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Das war unser Silvester Abend 2013

Gluecksschwein 2014-2
Wir haben den Silvesterabend im Kreise der Familie verbracht. Wie vielerorts gab es ein Essen, das sich möglichst lange hinzieht, bis die zwölf Glockenschläge zum Ende des alten und Beginn des neuen Jahres verhallt sind… Wir hatten Raclette.

We’ve spent the New Year’s Eve with the family. As in many places, there was food that stretches the time as long as possible, until the twelve chimes at the end of the old and the beginning of the New Year have faded away… We had raclette.

Raclette1

Aber was macht man, wenn jemand dabei ist, der Raclette nicht besonders mag???
Da ich am Vormittag schon den Teig für die Neujahrsbrezel vorbereitet hatte, habe ich gleich noch einen Pizzateig gemacht – für die Raclette-Verweigerer gab es dann selbst belegte Pizza aus dem Raclette Grill:

But what to do if someone is not particularly fond of raclette?
For this case I had prepared a pizza dough in the morning which can also be made in the raclette pans. Everyone can compose his individual pizza!
Anyway, I also made a dough for the New Years Pretzel in the morning.

RaclettePizza1Dafür braucht man:

Pizzateig

375 g Mehl
20 g Hefe
½ TL Zucker
1/8 l lauwarmes Wasser
3 Essl. Olivenöl
½ TL Salz

Zubereitungsart hier: Anleitung Pizza und Flammkuchen backen
Den Pizzateig teilt man in kleine Portionen, soviel dass es jeweils für ein Raclette-Pfännchen reicht und rollt diese zu Kugeln, auf einem Teller bereitstellen.

Ausserdem für die Gäste bereitstellen: eine Dose Pizzatomaten, gestückelt, Gewürze: Salz, Pfeffer, granulierter Knoblauch, getrocknete Kräuter: Basilikum, Oregano, geriebenen Käse, verschiedene Beläge, wie in Streifen geschnittene Salami, gekochter Schinken, gewürfelte Paprika, Zwiebeln, Oliven usw.
Die Beläge können sowohl für’s Raclette, als auch für die Mini Pizzas verwendet werden.
Zum Raclette reicht man ausserdem Pellkartoffeln und Baguette (auf der Platte des Raclette-Geräts anrösten) und sauer eingelegte Gemüse (Mixed Pickles).
Die Raclette Pfännchen ruhen auf kleinen Holzuntersetzern und zu jedem Gedeck gehört ausserdem ein Holzspatel, mit dem der Käse aus dem Pfännchen gekratzt werden kann.
Weinempfehlung: ein Schweizer Fendant (Weisswein).

For the pizza dough you need :

Pizza dough

375 g of flour
20 g of yeast
½ tsp sugar
1/8 l of warm water
3 tbsp. olive oil
½ tsp salt

Preparation: baking instructions pizza and Tarte Flambée
The pizza dough is divided into small portions, just as much that each portion is enough for one raclette pan, roll the portion into balls, put onto a plate.

In addition, provide for the guests : a can of pizza tomatoes (chopped), spices: salt , pepper , granulated garlic, dried herbs : basil , oregano, grated cheese, different toppings, such as salami , cooked ham , diced peppers, onions, olives , etc. .
The toppings can be used for raclette as well as for the mini pizzas.
For raclette there is also: potatoes and baguette (toast on the the plate of the raclette device) and pickled vegetables ( mixed pickles ) .
The raclette pans rest on small wooden coasters and each place setting also includes a wooden spatula , with which the cheese can be scraped from the pan .
Recommended wine: a Swiss fendant ( white wine ) .

Raclette3

Raclette2Ausserdem hatte meine Mutter noch zwei Lammlachsen mitgebracht, die aufgebraucht werden sollten. Ich musste nicht lange überlegen, habe zwei Esslöffel Dijon Senf (à la Provencale mit Paprika und Kräutern) mit etwas Olivenöl, 1 kleingewürfelten Schalotte, 1 Knoblauchzehe verrührt und reichlich gehackte Petersilie, und zwei Esslöffel frisch geriebene Semmelbrösel untergemischt.
Die beiden Lammlachsen habe ich leicht gesalzen und vorsichtig gepfeffert. Dann habe ich eine passende ofenfeste Form gebuttert, die Lammlachsen hineingelegt und mit der Senfmasse belegt. Bei 200 °C ca. 20-30 Minuten garen, bis eine hellbraune Kruste enstanden ist.
Aus dem Ofen nehmen, einige Minuten ruhen lassen, dann in Stücke schneiden – mmmh.

Furthermore, my mum had brought two pieces of lamb, which had to be eaten.

I did not have to think twice, and stirred two tablespoons of Dijon mustard (à la Provencale with peppers and herbs) with some olive oil, 1 small diced shallot, 1 clove of garlic and plenty of chopped parsley, and mixed in two tablespoons of freshly grated bread crumbs.
The two lamb pieces I lightly salted and peppered. Then I buttered an ovenproof dish, put the lamb into it and topped it with the mustard and herbs mass.
Then I put it in the oven at 200 ° C (392 °C) and baked it for about 20-30 minutes until a light brown crust is received.

Then I removed it from oven, let rest for a few minutes, then cut into pieces – mmmh.
Lammlachse Kraeuter Senf Kruste-2
Lammlachse mit Kräuter-Senf Kruste

Um uns danach noch die Zeit zu vertreiben, haben wir Trivial Pursuit gespielt.
Um Mitternacht dann ein wundervolles Feuerwerk – wir hatten zwar nur extra lange Wunderkerzen, die dann noch in unseren Apfelbaum gehängt wurden, aber auf die Nachbarn war verlass – es wurde kräftig geballert und Feuerwerk gezündet. Wir hatten auch sehr viel Glück mit dem Wetter – eine klare Nacht, ohne Nebel oder Regen!
Nach dem Feuerwerk und dem einen oder anderen Gläschen Champagner wurde zum Abschluss noch die Neujahrsbrezel angeschnitten:

 
After the raclette there was still some time until midnight, so we played games.
Then at midnight, there was a wonderful fireworks – although we only had extra long sparklers, which were then hung in our apple tree – our neighbours ignited various great fireworks. We were also very lucky with the weather – a clear night, with no fog or rain!
After the fireworks, and one or another glass of champagne the New Year’s pretzel was cut and everyone had a piece of it (tradition in our area):

Neujahrsbrezel1

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Pizza Mozzarella e Zucchine

Pizza Vegetarisch1

Neulich war vom Brotteig für die Ruhwaie noch was übrig. Zum Abendessen gab es dann aus dem Rest eine vegetarisch Pizza mit gelben und grünen Zucchini, Büffelmozzarella und Tomaten aus dem eigenen Garten.

Zucchini waschen, Stiel und Blütenansatz entfernen, längs in dünne Scheiben schneiden. Ein bis zwei Schalotten abziehen und vierten. Die Tomaten vierteln. In eine Schüssel geben und mit Olivenöl beträufeln, mit Salz, Pfeffer und Kräutern der Provence würzen. Nach Belieben Knoblauch hinzufügen. Mozzarella in Scheiben schneiden.

Teig auswellen, mit dem Gemüse, Mozzarella und einer Chilischote  belegen, nochmals mit Kräutern übermahlen. Bei 220 °C backen bis das Gemüse weich und der Teig kross ist.

Pizza Vegetarisch3

Pizza Vegetarisch4Deko: Frischer Zitronenthymian aus dem Garten.

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Spontanes Familien-Treffen

Erdbeer Sangria1
Am Mittwoch gab es bei und ein spontanes Familientreffen. Was kocht man nur, wenn man deshalb nicht viel Zeit hat, etwas vorzubereiten???

Man lässt einfach kochen und bestellt Pizza,  Döner, Yufka und dergleichen – denn im Sommer hat man ja auch meist wenig Lust, sich in die Küche zum heißen Backofen zu stellen.

Pizza
Mein Cousinchen hatte eine superleckere Erdbeer-Sangria gemacht. Sie hatte irgendendetwas von Sekt geredet, den sie reingemacht hatte, vermutlich auch Rotwein und dann mit sprudeldem Mineralwasser verdünnt, damit die Sangria nicht zu sehr zu Kopf steigt. Der Clou: Statt Zitronen- und Orangenscheiben werden gefrorene, leicht angetaute Erdbeeren reingetan – sehr erfrischend.

Erdbeer Sangria2

Als Dessert gab es dann noch eine Scheibe von einem riesigen Stück Melone, das wir vorher noch besorgt hatten. Ein netter, stressfreier Abend!

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Sommerpasta alla Foresta Nera

Pfifferlinge Pasta4

Das ist schnelle und einfache Sommerküche. Die Taglierini brauchen nur 6 Minuten Kochzeit, wenn man schöne Pfifferlinge (Schweiz: Eierschwämmli) bekommt und nicht viel putzen muss, ist auch der Rest ganz schnell gemacht. Inspiriert wurde ich von der Pizza Foresta Nera, die hierzulande auf den Speisekarten der Pizzerien steht: mit Pfifferlingen und Speck. Ich habe daraus nun eine sommerliche Pasta-Variante gemacht.

Pfifferlinge Pasta1

Pasta alla Foresta Nera

Pfifferlinge Pasta6

(für 2-3 Personen)

250-300 g Taglierini
Salz
400 g Pfifferlinge
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
eine dünne Scheibe Schwarzwälder Speck, gewürfelt
Olivenöl, Salz, Pfeffer,
etwas selbstgemachte Kräuterbuter
Petersilie, Schnittlauch, Basilikum
1 Roma Tomate, in Würfel geschnitten
1 Glas trockener Weisswein
frisch geriebener Parmesankäse

Die Pilze mit einer Pilzbürste säubern.

Dann in einem großen Topf reichlich Wasser für die Pasta aufsetzen und zum Kochen bringen. Salz hinzufügen, dann die Pasta hineingeben und etwa 6 Minuten garen, bis sie al dente sind (Packungshinweise beachten).

Zwiebel und Knoblauchzehe abziehen, die Zwiebel fein würfeln, den Knoblauch durch eine Presse drücken. Wenig Olivenöl in eine hohe, beschichtete Pfanne geben, dann Zwiebelwürfel, Knoblauch und Speckwürfel sanft andünsten. Die gesäuberten Pilze dazugeben, untermischen und unter gelegentlichen Rühren mitdünsten.

Pfifferlinge Pasta3

Mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit Weisswein ablöschen. Köcheln und etwas einreduzieren lassen. Zum Schluss etwa einen Esslöffel Kräuterbutter, Tomatenwürfel und die Kräuter dazugeben.
Die Pasta abschütten, evtl. noch etwas von dem Kochwasser aufbehalten, abtropfen lassen. Dann in die Pfanne zu den Pilzen geben und untermischen. Sollte die Pasta zu trocken sein, noch ein wenig vom Kochwasser untermischen.

Pfifferlinge Pasta5

Pfifferlinge Pasta7

Sofort servieren. Frisch geriebenen Parmesankäse auf den Tisch stellen, mit dem sich jeder die Pasta selbst nach Belieben bestreuen kann.

Pfifferlinge Pasta10

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Pizza mit Salami vom Rind: auf dem Schamottstein gebacken

Salamipizza3
Am Freitag war ich mal richtig früh daheim. Was macht man nur bei dem Mistwetter? Das Hallenbad hat noch etwa zwei Wochen geöffnet, für die Fitness hatte ich schon lange nichts mehr getan – also eine Stunde Aqua Jogging – und ich war richtig fit danach. Die verbrauchten Kalorien mussten ja irgendwie wieder reingeholt werden, und da es draussen immer noch kalt war und geregnet hat, habe ich mal wieder den Schamott- (Pizza-) stein auf der untersten Schiene im Backofen aufgeheizt (größte Hitze, 1 Stunde, nach 40 Minuten eine mit Wasser gefüllte ofenfeste Schale oder Backform unter den Rost schieben) und Pizzateig gemacht. Drauf kam, was noch im Kühlschrank war und bald mal weg musste. Salami vom Rind, gekochter Schinken und Emmentaler Käse. Eine sehr reife Tomate war noch da, die habe ich mit dem V-Hobel in dünne Scheiben geschnitten. Ausserdem gestückelte Tomaten aus der Dose, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, italienischen Kräutern und ein wenig Chili. Die erste Pizza war dann mit Salami belegt, die zweite mit Schinken, davon gab es dann kein Foto mehr, aber sie war genauso lecker wie die mit Salami.

Pizzateig

(ergibt 2 runde Pizzen)

375 g Mehl
20 g Hefe
½ TL Zucker
1/8 l lauwarmes Wasser
3 Essl. Olivenöl
½ TL Salz

Zubereitung:

  • frische Hefe oder Trockenbackhefe mit Zucker in etwas lauwarmem Wasser auflösen

Pizza3Pizza4

  • Vorteig bereiten

Pizza5Pizza6

  • an einem warmem Ort gehen lassen

(aber nicht direkt auf der Heizung, sonst wird’s dem Teig zu warm, ausser diese ist nur leicht an)Pizza,

  • Pizza9Salz, Wasser und Olivenöl hinzufügen und kneten.

Pizza10

  • Nochmals gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.
  • Arbeitsfläche dünn mit Mehl bestäuben, den Teig von Hand nochmals kurz durchkneten.
  • Teig auswallen, den Teigschieber mit Hartweizengrieß oder Pastamehl bestreuen, den Teig darauf legen, dabei ein Ende leicht über den Rand lappen lassen. Den Teig leicht mit Olivenöl bepinseln, dabei einen Rand von ca. 1 cm frei lassen. Damit weicht die Pizza in der Mitte nicht durch, der Boden bleibt schön knusprig. Nach Belieben dünn mit Pizzatomaten bestreichen, Salz, Pfeffer, Kräutern, Salami oder Schinken, Tomatenscheiben  und geriebenem Emmentaler Käse belegen.
  • Die belegte Pizza vom Holz-Schieber vorsichtig auf den Schamottstein gleiten lassen (dort wo der Teig ein wenig übersteht am hinteren Ende des Steins anlegen und den Schieber mit einem kurzen Ruck nach vorne wegziehen.

Ca. 1 h -2 h Gehzeit

Backen:
230-240 °C, nach Möglichkeit die Oberhitze ausschalten und nur mit Unterhitze Backen – mein Ofen hat eine Pizzaback-Funktion mit Unterhitze und Umluft – da reicht eine Temperatur von 200 – 220 °C.
ca. 15-20 Min. bis der Belag sich bräunt und der Teig schön kross ist.

Belag, klassisch:

1 Dose Pizzatomaten (etwas Flüssigkeit abschütten) oder 400 g reife Kirschtomaten, halbiert
Meersalz, frisch getrockneter Oregano, 2 Knoblauchzehen, geschält und aufgeschnitten
Käse (geriebener Emmentaler, Mozzarella…)

Salamipizza1

Salamipizza2
Pizza Salami

Salamipizza4Das knusprige Ergebnis mit dünnem Teigboden. Mjam…

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Snack-Pizza Margherita mit Kaminwurzen

Pizzasnack2

Pizza in handlichem Mini-Format. Ideal für einen Fernsehabend. Den Teig machen wir nach alt bekanntem Rezept.

Kleine Portionen vom Teig entnehmen, zwischen den Händen kleine Kugeln formen und flachdrücken. Auf’s Blech legen, mit Olivenöl und Tomatensugo (mit italienischen Kräutern, Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt) bestreichen. Nach Belieben mit  in Ringe geschnittenen Kaminwurzen belegen. Mit geriebenem Käse bestreuen. Wunderbar passen auch Paprikawürfelchen, oder man macht einfach Pizza Margherita daraus, indem man neben Tomatensugo nur geriebenen Käse darüber streut.

Backen: 240 °C, bis der Käse zerlaufen und der Teig schön knusprig ist! Auf einem Teller anrichten und mit frischen Kräutern bestreuen.

Buon Appetito.

Pizzasnack1

Und wir schauen uns heute noch „Die Holzbaronin” mit Christine Neubauer im Fernsehen an. Der Film wurde nämlich im Markgräflerland gedreht!!! Solche Filme sind normalerweise nicht mein Fall (lt. Markgräfler eine Schnulze) aber wenn’s von hier ist… (Siedlung Richtberg, zwischen Neuenburg und Auggen).

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Pizza per il mio amore – Pizzaherz zum Valentinstag

Valentinstag2

Warum muss es immer etwas Süßes in Herzform sein??? Der Handel hat einiges an Ideen auf Lager, sogar Wurst und Käse in Herzform gibt es. Ich habe spontan an eine Pizza gedacht, Herzform ist vorhanden und den Rand habe ich aus zwei dünnen Teigstreifen zusammengedreht.

Das bekommt sogar ein Mann für seine Liebste hin – für die Herren, die kein Talent für die Zubereitung von Hefeteig haben,  ist hier ausnahmsweise ein fertiger Pizzateig aus dem Kühlregal erlaubt. Wer den Teig doch selbst machen möchte, muss genügend Zeit für das Gehen einplanen.

Valentinstag3

So geht’s:

Einen Pizzateig zubereiten.

Ich habe heute auch einmal mit fertigem Teig geschummelt, da an einem normalen Wochen- und Arbeitstag abends einfach die Zeit für einen Hefeteig fehlte…

Den Teig rund ausrollen und eine Herzform auflegen, mit einem Messer den Rand entlangfahren und so die Herzform ausschneiden, oder besser gesagt ausstechen. Den Teigboden vorsichtig auf ein mit Dauerbackfolie oder Backpapier belegtes Blech legen. Aus zwei übrigen, dünnen Teigstreifen dreht man einen Rand, d. h. wie bei einer Kordel von einem Ende her zusammendrehen. Auf den Rand des Teigbodens legen. Dann Tomatensugo oder Tomatenstücke aus der Dose mit etwas Salz, getrockneten italienischen Kräutern, Pfeffer und ein wenig Knoblauch würzen. Den Teigboden mit ein wenig Olivenöl bestreichen:

Valentinstag4

Dann die Tomaten auf dem Boden verteilen:

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Nach Wahl belegen, z. B. mit italienischer Salami:

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Käse darüberstreuen (heute habe ich ebenfalls aus Zeitgründen ausnahmsweise mal den fertig geriebenen Mozzarellakäse für die Pizza verwendet):

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Den Backofen auf 240 °C vorheizen, die Pizza auf der mittleren Schiene bei 230-240 °C ca. 12 Minuten backen.

Weinempfehlung:

Ein „Rosa Markgräfler“ vom Weingut Zimmermann in Schliengen!
(Spätburgunder rosé, trocken)

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Auf dem Tisch ein wunderschöner Blumenstrauß vom Markgräfler

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Pizza und Flammkuchen backen

Adventskalender2

Adventskalender Türchen Nr. 2:

Pizza mit Sugo
Pizzaboden mit Tomaten-Sugo, Basis für fast alle Beläge

Vor etwa zwei Jahren fragte mich mein Schwiegervater einmal, wie man denn Pizza bäckt. Diese Anleitung hatte ich ihm damals geschrieben. Als Weihnachtsgeschenk gab es dann noch ein spezielles „Männer-Kochbuch“.
Mein alter Laptop stand schon seit Monaten ungenutzt in der Ecke, der war einfach zu langsam und ist manchmal abgestürzt. Also hatte ich schon vor längerer Zeit die vorhandenen Dateien auf eine externe Festplatte gespeichtert, damit man den alten Laptop mal komplett frei von allem Schrott machen kann….Denn er sieht noch richtig Top aus, obwohl er schon einige Jährchen auf dem Buckel hat.

Naja, neulich dachte ich mal wieder an diese Pizza-Backanleitung, vielleicht kann sie der eine oder andere von Euch brauchen.

Aus dem Kochbuch von Paula Horn:

Grundlegendes für Hefeteig

Damit der Hefeteig gut gelingt, müssen alle dazu nötigen Zutaten und Geräte gut durchwärmt sein. Das Mehl wird vor dem Erwärmen gesiebt, damit viel Luft hineinkommt. Die Milch wird häufig zu warm gemacht, dadurch werden dann die Hefepilze getötet und der Teig geht nicht auf.
Man prüft die Wärme der Milch mit dem kleinen Finger, da dieser am empfindlichsten ist.
Niemals dürfen Hefe und Milch zusammen in ein Töpfchen gegeben und erwärmt werden, der Boden des Gefäßes wird gleich heiß und die Hefepilze, die unten sitzen werden getötet.
Um Hefe zu sparen und ein besonders lockeres Gebäck zu bekommen, macht man am besten einen Vorteig. Im Winter am Abend zuvor, im Sommer eine Stunde vor der eigentlichen Teigbereitung.
Die Menge der Hefe richtet sich nach den übrigen Zutaten. Zu einem einfachen Teig verwendet man 20 g Hefe auf 500 g Mehl. Wenn man nur von 250 g Mehl Teig bereitet, nimmt man für einen einfachen Teig 15 g Hefe, weil immer etwas am Löffel oder in der Tasse hängen bleibt.

Zubereitung des Hefeteigs:
In der Mitte des erwärmten Mehls macht man eine Vertiefung. Die Hefe wird mit 1 Kaffeelöffel Zucker und der Hälfte der zum Teig nötigen lauwarmen Milch glatt angerührt. Dann bereitet man damit in der Vertiefung einen glatten Vorteig in der Dicke eines Spätzleteigs und stellt ihn mit einem Tuch bedeckt an einen warmen Ort, aber niemals auf den Herd oder in den Backofen, weil dann der Boden der Schüssel zu heiß wird und die Hefepilze getötet werden. Wenn man den Vorteig über Nacht stehen lässt, wird durch die Vermehrung der Pilze viel Kohlensäure erzeugt, die den Teig durchbricht und entweicht. Dadurch fällt der Teig zusammen, was aber von keinerlei Nachteil ist. Dass der Vorteig aufgegangen war, erkennt man daran, dass er faltig in der Schüssel liegt.
Dem aufgegangenen Teig gibt man Salz und Zucker zu, fügt nach und nach die übrige warme Milch (oder Wasser) und die Eier bei und schafft alles Mehl darunter. Man schlägt den Teig mit dem Löffel und arbeitet ihn mit der Hand solange durch, bis er sich von der Schüssel löst. Nun gibt man die weiche oder die schaumig gerührte Butter, Schweinefett oder das zerlassene Pflanzenfett zu und arbeitet es gut unter den Teig. Durch die lange Bearbeitung des Teiges wird dieser zart und das Gebäck viel wohlschmeckender.

Jetzt wird er Teig abermals mit einem Tuch bedeckt und zum Gehen in die Wärme gestellt. Nach 1 ½ -2 Stunden, wenn der Teig gut aufgegangen ist, das heißt, wenn er sich fast verdoppelt hat, kann er geformt werden.

Pizzateige

Für einen dünnen Boden nimmt man:
(ergibt 2 Pizzen auf rundem Blech, 1 Pizza auf eckigem Blech)

375 g Mehl
20 g Hefe
½ TL Zucker
1/8 l lauwarmes Wasser
3 Essl. Olivenöl
½ TL Salz

Für einen dickeren Boden:

700 g Bio Mehl
420 ml handwarmes Wasser
2 Beutel Instanthefe, 2 Teelöffel Meersalz, in einem Mörser gemahlen, Olivenöl extra vergine.

Teig ohne Olivenöl:
400 g Mehl
20 g Hefe
½ TL Zucker
1/4 l lauwarmes Wasser
½ TL Salz

Tipp: Bei Verwendung dieses Teiges darf der Tomaten-Belag nicht zu flüssig sein, da der Pizzaboden sonst durchweicht. Man kann den Teig aber auch vor dem Belegen mit etwas Öl bestreichen, um dies zu verhindern.

Ca. 1 h -2 h Gehzeit

Backen:
230-240 °C,
ca. 15-20 Min. bis der Belag sich bräunt und der Teig schön kross ist.

Zubereitung:

  • frische Hefe oder Trockenbackhefe mit Zucker in etwas lauwarmem Wasser auflösenPizza1
    Pizza3Pizza4
  • Vorteig bereiten
    Pizza5Pizza6
  • an einem warmem Ort gehen lassen
    (aber nicht direkt auf der Heizung, sonst wird’s dem Teig zu warm, ausser diese ist nur leicht an…Pizza,
  • Salz, Wasser und Olivenöl hinzufügen und kneten.
    Pizza8Pizza9Pizza10
  • Nochmals gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.
  • Arbeitsfläche dünn mit Mehl bestäuben, den Teig von Hand nochmals kurz durchkneten.
  • Teig auswallen, auf ein Pizzablech legen und nach Belieben mit Pizzatomaten, Salz, Pfeffer, Kräutern und Käse belegen

Belag, klassisch:

1 Dose Pizzatomaten (etwas Flüssigkeit abschütten) oder 400 g reife Kirschtomaten, halbiert
Meersalz, frisch getrockneter Oregano, 2 Knoblauchzehen, geschält und aufgeschnitten
Käse (geriebener Emmentaler, Mozzarella…)

Varianten:

Mit dem sehr dünn ausgewallten Teig ohne Olivenöl lässt sich auch Flammkuchen herstellen.

Zutaten für den Belag:

1 Becher Sauerrahm, Schmand oder Crème Fraîche, mit etwas Knoblauchpulver, Salz und Pfeffer würzen, auf dem sehr dünn ausgewallten Teig verteilen. Zwiebel in feine Ringe, Speck in feine Streifen schneiden (oder Speckwürfelchen verwenden), mit den Zwiebeln aufstreuen. Zum Schluss Emmentaler Käse, gerieben darauf verteilen.

Pizza13
Flammkuchen auf Pizzateig, roh
Pizza14
Flammkuchen, gebacken

Ruccola und Fontina Käse

5 Minuten vor Ende der Backzeit den gewaschenen, trockengeschleuderten Ruccola auf die Pizza geben und mit Olivenöl beträufeln, fertigbacken.

Rote Zwiebeln und Büffelmozzarella

Zwiebeln in feine Ringe schneiden und in ein paar Esslöffeln Olivenöl braten, bis sie weich werden, oder in Öl wenden und beim Vorheizen des Backofens für die Pizza in den Ofen schieben.
Teig mit Mozzarella Scheiben belegen und Zwiebeln darauf verteilen.
Mit frischem Thymian und Meersalz würzen.

Gebratene Pizza

Teig in 8 Kugeln teilen, daraus Scheiben formen.
Olivenöl in einer Pfanne erwärmen, einige Scheibchen Knoblauch, einen kleinen Rosmarinzweig darin anbraten, um das Öl damit zu aromatisieren.
Pizzascheiben 4-5 Minuten auf jeder Seite darin braten. Öl abtupfen, mit Meersalz würzen.

Die Pizzascheiben werden, so wie sie sind aus der Hand gegessen.

Meine Mutter hatte früher aus Pizzateig-Resten immer noch ein süßes Dessert gemacht – Rahmwaie, darauf freuten wir uns als Kinder immer besonders:

Süßer Belag

Auf den Teigboden eine dünne Schicht gezuckerte Kondensmilch geben. Backen, bis der Zucker karamellisiert ist.

Essen & Trinken, Food, Rezepte

Kartoffelchips-Pizza

Ich war hin und weg, als ich auf der Insel Elba diese einfache Pizza probiert habe. Nur mit hauchdünn geschnittenen Kartoffelscheiben, Olivenöl, Salz und getrockneten Rosmarinnadeln belegt.
Einen Namen dafür habe ich nicht erfahren, als ich fragte was es ist, bekam ich die Antwort: „Chips/Patate“.

Und es geht wirklich ganz einfach:

Für den Pizzateig (ergibt 1 großes Blech für 4 Personen):

400 g Mehl (+ etwas Mehl  zum Ausrollen) – ich verwende feines Dinkelmehl Type 630
1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
2 Prisen Zucker
1/2 Teelöffel Salz
1/4 Liter lauwarmes Wasser
4 Esslöffel Olivenöl

Mehl mit Trockenhefe, Zucker und Salz in einer Schüssel gut mischen. In die Mitte eine Mulde machen und das Wasser nach und nach hinzugeben, etwas verrühren zuletzt das Öl hinzufügen und mit dem Mehl (in der Küchenmaschine oder von Hand) zu einem geschmeidigen Teig kneten.
Zudecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.

Für den Belag:

ca. 4-5 Kartoffeln  (hängt von Größe ab) schälen und mit dem schwäbischen V-Hobel so fein wie möglich in Scheiben hobeln. Etwas Olivenöl über die Kartoffeln träufeln und in der Schüssel wenden, bis sie von beiden Seiten leicht mit Öl bedeckt sind.

Den Teig auf einem Blech auswellen (ich lege Dauerbackfolie darunter), mit dem Daumen den Rand wellig eindrücken und nochmals etwa 15 Minuten gehen lassen.
Dann den Teig dünn  mit Olivenöl bepinseln.

Die Kartoffelscheiben so auf den Teig legen, dass sie sich nicht überlappen. Mit Salz aus der Mühle und Rosmarinnadeln bestreuen.
(wer gerne Knoblauch hat, kann davon etwas kleinschneiden oder Granulat verwenden und kurz vor Ende der Backzeit aufstreuen).

Bei 220 °C  im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen.

San Carlo Chips aus Italien musste ich mir unbedingt auch von dort mitbringen. Das erinnert mich so an die Ferien an der Adria als Kind.
Übrigens kostet eine Tüte Chips mit 90 g überall 1 Euro. Genauso wie der Espresso: Standardpreis zum Trinken an der Bar: 1 Euro.
Das scheint für die Grundversorgung der Italiener zu reichen 😉 und die San Carlo Chips gibt es schon ewig (die Firma hat ihren Sitz in Milano)

Essen & Trinken, Rezepte

Pizza mit Fenchel, Walnüssen und Fetakäse

Zutaten für 4 Portionen (1 rundes Pizzablech mit 32 cm Durchmesser)

Für den Teig:
150 g Quark
4 Esslöffel Milch
6 Esslöffel Olivenöl
Salz
300 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver

Belag:
1 Fenchelknolle (300 – 400 g) mit Grün
Salz
50 g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
1-2 Knoblauchzehen
100 g Fetakäse (Schaf-/Ziegenmilch)
50 g Walnusskerne
einige frische Salbeiblätter
schwarzer Pfeffer
Ausserdem:
Olivenöl und Butter zum Braten

Für den Teigboden den Quark abtropfen lassen. Quark, Milch, Öl und Salz verrühren. Mit Mehl und Backpulver zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt etwa 30 Minuten kühl stellen.

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.
Für den Belage den Fenchel waschen, putzen und in der Länge halbieren. Den Strunk ausschneiden. Längs in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Das Fenchelgrün beisseitelegen. Den Fenchel in Salzwasser etwa 8 Minuten blanchieren, herausnehmen und abtropfen. Etwas Fenchelgrün kleinhacken. Die Butter mit dem Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Fenchelscheiben von beiden Seiten goldgelb anbraten.
Die Tomaten in dünne Streifen schneiden. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.

Den Teig durchkneten und auf wenig Mehl ausrollen. Auf das mit Backpapier gelegte Blech legen und die Ränder etwas andrücken. Mit einer Gabel den Teig mehrmals einstechen.
Den Käse in Scheiben scheinden. Abwechselnd mit dem Fenchel auf den Teig legen. Die Tomatenstreifen und Knoblauchscheiben zwischen dem Fenchel verteilen. Walnusskerne in Stücke brechen  und darüberstreuen. Salbeiblätter waschen, trocken schütteln und klein hacken. Über den Belag streuen.
Mit 2 bis 3 Esslöffeln Tomatenöl beträufeln . Mit Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C etwa 30 Minuten backen. Nach Belieben mit etwas Fenchelgrün bestreuen.