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Zwiebel-Biersuppe zum Zibelemärit in Bern


Zibelemärit

Am Montag, 26. November 2018 ist in Bern wieder Zibelemärit (Zwiebelmarkt).
Es ist der größte Markt in der Schweizer Bundesstadt und er findet immer am vierten Montag im November statt.



Ein grosser Teil des Sortiments besteht aus Zwiebelzöpfen, Zwiebelkränzen und Zwiebelfiguren. Angeboten werden aber auch Textilien, Schmuck, Keramik und Spielwaren.



Der Zibelemärit ist nicht nur für die Bernerinnen und Berner ein grosses Fest, sondern gilt schweizweit und im nahen Ausland als einmaliges Ereignis in der Vorweihnachtszeit.
Die ersten auswärtigen Gäste reisen bereits in der Frühe an, um in das bunte Treiben einzutauchen und sich die besten Zwiebelzöpfe zu sichern.



Offiziell beginnt der Markt um 6.00 Uhr morgens und endet um 18.00 Uhr. Tatsächlich werden aber schon ab 4.00 Uhr morgens die ersten Verkäufe getätigt.
Für die Jungen und Junggebliebenen ist der Höhepunkt jeweils die Konfettischlacht, die um 16.00 Uhr beginnt.

Für mich ist das ein Grund, heute als Samstagseintopf eine Zwiebelsuppe zu kochen, aber nicht eine gewöhnliche, klassische französische Zwiebelsuppe, sondern eine würzige Suppe mit Bier, Fleischeinlage und mit Weichkäse überbacken.



Zwiebel-Biersuppe
mit Weichkäse überbacken


Zutaten
(Für 4 Personen)

• 100 g Butter
• 300 g Zwiebeln
• 2 ungeschälte Knoblauchzehen
• 1 Teelöffel brauner Rohrzucker
• 20 g Dinkelmehl
• 10 g Paprikapulver, rosenscharf
• 100 ml Bier (Pils)
• 1 Liter Geflügelbrühe
• Meersalz
• schwarzer Pfeffer
• Kümmel
• abgeriebene Bio-Zitronenschale
• 100 g Schweinefilet
• 2-3 Esslöffel Butter
• 1 Zweig Salbei
• 4 große getoastete Scheiben Kastenweißbrot
• 100 g Weichkäse mit Rotkultur, in Scheiben geschnitten

Zubereitung
Die Zwiebeln schälen und in dünne Streifen schneiden. In einem Topf die Butter bei mittlerer Hitze zerlassen, Zwiebelstreifen, Knoblauch und Zucker zugeben udn 15-25 Minuten braten, bis die Zwiebeln goldgelb karamellisiert und sehr weich sind.
Die Knoblauchzehen entfernen. Das Mehl einrühren und leicht bräunen lassen. Das Paprikapulver hinzufügen und sofort mit dem Bier ablöschen, dann die Mehlschwitze glattrühren und die Geflügelbrühe angießen.
15 Minuten leicht köcheln lassen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Zitronenschale abschmecken.

Das Schweinefilet in feine Streifen schneiden und kurz in einer Pfanne mit gebräunter Butter und Salbei Farbe Farbe nehmen lassen. Salzen und pfeffern, anschließend in vier große, feuerfeste Suppentassen oder Schalen geben. Die Suppe eingießen.
Die Weißbrotscheiben bei Bedarf zuschneiden und mit Käse belegt auf die Suppe geben.
Unter den Grill in den Backofen stellen und goldbraun überbacken.



Onion soup with beer


Ingredients
(For 4 people)

100 g butter
300 g onions
2 unpeeled garlic cloves
1 teaspoon brown cane sugar
20 g flour
10 g hot paprika powder
100 ml beer (Pils / Lager)
1 litre chicken broth
sea-salt
black pepper
Caraway seeds
grated organic lemon peel
100 g pork tenderloin
2-3 tablespoons butter
1 twig of sage
4 large slices of toasted white bread
100 g soft cheese, sliced

Preparation
Peel the onions and cut into thin strips. In a saucepan, melt the butter over medium heat, add the onion strips, garlic and sugar and fry for 15-25 minutes, until the onions are golden-yellow and very soft.
Remove the garlic cloves. Stir in the flour and lightly brown. Add the paprika powder and immediately deglaze with the beer, then stir the roux until smooth and add the poultry stock.
Simmer for 15 minutes. Season the soup with salt, pepper, cumin and lemon zest.

Cut the pork tenderloin into thin strips and let it take color in a pan with browned butter and sage. Add salt and pepper, then place in four large, oven-proof soup cups or bowls. Pour in the soup.
If necessary, cut the slices of white bread to the size needed, top with cheese and place on top of the soup.
Put under the grill in the oven and bake until golden brown.


 

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Paul Bocuse † 20. Januar 2018

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Überlebensgroßes Bild von Paul Bocuse an einer Hauswand in Lyon

Der Koch des Jahrhunderts, Paul Bocuse, ist am Samstag in seinem Geburtshaus in  Collonges-au-Mont-d’Or  bei Lyon verstorben.
Zum Gedenken an den Mitbegründer der Nouvelle Cuisine habe ich einige Rezepte von Bocuse, die in den vergangenen Jahren in meinem Blog erschienen sind, herausgesucht.


Les Halles „Paul Bocuse” de Lyon


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Außerdem feiern wir am heutigen Montag mit unseren französischen Freunden und Nachbarn den 55.  Jahrstag des  Elysée-Vertrags.

Dazu passt ja hervorragend die Trüffelsuppe Elysée, die Paul Bocuse 1975 aus einem ganz besonderen Anlass kreiert hat.


Dieses spezielle Rezept, das ich Ihnen heute zeigen werde, habe ich 1975, als mir das Kreuz der Ehrenlegion verliehen wurde, für den damaligen Präsidenten Giscard d’Estaing neu kreiert.
Aber eigentlich ist die Trüffelsuppe ein sehr altes traditionelles Gericht, das besonders im Gebiet Ardèche serviert wird.
Es ist ein Gericht für einen besonderen Tage, denn auch die Zutaten sind nicht ganz billig. Doch wenn Sie einmal eine solche Spezialität kochen wollen, dürfen Sie wirklich nur die besten Zutaten verwenden, erst dann wird der Genuß vollkommen.

Trüffelsuppe Bocuse


Trüffelsuppe Elysée


Zutaten
(Für 4 Personen)

• 4 Esslöffel Vermouth (Noilly Prat)
• ¼ Liter Fleisch- oder Geflügelbrühe
• 4 schwarze Trüffel à 50 g
• 200 g Gänseleber
• 100 g kleingehacktes, in Butter gedünstetes Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Champignons)
• 100 g gekochte Geflügelbrust
• Meersalz
• Pfeffer aus der Mühle
• 4 Blätterteigscheiben à 60 g (TK-Produkt)
• 2 Eigelb

Zubereitung
Je einen Esslöffel Vermouth auf vier feuerfeste Suppenschüsseln (Löwenkopftassen) verteilen und die Fleischbrühe angießen.

Die in kleine Scheiben geschnittenen Trüffel, die Gänseleber, das Gemüse und die in kleine Würfel geschnittene Geflügelbrust dazugeben.

Salzen, pfeffern, mit dem ausgerollten und zurechtgeschnittenen Blätterteig die Suppentassen abdecken und gut andrücken.

Mit dem Eigelb den Teig bestreichen, in dem auf 220 °C vorgeheizten Backofen etwa 18-20 Minuten backen, herausnehmen und servieren.


Bocuse à la carte: Französisch kochen mit dem Meister

Truffle soup Elysée


Ingredients
(For 4 people)

4 tablespoons Vermouth (Noilly Prat)
¼ litre of meat or poultry broth
4 black truffles, 50 g each
200 g goose liver
100 g minced, buttered vegetables (onions, carrots, celery, mushrooms)
100 g boiled chicken breast
Sea-salt
Pepper from the grinder
4 puff pastry slices each 60 g
2 egg yolks

Preparation
Give one tablespoon of vermouth in per fireproof soup bowl (lion head cups) and add the stock.

Add the sliced truffles, the goose liver, the vegetables and the finely chopped chicken breast.

Salt, pepper, cover the soup cups with the puff pastry (rolled out and cut in rounds) and press well on the edges.

Spread the egg yolks over the dough, bake in the preheated oven at 220 ° C = 428 °F for about 18-20 minutes, remove and serve.


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Coq au vin – wie von Paul Bocuse, aber aus dem „Römertopf”


Der Klassiker der französischen Küche schlechthin: Coq au vin

Hier geht’s zum Rezept: Coq au vin – wie von Paul Bocuse, aber aus dem „Römertopf”


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Samstagseintopf: Kürbissuppe nach Paul Bocuse


Kein anderer Koch stand mehr für regionale und saisonale Küche als Bocuse. Er machte damit auch einstige Arme-Leute-Essen wie eine einfache Kürbissuppe salonfähig.

Hier geht’s zum Rezept: Samstagseintopf: Kürbissuppe nach Paul Bocuse


eingemachtes-kalbfleisch-1


Kalbsfrikassee nach Paul Bocuse


Der folgende Artikel stellt ein klassisches badisches Rezept ein Rezept des Meisterkochs gegenüber.

Hier geht’s zum Rezept: Kalbsfrikassee nach Paul Bocuse


Zwiebelsuppe


Französische Zwiebelsuppe


Noch ein Klassiker: Französische Zwiebelsuppe nach einem Rezept von Bocuse, passt zur kommenden Fasnachtszeit als Alternative zur Basler Mehlsuppe.

Hier geht’s zum Rezept: Französische Zwiebelsuppe


Sichelhenke Steinenstadt


Waffeln à la „Grandmère Bocuse“


Und zu guter Letzt noch die Waffeln à la „Grandmère Bocuse”, die ich schon als Kind geliebt habe – natürlich mit ganz viel Butter und Sahne im Teig!

Zutaten
(Für 4 Personen)
Für den Teig
• 250 g Mehl
• ¼ Liter süße Sahne
• 1 Esslöffel Zucker
• 1 Prise Salz
• 1-2 Esslöffel Wasser
• 2 Eier
• 2 Eigelb / 2 Eiweiss
• 150 g Butter
• 2 Eiweiß

Zum Servieren
• Puderzucker
• Aprikosenmarmelade

Zubereitung
Mehl, Sahne, Zucker, Salz, Wasser zu einem glatten Teig verrühren.
Den Teig mit den Eiern dem Eigelb und der geschmolzenen Butter verrühren.
Das Eiweiß zu leichtem Schnee schlagen, unter den Teig heben.
Waffeln backen.
Zum Servieren nach Belieben mit Aprikosenmarmelade bestreichen und mit Puderzucker bestreuen.


Sichelhenke Steinenstadt


France’s most celebrated chef Paul Bocuse has died at the age of 91 on Saturday.
Here is one of my favourite recipes by Bocuse. (See more recipes above. )


Waffles à la „Grandmère Bocuse“

ingredients
(For 4 people)
For the batter
250 g flour
¼ litre cream
1 tablespoon sugar
1 pinch of salt
1-2 tablespoons water
2 eggs
2 egg yolks / 2 egg whites
150 g butter
2 egg whites

To serve
Icing sugar
Apricot jam

preparation
Mix flour, cream, sugar, salt and water to a smooth batter.
Mix the batter with the eggs, the egg yolks and melted butter.
Beat the egg whites with light snow and bring to the dough.
Bake waffles.
To serve, spread with apricot jam to taste and sprinkle with icing sugar


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Überbackene Putenschnitzel mit Zwiebel-Rahmsoße und Käse zu Thanksgiving

Putenschnitzel gratiniert 1


An Thanksgiving kommt in den USA üblicherweise ein ganzer Truthahn (lat. Meleagris gallopavo) auf den Tisch. Für Zwei ist so ein augewachsener Vogel natürlich zu viel, also gibt’s nur ein kleines Stück Pute – wie die domestizierte Form des Truthuhns genannt wird.
Da die Markgräflerin mit ihrer Nordic-Walking-Gruppe unterwegs war, hat der Markgräfler das Kochen übernommen.
Schnell, einfach und lecker: Er machte überbackene Putenschnitzel mit einer Zwiebel-Rahmsoße und Käse. Dazu gab’s Reis. Quick & Easy – wie bei Jamie Olivers 30-Minuten-Menüs – nur nach eigenem Rezept.

Das ganze ist mit knapp 4,10 Euro pro Portion auch recht preiswert.

Dieses Rezept hatte die Markgräflerin schon mal mit selbstgemachter Zwiebelsuppe gekocht – zur Resteverwertung. Damals gab es Spätzle dazu, diesmal Reis.

Hier geht es zum Rezept von damals.

Wenn man selbstgemachte Zwiebelsuppe verwendet, kann man das Gericht mit weniger Sahne zubereiten…


Pute1


Pute


Nur um eines vorneweg klarzustellen:
Tütensuppen kommen mir normalerweise nicht ins Haus…. Aber wenn man bekocht wird, kann man das ausnahmsweise tolerieren.
Und so sah das dann beim Markgräfler aus:Putenschnitzel gratiniert 3


Überbackene Putenschnitzel mit Zwiebel-Rahmsoße und Käse


Zutaten
(für 2 Personen)

• 2 Putenschnitzel
• 1 Becher Sahne (200 g)
• 1 Tüte Zwiebelsuppe
•  200 g geriebenen Emmentaler
•  Salz
•  Pfeffer
•  etwas Butter
• 1 Kochbeutel Reis (für zwei Personen)

Zubereitung
Eine Auflaufform mit etwas Butter einfetten. Die Putenschnitzel mit Salz und Pfeffer würzen und in die Auflaufform geben. Die Zwiebelsuppenmischung aus der Tüte in einen Schüttelbecher geben, mit der Sahne auffüllen und schütteln, damit sich alles gut vermischt. Anschließend die Zwiebel-Rahmsoße über die Schnitzel in der Aufflaufform gießen und mit dem Käse bestreuen. Jetzt die Auflaufform für etwas eine halbe Stunde in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen geben.

In der Zwischenzeit den Reis nach Packungsangabe zubereiten (für 1 Beutel 1 Liter Wasser mit ½ Teelöffel Salz zum Kochen bringen, den Beutel flach ins kochende Wasser legen und 15 Minuten ohne Deckel köcheln lassen).


 


Turkey schnitzel gratiné
with creamy onion sauce


Ingredients
(for 2 people)

2 turkey schnitzel
1 cup of cream (200 g)
1 packet onion soup
200 g grated Emmental cheese
Salt
Pepper
some butter
1 cooking bag rice (for two persons)


Preparation
Butter a casserole dish with a little butter. Season the turkey escalopes with salt and pepper and place in the casserole dish.
Pour the onion soup mixture from the bag into a shaker, fill with cream and shake to mix well. Then pour the creamy onion sauce over the Schnitzel and sprinkle with the cheese.
Bake in the preheated oven at 200 °C=392 °F for approx. half an hour.

In the meantime, prepare the rice according to the instructions on the package (for 1 bag, bring 1 litre of salted water to a boil, put the bag into the boiling water and simmer for 15 minutes – without lid.

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Putenschnitzel mit Zwiebelsuppen-Rahm Guss

Einfache Küche

Von der Zwiebelsuppe neulich war noch was übrig.
Damit kann man auch ganz schnell was zaubern. Putenschnitzel gratiniert!

Normalerweise nehme ich einen Beutel fertige Zwiebelsuppe (Pulver), mische diese mit 1 Becher Sahne (200 g). Dann lege ich je nach Größe 2 bis 4 Putenschnitzel in eine Auflaufform, gieße die Zwiebelsuppen-Rahm Mischung darüber. Dann noch mit etwas geriebenem Emmentaler Käse bestreuen und bei 220 °C überbacken, bis die Oberfläche leicht braun ist. Das dauert etwa 30 – 40 Minuten. Passt gut: Zum Servieren mit etwas gehackter Petersilie bestreuen.

Die selbst gemachte Zwiebelsuppe habe ich hierfür noch etwas mit Salz, Pfeffer und Knoblauch nachgewürzt und heute einmal Mini Putenfilets (2 x 200 g) verwendet.
Dazu gibt’s Spätzle, bei uns sagt man eher „Knöpfle“. In der Schweiz habe ich übrigens unter der Bezeichnung Spätzle schon einmal kleine Schupfnudeln serviert bekommen.

Ach ja, zum Thema Spätzle (Rezept von den „Schwaben“ geklaut):

Spätzle nach dem original schwäbischen Grundrezept

4 Portionen

250 g Mehl
3 mittelgroße Eier
1/2 Tasse Wasser
1 gestrichener Teelöffel Salz
Muskat

Zubereitung:

Mehl, Eier und Salz in einer Schüssel verrühren und mit einem Kochlöffel oder Rührgerät (Knethaken) die Zutaten zu einem zähen Teig verarbeiten, bis er Blasen wirft.
Wenn der Spätzleteig schwer vom Kochlöffel fällt, hat er die richtige Konsistenz.
Ist er zu flüssig, etwas Mehl, ist er zu fest, noch etwas Wasser zugeben. Dann Muskat zugeben. Je höher der Anteil an Eiern, desto weniger Wasser muss dem Teig zugesetzt werden und desto besser ist der Geschmack. Den Teig ruhen lassen, und Salzwasser zum Kochen aufsetzen.
Wenn man die Spätzle nicht mit der Hand vom Brett schaben möchte, füllt man eine Spätzlepresse bis 3 cm unter den Rand mit Teig. Dann die Spätzlepresse ca. 20 cm über den Topfrand halten und den Teig langsam, mit mehrmaligen Unterbrechungen in das sprudelnd kochende Salzwasser drücken.

Die Spätzle anschließend mit einem Schaumlöffel vorsichtig auflockern. Nachdem die Spätzle an die Wasseroberfläche gestiegen sind, schöpft man sie ab und gibt sie in eine Schüssel mit lauwarmem Salzwasser. Dann die Spätzle durch ein Sieb abschütten und gut abtropfen lassen.
Auf einer vorgewärmten Platte servieren. Nach Belieben mit etwas Butter verfeinern.

Da wir bei den Schwaben gelandet sind, gibt’s noch einen Tipp zum Energiesparen.
Salz setzt, wie manche vielleicht noch aus dem Chemieunterricht wissen, den Siedepunkt von Wasser herab. Das heißt für uns als Regel für das Spätzle- oder auch Spaghettiwasser, dass es zunächst ohne Salz, mit Deckel aufgesetzt wird, dann kocht das Wasser schneller. Dann das Salz hinzufügen. Aber vorsichtig einrieseln lassen, das spritzt sonst gerne ein wenig.

Heute habe ich ein wenig gemogelt, und gekaufte Knöpfle verwendet. So gleichmäßig und perfekt sehen sie bei mir nämlich nicht aus.

Eine geniale Erfindung, wie mir scheint, ist der Spätzle-Shaker. Zutaten einfüllen, Shaker schließen, schütteln und den Spätzleteig aus dem Shaker ins Wasser drücken.
Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert. Ein Shaker für 2 Portionen kostet rund 15 €, der für 4 Portionen rund 20 €. Bekommt man im Haushaltswarengeschäft (oder sogar bei Weltbild).

Essen & Trinken, Rezepte

Suppengeschichten

Neulich, beim Italiener….

Die Lieblingssuppe meines Mannes, die er sich meist bestellt, wenn wir in einer Pizzeria sind, ist die „Zuppa alla Pavese“. Wir kennen sie als eine dünne Zwiebelsuppe mit einer gerösteten Brotscheibe, einem Ei und mit etwas Parmesankäse bestreut.

Suppengeschichten

Italien: Zuppa alla pavese

Die Zutaten sind einfach, preisgünstig und für jede Jahreszeit geeignet. In unserer Lieblingspizzeria wird sie mit Zwiebeln zubereitet.

Suppe nach paveser Art

Im Jahre 1525 belagerte Franz I., König von Frankreich, mit dreißigtausend Mann die Stadt Pavia, die von den Soldaten Karls V., des Kaisers von Spanien, verteidigt wurde.
Eines Nachts machten die Spanier mit Hilfe der Paveser einen Ausfall aus der Stadt und griffen überraschend das französische Heer an, das überwältigt und besiegt wurde. Der König selbst wurde verwundet, gefangen genommen und in einem nahegelegenen Weiler gebracht.
Nun wird sicherlich jeder von euch glauben, dass sich der unglückliche König erniedrigt fühlte und dass er wütend und verzweifelt gewesen ist. Aber nichts dergleichen!
Die Besorgnis des Königs Franz bestand vielmehr darin, sich schnellstens etwas zu Essen bringen zu lassen.
Ganz rasch eine Mahlzeit für einen König zustande zu bringen, selbst wenn er sich in Gefangenschaft befand, das war keine leichte Aufgabe! Man rief die Pächterin:
„Es ist notwendig, eine Mahlzeit für den König zu richten; er ist sehr hungrig.“
Ich habe im Hause nur Eier, Butter, Käse und altes Brot“, sagte die Frau.“
„Richtet her, was Ihr habt“, antwortete man ihr.
Die gute Frau schnitt das Brot in Scheiben und röstete es, um eine Suppe nach Art des Dorfes zu machen, und dachte, dass sie gesondert ein paar Eier als zweiten Gang braten wolle. Aber der Appetit des Königs wuchs von Minute zu Minute, und er vermochte nicht länger zu warten.
Da man die Pächterin drängte, sich zu beeilen, wusste sie nichts Besseres zu tun, als die Eier in die dampfende Suppe zu kippen. Als sie das getan hatte, brachte sie das Ganze ein wenig zitternd dem ungeduldigen Gast; sie erwartete, heftig gescholten zu werden. Der König war aber höchst zufrieden und fand das Gericht so sehr nach seinem Geschmack, dass er um das Rezept bat.
Als er nach der Gefangenschaft wieder in Frankreich war, ließ er die berühmte Suppe unter die Hofspeisen aufnehmen. Das ist der Ursprung der „Soupe à la pavoise“, das heißt: der Suppe nach paveser Art.

Da kam mir noch eine kleine italienische Lektüre in den Sinn…

Il cane ricco e il cane povero

Un cane lucido di pelo e ben nutrito disse a un altro magro e affamato:
Perchè non vieni a casa mia? Io ho zuppa tutti I giorni, e ossi a piacere. Il cane povero e randagio ringraziò e seguì l’amico.
Era davvero un cane ricco. Aveva una casina di legno, tutta per sé, e una secchia di buona zuppa saporita. Ma, dopo aver mangiato, il cane osservò che I peli del suo ospite erano logori intorno al collo.
-Che cosa è questo?
-Niente, niente: il segno del collare.
-Il collare? Sì; eccolo là!
attaccato a quella catena. Di note il mio padrone mi lascia libero per dare la caccia ai ladri, ma di giorno mi lega qui nella mia comoda cassetta.
– Amico, scusami tanto, la tua zuppa è buona, ma io preferisco far della fame ed esser libero, piuttosto che ingrassare ed essere legato.
Mario Mazza

Der reiche und der arme Hund

Ein Hund, mit glänzendem Fell und gut ernährt, sagte zu einem mageren und hungrigen Hund:
„Warum kommst du nicht zu mir? Ich habe jeden Tag eine Suppe und Knochen, so viel ich will.“
Der arme und streunende Hund dankte und folgte dem Freund.

Das war wirklich ein reicher Hund. Er hatte ein Holzhäuschen für sich allein, und eine Schüssel mit guter, schmackhafter Suppe. Nach dem Essen sah der Hund, dass die Haare seines Gastgebers um den Hals abgewetzt waren.

„Was ist das?“
„Nichts, nichts: die Spur des Halsbandes.“
„Ein Halsband?“
„Ja, da ist es! Es hängt an der Kette. Nachts lässt mein Herr mich frei, damit ich Diebe jagen kann, aber tagsüber bindet er mich hier an meinem bequemen Häuschen fest.“
„Mein Freund, entschuldige, deine Suppe ist gut, aber ich habe lieber Hunger und bin frei, als dass ich dick werde und angebunden bin.“

Aus: Prime Letture, Erste italienische Lesestücke, dtv

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Französische Zwiebelsuppe


Herbst und Zwiebeln – das gehört zusammen.
Vergangenes Jahr, bei unserem Wochenende in Lyon, habe ich mir ein kleines Buch mit Rezepten aus Lyon mitgebracht.
Dort steht die Zwiebelsuppe drin als „La Gratinée“, zum Schluss mit Eigelb und Madeira verfeinert – nach Paul Bocuse, dem französischen Küchengott.

Da ich keinen Madeira zu Hause habe, und ich für die ganze Bäckerei von heute so viele Eier gebraucht habe, ist hier die etwas leichtere Version nach einem GU-Buch:
„Lauter Lieblingssuppen“, aber mit feiner Knoblauchnote (den habe ich aus dem Rezept von Bocuse hinzugefügt, allerdings nicht ganz soviel-er nimmt eine ganze Knolle, aber in meinen Augen sehr wenig Zwiebel, also eher eine Knoblauchsuppe?!).

Französische Zwiebelsuppe

Für 4 Portionen:

800 g Gemüsezwiebeln
1 Knoblauchzehe
3 Esslöffel Butter
3/4 Liter Fleischbrühe (selbst gekocht oder aus Würfeln)
1 Esslöffel Mehl
8 Scheiben Stangenweißbrot von etwa 1/2 cm Dicke
1/8 Liter trockener Weißwein
(hier habe ich mal wieder zu einem Gutedel gegriffen, möglich wäre aber auch ein Schweizer Fendant vom Neuenburgersee oder ein Riesling aus dem Elsaß/Ortenau)
100 g Greyezer Käse, frisch gerieben

Zubereitung:

Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Knoblauch fein hacken. Die Hälfte der Butter in einem großen Topf zerlassen und die Zwiebelringe mit dem Knoblauch unter ständigem Umwenden darin glasig braten.
Die Brühe inzwischen erhitzen.
Das Mehl über die Zwiebeln stäuben und so lange unter Rühren mitbraten, bis es hellgelb geworden ist. Nach und nach mit der heißen Brühe auffüllen und zugdeckt 20 Minuten leicht kochen lassen. Die Weißbrotscheiben in der restlichen Butter von beiden Seiten in einer Pfanne goldgelb braten. Den Backofen auf 250 °C vorheizen. Den Weißwein unter die Zwiebelsuppe mischen und die Suppe in vier Suppentassen verteilen. Auf jede Suppenportion 2 Scheiben Weißbrot legen und darauf den geriebenen Käse streuen. Die Suppe im Ofen etwa 20 Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.

Ich habe nur 2 Portionen gemacht, d. h. die Mengen halbiert, aber 500 ml Brühe verwendet.

Anmerkung: Die Suppe ist sehr heiß, wenn sie aus dem Ofen kommt, also vor dem Servieren etwas abkühlen lassen, damit man sich nicht die Zunge verbrennt.

Hier noch das Rezept von Paul Bocuse:

Für 8 Personen: 200 g Zwiebeln, 50 g Butter, 75 g Greyezer Käse, 50 g Mehl, 1 Knoblauchknolle, 5 Eigelb, 1/2 Liter Weißwein, 1,5 Liter Brühe, 1 Glas Madeira
Zubereitung wie oben. Nachdem die Suppe aus dem Ofen genommen wird, Eigelb und Madeira hinzufügen.
Hier wird darauf hingewiesen, die Suppe sehr heiß zu servieren….Mir scheint, die Franzosen haben eine abgehärtete Zunge, was Suppe angeht…

La Gratinée

Pour 8 personnes:
200 g d’oignons
50 g de beurre
75 g de gruyère
50 g de farine
1 tête d’ail
5 jaunes d’oeuf
1/2 l de vin blanc
1,5 l de consommé
1 verre de madère

  • Fair revenir doucement dans une casserole les oignons finement émincés, avec la tête d’ail et le beurre. Lorsqu’ils sont bien dorés, les saupoudrer de farine;
  • laisser encore roussir, puis mouiller avec le vin blanc, le consommé ou à defaut de l’eau en quantité égale;
  • saler, poivrer et laisser cuire 15 minutes;
  • préparer de minces tranches de pain. Les faire colorer au four ou au grill;
  • verser le potage dans une soupière allant au four;
  • placer les tranches de pain sur la soupe. Parsemer de gruyère râpé;
  • mettre le tout au four pour gratiner;
  • sortir et incorporer les jaunes d’oeufs et le madère;
  • servir très chaud.

Gratinée lyonnaise ou soupe à l’oignon de Paul Bocuse. Peu importe le nom pourvu qu’on nous la serve tôt le matin après la fête.

Frei übersetzt heißt das soviel wie: „…kann die Lebensgeister nach einer durchfeierten Nacht wecken“