Champagner Risotto mit grünem Spargel

24. Mai 2012 by

Nochmal ein klassisches Rezept mit grünem Spargel. Ich hatte ausnahmsweise mal echten Champagner aus Reims (sonst verwendet man einen trockenen Markgräfler Winzersekt).

Champagner Risotto mit grünem Spargel

Für 4 Personen:

1 Schalotte
1 Knoblauchzehe, gepresst
500 g dünne, grüne Spargeln
400 g Risotto Reis
250 ml Champagner
1 Liter Fleisch- oder Gemüsebrühe
Rosmarinnadeln
75 g Butter (nach Belieben)
Salz, Pfeffer

gehobelter Parmesan oder Sbrinz

Schalotte fein würfeln, Knoblauch durch die Presse drücken.
Den Spargel waschen, die holzigen Enden abschneiden und längs in schmale Streifen schneiden, dabei die Köpfe ganz lassen und beiseite legen.
In einem beschichteten Topf Schalotte und Knoblauch in 2 Esslöffel Butter glasig dünsten. Die Spargelstücke hinzufügen, dann den Reis und ebenfalls  andünsten.
Mit Champagner ablöschen.

Den Champagner unter Rühren einkochen lassen. Nach Belieben Rosmarinnadeln (ca. 1 1/2 Teelöffel) hinzufügen. Dann immer soviel Brühe nachgießen, bis der Reis kanpp bedeckt ist, einziehen lassen und wiederholen, solange bis die Flüssigkeit vom Reis aufgenommen ist. Dabei ständig rühren (…Geduld!) – das dauert ca. 16-20 Minuten auf kleiner bis mittlerer Flamme, je nach verwendeter Reissorte.

In den letzten 5 Minuten die Spargelspitzen hinzufügen, mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Nach Belieben zum Schluss noch etwas Butter unterheben.
Auf Teller anrichten, mit gehobeltem Parmesan oder Sbrinz bestreuen und evtl. noch mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer nachwürzen.
Dazu gibt’s ein Glas Champagner…

TARTE FLAMBÉE AUX ASPERGES – Flammkuchen mit grünem Spargel und Ziegenfrischkäse

22. Mai 2012 by

Hier zur Spargelsaison  noch ein frühlingshafter, französischer Klassiker – ein ganz besonderer

Flammkuchen mit grünem Spargel

Für 4-6 Portionen (3 Flammkuchen)

Teig:
280 g Weizenmehl (Type 550)
120 g Roggenmehl (Type 1150 – Ruchmehl)
1 Teelöffel Salz
1 Päckchen Trockenhefe
1 Esslöffel Olivenöl
Mehl zum Arbeiten

Für den Belag:
750 g grüner Spargel
Salz
2 rote Zwiebeln
3 Esslöffel Olivenöl
4 Stängel Estragon
etwas Schnittlauch und 1 Knoblauchzehe (oder 8 Blätter Bärlauch, falls erhältlich)
150 g Ziegenfrischkäse
100 g Crème fraîche
100 ml Sahne
Pfeffer
100-150 g dünn geschnittener roher, luftgetrockneter Schinken (nach Belieben)

Für den Teig beide Mehlsorten mit 1 Teelöffel Salz und Trockenhefe mischen. Circa 250 ml lauwarmes Wasser und 1 Esslöffel Olivenöl nach und nach dazugeben und mit dem Knethaken das Handrührgeräts oder der Küchenmaschine unterkneten.
Dann von Hand weitere 5 Minuten zu einem elastischen Teig verkneten. Die Schüssel abdecken und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Für den Belag die Spargelstangen (Ø 8-12 mm) waschen, die holzigen Enden abschneiden und dann sehr schräg in möglichst längliche, ca. 8 mm dicke Scheiben schneiden, dabei die Spitzen ganz lassen. In ausreichend kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten blanchieren, sodass sie nicht mehr ganz bissfest sind, dann in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abbrausen und gut abtropfen lassen.

Die Zwiebeln schälen, längs halbieren, dann in feine Streifen schneiden. In einer beschichteten Pfanne 2 Esslöffel Olivenöl erhitzen, darin die Zwiebeln hell andünsten, die Pfanne vom Herd nehmen.

Die Kräuter waschen und trocken tupfen. Estragonblättchen fein zerschneiden (Bärlauch in schmale Streifen schneiden), Schnittlauch mit einer Schere in Röllchen schneiden. Den Knoblauch schälen und durch eine Presse drücken.

Den Ziegenkäse je nach Konsistenz erst mit einer Gabel zerblöckeln, dann mit Crème fraîche und der Sahne glatt rühren. Die Kräuter und den Knoblauch unterrühren und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kräftig durchkneten, in 3 Portionen teilen und jedes Teigstück so dünn wie möglich zu einem ovalen Fladen ausrollen. Nach Belieben mit dem Daumen am Rand ein Wellenmuster formen.

Den Backofen auf 230 °C (Umluft 210 °C) vorheizen.

Jeden Teigfladen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit der Kräutercreme bestreichen.


Den Spargel in der Pfanne mit den Zwiebeln und dem restlichen Olivenöl mischen,

und auf den Fladen verteilen

Ganz leicht salzen und mit grobem Pfeffer übermahlen.
Im unteren Teil des Backofens pro Blech in 12-15 Minuten knusprig braun backen.

Etwa 5 Minuten vor Ende der Backzeit nach Belieben den rohen Schinken darüber legen.

….und dann mit einem Glas Weißwein genießen ;-)

Le Far Breton – Bretonischer Kuchen mit Backpflaumen

21. Mai 2012 by

Erinnerungen an den Französisch-Unterricht. In der 11. Klasse gab es einen Referendar, der uns Schülern Frankreich und die Französische Sprache durch ein Wochenende auf einer Ferme in den Vogesen und allerlei Kochrezepte nährergebracht hat. Diesen Kuchen -oder nennen wir es besser einen süßen Auflauf- aus der Bretagne habe ich früher öfters mal gebacken.

Beim Stöbern in dem Französischen Kochbuch, das ich von meinem Mann zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, fiel mir das Rezept wieder ein – im Kochbuch werden die Backpflaumen in Armagnac (was eigentlich naheliegender ist) getränkt. Mein Rezept ist mit Rum. Wer keinen Alkhol verwenden möchte, weil Kinder mitessen, kann die Backpflaumen auch in etwas Schwarztee einlegen.

LE FAR BRETON

125 g Mehl
125 g Zucker
2 Eier
125 g gedörrte Pflaumen
1/2 Liter Vollmilch
etwas Rum

Die Pflaumen in Rum legen.
Zucker und Eier schaumig rühren, dann das Mehl unterrühren. Die Milch leicht erhitzen, dann zu der Eiermasse hinzufügen.
Eine Backofenfeste Form mit Butter einfetten und die Pflaumen darin verteilen. Vorsichtig den Teig darüber geben.

Im Backofen bei 200 °C etwa 1 Stunde backen. Sollte Der Teig zu schnell dunkel werden, mit einem Stück Alufolie abdecken.

Endlich! – Die Rosenblüte beginnt

20. Mai 2012 by

Aus meinem Garten – Maiglöckchen und Glockenblumen

20. Mai 2012 by

Apfel-Sahne Torte mit Markgräfler Gutedel

20. Mai 2012 by

ein Remake / Rebake
diesmal die große Torte
mit Zitronenmelisse Blättchen dekoriert

Zum Rezept geht’s hier

Armenische Küche – Die gefüllten Weinblätter von Arawni, ein privater Kochkurs

19. Mai 2012 by

Vor ein paar Jahren habe ich bei Arawni am Weihnachtsmarkt-Stand gefüllte Weinblätter mitgenommen. Unvergleichlich gut – da kommen selbst die vom Stand auf dem Müllheimer Wochenmarkt nicht dran…
Und seit ewigen Zeiten hat sie mir versprochen, die Weinblätter mit mir zusammen zu kochen.
Jetzt endlich hat es geklappt – wir hatten beide einen freien Tag (denn für die gefüllten Weinblätter braucht man viel Zeit).

Arawni stammt aus Armenien und lebt schon seit ihrer Jugend in Deutschland. Deshalb hier ihr Rezept für gefüllte Weinblätter auf armenische Art.

Die Zutaten:

1 kg Zwiebel
150 ml Olivenöl
300 g Rundkornreis (Milchreis oder Risottoreis)
Salz/Pfeffer
1/2 Bund Dill
1/2 Bund Petersilie (glatte!)
getrocknete Minze
Weinblätter aus dem Glas oder 1 Packung
1/2 Zitrone
1 Teelöffel Zucker

Zuerst muss man die Zwiebeln in Würfel schneiden – das Wetter war einigermaßen schön, und deshalb haben wir das im Freien getan, das gibt weniger Tränen…

Arawni mit den geschnittenen Zwiebeln – im Hintergrund das Freibad in Müllheim:
da es zu kühl zum Schwimmen war, war es an diesem Tag bis 17 Uhr geschlossen,
und wir konnten “unter Aufsicht” von Karlheinz, dem Chef vom Müllheimer Freibad ungehemmt in der Küche werkeln.

Danach verteilt man das Olivenöl über die Zwiebeln und dünstet diese glasig. Bei einem Kilo dauert das ein Weilchen – und ständiges Rühren nicht vergessen, damit sie nicht anbrennen!  ;-)

Dann den Reis hinzufügen, mit den Zwiebeln vermischen und mit andünsten, anschließend etwas Pfeffer, Salz, gehackte Petersilie, getrocknete Minze (1 x darüberstreuen) und zuletzt den gehackten Dill hinzufügen

Alles gut vermischen und abkühlen lassen.

Dann die Weinblätter vorbereiten. Weinblätter aus dem Glas abschütten (oder einfach aus der Packung nehmen), in einen Topf mit Wasser geben und leicht erhitzten, damit sich das Salz/die Salzlake, in die die Blätter gelegt sind, lösen kann.

In ein Sieb geben, abtropfen lassen und eventuell vorhandene Stiele entfernen. Etwas trocknen lassen.

Den Topf, in dem die gefüllten Weinblätter gegart werden sollen, mit den etwas weniger schönen Weinblättern auslegen.
Wenn der Reis abgekühlt ist, kann man die Blätter füllen:

Arawni zeigt wie’s geht.
Weinblatt auf den Handteller legen, 1 Löffel voll Reis darauf geben, die seitlichen Blätter einklappen und von hinten her satt aufrollen. Dabei seitlich überstehende Blattteile mit einrollen.

Zuerst noch etwas ungeübt, aber nach ein paar klappt es ganz gut.

Zu zweit macht das sogar Spass und nebenbei gab’s noch ein Gläschen Aperol.

Die gefüllten Weinblätter in den Topf schichten. Saft einer 1/2 Zitrone mit einer Gabel ausdrücken, darüber verteilen und mit Zucker bestreuen, dann einen passenden Teller umgekehrt darauf legen und bis zum Tellerrand mit warmem Wasser auffüllen.
Bei sanfter Hitze garen, bis das Wasser verdampft ist (das dauert ca. 40-45 Minuten).

Gut abkühlen lassen. Dann in ein Aufbewahrungsgefäss mit Deckel geben und im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen.
Warm schmecken Sie noch nicht…
Man kann die gefüllten Weinblätter etwa 1 Woche im Kühlschrank aufbewahren, wenn sie überhaupt so lange reichen.

Die gefüllten Weinblätter sind nur eine von vielen Vorspeisen, die für besondere Ereignisse vorbereitet werden.
Dazu gehören  verschiedene Häppchen aus Auberginen und Zucchini oder Oliven.

Serviert werden die Weinblätter mit etwas glatter Petersilie und einer dünn geschnittenen, halben Zitronenscheibe.
Und so sah das dann am nächsten Abend bei uns aus (mit Oliven vom Müllheimer Wochenmarkt, Petersilie aus dem eigenen Garten und Bio Zitronenscheiben), dazu gibt’s Fladenbrot.

Holunder Teil 6 – Hugo Cocktail (mit viel Limette)

19. Mai 2012 by

Also irgendwie erinnert mich das Getränk ein wenig an Mojito oder Caipi – aber es soll ein Hugo Cocktail sein, nach einem Rezept, das in einem Werbeprospekt abgedruckt war. Für mich ein wenig zu viel Limette, die den Holundergeschmack etwas verdrängt hat. Aber meinem Mann hat’s geschmeckt. Für`s nächste Mal werde ich mich auf ein Scheibchen Limette, so wie es in anderen Rezepten beschrieben ist, beschränken…

Übrigens: Statt des Prosecco haben wir natürlich einem Markgräfler Winzersekt verwendet!

Ricetta Apéritivo

Zutaten:

150 ml Prosecco
2 cl Holunderblüten-Sirup
2 Minzeblätter
1 Limettte (1 Scheibe Limette)
Mineralwasser

Und so geht’s
Die Limette vierteln, dann über einem Sektglas (?) auspressen. ( 1 Limettenscheibe in eine Glas geben)
Erst Limettenschalen zugeben (spätestens hier müsste man sich fragen, was für große Sektgläser hier benutzt werden…)
danach den Holundersirup, 1 Eiswürfel und die Minzblätter. Zum Schluss mit dem Prosecco und einem Schuss Mineralwasser auffüllen.

Holunder Teil 5 – Holunder-Pudding

19. Mai 2012 by

Nein, das diesjährige Kapitel “Holunder” ist noch nicht abgeschlossen…

Holunder-Pudding

10-15 Holunderblütendolden
1/2 Liter Apfelsaft (naturtrüb)
Saft von 1 Zitrone
1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
Schlagsahne und Erdbeeren zum Garnieren
(z. B. die Erdbeeren mit Holunderblütengelee überziehen)
-  als Dekoration sehen auch ein paar Gänseblümchen-Blüten aus

Die Holunderblütendolden an einem sonnigen Vormittag sammeln und bis zum Abend auf einem Tuch ausgebreitet liegen lassen.
Mit Apfelsaft und Zitronensaft in einen Topf geben und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag durch ein Sieb gießen.

Einen Teil des Saftes mit einem Päckchen Vanillepuddingpulver und nach Belieben 1 schwach gehäuften Esslöffel Zucker anrühren.
Den restlichen Saft aufkochen und das Puddingpulver einrühren. Nochmals aufkochen und dann in Schüsseln füllen, abkühlen lassen. Mit Schlagsahen und blüten oder Beeren garnieren. Gekühlt genießen.

Holunder Teil 4 – Erdbeeren und Holunderblüten-Gelee

18. Mai 2012 by

Ich bin kaputt, die Küche klebt überall – aber ich hab’s geschafft: Holunderblütensirup und Holunderblüten-Gelee gekocht und dabei jede Menge Zucker verarbeitet, Apfelkuchen gebacken, zwischendurch die auf dem Markt eingekauften Basilikumpflänzchen (1x Purpurbasilikum, 1x Genoveser und 1x Kleinblättriger) eingepflanzt, gefüllte Weinblätter mit Oliven angerichtet….darüber berichte ich später noch,
tja, und am Ende haben die Marmeladengläser für’s Gelee nicht gereicht. Also gut, dachte ich, dann wird der Rest eben in ein Trinkglas gefüllt, nach Abkühlen mit Klarsichtfolie abgedeckt und in den Kühlschrank gestellt – für einen zeitnahen Verbrauch.  :-)

Dann waren da noch die Erdbeeren (natürlich Badische – vom Kaiserstuhl, dort gibt’s schon welche), die ich kurzerhand gewaschen, abgetrocknet und in das noch warme und leicht flüssige Holunderblütengelee getaucht habe. Mmmmmmmh!

Hier nun das Rezept für das

Holunderblütengelee

8 Holunderblüten-Dolden mit 1 1/2 Liter Wasser ansetzen und zwei Tage lang stehen lassen (das kommt uns doch bekannt vor…)
Absieben. Den Saft einer Zitrone und 2 kg Gelierzucker (1:1) beigeben, 4 Minuten sprudelnd kochen lassen – Achtung, das schäumt stark.
In mit kochendem Wasser ausgespülte Gläser geben, sofort verschließen.
(Die Gläser bereite ich vor, indem ich kochendes Wasser hineingieße und einige Minuten drin lasse. Den Deckel reibe ich mit etwas Alkohol aus.)

Holunderblütensirup (links) – getrocknete Holunderblüten (rechts)

Erdbeer-Foto aus dem Archiv


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