Weihnachtlicher Samstagseintopf: Meerrettich-Cremesuppe

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Heute ist ja Heiligabend – aber trotzdem gibt es einen Samstagseintopf, den man auch als Vorspeise eines festlichen Menüs verwenden kann – ein cremiges Meerrettichsüppchen.
Frischer Meerrettich ist sehr gesund, fördert die Verdauung und ist ein wirksames Mittel bei Erkältungen.


Meerrettich (Jahrmarkt Müllheim)

Meerrettich (ein altes Bild vom Jahrmarkt Müllheim)


Meerrettich (Englisch: horseradish – Französisch: cranson de Bretagne, raifort –  Italienisch: rafano – Spanisch: rábano picante)
gilt schon seit dem Mittelalter (Hildegard von Bingen) wegen seiner zahlreich wirkenden Inhaltsstoffe als Heilpflanze. Er ist reich an Kohlenhydraten, Proteinen, Mineralien und Vitaminen, wirkt kreislauffördernd und regt die Magensäfte an. So enthält er auch das natürliche Antibiotikum Allyl-Isothiocyanat, welches gegen Viren, Bakterien und Pilze wirkt. Er kann daher vorbeugend gegen grippale Infekte angewendet werden. Sein Vitamin-C-Gehalt ist höher als der von Zitronen und Orangen!

Schon beim Reiben steigt das scharfe Aroma in die Nase und bringt so die Augen zum tränen.
Man sagt, dass der Türkenlouis (Markgraf Wilhelm von Baden) den Meerrettich, der ein Kreuzblütler ist, von einem seiner Kreuzzüge aus Ungarn nach Baden brachte und Bauern diesen aus dem markgräfliche Garten entwendet und in Verbreitung gebracht haben sollen.

Heutiges Hauptanbaugebiet ist das badische Urloffen. Meerrettich wird von Ende September bis April frisch auf den Märkten angeboten.
Man sollte immer nur so viel Meerrettich reiben, wie man gerade braucht. Den Rest der (ungeschälten) Wurzel kann man in Papier eingewickelt im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.


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Meerrettich-Cremesuppe


Zutaten
(für 4 Personen)

• ½ – 1 Stange frischer Meerrettich
• 1 Teelöffel Zitronensaft
• 40 g Butter
• 30-35 g Mehl
• ½ Liter =  500 ml Fleischbrühe
• ½ Liter =  500 ml Milch
• Salz
• Pfeffer, frisch gemahlen
• 1 Prise Zucker
• 75 g geräucherter, durchwachsener Speck
• 1 Scheibe Toastbrot
• 125 ml Sahne
• Petersilie für die Garnitur

Zubereitung

Den Meerrettich schaben oder mit einem Sparschäler dünn schälen, waschen, abtrocknen und auf der Rohkostreibe fein raspeln. Dabei die Meerrettichstange immer senkrecht halten.
Die Meerrettichraspel mit dem Zitronensaft mischen, damit sie nicht dunkel werden.

Die Butter in einem großen Topf zerlassen, das Mehl dazugeben und unter ständigem Umrühren hellgelb anbraten.
Nach und nach die Fleischbrühe und die Milch dazugießen und unter Rühren zum Kochen bringen.
Die Flüssigkeit bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren 10 Minuten leicht kochen lassen.
Von den Meerrettichraspeln nach und nach so viel in die heiße Flüssigkeit rühren, dass sie angenehm scharf schmeckt.

Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und eventuell noch weiteren Meerrettich hineingeben. Die Suppe dann vom Herd nehmen und zugedeckt warm halten.

Den Speck in sehr kleine Würfel schneiden. Das Toastbrot ebenfalls kleinwürfeln.
Den Speck in einer Pfanne knusprig braun ausbraten und die Brotwürfel im Speckfett ebenfalls knusprig braun braten.

Die Sahne unter die Suppe rühren und diese noch einmal erhitzen, aber nicht mehr kochen lassen.
Die Suppe anrichten und mit Speck- und Brotwürfeln bestreut servieren, mit Petersilie garnieren.


Horseradish (German: Meerrettich – French: cranson de Bretagne, raifort – Italian: rafano – Spanish: rábano picante)
has been regarded as a healing plant since the middle Ages (Hildegard von Bingen) because of its numerous active ingredients: It is rich in carbohydrates, proteins, minerals and vitamins, has a circulatory effect and stimulates the gastric juices. It also contains the natural antibiotic allyl isothiocyanate, which acts against viruses, bacteria and fungi. It can therefore be used preventively against influenza infections. Its vitamin C content is higher than that of lemons and oranges!

Creamy Horseradish Soup

ingredients
(for 4 people)

½ – 1 rod fresh horseradish
1 teaspoon lemon juice
40 g butter
30-35 g flour
½ litre = 500 ml beef broth
½ litre = 500 ml milk
Salt
freshly ground pepper
1 pinch of sugar
75 g smoked, roasted bacon
1 slice of bread
125 ml cream
Parsley for the garnish

Preparation

Scratch the horseradish with a knife or thinly peel it with a vegetable peeler. Wash, dry and grate finely while constantly holding the horseradish rod vertical.
Mix the grated horseradish with lemon juice to prevent it from getting dark.

Dissolve the butter in a large saucepan, add the flour and fry until light yellow while stirring constantly.
Gradually add beef broth and milk and bring to a boil while stirring. Allow the liquid to boil for 10 minutes over low heat while stirring gently.
Gradually add some of the grated horseradish and stir into the hot liquid so that it tastes pleasantly sharp.

Season the soup with salt, pepper and sugar and add some more horseradish if needed. Then take the soup from the heat and keep warm.

Cut the bacon into very small cubes. Then cut the bread into small cubes as well.
Fry the bacon in a pan until crispy brown. Then fry the breadcrumbs in the fat of the bacon, until crisp and slighly browned.

Stir cream into  the soup and heat again, but do not boil.
Serve the soup garnished with bacon, bread cubes and parsley.

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