Bier, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Mein Mann kann ..., Rezepte

Halve Hahn – Käsebrötchen statt halbes Hähnchen

Halve_Hahn_006_Text


Passend zur Fasnacht machen wir einen kleinen kulinarischen Streifzug den Rhein hinunter und landen natürlich beim Kölner Karneval. Der Markgräfler hat das närrische Zepter in der Küche übernommen und einen Halve Hahn gemacht: Nein, das ist kein halbes Hähnchen!
In Köln und im Rheinland ist ein Halve Hahn ein halbes Roggenbrötchen (Röggelchen) mit Butter bestrichen und mit  mittelaltem Goudakäse sowie Zwiebelringen, Essiggurken, Senf und Paprikapulver belegt. Dazu passt natürlich ein Kölsch

… und etwas Musik …
Mit der Karnevalsmusik von den Höhnern  kann die Markgräflerin nichts anfangen – aber sie war in den 80er Jahren ein großer Fan der rockigen Musik von BAP und sie besitzt alle Schallplatten der Kölner Band aus dieser Zeit.



Halve_Hahn_001


Halve Hahn


Zutaten

• Roggenbrötchen (Röggelchen)
• Butter
• mittelalter Gouda-Käse (Kies)
• mittelscharfer Senf (Mostert)
• Zwiebel (Öllich)
• Essiggurke
• Paprikapulver

Zubereitung

Das Brötchen aufschneiden und mit etwas Butter bestreichen (Kalorienzähler dürfen diese auch weglassen).
Mit den Käsescheiben belegen und diese dünn mit Senf bestreichen. Zwiebel in Zwiebelringe und Essiggurke in dünne Scheiben schneiden, anschließend das Brötchen damit belegen. Zum Schluss noch etwas Paprikapulver drauf.

Loss et üch schmecke!


Halve_Hahn_002


Today, we make a small culinary trip along the Rhine River to the Cologne Carnival. I prepared a „Halve Hahn“.
This is not a half chicken – in Cologne a „Halve Hahn“ is half a rye roll with butter and gouda cheese as well as onion rings, gherkins, mustard and paprika powder.
Serve with a „Kölsch“ (special beer of Cologne) …


Halve Hahn


Ingredients

Rye rolls
butter
Middle aged Gouda cheese
medium hot mustard
Onion
Gherkin
Paprika powder

Preparation

Halve the bread roll and sprinkle with butter. Cover with cheese slices and brush thinly with mustard. Cut the onion into rings and finely slice gherkin, then top the bread with it.
Finally sprinkle with some paprika.


Halve_Hahn_004


Eine Halve Hahn ist also nichts anderes als ein „Super Sexy Käsebrot“ …


Apéro, Apéro Tapas & Co, Cocktails, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frankreich, Markgraeflerland, Natur & Garten, Sommer

Blauels Rhiiwärter Buvette: Freitagsfisch und alkoholfreier Cocktail in Neuenburg am Rhein


Neulich haben wir unseren Feierabendcocktail nicht auf der heimischen Terrasse genossen, sondern haben einen Ausflug zu den Rheingärten in Neuenburg gemacht.

Hier gibt es seit vergangenem Jahr eine Buvette. Bertram Blauel, der in Neuenburg auch „BLAUEL’S Restaurant” betreibt, hat diese Idee aus Basel, wo er einige Jahre gearbeitet hat, mitgebracht.

Bei schönem Wetter hat die Buvette von Donnerstag bis Samstag ab 15 Uhr und sonntags ab 11 Uhr geöffnet.



Bertram Blauel steht höchstpersönlich in der Buvette und versorgt seine Gäste mit Speis und Trank. Das Restaurant  in der Zähringerstraße ist während dieser Zeit geschlossen.
Im Restaurant waren wir seit vergangenem Herbst auch schon zweimal, aber ich bin leider noch nicht dazu gekommen, hier im Blog davon zu berichten…

Die Buvette befindet sich neben dem ehemaligen Rheinwärter Haus und deshalb heißt sie auch „Rhiiwärter Buvette”.
Sie hat sich mittlerweile zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt.
Nicht nur Einheimische trifft man hier, sondern auch Urlauber, die in Neuenburg einen Zwischenstop auf ihrer Reise in den Süden einlegen oder französische Besucher von der anderen Rheinseite.



Es gibt verschiedene kleine Speisen – Sandwiches bzw. belegte Baguettes, Bauernwürste, Wurstsalat, Kuchen, Eiscreme und natürlich kühle Getränke (mit und ohne Alkohol) oder Kaffee.
Bei unserem Besuch  gab es einen alkoholfreien Cocktail mit Holunderblütensirup, Limetten und Eis. Es hätte auch Sangria gegeben….



Außerdem hatten wir Fischknusperli mit Pommes Frites  und Remoulade – Freitagsfisch!


 


Uns hat es bei der Rhiiwärter Buvette sehr gut gefallen und wir werden bestimmt noch öfters einen Ausflug dorthin unternehmen….
Hier fühlt man sich nämlich, als wenn man im Urlaub wäre.


Blick auf Aussichtsplattform und Rhein


In ganz Neuenburg sind dieses Jahr zum 200-jährigen Jubiläum des Fahrrads kleine Kunstwerke rund ums Fahrrad verteilt – zuweilen sind das recht eigenwillige Kreationen.
Diesem Fahrrad hier möchte man  – angesichts des Graffitis im Hintergrund – den Titel „I believe I can fly…..” geben.



An diesem Abend war fast Vollmond – wenn man möchte, kann man hier zu späterer Stunde auch den Mond anheulen…. schön gruselig


 

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Markgraeflerland, Schweiz

Wochenrückblick, die Highlights: Basel Tattoo und ZZ Top


Es war sehr, sehr ruhig hier im Blog in der vergangenen Woche….
Nein, die Markgräflerin ist noch nicht im Urlaub. Es war einfach zu viel los – zu Beginn der Woche war es ja wieder sehr heiß, und das bedeutet, dass jeden Abend der Garten zu gießen ist!
Da bleibt keine Zeit mehr, sich noch an den Computer zu setzen und einen Beitrag zu schreiben.
Am Donnerstag waren wir am Basel Tattoo – der Markgräfler hat bereits berichtet. Vorher waren wir noch am Rhein und haben in einer Buvette etwas getrunken und eine Kleinigkeit zu Abend gegessen – wie es viele Basler an diesem Abend auch getan haben.


Am Rhein


 


Basel Tattoo


 


Es war, wie im vergangenen Jahr, eine gelungene Vorpremiere des Basel Tattoo.
Mehr Bilder vom Basel Tattoo 2017 gib es beim Markgräfler im Blog.



Am Freitagabend gab es hier im Blog nicht wie üblich einen Feierabend-Cocktail – wir waren nämlich beim Stimmenfestival in Lörrach und haben uns auf dem Marktplatz das Konzert von ZZ Top angesehen. Wiederum ein abendfüllendes Ereignis. Zuvor gab es noch ein heftiges Gewitter in und um Lörrach und wir hatten schon Sorge, dass das Konzert nicht stattfinden würde.
Wir haben uns zuerst noch an einem Food Truck mit einem Pastrami Sandwich gestärkt (wegen des Regens leider ohne Foto) und dann hieß es erst eimal Schlangestehen.
Noch ein Eis auf die Hand und dann ging es auch schon los. Pünktlich um 20 Uhr hat es dann auch aufgehört zu regnen.
Super Konzert!


Essen & Trinken, Food, Fotografie, Reisen, Schweiz, Sommer

Zwei-Brückenschwimmen in Mumpf… ohne Polizeiauto-Fund aber mit Fischessen

Zweibrückenschwimmen Mumpf 2
Der Rhein bei Mumpf

Neulich, als in der Zeitung die Rede von der Bergung des verschwunden geglaubten Polizeiautos aus dem Rhein beim Mumpf war, erinnerte mich der Markgräfler daran, dass wir ja noch vor ein paar Wochen dort im Rhein schwimmen waren.


Zweibrückenschwimmen Mumpf 3


Stimmt! Und das hat mich wieder daran erinnert, dass ich noch gar nicht darüber berichtet habe.
Das letzte mal waren wir vor zwei Jahren dort.
Hier geht es zu den Berichten von 2012 und 2013.
Dieses Jahr gibt es keine Bilder vom Schwimmen, wir hatten schlichtweg die wasserdichte Einweg-Kamera vergessen.
Es war so warm, dass ich diesmal auf meinen Neopren-Shorty verzichten konnte… Am Start war es zeitweise sehr windig, und es war zuerst noch unsicher, ob wir überhaupt mit den Booten von Mumpf zum Startpunkt in Bad Säckingen losfahren würden, denn der Wind und die damit verbundene starke Strömung hätte für die Schwimmer gefährlich werden können.
Aber wir haben es dann doch geschafft – 3,5 km dr’Bach ab. Am Ziel erwartete uns wieder ein köstliches Fischessen und als Andenken gab es diesmal einen Schlüsselanhänger.


Zweibrückenschwimmen Mumpf 16


Essen & Trinken, Food, Fotografie, Markgraeflerland, Reisen, Schweiz, Sommer

Ein Ausflug nach Basel und „Falsche Schnägge” in einer Basler Beiz mit Tradition

Basel 17
Kleinhüningen: Blick vom Fußgängersteg über die Wiese auf den Roche Turm

Nach dem Urlaub in der Bretagne hatte die Markgräflerin noch eine Woche Urlaub, während der Markgräfler schon wieder arbeiten musste.
Einen Tag konnte er sich jedoch freimachen und so haben wir mal wieder einen Ausflug nach Basel gemacht.
Unser Auto hatten wir im etwas preisgünstigeren Stücki Parkhaus in Kleinhüningen abgestellt.
Denn – in der Innenstadt werden die günstigen Parkplätze immer rarer. Die Stadt Basel möchte nämlich eine verkehrsberuhigte Innenstadt – sprich: am liebsten gar keine Blechkarossen mehr.
Erst kürzlich war dann noch  in der Zeitung zu lesen, dass die Parkgebühren am Rheinufer – frührer noch ein Geheimtipp für’s günstige Parkieren in Innenstadtnähe – demnächst auf satte 3 Franken pro Stunde hochgeschraubt werden sollen!!!
Die Basler Geschäftsleute freut es gar nicht, zumal sowieso schon viele Kunden wegen des günstigen Euro-Tauschkurses und der MwSt-Rückerstattung ihre Kaufkraft ins „Deutsche” tragen.
Der Einzelhandel verzeichnet deshalb gravierende Umsatzeinbußen und einige Geschäfte mussten deshalb schon aufgeben.
Seit der Ausweitung der Tramlinie 8 bis nach Weil am Rhein im vergangenen Jahr ist der Einkaufstourismus sowieso schon stärker angestiegen.
Wer aus Deutschland also überhaupt noch zum Shoppen (zum Beispiel wegen der guten Schoggi, Teigwaren, Kaffee) oder der Kultur wegen nach Basel reist ist gut beraten, sein Auto gleich auf der deutschen Seite zu lassen und die Stadt per Tram zu bereisen.
Die vielen Velofahrer in Basel wird es aber bestimmt freuen, dass sie in Zukunft womöglich ein wenig sorgloser in der Stadt herumfahren können.

Genug davon. Das Gesicht von Basel wird neuerdings von dem Bau im Bild oben geprägt. Das neue Roche-Bürogebäude überragt inzwischen alles.
Und wer sich noch erinnern kann – im Frühjahr hatten wir schon gestaunt, wie gut man den Turm vom Markgräflerland aus sehen kann…

Mit der Tram fuhren wir also in die Stadt.
Und es war trotz allem doch wieder mal schön, einfach durch Basel zu schlendern, mal wieder in der Feinkostabteilung bei Globus am Marktplatz zu stöbern oder altbekannte Ecken wieder zu entdecken.


Sehenswert – das Tram Depot am Wiesenplatz


Tramdepot Wiesenplatz
Tram Depot

Am Tinguely Brunnen kann man im Schatten der Bäume eine Pause einlegen und den Wasserspielen zusehen.


Tinguely Brunenn
Tinguely Brunnen

Am Spalenberg



Das ist der grösste Nischenbrunnen von Basel. Die beiden Säulen müssen das darüberliegende Haus stützen.
Dank der symmetrischen Anordnung der Säulen fallen sie beim Betrachten des Brunnens gar nicht als Störfaktoren auf. Das Wandbild vom Maler Numa Donzé zeigt Ausschnitte aus dem Leben von Johannes dem Täufer.




Schaufensterdekorationen: Selbst beim Christbaumschmuck ist die Basler Fasnacht präsent.
Bei Johann Wanner gibt es das ganze Jahr über Weihnachtsschmuck – um den ersten August rückten aber rot-weiße Dekorationen und Lampions mit Schweizerkreuz in den Vordergrund.



Innenhöfe


Basel 22


Der Affenbrunnen in Basel auf dem Andreasplatz:

Bereits im 14. Jahrhundert wird ein Affenbrunnen in Basel erwähnt. Dieser wurde im Jahre 1585 abgebrochen. Ein „neuer“ Affe entstand im 17. Jahrhundert.
Er trägt neben einem Hut auch ein Hemd und verspeist gerade Trauben.
Der Affe wurde 1867 auf den heutigen Affenbrunnen gesetzt. 1916 musste Jean Hym eine Nachbildung von diesem Affen anfertigen, weil das Original ins Historische Museum abgegeben wurde. Bereits 1973 musste der Affe ein weiteres Mal nachgehauen werden. 1974 wurde er mit Mineralfarben bemalt.


Alte Beizen mit Tradition



Restaurant Gifthüttli (bekannt für die saftigen Cordon Bleu in zahlreichen Varianten)

Hasenburg (wird derzeit renoviert – Eröffnung im Spätherbst 2015)


Mittagessen im Restaurant Schnabel


Basel 5


Das Restaurant Schnabel ist bekannt für die  „Falsche Schägge” = Falsche Schnecken.
Das sind grillierte Rindfleisch-Würfel mit Café de Paris Sauce überbacken und im Schneckenpfännchen serviert.
Dazu gibt es Pommes Frites.
Die musste ich unbedingt probieren. Als Vorspeise habe ich noch einen Salat bestellt – hätte ich gewusst, dass beim Mittagsmenü des Markgräflers so viel Salat dabei war, hätte ich mir den Vorspeisensalat sparen können.
Für ihn gab es grillierte Schweinerippchen (Spareribs) mit Pommes. Die Vorspeise bestand wahlweise aus Tomatensalat oder Suppe – und er hatte Tomatensalat gewählt, weil es an diesem Tag so heiß war…



Ich hatte auf ein Dessert verzichtet, denn ich wollte noch bei Cupcake Affair auf einen Espresso einkehren….
Davon berichte ich aber in einem anderen Beitrag.


Basel 38


Am Marktplatz / Rathaus


Basel 41
Schokolade!!!

Noch ein alter Bekannter – der Lällekönig (Lälle oder Lälli = Zunge auf Alemannisch)



Über den Rhein ins Kleinbasel



Unsere Badesachen hatten wir nicht dabei – aber das Schwimmen im Rhein haben wir im August beim traditionellen Rheinschwimmen der SLRG Basel nachgeholt.
Das Rheinschwimmen, bei dem der Rhein für den Schiffsverkehr gesperrt wird, findet immer am 1. Dienstag nach den Sommer-Schulferien statt.



Über den Dächern von Basel
Blick von der Dach-Terrasse des Claramarkts (Migros) in Richtung Rhein / Uni-Kantonsspital.


Basel 58


Und wenn man nach dem Schwimmen noch eine Stärkung braucht, oder abends nach der Arbeit ein wenig am Rhein chillen will, wird man an den Buvetten bestens versorgt….
z. B. Flora Buvette oder Oetlinger Buvette – geöffnet nur bei schönem Wetter.



Und eins noch zum Schluss… der Müll gehört natürlich in die extra dafür aufgestellten Container!


Essen & Trinken, Food, Fotografie, Frankreich, Frühling, Markgraeflerland, Natur & Garten, Reisen, Sommer, Wandern

Grenzüberschreitende Märkte: Fuchsmarkt in Chalampé und Bauernmarkt in Neuenburg am Rhein

Markt Neuenburg 1
Sonntag, 21. Juni 2015 – längster Tag des Jahres und Midsommar in Schweden

Am Sonntag war in Neuenburg am Rhein wieder einmal ein Bauernmarkt und auch die meisten Geschäfte hatten geöffnet.
Da das Wetter eher etwas unbeständig war, hatten viele Besucher den Weg dorthin gefunden.
Die Anbieter auf dem Markt kamen überwiegend aus der näheren Umgebung, sowohl von deutscher Seite als auch aus dem Elsass.
Drei Wochen zuvor fand auf der anderen Seite des Rheins, in Chalampé (Schalampi) im französichen Nachbarort ebenfalls ein Markt statt, das ist der jährlich stattfindende „Fuchsmarkt”.
Während es auf dem Bauernmarkt überwiegend um ländliche Produkte und ums Essen und Trinken geht, stand bei dem Fuchsmarkt der riesige Flohmarkt im Mittelpunkt.
Natürlich gab es auf dem Fuchsmarkt auch Händler mit allerlei Köstlichkeiten.
In diesem Beitrag berichte ich also über beide Märkte. Ihr werdet bestimmt die feinen Unterschiede vom Markt auf deutscher Seite zum Markt auf französischer Seite erkennnen und dennoch viele Gemeinsamkeiten entdecken….


 Über diese Brücke kommt man zu Fuß, mit dem Rad/Velo, Bus, Auto und sogar mit der Bahn nach Frankreich.


Fuchsmarkt Chalampe 2
Alte Brücke von Neuenburg nach Chalampé (F) für Fußgänger, Radfahrer, Autos und die Bahn

 Der Fuchsmarkt in Chalampé


Fuchsmarkt Chalampe 1



…über den Rheinseitenkanal und Rhein zurück nach Neuenburg


Fuchsmarkt Chalampe 3
Wilde Kirschen bei Chalampé


Bauernmarkt in Neuenburg am Rhein, 21. Juni 2015


Englisch, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Herbst, Markgraeflerland, Natur & Garten, Reisen, Schweiz, Wandern, Winter

Ein Besuch in Vevey am Genfersee

Vevey 1
Würde man es nicht dazu schreiben, dass wir hier am Genfersee, bzw. dem Lac Léman sind, würde man meinen, man sei irgendwo am Meer.

Vevey 4
Vevey ist nicht nur der Ort, an dem sich der Hauptsitz des Nestlé Konzern befindet, sondern er ist auch die Partnerstadt von Müllheim/Baden, meiner Heimatstadt.

Vevey 21

Auf den ersten Blick haben die beiden Orte nicht viel gemeinsam – aber wenn man genauer hinsieht….
O. k. wir haben nur einen kleinen Teich im Bürgerhaus-Park, aber wir sind auch von Reben umgeben und aus der Gegend um Vevey hat unser Markgraf von Baden einst den guten Wein mitgebracht: Den Gutedel, der am Genfersee auch Chasselas oder Fendant genannt wird.
Weitere Gemeinsamkeiten: Hier gibt es Berge, ein mildes Klima und gutes Essen.

Die Markgräflerin hatte diesen Besuch schon lange auf ihrer „To See” – Liste, denn einmal im Jahr, am zweiten Dienstag im November findet ein bunter Jahrmarkt statt – der Martinimarkt.

Diese Tradition in Vevey aus dem Mittelalter, die von den Savoier Herzögen eingeführt wurde, bot den Anwohnern des Léman-Sees die Möglichkeit, auf dem Markt einen Tag lang zu handeln, ohne einer Steuer unterworfen zu sein. Das Fest Sankt Martin – ein Fest des Teilens und der Solidarität, aber auch ein Fest der guten Geschäfte und des Wiedersehens unter den Erdarbeitern, den Arbeitern auf dem Flachland, am Berg und denen im Weinberg – kündigt bei uns den Winter mit Überfluss, Feiern und guter Laune an. Heute ist der Sankt-Martinsmarkt eine Veranstaltung des Veveyer Herbsts. Es kommen immer mehr Händler und Kunden und die Atmosphäre ist sehr gemütlich. Neben den traditionellen Küchlein gibt es dort viele kulinarische Spezialitäten (…)
Quelle: http://www.myswitzerland.com

Dieses Jahr fiel der 11. November, der Tag des Heiligen Sankt Martin sogar auf diesen Tag. Der örtliche Busunternehmer in Müllheim, die Firma Will, bietet diese Fahrt jedes Jahr in seinem Ausflugsprogramm an. Die Markgräflerin hatte sich dieses Jahr endlich einmal einen Tag frei genommen, um teilzunehmen.

Vevey 30
Mit dem Bus fuhren wir dann also in Richtung Basel und dann auf der A1, dem Schild Lausanne folgend und zum Schluss auf der A12, vorbei an Fribourg und am Lac de Gruyère (dort kommt auch der berühmte Käse her).
Unterwegs weist ein Schild darauf hin, dass ab dort Rhein und Rhône in verschiedene Richtungen fließen. Nämlich der Rhein, der irgendwann in der Nordsee endet und die Rhône, die später ins Mittelmeer fließt.

Vevey 6

Kurz vor Vevey:

Vevey 5
Das Wetter war recht gut und zwischendurch kam sogar die Sonne raus…

Vevey 10

Vevey 11

Mittagspause macht man hier am See…

Vevey 8
Über den Martini-Markt werde ich separat berichten. Denn zuerst habe ich einen ausgiebigen Spaziergang am Seeufer gemacht.

Vevey 9

Die Schiffsstation am Marktplatz

Vevey 7

Dieses Motiv mit den Seepferdchen findet man an mehreren Stellen wieder.

Vevey 2Vevey 3
Die Uferpromenade. Von den Wohnungen rechts hat man bestimmt einen traumhaften Blick über den See.

Vevey 12
Der Promenadenabschnitt, welcher der Partnerstadt Müllheim gewidmet ist:

Vevey 17

Vevey 15

Vevey 20
Blick auf den Hauptsitz der Firma Nestlé

Vevey 19

Vevey 18

Und in die entgegengesetzte Richtung:

Vevey 22Statuen der bekanntesten Personen, die in Vevey gelebt haben:

Mihai Eminescu, bedeutendsder rumänischer Dichter – „The Last Romantic”

Vevey 25
Nicolas Gogol, einer der wichtigsten Vertreter der russischsprachigen Literatur in der Ukraine

Vevey 26Und natürlich noch ….

Vevey 27In einem Ortsteil am Rande Veveys sind ihm zu Ehren Hochhäuser mit seinem Porträt bemalt.

Was es im Alimentarium, dem Ernährungsmuseum von Nestlé alles zu sehen gibt, erzähle ich euch in einem weiteren Beitrag…

Vevey 28

Vevey 29

Amerika, Essen & Trinken, Food, Fotografie, Garten, Herbst, Markgraeflerland, Natur & Garten, Rezepte, Vegetarisch, Winter

Das Kürbisparadies – Siedlung im Stein, Neuenburg am Rhein und ein paar Worte zu Halloween

Kuerbisse Scheidereiter 3

Ich hatte es ja schon angekündigt – es sollte noch ein Bericht über die Kürbisse der Familie Scheidereiter in Neuenburg/Siedlung im Stein folgen. Ich hatte mich dort Ende September mit Kürbissen eingedeckt, dabei noch ein paar Worte mit dem Landwirt gewechselt und mir auch unweit des Hofes die schon fast abgeräumten Kürbisfelder angesehen.
Wer zu Halloween einen Kürbis aushöhlen möchte, sollte sich sputen – jetzt bekommt man noch die schönsten Exemplare.
Der Brauch, an Halloween – dem Vorabend von Allerheiligen (=All Hallows‘ Eve) Kürbisse auszuhöhlen, Fratzen hineinzuschneiden und sie dann zu beleuchten, ist eigentlich ein alter europäischer Brauch, der von irischen Einwanderern nach Amerika gebracht wurde.
Am Vorabend zu Allerheiligen war es damals Sitte, aus Rüben Laternen zu basteln um der Seelen der verstorbenen Angehörigen zu gedenken. In Amerika entdeckten sie den Kürbis und stellten fest, dass sich dieser viel besser dazu eignete.

Kuerbisse Scheidereiter 4

Kürbis Jack O’Lantern

Der Jack O’Lantern Kürbis ist der wohl berühmteste der Pumpkinkürbissorten und gehört zu der Cucurbita pepo Art (gemeiner Gartenkürbis).
Er wirkt sehr dekorativ und eignet sich besonders gut zum Aushöhlen. Zum Aushöhlen nimmt man am besten Suppenschöpfer und stabile Eiscreme-Portionierer.
Man kann ihn auch als Speisekürbis verwenden, er hat aber ein eher hellgelbes Fruchtfleisch, welches ich geschmacklich nicht besonders aromatisch finde. Das heißt man muss gut würzen. Kommt wohl am besten als sauer eingelegter Kürbis zur Geltung. Dieser Kürbis wird besonders gern in den USA angepflanzt.
Die Pflanze ist rankend und produziert zwischen 3 und 5 Früchte, die bis zu 3,5 kg auf die Waage bringen. Die Früchte sind mit ca. 5 Monaten aber nicht sehr lange haltbar. Deshalb lässt sie Walter Scheidereiter so lange wie möglich auf dem Feld.

Vor langer Zeit lebte in Irland ein Hufschmied namens Jack. Am Abend vor Allerheiligen saß der geizige und trunksüchtige Jack in seinem Dorf in einer Kneipe, als plötzlich der Teufel neben ihm stand, um ihn zu holen. Jack bot ihm seine Seele an für einen letzten Drink. Der Teufel hatte nichts dagegen, ihm einen letzten Drink zu spendieren, stellte aber fest, dass er keine Münze zur Hand hatte. So verwandelte er sich selbst in eine Sixpence-Münze, um den Wirt zu bezahlen. Jack aber steckte die Münze schnell in seinen Geldbeutel und verschloss ihn fest. Und weil er im Geldbeutel ein silbernes Kreuz bei sich trug, konnte der Teufel sich nicht zurückverwandeln. Jack handelte mit dem Teufel: Er ließ ihn frei und der Teufel versprach, dass Jacks Seele noch zehn Jahre frei sein solle.

Als die zehn Jahre um waren, kam der Teufel abermals in der Nacht vor Allerheiligen zurück, um Jack zu holen. Dieser bat ihn erneut um einen letzten Gefallen: Seine Henkersmahlzeit solle ein Apfel sein, den der Teufel ihm pflücken solle. Der Teufel tat ihm den Gefallen und kletterte auf einen Apfelbaum. Jack zog blitzschnell sein Messer und schnitzte ein Kreuz in die Rinde des Baumes; der Teufel war auf dem Baum gefangen. Jack handelte abermals mit dem Teufel: Er entfernte das Kreuz, und der Teufel versprach, Jacks Seele bis in alle Ewigkeit in Ruhe zu lassen.

Nachdem Jack viele Jahre später starb, bat er im Himmel um Einlass. Da er in seinem Leben nicht gerade ein braver Mann gewesen war, wurde er abgewiesen. Er wurde zu den Höllentoren geschickt. Aber auch dort wurde ihm der Eintritt verwehrt, weil der Teufel ja sein Versprechen gegeben hatte, niemals Jacks Seele zu holen. Der Teufel schickte ihn zurück, woher er gekommen war – und weil es so dunkel, kalt und windig und der Weg so weit war, bekam der Teufel Mitleid und schenkte Jack eine glühende Kohle direkt aus dem Höllenfeuer. Jack steckte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe, die er als Wegzehrung mitgenommen hatte. Seitdem wandelt seine verdammte Seele mit der Laterne am Vorabend von Allerheiligen durch die Dunkelheit.

Quelle: Wikipedia

Der Brauch selbst stammt noch aus heidnischen Zeiten. Damals feierte man Anfang November ein Fest für die Toten, das später in die christlichen Jahresfeste aufgenommen wurde.

Kuerbisse Scheidereiter 2

Soweit zum alten Brauch.
Vor ein paar Jahren ist dann der Halloween-Brauch in kommerzialisierter Form wieder über den großen Teich nach Europa zurückgeschwappt.
Süßwaren-, Snack- und Dekoartikel-Hersteller haben die alte Sitte für sich genutzt und freuen sich auf das Geschäft mit dem Kürbis. Es gibt Halloween-Partys landauf, landab – man verkleidet sich gruselig und die Kinder verlangen nach Süßem – und wer nichts gibt, soll Saures bekommen. Auch die Spirituosen-Hersteller haben was davon – die Erwachsenen feiern nicht mit süßen, sondern mit harten Sachen.

Schade, eigentlich….

Ruebenfratze
Dabei kennt man im Markgräflerland diesen Brauch auch schon lange – in meiner Kindheit haben wir Futterrüben ausgehöhlt und Fratzen hineingeschnitten. Beleuchtet wurden sie mit Kerzen oder Grablichtern.
Ich erinnere mich auch noch an „Kartoffelfeuer”, die man angezündet hat, um nach der Ernte das dürre Kartoffelkraut zu verbrennen. In der Glut am Rande des Feuers hat man Kartoffeln gegart.

Die Rüben galten als Arme Leute Essen und haben im Krieg viele Menschen vor dem Verhungern gerettet. Vereinzelt erleben sie ein Comeback und man findet sie inzwischen ab Oktober wieder auf Märkten.

Kommen wir wieder zu den Kürbissen der Familie Scheidereiter.

Kuerbisse Scheidereiter 5
Kürbisse Jack’O Lantern – für die Halloween- Kürbis Schnitzerei

 

Kuerbisse Scheidereiter 1

Warzenkürbis/Erdnusskürbis
Die französische Bezeichnung lautet „Galeux d’Eysines”

Der Kürbis ist an der Oberfläche dicht bedeckt mit warzigen Auswüchsen.
Er sieht damit aus, als wäre er mit Erdnüssen beklebt. Diese Sorte ist ein Verwandter des „Gelben Zentner” und erreicht ein Gewicht von 4-9 kg.
Das Fruchtfleisch ist kräftig orange-rot und sehr weich

Hokkaido-Kürbis

Der Hokkaido-Kürbis  gehört zu der Familie der Riesenkürbisse (Cucurbita maxima) , ist aber ein eher kleiner Vertreter dieser Gruppe, der von der  japanischen Insel Hokkaidō stammt.
Er ist der wohl am häufigsten genutzte Kürbis. Der Hokkaido ist sowohl außen als auch innen leuchtend orange.
Dieser Kürbis gehört zu der Familie der Potimarrons und heisst im Kürbisjargon uchiki kuri. Bei einer Fruchtgrösse von 11-20 cm wird er ca. 1-3 kg schwer
Die Kerne des Hokkaido befinden sich in der Mitte und können nach einmaligen Spalten leicht mit einem Löffel entfernt werden. Der Hokkaido ist bei optimalen Bedingungen bis zu 12 Monate haltbar und deshalb fast ganzjährig erhältlich. Er eignet sich ideal für die Zubereitung im Ganzen (z. B. mit einer Füllung), da man diesen Kürbis mitsamt der Schale essen kann. Die Zubereitung einer Suppe ist deshalb auch erheblich einfacher, als bei Verwendung eines anderen Kürbisses. Hierfür ist er aufgrund seines charakteristischen Aromas sehr beliebt.
Die Kerne lassen sich trocken und zum Hokkaido Anbau verwenden. Geröstet geben die Kerne einer Suppe noch mehr Aroma. Verfeinern lassen sich Hokkaido Kürbissuppen mit Ingwer, denn dadurch verstärkt sich der würzige Geschmack des Kürbisses.

Nährwerte pro 100 g Kürbis
Energie 63 kcal
Eiweiß 1,7 g
Fett 0,6 g
Kohlenhydrate 12,6 g
Ballaststoffe 2,5 g
Vitamin C 32,1 mg

 

Kuerbisse Scheidereiter 14

Zierkürbisse

In der Regel findet der Zierkürbis keine Verwendung in der Küche. Zum einen liegt das daran, dass er bedeutend weniger Fruchtfleisch ausbildet als die Speisekürbisse. Zum anderen enthält der Zierkürbis Inhaltsstoffe, die zu Magenkrämpfen und Übelkeit führen.

Es gibt aber auch Speisekürbisse, die  aufgrund ihres besonderen Aussehens auch als Zierkürbis verwendet werden. Das gilt zum Beispiel für den Turbankürbis und die UFO-förmigen Patissons.

 Türken Turban Kürbis (Bischofsmütze)

Diese Sorte wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den USA eingeführt. Die exklusive Form verdanken sie ihrem großen Blütenansatz. Bei den meisten Kürbissen ist der Fruchtknoten tief in der Blüte, nicht aber bei den Türkischen Turbanen. Hier ist er halb in der Blüte. Sobald die Blütenblätter abfallen, bleibt ihre Narbe bestehen und bildet die Krone.
Das Fruchtfleisch ist dunkel-gelborange, fest, feinkörnig und süß. Der Kürbis findet in der Küche Verwendung für Suppen und zum Füllen. Man kann ihn ganz im Ofen garen und das Fruchtfleisch anschließend auskratzen und zu Gnocchi verarbeiten. Die Schale ist unbekömmlich und sollte nicht gegessen werden.

Kuerbisse Scheidereiter 17

Patisson

Das Kürbisgewächs Patisson gehört zu den ältesten Sorten. Patisson soll nämlich schon zu Zeiten der Inkas in Amerika angebaut worden sein. Bei uns ist der kleine Kürbis leider nur sehr selten zu finden.
Patisson wird wegen seiner an ein UFO erinnernden Form auch Bischofs- oder Kaisermütze genannt. Das Gemüse mit nur 10-25 cm Durchmesser kann weiß, grün oder gelb gefärbt sein. Es gibt Patisson aber auch manchmal zweifarbig.
Patisson ist in unterschiedlichen Größen erhältlich. Die kleineren Varianten haben häufig einen leicht süßlichen Geschmack, der an Artischocke erinnert. Ein größerer Patisson ist in der Regel eher neutral im Geschmack.
Patisson ist eine Sorte des Gartenkürbis. Charakteristisch für Patissons ist ihre linsenförmig abgeplattete Form; sie haben einen Durchmesser von 10 bis 25 cm und sind meist grün, gelb oder weiß gefärbt. Es gibt aber auch Sorten mit grünen Streifen oder gelb und grün geteilten Früchten.

Kuerbisse Scheidereiter 18

Patisson ‚Ufo‘

Patissons sind einjährig und werden daher jedes Jahr neu aus Samen im Warmhaus oder am Fenster ausgesät und nach den letzten Frösten ins Freie gepflanzt. Die Ernte erfolgt von Juni bis September. Das ständige Abernten der jungen Früchte regt die Pflanze zur Bildung immer neuer Blüten und Früchte an.

Patissons werden „unreif“ geerntet und sind jung geerntet am zartesten und schmackhaftesten. Patissons können geschält und geschnitten als Gemüse zubereitet oder gefüllt werden. Häufig werden sie geschmort, um dem geschmacksneutralen Gemüse mehr Aroma zu geben. Sie können aber auch gedünstet oder gekocht werden. Außerdem werden sie wie Gurken sauer eingelegt oder konserviert. Für den Rohverzehr dagegen sind Patissons nur bedingt geeignet. Mini-Patissons werden im Ganzen zubereitet. Die Blüten sind ebenfalls essbar und können z. B. in Backteig frittiert oder zur Dekoration genutzt werden.
Patisson ist ein Sommerkürbis. Diese Sorten sind, anders als Winterkürbisse, nicht zur langen Lagerung geeignet.

Den kleinen Patisson kann man mit Schale essen und auch roh, zum Beispiel in einem Salat. Meist wird Patisson aber kurz gegart. Je nach Größe dauert das 5 bis 15 Minuten.

Patisson eignen sich auch zum prima zum Füllen (zum Beispiel mit Hackfleisch oder vegetarisch mit Couscous oder Bulgur) und im Ofen Garen. Natürlich eignet sich Patisson auch sehr gut für Suppen und Eintöpfe oder mit Kräutern verfeinert als Beilage zu Fisch und Fleisch.
Auch die Blüten des Patisson sind essbar. Man kann sie frittieren und damit Teller ausgarnieren oder sie als Beigabe für den Salat verwenden.

Mit circa 13 kcal pro 100 g ist der Patisson ein leichtes Gemüse. Der fettarme Minikürbis enthält außerdem wertvolles Kalium, das sich positiv auf das menschliche Zellwachstum auswirkt.

 

Kuerbisse Scheidereiter 26

Flat White Boer

Klassiker aus Südafrika

Die Früchte von Flat White Boer sind flachrund, weiß, leicht gerippt und etwas 5-10 kg schwer. Neben ihrer dekorativen Erscheinung sind die Früchte sehr gute Speisekürbisse. Unter der dünnen und zarten weißen Haut verbirgt sich ein kräftig gelboranges Fruchtfleisch bester Qualität. In Südafrika werden die geernteten Früchte bis zu ihrer Verwendung auf den Dächern der Hütten in der prallen Sonne gelagert.

Kuerbisse Scheidereiter 20

Muscade de Provence (Speisekürbis)

Klassiker, deutlich gerippt, von Grün nach Braun verfärbend.

Da diese französische Züchtung bei uns nicht ausreifen kann, sollte sie so spät wie möglich geerntet werden. Sie reifen während der Lagerung nach und sind lange haltbar. Muscade de Provence hat sehr massives und gutes Fruchtfleisch, sein Gewicht beträgt 5-12 kg. Leider erreicht er unter mitteleuropäischem Klima nur bei Vorkultur und einem warmen Sommer die rundum leuchtend dunkle Ockerfärbung

Neben seinem dekorativen Wert ist der Kürbis auch sehr gesund. Er enthält unter anderem Kalium, Eisen und Carotinoide. Durch seine entwässernde Wirkung sowie den geringen Kaloriengehalt eignet er sich sogar zur Gewichtsreduktion und schmeckt dabei sehr gut – ob als Suppe, Chutney, frittiert oder sauer eingelegt.

Kuerbisse Scheidereiter 37

links: Kleiner Muskat Kürbis Panther

Panther ist ein ganz neuer Muskattyp, ertragsstark.Mit Früchten von etwa 4-5 kg attraktiver als der größere Muscade de Provence (rechts), hat aber nicht den ganz hohen Carotingehalt.
Sehr attraktive, gut haltbare Früchte.

Kuerbisse Scheidereiter 24

Sweet Dumpling („Süßer Knödel”)

Dieser aus Mexiko stammende Kürbis hält, was er verspricht. Die etwa 300-600 g schweren, cremefarbenen Früchte sind grün gestreift und sehr hübsch. Das feste und knackige Fruchtfleisch ist süß und entwickelt ein intensives Marroni -Aroma. In Frankreich ist die Sorte unter dem Namen „Patidou” bekannt. Eignet sich bestens zum Füllen.

Hier ist ein passendes Rezept der Markgräflerin: Sweet Dumpling, orientalisch gefüllt

Kuerbis gefuellt 2

Noch mehr Kürbisse:

 Kuerbisse Scheidereiter 27

 Feigenblattkürbis
Anderer Name: Courge de Siam

Die Frucht ist rund bis oval-elliptisch. Die harte Schale ist 3-5 mm dick und grenzt sich scharf vom Fruchtfleisch ab. Dieses schmeckt leicht süßlich, ist aber ohne Eigengeschmack. Es enthält wenige Vitamine und Mineralien, bescheidene Mengen an Kohlenhydraten und, wie durch das weiße Fleisch ersichtlich, im Gegensatz zu vielen anderen Kürbissen nahezu kein Carotin. Die Samen sind wie bei Melonen im Fruchtfleisch verteilt.
Verwendung: Für Salate und zum Dünsten, für Marmeladen.

Kuerbisse Scheidereiter 28

links im Bild: Blue de Hongrie / Blauer Ungar

Traditionsreiche Sorte ungarischer Herkunft

Die Früchte sind grau-blau, flachrund und etwa 4-8 kg schwer. Das kräftig orangefarbene und feste Fruchtfleisch steht in einem starken farblichen Kontrast zur Schale.
Bleu de Hongrie wird auch Bratkürbis genannt. Der Bratkürbis zeichnet sich durch seine der Kartoffel ähnliche, mehlige Konsistenz aus, er zerkocht nicht.
Tipp: Fruchtfleisch in Würfel schneiden, wie Bratkartoffeln in Öl anbraten.

rechts im Bild: Blue Hubbard

Grau-Blau, leicht gewarzt und gerieft, sehr dekorativer Kürbis. Durch seine längliche Form, seine außergewönliche Farbe und die tolle Oberflächenstruktur eine Augenweide.

Verwendung: Für Rohkost, zum Füllen, für Gratins und zum Überbacken, für Suppen, Pürees und Süßspeisen.

Kuerbisse Scheidereiter 29

Ein alter Bekannter – der Spaghetti Kürbis

Es sind schon seltsame Dinge, die die Natur oder der Mensch hervorbringen können.
Spaghetti Kürbisse und deren Nach- und Neuzüchtungen verdanken wir wohl dem japanischen Züchter Sakata. Bereits 1930 gezüchtet, konnte die Züchtung auf den Märkten Japans und der USA keine Freunde gewinnen. Erst 1960, als Einführung unter dem Namen Vegetable Spaghetti, zu Deutsch Gemüse Spaghetti, erlangte diese Sorte Rum und Ehre.
Weltweit ist der Spaghetti Kürbis heute beliebt. Wird er als ganze Frucht gekocht (man braucht ihn nicht zu schälen):
Kürbis danach halbieren, Kerne mit einem Löffel entfernen und Fruchtfleisch (Spaghetti) herausdrehen. Diese Spaghetti können Sie wie normale Spaghetti servieren.

Rezepte mit Spaghetti Kürbis

Kuerbisse Scheidereiter 30

…und noch einer – der Butternut (Moschuskürbis)

Die Form dieses Kürbisses erinnert auf den ersten Blick an eine Birne, was ihm auch den Namen Birnenkürbis eingetragen hat.
Die Bezeichnung Butternuss, im Englischen butternut squash, leitet sich von der butterweichen Konsistenz und dem feinen, nussigen Aroma des orangefarbenen Fruchtfleisches her.
Das Gemüse zählt zu den Moschuskürbissen und kann ein Gewicht von etwa bis zu 2 kg erreichen. Die Zubereitung ist vergleichsweise einfach, da er nur wenige Kerne und viel Fruchtfleisch besitzt.
Er eignet sich ausgezeichnet für Suppen und zum Kuchenbacken.
Auch in Eintöpfen und Marmelade findet der Kürbis Verwendung, sogar roh kann man ihn genießen. Das wohlschmeckende orangefarbene Fruchtfleisch ist reich an Carotin und hat einen sahnigen Geschmack, welcher durch die Lagerung noch intensiver wird.

Rezepte mit Butternut

Kuerbisse Scheidereiter 33

links: Garbo

Schöner, rötlicher und flacher Kürbis, ca. 2-4 kg, guter Suppenkürbis. Garbo präsentiert sich in der Farbgebung orange-rötlich-terracotta bis hin zu einem tiefen rot – äußerst dekorativ.
Von der Form ist es eine Art kleiner Rouge Vif, aber stärker gerippt.

Rechts: Golden Hubbard

Orange-Rot, länglich rund, leicht gewarzt; Goldener Hubbard ist dekorativer als Uchiki Kuri, aber ungleichmäßiger in Größe, Form und Farbe. Die Früchte werden etwa 2-4 kg schwer. Wie bei allen Hubbards ist das Fruchtfleisch hervorragend in der Küche zu verwenden, z. B. als Rohkost-Salat.

Kuerbisse Scheidereiter 34

Pink Banana

Interessante Sorte: In einigen europäischen Ländern, z. B. in Ungarn, sehr beliebt und weit verbreitet. Sie stammt ursprünglich aus den USA und wird vor allem in Kalifornien sehr geschätzt. Die Frucht hat eine längliche Samenhöhle. Dank ihrer Form können die Früchte leicht in Scheiben geschnitten werden und sind unter anderem zum Trocknen geeignet.

Fruchtform: walzen- bis bananenförmig
Fruchtgröße: 12-20 cm x 40-70 cm
Gewicht: 4,5 – 5 kg
Fruchtfleisch: dunkelgelb bis orange, dick, fest, trocken, süß, ausgezeichnete Qualität, feiner Kürbisgeschmack
Lagerzeit: 5-7 Monate

Verwendung: für Pürees, Gratins, zum Braten, für Kuchen, Konfitüre etc.

Kuerbisse Scheidereiter 36

Jarrahdale

Orange-Grau-Blaue sehr schöne Sorte

Die altbewährte Australische Sorte liefert bauchige, fast kugelrunde, leicht gerippte und sehr fleischige Früchte mit 5-7 kg Gewicht.
Sein Fruchtfleisch ist von helloranger Farbe und ist festkochend.
Hoher dekorativer wert.

 

Die Scheune als Show- und Verkaufs- Raum

Kuerbisse Scheidereiter 38

 Hier findet man auch leckere Rezepte zum Mitnehmen und Kürbismarmelade….

Und ausserdem:

Kuerbisse Scheidereiter 39

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Freitagsfisch, Natur & Garten, Reisen, Schweiz, Sommer

3,5 km im Rhein, unter zwei Brücken durch und im Ziel gibt’s feine Felchen

Zweibrueckenschwimmen14
Bodenseefelche mit Zitrone, Zwiebel und Brötchen

Im vergangenen Jahr waren wir das erste Mal beim Zweibrückenschwimmen von Bad Säckingen nach Mumpf. Dieses Jahr haben wir das schöne Wetter genutzt und wieder mitgemacht.

Zweibrueckenschwimmen4

Zweibrueckenschwimmen5

Zweibruechenschwimmen7

Zweibrueckenschwimmen1
Vor der Anmeldung in Mumpf, CH
ZweibrueckenschwimmenStart
warten auf’s Wassertaxi …

Mit den Booten wurden wir von Mumpf – CH nach Bad Säckingen – D gebracht….

ZweibrueckenschwimmenStart1
Der Start in Bad Säckingen – die mit der roten Mütze bin ich…

ZweibrueckenschwimmenRhein1

Vorsorglich hatte ich meinen Neopren-Shorty angezogen. Das erhält die Körpertemperatur und ausserdem bekommt man keinen Sonnenbrand auf den Schultern. Ausserdem sind wir mit Neopren-Badeschuhen ausgestattet – man weiss ja nie, was manche Leute so ins Wasser werfen.

ZweibrueckenschwimmenRhein2
Im Hintergrund die alte Holzbrücke von Bad Säckingen, die Deutschland und die Schweiz verbindet.

ZweibrueckenschwimmenZiel1

Geschafft! Das Ziel ist erreicht – dieses Jahr ging das in etwa 30 Minuten – wir hatten diesmal mehr Wasser und Strömung als im vergangenen Jahr.

ZweibrueckenschwimmenZiel2

Kurz beim Ziel melden, dass wir auch angekommen sind – dann gibt es eine heiße Brühe und ein Erinnerungsglas.

Zweibrueckenschwimmen8
Festbetrieb

Und dann der wohlverdiente Fisch…Zweibruechenschwimmen9

Zweibrueckenschwimmen2
…hä – wie ist das jetzt gemeint? – Flossen und Schwimmhäute haben wir aber noch keine!
Zweibrueckenschwimmen12
Fischzubereitung
Zweibruechenschwimmen11
Zwiebeln dazu…

 Zweibruechenschwimmen13

Vorne der ganze Fisch (Bodenseefelche) mit Brötchen und Zwiebel, im Hintergrund Fischstücke im Teig frittiert mit Remouladen-Dip.

Zweibruechenschwimmen3

ZweibrueckenschwimmenFischessen1

Zweibruechenschwimmen10

Und für die Autofahrerin ein alkoholfreies Feldschkösschen Bier – für den Beifahrer Suuer Moscht / Schweizer Apfelcidre.
Unser Dessert hatten wir dann auf dem Heimweg im Café Inka in Ötlingen.

Essen & Trinken, Food, Fotografie, Natur & Garten, Reisen

3,5 Kilometer dr Bach ab und als Belohnung zum Fischessen


Zum 27. en Mal fand gestern das Zwei-Brücken-Schwimmen auf dem Rhein statt. Wir waren ja schon vor ein paar Jahren beim Limmatschwimmen in Zürich, das 2 km Schwimmstrecke umfasst (entspricht ca. 1 km im stehenden Gewässer/Schwimmbad), beim Rheinschwimmen in Basel (Länge 1,8 km) und bei der Aqua-Fitness Seedurchquerung im Greifensee (1,3 km quer durch den See von Maur nach Uster – das dauert etwas länger, weil man ja nicht schwimmt, sondern im Wasser läuft)

– aber gestern die Premiere: 3,5 km im Rhein, von Bad Säckingen nach Mumpf. Die Startgebühr betrug 15,- Sfr. für Erwachsene. Man bekam eine Startnummer, die auf der Bademütze aufgedruckt war (Sponsor: Coop) und ein blaues Bändchen an das Handgelenk…
Das Wetter war perfekt, Wassertemperatur laut DLRG am Start: 23 °C


Zuerst hiess es erst einmal Anstehen und auf’s Boot warten. Mit jeweils drei Booten vom Pontonierfahrverein Mumpf wurden die Schwimmer den Rhein hoch bis nach Bad Säckingen geschippert.

auf dem Boot in Richtung Bad Säckingen

Der Start war dann etwas oberhalb der Holzbrücke, kurz hinter dem Stauwehr bei Bad Säckingen auf der deutschen Seite.


Dann ging es zuerst unter der „alten“ Brücke, dann unter der neuen durch. Das hat riesig Spass gemacht.

Man kann sich entweder treiben lassen, gemütlich oder für ganz Ehrgeizige sportlich Schwimmen.

Hier kommt man dann in Mumpf, auf der schweizer Rheinseite ans Ziel.

Erste Belohnung:


Wir konnten uns aussuchen, ob wir ein Trinkglas oder ein Handtuch haben wollten. Ausserdem gab’s für jeden ein kleines Kalorienbömbchen – ein Biberle, das wir dann mit nach Hause genommen haben, denn es gab noch…

…eine zweite Belohnung:


Gleichzeitig fand das traditionelle Fischessen des Pontonierfahrvereins statt. Es gab entweder Merlanfilet-Stücke im Teig gebacken (kein einheimischer Fisch) oder ganze Felchen, im heißen Öl frittiert (mit Brötchen, Zitronenspalte und Remoulade).  Die Felchen stammten vom Bodensee, also haben wir uns dafür entschieden. Sah toll aus und hat super geschmeckt. (12 Sfr.)

Und damit die Kalorien nach dem Schwimmen wieder stimmen:

riesiger Gipfel mit reichlich Nussfüllung

&

café crème

Anschliessend noch einen Bummel durch Bad Säckingen – ein perfekter Urlaubstag!