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Eiszeit im Garten

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Der letzten Tage im Jahr 2016 sind begleitet von Nebel und Eis. Mein Garten zeigt sich im weißen Eiskristall-Kleid….
Feiert schön und kommt gut ins Neue Jahr!


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Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (14) – Flavigny: Anisbonbons und der Film Chocolat

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Und nun kommt der krönende Abschluss meiner Burgund-Wander- und Genussreise mit AVANTI Reisen.
Der Ort Flavigny war mir vor der Reise bereits ein Begriff durch die feinen Anisbonbons, die es in Frankreich an jeder Raststätte in hübschen kleinen Schachteln oder Dosen zu kaufen gibt.
Diese Bonbons gelten als das älteste Produkt Frankreichs – sie werden seit dem 9. Jahrhundert in der Klostermanufaktur von Flavigny hergestellt und es gibt einen Laden, in dem ein kleines Museum und Café untergebracht sind. Ansonsten ist Flavigny ein verschlafenes Nest.


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Was ich bisher nicht wusste, ist, dass der Film „Chocolat” mit Juliette Binoche und Johnny Depp hier gedreht wurde.
Viel sieht man davon freilich nicht mehr, es erinnert nur noch eine Tafel am Haus schräg gegenüber der Kirche, dass dort der Schokoladenladen war.
Man erkennt einige Kulissen aus dem Film wieder – ein idyllischer Ort mit einer wunderschönen Kirche als Mittelpunkt.

Das Dorf liegt in einer idyllischen Landschaft auf einem bewaldeten, von drei Flüssen begrenzten Felsplateau. Bereits im 8. Jahhundert wurde hier ein Kloster gegründet. Später war Flavigny ein strategisch wichtiger Festungsort.
Aus dme Mittelalter sind noch Teile der Befestigung und Tore, alte sorgfältig restaurierte Straßenzüge und schöne historische Einzelbauten erhalten.

Als erstes haben wir den Klosterladen angesteuert, Zeit für die Besichtigung des Klosters und der Produktionsstätte war leider nicht genug, aber ich habe mir einen Flyer geben lassen, der die Produktionsschritte erläutert.



Man geht durch die Porte du Bourg in den Ort (der Bus kommt da nicht durch) und hält sich dann links, um zum Klosterladen zu kommen…



Anis de Flavigny


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Wie die Anis de Flavigny hergestellt werden


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Zunächst braucht man Anissamen, jede Menge Zuckersirup (Zucker wird in Wasser aufgelöst und erhitzt) und Aromastoffe.
Für die Anis de Flavigny werden nur natürlich gewonnene Aromen verwendet.
Der Zuckersirup wird je nach Sorte entweder klassisch mit Anis, Süßholz (Lakritz), Minze und Rose aromatisiert.
Die Anissamen werden in einen großen Kupferkessel gegeben und dann zusammen mit dem Zuckersirup in dem rotierenden Kessel gerührt. Mit der Zeit bleibt immer mehr Sirup an den einzelnen Samen haften und wird fest. Der Vorgang wird so lange wiederholt, bis die Pastillen die gewünschte Größe erreicht haben.
Zwischendurch werden die kleineren Bonbons aussortiert. Der Produktionsprozess dauert 15 Tage.


verschiedene Stufen der Bonbons während des Produktionsprozesses
verschiedene Entwicklungsstufen der Bonbons während des Produktionsprozesses


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First we carfully select the anisseed.
The seeds are then loaded into the copper basins.
Then we prepare the syrup by mixing sugar and water.
When the syrup is ready we add it to the seeds which are rotating in the copper basins.

Our aniseed sweets, Les Anis de Flavigny®, come in 10 different flavours: the classic aniseed, blackcurrant, lemon, orange blossom, ginger, tangerine, mint, liquorice, rose and violet.
Our natural flavourings are extracted from plants by steam or alcohol destillation porcesses. For example, to obtain mint flavouring the leaves are placed in a still and steamed, this releases the essential oil of mint from the leaves into the steam. The essential oil ist collected after passing the steam through a coiled condenser.

To obtain one litre of natural essence of neroli (orange blossom), you need one ton of flower petals from the Bitter Orange Tree. To obtain one litre of natural essence of rose, you need 2 tons of rose petals.

Zunächst wählen wir die Anissamen sorgfältig aus. Die Samen werden dann in die Kupferkessel gefüllt.
Dann wird der Sirup durch Mischen von Zucker und Wasser zubereitet. Wenn der Sirup fertig ist, fügen wir diesen zu den Samen hinzu, die sich in den Kupferkesseln drehen.

Unsere Anis-Bonbons, Les Anis de Flavigny®, sind in 10 verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich: Die klassische Sorte Anis, schwarze Johannisbeere, Zitrone, Orangenblüte, Ingwer, Mandarine, Minze, Lakritz, Rose und Veilchen.
Unsere natürlichen Aromen werden aus Pflanzen durch Dampf oder Alkoholdestillationsprozesse gewonnen. Um zum Beispiel Minze-Aroma zu erhalten, werden die Blätter in einem Destillator gegeben, in dem sich unten Wasser befindet, das erhitzt wird. Durch den aufsteigenden Wasserdampf wird das ätherische Minzöl aus den Blättern freigesetzt. Das ätherische Öl wird nach Durchleiten des Dampfes durch einen Spiralkühler gesammelt.

Um einen Liter natürliches Neroliöl (Orangenblüten) zu erhalten, benötigt man eine Tonne Blütenblätter des Bitterorangenbaums. Um einen Liter natürliches Rosenöl zu erhalten, benötigt man zwei Tonnen Rosenblütenblätter.



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Within the basins the natural perfume of the aniseed is slowly released. We carefully watch over the aniseed sweet during the 15 day manufacturing cycle.
We sieve the aniseed sweets to separate the large ones from the small ones. After thwo weeks in our copper basins the sweets are transferred into trays.
Our team tests the quality of each basin. So that our anis can be tinned, we empty the trays into a feeding hopper which in turn leads to the filling line of our distinctive oval tins.
The aniseed can also be packaged into little packets or bags. Our tins are packed into cartons. Which are then placed onto a shipping pallet. These pallets are then loaded onto a carrier’s vehicle.
And off they go, to shops all arond the world, to the delight of sweet connaisseurs!

In den Kupferkessel wird das natürliche Aroma des Anis langsam freigesetzt. Während des 15-tägigen Herstellungszyklus wachen wir sorgfältig über die Anis-Pastillen.
Wir sieben die Anis-Pastillen, um die großen von den kleineren zu trennen. Nach zwei Wochen in unseren Kupferkesseln werden die Bonbons in Schalen umgefüllt.
Unser Team testet die Qualität jedes Produktionskessels. Damit unsere Anisbonbons in Dosen abgepackt werden können, leeren wir die Schalen in einen Fülltrichter, der zur Abfülllinie führt, wo die Bonbons in unsere unverwechselbaren ovalen Dosen gefüllt werden.
Die Anisbonbons können auch in kleine Päckchen oder Beutel verpackt werden. Unsere Dosen werden in Kartons verpackt, die dann auf eine Versandpalette platziert werden. Diese Paletten werden dann auf einen LKW geladen.
Und los geht’s, in die Läden in der ganzen Welt, zur Freude ihrer süßen Liebhaber!


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Die Verpackung
Die Verpackung


So viele Sorten und verschiedene Verpackungsgrößen – da kann man sich ja fast nicht entscheiden….
Zum Glück gibt es im Laden die Möglichkeit, an einer Art Bonbon-Bar, sämtliche Sorten zu probieren.


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Zu dem Motiv, das die Bonbondosen ziert, gibt es übrigens eine wunderschöne Geschichte,

Une belle histoire d’amour – Eine wunderchöne Liebesgeschichte

Es war einmal vor langer, langer Zeit ein verliebter Schäfer, der seiner Liebsten, die er später zur Frau nehmen sollte, Anisbonbons aus Flavigny anbot.

Alles beginnt in den frühen Morgenstunden eines Frühlingstages im geheimnisvollen Garten eines wunderschönen Mädchens.
Inmitten der Rosen umfasst sie einen großen Strauß und neigt lächelnd den Kopf in die Blüten. Sie träumt davon, so zu lieben und so geliebt zu werden wie die Rosen.

Ein junger Schäfer, der abseits des Dorfes alleine unter einem Steinbogen sitzt, kaut an seiner Lakritzstange. Das schwache Licht, das dort im Fenster eines Hauses im Dorf funkelt, bringt etwas tief in seinem Herzen zum Glimmen, das schon lange im Verborgenen glüht.
Ist es die Geliebte, von der er geträumt hat? Zwischen ihnen erstreckt sich eine weite, umberührte Schneelandschaft. Ein Lamm geht verloren- und der Wolf ist nicht weit.

Das junge Mädchen ist durch den schattigen Wald zur Quelle gekommen.
Was für ein Wonnegefühl, mit nackten Füßen im Wasser zu planschen!
Als sie den herannahenden Schäfer bemerkt, versteckt sie sich auf einem kleinen Felsen und verharrt regungslos, während er sich nähert. Sie betrachtet ihn stumm.
Er kniet inmitten der Minze vor dem herabplätschernden Wasser nieder, als ihm eine Spiegelung im Wasser die Anwesenheit des Mädchens verrät.
Darauhin hebt er den Kopf und sieht sie liebevoll an.
Das Wasser rinnt ihm aus den Händen, während sich die ganze Unbekümmertheit der Jugend in ihren Augen spiegelt.

Sie treffen sich unter dem blühenden Orangenbaum zu ihrem ersten Stelldichein und sitzen nebeneinander auf einer kleinen Bank. Von nun an teilen sie ihr Träume:
ein langer aufsteigender Weg, der sich im Licht schlängelt, und auf dem man jeden Schritt bis hin zum hochgelegenen Dorf mit Genuss zurücklegt.
Was für einen Weg im Duft der Orangenblüten!

Der junge Schäfer will es wissen:
Er wagt es und bittet sie um ihre Hand. Dabei reicht er ihr das gute Bonbon: Das Anisbonbon aus Flavigny. Wird sie ja sagen?

Wieder sieht sie ihm tief in die Augen: Ja, sie hat ja gesagt! Die hübsche Schäferin sagt „ja” zu den Anisbonbons aus Flavigny!

Ein Veilchenstrauß ist Zeichen ihres Glücks und verbirgt sittsam ihre innige Wonne. Dieser süße Moment gehört nur ihnen und wie ein Anissamen unter seiner Zuckerhülle bleibt er der Welt verborgen.

Es ist die Geschichte von Flavius, dem großen römischen Reisenden, der aus Syrien grüne Anissamen mitbrachte. Als er nach Gallien kam, ließ er sich von einem kleinen Hügel in seinen Bann ziehen, auf dem er seine gallorömische Villa gründete.
Flavius verdankt das Dorf auch den Namen Flavigny und die Kenntnisse über Anissamen.

Der Burgunderhäuptling Widerard, der ebenfalls von Flavigny in den Bann gezogen gründete dort im Mittelalter eine Benediktinerabtei. Waren es die Mönche, die auf die Idee kamen, Anissamen mit einem Überzug zu versehen und daraus Dragees zu machen? Das weiß niemand. Aus den Archiven wissen wir jedoch, dass die Burgunder bereits 1591 unter Heinrich IV. durchreisenden Gästen Anisbonbons aus Flavigny reichten.


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Ich hatte vom Markgräfler den Auftrag, Lakritz Pastillen mitzubringen. Die gab es in normaler und sogar in Bio Qualität mit Rohrzucker. Und ich habe von beiden Sorten eine ovale Dose mitgenommen und noch eine Nachfüllpackung von der Bio Variante.
Für mich selbst gab es noch die Sorte Cassis und außerdem habe ich noch lokale Spezialitäten, wie Senf von Fallot oder ein Lebkuchenconfit, in Alkohol eingelegter Bourgogne Trüffel und beinahe hätte ich mir noch ein weiteres Kochbuch gekauft, aber wir mussten schon wieder weiter, denn es war Zeit für unser Mittagessen, das uns in einer Scheune (Grange) direkt neben der Kirche und dem Schokoladenladen aus dem Film Chocolat serviert wurde…
Die Fortsetzung mit dem letzten Teil meines Reiseberichts folgt in Kürze.

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20. März, Frühlingsanfang und Jour du Macaron! – Rosen-Macarons

Rosen Macarons 2Heute ist nicht nur Frühlingsanfang, sondern in Frankreich wird ausserdem der Jour du Macaron gefeiert. Vor kurzem hatte ich mir eine Silikonmatte für Macarons gekauft, denn mein erster Macaron Backversuch liegt schon einige Jahre zurück und war auch nicht so toll gelungen, was das Aussehen der Macarons betraf…
Jedenfalls ist der neue Versuch mit Silikonmatte geglückt – Rosen Macarons.
Die Farbe ist etwas gedämpft, dafür natürlich – ich habe nämlich Rote Bete Pulver zum Färben verwendet.

Rosen Macarons 1

Rosen-Macarons

Für die Macarons:

72 g Eiweiß (=2 Eier, Größe L)
1 Prise Salz
20 g Zucker
150 g Puderzucker
90 g sehr fein gemahlene, blanchierte Mandeln
etwas Rote Bete Pulver zum Färben
½ Teelöffel Rosenwasser
1 Esslöffel fein gehackte kandierte Rosenblätter

Für die Rosen-Buttercreme:
100 g weiche Butter
200 g Puderzucker, gesiebt
½ Teelöffel Rosenwasser

Spritzbeutel mit runder Spritztülle (10 mm ∅)
Silikonmatte für Macarons
Spritzbeutel für die Füllung mit Sterntülle

Die gemahlenen Mandeln mit dem Puderzucker gut vermischen und mehrmals sehr fein sieben. Das Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eischnee anschlagen, langsam den Zucker einrieseln lassen und den Eischnee sehr steif schlagen. Rote Bete Pulver dazugeben und gleichmässig vermischen. Anschließend die Puderzucker-Mandel-Mischung darauf geben, das Rosenwasser hinzufügen und unterheben, bis eine dickflüssige, glänzende Masse entsteht.
Die Macarons-Backmatte auf ein Backblech legen. Die Teigmasse in einen vorbereiteten Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und runde Portionen in die Kreise spritzen. Da die Masse beim Backen noch aufgeht, sollten diese Portionen die Kreise nicht komplett ausfüllen.
Nun das Backblech mit komplett bestückter Backmatte ein paar Mal leicht auf die Arbeitsplatte klopfen, um glatte Macarons ohne Luftbläschen zu erhalten. Dann mit den gehackten, kandierten Rosenblättern bestreuen.
Ca. 30 Minuten ruhen lassen, damit sich eine Haut bildet.

Den Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen. Dann bei 140 °C für ca. 20-30 Minuten backen. 20 Minuten auskühlen lassen, dann die Macarons ablösen umgedreht vollständig trocknen lassen.

Rosen-Buttercreme:

Für die Buttercreme die Butter hell und cremig schlagen. Den Puderzucker nach und nach zugeben und gut verrühren, bis die Buttercreme glatt ist, dann das Rosenwasser zugeben und alles gut verrühren.
Den Spritzbeutel mit der Sterntülle mit der Buttercreme füllen und je 1 Klecks auf die Hälfte der Macaronhälften spritzen. Die anderen Hälften vorsichtig aufsetzen und vor dem Servieren etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Rosen Macarons 5
Today is not only the beginning of spring, but in France people also celebrate „Le Jour du Macaron” – Macaron Day. Recently I bought a silicone mat for macarons, because my first macaron baking test lies quite a few years back and was not such a great success, concerning the appearance of the Macarons …
Anyway, the new try has been successful – using the silicone mat. I made Rose Macarons!
The colour is somewhat subdued, because I have used beetroot powder to colour the Macarons – after all, it’s still natural.

Rose Macarons

For the macarons:

72 grams of eggwhites (= 2 eggs, size L)
1 pinch of salt
20 g confectioner’s sugar
150 g icing sugar
90 g of very finely ground blanched almonds
some beetroot powder for colouring
½ teaspoon rose water
1 tablespoon finely chopped candied rose petals

For the Rose Buttercream:
100 g soft butter
200 g icing sugar sifted
½ teaspoon rose water

piping bag with a round spout (10 mm ∅)
silicone mat for Macarons
piping bag with a star tip for the filling

Mix well the ground almonds and icing sugar and sift very finely for several times. Whisk the egg whites with a pinch of salt until slightly stiff. Slowly sprinkle in the confectioner’s sugar and then beat the egg whites very stiff. Add beetroot powder for colouring and evenly mix. After that, add the icing sugar and almond mixture on top, add the rose water and fold in to receive a thick, shiny mass.
Place the macarons silicone mat onto a baking sheet. Pour the batter into a prepared piping bag with round spout and place the mass in round portions in the middle of the circles. Since the mass will rise during baking, these portions should not completely fill the circles.
Then lightly tap the baking sheet with the fully stocked baking mat on the working surface to achieve smooth Macarons without any air bubbles. Then sprinkle with the chopped, candied rose petals.
Let rest for approximately 30 minutes – allowing the macarons to form a skin.

Preheat the oven to 150 °C = 302 °F (fan/convection). Then bake at 140 °C = 284 °F for about 20-30 minutes. Let cool for 20 minutes, then remove the macarons from the silicone mat, turn and allow to dry completely.

Rose Buttercream:

For the butter cream, beat the butter until light and creamy. Gradually add the icing sugar and continue stirring until the butter cream is smooth, then add the rose water and mix well.
Fill the piping bag with a star tip with the butter cream and squirt 1  blob on one half of the Macarons. Place the other halves carefully on top and let rest for about 30 minutes before serving.

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Alles Gute für 2015 – Happy New Year 2015!

Neujahrsgruss Karin

Happy New Year!
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Na, seid ihr alle wach? War das ein Feuerwerk, heute Nacht…. Mit diesem Foto aus meinem Garten wünsche ich euch alles Gute für das vor uns liegende Jahr – und viel Sonnenschein und Freude!
Heute früh am Morgen gab es Sonnenschein und blauen Himmel hier im Markgräflerland, inzwischen breitet sich der Nebel immer mehr aus.

Neujahrsbrezel 2015
Nr. 1 mit Jahreszahl

 

Ach ja, eine bzw. zwei Neujahrsbrezeln gab es auch wieder  und eine wurde zum Jahreswechsel nach dem Feuerwerk angeschnitten… – so wie es bei uns im Markgräflerland Brauch ist – hier geht es zum Rezept.

Nr. 2 mit Zopf vor dem Backen:

Neujahrsbrezel 1
…und nach dem Backen:

Neujahrsbrezel 2

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Aus meinem Garten: Juli

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Auch der Juli ist schon fast wieder vorbei – und es ist wieder Sonntag. Zeit für einen Garten Überblick. Derzeit blühen die Echinacea – roter Sonnenhut und auch die Gelben Sonnenhüte. Die Bienen sind dankbar – in meinem Garten summt es nur so.

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Gelber Sonnenhut (Rudbeckia fulgida)
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Echinacea purpurea

Die Cosmea hatte ich anfangs noch im Topf, vor einer Woche habe ich sie ins Freiland umgesetzt, in der Hoffnung, dass die Schnecken etwas davon übrig lassen:

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Cosmea
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Bartnelke

Auch die beiden Hibiskus Sträucher hat angefangen zu blühen:

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Und der Sommerflieder schießt gerade wieder in die Höhe:

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Der Oregano breitet sich explosionsartig aus:

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Hopfen Oregano
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Blühende Minze

Rose Louise Odier blüht wieder:

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Auch die Passionsblume hat neue Blüten angesetzt:

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Rund um den Apfelbaum:

Garten Juli8Stockrose, Ballon Glockenblume und Sterndolde

Anfang Juli:

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Zierlauch
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Blüte der Rosenmelisse
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Physialis Pflanze (Andenbeere)

Sempervivum / Dachwurz:

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Neulich habe ich in einer Schachtel ein altes Urlaubsouvenir wiederentdeckt – Muscheln vom Nordseestrand, vor vielen Jahren gesammelt.
Die Oberseite hatte ich damals mit durchsichtigem Nagellack bestrichen (vorher gut mit Süßwasser reinigen) – das bringt Farben und Muster besser zur Geltung und die Muscheln glänzen schön.
Diese eignen sich hervorragend für eine sommerliche Dekoration mit Sempervivum.

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Prächtige Taglilie
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Es ist vollbracht: Salatsieb im Apfelbaum bepflanzt!

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Ich habe mich also für die Fuchsien entschieden. Vielen Dank für den tollen Vorschlag – Fall gelöst, Hanging Basket-Salatsieb-Projekt beendet: es sieht fantastisch aus!

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Garten Mai 4

Eine Fuchsie ist eher hellrosa, die andere rot und violett…

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April in meinem Garten: blühende Rosengewächse in Pink und Weiss

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Zum Feierabend habe ich noch Bilder der Apfelblüte in meinem Garten. Der Apfelbaum zählt ja zu den Rosengewächsen, zwar ohne Dornen, aber die Blüten sehen denen der Rose sehr ähnlich.
An diesem Baum rankt sich eine Rambler Rose hoch, mittlerweile schon im 7. Jahr – eine „Blushing Bride” (Landhaus Ettenbühl)  – die heißt so, weil die Blüte weiß ist, mit rosafarbenen Tönungen, so wie die Blüten des Apfelbaumes. Sie blüht noch nicht, sie wechselt sich dann mit der Apfelblüte ab. Apfelbluete

Eine meiner Rosen, die Louise Odier hat tatsächlich schon eine Blüte  – normalerweise ist das erst im Mai/Juni soweit.

Louise Odier

Und sogar ein Rosenbegleiter – diese weiße Clematis – hat schon mehrere wunderschöne Blüten.

Clematis weiss

Und nun noch einmal Pink, ein Löwenmäulchen, das im vergangenen Jahr nicht so richtig werden wollte, hat den milden Winter überdauert und blüht einfach jetzt schon…

 

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Loewenmaeulchen1

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Aus meinem Garten – 31. Oktober 2013

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Löwenmäulchen – snapdragons

Es ist der 31. Oktober – das letzte Aufbäumen der Natur in meinem Garten, bevor der erste Bodenfrost kommt. Vergangene Nacht war es schon so kühl, dass am Morgen schon wieder die Scheiben-Kratzgeräusche der bibbernden Autofahrer zu hören waren, die nicht den vergangenen warmen Tagen nicht damit gerechnet hatten. Auf den Dachziegeln lag Rauhreif. Aber – es gibt noch ein paar letzte Blüten in meinem Garten….

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Rose Louise Odier
It is October 31- the last gasp of nature in my garden before the first ground frost occurs. Last night it was so cold that you could hear the disc scratching noises of the shivering motorists in the morning, who did not expect it because it had been so warm during the past days. On the roof tiles there was hoarfrost. But – there are still a few last blossoms of the flowers in my garden ….
Und der hängende Rosmarin in seinem kleinen Töpfchen hat sich gedacht: „…ach, ich glaube, ich blühe nochmal….”
And the hanging rosemary thought – in his small pot: „… oh, I think I shall flourish again ….“
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Kapuzinerkresse / nasturtium:

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Geranien / geraniums:

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Vorsichtshalber habe ich alles auf die Terrasse, ein wenig näher ans Haus gestellt, eine Pflanze, das Wandelröschen habe ich hereingeholt, am Wochenende werden weitere in den Keller gestellt.

As a precaution, I put everything on the terrace, a little closer to the house, one plant, a lantana I have moved into the living room, at the weekend I will place some more in the cellar.
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Sweet Dumpling, orientalisch gefüllt

Kuerbis gefuellt 2Diesen hübschen Speisekürbis mit dem Namen „Sweet Dumpling“ habe ich neulich beim Einkaufen entdeckt – und musste ihn haben! Für zwei Personen gerade richtig (diese Kürbisse wiegen zwischen 300 – 600 g) und ausserdem hat er sich im Backofen als perfektes Food-Fotomodell erwiesen. Gefüllt habe ich ihn mit Lammhack und Fetakäse, mit orientalischen Gewürzen verfeinert.
Er hat intensivgelbes, sehr aromatisches Fruchtfleisch, das geschmacklich an Marroni (Esskastanien) oder Süßkartoffeln erinnert.

Ich habe etwa 350 g Lammfleisch von der Schulter verwendet, das ich zuerst einmal durch den Fleischwolf gedreht habe.

Passt bestimmt auch zu Halloween (schon mal eine kleine Anregung) – nicht nur wegen des Fleischwolfs 😉 ha, ha,

I recently discovered this pretty pumpkin named „Sweet Dumpling“ while shopping – and had to have it! Just right for two people (these pumpkins have a weight of 300 – 600 g) and also he has proven as the perfect food photo model in the oven. I have filled it with minced lamb, Feta and sophisticated it with oriental spices.
It’s has an intense yellow, highly aromatic flesh, that reminds me of the taste of chestnuts or sweet potatoes.

I used about 350 g lamb from the shoulder, which I minced with a meat grinder.

This would be a perfect dish for Halloween – not only because of the meat grinder  😉  ha, ha

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Orientalisch gefüllter „Sweet Dumpling”

1 kleiner Sweet Dumpling Kürbis (ca. 500 g) / 1 small pumpkin „Sweed Dumpling”
ca. 350 g Lammschulter / approximately 350 g lamb (shoulder)
1 Zwiebel / 1 onion
1 Knoblauchzehe / 1 clove of garlic
etwas Olivenöl / some olive oil
2 Esslöffel Tomatenmark / 2 tablespoons tomato paste
etwas Rosé- oder Weißwein / rosé or white wine
100 ml Sahne / 100 ml  cream
100 g Fetakäse aus Schafsmilch / 100 g Feta cheese
Gewürze/ spices:
Salz, Pfeffer, Raz el Hanout, Cayennepfeffer, frisch gemahlener Kreuzkümmel
salt, pepper, Raz el Hanout, cayenne pepper, freshly ground cumin

Den Kürbis waschen, abtrocknen. Mit einem großen, scharfen Messer einen Deckel abschneiden. Mit einem Löffel die Kerne und fasrige Teile entfernen. Den Kürbis innen kräftig salzen und 15-20 Minuten stehen lassen. Dann die entstandene Flüssigkeit ausgießen.

Das Lammfleisch würfeln und in den Fleischwolf geben. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken. Den Fetakäse in kleine Würfel schneiden oder zerbröckeln.

Wenig Olivenöl in eine gusseiserne Pfanne geben, dann Zwiebel und Knoblauch bei milder Hitze glasig dünsten. Das Tomatenmark untermischen und kurz mitdünsten, dann das Lammhackfleisch dazugeben und krümelig braten. Mit einem großzügigen Schuss Weisswein ablöschen. Mit Salz, Pfeffer, Raz el Hanout  und Kreuzkümmel würzen. Zum Schluss die Sahne unterrühren und vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen.

Die Füllung abwechselnd mit dem Feta Käse in den Kürbis schichten, den Deckel aufsetzen. Wenig Wasser in eine ofenfeste Form geben, den gefüllten Kürbis hineinsetzen und bei 200 – 220 °C in der unteren Hälfte des Backofens 60 – 75 Minuten backen.

Wash the pumpkin, then dry it. With a large, sharp knife, cut a lid off the pumkin. Using a spoon, remove the seeds and fibrous parts. Salt the inside of the pumpkin genorously and let it stand for 15-20 minutes. Then pour out the resulting liquid.

Cut the lamb in cubes and mince it with the meat grinder. Peel the onion and garlic and chop finely. Cut or crumble the feta cheese into small cubes.

Give little olive oil in a cast iron pan, then fry the onion and garlic over low heat until glassy. Stir in the tomato paste and cook briefly, then add the minced lamb and fry crumbly. Deglaze with a generous dash of rosé or white wine. Season with salt, pepper, Ras el hanout and cumin. Finally stir in the cream and remove from heat, let cool slightly.

Layer the filling alternating with the feta cheese in the pumpkin, put on the lid. Give a little water in an ovenproof dish, put the filled pumpkin into it and bake at 200-220 ° C (392 – 428 °F) in the lower half of the oven for 60 – 75 minutes.

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Zum Servieren auf einen saubere Platte setzen, den Deckel abnehmen und mit einem Löffel vom Kürbis und der Füllung Portionen abstechen.

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Place on a clean plate, remove the cover and use a spoon for parting servings of both pumpkin and filling.

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Zwiebelkuchen mal anders – aus der Provence: Pissaladière

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Jedes Jahr im Herbst gibt es bei und Ziibelewaie (Zwiebelkuchen) mit Neue Wii (neuer Wein/Sauser/Federweiser).

Every year in autumn/fall we have Onion Tart and New Wine.

Zwieblewaie
Zwieblewaie

Die Weinlese hat wegen des schlechten Wetters im Frühjahr im Markgräflerland noch nicht begonnen, neuen Wein haben wir noch nicht.
Ich wollte auch mal etwas anderes ausprobieren, deshalb gibt es heute mal ein etwas anderen Zwiebelkuchen: Pissaladière aus der Provence.

Due to the bad weather in the Markgräflerland in spring the grape harvest has not yet begun and there’s no new wine yet.
Anyway, I wanted to try out something different – that’s why we are having a different kind of onion tart today: Pissaladière de Provence.

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Zwiebelkuchen aus der Provence – Pissaladière

(für 1 großes Backblech / for 1 big baking sheet)

Für den Hefeteig / for the dough:
300 g Mehl (Type 550) / 300 g flour
1/2 Teelöffel Salz / 1/2 teaspoon salt
15 g Hefe / 15 g yeast
1 Teelöffel Zucker / 1 teaspoon sugar
3 Esslöffel Olivenöl / 3 tablespoons olive oil
150-180 ml lauwarmes Wasser / 150-180 ml warm water
Mehl und Olivenöl zum Bearbeiten
flour and olive oil for working

Teig:
Mehl und Salz in einer Rührschüssel mischen. Hefe in eine kleine Schale bröckeln, mit 1 Teelöffel Zucker und 4 Esslöffeln lauwarmem Wasser verrühren. Zugedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen.
Die angerührte Hefe zusammen mit 150 ml lauwarmem Wasser und  3 Esslöffel Olivenöl  zum Mehl in die Schüssel geben.
Mit dem Knethaken der Küchenmaschine verkneten, bei Bedarf noch etwas Wasser oder Mehl dazugeben. Der Teig sollte nicht zu fest aber nicht zu feucht sein. Dann nochmals etwas kräftiger kneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

Dough:
Mix flour and salt in a mixing bowl. Crumble yeast into a small bowl, stir in 1 teaspoon sugar and 4 tablespoons lukewarm water. Cover and let it go about 15 minutes.
Give mixed yeast with 150 ml of lukewarm water and 3 tablespoons of olive oil to the flour in the bowl.
Knead the dought with the food processor (dough hook), if necessary add a little more water or flour. The dough should not be too tight but not too moist. Then knead again a little stronger. Cover the dough and let it rise about 1 hour in a warm place.

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Für den Belag:

1 kg Zwiebeln / 1 kg onions
2 Knoblauchzehen / 2 cloves garlic
4 Esslöffel Olivenöl / 4 tablespoons olive oil
2 Esslöffel gehackter Thymian / 2 tablespoons thyme, chopped
1 Teelöffel getrockneter Oregano / 1 teaspoon dried oregano
2 Esslöffel Tomatenmark / 2 tablespoons tomato paste
Salz, Pfeffer, Cayennpfeffer / salt, pepper, cayenne pepper
100 g in Öl eingelegte Sardellenfilets (Anchovis) / 100 g canned anchovies (in olive oil)
16 schwarze Oliven mit Stein / 16 black olives with core

Zubereitung Belag:

Zwiebeln schälen, längs halbieren und in feine Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Olivenöl in einer großen gusseisernen Pfanne sanft erhitzen, dann Zwiebeln, Knoblauch, Thymian und Oregano bei mittlerer Hitze 20 Minuten dünsten, bis sie weich sind – sie sollen nicht braun werden.

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Kurz vor Ende der Garzeit das Tomatenmark untermischen und mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Die Zwiebeln abkühlen lassen.

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Preparation of topping:

Peel the onions, cut in half lengthwise, then cut into thin strips. Peel the garlic and chop finely. Heat the olive oil in a large cast iron pan gently, add onions, garlic, thyme and oregano and cook for about 20 minutes at medium heat until they are soft – they should not become brown.

Stir in the tomato paste just before the end of cooking, season with salt, pepper and cayenne pepper. Leave the onions to cool.

Das Backblech mit etwas Olivenöl bepinseln, den Backofen auf 220 °C vorheizen. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche in Größe des Blechs dünn auswellen und auf das Blech legen, einen Rand formen und mit einem Tuch zugedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Dann die Zwiebelmasse gleichmäßig darauf verteilen. Die Anchovis halbieren und rautenförmig auf dem Belag verteilen, dann die Oliven dazu geben.

In der Mitte des Backofens bei 200 °C Umluft ca. 20 Minuten backen, bis der Boden knusprig-braun ist.
Aus dem Ofen nehmen, in Stücke schneiden und warm servieren.

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Dazu passt ein Rosé Wein aus der Provence, Apfelcidre oder Neuer Wein.

Grease the baking sheet with a little olive oil, preheat the oven to 220 ° C (428 °F). Thinly roll out the dough on a floured work surface at the size of the baking sheet, place on the tray and form an edge.  Leave it to rise, covered with a cloth for another 30 minutes.
After that spread the onion mass on it evenly. Cut the anchovies in half and place diamond shaped on the topping, then add the olives.

Bake for about 20 minutes in the middle of the oven at 200 °C (392 °F) convection  until the bottom is brown and crispy.

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Remove from the oven, cut into slices and serve warm.

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Serve with a rosé wine from Provence, cider or new wine.

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