Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frankreich, Garten, Natur & Garten, Reisen

Ein kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine- Teil 11: 54300 Lunéville – France

Luneville Stadtrundgang 1


Nachdem wir uns gestärkt und ausgeruht hatten, haben wir uns am Nachmittag Lunéville mal genauer angesehen und auch einen Teil des Schlosses von innen besichtigt.
Unser kleiner Stadtrundgang ist dabei immer wieder durch kurze Regenschauer unterbrochen worden.
Wir haben uns dann in einzelne Ausstellungen im Schloss und in ein nahegelegenes Café geflüchtet.
Die Ausstellungen im Schloss – insbesondere eine Sammlung mit alten Fayencen und die Spitzenstickerei von Lunéville (Broderie de Lunéville)- durften zum größten Teil nicht fotografiert werden.
Deshalb kommt hier nur ein kleiner Teil in Fotos…


Luneville Stadtrundgang 4
Lunéville Spitze

Luneville Stadtrundgang 16

Luneville Stadtrundgang 10

Luneville Stadtrundgang 12

Luneville Stadtrundgang 13


Und jetzt kommt eine Mischung aus Bildern, die an diesem Nachmittag entstanden sind und solchen, die wir an unserem ersten Abend in Lunéville aufgenommen haben.


Luneville Stadtrundgang 21

Luneville Stadtrundgang 24


Die Kirche St. Jacques wurde von 1730 bis 1747 im bevorzugten Stil (Rokoko) des polnischen Königs Stanislaus Leszczynski erbaut, der Herzog von Lothringen geworden war und die letze Phase des Baus finanzierte.
Im Auftrag des Monarchen ließ sich der Architekt Emmanuel Héré von polnischen Barockkirchen inspirieren und schuf zusammen mit dem Orgelbauer Nicolas Dupont die einzige in Europa bekannte Orgel mit verborgenen Pfeifen.



Luneville Stadtrundgang 28


Das Haus des Kaufmanns „Maison du Marchand” wurde im 18. Jahrhundert von einem Hoflieferanten des Königs Stanislaus Leszczynski in Auftrag gegeben, der in Übersee Gewürze und fremdländische Waren einkaufte.



Das Gebäude aus rosa Vogesen-Sandstein wurde umfassend restauriert. Im Skulpturenschmuck der Eckpilaster kann mann Fässer und einen Schiffsbug erkennen



12 rue de Lorraine



Das Haus Nummer 12 in der Rue de Lorraine wurde im 17. Jahrhundert erbaut und ist eines der ältesten Gebäude von Lunéville.
Verschiedene Elemente sind in einem bemerkenswert gutem Zustand original erhalten geblieben: Eine Holztreppe und eine beschlagene Tür mit einem Giebeldreieck.
Dieses war früher mit einer Platte verziert, auf der drei Sängerknaben dargestellt waren.


Luneville Stadtrundgang 44


Und dann bekam die Markgräflerin an diesem Tag doch noch einen schöne Garten zu sehen.
In einer Seitengasse ganz in der Nähe der Kirche haben wir dieses kleine Paradies entdeckt – gerade noch rechtzeitig, bevor er für die Nacht verriegelt wurde.



Und jetzt fehlt natürlich noch das Rathaus (Hotel de Ville) mit seinem wunderschön gestalteten Vorplatz.
Hier hat man das Thema Fayencen in Form einer blumengeschmückten Freilufttafel aufgenommen…


Luneville Stadtrundgang 53

Luneville Stadtrundgang 56


Und später sind wir zum Abendessen in ein kleines, familiär geführtes Restaurant gegangen.
Keine Haute Cuisine – für einen Franzosen gesehen wohl eher Hausmannskost…
Aber nachdem wir am Vorabend des Nationalfeiertags nirgendwo einen Tisch reserviert hatten, und sonst überall kein Platz mehr zu bekommen war gab es nur dieses zur Auswahl.


Abendessen Traiteur 7


Als Apéritif haben wir auf Empfehlung des Kellners eine hausgemachte Sangria getrunken.
Dazu gab es Oiven.

Vorspeise:
1. Terrine de campagne, Salat oder 2. Melone, Schinken, Butter, Salat
Kombination 2 war nicht so gelungen, der Salat war mit einem Meerrettich-Dressing angemacht und hat nicht so gut zur Melone gepasst.
Eindeutig empfehlenswerter war Vorspeise Nr. 1



Hauptgericht:
1. Seehecht Knusperli mit sauce Bearnaise, Nudeln, Gemüse oder 2. gegrillte Andouille (Kuttelwurst) mit Pommes, Salat
Hier haben wir die Kuttelwurst als bessere Kombination befunden.



Dessert:
Normalerweise der krönende Abschluss…
1. Mit einer Vanillecreme überbackene Früchte oder 2. eine Vanilleparfait mit kandierten Früchten – ähnlich einer Cassata
Hier war eindeutig Nr. 2 besser – Kritikpunkt bei den überbackenen Früchten: Die Früchte waren wild kombiniert von Traube über Grapefruit bis zur Melone und ein Teil davon hat nach Zwiebel geschmeckt, vermutlich mit dem falschen Messer oder auf dem falschen Brett geschnitten!!! Das geht gar nicht.
Die Vanillecreme, mit der das ganze überbacken war, war handwerklich gut gemacht.
Der Gruppe Einheimischer, die am Nebentisch das gleiche hatte, scheint es geschmeckt zu haben, im Gegensatz zu mir haben sie alles brav aufgegessen.



Wir haben dann beschlossen, für den kommenden Abend wieder einen Tisch im „Les Pages” zu reservieren – und wir sollten diesen Beschluss nicht bereuen.
Aber davon erzähle ich euch in einem weiteren Beitrag.


Luneville Stadtrundgang 57


Zum Abschluss des abends haben wir uns im Schlosspark noch einmal die Wasser-Lichtspiele angesehen und anschließend das große Feuerwerk zum Nationalfeiertag.

Dessert, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frankreich, Garten, Natur & Garten, Reisen

Ein kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine- Teil 8: Nancy – Ein Garten und süße Souvenirs

Sommer 2016 Urlaub 207 Nancy
Au Duché de Lorraine – Confiserie Lefèvre-Lemoine

Nachdem wir unsere Füße im Park –  mit einem Picknick– erholt hatten, ging es weiter.
Von einem hinteren Eingang bzw. Ausgang des Parks gelangten wir zur Porte Ste. Catherine.


Sommer 2016 Urlaub 204 Nancy
Porte Ste. Catherine, Nancy

Ein kleines Stück weiter in Richtung Place Stanislas, den wir daraufhin wieder ansteuerten, haben wir noch den Garten Godron entdeckt.


Sommer 2016 Urlaub 205 Nancy


Der von Stanislaus, dem letzten Herzog von Lothringen, im Jahr 1758 gegründete erste botanische Garten der Stadt Nancy präsentiert heute die Sammlung blühender Zierpflanzen für Grünanlagen. Der Name geht auf Dominique-Alexandre Godron, einen berühmten Mediziner und Botaniker, zurück.
Bemerkenswerte Bäume: Ginko, Schwarznussbaum, Tulpenbaum, Zürgelbaum und Korsikakiefer.


Sommer 2016 Urlaub 209 Nancy

Sommer 2016 Urlaub 221 Nancy

Sommer 2016 Urlaub 220 Nancy


So ein schöner Garten, und das mitten in der Stadt. Überhaupt fanden wir, dass Nancy voller grüner Oasen ist – neben den stattlichen, historischen Bauwerken und dem imposanten Place Stanislas macht das eindeutig den besonderen Flair dieser Stadt aus.


Sommer 2016 Urlaub 2378Nancy


Wir sind dann nochmal am Platz Stanislas vorbei, haben uns noch eine Kirche angeschaut und sind dann zurück zum Bahnhof, wo wir in der nahegelegenen Confiserie Lefèvre-Lemoine noch letzte Souvenirs besorgt und eine Tasse Kaffee getrunken haben.


Sommer 2016 Urlaub 234 Nancy


Au Duché de Lorraine – Confiserie Lefèvre-Lemoine

47 rue Henri-Poincaré, Nancy

Das Süßwarengeschäft, seit 1810 eine Institution, ist zugleich ein wahres Museum. Alte Schränke und Anrichten, Tellerborde mit altem Geschirr aus der Fayencenmanufaktur von Lunéville bilden die schöne Ausstattung. Und natürlich ist auch für die Gaumenfreuden gesorgt. In den verführerischen Auslagen locken die berühmten Bergamotes de Nancy, Makronen, Pralinen und Süßes mit wohl klingenden Namen wie visitandines, chardons, griottes, gâteaux des ducs aux amandes oder à l’orange zum Kauf.


Sommer 2016 Urlaub 233 Nancy


Das war unser Besuch in Nancy – ein Teil unseres kulinarischen Kurzurlaubs in der Lorraine – Fortsetzung folgt…


Sommer 2016 Urlaub 237 Nancy

Backen, Dessert, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frankreich, Garten, Kleine Kuchen und Torten, Natur & Garten, Reisen

Ein kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine- Teil 7: Nancy – Le Saint-Èpvre, Rosen und Park de la Pépinière

Sommer 2016 Urlaub 166 Nancy
Le Saint-Èpvre, ein Törtchen aus Mandelbaiser, gerfüllt mit einer feinen Butter-Vanille-Crème

Wenn man in Nancy vom Place Stanislas dem Zeigefinger  der Stanislas Statue folgt, kommt man durch den Thriumphbogen zum Place de la Carrière.


Sommer 2016 Urlaub 167 Nancy


Der Arc de Triomphe in Nancy wurde dem Triumphbogen des Septimus Severus in Rom nachgebildet und verherrlicht König Ludwig XV. in seinen Dekorelementen: Flachreliefs, Inschriften usw. Das Akroterion mit der Renommee-Gruppe ist mit einem Medaillon des Herrschers geschmückt.


Sommer 2016 Urlaub 171 Nancy
Place de la Carrière mit Blick auf den „Palais de Gouvernement”

Dieser im 16. Jahrhundert angelegte Platzs ist der dritte Bestandteil eines architektonischen Ensembles aus dem 18. Jahrhundert.
Ursprünglich handelte es sich um einen Turnierplatz, daher sein Name „Carrière”.
Am Eingang des Platzes stehen sich zwei Stadtpaläste gegenüber: Das Hotel de Craon (heute Berufungsgericht) und Bourse de Commerce (früher Handelsbörse), heute Verwaltungsgericht. Am anderen Ende steht der Palais du Gouvernement, der von einem mit antiken Gottheiten geschmückten Halbrundplatz eingerahmt ist.
Dort lebte unter Stanislaus der Intendant als Repräsentant des französischen Königs.

Geht man beim Palais du Gouvernement links, kommt man zum Place Saint-Èpvre.


Sommer 2016 Urlaub 172 Nancy
Place Saint-Èpvre

Der ehemalige Markt- und Handelsplatz des Mittelalters ist mit einem Brunnen und einem Standbild Renés II., Herzog von Lothringen, geschmückt.
Dieser besiegte den Burgunder Herzog Karl den Kühnen im Jahr 1477 in der Schlacht bei Nancy. Die Basilika Saint Èpvre, die im 19. Jahrhundert von Prosper Morey erbaut wurde, hat große Kirchenfenster und Holzvertäfelungen vorzuweisen, die zum Teil in Bayern hergestellt wurden.
Leider konnte man die Basilika nicht besichtigen.


Sommer 2016 Urlaub 173 Nancy


Aber, auch rund um die Kirche gibt es lohnende Fotomotive…



Und dann haben wir in einer kleinen Pâtisserie eine weitere Spezialität von Nancy entdeckt:


Sommer 2016 Urlaub 178 Nancy
Pâtisserie Adam

Sommer 2016 Urlaub 179 Nancy

Sommer 2016 Urlaub 180 Nancy


Le Saint-Èpvre est un gâteau très moelleux composé de deux disques de meringue aux amandes, garnis d’une crème au beurre à la vanille et à la nougatine pilée, le tout de fabrication maison. Rond et blond, saupoudré de sucre glace, il est présenté avec un ruban rouge ou bleu assorti d’une étiquette. Ses saveurs vanille et nougatine sont subtiles et s’équilibrent parfaitement en bouche. Il est composé entre autres de blancs d’oeufs, de sucre et d’amandes pour le macaron, et de beurre, de sucre et de blancs d’oeufs pour la base de la crème au beurre.

Des disques de meringue aux amandes sont dressés sur plaques, à l’aide d’une poche munie d’une douille ronde unie, en forme de colimaçon, puis cuits à four doux. Parallèlement, le pâtissier prépare une crème au beurre avec du sucre cuit, des blancs d’oeufs et du beurre. Il la parfume et en garnit l’intérieur des deux disques de meringue. Le gâteau est ensuite entreposé deux à trois jours, pour son „affinage“, dans une chambre froide (un réfrigérateur) qui lui est réservée, ce qui rend le macaron moelleux. On ne connait pas la température et le degré d’hydrométrie. Enfin, le pâtissier applique sur les côtés du Saint-Epvre une fine chapelure de macarons et le saupoudre légèrement de sucre glace.

L‘ Astuce du Chef : Il est conseillé de placer le gâteau à température ambiante une heure avant dégustation. Un champagne l’accompagnera parfaitement.


 

Sommer 2016 Urlaub 188 Nancy


Der Saint-Epvre ist ein lockerer, feuchter, gefüllter Kuchen aus zwei Mandel-Baiser Böden. Die Füllung besteht aus einer Vanille-Buttercreme, die mit fein zerbröseltem Mandelkrokant bestreut wird.
Zum Verkauf werden die runden, goldfarbenen Kuchen mit Puderzucker bestreut, und mit einem roten oder blauen Band und einem Etikett versehen.
Die feinen Krokant- und Vanillearomen sind perfekt abgestimmt, um den Gaumen zu verwöhnen.
Der Saint-Epvre besteht unter anderem aus Eiweiß, Zucker und Mandeln für den Mandelbaiser und Butter, Zucker und Eiweiß als Basis für die Buttercreme.

Die Mandelbaiser-Masse wird zunächst mit einem Spritzsack, ähnlich wie bei den Macarons da Nancy, in kleinen, runden Häufchen auf ein vorbereitetes Backblech gesetzt und
im Ofen bei niedriger Temperatur gebacken.
In der Zwischenzeit bereitet der Konditor eine Buttercreme aus geläutertem Zucker, Eiweiß und Butter zu, womit er die vorbereiteten, abgekühlten Mandelbaiser-Böden füllt.
Der Kuchen wird dann zwei bis drei Tage kühl gelagert. So entfalten die Saint-Epvre ihr Aroma und der Mandelbaiser wird schön weich und feucht.
Schließlich werden die offenen Seiten der Kuchen mit feinen Makronenbröseln bestreut und dann leicht mit Puderzucker bestäubt.

Empfehlung des Konditors: Den Kuchen eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur lagern. Ein Glas Champagner ist der perfekte Begleiter.


Sommer 2016 Urlaub 196 Nancy


Naja – Champagner hatten wir keinen dazu – aber dafür den Ausblick auf einen schönen Rosengarten, wo wir die kleine Version dieses Kuchens „à la Française“ vernascht haben:
Wir haben es einfach wie die Franzosen gemacht, die auf den Bänken im Park ihre Mittagspause verbracht und gepicknickt haben.
Wir hatten uns in einer Boulangerie noch ein frisches Baguette gekauft, dazu gab es Käse, den Rest der Chaudin Lorrain und eine Paté Lorrain.


Sommer 2016 Urlaub 189 Nancy


Anschließend haben wir einen ausgedehnten Spaziergang durch den Rosengarten und Park de la Pépinière unternommen.


Sommer 2016 Urlaub 191 Nancy

Sommer 2016 Urlaub 197 Nancy

Sommer 2016 Urlaub 200 Nancy

Sommer 2016 Urlaub 194 Nancy

Sommer 2016 Urlaub 198 Nancy

Sommer 2016 Urlaub 201 Nancy

Sommer 2016 Urlaub 199 Nancy

Sommer 2016 Urlaub 203 Nancy


Fortsetzung folgt…