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Rosenlikör und Rosen-Cupcakes oder kleine Gugls

Rosen Cupcakes Gugl 3
Die Rosenblüte ist in vollem Gange. Man merkt es auch an den Aufrufen meiner Blogbeiträge zum Thema Rosen. Rosensirup und Rosenblütenkonfitüre bzw. die Rezepte dazu zählen zu den meist gesuchten Begriffen. Mein Rosenlikör, der „unschlagbar ist” (das sind nicht meine eigenen Worte, sondern von denjenigen, die ihn bisher probieren durften) wird leider kaum bemerkt.

Für diejenigen, die noch ein Rezept suchen: Rosenlikör
Das Rezept ist wirklich unwahrscheinlich gut.

Rosenlikoer2

Der Rosenlikör schmeckt ganz einfach pur, zu Gebäck, über Eis, oder ganz besonders gut als Apéritiv im Sekt. Der Apéritif mit Rosen passt besonders bei romantischen Hochzeiten.

Aber jetzt zum Sonntagsgebäck  – ideal für ein kleines Rosenfest im heimischen Garten. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich Muffins, Cupcakes oder kleine Gugelhupfe backen sollte… Auf jeden Fall sollte aber mein selbst gemachter Rosensirup zum Einsatz kommen. Normalerweise würde die Teigmenge 12 Muffins ergeben. Ich habe 6 Cupcakes mit Rosen-Mascarpone Topping und 6 kleine Gugels mit Rosen-Zuckerguss und Pistazien gemacht.

Rosen Cupcakes Gugl 1So sehen die Cupcakes vor dem Backen aus. Bitte die Förmchen nur zu 3/4  füllen. Ich habe sie ein bißchen zu hoch befüllt – mit dem Ergebnis, dass der Teig über den Rand gelaufen ist. Ich konnte sie aber noch retten. 😉

Rosen Cupcakes Gugl 5
Die tollen Marzipanrosen wurden übrigens von Dr. Oetker gestiftet. Herzlichen Dank dafür. In der Packung sind noch grüne Marzipan-Blätter dabei. Die habe ich allerdings nur spärlich verwendet. Sie werden sicherlich an anderer Stelle einmal zum Einsatz kommen. Die hübschen Cupcake-Förmchen habe ich aus Frankreich – bei „Maisons du Monde” entdeckt.

Rosen Cupcakes Gugl 9

Rosenmuffins oder Mini-Gugls
(je 6)

125 g Butter
1 Becher (150 g) Naturjoghurt
(wichtig: der Becher dient als Messbecher für die übrigen Zutaten)
3/4 Becher Zucker
2 Esslöffel Rosensirup
1 Prise Salz
3 Eier
2 Becher Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Becher geschälte, gemahlene Mandeln
120 g Himbeeren
1 Handvoll gehackte Pistazien

Für die Deko:
Puderzucker
rote Bete Pulver
Rosensirup
125 g Mascarpone
(250 g Mascarpone für 12 Cupcakes)
Marzipanrosen von Dr. Oetker

Die Butter in einem Topf zerlassen und abkühlen lassen. Den Joghurt in eine Schüssel geben. Den Becher ausspülen und abtrocknen, Zucker abmessen. Die Eier zum Joghurt geben, mit einer Gabel verquirlen, Zucker, Salz, Rosensirup  und Butter nach und nach damit vermengen. Da Mehl abmessen, mit dem Backpulver mischen und zusammen mit den Mandeln und Himbeeren vorsichtig unter die Buttermasse heben. In die vorbereiteten Förmchen füllen, die Cupcakes mit wenig Pistazien bestreuen, die Gugls werden erst später damit bestreut.

Im vorgeheizten Backofen bei 190 °C 20-25 Minuten backen (Backzeit richtet sich nach den verwendeten Förmchen).

Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen. Für die Gugl Glasur etwas Puderzucker mit ein wenig Rote Bete Pulver (gibt es auf dem Jahrmarkt oder beim Kräuterhof in Hügelheim) mischen, dann mit etwas Rosensirup zu einer dicklichen Paste rühren. Die Gugls damit überziehen. Mit gehackten Pistazien bestreuen, je eine Rose in das Loch des Gugls legen, nach Belieben ein Marzipanblatt dazu legen.

Rosengugel1

Restliche Glasur für die Cupcakes unter den Mascarpone mischen. Die Mascarpone-Mischung in einen Spritzbeutel füllen und in den Kühlschrank legen.

Cupcake Rose 1

Dazu passt ein hübscher Strauss aus Bartnelken:

Rosen Cupcakes Gugl 4

Cupcake Rose 2

Cupcake Rose 4

Rosen Cupcakes Gugl 2

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Essen & Trinken, Food, Rezepte

Vetebullar med mandelfyllning – Schwedische Hefeschnecken mit Mandelfüllung

Zum Reinbeißen gut…
In unserem Urlaub in Schweden gab’s immer die feinen Bullar – meist Kanelbullar, die nur mit etwas Butter, Zimt und Zucker gefüllt sind.

Man kann sie aber auch mit Mandeln oder Nüssen füllen.
Das Geheimnis des feinen Geschmacks ist 1/2 Teelöffel gemahlener Kardamom, der in den Teig gemischt wird.

Vetebullar med mandelfyllning
Für ca. 15 Stück:

75 g Butter
250 ml Milch
25 g Hefe
100 g Zucker
1/2 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel gemahlener Kardamom
450 g Weizenmehl (Type 405)
50 g helles Dinkelmehl (Type 630)

Für die Füllung (meine Variante):
2oo g gemahlene Mandeln
50 g gemahlene Pistazien
(oder nötfyllning /Nussfüllung: 250 g gemahlene, gemischte Nüsse)
nach Belieben 50 g Rosinen (habe ich weggelassen)
75 g Zucker
etwas Sahne
30 g Butter
1 Eigelb

Die Butter schmelzen. Milch hinzufügen und die Mischung leicht erwärmen. (Achtung, darf nicht zu heiß sein!) Dann die Hefe darin auflösen und Zucker, Salz, Kardamom und fast das ganze Mehl hineinrühren. Den Teig so lange kneten, bis er geschmeidig wird. Eventuell noch Mehl zugeben. Anschließend den Teig abgedeckt 30-40 Minuten gehen lassen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und in drei gleich große Stücke teilen.

Für die Füllung die Butter schmelzen. Jedes Teigteil zu einem dünnen Rechteck ausrollen und mit Butter bestreichen. Die Nüsse mit Zucker (Rosinen) und geschmolzener Butter vermischen. Dann etwas Sahne unterrühren.

Mischung auf den Teigteilen verteilen und längs einrollen. Die Rollen jeweils in ca. 4 cm dicke Scheiben schneiden und mit der geschnittenen Seite nach unten auf das Blech legen. Nochmals etwas gehen lassen. Mit Eigelb, das mit etwas Sahne verquirlt wurde, bestreichen.

Im vorgeheizten Backofen, mittlere Schiene bei 250 °C 5-8 Minuten backen.
(Am besten neben dem Backofen stehen bleiben – die Schnecken werden leicht zu dunkel.)

Ganz lecker ist es, wenn man die Schnecken noch mit Puderzucker, der mit etwas Wasser oder Zitronensaft zu einem dicken Guss verrührt wurde, bestreicht.
Tipp für Rosenfans:
Ich habe schon einmal Rosenzucker mit etwas Rosenlikör oder Rosenwasser angerührt und zur Unterstreichung des Mandelgeschmacks die Schnecken damit bestrichen

Füllung für die Hefeschnecken mit Zimtfüllung (den gleichen Teig wie oben beschrieben zubereiten)
Kanelbullar
40 g Butter
1/2 Esslöffel Zimt
50 g Zucker
1 Ei zum Bestreichen
Zucker zum Bestreuen
– Butter schmelzen, auf die Teigteile streichen, Zucker mit Zimt mischen und darüberstreuen. Aufrollen, in Stücke schneiden, mit verquirltem Ei bestreichen und mit etwas Zucker bestreuen.

Essen & Trinken, Rezepte

Vanille Parfait mit Johannisbeeren

Im Gefrierschrank sind noch Johannisbeeren von der diesjährigen Ernte im Juni. Jetzt ist es Zeit, sie für ein festliches Parfait mit Vanille zu verarbeiten.

Die Zutaten sind für eine Kastenform von ca. 1,5 Liter Inhalt berechnet. Irgendwie hat das bei mir nicht geklappt, ich hatte viel zuviel Masse. Vielleicht lag es an der Größe der Eier (L)  – also besser Größe M verwenden. Aber ich habe ja zum Glück die praktischen Puddingförmchen, in die ich den Rest einfüllen konnte.
Der selbstgemachte Rosenlikör im Johannisbeerparfait gibt dem Dessert den geschmacklichen Kick.


Für das Vanilleparfait:
125 ml Milch
6 Eigelb
200 g Zucker
250 g Sahne
1 Vanilleschote
50 g Biskuitbrösel (ich habe Löffelbiskuits zerkrümelt)

Für das Johannisbeerparfait:
300 g Johannisbeeren (frisch oder gefroren und leicht angetaut)
2 Eigelb
100 g Zucker
250 ml Sahne
1 Packung Vanillezucker
1 Schnapsglas Rosenlikör

Zubereitung:
Vanilleparfait
Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Mark herauskratzen, beides in der Milch langsam zum Kochen bringen. Zur Seite stellen, die Schote entfernen.
6 Eigelb und 100 g Zucker mit dem Rührgerät ca. 7 Minuten auf höchster Stufe cremig-weiß aufschlagen. Die heiße, nicht mehr kochende Milch in dünnem Strahl langsam unter die Mischung rühren, abkühlen lassen. 250 g Sahne steif schlagen, dabei die restlichen 100 g Zucker einrühren. Mit den Biskuitbröseln locker unter die Vanillecreme ziehen.
Johannisbeerparfait
Frische Johannisbeeren waschen, trockenschütteln (einige für die Garnitur beiseite legen), den Rest mit einer Gabel von den Rispen streifen.
Dann die Johannisbeeren mit 30 g Zucker und dem Rosenlikör pürieren.
2 Eigelbe mit den restlichen 70 g Zucker und Vanillezucker weiß-cremig aufschlagen. Die pürierten Früchte unter die Eigelbmasse rühren. 250 g Sahne steif schlagen
und unter die Fruchtcreme heben.

Fertigstellung:
Eine Kastenform mit Klarsichtfolie auslegen und die Hälfte der Vanillecreme einfüllen, glattstreichen.
Wer eine saubere Trennung haben möchte, lässt die erste Schicht nun etwas anfrieren.
Dann vorsichtig das Johannisbeerparfait einfüllen und dann die restliche Vanillecreme. Ins Gefrierfach stellen und 3 – 4 Stunden gefrieren lassen. Die Form vorsichtig auf eine Platte stürzen, die Folie abziehen und ca. 1-1,5 cm dicke Scheiben abschneiden und auf kalten Tellern mit Johannisbeeren anrichten und servieren.

Ach ja, das nicht benötigte Eiweiß kann man wunderbar in der Weihnachtsbäckerei verwenden, z. B. für Brunsli, Zimtsterne oder Makronen. An dieser Stelle möchte ich die Zimtsterne ausklammern – mein diesjähriger Versuch, welche zu backen, ist wieder einmal kläglich gescheitert- der Teig wurde einfach nicht fest, da half auch ein weiteres Untermischen von geriebenen Mandeln nichts. In meiner Verzweiflung habe ich die Masse einfach aufs Blech gestrichen, mit Glasur bestrichen und als Ganzes gebacken.
Nach dem Backen habe ich Rauten daraus geschnitten. Sieht zwar nicht sehr toll aus, aber es schmeckt wie Zimtsterne schmecken sollen…