Essen & Trinken, Food, Fotografie, Garten, Herbst, Markgraeflerland, Natur & Garten, Rezepte, Winter

Kürbisse vom Kürbishof Sehringer

Kürbishof Sehringer, Oktober 2012

Gestern war ich zu Fuß unterwegs in Müllheim und wollte mal nachsehen, ob der Kürbishof Sehringer in der Unterstadt schon Kürbisse hat – es gibt schon welche – aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse zwar nicht so viele wie in den Vorjahren, aber es ist trotzdem immer ein ….oder zwei oder viele schöne Fotos wert. Ein Teil dieser Bilder ist noch im vergangenen Jahr entstanden. Wir hatten damals einen großen Halloween Kürbis gekauft und sind aber nicht dazu gekommen, ihn auszuhöhlen. Dabei hätten wir bei der Familie Sehringer schon einen fertig ausgehöhlten, auf Wunsch schon kunstvoll mit Grimassen und anderem verziert bestellen oder kaufen können.

Kürbishof Sehringer, Hauptstraße 12, 79379 Müllheim

Kuerbisse Unterstadt1
September 2013

Yesterday I was walking around in my hometown Müllheim and wanted to see if the „Kürbishof Sehringer“ (pumpkin farm) in the lower city already has pumpkins – there are some already, but due to poor weather conditions not as many as in previous years. Anyway, it’s still always worth visiting for one or two or many beautiful photos. Part of these images I already took in 2012. Back then we had bought a large Halloween pumpkin and did not have the time to hollow it out. We could have ordererd or bought an already hollowed out pumpkin there, at request you can also have pumpkins that are  elaborately decorated with faces and other designs.

Kuerbisse Unterstadt6
September 2013

Ich habe mir dann noch Markgräfler Weintrauben für eine Trübel Waie (Traubenkuchen) mitgenommen und nach einem Spaghettikürbis gefragt. Leider gibt es dieses Jahr keine – alle Pflanzen haben das diesjährige Wetter nicht überlebt.
Dann wollte ich noch einen Sweet Dumpling mitnehmen, den fand ich letztes Mal toll zum Füllen – aber ich wurde belehrt. Den Kürbis, den ich woanders als „Sweet Dumpling“ gekauft hatte ist ein „Festival“ – aber das sei eh fast das Gleiche, wurde mir gesagt – der Sweet Dumpling hat nur weisse und grüne Streifen, beim Festival kommt noch die Farbe Orange dazu.

Spaghettikürbis
Spaghetti-Kürbis / Spaghetti Squash

I bought grapes for a Trübel Waié (grape tart/pie) and asked for a spaghetti squash. Unfortunately, this year there are no spaghetti squashes – all the plants did not survive this year’s weather.
Then I wanted to take a Sweet Dumpling, which I found great for filling last time – but I was wrong. The pumpkin, which I had bought elsewhere as „Sweet Dumpling“ is a „Festival“ – but that is almost always the same, I was told – the Sweet Dumpling has only white and green stripes, the Festival is additionally coloured orange.

Rezept Sweet Dumpling oder Festival gefüllt / recipe for stuffed Sweet Dumpling or Festival

Kuerbis gefuellt 2

Kürbishof Sehringer Oktober 2012

Kuerbisse Unterstadt7

Kuerbisse Unterstadt2

Weitere Rezepte mit Kürbis:

Kürbis-Möhren Mini Quiche

Hokkaido-Kürbis Puffer

Kürbisküchle mit Schafskäse

—–

Suppen:

Kürbis-Kartoffelsuppe mit Würstchen

Hokkaido Kürbiscremesuppe mit Ingwer

Cremige Kürbis-Linsensuppe

—-

Tortilla mit Spaghettikürbis und Lammragout

Pasta mit Butternut-Riesling Sauce

Gratin de Courge

Überbackene Kürbisschnitze, Kastanienspätzle und Rotkraut

Spaghetti Kürbis mit Gorgonzola überbacken

Pumpkin Pie

Kürbis Cake

Kuerbisse Unterstadt8
Kürbishof Sehringer, September 2013

In knapp vier Wochen ist Halloween – am besten jetzt schon einen Kürbis kaufen oder vorbestellen!

In just four weeks is Halloween – buy or pre-order your pumpkin now – it’s the best time for it!

Essen & Trinken, Food, Rezepte

Oktoberfest und der Sonntagsbraten aus dem Römertopf

Heute zum Mittagessen gab es passend zum Oktoberfest einen Bayrischen Klassiker. Einen Krustenbraten in Biersauce, dazu Semmelknödel und Rotkraut.

Hier sind die Rezepte:

Krustenbraten in Biersauce

750 g Schweinebraten mit Schwarte (vom Metzger karoförmig einschneiden lassen)
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
1 Esslöffel Semmelbrösel
1 Teelöffel Kümmel
1 Zwiebel
2 Tomaten
ca. 250 ml Bier
etwas Kartoffelstärke zum Binden der Sauce, evtl. ein wenig Sahne

Das Fleisch trockentupfen. Rundum mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Fleisch mit der abgezogenen, geachtelten Zwiebel und den geviertelten Tomaten in den gewässerten (10 Minuten) Römertopf geben. Eine Tasse Bier angießen.

Die Schwarte mit Semmelbröseln und dem Kümmel bestreuen.

Den Topf schliessen, auf den Rost in die Mitte des kalten Backofens schieben, den Ofen schliessen und die Temperatur auf 220 °C einstellen. Nach einer Stunde noch etwas Bier angießen (keine Sorge, der Alkohol verdampft vollständig). Insgesamt zwei Stunden garen:

Aus dem Ofen herausnehmen, zugedeckt noch etwas ruhen lassen.  Die Soße aus dem Römertopf durch ein Sieb in eine Pfanne geben. Aufkochen, noch mit etwas Salz, Pfeffer und nach Belieben mit gekörnter Brühe würzen. Mit 1 – 2 Teelöffeln Kartoffelstärke, die mit etwas kaltem Wasser angerührt wurde binden. Evtl. noch einen kleinen Schuss Sahne hinzufügen und etwas einreduzieren.

Die Semmelknödel

Beinahe hätte es hier ein Desaster gegeben. Schweinebraten ohne Knödel? Unmöglich!
Irgendwie haben sich die ersten Knödel im Wasser aufgelöst und sind komplett zerfallen.
Beim zweiten Versuch habe ich die Knödel dann straff in Alufolie gewickelt und darin gegart, anschliessend in eine Auflaufform in den noch warmen Ofen geschoben, nachgesalzen und mit ein paar Butterflöckchen obendrauf fertiggegart. Das hat wunderbar geklappt. Ja, solche Tage gibt es bei mir auch mal – aber wenn man meint, es klappt gar nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her – in diesem Fall die Idee mit der Alufolie und dem Backofen. Geschmeckt haben sie hervorragend. Ich vermute, dass die Eier zu klein waren, die ich für den Knödelteig verwendet habe.
Am Rezept kann es nicht liegen, denn ich habe die Knödel nicht das erste Mal gemacht:

Semmelknoedel2

Für 4 Personen (sehr üppig)

10-12 altbackene Brötchen (ca. 500 g)
1/4 Liter warme Milch
3 Eier
Salz, frisch geriebene Muskatnuss
1 Zwiebel
1 Bund Petersilie
2 Esslöffel Butter

Die Brötchen in dünne Scheiben schneiden. Dann in eine Schüssel geben und mit der Milch übergießen. Die Eier dazuschlagen, mit Salz und dem Muskat würzen.
Die Zwiebeln und die Petersilie feinhacken. Die Butter in einem Pfännchen zerlassen. Die Zwiebel nd die Petersilie darin anbraten. Den Pfänncheninhalt zu dem Brotteig geben, alles gut vermengen und 20 Minuten zugedeckt stehen lassen.

Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Aus dem Teig mit nassen Händen Knödel formen, in das Salzwasser legen und 15-20 Minuten bei milder Hitze ziehen lassen.

Semmelknoedel1
Semmelknödel, die nicht zerfallen / Foto von 2011

Gut abgetropft servieren.

Beim Rotkraut hat die Bequemlichkeit gesiegt – fertig aus der Packung in den Topf und erwärmen. 😉

…und später gibt’s noch ein Dessert!

Essen & Trinken, Rezepte

Rotkraut-Orangen-Salat mit Marroni und Appenzeller Mostbröckli

Mmmmh, Rotkrautsalat – das Rotkraut habe ich hauchdünn mit dem berühmten, schwäbischen V-Hobel (den ich mir dieses Jahr auf dem Jahrmarkt endlich mal geleistet habe!) in Streifen geschnitten. Mit einem Orangen-Honig Dressing und Maronen wunderbar kombiniert mit Appenzeller Mostbröckli. Ein Gedicht!

Für das Dressing:
2 Orangen
1 rote Zwiebel
2 Esslöffel Butter
etwas Zucker
100 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
100 ml trockener Weißwein
Salz, Pfeffer, etwas Honig
Walnussöl, Soja- oder Rapsöl, Weißweinessig
Kümmelsamen

1/4 Kopf Rotkraut
200 g gegarte Maronen (vakuumverpackt)
Eine handvoll Walnüsse und etwas Butter
Appenzeller Mostbröckli (Menge nach Belieben)
Salz, Pfeffer

Die Orangen auspressen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
In einem Topf 2 Esslöffel Butter erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. 1 Esslöffel Zucker darüberstreuen und schmelzen lassen. Brühe, Wein und Orangensaft zugießen. Den Sud aufkochen und ca. 10 Minuten bei offenem Topf köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Nach Belieben Kümmel dazu geben.
Die vorgekochten Maronen hinzufügen, im Sud erhitzen, zum Schluss etwas Honig hinzufügen.
Den Rotkohl sehr fein in Streifen hobeln. Dann den heißen Sud darübergießen. Ca. 2 Esslöffel Walnussöl und einen Esslöffel Raps- oder Sojaöl und 2 Esslöffel Essig hinzufügen. Salzen, pfeffern und gut vermischen. 15 Minuten durchziehen lassen.

Die Walnusskerne grob hacken und in einer Pfanne in etwas Butter anrösten.
Den Salat auf Tellern anrichten, die Walnüsse darüber geben und mit Mostbröckli garnieren. Mit etwas Weißbrot (und Butter) servieren.

Essen & Trinken, Rezepte

Süßkartoffel-Gnocchi auf Rotkraut mit Gutedelsabayon

Wieder ein vegetarisches Gericht:

Für die Gnocchi:

1 Süßkartoffel (200 g)
2 mehlig kochende Kartoffeln (300 g)
Salz
20 g frisch geriebener Parmesan
Muskatnuss
1 Esslöffel Olivenöl
1 Eigelb (Größe M)
150 g Pizza-Mehl (Tipo 00)
20 g Butter zum Anbraten

Für den Rotkohl:
10 Blätter Rotkohl (ca. 500 g)
1 kleine Zwiebel
20 g Butter
Pfeffer
120 ml Gemüsebrühe

Deko:
1/2 Bund Schnittlauch
2 Esslöffel Preiselbeeren (Glas)

Sabayon:
3 Eigelb (Größe M)
150 ml trockener Weißwein (Gutedel)
Salz, 1/2 Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
1 Messerspitze Cayennepfeffer

1. Süßkartoffel und Kartoffeln waschen, schälen und in grobe Stücke schneiden. In Salzwasser 30 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen. Abgießen und 3-4 Minuten sehr gut ausdämpfen lassen. Durch eine Kartoffel- oder Spätzlepresse drücken, mit Parmesan, Muskat, Salz und Öl würzen.
Eigelb und Mehl dazugeben und zu einer geschmeidigen Masse kneten. Mit bemehlten Händen zu vier etwa 25 cm langen Rollen (daumendick) formen. Jede Rolle in ca. 10 Stücke teilen und zu Kugeln drehen. Jede Kugel mit einer Gabel leicht eindrücken und auf eine bemehlte Platte legen.

Gnocchi "roh"

Die Gnocchi in reichlich, leicht siedendem Salzwasser 7-8 Minuten garen (in 2 Portionen). Mit einer Schaumkelle herausnehmen, abschrecken und in einem Sieb gut abtropfen lassen.

2. Von den Rotkohl-Blättern die mittleren dicken Blattrippen entfernen, die Blätter in grobe Stücke schneiden. Zwiebel fein würfeln und in 20 g Butter ohne Farbe glasig dünsten. Rotkohl zugeben, salzen, pfeffern und 5 Minuten mitdünsten. Mit Gemüsebrühe aufgießen und unter Rühren 10 – 15 Minuten dünsten. Evtl. noch etwas Wasser hinzugeben.

3. Eigelb, Weißwein, Salz, Kümmel und Cayennepfeffer mischen und im heißen Wasserbad mit dem Schneebesen 4-5 Minuten schaumig schlagen, bis eine cremige Masse entsteht. Sabayon von der Kochstelle nehmen, im Wasserbad warm halten, dabei gelegentlich umrühren.

4. Gnocchi in der restlichen Butter 5 Minuten bei milder Hitze unter Wenden goldbraun braten, mit Salz und Pfeffer würzen.
Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.
Gnocchi mit Rotkohl und Preiselbeeren anrichten. Mit Sabayon übergießen und mit Schnittlauch bestreuen.

Essen & Trinken, Rezepte

Kastanienspätzle mit Rotkraut und Kürbisschnitzen

Bunter, herbstlicher Teller mit Kastanienspätzle, Rotkraut und überbackenen Kürbisschnitzen


Jetzt wird’s herbstlich bunt und gesund auf dem Teller!

Kastanienspätzle

Zutaten für 4 Personen:
200 g Kastanienmehl
200 g Dinkel-Vollkornmehl
4 Eier
200 ml Vollmilch
1 Teelöffel Salz

Aus diesen Zutaten einen Teig rühren und ca. 1 – 2 Stunden quellen lassen. Dann mit Hilfe einer Spätzlepresse den Teig portionsweise in kochendes Salzwasser drücken.
Kurz kochen lassen, bis die Spätzle an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und warm halten.

Kastanienspätzle pur

Für die „Soße“ eine rote Zwiebel in Würfel oder dünne Scheiben schneiden, in etwas Butter andünsten und nach Belieben gehackte Petersilie untermischen.

Kastanienspätzle mit Butter und Zwiebeln

Für die überbackenen Kürbisschnitze braucht man:

1 kleiner Hokkaido Kürbis
Meersalz oder Himajala Salz (aus der Mühle)
2 – 3 Esslöffel Olivenöl
Pfeffer aus der Mühle

Kräuter-Käsekruste:
150 g braune Champignons (oder Shii-Take-Pilze)
einige Tropfen Zitronensaft
150 g Schalotten
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund glatte oder krause Petersilie
1 Esslöffel Butter
abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
4 Esslöffel geriebener Parmesan
4 Esslöffel Brotbrösel
evtl. noch einige Butterstückchen

Den Kürbis waschen, halbieren und die Kerne entfernen. Dann in Schnitze schneiden und von beiden Seiten mit Salz bestreuen und Saft ziehen lassen.
Dann trockentupfen und wenn möglich nebeneinander in eine feuerfeste Form legen. Mit Öl beträufeln und reichlich Pfeffer aus der Mühle darübermahlen.
In der Mitte des auf 200 °C vorgeheizten Backofens ca. 30 Minuten backen.
Die Pilze mit einer Pilzbürste reinigen, sehr fein hacken. Schalotten, Knoblauch und Petersilie ebenfalls sehr fein hacken. Mit den Pilzen zusammen in der Butter bei mittlerer Hitze andünsten. Salzen, pfeffern und mit geriebener Zitronenschale abschmecken.
Die Mischung über den Kürbis verteilen. Den geriebenen Käse mit den Brotbröseln mischen und darüber verteilen.
Bei 225 °C überbacken, evtl. noch Butterstückchen darüberstreuen.

überbackene Kürbisschnitzel

Das Rotkraut habe ich heute ausnahmsweise nicht selbst gemacht – Fertigpackung (mit Pflaumen und Bordeaux, mmmmh).