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Rothaus – Besichtigung der Brauerei


Weil es gerade zum Oktoberfest passt und nicht nur die Bayern gutes Bier brauen können….
Ich habe euch noch gar nicht von unserem Besuch in Rothaus während unseres Urlaubs daheim erzählt!



An unserem ersten Tag im Schwarzwald haben wir am späten Nachmittag an einer Besichtigungstour der Rothaus Brauerei teilgenommen.



Nach einem sehr interessanten Film über die Brauerei Rothaus und die Geschichte und Herstellung des Bieres, der übrigens von schönen Aufnahmen aus der Gegend um Rothaus begleitet wurde, durften wir uns die Brauerei ansehen und verschiedene Gerstenmalze probieren, bevor es an der Abfüllanlage und der Steuerzentrale, über die der Brauvorgang am Computer kontrolliert wird, nach draußen auf den Hof und zur Bierverkostung mit Brezel ging…



Leider hatte es im Anschluß zeitlich nicht geklappt, im Brauereigasthof noch eine Kleinigkeit zu essen.

Aber das haben wir dann am nächsten Tag  – am Abend nach unserer Wanderung durch die Wutachschlucht – nachgeholt.
Der Markgräfler hat noch einen Rothaus Whisky probiert, für den die Grundzutaten für das Destillat in der Brauerei hergestellt werden.
Gebrannt wird der Whisky von der Destillerie Kammer-Kirsch aus Karlsruhe, da die Brauerei selbst kein Brennrecht besitzt.

Der erste Single Malt wurde im April 2006 in Rothaus gebraut und vergoren, im Juni 2006 destilliert und im September 2009 bei der Destillerie Kammer-Kirsch abgefüllt. Die 1440 Flaschen des ersten Jahrgangs waren innerhalb von zwei Tagen vergriffen und erzielten Höchstpreise.

Im Jahr 2011 wurde die Destillerie Kammer-Kirsch auf der 13. Interwhisky Show, der bedeutendsten Fachmesse für Whisky in Deutschland, für den Rothaus Black Forest Single Malt Whisky als „Germany’s Best Whisky Distillery 2011“ ausgezeichnet.



Der Markgräfler und die Markgräflerin sind eher keine erfahrenen Whisky Trinker – Whisky war bei uns bisher nur eine Zutat für Cocktails oder Desserts – aber nachdem der Rothaus Whisky vom Markgräfler für „gut” befunden wurde, haben wir eine kleine Flasche mit 200 ml Inhalt als Souvenir mit nach Hause genommen – für eine besondere Gelegenheit….


Die Badische Staatsbrauerei Rothaus im Schwarzwald


Die Brauereibesichtigung



Biergit Kraft – „Bier git Kraft” – oder: Bier gibt Kraft

Das Sudhaus

Zu Beginn des Brauvorgangs wird geschrotetes Malz mit Brauwasser in den Maischegefäßen zur Maische vermischt und erhitzt. In diesem zweistündigen Prozess sorgen die natürlichen Enzyme des Malzes dafür, dass die Stärke des Malzkornes in einen flüssigen Zuckerextrakt umgewandelt wird.
Anschließend gelangt die Maische in den Läuterbottich. Dieser trennt die festen Bestandteile, die Biertreber, von der Flüssigkeit. Das gewonnene Produkt heißt Würze, die mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen nun in die Sudpfanne gelangt. In der Sudpfanne kommt über mehrere Gaben verteilt der Hopfen hinzu. Die Würze wird über eine Stunde lang intensiv gekocht, wodurch sich die Hopfenbitterstoffe lösen und die Würze ihr feines Aroma erhält.
Am Ende der Kochung hat die Bierwürze den für das jeweilige Bier typischen Stammwürzegehalt. Der Sudprozess dauert ca. 6 Stunden.



Auf dem Weg zum Gärtank wird der Würze im Hefekeller Hefe hinzugegeben. Sie lässt die Würze vergären. In zylindrokonischen Gärtanks findet bei gleichmäßig niedrigen Temperaturen von 8 bis 10 Grad Celsius nach klassischem Gärverfahren die Hauptgärung der untergärigen Biere statt. Bei einer langen, kalten Gärung, die einen Teil des Rothaus Brauverfahren ausmacht, geben und lassen wir unserem Bier Zeit.



Durch die Filtration werden die untergärigen Biere – Rothaus Pils und Rothaus Märzen Export – von den trübenden Bestandteilen befreit und erhalten ihre fein glänzende und kristallklare Beschaffenheit. Insgesamt durchläuft das Bier hier drei verschiedene Filter. Das Rothaus Hefeweizen behält seine dem Biertyp entsprechende natürliche Trübung und gelangt unfiltriert zur Abfüllung.


auf der Abfüllanlage sausen die Flaschen vorbei…

Die Flaschenabfüllung in Rothaus entspricht dem modernsten Stand der Technik. Nur so können wir unsere hohen Anforderungen an Hygiene und Bierqualität erfüllen und gewährleisten, dass unsere Kunden immer frische Qualitätsbiere genießen können.

Nicht nur die Anlagen entsprechen höchsten Standards, sondern auch die Flaschenausstattung. Zum Beispiel bieten die braunen Bierflaschen bis heute den besten Schutz vor UV-Strahlung und Licht, durch welche der Geschmack des Bieres deutlich spürbar schon innerhalb kurzer Zeit nach der Abfüllung leidet. Erkennungsmerkmal unserer Zäpfle-Flaschen sind die Faltakapseln, die auch den Flaschenhals vor Verunreinigung schützen. Diese werden ohne Leim lediglich angedrückt. So können sie vor dem Genuss einfach, schnell und ohne Rückstände heruntergezogen oder entfernt werden. Bleiben diese Kapseln an der Flasche, werden sie von uns recycelt.

Wir betreiben zwei Abfülllinien, mit denen wir 55.000 bzw. 60.000 Flaschen in der Stunde befüllen können.



Verkostung und Brauerei-Shop



Im Garten hinter der Brauerei gibt es einen Biergarten mit Ausblick, wo man typische Schwarzwälder Spezialitäten zum Bier genießen kann, das geht von Wurstsalat über Bauernbratwürste, Vesperbrett bis hin zu Schwarzwälder Maultaschen.

Es gibt verschiedene Biersorten zur Auswahl. Wir haben das Eiszäpfle und alkoholfreies (jawohl, richtig gelesen, das gibt es hier auch!) Weizen-Tannenzäpfle probiert.

Lustig
Wir hören einen Jungen sagen:

Du Oma, gib‘ mir emol e weng Geld – dr Papa het gsait ich soll no zwei Maidli hole…. (Du Oma, gib mit mal ein wenig Geld, der Papa hat gesagt, ich soll noch zwei Mädchen holen).

Das „Schwarzwald Maidle” ist auch eine Biersorte von Rothaus, ein naturtrübes Bier, das nach historischem Vorbild gebraut wird – wie alle Rothaus-Biere mit hauseigenem weichen Brauwasser, Qualitätsmalz aus der Region und Aromahopfen aus Tettnang und der Hallertau.



Wie bereits erwähnt, sind wir am nächsten Tag nochmal zur Brauerei gefahren, um im Brauereigasthof etwas zu essen.
Außerdem haben wir im Rothaus Shop noch einen Sechserpack Bier mit den verschiedenen Biersorten gekauft.
Der Biergarten war am Abend bereits geschlossen – es war regnerisch und kühl.


Biergarten der Rothaus Brauerei

Bericht folgt….


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Heimatkunde: Eine Wanderung am Doubs entlang nach St. Ursanne mit AVANTI


Die Markgräflerin und der Markgräfler haben Ferien – und genießen ihren Urlaub zu Hause im schönen Markgräflerland.
Wir hatten schonmal vorab eine Liste gemacht, was wir alles unternehmen wollen und haben dabei auch Ausflüge zu unseren Nachbarn in die Schweiz und nach Frankreich geplant.

Unter anderem hatten wir bei AVANTI Reisen eine Heimatkunde-Fahrt mit geführter Wanderung gebucht.
Unser Ziel war der Schweizer Jura. Entlang des Flüsschens Doubs sind wir vom kleinen Ort Soubey nach St. Ursanne gewandert.

Auf unserem Weg dorthin hatte es noch geregnet. Als wir am Startpunkt unserer Wanderung ankamen, hatten wir aber schönes Wanderwetter.



Die Wanderroute
Soubey (476 m ü.M.) – Le Champois (478 m ü.M.) – Passerelle de La Charbonnière (455 m ü.M) – La Lomenne (439 m ü.M.) – St-Ursanne (438 M ü.M.)

Eigentlich eine leichte Wanderung über Stock und Stein, ohne nenneswerte Steigungen. Am Ende wurde es aber doch noch sehr anstrengend, denn ab etwa der Hälfte brannte die Sonne immer mehr vom Himmel und obwohl die Strecke größtenteils unter schattigen Bäumen verlief, waren wir am Ende ziemlich geschafft.

Als Wanderzeit waren 4 Stunden angesetzt (etwa 15 km). Karin Breyer hat die Wanderung begleitet.
Karin Breyer schreibt Wanderführer für den Schweizer Reinhardt Verlag. Sie lebt als freie Autorin, Journalistin und Achtsamkeitstrainerin in Freiburg.



In Soubey gibt es eine alte Mühle, deren Ursprünge auf das Jahr 1565 zurückgehen. Sie liegt am Anfang unserer Wanderstrecke am Bach Bief.
Die Mühle war noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts in Betrieb und besitzt ein Schaufelrad von 6 m Durchmesser.
Wir hatten Glück – die Bewohner saßen gerade draußen an einem Tischchen beim Frühstückskaffee und der Herr des Hauses hat uns durch das kleine hauseigene Mühlenmuseum geführt.


 


Dann ging es vorbei an einer Fischzucht (Forelle, Lachs Karpfen) deren Becken mit dem Wasser des Baches gespeist werden.
Überhaupt ist diese Gegend bekannt für die guten Forellen – im nahegelegenen Restaurant direkt an der Straße, wo auch die Postbus Haltestelle ist,  kann man sie probieren.
Wir hatten keine Gelegenheit dazu, wir wollten ja in Richtung St-Ursanne weiterwandern.
Nicht so schlimm, denn auch in der Nähe unseres Heimatorts gibt es ja sehr gute Forellen.



Zuerst sind wir rechts vom Doubs entlangewandert, dann ging es über eine Brücke und von dort haben wir uns immer am linken Ufer fortbewegt.


 


Hier überqueren wir den Doubs – wie das klingt, könnt ihr hier nachhören:


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Wer die Strecke lieber auf dem Fluß hinter sich legen möchte, kann in Soubey ein Kanu mieten und nach St. Ursanne paddeln.


 

 


Unser Wanderweg hat unterwegs mehrmals Kuhweiden gekreuzt….
Die Kühe liefern unter anderem die Milch für den bekannten Tête-de-Moine-Käse, der mittels eines Girolle Hobels vom halbierten Kaiselaib kreisrund und dünn abgehobelt wird.
Dadurch entstehen dekorative Käserosetten. Ein wunderbar köstlicher Käse!



Hier ist der Originalsound.


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Gegen 15 Uhr näherten wir uns dem Ziel  – rechts im Bild sieht man das Eisenbahnviadukt von St-Ursanne. Der Bahnhof befindet sich auf einer Anhöhe.


 


Wir waren so froh, dass wir es endlich geschafft hatten. Zuerst haben wir uns in einem kleinen Park im Schatten der Bäume ausgeruht. Dann haben wir uns im kleinen Coop Markt mit einer riesigen Flasche Eistee versorgt und haben nur einen kleinen Rundgang unternommen.
Ich hätte mir gerne noch mehr angesehen, aber es war wirklich viel zu heiß an diesem Tag… Außerdem wird der ganze Ort derzeit rausgeputzt. Es wird neues Kopfsteinpflaster verlegt und die zahlreichen Brunnen werden renoviert. Man hätte also sowieso nicht alles gesehen.
Den Aufstieg über die 190 Stufen zur Eremitage, wo der Namensgeber des Ortes, der Eremit Ursicinus, ein Gefährte des heiligen Kolumban, 612 bis 619 gewirkt hatte, haben wir uns auch gespart.
Wir haben aber im Tourismus-Büro vor Ort einige Prospekte mitgenommen, um nochmals hierher zu kommen.
Hier soll es nämlich auch gutes Bier geben, das haben wir auch noch nicht probiert…



Karten

Wanderroute

Anfahrt