Mit ‘Brot’ getaggte Artikel

150 Jahre Brot

21. April 2013

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Gestern waren wir zu einem Lehrgang im Kurhaus in Freiamt unterwegs. Ein Lehrgang der DLRG, der ausser Kaffee und Kuchen in den Pausen nichts mit Essen, sondern mit Schwimmen und Rettungsschwimmen zu tun hatte…. Also eigentlich hier im Blog nicht erwähnenswert. Aber wie es der Zufall will, waren die Emmendinger Bäcker im Foyer des Kurhauses gerade damit beschäftigt, essbare Schaustücke zum 150-jährigen Bestehen der Bäckerinnung aufzubauen. Und rein zufällig hatte ich meine uralte kleine Nikon Coolpix 5900 mit dabei ;-)
Ich war nicht mehr zu halten und habe wild drauflos geknipst.

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Die Dekoration sieht aus wie Salzteig – und man vermutet, dass diese nicht zum Verzehr bestimmt ist – aber falsch gedacht. Einer der anwesenden Bäcker erklärte mir, dass es sich um einen formbaren Spezialteig handelt, von der Beschaffenheit ähnlich wie Marzipan (natürlich ein Geheimrezept, wie er mir versicherte!)

Ausgestellt wurden auch historische Gerätschaften, wie z. B. dieser Teigportionierer:

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Eine Eismaschine:

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Oder Fahrräder, mit denen früher das Brot ausgeliefert wurde:

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Verschiedene Brot- und Brötchensorten:

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Ein Glücksschweinchen-Brot:

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Ein Schmetterling:

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Hochzeitsbrot in Herzform:

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Krokodil mit Fisch im Maul:

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Sonne:

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(See-) Stern:

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Altes Model:

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Bäcker:

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Scharwaie – mediterran belegt

14. April 2013

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Gestern war Gartenarbeit angesagt. Da hat man natürlich keine Zeit für’s Kochen. Morgens war es noch windig, aber am Nachmittag hat weitgehend die Sonnne geschienen, bei 18 Grad. Morgens waren wir kurz in der Stadt – auf dem Markt. Bei einem unserer Lieblingsbäcker – der übrigens vom Feinschmecker Magazin als einer der besten Deutschlands gekürt wurde – haben wir eine Scharwaie besorgt. Wir haben gerade noch die letzte bekommen.

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Die Scharwaie ist typisch für das Markgräflerland. Früher hat man dieses flache Brot aus Teigresten zusammengekratzt (gescharrt) und gebacken. Man erkennt das Brot am Rautenmuster und dem aufgestreuten Salz. Im Sommer passt sie sehr gut zum Gegrillten, meist isst man Sie einfach so und trinkt ein Gläschen Wein dazu.

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Hier ist das Rezept für 2 kleine oder eine große Waie.

1 kg helles Dinkelmehl, Type 630
1 Würfel Hefe
Salz

ca. 650-750 ml lauwarmes Wasser

Olivenöl und grobes Meersalz

Aus Hefe, Mehl, Salz und Wasser einen Brotteig zubereiten. Gehen lassen. Nochmals kurz durchkneten, zwei flache, ovale Brote formen, auf der Oberseite rautenförmig einschneiden, mit etwas Olivenöl bestreichen und mit grobem Salz bestreuen. Wer möchte, kann zusätzlich  etwas Kümmelsamen aufstreuen.

Backen: ca. 30 Minuten bei 175 °C

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Für die belegte Scharwaie schneidet man sie in Viertel und schneidet diese dann auf . Hinten nicht ganz durchschneiden, das hält das Brot etwas zusammen. Dann haben wir mit Parmaschinken, Mozzarella di Buffala und Tomatenscheiben (mit Pfeffer oder frischem Basilikum würzen – auf’s Salz kann verzichtet werden) auf das Brot legen. Dann noch Salatblätter dazu und fertig ist die mediterrrane Scharwaie.
Noch besser passt zu dieser Kombination Rucola.

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Mmmh – so lässt es sich gut im Garten arbeiten.

Abendessen ist fertig! Creamed Mushrooms – Champignon Toast

20. März 2013

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Die frischen, braunen Champignons musste ich beim Einkaufen einfach mitnehmen. Kennt ihr das – es gibt zum Fleisch eine Sauce mit viel Pilzen und man könnte sich nur davon sattessen?!

Genau – für euch ist dieses Rezept gedacht. Mit Speck, Frühlingszwiebeln, Weißwein und mit Crème double verfeinert (oder Sauerrahm, Crème fraîche, Schmand, Sahne) … superlecker.
Das ganze wird einfach auf einer getoasteten Brotscheibe verteilt. (Ausserdem noch genügend Brot zum Tunken und Sauce aufsaugen bereit legen…) Einfach himmlisch.

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Die Champignons mit einer Pilzbürste von Erdresten befreien und gründlich säubern. Dann in Scheiben schneiden. Reichlich Frühlingszwiebeln in Röllchen, etwas Speck in kleine Würfelchen schneiden. Speck mit etwas Butter in einer Pfanne andünsten.

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Dann Pilze und Frühlingszwiebel-Röllchen dazugeben, mitdünsten. Wer mag, kann die Pilze mit etwas Mehl bestäuben, das macht die Sauce etwas sämiger.

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Dann mit etwas Weißwein (Gutedel) ablöschen und einreduzieren lassen. Zum Schluss frisch gehackte Kräuter (z. B. Petersilie, Schnittlauch) dazugeben, mit Crème double verfeinern. Gewürzt wird mit wenig Salz und nach Belieben Pfeffer. Auf getoasteten Brotscheiben verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen. Sofort genießen!

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Ach ja - Schweizer Rösti, Spätzle/Knöpfle oder andere Teigwaren passen auch hervorragend zu den Pilzen!

Backen mit Pizzastein: Kartoffel-Milchbrötchen

10. März 2013
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Für ein perfektes Sonntagsfrühstück: Knusprige Kartoffel-Milchbrötchen, auf dem Pizzastein gebacken

Auf einem Kalenderblatt eines Küchengeräte-Herstellers habe ich dieses fantastische Rezept gefunden. Ich habe noch keinen supermodernen Backofen, bei dem man sogar Wasserdampf-Stöße abgeben kann, damit Brot und Brötchen aussen schön knusprig werden. Dafür habe ich aber schon seit längerer Zeit einen Pizzastein, mit dem Pizza, Flammkuchen, Brot und Brötchen hervorragend gelingen. Wie aus dem Steinofen eben… Man legt den Pizzastein inden kalten Backofen auf die unterste Schiene und heizt dann 45-60 Minuten auf höchster Stufe auf .

Mein Backofen hat eine Pizzaback-Funktion, Umluft bzw. Heißluft mit Unterboden-Hitze. Volle Kanne aufdrehen heißt hierbei 250 °C. Nach etwa 40 Minuten stellt man ein mit Wasser gefülltes Backblech (ich nehme eine Waie bzw. Tarte-Form) auf den Boden des Backofens für den notwendigen Wasserdampf. Dann reduziert man die Hitze ein wenig. Können Unter- und Oberhitze getrennt geschaltet werden, schaltet man die Oberhitze aus.

Ich hatte aus meinem Weihnachts-Geschenkkorb Pulver für Kartoffelpüree – das ich ja, wie fleissigen Lesern bekannt sein würde, nur in Notfällen verwenden würde. Mein Kartoffel-Pü mache ich immer selbst! In dem Rezept stand, dass man statt der frisch gekochten Kartoffeln auch Kartoffelpüree-Pulver nehmen könnte, man müsste nur die Flüssigkeitsmenge erhöhen…
Statt dem Weizenmehl aus dem Rezept habe ich helles Dinkelmehl verwendet.

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Kartoffel-Milchbrötchen

(150 g Kartoffeln) oder ca. 40 g Kartoffelpüree-Pulver
400 g Dinkelmehl Type 630
1 1/2 Teelöffel Salz
2 Päckchen Trockenhefe
(200 ml Vollmilch) 350 ml Vollmilch
2 Esslöffel Butter
etwas Pizza- oder Pastamehl mit Hartweizengrieß zum Ausformen

1. Bei Verwendung von rohen Kartoffeln diese schälen, vierteln und in einem Topf in Wasser weich kochen. Abgießen, mit einer Gabel zerdrücken und abkühlen lassen.

2. Mehl, Salz und Trockenhefe mischen. Bei Verwendung von Kartoffelpüree-Pulver dieses ebenfalls untermischen.

3. Die Milch mit der Butter in einem Topf leicht erwärmen. (Nicht zu heiß werden lassen!). Dann nach und nach zum Mehl geben und zu einem Teig verkneten. Der Teig kann noch leicht klebrig sein. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten aufgehen lassen. In dieser Zeit den Pizzastein im Ofen aufheizen.

4. Die Teigkugel in 8 Portionen teilen. Mit bemehlten Händen die Teigteile zu Brötchen formen, dabei darauf achten, dass die Oberseite möglichst faltig ist. Falss nötig, dazu die Brötchenoberseite in etwas Mehl tauchen und den teig nach oben etwas auszupfen. Den Holzschieber mit Pastamehl bestreuen, die Brötchen darauf legen und mit Hilfe des Bretts auf den Pizzastein schieben. (Vorsicht, heiss!)

5. Die Hitze auf 210 °C reduzieren, die Brötchen ca. 20 -25 Minuten goldgelb backen.

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Abkühlen lassen, aufschneiden und nach Wahl belegen.

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Ganz frisch schmecken sie am besten nur mit Butter bestrichen:

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Zum Frühstück mit Marmelade, Honig oder als Vesper mit Käse, Salami und Essiggurke:

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Chässchnitte – oder: Ofenaufstrich selbstgemacht!

27. Februar 2013

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Neulich, beim Durchsehen der meist gelesenen Artikel des Jahres auf Paperblog fiel mir ein Artikel über einen fertigen Ofenaufstrich eines bekannten (Schmelz-)Käse-Herstellers auf …. einer der meist gelesenen Blogposts unter Essen&Trinken! Aber Hallo – habt ihr den alle die altbewährten Chässchnitten (Käseschnitten) vergessen?

Der Aufstrich für diese Chässchnitten ist eigentlich superschnell gemacht. Mit Salat eine vollwertige Mahlzeit oder ein feines Abendessen. Ich habe mir den Ofenaufstrich im Laden noch nicht angeschaut, aber wahrscheinlich ist das auch besser so. Vermutlich sind ganz leckere Schmelzsalze und andere feine Sachen drin…

:-( Danke – Nein!

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Großmutters Kochbuch liefert das Grundrezept ohne unbekannte Zusatzstoffe. Unendlich viele Variationen sind hierbei möglich, z. B. mit Paprikawürfelchen belegt, mit Zwiebel, Speck oder Schinken, Knoblauch, verschiedenen Gewürzen oder Kräutern – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Oder man verwendet mal eine mildere, mal eine rezentere Käsesorte.

Ich habe Vollkorntoast verwendet, selbstverständlich kann man aber auch aufgeschnittene Brötchen, Bauernbrot oder Baguette damit bestreichen, dann sollte man sich aber an die Backzeit ein wenig herantasten…

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Der Aufstrich geht im Ofen schön auf und wird richtig locker. Hier eine traditionelle Chässchnitte, aufgeschnitten, ohne weitere Zutaten

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Für 4 große Chässchnitten braucht man:

4 große Vollkorn Sandwichscheiben
etwas Butter
125 g geriebener Hartkäse (entweder selbst gerieben oder Reibekäse aus dem Kühlfach)
z. B. Emmentaler, Pizzakäse mit Mozzarella, Greyerzer oder eine Mischung
3 Eier
30 g Mehl
Salz
1 Prise Pfeffer, Salz, Muskat

Käse, Eier und Mehl mit etwas Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Muskatnuss würzen, gut vermischen. (Wer mag, kann hier schon individuell würzen, z. B. mit italienischen Kräutern, Knoblauch oder Paprikapulver, Chili, Thymian…), was eben gefällt.

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Ein Backblech mit Backpapier oder Dauerbackfolie belegen. Den Ofen auf 220 °C vorheizen.

Die Sandwichscheiben mit ein wenig Butter bestreichen.

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Dann die Sandwichscheiben mit der gebutterten Seite nach unten aufs Blech legen.

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Mit Hilfe eines Löffels die Käsemasse gleichmäßig auf den Brotscheiben verteilen.

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Nach Belieben mit weiteren Zutaten belegen, wie z. B. hier: mit roten Paprikawürfelchen, aber nicht zu dick – weniger ist hier mehr an Geschmack.

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In der Mitte des Backofens bei 220 °C werden die Chässchnitten dann ca. 12 – 15 Minuten gebacken, bis der Käse goldgelb und leicht aufgegangen ist.

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Möglichst heiss servieren. Gut passt dazu ein feiner Blattsalat, oder Paprika-Gurkensalat mit roter Zwiebel und einem Dressing aus Olivenöl, Provencekräutern, Salz  und Kapuzinerkresse-Blüten-Essig.

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Mmmh – wer braucht jetzt noch die Fertigpampe aus dem Kühlregal???

So schwer ist das nun wirklich nicht – und es schmeckt zudem bestimmt sehr viel besser.

Narrensuppe – mit üppiger Einlage! – und geröstetes Brot mit Rindermark…

7. Februar 2013

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Heute um 11.11 Uhr war es soweit – das lustige Treiben rund um Fasnacht beginnt mit der Stürmung des Rathauses. Bürgermeister werden aus Ihrem Amtssessel gejagt und müssen ihren Schlüssel abgeben – nun sind bis Aschermittwoch die Narren an der Macht. Zeit für eine Narrensuppe und Reime, Gesang und Schabernack. Solch eine kräftige Suppe gibt es dann, bei uns gab es als Vorspeise das Rindermark auf geröstetem Basler Brot.

Die Vorspeise:

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Das Rindermark aus der gekochten Beinscheibe. Dafür das Brot in Scheiben schneiden, in der Pfanne trocken rösten oder im Toaster rösten.
Mit einem Teelöffel das Mark vorsichtig aus dem Knochen lösen, auf das Brot geben, mit frischer Petersilie dekorieren.
Schmeckt sehr würzig!

Die Narrensuppe:

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Die Zutaten für das 2-Gänge Menü:

1 Bund Suppengemüse, bestehend aus:
ein Stück Lauch, 2-3 Karotten, 1 Petersilienwurzel, 1 Stück Sellerie, 1 Zwiebel
2-3 Nelken, 1 Lorbeerblatt
2 Rinder-Beinscheiben (ca. 700-800 g)
ein wenig Olivenöl
Wasser
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
dünne Suppennudeln
gehackte Petersilie

Für die Vorspeise:

geröstete Brotscheiben (Basler Brot oder Bauernbrot)

Maggi zum Servieren

Zuerst das Gemüse vorbereiten. Alles waschen und putzen. Die Karotten schälen und halbieren, Sellerie in kleine Stücke schneiden, Petersilienwurzel schälen, in Stücke schneiden. Lauch besonders gut säubern und in Ringe schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und mit Lorbeerblatt und Nelken bestecken.

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Die Rinderbeinscheiben kalt abspülen, damit evtl. noch vorhandene Knochensplitter entfernt werden. Dann vorsichtig mit Küchenkrepp trocken tupfen. Das Olivenöl in einem großen, hohen Topf (mit Deckel) erhitzen, die Rinderbeinscheiben getrennt von beiden Seiten kräftig darin anbraten.

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Mit Wasser ablöschen, bis die Beinscheiben bedeckt sind, das Suppengemüse und etwas Salz hinzugeben.

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Den Deckel auflegen und 90 Minuten köcheln lassen. Dann die Beinscheiben herausnehmen, das Mark aus den Knochen mit einem Teelöffel lösen und auf geröstetes Brot geben. Mit Petersilie garnieren und heiss essen!

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Das Fleisch vom Knochen lösen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Brühe durch ein Sieb in einen Topf giessen. Das Fleisch hinzugeben und aufkochen lassen. Suppennudeln hinzufügen und ca. 6 Minuten (Hinweis auf der Packung beachten) in der Brühe kochen. Währenddessen nach Belieben die Suppengemüse-Karotten in kleine Würfel schneiden und ganz zum Schluss zur Suppe geben. Mit reichlich frisch geriebener Muskatnuss und etwas Pfeffer würzen, gehackte Petersilie einstreuen und sofort servieren.

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Maggi zum selber Nachwürzen bereitstellen und frisches Bauenbrot dazu reichen.

Mal schnell für zwischendurch – Tamezzini mit Salami, Käse und Salat

25. Januar 2013

Tramezzini

Ein Souvenir aus der Snack-Küche Italiens. Tramezzini – das sind belegte Toastbrotscheiben, die normalerweise quer durchgeschnitten werden, damit sie zum Sandwich werden. In Italien macht man die Tramezzini dann warm, indem man sie in Sandwichtoaster oder Grills legt, die einem riesigen Waffeleisen ähneln.
Aus Italien haben wir uns das spezielle Brot dafür besorgt – pane per tramezzini – und ausserdem Salami vom Markt. Dieses Toastbrot wird sehr dünn, und gleicht nach dieser Prozedur einem Fladenbrot. Ganz gleich ergeht es den belegten Baguette-Broten, die als panini (Verkleinerungsform von pane = panino, Einzahl  oder panini, Mehrzahl) bezeichnet werden, womit in Italien meist die belegten Brötchen gemeint sind. Die warmen sollte man dann caldo (=warm) bestellen. Das Gegenteil davon wäre freddo = kalt.

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Ich habe zu Hause ein Waffeleisen, bei dem man die Eisen bzw. Formen austauschen kann. Für diese Tramezzini, die ich nicht schräg geschnitten habe, habe ich die Formen, die eigentlich zum Grillen bestimmt sind, verwendet. Das Tramezzini Brot sollte mit weicher Butter bestreichen und die gebutterte Seite nach unten legen!!! Das gilt auch für einen Sandwichtoaster, statt das Eisen einzufetten. Die Tramezzini werden dann etwas gebräunt und sind danach super knusprig. Von wegen labbriges Sandwichbrot….

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Dann mit Salami, Aufschnittkäse und ein paar Salatblättern (Eisberg belegen).

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Nach Jahreszeit bzw. nach Belieben können noch Tomatenscheiben darauf gelegt werden.
Die Brotscheibe für den Deckel ebenfalls mit Butter bestreichen, mit der gebutterten Seite auf die Füllung legen.
Sandwichtoaster oder Waffeleisen fest schließen und warten…. Wenn der Toast goldgelb und knusprig ist, ist er fertig. Etwas abkühlen lassen – der Käse wird sehr heiß, wenn Tomaten dabei sind wird das Ganze noch heißer. Ein leckerer Snack…

Und ein paar Bilder aus Venedig hatte ich dann doch noch vergessen. Hier ein Bild mit Blick auf den Mercato di Rialto (mit den roten Vorhängen) und den Kanale Grande. Am letzten Tag unserer Reise hatten wir am Vormittag noch Zeit, uns eine wunderschöne Kunstsammlung anzusehen-im Ca Doro (=Goldhaus) kann man auf die Balkone stehen und den Blick von oben genießen. Hier mit Nebel, das hat etwas Mystisches…

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Innenhof Ca Doro

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Schweizer Hüttenzauber: C H Ä S F O N D U E

24. Januar 2013

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Draussen ist es wieder knackig kalt und Schnee gab’s diese Woche auch schon kräftig. Was in den Skigebieten toll ist, ist für die Berufs-pendelnden Autofahrer wie mich einfach nur lästig. Denn das bedeutet morgens extra früh aufstehen, um rechtzeitig bei der Arbeit zu sein und das macht natürlich überhaupt keinen Spass, wenn es draussen kalt und dunkel ist.
Aber am Wochenende, da kann man das genießen. Nach einem langen Spaziergang in der Winterlandschaft, eingemummelt in dicker Jacke, Schal und Mütze, kommt ein deftiges Käsefondue gerade richtig.
Und ich bestehe darauf – die Schweizer haben’s erfunden!!! Deshalb kommt bei mir auch nur der original Schweizer Käse in den Topf, besser gesagt ins Chaquelon…

Einzige Ausnahme bei der Zubereitung : Statt des Neuenburger Fendant (Weisswein vom Neuenburger See) verwenden wir einen trockenen Markgräfler Gutedel.
Der Wein hat nämlich den gleichen Ursprung – und erfunden oder zu uns mitgebracht haben den die Römer.

Und ihr wisst ja – wer sein Brot im Fondue versenkt wird nach den Spielregeln von Asterix und Obelix anschliessend zur Strafe  im Genfer See versenkt… (Asterix bei den Schweizern)

Heutzutage wird man zum Trinken von Schnaps, nämlich Kirschwasser verdonnert. Wir machen zum Käsefondue immer einen Roibusch oder einen Schwarztee. Das soll gut für die Verdauung des Käses sein. Ein Schnäpschen gibt es dann allenfalls hinterher.

C H Ä S F O N D U E

Zutaten für 2 Personen (pro Person rechnet man 200 g Käse),
für 4 Personen einfach die Menge verdoppeln:

400 g geriebenen oder geraffelten Käse
(2/3 Greyezer, 1/3 Emmentaler)
2 Knoblauchzehen
2 dl (= 200 ml) leichten, eher sauren Weißwein (Fendant)
2 gestrichene Kaffeelöffel Maisstärke (Maizena) oder Kartoffelmehl
1 Gläschen Kirsch
Pfeffer, Muskatnuss und Paprika nach Belieben
Weißbrot (Baguette), in Würfel geschnitten

Die Zubereitung ist ganz einfach:

Das Caquelon mit einer durchgeschnittenen Knoblauchzehe ausreiben und 1 fein gehackte Knoblauchzehe ins Caquelon geben.

Auf den Herd stellen. Käse und Maisstärke (oder Kartoffelmehl) hineingeben, Wein dazugießen und unter stetem Rühren (gelochter Rührlöffel, achtförmig) bei großer Hitze aufkochen.

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Nach Belieben würzen und den Kirsch dazugeben. Nochmals unter Rühren 1-2 Minuten kochen lassen. Fertig!

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Das Fondue auf ein Rechaud in die Tischmitte stellen. Brotwürfel (sehr saugfähig und deshalb besonders gut für Fondue geeignet ist Brot vom Vortag!) auf die Fonduegabel stecken und mit kreisenden Bewegungen im Topf mit Fondue überziehen.

En Guete (Guten Appetit) !

Dazu serviert man Mixed Pickles und trinkt Weißwein. Ich habe auch schon Varianten mit Gemüse ausprobiert, z. B. Blumenkohlröschen kochen, Paprika in Stücke schneiden, oder sogar Staudensellerie – und Champignons kann ich mir auch gut vorstellen.

Die Käsemischung ist eine Philosophie für sich. Mancherorts besteht man darauf, dass sie aus drei Käsesorten bestehen muss, z. B. mit Vacherin Fribourgois oder nur Greyezer (französischer Comté ginge auch) enthält

Recipe in English
F O N D U E
Ingredients for 2 persons

1/2 pound shredded or finely cut cheese
(2/3 Switzerland Gruyère, 1/3 Switzerland Swiss)
2 cloves of garlic
1 cup light, dry white wine
2 level teaspoons liquid corn starch
1 shot-glass kirsch
Pepper, nutmeg and paprika to taste
Cubed French or Italian bread, crust on each cube

Preparation:
Rub caquelon with garlic  and leave 1 chopped clove of garlic inside. Place caquelon on stove.
Add cheese and corn starch, then wine, stirring constantly at high temperature. Add spices and kirsch as desired. Stir another 1-2 minutes while cooking until the ingredients are well blended. Now transfer your Fondue to a rechaud on the table.  Bon appetit!

Restehäppchen am Neujahrsabend

7. Januar 2013

Lachshäppchen2Neujahrsabend – Restehäppchen: Vollkornbrotscheiben toasten, nach Belieben mit Butter bestreichen, mit Räucherlachs und roten Zwiebelringen belegen, mit einem Klecks Mayonnaise dekorieren. Die Foie Gras wurde auf spezielle runde Toastbrotscheibchen mit Feigenstücken, die im Backofen getoastet wurden, gelegt. Dazu Feldsalat, der nur leicht mit Balsamico gewürzt wurde.

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Heiligabend – Schäufele verpackt im Brotteig

25. Dezember 2012

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Und es ist eben nicht jedes Jahr das gleiche…. Schäufele (so nennt man in Baden das geräucherte oder gepökelte Schulterstück vom Schwein) gab es wieder am Heiligabend, traditionell mit Kartoffelsalat und Feldsalat. Aber dieses Jahr…. Ich dachte, ich mache es doch mal spannend und verpacke das Heiligabend-Essen in einem Brotteig. Brot gibt es ja sowieso immer dazu, wieso also nicht gleich im Brotteig backen?

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Das diesjährige Schäufele war ein Geschenk von meinem Arbeitgeber – ein Adler Schäufele aus Bonndorf im Schwarzwald mit knapp 2 kg! Es war in einem riesigen Geschenkorb mit vielen anderen Dingen…

Hier ist das alte badische Rezept für

Schäufele im Brotteig

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Zutaten:

1 Schäufele ohne Knochen
(oder ein Rollschinken) etwa 2 kg
750 g Weizenmehl Type 550
2-3 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Kümmel
1 1/2 Würfel Hefe (ca. 65 g)
eine Prise Zucker
150 ml Milch
300 ml Wasser
Fett und Mehl für das Backblech

Das Mehl in eine große Schüssel sieben, mit Salz und Kümmel vermischen. Mit der Hand in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Hefe hineinbröckeln, eine Prise Zucker hinzufügen und mit etwas lauwarmem Wasser verrühren. Etwas Mehl darüberstäuben und den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen der Hefe verdoppelt hat.

Die lauwarme Milch mit 300 ml warmem Wasser mischen und zu dem Mehl geben. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine alles zu einem glatten Teig kneten, dann noch 5 Minuten weiterkneten. Die Teigkugel mit Mehl bestäuben und mindestens 2 bis 3 Stunden an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Das Schäufele (vorgegart, im eigenen Saft) aus der Verpackung nehmen, etwas trocken tupfen. Ein Backblech einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig ausrollen und das Schäufele darin einschlagen, die Teigränder dabei unter das Fleisch schieben. Das Schäufele auf das Backblech legen. Auf der Oberseite kleine Rauten ein schneiden, so dass der Dampf entweichen kann. Nochmals 15 Minuten gehen lassen. Dann 60-70 Minuten im Ofen backen.

Aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und mit einem Brotmesser anscheiden.

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Schaeufele Brotteig5

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Dazu gibt es Biersenf aus Alpirsbach, Feldsalat und Kartoffelsalat.
…und natürlich ein Markgräfler Gutedel!


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