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Wanderung von Görwihl durch die Höllbachschlucht

Wanderung Hotzenwald Höllbach 43An der Alb, wo der Höllbach mündet


Vergangenes Jahr Ende Juli sind wir mal ein Stückchen weiter weg gefahren, um eine Wanderung durch die Höllbachschlucht zu unternehmen.


Wanderung Hotzenwald Höllbach 5


Ausgangspunkt war der Ort Görwihl. Für diese Wanderung solle man sich einen Tag vornehmen, an dem es nicht so heiß ist, denn auf der Strecke geht es mehrmals steil berauf. Hier hatten wir schon den ersten Anstieg hinter uns – es geht an Feldern vorbei bis wir in ein Waldstück eintreten.


Wanderung Hotzenwald Höllbach 1

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Wanderung Hotzenwald Höllbach 7


An der Lochmühlehalde folgen wir dem Wegweiser zum Höllbachwasserfall.
Wir müssen ein kurzes Stück an der Straße entlang, bis wir diese kreuzen, um auf den Weg zum Kaibenfelsen zu gelangen.


Wanderung Hotzenwald Höllbach 8


Wir entdecken Färber-Ginster am Straßenrand – kurz darauf ein schöner Ausblick (im Tal: Gasthof Löwen in Görwihl-Tiefenstein)


Wanderung Hotzenwald Höllbach 9


Der Kaibenfelsen


Wanderung Hotzenwald Höllbach 10


Wir steigen den Berg zum Kaibenfelsen hoch, von dort kann man tief unten in die Albschlucht sehen. Wir machen auf der Bank, die oben auf dem Felsen steht eine kleine Pause.
Rundum Felsen mit Moosen und Flechten, ausserdem Heidelbeersträucher und Mischwald mit Eichen. 


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Blick tief nach unten in die Schlucht der Alb


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Wanderung Hotzenwald Höllbach 18Wanderung Hotzenwald Höllbach 16


Dann gehen wir zurück zum Wanderweg, unterwegs sehen wir Disteln und viele Schmetterlinge.


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Forellenbach oder „Hintere Wühre”


Rückfluss der hinteren Wühre – abgeleitet vom Höllbach – und der vorderen Wühre – abgeleitet vom Eschenbach – in die Alb


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Im späten Mittelalter angelegter 2 km langer künstlicher Wasserlauf. Er führt Wasser vom Höllbach nach Görwihl. Das Wasser diente früher zur Wiesenbewässerung, zum Antrieb von Mühlen und Sägen und als Löschwasser.



Bärenklau und Kratzdistel


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Wanderung Hotzenwald Höllbach 30


Wir machen einen kurzen Abstecher zum Steg über die Alb (Albhalde). Folgt man dem Weg über den Steg, gelangt man nach etwa vier Kilometern zur „Teufelsküche“. Wir kehren aber um und wandern weiter zur Höllbachschlucht.


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Mündung des Höllbachs in die Alb


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Wanderung Hotzenwald Höllbach 40

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Wanderung Hotzenwald Höllbach 42


Für uns geht es ab jetzt wieder bergauf, durch den Wald bis zum Höllbach-Wasserfall – vorbei an riesigen Steinen, Moos und Farnen.


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Waldsauerklee


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Wanderung Hotzenwald Höllbach 52

Der Höllbach

Wer weiß denn, wo mein Weg beginnt,
wo  mein Quell aus der Erde rinnt?
Im Zenomättle, tief im Wald,
quirl ich aus einem Felsenspalt
unweit von Engelschwand, im Moos,
nach langem Lauf im Erdenschoß.
Ans helle Licht der Welt gehoben
tränke ich gleich im Etziboden
mit meinem Wasser schon die satten,
an Kräutern reichen Waldesmatten.
Durch d’Stollenmatt eilt flink mein Lauf,
rechts nehm‘ ich’s Wittebächle auf,
das kommt von Engelschwand behend.
Zusammen geht’s durch’s Allischwend.
Der Bifig naht, die Petersmatten,
der Buchwald gibt mir seinen Schatten.
Vom Berghang grüßt Hartschwand herunter.
In meinem Spiegel segeln munter
des Himmels Wolken weiß in Blau –
ungern verlasse ich die Au.
Am Höllbachhof rausch‘ ich vorüber,
Forellen springen auf und nieder
am Fischteich flink; mit großem Spaß
tummeln sie sich im frischen Nass.
Und von dem hohen Mühlenrain
winkt mir des Müllers Töchterlein,
nachdem ich dort das Wasserrad
mit meiner Kraft getrieben hab‘.
Die Mühlenmatten sind im Nu
schon weg, da fließt der Rohrbach zu
kurz vo rder Brück‘; jetz bin ich stark,
da treiben sie es mit mir arg:
Sie nehmen mir – ’s gab manchen Krach –
nach Görwihl den Forellenbach.
Vor Wut, wie man mich sonst nicht kennt,
schäum‘ ich drum rasend durch d’Bertschwend.
Das Tal wird eng, die Schlucht beginnt,
vom Dorf her nochmals Wasser rinnnt.
Jetzt werd ich wild, Mit Wucht und Schnelle
rausch ‚ ich ins „Tal der Wasserfälle”
und tobe mich in Gischt und Braus
über die Felsen stürzend aus.
Bald nimmt nach diesem wirren Lauf
die Alb mich in ihr Flussbett auf.
Albbruck erreichen wir im Nu,
der Rhein trägt uns dem Meere zu,
und Sonn‘ und Wind treiben vom Meer
mich Höllbachwasser wieder her.
Und aus de´der Wokenwand als Regen
komm‘ ich vom Himmel – euch zum Segen.
Der Kreis schließt sich durch Gottes Hand
zum Glück für mich und für Hartenschwand.

Paul Eisenbeis
1982


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Es geht weiter bergauf…


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Wanderung Hotzenwald Höllbach 60



…bis wir unterhalb des großen Wasserfalls mit 8,50 m sind


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Wanderung Hotzenwald Höllbach 62


Die Höllbachwasserfälle liegen in einer malerischen Nebenschlucht der Alb und bieten ein wildromatisches Naturschauspiel. Der Höllbach entspringt in einer vermoorten Glazialmulde nördlich von Engelschwand und erreicht nach 9,1 km die Alb. Wasser aus dem  Höllbach wird teilweise in kleine Kanäle, die Wühren, ausgeleitet und zur Wiesenbewässerung oder Stromgewinnung genutzt. Kurz bevor der Höllbach in die Alb mündet, stüzrt der kleine Wildbach über mehrere Wasserfälle in die Tiefe und bildet einen idyllischen Ort zum Staunen, Ruhe und Kraft tanken und Verweilen.


Wanderung Hotzenwald Höllbach 63


Wegweiser und Waldweidenröschen – von hier aus ist es noch ein Kilometer bis nach Görwihl.


Wanderung Hotzenwald Höllbach 75


Wir sind wieder oberhalb von Görwihl angekommen.



Wanderung Hotzenwald Höllbach 76Staude des Jahres 2021 – die Heilpflanze Schafgarbe


Wanderung Hotzenwald Höllbach 78

Wanderung Hotzenwald Höllbach 80Eberesche


zurück in Görwihl



Karte


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Wanderung zum Nonnenmattweiher und Weiherfelsen


Bereits Ende August waren wir auf einer Wanderung rund um den Nonnenmatweiher und zum Weiherfelsen unterwegs. Damals sind wir vom Parkplatz beim Nonnenmattweiher gestartet – es war regnerisch und kühl. Von Fernsicht auf den Belchen keine Spur, der Blick vom Weiherfelsen war von dichtem Nebel verhangen. Vor zwei Wochen haben wir fast die gleiche Wanderung unternommen, aber vom Kreuzweg aus und fast in umgekehrter Richtung aber diesmal mit Alpensicht – der Nebel hing diesmal in den Tälern, auf dem Kreuzweg Sonnenschein. Es war zwar eisig kalt, aber in unseren Winterjacken und mit Schal, Mütze und Handschuhen, waren wir warm eingepackt.


Winterwanderung Nonnenmattweiher 5


Vom Kreuzweg kann man übrigens auch eine etwas kürzere Wanderung zur Klemmbachquelle unternehmen


Karte



Nach einem steilen Anstieg – dabei wurde uns richtig warm – hatten wir einen wunderbare Aussicht auf die Alpen.


Alpensicht über dem Nebel im Tal

Es geht aber noch weiter bergauf…



Am Weiherfelsen angekommen, haben wir unsere Vesperdose und Thermoskanne mit heißem Tee ausgepackt und auf der Aussichtsbank mit Blick auf den Nonnenmattweiher eine Pause eingelegt.



Dann geht es auf schmalen, von Wurzeln und Steinen übersäten Pfaden bergab zum Nonnenmattweiher. Gut, dass die Markgräflerin ihre Wanderstöcke mitgenommen hat. Und dann liegen auch noch ein paar Baumstämme quer über dem Wanderweg…




Der Nonnenmattweiher ist fast komplett zugefroren.
Im Sommer sah es von der gleichen Stelle so aus:


Im Sommer sind wir, bevor wir wieder zum Nonnenmattweiher zurückgegengen sind, noch dem Wegweiser zu den Wasserfällen gefolgt (siehe auch im Beitrag des Markgräflers). Ein sehr schöner Abstecher, aber es der Weg geht steil nach unten, und wenn es nach unten geht, muss man auch wieder hoch…



Der zugefrorene Nonnenmattweiher
Ende November 2020



Zum Vergleich:
Die Bilder der Sommerwanderung, Ende August 2020


Seerosen am Nonnenmattweiher August 2020
Seerosen im zugefrorenen Nonnenmattweiher, Novermber 2020

Bei unserem Ausflug im Sommer waren wir früh morgens unterwegs, als wir von unserer Wanderung zurück waren, hatte die Fischerhütte gerade aufgemacht und wir haben ofenfrischen Zwetschgenkuchen mit einer großen Portion Schlagsahne vernascht.


Und dann haben wir uns wieder auf den Weg zum Kreuzweg gemacht. Weil der direkte Weg wegen Baumfällarbeiten gesperrt war, mussten wir einen Umweg über den Haldenhof machen – ihr ahnt es schon: wieder bergab, dann bergauf! Als wir wieder auf dem Parkplatz am Kreuzweg waren, war die Sonne schon dabei, unterzugehen und hinter dem Belchen war der fast volle Mond bereits aufgegangen.


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Ein Wochenende Schwarzwald (1): Gertelbach Wasserfälle und Schwarzwaldmädel

Gertelbach 10
Vor knapp zwei Wochen waren wieder einmal DLRG-Landesmeisterschaften. Vergangenes Jahr fanden sie in Schwetzingen statt und auch damals hatten der Markgräfler und ich unsere Pflichstunden als Helfer/Wettkampfrichter in der HLW abgeleistet und uns anschließend noch ein wenig die Gegend angesehen.
Vergangenes Jahr hatten wir uns in der Jugendherberge in Weinheim angemeldet, das Schloss in Schwetzingen und auf unserem Heimweg das Heidelberger Schloss angesehen. Dieses Jahr fanden die Meisterschaften in Bühl – im Schwarzwald statt.
Diesmal haben wir in der Jugendherberge in Herrenwies übernachtet – mitten im Naturpark Schwarzwald und mit einer wunderschönen Orchideenwiese vor der Tür…
Am Samstag sind wir am späten Nachmittag zu den Gertelbach-Wasserfällen gefahren und haben eine kleinere Wanderung entlang der Wasserfälle gemacht. Die Wanderung war wunderschön – und wenn wir wieder mal hierher kommen, werden wir bestimmt einen kompletten Rundeweg wandern.
Zum Glück hatte es nicht zu sehr geregnet, die Sonne kam sogar raus. Bei Regenwetter ist der Weg entlang der Gertelbach-Wasserfälle nicht zu empfehlen. Es geht stellenweise über Wurzeln und Felsen, die mit Moos und Flechten bewachsen sind. Das könnte dann eine ziemlich rutschige Angelegenheit werden.

Hier sind ein paar Impressionen von den Wasserfällen.


About two weeks ago we went on a week-end trip to the Black Forest. Here you can see a few images of the Gertelbach-Waterfalls near Bühl/Baden where we went on a short hiking tour. They are so beautiful and we are sure that we’ll come back again one day.

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In Bühlertal kann man im Hotel/Restaurant Schwarzwaldmädel einkehren – dort waren wir am Freitagabend schon zum Abendessen.

Of course – there was also something to eat 😉

Schwarzwaldmaedel

Der Name dieses Restaurants war so passend – deshalb sind wir hier eingekehrt. Der Boden ist hier überall feucht und etwas moorig. Deshalb blühen die Rhododendronbüsche in den Vorgärten besonders üppig. Im ganzen Tal sieht man Rhododendron in allen möglichen Farbschattierungen: Rot, pink, rosa, weiss, violett, orange…

Schwarzwaldmädel2

Bei mir gab es ein Steak mit Kräuterbutter, Pommes und Beilagensalat, der Markgräfler hatte Wildragout mit Spätzle und Rotkraut.

Schwarzwaldmaedel3

Schwarzwaldmaedel1