Essen & Trinken, Food, Rezepte

Gebratener Fleischkäse mit Röstzwiebeln, Blattspinat und Ei

Also eigentlich gäbe es das am Freitag ja gar nicht, denn Freitag ist normalerweise Fischtag! Aber nachdem ich zum Mittagessen nur Salat, ein kleines Brötchen und einen Joghurt hatte, war ich abends hungrig. Und es musste schnell gehen.

Man braucht 1-2 Zwiebeln, etwas Olivenöl und TK-Blattspinat, Salz, nach Belieben Pfeffer, etwas gekörnte Brühe, ein wenig Wasser, etwas Butter, eine Scheibe Fleischkäse und ein Ei.

Die Zwiebel schälen, 1/2 – 1 Zwiebel fein würfeln. Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebelwürfel andünsten, dann den TK-Spinat und wenig Wasser dazugeben. Den Deckel auflegen und bei sanfter Hitze den Spinat auftauen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf Wasser nachgiessen.
Mit Salz, Pfeffer und ein wenig gekörnter Brühe würzen.

Die restliche Zwiebel in Ringe schneiden, in einer Pfanne in Butter rösten. Etwas später den Fleischkäse daneben legen und anbraten.
Den gebratenen Fleischkäse und die Röstzwiebeln auf einen vorgewärmten Teller geben, das Ei in der Pfanne braten, dabei einmal wenden. (turned over)

Spiegelei sieht auch sehr schön aus, aber sollte das Eidotter in der Pfanne kaputt gehen, hat man mit einem“ turned-over-Ei“ die perfekte Lösung, damit es nicht ganz so schlimm aussieht (Vincent Klink macht das absichtlich und nennt es „Das verunglückte Spiegelei“)

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Koch den Vinz – Verunglücktes Spiegelei

Heute zum Frühstück fiel mir nochmal das Buch von Eckart Witzigmann „Das Spiegelei“ in die Hände. Dort ist auch ein Rezept von Vincent Klink abgedruckt:

„Verunglücktes Spiegelei“

Vincent Klink Autogramm
Nachtrag 2018 – Vincent Klink in Müllheim – Autogramm für die Markgräflerin

Anfang des Jahres hatte www.foodfreak.de einen Blog Event gestartet: Koch den Vinz

…und hiermit beteilige ich mich daran:

Rezept für „Verunglücktes Spiegelei“ für 1 Person (ich habe es zum Frühstück für Zwei gekocht, denn nach einer langen Fasnachtsveranstaltung am Vorabend kann man etwas Deftiges zum Frühstück brauchen)
1 Teelöffel Butter (also 2)
1 Bio Ei (also 2)
50 g Schwarzwälder Schinken (also 100 g)
1 Esslöffel Schnittlauch (also 2)
Meersalz (darauf habe ich verzichtet, der Speck war salzig genug)

Die Butter in einer Pfanne erhitzen, bis sie etwas brutzelt. Das Ei hineinschlagen. Eigelb mit einer Gabel aufstechen, also kaputt machen.
Bei zahllosen Spiegeleifreaks passiert das sowieso andauernd. So hat man mit diesem Rezept eine wunderbare Begründung , warum das Spiegelei gar keines ist. Kurzum: ein Unfall mit voller Absicht.

Pfanne vom Herd ziehen. Auf dem Eigelb fein gewürfelten Schinken mit Schnittlauch verteilen.

Schwarzwälder Schinken
Schwarzwälder Schinken, gewürfelt – ich gebe zu, es hätte etwas feiner sein können

Auf dem Eigelb fein gewürfelten Schinken mit Schnittlauch verteilen. Die Pfanne wieder auf die Platte stellen und das Ei langsam garen. Das dauert etwa 5 Minuten. Unter dem Ei darf es nur wenig bräunen (mit einer Palette anheben und kontrollieren).

Mit etwa Meersalz würzen- bitte nicht auf das Eigelb, denn Salzkörner verursachen auf dem leuchtenden Gelb weiße Flecken. Außerdem hat der Schinken bereits einen hohen Salzgehalt. Das Ei anrichten, die verbliebene Butter bei großer Hitze aufschäumen und damit das Weiße des Spiegeleis beträufeln.

Empfehlung: Milchkaffee

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Kartoffelküchle mit Speck, Pilzen und Feldsalat

Vincent Klink, den mag ich. Er kocht sehr bodenständig mit viel Klasse, keine Spur von falschem Hüttenzauber à la Schuhbeck.
Anfang des Jahres habe ich ihn mal im SWR – Kaffee oder Tee? gesehen. (Er ist dort öfters mal zu Besuch).
Damals hat er Kartoffelschnecken mit Speck und Feldsalat gekocht. Einmal habe ich das bisher nachgekocht, und es ist perfekt gelungen. Der Teig für die Kartoffelschnecken war schön fest, ließ sich ganz toll füllen und aufrollen, nur diesmal wurde der Teig einfach viel zu weich und ich wollte nicht Unmengen von Mehl unterkneten um das auszugleichen. Vielleicht hatte ich die Kartoffeln auch zu lang gekocht, vielleicht hat aber meine Variante mit den braunen Champignons die Masse einfach durchweicht, oder weil ich Dinkelmehl verwendet habe? – Keine Ahnung.

Naja, was zuerst so aussah,


war nicht mehr von der Klarsichtfolie zu lösen, obwohl ich diese vorher gründlich mit Mehl bestreut hatte. Also Plan B: einfach alles miteinander verkneten, noch ganz wenig Mehl dazu und Frikadellen daraus formen – na also, wieso nicht gleich so?! (ist auch weniger Arbeit).

Der Feldsalat ist mit einem speziellen Dressing nach Vincent Klink zubereitet. Was mir besonders daran gefallen hat? – Na was schon, es ist Weißwein im Dressing!!!

Hier ist das Rezept (die Fett gedruckten Zutaten habe ich hinzugefügt):

Kartoffelküchle

500 g Kartoffeln, mehligkochend
(waschen, schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser garen – ca. 20 Minuten)
100 g Schwarzwälder Vesperspeck
4 große, braune Champignons
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Schnittlauch
3 Eigelb
ca. 4 Esslöffel Dinkelmehl
etwas Pfeffer und Muskatnuss (frisch gerieben)
etwas Knoblauchgranulat
Butterschmalz zum Anbraten

Die Kartoffelstücke in Salzwasser gar kochen (zusätzlich eine kleine, ganze Kartoffel für das Salatdressing mitkochen).
Durch eine Presse drücken. Mit Pfeffer und Muskat würzen, dann mit drei Eigelb und Mehl zu einem Teig verarbeiten. Auf einer mit Mehl bestäubten Frischhaltefolie ausrollen.
Den Speck fein würfeln, in einer Pfanne auslassen, zum Schluss zwei in kleine Würfel geschnittene Pilze hinzufügen, mitdünsten. Vom Herd nehmen und die Kräuter und etwas Knoblauchgranulat untermischen. Dann auf den ausgewallten Teig geben und längs aufrollen und daumendicke Stücke (Schnecken) abschneiden. Sollte der Teig zu weich sein, nicht auswallen und die Masse aus der Pfanne unterarbeiten und aus dem Teig mit bemehlten Händen flache Küchlein (wie Frikadellen) formen.

Für die Garnitur zwei Pilze in Scheibchen schneiden, in der Pfanne, die man zuvor für den Speck verwendet hat etwas Butterschmalz andünsten, salzen, pfeffern und etwas Petersilie und Knoblauchgranulat hinzufügen, mit einem kleinen Schuss Weißwein (Gutedel)  ablöschen. Herausnehmen und beiseite stellen.

Dann die Kartoffelküchle im heißen Butterschmalz von beiden Seiten goldbraun braten. Mit den Pilzen garnieren und mit Feldsalat servieren.

Feldsalat
1 kleine, in Salzwasser gekochte Kartoffel (s. o.)
80 g Feldsalat, geputzt, gewaschen
3 Esslöffel Olivenöl
80 ml Weißwein
2 Esslöffel Weißweinessig
Salz, Pfeffer

Öl, Essig, Weißwein und 1 kleine gekochte Kartoffel in einen Mixbecher geben und mit dem Pürierstab glatt pürieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann den Feldsalat mit dem Dressing anmachen.

Noch etwas zur Muskatnuss:

Im Kartoffelbrei und in der Rinderbrühe darf Muskatnuss nicht fehlen.

Nach Hildegard von Bingen sollte die Muskatnuss in jedem Haushalt verwendet werden:

„Wenn ein Mensch Muskatnuss isst, öffnet sie sein Herz und reinigt seinen Sinn und bringt ihm einen guten Verstand.“

Die positive Wirkung der Muskatnuss auf die Psyche wurde mittlerweile auch wissenschaftlich nachgewiesen. In Überdosierung soll sie sogar berauschend wirken…

„Die beim Kochen verwendete Menge des Rauschmittels Muskat ist unbedenklich. Er ist blutstillend, stimulierend und aphrodisierend. Das ätherische Öl verwendet man in Parfums und Salben“ (Quelle: Das Handbuch der Gewürze, Kaleidoskop)