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Der Rest vom Fest: Gratin mit Rollschinkli oder Schäufele


Ich könnte wetten, dass auch ihr irgendwelche Reste vom Silvesterschmaus übrig habt….
Das Rollschinkli gab es bei uns ja an Weihnachten und wenige Tage danach habe ich die übriggebliebenen Schinkenstücke zusammen mit Brot, Zwiebel und einem Eier-Sahne Guss zum Gratin verarbeitet.
Solltet ihr aber zu Silvester Rollschinken oder Schäufele gehabt haben, könnt ihr ja auch einmal dieses Rezept probieren, um die Reste zu verwerten.
Zusammen mit einem frischen grünen Salat ergibt das eine vollwertige Mahlzeit.
Und falls Ihr heute auch wieder arbeiten musstet, ist das zudem noch ein schnell zubereitetes Essen für die Feierabendküche.



Rollschinkli Gratin


Zutaten

(für 2 ofenfeste Förmchen à 18–20 cm Ø oder für 1 Gratinform)

• 150 g Weissbrot, z. B. Baguette
• 200 gekochtes Rollschinkli oder Schäufele
• 100 g sahniger Bergkäse
• 1rote Zwiebel
• ¼ Bund Petersilie
• 1½ Esslöffel Dijon-Senf
• 1 grosses Ei
• 100 ml Sahne
• 125 ml Milch
• wenig Salz
• ¼ Teelöffel Pfeffer
• ½ Teelöffel edelsüsser Paprika
• 1 Prise gemahlene Muskatnuss

Zubereitung
Backofen auf 250 °C vorheizen. Brot in Scheiben schneiden, auf ein Backblech verteilen und in der Ofenmitte ca. 5 Minuten knusprig backen. Herausnehmen und kurz abkühlen lassen.
Tipp: Wenn man anstelle von frischem Brot altbackenes Brot verwendet muss man das Brot nicht vorbacken.

Ofentemperatur auf 200 °C reduzieren.

Inzwischen das Rollschinkli in dünne Scheiben oder in Streifen schneiden. Die Hälfte des Käses in Scheiben schneiden, den Rest reiben.
Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Petersilie hacken.

Senf und Eier mit einem Schneebesen gut verrühren. Sahne, Milch und 2/3 der Petersilie daunterheben.
Den Guss mit Salz, Pfeffer, Paprika und Muskat würzen.
Brotscheiben, Rollschinkli, Zwiebelnringe und Käsescheiben in eine Auflaufförmchen schichten. Einige Zwiebelringe zum Anrichten beiseite legen. Alles mit dem Guss begiessen.
Mit geriebenem Käse bestreuen. Die Auflaufformen in der unteren Ofenhälfte ca. 25 Minuten gratinieren. Mit restlicher Petersilie und den restlichen Zwiebelringen bestreut servieren.
Dazu passt Salat In unserem Fall war das Endivien-Salat mit in Honig gerösteten und leicht gesalzenen Walnusskernen.

Anstelle von Pfeffer, Paprika und Muskat eine Raclette-Gewürzmischung verwenden.



Casserole with rolled ham or leftover Christmas ham


Ingredients

for 2 ovenproof dishes of 18-20 cm Ø or 1 gratin dish

150 g white bread, e. g. baguette
200 boiled rolled ham or leftover Christmas ham
100 g creamy mountain cheese
1 red onion
¼ bunch of parsley
1½ tablespoons Dijon mustard
1 large egg
100 ml cream
125 ml milk
Salt
¼ teaspoon of pepper
½ teaspoonful of sweet paprika powder
1 pinch of ground nutmeg

Preparation
Preheat oven to 250 °C = 482 °F. Cut the bread into slices, place on a baking tray and bake in the middle of the oven for approx. 5 minutes until crispy. Take out and let cool down briefly.
Tip: If you use stale bread instead of fresh bread you can leave that step out.

Reduce oven temperature to 200 °C = 392 °F.

In the meantime, cut the rolled ham into thin slices or strips. Cut half of the cheese into slices and grate the rest. Cut onions into fine rings. Chop the parsley.

Mix mustard and eggs well with a whisk. Fold in the cream, milk and 2/3 of the parsley. Season the with salt, pepper, paprika and nutmeg.
Layer slices of bread, rolled ham, onion rings and cheese slices in a casserole dish.
Set aside a few onion rings to serve.
Pour the egg mixture over it, then sprinkle with grated cheese.
Put the casseroles in the lower half of the oven and gratinate for approx. 25 minutes.
Serve sprinkled with the remaining chopped parsley and onion rings. Serve with a fresh green salad.

You can also use a raclette spice mix instead of pepper, paprika and nutmeg.

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Spätes Weihnachtsfrühstück: Mohnbrötchen mit Räucherlachs und Spiegelei und was es bisher sonst noch gab


Damit hier nicht der Eindruck ensteht, es gäbe bei der Markgräflerin über Weihnachten nur Cocktails, hier ein kleiner Einblick, was in den bisher vergangenen Weihnachtstagen so alles bei uns auf den Tellern gelandet ist.
Am Heiligabend gab es dieses Jahr wieder mal ein Rollschinkli mit Kartoffelsalat und Feldsalat, anschließend Bescherung und zum Abschluss Espresso mit Schokolade und Weihnachtsgebäck.
Vom Rollschinkli habe ich keine Bilder gemacht, da es jedes Jahr am Heiligabend traditionell Schäufele oder Rollschinkli gibt und das Rezept für beide das gleiche ist – ich bereite Rollschinkli bzw. Schäufele schonend im Römertopf zu.


Schäufele mit Kartoffelsalat und Feldsalat 2018

Rollschinkli

Rollschinken mit Kartoffelsalat und Feldsalat 2017


Gestern, am ersten Weihnachtsfeiertag war unser „Besuchstag”, deshalb haben wir erst spät gefrühstückt – unter anderem mit Mohnbrötchen, mit Räucherlachs und Spiegelei belegt.
Am Nachmittag hatten wir Besuch zum Kaffee – da gab es natürlich die obligatorische Linzertorte und anderes Weihnachtsgebäck.
Und am späten Nachmittag haben der Markgräfler und die Markgräflerin selbst noch verschiedene Besuche gemacht.



Und so gab es dann ein spätes Abendessen – auch fast traditionell – Endiviensalat als Vorspeise, dann Kaninchen mit Teigwaren und Erbsen-Möhren-Gemüse, in diesem Jahr kein ganzes Kaninchen, aber Kaninchenschlegel, die am Tag zuvor in Rotwein mit Zwiebel, Knoblauch, Kräutern und Gewürzen eingelegt wurden.
In die Kaninchensauce habe ich dieses Jahr eine kleine gehackte Zwiebel und eine Handvoll Steinpilze (getrocknete, in Wasser eingeweicht) zugefügt, was sehr gut geschmeckt hat. Das werde ich wohl für die Zukunft beibehalten.
Ist dann zwar nicht mehr genau das Rezept von der Oma des Markgräflers, aber geschmacklich sehr gut. Das Rezept für die Sauce folgt einem kurzen, separaten Beitrag.



Was es heute gibt, verrate ich noch nicht – ist aber mal was Neues….

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Das war unser Heiligabend 2014

Heiligabend Schaeufele 4
Der Heiligabend war im Hause der Markgräflerin wieder ganz traditionell gehalten. Schäufele mit Nüssli- und Kartoffelsalat. Wieder aus dem Römertopf in Weißwein im Backofen gegart.
Das ist im Markgräflerland das typische Essen am Heiligabend – nicht etwa Würstchen mit Kartoffelsalat… – das möchte ich hier ausdrücklich betonen.

Die Markgräflerin war nämlich ziemlich geschockt, als sie vor Weihnachten hörte, dass einer Umfrage zu folge die Würstchen das beliebteste und traditionelle Heiligabend-Menü in Deutschland sei
Auch in anderen Ländern ist der Weihnachtschinken eher das traditionelle Essen an Weihnachten – so wie zum Beispiel in Schweden (mit Honigkruste) oder in Großbritannien.
In der Schweiz wurde, wie ich vernahm, das traditionelle Rollschinkli vielerorts auch von anderen Schlemmereien abgelöst – schade eigentlich.

Da dieses Gericht auch für Silvester noch geeignet ist, fasse ich in diesem Beitrag nochmal alle bisher zubereiteten Varianten für euch zusammen.

Da wir dieses Jahr nur zu zweit waren, haben wir beim Metzger unseres Vertrauens ein kleines Schäufele mit etwa 800 Gramm besorgt. Weil das immer noch zuviel war, haben wir den Rest kalt zum Abendbrot am
1. Weihnachtsfeiertag gegessen.

Schäufele in Weißwein aus dem Römertopf

Den Römertopf 10 Minuten wässern. Das Schäufele einlegen, mit reichlich Weißwein begießen – z. B. mit einem trockenen Gutedel, auf den Rost in den kalten Ofen stellen. Die Temperatur auf 200 °C einstellen und eine Stunde garen (die Garzeit kann je nach Größe variieren).

In der Zwischenzeit den Kartoffelsalat zubereiten (am besten aber schon vorher, damit der Salat richtig durchziehen kann!

Heiligabend Schaeufele 5

Schäufele mit Kartoffelsalat

Zubereitung im Kochtopf:

Ein Schäufele (ca. 700 -800 g) braucht im siedenden Wasser etwa 90 Minuten (das Schäufele knapp mit Wasser bedecken).

Heiligabend Schaeufele 6

Kartoffelsalat für 4 Personen:

Zutaten:
800 g Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
Salz, Pfeffer
1 Teelöffel Senf
2 Esslöffel Essig
¼ Liter Fleischbrühe oder Schäufele-Brühe
4 Esslöffel Öl (Sonnenblumen, Raps oder Sojaöl)
gehackte Petersilie

800 g Kartoffeln (festkochende Sorte)
knapp mit Wasser bedecken und 20 – 30 Minuten kochen.
Pellen, in Scheiben schneiden
(Tipp: mit einem Mozzarella-/Eierschneider bekommt man gleichmäßige Scheiben).
Kartoffelscheiben in eine Salatschüssel geben.

1 kleine Zwiebel würfeln, auf die Kartoffeln geben. Salz, Pfeffer und 1 Teelöffel Senf hinzufügen.
2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig und 1/4 Liter Brühe untermischen.

Durchziehen lassen!
Dazu den Kartoffelsalat nicht in den Kühlschrank stellen, er sollte lauwarm serviert werden.

Kurz vor dem Servieren 4 Esslöffel Öl untermischen.
Mit etwas Maggi abschmecken und evtl. noch mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen

Mit gehackter Petersilie bestreuen.

Feldsalat mit Kartoffeldressing
1 kleine, in Salzwasser gekochte Kartoffel (s. o.)
80 g Feldsalat, geputzt, gewaschen
3 Esslöffel Olivenöl
80 ml Weißwein
2 Esslöffel Weißweinessig
Salz, Pfeffer

Öl, Essig, Weißwein und 1 kleine gekochte Kartoffel in einen Mixbecher geben und mit dem Pürierstab glatt pürieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann den Feldsalat mit dem Dressing anmachen.

Oder ein Dressing aus Olivenöl, Balsamico Essig, gewürfelter roter Zwiebel, Senf, Salz und Pfeffer anrühren und unter den Salat mischen.

Schäufele in Bier

Zutaten:
150 ml Weizen-Bier ins Kochwasser geben
Außerdem:
1 Bund Suppengrün (Sellerie, Karotten, Lauch, Zwiebel): waschen und grob schneiden. Das Schäufele ins kochende Gemüse-Bier-Wasser geben.
Gewürze:
1 Nelke (in die Zwiebel stecken), 1 großes Lorbeerblatt, 4 Pimentkörner, 6 Pfefferkörner
Das Fleisch wird wunderbar zart und ist sehr saftig.

Schaeufele Brotteig6

Schäufele im Brotteig

Zutaten:

1 Schäufele ohne Knochen
(oder ein Rollschinken) etwa 2 kg
750 g Weizenmehl Type 550
2-3 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Kümmel
1 1/2 Würfel Hefe (ca. 65 g)
eine Prise Zucker
150 ml Milch
300 ml Wasser
Fett und Mehl für das Backblech

Das Mehl in eine große Schüssel sieben, mit Salz und Kümmel vermischen. Mit der Hand in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Hefe hineinbröckeln, eine Prise Zucker hinzufügen und mit etwas lauwarmem Wasser verrühren. Etwas Mehl darüberstäuben und den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen der Hefe verdoppelt hat.

Die lauwarme Milch mit 300 ml warmem Wasser mischen und zu dem Mehl geben. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine alles zu einem glatten Teig kneten, dann noch 5 Minuten weiterkneten. Die Teigkugel mit Mehl bestäuben und mindestens 2 bis 3 Stunden an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Das Schäufele (vorgegart, im eigenen Saft) aus der Verpackung nehmen, etwas trocken tupfen. Ein Backblech einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig ausrollen und das Schäufele darin einschlagen, die Teigränder dabei unter das Fleisch schieben. Das Schäufele auf das Backblech legen. Auf der Oberseite kleine Rauten einschneiden, so dass der Dampf entweichen kann. Nochmals 15 Minuten gehen lassen. Dann 60-70 Minuten im Ofen backen.

Aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und mit einem Brotmesser anschneiden.

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On Christmas Eve, there was the obligatory pork shoulder / Christmas Ham for dinner.
Here I have all of my recipes for Schäufele for you, along with potato salad.
Prepare the potatoes for the potato salad first:

Potato Salad, 4 servings

Put 800 g waxy potatoes into a pot, cover scarcely with water and cook 20-30 minutes.
Peel and cut into slices (hint: do it with a mozzarella/egg slicer, this way you will get even slices).
Put the potato slices in a bowl.

Finely chop 1 small onion, place onto the potatoes.
Season with salt and pepper and add 1 teaspoon of mustard.
Fold in 2 tablespoons wine vinegar and 1/4 litre of broth.

Let rest for about 1 hour until the liquid is absorbed by the potatoes!
You must not put the potato salad in the refrigerator, it should be served warm.

At last mix with 4 tablespoons vegetable oil (sunflower, rapeseed or soy).
Season with a little Maggi seasoning and maybe with some more salt and pepper.

Sprinkle with chopped parsley or chives.

Corn salad with potato dressing
1 small potato boiled in salted water
80 g lettuce, cleaned, washed
3 tablespoons olive oil
80 ml white wine
2 tablespoons white wine vinegar
salt and pepper

Put oil, vinegar, white wine and 1 small boiled potato in a blender jar and blend smoothly with a hand blender.
Season with salt and pepper. Then mix the the lettuce with the dressing just a few minutes before serving.

You could also prepare a dressing of olive oil, balsamic vinegar, diced red onion, mustard, salt and pepper.

Schäufele (pork shoulder)/ Christmas Ham (approximately 2 kg)

Water the RÖMERTOPF® (clay pot) for 10 minutes. Put in the ham and generously pour white wine over it – for example a Gutedel (Fendant or Chasselie), close with the lid  and put into the cold oven. Heat to 200 °C (392 °F) and cook for 1 ½ hour. Take the ham out of the pot, let rest for 5 minutes before cutting into slices.
Serve with a green salad of your choice and bread and mustard or horseradish sauce.

Preparation in water – in a pot:

A pork shoulder (700 -800 g), cooked in boiling water takes about 90 minutes (pour just enough water to cover the pork shoulder).

Schäufele cooked in beer

ingredients:
add 150 ml wheat beer into cooking water
In addition:
1 bunch of greens (celery, carrots, leek, onion): Wash and chop coarsely. Place the pork shoulder into boiling vegetables and beer water and add
spices:
1 clove (stuck in the onion), 1 large bay leaf, 4 corns of allspice, 6 peppercorns
The meat will become wonderfully tender and very juicy.

Schäufele in bread
(preparation in the oven)
ingredients:

1 boneless pork shoulder
(or roll ham) about 2 kg
750 g wheat flour
2-3 teaspoons salt
2 tablespoons cumin
1 1/2 cube of yeast (about 65 g)
a pinch of sugar
150 ml of milk
300 ml of water
butter and flour for the baking tray


Sift the flour into a large bowl, mix with salt and cumin. With your hand, press a well in the middle of the flour. Crumble the yeast into the well, add a pinch of sugar and mix with some lukewarm water. Dust a little flour over the pre-dough and leaven covered with a cloth for about 30 minutes, in a warm place until its volume has doubled.

Mix the lukewarm milk mix with 300 ml warm water and add to the flour. Knead with the dough hook of the food processor until you receive a smooth dough, then knead for another 5 minutes. Form a ball of the dough, sprinkle  with a little flour leaven covered for at least 2 to 3 hours in a warm place.

Preheat the oven to 200 °C (392 °F). Remove the pork shoulder (pre-cooked –  in its own juice) from the packaging, pat dry a little. Grease the baking tray and sprinkle with flour. Roll out the dough and wrap the pork shoulder, tucking in the ends under the meat. Place the wrapped pork shoulder on the baking tray. Cut the dough at the top, making small, diamond shaped slits, so that the steam can escape. Leaven for another 15 minutes. Then bake 60-70 minutes in the oven.

Remove from oven, let cool slightly and cut with a bread knife.

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Heiligabend – Schäufele verpackt im Brotteig

Schaeufele Brotteig7

Und es ist eben nicht jedes Jahr das gleiche…. Schäufele (so nennt man in Baden das geräucherte oder gepökelte Schulterstück vom Schwein) gab es wieder am Heiligabend, traditionell mit Kartoffelsalat und Feldsalat. Aber dieses Jahr…. Ich dachte, ich mache es doch mal spannend und verpacke das Heiligabend-Essen in einem Brotteig. Brot gibt es ja sowieso immer dazu, wieso also nicht gleich im Brotteig backen?

Schaeufele Brotteig

Das diesjährige Schäufele war ein Geschenk von meinem Arbeitgeber – ein Adler Schäufele aus Bonndorf im Schwarzwald mit knapp 2 kg! Es war in einem riesigen Geschenkorb mit vielen anderen Dingen…

Hier ist das alte badische Rezept für

Schäufele im Brotteig

Schaeufele Brotteig4

Zutaten:

1 Schäufele ohne Knochen
(oder ein Rollschinken) etwa 2 kg
750 g Weizenmehl Type 550
2-3 Teelöffel Salz
2 Esslöffel Kümmel
1 1/2 Würfel Hefe (ca. 65 g)
eine Prise Zucker
150 ml Milch
300 ml Wasser
Fett und Mehl für das Backblech

Das Mehl in eine große Schüssel sieben, mit Salz und Kümmel vermischen. Mit der Hand in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Hefe hineinbröckeln, eine Prise Zucker hinzufügen und mit etwas lauwarmem Wasser verrühren. Etwas Mehl darüberstäuben und den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen der Hefe verdoppelt hat.

Die lauwarme Milch mit 300 ml warmem Wasser mischen und zu dem Mehl geben. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine alles zu einem glatten Teig kneten, dann noch 5 Minuten weiterkneten. Die Teigkugel mit Mehl bestäuben und mindestens 2 bis 3 Stunden an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Das Schäufele (vorgegart, im eigenen Saft) aus der Verpackung nehmen, etwas trocken tupfen. Ein Backblech einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig ausrollen und das Schäufele darin einschlagen, die Teigränder dabei unter das Fleisch schieben. Das Schäufele auf das Backblech legen. Auf der Oberseite kleine Rauten ein schneiden, so dass der Dampf entweichen kann. Nochmals 15 Minuten gehen lassen. Dann 60-70 Minuten im Ofen backen.

Aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und mit einem Brotmesser anscheiden.

Schaeufele Brotteig3

Schaeufele Brotteig5

Schaeufele Brotteig6

Dazu gibt es Biersenf aus Alpirsbach, Feldsalat und Kartoffelsalat.
…und natürlich ein Markgräfler Gutedel!

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Herbstzeit = Schäufele mit Kartoffelsalat – Zeit … oder: üben für Heiligabend

An Heiligabend soll es wieder Schäufele geben. Vergangenes Jahr war es ein Rollschinkli im Römertopf, damals noch der unechte Tontopf von der Schwiegeroma, in Wein gegart.

Beim Einkaufen hatte mich das Schäufele so angelacht, dass ich spontan Lust darauf bekam. Ein richtiges Herbst- und Winteressen. Am Heiligabend gibt es nebst Kartoffelsalat auch noch Nüssli=Feldsalat. Dazu das obligatorische Bauernbrot und natürlich Senf.

Gestern Abend gab es dann also Schäufele aus dem echten RÖMERTOPF®. Den Römertopf 10 Minuten wässern. Das Schäufele einlegen, mit reichlich Weisswein begießen – den feinen Gutedel von Herrmann Dörflinger – den Deckel auflegen, auf den Rost in den kalten Ofen stellen. Die Temperatur auf 200 °C einstellen und eine Stunde garen.

In der Zwischenzeit den Kartoffelsalat zubereiten (am besten aber schon vorher, damit der Salat richtig durchziehen kann!

Kartoffelsalat für 4 Personen:

800 g Kartoffeln (festkochende Sorte)
knapp mit Wasser bedecken und 20 – 30 Minuten kochen.
Pellen, in Scheiben schneiden (Tipp: mit einem Mozzarella-/Eierschneider bekommt man gleichmäßige Scheiben).
Kartoffelscheiben in eine Salatschüssel geben.

1 kleine Zwiebel würfeln, auf die Kartoffeln geben.
Salz, Pfeffer und 1 Teelöffel Senf hinzufügen.


2 Esslöffel Branntwein- oder Weißweinessig und
mit ca. 1/4 Liter Brühe vom Schäufele vermischen.
(Wer mal nur Kartoffelsalat ohne Schäufele macht, kann Brühe aus Fleischbrühwürfeln verwenden)

Durchziehen lassen!
Dazu den Kartoffelsalat nicht in den Kühlschrank stellen, er sollte lauwarm serviert werden.

Vor dem Servieren 4 Esslöffel Öl (Sonnenblumen, Raps oder Sojaöl)
untermischen.
Mit etwas Maggi abschmecken und evtl. noch mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen
und mit gehackter Petersilie überstreuen.

Mayonnaise hat in einem Markgräfler oder auch Badischen Kartoffelsalat übrigens gar nichts zu suchen!
Es sind allenfalls noch ein paar ausgelassene Speck- oder Schinkenwürfelchen erlaubt.

Das Schäufele ist fertig:

Den Deckel herunternehmen, dann das Schäufele vor dem Anschneiden etwa 5 Minuten ruhen lassen.

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Heiligabend Menü – Rollschinkli

Heiligabend und mein erstes Römertopf Erlebnis. Das Rollschinkli sollte eigentlich in der Folie im Wasser gegart werden. Oma Martha hatte eine bessere Idee – „ich habe da noch den alten Römertopf im Keller, den brauche ich eigentlich nicht mehr, den schenke ich Dir jetzt…!
Und ich fuhr nach Hause mit einem neuen Kochgerät. Den Römertopf (Boden und Deckel) sollte ich zuerst in Wasser einlegen, damit sich der Ton richtig schön vollsaugen kann. Dann Wein (ich hatte „Weißer Gutedel“ der WG Auggen) in den Topf gießen, das Rollschinkli hineinlegen, Deckel drauf und bei 200 °C im Backofen ca. 1 Stunde ziehen lassen.

Rollschinkli aus dem Römertopf-super zart und saftig!!!

Dazu gab es, wie beim Schäufele Kartoffelsalat und passend zur Jahreszeit Feldsalat (mit Schalotte und Olivenöl-Balsamico Dressing).

Vor dem Festtagsessen gab’s noch einen Aperitif.

Aperitif? – Martini, der echte…

DER EINE COCKTAIL, DEN MAN KÖNNEN MUSS

Es gibt Millionen von Cocktails, Cocktailbars und Cocktailbüchern, und es gibt nur einen Cocktail, den man als Mann wirklich kennen und können muss: den Martini Cocktail, auch bekannt als dry Martini (nicht zu verwechseln mit den Vermouths der italienischen Firma Martini & Rossi, die ebenfalls Martini heißen).
Wenn man in einer Bar in Anbetracht der Pina Coladas und Erdbeer-Daiquiris nicht weiß, welchen Cocktail man bestellen soll oder will, ist ein Martini Cocktail immer die richtige Wahl (als einzige Ausnahme von der im vorhergehenden Kapitel genannten Regel kann man ihn auch zu Hause zubereiten). Der Martini Cocktail hat alles, er ist schlicht und elegant, er ist stark, und unter seinen Liebhabern ist es eine grundlegend philosophische Frage, wie man ihn zubereitet. Das mag erstaunlich erscheinen, da er aus lediglich drei Zutaten besteht, von denen eine keine Probleme bei der Dosierung aufwirft. Die Zutaten sind: Gin, trockener Vermouth und eine grüne Olive mit Stein. In den USA galt es lange als klassisch, Gin und Vermouth im Verhältnis 5:1 zu mischen. Die Verhältnisse schwanken weltweit zwischen 2:1 und 15:1 und einigen Sonderformen. (…)

VARIANTE EINS
Empfohlen seien zwei Verfahren. Sie benötigen für beide ein Rührglas, ein Barsieb, ein Martini-Glas, einen Barlöffel und viel Eis. Variante eins: Verrühren Sie im Rührglas 5 cl Gin und 1/2 cl Vermouth auf viel Eis. Achten Sie darauf, dass Sie gutes, hartes Eis benutzen, das nicht tropft. Das beste Eis kommt tatsächlich aus dem Eisfach des Kühlschranks, es ist meist geeigneter als das aus der Eismaschine. Kühlen Sie das Martini-Glas mit Eis vor, es muss wirklich kalt  sein. Der Drink wird ohne Eis serviert,  vor dem Einschenken muss das Eis also reslos aus dem Martini-Glas entfernt werden. Geben Sie nun Gin und Vermouth durch das Barsieb in das Martini-Glas (Fachbegriff: abseihen). Fügen Sie die Olive hinzu. Fertig. Manche Barmänner haben eine gewisse Kunstfertigkeit darin entwickelt, den Drink nicht durch das Barsieb abzuseihen, sondern das Eis mit dem Barlöffel zurückzuhalten.

VARIANTE ZWEI
Die zweite Variante geht eher in die puristische Richtung. Kühlen sie das Martini-Glas mit Eis, bis es wirklich kalt ist. Schütten Sie das Eis restlos weg. Geben Sie nun ein wenig Vermouth ins Glas. Es folgt eine kleine Zeremnonie: Halten Sie das Glas schräg und drehen es am Fuß, bis die gesamte Innenseite einmal vom Vermouth berührt wurde. Wie ein Film legt sich der Vermouth ins Glas. Schütten Sie ihn anschließend weg, das Glas ist also lediglich vom Vermouth benetzt. Ins Rührglas geben Sie festes, nicht tropfendes Eis und 5 cl Gin und rühren vorsichtig. Anschließend seihen Sie den Gin in das benetzte Martini-Glas ab und fügen die Olive hinzu. Fertig.(…)

Aus: Ein Mann – Ein Buch, Goldmann Verlag

Das Buch enthält noch ein paar weitere, nette Geschichten zum Martini, z. B. warum James Bond seinen „Martini geschüttelt und nicht gerührt“ bestellt.

Entscheidend für einen guten Martini ist auch die Qualität der Zutaten, als trockener Vermouth ist der „Noilly Prat“ aus Frankreich empfehlenswert, der auch üblicherweise verwendet wird. Dieser eignet sich übrigens auch ganz gut zum Kochen, z. B. in einer Soße zum Fisch.
Ich gebe zu, ganz perfekt war unser Martini nach diesem Buch nicht, wir haben nämlich eine zwar ungefüllte, aber eine Olive ohne Stein verwendet (buuuuh!), geschmeckt hat er trotzdem. Wobei sich nun die Frage aufwirft, wann die Olive gegessen werden darf. Die Olive mit Stein vermutlich erst zum Schluss, damit man den Stein auch im leeren Glas entsorgen kann – oder etwa doch am Anfang, um mit dem Olivenstein im Mund den Martini zu schlürfen???
Vielleicht weiß jemand Antwort?