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Schweden-Urlaub: Ein Ausflug zum Fryken See und Tossebergsklätten


Ich hatte euch doch noch eine Fortsetzung zum Bericht von unserem Ausflug an den Fryken See und dem Tossebergsklätten versprochen….
Nachdem wir die Stöpafors Mühle besucht hatten, sind wir weiter auf der Europastraße E45 aus Richtung Sunne kommend zum Tossebergsklätten, einem 343 m hohem Berg, gefahren.



Auf halber Strecke zwischen Sunne und Torsby in Värmland gibt es einen Rastplatz mit beeindruckender Aussicht, der nach dem Berg benannt ist.

Und wir haben natürlich Halt gemacht. Es gibt dort mehrere überdachte Holzbänke und auch ein WC-Häuschen mit Wasserspülung!
Wir hatten den Rastplatz per Zufall entdeckt, denn wir hatten die Abfahrt zum Tossebergsklätten verpasst und so haben wir den Rastplatz auch zum wenden benutzt.



An diesem Tag war es wieder sonnig und sehr heiß, deshalb sind wir anschließend nicht auf den Tossebergsklätten gewandert, sondern mit dem Auto bis zum Aussichtsturm auf dem Berg gefahren. Selbst die Steigung der Autostraße (2 km ab Stöpafors) ist mit 20% enorm.



Auf dem Tossebergsklätten gibt es einen Aussichtsturm, auf dem man steigen kann, ausserdem ein Restaurant/Café in dem man Kaffee, Kuchen und typisch Värmländische Spezialitäten genießen und Souvenirs kaufen kann.
Wir hatten hier bei unserem ersten Besuch vor 12 Jahren Kaffee getrunken und Kuchen, der mit geröstetem Hafermehl von der Stöpafors Mühle gebacken war, gegessen.
Diesmal hatten wir aber etwas anderes vor.


Café / Restaurant auf dem Tossebergsklätten


Die Traditions-Eiscreme aus Südschweden SIA Glass & Sorbet, bekannt als das „Eis mit dem Schutzengel“ hat in Schweden Kultstatus – wir haben leider versäumt, es zu probieren.



Auf dem Weg zum Tossebergsklätten kamen wir an einem amerikanischen Diner vorbei, wo wir einen Burger probieren wollten.
Die Schweden, insbesondere die im Värmland, scheinen nicht nur einen ausgeprägten Sinn für Nostalgie zu haben, sie haben auch ein Faible für alte amerikanische „Schlitten”.
Und so passt ein Diner ganz hervorragend hierher.
Aber erst einmal wieder zurück zum Tossebergsklätten.


Der Tossebergsklätten

In Selma Lagerlöfs Roman “Gösta Berling” nennt sie den Tossebergsklätten “Gurlitta Klätt”. Ein holzgeschnitzter Bär nahe dem Aussichtsturm geht auf ihren Roman zurück, in dem ein gefürchteter Meister Petz nur durch eine geweihte silberne Kugel zu erlegen sei aber nicht wird: das Fell wird ihm trotzdem über die Ohren gezogen.



Wir sind zuerst einmal über eine sehr schmale Treppe auf den Aussichtsturm gestiegen.



Blick von der unteren Plattform (Bild oben) und Blick durch’s Panoramafenster ganz oben (Bild unten)- der Blick nach unten sieht fast aus wie ein Gemälde.



Wer nicht auf den Turm steigen möchte – es ist ziemlich anstrengend, besonders wenn es so heiß ist wie an diesem Tag – kann sich die Landschaft auch vom Aussichtsfelsen aus ansehen.



Hier kann man das harte Hyperitgestein sehen, aus dem der Tossebergsklätten besteht.



Dann hatten wir aber wirklich langsam Hunger. Ein kurzer Blick ins Café / Restaurant – dort habe ich die 1 dl Maße gefunden, in denen in Schweden die Backzutaten abgemessen werden.
In Schwedischen Rezepten werden nämlich Zucker und Mehl in dl angegeben. Damit die Markgräflerin zukünftig nicht alle schwedischen Rezepte umrechnen muss, hat sie sich natürlich das wichtige Accessoire als Souvenir mitgenommen.
Die Tische sind mit Tischdecken bzw. Tischläufern aus der Leinenweberei Klässbols eingedeckt. Bei schönem, nicht zu windigem Wetter sitzt man mit herrlichen Ausblick auf dem  hölzernen Aussichtsbalkon.



Typische Souvenirs aus dem Värmland:
Körbe, die aus Birkenrinde geflochten wurden, geröstetes Hafermehl (Skrädmjöl) von der Stöpafors Mühle, 1 dl Maß mit dem man Mehl und Zucker abmessen kann …



Dann sind wir zurück in Richtung Sunne zum Diner gefahren…
Fortsetzung folgt.

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Ein Sonntagsausflug in den englischen Garten von Hugstetten


Es ist schon wieder ein Jahr vergangen, seit ich mit meiner Nachbarin Gertrud einen Ausflug in den Englischen Garten von Hugstetten gemacht habe.
Höchste Zeit, euch davon zu berichten.

Hugstetten ist ein Ortsteil der Gemeinde March bei Freiburg, die zwischen Kaiserstuhl und Tuniberg liegt.
Dort veranstaltet der Heimatverein March alljährlich im Sommer am ersten Sonntag im Monat Aktionstage mit verschiedenen Themen.

Im Garten wird bewirtet, man kann durch den Park spazieren und es gibt Konzerte.
Vergangenes Jahr war es am 3. Juli das Thema Lavendel – der Park ist aber auch ohne diese Aktionstage einen Besuch wert….


Gemeindezentrum mit Heimatmuseum in Hugstetten

Aktionstag-Thema 3. Juli 2016: Lavendel



Lavendelruten binden



Blick in die Scheune / Heimatmuseum



Garten und Englischer Park


 


Hinter der Kirche geht’s zum Schloss und in den Park.
Das Schloss ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen.



Der Englische Garten


In der Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in England eine neue Art der Gartenarchitektur: Weg von strengen geometrischen Formen hin zu Wiesenflächen, lockeren Baumgruppen, gewundenen Wegen, aber auch Teichen, einzelnen kleinen Bauwerken und Plätzen zum Verweilen.

Um 1830 ließ der damalige Schlossherr, Conrad von Andlau, der ein Faible für solche Englische Gärten hatte, diesen Park anlegen.
Vorbild war der Park der Burg in Arlesheim (Schweiz), der ebenfalls seiner Familie gehörte.

Heute sind knapp 5 Hektar des Parks öffentlich zugänglich, der Rest in direkter Umgebung des Schlosses ist in Privatbesitz.
Es braucht allerdings einiges an Vorstellungskraft, um den Schlosspark in seiner ursprünglichen Schönheit zu sehen, derart verwildert sind manche Stellen.



Das Backhaus



An diesem Tag war der Heimatverein March auch im Backhaus aktiv – ich durfte Fotos machen und natürlich haben wir noch den Flammkuchen und das Brot mit Bibeleskäs probiert!


 


Der Bäcker hat mir auch die Mehl-Zusammensetzung des Brotteigs verraten – 80% Weizenmehl Type 1000 und 20% Roggenmehl.
Rezept für Flammkuchen / Rezept für Bibeleskäs