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Bella Italia – Venezia – Fegato alla veneziana (Leberle auf italienisch) mit Polenta

fegato veneziana

Eine weitere Spezialität aus Venedig. Kalbsleber in Brühe gegart. Diese Portion war il secondo piatto = der zweite Gang bzw. die Hauptspeise vom Markgräfler. Für den Markgräfler Geschmack fehlt ein wenig die Säure, die durch Zugabe von trockenem Wein und ein wenig Weißweinessig entsteht. Zum Vergleich, hier die Suuri Leberle mit Rösti.

Die Polenta wird zuerst zubereitet, am besten am Vortag. Die Rezepte sind wieder für 4 Portionen.

Für die Polenta:

1 Liter Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen, 250 g Maisgrieß (Polenta) unter ständigem Rühren einrieseln lassen, aufkochen und kräftig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Die Hitze auf niedrigste Stufe reduzieren und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Dabei öfters umrühren.

Die Polenta auf ein Holzbrett oder einen flachen Teller stürzen (ich verwende eine eckige Auflaufform) und glattstreichen. Vollständig auskühlen lassen.
In breite Streifen schneiden oder Kreise (Taler) ausstechen, diese in Butter von beiden Seiten goldbraun anbraten.
Polenta, auf diese Weise zubereitet, eignet sich auch hervorragend zum Grillen – für die Grillparty im Sommer vormerkten. Passt ausserdem fantastisch zu gebratenen und gegrilltem Fisch, Mailänder Rinderschmorbraten aus dem Römertopf  😉   …..

Fegato alla veneziana

500 g Kalbsleber
350 g milde Zwiebeln
1 Bund glatte Petersilie
4 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel Butter
100 ml kräftige Fleischbrühe
(oder fertiger Kalbsfond aus dem Glas)
Salz, Pfeffer aus der Mühle

1. Kalbsleber in schmale Scheiben schneiden. 350 g Zwiebeln in dünne Ringe schneiden, die Hälfte der Petersilie sehr fein hacken.

2. In einer Pfanne 4 Esslöffel Olivenöl erhitzen, 2 Esslöffel Butter darin schmelzen lassen. Zwiebelringe und die gehackte Petersilie hineingeben, bei milder Hitze 10 Minuten dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind.

3. 100 ml Brühe angießen und die Temperatur erhöhen. Leberscheibchen hineingeben, unter häufigem Wenden in etwa 4 Minuten garen. Übrige Petersilie grob hacken. Leber mit Salz abschmecken, frisch aus der Mühle pfeffern und Petersilie aufstreuen.

Tipp: Wer’s säurlich mag, kann als Variante selbstverständlich die Brühe durch trockenen Weißwein ersetzen und zum Würzen noch einen Schuss Essig dazugeben.

Maske Venezianer

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Nachgemacht: Schnittlauchblütenessig

Die Anregung für diesen Essig kam von Glasgeflüster:

Schnittlauchblüten-Essig

Zutaten:
ca. 30 Schnittlauchblüten
500 ml heller Essig

Glasgeflüster macht den Schnittlauchblütenessig mit Reisessig. Da ich leider keine Bezugsquelle (Asialaden) in meiner unmittelbaren Nähe habe, dachte ich mir, dass
Aceto Balsamico Bianco mit 5,4 % Säure auch geht, und es hat funktioniert, wie man sieht….
Da meine Schnittlauchblüten aus dem eigenen Garten echt Bio sind, habe ich natürlich auch einen Bio-Essig verwendet.

Food in jars macht’s mit ganz einfachem, preisgünstigen Essig (basic vinegar), der bei uns unter „Tafelessig“ mit 5% Säure (meist zum Einlegen z. B. von Gurken verwendet) gehandelt wird. Es wird aber auch erwähnt, dass ein Weißweinessig geeignet wäre.

und so geht´s:
Die Schnittlauchblüten abschneiden (direkt unter der Blüte) und abwaschen. Gut trocknen lassen.
Nun in eine verschließbare Flasche geben und den Essig darüber gießen.
Das ganze fünf Tage stehen lassen und gelegentlich schütteln.
Den Essig durch ein Sieb geben, in eine Flasche füllen und gut verschließen.

Ich habe den Ansatz 14 Tage stehen lassen und in das Sieb zum Abseihen zusätzlich noch einen zurechtgeschnittenen Teefilter gelegt, damit keine Schwebstoffe und kleinste Blütenteilchen in die Flasche kommen. Das nächste Mal werde ich zudem noch mehr Schnittlauchblüten verwenden, dann wird die Farbe etwas intensiver.

Noch ein Tipp zu den Etiketten für die Ansatzgläser:

Aus Tafelfolie ovale oder eckige Etiketten schneiden und aufkleben. Mit einem Kreidestift beschreiben. Ich habe mir auf diesem Glas den Inhalt und das Datum,  an dem der Ansatz fertig ist und abgeseiht werden kann, vermerkt. Die Schrift kann man später mit einem feuchten Tuch oder Schwamm abwischen und neu beschriften. (Fertig geschnittene Etiketten gibt’s in der Schweiz bei Migros).

Ich habe diese Etiketten auch auf meinen Teedosen, so kann man von Aussen immer die Sorte sehen, ausserdem schreibe ich das MHD drauf.