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Herbstzeit – Es gibt wieder mal Winzerschnitte


Die Markgräfler Winzer sind noch mitten in der Weinlese. Vor den Winzergenossenschaften bilden sich lange Schlangen von Traktoren, deren Anhänger mit Trauben beladen sind.
Wegen des starken Frostes im Frühjahr wird die Ernte mengenmäßig wohl etwas schlechter ausfallen, als im vergangenen Jahr, aber ich denke, dass das gute Sommerwetter Trauben von besonders guter Qualität hervorbringt, was die fehlende Menge ein klein wenig wett macht.

Zur Herbstzeit braucht man natürlich auch eine zünftige Stärkung…. Deshalb gibt es heute bei uns zum Abendessen wieder mal Winzerschnitten – die gehen schnell und schmecken mindestens genauso gut wie Flammenkuchen, Ziebelewaie oder Chäswaie.

Zur Winzerschnitte gab es ein Gläschen Wein und außerdem haben dazu auch hiesige Trauben probiert – die waren zuckersüß! Absolut köstlich.
Wenn man die Winzerschnitten nach dem Backen in mundgerechte Stücke schneidet, eigenen sie sich auch hervorragend als Fingerfood zum Apéro.



Winzerschnitte


Zutaten
(Für zwei Personen)
• 2-4 Scheiben (je nach Größe) frisches Bauernbrot
• 1 Becher Schmand oder Sauerrahm (200 g)
• etwa 50 g Käse (z. B. Emmentaler oder Comté)
• Salz
• Pfeffer
• 1 mittlere Zwiebel
• 1 Knoblauchzehe
• Speck, gewürfelt oder in dünne Streifen geschnitten
• Gutedel

Zubereitung
Die Zwiebel fein hacken, den Käse reiben. In einer Schüssel den Sauerrahm, Zwiebel und Knoblauch (durch die Presse gedrückt) mischen, den geriebenen Käse unterheben und mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Gutedel abschmecken. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Brotscheiben darauf legen und die Sauerrahm-Masse darauf verteilen. Nach Belieben mit Speckwürfeln (für Vegetarier mit feinen Paprikastreifen) bestreuen und im Ofen bei etwa 200 – 225 °C einige Minuten überbacken, bis der Belag goldbraun ist.


Winzerschnitte / Wingrower’s Bread


Ingredients
(For two people)
2-4 slices (depending on size) of fresh farmer’s bread
200 g sour cream
sone cheese (e.g. Emmental or Comté)/about 50g
Salt
Pepper
1 medium sized onion
1 clove of garlic
diced bacon
Chasselas (white wine)


Preparation
Finely chop the onion, grate the cheese. In a bowl, mix the sour cream, onion and garlic (pressed through a garlic press), fold in the grated cheese and season with salt and pepper and add a dash of Chasselas. Line a baking sheet with baking paper, place the bread slices on it and spread the sour cream mixture on top. Sprinkle to taste with bacon (vegetarians with finely cut red pepper stripes) and bake in the oven at about 200 – 225 °C (392 – 437 °F) for a few minutes until the topping is golden brown.

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Eine Genuss-Wanderreise im Herbst mit AVANTI: BURGUND (7) – Durch die Reben nach Irancy

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Bourgogne Trauben

Als wir an unserem dritten Tag in der Bourgogne aufwachten, war es draußen neblig und ziemlich kühl.
Aber der Wetterbericht hatte Sonnenschein vorausgesagt und außerdem stand eine Wanderung bergauf durch die Reben in das bekannte Weindorf Irancy auf dem Programm, und ich dachte mir schon, dass der Nebel nur im Yonne-Tal hängt… und tatsächlich war es so!


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Mit dem Bus am Ausgangspunkt unserer Wanderung bei Champs sur Yonne angekommen, zeigte sich schon die Sonne und nach dem ersten Anstieg konnte ich schon die oberste Kleidungschicht ablegen und im Rucksack verstauen.
Wer sich die Wanderung aus irgeneinem Grund nicht zutraute, konnte später mit Gerhard im Bus zum Ziel fahren.



Der erste Anstieg ist geschafft, der Fleece-Pulli ist im Rucksack und wir genießen die warmen Sonnenstrahlen und die schöne Aussicht.
Und da soll mal einer sagen, die Franzosen seien nicht umweltbewußt und fortschrittlich – hier wird schon ganz schön viel Windkraft genutzt und mich stören die Windräder in der Landschaft überhaupt nicht. Im Gegenteil – ich finde das sehr interessant und stellt man sich hier einen endlosen Horizont ohne Windräder vor, wäre das Bild doch eher langweilig, oder nicht?


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Die Reben werden hier bodennah gehalten, die Rebstöcke sind im Vergleich zum Markgräflerand sehr niedrig.


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Unterwegs konnten wir zusehen, wie die Trauben geerntet werden – nämlich maschinell mit dem Vollernter – also keine Spur von Winzerromantik mit Weinlese von Hand.
Nur die Trauben, die der Vollernter nicht erwischt, werden nachträglich noch von Hand geerntet.
Die Rebsorte des berühmten roten Burgunders heißt „Pinot noir”, die Weinregion, durch die wir gewandert sind ist das Auxerrois.


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Burgunder Trauben – Pinot Noir

Dann ging es wieder bergab und wir konnten unser Ziel schon sehen.
Das Winzerdorf Irancy (350 Einwohner) mit seinen schönen alten Höfen liegt 12 km südlich von Auxerre.
Die Rot- und Weissweine aus Irancy gelten als die besten der Weinregion Auxerrois.





Unser Ziel in Irancy war das Restaurant Le Soufflot. Das einzige Restaurant in diesem kleinen Ort sieht von außen recht unscheinbar aus, scheint aber stets gut besucht zu sein.
Jedenfalls kamen um die Mittagszeit immer mehr Leute und nach kurzer Zeit waren alle Tische besetzt.
Für uns war dieser Platz in einer Art Wintergarten reserviert. Es könnte sogar sein, dass dieser Raum vorher eine Scheune oder Teil eines Innenhofs war.


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Jetzt wollt ihr bestimmt wissen, was es zum Mittagessen (déjeuneur) gab?! Das erzähle ich euch in der Fortsetzung, die demnächst folgt.
Eines kann ich euch schon verraten: Es gab zum Essen natürlich einen Rotwein aus Irancy!


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Es ist wieder soweit: Winzerfescht, Ziebelewaie, Flammkuchen, Neue Wii…

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Es ist wieder soweit. Im Markgräflerland sind die Weintrauben reif, die ersten Winzerfeste finden statt und es gibt wieder Neue Wii (neuer Wein, neuer Süßer, Sauser..) – Es ist Herbst!!!

Heute fühlt sich das Wetter auch danach an. Und im Hause der Markgräflerin und des Markgräflers gab es schon vergangene Woche den ersten Zwiebelkuchen der Saison….
Oder wie wäre es mit Flammkuchen???



Ihr habt auch Lust darauf bekommen? Kein Problem – den „Neue Wii” bekommt ihr ab sofort bei den Winzergenossenschaften – zum Beispiel in Auggen, wo heute der große Winzerfestumzug stattfindet oder bei verschiedenen Weingütern und Straußwirtschaften im Markgräflerland.
In Auggen kann man seit diesem Herbst den Neuen Wein allerdings aus hygienischen Gründen nicht mehr vor Ort probieren und selbst in den mitgebrachten Behälter zapfen…


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Neue Wii bei der WG in Auggen nur noch in Flaschen!

Hier sind die Rezepte:

Rezept für Zwiebelkuchen / recipe for Onion Tart

Rezept für Flammkuchen / recipe for Tarte Flambée


Rezept für Winzerschnitte

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Süßkartoffel-Zucchini-Quiche mit Pekannüssen

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Es wird herbstlich – Im Markgräflerland hat die Weinlese („Herbschte”) begonnen und es ist wieder Zeit für herzhafte Wähen, Quiches und Flammkuchen.

Diese Süßkartoffel-Zucchini-Quiche ist per Zufall entstanden:
Ich hatte mir gerade eine neue Tarte-Form gekauft, bei der man den Boden herausnehmen kann.
Am Samstag stand ich dann in der Küche und machte Bestandsaufnahme, was alles da war.
Eine Süßkartoffel und zwei Zucchini, etwas Schwarzwälder Vesper-Speck und natürlich Zwiebeln.
Da wir den ersten neuen Wein (neuer Süßer/Federweißer von der WG in Auggen) der Saison im Kühlschrank stehen hatten, sollte es auch etwas geben, was dazu passt.
Traditionell gibt es Flammkuchen oder Ziibelewaie (Zwiebelkuchen)…. Aber diese Tradition wird mal kurz beiseite gelegt, dachte ich mir – wie wäre es mit einer Süßkartoffel-Zucchini-Quiche?
Aus der Süßkartoffel und den Zucchini habe ich dann mit meinem – auch neuen- „Gemüsenudelhobel” Nudeln gemacht….


Suesskartoffel Zucchini Quiche 1


Süßkartoffel-Zucchini-Quiche


Zutaten
(für eine Quiche-Form mit 26 cm ø)

Für den Teig:

• 100 g Dinkelvollkornmehl
• 150 g helles Dinkelmehl (Type 630)
• Salz
• 125 g kalte Butter
• 1 Ei
• 2 Esslöffel kaltes Wasser
• 2 Esslöffel Weißweinessig
• Butter für die Form
• Mehl zum Arbeiten
• 1-2 Esslöffel Haferflocken zum Bestreuen

Für den Belag:

• 1 Süßkartoffel, geschält
• 2 mittelgroße Zucchini
• 1 große Zwiebel
• 3 Esslöffel Olivenöl
• 3 dünne Scheiben Schwarzwälder Vesperspeck, in kleine Würfel geschnitten
• Salz, Pfeffer, Currypulver
• Kräuter der Provence
• 3 Eier, Größe L
• 1 Becher Sauerrahm (200 g)
• eine Handvoll Pekannüsse, gehackt

Die Mehlsorten mit einer kräftigen Prise Salz mischen. Die Butter in kleinen Stücken dazugeben und mit den Händen oder in der Küchenmaschine zu Bröseln zerreiben.
Ei, 2 Esslöffel Wasser und 2 Esslöffel Weißweinessig dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Zucchini und Süßkartoffel zu langen Streifen (Nudeln) schneiden oder hobeln.
Die Zwiebel abziehen und in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl in einer großen, hohen beschichteten Pfanne erhitzen, die Zwiebeln und den Speck darin sanft andünsten.
Dann die Süßkartoffel- und Zucchininudeln dazugeben, vorsichtig mischen und einige Minuten anbraten. Mit wenig Salz, etwas Pfeffer und Kräuter der Provence würzen.
Einen Deckel auflegen und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten. Zwischendurch nochmals vorsichtig mischen.
Vom Herd nehmen, mit Currypulver abschmecken und abkühlen lassen.
Eier in einer Schüssel mit einem Schneebesen verquirlen, dann den Sauerrahm unterrühren.
Etwa 2/3 der Eiermasse unter das Gemüse in der Pfanne mischen.

Die Backform mit Butter einfetten. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche ausrollen und die Form damit auskleiden.
Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen, dann mit Haferflocken bestreuen.
Das Gemüse auf dem Teigboden verteilen, die restliche Eiermasse gleichmäßig darüber gießen. Mit gehackten Pekannüssen bestreuen.
Etwa 40 – 45 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen.
Nach Belieben lauwarm oder kalt genießen.


It’s autumn over here – in my area, the „Markgräflerland”, the grape harvest („Herbschte“) has just begun and it’s time for hearty tarts, quiches and Flammkuchen (Tarte flambée).

This sweet potato and courgette quiche has arisen by chance:
I had just bought a new tart-tin with a removable bottom.
On Saturday I stood in my kitchen and didn’t know what to cook. So I had a look at the food that was available in the fridge and storage.
There was one sweet potato and two zucchini/courgettes, a little Black Forest bacon and onions of course.
Since we also had the first new wine of this year’s season (Federweißer) standing in the fridge, I thought that there should also be a corresponding dish.
Traditionally we have Flammkuchen or Ziibelewaie (onion tart) …. But I decided to place this tradition aside, thist time. So, how about a sweet potato and courgette quiche?
From the sweet potato and zucchini, I then made noodles with my – also brand new- „vegetable noodle slicer“ ….

Sweet potato and courgette quiche

Ingredients
(for a quiche tin with ø 26 cm)

For the pastry:

100 g spelled wholemeal flour
150 g light spelled flour (Type 630)
Salt
125 g cold butter
1 egg
2 tablespoons cold water
2 tablespoons white wine vinegar
Butter for the mould
flour for working
1-2 tablespoons of oatmeal for sprinkling

For the topping:

1 sweet potato, peeled
2 medium sized zucchini/courgettes
1 large onion
3 tablespoons olive oil
3 thin slices of Black Forest bacon, cut into small cubes
salt, pepper, curry powder
Herbes de Provence
3 large eggs
1 cup sour cream (200 g)
a handful of pecans, chopped

Mix the flour with a pinch of salt. Add the the butter in small pieces and work with your hands or in the food processor to recieve crumbs.
Add egg, 2 tablespoons of water and 2 tablespoons of white wine vinegar and knead into a smooth pastry.
Shape the pastry into a ball and wrap in cling film. Cool in the fridge for 30 minutes.

In the meantime, cut or slice the zucchini into long strips (noodles).
Peel the onion and cut into thin slices. Heat olive oil in a large, high non-stick pan, gently sauté the onions and bacon in it.
Then add sweet potato and zucchini noodles, mix gently and fry for a few minutes. Season with a little salt, pepper and Herbes de Provence.
Cover with a lid and cook for about 10 minutes over medium heat. In between, again mix gently.
Remove from the heat, season with curry powder and let cool.
In a bowl, whisk the eggs then stir in sour cream.
Pour about 2/3 of the egg mixture into the vegetables in the pan and fold in carefully.

Butter the baking dish. Preheat the oven to 200 °C (392 °F).
Roll out the dough on a lightly floured working surface. Line the baking dish pastry.
Prick the pastry several times with a fork, then sprinkle with oats.
Spread the pastry with vegetables, pour the remaining egg mixture evenly over it. Sprinkle with chopped pecans.
Bake for approximately 40 – 45 minutes. Remove from oven, let cool slightly, then remove from the mould.
Enjoy still warm – or cold.

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Natur & Garten

Die Markgräflerin als Aushilfswinzerin

helle Trauben: Gutedel
dunkle Trauben: Spätburgunder

Gestern war es mal wieder soweit. Wenn die Zeit zum „Herbsten“ kommt, und die Weinlese meiner Bekannten gerade auf einen Samstag fällt – dann bin ich dabei! (Bei uns heisst die Weinlese „Herbsten“.) In den Reben bei Niederweiler wurden die Spätburgunder Trauben geerntet.

Früher hatte meine Oma auch noch Reben, und die ganze Verwandtschaft musste helfen. Das ist aber schon lange nicht mehr, und deshalb gehe ich auch nur noch aus Aushilfswinzerin durch…

Hier bin ich auf dem Weg nach unten, nachdem die beiden Reihen schon abgelesen sind.

Manfred schüttet die Trauben aus dem Eimer direkt in den großen Bottich auf dem Hänger des Traktors. Büggen (Transportbehälter auf dem Rücken) sind hier keine mehr im Einsatz.

Es sieht hier auf dem Bild vielleicht nicht so aus, weil man den Dunst der Berge in der Ferne sieht, aber wir durften bei strahlend schönem Wetter, Sonnenschein, 24 °C und blauem Himmel mit ein paar Wölkchen in den Reben arbeiten. „Die schönste Arbeit des Jahres, wenn das Wetter so schön ist…“ hörte ich jemanden sagen.
Hier hat der Hagel zum Glück nicht alles vernichtet, wie an anderen Orten in der Umgebung. Im Gegenteil – die Trauben waren dieses Jahr wunderschön und wir waren auch recht zügig fertig.

Und zum Abschluss gibt es natürlich immer ein zünftiges Vesper, direkt im Weinberg. Hans und Mina bereiten es gerade vor – dicke Schüblig Würste!
Hans ist immer derjenige, der anheizt und aufpasst, dass das Wasser die richtige Temperatur hat, damit die Würste schön heiss sind und nicht platzen.

Dazu Brot, Senf, Käse und natürlich eine Weinschorle!

…ob ich wohl auch eine Wurst bekomme? Immerhin habe ich schön aufgepasst, dass die frechen Krähen die Trauben nicht klauen…
…fein gemacht, aber jetzt müssen wir erst mal dein Fell säubern…

…zuhause dann der Erntedank-Tisch