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Tag der offenen Gärten und Höfe – Teil 4: Britzingen; Durch die Gassen und auf dem Berg

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Der Garten von Monika und Stephan Kilb, von deren Garten man diesen wundervollen Ausblick auf die Rheinebene  und den Ort hat,  ist noch relativ jung. Anfangs standen auf dem Grundstück noch Reben. Schwer vorzustellen, das hier einmal ein Haus stehen sollte.

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Der Vorgaten ist schon fertig, hinter dem Haus gibt es einen Sitzplatz, der aussieht wie eine Arena en miniature, es gibt einen klitzekleinen Kräutergarten und einzige Auflage für den Hausbau war, zur Abgrenzung von den Reben eine Hecke zu pflanzen. Die ist allerdings noch klein und man fühlt sich im hinteren Teil des Gartens, als ob man direkt im Weinberg sitzen würde.
Hier gab es Scharwaie (…bitte nicht Scharweihe, so wie es im Plan stand) mit Butter, Bier, Wein und Schorle. Ausserdem Insektenhotels und Gartenholzobjekte und einen Stand mit Silberschmuck. Das tolle an solchen Veranstaltungen mit offenen Privatgärten ist, dass man ganz ungezwungen mit den Gartenbesitzern plaudern und oft einige Anregungen für den eigenen Garten mitnehmen kann.

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Durch die Gassen von Britzingen ging es anschliessend zum nächsten Garten.

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Frühling im Markgräflerland – Rebberge, Kirschblüten und Tulpenfeld

Kirschblüte

Gestern Abend – Sonnenstrahlen, Wärme und der süße Duft von Kirschblüten weht um die Nase. Ich war nicht mehr zu halten, habe schnell meine Laufklamotten und die Nordic-Walking Stöcke geschnappt und bin losgelaufen. Auf dem Rücken ein leichter Rucksack – mit dem Auftrag des Markgräflers, im Hofladen der Familie Rüdlin in Auggen Spargeln einzukaufen und für’s Abendessen mitzubringen. Dort gibt es übrigens auch hervorragendes Bauernbrot, Wein und andere selbstgemachte Köstlichkeiten.

Natürlich hatte ich auch den Fotoapparat eingepackt. Über Felder und Wiesen, Reben und das Örtchen Hach (dort führt teilweise auch das Markgräfler Wiiwegli entlang):

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Blick auf unseren „Hausberg”, den Hochblauen (bei uns einfach: Blauen), mit einer Höhe von 1165 m ü. NHN[1]  bei strahlend blauem Himmel.

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Dort kommt man auch an den Spargelfeldern des Hoflandens vorbei – hier kann das edle weiße Stangengemüse ungestört etwas abseits der Straße wachsen – das ist ganz bestimmt ein ganz guter Spargel, für den sich ein Fußmarsch auch lohnt! Die aufgeschütteten Erdwälle nennt man übrigens „Bifang”.Nordic Walking3

In Reben / Weinstöcke eingebettet – der Löwenzahn blüht schon wieder besonders üppig.

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Taubnesseln

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Und hier noch ein besonders schönes Exemplar eines Spargelgewächses, das aus Zwiebeln heranwächst – ein Milchstern. Ganz häufig findet man hier in den Weinbergen im Frühling den  Dolden Milchstern, bei diesen Exemplaren handelt es sich vermutlich um einen Nickenden Milchstern.

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Endlich bei Rüdlins angekommen (neben dem Hofladen wird noch eine Straußwirtschaft = Strauße betrieben, die derzeit geöffnet ist) – sagte man mir, dass hier wegen der schlechten Witterung noch gar kein Spargel gestochen werden konnte – das ist voraussichtlich erst am kommenden Wochenende soweit. Ein bißchen müssen wir uns also noch gedulden.

Also kein Spargel zum Abendessen, aber im Kühlschrank waren sowieso noch Reste, die aufgebraucht werden mussten.

Weiter ging es durch die Weinberge in Richtung Müllheim.

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An der B3 gibt es ein Blumenfeld zum Selbstpflücken (0,45 € pro Stück – bitte ehrlich sein und in die Kasse werfen):

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Langsam wechselt das Licht in warme Abendsonne, hier eine Gegenlicht-Fotografie:

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Bammert-Häuschen, und letzte Kirschblüten, bevor ich zu Hause bin…

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Richtig schön! Und hier bin ich daheim!

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Die Markgräflerin als Aushilfswinzerin

helle Trauben: Gutedel
dunkle Trauben: Spätburgunder

Gestern war es mal wieder soweit. Wenn die Zeit zum „Herbsten“ kommt, und die Weinlese meiner Bekannten gerade auf einen Samstag fällt – dann bin ich dabei! (Bei uns heisst die Weinlese „Herbsten“.) In den Reben bei Niederweiler wurden die Spätburgunder Trauben geerntet.

Früher hatte meine Oma auch noch Reben, und die ganze Verwandtschaft musste helfen. Das ist aber schon lange nicht mehr, und deshalb gehe ich auch nur noch aus Aushilfswinzerin durch…

Hier bin ich auf dem Weg nach unten, nachdem die beiden Reihen schon abgelesen sind.

Manfred schüttet die Trauben aus dem Eimer direkt in den großen Bottich auf dem Hänger des Traktors. Büggen (Transportbehälter auf dem Rücken) sind hier keine mehr im Einsatz.

Es sieht hier auf dem Bild vielleicht nicht so aus, weil man den Dunst der Berge in der Ferne sieht, aber wir durften bei strahlend schönem Wetter, Sonnenschein, 24 °C und blauem Himmel mit ein paar Wölkchen in den Reben arbeiten. „Die schönste Arbeit des Jahres, wenn das Wetter so schön ist…“ hörte ich jemanden sagen.
Hier hat der Hagel zum Glück nicht alles vernichtet, wie an anderen Orten in der Umgebung. Im Gegenteil – die Trauben waren dieses Jahr wunderschön und wir waren auch recht zügig fertig.

Und zum Abschluss gibt es natürlich immer ein zünftiges Vesper, direkt im Weinberg. Hans und Mina bereiten es gerade vor – dicke Schüblig Würste!
Hans ist immer derjenige, der anheizt und aufpasst, dass das Wasser die richtige Temperatur hat, damit die Würste schön heiss sind und nicht platzen.

Dazu Brot, Senf, Käse und natürlich eine Weinschorle!

…ob ich wohl auch eine Wurst bekomme? Immerhin habe ich schön aufgepasst, dass die frechen Krähen die Trauben nicht klauen…
…fein gemacht, aber jetzt müssen wir erst mal dein Fell säubern…

…zuhause dann der Erntedank-Tisch