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Samstagseintopf: Ungarisches Rindergulasch / Pörkölt

Poerkoelt 4


Pörkölt ist ein ungarisches Gulasch, das mit Parprikaschoten und viel Paprikapulver zubereitet wird. Der Bratensaft wird durch den edelsüßen Paprika angenehm sämig.
Normalerweise verwendet man für dieses Gulasch grüne Paprikaschoten, ich hatte aber nur rote.

Die Vorbereitung nimmt nur wenig Zeit in Anspruch, dann schmort der Eintopf einige Zeit langsam vor sich hin. Das ideale Samstagsessen, bei dem man nebenher noch allerlei andere Dinge erledigen kann, die am Samstag vor Weihnachten alle so anfallen – zum Beispiel die letzten Geschenke einpacken und den Weihnachtsbaum schmücken…

Als Beilage passen Teigwaren, Semmelknödel oder Reis.


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Ungarisches Rindergulasch – „Pörkölt”


Zutaten
(Für 4 Personen)

• 800 g Rindfleisch aus Schulter oder Keule
• 400 g Zwiebeln
• 80 g Schweineschmalz
• 1 ½ gehäufte Teelöffel Paprikapulver, edelsüß
• Salz
• 250 ml heißes Wasser
• 2 Tomaten (120 g)
• 2 grüne Paprikaschoten (250 g)

Zubereitung
Rindfleisch mit kaltem Wasser abspülen. Mit Haushaltspapier trockentupfen. In etwa 5 x 5 cm große Würfel schneiden.
Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Schmalz in einem Topf erhitzen. Zwiebeln hineingeben, 5 Minuten hellgelb anrösten. Fleischwürfel hinzufügen und 10 Minuten rundherum anbraten.
Edelsüßes Paprikapulver darüber stäuben und das Fleisch salzen. Durchrühren und heißes Wasser angießen.
Pörkölt bei schwacher Hitze im geschlossenen Topf 75 Minuten schmoren lassen. Nach Bedarf noch etwas Wasser zugießen.

Inwischen die Tomaten mit kochendheißem Wasser übergießen, häuten, Stengelansätze entfernen.
Tomaten vierteln, Paprikaschoten halbieren, entkernen, waschen, abtropfen lassen und in feine Streifen schneiden.
Das Gemüse zum Fleisch geben. Weitere 25 Minuten schmoren lassen.

In einer vorgewärmten Schüssel anrichten und sofort servieren.


Poerkoelt 3

Poerkoelt 2


Hungarian beef goulash – „Pörkölt“


Ingredients
(For 4 persons)

800 g beef shoulder or leg
400 g onions
80 g lard
1 ½ heaped teaspoon sweet paprika powder
Salt
250 ml hot water
2 tomatoes (120 g)
2 green peppers (250 g)

Instructions
Rinse beef with cold water. Dry with kitchen paper. Cut into cubes of about 5 x 5 cm.
Peel and halve the onions and cut into fine slices.

Heat the lard in a saucepan. Add the onions and fry for 5 minutes until light yellow. Add the meat cubes and fry for 10 minutes all around.
Sprinkle with sweet paprika powder and salt the meat. Stir and pour hot water.
Let Pörkölt stew on low heat in a closed pot for 75 minutes. Add some more water if necessary.

In the meantime, pour boiling water over the tomatoes, skin and remove the stems. Quarter tomatoes, halve peppers, remove seeds, wash, drain and cut into fine strips.
Add the vegetables to the meat. Let simmer for another 25 minutes.
Fill into a preheated bowl and serve immediately with rice or pasta.


Poerkoelt 5

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Ungarisches Gulasch, Rosen, Paprika und eine Heuschrecke

Die erste Paprika aus dem eigenen Garten!!!
Knackig frisch, und es hängen noch mehr dran…
Ich habe die Hoffnung, dass sie noch die Farbe ändern – wenn das Wetter mitspielt!

Gestern gab es seit langer Zeit mal wieder Gulasch. Grund war – ich habe meine erste Paprika im Garten geerntet. Allerdings noch grün, aber sehr kräftig und ausserdem verlangt das Rezept nach einer grünen Paprikaschote!!! Wie denn, ich dachte ungarisches Paprika ist mit roter Paprika, und daher kommt die Farbe????

Die kleine Heuschrecke fand auch Gefallen an meinen Paprika – so schön grün. Ich war aber gemein und habe sie verjagt. Ich will meine Paprika ja schliesslich selber essen.


Bevor es aber ans Gulaschkochen ging, musste ich noch die letzte Blüte der Rose Westerland in diesem Jahr bestaunen, deren Farbe im Abendlicht wunderschön aussieht. .

Aber warum heisst eigentlich das scharfe Paprikapulver „Rosenpaprika“? Woher die Bezeichnung kommt, habe ich nirgends rausfinden können. Auf jeden Fall hat es nichts mit Rosen zu tun.
Jedenfalls wird das Rosenpaprika Pulver aus schärferen Paprika gemacht, und vermutlich sind auch noch Kerne und Scheidewände mit vermahlen.
Für das Rezept  brauchen wir sowohl das Paprikapulver edelsüss, als auch das Rosenpaprika Pulver. Und durch dieses  – und eine ordentliche Menge kräftigen Rotwein, bekommt das Gulasch seine Farbe.
Aber ich kann zumindest erklären, woher die Bezeichnung „Ungarisches Gulasch“ kommt:
Wir Westeuropäer verdanken die Einführung der Paprika nämlich den Türken, die das Gemüse nach Ungarn gebracht haben….
Die Spätzle dazu wurden vom Markgräfler gewünscht – „das passt am besten zu Gulasch“.

Hier ist das Rezept für
Ungarisches Gulasch mit Spätzle
(für 4 Personen)

600 g Rindlfeisch (Schulter oder Bein)
350 g Zwiebeln
1 grüne Paprikaschote
70 g Schweineschmalz
2 Esslöffel edelsüsses Paprikapulver
1 Esslöffel Rosenpaprikapulver
1/4 Liter Rotwein  (evtl. etwas mehr)
2 Knoblauchzehen
300 g geschälte Tomaten aus der Dose
(ich hatte noch offene passierte Tomaten und habe diese aufgebraucht)
Salz, schwarzer Pfeffer

Das Fleisch in 3 cm große Würfel schneiden (oder vom Metzger schneiden lassen). Die Zwiebeln abziehen und grob hacken. Dei Paprikaschoten putzen, waschen und in feine Streifen schneiden.
Das Schmalz in einer Kasserrolle erhitzen und die Zwiebeln darin goldgelb braten. Die Kasserolle vom Herd nehmen und warten, bis das Fett nicht mehr schäumt.
Das Paprikapulver einrühren und mit einem Schuss Wasser ablöschen.

Die Kasserolle wieder auf den herd stellen, die Fleischwürfel zugeben und unter häufigem Wenden etwa 5 Minuten anbraten.

Mit 1/8 Liter Rotwein ablöschen.

Die Knoblauchzehen abziehen und durch die Knoblauchpresse dazu drücken. Die Tomaten ohne den Saft (oder die passierten Tomaten) und die Paprikaschote dazugeben.
Etwas Rotwein nachgiessen. Das Gulasch muss gut mit Flüssigkeit bedeckt sein. Zugedeckt bei milder Hitze etwa 1 Stunde schmoren. (Zwischendurch mal den Deckel heben, umrühren und bei Bedarf noch zusätzlichen Rotwein angießen).
Das Gulasch mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Rotwein abschmecken.

Spätzle (für 4 Personen)

Während das Gulasch schmort, bereiten wir die Spätzle zu.

4 Portionen

250 g Mehl
3 mittelgroße Eier
1/2 Tasse Milch oder Wasser
1 gestrichener Teelöffel Salz
Muskat

Zubereitung:

Mehl, Eier und Salz in einer Schüssel verrühren und mit einem Kochlöffel oder Rührgerät (Knethaken) die Zutaten zu einem zähen Teig verarbeiten, bis er Blasen wirft.
Wenn der Spätzleteig schwer vom Kochlöffel fällt, hat er die richtige Konsistenz.
Ist er zu flüssig, etwas Mehl, ist er zu fest, noch etwas Wasser zugeben. Dann Muskat zugeben. Je höher der Anteil an Eiern, desto weniger Wasser muss dem Teig zugesetzt werden und desto besser ist der Geschmack. Den Teig ruhen lassen, und Salzwasser zum Kochen aufsetzen.
Wenn man die Spätzle nicht mit der Hand vom Brett schaben möchte, füllt man eine Spätzlepresse bis 3 cm unter den Rand mit Teig. Dann die Spätzlepresse ca. 20 cm über den Topfrand halten und den Teig langsam, mit mehrmaligen Unterbrechungen in das sprudelnd kochende Salzwasser drücken.

Die Spätzle anschließend mit einem Schaumlöffel vorsichtig auflockern. Nachdem die Spätzle an die Wasseroberfläche gestiegen sind, schöpft man sie ab und gibt sie in eine Schüssel mit lauwarmem Salzwasser. Dann die Spätzle durch ein Sieb abschütten und gut abtropfen lassen.
Auf einer vorgewärmten Platte servieren. Nach Belieben mit etwas Butter verfeinern.

Zum Gulasch servieren, das Gulasch mit etwas gehackter Petersilie bestreuen.

Guten Appetit.