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Aus meinem Garten: Juni – endlich!

Garten Juni1
Anfang Juni – endlich! Die lang ersehnte Rosenblüte beginnt. Die Louise Odier ist meist die erste, die ihre Köpflein reckt, um sich dann wunderbar duftend mit ihren Blüten auszubreiten. Dieses Jahr ist ihre Farbe sehr viel intensiver als in den Jahren zuvor. Wird sie langsam alt, oder konnte sie die Farbe so lange speichern, weil die Sonne im Frühjahr sich nur so spärlich gezeigt hatte? Normalerweise steht diese Rose schon Mitte Mai in voller Blüte….

Garten Juni9

Garten Juni11
Rose Westerland, auch wunderbar duftend, mit ihrer lachsrosa Farbe, die in Richtung Orange geht.

Garten Juni12

Staudiger Begleiter: Lupinen, die Samen hatte ich einmal aus Schweden mitgebracht. Leider mögen die spanischen Nacktschnecken die Lupinen sehr, dieses Jahr hat bisher nur eine Blüte überlebt – vielleicht kommt noch mehr?

Garten Juni3
Und noch eine Pflanze, die sehr gut zu Rosen passt, der Fingerhut (Digitalis) – giftig, in der Medizin wird dieses „Gift” bzw. der Wirkstoff daraus traditionell bei Herzleiden eingesetzt. Er ist hochwirksam, hat aber häufig Nebenwirkungen. Wie Paracelsus schon sagte „Die Dosis macht das Gift”…

Die Blüten und Blätter dürfen nicht verzehrt werden!!!

Garten Juni10

Garten Juni2
weisse Clematis – auch ein wunderbarer Begleiter für Rosen

Das Kräuterbeet fängt auch langsam an zu blühen, die gezeigten Blüten sind essbar:

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Borretsch-Blüte
Kamille
Kamille

Garten Juni15
Die Schnittlauchblüte kann als essbare Deko auf Salaten verwendet werden oder in Kräuterbutter verarbeitet werden – oder: man kann Schnittlauchblüten-Essig daraus machen.

Und was es sonst noch zu sehen gibt:

Garten Juni8Taglilienblüten- diese sind auch essbar

Garten Juni4Geranie bzw. Pelargonie – diese Sorte ist nicht zum Verzehr geeignet

Und die Akeleien sind immer noch sehr üppig, hier ein paar Schatten-Kontrastbilder

Garten Juni7

Garten Juni6

Garten Juni5

Ihr seht, in meinem Garten wird es nie langweilig – Fortsetzung folgt.

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Nachgemacht: Schnittlauchblütenessig

Die Anregung für diesen Essig kam von Glasgeflüster:

Schnittlauchblüten-Essig

Zutaten:
ca. 30 Schnittlauchblüten
500 ml heller Essig

Glasgeflüster macht den Schnittlauchblütenessig mit Reisessig. Da ich leider keine Bezugsquelle (Asialaden) in meiner unmittelbaren Nähe habe, dachte ich mir, dass
Aceto Balsamico Bianco mit 5,4 % Säure auch geht, und es hat funktioniert, wie man sieht….
Da meine Schnittlauchblüten aus dem eigenen Garten echt Bio sind, habe ich natürlich auch einen Bio-Essig verwendet.

Food in jars macht’s mit ganz einfachem, preisgünstigen Essig (basic vinegar), der bei uns unter „Tafelessig“ mit 5% Säure (meist zum Einlegen z. B. von Gurken verwendet) gehandelt wird. Es wird aber auch erwähnt, dass ein Weißweinessig geeignet wäre.

und so geht´s:
Die Schnittlauchblüten abschneiden (direkt unter der Blüte) und abwaschen. Gut trocknen lassen.
Nun in eine verschließbare Flasche geben und den Essig darüber gießen.
Das ganze fünf Tage stehen lassen und gelegentlich schütteln.
Den Essig durch ein Sieb geben, in eine Flasche füllen und gut verschließen.

Ich habe den Ansatz 14 Tage stehen lassen und in das Sieb zum Abseihen zusätzlich noch einen zurechtgeschnittenen Teefilter gelegt, damit keine Schwebstoffe und kleinste Blütenteilchen in die Flasche kommen. Das nächste Mal werde ich zudem noch mehr Schnittlauchblüten verwenden, dann wird die Farbe etwas intensiver.

Noch ein Tipp zu den Etiketten für die Ansatzgläser:

Aus Tafelfolie ovale oder eckige Etiketten schneiden und aufkleben. Mit einem Kreidestift beschreiben. Ich habe mir auf diesem Glas den Inhalt und das Datum,  an dem der Ansatz fertig ist und abgeseiht werden kann, vermerkt. Die Schrift kann man später mit einem feuchten Tuch oder Schwamm abwischen und neu beschriften. (Fertig geschnittene Etiketten gibt’s in der Schweiz bei Migros).

Ich habe diese Etiketten auch auf meinen Teedosen, so kann man von Aussen immer die Sorte sehen, ausserdem schreibe ich das MHD drauf.