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Fagiano arrosto – gebratener Fasan mit Salbei – ein Rezept aus der Toskana mit toskanischen Bratkartoffeln


Das diesjährige Weihnachtsfest sollte eigentlich ganz anders sein, als sonst, denn ursprünglich hatten wir Anfang 2020 geplant, es uns an Weihnachten mit einer Genussreise in die Toskana gut gehen zu lassen.
Statt ausgedehnten Spaziergängen am Strand von Viareggio und Ausflügen nach Pisa und Lucca waren wir nun über die Weihnachtsfeiertage also in der Toskana Deutschlands – zu Hause im Markgräflerland, leider überwiegend mit schmuddeligem Wetter.
Deshalb hat die Markgräflerin für’s Weihnachtsmenü zu ihren Italien-Kochbüchern gegriffen und zumindest an einem Tag die Toskana auf die Teller gezaubert.
In der Toskana bereit man Braten gerne in einem Tontopf zu, deshalb habe ich das Gericht wieder in meinem Römetopf (offen, ohne den Deckel) zubereitet. Wer keinen Römertopf hat, kann stattdessen eine große backofenfest Pfanne oder einen Bräter verwenden.
Es gab gebratenen Fasan mit Rosmarinkartoffeln! Ausserdem gab es noch Rotkraut – das ist zwar nicht typisch Toskana, aber es hat sehr gut dazu gepasst.
Den Fasan hatten wir beim Metzger unseres Vertrauens bestellt, der Fasan selbst stammt aus Frankreich.


Fasan vorher und nachher


Fagiano arrosto


Zutaten
(Für 2 Personen)
1 junger Fasan (etwa 900 g)
100 g roher Schinken
5 große, dünne Scheiben fetter Speck (Lardo)
10 g getrocknete Steinpilze
6-8 Salbeiblättchen
1 Esslöffel frischer Rosmarin (oder ½ Esslöffel getrockneter)
200 g Crème double (oder Sahne)
  2 cl Weinbrand
  1/8 Liter (= 125 ml) Wildfond (aus dem Glas)
  2 Knoblauchzehen
  3 Esslöffel Olivenöl
  ½ Teelöffel Wacholderbeeren
  Salz
  Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung
10 g getrocknete Pilze in 2 cl Weinbrand einweichen. Den Römertopf 10 Minuten wässern.
Fasan innen und außen unter fließendem Wasser abspülen, gut abtrocknen.
2 Knoblauchzehen mit ½ Teelöffel Wacholderbeeren und 1 Prise Salz im Mörser fein zerreiben. Rohen Schinken in kleine Würfelchen schneiden. Pilze abtropfen lassen, fein hacken den Weinbrandsud auffangen und beiseite stellen. 1 Esslöffel Rosmarinnadeln fein hacken. Pilze mit klein geschnittenem Schinken, zerdrückten Wacholderbeeren und Knoblauch, Rosmarin und Salbeiblättchen mischen.
Fasan innen mit Pfeffer ausreiben, mit der vorbereiteten Mischung füllen. Mit Rouladennadeln schließen oder mit Küchenzwirn zunähen. Außen leicht salzen und pfeffern.
Die Brustpartie vom Fasan mit den Speckscheiben abdecken und mit Küchenzwirn festbinden.
In einer großen Bratpfanne (oder Bräter) 3 Esslöffel Olivenöl erhitzen. Fasan hinein geben und rundum kräftig anbraten. Mit dem aufgefangenen Pilzsud übergießen, Sud verdampfen lassen. Danach den Fasan mit dem Bratfett in den gewässerten Römertopf geben (oder in der Pfanne / im Bräter lassen) und diesen in den Backofen  schieben, Temperatur auf 220 °C einstellen. Den Fasan 20 Minuten braten, nach 10 Minuten einmal wenden.

Den Römertopf aus dem Ofen holen, die Speckscheiben entfernen. Fasan mit der Brust nach oben wieder in den Römertopf legen und 1/8 Liter Wildfond angießen. In etwa 20 Minuten fertig braten. Dabei häufig mit dem Bratensaft beträufeln.
Fasan herausnehmen, abgedeckt warmhalten. Den Bratensaft in die Pfanne geben bzw.  die Pfanne / den Bräter auf die  die Herdplatte stellen, Sahne angießen und kräftig einköcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Fagiano arrosto 6


Patate Arrosto


Zutaten
250 ml natives Olivenöl extra
1 kg mehlig kochende Kartoffeln, geschält und in 2 cm große Würfel geschnitten
3 Knoblauchzehen
2 Esslöffel frische Rosmarinnadeln

Zubereitung
Den Backofen auf 180 °C vorheizen. In der Zwischenzeit das Olivenöl in einem Bräter bei mittlerer Temperatur auf dem Herd erhitzen. Kartoffeln, Knoblauch und Rosmarin hinzufügen. Alles gründlich mischen, damit die Zutaten vom Öl überzogen werden. Den Bräter in den Backofen stellen und die Kartoffeln etwa 40 Minuten unter häufigem Umrühren braten, bis sie goldbraun sind
Den Bräter aus dem Ofen nehmen, Die Kartoffeln mit einem Schaumlöffel herausheben und kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Auf einer vorgewärmten Platte anrichten und servieren.



Fagiano arrosto – Roasted pheasant Tuscany style


Ingredients
(for 2 persons)
1 young pheasant (about 900 g)
100 g raw ham
5 large, thin slices of fatty bacon (Lardo)
10 g dried porcini
6-8 fresh sage leaves
1 tablespoon resh rosemary (or ½ tablespoon dried)
200 g Double Cream (or Cream)
2 cl brandy
1/8 litre (= 125 ml) game consommé (from the jar)
2 cloves of garlic
3 tablespoons olive oil
½ teaspoon juniper berries
Salt
Pepper from the mill

Preparation
Soak 10 g of dried porcini in 2 cl of brandy. Water a clay pot for 10 minutes. Rinse pheasant inside and outside under running water, dry well. In the mortar, crush 2 cloves of garlic with ½ teaspoon of juniper berries and 1 pinch of salt. Cut the ham into small cubes. Drain the mushrooms, collect the brandy stock and set aside. Finely chop the porcini and also finely chop 1 tablespoon of rosemary leaves. Mix mushrooms with chopped ham, crushed juniper berries and garlic, rosemary and sage leaves.
Rub the pheasant inside with pepper, then stuff with the prepared mixture. Close with roulad needles or sew with kitchen twine. Lightly salt and pepper the pheasant on the outside. Cover the chest area of the pheasant with the bacon slices and fasten with kitchen twine. Heat 3 tablespoons of olive oil in a large frying pan (or a roaster) and vigorously fry the pheasant in it all around. Pour with the brandy stock, let the broth evaporate. Then put the pheasant with the frying fat in the watered clay pot (or leave in the pan/roaster) and put it into the oven, set the temperature to 220 °C = 428 °F. Roast the pheasant for 20 minutes, turn after 10 minutes.
Take the clay pot out of the oven, remove the bacon slices. Place the pheasant with the chest up back into the clay pot and pour 1/8 litre of game consommé. Roast for another 20 minutes while  frequently sprinkling with the drippings. Remove the pheasant, cover and keep warm. Pour the drippings into the pan or put the roaster onto the stove, add the cream and bring to a boil. Season with salt and pepper.


Patate Arrosto


Ingredients
250 ml extra virgin olive oil
1 kg floury potatoes, peeled and cut into 2 cm sized cubes
3 cloves of garlic
2 tablespoons of fresh rosemary leaves

Preparation
Pre-heat the oven to 180 °C = 356 °F. Meanwhile, heat the olive oil in a roasting pan over medium heat on the stove. Add the potatoes, garlic and rosemary. Mix everything thoroughly so that the ingredients are coated with the oil. Put the roaster into the oven and roast the potatoes for about 40 minutes, stirring frequently, until golden brown. Remove the roaster from the oven, lift out the potatoes with a slotted spoon and drain briefly on kitchen paper. Arrange on a warmed platter and serve.

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Feierabend-Cocktailzeit: Campari Champagner

Campari-Champagner-Cocktail


Jetzt kann man abends oft wieder draußen sitzen und die Sonne genießen. Das heißt, Freitagabend ist Cocktailzeit!
Es darf gechillt werden…


Campari2


Das Markgräflerland ist die Toskana Deutschlands, warum also nicht mit einem italienisch anmutenden Cocktail zur Einstimmung auf das Wochenende: Campari Champagner.
Statt Champagner haben wir jedoch einen badischen Winzersekt in Glas gemogelt.


Campari Champagner


Zutaten:
• 3-4 cl Campari
• 1 Spritzer Grand Marnier (oder Cointreau)
• Spritzer von einer Zitronenscheibe
• Winzersekt

Campari und Grand Marnier in einen Sektkelch geben, mit Zitronenscheibe abspritzen und mit Winzersekt/Champagner auffüllen.


Campari Cocktail 2


Campari Champagne


Ingredients
3-4 cl Campari
1 dash of Grand Marnier (or Cointreau)
 1 slice of lemon
Winzersekt

Give Campari and Grand Marnier  in a champagne glass, slightly squeze lemon slice and add to the glass. Fill up with sparkling wine / champagne.

 

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Samstagseintopf: Trippa alla Fiorentina – Sulz oder Kutteln nach Florentiner Art

Trippa alla Fiorentina 6


Fastenzeit ist Kuttel-Zeit!

Im vergangenen Jahr gab es hier im Blog „Geröstete Sulz (Kutteln, Kaldaunen) mit Brägele (Bratkartoffeln)” wie sie hier im Markgräflerland serviert werden.


Sulz 1
Geröstete Sulz mit Brägele


Und vor längerer Zeit standen auch schonmal Saure Sulz/Kutteln auf dem Speiseplan.


Sulz5
Saure Kutteln


Vergangenens Jahr hatte ich mir dann auch vorgenommen, einmal die italienische Variante aus der Toskana, genauer gesagt aus Florenz nachzukochen – denn das Markgräflerland wird ja oft auch als „Toskana Deutschlands” bezeichnet. Da sollte man doch einmal einen Vergleich anstellen, oder nicht?


Florenz8
Blick auf Florenz


In Florenz isst man üblicherweise sehr gerne Kutteln.
Die berühmteste und älteste Spezialität der toskanischen Küche ist tatsächlich die„Trippa alla Fiorentina”, eine kräftige Suppe mit Kutteln (Trippa) und viel Gemüse – und nicht etwa das als „Bistecca alla Fiorentina” bekannte Riesensteak!

Früher haben die armen Leute ihren Hunger mit diesem preisgünstigen und nahrhaften Gericht gestillt und noch heute ist es in der Toskana sehr beliebt.
Und das nicht nur bei den armen Leuten, sondern in allen Gesellschaftsschichten.
Man findet diese Speise sowohl in der Alltagsküche der Florentiner als auch auf den Speisekarten der Restaurants wieder.


Florenz5


Und hier gibt es die Kutteln sogar als Street-Food!
Zwischen zwei Brötchenhälften geklemmt, nature mit Salz und Pfeffer oder mit milder grüner oder pikanter roter Sauce serviert sind dort die Kutteln immer noch populärer als Pizza, Hamburger  oder Döner!
Die Kuttelverkäufer (Trippai) findet man mit ihren Wägen meist auf den Plätzen der Stadt und in der Nähe von Märkten.

Und jetzt gibt es endlich einmal die Trippa alla Fiorentina als Samstagseintopf.

Man sagt, es sei die feinste Art, Kutteln zuzubereiten.
Wichtig ist, dass man dafür eine gute Fleischbrühe verwendet – am besten ist natürlich die selbst gekochte.
Ansonsten braucht man nur wenige Zutaten: Zwiebel, Karotte und Sellerie, die in Olivenöl gedünstet werden – also ein für die italienische Küche typisches Soffritto.

Den letzten Schliff bekommen die Florentiner Kutteln allerdings von zwei Zutaten, die eigentlich gar nicht zur toskanischen Küche gehören:
Butter und Parmesan, beides Produkte aus aus der Milchwirtschaft in der Poebene. Paradox – aber gut.


Trippa alla Fiorentina 8


Trippa alla Fiorentina – Kutteln nach Florentiner Art


Zutaten
für 4 Personen

• 1 rote Zwiebel
• 1 Karotte
• ½ Stange Staudensellerie
• 6 Esslöffel Olivenöl
• 2 geschälte Tomaten
• Salz
• Pfeffer
• 500 g Kutteln (in Streifen geschnitten, ca. ½-1 cm breit und 5 cm lang)
• ½ Liter Fleisch- oder Knochenbrühe
• 1 Gewürznelke
• 50 g Butter
• 70 g geriebener Parmesan

Zubereitung
Zwiebel abziehen und fein hacken. Karotte waschen und schälen, in feine Würfel schneiden. Staudensellerie waschen und ebenfalls in feine Würfel schneiden.
In einem großen Topf Olivenöl erhitzen und das Gemüse darin andünsten, bis es leicht angebräunt ist.

Dann die Tomaten hinzufügen, mit einer Gabel zerdrücken. Das Gemüse mit Salz würzen und bei geringer Hitze ein paar Minuten kochen.
Die Kutteln und die Gewürznelke dazu geben, alles mischen. Die Fleischbrühe angießen, sodass die Kutteln damit bedeckt sind.

Etwa 40 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Die Nelke entfernen.
Vor dem Servieren mit Butter und geriebenem Parmesankäse mischen. Mit Pfeffer aus der Mühle würzen.


Trippa alla Fiorentina 7


Trippa alla Fiorentina – Tripe Florentine

Ingredients
(for 4 people)

1 red onion
1 carrot
½ celery stalk 
6 tablespoons olive oil
2 peeled tomatoes
Salt
Pepper

500 g tripe (cut into strips about ½-1 cm wide and 5 cm long)
½ litre of beef or bone broth
1 clove
50 g butter
70 g grated Parmesan cheese

 

Preparation

Peel onion and chop finely. Wash and peel carrots and finely dice. Wash celery and also finely dice.
In a large saucepan, heat olive oil and saute the vegetables in it until slightly brown.

Then add the tomatoes, mash with a fork. Season the vegetables with salt and cook for a few minutes over low heat.
Add the tripe and the clove, mix. Pour broth so that the tripe is covered.

Let simmer for about 40 minutes over low heat. Remove clove.
Before serving, mix with butter and grated Parmesan cheese. Season with freshly ground pepper.

 

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Africani – Feines Gebäck aus der Toskana (glutenfrei)

Africani 1

Vor ein paar Jahren war die Markgräflerin über Ostern in der Toskana unterwegs und hatte sich ein kleines Büchlein mit süßen Rezepten aus der Toskana als Souvenir mit nach Hause gebracht.
Gebacken wurde daraus noch nicht viel und jetzt fiel es mir wieder ein…

Africani heißen diese, an Pralinen erinnernden, zart-luftigen Gebäckteilchen, die am besten in Begleitung von einem Likörchen (Eierlikör), Vin Santo oder Limoncello schmecken.

Africani 2

Africani

200 g Zucker
6 Eigelb
40 g Butter
Mandelöl

Die Eigelb mit dem Zucker schlagen und am Schluss die Butter zufügen; der Teig muss glatt und dickflüssig werden. Kleine Papiertütchen (wie für Pralinen) mit Mandelöl einpinseln und die Masse hineingeben, dann bei mittlerer Hitze (150 °C  – 180 °C) backen, bis sie richtig schön braun sind. Das dauert etwa 15 Minuten.

***

Africani 4

A few years ago, I spent Easter in Tuscany and had brought a little book with sweet recipes from Tuscany as a souvenir back home.
This Easter I realised that I haven’t tried almost any recipe of this booklet so now I’m finally coming back on it …

Africani are delicate, airy pastries, that taste best when accompanied by an eggnog, Vin Santo or limoncello.

Africani 3

Africani

200 g sugar
6 egg yolks
40 g butter
almond oil

Beat the egg yolks with the sugar and finally add the butter. The dough should be smooth and thick. Brush small paper cases (as for chocolates) with almond oil and pour in the batter, then bake at medium heat (302 °F- 356 °F) until they are browned. This takes about 15 minutes.

 

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Samstagseintopf: Zuppa di Farro – Dinkelsuppe aus der Toskana

Dinkelsuppe 2
Ja – der Frühling kommt mit Riesenschritten. Zwar ist es nachts und am frühen Morgen noch knackig kalt, aber endlich gibt es Sonnenschein und zweistellige Temperaturen. Und langsam packt die Markgräflerin wieder Rezepte aus dem sonnigen Süden aus.
Die Gartensaison hat gerade angefangen. Die Hecken sind runtergeschnitten, und ganz langsam kann man sich ans Rüsten der Beete für die neue Kräutersaison machen.
Mein Rosmarinbusch steht geschützt an einer Wand und hat den Winter sehr gut überstanden.
Als Samstagseintopf gibt es heute eine sättigende Dinkelsuppe. Denn wenn man so im Garten arbeitet, braucht man auch eine kräftige Stärkung…
Den Dinkel habe ich schon am Vorabend mit Wasser eingeweicht (ca. 12 Stunden zugedeckt quellen lassen!)

Dinkelsuppe 1

Zuppa di Farro – Dinkelsuppe

Für 3-4 Personen

200 g Dinkel
1-2 Esslöffel natives Olivenöl extra
1 kleine Zwiebel, gehackt
2 Knoblauchzehen, gehackt
1 Zweig frischer Rosmarin
200 g Eiertomaten, enthäutet und in Würfel geschnitten
(ersatzweise Dosentomaten)
1 Prise Fenchelsamen
1 – 1½ Liter leichte Hühnerbrühe

Den Dinkel in einer Schüssel mit Wasser bedecken und 12 Stunden quellen lassen. Anschließend durch ein Sieb abgießen und beiseite stellen.
In einem großen Topf das Olivenöl bei niedriger Temperatur erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Rosmarin hinzufügen und etwa 5 Minuten andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind.
Dinkel, Tomaten, Fenchelsamen und Brühe dazugeben und alles langsam zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, den Deckel auflegen und die Suppe 2 Stunden auf niedrigster Stufe köcheln lassen. Bei Bedarf während dieser Zeit noch ein wenig Wasser oder Brühe hinzufügen.

Dinkelsuppe 3

Zuppa di Farro – Spelt Soup

For 3-4 people

200 g spelt
1-2 tablespoons extra virgin olive oil
1 small onion, chopped
2 cloves garlic, minced
1 sprig fresh rosemary
200 g plum tomatoes, peeled and cubed
(may be substituted by canned tomatoes)
1 pinch of fennel seeds
1 – 1½ litres of light chicken broth

In a bowl, cover the spelt with water and allow to swell for 12 hours. Then strain through a sieve and set aside.
Heat the olive oil in a large saucepan at low temperature. Add onions, garlic and rosemary and sauté for about 5 minutes, until the onions are translucent.
Add tomatoes, fennel seeds and broth and slowly bring to a boil. Reduce the heat, cover the pan and let the soup simmer on the lowest level for 2 hours. If needed, add a little water or broth while cooking.

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Geröstete Sulz (Kutteln, Kaldaunen) mit Brägele

Sulz 1
Sulz, so werden im Markgräflerland die Kutteln genannt. Und es ist gerade wieder Saison dafür.
Sulz ist eine typische Fasten- oder Freitagsspeise, denn obwohl die Kutteln vom Tier stammen (Rinder- oder Kalbsmagen) werden sie von jeher nicht zum Fleisch gezählt.
In nördlicheren Gefilden sind Innereien wie Leber („Suuri Leberle”), Nieren und Sulz eher selten anzutreffen. Aber im Süden („…das Markgräflerland – die Toskana Deutschlands … und: wo der Süden beginnt…”) haben sie oft eine lange Tradition.

Auch in der Toskana sind sie äusserst beliebt. Zum Beispiel die „Trippa alla Fiorentina” aus Florenz, ein preiswertes und nahrhaftens Gericht aus Kutteln, Gemüse und Fleischbrühe, das zum Schluss – eigentlich für die toskanische Küche unüblich – mit reichlich Butter und geriebenem Parmesan  verfeinert wird. Aber darauf komme ich irgendwann später nochmal zurück.

Beim Metzger unseres Vertrauens gab es neulich auch wieder Sulz. Bisher kannte ich als Zubereitungsart nur die saure Sulz / saure Kutteln.

Sulz6

Und nun habe ich mich an eine zweite Variante gewagt – geröstete Sulz. Dazu serviert man Brägele (Bratkartoffeln) oder Brot und Salat.

Sulz 3
Geröstete Sulz

500 g weichgekochter Rindermagen, in dünne Streifen geschnitten
40 g Butterschmalz
1 Zwiebel
etwas trockener Weißwein, z. B. Chardonnay
aus dem Markgräflerland
Salz, Pfeffer
Petersilie oder Schnittlauch zum Bestreuen

Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Das Butterschmalz erhitzen. Die Zwiebeln darin andünsten, Sulz dazugeben und rösten, bis alles Wasser verdampft und die Sulz goldgelb ist.

Sulz 2
Dabei immer wieder umrühren, weil die Sulz schnell am Pfannenboden ansitzt. Einen Schuss Weißwein dazugeben.
Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Petersilie oder Schnittlauch bestreuen.

Braegele

Mit Brägele und Salat servieren.

Zum Brägele Rezept geht es hier: Bibeleskäs und Brägele

***

Sulz, is what we call the tripe in my area the Markgraeflerland. And it is just in  season at the moment.
Sulz is a typical fasting or Friday dish, because although the tripe is made from animals (beef or veal stomach) they are not counted for meat.
In most northern regions innards / offal such as liver („Suuri Leberle“), kidneys and Sulz/tripe are rather rare. But in the South („… the Markgräflerland – the Tuscany of Germany … and: where the South begins …“), they often have a long tradition.
In Tuscany, they are extremely popular. For example, the „tripe alla fiorentina“ of Florence, an inexpensive and nutritional dish of tripe, vegetables and meat broth, which in the end – which is really unusual for Tuscan cuisine -is refined with plenty of butter and grated Parmesan cheese. But I will come back to that sometime later on.

At the butcher we trust the other day there was Sulz/tripe. So far, I knew only the preparation for Sour Sulz / sour tripe (see picture above-with onions, tomatopaste and white wine).
Today I tried another typical recipe – which is roasting the tripe in a pan – with onions and white wine, again but without the tomatoes.
There are German fried potatoes (Bratkartoffeln or Brägele, as we say) and lettuce on the side – you’ll find a recipe for the potatoes in English here: Bibeleskäs und Brägele

Roasted Sulz / Tripe

500 g soft boiled beef stomach, cut into thin stripes
40 g ghee
1 onion
some dry white wine, such as Chardonnay
from the Markgraeflerland
salt and pepper
parsley or chives for sprinkling

Peel the onion and chop finely. Heat the ghee in a pan. Sauté the onions, add the tripe. Roast until all liquid has evaporated and the tripe is golden.
Stir again and again because the tripe tends to quickly sticking to the bottom of the pan. Pour a dash of white wine.
Season with salt and pepper. Sprinkle with parsley or chives.

 

 

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Grünkohl / Federkohl: Pasta mit Pesto (zufällig vegan)

Gruenkohl 3
Nein, keine Angst! Die Markgräflerin wird nicht plötzlich zur Veganerin.
Mir ist erst später aufgefallen, dass weder im Grünkohlpesto noch in der Pasta irgendwelchen tierischen Erzeugnisse sind – kein Käse, kein Ei (vorausgesetzt man verwendet wirklich nur die original italienische Pasta mit Hartweizengrieß, Wasser und Salz). Und man vermisst nichts.

Das Rezept für das Pesto stammt aus Italien. In der Toskana hat das Kochen mit Kohl eine lange Tradition. Das Pesto wird dort gerne mit Pasta gegessen oder es werden Gemüsesuppen (Minestrone) damit verfeinert oder man bestreicht geröstete Brotscheiben damit (Crostini). Normalerweise besteht es nur aus Grünkohl, Knoblauch, Salz und Olivenöl. Ich habe dann doch noch eine Markgräfler Variante daraus gemacht, und eine Handvoll geröstete Walnusskerne hinzugefügt. Ein Träumchen….
Man kann das Pesto übrigens auch mit anderen Kohlsorten zubereiten: Weiß-, Rot-, Schwarz- oder Wirsingkohl sind ebenso geeignet.

Gruenkohl 1
500 g Grünkohl reichen für etwa zwei Marmeladengläser Pesto. Das Pesto hält sich mit etwas Olivenöl bedeckt und im Kühlschrank aufbewahrt etwa 1 Woche.

Gruenkohl 4

 Grünkohl-Pesto

500 g Grünkohl (Federkohl)
4 Knoblauchzehen
ca. 150 ml Olivenöl
Meersalz
eine Handvoll Walnusskerne, in der Pfanne geröstet

Den Grünkohl waschen, abtropfen lassen und die harten Strunkteile entfernen. Die Grünkohlblätter in kochendes, gesalzenes Wasser geben und 15 Minuten weich kochen.
Herausnehmen, in ein Sieb geben und gut ausdrücken.
Knoblauchzehen schälen und zusammen mit den gerösteten Walnusskernen, etwas Salz, Olivenöl und Grünkohl im Mixer pürieren.
In Marmeladengläser mit Schraubdeckel oder Schnappverschluss füllen, mit einer dünnen Schicht Olivenöl bedecken und verschließen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Gruenkohl 5-3

Gruenkohl 6Pasta mit Grünkohl-Pesto und gerösteten Walnüssen

Pasta nach Packungsanweisung al dente Garen. Vom Pasta-Kochwasser eine Schöpfkelle voll entnehmen und Beiseite stellen.
Die Pasta in ein Sieb abschütten und wieder in den Topf geben. Nach Belieben Pesto hinzufügen und ein wenig von dem Kochwasser, gut mischen und mit gehackten, gerösteten Walnusskernen bestreut servieren.

Gruenkohl 7

Kale Pesto (vegan)

500 g kale
4 cloves of garlic
150 ml olive oil
sea salt
a handful of walnuts, toasted in a pan

Wash the kale, drain and remove the hard stalk parts. Add the kale leaves into boiling, salted water and cook for 15 minutes until soft.
Lift the kale out of the water with a slotted spoon, place in a colander and squeeze the kale.
Peel the garlic cloves and mix together with the toasted walnuts, some salt, olive oil and kale in a blender.
Fill in jam jars with screw or snap closure, cover with a thin layer of olive oil and seal. Store in the refrigerator and use within a week.

Pasta with kale pesto:

Prepare pasta according to package directions until al dente. Put aside one ladle full of cooking water.
Drain the pasta in a colander and pour back into the pot. Add pesto to taste and a little of the cooking water, mix well and serve sprinkled with chopped, toasted walnuts.