Dessert, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Markgraeflerland, Reisen, Rezepte, Winter

Rosenmontag am Rhein: Mutzenmandeln

Mutzenmandeln
Um es gleich vorneweg zu sagen – die sind nicht selbst gemacht, sondern gekauft… Im Markgräflerland kennt man vor allem Fasnachtschüchli, die es traditionell am Schmotzige Dunschtig gibt, Quarkbällchen, Berliner und Scherben.
Mutzenmandeln scheinen eher im Rheinland und Westfalen verbreitet zu sein, ich habe das Rezept aber dennoch in einem Kochbuch badischer Landfrauen entdeckt.
Eine Mutzenmandel Ausstechform hat die Form von aneinandergereihten mandelförmigen Gebilden, das Gebäck sollte also tropfenförmig sein – diese hier im Bild sind eher kugelig.

Das Rezept dafür möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten und wünsche euch einen schönen Rosenmontag.

Mutzenmandeln
(Für ca. 60 Stück)

100 g Butter
60 g Zucker
1 Messerspitze Zimt
1 Prise Salz
2-3 Eier
350 g Mehl
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
Schweineschmalz oder Frittierfett zum Ausbacken
Zucker oder Puderzucker

Butter und Zucker zusammen schaumig rühren. Zimt, Salz und nach und nach die Eier unterrühren.
Mehl und Backpulver vermischen, einen Teil unterrühren, den Rest in den Teig kneten. Diesen 30 Minuten durchkühlen lassen. Dann ca. 1 cm dick ausrollen und mit der Mutzenform kleine Mandeln ausstechen (oder beliebige andere Formen und Figuren).
Im Frittiertopf Schmalz erhitzen und die Mutzenmandeln (oder Figuren) darin goldbraun ausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen und dick mit Zucker oder Puderzucker bestreuen.

Mutzenmandeln 2
This is a typical deep-fried bakery product which you can get during carneval time in the area of Cologne. They should resemble almonds but if you do not have such a cookie cutter, you can also use other cutters.

Mutzenmandeln
(For about 60 pieces)

100 g butter
60 g sugar
1 pinch of cinnamon
1 pinch of salt
2-3 eggs
350 g flour
1 teaspoon baking powder
lard or cooking oil for frying
sugar or icing sugar

Whisk butter and sugar until combined and fluffy. Add cinnamon, salt and gradually stir in the eggs.
Mix flour and baking powder, stir in just one half of it and knead the rest into the dough. Leave to to cool for 30 minutes. Then roll out the dought about 1 cm thick and cut out almond shaped pieces with a Mutzenmandeln cutter (or any other shapes and figures).
Heat the lard in the deep-fryer pot and fry the Mutzenmandeln (or figures) until golden brown. Drain on kitchen paper and sprinkle thickly with sugar or icing sugar.

Werbeanzeigen
Backen, Dessert, Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frühling, Kleine Kuchen und Torten, Rezepte

Bunter Papageien-Kuchen zum Rosenmontag

Papageien Schnitten4

Zum Rosenmontag gibt es einen bunten Kuchen. Ein kleiner Kuchen in einem Brownie-Blech (28 x 19 cm) gebacken, in der Mitte durchgeschnitten und aufeinander gelegt – das gibt genau 4 Stücke, ideal für den kleinen Haushalt. die grüne Farbe ist mit Götterspeise Waldmeister, die rote mit Götterspeise Himbeer gemacht. Oben drauf kommen ein Zuckerguss und viele bunte Zuckerperlen.

Papageien Schnitten

Papageien-Schnitten

225 g weiche Butter
150 g Zucker
3 Eier
150 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
8 Esslöffel Milch
1/2 Päckchen Vanillesaucen-Pulver
1/2 Packung Götterspeise Waldmeister
1/2 Packung Götterspeise Himbeer

Für den Guss:
100 g Puderzucker
bunte Zuckerperlen

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Eine Brownie Form  mit Butter einfetten. Für den Teig die Butter geschmeidig rühren. Nach und nach Zucker und Eier unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren.

Den Teig in drei Teile teilen. Einen Teil mit dem Vanillesaucenpulver, den zweiten Teil mit Himbeer-Götterspeise-Pulver und den dritten Teil mit Waldmeister Götterspeise- Pulver verrühren. Zuerst den Vanille-Teig in die Form geben und glatt streichen. Zuerst den grünen Teig in Häufchen auf den Vanille-Teig geben, dann den roten Teig. Den Kuchen ca. 30 – 35 Minuten backen. Abkühlen lassen, aus der Form nehmen und in der Mitte durchschneiden. Beide Kuchen-Stücke aufeinander legen, nochmals teilen, so dass es 4 Stücke ergibt.
Puderzucker mit etwas Wasser verrühren und die Stücke damit überziehen, Zuckerperlen aufstreuen und den Guss fest werden lassen.

Papageien Schnitten2
I prepared a colorful cake for Carnival Monday. I baked it in a brownie pan (28 x 19 cm), cut it in half and placed one half onto the other – that makes exactly 4 pieces, ideal for a small household. The green color is made ​​with jelly / jello (woodruff flavour)  the red with raspberry flavoured jelly / jello. The icing consists of powdered sutar, sprinkled with colorful sugar pearls.

Parrot Cake

225 g soft butter
150 g of sugar
3 eggs
150 g of flour
1 teaspoon of baking soda
8 tablespoons milk
1/2 packet of custard powder (approx. 1 tablespoon)
1/2 package jello woodruff flavour (approx. 1 tablespoon)
1/2 package jello raspberry flavour (approx. 1 tablespoon)

For the topping :
100 g icing sugar
colorful sugar pearls

Preheat the oven to 180 °C (359 °F).  Grease a  brownie pan with butter. For the dough, stir the butter until smooth. Gradually stir in sugar and eggs. Mix flour with baking powder and stir in alternately with the milk.

Divide the dough into three parts. Mix the first part with the custard powder, the second part with raspberry jello powder and the third part with woodruff jello powder. First, pour the vanilla batter into the pan and make smooth. Then add the green dough in small piles onto the vanilla dough, then do the same with the red dough. Bake the cake for 30 – 35 minutes. Allow to cool, remove from the mould and cut it into two parts. Put both cake pieces together, then cut it again so that there are 4 pieces .
Mix the icing sugar with a little water and coat the pieces with it, sprinkle with sugar pearls and leave to set.

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Rezepte

Erbarmen – zu spät, die Hessen kommen! …oder: Handkäs mit Musik

Handkaes Aeppelwoi1
Ich glaube, ich leide an einer Überdosis Fasnet…. Nach zwei und einem halben Wochenende mit Zunftabenden, Frauenfasnacht, Buntem Abend und gefühlter Endlos-Schleife „Atmelos” von Helene Fischer – die sogar das im Flur stehende „Rote Pferd” in den Schatten stellt und kein Lasso rausholen muss, um die Massen zum lauthalsen Mitsingen zu animieren – wird heute gestreikt!
Heute kein Fasnachts-Umzug für mich, nein danke.
Dabei geht es kommendes Wochenende im  Markgräflerland noch weiter – die Buuerfasnacht beginnt, es werden wieder die großen Fasnachtsfeuer angezündet und Scheiben geschlagen, um den Winter zu vertreiben und am Montag beginnt die Basler Fasnacht.
Es gilt also, noch ein paar Tage durchzuhalten. Deshalb heute die selbst verordnete Ruhe.
Ich erinnere mich an einen Besuch des Mainzer Rosenmontag-Umzuges – dort wurde nicht nur mit Kamellen (Bonbons) geworfen, sondern auch mit Handkäse – Mainzer Handkäse natürlich.
Was wir heute hier auf unserem Teller haben, ist ein Handkäs aus Hessen. Handkäs mit Musik – das ist nicht etwa Käse mit Musik-Begleitung, (Rodgau Monotones: Erbarmen zu spät, die Hessen kommen) -nein, die Musik ist hierbei die Marinade, mit welcher der Käse beträufelt wird. Sie besteht aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer und einem Schuss Hochstädter Schoppepetzer, den wir vom Bruder unserer Nachbarin, der gerade aus dem Hessischen zu Besuch ist, geschenkt bekommen haben.
Ausserdem kommen auf den Käse Kümmel und Zwiebel drauf. Mmmh. Super lecker – wer hätte das gedacht (früher konnte ich mit sowas noch  nichts anfangen, aber Geschmäcker ändern sich eben…).
Der Apfelwein („Stöffche”)  wird natürlich auch dazu getrunken…

Handkaes Aeppelwoi2