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Ein kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine- Teil 15: Der Heimweg – Gérardmer

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Gérardmer, auch die „Perle der Vogesen” genannt, ist dank seiner herrlichen Lage am See inmitten bewaldeter Berge im Sommer wie im Winter ein beliebter Ferienort.
Deshalb haben auch wir auf unserem Heimweg aus dem Urlaub in der Lorraine dort eine Pause eingelegt.
An diesem Tag war es besonders kühl und an ein Bad im See war nicht zu denken.
Es waren trotzdem viele Touristen rund um den See unterwegs – in Frankreich sind vom 1. Juli bis zum 31. August Sommerferien. Außerdem war am Tag zuvor (Donnerstag) der französische Nationalfeiertag, der 14. Juillet – und so haben sicherlich einige Franzosen, die keinen Urlaub hatten, den Freitag als Brückentag für einen Tagesausflug oder ein verlängertes Wochenende genutzt.
Wir haben uns erst einmal mit Baguette, Käse und Tee auf eine Bank am See gesetzt und Mittagspause gemacht.


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-am Lac de Gérardmer….bibberkalt – und das Mitte Juli!!!

Mit 2,2 km Länge, 750 m Breite und einer Tiefe vo 38 m ist der Lac de Gérardmer der größte See der Vogesen.
Bei schönem Wetter lädt der See zum Baden, Segeln, Ruden, Kanu- und Kajakfahren ein.
Eine Uferstraße führt rund um den See (6,5 km) und bietet auf den waldfreien Strecken reizvolle Ausblicke.


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Wir kannten den Ort schon von einer Fahrt zum Narzissenfest, das in Gérardmer alle 2 Jahre mit einem großen Umzug stattfindet
Hier geht es zum Beitrag… Fête des Jonquilles in Gérardmer


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Wir haben dann einen kleinen Spaziergang durch den Ort gemacht und in einer Patisserie zwei Törtchen mit Heidelbeeren aus den Vogesen als Souvenir für zu Hause mitgenommen, die am Abend dann auch genüßlich verspeist wurden….
Außerdem haben wir in einer landwirtschaftlichen Verkaufsstelle, einer Art Kooperative, die typischen Kräuterbonbons gefunden, die hier in den Vogesen oft angeboten werden.
Die mussten natürlich auch noch als Souvenir mit ins Markgräflerland!



Als wir uns gegen 16 Uhr auf den Heimweg machten, kam plötzlich doch noch die Sonne zum Vorschein.
So – jetzt darfst Du nochmal ein Foto machen, sagte ich zum Markgräfler!


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Das Rezept für eine „Tarte aux Myrtilles” findet ihr hier: Heidelbeertarte nach einem Rezept aus den Vogesen
Die Tartelettes aux Myrtilles aus Gerardmer bestanden einfach nur aus einem Mürbeteigboden, der mit einer dicken Schicht aus Heidelbeeren belegt und etwas Puderzucker bestreut war.



Und das war unser kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine:

Teil 1: Von St. Dié nach Lunéville

Teil 2: La Maison de la Mirabelle in Rozelieures

Teil 3: Edles Kristall und gallo-romanische Funde in Baccarat

Pâté Lorrain – Die älteste Spezialität Lothringens

Teil 4: Wasser-Lichtspiele mit Musik im Schlosspark von Lunéville

Teil 5: Ein Ausflug nach Nancy – von Stanislas, Bergamottes und Macarons

Teil 6: Nancy – Macarons des sœurs Macarons

Teil 7: Nancy – Le Saint-Èpvre, Rosen und Park de la Pépinière

Teil 8: Nancy – Ein Garten und süße Souvenirs

Gâteau Lorrain aux Mirabelles: Französischer Joghurt-Becher-Kuchen mit Mirabellen – ein Rezept aus der Lorraine

Teil 9: Restaurant – LE PETIT COMPTOIR – in Lunéville (1)

Schweinekoteletts mit Mirabellen

Teil 10: Die Fayencen von Lunéville, Gerbéviller und eine Ruine

Teil 11: 54300 Lunéville – France

Teil 12: Im Land des weißen Goldes – Marsal, Le Saulnois

Teil 13: Restaurant – LE PETIT COMPTOIR – in Lunéville (2)

Teil 14: Der Heimweg – Épinal


 


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Ein kulinarischer Kurzurlaub in der Lorraine- Teil 7: Nancy – Le Saint-Èpvre, Rosen und Park de la Pépinière

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Le Saint-Èpvre, ein Törtchen aus Mandelbaiser, gerfüllt mit einer feinen Butter-Vanille-Crème

Wenn man in Nancy vom Place Stanislas dem Zeigefinger  der Stanislas Statue folgt, kommt man durch den Thriumphbogen zum Place de la Carrière.


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Der Arc de Triomphe in Nancy wurde dem Triumphbogen des Septimus Severus in Rom nachgebildet und verherrlicht König Ludwig XV. in seinen Dekorelementen: Flachreliefs, Inschriften usw. Das Akroterion mit der Renommee-Gruppe ist mit einem Medaillon des Herrschers geschmückt.


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Place de la Carrière mit Blick auf den „Palais de Gouvernement”

Dieser im 16. Jahrhundert angelegte Platzs ist der dritte Bestandteil eines architektonischen Ensembles aus dem 18. Jahrhundert.
Ursprünglich handelte es sich um einen Turnierplatz, daher sein Name „Carrière”.
Am Eingang des Platzes stehen sich zwei Stadtpaläste gegenüber: Das Hotel de Craon (heute Berufungsgericht) und Bourse de Commerce (früher Handelsbörse), heute Verwaltungsgericht. Am anderen Ende steht der Palais du Gouvernement, der von einem mit antiken Gottheiten geschmückten Halbrundplatz eingerahmt ist.
Dort lebte unter Stanislaus der Intendant als Repräsentant des französischen Königs.

Geht man beim Palais du Gouvernement links, kommt man zum Place Saint-Èpvre.


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Place Saint-Èpvre

Der ehemalige Markt- und Handelsplatz des Mittelalters ist mit einem Brunnen und einem Standbild Renés II., Herzog von Lothringen, geschmückt.
Dieser besiegte den Burgunder Herzog Karl den Kühnen im Jahr 1477 in der Schlacht bei Nancy. Die Basilika Saint Èpvre, die im 19. Jahrhundert von Prosper Morey erbaut wurde, hat große Kirchenfenster und Holzvertäfelungen vorzuweisen, die zum Teil in Bayern hergestellt wurden.
Leider konnte man die Basilika nicht besichtigen.


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Aber, auch rund um die Kirche gibt es lohnende Fotomotive…



Und dann haben wir in einer kleinen Pâtisserie eine weitere Spezialität von Nancy entdeckt:


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Pâtisserie Adam

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Le Saint-Èpvre est un gâteau très moelleux composé de deux disques de meringue aux amandes, garnis d’une crème au beurre à la vanille et à la nougatine pilée, le tout de fabrication maison. Rond et blond, saupoudré de sucre glace, il est présenté avec un ruban rouge ou bleu assorti d’une étiquette. Ses saveurs vanille et nougatine sont subtiles et s’équilibrent parfaitement en bouche. Il est composé entre autres de blancs d’oeufs, de sucre et d’amandes pour le macaron, et de beurre, de sucre et de blancs d’oeufs pour la base de la crème au beurre.

Des disques de meringue aux amandes sont dressés sur plaques, à l’aide d’une poche munie d’une douille ronde unie, en forme de colimaçon, puis cuits à four doux. Parallèlement, le pâtissier prépare une crème au beurre avec du sucre cuit, des blancs d’oeufs et du beurre. Il la parfume et en garnit l’intérieur des deux disques de meringue. Le gâteau est ensuite entreposé deux à trois jours, pour son „affinage“, dans une chambre froide (un réfrigérateur) qui lui est réservée, ce qui rend le macaron moelleux. On ne connait pas la température et le degré d’hydrométrie. Enfin, le pâtissier applique sur les côtés du Saint-Epvre une fine chapelure de macarons et le saupoudre légèrement de sucre glace.

L‘ Astuce du Chef : Il est conseillé de placer le gâteau à température ambiante une heure avant dégustation. Un champagne l’accompagnera parfaitement.


 

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Der Saint-Epvre ist ein lockerer, feuchter, gefüllter Kuchen aus zwei Mandel-Baiser Böden. Die Füllung besteht aus einer Vanille-Buttercreme, die mit fein zerbröseltem Mandelkrokant bestreut wird.
Zum Verkauf werden die runden, goldfarbenen Kuchen mit Puderzucker bestreut, und mit einem roten oder blauen Band und einem Etikett versehen.
Die feinen Krokant- und Vanillearomen sind perfekt abgestimmt, um den Gaumen zu verwöhnen.
Der Saint-Epvre besteht unter anderem aus Eiweiß, Zucker und Mandeln für den Mandelbaiser und Butter, Zucker und Eiweiß als Basis für die Buttercreme.

Die Mandelbaiser-Masse wird zunächst mit einem Spritzsack, ähnlich wie bei den Macarons da Nancy, in kleinen, runden Häufchen auf ein vorbereitetes Backblech gesetzt und
im Ofen bei niedriger Temperatur gebacken.
In der Zwischenzeit bereitet der Konditor eine Buttercreme aus geläutertem Zucker, Eiweiß und Butter zu, womit er die vorbereiteten, abgekühlten Mandelbaiser-Böden füllt.
Der Kuchen wird dann zwei bis drei Tage kühl gelagert. So entfalten die Saint-Epvre ihr Aroma und der Mandelbaiser wird schön weich und feucht.
Schließlich werden die offenen Seiten der Kuchen mit feinen Makronenbröseln bestreut und dann leicht mit Puderzucker bestäubt.

Empfehlung des Konditors: Den Kuchen eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen und bei Raumtemperatur lagern. Ein Glas Champagner ist der perfekte Begleiter.


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Naja – Champagner hatten wir keinen dazu – aber dafür den Ausblick auf einen schönen Rosengarten, wo wir die kleine Version dieses Kuchens „à la Française“ vernascht haben:
Wir haben es einfach wie die Franzosen gemacht, die auf den Bänken im Park ihre Mittagspause verbracht und gepicknickt haben.
Wir hatten uns in einer Boulangerie noch ein frisches Baguette gekauft, dazu gab es Käse, den Rest der Chaudin Lorrain und eine Paté Lorrain.


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Anschließend haben wir einen ausgedehnten Spaziergang durch den Rosengarten und Park de la Pépinière unternommen.


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Fortsetzung folgt…

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Der Markt von Mulhouse

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Ein wenig orientalisch wird einem zumute, wenn man in Mulhouse (France), nur etwa eine halbe Stunde entfernt von der Heimat über den Markt auf dem Canal Couvert umherschlendert. Die Markthalle steht hier wirklich direkt über einem Flüsschen bzw. einem Canal. Er öffnet jeweils Dienstag und  Donnerstag von 7-17 Uhr, am Samstag von 6-17 Uhr. Ich war schon einige Jahre nicht  mehr dort, damals war die Markthalle noch nicht so schön quietschgelb angestrichen.

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In der Markthalle gibt es vor allem Fleisch, Wurst, Käse, Gewürze und verschiedene Backwaren. In einem kleinen Restaurant/Café mit Galerie kann man eine Kleinigkeit Essen und Trinken und dabei von oben dem Markttreiben zusehen. In unserem Fall war es das Frühstück – le pétit déjeuner, auf welches wir zu Hause verzichtet hatten, um möglichst früh auf dem Markt zu sein. Sogar um 8 Uhr kann man draussen noch zusehen, wie die Marktbeschicker ihre Stände befüllen und Obst und Gemüse schön drapieren.

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Café au lait und ein croissant oder ein pain au chocolat (Schokocroissant) sind hier Pflicht. Zum Mittagessen kann man sich vor allem Elsässische Spezialitäten schmecken lassen, z. B. die Fleischschnäka, das sind Teigschnecken mit Hackfleischfüllung, die angebraten und mit Sauerkraut oder in Brühe serviert werden (ähnlich wie die schwäbischen Maultaschen).

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Wir haben aus der Halle marokkanisches Gewürz (Raz el Hanout und Quatre épices) mit genommen, auserdem marokkanisches Süßgebäck.

Geflügel bekommt man hier ganz frisch, noch mit allem dran  – ausser mit Federn… Nein – die sind nicht zu faul, die Tiere vorzubereiten, das gilt als Zeichen der Qualität.

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An die großen Tiere haben wir uns dann doch nicht rangewagt – wir haben mal mit mittlerer Größe angefangen und ein Täubchen gekauft. (Mit Kopf und Krallen, wie sich das gehört. Die etwas kleineren Tiere obendran sind Wachteln.

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Das Rezept folgt – natürlich war ich diejenige, die das Tierchen dann für den Backofen vorbereiten musste – inklusive Kopf abhacken – schon ein komisches Gefühl. Aber davon später.

Natürlich gibt es auch Fisch – hier nur ein Foto, ich denke beim Fisch hatte ich mich schon in Venedig auf dem Mercato Rialto satt gesehen.

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Und nun zum bunten Markt auf den beiden Plätzen vor der Markthalle. Auf dem vorderen Platz, direkt vor der Halle gibt es Obst, Gemüse und Kräuter. Auf dem zweiten Platz, der durch die Zufahrtsstrasse getrennt ist, kann man Textilien, Schuhe und Haushaltswaren kaufen… Ein wunderschönes Erlebnis – und Petrus hat- wie man sieht – auch mitgemacht. Sonnenschein, aber kalt – aber in der Markthalle kann man sich ja wieder aufwärmen. Sicherlich lohnt sich auch ein Besuch zu den verschiedenen Jahreszeiten.

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Radieschen
Radieschen

Marche Mulhouse22Artischocken (und Zwiebeln im Hintergrund)

Äpfel und Orangen
Äpfel und Orangen
Minze und Koriander
Minze und Koriander

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