Essen & Trinken, Fotografie, Markgraeflerland, Natur & Garten, Reisen, Schwarzwald/Black Forest, Sommer

Die Markgräflerin geht in die Luft und wird getauft – 1. Müllheimer Ballonfestival, Samstag 25.08.18

Ballonfahrt über das Markgräflerland – Blick auf Dattingen bei Müllheim

Am Wochenende fand das erste Müllheimer Ballonfestival während des traditionellen Müllheimer Flugplatzfestes auf dem Segelfluggelände in meiner Heimatstadt Müllheim statt.
Die Markgräflerin und der Markgräfler hatten die einmalige Gelegenheit, bei der ersten Ballonfahrt anlässlich dieses Festivals dabei zu sein.
Schon Tage zuvor war noch nicht ganz klar, welche der geplanten Fahrten stattfinden könnten, aber der Wetterbericht für den Samstagmorgen sah ganz gut aus.

Am Samstag ging es dann früh morgens los in Richtung Segelflugplatz. Als wir gegen 6 Uhr dort ankamen, war es noch dunkel, aber erste Vorbereitungen wurden bereits getroffen.



Es wurden Ventilatoren für das Befüllen der Ballons in Position gebracht, der Wetterbericht und Windrichtung und Geschwindigkeit genauestens studiert und ein mit Helium gefüllter Luftballon steigen gelassen, um zu sehen, wie sich der Wind tatsächlich verhält.
Leider war es ziemlich bewölkt, aber nachdem Ballon-Pilot Bernd Klank die Lage für gut befunden und ungefähre Fahrtrichtung und Ziel berechnet hatte, bekamen die Passagiere den Ballon zugewiesen, in dem sie mitfahren sollten.

Der Markgräfler und die Markgräflerin hatten die Ehre mit Ballon-Pilot Sven Grenzner im bunten Clown OLEG, der übrigens seine Heimat auch in Müllheim hat und jetzt in Schwäbisch-Hall zu Hause ist, die Reise über das Markgräflerland anzutreten. Insgesamt waren 5 Ballonteams beteiligt, eines davon kam sogar aus der Schweiz angereist.

Nach einem Briefing durch Sven, der uns erklärt was alles zu beachten ist, damit Fahrt und Landung sicher verlaufen helfen wir, OLEG startklar zu machen.



Beim Aufrüsten der Ballons sind die Piloten für jede helfende Hand dankbar, denn es gibt viel zu tun:
Die Körbe müssen von den Anhängern herunter, die zwei bis drei Zentner schweren Ballons müssen aus ihren Packsäcken herausgezogen und auf dem Boden ausgerollt werden.
Das Gestänge  mit dem Brenner wird auf den Korb montiert und die Propangasflaschen werden an Bord geholt und an den Brenner angeschlossen. Dann wird der Brenner getestet.
Der Pilot dreht ihn auf und mit einem lauten Rauschen erscheint eine meterhohe Stichflamme.
Höhen- und Geschwindigkeitsmesser und ein GPS-Gerät gehören ebenfalls zur Ausstattung jedes Ballonkorbes und werden am Gestänge festgemacht.


06:34  Uhr
Der erste Ballon wird ausgerollt und auf dem Boden ausgebreitet.



06:51 Uhr
OLEG, der bunte Clown wird ausgebreitet.



07:00 Uhr

Während die Haare von Oleg aufgeknöpft und zurechtgelegt werden, testet das Team nebenan den Propangas-Brenner, der für heiße Luft und somit für den nötigen Auftrieb sorgen soll.
Im Hintergrund sieht man unseren Hausberg, den Blauen.



07:09 Uhr
Die Windrichtung passt und die Ballone werden aufgeblasen.



Um die Ballonhülle am Korb zu vertäuen, wird dieser zur Seite auf den Boden gekippt. Zwei Helfer halten die Öffnung der Hülle auf und mit Hilfe eines großen Ventilators wird Luft hineingeblasen.
Langsam füllt sich dann die Hülle und nimmt Form an. Dann betätigt der Pilot den Brenner, dadurch erwärmt sich die Luft im Innern und die Hülle beginnt sich aufzurichten.
Wenn die Luft warm genug ist, um die Hülle zu tragen, stellen Helfer den Korb auf und halten den Ballon fest.
Zur Sicherung ist der Korb zusätzlich mit einer Leine am Boden, oft auch am Fahrzeug befestigt. Die Helfer folgen später mit dem Auto dem Ballon, um Pilot und Passagiere nach der Landung aufzusammeln.



07.20 Uhr
OLEG richtet sich auf



07:23 Uhr
Alle einsteigen!

Auf einer Seite des Ballonkorbes ist im Geflecht ein Loch ausgespart, welches man wie bei einem Pferd als „Steigbügel” verwenden und sich mit dem anderen Bein mehr oder weniger elegant über den Rand schwingen kann.




07:27 Uhr
Der erste Ballon, Bernd mit dem Lieler Schlossbrunnen Logo, startet und steigt langsam auf.
„Glück ab und gut Land”
lautet der Ballonfahrergruß.


Diese Diashow benötigt JavaScript.


07:28 Uhr

Auch wir mit Clown OLEG und die übrigen Ballons lösen die Sicherungsleine und steigen nacheinander  zum Himmel auf.
Ziel ist, dass alle Ballone in der Gruppe bleiben und zusammen fahren.
Die optimale Höhe liegt heute windbedingt bei 200 – 300 Metern über dem Boden.
Würden wir höher fahren, würde uns das zu weit in Richtung der Schwarzwaldberge treiben und dort gäbe es zu wenig Landemöglichkeiten.



07:30 Uhr
Wir schweben in der Luft und steigen weiter auf – der Segelflugplatz unter uns wird immer kleiner.



Erinnerungsfoto kurz nach dem Start
Typisch Müllheim und Umgebung – Reben, die voller Trauben hängen

07:32 Uhr
Der Wind führt uns in Richtung Dattingen


Dattingen, im Hintergrund Britzingen

07:35 Uhr

Wir schweben beinahe lautlos weiter – an Dattingen vorbei, über die Felder in Richtung Buggingen, Heitersheim, Eschbach, über Reben, Spargel-, Tabak- und Maisfelder.
Dann am Kurpark in Bad Krozingen vorbei mit Blick auf den Tuniberg.


 


07:49 Uhr
Heitersheim


Das Malteserkreuz auf dem Kreisel in Heitersheim

Wie funktioniert ein Heißluftballon?

Die mit kalter Luft gefüllte, tropfenförmige und mit Polyuhrethan-beschichtete Hülle aus reißfestem Nylon wird durch eine von einem Propangasbrenner betriebene Flamme erhitzt.
Dadurch sinkt die Dichte der Luft in der Ballonhülle im Vergleich zur Dichte der Umgebungsluft. Der Ballon wird dadurch „leichter als Luft” und hebt ab. Je größer der Unterschied der Luftdichten, desto tragfähiger ist der Ballon. Mit zunehmender Höhe nimmt jedoch die Dichte der Umgebungsluft ab und damit ist die Aufstiegshöhe eines Ballons begrenzt.

Durch die wiederholte Lufterhitzung mittels Brenner wird der Ballon in der Höhe ausgesteuert. Soll der Ballon sinken, kann durch Ventile, die per Seilzug bedient werden, Luft abgelassen werden.

Die Fahrtrichtung wird vom Wind bestimmt. Der Pilot kann dabei verschiedene Windrichtungen in unterschiedlichen Luftschichten nutzen, sodass sich über die Höhensteuerung auch die Fahrtrichtung beeinflussen lässt. Ballons fliegen also nicht, sondern sie „fahren” wie ein Schiff – Schiffe erzeugen auf ähnliche Weise Auftrieb.

In Hubschraubern und Flugzeugen dagegen „fliegt” man, denn sie sind „schwerer als Luft” und müssen deshalb selbst an den Tragflächen Auftrieb erzeugen.



07:55 Uhr

Die Gänse unten am Boden reagieren panisch auf das merkwürdige Gebilde da oben am Himmel. Große Augen und eine dicke rote Nase und dann glüht das Ding auch noch von innen.
Andernorts werden wir lautstark von Hunden angebellt.



Felder und Gewächshäuser



Tabak, Spargel und Wein


Tabak und Spargel


08:06 Uhr
Bad Krozingen – Der Neumagen ist komplett ausgetrocknet


Blick auf den Tuniberg

Maisfelder



08:09 Uhr
Der Schweizer Ballon setzt zur Landung an – Nähe Bad Krozingen, Biengen



08:15 Uhr

Pilot Sven zieht zum Landen an der Reißleine. Dadurch öffnet sich ein Ventil oben im Ballon, die heiße Luft entweicht und wir sinken langsam.
Clown Oleg landet spektakulär aber dennoch sicher und schlägt dabei eine Schneise in den Rand eines Maisflelds.
Sorry an den Landwirt – es war keine Absicht!



Unsere Landung war filmreif!



Die Schneise am Rande des Maisfelds….


OLEG wird vom Korb abgehängt und gemeinsam wieder in den großen Sack gepackt, dann setzen sich alle auf den Sack, damit noch der letzte Rest Luft herausgedrückt wird.
Brenner, Gestell, Gasflaschen, Korb und der Ballon werden auf dem Hänger des Begleitfahrzeugs verstaut. Die Fahrzeuge sind uns die ganze Zeit über Land gefolgt, über Funk verbunden.
Dann fahren wir zurück nach Müllheim, wo auf uns Ballonfahrer-Neulinge noch eine ganz besondere Taufe wartet.
Mit dem Wetter hatten wir unheimliches Glück – auf der Rückfahrt fielen die ersten Regentropfen vom Himmel.


10:00 Uhr
Die Taufe mit Feuer und Sekt



Nach der ersten Ballonfahrt wird man vom Ballonpiloten in den Stand der Adeligen erhoben.
Zuerst wird nach einer kurzen Einführung in die Historie nach Ansage von Bernd gemeinsam ein feierliches Ballonfahrer-Gebet gesprochen:

Ehre dem, der alles hat geschaffen.
Er schuf, als schönsten Teil der Welt,
für uns das weite Himmelszelt.

Er hat das Feuer uns gegeben,
mit dessen Kraft wir uns erheben
und über Berg und Täler schweben.

Er tut uns seinen Willen kund,
damit nicht jeder Lumpenhund,
von denen die Erde so reichlich gesegnet,
uns edlen Ballönern da oben begegnet

Man wird getauft mit dem „was uns in die Luft bringt“ und „dem edle Tröpfchen, was Ballonfahrer so gerne trinken“:
Eine Locke wird mit Feuer angezündet und mit Sekt gelöscht.

Der Erstgefahrene erhält einen neuen Namen, den er nie wieder vergessen darf und bei der Begegnung mit anderen Ballonfahrern nach Aufforderung stets fehlerfrei aufsagen können muss.

Die Tradition der Aufnahme in den Ballon-Adel geht auf die Geschichte zurück.
Frankreichs König Ludwig XVI. war von der Erfindung des Heißluftballons durch die Brüder Montgolfier vor weit über 200 Jahren ungeheuer beeindruckt.
Nach der ersten Luftfahrt mit einem Schaf, einer Ente und einem Huhn an Bord wurden die ersten Menschen in die Luft geschickt.
Als wenig später dann tatsächlich die erste bemannte Ballonfahrt erfolgreich verlief, erließ der König auf Drängen des Adels ein Gesetz, dass Ballonfahren nur den Blaublütigen erlaubt sei.

Somit erhält der neue Adel Rechte und Pflichten:

Er bekommt die überfahrenen Ländereien geschenkt (natürlich nur eine Handbreite über dem Boden) und darf dort Steuern und Zölle eintreiben.

Zu den Pflichten gehört, dass er seinen Namen nie wieder vergisst. Ebenso darf er nie wieder von Ballonfliegen oder vom Ballonflug erzählen. Ansonsten muss er dem anwesendem (Ballon-)Adel eine Runde Taufwasser, sprich Sekt, spendieren.



Wir, vom Clownballonteam
und sein Pilot geben hiermit kund, dass wir
Karin Schindler
nach alter Zunft und Ordnung der Balloner auf den Namen
„Karin die in dem bunten Clown reisende Prinzessin neben den Woken von Müllheim zu Biengen”
mit Feuer und Wasser getauft und in den Adelsstand der Ballonfahrer erhoben haben.

Wir bestätigen, dass der Täufling an der Reise durch das Luftmeer mit gehörigem Benehmen und mit großem Mut teilgenommen hat.

Er erhält mit diesem Dokument sämtliche Rechte auf Besitz und Lehen der überfahrenen Ländereien.

Startort:   Müllheim
Landeort:   Biengen
Anno Domini:   25. August 2018
Der Pilot:   Sven Grenzner

Kontakt: SG Ballonteam Schwäbisch Hall


Ein wunderschönes Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Wir sind am nächsten Tag nochmal zum Startort gefahren, um bei klarem Himmel noch viele schöne Fotos zu machen – diese folgen in einem weiteren Beitrag.
Das 2. Müllheimer Ballonfestival ist übrigens für Sommer 2020 geplant.

Werbeanzeigen
Apéro, Apéro Tapas & Co, Cocktails, Englisch, Essen & Trinken, Festtagsgerichte, Food, Fotografie, Rezepte, Sommer

Silvester-Apéro-Cocktail: Brazilian Dream


Brazilian Dream:

Ein schneller und leichter Sekt-Cocktail – ideal als Begrüßungsdrink zur Silvesterparty, man sollte sich den Drink aber schonmal für warme Sommerabende merken.
Er erinnert an den Ipanema (die alkoholfreie Variante des Caipirinha), mit Prosecco oder Sekt aufgefüllt.



Brazilian Dream 


Zutaten

• ½ Limette + 1 Limettenscheibe
• 1 Teelöffel brauner Zucker (optional)
• 5 cl Ginger Ale
• Prosecco oder Sekt
• Eiswürfel

Zubereitung

Den Saft einer halben Limette und den Zucker (optional) sowie Ginger Ale ins Glas geben. Eiswürfel hinzugeben und mit Sekt auffüllen. Die Limettenscheibe ins Glas stellen.



Brazilian Dream


Ingredients

½ lime + 1 slice of lime
 1 teaspoon brown sugar (optional)
 5 cl of ginger ale
 Prosecco or sparkling wine
 ice cubes

Preparation

Give juice of half a lime, sugar (optional) and ginger ale in a glass. Add ice cubes and fill up with prosecco or sparkling wine. Put the lime slice in the glass.

 

Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Markgraeflerland, Rezepte, Vegetarisch, Winter

Das war unser Silvesterabend 2014

Silvester 2014_1

Das  waren die Vorspeisen-Häppchen am Silvesterabend. Feldsalat-Mousse auf Crackern mit Bacon. Die Anregung dafür habe ich aus dem Kochbuch „Schwarzwälder Tapas” von Verena Scheidel und Manuel Wassmer. Das Buch war ein Weihnachtsgeschenk. Der Orginal Titel des Rezepts lautet: „Feldsalat mit Speck und Kracherle mal anders”.

Silvester 2014_6
So sieht das Original im Buch aus
Schwarzwälder Tapas - Das Kochbuch: Präsentiert von der SchwarzwaldMarie
Schwarzwälder Tapas – Das Kochbuch: Präsentiert von der SchwarzwaldMarie

Ich hatte den Fehler gemacht, die Mousse im Rahmbläser, der für Espumas geeignet ist,  zuzubereiten, mit dem Ergebnis, dass die Masse am Boden fest wurde – vermutlich weil ich diesen aus Platzgründen nicht liegend im Kühlschrank gelagert hatte, sondern stehend. Ich habe die Mousse, die nun auch eher einer Creme glich, mit einem langen Löffel herausgeholt. Es empfiehlt sich also das Original Rezept zu verwenden (siehe unten).
Das Original-Rezept nimmt als Basis selbst gemachte Brotchips.

Darauf habe ich verzichtet und stattdessen italienische Cracker mit Olivenöl verwendet.
Ausserdem gab es noch eine Avocadocreme, die ihr schon vom Silvesterabend 2012 kennt.

Silvester 2014_4

Feldsalatmousse

150 g Feldsalat
50 ml Sahne
200 g Frischkäse
2 Blatt Gelatine
1 Esslöffel Zitronensaft
Salz und Pfeffer

Den Feldsalat waschen und 5 Minuten in sprudelndem Salzwasser kochen. Danach in Eiswasser abschrecken und gut ausdrücken. Zusammen mit der Sahne im Mixer fein pürieren.
Frischkäse hinzugeben und zu einer homogenen Masse vermischen.

Gelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und in einem Topf schmelzen lassen. Vom Herd nehmen, nach und nach die Frischkäsecreme unterrühren, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
In eine Form geben und mindestens 4 Stunden kaltstellen.

Silvester 2014_2
Zum Servieren aus der Feldsalatmousse mit zwei Teelöffeln Nocken formen, diese auf Cracker oder Brotchips geben.
8 Scheiben hauchdünn geschnittenen Schwarzwälder Speck in einer Pfanne kross ausbacken. Aus der Pfanne nehemen und auf Küchenkrepp entfetten. In kleinere Stücke teilen und in die Mousse stecken. Dazu noch Feldsalat auf der Mousse drapieren.
Dazu passt ein trockener Weisswein oder Winzersekt.

****

Corn salad Mousse

150 g corn salad
50 ml cream
200 g cream cheese
2 sheets of gelatine
1 tablespoon lemon juice
salt and pepper

Wash the lamb’s lettuce and cook for 5 minutes in boiling salted water. Then put in ice-cold water, take it out again and squeeze it well. Puree together with the cream in a blender.
Add the cream cheese and mix to form a homogeneous mass.

Soak the gelatine for 5 minutes in cold water, drain and let it melt in a saucepan. Remove from the heat and gradually stir in the cream cheese mixture. Then season with lemon juice, salt and pepper.
Pour into a bowl and refrigerate for at least 4 hours.
To serve, form the corn salad mousse with two teaspoons, and place on on crackers or bread chips.
Fry 8 slices of paper-thin sliced Black Forest bacon in a pan until crispy. Remove from the pan and degrease on kitchen paper. Devide into smaller pieces and decorate the mousse with bacon and a bit of corn salad.
Serve with a dry white wine or champagne.

 

Silvester 2014_3
Wir haben mit der Familie gefeiert und mein Bruder hatte zusammen mit meiner Mutter Salat, Ragout Fin für Pasteten und Gemüse vorbereitet. Das musste dann nur noch aufgewärmt und angerichtet werden. Hier geht es zum Rezept.

Silvester 2014_5Zum Dessert gab es Espresso und Weihnachtsplätzchen und um Mitternacht natürlich Sekt, Raketen und Knaller. Die ganze Nachbarschaft war auf den Beinen und des wurde wie wild geböllert und Feuerwerk gezündet. Wir hatten Glück – der Himmel war klar, während andernorts nur eine dicke Nebelsuppe war.

Die Originalversion von „Dinner for One” hatten wir verpasst – irgendwo lief eine Version auf Bayrisch – Helene Fischer und „Mutantenstadl“ waren nicht wirklich eine Alternative und deshalb liefen nebenher auf 3Sat alte Rock- und Popkonzerte (pünktlich dann zum Jahreswechsel „Depeche Mode live in Berlin“).
Um uns die Zeit bis zum Glockenschlag um 12 zu vertreiben, haben wir nach langer Zeit wieder mal „TABU” gespielt.

Zum Abschluss wurde dann noch eine Neujahrsbrezel angeschnitten.

Neujahrsbrezel 2015

Brunch, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte, Wein, Winter

Adventskalender 2014 – Nr. 11: Tapas… Dörrpflaumen mit Speck

Adventskalender 2014_11_4Heute wird mein Adventskalender Türchen erst zu später Stunde geöffnet!

Adventskalender 2014_11
Die Weihnachtszeit hat die Markgräflerin inzwischen voll im Griff. Da bleibt wenig Zeit für den Blog.
Aber eine Kleinigkeit habe ich wie immer für meine Leser vorbereitet. Tapas!
Als kleine Appetithäppchen vor dem Weihnachtsessen, zu einem Glas Markgräfler Sekt – aber auch zu einem spanischen Cava habe ich Dörrpflaumen mit Bacon (Frühstücksspeck) umwickelt und in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett angebraten, bis der Bacon knusprig ist. Ich habe eine Grillpfanne verwendet, jede andere Pfanne tut es aber auch.
Menge: Je eine Dörrpflaume mit einem Streifen Bacon umwickeln und auf einen Bambusspieß oder Zahnstocher stecken.

Mmmmh!

 Tapas! – Prunes with Bacon

Today I have some Tapas for you!
Serve with Spanish Cava (or a sparkling wine from my area).

Wrap each prune with one stripe of bacon and stick onto a bamboo skewer or toothpick.
Fry in a dry pan until crispy. That’s it.
It’s very quickly and easily prepared!

Backen, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte, Vegetarisch, Wein, Winter

Adventskalender 2014 – Nr. 8: Curry Mandeln mit Kokos

Advenstkalender 2014_8_4
Noch nicht mal Adventskalender-Halbzeit und schon kommt die Markgräflerin mit einer pikanten Weihnachtsknabberei hinterm bzw. aus dem Ofen hervor.

Adventskalender 2014_8
Ja, irgendwie war mir nach den ganzen süßen Bäckereien zur Abwechslung nach etwas ganz anderem.
Vielleicht braucht ihr aber auch noch eine Idee für das Apéro bei eurer Weihnachtsfeier?

Advenstkalender 2014_8_2
Scharfer Curry und Kokosraspel – eine absolut lecker-geniale Kombination! Das passt zu Bier, Sekt, Wein oder Limo.
Diese Knabbermandeln eignen sich – hübsch verpackt in Einmachgläser – auch als Last-Minute Geschenk. Die sind nämlich superschnell und mit ganz wenig Aufwand gemacht.

Advenstkalender 2014_8_1
Curry Mandeln mit Kokos

200 g Mandelkerne
1 Eiweiß
5 Esslöffel Kokosflocken
1 Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Fleur de Sel
1 ½ Esslöffel scharfer Madras-Curry

Den Backofen auf 160 °C vorheizen.
Mandelkerne, Eiweiß, Kokosflocken, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und gut mischen.
Die Mandeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. So verteilen, dass sie nicht übereinander liegen.
Backofen bei 160 °C ca. 15 Minuten backen. Herausnehmen, mit Curry bestreuen und auskühlen lassen.

Advenstkalender 2014_8_3
This is a very nice and spicy idea for your Christmas Party! The flavours of hot Madras curry and coconut flakes match perfectly with champagne, wine or beer and even lemonade...

Almonds with Madras-Curry and coconut

200 g almonds
1 egg white
5 tablespoons coconut flakes
1 teaspoon sugar
1 teaspoon fleur de sel
1 ½ tablespoons hot Madras curry

Preheat the oven to 160 ° C (320 °F).
Give almonds, egg whites, coconut flakes, sugar and salt in a bowl and mix well.
Place the almonds on a baking sheet lined with baking paper. Spread, so that they do not overlap.
Bake in the oven at 160 ° C for about 15 minutes. Remove, sprinkle with curry and leave to cool.

Advenstkalender 2014_8_5

Backen, Dessert, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frühling, Herbst, Markgraeflerland, Reisen, Rezepte, Sommer, Wein, Winter

TAPAS – und eine spanische Weinprobe mitten im Markgräflerland

tapas y vino 5
Wie ich euch schonmal erzählt habe, lerne ich seit dem Frühjahr an der Volkshochschule Spanisch. Zum Abschluss vor den Sommerferien hat unser Spanischlehrer José Tapas und Wein mitgebracht.
José lebt noch nicht lange im Markgräflerland, arbeitet hauptberuflich als Rechtsanwalt und gibt in seiner Freizeit Spanisch Unterricht an der Volkhochschule und ist ein begeisterter Hobbykoch – so bietet er auch Tapas – und Paella-Kurse an. Die Kurse sind immer nach kurzer Zeit ausgebucht!

As I told you before, I began learning Spanish this year in spring. José, my teacher at the adult education center is an enthusiastic cook in his spare time. For the last lesson he brought Tapas and wine for us….

tapas y vino 1
An diesem Abend gab es: Spanische Kartoffel-Tortilla, Stockfisch-Bällchen (leider ohne Rezept), Russischen Salat, dazu Brot und drei verschiedene Weinsorten: zwei rote Weine und ein weißer Wein.

TORTILLA DE PATATAS

800 g Kartoffeln
8 Eier
Olivenöl
Salz
1 Zwiebel (400g)

Kartoffeln in feine Scheiben schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Abweichend vom traditionellen Originalrezept hat Jose eine kleingehackte Zwiebel zugefügt:
Die Kartoffelnscheiben ( und gehackte Zwiebel) hineingeben, mit etwas Salz würzen und etwa 10-15 Minuten braten.
Eier und Salz in einer Schüssel verquirlen und dann die warmen Kartoffeln unterheben. Das Ganze etwas ruhen lassen.

Wieder etwas Öl in die Pfanne geben und die Masse bei kleiner Hitze 2-3 Minuten stocken lassen. Die Tortilla mit Hilfe eines Tellers wenden und von der anderen Seite ebenfalls bräunen.
Man kann die Tortilla warm oder kalt essen.
Tipp:
Nach Belieben kann man die Tortilla auch mit frischem Gemüse, Thunfisch, Meeresfrüchten, Waldpilzen, Kräutern, Knoblauch usw. zubereiten.

***

TORTILLA DE PATATAS

800 g potatoes
8 eggs
olive oil
salt
1 onion (400g)

Cut the potatoes into thin slices. Heat the olive oil in a pan. Deviating from the traditional original recipe Jose added a small chopped onion:
Add the potato slices (and chopped onion) to the pan, season with a little salt and fry for about 10-15 minutes.
Whisk the eggs and some salt in a bowl and then fold in the warm potatoes. Leave to rest for some time.

Pour some oil in the pan, again, heat and pour the potato mass. Cook at low heat for about 2-3 minutes to thicken. Turn the tortilla using a plate and brown the other side, as well.
You can eat the tortilla warm or cold.
Tip:
At choice, the tortilla can be prepared with fresh vegetables, tuna, seafood, wild mushrooms, herbs, garlic…..

tapas y vino 4Ensaladilla Rusa

6 Kartoffeln
100 g Erbsen/grüne Bohnen
100 g Karotten
2 Dosen Thunfisch in Öl
2 Eier
1 Glas Mayonnaise
grüne Oliven
rote Paprika (Konserve)
Salz

Kartoffeln mit Schale sehr weich kochen, pellen, abkühlen lassen und in kleine Würfel schneiden.
Erbsen/grüne Bohnen und Karotten weich kochen. Abschütten und gut abtropfen lassen, die Karotten klein schneiden.
Eier hart kochen, schälen und klein würfeln.
Kartoffeln und Eier (etwas von dem Eigelb für die Deko beiseite stellen) in eine Schüssel geben. Erbsen und Karotten dazugeben, salzen.
Das Öl vom Thunfisch abschütten, in die Schüssel geben und mit den übrigen Zutaten mischen.
Mit einer Gabel fast zu einem Brei verarbeiten.
Dann den Salat in einer flachen Schale anrichten, glatt streichen und mit Mayonnaise überziehen. Eigelb vorsichtig zerreiben und über den Salat streuen. Im Kühlschrank durchziehen lassen.
Ensalada Rusa wird in Alicante gut gekühlt und mit knusprigem Weißbrot oder Brotsticks, die man hineinsteckt, serviert.
Dazu passen grüne Oliven besonders gut

***

Ensaladilla Rusa

6 potatoes
100 g peas / green beans
100 g carrots
2 cans of tuna in oil
2 eggs
1 jar of mayonnaise
green olives
red peppers (canned)
salt

Cook unpeeled potatoes very soft, peel, allow to cool and cut into small cubes.
Cook peas / beans and carrots until soft. Pour off the water and allow to drain well, cut the carrots into small pieces.
Boil the eggs, peel and finely dice.
Put potatoes and eggs in a bowl (set some of the yolk aside for decoration), add peas and carrots, season with salt.
Drain the oil from the tuna, add into the bowl and mix with all the other ingredients.
Process with a fork until the mass is almost a mash.
After that, fill the salad in a shallow dish dish, flatten and cover with mayonnaise. Gently crush the remaining egg yolk and sprinkle over the salad. Let soak in the refrigerator.
In Alicante, ensalada Rusa is served well cooled  and with crusty white bread or bread sticks that you stick into it.

***

Ich hatte ausserdem Magdalenas gebacken, die ich mitgebracht habe. Magdalenas gab es schonmal zur Fußball WM – diesmal habe ich eine andere Variante gebacken: mit Orangenschale aromatisiert und mit etwas Sahne verfeinert.

tapas y vino 3

Magdalenas

250 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz

4 Eier
180 g Zucker + etwas Zucker zum Bestreuen
abgeriebene Schale einer Bio Orange (unbehandelt)
100 g Olivenöl
100 ml Sahne
20 g Vanillezucker

Mehl mit Backpulver und Salz mischen.
Die Eier mit Zucker, Vanillezucker, Orangenschale, Olivenöl und Sahne verrühren, das Mehl unterheben. Den Teig 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 180° -200 °C vorheizen.
Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen, zu ¾ mit Teig füllen und mit etwas Zucker bestreuen.

Etwa 20-25 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

***

Magdalenas
250 g flour
1 packet of baking soda
1 pinch of salt

4 eggs
180 g sugar + a little sugar for sprinkling
grated peel of an organic orange (untreated)
100 g olive oil
100 ml liquid cream
20 g vanilla sugar

 

Mix flour with baking powder and salt.
Mix the eggs with sugar, vanilla sugar, orange zest, olive oil and cream, fold in the flour. Let the dough rest for 30 minutes in the refrigerator.

Preheat the oven to 180 ° -200 °C (356 ° -392 °F).
Line a muffin tin with paper cases, fill to ¾ with batter and sprinkle with a little sugar.

Bake for about 20-25 minutes in the preheated oven.

Die Weine:

Dann war Sommerpause, die Markgräflerin war im Urlaub – und die Fotos blieben unbeachtet auf der Festplatte liegen.

***

Inzwischen habe ich mich zum zweiten Spanischkurs angemeldet und außerdem war ich vergangene Woche bei einer spanischen Weinprobe, die José organisiert hat. Dazu gab es spanische Spezialitäten, wie Iberico Schinken, Sardellen, Oliven, Käse…. und Muscheln. Und ich habe die Muscheln probiert – aber nur eine 😉

Hier sind die Bilder der Weinprobe

tapas y vino 20
Last week José organised a Spanish wine tasting with food from different areas of Spain…

JoJosé hat eine Liste mit den Weinen vorbereitet, die wir verkosten werden. Eine Landkarte von Spanien, an der Tafel aufgezeichnet, soll uns zeigen, wo die einzelnen Weine herkommen.
Welche Spezialitäten dazu serviert werden, bleibt bis dahin noch eine Überraschung…

1. Cava (Spanisch für Sekt) und getrockneter Merluza (Seehecht)- Rogen/Fischeier, Pistazien

KatalonienCAVA BRUT NATURE RESERVA, GRAN PLUS ULTRA „CODORNIU”

Weintyp: Schaumwein, Reserva Brut Nature, extra-trocken, 0-3 g Zucker
Produzent: Codorníu
Weinregion: Cava Katalonien
Trauben: Chardonnay und Parellada
Flascheninhalt: 0,75 l
Alkoholgehalt: 12%

 2. TORO TINTO JOVEN 2013, MURUVE

Castilla_y_LeonWeintyp: Rotwein
Produzent: Bodegas Frutos Villar
Weinregion: D.O.Toro (Castilla y León)
Trauben: Tinta de Toro
Flascheninhalt: 0,75 l
Alkoholgehalt: 14,5%

Asturiasund höhlengereifter Käse aus Asturien „Cabrales” (aus Ziegen- und Kuhmilch)

3. JEREZ MANZANILLA LA GITANA (die Zigeunerin) und Oliven, mit Sardellenpaste gefüllt

AndaluciaWeintyp: Weißwein
Produzent: Vinicola Hidalgo
Weinregion: D.O. Jeréz (Manzanilla-Sanlucar de Barrameda)
Trauben: Palomino
Flasche: 0,75 l
Alkoholgehalt: 15%

Hierzu erzählt uns José, dass das der Hauswein der Andalusier ist. Er gehört zur Gruppe der Sherrys – strohgelb und trocken:
Trinktemperatur: 7 °C – wird meist als Apéritif getrunken

Baskenland… und Gilda  – aus dem Baskenland – Sardelle, Olive und Peperoni auf einem Spieß, der über auf das Aperitif-Glas gelegt wird.

4. VALENCIA TINTO CRIANZA MESTIJAJE und zweierlei Manchego Käse

ValenciaWeintyp: Rotwein, 10 Monate in französischen Eichenfässern
Produzent: Bodega Mustiguillo
Weinregion: D.O. El Terrrerazo (Valencia)
Trauben: Bobal, Merlot, Tempranillo, Cabernet sauvignon und Syrah
Flascheninhalt: 0,75 l
Alkoholgehalt: 14%

Kastilien La ManchaManchego Käse  besteht immer aus drei Milchsorten – nämlich von Schaf, Ziege und Kuh. Er kommt aus der Region Kastilien-La Mancha.

Links ein kräftiger Manchego, rechts ein milder Manchego – mit Olivenöl beträufelt.

3. 5. Albariño Señorio de Mendez und Miesmuscheln

GaliciaWeintyp: Weißwein
Produzent: Gabriel Méndez
Weinregion: D.O. Rias Baixas (Galizien)
Trauben: Albariño
Flascheninhalt: 0,75 l
Alkoholgehalt: 12%

Dazu eine Spezialität aus Galizien: Die Miesmuscheln, werden zur Konservierung in einem Sud aus Essig, Kräutern und Olivenöl gekocht.
Gar nicht so schlecht – aber Muscheln werden trotzdem nich zu meiner Leibspeise werden…

Weißer Thunfisch, über Holz gegrillte rote Paprika, Sardellen aus dem Baskenland

tapas y vino 36

Weißer Thunfisch, Gambas/Garnelen, Ei und Mayonnaise

6. SOMONTANO CRIANZA ENATE …und Chorizo vom Iberico Schwein, Schafskäse, milde Piementos und Salchichón und nochmal Queso Manchego

AragonWeintyp: Rotwein
Produzent: Enate
Weinregion: D.O. Somontano (Aragón)
Trauben: Cabernet Sauvignon und Merlot
Flascheninhalt: 0,75 l
Alkoholgehalt: 13,5%

7. RIBERA DEL DUERO CRIANZA PROTOS, Iberico Schinken, Salchichón und Sobrasado

Castilla_y_LeonWeintyp: Rotwein, 14 Monate in amerikanischen und französischen Eichenfässern
Produzent: Bodegas Protos
Weinregion: D.O. Riberadel Duero (Castilla y Léon)
Trauben: Tinta Fina
Flascheninhalt: 0,75 l
Alkoholgehalt: 14,5%

Schinken vom Iberico Schwein – der helle Schinken ist ein milder, der dunkle ein kräftiger

tapas y vino 44

Sobrasada de Mallorca – Mallorquinische, streichfähige Rohwurst mit viel Paprika und anderen Gewürzen:

tapas y vino 45

Und das war es dann…. dachten wir! Aber zum Dessert gab es noch einen Moscatel, einen Dessertwein aus Alicante mit 15% Alkohol. Dazu einen cremigen Käse mit supersaftiger Birne.

AlicanteMoscatel Teulada
Bodega Coop San
VTE. Ferrer Cv

tapas y vino 50

Backen, Dessert, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Natur & Garten, Reisen, Rezepte, Winter

Ginger Royale und ein kleiner Rest Weihnachten

Ingwer Apfel Sekt2
In Tübingen hatte ich in einem Spezialitäten-Geschäft den Ingwer-Sirup (Biffar, Deidesheim) entdeckt. Ingwersirup fällt als Nebenprodukt beim kandieren von Ingwer an, der in einer Zuckerlösung, meist mit etwas Zitrone gekocht und so kandiert wird. Auf der Flasche stand ein feines Rezept für einen Sektcocktail.
Man mischt Ingwersirup und Apfel- oder Traubensaft (bei uns war es selbstverständlich der eigene Apfelsaft) zu gleichen Teilen, giesst jeweils etwa 1/3 davon in Sektgläser und füllt mit Sekt auf.
Neulich abends gab es diesen „Ginger Royale” mit den restlichen Gingerbread Man Cookies von Weihnachten. In diesem Fall ein sehr leckeres Dessert am Abend.

Ingwer Apfel Sekt1

Ginger Royale
(für 2-3 Gläser)

50 ml Ingwersirup
50 ml Apfel- oder Traubensaft
1 Piccolo Flasche trockener Sekt (oder Prosecco)

Ingwersirup und Saft mischen, jeweils 1/3 in ein Glas füllen, mit trockenem Sekt auffüllen.

Den Ingwersirup kann man auch einfach nur mit Mineralwasser mischen, oder als Würze im Salatdressing und asiatischen Gerichten, für Desserts und Gebäck verwenden.

In Tübingen, I had discovered ginger syrup (Biffar Deidesheim). Ginger syrup is a by-product of candied ginger, where ginger is cooked in a sugar solution and with a bit of lemon. On the bottle there was a fine recipe for a champagne cocktail.
Mix ginger syrup and apple or grape juice (we took of course our own apple juice) in equal parts, pouring about 1/3 of it in each champagne glass and fill up with sparkling wine.
The other night we had this „Ginger Royale“ with the rest of the Christmas Gingerbread Man Cookies. In this case, a very tasty dessert in the evening!
Ginger Royale
(2-3 glasses)50 ml ginger syrup
50 ml of apple or grape juice
1 Piccolo bottle of dry champagne (or prosecco)Mix ginger syrup and juice, fill each glass with 1/3 of it, fill up with dry sparkling wine/Champagne or Prosecco.You can also just mix the ginger syrup with mineral water, or use it as a condiment in salad dressings and Asian dishes, or for desserts and pastries.

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frankreich, Frühling, Herbst, Rezepte, Sommer, Winter

70er Jahre Nostalgie: Käse-Cräcker

Nostalgie Cracker1
Fingerfood von damals – Cräcker mit Belag

Neulich waren wir mal wieder im benachbarten Elsass und haben Käse, Baguette, Wein  und eine wunderbare Charentais Melone gekauft.
Natürlich schaut man sich dabei immer gerne in den Supermarktregalen unserer Nachbarn um und entdeckt dann und wann auch wieder mal etwas, das man noch aus Kindertagen kennt. Beim Markgräfler gab es die Cräcker mit Schmelzkäse-Ecken als Auflage, manch einer hat selbst einen Dip aus Quark und Kräutern oder Frischkäse gerührt (Buko war zu damaliger Zeit wohl der bekannteste Frischkäse, die Berühmtheit von Philadelphia kam erst später).
Kommen wir aber wieder zurück nach Frankreich – im Regal mit den Knabberartikeln habe ich wieder die ganz normalen runden Cocktail-Cracker entdeckt.

Cracker1
In Frankreich gibt es ja statt der Schmelzkäse-Ecken kleine Schmelzkäse Würfelchen, einzeln verpackt, manchmal mit lustigen Motiven und ganz vielen Geschmacksrichtungen, von Schinken, Bleu (natur), Paprika, Olive, Tomate bis Scampi, „Apéricubes” die in Frankreich zum Apéritif sehr beliebt sind. Das ist aber auch Schmelzkäse und den mag ich ehrlich gesagt gar nicht. Hersteller ist die Firma mit der lachenden Kuh (La vache qui rit), aber es gibt inzwischen auch die „Apérivrais”, die Apéro Häppchen aus Frischkäse und Kräutern. In Deutschland sind sie unter der Marke „Bresso Antipasti” zu bekommen.

Cracker2
Dazu ein Glas Sekt oder Wein – die perfekte Einstimmung auf ein feines Abendessen. Als Kinder bekamen wir natürlich eine Sinalco oder Zitronensprudel dazu – das gab es nämlich nur selten. Überwiegend wurde Mineralwasser oder Saftschorle getrunken.

Ab und zu ist ein wenig Nostalgie angebracht… Erinnert ihr euch auch an sowas, was schon längst aus der Mode gekommen ist, das ihr aber wieder mal gerne essen würdet? Oder habt ihr ein früheres Lieblingsprodukt, das es inzwischen schon gar nicht mehr gibt? Oder seid ihr auf der Suche nach einem uralten Rezept, das keiner mehr so machen kann wie die Oma damals?  – Ich freue mich über eure Kommentare!

Cracker3

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Italien, Markgraeflerland, Reisen, Sommer

Jazz, Wein und Kultur in Müllheim 2013

Jazz Wein Kultur3

Gestern Abend gab es mal wieder Jazz, Wein und Kultur in Müllheim. Ich finde, man müsste die Kulinarik in den Titel mit einbeziehen – gibt es doch neben Jazz (auf zwei Bühnen), Kultur (zwei Museen) und Wein auch noch die äußerss delikaten Speisen, die gestern angeboten wurden.
Wir waren diesmal ein wenig früher unterwegs und hatten noch die volle Auswahl.

Im Museumshof gab es was aus der Küche der „Alten Post”.
Ich hatte mir Lachsmaultaschen auf Gemüse ausgesucht, der Markgräfler den Coq au vin (Hähnchen in Wein geschmort) auf Gemüsenudeln.

Jazz Wein Kultur2

Jazz Wein Kultur18
Im Museumshof

In der Scheune im Innenhof gibt es immer einen Bücherflohmarkt von Förderverein zur Pflege der Partnerschaft mit der Stadt Vevey – wo ich wieder mal was für mein Hobby gefunden habe (stelle ich später mal vor).

Anschließend ins Museum, wo der Markgräfler Museumsverein wiederum für Kulinarik sorgte – es wurden gegen einen freiwilligen Obulus verschiedene römische Spezialitäten angeboten.

Würzwein mit Kräutern
Würzwein mit Kräutern

Diese Spezialität, MORETUM, hatte ich sogar schon einmal ausprobiert, dazu gab es damals selbst gemachten MULSUM, römischer Würzwein und ausserdem einen Römischen Käsekuchen mit Honig und Mohn (SVAVILLVM)

Jazz Wein Kultur24

Moretum (Frischkäsepaste)

400 g Schafskäse (oder Ricotta)
1 Esslöffel Olivenöl
2 bis 6 Knoblauchzehen, zerdrückt oder gemörsert
1 Esslöffel Koriandersamen (gemahlen)
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Prise Pfeffer
bei Bedarf 1 Prise Salz
frische Kräuter:
Thymian, Liebstöckel, Minze, Weinraute, Schnittsellerie, Bohnenkraut, Korianderblätter, Lauch usw.
(alles fein gehackt)

Alles gut miteinander vermischen. Auf römischem Brot servieren.
Das römische Brot wurde von der Bäckerei Kirschner nach Original-Rezept gebacken. Soviel wurde mir verraten: im Teig ist Safran. Auf der Oberseite sind Kerben eingedrückt, sie dienen der besseren Teilung des Brots.

römisches Brot, nach alten Überlieferungen von der Bäckerei Kirschner gebacken
Römisches Brot, nach alten Überlieferungen von der Bäckerei Kirschner gebacken

Ausserdem gab es noch eine Olivenpaste mit Knoblauch und Kräutern und eine Lukanische Fleischpastete (LUCANICAE) zu probieren. Davon gab es dann auch ein Rezept zum Mitnehmen, das ich bestimmt einmal ausprobieren werde…. Alles wirklich superlecker.
Hier sind noch ein paar Bilder aus dem Museum:

Blick vom Markgräfler Museum auf den Müllheimer Marktplatz
Blick vom Markgräfler Museum auf den Müllheimer Marktplatz

Nach dieser zweiten Stärkung machten wir uns noch auf den Weg zur Frickmühle, wo wir uns noch ein Dessert genehmigen wollten.

Wenn man so durch die Gerbergasse am Klemmbach entlang schlendert, entdeckt man doch wieder Ecken, die man sonst nicht so beachtet – im Abendlicht mit Mondschein sieht das dann schon ein wenig anders und romantischer aus…

Jazz Wein Kultur28

Das Mühlenmuseum, die Frick-Mühle, zweiter Veranstaltungsort:

Jazz Wein Kultur30

Hier gab es Speisen aus der Küche von „Messer & Gradel”.

Jazz Wein Kultur32Aussergewöhnlich:

Jazz Wein Kultur37

schwarzes Brot - mit Sepia-Tinte eingefärbt?
schwarzes Brot – mit Sepia-Tinte eingefärbt?
Jazz Wein Kultur38
Frozen Raspberry – Joghurteis mit marinierten Himbeeren auf einem Mühlstein…

Wir haben wieder viele alte Bekannte getroffen, noch ein Gläschen Wein getrunken und uns dann auf den Heimweg gemacht…. Natürlich waren wir zu Fuß unterwegs!

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Garten, Markgraeflerland, Natur & Garten, Rezepte, Sommer

Spontanes Familien-Treffen

Erdbeer Sangria1
Am Mittwoch gab es bei und ein spontanes Familientreffen. Was kocht man nur, wenn man deshalb nicht viel Zeit hat, etwas vorzubereiten???

Man lässt einfach kochen und bestellt Pizza,  Döner, Yufka und dergleichen – denn im Sommer hat man ja auch meist wenig Lust, sich in die Küche zum heißen Backofen zu stellen.

Pizza
Mein Cousinchen hatte eine superleckere Erdbeer-Sangria gemacht. Sie hatte irgendendetwas von Sekt geredet, den sie reingemacht hatte, vermutlich auch Rotwein und dann mit sprudeldem Mineralwasser verdünnt, damit die Sangria nicht zu sehr zu Kopf steigt. Der Clou: Statt Zitronen- und Orangenscheiben werden gefrorene, leicht angetaute Erdbeeren reingetan – sehr erfrischend.

Erdbeer Sangria2

Als Dessert gab es dann noch eine Scheibe von einem riesigen Stück Melone, das wir vorher noch besorgt hatten. Ein netter, stressfreier Abend!