmte Weltgerichtsaltar/„Jüngstes Gericht”(Polyptyque de Jugement dernier) des Rogier van der Weyden aufgestellt.
Nicolas Rolin gab ihn 1443 für die Kapelle des Großen Krankensaals in Auftrag. Der Altar ist im 19. Jh. gründlich restauriert worden. Damals wurde er auch durchgesägt, um beide Seiten gleichzheitig ausstellen zu können.
Weil man in diesem Raum nicht fotografieren durfte und es ohne Stativ sowieso nichts bringen würde, haben wir uns vor Ort für unser persönliches Fotobuch Postkarten des Altars gekauft (für den Blog abfotografiert)…



Auf dem Mittelfeld ist der richtende Christus dargestellt; er thront in goldenen Wolken auf einem Regenbogen. Ihm zu seiten vier Engel mit den Leidenswerkzeugen.
Zu seinen Füßen erkennt man den hl. Michael mit der Waage, auf der zwei Seelen Platz genommmen haben. Er wird umrahmt von trompetenblasenden Engeln.
Die Jungfrau Maria und Johannes der Täufer erscheinen rechts und links als Fürbitter. Hinter ihnen haben die Apostel und mehrere Würdenträger ihren Platz und bitten um Gnade für die Menschheit.

In der unteren Zone der Gemälde sieht man aus den Gräbern auferstehende Tote: Die Gerechten gehen in Richtung des als goldglänzende Kathedrale versinnbildlichten Paradieses, während sich die Verdammten, weniger aufrercht, dem Höllenfeuer nähern.



An der rechten Wand sind die Seiten aufgehängt, die man früher an Werktagen sah, wenn der Altar zugeklappt blieb. Es sind lebensnahe Portraits von Nicolas Rolin und seiner Frau Guigone, eine Verkündigung und (in Grisaillemalerei) die Heiligen Sebastian und Antonius, die ersten Schutzheilgen des Hospizes.



Der schöne Mille-Fleurs-Teppich aus dem frühen 16. Jh. an der linken Wand hat die Eligius-Legende zum Thema.
Dem Altar gegenüber hängen himbeerrote Teppiche aus dem Besitz der Guigone de Salins mit den Wappen der Gründer, den Initialen G und N, der Devise „Seulle” (einer Huldigung an Guigone als der einzigen Frau im Leben des Kanzlers und dem hl. Antonius.

Und dann mussten wir auch schon wieder weiter, denn wir wollten uns ja noch kulinarischen Souvenirs aus Beaune besorgen……
Wein haben wir aber keinen gekauft – das wäre uns zuviel Schlepperei gewesen. Da vertrauen wir auf die Sonderangebote des nur wenige Kilometer entfernten Supermarkts im benachbarten Elsass.

Apropos – Wein –

Das Hospices de Beaune wird bis heute vor allem durch die Erträge von Weinbergen finanziert, die über die Jahrhunderte durch Erbschaft und Vermächtnisse in den Stiftungsbesitz des Hospizes gelangten. Einmal jährlich während der „Trois Glorieuses“, der Drei glorreichen Tage, findet eine Auktion von Fasswein aus dem Stiftungsbesitz im Hospiz von Beaune statt. Jeder, der als Weinhändler in Frankreich um seine Reputation besorgt ist, wird versuchen, ein Fass zu ersteigern. Die Preise für diese Fässer tragen hierdurch eine Art „Sozialzuschlag“, sie sind jedoch zugleich für den gesamten Weinhandel ein Grobindikator zur Qualität eines Jahrgangs der Burgunder-Weine: Wenn in Beaune hohe Preise bei der Hospiz-Auktion erzielt werden, so wird der gesamte Burgunderwein-Jahrgang teuer. Denn im Vorfeld finden aus den Fässern umfangreiche Verkostungen statt, und aus allen Regionen Frankreichs finden sich die Fachleute ein, den neuen Jahrgang zu bewerten.

Dem Hospiz gehören Lagen in den feinsten Gemarkungen der umliegenden Côte-d’Or. Zum Besitz gehören viele Premier Cru-Lagen und auch einige Grand Cru-Lagen. Die Weine tragen die Namen der jeweiligen Stifter. Besonders bekannt sind die Cuvées „Nicolas Rolin“ und „Guigone de Salins“, jeweils Beaune Premier Cru und Corton „Docteur Peste“. Stiftungen jüngeren Datums sind der Mazis-Chambertin „Cuvée Madeleine Collignon“ und der Clos de la Roche „Cuvée Georges Kriter“. Es wurden zum Teil Auktionspreise bis zu 40.000 Euro für ein Pièce, das ist ein Holzfässchen mit ca. 228 Liter, erzielt, umgerechnet ein Einzelflaschen-Preis von über 250 Euro.

Im Museumsshop werden auch einzelne Flaschen Wein gekauft – für knapp 300 Euro pro Flasche kann man das gute Tröpfchen mit nach Hause nehmen.

Tarte aux mirabelles – Mirabellen Tarte nach einem Rezept aus der Lorraine

20. August 2017

Mirabellen Tarte nach einem Rezept aus der Lorraine


Auf dem Markt gibt es wieder frische Mirabellen!
Vergangenes Jahr waren der Markgräfler und die Markgräflerin im Urlaub eine Woche lang in Lothringen – der Lorraine unterwegs und haben dort das „Maison de la Mirabelle” in Rozelieures besucht.
Zu Anfang der Besichtigung wird ein Film über den Anbau und die Verarbeitung der Mirabellen gezeigt, in dem auch von der berühmten Mirabellen Tarte der Lorraine erzählt wird.
Das Rezept, das man vor Ort nur auf einer bedruckten Schürze käuflich erwerben kann ist dabei recht dürftig gehalten, da hätte ich mir doch eher eine schöne Postkarte mit genauerern Angaben gewünscht:



Man nehme einen Mürbeteig, belege ihn mit ganzen, aber entsteinten Mirabellen, bestreue diese mit Vanillezucker und backe die Tarte im Ofen.
Im Film beträufelt die Bäckerin des Hauses die Tarte noch mit Mirabellenschnaps, bevor sie gebacken wird.

Choisissez une pâte brisée et disposez 1,5 kg de mirabelles entières mais dénoyautées sur le fond de la tarte. Placez le côté bombé sur la pâte pâte pur éviter au jus de la détremper. Saupoudres d’un peu de sucre vanillé et faites cuire au four 25 minutes à four chaud (th7).
Servez tiède ou frais.

Übersetzung:
Nehmen sie einen Mürbeteig und belegen Sie diesen mit 1,5 kg ganzen, entsteinten Mirabellen. Legen Sie die gerundete Seite nach oben, um zu vermeiden, dass der Saft austritt. Mit etwas Vanillezucker bestreuen und 25 Minuten in einem heißen Ofen backen (th7).
Warm oder kalt servieren

Aha.
Im Internet habe ich dann beim Tourismusverband der Lorraine/Departement Meuse folgendes Rezept gefunden und nachgebacken, aber wie das Maison de la Mirabelle mit Mirabellengeist, den wir von dort mitgebracht haben, beträufelt.



Voici sans doute le premier dessert que nous allons réaliser avec nos mirabelles

Recette de la tarte à la mirabelle

La tarte aux mirabelles…

Pour 6 à 8 personnes
Préparation : 10 minutes
Cuisson : 30 minutes
Ingrédients

-700 g de Mirabelles de Lorraine
-250 g de farine
-125 g de beurre (Préférez le beurre salé pour plus de saveur !)
-1 jaune d’œuf
-65 g de sucre
-3 cl d’eau
-1 pincée de sel
-quelques biscuits

maison de la mirabelle rozelieures lorraine

Préparation

La pâte :

-Dans un saladier, mélanger le beurre et la farine. Malaxer, puis ajouter le jaune d’œuf, la pincée de sel ainsi que le sucre. Mélanger à nouveau tout en ajoutant l’eau jusqu’à la formation d’une boule homogène.

-Laisser reposer une heure au réfrigérateur.

La garniture :

-Préchauffer le four à 180°C.

-Étaler la pâte puis garnir le plat à tarte préalablement beurré ou fariné. Emiettez ensuite les biscuits sur le fond de tarte pour que le jus des mirabelles soit bien absorbé.

– Dénoyauter les mirabelles en les coupant en deux. Puis disposer les fruits sur le fond de tarte à votre guise. Pour reproduire le dressage en photo ci-dessus, disposer les debout en partant du bord puis vers le milieu, en les serrant le plus possible.

– Enfourner pendant 30 à 35 minutes. Démouler immédiatement.



Mirabellen Tarte


Zutaten
Für 6 bis 8 Personen
(eine Tarte-Form 26-28 cm ∅)

• 700 g Mirabellen (aus der Lorraine – oder dem Markgräflerland…)
• 250 g Mehl
• 125 g Butter (am besten gesalzene Butter/demi-sel)
• 1 Eigelb
• 65 g Zucker
• 3 cl kaltes Wasser
• 1 Prise Salz
• einige zerbröselte Löffelbiskuits
• Bourbon Vanillezucker (Zucker mit gemahlener Vanille gemischt)
• 1 Schnapsglas Mirabellenschnaps

Rezept des Maison de la Mirabelle in Rozelieures, Lorraine

Zubereitung

Teig

In einer Schüssel Butter (in kleinen Stücken)  und Mehl vermischen.
Eigelb, eine Prise Salz und Zucker hinzufügen, mischen.
Entweder von Hand oder mit der Küchenmaschine zerkrümeln und nach und nach das Wasser hinzufügen. Dann zu einer Kugel formen.
Den Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Für den Belag die Mirabellen waschen und entsteinen. (Ich habe dafür einen Kirschenentsteiner verwendet. Man kann die Mirabellen hierzu aber auch mit einem Messer halbieren.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Tarteform mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben.
Den Teig ausrollen und die Tarteform damit auskleiden und mit zerbröselten Löffelbiskuits bestreuen.

Die Mirabellen auf dem Teigboden verteilen und nach Belieben mit Vanillezucker besteuen und mit Mirabellenschnaps beträufeln.

Die Tarte 30 bis 35 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen.


 

 


Mirabelle tart

ingredients
For 6 to 8 people
(A tart tin 26-28 cm ∅)

700 g Mirabelles (from Lorraine)
250 g flour
125 g butter (use salted butter for the best flavour / demi-sel)
1 egg yolk
65 g sugar
3 cl of cold water
1 pinch of salt
some crumbled sponge biscuits
Bourbon vanilla sugar (sugar mixed with ground vanilla pods)
1 shot glass of mirabelle schnapps

Recipe of the Maison de la Mirabelle in Rozelieures, Lorraine

preparation

pastry

In a bowl, mix butter (in small pieces) and flour. Add egg yolk, a pinch of salt and sugar.
Crumble the ingredients, either by hand or with the food processor and gradually add the water. Then form the dough into a ball.
Let rest in the refrigerator for an hour.

For the topping, wash and stone the Mirabelles. (I used a cherry pitter for this, but you can also halve the mirabelles with a knife to do it.)

Preheat the oven to 180 °C = 356 °F. Butter the tart tin and dust with flour.
Roll out the dough and line the tart with it. Then sprinkle with crumbled sponge biscuits.

Spread the mirabelles on the pastry and sprinkle with vanilla sugar as desired and drizzle with mirabelle schnapps.

Bake the tart for 30 to 35 minutes. Allow to cool briefly, then remove from the mould.

Aus Omas Kochbuch: Eingemachtes Kalbfleisch („Kalbsfrikassee”)

7. Februar 2017

eingemachtes-kalbfleisch-1


Als ich neulich ein Kalbsfrikassee kochen wollte, hatte ich vergessen, Champignons zu kaufen, die man für die klassische Zubereitungsart nach dem berühmten Paul Bocuse braucht.

Auf der Suche nach einem Rezept ohne Pilze habe ich in einem alten badischen Kochbuch ein Rezept für „Eingemachtes Kalbfleisch” gefunden.
Stimmt, dachte ich, das kenne ich noch von früher so – eines der Gerichte, das ich als Kind immer gerne hatte.

Und als wir im vergangenen Oktober in Lyon waren, haben wir in einem Bouchon „Blanquette de veau” gegessen – ebenfalls ein Kalbfleischragout mit heller Sauce, was ähnlich aussah – dort war allerdings Speck mit in der Sauce, dazu gab es Reis und Karottenpüree.


lyon-wochenende-vieux-lyon-bouchons-65Blanquette de veau – in einem Bouchon in Lyon


Für das Kalbsfrikassee aus dem alten badischen Kochbuch gibt es zweierlei Zubereitungsarten – bei der ersten gart man 1 Kilo Kalbsbrust am Stück und verwendet dann die Kochbrühe zur Herstellung der Sauce. Bei der zweiten Zubereitungsart schneidet man das Fleisch in Stücke, blanchiert dies zuerst in kochendem Wasser und dünstet die gesalzenen Fleischstücke dann in Butter an und füllt mit Wasser oder Fleischbrühe auf.
Ich habe mich für erstere Variante entschieden und zur Brühe mit Zwiebel zusätzlich Gemüse – Karotten, Lauch und Sellerie – zugefügt und die Karotten später in Stücke geschnitten und zum Ragout gegeben. Dazu gab es Reis.

Die Zubereitung nach Paul Bocuse möchte ich euch aber auch nicht vorenthalten, deshalb findet ihr untenstehend auch sein Rezept…


eingemachtes-kalbfleisch-2


Eingemachtes Kalbfleisch (Kalbsfrikassee)


Zutaten
(für 4 Personen)

• 1 kg Kalbsbrust (oder Bug)
• 3 Liter Wasser
• Salz
• 1 kleine Zwiebel
• 2 Nelken
• 1 Lorbeerblatt
• 1 kleines Stück Bio Zitronenschale
• 2-3 Karotten
• 1 kleine Lauchstange
• 1 kleines Stück Sellerie
• 1 Sträußchen Petersilie

Für die Sauce
• 50 g Butter
• 80 g Mehl
• 1 Liter Kochhbrühe
• 3-4 Esslöffel trockener Weißwein
• ½ Esslöffel Essig
• 1 Eigelb

• gehackte Petersilie

Zubereitung

In einem großen Topf 3 Liter Wasser mit Salz zum Kochen bringen.
Kalbsbrust kalt abwaschen, dann in das kochende Wasser geben.
Zwiebel schälen und das Lorbeerblatt mit den Nelken daran feststecken und zum Fleisch geben.
Karotten waschen, schälen. Lauch waschen, putzen und in drei Stücke schneiden. Sellerie waschen.
Das Gemüse mit einem Zweig Petersile ebenfalls zum Fleisch geben.
Deckel auflegen und 1 Stunde kochen. Das Fleisch und Karotten aus dem Topf nehmen, etwas abkühlen lassen, dann in mundgerechte Stücke schneiden.
Die Brühe abseihen und davon einen Liter abmessen. Restliche Brühe kann im Kühlschrank aufbewahrt und für eine Suppe verwendet werden.

Die Butter in einem Topf zerlassen, Mehl hinzugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Bei geringer Hitze andünsten, dann unter ständigem Rühren nach und nach die Brühe angießen.
Unter ständigem Rühren aufkochen, dann die Fleischstücke dazugeben und etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce sämig ist. Die Karotten hinzugeben.
Mit Wein und Essig würzen und vom Herd nehmen. Eigelb verquirlen und unterziehen.

Mit Reis anrichten und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.


lyon-wochenende-vieux-lyon-bouchons-12


 Kalbsfrikassee nach Paul Bocuse


Zutaten
(für 4 Personen)

• 300 g Kalbsbrust
• 300 g Kalbsschulter
• 300 g Kalbshals oder Brustspitz
• Meersalz
• Pfeffer aus der Mühle
• 60 g Butter
• 2-3 Karotten
• 4 kleine Zwiebeln
• 1 Stück Bleichsellerie
• 1 Zweig Thymian
• einige Zweige Petersilie
• 1 Knoblauchzehe
• 1-2 Nelken
• 1 Esslöffel Mehl
• ¼ Liter Weißwein
• ¼-½ Liter Wasser
• 300 g frische Champignons
• 2 Eigelb
• 1 Tasse Crème fraîche
• 2 – 3 Esslöffel gehackte Petersilie

Zubereitung
Das Fleisch in grobe Stücke schneiden, salzen, pfeffern und in der Butter anbraten.
Die geputzten, in Stücke geschnittenen Karotten, die geschälten Zwiebeln und die Gewürze dazugeben und kurz mitdünsten.
Mit dem Mehl bestäuben, mit dem Weißwein ablöschen und mit dem Wasser auffüllen.
Aufkochen lassen, abschäumen, den Topf nicht abdecken und bei mittlerer Hitze 1 Stunde schmoren lassen.
Das Fleisch und das Gemüse herausnehmen und in einen anderen Topf geben, die Sauce durch ein Sieb dazu passieren und die geputzen Champignons unterrühren, nochmals 5 Minuten kochen lassen.
Das Frikassee nochmals pfeffern und vom Feuer nehmen.
Das Eigelb mit der Crème fraîche verrühren und unter das Ragout ziehen.
Anrichten und mit der Petersilie bestreut servieren.


Veal stew (fricassee)

Ingredients
(for 4 people)

1 kg calf’s breast (or bow)
3 litres of water
salt
1 small onion
2 cloves
1 bay leaf
1 small piece of organic lemon peel
2-3 carrots
1 small leeks
1 small piece of celery
1 bouquet of parsley

For the sauce
50 g of butter
80 g flour
1 litre veal broth
3-4 tablespoons of dry white wine
½ tablespoon vinegar
1 egg yolk

Chopped parsley

Preparation

In a large saucepan, bring 3 litres of water to the boil.
Wash the veal with cold water, then give into a pot with boiling salted water.
Peel onion and stick the bay leaf with the cloves to it, then add to the pot.
Wash carrots, peel. Washand clean leek and cut into three pieces. Wash the celery and cut into pieces.
Add the vegetables and a sprig of parsley to the meat.
Cover and cook for 1 hour. Remove the meat and carrots from the pot, allow to cool slightly, then cut into bite-sized pieces.
Strain the stock and measure one litre. Any remaining broth can be stored in the refrigerator and used for the preparation of soup.

Melt butter in a pan, add flour and mix with a whisk. Stir over low heat, then gradually add the broth while stirring constantly.
Bring to the boil while stirring, then add the pieces of meat and simmer for about 5 minutes until the sauce is smooth. Add the carrots.
Season with wine and vinegar and remove from heat. Mix in the egg yolk.

Serve with rice and sprinkle with chopped parsley.

Diffrent way of preparation:

Veal fricassee
according to Paul Bocuse

Ingredients
(for 4 people)

300 g calf’s breast
300 g of calf’s shoulder
300 g of calf’s neck or breastspun
sea-salt
pepper from the grinder
60 g of butter
2-3 carrots
4 small onions
1 piece of celery
1 branch of thyme
Some twigs of parsley
1 clove of garlic
1-2 cloves
1 tablespoon flour
¼ litre of white wine
¼-½ litre of water
300 g fresh mushrooms
2 egg yolks
1 cup crème fraîche (150 – 200g)
2 – 3 tablespoons chopped parsley

Preparation
Cut the veal into coarse pieces, salt, pepper and fry in melted butter.
Add peeled and chopped carrots, onions and the spices, and sauté briefly.
Sprinkle with flour, mix with white wine and top up with the water.
Bring to the boil, skim. Do not cover the saucepan and cook over medium heat for 1 hour.
Remove the meat and the vegetables and place in another pot, pass the sauce through a sieve and stir in the cleaned mushrooms, cook again for 5 minutes.
Pepper fricassee again and remove from the heat.
Stir in egg yolk and crème fraîche. Serve sprinklerd with chopped parsley.

Coq au vin – wie von Paul Bocuse, aber aus dem „Römertopf”

29. Januar 2017

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Wo wir gerade beim „Jahr des Hahns” waren – eines unserer Weihnachtsmenüs 2016 war der französische Klassiker „Coq au vin” und zwar nach einem Rezept von Paul Bocuse – nur fast, weil ich keinen Topf habe, der groß genug wäre, eine stattliches Huhn von 1,8 kg darin unterzubringen.

Also habe ich kurzerhand den Römertopf aus dem Küchenregal geholt und das Rezept ein kleines bisschen abgewandelt…
Als Beilage gab es  selbstgemachten Kartoffelbrei.



Coq au vin


Zutaten
(für 4 Personen)

• 1 Bresse-Huhn ca. 1800 g
• Meersalz
• Pfeffer aus der Mühle
• 60 g Butter
• 100 g magerer Speck
• 1 kleine Stange Lauch
• 1 Bund Frühlingszwiebeln
• 2 Karotten
• 2-3 Knoblauchzehen
• einige Zweige Petersilie
• 1 Zweig Thymian
• 1 Zweig Staudensellerie
• 1 kleines Lorbeerblatt
• 1 Flasche Rotwein
• 150 g frische Champignons
• 80-100 g Geflügelleber
• 2 Esslöffel Mehl
• 1 kleines Glas Cognac
• 2-3 Esslöffel gehackte Petersilie

Zubereitung
Den „Römertopf”/Tontopf 10 Minuten wässern.

Das küchenfertige Huhn in Stücke zerteilen.Mit Salz und Pfeffer würzen und mit der Butter in einer Pfanne goldgelb braten.

Den Speck kleinwürfeln, zum Geflügelfleisch geben und mitbraten.
Aus der Pfanne nehmen und in den gewässerten „Römertopf” geben.
Die Pfanne für die Zubereitung der Soße beiseite stellen.

Den Lauch, die Frühlingszwiebeln, Staudensellerie und die Karotten putzen, in dickere längliche Stücke schneiden.Mit dem gehackten Knoblauch und den Gewürzen zum Fleisch geben und mit dem Rotwein auffüllen.
Den Deckel auflegen und in den kalten Backofen stellen.

Bei 200 °C ca. 1 Stunde garen, dann 10 Minuten bei geöffnetem Deckel im Ofen stehenlassen.

Dann das Fleisch und das Gemüse aus dem Römertopf nehmen, in den Deckel legen und im Ofen warm halten.

Den Bratensaft zusammen mit den geputzten Champignons in die Pfanne geben, die zum Anbraten verwendet wurde.Das ganze aufkochen und einige Minuten köcheln lassen.

Die feingehackte Leber mit Mehl und Cognac verrühren und die Sauce damit binden.

Die Pilze aus der Sauce nehmen und zum Fleisch und Gemüse geben.
Dann die Sauce durch ein Sieb in die passieren und nochmals aufkochen lassen.

Das Fleisch und Gemüse mit Sauce übergießen und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.


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Coq au vin
(prepared in a „Römertopf“/clay pot)

Ingredients
(for 4 servings)
1 Bresse chicken approx. 1800 g
sea-salt
pepper from the grinder
60 g of butter
100 g of lean bacon
1 small leek
1 bunch of spring onions
2 carrots
2-3 cloves of garlic
some twigs of parsley
1 branch of thyme
1 celery
1 small laurel leaf
1 bottle of red wine
150 g fresh mushrooms
80-100 g poultry liver
2 tablespoons flour
1 small glass of cognac
2-3 tablespoons chopped parsley

Preparation
Soak the „Römertopf“/clay pot in water for 10 minutes.
Cut the ready-to-cook chicken into pieces. Season with salt and pepper and fry with the butter in a pan until golden yellow.
Simmer the bacon, add to poultry meat and roast. Remove from the pan and put into the watered clay pot. Set the pan aside for the preparation of the sauce.

Clean leeks, spring onions, celery and carrots, then cut into thick, elongated pieces.

Add vegetables, chopped garlic and spices to the meat and top up with red wine.
Place the lid and place in the cold oven.

Cook for about an hour at 200 ° C, then leave to stand in the oven for 10 minutes with the lid open.

Take the meat and vegetables from the pot, place in the lid and keep warm in the oven.

Give the drippings together with the cleaned mushrooms in the pan, which was used for frying.
Bring to a boil and simmer for a few minutes.

Mix the finely chopped liver with flour and cognac and bind the sauce with it.

Remove the mushrooms from the sauce, add to the meat and vegetables.
Then pass the sauce through a sieve and bring to a boil again.

Pour the sauce over meat and vegetables. To serve sprinkle with chopped parsley and mashed potatoes.

 

Samstagseintopf: Soupe aux Choux

14. Januar 2017

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Aus dem Urlaub in der Lorraine im Sommer vergangenen Jahres habe ich ein Rezept für lothringische Kohlsuppe mitgebracht.
Es ist ja immer noch Saison für allerlei Kohlarten, und deshalb habe ich die Suppe als heutigen Samstagseintopf nachgekocht.


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Speisekarte eines Restaurants in Gerardmer


Bei Frankreich und Kohlsuppe denkt man unwillkürlich auch an die französische Filmkomödie „Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“ – im Originaltitel „La Soupe aux Choux“ zu deutsch Kohlsuppe – mit Louis de Funès aus dem Jahr 1981. Der Film spielt zwar in der Auvergne im Dorf Jaligny-sur-Besbre (Département Allier), aber Kohlsuppe ist eigentlich ein typisches Gericht aus der lothringischen Küche.
Auf unserem Heimweg von unserem Urlaub in der Lorraine haben wir dann auch noch die Kohlsuppe auf einer Speisekarte entdeckt…


Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe

Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe


Soupe aux trois choux


Pour 4 Personnes
1 chou milan
75 g de chou vert
75 g de chou rouge
400 g de pommes de terre
150 g de blanc de poireau
150 g de beurre
60 g de lard fumé
8 tranches de pain de campagne
10 cl de crème fraîche
2 l de fond de volaille

Éplucher et laver tous les légumes.
Préparer la garniture, choux vert et rouge en fines lanières.
Couper le lard en fins bâtonnets, les blanchir, les rafraîchir.
Faire dorer les tranches de pain de campagne dans un peu de beurre.
Faire suer le blanc de poireau, ajouter le chou milan en fines lamelles après l’avoir blanchi.
Mouiller les pommes de terre en quartiers avec le fond de volaille. Cuire 40 min.

Mixer le potage, ajouter la crème, dresser en soupière, saupoudrer avec les choux vert et rouge crus et les bâtonnets de lard.
Servir les croûtons bien chauds et salés à point.

C’est une soupe d’hiver au parfum d’hier ; Les choux vert et rouge crus lui confèrent un croquant très agréable.


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Kohlsuppe aus der Lorraine – mit dreierlei Kohl

Für 4 Personen
• 1 Wirsingkohl
• 75 g Grünkohl (oder Weißkohl)
• 75 g Rotkohl
• 400 g Kartoffeln
• 150 g weiße Teile vom Lauch
• 150 g Butter
• 60 g geräucherter Speck
• 8 Scheiben Bauernbrot
• 100 ml Crème fraîche oder Sahne
• 2 Liter Geflügelbrühe

Zubereitung
Den Wirsing putzen, waschen und in dünne Streifen schneiden. Kurz in kochendes Wasser geben, dann mit einem Schaumlöffel herausheben und in Eiswasser blanchieren.
Grünkohl und Rotkohl für die Garnitur in dünnen Streifen schneiden.
Die Kartoffeln schälen, waschen und vierteln. Lauch putzen, waschen und kleinschneiden.
Den Speck in dünne Steifen schneiden, in einer Pfanne das Fett auslassen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Die Brotscheiben in etwas Butter rösten.

In einem großen Topf die restliche Butter zerlassen, den Lauch darin glasig dünsten. Dann den gut abgetropften Wirsingkohl dazugeben und mit andünsten.

Die Kartoffeln dazugeben und Geflügelbrühe angießen. 40 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe pürieren, Crème fraîche oder Sahne untermischen. In vorgewärmte Suppenschüsseln oder Teller geben, mit grünen und roten Kohl und Speck-Streifen bestreuen.
Dazu die mit etwas Salz bestreuten gerösteten Brotscheiben servieren.

Es ist eine Winter-Suppe mit dem Geschmack der an früher erinnert; Die rohen grünen und roten Kohlstreifen geben der Suppe einen wunderbaren Biss.


Three Cabbage Soup
(Lorraine, France)

For 4 people
1 milan cabbage
75 g green cabbage
75 g red cabbage
400 g potatoes
150 g leek whites
150 g butter
60 g smoked bacon
8 slices of country bread
10 cl of crème fraîche or cream
2 l of poultry stock


Cut milan cabbage into thin strips, blanch (put in boiling water for a few minutes, lift out with a slotted spoon and plunge into iced water).
Prepare the garnish – cut green and red cabbage into thin strips.
Peel and wash potatoes then cut into quarters. Clean and wash leek whites, then cut into rounds.

Cut the bacon into thin sticks, fry in a pan, then let cool.
Brown country bread slices in a little butter.
Heat the remaining butter in a large pot and fry the leek whites in it until glassy. Then add the drained milan cabbage.

Add potatoes and fill with chicken stock. Cook for 40 minutes.

Puree the soup, add the cream. To serve fill in warmed soup bowls or soup plates. Sprinkle with the green and red cabbage and the bacon sticks.
Serve with toasted bread slices, which are sprikled with salt to taste.

It is a winter soup with the perfume of yesterday; The raw green and red cabbage gives it a very pleasant crunch.

Samstagseintopf: Kürbissuppe nach Paul Bocuse

7. Januar 2017

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Heute gibt es endlich mal wieder einen Samstagseintopf!

Vom vergangenen Herbst hatte ich noch einen kleinen Muskatkürbis eingelagert, der jetzt unbedingt verarbeitet werden musste, bevor er noch matschig und unbrauchbar wird.
Den Kürbis hatte ich an einem sonnigen Oktobertag auf dem Hof der Familie Scheidereiter geholt.


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Ein „kleiner” Muskatkürbis bringt doch so ein paar Kilos auf die Waage – ich habe das übrige Fruchtfleisch (geschält, und von Kernen und Fasern befreit) in Würfel geschnitten und in Portionen von 500 Gramm in Gefrierbeutel gepackt und eingefroren. So hält sich der Kürbis etwa 10-12 Monate….
Das Rezept habe ich aus einem Kochbüchlein von Paul Bocuse Die reichhaltige Suppe ist wunderbar cremig und wärmt an kalten Wintertagen, wie wir sie derzeit haben.


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Muskatkürbis Suppe nach Paul Bocuse


Zutaten
(für 4 Personen)

• 2 kleine Stangen Lauch
• 60 g Butter
• 500 g Kürbisfleisch (Muskatkürbis)
• 300 g mehligkochende Kartoffeln
• ¼ Liter = 250 ml Milch
• ¼ Liter = 250 ml Wasser
• Meersalz
• Pfeffer aus der Mühle
• 1 Tasse Crème fraîche (150-200g)

Zubereitung
Den Lauch putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden.  Die Kartoffeln schälen.
In einem großen, hohen Topf die Butter erhitzen und den Lauch darin glasig dünsten.
Das Kürbisfleisch und die geschälten Kartoffeln in kleine Würfel schneiden und zum Lauch geben.
Mit Milch und Wasser auffüllen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Bei mittlerer Hitze 30 Minuten kochen lassen.
Die Suppe mit einem Schneebesen oder Handmixer grob pürieren. Die Crème fraîche unterziehen und heiß servieren.


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Pumpkin soup
(according to Paul Bocuse)

ingredients
(for 4 people)

2 small leeks
60 g butter
500 g pumpkin (Muscat)
300 g floury potatoes
¼ litre = 250 ml milk
¼ litre = 250 ml water
sea-salt
pepper from the grinder
1 cup of crème fraîche (150-200g)

Preparation
Clean the leeks, wash and cut into thin rings. Peel the potatoes.
Heat the butter in a large, high pot and fry the leeks until glassy.
Cut the pumpkin flesh and the peeled potatoes into small cubes and add to the leeks.
Fill with milk and water, season with salt and pepper.
Cook over medium heat for 30 minutes.
Puree the soup with a whisk or a hand blender. Stir in crème fraîche and serve hot.


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Zierkürbisse auf dem Hof der Familie Scheidereiter, Siedlung im Stein, Neuenburg am Rhein


Hier sind noch ein paar Kürbisbilder, die ich auf dem Hof der Familie Scheidereiter gemacht habe (genauere Beschreibung und Verwendung der verschiedenen Kürbissorten)- here are some photos of the place where I got the pumpkin from last autumn.


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Sightseeing in Lyon

21. Dezember 2016
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Hotel de Ville, Lyon


Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, sind wir am Montagvormittag auf Sightseeing Tour gegangen.
Eigentlich wollten wir mit einem kleinen Touristen-Express eine Stadttour machen und warteten vergebens vor der Oper bzw. hinter dem Rathaus von Lyon.
Wir waren nicht die einzigen…. Dann haben wir uns halt doch zu Fuß, mit Metro und Tram fortbewegt, um noch ein paar Sehenswürdigkeiten zu besuchen.



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Dieser Brunnen (Fontaine Bartholdi) auf dem Rathausplatz  (Place des Terreaux) wird derzeit leider renoviert….
Gegenüber liegt das Musée des Beaux Arts – Das Museum der schönsten Künste, das in Frankreich unmittelbar hinter dem Louvre in Paris rangiert.
Es ist in einem ehemaligen Benediktinerkloster aus dem 17. Jahrhundert, dem Palais St-Pierre untergebracht.


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Street-Food Speisekarten Kunst



Typisch täuschende Wandmalereien in Lyon
– trompe d’oeil


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Wir sind nochmal über die Saône ins Vieux Lyon gegangen, um dort Mittag zu essen.
Fortsetzung folgt…


... Bonjour Alsace

Die Regio erleben und genießen

Ti Saluto Ticino

Die Regio erleben und genießen

Ricette dalla cucina di uno Sbirro

Die Regio erleben und genießen

Lebensart im Markgräflerland

Die Regio erleben und genießen

www.zimtkringel.org Blog Feed

Die Regio erleben und genießen

Emma Bee

...ein bisschen Liebe sichtbar gemacht

USA kulinarisch

Die Regio erleben und genießen

was gibts denn heute?

unkomplizierte,frische küche

Flavoured with Love

Mediterrane Grill- und Genussrezepte

Schnippelboy

Ein Tagebuch unserer Alltagsküche-Leicht nachkochbar

Friede Freude & Eierkuchen

Ein kulinarischer Reiseblog aus Katalonien

Garten - Träume und Räume

Zeitreise durch unser Gartenjahr

rwarna's Blog

Hausgemacht, frisch, authentisch, ehrlich und einfach

Friesi kocht, backt & schnackt

vegetarisch - vegan - saisonal - regional

traeumerleswelt

mit offenen Augen durch die Natur...

Food for Angels and Devils

Höllisch scharf oder himmlisch süß: Eine kulinarische Verführung

Schnin's Kitchen

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Neues aus dem Markgräflerland

Alexander Anlicker - freier Journalist

sonjas Perspektive

meine Art zu sehen

Gourmande Abroad

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