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Adventskalender 2014 – Nr. 16: Suppe mit Küttiger Rüebli, Pastinaken und Pontarlier Anis

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Diese Suppe hätte ich beinahe vergessen…. Beim Aufräumen meiner Fotos habe ich sie wieder gefunden. Deshalb bekommt sie jetzt auch einen Platz im Adventskalender.
Vielleicht wäre diese Suppe etwas für euer Weihnachtsmenü als Vorspeise???

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Küttiger Rüebli‘ sind eine alte, robuste Schweizer Karottensorte, die ursprünglich aus dem Aargauer Dorf Küttigen stammt. Sie gehören zum Sortiment von ProSpecieRara.

Aarau 7Küttiger Rüebli sind eher gross, von konischer Form und weisser Farbe. Ihr Geschmack ist aromatisch, erdig und kaum süss (auf dem Bild im Vordergrund zu sehen).
Ich hatte schon einmal eine Fenchelsuppe mit Pontarlier Anis gemacht, und ich dachte, zu den Rüebli könnte das auch passen. Und ich hatte Recht – das schmeckt sehr lecker!
Ausserdem wärmt die Suppe und ist sehr sättigend.
Die Deko besteht aus einer gekochten, lilafarbenen Urmöhre, von der ein Teil zuvor mit dem Spiralschneider geschnitten wurde.

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Suppe mit Küttiger Rüebli und Pastinaken

500 g Küttiger Rüebli
100 g Pastinaken oder Kartoffeln
2 Esslöffel Butter
1 Zwiebel
750 ml Gemüsebrühe
3 Esslöffel Rahm (Sahne)
2 cl ungezuckerter Pontarlier Anis (Absinth)
Salz und Pfeffer
gehackte Petersilie zum Bestreuen

Das Gemüse waschen, dünn schälen und in Würfel schneiden. Die Zwiebeln abziehen, fein hacken.
Butter in einem Topf zerlassen und zuerst die Zwiebeln darin glasig dünsten, dann das Gemüse dazugeben und einige Minuten unter Rühren mitdünsten. Die Gemüsebrühe langsam angießen und 20 Minuten köcheln lassen.
Anschließend pürieren, den Rahm dazugießen und nochmal kurz aufkochen lassen. Pontarlier Anis untermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen.

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The Swiss „Küttiger“ carrots are rather large, conical in shape and their colour ist white! Their taste is aromatic, earthy and not sweet.
I had already made a fennel soup with Pontarlier Anis, and I thought that with the white carrots that could also be used. And I was right – it tastes delicious!
This is a warming soup and also very filling.
The decoration consists of a cooked purple Urmöhre (ancient carrot), part of which was previously cut with a spiral cutter.

White Carrot and parsnip soup Pontarlier Anis

500 g white carrots (Küttiger Rüebli)
100 g parsnips or potatoes
2 tablespoons butter
1 onion
750 ml vegetable stock
3 tablespoons cream
2 cl unsweetened Pontarlier anise (Absinthe)
salt and pepper
chopped parsley for sprinkling

Wash the vegetables, peel thinly and cut into cubes. Peel the onions and chop finely.
Melt the butter in a pan and fry the onions in it first until glassy, then add the vegetables and sauté for a few minutes while stirring. Pour the vegetable stock and simmer slowly for 20 minutes.
Then puree, pour cream and bring to a boil again. Mix in Pontarlier Anis and season to taste with salt and pepper.
Before serving, sprinkle with parsley.

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Adventskalender 2014 – Nr. 4: Totenbeinli nach Adele Duttweiler

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Heute habe ich ein ganz besonderes – wenn auch etwas makaberes – Gebäck für euch. Es handelt sich um ein Originalrezept aus der Schweiz aus dem Jahre 1912.
Adele Duttweiler, die Gattin von Gottlieb Duttweiler, dem Gründer der Migros. Sie hatte das Rezept damals als 20-jährige an der Kochschule aufgeschrieben.
Das Rezept wurde ab den 1930er Jahren als Vorlage für die Produktion der berühmten Totenbeinli (Bâtonnets aux noisettes) verwendet.
Traditionell hat man früher dieses Gebäck bei Abdankungen den Trauergästen angeboten, und daher soll auch die alte deutsche Bezeichnung „Totenbeinli” stammen.
Das Gebäck ist aber nicht nur in der Schweiz bekannt und äußerst beliebt – bei uns in Deutschland sind Sie am Hochrhein weit verbreitet.
Mich erinnern sie geschmacklich und von der Konsistenz her an italienische Cantuccini und sie eignen sich sehr gut als süße Knabberei zum Kaffee. Ein italienischer Vin Santo oder ein trockener Sherry, aber auch ein trockener Gutedel passen bestimmt hervorragend.

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Für das Rezept braucht man ganze, geröstete Haselnüsse (200 g). Hierfür die geknackten Haselnüsse auf ein Backblech geben, im Ofen bei 150 °C Umluft etwa 15-20 Minuten rösten. Dabei aufpassen, dass die Nüsse nicht zu dunkel werden. Wenn die Häutchen aufplatzen, kann man sie aus dem Ofen nehmen. Man gibt sie dann in ein Küchentuch und rubbelt die Nüsse damit aneinander, damit sich die braunen Häutchen lösen. Nach Möglichkeit macht man das irgendwo im Freien – die Häutchen landen dabei nämlich überall!

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Originalrezept für Totenbeinli, aufgeschrieben von Adele Duttweiler

 Totenbeinli

250 g Zucker
3 Eier
abgeriebene Schale ½ unbehandelten Zitrone
200 g geröstete, ganze Haselnüsse
1 Messerspitze Hirschhornsalz (Triebsalz)
250 g Mehl

Schlage in einer Schüssel ½ Pfund feinen Zucker mit 3 Eiern + einer halben fein gehackten Zitronenschale schaumig, mische hierauf 200 g geröstete, ganze Haselnüsse darunter sowie eine Messerspitze Hirschornsalz und ½ Pfund Mehl. Walle diesen Teig auf dem mit Mehl besträuten Tisch aus zu einem Stück von 1 cm Dicke, schneide dasselbe in 1 cm breite Streifen von ca. 12 cm Länge. Gebe diese Stücke so auf ein Backblech , dass sie einander nicht berühren, bestreiche die Oberfläche mit aufgeschlagenem Ei + backe die Totenbeinli im Ofen langsam braun. Sie lassen sich an einem trockenen Ort lange aufbewahren.

Ich habe den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) eingestellt und die Totenbeinli etwa 20 Minuten gebacken.

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Today I have a recipe for very special biscuits for you. The name is a bit macabre – „Totenbeinli” (death men’s bones). This is an original recipe from Switzerland, of the year 1912.
Adele Duttweiler, the wife of Gottlieb Duttweiler, founder of Migros had written down this recipe at cooking school, when she was 20 years old
The recipe was used in the 1930s as a template for the production of the famous Totenbeinli (Bâtonnets aux noisettes).
Traditionally, this pastry was offered to the mourners at funerals, and this is why they were called „Totenbeinli“ in German.
The pastry, however, is not only well-known and very popular in Switzerland but also here in Germany. You‘ ll find them all over the Region Hochrhein (Upper Rhine).
Taste and in consistency remind me of Italian biscotti and make a very nice sweet snack to serve with coffee. An Italian Vin Santo or a dry sherry, but also a dry Chasselas would match perfectly.
For this recipe you’ll need toasted hazelnuts (200 g) which can be prepared as follows:

Put the peeled hazelnuts on a baking sheet, roast for 15-20 minutes in the oven at 150 ° C (302 °F) convection/fan oven. Make sure that the nuts don’t get too dark. When the skins burst, you can take them out of the oven. Put them onto a a kitchen towel and rub the nuts with the cloth, to loosen the brown skin. If possible, do that somewhere outdoors – that makes a lot of mess.

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Totenbeinli
(Bâtonnets aux noisettes)
250 g of fine sugar

3 eggs
Zest of ½ lemon untreated
200 g toasted, whole hazelnuts
1 pinch of
sal volatile (raising agent)

250 g flour

In a bowl, whisk 250 g of fine sugar,  3 eggs + finely chopped lemon zest until fluffy; then fold in 200 g roasted, whole hazelnuts as well as a pinch of sal volatile and 250 g of flour. Roll out this dough on the floured table to a piece of 1 cm thickness, cut stripes with 1 cm in width and about 12 cm in length. Put those pieces on a baking sheet so that they do not touch, brush with with beaten egg. Slowly bake in the oven until golden brown. They can be kept in a dry place for a long time.

I baked it at 180 ° C = 356 °F (top / bottom heat) for about 20 minutes.

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Adventskalender 2014 – Nr. 2 – Nonnettes à l’orange

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2. Dezember – noch ein Mitbringsel vom Martinimarkt in Vevey.
Nonnettes, das sind kleine, lebkuchenartige Küchlein. In Vevey sind die mit Rum getränkten Nonnettes traditionell und besonders beliebt. Ich hatte welche mit Orangenfüllung vom Markt mitgebracht.
Das Gebäck ist sehr saftig und süß…
Später habe ich das Rezept in einem französischen Büchlein mit Lebkuchen-Rezepten gefunden (Le Pain d’épices sous toutes ses formes), welches ich vergangenens Jahr einmal vom Weihnachtsmarkt aus dem benachbarten Ottmarsheim mitgebracht hatte. Und ich habe das Rezept nun zweimal übersetzt. (Französisch in Deutsch und Deutsch in Englisch….)

Vevey 65

Nonnettes à l’orange

150 g Weizenmehl
150 g Roggenmehl
10 g Lebkuchengewürz
10 g Backpulver
75 g Butter
75 g Zucker
200 g Honig
4 g Salz
2 Eier
200 g Milch

Ausserdem:
1 Glas Orangenmarmelade
50 g Puderzucker
15 g Wasser

Die Mehlsorten mit Backpulver und Lebkuchengewürz mischen und in eine Schüssel sieben. In einem kleinen Topf die Butter schmelzen.
In einer Schüssel mit dem Schneebesen nach und nach die geschmolzene Butter, Zucker, Honig, Salz und Eier, Milch und Mehlmischung verquirlen.
Einen Spritzbeutel mit einer 10 mm Tülle mit dem Teig füllen und Muffinförmchen zu 2/3 damit füllen.
Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C für etwa 20 Minuten backen.
Mit einem Holzstäbchen/Zahnstocher  prüfen, ob die Küchlein durchgebacken sind (wenn kein Teig am Holzstäbchen zurückbleibt, sind sie fertig).
Aus Puderzucker und Wasser einen Zuckerguss rühren und mit Hilfe eines Pinsels die noch warmen Küchlein damit bestreichen.
Dann einen Spritzbeutel mit einer 5 mm Tülle mit der Orangenmarmelade füllen und die Tülle etwa 1 cm tief in die Küchlein stecken und jedes mit etwa 1 Teelöffel Marmelade füllen.

Adventskalender 2014_2_1This is another speciality of Vevey, Nonnettes – small cakes with mixed spice and honey – also known in France as a kind of gingerbread. In Vevey the cakes are soaked with rhum which is very popular over there. I brought some Nonnettes back home – they were filled with marmalade (à l’orange).

Nonnettes à l’orange

150 g of wheat flour
150 g rye flour
10 g gingerbread spices (mixed spice)
10 g baking soda
75 g butter
75 g sugar
200 g of honey
4 g salt
2 eggs
200 g of milk

also:
1 glass of marmalade
50 g icing sugar
15 g of water

Mix flour with baking powder and gingerbread spice and sift into a bowl. In a small saucepan, melt the butter.
In a bowl,  gradually mix melted butter, sugar, honey, salt and eggs, milk and flour mixture, using a whisk.
Fill the dough into a pastry bag with a 10 mm socket and fill into muffin cups to 2/3.
Bake in the preheated oven at 160 ° C (320 °F) for about 20 minutes.
Check with a wooden skewer / toothpick if the cakes are baked through (if no dough remains on the wooden stick, they are done).
Prepare a frosting by mixing icing sugar and water. Brush the the still warm cakes with it.
Then fill a pastry bag with a 5 mm socket with marmalade and insert the spout in the center of the cakes, to about 1 cm. Fill each cake with about 1 teaspoon of jam.

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Adventskalender 2014 – Nr. 1: Cuchaule und Moutarde de Bénichon

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Endlich ist es soweit. Das erste Türchen des Adventskalenders darf geöffnet werden.
Heute hat die Markgräflerin eine Spezialität aus der Schweiz für euch.

Cuchaule 4

Mund im Wallis ist bekannt für den Safran-Anbau in der Schweiz. Erntezeit für Safran ist Mitte/Ende Oktober an sonnigen Tagen. Und so überrascht es nicht, dass man nicht allzu weit entfernt eine Spezialität mit Safran bäckt. In Vevey, am Genfersee, gibt es zum Martinimarkt ein Brot mit Safran. Es besteht aus einem lockeren Hefeteig.
Man isst es zum Apéro, bestrichen mit Butter und dem eher süßen Moutarde de Bénichon (Senfspezialität aus Fribourg). Dazu gibt es einen hiesigen Weißwein (Chasselas/Fendant/Gutedel).
Hier sind die Rezepte:

Cuchaule

Cuchaule mit Safran
Ergibt 3 Brote à ca. 500 g

Zutaten:
550 g Milch
10 Safranfäden (ca. 1 Prise)
900 g Weissmehl
20 g Hefe
20 g Salz
100 g Zucker
1 Ei
1 gestrichener TL Sauerteigpulver für Roggenbrot

150 g   Butter, weich
Mehl zum Formen
Ei zum Bestreichen

Zubereitung

1. Am Vortag: Milch mit Safran mischen. Im Kühlschrank zugedeckt ­über Nacht ziehen lassen.

2. Am Zubereitungstag: Safranmilch aus dem Kühlschrank nehmen und auf 18 °C erwärmen oder Raumtemperatur annehmen lassen.

3. Mehl in eine Schüssel geben. Safranmilch, Hefe, Salz, Zucker, Ei und Sauerteigpulver dazugeben. Mit einem Rührgerät ca. 8 Minuten auf niedrigster Stufe kneten.

4. Butter flockenweise beigeben. Teig auf höchster Stufe ca. 5 Minuten kneten, bis er schön geschmeidig ist.

5. Teig zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Zusammendrücken und nochmals 1 Stunde gehen lassen.

6. Den Teig dritteln. Auf wenig Mehl drei Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Brote bei Zimmertem­peratur mit einem Tuch leicht bedeckt ca. 2 Stunden gehen lassen. Mit Ei bestreichen. Im Kühlschrank ca. 30 Minuten ruhen lassen.

7. Backofen auf 170 °C vorheizen. Brote nochmals mit Ei bestreichen. Mit einem scharfen Messer über Kreuz mehrmals sehr fein einschneiden.

8. In der Ofenmitte ca. 40 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Dazu nach Belieben Moutarde de Bénichon servieren.

Cuchaule 2

***

Moutarde de Bénichon

Für 2 Gläser von je ca. 150 ml

1 Esslöffel Senfpulver und ½ dl (50 ml) Weisswein (Chasselas/Fendant oder Gutedel) verrühren, ca. 12 Std. quellen lassen.

2 dl (=200 ml) Wasser, 50 g Kandiszucker, 1 Sternanis, ½ Zimtstange in einem kleinen Topf aufkochen, Hitze reduzieren, ca. 15 Min. köcheln. Sternanis und Zimtstange entfernen.
3 dl (=300 ml) Vin cuit und 2 Esslöffel Mehl verrühren, hinzufügen, unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 10 Min. einkochen, bis die Masse geeleeartig ist.
Senf-Weisswein beigeben, kurz aufkochen. Den dickflüssigen Moutarde de Bénichon siedend heiss in saubere, vorgewärmten Gläser füllen, sofort verschliessen. Gläser mit Schraubdeckel kurz auf den Kopf stellen, auf einem Küchentuch auskühlen lassen. Kühl und dunkel gelagert ist der Moutarde de Bénichon etwa 6 Monate haltbar. Nach dem Öffnen das Glas im Kühlschrank aufbewahren, und rasch konsumieren.

Vin cuit oder Raisinée ist eingedickter Most von Äpfeln und/oder Birnen. Das dickflüssige Konzentrat lässt sich durch Birnendicksaft ersetzen.

***

Vin Cuit selbst herstellen:

1 Liter Apfel- oder Birnensaft, oder eine Mischung aus beiden Säften einkochen, bis nur noch 150 ml zurückbleiben. In saubere Schraubdeckelgläser füllen und auskühlen lassen.

***

Mund in Valais, Switzerland is known for its saffron cultivation in Switzerland. Harvest time for saffron is mid / late October on sunny days. And so it is not surprising that not too far away from this area there is a specialty with the ingredient saffron. In Vevey, on Lake Geneva, there is a market (Saint Martin Market) in November, where they traditionally bake a bread with saffron. It consists of a fluffy dough.
It is eaten as an aperitif, spread with butter and the rather sweet Moutarde de Bénichon (mustard specialty from Fribourg). It is accompanied by a local white wine (Chasselas / Fendant).
Here are the recipes:


Cuchaule with saffron
Makes 3 loaves, each 500 g

ingredients:
550 g of milk
10 saffron threads (about 1 pinch)
900 g white flour
20 g of yeast
20 g of salt
100 g sugar
1 egg
1 level teaspoon sourdough powder for rye bread

150 g butter, softened
flour to form
egg for brushing

preparation

1. The day before: Mix milk with saffron. Cover, put in the refrigerator and leave to rest overnight.

2. On the day of preparation: take saffron milk from the refrigerator and allow to warm to 18 ° C or let come to room temperature.

3. Place flour in a bowl. Add saffron milk, yeast, salt, sugar, egg and sourdough powder. With a mixer and knead for about 8 minutes on the lowest level.

4. Add Butter in flakes. Knead into the dough at the highest level for about 5 minutes until it gets smooth.

5. Cover and leaven for about 1 hour. Compress and leafen again for 1 hour.

6. Divide the dough into three parts. Form three balls using only little flour. Place on a baking sheet lined with baking paper. Cover with a cloth and leaven for about 2 hours at room temperature. Brush with egg and place in the fridge for about 30 minutes.

7. Preheat the oven to 170 ° C. Brush the bread with egg, again. With a sharp knife, very finely cut crosswise several times.

8. Bake in the middle of the oven for about 40 minutes. Let cool on a wire rack. Serve with Moutarde de Bénichon.

***

Moutarde de Bénichon

For 2 glasses of approx 150 ml

Mix 1 tablespoon mustard powder and ½ dl (50 ml) white wine (Chasselas / Fendant), leave to swell for approx. 12 hours.

In a small pot, bring to a boil 2 dl (= 200 ml) water, 50 g rock candy, 1 star anise, ½ cinnamon stick, reduce heat, let simmer for about 15 minutesRemove star anise and cinnamon stick.
Mix 3 dl (= 300 ml) vin cuit and 2 tablespoons of flour, add into the pot and boil over medium heat for about 10 minutes while stirring occasionally. Boil until the mixture looks like jelly.
Add mustard and white wine, bring to the boil. Fill the hot and viscous Moutarde de Bénichon into clean, pre-heated jars (screw cap) and close immediately. Place the jars upside down for a few minutes, turn and leave to cool on a kitchen towel. Stored in a cool and dark place, the Moutarde de Bénichon can be preserved for about 6 months. Keep the jar after opening in the refrigerator and consume quickly.

Vin cuit or Raisinée is thickened Most of apples and / or pears. The viscous concentrate can be replaced by thickened pear juice.

Homemade Vin Cuit:

Boil 1 liter of apple or pear juice, or a mixture of both juices,  thicken until only 150 ml remain. Fill into clean jars with screw cap and seal.

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Ein Besuch in Vevey am Genfersee

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Würde man es nicht dazu schreiben, dass wir hier am Genfersee, bzw. dem Lac Léman sind, würde man meinen, man sei irgendwo am Meer.

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Vevey ist nicht nur der Ort, an dem sich der Hauptsitz des Nestlé Konzern befindet, sondern er ist auch die Partnerstadt von Müllheim/Baden, meiner Heimatstadt.

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Auf den ersten Blick haben die beiden Orte nicht viel gemeinsam – aber wenn man genauer hinsieht….
O. k. wir haben nur einen kleinen Teich im Bürgerhaus-Park, aber wir sind auch von Reben umgeben und aus der Gegend um Vevey hat unser Markgraf von Baden einst den guten Wein mitgebracht: Den Gutedel, der am Genfersee auch Chasselas oder Fendant genannt wird.
Weitere Gemeinsamkeiten: Hier gibt es Berge, ein mildes Klima und gutes Essen.

Die Markgräflerin hatte diesen Besuch schon lange auf ihrer „To See” – Liste, denn einmal im Jahr, am zweiten Dienstag im November findet ein bunter Jahrmarkt statt – der Martinimarkt.

Diese Tradition in Vevey aus dem Mittelalter, die von den Savoier Herzögen eingeführt wurde, bot den Anwohnern des Léman-Sees die Möglichkeit, auf dem Markt einen Tag lang zu handeln, ohne einer Steuer unterworfen zu sein. Das Fest Sankt Martin – ein Fest des Teilens und der Solidarität, aber auch ein Fest der guten Geschäfte und des Wiedersehens unter den Erdarbeitern, den Arbeitern auf dem Flachland, am Berg und denen im Weinberg – kündigt bei uns den Winter mit Überfluss, Feiern und guter Laune an. Heute ist der Sankt-Martinsmarkt eine Veranstaltung des Veveyer Herbsts. Es kommen immer mehr Händler und Kunden und die Atmosphäre ist sehr gemütlich. Neben den traditionellen Küchlein gibt es dort viele kulinarische Spezialitäten (…)
Quelle: http://www.myswitzerland.com

Dieses Jahr fiel der 11. November, der Tag des Heiligen Sankt Martin sogar auf diesen Tag. Der örtliche Busunternehmer in Müllheim, die Firma Will, bietet diese Fahrt jedes Jahr in seinem Ausflugsprogramm an. Die Markgräflerin hatte sich dieses Jahr endlich einmal einen Tag frei genommen, um teilzunehmen.

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Mit dem Bus fuhren wir dann also in Richtung Basel und dann auf der A1, dem Schild Lausanne folgend und zum Schluss auf der A12, vorbei an Fribourg und am Lac de Gruyère (dort kommt auch der berühmte Käse her).
Unterwegs weist ein Schild darauf hin, dass ab dort Rhein und Rhône in verschiedene Richtungen fließen. Nämlich der Rhein, der irgendwann in der Nordsee endet und die Rhône, die später ins Mittelmeer fließt.

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Kurz vor Vevey:

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Das Wetter war recht gut und zwischendurch kam sogar die Sonne raus…

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Mittagspause macht man hier am See…

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Über den Martini-Markt werde ich separat berichten. Denn zuerst habe ich einen ausgiebigen Spaziergang am Seeufer gemacht.

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Die Schiffsstation am Marktplatz

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Dieses Motiv mit den Seepferdchen findet man an mehreren Stellen wieder.

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Die Uferpromenade. Von den Wohnungen rechts hat man bestimmt einen traumhaften Blick über den See.

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Der Promenadenabschnitt, welcher der Partnerstadt Müllheim gewidmet ist:

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Blick auf den Hauptsitz der Firma Nestlé

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Und in die entgegengesetzte Richtung:

Vevey 22Statuen der bekanntesten Personen, die in Vevey gelebt haben:

Mihai Eminescu, bedeutendsder rumänischer Dichter – „The Last Romantic”

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Nicolas Gogol, einer der wichtigsten Vertreter der russischsprachigen Literatur in der Ukraine

Vevey 26Und natürlich noch ….

Vevey 27In einem Ortsteil am Rande Veveys sind ihm zu Ehren Hochhäuser mit seinem Porträt bemalt.

Was es im Alimentarium, dem Ernährungsmuseum von Nestlé alles zu sehen gibt, erzähle ich euch in einem weiteren Beitrag…

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Tessiner Polenta trifft Rüebli aus Aarau

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Das Gemüsefach im Kühlschrank der Markgräflerin ist immer noch nicht leer – aber es werden immer weniger Rüebli vom Markt in Aarau.
Im Vorratschrank hatte ich noch ein wenig Polenta, die mir meine liebe Nachbarin aus Lugano mitgebracht hatte. Die erste Portion gab es mit Hasenleber – das war an Weihnachten 2013 – also höchste Zeit, die Vorräte aufzubrauchen. Ich habe auch noch frischen Thymian im Garten – die passt hervorragend.
Und wieso sollte man nicht die Rüebli aus der Nordwestschweiz mit einem Produkt aus dem Schweizer Süden kombinieren? Die Idee für das Rezept stammt aus dem Buch „Green Gourmet Family” der Migros.

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Polenta mit Rüebli

Für 4 Personen

1 Zwiebel
4 Esslöffel Olivenöl
1 Liter Gemüsebouillon
(Nicht-Vegetarier können auch Rinderbouillon verwenden)
300 g Bramata-Mais/Polenta
40 g Appenzeller Käse
Salz, Pfeffer
600 g Rüebli/Möhren, möglichst verschiedenfarbig
1/2 Orange
einige Zweige Thymian

Die Zwiebel schälen und fein hacken. 2 Esslöffel Olivenöl in einer hohen, beschichteten Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel dazugeben und ca. 2 Minuten andünsten, die Bouillon angießen, dann unter Rühren die Polenta einrieseln lassen. Zugedeckt unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen. (Vorsicht, die brodelnde Polenta kann spritzen!)
Den Käse reiben und unter die Polenta rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Inzwischen die Rüebli schälen und in ein Dampfkörbchen legen. Das Körbchen in eine weite Pfanne stellen. Wenig Wasser dazugießen und zugedeckt ca. 20 Minuten dämpfen.
Die Orange auspressen. Restliche 2 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Rüebli dazugeben und kurz schwenken. Den Orangensaft darüber träufeln und einköcheln lassen, bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Polenta auf eine Servierplatte geben und die Rüebli darauf anrichten. Thymian waschen, abtropfen und darüberzupfen.

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 Polenta with carrots

For 4 people

1 onion
4 tablespoons olive oil
1 litres of vegetable stock
(non-vegetarians can also use beef broth)
300 g Bramata corn / polenta
40 g Appenzeller cheese
salt and pepper
600 g carrots / if possible in different colors
1/2 orange
a few sprigs of thyme

Peel the onion and chop finely. Heat 2 tablespoons olive oil in a large, nonstick skillet. Add the diced onion and fry for about 2 minutes, pour the broth, then sprinkle in the polenta while stirring. Cover and simmer for about 25 minutes over mediom heat, stirring occasionally. (Caution, the bubbling polenta can splash!)
Grate the cheese and stir into the polenta. Season with salt and pepper.

Meanwhile, peel the carrots and place in a steaming basket. Place the basket in a large pan. Pour a little water, cover and steam for about 20 minutes.
Squeeze the orange. Heat the remaining 2 tablespoons of olive oil in a pan, add the carrots and fry briefly. Drizzle with orange juice and let simmer until no liquid is left. Season with salt and pepper.
Pour the polenta onto a platter and arrange the carrots on it. Wash and drain the thyme, pluck and distribute over the polenta.

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Rüebli aus Aarau: Bunte Rüebli Quiche

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Hier kommt ein weiteres Rezept zum Thema Rüeblimärt in Aarau – eine bunte Rüebli Quiche.

Ruebli Quiche

Verwendet habe ich dafür die weißen Rüebli „Schneewittchen”, die lila- und orangefarbene „Urmöhre”, die gelben Pfälzer Rüebli und eine fast rote Sorte, deren Namen ich mir nicht gemerkt habe.
Die Sauerrahmcreme, auf den die Rüebli gelegt werden,  bekommt durch Madras-Curry eine raffinierte Würze.
Als Boden kann man entweder einen Quarkblätterteig oder einen geriebenen Teig (Mürbeteig) nehmen.

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Bunte Rüebli Quiche

Zutaten für den Mürbeteig/geriebenenTeig:

250 g Mehl (Dinkelmehl Type 630)
125 g kalte Butter
1 Ei
1/2 Teelöffel Salz

Die Zutaten für den Teig zu einem festen Mürbeteig verarbeiten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Ein Quadratisches Kuchenblech (ca. 24 x 24 cm) mit Butter einfetten, den Teig dünn ausrollen und das Blech damit auskleiden. Dabei den Teig am Rand etwas hochziehen.

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Für den Belag:

2-3 rote oder orangefarbene Rüebli
2-3 Ur-Rüebli (lila)
2-3 weiße Rüebli „Schneewittchen”,
ersatzweise Petersilienwurzel

Die Rüebli gründlich waschen und abbürsten. Die Enden jeweils abschneiden. Dann der Länge nach in sehr dünne Scheiben schneiden.
Rüebli Streifen separat in kochendem Salzwasser ca. 5-10 Minuten blanchieren bis sie noch bißfest sind, mit einem Schaumlöffel oder Sieb herausheben, abtropfen lassen und in Eiswasser abschrecken. Man kann das im selben Topf machen, wenn man mit der hellsten Sorte beginnt (von weiß über gelb und rot, die violetten Rüebli zum Schluss, würden sonst alle Rüebli bläulich färben).

Für den Guss:

100 ml Sahne
200-300 ml saure Sahne
2 Esslöffel Senf
1/2 Teelöffel Madras Currypulver
1 Bund Petersilie
Salz und Pfeffer
geriebene Muskatnuss
2 Eier

Sahne, saure Sahne, Eier, Senf und Currypulver zu einer cremigen Masse verrühren. Die Petersilie fein hacken und in die Creme geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Creme etwa 2 cm hoch in das mit Teig ausgekleidete Kuchenblech geben. Die Gemüsestreifen farblich abwechselnd senkrecht in auf der Quiche verteilen. Die Gemüsestreifen sollten leicht aus der Creme ragen.
Bei 160 °C Umluft (oder 190 °C Ober-/Unterhitze) etwa 35 Minuten backen.
Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen. In Stücke schneiden und lauwarm servieren.

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Colorful carrot quiche

Ingredients for the pastry

250 g flour
125 g cold butter
1 egg
1/2 teaspoon salt

Process the ingredients for the dough into a firm pastry. Form a ball out of it, wrap in plastic foil and let rest in the refrigerator for least 30 minutes. Grease a square cake tin (about 24 x 24 cm) with butter, roll out the dough thinly and line the tin with it. Lift up the dought slightly on the edges.

For the topping:

2-3 red or orange coloured carrots
2-3 purple coloured carrots
2-3 white carrots „Snow White“
or as a substitute: parsley root

Wash and brush the carrots thoroughly. Cut off the ends. Then cut lengthwise into very thin slices.
Blanch the carrot strips separately in boiling salted water for about 5-10 minutes until they are al dente, lift out with a slotted spoon or strainer, drain and plunge into ice water. You can do this in the same pot, if you start with the lightest variety (from white to yellow, red – and the purple carrots at the end, otherwise all the carrots would turn blue).

For the topping:

100 ml cream
200-300 ml sour cream
2 tablespoons mustard
1/2 teaspoon Madras curry powder
1 bunch of parsley
salt and pepper
grated nutmeg
2 eggs

Stir cream, sour cream, eggs, mustard and curry powder until creamy. Chop the parsley finely and add to the cream. Season with salt, pepper and nutmeg. Pour the cream into the dough-lined pie plate. Alternating colours, place the carrot stripes vertically onto the quiche. The carrot  stripes should protrude slightly from the cream.
Bake at 160 ° C convection (or 190 °C conventional heat) for about 35 minutes.
Remove from the oven, allow to cool. Cut into pieces and serve still slightly warm.

Ruebli Quiche 8

Die Anregung für diese Quiche kam ausdem Buch „Schwarzwälder Tapas”.

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Ein Besuch auf dem Rüeblimärt in Aarau

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Jeden ersten Mittwoch im November findet in Aarau der Rüeblimärt (Karottenmarkt) statt. Die Markgräflerin hatte sich schon vor einigen Jahren vorgenommen, einmal dorthin zu fahren. Dieses Jahr wurde das Vorhaben endlich umgesetzt.
Das örtliche Bus- und Reiseunternehmen WILL hatte die Fahrt, wie jedes Jahr im Angebot. Leider kam kurz vorher eine Absage – es hätten sich zu wenig Teilnehmer für den Ausflug angemeldet…
Also wurde kurzerhand ein Zug rausgesucht und von Müllheim ging es über den schweizerischen Bahnhof SBB nach Aarau, wo die drei beteiligten Damen dann gegen  …Uhr eintrafen.
Der Wetterbericht hatte Regen und kühl vorausgesagt, und so war es dann auch. Aber ich hatte mir ja einen Tag Urlaub genommen, und den wollte ich trotzdem genießen.

Two weeks ago I went to a carrot market in Aarau, Switzerland. This post is all about the Rüebli – this is what carrots are called in Switzerland and what you can do with it….
The market takes place once a year, on the first Wednesday in November.

Nach der Ankunft im  hochmodernen, aber zugigen und daher ungemütlichen Bahnhof in Aarau, wurde das erste Café auf dem Weg zum Markt angesteuert.

Erst mal einen Cappuccino und ein Gipfeli….

Breakfast with Cappuccino and croissants (Gipfeli) in a Swiss Café. It was a cold and rainy day and we needed something to start the day on the market a to let us (two friends of mine accompanied me) feel a little more comfortable….

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Auf dem Rüeblimärt bekommt man nicht nur verschiedene Rüebli Sorten, sondern auch anderes Wurzelgemüse wie Rote und gelbe Bete, aber auch Zwiebeln und Knoblauch werden angeboten.
Ausserdem gibt es auch schon vorweihnachtliche Stände mit Dekoartikeln oder Zubehör für die Weihnachtsbäckerei.

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Typisch: Tannenbäume mit Rüeblischmuck

Und zum Essen und Trinken gibt es allerlei Köstlichkeiten rund um die Rüebli: Rüeblitorten, Rüeblibrot, Rüeblimuffins, Rüebli-Teigwaren, Rüebli-Konfitüre, Rüebli-Senf…
Hier sind ein paar Impressionen:

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Aarau3Halbfett Käse mit Rüebli – sehr lecker, davon habe ich ein Stück mit nach Hause genommen.

Rüebli Waffeln mit Puderzucker oder mit Rüebli Konfitüre:

Aarau61Das Taurin-haltige Getränk „Red Bull” ist in der Schweiz bei den jungen Leuten angesagt. Im Café und auch andernorts fiel uns auf, dass oft Red Bull konsumiert wird – und das sogar schon zum Frühstücks-Gipfeli.
Es wird stilecht serviert – die Bedienung öffnet die Dose und füllt das Getränk ins Glas…. Die Aargauer Variante aus Rüebli ist aber bestimmt viel gesünder als das Original!

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Küttiger Rübli ist eine Sorte, die im Aargau wieder häufiger angebaut wird. Hier im Vordergrund zu sehen:

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Baum aus Grünkohl, Salat, und Rüebli, im Vordergrund Küttiger Rüebli / Tree made from cabbage, lettuce and carrots – in front of it  you can see a special species cultivated in this region  – the Küttiger Rüebli (the white ones)

Küttiger Rüebli‘ sind eine alte, robuste Schweizer Karottensorte, die ursprünglich aus dem Aargauer Dorf Küttigen stammt. Sie gehören zum Sortiment von ProSpecieRara.Küttiger Rüebli sind eher gross, von konischer Form und weisser Farbe. Ihr Geschmack ist aromatisch, erdig und kaum süss.

Geschichte
Das Dorf Küttigen war schon im 19. Jahrhundert für sein Gemüse bekannt, das regelmässig am Aarauer Wochenmarkt verkauft wurde.
Im traditionellen Anbau wurden die Rüebli im Winter über die Wintergerste gesät. Nachdem die Gerste mit der Sense geerntet worden war, wurden die zu diesem Zeitpunkt etwa 15 cm hohen Karottenpflanzen mit der Hacke ausgedünnt und hatten nun bis zur Ernte im Oktober oder November genügend Platz und Licht. Aus dieser Anbauart kamen sie zu ihrem früheren Namen „Gerstenrüebli“.
Nachdem die Küttiger Rüebli im zwanzigsten Jahrhundert fast vergessen gegangen waren, wurden sie in den 1970er Jahren eigenständige Sorte „entdeckt“. Seit 1978 kümmert sich der Küttiger Landfrauenverein sich um die Vermehrung und Erhaltung der Art.

Quelle: Wikipedia

Mehr Infos: Kulinarisches Erbe der Schweiz

Aarau 6Auch das Schweizer Radio ist da…
Swiss Radio interviewing

Hier geht es zum Bericht vom SRF (link to interview in German Swiss language)

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Hier ein weißes Rüebli, die Sorte Schneewittchen – sie ist süßer als andere Rüebli und bei Kindern sehr beliebt, wie man mir sagte.
Another white carrot, named „Snow White” – it tastes sweeter than the traditional orange coloured ones.

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orangefarbene und gelbe (Pfälzer) Rüebli
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Rüebli „Bluepower”
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violette Rüebli – die „Urmöhre” – very old species: purple carrots

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Das hier sind Räbe – oder weiße Rüben. Aus diesen Rüben werden in der Schweiz die traditionellen Laternen für den Räbelichtli-Umzug geschnitzt.

Als Räbenlichter bezeichnet man im alemannischen Raum eine traditionelle Laterne, gefertigt aus Herbstrüben (Bezeichnung im alemannischen Sprachraum Räbe). Rüben nahmen im Mittelalter die gleiche Stellung in der Grundernährung ein wie die heutige Kartoffel. Aus Anlass des Einbringens der letzten Feldfrüchte im November stellen die Kinder in verschiedenen Schweizer Kantonen solche Laternen her.

Heute hat die Räbe ihre Bedeutung als Grundnahrungsmittel verloren. Die Lichter werden aus der Rübe geschnitzt. Dazu werden sie zuerst mit einem Löffel ausgehöhlt und dann mit einem spitzen Messer aus der violetten Haut Sujets herausgelöst. Als Sujets dienen traditionell hauptsächlich die auch in den Liedern besungenen Sonne, Mond und Sterne.

Während diese Arbeit früher vor allem zu Hause im Kreise der Familie verrichtet wurde, hat sie sich – wie auch die Umzüge – stark in örtliche Jugendvereine, Schule und Kindergarten verlagert. Die Räben werden oft von der Schule oder örtlichen Verkehrs- oder Gewerbevereinen der Jugend zur Verfügung gestellt.

An drei Schnüren aufgehängt und an einem Stock getragen, werden die mit einem Kerzchen bestückten Räbenlichter von den Kindern durch die dunklen Strassen getragen, wobei das Licht vor allem bei den Sujets durch die dünnen Wände scheint. Bei der heute üblichen Strassenbeleuchtung wird oft ein Abend im November für einen Räbenlichterumzug reserviert, an welchem die Strassenbeleuchtung ausgeschaltet wird. Nach den Umzügen werden die Räbenlichter ins Fenster gestellt, bis die Kerze heruntergebrannt ist. Oft werden die Umzüge in der Familie oder Nachbarschaft allabendlich wiederholt, bis die Lichter verschrumpelt sind und kompostiert werden.

Zu den Umzügen gehören auch die entsprechenden Lieder, wie etwa Ich geh mit meiner Laterne, das ebenfalls schriftdeutsche Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne oder auf alemannisch Rääbeliechtli, wo gasch hii?.

Quelle: Wikipedia

Das erinnert an die St. Martins-Umzüge, die es in Deutschland gibt, aber auch an den Halloween-Brauch, ihr erinnert euch an die Sage von „Jack ‚O Lantern”?

Ja, und Kürbisse gibt es hier auch – aber nur ganz wenige….

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Grünkohl, Lauch, Weiß- und Rotkabis (Kohl) und was man sonst noch so braucht….)

 An diesem Stand von Ernst Lässer-Teuscher aus Bottenwil habe ich dann um die 2 Kilo verschiedene Rüebli gekauft…..
Der Gemüsegartner ist schon viele Jahre mit dabei….

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Uns was es sonst noch zu sehen gab:

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Ein Rüebli-Kürbis Igel

Zwiebel- und Knoblauchzöpfe:

Der Stand einer Pferdemetzgerei:

 

Spezialitäten aus dem Tessin und Italien:

Antipasti:

Pasta:

Und der Marroni-Mann an der Ecke darf nicht fehlen (der hat wenigstens schön warm…)

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Aarau ist auch ohne den Rüeblimärt einen Besuch wert – das werden wir bestimmt einmal bei etwas besserem Wetter nachholen.

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Eine Suppe aus Großmutters Küche wäre zwar köstlich gewesen und war auch verlockend, aber wir wollten endlich ins Warme.

Und so suchten wir nach einem Restaurant um eine Kleinigkeit zu essen, uns hinzusetzen und uns aufzuwärmen. Aber den Gedanken hatten wohl alle und in den Restaurants, wo es Gerichte passend zum Rüebli Markt gab, waren alle Tische belegt oder reserviert. In einem kleinen, etwas alternativen Café bekamen wir Platz an der Theke.
Es standen verschiedene Salate und eine Sellerie-Birnen Suppe zur Auswahl. Bis zur Suppe hat mein Fotoapparat noch mitgespielt – beim leckeren Salat Mondial mit Ziegenkäsle („die Frau, die den Ziegenkäse macht, sitzt hier auch gerade”), Hummus und Guacamole hat er dann gestreikt – zu feucht und kalt draussen – die Linse war beschlagen und so sind das die letzten Bilder aus Aarau.

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Sellerie-Birnen Suppe mit Croutons aus Baumnussbrot
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Salat Mondial mit Ziegenkäsle – und beschlagener Linse….

Ich hatte in weiser Voraussicht ein Handtuch aus Mikrofaser eingepackt und den Fotoapparat auf der Heimfahrt im Zug schonmal notdürftig getrocknet. Zu Hause wurde er dann auf einem Tischchen mit ausreichend Abstand zur Heizung platziert und vollständig trockengelegt. Danach war alles wieder gut.
Was ich vom Rüeblimärt alles mitgebracht habe, und wie die ganzen Rüebli verarbeitet wurden, folgt in weiteren, separaten Beiträgen.

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Kartoffel-Zwiebel-Wähe…ein traditioneller Zwiebelkuchen aus Basel?

Kartoffel Zwiebel Waehe7

Diese Wähe steht schon einige Zeit auf meiner TO DO – Liste. Vor einiger Zeit hatte ich über das Kontaktformular meines Blogs eine E-Mail von einem Leser erhalten, der etwa um diese Jahreszeit im schönen Markgräflerland im Urlaub war.
Er habe in Bamlach (bei Bad Bellingen) einen flachen Kartoffelbrei-Kuchen gegessen und man hatte ihm gesagt, das sei eine hiesige Spezialität und ob ich ein Rezept dafür hätte.

Die Markgräflerin war ratlos… Flacher Kuchen – das muss eine Waie bzw. Wähe sein. Und im Herbst gibt es Ziiebelewaie (Zwiebelkuchen) – aber mit Kartoffeln? Ja, ganz bestimmt, der war so luftig und cremig und da seien Kartoffeln drin gewesen, hätte man ihm gesagt, und obendrauf war eine tolle Kruste…
Also wurden alle Freunde und Bekannten nach dieser vermeintlich regionalen Waie befragt und überall fand ich nur große Fragezeichen in den Augen. Möglich, dass es sich um eine Quiche aus dem nahegelegenen Elsass oder einer Wähe aus der Schweiz handelte?
Im Internet, nach zahlreichen Suchbegriff Eingaben wurde ich fündig – Schweizer Röstichueche oder: Kartoffel-Zwiebel-Wähe, der von Dr. Oetker auf seiner Rezeptseite als „Traditioneller Zwiebelkuchen aus Basel” untertitelt wurde.
Im Belag sind tatsächlich Kartoffeln, die vorher zu einer Art Brei verarbeitet werden. Cremig passt auch – gleich drei Becher Crème Double werden darin verarbeitet. Das Ganze auf einem dünnen Mürbeteig und oben drauf kommen Speckwürfel und Appenzeller Käse. Die Luftigkeit kommt durch die untergerührten Eier zustande. Na bitte.
Und ich habe es ausprobiert – die Wähe schmeckt wirklich fantastisch, aber die Frage, ob es sich nun wirklich um ein ursprüngliches Rezept aus Basel handelt, ist immer noch nicht geklärt. Ich habe es nämlich sonst nirgends gefunden. Das Röstichueche Rezept ist etwas anders in der Zubereitungsart, enthält aber auch Kartoffeln, nur eine Zwiebel, Rahm (Sahne) und Eier im Belag, wobei die Kartoffeln vorgekocht werden. Ausserdem werden Gruyère und Bratspeck verwendet.
Liebe Basler – kennt von euch jemand dieses oder zumindest ein ähnliches Rezept? Oder kennt irgendein Markgräfler ein entsprechendes regionales Rezept?

Kartoffel Zwiebel Waehe5

Kartoffel-Zwiebel-Wähe
Traditioneller Zwiebelkuchen aus Basel-warm und kalt ein Genuss

Zutaten (etwa 12 Stück)
Für das Kuchenblech (Ø 30 cm):
etwas Fett (Butter)
Teig:
200 g Weizenmehl
75 g kalte Butter
1 gestr. TL Salz
75 ml kaltes Wasser
Füllung:
500 g Zwiebeln
2 EL Speiseöl
500 g mehligkochende Kartoffeln
3 Be. Dr. Oetker Crème double (je 125 g)
2 TL Salz
frisch geriebene Muskatnuss
frisch gemahlener Pfeffer
4 Eier (Größe M)
Außerdem:
100 g durchwachsene Speck- oder Schinkenwürfel
100 g geriebener Käse, z. B. Appenzeller

1
Teig:

Mehl in eine Rührschüssel geben. Butter in kleinen Stücken hinzufügen. Alles mit den Händen zerkrümeln. Salz und Wasser hinzufügen und rasch zu einem weichen Teig vermengen. Den Teig flach drücken und in Folie verpackt mind. 30 Min. in den Kühlschrank stellen.

2
Füllung:
Zwiebeln abziehen und würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln unter Rühren etwa 15 Min. dünsten, bis sie goldbraun sind. Kartoffeln schälen, abspülen und grob raspeln. Crème double in einem großen Topf aufkochen, die Kartoffelraspel hinzufügen und etwa 5 Min. zugedeckt bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren angaren. Zwiebeln zufügen, mit Salz, Muskat und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen. Kuchenblech fetten. Backofen vorheizen.

Ober-/Unterhitze: etwa 220°C

Heißluft: etwa 200°C

3
Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem Kreis (Ø etwa 35 cm) ausrollen und die Form so damit auskleiden, dass der Teig etwas überlappt. Mit einer Gabel mehrmals einstechen. Form auf dem Rost in den Backofen schieben und vorbacken.

Einschub: Mitte

Backzeit: etwa 10 Min.

4
Die Eier unter die abgekühlte Zwiebel-Kartoffel-Masse rühren und auf dem vorgebackenen Boden verteilen. Mit Speck und Käse bestreuen und fertig backen.

Einschub: unteres Drittel

Backzeit: etwa 35 Min.

Den Kartoffel-Zwiebel-Kuchen am besten heiß servieren.

Quelle: Dr. Oetker Rezepte

En Guete! Dazu passt übrigens hervorragend ein Gutedel oder im Herbst ein Viertele Neue Wy / Neuer Wein. Wer mag, serviert als Beilage einen grünen Salat.
Das Weizenmehl habe ich durch helles Dinkelmehl, Type 630 ersetzt!

Potato and onion tart
Traditional onion tart from Basel-warm and cold a treat

Ingredients (makes 12 pieces)

For a cake tin (Ø 30 cm):
some fat (butter)

Dough:
200 g wheat flour
75 g cold butter
1 teaspoon salt
75 ml cold water

Filling:
500 g onions
2 tablespoons vegetable oil
500 g floury potatoes
3 Cups double cream (375 g)
2 teaspoons salt
freshly grated nutmeg
freshly ground pepper
4 eggs (size M)
also:
100 g marbled bacon or ham cubes
100 g grated cheese (e.g. Swiss Appenzeller)

1
Dough:
Place flour in a mixing bowl. Add butter in small pieces. Crumble with your hands. Add salt and water and mix quickly into a soft dough. Press the dough flat and wrap in foil, cool in the refrigerator for at least 30 min.

2
Filling:
Peel onions and finely chop. Heat oil in a pan and fry the onions while stirring for about 15 minutes until golden brown. Peel potatoes, rinse and grate coarsely. in a large saucepan, bring double cream to the boil, add the grated potatoes and boil over medium heat and covered with a lid for about 5 minutes, stirring occasionally. Add fried onions, season with salt, nutmeg and pepper and allow to cool down. Grease the baking tin. Preheat the oven.

Conventional oven: about 220 ° C (428 °F)

Convection/fan oven: about 200 ° C (392 °F)

3
On a floured working surface, roll out the dough into a circle (about 35 cm in diameter) and line the mould so that the dough overlaps slightly. Prick with a fork for several times. Slide form onto the grate in the oven and pre-bake on the middle rack for about 10 minutes.

4
Add the eggs to the onion-potato-filling and fold in. Spread onto the pre-baked dourgh. Sprinkle with bacon and cheese and bake.

Place the tart onto the rack – in the lower third of the oven and bake for about 35 min.

 

Backen, Brunch, Dessert, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Natur & Garten, Reisen, Rezepte, Schweiz, Vegetarisch, Wandern

1. August Brunch: Marmeladen – und Nutella/oder Schoggi Muffins

Marmeladen Nutella Muffins 3

Am Nationalfeiertag der Schweizer, dem 1. August, auch Bundesfeiertag genannt, wird bei den Schweizern am späten Vormittag mit einem Brunch gefeiert. In Basel gibt es am Vorabend die Bundesfeier am Rhein, mit großem Feuerwerk, das von zwei Schiffen unterhalb und oberhalb der Mittleren Rheinbrücke abgefeuert wird.
Wandern und auf einem Bauernhof zum Brunch einkehren ist sehr beliebt, es wird auch gerne grilliert und man lässt es sich gut gehen.
Zum Brunch gibt es 1. August Weggen, Hefezopf, Butter, Marmelade, Käse, Wurst, Eier, Bircher Müesli ….

1 August1
1. August Wegge

Ich habe hier eine Idee für unterwegs – Marmeladenmuffins. Das sind die Muffins in den roten Papierförmchen – gefüllt mit Erdbeer-Holunderblüten Marmelade. Die gelben sind mit Nutella gefüllt. Ich weiß, das ist nicht typisch Schweiz, aber man könnte die Muffins ja auch mit einem Stück Schweizer Schoggi (Schokolade) – z. B. mit Nuss-Nougat-Creme Füllung (Frigor, Pralinor) füllen….
Jedenfalls sind diese Muffins lecker und praktisch für ein Picknick. Oft sind nämlich die Bauernhöfe schon früh fürs Brunch ausgebucht – ohne Vorbestellung geht da meist gar nichts….

Marmeladen Nutella Muffins 2

Marmeladen Nutella Muffins 5

Marmeladen- und Nutella Muffins

12 Papierförmchen für die Backform
1 Ei
100 g Zucker
80 g Butter
250 ml Milch
250 g Mehl
2 ½ Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
12 Teelöffel beliebige Marmelade,
oder Nutella
oder 12 Stückchen Schweizer Schokolade mit Cremefüllung (z. B. Frigor, Pralinor)
Puderzucker zum Bestreuen

Den Backofen auf 190 °°C vorheizen. Die Papierförmchen ins Muffinblech legen.
Die Butter zusammen mit der Milch in einem Topf erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Abkühlen lassen.
Das Ei verquirlen, Zucker, Butter- und Milch Gemisch dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Mehl, Backpulver und Salz darüber sieben und unterheben.

Die Muffinförmchen zur hälfte mit Teig füllen, jeweils einen Teelöffel Marmelade, Nutella oder 1 Stück Schokolade darauf geben und anschließend vorsichtig mit Teig auffüllen.
Die Muffins etwa 20 bis 25 Minuten auf der mittleren Schiene des Backofens backen, abkühlen lassen und aus der Form lösen. Mit Puderzucker bestäuben.

Marmeladen Nutella Muffins 1

***

Hier ist noch die Schweizer Nationalhymne, die auf jeden Fall auch dazu gehört.

Wusstet ihr, dass mancher Schweizer seine Nationalhymne als antiquiert, zu religiös, überladen und schwülstig ansieht und sich eine andere, modernere und sprachlich eingängigere wünscht? Dies spiegelt sich auch darin wieder, dass viele Schweizer gar nicht alle vier Strophen auswendig kennen, meist beschränkt es sich auf die erste. Auch spiegele diese  nicht die  Schweiz in ihrer heutigen politischen und kulturellen Vielfalt wieder:

Erste Strophe

Trittst im Morgenrot daher,
Seh’ ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt,
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

Zweite Strophe

Kommst im Abendglühn daher,
Find’ ich dich im Sternenheer,
Dich, du Menschenfreundlicher,
Liebender!
In des Himmels lichten Räumen
Kann ich froh und selig träumen!
Denn die fromme Seele ahnt,
Denn die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

Dritte Strophe

Ziehst im Nebelflor daher,
Such’ ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründlicher, Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Tritt die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt,
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

Vierte Strophe

Fährst im wilden Sturm daher,
Bist du selbst uns Hort und Wehr,
Du, allmächtig Waltender, Rettender!
In Gewitternacht und Grauen
Lasst uns kindlich ihm vertrauen!
Ja, die fromme Seele ahnt,
Ja, die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

***

Marmeladen Nutella Muffins 4

Jam and Nutella Muffins

12 paper cases for the baking tray
1 egg
100 g of sugar
80 g of butter
250 ml milk
250 g of flour
2 ½ teaspoons of baking soda
1 pinch of salt
12 teaspoons of any jam,
or Nutella
or 12 pieces of Swiss chocolate with cream filling (eg Frigor, Pralinor)
icing sugar for dusting

 

Preheat the oven to 190 °C (374 °F). Line the muffin tin with paper cases.
Melt the butter together with the milk in a saucepan. Allow to cool.
Whisk the egg, sugar, butter and milk mixture and stir everything into a smooth dough. Sift flour, baking powder and salt onto it and fold in.

Fill the muffin cups with batter to half, add one teaspoon of jam, Nutella or 1 piece of chocolate on top of each, then carefully fill up with dough.
Bake the muffins for about 20 to 25 minutes on the middle rack of the oven, allow to cool and remove from the mould. Dust with icing sugar.