Essen & Trinken, Food, Rezepte

NW – ZW und Traubensaftschorle: Neuer Wein und Zwiebelkuchen in der Straussi vom Weingut Zimmermann

NW – ZW, das ist keine neue Soap, sondern die Abkürzung für Neue Wii (Neuer Wein=Federweiser) und Ziibelewaie=Zwiebelkuchen, auf dem Kassenzettelchen der Straussi vom Weingut Zimmermann am Schliengener Berg:

„Lieber Gast, mir hän e Bitt, iß und trink soviel de wit. Das Zettele aber hebsch guet uf, mir schribe nämlich alles druf. Vielen Dank für Ihren Besuch.“

Den Winzer haben wir persönlich angetroffen und wir konnten ein wenig über dies und das mit ihm plaudern. Top Thema im Moment ist natürlich der verheerende Hagelschlag von vergangener Woche. Der hat in den Weinbergen teilweise kapitale Schäden angerichtet. Aber man bleibt zuversichtlich. Solange es nachts kalt ist, breitet sich die Fäule nicht so sehr aus und anscheinend gibt es dieses Jahr noch kaum Fruchtfliegen und auch die Wespenpopulation ist klein, sodass sie bei den Trauben nicht noch mehr Schaden anrichten können. Lassen wir uns mal überraschen.

Grund unseres Besuchs war aber der Ziibelewaie, den es in der Weinschenke im Herbst am Freitag immer gibt und natürlich der „Neue Wii“.
Naja, für die Autofahrer gibt es auch Traubensaft (-schorle). Diesmal war ich mit Fahren dran. Am neuen Wein habe ich natürlich mal genippt, der hat schon richtig auf der Zunge gekribbelt. Ansonsten ist der rote Traubensaft auch sehr lecker.

Der Zwiebelkuchen wird hier mit Brotteig (das Brot wird hier selbst gebacken!) gemacht, dünn ausgerollt und mit Zwiebel-Eierguss belegt. Nach meinem Geschmack fehlt ein wenig Kümmel im Guss, aber das mag bekanntlich nicht jeder, deshalb wurde er wohl weggelassen. Dabei hilft Kümmel dabei, Blähungen nach dem Genuss von Zwiebelkuchen zu vermeiden.
Die Portion ist auf jeden Fall üppig und macht satt.

Hier geht’s zu meinem Rezept für Ziibelewaie = Zwiebelkuchen.

Essen & Trinken, Herbst, Markgraeflerland, Reisen, Rezepte

Ziebelewaie zum Ziebelemärit in Bern – Ein Ausflug mit dem Reisebus (2007)

Jedes Jahr, am vierten Montag im November findet in Bern der traditionelle Ziebelemärit statt.

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Hierzu das passende Markgräfler Rezept:

Ziiblewaie

Zieblewaie – Zwiebelkuchen

Schenk nonemol ii, s’isch Markgrefler Wy.

Zieblewaie

Im Herbst trinkt man dazu im Markgräflerland „Neue Wy“ -neuen Wein, auch Suser oder Sauser genannt, je nach Gärungsgrad –

wenn es diesen nicht mehr gibt einen Gutedel.

Zwiebelkuchen

Zutaten
für ein rundes Blech mit 28 cm Durchmesser

Für den Teig:
250 g Mehl
15 g Hefe
150 ml Milch
½ Kaffeelöffel Salz
40 g Fett

Für den Belag:
1 kg Zwiebeln
100 g Speck
20 g Schweineschmalz oder Butter
1 Weck (Brötchen)
2 Eier
½ Kaffeelöffel Salz
1 Kaffeelöffel Kümmel
1/8 Liter Sauerrahm

  1. Aus Mehl, Hefe, Milch, Salz und Fett einen Hefeteig zubereiten und gehen lassen.
  2. Speck und Zwiebeln in Würfel schneiden.
    In einer Pfanne den Speck etwas ausbraten, die Würfel herausnehmen.
    Schweineschmalz oder Butter in die Pfanne geben und sobald das Fett heiß ist, die Zwiebeln zugeben und glasig dünsten.
    Dann gibt man den eingeweichten, ausgedrückten, verzupften Weck zu, lässt ihn kurze Zeit mitdämpfen und gibt die Masse in eine Schüssel.
    Eier, Salz, Kümmel, Speckwürfel und Rahm werden gut darunter gemengt.
  3. Den Teig halb fingerdick auswellen und auf ein gefettetes Blech legen. Dann nochmals 20 Minuten gehen lassen. Danach die Zwiebelmasse aufstreichen 45 Minuten bei 190-200 °C backen.
  4. Heiß servieren. Gegen Blähungen hilft ein Anis-Kümmel-Fenchel Tee