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Saftiges Suppenfleisch und eine kräftige Bouillon mit Nudeln

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Es ist wieder kühler geworden. Wir haben den Sonntag mit Ekelwetter dazu genutzt ein feines Suppenfleisch auf Markgräfler Art zu kochen. Das duftet so heimelig in der Küche – und es wärmt!

Wir hatten etwas mehr als 1 kg Rindfleisch gekauft, dazu 3 Rinderknochen (Markknochen), 1 Bund Suppengrün bestehend aus Zwiebel, Karotte, Petersilienwurzel und Petersilienkraut, 1 Stück Sellerie, 1 Stück Lauch.

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Die Zwiebel habe ich abgezogen, halbiert und mit drei Nelken und einem Lorbeerblatt besteckt („besteckte Zwiebel”). Karotte, Sellerieknolle und Petersilienwurzel habe ich gewaschen und geschält und in passende Stücke geschnitten. Lauch und Petersilie habe ich mit Küchengarn aus Baumwolle zusammengebunden.

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Das Fleisch wird mit kaltem Wasser abgespült und dann zusammen mit den Markknochen (gründlich mit kaltem Wasser abspülen, dass evtl. anhaftende Knochensplitter entfernt werden) in einen großen Topf mit reichlich kaltem Wasser gelegt. Zum Kochen bringen. Mit einer Schaumkelle den entstehenden Schaum abschöpfen. Dann mit Salz und Pfeffer würzen, das Gemüse dazugeben.

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Den Deckel auflegen, und die Hitze reduzieren. Die Brühe sollte nur leicht (nicht sprudelnd) kochen! Man kocht das Fleisch dann etwa 3 Stunden. Etwa eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit werden die Kartoffeln (vorwiegend festkochend) gewaschen, geschält und in Stücke geschnitten, dann in Salzwasser ca. 15-20 Minuten (je nach Größe) mit geschlossenem Deckel gekocht.

Als weitere Beilage gibt es Meerrettich (entweder frisch gerieben, Zubereitung hier) oder wie diesmal, der gute Urloffen-Meerrettich, aus dem Glas, mit etwas Sahne in einem kleinen Topf erwärmt.

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Ausserdem: Rote Bete, eingelegt – ebenso aus dem Glas (darauf achten, dass keine künstlichen Süßstoffe, sondern nur Branntweinessig, Salz und normaler Zucker enthalten sind).

Nach Garzeitende des Suppenfleisches Brühe mit einem Suppenschöpfer durch ein Sieb in einen Topf schöpfen. Sollte die Brühe zu kräftig sein, mit etwas heißem Wasser strecken. Die Brühe zum Kochen bringen, beliebige Suppeneinlage hinzufügen, z. B. dünne Suppennudeln. Nach Packungsangabe in der Brühe garen. Mit frisch geriebener Muskatnuss abschmecken und zum Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.

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Die Markknochen werfen wir auf keinen Fall weg, bevor wir nicht das Mark mit einem kleinen Löffelchen herausgeholt haben. Auf dünnen, nach Belieben gerösteten Brotscheiben schmeckt das Mark köstlich als Beilage zur Suppe.

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Das Fleisch wird aus dem Topf genommen, in Scheiben geschnitten und zusammen mit Kartoffeln, Rote Bete, Meerrettichsauce und Preiselbeeren serviert. Nach Belieben noch etwas vom Gemüse aus der Brühe dazugeben (Karotte und Sellerie)

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Mmmh, das ist ein richtiges Sonntagsessen, wie es sich für das Markgräflerland gehört!

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Snack-Pizza Margherita mit Kaminwurzen

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Pizza in handlichem Mini-Format. Ideal für einen Fernsehabend. Den Teig machen wir nach alt bekanntem Rezept.

Kleine Portionen vom Teig entnehmen, zwischen den Händen kleine Kugeln formen und flachdrücken. Auf’s Blech legen, mit Olivenöl und Tomatensugo (mit italienischen Kräutern, Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt) bestreichen. Nach Belieben mit  in Ringe geschnittenen Kaminwurzen belegen. Mit geriebenem Käse bestreuen. Wunderbar passen auch Paprikawürfelchen, oder man macht einfach Pizza Margherita daraus, indem man neben Tomatensugo nur geriebenen Käse darüber streut.

Backen: 240 °C, bis der Käse zerlaufen und der Teig schön knusprig ist! Auf einem Teller anrichten und mit frischen Kräutern bestreuen.

Buon Appetito.

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Und wir schauen uns heute noch „Die Holzbaronin” mit Christine Neubauer im Fernsehen an. Der Film wurde nämlich im Markgräflerland gedreht!!! Solche Filme sind normalerweise nicht mein Fall (lt. Markgräfler eine Schnulze) aber wenn’s von hier ist… (Siedlung Richtberg, zwischen Neuenburg und Auggen).

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Herbstzeit = Schäufele mit Kartoffelsalat – Zeit … oder: üben für Heiligabend

An Heiligabend soll es wieder Schäufele geben. Vergangenes Jahr war es ein Rollschinkli im Römertopf, damals noch der unechte Tontopf von der Schwiegeroma, in Wein gegart.

Beim Einkaufen hatte mich das Schäufele so angelacht, dass ich spontan Lust darauf bekam. Ein richtiges Herbst- und Winteressen. Am Heiligabend gibt es nebst Kartoffelsalat auch noch Nüssli=Feldsalat. Dazu das obligatorische Bauernbrot und natürlich Senf.

Gestern Abend gab es dann also Schäufele aus dem echten RÖMERTOPF®. Den Römertopf 10 Minuten wässern. Das Schäufele einlegen, mit reichlich Weisswein begießen – den feinen Gutedel von Herrmann Dörflinger – den Deckel auflegen, auf den Rost in den kalten Ofen stellen. Die Temperatur auf 200 °C einstellen und eine Stunde garen.

In der Zwischenzeit den Kartoffelsalat zubereiten (am besten aber schon vorher, damit der Salat richtig durchziehen kann!

Kartoffelsalat für 4 Personen:

800 g Kartoffeln (festkochende Sorte)
knapp mit Wasser bedecken und 20 – 30 Minuten kochen.
Pellen, in Scheiben schneiden (Tipp: mit einem Mozzarella-/Eierschneider bekommt man gleichmäßige Scheiben).
Kartoffelscheiben in eine Salatschüssel geben.

1 kleine Zwiebel würfeln, auf die Kartoffeln geben.
Salz, Pfeffer und 1 Teelöffel Senf hinzufügen.


2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig und
mit ca. 1/4 Liter Brühe vom Schäufele vermischen.
(Wer mal nur Kartoffelsalat ohne Schäufele macht, kann Brühe aus Fleischbrühwürfeln verwenden)

Durchziehen lassen!
Dazu den Kartoffelsalat nicht in den Kühlschrank stellen, er sollte lauwarm serviert werden.

Vor dem Servieren 4 Esslöffel Öl (Sonnenblumen, Raps oder Sojaöl)
untermischen.
Mit etwas Maggi abschmecken und evtl. noch mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen
und mit gehackter Petersilie überstreuen.

Mayonnaise hat in einem Markgräfler oder auch Badischen Kartoffelsalat übrigens gar nichts zu suchen!
Es sind allenfalls noch ein paar ausgelassene Speck- oder Schinkenwürfelchen erlaubt.

Das Schäufele ist fertig:

Den Deckel herunternehmen, dann das Schäufele vor dem Anschneiden etwa 5 Minuten ruhen lassen.

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WIRSINGWAIE – Rahmwirsing Tarte und ein Besuch z’Mülle uff em Märt

Heute möchte ich Euch mal ein wenig von dem Ort zeigen, wo ich zu Hause bin. Am Freitag hatte ich einen freien Tag und konnte einen wunderschönen „Goldenen Oktober“-Tag genießen. Dazu passt ein Besuch auf dem Markt und der Einkauf von Herbstgemüse.

Wirsing. Ich liebe Rahmwirsing, der besonders gut zu Kurzgebratenem und Kartoffelbrei passt. Ich habe aber ein anderes Rezept aus meiner Sammlung gekramt, das ich schon immer mal ausprobieren wollte.

Hier beim Bio-Gemüse Stand Piluweri habe ich dann einen wunderschönen Wirsing-Kohl gekauft.
Dann bin ich noch ein wenig über den Markt und durch die Fußgängerzone spaziert.

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Wirsingwaie

Für den Waieteig:
200 g Dinkelmehl Type 630
1 Ei
Salz
125 g kalte Butter
Butter für die Form
Mehl zum Ausrollen

Für den Belag:
1 kg Wirsing
2 Zwiebeln
100 g Schwarzwälder Speckwürfel
2 Eier
200 g süße Sahne
1 Teelöffel Kümmel
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Das Mehl auf die Arbeitsplatte sieben. Mit einem Löffel in die Mitte eine Vertiefung drücken. Das Ei, eine Prise Salz und 1 Esslöffel kaltes Wasser hineingeben. Die  Butter in kleine Stückchen auf den Mehlrand setzen. Alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verkneten, den Teig mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Wirsing putzen, vierteln und den Strunk entfernen. Die Blätter in Streifen schneiden und waschen. Die Zwiebeln pellen und hacken. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Speckwürfel darin auslassen und die Zwiebeln glasig dünsten.

Den Wirsing zugeben und mit etwas Wasser 5-10 Minuten andünsten.

Den Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen. Eine Waieform/Tarteform (oder Springform) 28-32 cm Ø mit etwas Butter einfetten. Die Eier mit der Sahne in einer Schale gut verquirlen, mit Kümmel, Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig auf leicht bemehlter Fläche ausrollen und Boden und Rand der Springform damit belegen. Die angedünsteten Wirsingstreifen darauf verteilen,

die Eiersahne gleichmäßig darüber verteilen. Die Wirsingwaie auf der zweiten Schiebeleiste von unten 35 Minuten im Ofen backen.

lecker und herzhaft, mit viel Gemüse
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Wochenrückblick 3: Mediterraner Beef-Burger mit buntem Sommergemüse

Das Highlight der Woche:

Ein echter Beefburger nach amerikanischem Rezept – aber ohne Brötchen und daher bestens geeignet für die Köche und Genießer unter Euch, die kein Gluten vertragen.
Ich schwöre Euch, das Gemüse wiegt das ausgelassene Labberbrötchen voll auf. Für alle anderen ist „zwischen Hamburger- oder Cheeseburger Brötchen einklemmen“  natürlich erlaubt (vorher in der Pfanne die Schnittseiten der Brötchen leicht anrösten):

Für 4 Beefburger braucht man:

600 g Rinderhack
Salz, Pfeffer
etwas neutrales Pflanzenöl zum Braten

Das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen. (Wer mag, kann noch mit etwas Worcestersauce würzen).

Damit daraus dann „mediterrane Beefburger“ werden, mischt man (getrockenetn) Thymian oder italienische Kräuter unter die Fleischmasse.

Gut mischen und daraus vier runde Kugeln formen. Diese flachdrücken und in der Pfanne im Öl durchbraten.

Für das bunte Sommer-Gemüse mit Fetakäse (mit dem Gemüse anfangen, das braucht länger, als die Zubereitung der Burger):

1 Esslöffel Tomatenmark (3-fach konzentriert)
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll braune Champignons
jeweils eine kleine rote und gelbe Paprika
1 kleine Zucchini
1 kleine Aubergine
1 Päckchen griechischer Fetakäse (Schaf-/Ziegenmilch)
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence

Die Pilze mit einem Pinsel oder einer Pilzbürste reinigen (auf keinen Fall mit Wasser waschen – die Pilze verwässern und verlieren an Geschmack).
In Scheiben schneiden.
Das Gemüse waschen und in etwa gleich große Würfel schneiden.

Alles in Olivenöl sanft anbraten, bis das Gemüse weich aber noch knackig ist (Zuerst Tomatenmarkt, Paprika, Zucchini, Aubergine dann Knoblauchzehe durch die Presse dazudrücken). Die Frühlingszwiebeln und Champignons erst gegen Ende der Garzeit hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und mit Kräutern der Provence würzen.
Ganz zum Schluss, kurz vor dem Servieren, den gewürfelten Fetakäse untermischen.

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Grillen und Grillieren (3) – Lamm aus der Grillpfanne mit grünen Schinkenspargeln und „Roast Country Potatoes“

Am Sonntag gab’s die Reste vom Grillabend am Samstag, aber luxuriös aufgepeppt….


Da wir ja bei einem Freund gegrillt hatten – der auf seinem Gasgrill schon wie ein Profi agiert, wollten wir unseren läppischen Elektrogrill mit Wasserschale nicht aus dem Keller hochtragen. Aber zum Glück besitze ich ja zwei Grillpfannen, mit denen auf dem Gasherd auch recht gute Ergebnisse zu erzielen sind. Ausserdem hatten wir nur noch eine Lammlachse und ein Paar Mergues Würstchen übrig.

Fangen wir mal mit den Kartöffelchen an:

Roast Potatoes

Kleine, neue Bio-Kartöffelchen (mit dünner Schale) waschen, abtrocknen, halbieren  und in eine Metallschüssel geben. Etwas Olivenöl darüberträufeln und die Kartoffeln in der Schüssel schwenken.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen, die Kartoffeln direkt auf’s Blech legen, mit Salz übermahlen, in die Mitte des Backofens schieben und 20 Minuten goldbraun backen.

Grüner Spargel vom Bauernladen in Eimeldingen

Die Spargeln waschen, nur das untere Drittel schälen und in Salzwasser mit einer Prise Zucker ca. 15 Minuten köcheln lassen.
Herausnehmen, abtropfen und etwas abkühlen lassen. Dann mit je einer Scheibe Parmaschinken (Serranoschinken passt auch) umwickeln.


Nur ganz wenig Olivenöl in die Grillpfanne geben und den Spargel darin von allen Seiten mehrere Minuten anbraten, bis der Schinken leicht gebräunt ist.

Im Backofen warmstellen. (Schmecken auch nur zusammen mit Kartoffeln und Mint Sauce)

Danach das Lammsteak (das vorher im Kühlschrank mit ein wenig Olivenöl bestrichen und Knoblauch belegt war) in der Pfanne grillen. Erst danach mit Salz und Pfeffer würzen. (Mit Mint Sauce servieren).
Bei uns gab es als Beilage noch je eine halbe, gegrillte Romatomate (Eiertomate) mit Kräuterbutter.
Auf der Terrasse war es gerade noch warm genug und so war das dieses Jahr unser erstes Abendessen zu Hause im Freien.

Geteiltes Steak ist halbes Steak  🙂
dafür gab’s ein Gläschen Markgräfler Wein :

Süßer Abschluss: Espresso und Torrone (aus Italien) – mmmmmmmh!

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Strozza preti – „Pfarrerwürger“


… und sowas am Sonntag?!
Pfarrerwürger heissen diese Nocken mit Spinat und trockenem Brot aus Italien. Hier meine Variante:
in Salbeibutter zusammen mit Dattelkirsch-Tomaten angebraten.

Für 4 Personen:

100 g Mehl
2 Eier
50 g Spinat
50 g Ricotta-Käse oder Quark
50 g in Wasser eingeweichtes, altbackenes Brot (ca. 1 Brötchen)
Salz, Pfeffer
Butter, Salbei, Dattelkirsch-Tomaten
geriebener Parmesankäse zum Servieren

Zubereitung:

Aus Mehl und Eiern einen Spätzleteig herstellen, dazu den Spinat, den Käse/Quark und das eingeweichte Brot (gut ausdrücken) geben und gut vermischen.
Mit Salz und Pfeffer würzen.
Mit zwei Kaffeelöffeln kleine, mandelförmige Klößchen ausstechen und im köchelnden Salzwasser sieden.
Wenn die Klößchen an die Oberfläche steigen  herausnehmen und abtropfen lassen. Salbei in reichlich Butter andünsten, die Strangola preti dazugeben, etwas später die Tomaten und mitbraten.
Nach Belieben mit etwas Parmesankäse bestreuen.