Ein Besuch in Vevey am Genfersee

27. November 2014 by

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Würde man es nicht dazu schreiben, dass wir hier am Genfersee, bzw. dem Lac Léman sind, würde man meinen, man sei irgendwo am Meer.

Vevey 4
Vevey ist nicht nur der Ort, an dem sich der Hauptsitz des Nestlé Konzern befindet, sondern er ist auch die Partnerstadt von Müllheim/Baden, meiner Heimatstadt.

Vevey 21

Auf den ersten Blick haben die beiden Orte nicht viel gemeinsam – aber wenn man genauer hinsieht….
O. k. wir haben nur einen kleinen Teich im Bürgerhaus-Park, aber wir sind auch von Reben umgeben und aus der Gegend um Vevey hat unser Markgraf von Baden einst den guten Wein mitgebracht: Den Gutedel, der am Genfersee auch Chasselas oder Fendant genannt wird.
Weitere Gemeinsamkeiten: Hier gibt es Berge, ein mildes Klima und gutes Essen.

Die Markgräflerin hatte diesen Besuch schon lange auf ihrer „To See” – Liste, denn einmal im Jahr, am zweiten Dienstag im November findet ein bunter Jahrmarkt statt – der Martinimarkt.

Diese Tradition in Vevey aus dem Mittelalter, die von den Savoier Herzögen eingeführt wurde, bot den Anwohnern des Léman-Sees die Möglichkeit, auf dem Markt einen Tag lang zu handeln, ohne einer Steuer unterworfen zu sein. Das Fest Sankt Martin – ein Fest des Teilens und der Solidarität, aber auch ein Fest der guten Geschäfte und des Wiedersehens unter den Erdarbeitern, den Arbeitern auf dem Flachland, am Berg und denen im Weinberg – kündigt bei uns den Winter mit Überfluss, Feiern und guter Laune an. Heute ist der Sankt-Martinsmarkt eine Veranstaltung des Veveyer Herbsts. Es kommen immer mehr Händler und Kunden und die Atmosphäre ist sehr gemütlich. Neben den traditionellen Küchlein gibt es dort viele kulinarische Spezialitäten (…)
Quelle: http://www.myswitzerland.com

Dieses Jahr fiel der 11. November, der Tag des Heiligen Sankt Martin sogar auf diesen Tag. Der örtliche Busunternehmer in Müllheim, die Firma Will, bietet diese Fahrt jedes Jahr in seinem Ausflugsprogramm an. Die Markgräflerin hatte sich dieses Jahr endlich einmal einen Tag frei genommen, um teilzunehmen.

Vevey 30
Mit dem Bus fuhren wir dann also in Richtung Basel und dann auf der A1, dem Schild Lausanne folgend und zum Schluss auf der A12, vorbei an Fribourg und am Lac de Gruyère (dort kommt auch der berühmte Käse her).
Unterwegs weist ein Schild darauf hin, dass ab dort Rhein und Rhône in verschiedene Richtungen fließen. Nämlich der Rhein, der irgendwann in der Nordsee endet und die Rhône, die später ins Mittelmeer fließt.

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Kurz vor Vevey:

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Das Wetter war recht gut und zwischendurch kam sogar die Sonne raus…

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Mittagspause macht man hier am See…

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Über den Martini-Markt werde ich separat berichten. Denn zuerst habe ich einen ausgiebigen Spaziergang am Seeufer gemacht.

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Die Schiffsstation am Marktplatz

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Dieses Motiv mit den Seepferdchen findet man an mehreren Stellen wieder.

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Die Uferpromenade. Von den Wohnungen rechts hat man bestimmt einen traumhaften Blick über den See.

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Der Promenadenabschnitt, welcher der Partnerstadt Müllheim gewidmet ist:

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Blick auf den Hauptsitz der Firma Nestlé

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Und in die entgegengesetzte Richtung:

Vevey 22Statuen der bekanntesten Personen, die in Vevey gelebt haben:

Mihai Eminescu, bedeutendsder rumänischer Dichter – „The Last Romantic”

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Nicolas Gogol, einer der wichtigsten Vertreter der russischsprachigen Literatur in der Ukraine

Vevey 26Und natürlich noch ….

Vevey 27In einem Ortsteil am Rande Veveys sind ihm zu Ehren Hochhäuser mit seinem Porträt bemalt.

Was es im Alimentarium, dem Ernährungsmuseum von Nestlé alles zu sehen gibt, erzähle ich euch in einem weiteren Beitrag…

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Vevey 29

Ein Ausflug in die Pfalz – Restaurant zum alten Engel in Speyer

26. November 2014 by

Speyer 4

Vor zwei Wochen weilten der Markgräfler und die Markgräflerin für ein Wochenende in der Pfalz.
Wegen eines DLRG Lehrgangs hatten wir uns in der Jugendherberge in Speyer eingemietet. Eine sehr moderne, ansprechende Jugendherberge – bis auf die Etagenbetten hat man sich gefühlt, wie im Hotel…. Am Freitagabend, nachdem wir angekommen waren und einen kleinen Spaziergang in die Stadt unternommen hatten, haben wir uns noch ein wenig ins Bistro der Jugendherberge gesetzt, um den hiesigen Wein zu probieren. Selbstverständlich hätte es auch alkoholfreie Cocktails gegeben…..

Speyer 5Dornfelder trocken (Rotwein) und Riesling trocken (Weißwein). Und zum Knabbern gab es eine riesige Portion Nachos mit Salsa….

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Der Dom zu Speyer – bei Vollmond!

Und am Samstagabend hat der Markgräfler die Markgräflerin in ein Slow Food Restaurant eingeladen (nachträglich zum Geburtstag). Und wir haben richtig lecker gegessen, mit allem was so dazu gehört. Das Restaurant war sehr gut besucht, auch in der Weinbar zwischen Restaurant und dem dazu gehörenden Hotel war mächtig was los. Wir hatten Glück und konnten auf Sofa und Sessel zwischen Restaurant und Hotel Platz nehmen.

Zum Alten Engel in Speyer

Speyer 6Als Apéro und zum Essen:

Rotwein – Sankt Laurent, Hermann Zoller – Kirrweiler
Weißwein – Riesling Himmlisch, Ernst Minges, Edesheim

Dazu eine Karaffe Wasser und Knabbergebäck.

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Dann gab es einen gemischten Salat für die Markgräflerin und für den Markgräfler
Rapunzelsalat mit Croutons und Speck (im Markgräflerland heißt das Nüssli- bzw. Döchterle Salat mit Speck und Kracherle…)

Speyer 8Hauptgericht: Pfälzer Saumagen mit Kastanien auf Rotkraut „Opa Korns Kastaniensaumagen” – Rudolf Korn, Waldsee
für den Herrn

Speyer 9Pferdefilet mit Schmorzwiebeln und Kartoffel-Sellerie-Püree (medium-well)
von der bekannten Pferdemetzgerei Stamm in Speyer – im Jahr 2001 von der Zeitschrift Feinschmecker als einer der besten 500 Metzger in Deutschland ausgezeichnet.

Für diejenigen, die noch nie Pferdefleisch probiert haben – es ist ein Gedicht! Wunderbar zart.

Speyer 10
Und zum Abschluss noch die Dessertvariationen, die die Azubis des Restaurants zubereitet haben.
Wir hatten Glück und bekamen die letzten zwei Portionen an diesem Abend.
Crème Brulée, Erdbeerparfait und Zitronen Panna-Cotta mit Himbeersauce.

Und, Espresso. Und da wir zu Fuß unterwegs waren, haben wir noch einen „Pfälzer Grappa” (Grappino, ein Marc de Sauvignon)probiert….

 Wer ein wenig in der Speisekarte stöbern und mehr über die Weine erfahren möchte, hier ist der Link

http://www.zumaltenengel.de/karten/speisekarte.pdf

Speyer 11Und diesen Empfehlungen möchte ich meine an dieser Stelle hinzufügen.

Auf dem Weg zur Jugendherberge:

Speyer 3

In der Nähe hatte noch ein Lebensmittelmarkt geöffnet – dort haben wir auch den Wein kaufen können, der im Restaurant ausgeschänkt wurde….

Speyer 2Ein letzter Blick auf den Dom….

Speyer 12

Und dann haben wir in dem Schaufenster eines Kaffee-Spezialitäten Geschäfts noch diese Cappuccino-Tassen gesehen…. kommt auf die Wunschliste.

Speyer 13…das korrespondierende Frühstücksbrett!

Weiße Rüben (Räbe, Stoppelrübe, Herbstrübe) – mit Speck

25. November 2014 by

Weisse Ruebe1

Nun kommt der vorerst letzte Beitrag zum Thema Rüeblimärt in Aarau. Nicht mehr so farbenfroh präsentiert sich die Räbe, die Herbstrübe oder auch Stoppelrübe und weiße Rübe genannt, wenn sie gekocht ist.

Mancherorts werden sie auch „Saurüebe” genannt – ob das wohl daher kommt, dass man diese Rüben auch an Säue verfüttert hat, oder weil man den Speck darin gart???

Überlebensnotwendig war sie früher im Winter und manch einer hat nicht so guten Erinnerungen daran – die ältere Generation verbindet sie oft mit Kälte, Hungerzeiten und Krieg …
Kein Wunder also, dass diese Rübe fast vollständig aus den Speiseplänen gestrichen wurde.
Dennoch gibt es manche Leute, die dieses Gericht gerne essen und positive Gefühle wie Heimat und Wärme damit verbinden.
In Aarau auf dem Rüeblimärt findet man sie und auf dem Markt in Müllheim habe ich sie auch entdeckt. Das Kraut wird übrigens nicht nur als Futterkraut verwendet, man kann es auch in der Küche verwenden und wie Spinat zubereiten.

Weisse Ruebe5

Stoppelrüben werden erst im Spätsommer auf den Getreidefeldern ausgesät, so dass man sie ab Herbst verarbeiten und an das Vieh verfüttern kann. Früher hat man sie oft zwischen die Getreidestoppeln gesetzt, daher die Bezeichnung Stoppelrübe….

Die Herbstrübe gibt es als kugelige und als langgestreckte Sorte. Die sonnenbeschienenen Teile der Rübe werden violett. Je nach Anbauart ist die Rübe nach der Ernte komplett weiß, oder sie hat eine weiß-violette Färbung. Kugelige Sorten bestehen fast nur aus dem Hypokotyl der Pflanze im Gegensatz zu langgestreckten, wo noch ein Teil der Sprossachse zur Rübe wird. Dadurch sind die kugeligen Sorten geschmackvoller; die langgestreckten sind dagegen geschmacklich herber.

Im Mittelalter galt sie als Hauptnahrungsbestandteil und wurde später fast völlig von der Kartoffel verdrängt. Heute wird sie nur noch selten angebaut. In der Schweiz wird sie vor allem in den Kantonen Zürich und Aargau angebaut, hauptsächlich für den Räbenlichter-Brauch in der Schweiz, aber auch für die Produktion von sauren Rüben. Im österreichischen Tirol brennt man daraus eine Spirituose, den Krautinger.
Quelle: Wikipedia

Weisse Ruebe6
Während die Räbe in der Schweiz also eher sauer eingelegt wird, bereiten man sie in Baden und auch bei uns im Markgräflerland süß zu. Mitgegart wird in diesem schon winterlichen Eintopfgericht grüner Speck – denn im November und Dezember wurden traditionell die Schweine geschlachtet.
Der Schlachttag, die „Metzgete” war immer ein Höhepunkt des Jahres. Meine Oma hatte früher auch immer ein Schwein, das unter anderem mit Essensresten gefüttert wurde – unter dem Waschstein in der Küche stand immer der Sauzuber bereit in dem diese gesammelt wurden.
Im November wurde dann ein Metzger bestellt, der die Sau geschlachtet hat. Auf dem Hof vor dem Haus stand ein großer Kessel über einem Feuer, in dem dann die Blut- und Leberwürste und das „Kesselfleisch” (frisch geschlachtes Fleisch) gegart wurden.
Dazu gab es Sauerkraut, Brot und eine Meerrettichsauce – der Meerrettich wurde natürlich frisch gerieben und aufgrund dessen Schärfe trieb es einem ordentlich die Tränen in die Augen.

Und in Gedanken steht meine Oma gerade vor mir, an ihrem alten Holzherd – mit ihrer blauen Kittelschürze.
Ja, die Markgräflerin durfte als Kind noch ein paar dieser „Metzgete” erleben. Warme Blut- und Leberwurst war eigentlich nie mein Ding – auch heute halte ich mich an das Fleisch – in Brühe gegarter Schweinehals oder den grünen Speck.

Hinterher gab es einen Kaffee und einen Kirsch – wahlweise im Kaffee oder zum hinterherkippen – natürlich nur für die Erwachsenen.
Und… Oma Anna Marias Buttercremetorte /oder eine Linzertorte durfte auch nicht fehlen- die mit der „Geheimzutat” im Zuckerguss.

Buttercremetorte Christel1

 So, jetzt bin ich fast vom Thema abgekommen. Weiße Rüben…..

Weisse Ruebe4
„Über die Rüben muss der Fuchs gegangen sein”, so sagt man und meint: die Rüben müssen karamellisieren und dabei werden sie rötlich braun – wie der Fuchs eben….

Und hier ist das Rezept:

Süße Rüben mit grünem Speck

Zutaten:

1 kg frische weiße Rüben (Stoppelrüben)
1 Stück Butter (etwa 50-100 g)
2-3 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel Mehl
500 g grüner Speck
500 -750 ml Wasser oder
ungesalzene Fleischbrühe/Gemüsebrühe

Die Rüben waschen, schälen und würfeln oder in Stifte hobeln. Butter in einem Topf zergehen lassen und Zucker unter ständigem Rühren karamellisieren.
Dann die Rüben dazugeben, mit Mehl bestäuben und alles unter ständigem Wenden andünsten, bis die Rüben bräunlich werden. Die Schwartenseite des grünen Specks etwas einschneiden. Anschließend in den Topf geben und unter die Rüben auf den Topfboden schieben und einige Minuten anbraten. Dann etwas Wasser oder Brühe dazugeben. Die Rüben mit dem Speck etwa 1 ½ Stunden leicht köcheln lassen. Ab und zu umrühren und bei Bedarf ein wenig Flüssigkeit nachgießen.
Dazu schmecken Gschwelldi (Pellkartoffeln) und Meerrettich.
Ich hatte noch Pellkartoffeln vom Vortag und habe diese ein wenig in Butter angebraten.

Weisse Ruebe3Probiert es einfach mal aus – es schmeckt besser, als es auf den ersten Blick aussieht – und dann: Love it or hate it!

***

This is a typical dish of former times. Turnips and pork..
Try it and love it – or hate it.

Sweet turnips with bacon

Ingredients:

1 kg fresh white turnips
1 piece of butter (about 50-100 g)
2-3 tablespoons of sugar
2 tablespoons flour
500 grams of green bacon
500 -750 ml of water or
unsalted broth / vegetable broth

Wash the beets, peel and dice or slice them into strips. Melt the butter in a pan and caramelize sugar, stirring constantly.
Then add the turnips, sprinkle with flour and fry everything while turnign constantly, until the turnips are brownish. Cut the rind side of the green bacon a bit. Then add into the pot and place it under the turnips on the bottom of the pot and fry for a few minutes. After that, add a little water or broth. Simmer slowly for  about 1 ½ hours. Stir occasionally and if pour some more liquid if needed.
Serve with Gschwelldi (boiled potatoes) and horseradish.
I had some boiled potatoes left from the day before and  roasted it in a bit of butter.

Aus meinem Garten: November

24. November 2014 by

Chrysantheme
Aus meinem Garten gibt es derzeit nicht besonders viel zu berichten. Am Wochenende wurde der Sommerflieder zurückgeschnitten, das Kräuterbeet aufgeräumt und Chilies geerntet.
Auf einem kleinen Tisch – dort, wo garantiert keine Schnecken hinkommen können, steht diese Chrysantheme, die immer noch wunderschön blüht.

Tessiner Polenta trifft Rüebli aus Aarau

24. November 2014 by

Ruebli Polenta 1

Das Gemüsefach im Kühlschrank der Markgräflerin ist immer noch nicht leer – aber es werden immer weniger Rüebli vom Markt in Aarau.
Im Vorratschrank hatte ich noch ein wenig Polenta, die mir meine liebe Nachbarin aus Lugano mitgebracht hatte. Die erste Portion gab es mit Hasenleber – das war an Weihnachten 2013 – also höchste Zeit, die Vorräte aufzubrauchen. Ich habe auch noch frischen Thymian im Garten – die passt hervorragend.
Und wieso sollte man nicht die Rüebli aus der Nordwestschweiz mit einem Produkt aus dem Schweizer Süden kombinieren? Die Idee für das Rezept stammt aus dem Buch „Green Gourmet Family” der Migros.

Ruebli Polenta 2

Polenta mit Rüebli

Für 4 Personen

1 Zwiebel
4 Esslöffel Olivenöl
1 Liter Gemüsebouillon
(Nicht-Vegetarier können auch Rinderbouillon verwenden)
300 g Bramata-Mais/Polenta
40 g Appenzeller Käse
Salz, Pfeffer
600 g Rüebli/Möhren, möglichst verschiedenfarbig
1/2 Orange
einige Zweige Thymian

Die Zwiebel schälen und fein hacken. 2 Esslöffel Olivenöl in einer hohen, beschichteten Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel dazugeben und ca. 2 Minuten andünsten, die Bouillon angießen, dann unter Rühren die Polenta einrieseln lassen. Zugedeckt unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen. (Vorsicht, die brodelnde Polenta kann spritzen!)
Den Käse reiben und unter die Polenta rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Inzwischen die Rüebli schälen und in ein Dampfkörbchen legen. Das Körbchen in eine weite Pfanne stellen. Wenig Wasser dazugießen und zugedeckt ca. 20 Minuten dämpfen.
Die Orange auspressen. Restliche 2 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Rüebli dazugeben und kurz schwenken. Den Orangensaft darüber träufeln und einköcheln lassen, bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Polenta auf eine Servierplatte geben und die Rüebli darauf anrichten. Thymian waschen, abtropfen und darüberzupfen.

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 Polenta with carrots

For 4 people

1 onion
4 tablespoons olive oil
1 litres of vegetable stock
(non-vegetarians can also use beef broth)
300 g Bramata corn / polenta
40 g Appenzeller cheese
salt and pepper
600 g carrots / if possible in different colors
1/2 orange
a few sprigs of thyme

Peel the onion and chop finely. Heat 2 tablespoons olive oil in a large, nonstick skillet. Add the diced onion and fry for about 2 minutes, pour the broth, then sprinkle in the polenta while stirring. Cover and simmer for about 25 minutes over mediom heat, stirring occasionally. (Caution, the bubbling polenta can splash!)
Grate the cheese and stir into the polenta. Season with salt and pepper.

Meanwhile, peel the carrots and place in a steaming basket. Place the basket in a large pan. Pour a little water, cover and steam for about 20 minutes.
Squeeze the orange. Heat the remaining 2 tablespoons of olive oil in a pan, add the carrots and fry briefly. Drizzle with orange juice and let simmer until no liquid is left. Season with salt and pepper.
Pour the polenta onto a platter and arrange the carrots on it. Wash and drain the thyme, pluck and distribute over the polenta.

Ruebli Polenta 3

 

 

Herbstlaub

23. November 2014 by

Herbstlaub

Randen Chips aus dem Backofen

22. November 2014 by

Randenchips2

Vom Flammkuchen mit Randen (Rote Bete) hatte ich noch einiges von den Randen übrig. Das wäre doch eine leckere Fernseh-Knabberei, dachte ich, und dann habe ich die in feine Scheiben geschnittenen Randen mit etwas Olivenöl beträufelt, gemischt und einzeln auf einem Backblech verteilt…
Bei 200 °C im Ofen Backen, bis sie knusprig sind, dann auf Küchenpapier legen, mit Salz aus der Mühle bestreuen und am besten sofort genießen… Mmmh.

Randenchips1

Randenchips3Beetroot Crisps
from the oven

From the Tarte Flambée with beets I still had some of the beets left. That would be a tasty snack, I thought, and then I drizzled the thinly sliced beetroot with a little olive oil, mixed it so that the slices are coated with oil and then distributed the slices individually on a baking sheet …

Bake in the oven at 200 °C (392 °F) until crispy, drain on paper towels, sprinkle with salt from the mill. Serve immediately! Mmmh…
 

Flammkuchen-Variation: Randen, Ziegenkäse, Zwiebeln, Schafsfeta und… Wasabi!

22. November 2014 by

Randen Flammkuchen3
Nach der bunten Rüebli-Quiche geht es farb-fröhlich weiter mit Rüebli Rezepten. Auf dem Rüeblimärt in Aarau gab es auch noch anderes Wurzelgemüse. Ich hatte dort zwei Rote Bete Sorten entdeckt – eine mit weißen Kringeln und eine gelbe, ja fast orangfarbene Sorte (Gelbe Bete).

Randen Flammkuchen6

Die Beten heißen in der Schweiz „Randen”.

Randen Flammkuchen5
Ich habe sie mit meinem V-Hobel in feine Scheiben geschnitten und für superleckeren Flammkuchen verwendet. Die Creme habe ich aus Ziegenfrischkäse gemacht, den ich mit ein wenig sprudelndem Mineralwasser cremig gerührt habe. Gewürzt wurde die die Creme mit Salz, Pfeffer und Wasabi-Paste – ersatzweise kann man etwas Meerrettich nehmen.
Und diesmal war es ein Experiment, das sogar der Markgräfler „überraschend gut” fand.

Randen Flammkuchen1

Flammkuchen mit Randen (Rote Bete) vor dem Backen

 Flammkuchen mit Randen
(für zwei Flammkuchen)

Für den Teig:

180 g Weizenmehl (Type 550)
80 g Roggenmehl (Type 1150 – Ruchmehl)
½ Teelöffel Salz
½ Päckchen Trockenhefe
1 Teelöffel Olivenöl
Mehl zum Arbeiten

Für den Belag:

1 Becher Ziegenfrischkäse à 150 g
2-3 Esslöffel sprudelndes Mineralwasser
Salz, Pfeffer
1-2 Teelöffel Wasabi Paste (oder Meerrettich)

2 Randen, gelb und rot-weiß
1 kleine rote Zwiebel
Schafsfeta nach Belieben (etwa 100 g)
etwas Olivenöl zum Beträufeln

Für den Teig beide Mehlsorten mit ½ Teelöffel Salz und Trockenhefe mischen. Circa 125 ml lauwarmes Wasser und 1 Teelöffel Olivenöl nach und nach dazugeben und mit dem Knethaken des Handrührgeräts oder der Küchenmaschine unterkneten.
Dann von Hand weitere 5 Minuten zu einem elastischen Teig verkneten. Die Schüssel abdecken und ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Backofen auf 230 °C (Umluft 210 °C) vorheizen.

Wer, wie ich, einen Schamottstein hat, legt diesen auf den Rost, unterste Schiene im Backofen und heizt 45 Minuten auf höchster Temperatur vor. Nach etwa 40 Minuten ein mit Wasser gefülltes Backblech unter den Rost schieben.
Gebacken wird dann mit ausgeschalteter Oberhitze – oder mit Umluft und Unterhitze („Umluft-Pizza-Back-Funktion” – Hitze auf 180 °C-210 °C eingestellt).

Für den Belag den Ziegenfrischkäse mit Mineralwasser cremig rühren, mit Salz und Pfeffer würzen und nach Belieben Wasabi-Paste in die Creme rühren.
Die Randen gut waschen, abbürsten, Enden etwas abschneiden und die Randen mit einem scharfen Hobel in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel abziehen und in feine Ringe schneiden.
Den Teig in zwei Hälften teilen. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche dünn ausrollen. Falls ein Brotschieber aus Holz vorhanden ist, diesen mit Grieß oder Pastamehl bestreuen und das ausgerollte Teigstück darauf legen.
Mit der Hälfte der Creme bestreichen, mit Randen-Scheiben belegen, dann Zwiebelringe und zerbröckelten Fetakäse bestreuen und mit wenig Olivenöl beträufeln.
Vom Holzschieber auf den Schamottstein gleiten lassen.

Etwa 10-15 Minuten backen, bis der Teig knusprig und der Belag leicht gebräunt ist.
Dazu passt ein trockener Weißwein.

Randen Flammkuchen2

Tarte Flambée with Beetroot
(for two Tarts)

For the dough:

180 g wheat flour (type 550)
80 g rye flour (type 1150 – Ruchmehl)
½ teaspoon salt
½ packet of dried yeast
1 teaspoon olive oil
flour for working

For the topping:

1 cup fresh goat’s cheese  (150 g)
2-3 tablespoons of sparkling mineral water
salt and pepper
1-2 teaspoons wasabi paste (or horseradish)

2 beets, yellow + red and white
1 small red onion
Sheep’s milk Feta to taste (about 100 g)
a little olive oil for drizzling

For the dough, mix both types of flour with ½ teaspoon salt and dried yeast. Gradually add approximately 125 ml of warm water and 1 teaspoon of olive oil and knead with the dough hook of a hand mixer or food processor.
Then knead by hand for another 5 minutes to form an elastic dough. Cover the bowl and leaven for about 1 hour in a warm place.

Preheat the oven to 230 ° C = 410 °F (convection 210 °C / 446 °F).

For those who have a firebrick: Put it on the bottom rack of the the oven and heat it up at the highest temperature for about 45 minutes. After about 40 minutes place a water-filled baking tray under the wire rack.
Bake with turned off top heat or convection with bottom heat at about 180 -210 °C (356 – 410 °F).

For the topping, mix the goat’s cheese with mineral water until creamy , season with salt and pepper and stir wasabi paste to taste into the cream.
Wash the beets and brush thoroughly, cut off a small bit at the ends and slice the beets thinly. Peel the onion and cut into thin rings.
Divide the dough in half. Roll out the dough thinly on a floured work surface.
Spread half of the chesse onto the dough, cover with beetroot slices, then sprinkle with onion rings and crumbled feta cheese and drizzle with a little olive oil.

Bake for about 10-15 minutes, until the pastry is crisp and the top is lightly browned.
Serve with a dry white wine.

Randen Flammkuchen4

 

 

Rüebli aus Aarau: Bunte Rüebli Quiche

21. November 2014 by

Ruebliquiche 1
Hier kommt ein weiteres Rezept zum Thema Rüeblimärt in Aarau – eine bunte Rüebli Quiche.

Ruebli Quiche

Verwendet habe ich dafür die weißen Rüebli „Schneewittchen”, die lila- und orangefarbene „Urmöhre”, die gelben Pfälzer Rüebli und eine fast rote Sorte, deren Namen ich mir nicht gemerkt habe.
Die Sauerrahmcreme, auf den die Rüebli gelegt werden,  bekommt durch Madras-Curry eine raffinierte Würze.
Als Boden kann man entweder einen Quarkblätterteig oder einen geriebenen Teig (Mürbeteig) nehmen.

Ruebliquiche 3

Bunte Rüebli Quiche

Zutaten für den Mürbeteig/geriebenenTeig:

250 g Mehl (Dinkelmehl Type 630)
125 g kalte Butter
1 Ei
1/2 Teelöffel Salz

Die Zutaten für den Teig zu einem festen Mürbeteig verarbeiten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Ein Quadratisches Kuchenblech (ca. 24 x 24 cm) mit Butter einfetten, den Teig dünn ausrollen und das Blech damit auskleiden. Dabei den Teig am Rand etwas hochziehen.

Ruebli Quiche 7

Für den Belag:

2-3 rote oder orangefarbene Rüebli
2-3 Ur-Rüebli (lila)
2-3 weiße Rüebli „Schneewittchen”,
ersatzweise Petersilienwurzel

Die Rüebli gründlich waschen und abbürsten. Die Enden jeweils abschneiden. Dann der Länge nach in sehr dünne Scheiben schneiden.
Rüebli Streifen separat in kochendem Salzwasser ca. 5-10 Minuten blanchieren bis sie noch bißfest sind, mit einem Schaumlöffel oder Sieb herausheben, abtropfen lassen und in Eiswasser abschrecken. Man kann das im selben Topf machen, wenn man mit der hellsten Sorte beginnt (von weiß über gelb und rot, die violetten Rüebli zum Schluss, würden sonst alle Rüebli bläulich färben).

Für den Guss:

100 ml Sahne
200-300 ml saure Sahne
2 Esslöffel Senf
1/2 Teelöffel Madras Currypulver
1 Bund Petersilie
Salz und Pfeffer
geriebene Muskatnuss
2 Eier

Sahne, saure Sahne, Eier, Senf und Currypulver zu einer cremigen Masse verrühren. Die Petersilie fein hacken und in die Creme geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Creme etwa 2 cm hoch in das mit Teig ausgekleidete Kuchenblech geben. Die Gemüsestreifen farblich abwechselnd senkrecht in auf der Quiche verteilen. Die Gemüsestreifen sollten leicht aus der Creme ragen.
Bei 160 °C Umluft (oder 190 °C Ober-/Unterhitze) etwa 35 Minuten backen.
Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen. In Stücke schneiden und lauwarm servieren.

Ruebliquiche 5

Colorful carrot quiche

Ingredients for the pastry

250 g flour
125 g cold butter
1 egg
1/2 teaspoon salt

Process the ingredients for the dough into a firm pastry. Form a ball out of it, wrap in plastic foil and let rest in the refrigerator for least 30 minutes. Grease a square cake tin (about 24 x 24 cm) with butter, roll out the dough thinly and line the tin with it. Lift up the dought slightly on the edges.

For the topping:

2-3 red or orange coloured carrots
2-3 purple coloured carrots
2-3 white carrots “Snow White”
or as a substitute: parsley root

Wash and brush the carrots thoroughly. Cut off the ends. Then cut lengthwise into very thin slices.
Blanch the carrot strips separately in boiling salted water for about 5-10 minutes until they are al dente, lift out with a slotted spoon or strainer, drain and plunge into ice water. You can do this in the same pot, if you start with the lightest variety (from white to yellow, red – and the purple carrots at the end, otherwise all the carrots would turn blue).

For the topping:

100 ml cream
200-300 ml sour cream
2 tablespoons mustard
1/2 teaspoon Madras curry powder
1 bunch of parsley
salt and pepper
grated nutmeg
2 eggs

Stir cream, sour cream, eggs, mustard and curry powder until creamy. Chop the parsley finely and add to the cream. Season with salt, pepper and nutmeg. Pour the cream into the dough-lined pie plate. Alternating colours, place the carrot stripes vertically onto the quiche. The carrot  stripes should protrude slightly from the cream.
Bake at 160 ° C convection (or 190 °C conventional heat) for about 35 minutes.
Remove from the oven, allow to cool. Cut into pieces and serve still slightly warm.

Ruebli Quiche 8

Die Anregung für diese Quiche kam ausdem Buch „Schwarzwälder Tapas”.

Mitbringsel vom Rüeblimärt in Aarau

17. November 2014 by

Rueblimärt Einkäufe2Hier sind meine Rüebli-Einkäufe vom Rüeblimärt in Aarau. Links oben weiße Rübe (Räbe), Küttiger Rüebli und Rüébli Schneewittchen, Rote Bete und gelbe Bete und vorne Urmöhre (lila), Bluepower und Pfälzer Rüebli (gelb) und eine Rüeblisorte, von der ich den Namen nicht kenne – die ist fast rot….

Rueblimärt Einkäufe3An diesem Tag gab es zum Abendessen rohe Rüebli, Rüebli Brot und Rüebli-Chäs, ganz rustikal. Das Brot war aussen schön knusprig und innen locker und nicht zu trocken.
Bei den Käse handelt es sich um einen Halbfettkäse, der trotzdem wunderbar cremig ist. Die geraspelten Rüebli im Käse machen ihn wunderbar aromatisch….

Rueblimärt Einkäufe1


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