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Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Vogtsbauernhof 1



In unserem Urlaub daheim hatten wir im vergangenen Jahr das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof im Schwarzwald besucht. Ein lohnendes Ziel auf einem weitläufigen Gelände. Es gibt viel zu sehen und man erfährt viel über das Leben auf den Schwarzwaldhöfen in vergangenen Zeiten. Es finden täglich verschiedene Vorführungen statt – so wird zum Beispiel im Brennhäusle Schnaps gebrannt und Brot gebacken.


Der Hippenseppenhof
1599 Furtwangen-Katzensteig


Vogtsbauernhof 2


Das Longinuskreuz


Vogtsbauernhof 4


An der Stallwand zur Talseite des Hippensepppenhofs ist ein sogenanntes Longinuskreuz angebracht. Das figurenreiche Schnitzwerk zeigt um den gekreuzigten Jesus herum einzelne Gegenstände, wie sie aus den Passionsgeschichten der vier Evanglisten bekannt sind. Die Martererwerkzeuge erfuhren eine volkstümliche Verehrung, da sie die Waffen, die Arma Christi waren, mit denen Jesus den Tod besiegt hatte.
Neben den Leidenswerkzeugen, seitlich vor der Christusfigur ist der Reiter dargestellt, der den Gekreuzigten mit seiner Lanze in die Brust stieß, um dessen endgültigen Tod zu beweisen. Nach den sogenannten (nicht biblischen) Pilatusakten soll dieser Reiter, vom Rang her ein einfacher römischer Soldat, Longinus geheißen haben.
Er soll sich unmittelbar nach dem Tod Jesu den Jüngern Christi angeschlossen haben und schließlich als Bischof von Kappadokien den Märtyrertod gestorben sein. Longinuskreuze sind in der Umgebung des Rohrhardsbergs bei Triberg, Furtwangen, Schönwald sowie im Prech- und Elztal verbreitet. Die Landesherren in diesen ehemals vorderösterreichischen Gebieten, die Habsburger, förderten den Longinuskult, da Legenden zufolge die Splitter der Lanzenspitze in Wien als Reliquien aufbewahrt wurden.
Bei diesem Kreuz handelt es sich nicht um ein Original, sondern um eine Nachbildung eines Kreuzes von einem Bauernhof in Hornberg-Niederwasser, da der dortige Bauer sich weigerte, das Kreuz von katholischem Boden in das Museum Vogtsbauernhof im protestantischen Gutachtal zu geben.


Vogtsbauernhof 7
Blick in die Stube des Hippenseppenhofs

 


Die Stube war der einzig beheizbare, rauchfreie Arbeits- und Aufenthaltsraum des Hauses. An der zur Küche grenzenden Wand steht der Kachelofen mit dem gestuften Anbau, der Kunst.


Vogtsbauernhof 8


In der hellsten Ecke der Stube steht der große Tisch, an dem gegessen und gearbeitet wurde.
Im den meisten Gebieten im Schwarzwald wurde fünfmal am Tag gegessen:

  • z’Morge (Frühstück)
  • z’Nini (Pause um neun Uhr)
  • z’Middag (Mittagessen)
  • z’Vieri (Pause um vier Uhr nachmittags)
  • z’Nacht (Abendessen)

Die Familie und das Gesinde nahmen die Mahlzeiten gemeinsam ein.
Der Bauer saß oben am Tisch, die Bäuerin hatte ihren Platz entweder oben beim Bauern oder als erste links vor ihm auf der Bank.
Rechts von ihm saßen der Oberknecht, der Unterknecht und dann die Buben. Auf der langen lehnenlosen Bank vor dem Tisch saßen die Frauen, die Obermagd, Untermagd und die Mädchen. Vor und nach jeder Mahlzeit wurde gebetet.
Das Essen wurde meist in einer großen Schüssel serviert, aus der sich zuerst der Bauer bediente. Danach ging es der Reihe nach vom Oberknecht bis zu den Mägden. Legte der Bauer seinen Löffel nieder, mussten alle das Essen beenden. Die Löffel wurden an der Kittelschürze sauber gerieben und zurück in den dafür vorgesehenen Lederriemen an der Wand gesteckt.



Hochschwarzwälder Speicher


Vogtsbauernhof 6


Der Schwarzwälder Speicher wurde um 1590 auf dem Winterhalderhof in Schollach erbaut. Er wurde bis zur Umsetzung ins Museum im Jahr 1969 genutzt. Im Museum wurde er dem Hippenseppenhof als Nebengebäude zugeordnet.



Zum Schutz vor Feuchtigkeit und Schädlingen steht der Speicher auf Pfählen. Die dicken Bohlenwände aus Nadelholz garantieren ein trockenes, kühles Klima im Innern.



Darin aufbewahrt wurden Getreide in Kästen, Brot, Speck, Würste, Schmalz, Sauerkraut, Most und auch Schnaps. Im linken Getreidekasten an der Rückwand des Gebäudes befindet sich ein Einstieg in ein Geheimfach für Dokumente und Wertgegenstände. Speicher standen im Normalfall immer in 20 bis 30 m Abstand vom Hofgebäude. So waren bei einem Brand die Vorräte gesichert.


Die Hofkapelle



Die Hofkapelle wurde 1736 auf dem Simonshof im Jostal erbaut.
Sie wurde bis zur Umsetzung ins Museum (1967) genutzt. Im Museum ist sie dem Hippenseppenhof zugeordnet.



Hofkapellen dienten zur täglichen Andacht der Hofbewohner. Die Glocke wurde regelmäßig zu den Gebetszeiten – im Sommer um fünf, elf und zwanzig Uhr, im Winter um sechs, elf und siebzehn Uhr – geläutet. Sie ersetzte den Bauern auf den Feldern auch den Zeitschlag der Kirchturmgocken, die in den abgelegenen Tälern nicht zu hören waren.


Der Vogtsbauernhof


Vogtsbauernhof 9


Der Vogtsbauernhof wurde 1612 am Standort im Museum im Gutachtal (260 m ü. M. ) erbaut. Der Vogtsbauernhof ist die Keimzelle des Museums, welches 1964 entstand.
Der Besitzer Martin Schumacher war um das Jahr 1650 Talvogt, d.h. Richter und Verwaltungsbeamter, in Gutach.


Gutacher Speicher


Vogtsbauernhof 10


Der Gutacher Speicher wurde beim Lehmeshof in Oberharmersbach laut Inschrift
um 1606/1626 erbaut.
Er besteht aus einem steinernen Untergeschoss, auf das der hölzerne Speicher aufgesetzt ist. Das Mauerwerk des Kellergeschosses ist 50 cm dick.
Im Untergeschoss wurden neben Schmalzhäfen und Sauerkraut Most, Kartoffeln, Gemüse, Eier und Äpfel aufbewahrt.

Das hölzerne Obergeschoss ist in Ständer-Bohlen-Bauweise errichtet. Die Wände sind mit gut 8 cm dicken Bohlen ausgefacht. Ein Gang umläuft das Obergeschoß auf zwei Seiten. Das Dach ist mit Stroh gedeckt. Der vordere Walm reicht schützend über den Außengang und ist in der oberen Hälfte offen, damit Luft und Licht in das Dachgeschoß gelangen.
Im trockenen Klima des Obergeschosses wurden Getreide, Brot, Speck, Schnaps und gedörrtes Obst gelagert, aber auch die Spinnräder, die nur im Winter gebraucht wurden, sowie die Darrbretter, auf denen das Obst zum Trocknen in den Backofen geschoben wurde.


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Stube des Vogtsbauernhofs


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Spinnen, Weben und Schneidern


Typische Schwarzwälder Schilderuhr


Gerätschaften zum Buttermachen



Die Rauchküche



Schwarz von Ruß sind die Wände der Küche, in denen unzählige Male offene Feuer mit Reisig entfacht und Mahlzeiten zubereitet worden sind. Da der Rauch, der in den Herden entsteht, nicht über einen Kamin das Haus verlässt, sondern ungelenkt die Küche durchzieht, spricht man im Schwarzwald von der Rauchküche oder auch einfach von der schwarzen Küche.

In den frühen Morgenstunden hatten Bäuerin und Magd das Herdfeuer zu entfachen. Auf dem Herd, der vormals gemauert und ab dem 19. Jahrhundert mit gusseisernen Platten umschlossen war, wurden alle warmen Mahlzeiten zubereitet. Daneben befeuerte man den Kachelofen in der Stube durch ein Loch in der Küchenwand. Der entstandene Qualm stieg in das Gewölm. Dieses Geflecht aus Haselruten war mit einem Lehm-Stroh-Gemisch verkleidet und als Rauchfang und Funkenschutz über die Feuerstelle gespannt.
Unter der Decke hingen Speck und Würste, die vom aufsteigenden Rauch konserviert wurden. Auf seinem Weg vom Herd durch das Haus bis hinauf in den Dachraum erfüllte der Rauch gleich noch weitere Funktionen. Er vertrieb das Ungeziefer und glich die aufsteigende Feuchtigkeit aus den Viehställen aus.



Das Dachgeschoss des Vogtsbauernhofs


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Das Back- und Brennhaus


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Auf abgelegenen Schwarzwaldhöfen brauchte man eigene Backhäuser, um Brot zu backen. Der Ofen wurde von einem Ofensetzer aufgemauert und mit Lehm ausgeschmiert. Im Backraum hatten bis zu 30 Laibe Brot Platz.

Einmal im Monat war Backtag. Es wurde auf Vorrat gebacken, da der Holzverbrauch und der Arbeitsaufwand groß waren. Mit Reisigwellen wurde der Ofen angefeuert.


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War er heiß genug, wurde die abgebrannte Glut mit einem Tannenreisigbesen herausgekehrt. Danach wurden die geformten Brotlaibe mit einem hölzernen Schieber, dem Schießer in den Ofen geschoben.
Nach einer Stunde Backzeit wurden sie herausgeholt, zum Abkühlen auf Bretter gelegt und anschließend in den Speicher gebracht. Am Backtag wurden oft auch einfache Kuchen gebacken. Die Restwärme des Ofens wurde zum Dören von Äpfeln, Birnen und Zwetschgen genutzt, um sie haltbar zu machen.

Wir hatten Glück – am Tag unseres Besuchs wurde gerade gebacken und Schnaps gebrannt – Rita Vitt zeigte uns, wie man herzhaft belegte Fladenbrote (Flammkuchen) in der ersten Hitze des Ofens bäckt und beantwortete geduldig unsere Fragen rund ums Schnapsbrennen und Backen anno dazumal.
Die Fladenbrote haben wir als verspätetes z’Nini verspeist und kurz bevor wir uns wieder auf den Heimweg gemacht haben, konnten wir noch eines der an diesem Tag gebackenen Brote kaufen und mit nach Hause nehmen.


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Fladen / Flammkuchen vegetarisch (mit Quark/Schmand Kräutern) und mit Quark/Schmand und Speck belegt

Die Brennanlage



In der Brennanlage wurden verschiedene Früchte wie Kirschen, Zwetschgen und Zibarten (wilde Pflaumen) zu Schnaps gebrannt. Das Kernobst wurde in Fässern eingemaischt. Die Maische wurde in den eingemauerten Topf mit dem kupfernen Hut eingefüllt und erhitzt. Der hochsteigende Dampf – Alkohol verdampft bei 78 °C, Wasser bei 100 °C – wurde durch ein Rohr geleitet. Dieses Rohr wurde zur Kühlung durch ein Fass geführt, in das laufend kaltes Wasser floss. Der Dampf kondensierte und tropfte in flüssiger Form in ein Gefäß. Ein zweiter Brand war nötig, um eine bessere Alkoholqualität zu erreichen.

Ein Brennrecht besitzten die meisten Schwarzwaldhöfe heute noch. Das Brennrecht legt die maximale Menge fest, die der Besitzer brennen darf. Vor dem Brennen müssen Zeitpunkt, Brennmaterial und Menge beim Zollamt gemeldet werden. Die Einhaltung wird kontrolliert. Schwarzbrennen kam immer schon teuer zu stehen.



Der Bauern- und Kräutergarten



Oberhalb des Vogtsbauernhofs sind im Heilkräutergarten des Freilichtmuseums über 130 Arten von Heilkräutern versammelt. Die Anlage ist unterteilt in sieben Beete, die jeweils einem Anwendungsgebiet entsprechen: Verdauung, Entwässerung, Kreislau , Nerven, Verletzungen, Hautkrankheiten, Erkältungen.

Die bei Bauernhöfen angelegten Gärten lieferten lebensnotwendige Beiträge für das Leben auf dem Hof. Mit dem Haus untrennbar zu einer Einheit verwachsen, lieferte das gut behütete Stück Land vor dem Haus Gemüse, Gewürze und Heilkräuter. Der Gartenboden war zu kostbar für etwas, das nicht von Nutzen war. Selbst ungenießbare Blumen wuchsen weniger ihrer Schönheit wegen, sondern weil sie vom Taufkranz bis zum Grabschmuck und vom Oster-bis zum Palmssrauß ihren festen Platz im Leben sowie im christlichen Jahresverlauf hatten.

Die Bauerngärten im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof sind nach historischen Vorbildern aus den Herkunftsregionen der Häuser angelegt. Neben vielerlei Kräuter- und Salatarten sind eine Reihe alter Gemüsearten wie Pastinaken, Gartenmelde, Mangold und Markstammkohl angepflanzt.



Die Klopf- und Plötzsäge



Bienenfreiständer



Die Hausmahlmühle / Getreidemühle


Das Mahlwerk der Getreidemühle

 


Der Lorenzhof



Milchhäusle



Der Brunnen, die Wasserversorgung der Schwarzwaldhöfe für Mensch und Tier, befindet sich außerhalb der Wohnräume. Das Wasser wird von der Quelle durch Deucheln (Holzstammrohre) zum Brunnestock geleitet. Das Wasser fließt unter dem Milchäusle durch in einen langen Brunnentrog, der auch als Viehtränke genutzt wird.



Das Milchhäusle ist direkt neben dem Brunnenstock über dem Brunnentrog aufgebaut. Durch das beständig fließende kühle Wasser (Quellwasser hat eine nahezu konstante Temperatur von 3 bis 4 °C ) werden die darin aufbewahrten Nahrungsmittel (Milch, Käse, Butter, Most…) auch an heißen Sommertagen frisch gehalten.
Die Behältnisse stehen direkt im Wasser oder auf Regalbrettern.



Kinzigtäler Speicher



Bildstöcke


Bildstock am Kinzigtäler Speicher

 


Dieser Bildstock erinnert an ein tragisches Ereignis im jahr 1835. Die Inschrift lautet:

HIER AN DIESER TRAUERSTÄTTE FAND MICHAEL MATT, KNECHT DES PHILIPP HARTER, AM 25TEN OKTOBER 1835 ABENS ZWISCHEN 6 UND 7 UHR BEIM NACHHAUSGEHEN VON EINER KUGEL UNSCHULDIG GETROFFEN IN EINEM ALTER VON 26 JAHREN SEINEN TOD DIE TRAUERNDEN ELTERN JOSEPH MATT.

Ein bisschen abgesetzt erscheint ein zusätzlicher Name FRAN. KELLER.  Auf der rechten Seite des Steins findet er sich ausgeschrieben eingemeißelt: FRANZISKA KELLER AUS DEM BEHRENBACH. Schriftliche Quellen über das Unglück liegen nicht vor. Nach mündlichen Aussagen handelt es sich um einen Mord aus Eifersucht. Der getötete Knecht soll ein Verhältnis mit einer Magd des Hofes gehabt haben und von einem Nebenbuhler erschossen worden sein.



Der sogenannte Moser-Bildstock stand ursprünglich am alten Weg zur Kreuzbergkapelle oberhalb Hausachs. Er ist aus Sandstein und reich verziert:
Ein Engelskopf mit Flügeln, Zopfstab und Lilien sind zu sehen. Auf der Rückseite befindet sich ein Hinweis auf den Beruf des Schumachers, ein Flößerstiefel mit hohem Schaft.
Der Schuhmacher Conrad Moser (1694-1768), der zeitweise auch Lehrer und einer der beiden Amtsbürgermeister von Hausach war, stiftete ihn zum Gedächtnis an seine verstorbene Frau Magdalena Schmider (gest. 1747).



Mittagspause im Museumsrestaurant Hofengel
Salat mit gebratenen Pfifferlingen und reich garnierter Wurstsalat.



Das Effringer Schlössle



Das Effringer Schlössle stammt aus Effingen, heute ein Stadtteil von Wildberg, Kreis Calw. Nach archäologischem Befund wurden die Grundmauern vermutlich bereits im 11. Jahrhundert erbaut. Nach Verfall des ursprünglichen Gebäudes erfolgte ab 1379 der Ausbau zum herrschaftlichen dreistöckigen Landsitz mit Turm. In der Bevölkerung wie in den archivalischen Akten seitdem als „Schlössle” bezeichnet. Der Turm besteht heute nicht mehr, da dieser bei Umbaumaßnahmen – vermutlich um 1860 – entfernt wurde.



Alte Küche im Effringer Schlössle



In der neuen Küche – im 1960er Jahre Stil



Wäschekammer auf dem Dachboden



Die Hanfreibe



Die Hanfreibe gehörte zur oberen Mühle in Steinach Kinzigtal. Sie wurde bis 1928/29 genutzt. 1966 wurde sie ins Museum umgesetzt.



Hanf war –  wie auch Flachs (Lein), dessen Verarbeitung sehr ähnlich verlief – in den mittleren Regionen des Schwarzwalds verbreitet. Aus den Fasern wurden Stoffe, Säcke und Seile hergestellt, die in großer Zahl für die Wald- und Feldarbeit benötigt wurden.
Hanfreiben wurden von Kundenmahlmühlen betrieben. Für einen Bauernhof allein hätte sich der bauliche Aufwand nicht gelohnt.

Die Hanfpflanzen wurden auf den Höfen verarbeitet. Bei der Ernte riss man die Pflanzen mitsamt der Wurzel aus dem Boden. Die Hanfstängel wurden nach der Ernte zur Verrottung in einen Weiher oder auf eine Feuchtwiese gelegt, die sogenannte Reeze. Nach drei Wochen waren die holzigen Innenteile der Stängel angefault und wurden auf die Hanfdarre gebracht, die aus zwei Bruchsteinmauern und einem darüberliegenden Rost bestand.

Unter dem Rost wurde ein Feuer angzündet. Die Hanfstängel wurden darauf gelegt und gedarrt. Das machte den inneren Holzkern der Stängel spröde und brüchig. Ziel der Hanfbearbeitung war, die äußeren Fasern vom inneren Holzkern der Stängel zu trennen. Anschließend wurden die Stängel auf der groben Hanfbreche mit einer Längsrippe geborchen. Die spröden Holzteile zersplitterten und lösten sich. Hölzerne Restteile blieben in den Fasern hängen. Sollte der Hanf zu Stoffen verarbeitet werden, wurde er zusätzlich auf Brechen mit mehreren Längsrippen gebrochen.

Aus den Faserbündeln drehten die Frauen Zöpfe und gingen damit zur Hanfreibe. Die Zöpfe wurden in zwei Reihen nebeneinander mit dem dickeren Ende nach unten in das runde, aus Sandstein bestehende Reibebett gelegt. Der aus Granit bestehende Umläufer, auch Pudelstein genannt, rollte darüber, zerquetschte die restlichen Holzteilchen und rieb die Hanffasern weich. Der Müller erhielt von jedem gewalzten Bett einen Hanfzopf und ein festgelegtes Entgelt.

Nach dem Reiben wurden die Fasern zuerst durch die Grobhechel und anschließend durch die Feinhechel gezogen. Die hölzernen Teilchen und die kürzeren Fasern, das Werg, kämmte man aus. Die gehechelten Fasern wurden zu Fäden gesponnen und zur Weiteverarbeitung zum Weber oder Seiler gepbracht


Hanfdarre gegenüber der Hanfreibe

Das Leibgedinghaus



Das Gebäude wurde 1652 auf dem Neubauernhof in Gutach (300 m ü. M.) als Altenteil errichtet und wurde im Laufe der Jahre sowohl als solches genutzt als auch an verschiedene Parteien, Tagelöhner und Handwerker verpachtet.  Es wurde bis 1929 von einem Schuhmacher bewohnt. 1964 erfolgte die Umsetzung ins Museum.


Die Gutacher Tracht mit Bollenhut



Alte Postkarten aus dem Schwarzwald



Bei den Postkarten hat die Markgräflerin auch ihre Tracht entdeckt:



Taglöhnerhaus und Innenräume des Falkenhofs



Das Hotzenwaldhaus



Am späten Nachmittag, noch immer bei sommerlicher Hitze und nach einem eindruchsvollen Tag (es gäbe noch viel mehr zu zeigen und zu berichten) machten wir uns wieder auf dem Heimweg.


Ein Schäferwagen auf der Wiese vor dem Vogtsbauernhof

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Blumenschmuck zu Pfingsten


Zu Pfingsten ist es bei uns in der Gegend üblich, die Brunnen mit prächtigem Blumenschmuck zu dekorieren.

Der Brauch Brunnen zu schmücken, geht auf germanischen Glauben zurück. In jedem Brunnen und in jeder Quelle wohnen gute Geister, die man achten und ehren sollte.

Die Fotos sind schon im vergangenen Jahr entstanden. Bisher bin ich aber nicht dazu gekommen, sie euch zu zeigen.
Hier bitteschön:


In der Müllheimer Unterstadt, Pfingsten 2019



Vögisheim, Pfingsten 2019



In Vögisheim findet man ausserdem viele schöne Ecken, die sich als Fotomotive anbieten:



Niederweiler, Pfingsten 2019



Oberweiler, Pfingsten 2019



In Oberweiler hatten wir im vergangenen Jahr auch anlässlich des Mühlentags die Ölmühle Eberhardt besucht. Dieses Jahr fällt die Veranstaltung wegen COVID-19 leider aus…


aktuelles Bild 2019

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Samstagseintopf: Butternut-Kürbis-Suppe mit Kartoffel, Möhren und Chili


Der goldene Oktober ist da und auch die Suppen- und Samstagseintopf-Zeit hat wieder begonnen.
Zum Start in die Kürbis- , Kartoffel – und Wurzelgemüse-Saison gibt es heute eine Butternut-Kürbis-Suppe mit Kartoffel, Möhren und Chili.



Butternut-Kürbis-Suppe mit Kartoffel, Möhren und Chili


Zutaten
(Für 2 Portionen)

• 300 g Kürbisfruchtfleisch (Butternut Kürbis)
• 1 Kartoffel
• 2 Möhren
• 500 ml Bio-Gemüsebrühe
• 1 Chilischote
• 2 Zwiebeln
• Olivenöl zum Andünsten
• Salz
• Pfeffer
• Schnittlauchröllchen
• Chilifäden
• Schmand oder Crème fraîche

Zubereitung
Zwiebeln, Möhren und die Kartoffelschälen und würfeln.
Die Chilischote waschen und in feine Ringe schneiden. Das Kürbischfruchtfleisch würfeln.

Die Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig dünsten, das Gemüse ohne die Chilischote dazugeben und kurz mitdünsten.

Mit Gemüsebrühe auffüllen, die CHilischote nach Belieben dazugeben und 10-15 Mintuen gar koachen. Anschließend mti dem Mixstab fein pürieren.
Sollte die Suppe zu dickflüssig sein, noch ein wenig heißes Wasser hinzufügen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren einen Klecks Schmand oder Crème fraîche in die Suppe geben, mit Schnittlauchröllchen bestreuen und mit Chilifäden garnieren.



Butternut pumpkin soup with potatoes, carrots and chillies


Ingredients
(For 2 portions)

300 g pumpkin flesh (Butternut)
1 potato
2 carrots
500 ml organic vegetable broth
1 chilli pepper
2 onions
Olive oil
Salt
Pepper
Chives rolls
Chili threads
Sour cream or crème fraîche

Preparation
Peel onions, carrots and the potato and dice.
Wash the chilli pepper and cut into fine rings. Dice the pumpkin.

Fry the onions in a little olive oil until translucent, add the vegetables (not the chilli pepper) and fry briefly.

Fill up with vegetable stock, add the chilli pepper and cook for 10-15 minutes. Then puree finely using a handblender.
If the soup is too thick, add a little hot water.
Season to taste with salt and pepper.
To serve, add a dollop of sour cream or crème fraîche to the soup, sprinkle with chives rolls and garnish with chilli threads.

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Midsommar in Schweden


Unser diesjähriger Urlaub hat uns nach 11 Jahren wieder mal nach Schweden geführt.
Im Jahr 2007 waren schon einmal Ende Juli/Anfang August für zwei Wochen im Värmland, das im Westen von Schweden liegt. Unser Urlaubsort ist etwa 170 km von Oslo entfernt.
Die Grenze Norwegens ist also nicht weit entfernt und weil wir nicht die ganze lange Strecke vom Markgräflerland bis Schweden im Auto zurücklegen wollten, haben wir Flüge vom Euroairport Basel-Mulhouse-Freiburg über Frankfurt nach Oslo Gardermoen gebucht und dazu ab Oslo einen Mietwagen, der uns zwei Wochen lang begleiten sollte.

Frühmorgens ging es am Mittsommertag – der ist immer an dem Samstag, welcher auf den längsten Tag des Jahres (21. Juni) folgt – los.
Alles verlief reibungslos, nur in Frankfurt mussten wir etwa 20 Minuten warten, bis der Flieger endlich Starterlaubnis bekam. Es war an diesem Morgen jede Menge los im Frankfurter Luftraum.

Und dann konnte es losgehen – Schweden, wir kommen, oder besser:  wir fahren!
170 km hört sich erstmal nicht viel an, wenn man aber anmerkt, dass auf den meisten Strecken nur 70 km/h (maximal 90-100 km/h) gefahren werden darf, kann das schon einige Zeit dauern und es ist auch ratsam, sich unbedingt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, die Bußgelder für Überschreitungen sind laut ADAC außerordentlich hoch.

Gegen 16 Uhr kamen wir an unserem Ziel an. Eine liebe Arbeitskollegin des Markgräflers hatte uns freundlicherweise wieder ihr abgelegenes Häuschen am Waldrand als Unterkunft zur Verfügung gestellt.
Das Wichtigste in Kürze: Ohne Strom und fließendes Wasser und mit WC-Häuschen im Wald – die Reinigung desselben erledigt die Natur.
Frisches Wasser muss täglich aus einer Zisterne geschöpft werden.
Gekocht wird auf einem robusten Camping-Gasherd und für wohlige Wärme sorgt – falls nötig – ein Schwedenofen, der mit Holz aus dem hauseigenen Wäldchen angeheizt wird.



Aber das ist ja gar nicht im typisch schwedischen Rot (Falunrot) gestrichen??? Ja, es sind eben nicht alle schwedischen Häuschen in Rot und Weiß, es gibt auch diese dunkelbraun bis schwarzen Holzhäuser, die eher den Hütten der Waldfinnen, die in diesem Gebiet gelebt haben gleichen. Die großen Guts- und Herrenhäuser sind oft hellgelb mit weiß gestrichen und modernere Häuser sind in hellem Grau gehalten. Wir haben aber auch schon hellblaue Häuser gesehen.

Es gibt außerdem noch eine Sauna – die ist übrigens in Rot gestrichen und das WC-Häuschen ist auch rot. Also doch Schwedenfeeling!



Wir wurden freudig von unseren Patenkindern begrüßt, die mit ihren Eltern samt Hund schon eine Woche zuvor mit dem Auto aus Deutschland angereist waren.
Für die offiziellen Midsommar-Feste waren wir einen Tag zu spät dran – gefeiert wird nämlich schon am Nachmittag und Abend zuvor, dem Mittsommerabend (midsommarafton):

Neben Weihnachten – vielleicht sogar davor – ist Mittsommer der wichtigste Tag im Kalender der Schweden. Frauen und Männer, Kinder und Großeltern feiern zusammen den längsten Tag des Jahres. Der Mittsommertag ist der Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni. Der Freitag davor heißt Mittsommerabend, und obwohl er kein offizieller Feiertag ist, ziehen die Städter in Scharen zum Feiern auf’s Land.
Ursprünglich wurde Mittsommer, das Fest der Sommersonnenwende, am 24. Juni (Johannistag) gefeiert. Heute wird immer zwischen dem 20. und 26. Juni gefeiert.
Offizieller Feiertag ist der Samstag.

In der Region Dalarna, welche nördlich ans Värmland grenzt, kann man das Mittsommarfest besonders authentisch erleben.
Schon die Kulisse wirkt wie aus einem Bilderbuch: rote Holzhäuser, weiße Zäune und  bunt bemalte Dala-Pferde in den Fenstern.
Wo schwedische Traditionen gepflegt werden, passt auch eine Mittsommerstange ins Bild.


Souvenirs aus Schweden: Mittsommarbaum und Dalarna-Pferd


Majstång
Am Mittsommerabend wird ein geschmückter Baumstamm aufgerichtet, der Mittsommerstange (midsommarstång) oder Maistange (majstång) genannt wird. Maj hat hier nichts mit dem Monat Mai zu tun, sondern geht auf das altertümliche Verb maja („mit Blumen schmücken“) zurück.
Die Stange sieht in den verschiedenen Regionen des Landes jeweils etwas anders aus, auch einzelne Orte haben oft ihre eigene Tradition. Der Stamm wird mit Blättern und Blumen geschmückt und aufgerichtet, danach wird im Kreis um ihn herumgetanzt, wobei verschiedene Spieltänze üblich sind. Eines dieser Tanzlieder ist Små grodorna: Es handelt von Fröschen und man imitiert beim Tanzen deren Bewegungen.

Zum Fest zieht man sich fein an, die Mädchen und Frauen haben meist weiße oder blumige Kleider an. Viele tragen zu dieser besonderen Gelegenheit auch ihre Trachten.
Einige binden Kränze aus Blumen oder Birkenzweigen und setzen sie sich oder ihren Kindern auf.

Laut unserem Dumont-Reise-Handbuch liegt der Ursprung dieses Brauchs in unseren deutschen Maibräuchen:

Am Nachmittag des midsommarafton sammelt sich alles zum feierlichen Aufrichten des Mittsommerbaums, der mit grünem Birkenlaub und von Kindern gewundenen Blumenkränzen geschmückt ist.
Erst wird er von starken Männern in einem feierlichen Zug mit Muikbegleitung durch das Dorf getragen, um am späteren Standort mit dramatischem Hauruck aufgerichtet zu werden.
Dort mach der Baum mit der langsam verwelkenden Blumenpracht den Rest des Jahres das Dahinschwinden der kurzen Sommerzeit augenfällig.
Wenn der Baum sicher steht und alles Volk versammelt ist, beginnen zu traditioneller Spielmannsmusik die Ringeltänze, eine Angelegenheit der blumenbekränzten Kinder.
Anschließend zieht man sich zu privaten Festlichkeiten zurück.


Midsommarstång im Heimatmuseum Kollsberg in Torsby


Fast jeder größere Ort in Schweden verfügt über ein Hembygdsgården – ein Heimatmuseum, oft ein Freilichtmuseum, wo alte traditionelle Häuser wieder aufgebaut wurden.
In den Wochen nach der Mittsommarfeier haben wir dort überall einen geschmückten Midsommarstång sehen können.


Blumenschmuck Midsommarstång


Für die Blumen an der Stange gibt es Regeln: Sie sollten blau, weiß und gelb sein.
Ein weiterer Brauch ist folgender:
Am Mittsommerabend gehen die Mädchen auf’s Feld und sammeln schweigend sieben verschiedene Blumen. Den Strauß legen sie sich unter das Kopfkissen, damit sie im Schlaf von ihrem zukünftigen Ehemann träumen.

Und dann gibt es natürlich noch die Blumenkränze….
Auf jeden Fall musste die Markgräflerin doch mit einem Blumenkranz im Haar abgelichtet werden.
Und so hat der Markgräfler Birkenzweige abgeschnitten, es wurden daraus Kränze geflochten und von der Markgräflerin und den Patenkindern mit Blumen geschmückt und aufgesetzt….



Im folgenden Beitrag „Mittsommer in Schweden“ der Deutschen Welle wird erklärt, wie der Haarkranz geflochten wird:


 


Am besten fängt man mit einer dünnen Astgabel an und legt einen weiteren Zweig in die Mitte. Dann flechtet man die Zweige wie einen Haarzopf.
Der Zopf sollte etwa 1½ mal so lang sein wie der Kopfumfang, dann lässt sich der Kranz leichter schließen. Dann macht man eine Schlaufe – ruhig etwas länger, denn der Kranz dehnt sich noch. Die Losen enden klemmt man am Kranz fest. Dann steckt man zur Dekoration in die Zwischenräume nach Belieben Blumen.
Wer nicht so geschickt ist, kann sich in Modegeschäften einen wiederverwendbaren Kranz aus Kunststoffblumen kaufen, oder lässt sich vom Floristen einen festlichen Kranz binden.



Und was gibt es bei den Feierlichkeiten zum Essen und Trinken?
Mittags gibt es traditionell eingelegten Hering mit Dillkartoffeln und gebackenen Lachs. Und zum Dessert oder Nachmittagskaffee gibt es Erdbeertorte!
Während in Süddeutschland die Erdbeersaison schon zuende ist, gibt es hier in Schweden noch Erdbeeren – Wir haben vor den Supermärkten noch einige Stände mit Erdbeeren gesehen.

Das Essen wird von Bier, Wodka und vielen Trinkliedern begleitet.
Am späten Nachmittag wird dann die Mittsommerstange aufgestellt und danach geht die Party richtig los: Tanz, Spiele, Gesang und oft spielen regionale Bands traditionelle Musik.“

Die Schäreninsel Sandhamn ist für ihre ausschweifenden Mittsommer-Partys bekannt, wo der Alkohol in Strömen fliessen soll…
Wir haben uns vor unserem Urlaub die Verfilmungen der Krimis „Midsommar auf Sandham” von Vivenca Sten angesehen. Sehr empfehlenswert.
Von Vivenca Sten gibt es auch ein Buch mit Sommerrezepten von den Schäreninseln, welches seit kurzem in meinem Bücherregal steht. Ich komme demnächst in einem weiteren Beitrag hier im Blog darauf zurück.



Das Erfolgsrezept für die nicht enden wollende Mittsommerparty ist das gleiche, ob privat oder im Freilichtmuseum:
Blumen im Haar, der Tanz um die Mittsommerstange, das Singen von Trinkliedern beim Konsumieren herber Kräuterschnäpse und der Verzehr von Hering. Alles in allem? Ein toller Tag im Freien.

Midsommar heißt auch, dass es kaum dunkel wird. In Sunne, Schweden war am 23.06. und 24.06. Sonnenaufgang um 03:47 Uhr und Sonnenuntergang um 22:32 Uhr.
Der Tag dauerte also fast 19 Stunden!
Dabei wird es zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang nie richtig dunkel, sondern es herrscht ein Dämmerlicht.
Nördlich des Polarkreises, in Kiruna, der nördlichsten Stadt in Schweden, geht die Sonne überhaupt nicht unter, sie scheint 24 Stunden lang.
Die Mitternachtssonne scheint dort von Juni bis Juli 50 Tage ununterbrochen. Im Gegensatz dazu herrscht im Winter 20 Tage Polarnacht: vom 12. bis einschließlich 31. Dezember steigt die Sonne nie vollständig über den Horizont.


Midsommar in Schweden, an einem See in der Nähe von Sunne, Värmland – 24.06.2018 um 22:44 Uhr

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Ein Besuch auf der Chrysanthema in Lahr

Chrysanthema Gruss


Schon seit Jahren hatte ich es mir vorgenommen die Chrysanthema in Lahr zu besuchen – jetzt hat es endlich geklappt.
Wir hatten uns den Samstag ausgesucht, da für den Sonntag ekliges Schmuddelwetter vorausgesagt war. Und wir hatten wirklick Glück – es war mit 14 °C zwar recht kühl, aber es ist trocken geblieben und die Sonne kam zeitweise auch raus.
Unser Auto hatten wir in einem Parkhaus im Zentrum von Lahr abgestellt und uns dann am Infostand mit einem Flyer versorgt, auf dem ein Rundgang beschrieben ist.
Auf dem Rathausplatz ist ein kleiner Jahrmarkt mit Riesenrad und so haben wir uns Lahr zuerst einmal von oben angesehen, bevor wir die Stadt zu Fuß erkundet haben.



Seit 20 Jahren gibt es die Blumenschau Chrysanthema in Lahr.
Angefangen hat alles aber schon viel früher, nämlich 1962, als eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Dôle in Frankreich ins Leben gerufen wurde.
Lahrer Gärtner entdeckten in Dôle mächtige Chrysanthemenkaskaden, die in vielen Städten im Burgund und an der Loire die Häuser schmücken und so bunte Farbtupfer in herbstliches Grau zaubern. Die Lahrer ärtner lernten in Dôle die Anzucht und Kultur der großen Kaskaden-Chrysanthemen und schmücken damit seit 1988 ihre eigene Stadt unter dem Logo „Chrysanthema”.
Derzeit schmücken bei der größten Open-Air-Blumenschau im Spätherbst rund 10.000 Chrysanthemenpflanzen Straßen und Gebäude, darunter fast 1.000 Kaskaden-Chrysantehmen.
Auf dem Marktplatz finden Veranstaltungen, wie etwa Konzerte statt und man kann auch an verschiedenen Workshops, inklusive eines Kochvorführung rund um das Thema Chrysanthemen teilnehmen. Die sind leider meist unter der Woche….
Kommt mit auf die bunte Reise  und lasst euch verzaubern. Wer selbst hinfahren möchte um sich das Spektakel anzusehen, kann das noch bis 12. November tun.



Am Rathausplatz – Riesenrad
Wir stärken uns mit Steckrübensuppe und Chrysanthemen-Bier



Der Storchenturm


Chrysanthemenkönigin 2017 Lea I.


Kaffeepause im historischen Café Süßes Löchle



Der Chrysanthema-Rundweg durch die Lahrer Innenstadt

Noch mehr schöne Bilder gibt’s im Blog des Markgräflers im Beitrag: Chrysanthema in Lahr

Backen, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Herbst, Markgraeflerland, Natur & Garten, Rezepte, Wein

Ein Besuch bei der Familie Scheidereiter und Winzerfladen


Vergangenen Freitag waren die Markgräflerin und der Markgräfler wieder mal bei der Familie Scheidereiter auf dem Hof, um uns für den Oktober mit Kürbissen einzudecken.
Wir hatten wieder mal strahlendes Fotowetter….



Herbst im Margräflerland
– die Spargelfelder ruhen und die Ernte ist bunt…


Neben Kürbissen kann man hier auch Gemüse, Nüsse, Obst – freitags Blumensträuße, Backwaren und selbst Gebasteltes erwerben.
Man sucht sich etwas aus und wirft das Geld in eine Kasse.
Ich hatte ein Schild entdeckt, auf dem frisch geernteter Endiviensalat angeboten wurde. Dieser wird auf Wunsch direkt aus dem Garten geholt und wer möchte, kann den Salat sogar mit Wurzel mitnehmen. Und das habe ich dann getan…

Für die Winzerfladen habe ich nur etwa die Hälfte des Salats verwendet, und die Blätter dafür von außen her abgeschnitten.
Den Rest habe ich dann mit der Wurzel in mein Hochbeet gesetzt. So bleibt der Salat schön frisch.

Auf den Winzerfladen vereinen sich Trauben, mit Speck, Walnüssen und Zwiebeln – fast alles, was der Herbst an köstlichen Zutaten zu bieten hat.
Dazu passen Neuer Wein, Traubensaft, ein Glas trockener Weißwein oder ein süffiger Rotwein.



Winzerfladen


Zutaten
(für 6 Stück)

Für den Teig
½ Würfel Hefe (ca. 20 g)
1 Prise Zucker
300 g Weizenmehl Tipo 00 (Spezialmehl für Pizza)
Salz
3 Esslöffel Olivenöl
Mehl zum Bearbeiten

Für den Belag
2 rote Zwiebeln
200 g Endiviensalat
150 g Weintrauben
50 g Walnüsse
2 Esslöffel Olivenöl
1 Teelöffel Butter
Salz
Pfeffer
150 g Sahne
100 g Magerquark
1 Ei
80 g Schinkenspeckwürfel

Zubereitung
Für den Teig die Hefe in eine Tasse oder eine kleine Schale bröckeln, den Zucker darüberstreuen und 50 ml lauwarmes Wasser dazugießen.
Alles gut verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat, und zugedeckt an einem warmen Ort ca. 15 Min. gehen lassen.
Dann das Mehl mit 1 Teelöffel Salz mischen. Den Hefeansatz, das Öl und 130 ml lauwarmes Wasser dazugießen und alles zu einem weichen Teig verkneten.
Mit Mehl bestäuben und den Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 Min. gehen lassen.

Inzwischen für den Belag die Zwiebeln schälen, längs halbieren und in dünne Streifen schneiden.
Endiviensalat putzen, waschen und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.
Trauben waschen, halbieren und evtl. entkernen, Walnüsse grob hacken.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln darin goldgelb andünsten und herausnehmen.
Die Butter in der Pfanne zerlassen, den Salat darin bei großer Hitze unter Rühren kurz zusammenfallen lassen. Salzen, pfeffern und in einem Sieb abtropfen lassen.

Den Backofen auf 225°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
Den Teig nochmals durchkneten und in 6 gleich große Stücke teilen. Jedes Teigstück auf wenig Mehl zu einer Kugel formen, mit dem Handballen flachdrücken und ca. ½ cm dick ausrollen.
Die Fladen auf das Blech legen.
Saure Sahne, Quark und Ei gut verrühren, salzen und pfeffern.
Je die Hälfte von Zwiebeln, Speck und Salat unterrühren und die Masse auf den Fladen verstreichen.
Die übrigen Zwiebeln, Speck und Salat sowie Trauben und Walnüsse darauf verteilen. Im der Mitte des vorgeheizten Backofens ca. 30 Min. backen, bis die Fladen goldgelb sind.



Mini Pizzas with bacon, cheese and grapes

Ingredients
(makes 6 )

For the dough
½ cube of yeast (about 20 g)
1 pinch of sugar
300 g wheat flour Tipo 00 (special flour for pizza)
salt
3 tablespoons olive oil
Flour for processing

For the topping
2 red onions
200 g of endive lettuce
150 g grapes
50 g walnuts
2 tablespoons olive oil
1 teaspoon butter
salt
pepper
150 g cream
100 g low fat quark (fromage blanc) or cottage cheese
1 egg
80 g bacon cubes

Preparation
For the pastry, crumble the yeast into a cup or small bowl, sprinkle with a pinch of sugar and add 50 ml of tepid water.
Stir everything well until the yeast has dissolved, and leaven – covered and in a warm place – for about 15 minutes.
Then mix the flour with 1 teaspoon of salt. Add olive oil and 130 ml of tepid water and knead everything to a soft dough.
Sprinkle little flour, cover and leaven the dough in a warm place for about 45 minutes.

Meanwhile, prepare the topping:
Peel the onions, cut them in half and after that cut into thin strips.
Clean the endivive lettuce, wash and cut into about 1 cm wide strips.
Wash the grapes, cut in half and, if necessary, remove the seeds. Finely chop the walnuts.
Heat olive oil in a frying pan, fry the onions in it until golden, then remove from the pan.
Melt butter in a frying pan, add the lettuce, fry briefly at high heat. Salt, pepper and drain in a sieve.

Preheat oven to 225 ° C = 437 °F.
Knead the dough again and divide into 6 equal pieces. With a little flour, form balls out of each piece of dough, flatten with your handball and roll out about ½ cm thick.
Place on a baking tray lined with baking paper.
Stir well sour cream, quark and egg and season with salt and pepper.
Fold in half of the onions, bacon and lettuce an spread the mixture onto the dough pieces.
Add remaining lettuce, onions, bacon and grapes and sprinkle with walnuts. Bake in the middle of the preheated oven for about 30 minutes, until the mini pizzas are are golden.

Serve with a glass of white or red wine.

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Die DIGA rund ums Inzlinger Wasserschloss

DIGA Inzlingen 2015_2


Als ich in den vergangenen Wochen immer wieder am Plakat vorbeifuhr, das für die DIGA in Inzlingen wirbt, fiel es mir ein…

Vor zwei Jahren fand rund um das Wasserschloss dort in Inzlingen die erste Gartenmesse statt. Die DIGA selbst kannte ich schon aus Bad Säckingen, Rheinfelden, Bad Krozingen und sogar in Auggen war die DIGA vor einigen Jahren schon mal.
Die DIGA findet an diesem Wochenende nun zum zweiten Mal in Inzlingen statt und da sind ja noch ein paar Bilder, die hier im Blog bisher gar nicht erschienen sind!


DIGA Inzlingen 2015_1


Ich bin damals mit meiner Nachbarin Gertrud losgezogen, um uns die Gartenmesse anzuschauen und natürlich sind wir auch mit dem einen oder anderen Teil für den Garten unterm Arm wieder nach Hause gefahren.
Und wir waren noch im Wasserschloss Restaurant  , das für seine feine Küche bekannt ist und haben eine Kleinigkeit gegessen…

Hier sind ein paar Impressionen – vor zwei Jahren war es an diesem Tag besonders heiß, und das sieht man ein wenig am gleißenden Licht.
Vielleicht findet der eine oder andere eine Anregung für die Gartendekoration oder fährt morgen selbst noch dorthin.
Das Wasserschloss in Inzlingen ist aber immer wieder auch ohne Gartenausstellung einen Besuch wert. Rundum gibt es zahlreiche Wanderwege und im Restaurant sollte man unbedingt mal zum Essen oder auf einen Kaffee einkehren.


DIGA Inzlingen 2015_3


  Kurioses



Deko Ideen mit Hauswurz-Pflanzen (Sempervivum)



Das Wasserschloss – Mittagessen im Restaurant



Das Menü


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Flashback: Ein Besuch auf dem Hardhof Pfrengle


Vor zwei Jahren hatte ich euch schon einmal vom Hardhof Pfrengle in Hartheim berichtet.
Damals inmitten der Spargelsaison – denn im Hofladen kann man das köstliche Stangengemüse nebst frischen Salaten, Kräutern, Beeren und mehr finden.

Beim Sichten meines Fotoarchivs bin ich dann auf diese Bilder von einem Besuch im Juli vergangenen Jahres gestoßen.
Es war der erste Sonntag im Juli, als ich mit meiner Nachbarin Gertrud auf dem Rückweg vom Englischen Garten in March-Hugstetten noch einen kurzen Fotostop in Hartheim eingelegt hatte.
Der Hofladen war natürlich am Sonntag geschlossen, aber wenn die Rosen und der Lavendel auf dem liebevoll angelegten Feld vor dem Hardhof blühen, ist das immer ein besonderes Erlebnis für die Sinne. Ein richtiges Idyll.

Hier sind die Fotos – vielleicht habt ihr auch einmal Lust, dort vorbeizuschauen. Es lohnt sich!


Vor dem Hofladen



Der Kräutergarten



Der Rosengarten



Rittersporn



Lavendel



alle Bilder/all images
©markgraeflerin.wordpress.com / Karin Schindler 2016


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Gâteau Lorrain aux Mirabelles: Französischer Joghurt-Becher-Kuchen mit Mirabellen – ein Rezept aus der Lorraine

Gateau Lorrain aux Mirabelles 1
Mirabellenkuchen – nach einem Rezept aus der Lorraine


Heute habe ich zur Abwechslung wieder mal ein Rezept für euch.
Es passt wunderbar zu meinem Reisebericht aus der Lorraine – denn ich habe es aus der Lorraine für euch mitgebracht.
Die Basis bildet ein „Becherkuchen”, der in Frankreich sehr populär ist – man braucht einen Becher mit Joghurt und darin misst man dann den größten Teil aller Zutaten für den Kuchen ab.
Ich habe dafür einen Joghurtbecher von La Fermière genommen. Statt Erdnussöl habe ich Rapsöl verwendet – es handelt sich deshalb nicht um einen Übersetzungsfehler, sondern das ist Absicht.

Da es einige Anfragen bezüglich der Menge gab, die im Joghurtbecher ist, hier noch eine kleine Ergänzung:

Die Joghurttöpfchen von La Fermière enthalten 140 g Joghurt. Da ich großzügig abgemessen habe, denke ich, dass man auch die in Deutschland handelsüblichen 150 g Becher verwenden kann (z. B. Jogi von Schwarzwaldmilch).



Der Kuchen ist wunderbar saftig und wird selbst nach mehreren Tagen nicht trocken. Bei warmem Wetter sollte man den Kuchen dann allerdings im Kühlschrank aufbewahren.
Man kann den Kuchen auch mit anderem Obst belegen. Im Moment haben bei uns im Markgräflerland die Mirabellen Saison.
Der Clou am Mirabellenkuchen ist aber der kleine Schuss Mirabellengeist, der ihm ein wunderbares Aroma verleiht.


Sommer 2016 Urlaub 238 Luneville Teller


Sollte jemand von euch gerade die schöne Tortenplatte bestaunt haben – ja, die habe ich mir auch als Souvenir aus der Lorraine mitgebracht.
Sie stammt aus der Fayencerie in Luneville. Ein etwas moderneres Teil, das ich vor Ort im Fabrikverkauf erstanden habe, nachdem ich mich  – wie immer bei solchen hübschen Sachen – wieder nicht entscheiden konnte, was ich nun nehmen soll.
Aber eine neue Tortenplatte hatte ich definitiv gebraucht!



Gâteau Lorrain aux Mirabelles


3 œufs
1 pot de yaourt nature (140 gr)
1 pot de yaourt d’huile arachide
2 pots de yaourt de sucre
3 pots ½ de farine tamisée
1 paquet de levure
un peau d’eau de vie de mirabelle
250 gr de mirabelles dénoyautées fraîches ou en bocaux roulées légèrement dans le farine

Séparer les blancs et les jaunes d’œufs, bien mélanger les jaunes d’œufs, le sucre,l’eau de vie, pour que le mélange blanchisse.
Ajouter le yaourt, la levure et les blancs battus en neige ferme, puis mélanger doucement la farine tamisée et l’huile à l’aide d’une spatule en bois.

Versez la pâte dans une moule beurré et poser les mirabelles farinées sur la pâte.
Cuire environ 1 heure à 150 °C.


Gateau Lorrain aux Mirabelles 7


Mirabellenkuchen nach einem Rezept aus der Lorraine


Zutaten
Für eine Springform mit 24 cm Ø
• 3 Eier
1 Prise Salz
1 Becher Naturjoghurt (140-150 g)
1 Joghurtbecher Rapsöl
2 Joghurtbecher Zucker
3 ½ Joghurtbecher gesiebtes Mehl
2 Teelöffel Backpulver
1 Schnapsglas Mirabellengeist (-schnaps)
250 g frische Mirabellen, entsteint, leicht in Mehl gewendet
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung
Eiweiß und Eigelb trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Eigelb, Zucker und Mirabellenschnaps verrühren, bis die Masse hellgelb ist.
Joghurt, Backpulver und steif geschlagenes Eiweiß hinzufügen. Dann mit einem Backspatel vorsichtig Mehl und Öl unterheben.

Den Teig in eine gebutterte und mit Mehl bestäubte Form füllen. Die Mirabellen auf dem Teig verteilen.
Bei 150 °C Umluft (oder 170 °C Ober- Unterhitze) etwa eine Stunde backen.
Mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist, dann aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen.
Aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Zum Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.
Dazu passt Schlagsahne oder Vanilleeis.


Gateau Lorrain aux Mirabelles 2


Mirabelle and yoghurt cake – a recipe from the Lorraine


Ingredients
For a springform pan with 24 cm Ø
The ingredients for the batter are measured in the yoghurt pot!
3 eggs
1 pinch of salt
1 pot plain yogurt (140 g)
1 yoghurt pot of rapeseed oil
2 yoghurt pots of sugar
3 ½ yoghurt pots of sifted flour
2 teaspoons of baking powder
1 shot glass of mirabelle schnapps
250 g fresh mirabelles, stoned, slightly rolled in flour
Icing sugar for sprinkling

Preparation
Separate egg whites and yolks. Beat egg whites together with a pinch of salt until stiff. Mix egg yolks, sugar and mirabelleschnapps and stir until the mixture is frothy.
Add yogurt, baking powder and stiff egg whites. Then, with a baking spatula carefully fold in flour and oil.

Pour the mixture into a buttered and floured springform. Distribute the mirabelles on the dough.
Bake at 150 °C=302°F convection (or 170 °C=338 °F conventional heat) for about an hour.
With a wooden skewer, check if the cake is done. Then remove from the oven and let cool in the springform for 10 minutes.
Open the springform, transfer the cake to a wire rack and let cool completely.
To serve, sprinkle with a little icing sugar.
Serve with whipped cream or vanilla ice cream.


Fotografie, Frühling, Garten, Markgraeflerland, Natur & Garten

Aus meinem Garten: März 2016

Garten März 1


Bisher hatten wir im März an den Wochenenden kein besonders tolles Wetter.
Am Wochenende vor Ostern gab es zwar ein wenig Sonnenschein, aber der Wind war immer noch kalt und bissig. Gestern war es dann immerhin schön warm und sonnig, auf der Terrasse zeigte unser Thermometer schon 20 °C! Heute ist es wieder bewölkt, windig und kühl.

Aber es hilft ja alles nichts, der Garten will versorgt werden. Aufräumen, sehen welche Pflanzen den Winter überstanden haben und Pläne schmieden, was sich im neuen Gartenjahr ändern soll.
Mein Kräuterbeet ist zunehmend unansehlich, voller Moos und wild wachsendem Irgendwas. Ein Hochbeet muss her, damit das kleine Stückchen besser zu bearbeiten ist = Plan 1.


Garten März 4
Kräuterbeet – hier soll ein kleines Hochbeet entstehen


Ausserdem liegt unser Garten am Hang und der senkt sich von Jahr zu Jahr. Also muss er befestigt werden = Plan 2.
Und im Vorgarten fängt schon wieder der Giersch an, zu wuchern. Leider ist er noch nicht groß genug, um in der Küche verarbeitet zu werden.

Jedenfalls haben wir uns vergangene Woche eine neue Gartenbank geleistet, da bei der alten die Sitzfläche ein wenig morsch geworden war. Außerdem wurde sie ständig an ihrem ehemaligen Standplatz unter dem Apfelbaum vom Sturm umgeweht.
Aber als Dekoelement taugt sie immerhin noch im Vorgarten. Und so habe ich in der vergangenen Woche die Bank österlich dekoriert.


Garten März 2


Und außerdem gibt es wieder viel Blau im Garten: