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7. Dezember: Pavé au Vin Cuit (Raisiné)

Pavé au Vin Cuit 2


Vergangenes Jahr war ich auf dem Martini-Markt in Vevey am Genfersee. Dort habe ich den Vin Cuit entdeckt und eine kleine Flasche davon mit nach Hause gebracht.
Und ausserdem habe ich ein feines Rezept aus der Schweiz für euch mitgebracht, wofür man den Vin cuit braucht.

Vin Cuit oder Raisiné ist ein hochkonzentrierter, dunkelbrauner und zähflüssiger Fruchtsaft, der aus Äpfeln, Birnen oder Trauben gewonnen wird.
Er ist ganz typisch für den Kanton Waadt.
Eine weitere Spezialiät sind Käse aus Gruyère und die Saucisse Vaudoise – eine geräucherte Wurstspezialität, die auch in den bekannten Eintopf Papet Vaudois kommt.


Vevey 69
Mitbringsel aus Vevey 2014

Vin Cuit selbst herstellen:

1 Liter Apfel- oder Birnensaft, oder eine Mischung aus beiden Säften einkochen, bis nur noch 150 ml zurückbleiben. In saubere Schraubdeckelgläser füllen und auskühlen lassen.
Ungeöffnet und kühl und dunkel gelagert, ist der Vin Cuit etwa 1 ½-2 Jahre haltbar.


Pavé au Vin Cuit 5


Pavé au Vin Cuit (Raisiné)


Zutaten

• 4 Eier
• 300 g Zucker
• 2 Esslöffel Zimt
• 4 ½ Esslöffel Vin Cuit (Raisiné)
• 5 dl = 500 ml Rahm (Sahne)
• 400 g Mehl
• 1 Kaffeelöffel Backpulver
• 250 g Puderzucker
• 100 g weiche Butter
• 3 Esslöffel Vin Cuit

Zubereitung

Eier und Zucker schaumig schlagen. Zimt, Vin cuit und Rahm beigeben, alles gut vermischen.
Anschliessend Mehl und Backpulver in die Masse sieben und sorgfältig daruntermischen.
Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes rechteckiges Blech verteilen.
Während 30 Minuten bei 200 °C backen.

Für die Glasur
Puderzucker, Butter und 3 Esslöffel Vin Cuit gut verrühren. Nach dem Backen auf dem Kuchen verteilen.
Dann den Kuchen auskühlen lassen und in rautenförmige Würfel schneiden.



The recipe for this cake comes from Switzerland (Lake Geneva).
Vin cuit or Raisiné, which is needed for this cake, is a highly concentrated, dark brown and viscous fruit juice, which is made from apples, pears or grapes.

Homemade Vin cuit/Raisiné

Bring 1 litre of apple or pear juice, or a mixture of both juices to a boil. Simmer until only 150 ml are left. Fill into clean screw top glasses and leave to cool.
Stored in a cool and dark place it can be preserved for 1 ½ – 2 years.


Pavé au Vin Cuit 1
Pavé au Vin Cuit (Raisiné)

ingredients

4 eggs
300 g sugar
2 tablespoons cinnamon
4 ½ tablespoons Vin cuit (Raisiné)
5 dl = 500 ml cream
400 g flour
1 teaspoon baking powder
250g icing sugar
100 g softened butter
3 tablespoons of Vin Cuit


preparation
Whisk eggs and sugar until fluffy. Add cinnamon, vin cuit and cream. Mix well.
In a separate bowl, mix flour and baking powder.
Sift the flour onto the egg mass. Carfully fold in.
Line a rectangular baking sheet with baking paper. Spread the mixture onto it.
Bake for 30 minutes at 200 °C (392 °F).

For the icing
Mix icing sugar, butter and 3 tablespoons of Vin Cuit.
S
pread on the cake after baking.
Then leave to cool. To serve, cut into diamond-shaped cubes.

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There is nothing like real home-grown spaghetti

Pasta Schinken Sahne Sauce 2

Liebt Ihr Spaghetti genauso wie ich? Heute habe ich für Euch bei Youtube eine alte BBC Dokumentation aus dem Jahr 1957 über die Herkunft der Spaghetti ausgegraben.

Wie heißt es so schön am Schluss des Films: „There is nothing like real home-grown spaghetti.“ Hier findet Ihr ein paar passende Rezepte dazu:

…und:

Pasta Schinken Sahne Sauce 1

Spaghetti mit Schinken-Sahne-Sauce
(für 2 Personen)

250  g Spaghetti
45 g Butter
125 g frisch geriebener Parmesan
150 ml Sahne
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1-2 Esslöffel gehackte Petersilie
3 Scheiben gekochter Schinken
Salz und Pfeffer
Petersilienblättchen für die Garnitur

Die Pasta in einen Topf mit kochendem Salzwasser geben und al dente kochen. Abseihen, wieder in den Topf geben und warm halten (Deckel auflegen).
Während die Pasta kocht, die Butter in einer mittelgroßen Pfanne bei kleiner Hitze zerlassen. Parmesan, Sahne und Knoblauch zugeben und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Den in Streifen geschnittenen Schinken dazu geben, einige Minuten köcheln lassen, dann Petersilie untermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Sauce zu den Spaghetti geben und gut vermengen. Mit Petersilienblättchen garniert servieren.

Pasta Schinken Sahne Sauce 3

***

Spaghetti with Ham & Cream Sauce
(for 2 people)

250 g spaghetti
45 g of butter
125 g freshly grated Parmesan
150 ml cream
1 clove of garlic, finely chopped
1-2 tablespoons chopped parsley
3 slices of cooked ham
salt and pepper
parsley leaves to garnish

Put the pasta in a pot of boiling salted water and cook until al dente.
Strain, put them back into the pot and keep warm (put the lid on).
While the pasta is cooking, melt the butter in a medium sized skillet over low heat. Add Parmesan, cream and garlic and bring to a boil while stirring continuously .
Add the  and stripes of ham and let simmer for a few minutes, then stir in parsley and season with salt and pepper.
Pour the sauce onto the spaghetti and mix well. Serve garnished with parsley leaves.

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Neujahrsbrezel übrig? – Wie wäre es mit „Armer Ritter”, Poor Knights of Windsor, Fotzelschnitte, Pain Perdu….?

Arme Ritter 3

Von der Neujahrsbrezel, die ich an Silvester gebacken hatte, war noch ein Stück übrig –Neujahrsbrezel 2015

…und nach 5 Tagen war die dann doch schon leicht angetrocknet, trotz Aufbewahrung in einem Frischhalte-Beutel…

Deshalb gab es bei uns heute seit langer Zeit wieder mal Arme Ritter!

Dieses einfache und sehr leckere Gericht ist vielerorts bekannt – ein ideales Rezept, um Brot- oder Brioche-Reste aufzubrauchen.
Die Zutaten sind einfach: Eier, Milch, eine Prise Salz, Zimt und Zucker.
Traditionell gibt es als Beilage Apfelmus. Im Keller stand aber noch ein Glas Sauerkirschen, und deshalb habe ich heiße Kirschen dazu gemacht.
Das geht auch ganz einfach: 1-2 Teelöffel Speisestärke mit etwas kaltem Kirschsaft verrühren. Die Kirschen mit dem übrigen Saft in einen Topf geben, nach Belieben noch 1-2 Esslöffel Zucker dazu geben, erhitzen, die angerührte Speisestärke dazugeben und unter Rühren kurz aufkochen und den Saft etwas eindicken lassen.

Arme Ritter 1

Arme Ritter

Einige Scheiben Neujahrsbrezel, Einback, Brot oder Brioche (schon leicht trocken) abschneiden, in gezuckerter Milch tränken und dann in drei geschlagenen Eiern wälzen. In der Pfanne mit heißer Butter goldbraun schmoren lassen. Heiß servieren.

 

Pain perdu – Frankreich

Couper des tranches de pain ou de brioche, les tremper dans du lait sucré et puis dans trois oeufs battus en omelette, faire dorer à la poêle dans du beurre chaud. Servir chaud.

Fotzelschnitten (mit Apfelmus) – Schweiz

Zutaten:

6 säuerliche Äpfel
150 g Zucker
4 Eier
1,5 dl Milch (=150 ml)
1 Prise Salz
1 Teelöffel Zimt
500 g Zopf oder Brot vom Vortag
Bratbutter zum Braten

1. Äpfel schneiden und mit 50 g Zucker und wenig Wasser zu einem Mus kochen.

2. Die Eier mit Milch und Salz in einer Schüssel verklopfen. Zimt und restlichen Zucker in einem flachen Teller mischen. Zopf in 12 Scheiben schneiden. Nacheinander in der Ei-Milch-Mischung wenden.

3. Bratbutter in einer beschichteten Bratpfanne erhitzen. Zopfscheiben beidseitig je ca 2. Minuten anbraten. Portionenweise im Zimtzucker wenden und sofort mit Apfelmus servieren.

French Toast / New York – USA

Zutaten:

4 Eier
125 ml Milch oder Sahne
2-3 Esslöffel Zucker
1/4 Teelöffel Zimtpulver, nach Geschmack etwas geriebene Muskatnuss
1/4 Teelöffel Salz
2-3 Esslöffel Butter
8 Scheiben Toastbrot
brauner Zucker zum Bestreuen

Marmelade oder Ahornsirup zum Servieren

Zubereitung:

Die Eier mit Milch oder Sahne gründlich verquirlen. Je nach Geschmack 2-3 Esslöffel Zucker zugeben, Zimt und Salz hinzufügen und gut durchrühren. Die Mischung in eine lange flache Schale oder Form geben und das Toastbrot darin einweichen. Jede Brotscheibe kurz anpressen, wenden, einweichen und nochmals anpressen, damit so viel Flüssigkeit wie möglich aufgenommen wird, das Brot aber noch seine Form behält. Den Backofen auf 120 °C vorheizen. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und die getränkten Toastbrotscheiben darin portionsweise auf beiden Seiten goldbraun backen. Fertig gebackenen French Toast im vorgeheizten Backofen auf etwas Alufolie warm halten.

Nach Geschmack mit braunem Zucker bestreuen und mit Marmelade oder Ahornsirup servieren.

Ganz köstlich auch mit frischen, gezuckerten Erdbeeren und Frischkäse.

Arme Ritter 2 There were some slices of the New Year’s Pretzel (traditional pretzel made from a kind of brioche dough, not too sweet which is tradtionally baked for New Year – in my area, see image above) left. It was already getting stale – perfect to make this special dish that is known all over the world….
We had hot morello cherries / sour cherries with it. (You’ll need a jar of morello cherries with their juice. Dissolve 1-2 teaspoons cornstarch in a bit of juice and set aside. Heat the cherries with the remaining juice and 1-2 tablespoons of sugar in a pot, stir in the starch and bring to a boil while stirring, until the liquid thickens.)

Poor Knights of Windsor – Great Britain

Some slices of stale New Year pretzel, bread or brioche, soak in sweetened milk and then turn it in three beaten eggs. Melt butter in a pan and fry the soaked slices in it until golden brown. Serve hot.

Pain perdu – France

Couper des tranches de pain ou de brioche, les tremper dans du lait sucré et puis dans trois oeufs battus en omelette, faire dorer à la poêle dans du beurre chaud. Servir chaud.

Fotzelschnitten (with applesauce) – Switzerland

ingredients:

6 tart apples
150 g sugar
4 eggs
1.5 dl milk (= 150 ml)
1 pinch of salt
1 teaspoon cinnamon
500 g plait or stale bread
Butter or ghee for frying

1. Chop the apples and cook with 50 g of sugar and a little water to make a thick soup.

2. Whisk the eggs with milk and salt in a bowl. Mix cinnamon and remaining sugar in a shallow dish. Cut the plait or bread into 12 slices. Let soak in the egg-milk mixture.

3. Heat the butter in a nonstick skillet. Fry the bread slices on both sides, each for about 2 minutes. Turn in cinnamon sugar and serve immediately with the applesauce.

French Toast / New York – United States

ingredients:

4 eggs
125 ml of milk or cream
2-3 tablespoons of sugar
1/4 teaspoon ground cinnamon, a little grated nutmeg to taste
1/4 teaspoon salt
2-3 tablespoons of butter
8 slices of toast
brown sugar for sprinkling

Jam or maple syrup for serving

preparation:

Whisk thoroughly the eggs along with milk or cream. Add 2-3 tablespoons sugar, to taste, cinnamon and salt and stir well. Pour the mixture into a long flat dish or mould and soak the toast in it. Press down each bread slice, soak, turn and press it again to make it soak up as much liquid as possible – but not too much, so that the bread still retains its shape. Preheat the oven to 120 °C (248 °F).  Heat some butter in a pan and bake the slices of bread in portions on both sides until golden brown. Keep warm in the oven.

To serve, sprinkle with brown sugar to taste and serve with jam or maple syrup.

Also very delicious with fresh sugared strawberries and cream cheese.

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Adventskalender 2014 – Nr. 20: Samstagseintopf….Papet vaudois

Adventskalender 2014_20
Dieser Blog Beitrag war eigentlich schon für einen früheren Zeitpunkt vorgesehen, aber die Markgräflerin kam einfach nicht dazu…
Gekocht wurde dieser deftige Eintopf mit Lauch, Kartoffeln und Würsten aus dem Waadtland schon kurz nach meinem Besuch auf dem Martinsmarkt in Vevey.
Es ist Tradition, diesen Eintopf anlässlich des Markts zu essen. Ich hatte vor etwa zwei Jahren schonmal eine andere Variante davon gekocht, aber nur mit einer Sorte der üblicherweise verwendeten Würste.

Adventskalender 2014_20_1
Es sollte nämlich unbedingt eine Saucisses aux choux mit dabei sein. Und vom dem Markt habe ich dann auch beide Wurstsorten mit nach Hause gebracht.
Die Wadtländer Kohlwurst hat mich geschmacklich und von der Konsistenz her an die italienische Cotechino, die es dort am Silvesterabend gibt, erinnert.

Vevey 31 Und dann ging es zu Hause ans Kochen dieses typisch traditionellen Gerichts aus der Welschschweiz (französische Schweiz)….

Adventskalender 2014_20_2

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Papet vaudois
Lauch-Eintopf mit Würsten aus dem Waadtland
(für 4 Personen)

2 Liter Wasser, gesalzen
1 kg Lauch
½ Esslöffel Butter
500 g Kartoffeln
1 dl (=100 ml) Weißwein
(Fendant, Chasselas oder Gutedel)
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 Saucisse au chou (ca. 300 g)
1 Saucisse au foie (ca. 300 g )

1 kg Lauch putzen, waschen und in 2 cm breite Streifen schneiden. Kartoffeln waschen, dünn schälen und in Würfel schneiden.
2 Liter gesalzenes Wasser aufkochen, den lauch beigeben und 3-4 Minuten kochen. 2 dl (=200 ml) Kochwasser beiseite stellen, den Rest abgießen.
½ Esslöffel Butter in einer Pfanne warm werden lassen, den abgetropften Lauch, die Kartoffeln hinzufügen, 1 dl (=100 ml) Weisswein und das beiseite gestellte Kochwasser hineingießen und aufkochen. 15 Minuten auf kleinem Feuer köcheln lassen.
Mit Salz und Pfeffer würzen, 1 saucisse au chou und 1 saucisse au foie auf Lauch und Kartoffeln legen und zugedeckt weitere 30-45 Minuten köcheln, gegen Ende der Kochzeit evtl. den Deckel wegnehmen und die Flüssigkeit etwas einkochen.

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Papet vaudois
Leek stew with sausages from Vaud
(for 4 people)

2 litres of water, salted
1 kg leek
½ tablespoon butter
500 g potatoes
1 dl (= 100 ml) white wine
(Fendant or Chasselas)
salt, freshly ground pepper
1 saucisse au chou (about 300 g)
1 saucisse au foie (about 300 g)

Clean, wash the leeks and cut into 2 cm wide strip. Wash the potatoes, peel them thinly and cut into cubes.
Bring 2 liters of salted water to a boil, add the leeks and cook for 3-4 minutes. Set aside 2 dl (= 200 ml) of the leek broth, drain the rest of it.
Melt ½ tablespoon of butter in a pan, add the drained leeks and the potatoes. Pour 1 dl (= 100 ml) white wine and the leek broth and bring to a boil. Simmer over low heat for 15 minutes.
Season with salt and pepper, place 1 saucisse au chou and 1 saucisse au foie onto the leeks and potatoes, cover with a lid and simmer for another 30-45 minutes.
Remove the cover a few minutes before the end of cooking time, and reduce the liquid a bit.

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Adventskalender 2014 – Nr. 16: Suppe mit Küttiger Rüebli, Pastinaken und Pontarlier Anis

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Diese Suppe hätte ich beinahe vergessen…. Beim Aufräumen meiner Fotos habe ich sie wieder gefunden. Deshalb bekommt sie jetzt auch einen Platz im Adventskalender.
Vielleicht wäre diese Suppe etwas für euer Weihnachtsmenü als Vorspeise???

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Küttiger Rüebli‘ sind eine alte, robuste Schweizer Karottensorte, die ursprünglich aus dem Aargauer Dorf Küttigen stammt. Sie gehören zum Sortiment von ProSpecieRara.

Aarau 7Küttiger Rüebli sind eher gross, von konischer Form und weisser Farbe. Ihr Geschmack ist aromatisch, erdig und kaum süss (auf dem Bild im Vordergrund zu sehen).
Ich hatte schon einmal eine Fenchelsuppe mit Pontarlier Anis gemacht, und ich dachte, zu den Rüebli könnte das auch passen. Und ich hatte Recht – das schmeckt sehr lecker!
Ausserdem wärmt die Suppe und ist sehr sättigend.
Die Deko besteht aus einer gekochten, lilafarbenen Urmöhre, von der ein Teil zuvor mit dem Spiralschneider geschnitten wurde.

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Suppe mit Küttiger Rüebli und Pastinaken

500 g Küttiger Rüebli
100 g Pastinaken oder Kartoffeln
2 Esslöffel Butter
1 Zwiebel
750 ml Gemüsebrühe
3 Esslöffel Rahm (Sahne)
2 cl ungezuckerter Pontarlier Anis (Absinth)
Salz und Pfeffer
gehackte Petersilie zum Bestreuen

Das Gemüse waschen, dünn schälen und in Würfel schneiden. Die Zwiebeln abziehen, fein hacken.
Butter in einem Topf zerlassen und zuerst die Zwiebeln darin glasig dünsten, dann das Gemüse dazugeben und einige Minuten unter Rühren mitdünsten. Die Gemüsebrühe langsam angießen und 20 Minuten köcheln lassen.
Anschließend pürieren, den Rahm dazugießen und nochmal kurz aufkochen lassen. Pontarlier Anis untermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Vor dem Servieren mit Petersilie bestreuen.

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The Swiss „Küttiger“ carrots are rather large, conical in shape and their colour ist white! Their taste is aromatic, earthy and not sweet.
I had already made a fennel soup with Pontarlier Anis, and I thought that with the white carrots that could also be used. And I was right – it tastes delicious!
This is a warming soup and also very filling.
The decoration consists of a cooked purple Urmöhre (ancient carrot), part of which was previously cut with a spiral cutter.

White Carrot and parsnip soup Pontarlier Anis

500 g white carrots (Küttiger Rüebli)
100 g parsnips or potatoes
2 tablespoons butter
1 onion
750 ml vegetable stock
3 tablespoons cream
2 cl unsweetened Pontarlier anise (Absinthe)
salt and pepper
chopped parsley for sprinkling

Wash the vegetables, peel thinly and cut into cubes. Peel the onions and chop finely.
Melt the butter in a pan and fry the onions in it first until glassy, then add the vegetables and sauté for a few minutes while stirring. Pour the vegetable stock and simmer slowly for 20 minutes.
Then puree, pour cream and bring to a boil again. Mix in Pontarlier Anis and season to taste with salt and pepper.
Before serving, sprinkle with parsley.

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Adventskalender 2014 – Nr. 4: Totenbeinli nach Adele Duttweiler

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Heute habe ich ein ganz besonderes – wenn auch etwas makaberes – Gebäck für euch. Es handelt sich um ein Originalrezept aus der Schweiz aus dem Jahre 1912.
Adele Duttweiler, die Gattin von Gottlieb Duttweiler, dem Gründer der Migros. Sie hatte das Rezept damals als 20-jährige an der Kochschule aufgeschrieben.
Das Rezept wurde ab den 1930er Jahren als Vorlage für die Produktion der berühmten Totenbeinli (Bâtonnets aux noisettes) verwendet.
Traditionell hat man früher dieses Gebäck bei Abdankungen den Trauergästen angeboten, und daher soll auch die alte deutsche Bezeichnung „Totenbeinli” stammen.
Das Gebäck ist aber nicht nur in der Schweiz bekannt und äußerst beliebt – bei uns in Deutschland sind Sie am Hochrhein weit verbreitet.
Mich erinnern sie geschmacklich und von der Konsistenz her an italienische Cantuccini und sie eignen sich sehr gut als süße Knabberei zum Kaffee. Ein italienischer Vin Santo oder ein trockener Sherry, aber auch ein trockener Gutedel passen bestimmt hervorragend.

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Für das Rezept braucht man ganze, geröstete Haselnüsse (200 g). Hierfür die geknackten Haselnüsse auf ein Backblech geben, im Ofen bei 150 °C Umluft etwa 15-20 Minuten rösten. Dabei aufpassen, dass die Nüsse nicht zu dunkel werden. Wenn die Häutchen aufplatzen, kann man sie aus dem Ofen nehmen. Man gibt sie dann in ein Küchentuch und rubbelt die Nüsse damit aneinander, damit sich die braunen Häutchen lösen. Nach Möglichkeit macht man das irgendwo im Freien – die Häutchen landen dabei nämlich überall!

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Originalrezept für Totenbeinli, aufgeschrieben von Adele Duttweiler

 Totenbeinli

250 g Zucker
3 Eier
abgeriebene Schale ½ unbehandelten Zitrone
200 g geröstete, ganze Haselnüsse
1 Messerspitze Hirschhornsalz (Triebsalz)
250 g Mehl

Schlage in einer Schüssel ½ Pfund feinen Zucker mit 3 Eiern + einer halben fein gehackten Zitronenschale schaumig, mische hierauf 200 g geröstete, ganze Haselnüsse darunter sowie eine Messerspitze Hirschornsalz und ½ Pfund Mehl. Walle diesen Teig auf dem mit Mehl besträuten Tisch aus zu einem Stück von 1 cm Dicke, schneide dasselbe in 1 cm breite Streifen von ca. 12 cm Länge. Gebe diese Stücke so auf ein Backblech , dass sie einander nicht berühren, bestreiche die Oberfläche mit aufgeschlagenem Ei + backe die Totenbeinli im Ofen langsam braun. Sie lassen sich an einem trockenen Ort lange aufbewahren.

Ich habe den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) eingestellt und die Totenbeinli etwa 20 Minuten gebacken.

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Today I have a recipe for very special biscuits for you. The name is a bit macabre – „Totenbeinli” (death men’s bones). This is an original recipe from Switzerland, of the year 1912.
Adele Duttweiler, the wife of Gottlieb Duttweiler, founder of Migros had written down this recipe at cooking school, when she was 20 years old
The recipe was used in the 1930s as a template for the production of the famous Totenbeinli (Bâtonnets aux noisettes).
Traditionally, this pastry was offered to the mourners at funerals, and this is why they were called „Totenbeinli“ in German.
The pastry, however, is not only well-known and very popular in Switzerland but also here in Germany. You‘ ll find them all over the Region Hochrhein (Upper Rhine).
Taste and in consistency remind me of Italian biscotti and make a very nice sweet snack to serve with coffee. An Italian Vin Santo or a dry sherry, but also a dry Chasselas would match perfectly.
For this recipe you’ll need toasted hazelnuts (200 g) which can be prepared as follows:

Put the peeled hazelnuts on a baking sheet, roast for 15-20 minutes in the oven at 150 ° C (302 °F) convection/fan oven. Make sure that the nuts don’t get too dark. When the skins burst, you can take them out of the oven. Put them onto a a kitchen towel and rub the nuts with the cloth, to loosen the brown skin. If possible, do that somewhere outdoors – that makes a lot of mess.

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Totenbeinli
(Bâtonnets aux noisettes)
250 g of fine sugar

3 eggs
Zest of ½ lemon untreated
200 g toasted, whole hazelnuts
1 pinch of
sal volatile (raising agent)

250 g flour

In a bowl, whisk 250 g of fine sugar,  3 eggs + finely chopped lemon zest until fluffy; then fold in 200 g roasted, whole hazelnuts as well as a pinch of sal volatile and 250 g of flour. Roll out this dough on the floured table to a piece of 1 cm thickness, cut stripes with 1 cm in width and about 12 cm in length. Put those pieces on a baking sheet so that they do not touch, brush with with beaten egg. Slowly bake in the oven until golden brown. They can be kept in a dry place for a long time.

I baked it at 180 ° C = 356 °F (top / bottom heat) for about 20 minutes.

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Adventskalender 2014 – Nr. 2 – Nonnettes à l’orange

Adventskalender 2014_2
2. Dezember – noch ein Mitbringsel vom Martinimarkt in Vevey.
Nonnettes, das sind kleine, lebkuchenartige Küchlein. In Vevey sind die mit Rum getränkten Nonnettes traditionell und besonders beliebt. Ich hatte welche mit Orangenfüllung vom Markt mitgebracht.
Das Gebäck ist sehr saftig und süß…
Später habe ich das Rezept in einem französischen Büchlein mit Lebkuchen-Rezepten gefunden (Le Pain d’épices sous toutes ses formes), welches ich vergangenens Jahr einmal vom Weihnachtsmarkt aus dem benachbarten Ottmarsheim mitgebracht hatte. Und ich habe das Rezept nun zweimal übersetzt. (Französisch in Deutsch und Deutsch in Englisch….)

Vevey 65

Nonnettes à l’orange

150 g Weizenmehl
150 g Roggenmehl
10 g Lebkuchengewürz
10 g Backpulver
75 g Butter
75 g Zucker
200 g Honig
4 g Salz
2 Eier
200 g Milch

Ausserdem:
1 Glas Orangenmarmelade
50 g Puderzucker
15 g Wasser

Die Mehlsorten mit Backpulver und Lebkuchengewürz mischen und in eine Schüssel sieben. In einem kleinen Topf die Butter schmelzen.
In einer Schüssel mit dem Schneebesen nach und nach die geschmolzene Butter, Zucker, Honig, Salz und Eier, Milch und Mehlmischung verquirlen.
Einen Spritzbeutel mit einer 10 mm Tülle mit dem Teig füllen und Muffinförmchen zu 2/3 damit füllen.
Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C für etwa 20 Minuten backen.
Mit einem Holzstäbchen/Zahnstocher  prüfen, ob die Küchlein durchgebacken sind (wenn kein Teig am Holzstäbchen zurückbleibt, sind sie fertig).
Aus Puderzucker und Wasser einen Zuckerguss rühren und mit Hilfe eines Pinsels die noch warmen Küchlein damit bestreichen.
Dann einen Spritzbeutel mit einer 5 mm Tülle mit der Orangenmarmelade füllen und die Tülle etwa 1 cm tief in die Küchlein stecken und jedes mit etwa 1 Teelöffel Marmelade füllen.

Adventskalender 2014_2_1This is another speciality of Vevey, Nonnettes – small cakes with mixed spice and honey – also known in France as a kind of gingerbread. In Vevey the cakes are soaked with rhum which is very popular over there. I brought some Nonnettes back home – they were filled with marmalade (à l’orange).

Nonnettes à l’orange

150 g of wheat flour
150 g rye flour
10 g gingerbread spices (mixed spice)
10 g baking soda
75 g butter
75 g sugar
200 g of honey
4 g salt
2 eggs
200 g of milk

also:
1 glass of marmalade
50 g icing sugar
15 g of water

Mix flour with baking powder and gingerbread spice and sift into a bowl. In a small saucepan, melt the butter.
In a bowl,  gradually mix melted butter, sugar, honey, salt and eggs, milk and flour mixture, using a whisk.
Fill the dough into a pastry bag with a 10 mm socket and fill into muffin cups to 2/3.
Bake in the preheated oven at 160 ° C (320 °F) for about 20 minutes.
Check with a wooden skewer / toothpick if the cakes are baked through (if no dough remains on the wooden stick, they are done).
Prepare a frosting by mixing icing sugar and water. Brush the the still warm cakes with it.
Then fill a pastry bag with a 5 mm socket with marmalade and insert the spout in the center of the cakes, to about 1 cm. Fill each cake with about 1 teaspoon of jam.

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Adventskalender 2014 – Nr. 1: Cuchaule und Moutarde de Bénichon

Adventskalender 2014_1
Endlich ist es soweit. Das erste Türchen des Adventskalenders darf geöffnet werden.
Heute hat die Markgräflerin eine Spezialität aus der Schweiz für euch.

Cuchaule 4

Mund im Wallis ist bekannt für den Safran-Anbau in der Schweiz. Erntezeit für Safran ist Mitte/Ende Oktober an sonnigen Tagen. Und so überrascht es nicht, dass man nicht allzu weit entfernt eine Spezialität mit Safran bäckt. In Vevey, am Genfersee, gibt es zum Martinimarkt ein Brot mit Safran. Es besteht aus einem lockeren Hefeteig.
Man isst es zum Apéro, bestrichen mit Butter und dem eher süßen Moutarde de Bénichon (Senfspezialität aus Fribourg). Dazu gibt es einen hiesigen Weißwein (Chasselas/Fendant/Gutedel).
Hier sind die Rezepte:

Cuchaule

Cuchaule mit Safran
Ergibt 3 Brote à ca. 500 g

Zutaten:
550 g Milch
10 Safranfäden (ca. 1 Prise)
900 g Weissmehl
20 g Hefe
20 g Salz
100 g Zucker
1 Ei
1 gestrichener TL Sauerteigpulver für Roggenbrot

150 g   Butter, weich
Mehl zum Formen
Ei zum Bestreichen

Zubereitung

1. Am Vortag: Milch mit Safran mischen. Im Kühlschrank zugedeckt ­über Nacht ziehen lassen.

2. Am Zubereitungstag: Safranmilch aus dem Kühlschrank nehmen und auf 18 °C erwärmen oder Raumtemperatur annehmen lassen.

3. Mehl in eine Schüssel geben. Safranmilch, Hefe, Salz, Zucker, Ei und Sauerteigpulver dazugeben. Mit einem Rührgerät ca. 8 Minuten auf niedrigster Stufe kneten.

4. Butter flockenweise beigeben. Teig auf höchster Stufe ca. 5 Minuten kneten, bis er schön geschmeidig ist.

5. Teig zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Zusammendrücken und nochmals 1 Stunde gehen lassen.

6. Den Teig dritteln. Auf wenig Mehl drei Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Brote bei Zimmertem­peratur mit einem Tuch leicht bedeckt ca. 2 Stunden gehen lassen. Mit Ei bestreichen. Im Kühlschrank ca. 30 Minuten ruhen lassen.

7. Backofen auf 170 °C vorheizen. Brote nochmals mit Ei bestreichen. Mit einem scharfen Messer über Kreuz mehrmals sehr fein einschneiden.

8. In der Ofenmitte ca. 40 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Dazu nach Belieben Moutarde de Bénichon servieren.

Cuchaule 2

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Moutarde de Bénichon

Für 2 Gläser von je ca. 150 ml

1 Esslöffel Senfpulver und ½ dl (50 ml) Weisswein (Chasselas/Fendant oder Gutedel) verrühren, ca. 12 Std. quellen lassen.

2 dl (=200 ml) Wasser, 50 g Kandiszucker, 1 Sternanis, ½ Zimtstange in einem kleinen Topf aufkochen, Hitze reduzieren, ca. 15 Min. köcheln. Sternanis und Zimtstange entfernen.
3 dl (=300 ml) Vin cuit und 2 Esslöffel Mehl verrühren, hinzufügen, unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 10 Min. einkochen, bis die Masse geeleeartig ist.
Senf-Weisswein beigeben, kurz aufkochen. Den dickflüssigen Moutarde de Bénichon siedend heiss in saubere, vorgewärmten Gläser füllen, sofort verschliessen. Gläser mit Schraubdeckel kurz auf den Kopf stellen, auf einem Küchentuch auskühlen lassen. Kühl und dunkel gelagert ist der Moutarde de Bénichon etwa 6 Monate haltbar. Nach dem Öffnen das Glas im Kühlschrank aufbewahren, und rasch konsumieren.

Vin cuit oder Raisinée ist eingedickter Most von Äpfeln und/oder Birnen. Das dickflüssige Konzentrat lässt sich durch Birnendicksaft ersetzen.

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Vin Cuit selbst herstellen:

1 Liter Apfel- oder Birnensaft, oder eine Mischung aus beiden Säften einkochen, bis nur noch 150 ml zurückbleiben. In saubere Schraubdeckelgläser füllen und auskühlen lassen.

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Mund in Valais, Switzerland is known for its saffron cultivation in Switzerland. Harvest time for saffron is mid / late October on sunny days. And so it is not surprising that not too far away from this area there is a specialty with the ingredient saffron. In Vevey, on Lake Geneva, there is a market (Saint Martin Market) in November, where they traditionally bake a bread with saffron. It consists of a fluffy dough.
It is eaten as an aperitif, spread with butter and the rather sweet Moutarde de Bénichon (mustard specialty from Fribourg). It is accompanied by a local white wine (Chasselas / Fendant).
Here are the recipes:


Cuchaule with saffron
Makes 3 loaves, each 500 g

ingredients:
550 g of milk
10 saffron threads (about 1 pinch)
900 g white flour
20 g of yeast
20 g of salt
100 g sugar
1 egg
1 level teaspoon sourdough powder for rye bread

150 g butter, softened
flour to form
egg for brushing

preparation

1. The day before: Mix milk with saffron. Cover, put in the refrigerator and leave to rest overnight.

2. On the day of preparation: take saffron milk from the refrigerator and allow to warm to 18 ° C or let come to room temperature.

3. Place flour in a bowl. Add saffron milk, yeast, salt, sugar, egg and sourdough powder. With a mixer and knead for about 8 minutes on the lowest level.

4. Add Butter in flakes. Knead into the dough at the highest level for about 5 minutes until it gets smooth.

5. Cover and leaven for about 1 hour. Compress and leafen again for 1 hour.

6. Divide the dough into three parts. Form three balls using only little flour. Place on a baking sheet lined with baking paper. Cover with a cloth and leaven for about 2 hours at room temperature. Brush with egg and place in the fridge for about 30 minutes.

7. Preheat the oven to 170 ° C. Brush the bread with egg, again. With a sharp knife, very finely cut crosswise several times.

8. Bake in the middle of the oven for about 40 minutes. Let cool on a wire rack. Serve with Moutarde de Bénichon.

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Moutarde de Bénichon

For 2 glasses of approx 150 ml

Mix 1 tablespoon mustard powder and ½ dl (50 ml) white wine (Chasselas / Fendant), leave to swell for approx. 12 hours.

In a small pot, bring to a boil 2 dl (= 200 ml) water, 50 g rock candy, 1 star anise, ½ cinnamon stick, reduce heat, let simmer for about 15 minutesRemove star anise and cinnamon stick.
Mix 3 dl (= 300 ml) vin cuit and 2 tablespoons of flour, add into the pot and boil over medium heat for about 10 minutes while stirring occasionally. Boil until the mixture looks like jelly.
Add mustard and white wine, bring to the boil. Fill the hot and viscous Moutarde de Bénichon into clean, pre-heated jars (screw cap) and close immediately. Place the jars upside down for a few minutes, turn and leave to cool on a kitchen towel. Stored in a cool and dark place, the Moutarde de Bénichon can be preserved for about 6 months. Keep the jar after opening in the refrigerator and consume quickly.

Vin cuit or Raisinée is thickened Most of apples and / or pears. The viscous concentrate can be replaced by thickened pear juice.

Homemade Vin Cuit:

Boil 1 liter of apple or pear juice, or a mixture of both juices,  thicken until only 150 ml remain. Fill into clean jars with screw cap and seal.

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Ein Besuch in Vevey am Genfersee

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Würde man es nicht dazu schreiben, dass wir hier am Genfersee, bzw. dem Lac Léman sind, würde man meinen, man sei irgendwo am Meer.

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Vevey ist nicht nur der Ort, an dem sich der Hauptsitz des Nestlé Konzern befindet, sondern er ist auch die Partnerstadt von Müllheim/Baden, meiner Heimatstadt.

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Auf den ersten Blick haben die beiden Orte nicht viel gemeinsam – aber wenn man genauer hinsieht….
O. k. wir haben nur einen kleinen Teich im Bürgerhaus-Park, aber wir sind auch von Reben umgeben und aus der Gegend um Vevey hat unser Markgraf von Baden einst den guten Wein mitgebracht: Den Gutedel, der am Genfersee auch Chasselas oder Fendant genannt wird.
Weitere Gemeinsamkeiten: Hier gibt es Berge, ein mildes Klima und gutes Essen.

Die Markgräflerin hatte diesen Besuch schon lange auf ihrer „To See” – Liste, denn einmal im Jahr, am zweiten Dienstag im November findet ein bunter Jahrmarkt statt – der Martinimarkt.

Diese Tradition in Vevey aus dem Mittelalter, die von den Savoier Herzögen eingeführt wurde, bot den Anwohnern des Léman-Sees die Möglichkeit, auf dem Markt einen Tag lang zu handeln, ohne einer Steuer unterworfen zu sein. Das Fest Sankt Martin – ein Fest des Teilens und der Solidarität, aber auch ein Fest der guten Geschäfte und des Wiedersehens unter den Erdarbeitern, den Arbeitern auf dem Flachland, am Berg und denen im Weinberg – kündigt bei uns den Winter mit Überfluss, Feiern und guter Laune an. Heute ist der Sankt-Martinsmarkt eine Veranstaltung des Veveyer Herbsts. Es kommen immer mehr Händler und Kunden und die Atmosphäre ist sehr gemütlich. Neben den traditionellen Küchlein gibt es dort viele kulinarische Spezialitäten (…)
Quelle: http://www.myswitzerland.com

Dieses Jahr fiel der 11. November, der Tag des Heiligen Sankt Martin sogar auf diesen Tag. Der örtliche Busunternehmer in Müllheim, die Firma Will, bietet diese Fahrt jedes Jahr in seinem Ausflugsprogramm an. Die Markgräflerin hatte sich dieses Jahr endlich einmal einen Tag frei genommen, um teilzunehmen.

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Mit dem Bus fuhren wir dann also in Richtung Basel und dann auf der A1, dem Schild Lausanne folgend und zum Schluss auf der A12, vorbei an Fribourg und am Lac de Gruyère (dort kommt auch der berühmte Käse her).
Unterwegs weist ein Schild darauf hin, dass ab dort Rhein und Rhône in verschiedene Richtungen fließen. Nämlich der Rhein, der irgendwann in der Nordsee endet und die Rhône, die später ins Mittelmeer fließt.

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Kurz vor Vevey:

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Das Wetter war recht gut und zwischendurch kam sogar die Sonne raus…

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Mittagspause macht man hier am See…

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Über den Martini-Markt werde ich separat berichten. Denn zuerst habe ich einen ausgiebigen Spaziergang am Seeufer gemacht.

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Die Schiffsstation am Marktplatz

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Dieses Motiv mit den Seepferdchen findet man an mehreren Stellen wieder.

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Die Uferpromenade. Von den Wohnungen rechts hat man bestimmt einen traumhaften Blick über den See.

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Der Promenadenabschnitt, welcher der Partnerstadt Müllheim gewidmet ist:

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Blick auf den Hauptsitz der Firma Nestlé

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Und in die entgegengesetzte Richtung:

Vevey 22Statuen der bekanntesten Personen, die in Vevey gelebt haben:

Mihai Eminescu, bedeutendsder rumänischer Dichter – „The Last Romantic”

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Nicolas Gogol, einer der wichtigsten Vertreter der russischsprachigen Literatur in der Ukraine

Vevey 26Und natürlich noch ….

Vevey 27In einem Ortsteil am Rande Veveys sind ihm zu Ehren Hochhäuser mit seinem Porträt bemalt.

Was es im Alimentarium, dem Ernährungsmuseum von Nestlé alles zu sehen gibt, erzähle ich euch in einem weiteren Beitrag…

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Tessiner Polenta trifft Rüebli aus Aarau

Ruebli Polenta 1

Das Gemüsefach im Kühlschrank der Markgräflerin ist immer noch nicht leer – aber es werden immer weniger Rüebli vom Markt in Aarau.
Im Vorratschrank hatte ich noch ein wenig Polenta, die mir meine liebe Nachbarin aus Lugano mitgebracht hatte. Die erste Portion gab es mit Hasenleber – das war an Weihnachten 2013 – also höchste Zeit, die Vorräte aufzubrauchen. Ich habe auch noch frischen Thymian im Garten – die passt hervorragend.
Und wieso sollte man nicht die Rüebli aus der Nordwestschweiz mit einem Produkt aus dem Schweizer Süden kombinieren? Die Idee für das Rezept stammt aus dem Buch „Green Gourmet Family” der Migros.

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Polenta mit Rüebli

Für 4 Personen

1 Zwiebel
4 Esslöffel Olivenöl
1 Liter Gemüsebouillon
(Nicht-Vegetarier können auch Rinderbouillon verwenden)
300 g Bramata-Mais/Polenta
40 g Appenzeller Käse
Salz, Pfeffer
600 g Rüebli/Möhren, möglichst verschiedenfarbig
1/2 Orange
einige Zweige Thymian

Die Zwiebel schälen und fein hacken. 2 Esslöffel Olivenöl in einer hohen, beschichteten Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel dazugeben und ca. 2 Minuten andünsten, die Bouillon angießen, dann unter Rühren die Polenta einrieseln lassen. Zugedeckt unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen. (Vorsicht, die brodelnde Polenta kann spritzen!)
Den Käse reiben und unter die Polenta rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Inzwischen die Rüebli schälen und in ein Dampfkörbchen legen. Das Körbchen in eine weite Pfanne stellen. Wenig Wasser dazugießen und zugedeckt ca. 20 Minuten dämpfen.
Die Orange auspressen. Restliche 2 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Rüebli dazugeben und kurz schwenken. Den Orangensaft darüber träufeln und einköcheln lassen, bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Polenta auf eine Servierplatte geben und die Rüebli darauf anrichten. Thymian waschen, abtropfen und darüberzupfen.

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 Polenta with carrots

For 4 people

1 onion
4 tablespoons olive oil
1 litres of vegetable stock
(non-vegetarians can also use beef broth)
300 g Bramata corn / polenta
40 g Appenzeller cheese
salt and pepper
600 g carrots / if possible in different colors
1/2 orange
a few sprigs of thyme

Peel the onion and chop finely. Heat 2 tablespoons olive oil in a large, nonstick skillet. Add the diced onion and fry for about 2 minutes, pour the broth, then sprinkle in the polenta while stirring. Cover and simmer for about 25 minutes over mediom heat, stirring occasionally. (Caution, the bubbling polenta can splash!)
Grate the cheese and stir into the polenta. Season with salt and pepper.

Meanwhile, peel the carrots and place in a steaming basket. Place the basket in a large pan. Pour a little water, cover and steam for about 20 minutes.
Squeeze the orange. Heat the remaining 2 tablespoons of olive oil in a pan, add the carrots and fry briefly. Drizzle with orange juice and let simmer until no liquid is left. Season with salt and pepper.
Pour the polenta onto a platter and arrange the carrots on it. Wash and drain the thyme, pluck and distribute over the polenta.

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