Zum meteorologischen Herbstanfang: Mörderische Leckerbissen, oder „Potthucke”

1. September 2014 by

Potthucke 2
Nicht dass ihr noch denkt, die Markgräflerin kocht ja gar nicht mehr, sondern berichtet nur von ihrer Reise nach Brügge – deshalb kommt hier auch wieder mal ein Rezept. Natürlich gab es seither auch etwas zu Essen bei uns und zum heutigen meteorologischen Herbstanfang soll es dann auch etwas Herbstliches sein. Was das ist auf dem Bild? Sieht aus wie Grießschnitten – sind aber keine!

An meinem letzten Urlaubstag (das ist auch schon wieder drei Wochen her…) hatte ich es tatsächlich nach langer Zeit wieder mal geschafft, in die Mediathek zu gehen. Im Untergeschoss, bisher von mir noch unbeachtet fand ich ein riesiges Regal mit Kochbüchern! So viele interessante Bücher, dass ich beinahe nicht mehr davon weg gekommen wäre. Jedenfalls habe ich mir zwei davon ausgesucht, und werde nach und nach hier im Blog ein paar Rezepte daraus vorstellen.
Wer meinen Blog schon einige Zeit kennt weiss, dass ich gerne Gerichte aus Romanen oder Krimis koche (z. B. Donna Leon – Bei den Brunettis zu Gast, Harry Potter, Bei Astrid Lindgren zu Tisch…).
Deshalb kam mir dieses Buch gerade recht:

Potthucke 1

Lauter Kurzkrimis, in denen jeweils eine Spezialität aus dem Norden, dem Süden, dem Westen und dem Osten Deutschlands vorkommt – inklusive Familienrezept der Autoren.

Die Potthucke, so etwas wie ein herzhafter Kartoffelpudding aus dem dem Sauerland, fand ich besonders interessant. Ich hatte gerade mal keinen Speck im Haus – und so habe ich in der Not einfach Landjäger in kleine Würfel geschnitten und stattdessen reingetan.
Man kann die Potthucke frisch aus dem Ofen, etwas abgekühlt essen – dazu könnte ich mir Apfelmus vorstellen (passt auch in den Herbst), oder man kann die Potthucke abkühlen lassen, stürzen in Scheiben schneiden und in Butter knusprig und goldbraun anbraten. Dazu gibt es Salat.

Potthucke 3

 

Potthucke

600 g rohe Kartoffeln
300 g gekochte Kartoffeln
200 ml Sahne
3 Eier
80 g Speckwürfel, durchwachsen (ersatzweise zwei Landjäger, in Würfel geschnitten)
Butter
Salz, Pfeffer, Muskat

Die rohen Kartoffeln fein reiben, die gekochten zu Brei stampfen, beides mit Sahne, Ei und Speckwürfeln vermengen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Das Ganze in einer eingefetteten Kastenform bei 200 °C 45 Minuten backen, abkühlen lassen und stürzen.

Potthucke 4

Potthucke in Scheiben schneiden, in Butter beidseitig knusprig anbraten und mit Salat servieren. Nach Belieben mit Schnittlauchröllchen oder gehackter Petersilie bestreuen und mit getrockneten essbaren Blüten servieren …ich hätte gerne ein paar Kapuzinerkresse Blüten dazugelegt, aber die Schnecken in meinem Garten sind gerade ganz wild darauf ;-(

Potthucke 5

Potato Pudding

600 g raw potatoes
300 g boiled potatoes
200 ml cream
3 eggs
80 g bacon, diced
butter
salt, pepper, nutmeg

Grate the raw potatoes finely, mash the cooked potatoes, then mix both with cream, eggs and bacon and season with salt, pepper and nutmeg.
Fill in a greased loaf  tin and bake at 200 °C (392 °F) for 45 minutes, allow to cool, then turn upside down and cut into slices. Fry the slices in a pan with butter until golden brown and crispy. Sprinkle with chopped chives or parsley.
Serve with a salad.

Auf kulinarischer Entdeckungsreise (8): Brügge/Belgien – Sightseeing rund um Marktplatz und Belfried

31. August 2014 by

Bruegge Markt Belfried 1
Brügge kann man zu Fuß, mit der Kutsche, mit dem Boot, mit dem Fahrrad oder dem Bus erkunden. Der Marktplatz mit dem großen Glockenturm der Tuchhalle, dem Belfried, ist hierbei der Dreh- und Angelpunkt. Sollte man nicht mehr weiterwissen – immer nach dem Belfried schauen. Wir waren überwiegend mit den öffentlichen Bussen und per pedes unterwegs und wir haben natürlich auch eine Grachten-Rundfahrt unternommen.

Bruegge Markt Belfried 6

Bruegge Markt Belfried 5

Bruegge Markt Belfried 10

Bruegge Markt Belfried 2

Abendstimmung am Marktplatz in Brügge

Eine Besteigung des Belfrieds stand natürlich auch auf dem Programm. Man sollte körperlich fit sein und keine Angst vor schmalen, steilen Treppen haben… Gutes Schuhwerk wird vorausgesetzt – ich habe dort Leute gesehen, die mit Flip-Flops  raufgestiegen sind – äusserst gefährlich!!!
Der Turm ist 83 Meter hoch und man muss 366 Stufen erklimmen, um einen sagenhaften Rundblick über die Stadt und bei schönem Wetter bis zur Nordseeküste zu haben.
Ein kleiner Tipp: Der Belfried öffnet schon um 9.30 Uhr – vor vielen anderen Museen. Man sollte möglichst früh am Tag dort sein, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Aus Sicherheitsgründen wird immer nur eine bestimmte Anzahl Personen eingelassen. Die Wartezeit wird durch interessante Schautafeln und Diashows ausgefüllt.

Der Turm beherbergt ausserdem eine Schatzkammer, wo im Mittelalter das Stadtsiegel und die Stadtkasse aufbewahrt wurden, hat ein beeindruckendes Uhrwerk und ein Glockenspiel mit 47 wohlklingenden Glocken. 2012 wurde das Wahrzeichen Brügges generalüberholt.
Hier arbeitet auch noch ein Glockenspieler, der täglich zu Fuß zu seinem Arbeitsplatz steigen muss. Man geht auf dem Weg zur Aussichtsplattform an einer kleinen Tür mit Fenster vorbei und kann ihn an seinem Arbeitsplatz sehen.
Stehenbleiben kann man hier allerdings nicht – das würde den ganzen Verkehr aufhalten. Zuhören kann man ihm aber auch vom Marktplatz aus:

Mittwoch, Samstag und Sonntag, jeweils von 11:00 bis 12:00 Uhr und im Sommer zusätzlich Montag und Mittwoch von 21:00 bis 22:00 Uhr. Unbedingt mal anhören – es klingt gigantisch!

 

Bruegge Markt Belfried 3

Der Innenhof des Belfrieds – hier finden im Sommer am Wochenende Glockenspiel-Konzerte statt.

Wenn man wieder unten angekommen ist, kann man sich erstmal an den beiden Frittenbuden (Frietkot) stärken. Sie haben bis spät abends geöffnet und nebst Fritten mit vielen veschiedenen Saucen bekommt man auch belgische Frikadellen in Wurstform, Bratwurst, Bürger, Spießchen, Fleischkroketten, Softdrinks, Bier…

Bruegge Markt Belfried 18

Bruegge Markt Belfried 24

Fritten mit Sauce Andalouse

Rezept für Sauce Andaluuse:

1 Tasse Mayonnaise
2 Esslöffel Tomatenpüree
2 Esslöffel fein gehackte Zwiebel
1 Esslöffel gehackte grüne Chili
1 Esslöffel gehackte rote Chili
1 Esslöffel Zitronensaft
1Teelöffel Salz

Alle Zutaten vermischen und ca. 1 Stunde durchziehen lassen.

Sitzplätze gibt es hier kaum – wenn man Glück hat, findet man eine freie Sitzbank rund um die Miniatur des Belforts, die sich davor befindet:

Bruegge Markt Belfried 9

Dann kann man weitergehen zum Historium, Markt 1. Dort kann man leibhaftig erleben, wie es war, im Goldenen Zeitaltern in Brügge zu leben. Eine spannende Liebesgeschichte führt einen mit Audioguide am Kopfhörern durch sieben Themenbereiche, wobei schöne Bühnenbilder, Film, Musik und Spezialeffekte miteinander verschmelzen und alle Sinne ansprechen. Und hier sogar in deutscher Sprache!
Man findet sich im mittelalterlichen Brügge wieder.
Im Historium befindet sich außerdem eine Touristeninformation.

Bruegge Markt Belfried 7

Der Eingang befindet sich in dem linken Gebäudeteil gegenüber des Denkmals.

Bruegge Markt Belfried 27

Und anschließend noch ein Bier im Duvelorium? Hier hat man eine Klasse Aussicht auf den Marktplatz. Herrvorragender Ort, um sich vor dem Abendessen einen Aperitiv zu gönnen.

Bruegge Markt Belfried 34

Bruegge Markt Belfried 17

Bruegge Markt Belfried 38

Oben auf dem Eckhaus Boechoute, ein Haus mit origineller Scheinfassade aus dem Jahr 1477, in dem sich jetzt der Tearoom Meridian 3 (am Markt) befindet, prangt eine glänzende Weltkugel.
Als die Eisenbahnstrecke Brüssel-Gent-Brügge eingeweiht wurde, stellte man fest, dass die belgischen Uhren nicht überall gleich gingen. Dem Übel wurde mit dieser Weltkugel Abhilfe geschaffen. Durch ein kleines Loch in dem Globus fiel die Sonne punkt 12:00 Uhr genau darauf und der Schatten bildete somit eine Linie, die man heute anhand der in das Pflaster eingelassenen Kupfernägel noch genau nachverfolgen kann.

Bruegge Markt Belfried 8
Und dann kann man zum Abendessen in eines der zahlreichen Cafés und Restaurants gehen. Man ist meist gut beraten, wenn man ein Menu bestellt. Die sind noch am preisgünstigsten. Wir sind hier auch an einem Abend eingekehrt…
Das Essen war wunderbar – aber der Service ließ zu wünschen übrig. Wenn man darauf wert legt, sollte man sich ein Restaurant in einer der Nebengassen suchen…
Noch ein Tipp: Es ist hier üblich, Knoblauchbaguette (garlic bread) vorneweg zu essen. Wenn die Menus auch recht preisgünstig sein sollten – hier wird dann mit dem Preis ordentlich aufgestockt…. Also lieber darauf verzichten und sich anschließend noch ein Dessert gönnen, falls es nicht im Menü mit dabei sein sollte.

 

 

 

Belgien: Gefüllte Tomaten – mit Nordseegarnelen / Tomaat met grijze garnaal

31. August 2014 by

Belgien gefuellte Tomate

Ich hatte euch noch das Rezept für gefüllte Tomate mit Nordseegarnelen versprochen – der belgische Sommerklassiker. In der Brauereischänke „De Halve Maan” hat man es mit dem Aushöhlen und Füllen etwas anders interpretiert. Die Tomate wurde geschält, kreuzweise eingeschnitten, die Kerne entfernt und auf einem Salatbett (Blattsalat, Rucola, Chicoree,  Zwiebel und Ei) mit reichlich Nordseegarnelen (grey shrimps) serviert.
Dazu Pommes, Mayonnaise und… ein kühles, braufrisches blondes „Brugse Zot”.
Man kann die gefüllten Tomaten als Vorspeise nehmen (ohne Pommes) oder als leichtes Hauptgericht zum Lunch.

Bruegge Halve Man 5
In Brügge gab es leider nirgends ein Kochbuch in Deutsch zu kaufen, nur Flämisch, Englisch oder Französisch – deshalb werde ich wieder mal übersetzen.

Gefüllte Tomaten mit Nordseegarnelen / Tomaat met grijze garnaal

4 schöne, mittlegroße Tomaten
abgeriebene Schale einer Bio Zitrone
15 ml=1 Esslöffel frische gehackte Petersilie oder Schnittlauch
60 ml = 4 Esslöffel Mayonnaise
(vorzugsweise selbstgemachte – Rezept hier)
200 g geschälte und gekochte Nordseegarnelen/Nordseekrabben
(ersatzweise rosa Eismeer-/Grönlandgarnelen)
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zum Servieren:
Rucola
Blattsalat
Chicoree
Zwiebel
gekochtes Ei
Pommes Frites

Von den Tomaten einen Deckel aubschneiden und beiseite legen (oder wie oben erwähnt schälen, kreuzweise einschneiden und Kerne entfernen).
Mit einem Löffel oder Melonenbällchen Former vorsichtig  aushöhlen (sie Reste können für eine Tomatensuppe oder Sauce verwendet werden). Die Tomaten auf der Innenseite mit Salz würzen. Umgekehrt auf ein Küchenpapier setzen und abtropfen lassen.
Die Zitronenschale mit Kräutern und Mayonnaise mischen und nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen. Die Garnelen vorsichtig unterheben, damit sie nicht auseinanderfallen.
Einen Teller oder eine Servierplatte mit vorbereitetem Salat (mit Vinaigrette beträufelt) belegen, Tomaten darauf anrichten.
Mit einem Löffel die Garnelenmayo in die ausgehöhlten Tomaten verteilen, Deckel auflegen. Nach Belieben mit Rucola dekorieren (oder einfach ein Zweiglein glatte Petersilie darauf legen, nach Belieben gekochtes Ei, Mayo und Pommes dazu servieren.

Bruegge Halve Man 3

Tomatoes stuffed with grey shrimps

This elegantBelgian classic is served at many restaurants and brasseries in summer, when tomatoes are abundant and at their peak. It also features top-quality Purus grey shrimps, which North Sea fishermen have for centuries caught and cooked at sea. Serve this as a first course to whet the appetite or as a satifying lunch with crispy fries. An ice-cold local blond ale will balance the saltiness of the shrimp.

Serves 4
4 medium unblemished tomatoes
grated rind of 1 organic lemon
15 ml/1 tbsp chopped fresh parsley or chopped chives
60 ml/4 tbsp Mayonnaise, preferably home-made*

200 g/7 oz peeled cooded grey shrimps
or pink salad shrimps
salt and ground black pepper

To garnish
2 slices of lemon, halved
4 small sprigs of parsley

To serve
lettuce leaves, mixed greens or watercress
baby green peas, raw or lightly cooked radishes
alfalfa sprouts
grated carrots

1 Slice the top of each tomato and set aside as lids. Using a spoon or melon baller, carfully scoop out the flesh, and either discard it or save it for making a soup or sauce. Season the inside of each tomato with salt. Stand upside-down on paper towels to drain.

2 Mix the lemon rind and herbs with the mayonnaise and season with salt and pepper to taste. Fold in the shrimps carefully, so as not to break them.

3 Spoon the shrimp mixture into each tomato and replace the caps, setting them slightly askew to reveal the filling.

4 Line a platter or individual plates with lettuce, watercress or mixed greens. Arrange the stuffed tomatoes on top and garnish each one with a twist of lemon and a sprig of parsley

5 Surround with the remaining vegetables and serve.

*Homemade Mayonnaise

1 fresh egg yolk
5 ml/1 tsp mustard powder or mustard
15 ml/1 tbsp lemon juice or white wine vinegar
salt and ground black pepper, to taste
120-200 ml/4-7 fl oz
½ – 1 cup vegetable oil or sunflower oil

1 Mix the egg yolk, mustard, lemon juice or vinegar, salt and pepper in a bowl placed on a wet towel to prevent it from moving while whisking. Pour the oil into a jug (pitcher).
2 Whisk the mixture vigorously with one hand while adding the oil drop by drop. When it begins to thicken, the oil can be added more quickly, in a thin and steady stream. It may not be necessary to add all of the oil. Stop when the mayonnaise is thick and creamy. Check the seasoning, then transfer to a dish and serve immediately.

Bruegge De Halve Maan Lunch

Lunch at De Halve Maan Brewery in Bruges

 

 

Auf kulinarischer Entdeckungsreise (7): Brügge/Belgien – Bier, der Halve Maan, Grey Shrimps

30. August 2014 by
Bruegge Halve Man 5

Tomate mit Nordseegarnelen (grey shrimps) gefüllt – in der Brauerei De Halve Maan, Brügge – dazu ein Brugse Zot

Belgien ist auch für seine hervorragenden Biere bekannt. Was den Franzosen der Wein, ist in den Belgiern das Bier. Obwohl man in Brügge auch Wein bekommt – diese Tradition stammt noch aus der Zeit der Burgunder – wird das Bier sowohl als Alltagsgetränk in den zahlreichen Cafés serviert, aber auch zu festlichen Anlässen. In Belgien gibt es mehr als 100 Brauereien, die insgesamt über 400 grundverschiedenen Biere herstellen.
Charakteristisch für die Brauart der belgischen Biere ist die obergärige Brauweise. Manche Biere, wie die Weiß- und Kirschbiere (Kriek) erinnern an Zeiten, als man Hopfen als Biergewürz noch nicht kannte.
Die belgischen Weißbiere sind Schankbiere mit bis zu 45 % Weizenmalz und einem geringen Alkoholgehalt von ca. 3,5 Prozent. Sie geben sich leicht, fruchtig und erfrischend. Deren bekanntestes kommt aus Hoegaarden und wird unter anderem mit Koriander gewürzt.

Bruegge Bier 1

Links ein Kwak Bier (Starkbier mit 8,4% Alkoholgehalt), rechts ein Kriek Bier

Jedes Bier wird in einem speziellen Glas serviert. Dazu gibt es Knabbereien, etwas Wurst oder Käse oder man bestellt sich eine etwas kräftigere Grundlage wie Käse- oder Shrimpskroketten, oder im Sommer eine Tomate, die mit Shrimps gefüllt ist – und dazu gibt es selbstverständlich immer eine Portion Pommes….

Bruegge Halve Maan 7
Nachdem wir in den Cafés schon verschiedene Biere probiert hatten, unter anderem auch das einzige Bier, das noch direkt in Brügge gebraut wird (Brugse Zot und Straffe Hendrik) – wollten wir nun auch die Brauerei “De Halve Maan” endlich besichtigen.

Bruegge Halve Maan 9

De Halve Maan ist eine authentische, historische Brauerei im Zentrum von Brügge. Diese Hausbrauererei ist seit 1856 ein traditionsreiches Familienunternehmen, geprägt von sechs Generationen. Hier wird das Brügger Stadtbier, das „Brugse Zot” gebraut, ein würziges obergäriges Bier mit Malz, Hopfen und einer speziellen Hefe. Täglich finden Besichtigungen in verschiedenen Sprachen statt. Wir haben uns an eine Führung in Englisch angeschlossen.

Bruegge Halve Maan 22Nach der Führung gibt es natürlich auch ein frisch gebrautes „Brugse Zot” zu verkosten, das aus einem großen Tank direkt über eine Pipeline zum Zapfen in den Gastraum geleitet wird… Für die Flaschenabfüllung wird das Bier noch gefiltert- das Bier, welches dort im Ausschank ist, wird naturtrüb serviert und ist, wie uns der Guide erläuterte, reich an Mineral- und weiteren wertvollen Inhaltstoffen, kalorienärmer als manch anderes Getränk und sowas von gesund…. in Maßen, nicht in Massen genossen natürlich. Also ein Bierchen am Abend ist durchaus erlaubt ;-)

Bruegge Halve Maan 8
Die Besichtigung beginnt im Verkaufsraum der Brauerei, wo man sich anschließend noch mit Bier eindecken kann, nachdem man sich persönlich von der Güte des Biers überzeugt hat.

Und jetzt zur Besichtigung:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir durften auch auf’s Dach – mit einem sagenhaften Rundblick:

Bruegge Halve Maan 33

…über den Dächern von Brügge.

Und anschließend an die Bar, um den im Eintritt enthaltenen Verzehrbon einzulösen.

Bruegge Halve Maan 39

Bruegge Halve Maan 42
Und über allem betet und wacht der eine oder andere Bierheilige -so zum Beispiel der heilige Arnold von Oudenaarde, der im 11. Jhd. nach dem Einsturz einer Klosterbrauerei Gott um eine Biervermehrung anflehte. Sei Wunsch wurde erhört und er selbst galt fortan als der Schutzheilige der Brauer.
Auch Gambrinus, der König des Bieres, ist ein Belgier. Der Legende nach soll es der im 13. Jhd. regierende, äußerst durstige Herzog Jan I. von Brabant, Leuven und Antwerpen sein (Jan Primus), dessen Name zu „Gambrinus” verballhornt wurde.

Eine kleine, feine Speisekarte gibt es natürlich auch. Bei einem zweiten Besuch haben wir dann auch noch etwas zu Mittag gegessen – natürlich wieder ein „Brugse Zot¨ dazu getrunken – so frisch bekommt man es sonst nirgends…

(Die Küche schließt leider schon gegen 18:30 Uhr und somit reicht es nach der letzten Besichtigungstour des Tages nicht mehr, um auch eine Kleinigkeit zu essen).

Links eine sehr delikate Biersuppe mit Käse, rechts die mit Nordseekrabben/grey shrimps gefüllte Tomate, Salat (Rucola, Blattsalat und in feine Streifen geschnittener Chicoree), Mayonnaise und Ei – das Rezept für die gefüllte Tomate, ein Sommerklassiker in Belgien – folgt in einem separaten Post.

Unsere Bier-Souvenirs:

 

Und hier noch eine kleine Bierkunde (Auszug aus Baedeker, Belgien):

„Wilde Biere”

Die „wilden Biere” sind eine einzigartige Spezialität. Das mithilfe der wilden, also frei lebenden Hefe hergestellte Lambic besteht zu 30 bis 40 Prozent aus ungemälztem Weizen und zu 60 bis 70 Prozent aus Gerstenmalz. Es ist meist schön goldfarben und ziemlich sauer mit einem Alkoholgehalt zwischen etwa 4 und 5 Prozent und erinnert manchmal an Apfelmost.
Das Faro ist ebenso wie das echte Lambic meist nur noch in den kleinen Brauereien zu bekommen. Das in der Regel aus alten und jungen Lambics verschnittene Gueuze ist eine im Sommer sehr bekömmliche süß-saure Erfrischung. Auf dieselbe Weise wie das Kirschbier Kriek wird übrigens traditionell auch Himbeerbier (Frambozen) hergestellt; Modeerscheinungen und ebenfalls gewöhnungsbedürftig sind Biere mit Erdbeer-, Pfirsich- sowie Schwarze-Johannisbeer-Geschmack.
Große Lambick- und Gueuze-Brauereien sind beispielsweise Belle-Vue in Brüssel und St-Louis in Ingelmunster. Ein sehr saures Lambic gibt es im wunderbaren „À la Mort Subite” in Brüssel, auch „La Bécasse” in Brüssel schenkt eigenes Lambic aus; erste Adresse in der Hauptstadt aber ist die Brasserie Cantillon, die als eine der ganz wenigen Brauereien ihre Biere noch völlig auf traditionelle Weise herstellt. (…)

Rot…

Streng genommen gibt es heute nur noch ein echtes rotes Bier: das Rodenbach aus dem flandrischen Roeselare. Es ist so sauer, dass man es eigentlich niemandem verdenken kann, wenn er es für nicht trinkbar hält, und dennoch ist es ein Klassiker. Seine Säure erhält es von den verwendeten Hefen. Gebraut werden das einfache Rodenbach  mit 4,6 Prozent Alkohol und das Rodenbach Grand Cru mit 5,2 Prozent Alkohol. Gewöhnt man sich erst an die Säure, schätzt man es als guten Durstlöscher.

Braun…

Sogenannte braune Biere gibt es viele und auch viel gute, herausragend ist jedoch beispielsweise das Liefmans aus Oudenaarde, ein dem Ale ähnliches Bier. Die einfache Version Oud Bruin hat ungefähr 4,6 Prozent Alkohol, das besonders an Festtagen beliebte Liefmans Goudenband – abgefüllt in eine Champagnerflasche, die in Seidenpapier eingewickelt wird – ist trocken und süß-spritzig bei 5,5 Prozent Alkohol. Noch eine Besonderheit: Liefmans Kriek, ein weiches Kirschbier auf Ale-Basis.

Weiß…

Die belgischen Weißbiere sind Schankbiere mit bis zu 45 Prozent Weizenmalz und einem geringen Alkoholgehalt von ca. 3,5 Prozent. Sie geben sich leicht, fruchtig und erfrischend. Deren bekanntestes kommt aus Hoegaarden und wird u. a. mit Koriander gewürzt. Etwas stärker ist das Grand Cru aus derselben Brauerei. Andere gute Weißbiere sind das Dentergemse Wit, das Brugse Wit und das „Blanche” von Bécasse in Brüssel.

Trappistenbiere

Redet man von Klosterbieren, muss man streng unterscheiden. Da gibt es auf der einen Seite die echten Trappistenbiere, die nur in sechs Klöstern Belgiens von Trappistenmönchen gebraut und als Trappistenbier verkauft werden dürfen. Die bekannteste Klosterbrauerei ist diejenige von Chimay, die drei Biere braut: Rouge (rote Kapsel, 5,5 Prozent), Blanche (weiße Kapsel, 8 Prozent) und Bleue (blaue Kapsel, 9 Prozent), das es auch als Jahrgangsbier gibt.
Ähnliche Biere stellen die Mönche von Rochefort her. Das flandrische Kloster Westvleteren ist die kleinste der Brauereien und produziert ebenfalls drei Biere, dessen stärkstes das schwere, süße „Abbot 12” mit 10,6 Prozent Alkohol ist. Ebenfalls aus Flandern kommt das Trappistenbier von Westmalle mit dem dunklen und eher herben Dubbel (7 Prozent) und dem hellen Triple (8 Prozent).
Ein ganz außergewöhnliches Bier ist das kräftig gelbe Orval aus der südöstlichsten Ecke Belgiens: recht herb, etwas sauer und sehr bitter, ist es mit seinen 6 Prozent Alkohol wahrlich gewöhnungsbedürftig. Seit 1998 werden auch in der Sint-Benedictus-Abtei in Achel an der niederländischen Grenze drei Biere gebraut – und nur dort ausgeschenkt!

Klosterbiere

Deutlich zu unterscheiden von den Trappistenbieren – mit über 70 Marken wie Grimbergen, Leffe oder Affligem – sind die Klosterbiere („Abbaye”). Sie gehen zwar auch auf Klöster zurück, stammen heute aber in der Regel aus gewöhnlichen Brauereien, die die Rezepte von den Klöstern bekommen haben, und sind allesamt eher stark, schwer und malzig.

Spezialbiere

Es gibt noch eine Vielzahl meist obergäriger Biere, die oft duch besondere Flaschen, Etiketten und durch ebenso eigenartige wie treffende Namen auffallen: zu Beispiel Lucifer, Verboden Vrucht oder Delirium Tremens (das in einem mit kleinen rosa Elefanten verzierten Glas ausgeschenkt wird). Tradition hat die Hersellung von hellen und dunkeln Ales,wie das De Koninck aus Antwerpen, das starke Gouden Carolus aus Mechelen, die „Saison” aus dem Hennegau zwischen Charleroi und Mons oder die weichen Amberbiere wie das Palm. Sehr süffig und daher nicht zu unterschätzen ist das Duvel (8 Prozent) der Braurei Moorgat aus Breendonk.

Bruegge Bier franklinBruegge Bier 3

In Brügge findet man verschiedene Geschäfte, in denen man Bier aus ganz Belgien kaufen kann. Die größte Auswahl gibt es in einem Laden in der Wollestrrat 53 – davor kann man alle 1132 belgischen Biere an der Beerwall ausgestellt sehen….

Auf kulinarischer Entdeckungsreise (6): Brügge/Belgien – The Best Hot Chocolate

26. August 2014 by

Bruegge Old Chocolate House 3
Kuvertüre oder Schokolade in heißer Milch aufzulösen und daraus eine Trinkschokolade zu machen ist ja wieder modern – und wenn man in Brügge ist, sollte man unbedingt auch eine heiße Schokolade trinken!!! Denn hier gibt es lauter feine Schokolade zum probieren.
In Belgien geht man dafür nicht in ein Café, wie es bei uns üblich ist, sondern man besucht einen Tearoom. In ein Café geht man in Belgien, wenn man ein Bier oder andere Erfrischungen zu sich nehmen möchte. Oft bieten diese Cafés auch eine Kleinigkeit zu Essen an und sind daher einem Pub sehr ähnlich. In Frankreich ist das übrigens auch vielerorts so.
Wir wollten also eine heiße Schokolade trinken, stilecht und unverfälscht. Zuerst waren wir wegen dem Werbespruch auf der Sonnenschutz-Markise etwas skeptisch – ich meine, wer hat es nötig so gezielt darauf hinzuweisen, dass genau dieser Tearoom der beste sei, um eine heiße Schokolade zu trinken… Touristennepp?

THE PLACE TO BE TO DRINK THE BEST HOT CHOCOLATE

The Old Chocolate House
Mariastraat 1
8000 Brügge

http://www.oldchocolatehouse.com

Bruegge Old Chocolate House 1
Wir gingen schließlich trotzdem in den kleinen Laden hinein, dann eine schmale, knarzende Holztreppe hinauf in den Tearoom.

Bruegge Old Chocolate House 8

Große Überraschung – ein wirklich authentisch wirkender Tearoom, mit kleinen Tischchen, geblümten Tischdecken und aus dem Fenster der Blick auf die Straße. Sehr nett dachten wir – die Engländer und Japaner gehen wohl lieber in die Tearooms mit den langen Schlangen vornedran….

Bruegge Old Chocolate House 5

Feines Gebäck, Mousse aus Chocolat, Crème Brulée, Cupcake mit Baiser, Brownie…. Absolut lecker!

Wir hatten uns noch was Süßes zu unserer heißen Schokolade bestellt – eine kleine Auswahl von hausgemachten kleinen Köstlichkeiten – und das zu recht bodenständigen Preisen.

Bruegge Old Chocolate House 4

Die Schokolade wird in einer kleinen Tasse aus Schokolade serviert, die man samt Inhalt in der heißen Milch versenkt und dann mit dem kleinen Schneebesen verquirlt, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Die Schokoladensorte kann man sich auf der Karte aussuchen. Nach Anbaugebiet des Kakaos, nach Kakaogehalt, nach Bitter über Milch bis zur weißen Schokolade. Wer mag, kann seine Schokolade auch aromatisiert haben – mit Chili, Muskatnuss, Zimt, Vanille, Ingwer (vorne im Bild) oder Marshmallows…..

Bei einem zweiten Besuch haben wir andere Sorten der heißen Schokolade probiert und Waffeln dazu gegessen.  Ein Teller mit Pralinen und Keksen ist bei der heißen Schokolade obligatorisch dabei…

Diesmal für  mich heiße dunkle Schokolade mit Chili….

Bruegge Old Chocolate House 10

Fortsetzung folgt….

Auf kulinarischer Entdeckungsreise (5): Brügge/Belgien – Frieten, Pommes Frites, (French) Fries

24. August 2014 by

Bruegge Frieten 1

Immer noch Tag 4 unserer kulinarischen Entdeckungsreise in Brügge:
Nach dem Schokoladenmuseum ging es gleich in der Nähe, in der Vlamingstraat 33, ins Friet Museum.

Im Eintritt war ein Verzehr-Gutschein enthalten, damit man die echten „Belgischen Pommes” auch einmal probieren kann.

Bruegge Frieten 3
Manch einer ist davon überzeugt, dass die Pommes Frites wegen ihrer englischen Bezeichnung „French Fries” in Frankreich erfunden wurden. Die Belgier beanspruchen diese Erfindung jedoch ganz für sich. Man sagt, dass die Bezeichnung French Fries während des ersten Weltkriegs entstanden ist. Französisch sprechende Belgische Soldaten gaben Amerikanischen Soldaten von den frittierten Kartoffeln. Die Amerikaner dachten deshalb, es wären Französische Soldaten und so entstand der Name „French Fries”.

Es gibt aber keinen wissenschaftlichen oder historischen Beweis über den Ursprung der Pommes Frites. Die meist erzählte Geschichte hierzu stammt aus der Gegend La Mosane.
Die Menschen, die an den Ufern des Flusses „Meuse” lebten, frittierten üblicherweise die kleinen Fische, welchen sie dort gefangen hatten in heißem Fett, bevor sie auf den Teller kamen. Um 1650 gab es über mehrere Jahre sehr harte Winter. Der Fluss war zugefroren und deshalb war es unmöglich, Fische zu fangen.
Deshalb schnitten die Bewohner Kartoffeln in Stifte, damit sie aussahen, als wären es kleine Fische. Diese frittierten Sie dann an Stelle des Fischs. Und so wurden die Pommes Frites erfunden.

Es ist äusserst wahrscheinlich, dass wir die Erfindung der Kartoffelchips den Amerikanern verdanken. Im Jahre 1852 soll ein gewisser George Crum, ein Koch aus Saratoga (Staat New York) die Kartoffelchips erfunden haben, weil er sich über einen Gast ärgerte, der seine Fritten zurück in die Küche schickte, weil sie zu dick seien. Daraufhin hat er die Kartoffeln in hauchdünne Scheiben geschnitten, frittiert und zu seiner Überraschung war der Gast daraufhin absolut zufrieden und sehr erfreut. So entstanden schließlich die Kartoffelchips.

Day four of our culinary trip to Bruges – the French Fries Museum:
In the entrance fee a food voucher is included so that you can try the genuine “Belgian fries”…

Some people believe that the fries were invented in France because of their English name “French Fries”. However, the Belgians claim this invention all to themselves. It is said that the name of the French Fries originated during the First World War. French-speaking Belgian soldiers offered fried potatoes to American soldiers. The latter thought that they were French soldiers and this is where the name “French Fries” comes from.
But there is no scientific or historical proof of the origin of french fries. The story that is told the most in Belgium attributes the origin to the Monsane region.
The people who lived on the banks of the river “Meuse” used to catch small fish and fry them whole before eating them. During the years around 1650 winters were extremly harsh. The river used to freeze over and therefore it was impossible to fish.
Because of this, the inhabitants decided to cut potatoes into sticks in order to make them look like small fish and to fry them  instead. So this is how potato fries came into existence!

The origin of potato crisps

It is most likely that the Americans are responsible for this invention. In 1852 a certain George Crum, a cook from Saratoga in the state of New York, is reputed to have become angry with a customer who sent his “fries” back to the kitchen saying that they were too thick. So Crum cut the potatoes into very thin slices and to his great surprise the customer was abbsolutely delighted with them. So this is how “crisps” came into existence.

 Bruegge Frieten 2
Der Rundgang beginnt bei den Basics: Woher kommt die Kartoffel, welche verschieden Sorten gab und gibt es heute noch, wer hat die Kartoffel nach Europa gebracht, welche Sorten verwendet man für Pommes Frites….

The tour starts with the basics: Where does the potato come from, which are the different varieties, who brought the potato to Europe, which varieties are used for fries ….

Bruegge Frieten 4

Die Kartoffel stammt aus den peruanischen Anden und wird dort schon seit etwa 8.000 Jahren angebaut.
Die Spanier haben sie – wie auch den Kakao – auf ihren Eroberungsfahrten entdeckt und über die Kanarischen Inseln nach Europa gebracht.

The potato has been grown in Peru for nearly 8’000 years
The Spaniards have - as well as the cocoa - discovered the potato on their conquests and brought it to Spain/Europe via the Canary Islands.

 Bruegge Frieten 5Bruegge Frieten 30Von Spanien kommt die Kartoffel über Italien und direkt von den Kanarischen Inseln nach Belgien (um 1567).
Um 1586 brachten britische Siedler aus Virginia die Kartoffel nach Großbritannien.
From Spain, the potato came via Italy and directly via the Canary Islands to Belgium (around 1567).
British settlers from the colonies (Virginia) brought the potato to Great Britain around 1586.
Nährwerte der Kartoffel
200 Gramm Kartoffeln enthalten:
40 % des empfohlenen Tagesbedarfs an Vitamin C
10 bis 15 % des empfohlenen Tagesbedarfs an Magnesium und Eisen
50 % des empfohlenen Tagesbedarfs an KaliumEin Mangel an Kalium kann zu Angstzuständen führen, Eisen ist unerlässlich für die Produktion von roten Blutzellen und Kalium ist notwendig, damit das Herz gleichmäßig schlägt.
Nutritive value of potatoes
200 grammes of potatoes contain:
40 % of the recommended daily intake of vitamin C
10 to 15 % of the daily intake of magnesium and iron
50 % of the recommended daily intake of potassium
A lack of potassium can lead to fits of anxiety; iron is indespensable for the production of red blood cells and potassium is essential to keep the heart beating regularly.
Machen Kartoffeln dick?
Nein, weil sie aus 80 % Wasser und  0 % Fett bestehen. Sie sind sehr kalorienarm. Im Vergleich zur gleichen Menge von gekochtem Reis oder Pasta haben sie nur die Hälfte der Kalorien.
Ausserdem enthalten sie reichlich Kohlenhydrate, die guten von der langsam verdaulichen Sorte. Somit spenden sie dem Körper lang anhaltende Energie.
Do potatoes make you put on weight?
 No, because the potato is composed of 80% water, 0% fat and very few calories. Compared to the same amount of cooked rice, spaghetti or macaroni, potatoes only contain half the calories.
However, the potato does contain a lot of carbohydrates, but of the slow type. This mens that they are slowly ingested by the body, which in turn gives us the energy we need for the day.
Bruegge Frieten 6Favourite one in Belgium is the variety “Bintje”.
Welches sind die am besten für Pommes geeigneten Sorten?
  • die Kartoffeln müssen fest sein
  • sie müssen ausreichend groß sein
  • sie mussen glatt und rund sein

Folgende Sorten haben die richtigen Eigenschaften für Pommes und sollten bevorzugt verwendet werden:

Agria, Anosta, Asterix, Asilia, Bintje, Charlotte, Charisma, Claudia, Corine, Désirée, Disco, Doré, Felsina, Junior, Première, Rosa, Santé, Saturna, Spunta, Turbo, Viola, Van Gogh.

In Belgien ist die Sorte „Bintje” sehr beliebt.

Bruegge Frieten 7Pommes-Scheider / Potato cutter

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Belgische Fritten werden in 10 bis 13 mm dicke Stäbchen geschnitten

Bruegge Frieten 8

Bruegge Frieten 24Hier kann man sich ein Video zur Zubereitung von Pommes ansehen / Here you can watch a video about the preparation of perfect fries.

Bruegge Frieten 31

Die Zubereitung von perfekten Belgischen Fritten  /                                                               The preparation of perfect Belgian Fries

Why are Belgian fries so delicious?

There are several reasons:

  • the appropriate variety of potato is cooked with the appropriate type of cooking fat
  • the potatoes are often freshly peeled and cooked
  • the fries are cooked in unrefined beef tallow, known as “blanc de boeuf” (oh – I feel so sorry for the vegetarians….)
  • fries are cooked in two separate phases

The secret of the genuine Belgian fry

Peel the potatoes, cut them into slices, rinse, leave to drain and dry.
Precook the fries for 6 minutes at a temperature fo 130°C to 140°C
(266 – 284 °F).
Leave the fries to rest (sweat) for 10 minutes.
Cook them a second time for 1,5 to 3 minutes, according to the size of the fry, at a temparature of 165°C-170°C (329-338°F).

Lift out the fryer, shake them and sprinkle with salt. Serve with a sauce of your choice.

Advice for making perfect fries:

  • dry fries (after having sliced them up) before you put them in the fryer
  • replace the fat or oil in your fryer after 8 to 10 uses
  • do not pour fresh oil into the old oil
  • if you do not cook fries very often, you will need to replace the fat or oil after a certain time bcause of oxidation caused by contact with the oxygen in the air
  • avoid frying other types of food, such as fish, in the same oil
  • the higher the cooking temperature, the faster the oil or fat will deteriorate
  • do not leave bits of old fries in the fryer

Warum sind die belgischen Fritten so köstlich?

Es gibt mehrere Gründe:

  • Die Kartoffelsorte muss zum frittieren geeignet sein, z. B. Bintje.
  • Die Kartoffeln werden oft in den Frittenbuden frisch geschält und geschnitten.
  • Das verwendete Fett ist nich raffiniertes Rinderfett, auch „Blanc de Boeuf” genannt (sorry – also nichts für Vegetarier)
  • Es wird zweimal frittiert, da das erste Mal nur vorgegart wird.

Das Geheimnis der echten belgischen Pommes

Man schneide die geschälten Kartoffeln in Stifte (10-13 mm dick), wasche sie, lasse sie abtropfen und trocknen.
Die Kartoffelstifte 6 Minuten bei 130 – 140 °C vorfrittieren.
10 Minuten ruhen (schwitzen) lassen.
Je nach Größe 1,5 bis 3 Minuten bei 1650-170 °C frittieren.
Schütteln und abtropfen lassen, salzen und mit einer Sauce nach Wahl servieren.

7 Tipps für perfekte Fritten

  • Die Pommes nach dem Schneiden mit einem Küchentuch abtrocknen, bevor sie frittiert werden.
  • Das Fett oder Öl nach spätestens 8-10 Frittiervorgängen wechseln.
  • Frisches Öl niemals mit altem Öl mischen.
  • Wenn man nicht oft Fritten zubereitet, muss das Fett oder Öl wegen der Oxidation (Kontakt mit dem Sauerstoff in der Luft) nach einer bestimmten Zeit auch ausgewechselt werden.
  • Nicht verschiedene Nahrungsmittel, wie z. B. Fisch im gleichen Fett frittieren.
  • Je höher die Temperatur beim Frittieren ist, umso schenller altert das Fett/Öl
  • Keine Pommesreste in der Fritteuse liegen lassen!

Bruegge Frieten 14

Bruegge Frieten 15

Later on there was also mayonnaise, ketchup, mustard and a sauce with pickled vegetables and mustard (Piccalili Sauce).

en.wikipedia Frikandel

Bis ins Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Fritten nur mit Salz angeboten. Saucen, Gewürze und Frikandels (Fleischblällchen in Form einer Wurst -ohne Darm als Hülle) kamen erst um 1950 auf den Markt. Die erste Sauce, die zu Fritten serviert wurde, soll eine Zwiebelsauce gewesen sein. Das Rezept: Dünne Scheiben gebratene Zwiebel, die mit weißen Bohnen, Essig und ein wenig Mehl gekocht wurden. Diese wurde nach Belieben noch mit ein paar Löffeln Sahne verfeinert. Später kamen Mayonnaise, Ketchup, Senf und eine Sauce aus sauer eingelegtem Gemüse und Senf dazu (Sauce Piccalili).

Bruegge Frieten 20Bruegge Frieten 21

Die Sauce Andaluz, die eigentlich gar nichts mit Andalusien zu tun hat, ist heutzutage eine der beliebtesten Saucen.

Rezept für Sauce Andaluz:

1 Tasse Mayonnaise
2 Esslöffel Tomatenpüree
2 Esslöffel fein gehackte Zwiebel
1 Esslöffel gehackte grüne Chili
1 Esslöffel gehackte rote Chili
1 Esslöffel Zitronensaft
1Teelöffel Salz

Alle Zutaten vermischen und ca. 1 Stunde durchziehen lassen.

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Nach vielen weiteren lehrreichen Eindrücken haben wir dann die echten belgischen Fritten probiert….

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Bruegge Frieten 27

 

Hinten im Bild: Sauce Piccaliliy – vorne eine auf Mayonnaise und Senf basierende Currysauce.
Vorne: eine belgische Frikadelle – zu einer Wurst gepresst.

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Bruegge Frieten 28Fortsetzung folgt - to be continued

Auf kulinarischer Entdeckungsreise (4): Brügge/Belgien – Das Schokoladenmuseum

21. August 2014 by
Bruegge Schokolade 1

La Belle Chocolatière de Vienne

Tag 4 unserer kulinarischen Entdeckungsreise in Brügge – es war unser Tag der Schokolade und der Pommes.

Day 4 of our trip to Bruges/Belgium – we visited the chocolate museum and the french fries museum.

Wir hatten uns eine Brügge City Card (48 Euro pro Person) für drei Tage besorgt, mit der man freien Eintritt zu 27 Museen und Sehenswürdigkeiten und andere Vergünstigungen wie zum Beispiel eine  Fahrkarte (3 Tage / 6 Euro) für das öffentliche Verkehrsnetz -Bus, Bahn und teilweise auch Schiff- in ganz Flandern hat.

Also war ab Montag erstmal Museum-Hopping angesagt. Als erstes sind wir an diesem Tag zum Schokoladenmuseum marschiert.

Bruegge Schokolade 2
Das hat mich am meisten interessiert – nicht nur, weil ich ein absoluter Foodie bin, sondern auch weil ich viele Jahre für ein bekanntes Schokoladenunternehmen aus dem Schwarzwald gearbeitet habe.

Und hier habe ich noch ein zweites Souvenir gekauft – Eine Tasse mit dem Motiv „Schokoladenmädchen” – La Belle Chocolatière de Vienne (Gemälde von Jean-Étienne Liotard) aus dem Schokoladenmuseum, darunter sieht man die Spitze, die ich am Tag zuvor auf dem Flohmarkt erstanden habe.

Bruegge Schokolade 3

Die Geschichte der Schokolade begann vor fast 4.000 Jahren in Mexiko. Archäologen haben dort in der Region von Veracruz Funde gemacht die belegen, dass die Olmeken um 2.000 vor Christus schon ein Getränk aus Kakao zubereitet haben. Damals war es ein gewürztes Getränk aus Wasser, Kakaobohnen und Mais, dem Chili, Piment und Vanille beigefügt wurde.

Erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts ergänzten spanische Nonnen das Getränk mit Zucker, Nelken und Zimt, um es süßer zu machen und erst seit Beginn des 18. Jahrhunderts gibt es Schokolade in fester Form, die man essen kann. Die Geschichte der Schokolade, wie wir sie heute kennen, begann also erst vor etwa 200 Jahren.

History of the cocoa

600 BC:

According to cocoa traces found in terra cotta pots, the Mayas of Colha (in the North of what today is Belize, Central America)
drank chocolate with a lot of foam.

Pre-Columbian era:
Mayas and Aztecs mix the cocoa in hot water with various ingredients (water, cornstarch, peppers, honey…)

in different proportions according to the desired drink.

Bruegge Schokolade 8

Kakao wurde den Göttern geopfert um diesen für Nahrung und Wasser zu danken, die sie von der Erde erhielten, um sie milde zu stimmen und damit ihre Gebete erhört würden.
Man glaubte damals, dass alles, was auf der Erde existierte eins war – Bäume und Tiere waren die Brüder der Menschen.
Die Azteken durchstachen ihre Zungen oder Ohrläppchen und träufelten das Blut über Kakaobohnen oder mischten es in das Kakaogetränk und brachten es den Göttern auf den steinernen Altären ihrer Pyramiden zum Opfer. Eine Menge Rauch war auch dabei – sie verbrannten eine Art Weihrauch, der ihre Gebete schneller zu den Göttern tragen sollte.

Kakao war in Zentralamerika selten, und so diente es etwas später auch als Zahlungsmittel. So konnte man zum Beispiel für 10 Kakaobohnen ein Kaninchen kaufen, für einen Sklaven musste man 100 Kakaobohnen hinlegen. Die Maßeinheit der Mayas entsprach dem Gewicht, das ein Mann tragen konnte und das waren 24.000 Kakaobohnen.
Man kannte zu dieser Zeit drei Arten von Währungen: Kakaobohnen, Vulkangestein oder Obsidian und Kupfer in Form einer Axt oder eines Messers.

Die Zubereitung von heißer Schokolade damals…. / Preparing cocoa-flavoured drinks…

Bruegge Schokolade 5Zuerst wurden die Kakaobohnen über Feuer geröstet, dann gereinigt und zermahlen.  / The cocoa beans were roasted, winnowed and crushed.

Bruegge Schokolade 6
Die enstandene Paste wurde mit einer Maispaste gemischt. Letztere erhielt man, indem man Mais mit etwas gebranntem Kalk weichkochte.
Der gekochte Mais wurde mehrmals mit Wasser abgespült und dann zu der benötigten Paste zerrieben.

The resulting paste was mixed with corn paste. The latter was obtained by cooking the corn with a little quicklime in order to soften the hard skin covering the corn seeds.
Once the cooked corn had been rinsed serveral times it was ground to a paste.

Entsprechend der Bräuche die in den verschiedenen Gebieten üblich waren, wurden dem Kakao-Mais-Gemisch Piment, Achiote und Chili als Gewürz beigefügt.
According to the traditions that prevailed in the different regions, Mexican peppers (allspice), achiote and chillies were added to the mixture of cocoa and corn pastes to make a spicy drink.

Bruegge Schokolade 7
Das Getränk wurde dann gelüftet, indem man entweder durch ein dünnes Rohr an der Seite des Gefäßes Luft bliess, oder die Flüssigkeit aus einer bestimmten Höhe in ein anderes Gefäß goss.
Später wurde eine andere Methode entwickelt. Man verwendete einen hölzernen Quirl, den man energisch zwischen den Handflächen rieb, um das Getränk dann zum Schäumen zu bringen.
Kommt euch das nicht bekannt vor?

The beverage was aerated before being drunk, either by blowing air throught a tube placed laterally on a pot or jug or by pouring the liquid from a certain height from one container into another one.
Later on, another method was invented, using a foamer or molinillo that was rubbed energetically between the palms of the hands in order to make it rotate and produce froth.
Doesn’t that sound very familiar to you?

1519:
Hernan Cortés disembarks on the coast of what is now Mexico. The conquistadores discover the cocoa drink

Es war der spanische Eroberer Cortes, der am 21. April 1519 erstmals an der Küste des heutigen Mexikos strandete. Die Konquistadoren entdecken das Kakaogetränk.

Hier ist das Rezept, welches Cortes 1528 nach Europa mitbrachte, zusammen mit der ersten Ladung Kakao und dem notwendigen Zubehör (Gefäße und Schneebesen) für die Zubereitung von heißer Schokolade:

1528:

Hernan Cortés returns to Spain and brings back the famous hot chocolate recipe adapted
to the taste of the colonists of new Spain as well as the utensils to prepare it: a chocolatiere and a foamer.

Bruegge Schokolade 11
700 g gemahlener Kakao
56 g Zimt
14 Nelken
1 Prise Anissamen
Moschus, Amber und Orangenblüten
750 g Zucker
14 Pfefferkörner
3 Vanilleschoten
Haselnüsse

Von da an entwickelte sich der Kakao immer stärker zum Modegetränk in den europäischen Königshäusern. Leisten konnten sich den Kakao nur die reichen Leute – Ende des 18. Jahrhunderts hätte ein Arbeiter 5 Tage für von  500 g Schokolade schuften müssen. Und heutzutage bekommt man eine Tafel Schokolade à 100 g schon ab weniger als einem Euro!

1615:
Anne of Austria, Infanta of Spain, marries Louis XIII and quickly shares her passion
for hot chocolate at the court of France

17th and 18th centuries:

The European nobility and the aristocracy adore hot chocolate.

1660: the marriage of Louis XIV to Marie Thérèse of Austria, increases the courtiers’ passion for chocolate

1725: Louis XV marries Marie Leszcynska. She loves hot chocolate, as do the favourites, who use it for its aphrodisiac qualities

Bruegge Schokolade 4

Die Adeligen am Hofe hatten Zofe, die speziell für die Zubereitung und das Servieren der heißen Schokolade zuständig waren – Schokoladenmädchen…

Bruegge Schokolade 13

…ein weiteres Rezept…

Das Rezept wurde immer weiter verfeinert, und im 18. Jahrhundert kamen die Engländer auf die Idee, Milch in die heiße Schokolade zu geben – wen wundert das, die Briten trinken ja auch ihren Tee mit Milch…

18th century: in England, chocolate is mixed with milk and not water (who wonders?  – they use to drink their tea with milk…)

Bruegge Flohmarkt 14

Bruegge Schokolade 15
Damit man sich nicht die Finger an den heißen Tassen verbrannte, hatte man zwei Henkel zum festhalten. Vorne: Um nichts zu verschütten, hatte man eine Untertasse mit einer Vertiefung in der Mitte, in  der die Tasse nicht verrutschen konnte. (Trembleuse).

Bruegge Schokolade 14

Kandiszucker

1825: invention of the degreasing of cocoa by Van Houten in Holland (products: cocoa butter and powder)
Erfindung der Entfettung des Kakaos durch Van Houten in Holland (Produkte: Kakaobutter, Kakaopulver)

1828: Van Houten files a patent for the first chocolate in powder form.
Van Houten lässt das erste Schokoladenpulver patentieren.

1904: Poulain launches its famous orange coloured chocolate powder box
Poulain bringt seine berühmte orangefarbene Dose mit Schokoladenpulver auf den Markt.

1914: the launch in France of the chocolate flavoured banana flour Banania which will warm the French troops in the trenches
Einführung in Frankreich von Banania, das Bananenmehl mit Schokoladengeschmack, mit dem sich die Frontsoldaten in den Gräben aufwärmen.

1961: launch in France, after the United States, of Nestlé’s Nesquick, flavoured with cinnamon, which today is the world’s best selling chocolate drink powder.
Nach den Vereinigten Staaten nun auch Einführung in Frankreich von Nestlés Nesquick mit Zimtgeschmack, heute die weltweit meistverkaufte Zubereitung für das Schokoladengetränk.

End of the 20th century: “old-style” hot chocolate is in fashion again: it is prepared with melted couverture chocolate.

Ende des 20. Jahrhunderts: Die “traditionelle” heiße Schokolade ist wieder in Mode: Sie wird mit geschmolzener Kuvertüreschokolade zubereitet.

Bruegge Schokolade 16

In einem Tearoom in Brügge: heiße Schokolade aus heißer Milch und darin geschmolzener Schokolade (und Chili)…

 

Evolution of the chocolate bar

The history of the chocolate bar starts much later that that of the chocolate drink.

1674: the London store Coffee Mill and Tobasco Roll offers for the first time
“Spanish style chocolate rolls” which could be bitten.

1830: development of the techniques of moulding. Established in Lausanne (Switzerland),
Charles-Amédée Kohler mixes chocolate with hazelnuts for the first time

1847: the moulding of the first tablet in England gives birth to plain chocolate

1875: thanks to the invention of condensed milk by Henri Nestlé,
Swiss Daniel Peter develops a recipe for milk chocolate

1879: Swiss Rodolphe Lindt develops couverture chocolate and the recipe for dark chocolate.

End 19th century: Menier sells millions of small dark chocolate sticks to be inserted into a piece of bread.

1984: the French chocolate maker Raymond Bonnat of Voiron (Isere) creates
the first collection of noir chocolates “Les Grands Crus de Cacao”.

End of the 20th century: A trend towards back to basics, to original and authentic flavours,
even a preoccupation with traceability, may explain the appearance of cocoa vintages, like cépages for wine.

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Die Schokoladentafel ist weitaus jünger als das Schokoladengetränk.

1674: Das Londoner Geschäft Coffee Mill and Tobacco Roll bietet zum ersten Mal Schokolade in Rollen
“nach spanischer Art” zum Verzehr an.

1830: Entwicklung der Gusstechnik. Charles-Amédée Kohler aus Lausanne (Schweiz)
mischt die Schokolade zum ersten Mal mit Nüssen.

1847: Der Guss der ersten Schokoladentafel in England läutet die neue Ära der Essschokolade ein.

1875: Dank der Erfindung der Kondensmilch durch Henri Nestlé entwickelt der Schweizer Daniel Peter
das Rezept der Milchschokolade.

1879: Der Schweizer Rodolphe Lindt entwickelt die Kuvertüreschokolade und das Rezept der Fondantschokolade.

Ende des 19. Jahrhunderts: Menier vermarktet in millionenfacher Ausgabe den kleinen schwarzen Schokoladenriegel,
der in einem Stück Brot gegessen wird.

1984: Der französische Chocolatier Raymond Bonnat de Voiron (Isère) kreiert die erste schwarze Schokoladenkollektion
“Les Grands Crus de cacao”.

Ende des 20. Jahrhunderts: Der Wunsch, nach dem Motto “zurück zu den Wurzeln”, den originellen
und authentischen Aromen zu finden, und auch die Rückverfolgbarkeit sind voraussichtlich die Gründe,
weshalb – ähnlich wie bei Weinsorten – edle Kakaosorten entstanden sind.

Bruegge Schokolade 19

 

Pralinen / Praline chocolates

Das Wort Praline kommt vom Comté Plessis-Praslin, einem französischen Marschall und Diplomaten im 17. Jahrhundert. Sein Koch erfand eine Süßigkeit, die aus einer mit Zucker umhüllten Mandel bestand und praslin genannt wurde. Der Belgier Jean Neuhaus erfand 1912 die Praline. Er füllte einen kleinen Schokoladenbecher mit gemahlenen, von Zucker umhüllten Nüssen und nannte es Praline.

The word praline originated in France where it was first used by Mr. Choiseul, Count of Plessis-Praslin who was a French marshal and diplomat in the 17th century. His cook created a new sweet consisting of a sugar-covered almond that was called praslin. It was Jean Neuhaus who invented the praline in 1912. He filled a chocolate cup with ground sugar-coated nuts an called it praline.

Bruegge Schokolade 24

Formen für Schokoladentäfelchen, Pralinen und Ostereier

Und zum Schluss ging es noch in die Schokoladenwerkstatt bzw. hauseigene Confiserie im Untergeschoss….

Bruegge Schokolade 27

Typischer Fußboden….

Belocade – hier wird alles noch handgemacht….

Bruegge Schokolade 29

Die Madonna mit Kind von Michelangelo, die in einer Kirche in Brügge steht gibt es hier aus weißer Schokolade!!!

Bruegge Schokolade 28

Hier gab es auch eine Vorführung, wie Pralinen gemacht werden mit Kuvertüre-Verkostung (die weiße Kuvertüre schmeckt anders und viel besser als eine Schokoladentafel!)

Bruegge Schokolade 30

und zum Schluss gab es auch noch eine Praline mit feiner Füllung zum Probieren… Mmmmmh!


Natürlich habe ich mir hinterher im Shop Kuvertüre gekauft, meine Tasse mit dem Schokoladenmädchen Motiv, einen Ausstellungskatalog und Schokoladenbier…

Selbstverständlich kann man noch viel mehr über Kakao und Schokolade erfahren – Anbaugebiete, Herstellung und Inhaltstoffe von Schokolade, wer die Pralinenschachtel erfand, usw.

Und jetzt habe ich noch einen Buchtipp für euch – „Das Schokoladenmädchen” von Katryn Berlinger – sehr lesenswert!

Auf kulinarischer Entdeckungsreise (3): Brügge/Belgien – Sonntagsflohmarkt

19. August 2014 by

Bruegge Flohmarkt 3
Tag 3 unserer nicht nur kulinarischen Entdeckungsreise in Brügge.

Bruegge Flohmarkt 10
Im Sommer gibt es in Brügge jeden Sonntag einen riesigen Flohmarkt. Man kann ihn kaum verfehlen – vom Bahnhof in Richtung Zentrum immer den Menschnmassen hinterher. Wenn ich nicht nur einen kleinen Rucksack dabei gehabt hätte – ich wäre bestimmt in einen Feilsch- und Kaufrausch ausgebrochen. So viele schöne Sachen für Küche, Haus und Garten kann man hier finden, vom Ramsch über kleine unerkannte Schätzchen bis hin zu kostspieligen Antiquitäten….

In the summer in Bruges there is a huge flea market every Sunday. One can hardly miss it – coming from the station you just have to follow the masses towards the center. If I not only had brought a small rucksack with me – I would certainly have broken out in driving a hard bargain and a spending spree. So many beautiful things for the kitchen, home and garden can be found here – from junk over small unidentified treasures to expensive antiques ….

Bruegge Flohmarkt 5Einige dieser Suppenterrinen und den einen oder anderen schönen Teller hätte ich gerne erstanden – aber die Markgräflerin wurde immer von der Seite gemahnt: zuviel Schlepperei, zu wenig Platz in den ohnehin schon überquellenden Geschirr- und Küchenschränken, und, und, und.
Hätte ich da nur mal meinen „Hackenporsche” (so bezeichnet meine Nachbarin die praktischen Shopper mit Rollen zum Hinterherziehen) mitgenommen!
So blieb es also bei den Souvenirfotos und… eine Kleinigkeit habe ich doch gekauft: ein echte belgisches, handgemachtes Spitzendeckchen – geklöppelt von der Mama – wie mir die Flohmarkthändlerin bestätigte (Mama im Hintergrund nickte stolz) – also gut.
Ihr werdet das Deckchen bestimmt demnächst in einem meiner Blogbeiträge entdecken, deshalb hier kein Foto davon.

I would have bought some of these :-(

….but my husband told me again and again that I would have to carry it around the town with me and that there wasn’t enough space at home anyway…

Zurück zum Geschirr:

Bruegge Flohmarkt 6

 Alte Brauereikisten mit Bierflaschen:

Bruegge Flohmarkt 1

Ein schickes Vorratsregal für die Küche:

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Senftöpfe…

Bruegge Flohmarkt 2

Für den Garten:

Bruegge Flohmarkt 9

Allerlei vom Dachboden:

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Und auch merkwürdige Urlaubsmitbringsel?

Bruegge Flohmarkt 11
Fortsetzung folgt… zum Beispiel, was die Markgräflerin im Pommes Frites Museum gelernt hat, oder leckere belgische Schokolade im Schokoladenmuseum…..

Bruegge Flohmarkt 14Auf dem Flohmarkt hatten wir auch solche Schokoladen-Kännchen entdeckt, die wir im Schokoladenmuseum wieder gesehen haben….
Früher mochte man sehr gerne ein Schäumchen auf der Trinkschokolade. Am seitlichen Griff hat man bei der Zubereitung die Kanne festgehalten, während mit dem kleinen Stab alles verquirlt wurde. Heutzutage hat man gern ein Schäumchen auf seinem Kaffee – das kam uns sehr bekannt vor.

We also discovered some of these pots for hot chocolate – this picture was taken in the chocolate museum in Bruges which we visited the next day…

Auf kulinarischer Entdeckungsreise (2): Brügge/Belgien – Markttage mit reicher Vielfalt

13. August 2014 by

Bruegge Markt 1
Samstag – unser zweiter Tag der nicht nur kulinarischen Entdeckungsreise in Brügge.

Nach dem reichhaltigen Frühstück (Croissants, verschiedenen Brotsorten, Kaffee, Tee, Orangensaft, gekochtem Ei, Rosinenbrot, Spekulatiuscreme, Obst, Wurst, Käse) und kurzem Spaziergang in Richtung City entdeckten wir den ersten Stand des Samstagsmarkts.

Bruegge Markt_

Zuerst sah der Markt nur nach kleinem Quartiermarkt aus, aber mit jedem Schritt bot sich ein immer vielfältigeres Angebot – von Blumen, Kräutern, Obst, Gemüse mit Marktschreiern fast wie auf dem Hamburger Fischmarkt und lebendem Federvieh, über Brot, Käse, Feingebäck, Waffeln bis zur Hundenahrung in Form von getrockneten Hühnerfüßen und den Anbietern von Ananasschneidern, scheinbar Wunder wirkenden Putzmitteln und Gurkenhobeln, Klamotten … alles dabei.

Saturday – the second day of our culinary trip to Bruges / Belgium.

Geography of Belgium

The terrain of Belgium can be devided into three categories: coastal plains, fertile central areas and the highlands of the Ardennes. Each of these is especially suited for growing and rearing dirfferent foods, which has given rise to regional specialities made from ingredients that are available on the markets. In Bruges there are markets twice a week – on Saturday all around the concert hall and on Wednesday in front of the Belfort. From Tuesday to Saturday in the afternoon there is a fish market at the old Vizmarkt where you can get fresh fish that comes from the main fishing ports that are situated along the short North Sea coastline- Zeebrugge and Ostend.

And here I will show you, what’s on offer:

Bruegge Markt 2

Belgien kann aus geografischer Sicht in drei Abschnitte eingeteilt werden:
Die flachen Küstengebiete, die Gebiete mit fruchtbaren Böden im Zentrum und das Hochland der Ardennen. Jede dieser Regionen bietet vielfältige Möglichkeiten für den Anbau und die Gewinnung verschiedenster Nahrungsmittel.

Dies spiegelt sich auch in der Angebotsvielfalt auf den Märkten wieder. In Brügge gibt es ausser dem großen Wochenmarkt am Samstag rund um das Konzerthaus (Concertgebouw) noch den etwas kleineren Markt am Mittwoch, auf dem Marktplatz vor dem Belfried, dem Wahrzeichen Brügges. Ausserdem gibt es auf dem alten Fischmarkt jeweils Dienstag bis Samstag vormittags frischen Fisch (Vizmarkt am Steenhouwersdijk).

Bruegge Markt 3

Meer und Küste:

Von den beiden größten Fischereihäfen Zeebrugge und Oostende kommen fangfrische Fische wie Scholle, Seezunge, Hering, Kabeljau aber auch Austern, Muscheln, Shrimps und Nordseegarnelen.

The coastal plains

Daily catches of plaice, sole, herring, cod, grey shrimps, oysters and mussels…

Bruegge Markt 11

Wer den Fisch probieren möchte, kann das direkt gegenüber im Restaurant tun (links im Bild) ….

Bruegge Markt 6

 

Und wer kein Interesse an Fisch hat, kann sich tagsüber über Künstler und Kunsthandwerker freuen, die hier ihre Erzeugnisse feilbieten.

If you don’t like fish, maybe you would like to buy some pieces of arts or handcraft from Bruges artists’ that are also on offer.

Bruegge Markt 16

…. oder man nutzt den Fischmarkt einfach als Unterstellplatz für sein (motorisiertes) Zweirad:

Bruegge Markt 19

Die zentralen Regionen von Belgien

Hier gibt es vor allem fruchtbare Täler mit lehmigen und sandigen Böden, die von zahlreichen Wasserwegen durchflossen werden. Die Region Flandern ist hauptsächlich für Viehzucht und Milchwirtschaft bekannt. Auch verschiedene Getreidearten wie Hafer, Roggen, Weizen, Dinkel sowie Zuckerrüben, Chicoree, Obst und Gemüse, Kartoffeln und , Hopfen, Flachs und Zierpflanzen werden hier angebaut.

Central Belgium

Further inland are ferteile valleys with clay and sandy soils, irrigated by a number of waterways. The area of Flanders is mostly dedicated to intensive cattle breeding, dairy farming, rearing calves or veal, and pig-keeping. A range of crops also flourish in this region, including oats, rye, wheat, spelt, sugar beets, belgian endive, hops and flax, as well as potatoes and other vegetables, fruits and ornamental plants.

Bruegge Markt 24

Obst und Gemüse

Bruegge Markt 36

Blumen, Pflanzen und Kräuter

Federvieh und Hundefutter

Oder gleich gebraten und gegrillt:

Bruegge Markt 45

Vielleicht noch ein paar Kroketten dazu? (mit Käse, Garnelen, Kartoffeln….) – die müssen allerdings erst noch in die Fritteuse.

Bruegge Markt 51
Zum Dessert Käse?

 Oder doch lieber frisch gebackene Waffeln?

Bruegge Markt 52
Wir haben uns für die Waffeln entschieden – in der kleinen Snack-Version:

Bruegge Markt 56

Bruegge Markt 57

Bruegge Markt 59

Natürlich muss man auch ein geeignetes Transportmittel für die ganzen Einkäufe haben – und da Fahrradfahren in Belgien sehr beliebt ist, gibt es hierzu auch verschiedene Arten von Fahrradkörben:

People in Belgium love to ride their bikes – and there have to be suitable containers to transport the food you bought on the market to your home- here are various baskets for all purposes.

Bruegge Markt 58

Und es gibt ausserdem noch den klassischen Obst- und Gemüsehändler:

Bruegge Markt 61

Ach ja, und die Ardennen hätten wir dann noch:

Wälder, in denen Wild gejagt wird, Berge, Hügel, Bäche und Flüsse in denen Süßwasserfische wie die Forelle gefischt werden und natürlich der bekannte Ardennen Schinken kommen von dort. Vom Schinken habe ich leider kein Bild gemacht – ihr werdet es mir verzeihen.

The Ardennes highlands

This hilly landscape of forests, streams and steep river valleys is home to a wealth of indegenous animals, making it prime hunting and fishing territory.
(fishing trouts, hunting game – and of course the famous Ardennes ham comes from this region)sorry I forgot to take pictures of that one…

Fortsetzung folgt / to be continued...

Bruegge Markt 60

 

Auf kulinarischer Entdeckungsreise (1): Brügge/Belgien

10. August 2014 by

Bruegge 4

Markgräflerin goes North – auf kulinarischer Entdeckungsreise

Vergangene Woche waren die Markgräflerin und der Markgräfler auf Entdeckungsreise in Flandern, genauer gesagt in Brügge – wegen seiner Grachten auch das „Das Venedig des Nordens” genannt.

Bruegge 5

Am ersten August ging es los in Richtung Norden. Schon nach wenigen Kilometern auf der Autobahn waren wir im Stau gestrandet. Zum Glück konnten wir über Frankreich ausweichen und sind dann mit etwas Verzögerung am späten Nachmittag in Brügge angekommen. Natürlich zog es uns gleich in die Stadt und wir sind mit einem Stadtplan, den wir im Hotel überreicht bekamen losmarschiert.

Bruegge 2

Das Wetter war wunderschön und nach kurzer Zeit – bevor wir überhaupt noch am Marktplatz ankamen – schon die ersten Schaufenster weltbekannter Chocolatiers:
Macarons vom Erfinder der Pralinen, Jean Neuhaus (1912). Seine Frau, Louise Agostini hatte übrigens damals die Idee für eine neuartige Verpackung – die Ballotin (Pralinenschachtel).
Bei Neuhaus bekommt man nicht nur Schokolade, Pralinés und Macarons – auch Eiscreme im kleinen Becher ist hier zu haben.

Bruegge 6

Und es duftet nach Schokolade – der Schokoladenbrunnen übt magische Anziehungskraft aus….

Bruegge 1

Schaufenster des Chocolatiers „GODIVA” am Marktplatz in Brügge – im Fenster spiegelt sich ein historisches Gebäude, in dem unter anderem die Provinzialregierung ihren Sitz hat und sich das Postamt befindet

Bruegge 3Godiva

Kaum am Marktplatz angekommen – das nächste Highlight. Saftige, süße belgische Erdbeeren, in weiße Schokolade getaucht… Die Belgier sind ganz besonders stolz auf ihre Erdbeeren. Ich kann sie gut verstehen!

Bruegge 9

Man kann sie auch mit Milch- oder Zartbitter-Schokolade haben und sie werden frisch gemacht – das schauen wir uns doch mal genauer an:

 Und natürlich muss auch probiert werden…. göttlich!

Fortsetzung folgt…..


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