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Wollschwein-Kotelett, ein Ausflug in den Tierpark „Lange Erlen” und Pro Specie Rara Markt

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Kotelett vom Wollschwein mit Süßkartoffel-Puffern und Pfifferling-Rahmsauce

Am ersten September-Sonntag war es draußen nochmal wunderschön, sonnig und heiß. Der Markgräfler und die Markgräflerin hatten beschlossen, einen Ausflug zu machen. Der „Tierpark Lange Erlen” am Rande von Basel stand schon sehr lange auf unserer Liste und deshalb beschlossen wir, dorthin zu fahren.
Ein Parkplatz in der Nähe war nicht zu finden, deshalb haben wir unser Auto auf dem Parkplatz des Laguna Badelandes in Weil am Rhein abgestellt und sind über einen Teil des ehemaligen Landesgartenschau Geländes und über Feldwege und grüne Grenze und an dem Flüsschen Wiese entlang zum Tierpark gewandert.

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Blumen am Rande von Weil am Rhein

  Weil am Rhein – man findet nur noch wenige Spuren der Landesgartenschau „Grün ’99“

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Blick auf den Sendeturm St. Chrischona

Lange Erlen 2Die Basler nutzen das schöne Wetter um sich in der Wiese abzukühlen und ausgiebig zu grillieren.

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Als wir im Tierpark ankamen, wussten wir, warum es keinen Parkplatz mehr in der Nähe gab – der einmal jährlich im Herbst stattfindende Markt von Pro Specie Rara war genau an diesem Tag – ganz zufällig hatten wir uns diesen Sonntag ausgesucht, und dabei wollte ich schon immer mal zu diesem speziellen Markt, bei dem es um seltene gewordene Obst- und Gemüsesorten und auch Tiere geht. Die Stiftung Pro Specie Rara setzt sich für deren Erhaltung ein.

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Und wirklich ganz zufällig hatten wir am Samstag beim Metzger unseres Vertrauens Wollschwein- Koteletts für unser Sonntagsessen besorgt (eigentlich sollte es Saltimbocca mit Kalbfleisch geben, weil der Salbei in meinem Garten so üppig wächst – aber unser Metzger hatte kein Kalb geschlachtet…).
Was glaubt ihr wohl, was wir im Tierpark gesehen haben??? Wollschweine, auch Mangalitza genannt.

Das Kotelett habe ich gesalzen, dann in einer Grillpfanne von beiden Seiten wenige Minuten scharf angebraten und dann in den vorgeheizten Backofen (80 °C) auf einen Platte gelegt, die im Ofen vorgeheizt war. Dann mit der Niedriggarmethode etwa 30 Minuten im Ofen lassen, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 60 °C hat (mit einem Bratenthermometer prüfen). Perfekt gegart und supersaftig.
Dazu gab es Süßkartoffel-Puffer und eine Pfifferling-Rahmsauce:

Die Pilze mit der Pilzbürste säubern. Gehackte Zwiebeln und Knoblauch im Bratensatz in der Pfanne glasig dünsten. Die Pilze dazugeben, mit anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, Nelke und Lorbeerblatt dazugeben, dann reichlich Weißwein angießen.
Bei sanfter Hitze die Flüssigkeit einreduzieren lassen. Lorbeerblatt und Nelke herausnehmen, etwas Butter dazugeben, rühren, bis die Butter geschmolzen ist. Dann mit etwas Sahne verfeinern und mit Petersilie bestreuen. (siehe auch Schweinefilet mit Champignon-Rahmsauce)

Das Rezept für die Süßkartoffel-Puffer folgt in einem separaten Post. man kann auch einfach ein paar Kartoffeln dazu kochen und in Butter anrösten oder frisches Brot und einen Salat dazu servieren.

Wollschwein 5Wenn man die Bilder betrachtet, weiß man, warum diese Tiere ihren Namen tragen – ihr Fell bzw. ihre Borsten sehen tatsächlich ein wenig aus wie Schafwolle.

Wollschwein 8Die Sau hatte gerade Junge…

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Wollschwein mit Apfel in der Schnauze

…und denen war wohl zu warm, die meisten haben geschlafen, munter geworden sind sie erst gegen Abend, zur Fütterung und als die Sonne nicht mehr so runterbrannte.

 Wollschwein 13Wollschwein-Erzeugnisse auf dem Markt von Pro Specie Rara

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Und was gab es sonst noch auf dem Markt zu sehen? Allerlei Sorten Tomaten:

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Lange Erlen 16Natürlich wurde auch etwas zu Essen und Trinken angeboten: Tomatenrisotto mit Ochsenherz-Tomaten oder Ziegen-/Schafs-Hot Dog, Süßmost aus Äpfeln…

Noch Noch mehr Gemüse:

Kartoffeln

Wurzelgemüse

Mediterranes Gemüse

Und noch viel mehr… Brotaufstriche, Käse, Planzen und Deko….

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…es gibt sie wieder in unseren Wäldern: Europäische Wildkatze

Dann gibt es natürlich ganz viele Tiere (überwiegend einheimische und selten gewordene), natürlich auch Fuchs, Hase und Wildschwein, Ziegen, Esel (für die Kinder auch Ponys zum Reiten)….

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Luchs

AEs gibt aber auch Pfauen, die sich hier zu Hause fühlen. Wunderschöne Tiere – ich könnte ihnen stundenlang zusehen.

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Blumenwiese für Schmetterlinge und Bienen

Im Eingangsbereich gibt es noch einen kleinen Versuchsgarten und ein Haus, in dem man einiges über Spinnen, Käfer und Fledermäuse erfahren kann….

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Aus meinem Garten: Ein Amselnest mitten im Rosenstrauch

Amsel bruetet
Die werdende Mutter: Inmitten meiner Louise-Odier-Rose hat ein Amselpärchen ihr Nest gebaut.

Ein kleiner Schnappschuss aus dem Garten: Kürzlich ist mir der rege Flugbetrieb bei meiner Louise-Odier-Rose aufgefallen.

Louise Odier 6

Der Markgräfler hat dann bei genauem Hinschauen ein Amselnest inmitten des Rosenstrauchs entdeckt – durch die Dornen gut geschützt vor Nachbars-Katze. Für die Amsel-Mama ist es der zweite Anlauf in diesem Jahr. Das erste Gelege ist vermutlich dem nasskalten Frühling zum Opfer gefallen. Hoffentlich klappt’s jetzt mit den „Fünflingen“ – der Markgräfler hat fünf Eier im Nest gezählt.

Die gleiche Amselfamilie war schon im vergangenen Jahr auf unserer Terrasse als Untermieter eingezogen, siehe hier.

Dieses Jahr scheint alles anders zu sein. Normalerweise heisst es, dass man Ende Juni ohne Gefahr, brütende Vögel zu stören, die Hecken und Büsche schneiden kann…. Bei der Rose wird ja sowieso nur Verblühtes abgeschnitten…

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Maultaschen mit Kartoffelsalat und eine besondere Tierbegegnung in der Wilhelma

Schwäbische Maultaschen mit Kartoffelsalat

Am Samstag waren der Markgräfler und die Markgräflerin bei den Schwaben – und bei einer ganz besonderen Tierbegegnung. Vor zwei Jahren hatten wir zur Hochzeit einen Gutschein für die Wilhelma in Stuttgart geschenkt bekommen – und wir durften uns ein Tier aussuchen, welches wir näher kennenlernen sollten. Vor etwa 20 Jahren waren wir schon einmal dort und ich war besonders begeistert von den Flusspferden, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als im 40 °C warmen Wasser rumzuliegen und ab und zu mal an Land zu gehen, um zu fressen….Die beiden von damals hatten ganz nett miteinander geschmust und sahen trotz ihrer Größe einfach niedlich aus.

…das Foto von damals – die Flusspferde in der Wilhelma anno 1991…

Flusspferde können ganz schön unangenehm werden – aber die Tierpflegerin war dabei und hatte alles unter Kontrolle – denn die Flusspferde tolerieren normalerweise keine Fremden in ihrer Nähe, ausser man bringt Ihnen ganz besondere Leckerli mit, mit denen man sie füttert. Äpfel sind für Flusspferde Süssigkeiten, wie für uns z. B. Schokolade. Also gibt’s die nur ausnahmsweise – ein Eimer für beide.

Das Flusspferd vorne, das gerade so bereitwillig das Maul aufsperrt, damit möglichst viele Äpfel darin landen ist Rosi, ihr Partner im Hintergrund, der gerade nicht so fresswillig ist,  heisst Mike.

Und hier ist das Video von unserem Abenteuer: